E. ZOLLER GmbH & Co. KG Einstell- und Messgeräte
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Zoller seit 6.3.2006 | Geschäftsführer |
Eberhard Zoller seit 6.3.2006 | Geschäftsführer |
Alexander Zoller seit 6.3.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 45.00% | |
| 45.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
E. Zoller GmbHPleidelsheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022E. ZOLLER GMBH, PLEIDELSHEIMAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022DER E. ZOLLER GMBH, PLEIDELSHEIM
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022I. Allgemeine Angaben Die E. Zoller GmbH hat ihren Sitz in Pleidelsheim und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 203149 eingetragen. Der Konzernabschluss wurde unter Berücksichtigung der §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt in EUR. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. Befreiende Wirkung nach § 264b HGB und nach § 264 Abs. 3 HGB Der Konzernabschluss entfaltet befreiende Wirkung nach § 264b HGB für die E. Zoller GmbH & Co. KG, Pleidelsheim sowie für die Zoller Grundstücks GmbH & Co. KG, Pleidelsheim. III. Darstellung der Konzernverhältnisse 1. Allgemeine Angaben zum Konsolidierungskreis Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen der §§ 294 und 296 HGB. Bei den nahe stehenden Unternehmen handelt es sich um Unternehmen, die korrekterweise nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen werden. 2. Anteilsliste In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB neben der E. Zoller GmbH, Pleidelsheim, als Mutterunternehmen grundsätzlich alle Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Im Einzelnen sind folgende Unternehmen im Konzernabschluss berücksichtigt worden:
3. Änderungen im Konsolidierungskreis Im Geschäftsjahr 2022 kam es zu keinen Veränderungen im Konsolidierungskreis. 4. Konzernstichtag Die Geschäftsjahre aller in den Konzernabschluss einbezogener Gesellschaften entsprechen dem Geschäftsjahr des Mutterunternehmens. IV. Angaben und Erläuterungen zu den Konsolidierungsmethoden Die Vollkonsolidierung erfolgt nach den Vorschriften der §§ 300 HGB bis 307 HGB. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurde die Neubewertungsmethode auf den Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses zum 1. Januar 2018 angewandt. Passivische Unterschiedsbeträge, soweit sie auf thesaurierte Gewinne von Konzerngesellschaften entfallen, die nach Gründung oder Erwerb der Beteiligung, aber vor dem Erstkonsolidierungszeitpunkt am 1. Januar 2018 erwirtschaftet wurden, wurden als Gewinnrücklage im Eigenkapital erfasst. Ansonsten wurden die passivischen Unterschiedsbeträge in einer gesonderten Position unterhalb des Eigenkapitals dargestellt. Bei der Schuldenkonsolidierung wurden konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten aufgerechnet. Erlöse aus Innenumsätzen sowie konzerninterne Erträge wurden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet, soweit sie nicht in die Bestandsveränderungen umzugliedern waren. Zwischengewinne und -verluste aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr werden sowohl für das Anlagevermögen als auch für das Umlaufvermögen unter Berücksichtigung von Steuerabgrenzungen eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Latente Steuern werden nach Maßgabe von § 306 HGB ermittelt, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. V. Währungsumrechnung Die funktionale Währung ist bei allen Tochterunternehmen die Währung des Landes, in dem sie ihren Sitz haben. Die Umrechnung der Abschlüsse der einbezogenen ausländischen Gesellschaften außerhalb der EURO-Zone in die Berichtswährung erfolgt bei sämtlichen Vermögensgegenständen und Schulden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs und das Eigenkapital mit den historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden erfolgsneutral in der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" innerhalb des Postens "Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. VI. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung 1. Angabe der auf die Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. Im Übrigen wird ein entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert unter Anwendung der Pauschalierung nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB i.V.m. Satz 4 über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben, da die Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen. Dabei wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von ein bis dreiunddreißig Jahren unterstellt. Die Abschreibung erfolgt linear und orientiert sich an der erwarteten Nutzungsdauer. Das Finanzanlagevermögen umfasst Genossenschaftsanteile und Wertpapiere des Anlagevermögens, die zu Anschaffungskosten angesetzt werden. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des fertigungsbezogenen Wertverzehrs des Anlagevermögens. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung wurden nicht eingerechnet. Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung von Vermögensgegenständen verwendet wird, wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen wird zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von unverändert 1,0 % für Inlandsforderungen und von 2,1 % für Auslandsforderungen vorgenommen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nominalwerten angesetzt. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden ausschließlich Zahlungen im Geschäftsjahr ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Pensionsrückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Durchschnittszinssatz, der sich aus der angenommenen Restlaufzeit ergibt, beträgt 3,86 % (Vorjahr: 0,96 %). Darüber hinaus wurden, wie im Vorjahr, die erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1,00 % und eine Fluktuationsrate von 1,00 % zugrunde gelegt. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Rückdeckungsversicherungen gesichert. Die Rückdeckungsversicherungen dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Hieraus ergeben sich weitere Angaben nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge angesetzt. Dabei wurden alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken berücksichtigt. Ergänzend zu den sonstigen Rückstellungen ergeben sich nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für die Altersteilzeitrückstellung folgende Angaben:
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 2. Angabe der Grundlagen für die Umrechnung von Währungsposten Im Konzernabschluss enthaltene Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten, die ursprünglich auf fremde Währungen lauteten, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. VII. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Brutto-Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt. 2. Forderungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen in Höhe von TEUR 23.393 (Vorjahr: TEUR 21.658) gegen nahestehende Unternehmen. Die Restlaufzeit für sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt weniger als ein Jahr. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 26.000,00. 4. Rückstellungen In den Sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Beträge Rückstellungen für erst nach dem Bilanzstichtag erstellte Gutschriften (TEUR 40), Gewährleistungsansprüche (TEUR 898), den Personalbereich (TEUR 278), noch unterwegs befindliche und ausstehende Lieferungen (TEUR 1.597) sowie für den Aufwand aufgrund noch ausstehender Inbetriebnahmen (TEUR 352) enthalten. 5. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen die Darlehenskonten. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:
Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffen ein langfristiges Darlehen von der Zoller Asia Pacific Ltd, Hongkong (Restverbindlichkeit TEUR 2.727) und ein langfristiges Darlehen der EZset GmbH & Co. KG über TEUR 900. 6. Latente Steuern Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und Steuerschulden für die einzelnen Bilanzpositionen:
Die bei der Berechnung der latenten Steuern zur Anwendung kommenden Steuersätze sind wie folgt: Frankreich 28 %, Schweiz 20 %, Spanien 25 %, Israel 27 % und Türkei 20 %. 7. Haftungsverhältnisse Die E. Zoller GmbH & Co. KG hat eine Garantie- und Ausfallhaftungserklärung für Bankverbindlichkeiten der Zoller Properties LLC, Ann Arbor/USA, in Höhe von bis zu USD 5.800.000,00 übernommen, die zum Bilanzstichtag mit USD 2.524.074,30 (EUR 2.366.467,56) valutiert. Des Weiteren besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft für die Zoller Inc., Ann Arbor/USA in Höhe von bis zu EUR 2.100.000,00 für die Absicherung einer Geldmarktkreditlinie. Zum Bilanzstichtag valutierte dieser Betrag bei USD 1.950.000,00 (EUR 1.828.239,27). Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der oben dargestellten Verbindlichkeiten aus Garantien schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. VIII. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Fördermitteln (Überbrückungshilfe III, BAFA, KfW) in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 732) enthalten. Außerdem enthält der Posten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 62). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 68). Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 33) enthalten. 3. Personalaufwand Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 26.450 (Vorjahr: TEUR 22.487) sowie für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 5.259 (Vorjahr: TEUR 4.620). Die darin enthaltenen Aufwendungen für Altersversorgung betragen im Geschäftsjahr TEUR 403 (Vorjahr: TEUR 396). 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 44) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus einem Vergleich bei einem Insolvenzfall (TEUR 5) und aus der Ausbuchung von angezahlten Hotelkosten (TEUR 7). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung umfassen TEUR 253 (Vorjahr: TEUR 288). 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In der Position sind Gesellschafterzinsen in Höhe von TEUR 956 (Vorjahr: TEUR 882) enthalten. IX. Sonstige Pflichtangaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet, Wartungs und Leasingverträgen (Stand 31. Dezember 2022)
Vorteile aus den Miet- und Leasingverträgen bestehen in der geringen Kapitalbindung. Risiken ergeben sich aus den Vertragslaufzeiten. 2. Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB Das von dem Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beträgt für das Geschäftsjahr 2022:
3. Gesamtbezüge der Unternehmensorgane Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB analog. 4. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane Zur Geschäftsführung ist die E. Zoller GmbH, Pleidelsheim, beauftragt. Diese wird 2022 vertreten durch ihre Geschäftsführer: - Herrn Eberhard Zoller - Ingenieur, Schwieberdingen - Herrn Christoph Zoller - Ingenieur, Sachsenheim - Herrn Alexander Zoller - Ingenieur, Tamm 5. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten
6. Erläuterung zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds wird in Übereinstimmung mit DRS 21 als Summe aus Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten definiert. X. Nachtragsbericht Der Konflikt in Nahost seit Oktober 2023 und dessen mögliche politischen bzw. wirtschaftlichen Auswirkungen sind derzeit noch nicht abschätzbar. Mögliche finanzielle Auswirkungen aus diesem Sachverhalt, u. a. für die Tochtergesellschaft in Israel, werden fortlaufend analysiert. Zu weiteren Ausführungen wird auf den Lagebericht verwiesen.
Pleidelsheim, den 21. Dezember 2023 E.
Zoller GmbH
Die Geschäftsführer Eberhard Zoller Alexander Zoller Christoph Zoller ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS
KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022DER E. ZOLLER GMBH, PLEIDELSHEIMI. Geschäftsverlauf 1. Unternehmen und Konzern Die Unternehmensgruppe der E. Zoller GmbH (im Folgenden kurz "ZOLLER") gehört weltweit zu den führenden Anbietern von hochwertigen Einstell- und Messgeräten. Die Abnehmer der ZOLLER Einstell- und Messgeräte sind weltweit alle Unternehmen, die spanabhebend fertigen. Dies sind die Automobilindustrie und die Automobilzulieferer, aber auch Kleinbetriebe bis zum 1-Mann-Betrieb. Die Abnehmer kommen des Weiteren aus den Bereichen Maschinenbau, Elektroindustrie, Medizintechnik und vielen weiteren Branchen, sofern die Unternehmen spanabhebende Teile herstellen. Die konjunkturellen Voraussetzungen für den Absatz der ZOLLER Einstell- und Messgerätetechnik sind abhängig von der weltweiten Investitionstätigkeit in der Automobilindustrie, im Maschinenbau und im Elektronikbereich. Bei den fünf im Ausland ansässigen Tochterunternehmen handelt es sich um Vertriebs- und Servicegesellschaften. 2. Wirtschaftliches Umfeld Die deutsche Wirtschaft war im Kalenderjahr 2022 geprägt von den Folgen des Ukrainekrieges und deren Auswirkungen auf die Energiepreise und die weltweite Materialverfügbarkeit. Trotz dieser Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft behaupten. Nach Einschätzung des statistischen Bundesamtes lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 % höher als im Jahr 2021. Die wichtigste Wachstumsstütze waren die privaten Konsumausgaben, welche preisbereinigt um 4,6 % stiegen und fast das Vorkrisenniveau von 2019 erreichten. Die staatlichen Konsumausgaben hingegen stiegen gegenüber dem Vorjahr nur um 1,1 %, was auf sinkende Ausgaben im Kampf gegen die Coronapandemie zurückzuführen ist. Die Abnehmer der ZOLLER Einstell- und Messgeräte sind weltweit alle Unternehmen, die spanabhebend fertigen. Dies sind die Automobilindustrie und die Automobilzulieferer, aber auch Kleinbetriebe bis zum 1-Mann-Betrieb. Die Abnehmer kommen des Weiteren aus den Bereichen Maschinenbau, Elektroindustrie, Medizintechnik und vielen weiteren Branchen, sofern die Unternehmen spanabhebende Teile herstellen. Die konjunkturellen Voraussetzungen für den Absatz der ZOLLER Einstell- und Messgerätetechnik sind abhängig von der weltweiten Investitionstätigkeit in der Automobilindustrie, im Maschinenbau und im Elektronikbereich. 3. Geschäftsverlauf Die Umsätze und das Konzernjahresergebnis werden als finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns verwendet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 ist der Umsatz auf 89,1 Mio. EUR gestiegen. Die Umsatzsteigerung lag mit ca. 9,2 % auf Höhe der Erwartungen. Der Konzernjahresfehlbetrag 2022 beträgt ca. -1,6 Mio. EUR. Das Konzernjahresergebnis liegt somit deutlich unter den Erwartungen der Geschäftsführung, die mit einem minimal positiven Ergebnis geplant hatte. 4. Vertrieb und Marketing 4.1 Vertrieb Der Auftragseingang bei den Neugeräten ist weltweit im Vergleich zu 2021 um 3,5 % gesunken, eine Erhöhung der Auftragszahlen um 10 % wurde erwartet. Der Auftragseingang liegt aber immer noch über den verkauften Geräten im Vor-Coronajahr 2019. Lediglich in Europa konnten Zuwächse erzielt werden. Die Exportquote ist, wie bereits im Vorjahr, hoch und liegt bei über 70 %, für das Jahr 2023 wird eine ähnliche Exportquote erwartet. Die wichtigsten Märkte für ZOLLER sind neben Deutschland die Märkte in Übersee, vor allem der US-Markt und der gesamte asiatische Raum. 4.2 Marketing Das Marketing hat sich im Jahr 2022 mit neu entwickelten Produkten und deren medialer Vermarktung befasst. Vor allem das Produktmarketing stand hier im Fokus, hier wurden Broschüren, Videos, Sales Guides und Presseberichte erstellt. Im Jahr 2022 fanden auch wieder einige Messen statt, auf denen ZOLLER seine neuesten Produkte und Produktweiterentwicklungen vorgestellt hat. Die Online-Events aus der Smart Factory hat ZOLLER nicht aufgegeben, sondern stetig erweitert, um jedem Kunden jederzeit seine Produkte vorstellen zu können. Die Kundenplattform "MYZOLLER" wurde weiterentwickelt und die Kundenplattform konnte 2022 live gehen, so dass ZOLLER-Kunden den neuen E-Service und das E-Commerce nutzen können. Im Jahr 2022 waren es ausgewählte Testkunden, die den Service nutzten, im Geschäftsjahr 2023 sollen alle interessierten Kunden dafür gewonnen werden. 5. Forschung und Entwicklung ZOLLER investiert weiterhin sehr viel in Forschung und Entwicklung sowohl im Bereich Informatik als auch im Bereich Konstruktion. Die kontinuierliche Forschung und Entwicklung ist Voraussetzung für die gute Positionierung von ZOLLER und dafür, dass Zoller weltweit Marktführer bleibt. In Forschung und Entwicklung wurden 2022 insgesamt 58 Mitarbeiter beschäftigt. 6. Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter ist 2022 stark gestiegen, das Durchschnittsalter dabei nahezu konstant geblieben. In den letzten Jahren hat sich die Mitarbeiterzahl wie folgt entwickelt:
II. Wirtschaftliche Lage des Konzerns 1. Vermögens und Finanzlage Die Vermögens und Finanzlage entwickelte sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt: Die Bilanzsumme erhöhte sich von 95,4 Mio. EUR auf 100,5 Mio. EUR im Jahr 2022. Der Grund des Anstiegs liegt hauptsächlich am Aufbau von Vorräten und an der Erhöhung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Neuinvestitionen in das Anlagevermögen betrugen 2022 ca. 2,1 Mio. EUR und liegen damit leicht über dem Vorjahresniveau. Es wurde in weitere Digitalisierungsprojekte investiert, u.a. in die Weiterentwicklung des "MYZOLLER"-Portals. Des Weiteren wurde in Software zur innerbetrieblichen Nutzung sowie in die Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Das Umlaufvermögen erhöhte sich von 55,6 Mio. EUR auf 61,9 Mio. EUR ab. Aufgrund von vorhersehbarer Lieferengpässe wurden die Vorräte deutlich erhöht, um jederzeit lieferfähig zu bleiben. Aufgrund der gestiegenen Umsätze haben sich auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöht. Die liquiden Mittel der ZOLLER Gruppe betragen am 31. Dezember 2022 4,9 Mio. EUR nach 7,3 Mio. EUR im Vorjahr. Von der in ausreichender Höhe eingeräumten Kreditlinie wurden 11,0 Mio. EUR in Anspruch genommen. Für die getätigten Investitionen in das Anlagevermögen und die Erhöhung von Vorräten wurden zusätzliche Fremdfinanzierungen hinzugezogen und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum 31. Dezember 2022 insgesamt 38,5 Mio. EUR nach 34,7 Mio. EUR im Vorjahr. Die bereits bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Geschäftsjahr 2022 planmäßig getilgt. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (Darlehen) nahmen um 0,2 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR zu. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 3,5 Mio. EUR nach 3,1 Mio. EUR im Vorjahr. Das Eigenkapital beträgt unverändert 1,1 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote einschließlich der Gesellschafterdarlehen ist von 49,7 % auf 47,8 % gesunken. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt -5,2 Mio. EUR. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit ist mit -2,0 Mio. EUR negativ und resultiert aus den Investitionen in das Anlagevermögen. Den getätigten Investitionen stehen nur geringe Einzahlungen aus dem Abgang von Anlagevermögen gegenüber. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit ist durch die höhere Aufnahme von Darlehen im Vergleich zu der geringeren planmäßigen Tilgung der bestehenden Darlehen mit 4,4 Mio. EUR deutlich positiv. Der Finanzmittelfonds wird nach DRS 21 ermittelt. Aufgrund des Finanzmittelbestands und der in ausreichender Höhe eingeräumten Kreditlinie war die Liquidität während des gesamten Geschäftsjahres 2022 gesichert. 2. Ertragslage Die Ertragslage war im Jahr 2022 erwartungsgemäß besser als im Jahr zuvor. Der Umsatz stieg auf 89,1 Mio. EUR. Die Materialquote stieg gegenüber 2021, bedingt durch extreme Materialengpässe und dadurch hervorgerufene überdurchschnittliche Preiserhöhungen, von 45,4 % auf 48,6 %. Der Personalkostenanteil stieg von 33,1 % auf 34,4 % der Gesamtleistung. Die absoluten Personalkosten sind im Geschäftsjahr von 27,1 Mio. EUR auf 31,7 Mio. EUR gestiegen. Der absolut deutliche Anstieg des Personalaufwands resultiert auf einer höheren Anzahl an Mitarbeitern, Gehaltssteigerungen sowie einer komplett ausbezahlten Inflationsausgleichprämie. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022 um 1,7 Mio. EUR auf 13,8 Mio. EUR. Bedingt durch die stark gestiegenen Material- und Personalkosten verbuchte ZOLLER einen Konzernjahresverlust von -1,6 Mio. EUR (Vorjahr: Konzernjahresüberschuss von 2,8 Mio. EUR). Die wirtschaftliche Lage des Konzerns ist zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts gesichert und nicht durch Ereignisse, die im Einflussbereich des Unternehmens bzw. außerhalb des Unternehmens liegen, beeinträchtigt. 3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden vor allem die Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern, sowie die Technologieposition und die Nachhaltigkeitsstrategie eines Unternehmens genannt. Das Ziel von ZOLLER ist es, als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber an allen Standorten dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter an sich zu binden (Personalstrategie). Zudem muss das Unternehmen Produkte und Lösungen entwickeln (F&E), die auch künftig in besonderem Maße Kunden- und Umweltanforderungen (Nachhaltigkeit) gerecht werden, und den Kundennutzen durch das Produkt- und Serviceangebot nachhaltig steigern. 4. Tochtergesellschaften Die Zoller Grundstücks GmbH & Co. KG, Pleidelsheim hat die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt und ein sehr positives Jahresergebnis erwirtschaftet. Die E. Zoller GmbH & Co. KG, Pleidelsheim konnte die Umsatzerwartungen erfüllen, musste allerdings aufgrund der Kostensteigerungen das Jahr mit einem deutlich negativen Jahresergebnis abschließen. Die Zoller S.a.r.l., Lingolsheim/Frankreich konnte die gesetzten Erwartungen erfüllen und hat ein leicht positives Jahresergebnis erzielen. Die Zoller Iberica S.L., Barcelona/Spanien ist im Rahmen der gesetzten Erwartungen und hat ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet. Die Zoller Ölcüm Teknolojileri, Bursa/Türkei hat 2022 aufgrund des Währungseinbruches der türkischen Lira ein negatives Jahresergebnis in Kauf nehmen müssen. Die ZOLLER Israel Ltd., Ramat Yishey/Israel befindet sich immer noch in der Anlaufphase, so dass erwartungsgemäß ein weiteres kleines negatives Jahresergebnis hingenommen werden musste. Die ZOLLER Schweiz GmbH, St. Gallen/Schweiz erreichte ein positives Ergebnis. Die Erwartungen wurden hier erfüllt. Die twip optical solutions GmbH, Pleidelsheim hat die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllt, das Ergebnis ist ein negatives Jahresergebnis. III. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 1. Konjunkturrisiko Die Corona-Pandemie scheint überwunden, der Ukraine-Krieg schwelt weiter. Die dadurch entstandenen Probleme in Deutschland (Energie, Flüchtlingsunterbringung etc.) wurden größtenteils gemeistert. Bei dem im Oktober 2023 wieder neuaufgekommene Nahostkonflikt (Israel / Gaza / Hamas) ist noch unklar, ob sich dieser Konflikt möglicherweise noch zu einem Flächenbrand in Nahost entwickelt. Die Folgen wären nicht absehbar. In China entwickelt sich die Wirtschaft nach Corona nicht so wie erhofft, neben einer geringeren Nachfrage könnte nun auch noch eine Immobilienblase folgen (u.a. Evergrande). Wie die Politik vor Ort dagegen steuert, wird maßgeblichen Anteil an zukünftigen Verkaufszahlen haben. Nach derzeitigem Stand werden die Auftragszahlen 2023 gegenüber 2022 leicht sinken, erst ab 2024 rechnet ZOLLER wieder mit Steigerungen. ZOLLER wird im Geschäftsjahr 2023 dennoch versuchen, seine Verkaufszahlen in einigen Bereichen (Automation, Einstellgeräte & Software) zu festigen, um seine Marktanteile zu behalten bzw. prozentual auszubauen. 2. Kunden Da sich die Produktpalette bei ZOLLER nicht geändert hat und grundsätzlich alle Firmen, die spanabhebend fertigen, mit einem ZOLLER-Produkt erfolgreicher arbeiten könnten, hat sich der Kundenkreis von ZOLLER nicht wesentlich geändert. Zudem ist ZOLLER mit seinem Software-Produkt Tool Management Solutions mittlerweile noch breiter aufgestellt. 3. Lieferanten ZOLLER hat keine eigene Fertigung und beschafft grundsätzlich alle Teile zur Montage der Einstell- und Messgeräte. Mit fast allen Lieferanten sind Rahmenvereinbarungen getroffen und es besteht mit diesen Lieferanten ein gutes Verhältnis. Die Firmenphilosophie von ZOLLER sorgt im Übrigen dafür, dass nicht nur nach der Maxime Preis, sondern dass Forderungen wie Qualität, Liefertreue, Zuverlässigkeit ebenfalls entscheidend für die Zusammenarbeit sind. Bei wichtigen Komponenten hat ZOLLER grundsätzlich Ausweichlieferanten und beschafft die Teile bei zwei verschiedenen Lieferanten. Eine Abhängigkeit in Schlüsselbereichen besteht nicht. Im Geschäftsjahr 2022 hatte ZOLLER aufgrund des Mangels an Vorprodukten und die Lieferkettensituation Probleme bei der Montage von seinen Einstell- und Messgeräten, so dass einige Auslieferungen ins Geschäftsjahr 2023 verschoben werden mussten. Diese Problematik hat sich ab dem 2. Quartal 2023 aufgelöst. 4. Wachstum Im Kalenderjahr 2023 wird die deutsche Wirtschaft leicht schrumpfen, für 2024 wird ein kleineres Wachstum erwartet. Die Chancen auf ein reelles Wachstum sind 2023 für ZOLLER in einigen Bereichen gegeben, besonderes Augenmerk wird aber auf die Automation und auf neue Softwarelösungen gelegt. Die für ZOLLER wichtigen Branchen werden 2023 ebenfalls stagnieren, u.a. durch den Ukraine-Krieg und den immer wieder aufflammenden Handelsstreit zwischen den USA und China, sowie nun auch noch der dazugekommene Nahostkonflikt. ZOLLER wird 2023 versuchen, annähernd die Verkaufszahlen wie 2022 zu erreichen. Der Verkauf von Ware nach Russland macht bei ZOLLER nur einen Bruchteil aller Verkäufe aus, daher werden die Sanktionen das Ergebnis nicht beeinträchtigen. Die Konjunktur in China und in den USA bereitet aber Sorge, dass nicht alle Verkaufsziele gehalten werden können. 5. Personal Der Fachkräftemangel in Deutschland wird in Zukunft auch für ZOLLER ein Problem darstellen. Um qualifiziertes Personal zu finden, werden größere Anstrengungen als bisher notwendig sein. ZOLLER wird daher auch 2023 wieder Ausbildungsplätze an der Dualen Hochschule anbieten und zudem Industrie- und Bürokaufleute ausbilden. Diverse Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeiter, u.a. fachspezifische Weiterbildungen, werden regelmäßig durchgeführt, um weiterhin einen hohen Qualifizierungsstandard des Personals zu gewährleisten. Bei den Tochtergesellschaften werden aufgrund deren Größe derzeit noch keine Ausbildungsplätze angeboten, hier werden direkt Fachkräfte eingestellt. 6. Währungsrisiken Da ZOLLER grundsätzlich in Euro fakturiert, besteht ein geringes Währungsrisiko. Generell gibt es immer noch ein Risiko für die Währung "Euro" an sich, solange die Überschuldung der EuroStaaten existiert und die notwendigen Spar- und Wachstumsmaßnahmen nicht umgesetzt werden. Allerdings ist es schwer einzuschätzen, welche Folgen ein Scheitern des Euros hätte. Grundsätzlich werden die Entwicklungen der Fremdwährungen (USD, CNY, JPY, INR, RUB) beobachtet, da sehr viele Geräte in den USA und auf dem asiatischen Markt verkauft werden. Die Tochtergesellschaften in der Türkei, Israel und der Schweiz fakturieren jeweils in 2 Währungen (EUR und jeweilige Landeswährung), hier wird entsprechend der Entwicklung der Landeswährung gegenüber dem EUR bei der Preisgestaltung berücksichtigt. Vor allem der Kurs der türkischen Lira bereitet der Tochterfirma in der Türkei mittlerweile einige Probleme. 7. Qualität Wie bei allen Anbietern von Mechanik, Hard- und Software können die von ZOLLER verkauften Produkte Fehler oder Funktionsstörungen aufweisen, welche die Reputation von ZOLLER am Markt beeinträchtigen oder gar Schadensersatzklagen zur Folge haben können. Um diese Risiken einzugrenzen, hat ZOLLER ein umfangreiches Qualitätsmanagementsystem aufgebaut und entwickelt dieses ständig weiter. ZOLLER ist nach DIN EN ISO 9001:2015, VDA 6.4.:2017 und DIN EN ISO 14001:2015 zertifiziert. Außerdem hat ZOLLER eine entsprechende Produkthaftpflichtversicherung abgeschlossen. 8. Allgemeine Unternehmensrisiken ZOLLER unterliegt den unternehmenstypischen Produktions- und Marktrisiken. Dazu zählen auch Bonitätsrisiken bei Kunden und Rechtsrisiken bei juristischen Auseinandersetzungen. Gegen Bonitätsrisiken der Kunden schützt sich ZOLLER durch Eigentumsvorbehalt, der vertraglich bei jeder einzelnen Lieferung zusätzlich mit dem Kunden vereinbart wird. Dies gilt in Deutschland und in dem gesamten Bereich der EU und hat dafür gesorgt, dass im Jahr 2022 nur geringe finanzielle Einbußen durch Insolvenzen entstanden sind. ZOLLER wird dieses auch weiterhin so handhaben und geht daher davon aus, dass es auch 2023 nur geringe Forderungsausfälle durch Insolvenzen geben wird. 9. Chancen Große Wachstumschancen sieht ZOLLER im Bereich der Automations- und Softwarelösungen. Hier gibt es einen sehr hohen Bedarf, vor allem in Westeuropa, Südkorea, Japan, China und den USA. ZOLLER rechnet hier mit hohen Wachstumsraten ab 2024. Des Weiteren plant ZOLLER weitere Märkte zu erschließen, sei es durch eigene Niederlassungen oder durch Vertretungen. IV. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die ZOLLER-Gruppe verfolgt beim Finanz- und Risikomanagement das Ziel der Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zu den Finanzinstrumenten zählen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das Forderungsausfallrisiko wird durch eine fortlaufende Bonitätsprüfung und ein Debitorenmanagement minimiert. Des Weiteren sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Versicherung gegen Ausfallrisiken gesichert. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist beglichen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden planmäßig getilgt. Zur Sicherung der Liquidität wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt. V. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023 Russlands Krieg gegen die Ukraine geht unvermindert weiter, die Unternehmen haben sich so weit wie möglich umgestellt, um dessen Auswirkungen auf das eigene Unternehmen so gering wie möglich zu halten. Der neu hinzugekommene Nahostkonflikt in Israel und dessen kommende Auswirkungen sind noch nicht abschätzbar. Wie bereits im Geschäftsjahr 2022 kam es auch im Geschäftsjahr 2023 noch zu Lieferengpässen, allerdings waren die Probleme deutlich geringer sein als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Auch die Preisentwicklungen haben sich wieder stabilisiert. Die gestörten Lieferketten und Materialengpässe sind seit dem Beginn des 2. Quartals 2023 nahezu beseitigt, der noch bestehende hohe Auftragsbestand konnte abgearbeitet werden. Die Auftragslage wird 2023 zwar leicht sinken, dennoch rechnet ZOLLER mit Umsatzzuwächsen von mindestens 10%. Des Weiteren wird mit einer deutlichen Steigerung des Konzernergebnisses geplant und mit einem Konzernergebnis von mindestens 4 Mio. EUR gerechnet.
Pleidelsheim, den 21. Dezember 2023 E.
Zoller GmbH
Die Geschäftsführer Eberhard Zoller Alexander Zoller Christoph Zoller BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die E. Zoller GmbH, Pleidelsheim Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der E. Zoller GmbH, Pleidelsheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der E. Zoller GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 21. Dezember 2023 BANSBACH
GmbH
Tiemann, Wirtschaftsprüfer Eisler, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Konzernabschlusses Die Feststellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 erfolgte mit Gesellschafterbeschluss vom 21. Dezember 2023. |
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