Stammdaten

Register
Amtsgericht Limburg a. d. Lahn HRB 1545
Eingetragen
6.2.2003
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Herstellung, der Vertrieb und die Wartung von Markierungssystemen sowie von ähnlichen Produkten und Zubehör insbesondere unter dem eingetragenen Warenzeichen " Videojet ".

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Müller
seit 8.5.2026
Geschäftsführer
Nadja Monika Preus
seit 10.4.2024
Prokura
Claudia Eiben
seit 10.4.2024
Prokura
Amelie Wulff
seit 10.4.2024
Geschäftsführer
Mayte Richter
seit 10.4.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
EAS Holdings USGM LLCUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Water Quality GmbH
Germany
100.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Videojet Technologies GmbH

Limburg a. d. Lahn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

B. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Videojet Technologies GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Videojet Technologies GmbH, Limburg a. d. Lahn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Videojet Technologies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren nach § 289 Abs. 3 HGB im Abschnitt "Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren" (Mitarbeiterzufriedenheit) im Lagebericht.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

F. Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 der Videojet Technologies GmbH, Limburg a. d. Lahn, erstatten wir in Übereinstimmung mit § 321 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf (IDW PS 450 n. F. (10.2021)).

 

Berlin, 19. Dezember 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klaus Beckers, Wirtschaftsprüfer

Maik Kostolnik-Briedela, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 150.974,73 0
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 226
150.974,73 226
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.308.765,02 5.707
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.718,81 87
5.346.483,83 5.794
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 41.355.000,00 41.355
46.852.458,56 47.375
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 2.749.288,65 2.438
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.794.955,35 7.518
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.313.284,64 3.989
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.887.872,32 7.212
15.996.112,31 18.719
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.124.555,37 12.014
21.869.956,33 33.171
C. Rechnungsabgrenzungsposten 187.379,63 105
68.909.794,52 80.651

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51
II. Kapitalrücklage 13.556.383,31 13.556
III. Gewinnvortrag 22.944.588,91 22.945
IV. Jahresüberschuss (Vj. nach Ergebnisabführung) 1.802.585,66 0
38.354.687,07 36.552
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.731.005,77 4.228
2. Sonstige Rückstellungen 6.189.187,75 8.764
11.920.193,52 12.992
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.322.174,45 15.101
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.120.313,66 705
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.387.629,23 11.530
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.405.909,90 1.539
davon aus Steuern TEUR 950 (Vj. TEUR 1.085)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 418 (Vj. TEUR 405)
16.236.027,24 28.875
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.398.886,69 2.232
68.909.794,52 80.651

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 65.941.766,80 66.894
2. Sonstige betriebliche Erträge 12.481.907,08 16.907
davon aus Währungsumrechnung: TEUR 9 (Vj. TEUR 36)
78.423.673,88 83.801
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 25.761.874,07 25.383
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 25.212.513,83 29.214
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.430.912,03 4.555
davon für Altersversorgung EUR 1.729 (Vj. TEUR 868)
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.103.320,28 1.940
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.618.060,82 14.668
davon aus Währungsumrechnung TEUR 27 (Vj. TEUR 24)
75.126.681,03 75.760
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.438,30 197
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 445.682,27 225
davon an verbundene Unternehmen EUR 205.479 (Vj. TEUR 96)
-403.243,97 -28
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.042.353,95 53
10. Ergebnis nach Steuern 1.851.394,93 7.960
11. Sonstige Steuern 48.809,27 49
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne 0,00 7.911
13. Jahresüberschuss (Vj. nach Ergebnisabführung) 1.802.585,66 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Es gelten gemäß § 267 Abs. 3 HGB die Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Videojet Technologies GmbH mit Sitz in Limburg a. d. Lahn im Handelsregister von Limburg unter der Nummer HRB 1545 eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear aufgrund einer Nutzungsdauer von drei Jahren ermittelt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage der wirtschaftlichen Nutzung abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs unmittelbar im Aufwand erfasst. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgt darüber hinaus grundsätzlich zeitanteilig. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen vier bis zehn Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwei bis zehn Jahre.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte sind mit dem gleitenden Durchschnittspreis unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt worden. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Das in der Bilanz ausgewiesene gezeichnete Kapital entspricht der in EUR umgerechneten Handelsregistereintragung von DM 100.000,00.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die Bewertung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit- Methode" (PUC - Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz über 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0 % (Vj. 3,0 %), erwartete Rentensteigerungen mit 2,25 % (Vj. 2,25 %) und der BBG-Trend mit 3,00 % (Vj. 3,00 %) berücksichtigt. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt.

Die Ermittlung der Pensionsrückstellung für die Betriebsstätte in Österreich erfolgten nach den Regelungen von ASC715 ("Projected Unit Credit Method") unter Ansatz folgender Prämissen: Zinssatz: 1,82 % p. a. (Vj. 1,87 %) Rententrend: 2,00 % p. a. (Vj. 2,00 %).

Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurden die Grundsätze des Urteils des Bundesarbeitsgerichtes (BAG) vom 15. Mai 2012 (Az. 3 AZR 11/10) nicht berücksichtigt, da Zweifel bestehen, ob das Urteil auf die Versorgungsordnungen der Gesellschaft anwendbar ist. Mit dem Urteil hat das BAG entschieden, dass eine vor dem 1. Januar 2008 erteilte Versorgungszusage, die eine feste Altersgrenze von 65 Jahren festlegt, infolge der Anhebung der gesetzlichen Regelaltersgrenze dynamisch auszulegen ist.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre beläuft sich auf einen Wert von TEUR 138. Der Unterschiedsbetrag ist unter den Voraussetzungen des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB zur Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern ergeben sich aus den unterschiedlichen Bilanzansätzen von Handels- und Steuerbilanz. Unterschiedliche Ansätze ergeben sich im Wesentlichen bei Pensionsrückstellungen. Auf den Ansatz der aktiven latenten Steuern wird gem. Ansatzwahlrecht verzichtet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Währungsumrechnungen enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben und auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie aufgrund abweichender Leistungszeiträume Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Finanzanlagevermögen

Die Gesellschaft erwarb am 13. Dezember 2022 100 % der Anteile am Kapital an der Esko-Graphics GmbH mit Sitz in Itzehoe. Das Eigenkapital zum 31.12.2023 betrug TEUR 29.802, das Jahresergebnis zum 31.12.2023 betrug TEUR 2.263.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 3.313 (Vj. TEUR 3.989) und beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen. Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen beträgt wie im Vorjahr weniger als ein Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 5.888 (Vj. TEUR 7.212) beinhalten im Wesentlichen Forderungen für eine nachträgliche Anpassung der Transferpreise (TPM) gegen die Videojet Technologies Europe BV in Höhe von TEUR 4.807 (Vj. TEUR 6.295), Steuerrückforderungen, Rückdeckungsversicherungen, Anzahlungen an Lieferanten sowie Reisekostenvorschüsse. In Höhe von TEUR 384 (Vj. TEUR 408) bestehen Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Wirtschaftsinformationen sowie Vorauszahlungen von IT- Lizenzgebühren.

PASSIVA

Stammkapital

Die im Handelsregister gemäß § 172 Abs. 1 HGB eingetragenen Einlagen sind in Höhe von EUR 51.129,19 (DM 100.000,00) vollständig geleistet.

Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Pensionsrückstellungen 5.731 4.228
Sonstige Rückstellungen 6.189 8.764
11.920 12.992

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Restrukturierungsaktivitäten (TEUR 1.734, Vj. TEUR 4.201), Mitarbeiterboni (TEUR 1.026, Vj. TEUR 836), Verkaufsprovisionen (TEUR 690, Vj. TEUR 528), Rückstellungen für zu erwartenden Kundengutschriften (TEUR 318, Vj. TEUR 500), Gewährleistungsrückstellungen (TEUR 387, Vj. TEUR 387) sowie Rückstellungen für bestehende Urlaubsansprüche (TEUR 413, Vj. TEUR 277).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeiten Spiegel im Einzelnen dargestellt.

In TEUR

31.12.2023 31.12.2022
Restlaufzeit Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr über 1 Jahre Gesamt bis 1 Jahr über 1 Jahre Gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.322 0 5.322 15.101 0 15.101
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.120 0 1.120 705 0 705
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.388 0 8.388 11.530 0 11.530
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.406 0 1.406 1.539 0 1.539
16.236 0 16.236 28.875 0 28.875

Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert.

Die Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten besteht aus einem kurzfristigen Kontokorrentdarlehen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten ausschließlich Lieferantenverbindlichkeiten aus dem üblichen Geschäftsbetrieb.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen hauptsächlich aus Warenverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aufgrund des bestehenden Cost Sharing Agreements. Zum Bilanzstichtag im Vorjahr bestanden hier auch Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 7.911, welche aus dem abzuführenden Jahresergebnis 2022 resultierten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuer- und Lohnsteuerabgaben aus dem Monat Dezember 2023.

Passive Rechnungsabgrenzung

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 2.399 (Vj. TEUR 2.232) betreffen erhaltene Anzahlungen aus Service- und Wartungsverträgen mit Kunden.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse nach Segmenten
- Handelsware 55.725 84,5 56.622 84,6
- Service 10.217 15,5 10.272 15,4
65.942 100,0 66.894 100,0
Umsatzerlöse nach Regionen
Inland 59.750 90,6 60.303 90,1
EU-Länder 5.670 8,6 6.349 9,5
Übrige Länder 522 0,8 242 0,4
65.942 100,0 66.894 100,0

Personalaufwendungen

Die Personalaufwendungen beinhalten Restrukturierungskosten von TEUR 2.107 ( Vj. TEUR 5.018).

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Konzernumlagen für die Durchführung administrativer Leistungen als Shared Service Center in Höhe von TEUR 11.620 (Vj. TEUR 14.754) sowie Auflösung der Rückstellung für Stock Options in Höhe von TEUR 677 (Vj. TEUR 2.125).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen insbesondere Aufwendungen aus Konzernverrechnungen (TEUR 8.063, Vj. TEUR 7.702, Reise- und Kfz-Kosten (TEUR 2.923, Vj. TEUR 2.609), Fremdarbeit (TEUR 545, Vj. TEUR 722) sowie EDV- Kosten (TEUR 883, Vj. TEUR 472).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern betreffen die Körperschaft- und Gewerbesteuer in Deutschland in Höhe von TEUR 861 (Vj. TEUR 0) und die Körperschaftsteuer in Österreich in Höhe von TEUR 181 (Vj. TEUR 53).

V. Sonstige Angaben

Ergebnisabführungsvertrag

Der mit der DH Acquisition GmbH abgeschlossene Gewinnabführungsvertrag bestand mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 mit der DH Acquisition Holding GmbH, Wetzlar und wurde am 28. September 2022 mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2022 gekündigt.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.802.585,66 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Haftungsverhältnisse

Aus Gewährleistungsbürgschaften abgesichert durch Bankbürgschaften gegenüber Kunden: TEUR 494

Sonstige abgesichert durch Bankbürgschaft Kaution Gebäude Limburg & Altdorf: TEUR 145

Aufgrund der historischen Erfahrungswerte sowie der Finanzierungsstruktur der Gesellschaft ist die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme derzeit als sehr gering einzuschätzen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 1.850 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen (TEUR 1.287) und Mietverträgen Gebäude TEUR (563).

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2027.

Außerbilanzielle Geschäfte

Es liegen keine außerbilanziellen Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB vor.

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Herr Patric Lamprecht, Urbach, Dipl. Betriebswirt (FH), (bis 13.02.2024)

Frau Laurence Agostini, Saint-Cloud, Frankreich, Master of Business Admin, (bis 13.02.2024)

Herr Cristian Bosi, Piacenza, Italien, Master of Business Admin., (bis 13.02.2024)

Frau Amelie Wulff, Düsseldorf, Dipl. Betriebswirtin M.B.A., (seit 13.02.2024)

Frau Mayte Richter, Schriesheim, Syndikusrechtsanwältin, (seit 13.02.2024)

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Angestellte 275 264

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 64 und betrifft nur Abschlussprüfungsleistungen.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 erhielten die Mitglieder der Geschäftsführung Bezüge in Höhe von TEUR 255 (Vj.: TEUR 1.583).

Konzernverhältnisse

Mit Gesellschafterbeschluss vom 13. Dezember 2022 wurde die Videojet Technologies GmbH an die Water Quality GmbH, Berlin, mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2022 veräußert.

Die Anteile der Gesellschaft werden zu 100 % von der Water Quality GmbH, Berlin, gehalten. Diese ist ein mittelbares Unternehmen der Veralto Corp., Waltham, Massachusetts, USA, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Veralto Corp. wird im Internet unter Edgar Company Filings (http://www.sec.gov/edgar/searchedgar/companysearch.html) publiziert.

Die Videojet Technolgies GmbH macht von der Möglichkeit Gebrauch, in Übereinstimmung mit § 292 HGB i. V. m. der KonBefrV zur Befreiung von der Konzernabschlusspflicht nach deutschem Recht den befreienden Konzernabschluss des Mutterunternehmens (Veralto Corp.) nach US GAAP zu veröffentlichen. Die Unterlagen zur befreienden Konzernrechnungslegung der Veralto Corp. für das Vorjahr sind zur Offenlegung vorgesehen.

Die wesentlichen Unterschiede zwischen US-amerikanischer (US GAAP) und deutscher (HGB) Rechnungslegung in Bezug auf den Konzernabschluss der Videojet Technologies GmbH sind nachfolgend ausgeführt.

Finanzierungsleasing

Aufwendungen für Leasing von bestimmten Gegenständen, die dem Betrieb des Unternehmens dienen, werden nach deutschem Recht grundsätzlich sofort als Aufwand verrechnet. Bei Vorliegen verschiedener Voraussetzungen (sog. Capital Leases) ist der Barwert der künftigen Leasingraten nach US GAAP (SFAS Nr. 13) zu aktivieren und über die Nutzungsdauer abzuschreiben.

Rückstellungen

Die Möglichkeiten zur Bildung von Rückstellungen sind in der US-amerikanischen Rechnungslegung restriktiver geregelt als nach HGB. Rückstellungen sind nach US-GAAP zu bilden, wenn eine Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ("more likely than not") und die voraussichtliche Höhe des Erfüllungsbetrags der notwendigen Rückstellung zuverlässig schätzbar ist. Dabei ist auch eine Abzinsung zu berücksichtigen, wenn diese zuverlässig schätzbar ist. Rückstellungen nach HGB sind mit dem zu erwartenden Erfüllungsbetrag zu bewerten und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abzuzinsen. Der Diskontierungszins orientiert sich nach US-GAAP an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Unternehmensanleihen erzielt werden. Nach HGB ist dieser Zins grundsätzlich ein der Laufzeit entsprechender durchschnittlicher Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre. Bei Pensionen kann vereinfachend eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt werden.

Nachtragsbericht

Am 5. Dezember 2024 wurde mit der Water Quality GmbH, als Organträgerin, ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Der Vertrag wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen und kommt erstmals im Geschäftsjahr 2024 zur Anwendung.

Bis zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten.

 

Limburg a. d. Lahn, den 17. Dezember 2024

Amelie Wulff, Geschäftsführerin

Mayte Richter, Geschäftsführerin

Anlagenspiegel 31.12.2023

Herstellungs-/ Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugang 2023 Abgänge 2023 Umbuchungen 2023 Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 613.855,90 226.449,21 0,00 0,00 840.305,11
2. Geleistete Anzahlungen 226.449,21 0,00 0,00 -226.449,21 0,00
840.305,11 226.449,21 0,00 -226.449,21 840.305,11
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 16.091.146,99 1.637.262,47 -520.206,50 0,00 17.208.202,96
2. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 1.488.808,76 84.481,20 - 23.016,74 0,00 1.550.273,22
17.579.955,75 1.721.743,67 -543.223,24 0,00 18.758.476,18
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 41.355.000,00 0,00 0,00 0,00 41.355.000,00
41.355.000,00 0,00 0,00 0,00 41.355.000,00
59.775.260,86 1.948.192,88 -543.223,24 -226.449,21 60.953.781,29
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software -613.850,38 -75.480,00 0,00 -689.330,38
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
-613.850,38 -75.480,00 0,00 -689.330,38
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen -10.384.199,22 -1.841.207,93 325.969,21 -11.899.437,94
2. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung - 1.401.795,01 -133.776,01 23.016,61 -1.512.554,41
-11.785.994,23 -1.974.983,94 348.985,82 -13.411.992,35
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
-12.399.844,61 -2.050.463,94 348.985,82 -14.101.322,73
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 150.974,73 5,52
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 226.449,21
150.974,73 226.454,73
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.308.765,02 5.706.947,77
2. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 37.718,81 87.013,75
5.346.483,83 5.793.961,52
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 41.355.000,00 41.355.000,00
41.355.000,00 41.355.000,00
46.852.458,56 47.375.416,25

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Videojet Technologies GmbH (im Folgenden: "VIDEOJET TECHNOLOGIES") ist ein führendes Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Kennzeichnungslösungen.

Kern des Unternehmens ist der Vertrieb und der Service von Systemen unterschiedlichster Technologien zur Kennzeichnung von Verpackungen und Produkten.

VIDEOJET TECHNOLOGIES verfügt über eine breite Kundenbasis in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, bei Herstellern von Konsum- und pharmazeutischen Produkten sowie bei Anbietern im Produktions- und Investitionsgütersegment wie beispielsweise der Automobil- und Elektronikindustrie.

Das Unternehmen gehörte bis September 2023 zum börsennotierten Danaher Konzern. Zum Oktober 2023 spalteten sich die Sparten Wasserqualität und Product Quality and Innovation (PQ&I), zu welcher VIDEOJET TECHNOLGIES gehört, ab und formierten den neuen Konzern Veralto. Veralto ist ebenfalls börsennotiert, verfügt über mehr als 240 Niederlassungen weltweit und beschäftigt 16.000 Mitarbeiter*innen.

VIDEOJET TECHNOLOGIES fungiert als Vertriebs- und Servicegesellschaft innerhalb der Region West-Europa für die Länder Deutschland und Österreich. Die Produktionsstätten der Geschäftseinheit VIDEOJET TECHNOLOGIES innerhalb des Veralto Konzerns befinden sich in Nord-Amerika, Deutschland (Laser) und in China.

Die Umsatzgenerierung der deutschen Gesellschaft basiert sowohl auf etablierten Direkt-Vertriebsstrukturen in Deutschland und Österreich als auch einer global operierenden Distributionsorganisation.

Das seit Jahren bestehende Geschäftsmodell wurde im Jahr 2023 ohne wesentliche Änderungen fortgesetzt.

Die Weltwirtschaft verlor im Jahr 2023 an Schwung. Nach einem kräftigen Start in 2023 gab es eine deutliche Verlangsamung über den Sommer. Die weltweit schwache Industrieproduktion sowie gestiegene Zinsen dämpfen die Investitionen. Auch die nur langsam sinkende Inflation belebt den Konsum nur schleppend.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sank in 2023 preisbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 1

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Vor dem Hintergrund dieser gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sank der Umsatz des Unternehmens im Jahr 2023 um knapp EUR 1 Mio. auf EUR 65,9 Mio. (Vj. EUR 66,9 Mio.). Der Rückgang von 1,4 % beruht primär aus den Bereichen OEM (-4,7 %) und Pharma (-30 %); Bereiche in denen in 2023 eine Investitionszurückhaltung zu spüren war.

Das Maschinen-Geschäft wuchs 2023 moderat mit 1,3 %, jedoch gab es starke Umsatzrückgänge in den Bereichen Ersatzteile (-8,2 %) und Verbrauchsmittel (-3,6 %), weil mit dem Austausch älterer Geräte zum einen der Bedarf an Ersatzteilen logischerweise sinkt und zum anderen die neueren Geräte effizientere Verbräuche gewährleisten und somit der Bedarf an Verbrauchsmitteln sinkt. Der Serviceumsatz verzeichnete nur kleinere Umsatzeinbußen und blieb mit -0,5 % verhältnismäßig stabil gegenüber Vorjahr. Die Rate der Geräte, die zeitgleich auch mit einer Service Vereinbarung abgeschlossen worden sind, konnte marginal gesteigert werden.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Unternehmen im Durchschnitt 275 (Vorjahr: 264) Mitarbeitende beschäftigt.

Ertragslage

Entgegen den Erwartungen, sank der Umsatz der Gesellschaft im Jahresvergleich um 1,4 % von EUR 66,9 Mio. auf 65,9 Mio. Umsatzeinbrüche waren u. a. in den Produktgruppen Thermo Ink Jet (TIJ) (EUR 0,2 Mio.), Laser (inkl. Solid State Laser) (EUR 0,6 Mio.) sowie Label-Print und Apply (LPA) (EUR 0,5 Mio.) zu verzeichnen, die nur teilweise mit Zuwächsen der übrigen Produktgruppen kompensiert werden konnten.

Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 2,4 Mio. resultiert im Wesentlichen auf niedrigere Weiterbelastungen von Kosten an verbundene Unternehmen.

Das im Zuge der Coronakrise intensivierte Sach-Kostenmanagement wurde auch im Jahr 2023 konsequent weitergeführt. Ebenso zeigen die im vorangegangenen Geschäftsjahr vorgenommenen strukturellen Kostensenkungsmaßnahmen im Rahmen von Personalrestrukturierungen ihre Wirkung.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24 019 811.html

Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Berichtsjahr nur zu einem geringeren Umfang als in 2022 durchgeführt, wodurch die Personalkosten im Berichtsjahr um 9,3 % sanken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,0 Mio. Signifikante Kostenerhöhungen ergaben sich dabei bei den Marketing- und Messekosten (+EUR 1,1 Mio.), IT-Kosten (+EUR 0,4 Mio.), sowie Kfz- und Reisekosten (+EUR 0,4 Mio.).

In der Folge ergab sich ein im Vergleich zum Vorjahr gesunkenes Ergebnis nach Steuern von EUR 1,8 Mio. (Vj. EUR 7,9 Mio.).

Entgegen den Erwartungen für 2023 mussten neben den geringeren Umsatzerlösen auch wettbewerbsbedingte Margenverluste beim Geräteverkauf und beim Verkauf von Verbrauchsmitteln in Kauf genommen werden. Des Weiteren sanken die Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen im Vergleich zu 2023 deutlich, so dass die sonstigen betrieblichen Erträge sich erheblich gegenüber Vorjahr reduzierten, ebenso belasteten u. a. höhere Marketing- und IT-Kosten das Ergebnis nach Steuern.

Der Ergebnisabführungsvertrag mit der DH Acquisition Holding GmbH wurde zum 31.12.2022 gekündigt.

Vermögenslage

Die für das Working Capital relevanten Bilanzpositionen haben sich wie folgt entwickelt: Die Forderungen gegen externe Kunden betrugen zum Bilanzstichtag EUR 6,8 Mio. (Vj. EUR 7,5 Mio.). Das Vorratsvermögen stieg von EUR 2,4 Mio. auf EUR 2,7 Mio. Verbindlichkeiten gegenüber externen Lieferanten stiegen von EUR 0,7 Mio. auf EUR 1,1 Mio.

Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich insbesondere infolge der Rückführung der Kreditverbindlichkeiten von EUR 12,0 Mio. auf EUR 3,1 Mio. reduziert.

Das Unternehmen wird in Höhe von EUR 38,4 Mio. (Vj. EUR 36,6 Mio.) durch Eigenkapital und in Höhe von EUR 16,2 Mio. (Vj. EUR 28,9 Mio.) durch Verbindlichkeiten finanziert.

Die Eigenkapitalquote beträgt 55,7 % (Vj. 45,3 %).

Finanzlage

Die kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen EUR 3,3 Mio. (Vj. EUR 4,0 Mio.).

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Der Kapitalbedarf wird durch die Konzernzugehörigkeit und die Einbindung in ein Cash-Pool- System sichergestellt.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Neben den vorgenannten finanziellen Kenngrößen bestimmen auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren die Entwicklung des Geschäfts maßgeblich.

Die Mitarbeiterzufriedenheit entwickelte sich in den überwiegenden Unternehmensbereichen im Jahr 2023 positiv. Wesentliche Indikatoren zeigten in einzelnen Bereichen Verbesserungen zwischen -1 und +14 Prozentpunkten. 2

2 Es handelt sich um eine sonstige Information, die nicht durch den Abschlussprüfer geprüft wurde.

Die Personalfluktuation lag im Geschäftsjahr mit einem Wert von unter 5 % auf einem in der Branche vergleichbar niedrigem Niveau.

Forschung und Entwicklung

Alle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die Videojet-Produkte betreffen, werden durch die Schwestergesellschaften in UK und den USA sowie der ALLTEC Angewandte Laserlicht Technologie GmbH in Selmsdorf, Deutschland, ausgeführt.

Risikomanagement

Die Geschäftsleitung hat das Risikomanagement unter folgende Risikogrundsätze gestellt:

Die Organisation der betrieblichen Abläufe unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln zu internen Kontrollsystemen unterliegt dem Prinzip der dezentralen Führung. Die Unternehmens- bzw. Fachbereiche sind für ihre jeweils eigenen Geschäftsprozesse unter Einhaltung definierter Richtlinien und Vorgaben der Geschäftsleitung verantwortlich.

Grundlage für die Festlegung von Ziel- und Verbesserungsmaßnahmen ist ein unternehmensweites Kennzahlensystem, welches kontinuierlich ausgebaut wird. Das konzernweite Berichts- und Kontrollsystem stellt eine zeitnahe und sachgerechte Information aller Entscheidungsträger sicher. Der Geschäftserfolg ist permanent ablesbar und Veränderungen des Geschäftsumfeldes sind frühzeitig erkennbar, um gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Zur Erfassung, Bewertung, Überwachung und Steuerung der Geschäftsprozesse verfügt VIDEOJET TECHNOLOGIES über einen unternehmenseinheitlichen Planungs- und Forecast-Prozess. Unterstützt wird dieser Prozess durch die konsequente Anwendung des konzerninternen Managementsystems (Veralto Business System, kurz VES), kontinuierliche Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie eines periodischen und detaillierten Berichtswesens. Es werden insbesondere Daten zur Auftrags- und Umsatz- sowie Finanz- und Vermögenslage erfasst, bewertet, überwacht und zur Unternehmenssteuerung herangezogen.

Durch eine systematische Datensammlung und -aufbereitung von Kundenrückmeldungen ist das Unternehmen in der Lage, Hinweise sowohl auf Produkt- oder Prozessfehler als auch auf vom Kunden benötigte Anwendungen, die mit den etablierten Produkten noch nicht optimal realisiert werden können, zu gewinnen. Durch die Nachverfolgung von geeigneten Kennzahlen wird sichergestellt, dass etwaige Risiken, die sich etwa im Zuge einer Produkthaftung ergeben könnten, frühzeitig erkannt werden und ggf. zielgerichtete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Um Einzel- und kumulative Risiken prozess- und bereichsübergreifend bewerten und verfolgen zu können, erfolgte 2004 die Einführung, Umsetzung und Dokumentation eines internen Kontrollsystems. Mindestens jährlich werden im Rahmen des Sarbanes-Oxley Act umfangreiche und detaillierte interne Prüfungshandlungen durchgeführt. Diese Prüfung ist für den börsennotierten Mutterkonzern sowie sämtliche Tochtergesellschaften verpflichtend und obligatorisch.

Im Veralto-Verbundbereich werden sämtliche Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten monatlich abgestimmt. Die Notwendigkeit möglicher Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wird regelmäßig überprüft.

Prognosebericht / Voraussichtliche Entwicklung, Risiken und Chancen

Nach der jüngsten Einschätzung des ifo Instituts wird das Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 etwa 0,4 % betragen. Zu Beginn des Jahres waren die relevanten Wirtschaftsforschungsinstitute noch von einem Wachstum von 0,2 % ausgegangen 3.

Die Normalisierung der Inflation sowie die restriktive Finanzpolitik lassen hoffen, dass das zweite Halbjahr 2024 deutlich besser als das erste Halbjahr ausfallen wird.

VIDEOJET TECHNOLOGIES ist im Geschäftsjahr 2024 bestrebt, diese günstigen Voraussetzungen zu nutzen und gesunde Umsatzwachstumsraten zu erzielen. Mit der zum 01. Januar 2024 umgesetzten Neuorganisation Videojet 2.0 wurden beste Grundlagen für ein erfolgreiches Jahr 2024 geschaffen. Die neue Struktur zielt auf noch mehr Fokus auf vertriebliche Aktivitäten ab sowie eigenständigere Service- und Marketing-Einheiten, die dann auch schneller agieren können.

3 ifo Konjunkturprognose Sommer 2024: Neue Hoffnung, aber (noch) kein Sommermärchen - Deutsche Wirtschaft arbeitet sich langsam aus der Krise | Fakten | ifo Institut

Für 2024 geht man mit von einem mittleren, einstelligen Umsatzwachstum aus bei zeitgleichem einstelligen Auftragswachstum. Insbesondere im Bereich Laser erwartet man ein deutliches Wachstum mit Blick darauf, dass viele Kunden auf nachhaltigere / permanente Markierungen umstellen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 geht die Unternehmensleitung von einem Umsatzwachstum von 8,3 % aus, vor allem getrieben durch Zuwächse von etwa 14,4 % im Bereich Maschinenverkäufe. Nachgelagerte Umsatzbereiche wie Verbrauchsmittel und Service werden von den starken Wachstumsraten im Maschinenbereich profitieren, einzig der Ersatzteilumsatz zeichnet sich als rückläufig ab (-8,2 %), weil weiter kontinuierlich ältere Maschinen, die Ersatzteil- und Reparatur anfällig sind, durch neue Maschinen ersetzt werden. Der Auftragseingang liegt zur Jahresmitte 2024 14,2 % über Vorjahr und verheißt eine solide Umsatzsteigerung im aktuellen Jahr.

Das Unternehmen geht in 2024 davon aus, dass es seine Marktanteile im deutschen Markt ausbauen kann und erhofft sich insbesondere von neuen Produkten im Produktportfolio wie dem Paletten Etikettierer (Videojet 9560) für Sekundärverpackungen Wachstum sowohl mit bestehenden als auch neuen Kunden. Das Unternehmen hat in 2024 den neuen Videojet 9560 Druck- und Etikettierer mit Direct Apply-Technologie auf den Markt gebracht. Er druckt und appliziert gleichzeitig Etiketten auf Kartons und Stretchfolienanwendungen.

In Bezug auf Personalmaßnahmen sind keine gravierenden, aber partielle Änderungen in Form von zusätzlichen Stellen geplant; das Unternehmen wird sowohl im Bereich Außendienst als auch dem Service investieren, um hier den steigenden Bedarf und Wünschen der Kunden gerecht zu werden.

Insgesamt erwartet die Gesellschaft in einem sich stetig weiter erholenden wirtschaftlichen Umfeld eine positive Geschäftsentwicklung. Das Ergebnis nach Steuern in 2024 wird sich dabei voraussichtlich unter Einbeziehung von Sondereffekten auf dem Niveau des Ergebnisses von 2023 bewegen.

Mit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der internen Aufbau- und Ablauforganisation sieht sich das Unternehmen für die weitere Marktentwicklung gut gerüstet.

Die Inflation sinkt und Prognosen für das aktuelle Wirtschaftsjahr sind positiv.

Die Gefahr eines Anstieges von Insolvenzfällen und damit verbundenen Zahlungsausfallrisiken ist nach wie vor gegeben, aber hat sich bisher nicht in signifikant materialisiert. Die Geschäftsleitung vertraut auf ein hervorragendes internes Forderungsmanagement und hält das Risiko dahingehend für moderat.

Die Unsicherheitsfaktoren im Bezug auf den Krieg gegen die Ukraine sind mit der Zeit geringer geworden. Die Versorgungssituation hinsichtlich Gas hat sich als stabil herausgestellt, die Lage ist vorhersehbarer geworden.

Aktuelle Entwicklungen werden von VIDEOJET TECHNOLOGIES laufend überwacht und die Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf regelmäßig bewertet und ggf. mit geeigneten Maßnahmen entgegengesteuert.

Mit Hilfe der Werkzeuge des Veralto Business Systems (VES) werden die Abläufe im Vertrieb und der Verwaltung auch im Jahr 2024 noch weiter optimiert.

Neben den vorgenannten Risiken sieht das Management insbesondere folgende zusätzliche Risiken der künftigen Entwicklung:

Die weiterhin hohe Intensität des Wettbewerbs bleibt ein wichtiger Risiko-Faktor in allen Geschäftsbereichen. Die VIDEOJET TECHNOLOGIES setzt umso mehr auf die Verbesserung der Produktivität und Effizienz des Außendiensts und beabsichtigt zwecks Schaffung von Kapazitäten, geeignete Tätigkeiten vom Außendienst zum Innendienst zu verlagern. Dies hatte bereits zum Ende des Jahres 2023 seine ersten Auswirkungen organisatorischer Art. Im Zuge von einer globalen "Videojet 2.0" Umorganisation möchte man das im Unternehmen vorhandene Potential noch besser nutzen und sich gegenüber dem Wettbewerb durchsetzen.

Grundsätzlich gilt es, Auswirkungen von disruptiven Technologien und zunehmender Digitalisierung von Geschäftsprozessen zu beobachten, zu bewerten und ggf. für das eigene Geschäftsmodell die notwendigen Schlüsse zu ziehen; hier wird insbesondere die Weiterentwicklung im Bereich Laser, insbesondere UV Laser, eine Rolle spielen.

Insbesondere global agierende Kunden verändern ihre Prozesse in der Form das verstärkt auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Im Zuge dessen beobachtet die Unternehmensleitung einen langsamen Wandel von Tintenstrahldruckern hin zu Laserdruckern, um den Bedarf an Tinte zu reduzieren und zudem auf permanente Markierungen statt Einmal-Markierungen umzusteigen. Dies beeinflusst das Geschäftsmodel der VIDEOJET TECHNOLOGIES in der Form, dass mit weniger Tinten-Umsatz zu rechnen ist, dafür mit mehr Umsatz im Segment der Laserdrucker.

Dagegen gehen von Währungskursschwankungen zwischen der funktionalen Währung EURO und Fremdwährungen wie etwa dem US-Dollar für die Gesellschaft keine wesentlichen Risiken aus, da das Einkaufsvolumen im Wesentlichen im EURO Raum getätigt wird.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung liegen keine Risiken vor, von denen einzeln oder im Verbund eine Bestandsgefährdung für die Gesellschaft ausgeht.

Zweigniederlassungen

Das Unternehmen unterhält keine Zweigniederlassungen.

Angaben zu § 289 Abs. 2 Nr. 1b HGB

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 41.355 aus. Es handelt sich um 100 % der Anteile am Grundkapital der ESKO-Graphics GmbH, Itzehoe.

Das Unternehmen weist per Ende Dezember Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 16,0 Mio. aus. Diesen stehen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 16,2 Mio. gegenüber.

Sämtliche Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich werden monatlich abgestimmt. Die Notwendigkeit möglicher Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wird jährlich überprüft.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden anhand von Altersstrukturanalysen und permanenter Nachverfolgung überprüft. Bei Bedarf werden notwendige Wertberichtigungen gebildet.

 

Limburg a. d. Lahn, den 17. Dezember 2024

Amelie Wulff, Geschäftsführerin

Mayte Richter, Geschäftsführerin

Die Gesellschafterin hat am 23. December 2024 den Jahresabschluss der Videojet Technologies GmbH zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Weiterhin wurde beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.802.585,66 vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

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