Stammdaten

Register
Amtsgericht Kassel HRB 13566
Vorher
D.W.A.Z. Fünfte Vermögensverwaltung GmbHPOLYMA Energiesysteme GmbH, Kassel
Eingetragen
10.11.2004
Branche
Herstellung von Elektromotoren und GeneratorenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb, die Vermietung und die Wartung von Stromerzeugern, Flutlichtanlagen, Schaltanlagen einschließlich der hierfür erforderlichen Fahrzeuge.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Friedrich Wolfram Freiherr Waitz von EschenJacob Waitz Industrie GmbH
50.00%
Harald Sigismund Freiherr Waitz von EschenJacob Waitz Industrie GmbH
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

POLYMA Energiesysteme GmbH

Kassel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109.888,16 7.876,16
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 785.972,00 644.018,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.424.176,00 2.354.622,00
3.210.148,00 2.998.640,00
3.320.036,16 3.006.516,16
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 9.368.321,58 6.718.611,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.382.912,99 992.630,81
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.697.140,51 1.466.010,24
3.080.053,50 2.458.641,05
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.319.086,49 681.092,30
4.399.139,99 3.139.733,35
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 74.225,67 5.004,60
17.161.723,40 12.869.865,82

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 1.230,72 1.230,72
III. Gewinnvortrag 4.476.441,02 3.849.683,02
IV. Jahresüberschuss 1.508.586,21 626.758,00
6.236.257,95 4.727.671,74
B. RÜCKSTELLUNGEN 914.754,24 650.250,68
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.150,86 11.000,69
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.570.542,60 2.813.568,54
- davon gegenüber Gesellschafterin: T€ 2.527 (Vorjahr: T€ 2.788)
3. Übrige Verbindlichkeiten 7.417.017,75 4.667.374,17
- davon aus Steuern: T€ 62 (Vorjahr: T€ 58)
10.010.711,21 7.491.943,40
17.161.723,40 12.869.865,82

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 13.096.980,90 10.303.617,49
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.716.221,11 -5.078.513,80
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.400.713,04 -1.217.746,38
- davon für Altersversorgung: T€ 6 (Vorjahr: T€ 5)
-7.116.934,15 -6.296.260,18
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -383.094,36 -314.902,82
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.322.169,16 -2.717.690,74
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 450,52 1.669,63
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -59.405,58 -48.368,39
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -700.039,55 -295.416,60
8. Ergebnis nach Steuern 1.515.788,62 632.648,39
9. Sonstige Steuern -7.202,41 -5.890,39
10. Jahresüberschuss 1.508.586,21 626.758,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

POLYMA Energiesysteme GmbH, Kassel

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die POLYMA Energiesysteme GmbH hat ihren Sitz in Kassel. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Kassel unter HR B 13566 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss der POLYMA Energiesysteme GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt.

Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

AKTIVA

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen aktiviert.

Die Abschreibungen wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten abzüglich eines pauschalen Bewertungsabschlages von 15 % angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse werden mit den Einzelkosten und angemessenen Gemeinkosten bewertet.

Die geleisteten Anzahlungen sind zu Nennwerten angesetzt.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte grundsätzlich zu Nennwerten. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten wurde in Höhe der Ausgaben angesetzt, soweit diese Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

PASSIVA

Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt.

Die Rückstellungen sind in der Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge und die Verbindlichkeiten mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB entsprechenden Marktzinssatz abgezinst.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- und verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem auf den nachfolgenden Seiten dargestellten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang)

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 1.370 (davon T€ 1.361 aus dem Finanzclearing) (Vorjahr: T€ 958).

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Verpflichtungen für Resturlaub (T€ 145), aus Zeitkonten (T€ 179) sowie aus Kulanz (T€ 120) zusammen.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

davon mit einer Restlaufzeit von
Stand 31.12.2023
T€
bis 1 Jahr
T€
1-5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23 23 0 0
(Vj.: 11) (Vj.: 11) (Vj.: 0) (Vj.: 0)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.745 6.745 0 0
(Vj.: 4.108) (Vj.: 4.108) (Vj.: 0) (Vj.: 0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 607 607 0 0
(Vj.: 496) (Vj.: 496) (Vj.: 0) (Vj.: 0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.571 2.571 0 0
(Vj.: 2.814) (Vj.: 2.814) (Vj.: 0) (Vj.: 0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 65 65 0 0
(Vj.: 63) (Vj.: 63) (Vj.: 0) (Vj.: 0)
davon aus Steuern 62 62 0 0
(Vj.: 58) (Vj.: 58) (Vj.: 0) (Vj.: 0)
10.011 10.011 0 0
(Vj.: 7.492) (Vj.: 7.492) (Vj.: 0) (Vj.: 0)

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von T€ 2.527 (Vorjahr: T€ 2.788). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten Darlehensverbindlichkeiten von T€ 1.500 (Vorjahr: T€ 2.000) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/Umsatzsteuerorganschaft in Höhe von T€ 1.027 (Vorjahr: T€ 788).

5. Zinsaufwendungen

Von den Zinsaufwendungen entfallen T€ 59 (Vorjahr: T€ 48) auf verbundene Unternehmen.

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

2023 2022
Produktion: Arbeitnehmer 63 52
Verwaltung: Angestellte 70 73
133 125

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen bis zum Jahre 2028 aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt T€ 2.927.

Die Verträge dienen vor allem der Anmietung von Gebäuden, technischen Anlagen und Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Vorteile der abgeschlossenen Verträge bestehen in der Nutzung der Vermögensgegenstände, die Risiken in der Verpflichtung zur Zahlung.

3. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung bestand im Jahr 2023 aus folgenden Mitgliedern:

• Dr. Friedrich von Waitz, Kassel, Jurist,

• Dipl.-Ing. Harald von Waitz, Kahl am Main, Ingenieur.

Die Geschäftsführer erhalten von der Gesellschaft keine Bezüge.

4. Angaben zum Mutterunternehmen

Muttergesellschaft der POLYMA Energiesysteme GmbH, Kassel, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Jacob Waitz Industrie GmbH, Kassel (Amtsgericht Kassel, Nr. HRB 14634). Der Konzernabschluss der Jacob Waitz Industrie GmbH wird im Unternehmensregister offen gelegt.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss von € 1.508.586,21 zusammen mit dem bestehenden Gewinnvortrag von € 4.476.441,02 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Kassel, 21. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Dipl.- Ing. Harald von Waitz Dr. Friedrich von Waitz

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 (Anlage zum Anhang)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 520.111,31 116.841,65 70.166,30 566.786,66
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.050.287,49 238.661,74 45.014,46 2.243.934,77
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.215.006,43 802.012,81 637.183,74 4.379.835,50
6.265.293,92 1.040.674,55 682.198,20 6.623.770,27
6.785.405,23 1.157.516,20 752.364,50 7.190.556,93
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 512.235,15 14.825,65 70.162,30 456.898,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.406.269,49 99.188,51 45.001,46 1.457.962,77
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.860.384,43 269.080,20 176.298,90 1.955.659,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
3.266.653,92 368.268,71 221.300,36 3.413.622,27
3.778.889,07 383.094,36 291.462,66 3.870.520,77
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109.888,16 7.876,16
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 785.972,00 644.018,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.424.176,00 2.354.622,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
3.210.148,00 2.998.640,00
3.320.036,16 3.006.516,16

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

a. Ertragslage

b. Finanzlage

c. Vermögenslage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Unternehmens

Die POLYMA Energiesysteme GmbH (POLYMA) stellt Stromerzeuger, Flutlichtanlagen und Schaltanlagen einschließlich der hierfür erforderlichen Fahrzeuge her. Des Weiteren bietet sie die erforderlichen Serviceleistungen für diese Produkte an.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Innerhalb der deutschen Industrie ist der Maschinen- und Anlagenbau nach wie vor die Vorzeigebranche. Im Jahr 2023 arbeiteten über eine Million Menschen in den über 6.600 Maschinenbau-Unternehmen, so viel wie in keinem anderen Industriezweig.

Die häufig in Kleinserie oder als Einzelstück gefertigten Maschinen führen zu einem Pro-Kopf-Umsatz der Branche in Höhe von knapp T€ 256,7.

Im Maschinenbau dominieren mittelständische Betriebs- und Entscheidungsstrukturen. 87 Prozent der Unternehmen beschäftigen weniger als 250, nur circa 2 Prozent mehr als 1.000 Mitarbeiter. Zwei Drittel der Unternehmen haben sogar weniger als 100 Beschäftigte.

2. Geschäftsverlauf

Die POLYMA Energiesysteme GmbH kann für das Jahr 2023 aufgrund der anhaltenden Energiekrise abermals eine sehr positive Entwicklung bei den Umsätzen und den Auftragseingängen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Insbesondere die nachhaltigen Investitionen in die Vertriebsaktivitäten, z.B. durch eine erhöhte Präsenz auf Fachmessen und der Ausbau des Vertriebs- und Serviceteams sowie des Servicenetzes zahlten sich hier aus, da mehr Serviceaufträge abgearbeitet und mehr Angebote und Aufträge geschrieben werden konnten. Allerdings macht sich der Krieg in der Ukraine in Form von Lieferverzögerungen und Lieferengpässen sowie Preissteigerungen bei Material und Energie immer noch bemerkbar, wodurch Planungen bei der Beschaffung immer wieder angepasst werden mussten.

Schwerpunkte des Managements im Jahr 2023 lagen allgemein auf der Personalgewinnung, der Optimierung der Fertigungsprozesse und der Erweiterung der Arbeitsflächen im Testfeld sowie im Prüfstand um die Abläufe effizienter zu gestalten. Darüber hinaus wurde durch die Erweiterung der PV-Anlage die Unabhängigkeit von Energielieferungen weiter gesteigert. Mit dem Umsatzwachstum im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr ist auch der Finanzmittelfonds in Summe gestiegen. Allerdings ist das Einhalten von Lieferterminen aufgrund von Lieferverzögerungen beim Material und durch die hohe Anzahl an Aufträgen oft schwer umzusetzen.

3. Lage

a. Ertragslage

Einen Überblick über die Entwicklung der Ertragslage gibt die nachfolgende Darstellung:

2023
T€
2022
T€
Veränderung
T€
Rohergebnis 12.906 9.850 +3.056
Personalaufwand 7.117 6.296 -821
Abschreibungen 383 315 +68
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.329 2.724 -605
Sonstige betriebliche Erträge -191 -454 +263
Betriebliche Aufwendungen 10.638 8.881 -1.757
Betriebsergebnis 2.268 969 +1.299
Finanzergebnis -59 -46 -13
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.209 923 +1.286
Ertragsteuern -700 -296 -404
Jahresergebnis 1.509 627 +882

Im Berichtsjahr wurde bei der POLYMA Energiesysteme GmbH ein Rohergebnis von T€ 12.906 (Vorjahr: T€ 9.850) erwirtschaftet.

Die betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.757 (19,8 %) erhöht und betragen T€ 10.638. Insgesamt wurde ein Betriebsergebnis von T€ 2.268 (Vorjahr: T€ 969) erzielt. In dieses Betriebsergebnis sind Aufwendungen für Produktionsoptimierung, Entwicklungskosten, Dienstleistungen und Marketingaktivitäten eingeflossen, die sich auch zukünftig positiv im Ergebnis niederschlagen werden.

Nach Abzug des Finanzergebnisses in Höhe von T€ -59 und der Ertragsteuern in Höhe von T€ -700 ergibt sich für das Jahr 2023 ein Jahresüberschuss von T€ 1.509 (Vorjahr: T€ 627).

b. Finanzlage

Aufgrund des Jahresergebnisses in Höhe von T€ 1.509 und nicht zahlungswirksamer Beträge von T€ 383 ergibt sich für das Unternehmen Ende 2023 ein um T€ 950 gestiegener Brutto-Cashflow von T€ 1.892 (Vorjahr: T€ 942).

Im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 2.281 haben sich im Wesentlichen die Zunahme der Vorräte sowie Zunahme der Verbindlichkeiten ausgewirkt.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von T€ -749 ergibt sich aus Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von T€ -1.158 und aus den Einzahlungen in Höhe von T€ 409 aus Abgängen des Sachanlagevermögens.

Unter Berücksichtigung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit (T€ 2.281), des Cashflows aus Investitionstätigkeit (T€ -749) und des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit (T€ -488) kam es zu einer Erhöhung des Finanzmittelfonds um T€ 1.044 auf T€ 2.680.

Der Finanzmittelfonds am Ende des Jahres 2023 enthält neben den liquiden Mitteln in Höhe von T€ 1.319 eine Finanzclearingforderung gegenüber der Muttergesellschaft Jacob Waitz Industrie GmbH in Höhe von T€ 1.361.

c. Vermögenslage

Das um T€ 4.292 auf T€ 17.162 stichtagsbedingt gestiegene Vermögen des Unternehmens besteht zu rund 19,3 % aus Anlagevermögen und zu rund 80,7 % aus Umlaufvermögen. Das Eigenkapital kann mit einer Quote von 36,3 % als ausreichend angesehen werden. Die erhaltenen Anzahlungen belaufen sich auf 39,3 % der Bilanzsumme.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen "Cashflow" und die "Statische Liquidität" herangezogen.

Der Cashflow wird aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Zuführung/Auflösung längerfristiger Rückstellungen berechnet. Die Statische Liquidität ergibt sich aus dem Verhältnis der flüssigen Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Statische Liquidität wird noch einmal unterteilt in Barliquidität, kurzfristige Liquidität und mittelfristige Liquidität. Die mittelfristige Liquidität beträgt zum 31. Dezember 2023 114,9 % (Vorjahr: 114,6 %).

III. Prognosebericht

Nach Hochrechnung der Umsätze der ersten Monate geht die POLYMA Energiesysteme GmbH trotz aller Unwägbarkeiten davon aus, dass man die gesteckten Umsatz- und Ertragsziele für das Jahr 2024 erreichen wird. Denn durch die global wachsenden Konflikte in Europa und Asien gibt es weiterhin Lieferengpässe, Lieferverzögerungen und ein hohes Preisniveau beim Material. Dies erfordert die Berücksichtigung längerer Planungshorizonte, um zugesagte Kundenliefertermine einhalten zu können. Die POLYMA Energiesysteme GmbH reagiert auf diese Situation durch eine flexible Planung der betrieblichen Abläufe, den Aufbau strategischer Lagerkapazitäten und die Erweiterung der Produktionsfläche, um die termingerechte Lieferfähigkeit weiter zu gewährleisten.

Ebenfalls bleibt die Akquise von geeigneten Fachkräften und Auszubildenden für alle Bereiche des Unternehmens ein dauerhaftes Thema, denn der Fachkräftemangel sowohl bei der POLYMA Energiesysteme GmbH als auch bei den Lieferanten ist anhaltend spürbar.

Im Bereich Forschung und Entwicklung wird an zukunftsorientierten umweltfreundlichen Energiequellen gearbeitet. Die POLYMA Energiesysteme GmbH profitiert hier von einem Innovationsschub durch die Anforderungen der neuen Abgasnorm und die vertiefte Auseinandersetzung mit alternativen Energiequellen im Sinne der Abgasreduzierung.

Die durch die Inflation gestiegenen Lohn- und Materialkosten schlugen sich ebenfalls in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 nieder. Somit entsteht auch für das kommende Jahr 2024 ein hoher Finanzierungsbedarf, auch durch die Notwendigkeit der strategischen Lagerhaltung und die Erweiterung der Produktionsfläche. Mit dem erhöhten Kapitalbedarf für die erforderliche Vorfinanzierung von strategischen Lagerbeständen steigt auch die Abhängigkeit von Zinsrisiken.

Die POLYMA Energiesysteme GmbH steht auch 2024 vor der Herausforderung, unter diesen Bedingungen die Liefertermine einzuhalten und die Phase des weiterhin sehr positiven Auftragseingangs zu nutzen.

Aus Kapazitätsgründen hat man sich für eine Erweiterung der Produktionsfläche entschieden, um die auch weiterhin hohen Auftragseingänge im Jahr 2024 bewältigen zu können. Somit geht man von einer weiteren deutlichen Umsatzsteigerung gegenüber dem Jahr 2023 aus. Beim Ergebnis strebt man weiterhin ein Ziel von 10 % EBT-Marge an.

IV. Chancen-/Risikobericht

1. Risikobericht

Die POLYMA Energiesysteme GmbH ist als Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus im Bereich von Stromerzeugern, Flutlichtanlagen und Schaltanlagen unterschiedlichen externen Risiken ausgesetzt, die das unternehmerische Handeln beeinflussen. Diesen Risiken wird mit einem angemessenen Chancen- und Risikomanagement begegnet. Die größten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen, sind der Klimawandel und die geopolitischen Abhängigkeiten und damit verbunden eine Energiewende, die gleichzeitig eine Chance darstellt. Als Zulieferer für die kritische Infrastruktur kann die POLYMA Energiesysteme GmbH direkt zur Stabilisierung des Stromnetzes und der Energieversorgung beitragen. Dies hat eine positive Auswirkung auf die Nachfrage nach unseren Produkten.

Branchenspezifische Risiken

Der Energiesektor in Deutschland befindet sich weiterhin im Umbruch. Auch wenn dieser mit vielen Herausforderungen einhergeht, bietet er der POLYMA Energiesysteme GmbH Entwicklungschancen, denn sie unterstützt und gestaltet den Veränderungsprozess an vielen Stellen mit ihren innovativen Produkten. Auch wenn die POLYMA Energiesysteme GmbH den diesem Umbruch geschuldeten Innovationsdruck verspürt, befindet sie sich bei für die Energieversorgung entscheidenden Schlüsseltechnologien in einer sehr guten Ausgangssituation und kann zukünftig auf entsprechende Kundenwünsche reagieren.

Ertragsorientierte Risiken

Die POLYMA Energiesysteme GmbH verfügt über eine gute Position im Markt der Stromerzeuger-, Flutlichtanlagen- und Schaltanlagenproduzenten mit ihrem guten Verhältnis von Preis und Qualität. Zwei andauernde Entwicklungen bergen allerdings Ertragsrisiken für die POLYMA Energiesysteme GmbH: Im Jahr 2023 war es weiterhin unvermeidlich, Preissteigerungen bei Material-, Lohn- und Lagerkosten an die Kunden weiterzugeben und durch die Lieferengpässe und Lieferverzögerungen beim Material bleibt das Einhalten von Kundenlieferterminen weiterhin eine Herausforderung.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unserer Maschinenbaugruppe sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten, sofern die POLYMA nicht von der Rezession getroffen wird. Das Unternehmen verfügt aktuell über eine reine Eigenkapitalquote von 36,3 %.

Gewährleistungsrisiken

Das Gewährleistungsrisiko wird durch nachhaltige Qualitätskontrollen stetig minimiert. Die praktizierte Wareneingangs- und Schlussprüfung sowie der modifizierte Auftragsabwicklungsprozess führen zu deutlich verbesserten Abläufen in der Produktion.

Beschaffungsrisiken

Eine bleibende Herausforderung bilden Lieferengpässe und lange Lieferzeiten bei Vorlieferanten, die Produktionsabläufe, Logistik und die Einhaltung von Kundenlieferterminen beeinflussen. Zudem gibt es weiterhin Preiserhöhungen bei vielen Rohstoffen, Komponenten und Dienstleistungen.

2. Chancenbericht

Der nun auch aufgrund der geopolitischen Ereignisse vorangetriebene Umbruch des deutschen Energiesystems bedeutet für die POLYMA Energiesysteme GmbH eine Chance. Diese Haltung sichert ihr Innovationsmotivation und Vorteile gegenüber Wettbewerbern.

3. Gesamtaussage

Die POLYMA Energiesysteme GmbH konnte im Jahr 2023 ebenfalls einen positiven Auftragseingang verzeichnen. Trotz der Lieferengpässe und Lieferverzögerungen beim Material ist der Umsatz in den Bereichen Aggregatebau und Service im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.

Die Entwicklungsabteilung arbeitet an innovativen nachhaltigen Entwicklungen für die Zukunft, sowie an Detailverbesserungen aktueller Produkte.

Die Produkte und der Service der POLYMA Energiesysteme GmbH genießen hohe Anerkennung bei den Kunden. Vor allem die technische und qualitativ hochwertige Ausführung tragen hierzu bei. Insgesamt schauen wir auf ein positives Jahresergebnis.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den bestehenden Finanzinstrumenten des Unternehmens zählen im Wesentlichen das Forderungs- und Verbindlichkeitsmanagement sowie die kurzfristige Finanzierung über den internen Cashpool der Gruppe und die Anzahlungsvereinbarungen mit den Kunden.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Kassel, 21. Mai 2024

Dipl.- Ing. Harald von Waitz

Dr. Friedrich von Waitz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die POLYMA Energiesysteme GmbH, Kassel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der POLYMA Energiesysteme GmbH, Kassel - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 21. Mai 2024

Märkische Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hans-Henning Schäfer, Wirtschaftsprüfer

Dirk Herrmann, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 30. Juni 2024 festgestellt.

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