Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 47736
Eingetragen
27.3.2003
Branche
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenPublic-Relations-BeratungBildentwicklung, -bearbeitung und Erbringung sonstiger fotografischer Dienstleistungen
Gegenstand
Planung, Entwicklung, Produktion und Vertrieb von strategischer Kommunikation sowie Bild und Bewegtbild insbesondere in den Bereichen Film, Fotografie, Werbung, Promotion, PR, Internet, E-Kommerz und allen neuen Medien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nils Hartmann
seit 4.5.2022
Geschäftsführer
Sebastian Druschel
seit 27.3.2003
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
Moritz Freiherr von Schrötter
33.33%
33.33%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
0.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

NameAnteil
51.00%
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Parasol Island GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlage des Unternehmens

Parasol Island bietet national sowie international die gesamte Bandbreite an modernen Kommunikationsdienstleistungen in integrierter Form an. Dabei verfolgen wir einen holistischen Ansatz und decken von der Strategie, sowie Kreativkonzeption, Werbe und Industriefilme, kreative Post und Animationsproduktionen, visuelle Effekte und anspruchsvolle CGI Produktionen sowie kreative Mediagestaltung und innovative Onlinekommunikation bis hin zu integrierten, komplexen technischen Anwendungslösungen wie Marketing Automation und Targeted Ausspielung, alles ab.

II. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Das Jahr 2023 war für die deutsche Wirtschaft von besonderer Bedeutung. Nach der Post-Covid Phase und den damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen in den Jahren 2020, 2021 und 2022 zeichnete sich eine allmähliche Erholung ab. Wenn auch weiterhin unter angespannten Bedingungen im Bereich von reduzierten Kundenbudgets, verlängerten Zahlungszielen und einem allgemeinen Mangel an passenden Fachkräften.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Nachdem die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen in etwa stagnierte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 ab. Besonders die preis-, saison- und kalenderbereinigten Investitionen in Bauten und in Ausrüstungen waren deutlich niedriger als im Vorquartal. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ging das preisbereinigte BIP im Jahr 2023 um 0,3 % zurück, preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %. Vor diesem Hintergrund ist die gesamtwirtschaftliche Lage weiterhin angespannt.

Der Werbemarkt

Wachstum und Konjunktur

Der deutsche Werbemarkt verzeichnet laut der aktuellen ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V. Marktprognose für das Jahr 2023 ein Wachstum von 1,6 Prozent auf insgesamt 48,87 Milliarden Euro. Damit überwindet die Branche mit einem Minimalwachstum die schwierigen Jahre der Corona-Krise und liegt sogar leicht über dem Niveau vor der Pandemie.

Dieser Aufschwung ist vor allem auf das überproportionale Wachstum der digitalen Werbung zurückzuführen, die ihren Marktanteil auf 48 Prozent steigern konnte. Allerdings gibt es auch Bedenken hinsichtlich einer Überregulierung und möglicher Wettbewerbsverzerrungen, die den positiven Trend im Jahr 2024 gefährden könnten.

Technologische Innovationen und Digitalisierung

Die digitale Transformation prägte die Werbewirtschaft in Deutschland. Unternehmen setzten verstärkt auf digitale Marketingstrategien und investierten in neue Technologien wie Künstliche Intelligenz, Programmatic Advertising und datenbasierte Analysetools. Die zunehmende Nutzung von Online- und Mobilgeräten führte zu einer verstärkten Ausrichtung der Werbung auf digitale Kanäle. Gleichzeitig fokussierte sich die Branche auf datenschutzkonforme Lösungen, um den Schutz personenbezogener Daten zu gewährleisten.

Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung

Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung in der Werbewirtschaft gewinnen zunehmend an Bedeutung. Unternehmen wurden sensibler für Umwelt- und Sozialthemen und setzten vermehrt auf nachhaltige Werbestrategien. Es entstanden vermehrt Werbekampagnen, die sich auf Themen wie Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Vielfalt konzentrierten. Die Verbraucherinnen und Verbraucher waren zunehmend daran interessiert, Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen zu unterstützen, die ihre Werte teilen.

Regulierung und Datenschutz

Die Werbewirtschaft sah sich weiterhin mit den Herausforderungen in Bezug auf Regulierung und Datenschutz konfrontiert. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das Telemediengesetz (TMG) stellten hohe Anforderungen an die Verarbeitung personenbezogener Daten und die Zustimmung der Nutzer. Unternehmen mussten sicherstellen, dass sie die gesetzlichen Bestimmungen einhalten und transparent über die Verwendung von Daten kommunizieren.

b. Geschäftsverlauf und Lage

Ertragslage

Parasol Island konnte nicht wie erwartet an der positiven Marktentwicklung der Kommunikationsbranche in 2023 partizipieren. Die Umsatzerlöse haben sich um 7,8 % auf verringert. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung, des Materialaufwands und der sonstigen betrieblichen Erträge verbleibt der Rohgewinn auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sinken um 9,6 %, gesunken sind insbesondere die Ausgaben für lfd. IT, Fremdarbeiten Vertrieb sowie Reisekosten.

Weiterhin, wie auch in den Vorjahren wird ein stabiler Jahresüberschuss erzielt.

Vermögens- und Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2023 ist die Bilanzsumme um TEUR 1.467 auf TEUR 12.231 gestiegen.

Das Anlagevermögen beträgt TEUR 3.341 und ist um TEUR 444 gestiegen. (27,3 % der Bilanzsumme, Vorjahr: 26,9 %). Der Anstieg resultiert wesentlich aus der Entwicklung einer neuen Agentursoftware. Das Umlaufvermögen ohne liquide Mittel beträgt in 2023 TEUR 7.143 (Vorjahr: TEUR 6.947) (58,4 % der Bilanzsumme, Vorjahr: 64,5 %). Der Anstieg resultiert aus der gestiegenen Geschäftstätigkeit vor allem in den Quartalen 3 und 4 und führt zu steigenden Forderungen.

Die Eigenkapitalquote beträgt bei einer gestiegenen Bilanzsumme 42,1 % (Vorjahr 42,9 %). Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen zu 154 % ab. Die Verbindlichkeiten und Rückstellungen betragen TEUR 7.081 (Vorjahr: TEUR 6.146) (58,7 % der Bilanzsumme, Vorjahr: 57,1 %).

Die finanzielle Lage ist durch einen Cash-Flow von TEUR 632 (Vorjahr: TEUR 1.097) und flüssige Mittel von TEUR 1.739 (Vorjahr: TEUR 909) und damit angemessener Liquidität gekennzeichnet. Der Cash-Flow ergibt sich aus dem Jahresüberschuss zuzüglich der Abschreibungen ab-/zuzüglich der Veränderungen der sonstigen Rückstellungen. Aufgrund der zum Bilanzstichtag vorhandenen Liquidität und nicht in Anspruch genommener Kreditlinien betrachten wir die Finanzierung des Unternehmens als sichergestellt.

c. Gesamtwürdigung des Geschäftsjahres

Das Geschäftsjahr 2023 begann für uns mit der Herausforderung, dass sich das Gesamtgeschäft zunächst unter Plan entwickelte. Diese anfänglichen Schwierigkeiten waren auf verschiedene Faktoren zurückzuführen: Marktunsicherheiten, die verzögerte Umsetzung neuer Marketingstrategien auf Kundenseite und eine zunehmend kompetitive Landschaft führten dazu, dass unsere Pitches nicht den geplanten Gewinn von neuen und nachhaltigen Accounts erbrachten.

Wir leiteten eine umfassende interne Überprüfung von Prozessen, Organisation, Personal und Struktur ein. Personelle Veränderungen, einschließlich der Einführung neuer Führungsstrukturen mit frischen Perspektiven, halfen, die Motivation im Unternehmen zu steigern und eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung zu etablieren. Darüber hinaus haben wir die kreativen & administrativen Abläufe neu organisiert, um eine schnellere und effizientere Innovation, Kreation und Produktion von Marketingmaterialien zu realisieren.

Im Ergebnis führten diese und andere, kleinteiligere Veränderungen dazu, dass sich die Unternehmensleistung in den letzten Wochen des Q3 und während des gesamten Q4 signifikant verbesserte. Wir konnten nicht nur unsere Umsatzziele erreichen, sondern auch die Grundlagen für eine zukunftsfähige und anpassungsfähige Organisation schaffen.

Das Jahr 2023 war somit ein Wendepunkt für Parasol Island. Die in 2022 angestoßenen Projekte zur Umstrukturierung und Neuorganisation konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Mit diesen Veränderungen haben wir das Unternehmen auf Kurs gebracht und es für die Herausforderungen und Chancen des Jahres 2024 gestärkt.

III. Chancen- und Risikobericht

Einleitung

Dieser Chancen- und Risikobericht gibt einen Überblick über die potenziellen Chancen und Risiken, denen das Unternehmen Parasol Island im Jahr 2023 gegenübersteht. Durch die Identifizierung und Bewertung dieser Faktoren können Entscheidungsträger fundierte Entscheidungen treffen und geeignete Maßnahmen ergreifen, um das Wachstum und die Stabilität des Unternehmens zu fördern.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente bestehen aus Forderungen, Verbindlichkeiten sowie liquiden Mitteln. Das Risiko von Kursschwankungen wird eingegangen. Forderungsausfälle sind aufgrund der Bonitätsprüfung sowie langjährigen Geschäftsbeziehung zu solventen Kunden grundsätzlich sehr gering. Verbindlichkeiten werden fristgerecht bezahlt. Investitionen werden durch langfristige Bankkredite sowie aus den eigenen Mitteln finanziert. Freie Kreditlinien stehen zur Verfügung. Die Zahlungsfähigkeit ist jederzeit gegeben.

Chancen

1. Technologische Innovationen: Die ständige Weiterentwicklung von Technologien wie Künstlicher Intelligenz, Virtual Reality und Augmented Reality bietet Parasol Island die Möglichkeit, innovative und beeindruckende Werbekampagnen zu entwickeln. Indem das Unternehmen sich auf dem neuesten Stand der Technik hält und diese in seine Dienstleistungen integriert, kann es sich von Wettbewerbern abheben und neue Kunden gewinnen.

2. Nachfrage nach digitaler Werbung: Die steigende Nachfrage nach digitaler Werbung bietet Parasol Island eine große Chance, sein Geschäft auszubauen. Unternehmen investieren vermehrt in Online-Marketing und Social-Media-Werbung, um ihre Zielgruppen zu erreichen. Durch den Ausbau des im Bereich digitale Werbung und die Entwicklung effektiver Online-Marketingstrategien kann Parasol Island von dieser Nachfrage profitieren.

3. Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung: Die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung bietet Parasol Island die Chance, sich als Agentur für nachhaltige Kommunikation entlang der kompletten Leistungsbereiche zu positionieren. Indem das Unternehmen umweltfreundliche und sozial verantwortungsvolle Ansätze in seine Arbeit integriert, kann es Kunden ansprechen, die nach Werbelösungen suchen, die ihren Werten entsprechen.

Risiken

1. Wettbewerb: Der Werbemarkt ist stark umkämpft, und Parasol Island steht in direkter Konkurrenz zu anderen Unternehmen sowie aufstrebenden Start-ups.

2. Technologische Veränderungen: Obwohl technologische Innovationen Chancen bieten, birgt die schnelle Veränderung auch Risiken. Neue Technologien könnten bestehende Geschäftsmodelle disruptieren und erfordern möglicherweise beträchtliche Investitionen in Forschung und Entwicklung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Parasol Island muss Trends und Veränderungen im Technologiebereich proaktiv verfolgen und schnell reagieren.

3. Rechtliche und datenschutzrechtliche Vorschriften: Die strengen rechtlichen und datenschutzrechtlichen Vorschriften können eine Herausforderung für Parasol Island darstellen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie die Datenschutzbestimmungen einhalten und die Zustimmung der Nutzer einholen, um personenbezogene Daten zu verwenden. Nichteinhaltung kann zu rechtlichen Konsequenzen führen.

IV. Prognosebericht

Hohe Energiepreise, Sanktionen, gestiegene Unsicherheit und brüchige Lieferketten sind Belastungsfaktoren für die Wachstumschancen der deutschen Volkswirtschaft. Die Organisation Werbungtreibende (OWM) geht davon aus, dass ein Jahr der Stagnation vor uns liegt.

Die Werbewirtschaft in Deutschland wird voraussichtlich auch in den kommenden Jahren weiter wachsen und sich weiterhin den Herausforderungen der digitalen Transformation und des Datenschutzes stellen. Unternehmen werden verstärkt in innovative Technologien investieren, um personalisierte und zielgerichtete Werbekampagnen.

Der Werbemarkt wird sich statt mit Quantitäten mit Qualität beschäftigen. Mit Werten. Marketing wird sich an qualitatives Wachstum, an nachhaltiges Wirtschaften orientieren müssen. Sobald Marketing sich ernsthaft den Bedürfnissen der VerbraucherInnen widmet, wird es die ihm gebührende Bedeutung wiedererlangen. Wenn uns die Markenkommunikation wieder verrät, wozu eine Marke gut ist, warum es sie gibt, was sie unterscheidet und was ich als Käufer von ihr zu erwarten habe, dann ist Schluss mit sinnleeren Claims und langweiliger, austauschbarer Kommunikation.

Weiterhin wird ein Schlüssel zum Erfolg sein, auf der customer journey maßgeschneiderte Ansprachen für die einzelnen Touchpoints bereit zu stellen. So suchen Auftraggeber vermehrt nach zielgruppenspezifischen und individuellen Kommunikationslösungen. Parasol Island und das von uns am Markt angebotene Leistungs- und Servicespektrum bietet genau diese Ansprache in integrierter Form: Vom Kundenbriefing, über die Strategie, die Konzeption und Idee bis hin zur kanalspezifischen Produktion und automatisierten Ausspielung haben wir die Wertschöpfungskette im Hause integriert und bieten so einen ganzheitlichen und holistischen Ansatz in der Erstellung von Kommunikation.

Während des Zeitraumes der Erstellung des Jahresabschlusses 2023 sind bereits weitere Produktionsrahmenverträge von Unternehmensseite erneut positiv für Parasol Island beschieden worden. Es konnte ein langfristiger Vertragskunde neu gewonnen werden, einzelne Wettbewerbspräsentationen wurden positiv beschieden, andere stehen zu diesem Zeitpunkt noch aus. Generell blicken wir als Unternehmen sehr positiv auf die Entwicklung in 2024.

Wir haben weiterhin und kontinuierlich an den sich verändernden Bedingungen des Marktes zu arbeiten, um unser Unternehmen an den aktuellen Entwicklungen der Zeit auszurichten.

Zusammenfassend gehen wir von im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr leicht steigenden Umsatzerlösen aus. Aufgrund der getroffenen Einsparmaßnahmen erwarten wir ein leicht über dem abgelaufenen Geschäftsjahr liegendes Jahresergebnis.

Die Aufstellung von Parasol Island nach all diesen Maßnahmen, die Entwicklung am Markt lässt uns deutlich positiver nach 2024 blicken.

 

Düsseldorf, 29. April 2024

Parasol Island GmbH, Düsseldorf

Geschäftsführung

Sebastian Druschel

Philip Hansen

Moritz von Schrötter

Nils Hartmann

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.541.230,00 952.975,58
- davon entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.541.230,00 42.508,00
- davon geleistete Anzahlungen 0,00 910.467,58
II. Sachanlagen 1.253.246,00 1.351.643,00
- davon Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 710.301,00 790.885,00
- davon andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 542.945,00 560.758,00
III. Finanzanlagen 546.610,68 591.579,74
3.341.086,68 2.896.198,32
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 237.467,67 332.942,35
II. Forderungen und sonstige Leistungen 6.906.007,27 6.614.418,37
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.739.425,63 908.878,03
8.882.900,57 7.856.238,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.770,70 11.248,80
12.231.757,95 10.763.685,87

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 8.201,37 8.201,37
III. Gewinnvortrag 4.262.027,24 4.318.718,86
III. Jahresüberschuss 853.845,79 265.308,38
5.150.074,40 4.618.228,61
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 0,00 14.825,00
C. Rückstellungen 1.054.549,00 1.470.039,99
D. Verbindlichkeiten 6.027.134,55 4.660.592,27
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.521.659,68 1.833.873,65
12.231.757,95 10.763.685,87

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 10.062.593,96 10.408.782,51
2. Personalaufwand -5.345.110,61 -6.362.760,52
a) Löhne und Gehälter -4.305.452,69 -5.184.130,01
b) Soziale Angaben und Aufwendungen für Altersvorsorge -1.039.657,92 -1.178.630,51
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögend und Sachanlagen -429.895,86 -436.145,52
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.816.192,52 -3.113.908,91
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46.169,99 46.523,88
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -18.749,00 0,00
7. Aufwendungen aufgrund von Gewinngemeinschaften -76.613,54 -74.712,25
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -88.995,64 -39.397,96
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -479.360,99 -206.316,00
10. Ergebnis nach Steuern 853.845,79 222.065,23
11. Sonstige Steuern 0,00 43.243,15
12. Jahresüberschuss 853.845,79 265.308,38

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Parasol Island GmbH ist eingetragen beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer B 47736. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung der Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 und Abs. 4 HGB auf und nimmt bei der Aufstellung und Offenlegung teilweise die größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Angaben zu den Posten der Bilanz

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der kumulierten, linearen Abschreibungen über die auf Basis der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern bilanziert. Die Zugänge geringwertiger Wirtschaftsgüter werden bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf die Anlage zu diesem Anhang verwiesen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen den 75%-igen Anteil an der Capture Media GmbH. Diese Gesellschaft weist im Jahresabschluss zum 31.12.2022 ein negatives Eigenkapital von TEUR -102 sowie einen Jahresfehlbetrag von TEUR 21 aus.

Die Bilanzierung der Vorräte erfolgt zu Herstellungskosten bzw. unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht (§ 255 Abs. 2 Satz 3 HGB) aktiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Ausfall- und sonstigen Risiken wird durch entsprechende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen an die Geschäftsführung in Höhe von EUR 70.833,28 (Vorjahr: EUR 53.500,00) enthalten. Diese unbesicherten Forderungen sind jederzeit fällig und werden nicht verzinst. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 2.661.090,96 (Vorjahr: EUR 2.283.750,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert aktiviert.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 26.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt. Die Kapitalrücklage resultiert aus der Verschmelzung einer Schwestergesellschaft.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde für den Zuschuss zur Errichtung einer Betriebsstätte in Berlin gebildet. Der Zuschuss wird über die gleiche Nutzungsdauer wie die aktivierten Anschaffungs- und Herstellungskosten dieser Betriebsstätte aufgelöst.

Die Rückstellungen decken alle zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung erkennbaren Risiken ab und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen ausstehende Rechnungen, Personalverpflichtungen sowie den Verwaltungsbereich.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben EUR 392.156,90 (Vorjahr: EUR 409.307,73) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, EUR 1.129.502,78 (Vorjahr: EUR 1.424.565,92) haben eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Bankverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über fünf Jahren bestehen nicht. Das Darlehen ist durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Gesellschafter gesichert.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von EUR 1.214.669,28 (Vorjahr: EUR 544.281,92) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, in Höhe von EUR 963.712,67 (Vorjahr: EUR 795.000,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag.

III. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 52.011,57 (Vorjahr: EUR 102.960,71), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von EUR 21.898,69 (Vorjahr: EUR 139.463,80) sowie Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 1.754,65 (Vorjahr: EUR 0,00) gem. § 277 Abs. 5 HGB.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Zuführung von Wertberichtigungen in Höhe von EUR 338.375,13 (Vorjahr: EUR 21.898,69) sowie Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 464,61 (Vorjahr: EUR 1.190,62) gem. § 277 Abs. 5 HGB.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag aufgrund von Lizenz- und Mietverträgen mit einem Gesamtvolumen bis zum jeweiligen Laufzeitende von insgesamt TEUR 2.605, davon sind innerhalb von einem Jahr fällig TEUR 364.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 82 Arbeitnehmer, davon 81 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und 1 geringfügig Beschäftigte.

Als Geschäftsführer waren bestellt:

Sebastian Druschel, Düsseldorf

Philip Hansen, Düsseldorf

Moritz von Schrötter, Düsseldorf

Nils Hartmann, Berlin

Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

 

Düsseldorf, 29. April 2024

Parasol Island GmbH, Düsseldorf

Geschäftsführung

Sebastian Druschel

Philip Hansen

Moritz von Schrötter

Nils Hartmann

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 317.992,32 116.920,32 0,00 1.524.030,73 1.958.943,37
2. Geleistete Anzahlungen 910.467,58 613.563,15 0,00 -1.524.030,73 0,00
1.228.459,90 730.483,47 0,00 0,00 1.958.943,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 993.226,24 10.414,60 0,00 0,00 1.003.640,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.102.569,73 178.855,21 -516,81 0,00 3.280.908,13
4.095.795,97 189.269,81 -516,81 0,00 4.284.548,97
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.750,00 0,00 0,00 0,00 18.750,00
2. Sonstige Ausleihungen 572.829,74 0,00 -26.220,06 0,00 546.609,68
591.579,74 0,00 -26.220,06 0,00 565.359,68
5.915.835,61 919.753,28 -26.736,87 0,00 6.808.852,02
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Abschreibung des Geschäftsjahres Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 275.484,32 142.229,05 0,00 417.713,37
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
275.484,32 142.229,05 0,00 417.713,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 202.341,24 90.998,60 0,00 293.339,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.541.811,73 196.668,21 -516,81 2.737.963,13
2.744.152,97 287.666,81 -516,81 3.031.302,97
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 18.749,00 0,00 18.749,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 18.749,00 0,00 18.749,00
3.019.637,29 448.644,86 -516,81 3.467.765,34
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.541.230,00 42.508,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 910.467,58
1.541.230,00 952.975,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 710.301,00 790.885,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 542.945,00 560.758,00
1.253.246,00 1.351.643,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 18.750,00
2. Sonstige Ausleihungen 546.609,68 572.829,74
546.610,68 591.579,74
3.341.086,68 2.896.198,32

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Parasol Island GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Parasol Island GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Parasol Island GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 29. April 2024

HSMV - Hansen Schotenroehr Müller Voets
Partnerschaftsgesellschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Ernst Müller, Wirtschaftsprüfer

Stefan Niemann, Wirtschaftsprüfer

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