Dresdner Edelstahlhandel GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Jüngel seit 20.9.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
x² Holding GmbH | 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
r2 Handels GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens Die r2 Handels GmbH ist im Handelsregister unter HR B 25961, Amtsgericht Dresden eingetragen und der Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Zweiradteilen und Zubehör sowie Betrieb von entsprechenden Internetshops. Die r2 Handels GmbH ist eine mittelgroße GmbH mit Firmensitz in Dresden und befindet sich bis heute im Eigentum der Unternehmensgründer. Das Unternehmen besteht seit 2007 und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 51 Angestellte beschäftigt, davon ab August 2022 einen zweiten Auszubildenden, wobei die Mitarbeiterzahl im Laufe des Jahres von 50 Beschäftigten auf 55 Beschäftigte angestiegen ist. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1 Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im abgelaufenen Geschäftsjahr Die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann im Jahr 2022 weiterhin, wie bereits im Vorjahr, durchaus als positiv bezeichnet werden. Immer mehr Menschen entdecken im Fahrrad eine kostengünstige und klimafreundliche Alternative zum Auto. Unabhängig von der Antriebsart (ohne elektrische Unterstützung oder E-Bike) ist die Nachfrage nach neuen Rädern und den entsprechenden Zubehör- und Ersatzteilen in Deutschland, Europa und Weltweit auch weiterhin groß. Die Probleme des Vorjahres in Form von Liefer- und Kapazitätsengpässen, welche zu erheblichen Störungen in den globalen Wertschöpfungsketten führten, konnten im Jahr 2022 schneller als allgemein erwartet abgebaut werden. Trotzdem war das Geschäftsjahr 2022 das dritte Jahr in Folge mit Unsicherheiten über den weiteren Fortgang der COVID-19-Pandemie, gerade hinsichtlich möglicher neuer Restriktionen und den damit unmittelbar verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist eine weitere Herausforderung, welche seit 2022 besteht, da sich dadurch die Rahmenbedingungen für den gemeinsamen Handel und auch für die Versorgungssicherheit auf der ganzen Welt grundlegend verändert haben. Die Lieferkettenschwierigkeiten sind somit durch neue Probleme weitgehend abgelöst wurden. Die Wirtschaftsleistung erhöhte sich 2022 weltweit um 3,5%, im Euroraum um 3,3% und in Deutschland um 1,8% (Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Projections Oktober 2023). 2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr Der Umsatz im Fahrrad - Einzelhandel ist im Jahr 2022 um real 2,4 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, trotz weltweiter, sich erst allmählich entspannender Lieferkettenprobleme, deutlich gestiegener Verbraucherpreise und der damit einhergehenden Kaufzurückhaltung. Zum Vergleich dazu: Im Einzelhandel insgesamt (ohne den Handel mit Kraftfahrzeugen) sanken die Umsätze 2022 real um 0,7 % gegenüber dem Rekordjahr 2021. Dies war der erste reale Umsatzrückgang im Einzelhandel insgesamt seit dem Jahr 2009. Im Jahr 2022 sind sowohl die Preise für klassische Fahrräder (+6,8 %) als auch die Preise für E-Bikes oder Pedelecs (+6,2 %) gegenüber dem Jahr 2021 ähnlich stark gestiegen wie die Verbraucherpreise insgesamt (+6,9 %). Die Fahrradinspektion verteuerte sich im selben Zeitraum um 9,8 % (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N025 vom 26.04.2023). Mit 2,6 Millionen produzierten Fahrrädern und E-Bikes war die Produktion auf einem Allzeithoch. Im Bereich der Zweiradteile und Komponenten stieg der Produktionswert seit 2020 um 55 % auf 1,6 Mrd. Euro. Die Gesamtstückzahl verkaufter Räder lag 2022 bei 4,6 Millionen. Das ist ein leichter Rückgang um 100.000 Stück im Vergleich zu 2021 und ein Plus von 300.000 Einheiten in Bezug auf das Vor-Corona-Jahr 2019 (Quelle ZIV Zweirad-Industrie-Verband e.V., Fahrrad- und E-Bike-Marktdaten 2022). Der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce in Deutschland insgesamt ging im Jahr 2022 auf EUR 90,4 Mrd. nach EUR 99,1 Mrd. im Jahr 2021 (Quelle: Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V.) zurück, was einer Reduzierung in Relation zum Vorjahr um 8,8 % entspricht, 2021 wuchs die Branche um 19,0 % zum Jahr davor. Nach den weltweiten Werksschließungen und Produktionsunterbrechungen im Jahr 2021 und den sich anschließenden Engpässen bei der Rohstoffversorgung und den ebenfalls anhaltenden Lieferkettenstörungen hat sich die Lage im Markt erst gegen Ende 2022 entspannt. 3. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage Die oben geschilderte Lage in der Branche spiegelt sich auch in der Entwicklung der r2 Handels GmbH wider. Geprägt durch die hohe Inflation, Rezessionsängste und die anhaltend angespannte Situation auf dem Beschaffungsmarkt war 2022 ein wirtschaftlich herausforderndes Jahr. Trotzdem kann die Geschäftsentwicklung der r2 Handels GmbH im Jahr 2022 als durchaus positiv betrachtet werden. Wenngleich die im Vorjahr gesetzten Ziele (Steigerung unseres Rohertrages im niedrigen einstelligen Prozentbereich, leichter Anstieg bei den Kennzahlen EBITDA und Jahresergebnis) nicht ganz erreicht werden konnten. Die r2 Handels GmbH hat ihr Produktportfolio auch im Jahr 2022 weiter ausgebaut. Dies hat dazu beigetragen, das Umsatzwachstum zu beschleunigen und die aktive Kundenanzahl weiter zu steigern. Ebenfalls gesteigert wurden gegenüber dem Vorjahr die Anzahl der Aufträge und der Schnittumsatz je Auftrag. Vor allem durch die im Durchschnitt verringerten Margen konnte das geplante Wachstum bei den für uns wichtigen Kennzahlen Rohertrag und EBITDA nicht wie geplant erwirtschaftet werden. Die wesentlichen Kennzahlen stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
*) Bereinigt um neutrale Erträge und Aufwendungen **) Kurzfristige Vermögenswerte (inkl. liquide Mittel und Wertpapiere) ./. Kurzfristiges Fremdkapital (inkl. Rückstellungen) Das Jahresergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 46 % gesunken, gleichwohl konnte ein insgesamt sehr positives Jahresergebnis realisiert werden. Der Rohertrag hat sich trotz gestiegener Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um knapp 5 % vermindert, wie beschrieben waren hier rückläufige durchschnittliche Margen ursächlich. Von unseren Verkäufen entfällt der größte Teil auf Deutschland (ca. 56 %), gefolgt von den übrigen Ländern der Europäischen Union (ca. 31 %) und den sonstigen Ländern (ca. 13 %). Aufgrund des in Verbindung mit der gestiegenen Umsatzleistung vollzogenen Personalaufbaus und der Erhöhung der durchschnittlichen Vergütungen sind die Personalaufwendungen ebenfalls gestiegen. Durch zahlreiche Investitionen - vor allem im Vorjahr - haben die Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Aufgrund des Rückgangs beim Rohertrag und der vorgenannten Kostensteigerungen sind die Kennzahlen EBITDA und EBITDA-Quote (jeweils vor neutralen Effekten) im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im EBITDA sind neutrale Erträge in Höhe von EUR 0,4 Mio. (EUR 2,3 Mio.) und neutrale Aufwendungen in Höhe von EUR 0,2 Mio. (Vorjahr EUR 0,7 Mio.) nicht enthalten. Das Jahresergebnis des Vorjahres war damit maßgeblich auch von den neutralen Effekten beeinflusst. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 18 % (EUR 2,2 Mio.) erhöht. Auf der Aktivseite ist ein Anstieg der Bestände (Waren minus erhaltene Anzahlungen, +EUR 1,9 Mio.) zu verzeichnen, der auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeit und des Produktsortiments zurückzuführen ist. Auf der Passivseite sind neben dem Anstieg des bilanziellen Eigenkapitals (+EUR 1,0 Mio.) höhere Salden bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+EUR 0,4) sowie den sonstigen Verbindlichkeiten (+EUR 0,7) zu verzeichnen. Während der Anstieg bei den Lieferantenverbindlichkeiten mit den höheren Beständen korrespondiert, resultiert der höhere Saldo bei den sonstigen Verbindlichkeiten aus steuerlichen Verpflichtungen. Nach den hohen Investitionen in den Vorjahren (über EUR 5,0 Mio. in 2020 und 2021) beschränkten sich die Zugänge im Geschäftsjahr 2022 auf ein Volumen in Höhe von EUR 0,2 Mio. bei Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen. Die aus den Investitionen der Vorjahre resultierenden Bankverbindlichkeiten wurden planmäßig getilgt. Ergänzend lässt sich feststellen, dass im Geschäftsjahr 2022 auch weiterhin auf eine Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien (bestehen im Umfang von EUR 0,5 Mio.) verzichtet werden konnte. Die liquiden Mittel reduzierten sich vor allem aufgrund der höheren Kapitalbindung in den Vorräten (+EUR 1,9 Mio.), den gestiegenen Salden bei langfristigen Forderungen (+EUR 0,6 Mio.) und den aus Eigenmitteln finanzierten Investitionen um EUR 0,4 Mio. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets - i. d. R. unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - durch schnelle Zahlung erfüllt. Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Aus der betrieblichen Tätigkeit erwirtschaftete die r2 Handels GmbH im Geschäftsjahr 2022 einen Cashflow in Höhe von 1,7 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg beim bilanziellen Eigenkapital um EUR 1,0 Mio. zu verzeichnen, die Quote des bilanziellen Eigenkapitals liegt mit 24,2 % um 4,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. 4. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 4.1 Zukünftige Entwicklung Die Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum für die Zukunft sind sehr uneinheitlich. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine globale Wachstumsprognose für 2025 auf 3,2 % festgelegt, was annähernd den Prognosen bzw. Wachstumsraten der Jahre 2023 und 2024 entspricht. Im Euroraum geht der IWF für 2025 von einer leichten Steigerung gegenüber dem Jahr 2024 aus (0,8 % im Jahr 2024 / 1,2 % im Jahr 2025). Auch in Deutschland wird mit einer leichten Erholung der Konjunktur gerechnet (Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Projections Oktober 2023). Aufgrund des wirtschaftlich schwierigen Umfeldes gehen Schätzungen des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel für 2023 von weiter rückläufigen Umsätzen im Warenversandhandel aus. Im ersten Halbjahr 2023 lagen die Verkaufszahlen für Fahrräder und E-Bikes in Deutschland unter den Zahlen für 2022. Der ZIV führt dies neben der konjunkturbedingten Kaufzurückhaltung auch auf saisonale Effekte zurück (Quelle ZIV Zweirad-Industrie-Verband e.V., Pressemitteilung vom Juni 2023). Die seit Jahren anhaltende Verlagerung hin zum Onlinekauf wird sich auch in den folgenden Jahren fortsetzen bzw. auf einem hohen Niveau stabilisieren. Aufgrund unserer Onlinepräsenz werden wir auch in den Folgejahren von dieser Entwicklung profitieren. Die Fahrradbranche hat generell in den vergangenen Jahren eine äußerst positive Entwicklung erlebt und diese sollte sich, aufgrund struktureller Faktoren wie ein gesteigertes Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein, auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Wir erwarten daher auch für die nächsten Jahre eine anhaltend hohe bzw. steigende Nachfrage nach Fahrrädern, Zubehör und Teilen. Nachgelagert zur Corona-Pandemie und in Folge der Ukraine-Krise waren und sind Engpässe und Preissteigerungen bei der Materialbeschaffung festzustellen, die zwangsläufig auch zu einem Anstieg und zu einer hohen Volatilität der Einkaufspreise führten. Auch der neue Krisenherd im Nahen Osten trägt zur weiteren wirtschaftlichen Verunsicherung bei. Gerade in dieser geopolitisch und gesamtwirtschaftlich schwierigen Lage mit einer inflationsbedingten Kaufzurückhaltung, ist eine Umsatz- und Ergebnisprognose mit sehr großen Unsicherheiten behaftet. Gleichwohl planen wir nach derzeitigem Kenntnisstand mit einer weiteren Steigerung unseres Rohertrages im oberen einstelligen Prozentbereich. Bei einem geplanten Umsatzwachstum rechnen wir dabei bedingt durch den weiter steigenden Konkurrenzdruck mit erneut sinkenden Margen. Bei den Kennzahlen EBITDA und Jahresergebnis rechnen wir ebenfalls mit einem leichten Anstieg auf diesem Niveau. Der Aufbau unseres Personalstamms im Jahr 2022 wird sich auf die Kosten im Jahr 2023 auswirken, ebenso die wachstumsbedingt geplanten Neueinstellungen. Für das folgende Geschäftsjahr sind Investitionen in Höhe von ca. EUR 0,5 Mio. geplant. 4.2 Chancen Die r2 Handels GmbH beobachtet Risiken und Chancen sehr genau, um eine finanziell stabile Entwicklung der Gesellschaft zu gewährleisten. Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf gegenwärtigen Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie den ihr derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Obwohl die Geschäftsführung überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre zugrundeliegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die sich möglicherweise als nichtzutreffend erweisen. Die beschriebenen Lieferengpässe sind in einzelnen Bereichen noch immer spürbar. Viele Hersteller und Zulieferer haben ihre Herstellungs- bzw. Vertriebsprozesse umgestellt und sind damit besser auf eventuelle Verzögerungen eingestellt. Sollten sich infolgedessen die Lieferengpässe dauerhaft vermeiden lassen, könnte dies positive Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Waren haben und somit die anhaltende Nachfrage schneller bedient werden. Die r2 Handels GmbH könnte dann perspektivisch auch die hohe Kapitalbindung im Lager wieder reduzieren. Der Online-Anteil im Fahrradhandel liegt noch hinter anderen Wirtschaftsbereichen zurück, obwohl auch hier ein deutliches Wachstum erkennbar ist und gegenüber anderen Branchen aufgeholt wird. Wenn sich die Veränderung des Einkaufsverhaltens von Konsumenten, weg von stationären Fahrradhändlern und hin zu Online-Händlern, schneller als erwartet ereignet, könnte das Unternehmen überproportional davon profitieren. Des Weiteren ist es uns gelungen, die Marke "r2" im Onlinehandel zu etablieren, was auch auf die durchweg positiven Kundenbewertungen auf den verschiedensten Portalen zurückzuführen ist. Dadurch wird zu Neukunden Vertrauen aufgebaut, was sich wiederum in einer jährlich steigenden Kundenanzahl und damit auch in einem steigenden Umsatz widerspiegeln wird. Auch bieten die erreichte Marktposition und Größe des Unternehmens viele neue Chancen, da man als größere Einheit davon ausgeht, auch künftig Vorteile in Gesprächen mit Lieferanten erreichen zu können. Zudem führt die Bekanntheit, die Größe und die hohe Servicequalität der Gesellschaft dazu, dass eine sehr gute Auffindbarkeit und Marktposition der Gesellschaft gegeben sind, was es auch potenziellen Neukunden in Zukunft noch deutlich leichter machen wird, auf uns aufmerksam zu werden. Auch bietet die weitere Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse und Servicelines die Möglichkeit, in Zukunft noch effizienter und serviceorientierter am Markt agieren zu können. Weitere Chancen liegen im Auf- und Ausbau unserer Lieferantenbeziehungen. Durch die mittlerweile langjährige und gute Zusammenarbeit mit vielen Lieferanten sind sowohl im Bereich der Einkaufsoptimierung und im Bereich des Produktportfolios Wettbewerbsvorteile und weitere Chancen gegeben. Eine weitere Chance bietet auch die gute Eigenkapital- und Liquiditätssituation der Gesellschaft. Sollte es infolge der wirtschaftlichen Verwerfungen zu einer anbieterseitigen Selektion kommen, so stehen der r2 Handels GmbH ausreichend Mittel zur Verfügung, um diese Situation zu bewerkstelligen und sich gestärkt in diesen Marktumfeld zu präsentieren. Dadurch wäre es möglich, weitere Marktanteile zu gewinnen. Abschließend bietet auch das intelligente und optimierte Einkaufsmanagement der Gesellschaft Chancen, auf Marktveränderungen schneller als der Wettbewerb zu reagieren und dadurch weitere Marktanteile zu erschließen. 4.3 Risiken Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen. Die kontinuierliche Risikobewertung sichert das frühzeitige Erkennen auftretender Risiken, um diesen entgegenwirken zu können. Die r2 Handels GmbH ist unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Das Risikomanagement der Gesellschaft ist in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert. Auftretende Risiken werden durch das Zusammenspiel von Planungs- und Überwachungsmechanismen mit der Nähe der Geschäftsleitung zur Organisation frühzeitig erkannt und durch entsprechende Gegenmaßnahmen bewältigt. Im Einzelnen lassen sich folgende für die r2 Handels GmbH relevante Risiken benennen: • Veränderungen des Konsumverhaltens unserer Kunden: Grundsätzliche Ertragsrisiken sehen wir in konjunkturellen Einflüssen und der derzeit schwierigen geopolitischen Lage. Inwieweit weiterhin der Ukrainekrieg und anderweitige Krisenherde weltweit das Konsumverhalten mittel- und langfristig durch Beeinflussung des Kaufverhaltens beeinträchtigt lässt sich sehr schwierig abschätzen. Auch bestehen politische Risiken dahingehend, dass eine Abkehr der politischen Förderung im Bereich der Fahrräder zu einer rückläufigen Nachfrage führen könnten. Grundsätzlich sind diesen Risiken alle Marktbegleiter gleichermaßen ausgesetzt, die r2 Handels GmbH sieht sich hier im Vergleich zum Wettbewerb sehr gut aufgestellt. • Schwankende Beschaffungspreise: im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Ukraine-Krise hat dieses Risiko signifikant zugenommen. Dem Risiko wird durch eine gestiegene Lagerhaltung kritischer Waren gegenüber getreten. • Risiken im Zusammenhang mit unseren IT-Systemen und der technischen Infrastruktur: Ein anhaltender Ausfall unserer Lagersysteme und der peripheren IT-Systeme könnte die Auslieferverlässlichkeit stark beeinträchtigen. Um die entsprechenden Risiken zu minimieren, wurde ein Datensicherungssystem implementiert, die relevanten IT-Systeme und die technische Infrastruktur werden fortlaufend überwacht und kontinuierlich weiterentwickelt. • Finanzrisiken: Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit, unsere Investitionen sowie die Umsetzung der Geschäftsstrategie erfolgt sowohl aus den operativen Cashflows als auch - bei Bedarf - über die durch die Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute bereitgestellten Mittel. Die Geschäftsführung persönlich überwacht permanent die Liquidationssituation der Gesellschaft, um den branchenimmanenten Risiken des Handels in Bezug auf Liquidität jederzeit und in adäquater Art und Weise Rechnung tragen zu können. Aufgrund unserer mittel- und langfristigen Finanzierung sehen wir derzeit keine Zinsänderungsrisiken. Möglichen Währungsrisiken aus Forderungen an Auftraggeber und Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in fremder Währung sehen wir ebenfalls nicht. Andere Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten sowie rein spekulative Geschäfte gehen wir nicht ein. • Risiken im Personalbereich: Ein weiteres Risiko sehen wir in der Sicherung des für den Betrieb notwendigen Standes an qualifizierten Mitarbeitern, hier stehen grundsätzlich alle regional ansässigen Unternehmen im Wettbewerb um die Beschäftigten. Wir sind bestrebt, unseren Mitarbeitern ein ansprechendes Arbeitsumfeld bei einer angemessenen Vergütung zu bieten. Besondere Risiken aus dem Umfeld des Unternehmens, der Branche, der Unternehmensstrategie, dem Personalbereich sowie finanzielle Risiken sind ebenso wie leistungswirtschaftliche oder informationstechnische Risiken darüber hinaus nicht absehbar. Alle beschriebenen Risiken werden durch entsprechende Maßnahmen und Prozesse überwacht. Soweit aufwandseitige Risiken in der Vergangenheit bestehen, sind diese durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend bezüglich einer möglichen finanziellen Auswirkung und einer Eintrittswahrscheinlichkeit quantifizieren. 4.4 Zusammenfassung Insgesamt sieht die Geschäftsführung die Gesellschaft in Abwägung der Chancen und Risiken als gut aufgestellt. Die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft ist äußerst stabil, so dass die Gesellschaft auch für die Jahre 2023 und 2024 von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung ausgeht. Mit Ausnahme der in diesem Bericht bereits erwähnten Krise im Nahen Osten sind keine Vorgänge besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten, welche die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens signifikant beeinflussen können. Die Untersuchung der Gesamtrisikolage hat ergeben, dass für den mittelfristigen Prognosezeitraum keine bestandsgefährdenden Risiken bestehen.
Dresden, den 10.04.2025 gez. Robert Jüngel, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
2. Anwendung des Handelsgesetzbuches Der Jahresabschluss der r2 Handels GmbH, Dresden, zum 31.12.2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die r2 Handels GmbH ist i. S. d. § 267 Absatz 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft zu behandeln. Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde Gebrauch gemacht. Die Bilanz entspricht den Gliederungsvorschriften des § 266 HGB. In Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas wurde die Position "Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen" hinzugefügt. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01 bis zum 31.12.2022 wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Wertansätze und Bewertungsgrundsätze der Bilanz zum 31.12.2021 bilden die Grundlage für die Bewertung in der Bilanz zum 31.12.2022. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden beibehalten. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 2 und 10 Jahren), bewertet. Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (von 3 bis 20 Jahre) unter Verwendung der linearen Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen 250,00 EUR und 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis 250,00 EUR werden als Sofortaufwand gebucht. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bilanziert. Von dem Wahlrecht auf eine außerplanmäßige Abschreibung aufgrund nicht dauernder Wertminderung wurde kein Gebrauch gemacht. Die Waren wurden mit den Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Gesellschaft macht von ihrem Ausweiswahlrecht gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB Gebrauch und setzt die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen offen von den Vorräten ab. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert angesetzt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben für Aufwendungen, die das folgende Geschäftsjahr betreffen. Unter dem Sonderposten werden gewährte Investitionszuschüsse für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ausgewiesen, welche angeschafft und aktiviert wurden. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstandes. Die Auflösung wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen erfassen die nach steuerrechtliehen, Vorschriften ermittelten Steuerabschlusszahlungen. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen angemessen und ausreichend bei der Ermittlung des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer individuellen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet (31 %) und nicht abgezinst. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagenspiegel
Vom Gesamtbetrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.178,0 (Vorjahr TEUR 610,2) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. In den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.414,0 (Vorjahr TEUR 677,5) aus Darlehen, Zinsen und Verrechnungskonten ausgewiesen. In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 2.396.4 (Vorjahr TEUR 1.610,9) einbezogen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rücknahme- und Rückbauverpflichtungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, abgegrenzte Personalaufwendungen sowie Buchführungskosten. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Übersicht:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 1.265,9 (Vorjahr TEUR 1.552,3). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.262,1 durch Sicherungsübereignungen gesichert (Vorjahr TEUR 1.435,7). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen wie im Vorjahr nicht. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 4.290,9 (Vorjahr TEUR 3.588,3) enthalten. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen wie im Vorjahr nicht. Die passiven latenten Steuern basieren auf temporär abweichenden Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz: • Sachanlagen: TEUR 595,1 höher in Handelsbilanz (keine Abweichung im Vorjahr) • Sonderposten für Zulagen und Zuschüsse: TEUR 149,7 höher in Handelsbilanz (keine Abweichung im Vorjahr) • Sonstige Rückstellungen: TEUR 1,8 höher in Handelsbilanz (keine Abweichung im Vorjahr) 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde und sonstige unregelmäßige Erträge in Höhe von TEUR 241,4 (Vorjahr TEUR 2.258,4). Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens in Höhe von TEUR 106,1 (Vorjahr TEUR 67,2) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde und sonstige unregelmäßige Aufwendungen in Höhe von TEUR 186,4 (Vorjahr TEUR 721,2). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten in Höhe von TEUR 135,0 Erträge aus der Zuführung passiver latenter Steuern (Vorjahr TEUR 0,0). 5. Sonstige Angaben Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 2.021,5. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Jahresdurchschnitt 51 (42 männliche und 9 weibliche Arbeitnehmer). Geschäftsführer ist: • Herr Robert Jüngel, Dresden, Geschäftsführer. In Anwendung des § 286 Absatz 4 HGB wird auf die Angabe der Organbezüge verzichtet. An geschäftsführende Gesellschafter wurden Kredite in Höhe von TEUR 822,7 gewährt. Der im Vorjahr ausgewiesene Saldo (TEUR 424,3) erhöhte sich durch zusätzliche Auszahlungen um TEUR 398,4. Die gewährten Kredite sind unbesichert, werden mit Zinssätzen zwischen 0,6 und 1,5 % verzinst und weisen in Höhe von TEUR 589,7 (Vorjahr TEUR 250,5) eine Laufzeit von über einem Jahr auf. 6. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn zum 31.12.2022 auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Der Ausbruch des Ukraine-Krieges sorgte zu einer massiveren Zurückhaltung im Kaufverhalten bei den Kunden. Diese waren vordergründig bestrebt, laufende Lebenshaltungskosten, wie Energiekosten und gestiegene Lebensmittelkosten, zu bezahlen. Dieser Zustand hält nach wie vor an, wurde durch die Krise im Nahen Osten verstärkt und führt in der Branche zu erschwerten Absatzbedingungen. Die Auswirkungen können vielfältig sein. Die Geschäftsführung geht derzeitig davon aus, dass sich daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.
Dresden, den 10.04.2025 gez. Robert Jüngel, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.05.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkDer nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen geprüften Jahresabschluss. Im Rahmen der Veröffentlichung werden Erleichterungen in Anspruch genommen. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die r2 Handels GmbH, Dresden Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der r2 Handels GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der r2 Handels GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalte in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalte insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieser Sachverhalte, steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Das Vorhandensein und die Bewertung der Vorräte in Höhe von TEUR 5.071 sind nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, den 10.04.2025 fitas
audit GmbH
gez. Kunz, Wirtschaftsprüfer |
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