Stammdaten

Register
Amtsgericht Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen) HRB 1089
Eingetragen
18.8.1922
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Gegenstad des Unternehmens ist die Planung, Herstellung und der Vertrieb von technischen Apparaten und Einrichtungen sowie von Maschinen und die Vornahme aller sonstigen Geschäfte, die mit der Betätigung auf diesen Gebieten zusammenhängen oder geeignet sind, sie zu fördern. Die Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmen beteiligen und Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Back
seit 13.7.2020
Prokura
Christian Wernicke
seit 9.1.2020
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

J. Engelsmann Aktiengesellschaft

Ludwigshafen am Rhein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

J. Engelsmann Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gesellschaft befasst sich mit der Planung, Herstellung und dem Vertrieb verfahrenstechnischer Einzelkomponenten und Gesamtanlagen. Beliefert werden die chemische-, pharmazeutische-, kunststoffverarbeitende- und die Lebensmittelindustrie sowie sonstige Unternehmen, die Schüttgüter verarbeiten bzw. aufbereiten.

Eine breite Produktpalette, eigene Außendienstmitarbeiter, externe Vertriebsbüros und die Präsenz im Internet gewährleisten den weltweiten Vertrieb. Zu unseren Kunden zählen die größten Industrieunternehmen aus dem Chemie-, Lebensmittel- und Pharmabereich.

2. Forschung und Entwicklung

Der Schwerpunkt unserer Entwicklungsstrategie ist die Neu- und Weiterentwicklung im Bereich Siebtechnik und Entleer- und Befüllsysteme für das Containment.

Im Bereich Big-Bag Entleerung befinden wir uns in der Produktentwicklung für ein Anschlusssystem im OEB 2 ("Occupational Exposure Limit") Bereich. Parallel dazu arbeiten wir an der Produktentwicklung für die Befüllung von Fässern im OEB 4 Bereich. Mit diesen beiden Entwicklungen ergänzen wir unser Produktportfolio OEB-Systeme für das Containment.

Auch im Geschäftsjahr 2023 wurden im Bereich "Forschung und Entwicklung" ca. 2 % des Rohgewinns (Vorjahr: ca. 2 % vom Rohgewinn) für Entwicklungsprojekte aufgewendet. Im Bereich Entwicklung sind zwei Mitarbeiter tätig.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in 2023 gegenüber 2022 nicht verbessert. Der Krieg in der Ukraine, weiterhin hohe Energiepreise, die teilweise immer noch vorhandene Lieferkettenproblematik, eine hohe Inflation und hohe Rohstoffpreise sowie die Überregulierung in Deutschland waren Gründe dafür. Dies macht sich auch in Teilen der von uns belieferten Branchen bemerkbar und bremst die Investitionstätigkeit unserer Kunden.

Bedingt durch diese Rahmenbedingungen ist der Preisdruck innerhalb des Maschinen- und Anlagenbaus sehr hoch.

Der Fachkräftemangel erweist sich nach wie vor als schwerwiegendes und langfristiges Problem.

Die weitere Entwicklung wird davon abhängen, inwieweit die hohen Rohstoff- und Energiepreise, die bestehenden globalen Konflikte und die Verschiebung der geopolitischen Weltordnung das Investitionsgeschehen in unseren Märkten beeinflussen. Dies wird insbesondere exportorientierten Ländern wie Deutschland zusetzen.

2. Geschäftsverlauf

Der Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 war um 23 % höher als der des Vorjahres. Außerdem war der Auftragseingang des Geschäftsjahres 2023 insgesamt um 43 % höher als der des Geschäftsjahres 2022. Dies spiegelt sich im erzielten Umsatz des Geschäftsjahres 2023 wider. Die Marktsituation im Inland hat sich gegenüber zum Vorjahr deutlich verbessert; hier steigt der Umsatz um etwa 35 %. Auch der Auslandsumsatz verzeichnet ein Plus von 25 %. Insgesamt ist der Umsatz um ca. 32 % über dem Vorjahreswert.

3. Lage

a) Ertragslage

Trotz der im Jahr 2023 unveränderten, zum Teil schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen, sowie die Entwicklung des Krieges in der Ukraine, können v.a. die Sparten Handling / Big-Bag (ca. 1.340 T€) die Sparte Service (1.591 T€) einen Anstieg verzeichnen, während die Sparten Mischen/Trocknen (-686 T€) und Labor (-224 T€) Umsatzrückgänge hinnehmen müssen.

Die Gesamtleistung erhöht sich insgesamt um 24 %, der Materialaufwand bewegt sich um 20 % über dem des Vorjahres. Die Materialeinsatzquote liegt durch einen höheren Anteil an Serviceumsätzen mit ca. 1 %-Punkt geringfügig unter dem Vorjahr.

Der Personalaufwand steigt unter anderem durch eine Gehaltserhöhung für Angestellte sowie die Zahlung der Inflationsausgleichsprämie und beträgt 5.970 T€ in 2023 (Vorjahr: 5.219 T€).

Die Abschreibungen sinken um 6 %. Dies ist vor allem auf die verhaltene Investitionstätigkeit zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen um 37 %. Diese Veränderung ergibt sich hauptsächlich aus der Erhöhung der Verkaufsprovisionen im Zusammenhang mit den gestiegenen Auftragseingängen (+104 T€) sowie gestiegenen Instandhaltungen im EDV-Bereich (+26 T€) und gestiegenen Reisekosten (+108 T€).

Das Finanzergebnis hat sich von -16 T€ im Vorjahr auf -38 T€ verschlechtert. Dies resultiert vorwiegend aus geringeren vereinnahmten Zinsen auf Wertpapiere (-18 T€).

Nach Berücksichtigung der sonstigen Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 304 T€.

Die für das Jahr 2023 prognostizierten Umsatzerlöse konnten durch Fertigstellung von Großaufträgen zum Jahresende erreicht werden. Leider liegt das Jahresergebnis vor allem durch höher als geplante Stromkosten unter dem geplanten Jahresergebnis.

b) Finanzlage

Die Bilanzsumme unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.280 T€ verhöht. Das langfristig gebundene Vermögen beträgt 28 % der Bilanzsumme.

Aufgrund der Finanzlage des Unternehmens waren Finanzierungen bislang nicht erforderlich und sind auch kurzfristig nicht geplant. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr insofern verändert, dass die Eigenkapitalquote trotz des positiven Jahresergebnisses aufgrund der erhöhten Bilanzsumme von 56% auf 51% gesunken ist. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig innerhalb der Zahlungsfristen beglichen. Die Fremdkapitalquote beträgt 49% der Bilanzsumme.

Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die liquiden Mittel übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die Änderung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 2023 beträgt 449 T€ (Vorjahr: -977 T€). Er setzt sich zusammen aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit von 542 T€ (Vorjahr: -919 T€), dem Cashflow der Investitionstätigkeit von -62 T€ (Vorjahr: -36 T€) sowie dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -31 T€ (Vorjahr: -22 T€). Die Erhöhung des Finanzmittelfonds ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen und Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer sowie das positive Jahresergebnis zurückzuführen.

c) Vermögenslage

Infolge vorsichtiger Investitionen haben sich unsere technische Ausrüstung und unsere Betriebs- und Geschäftsausstattung kaum verändert. Für Neuinvestitionen wurden 90 T€ aufgewendet.

Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen sind im Berichtszeitraum um 18 % auf 933 T€ (Vorjahr: 1.140 T€) gesunken. Davon betreffen 720 T€ (Vorjahr: 951 T€) unfertige Aufträge, der Restbetrag betrifft Eigenfertigung.

Die Vorräte haben sich im Wesentlichen aufgrund eines geringeren Bestands an unfertigen Erzeugnissen gegenüber dem Vorjahr um 269 T€ vermindert, was vor allem auf die Fertigstellung einiger Großaufträge im Dezember 2023 zurückzuführen ist. Auf Vorräte entfallen 22 % der gebundenen Mittel (Vorjahr: 28 %).

Der Anteil der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände am Gesamtvermögen beträgt 29 % (Vorjahr: 19 %). Sie sind alle kurzfristig fällig. Alle Ausfallrisiken sind bereits bilanziell berücksichtigt.

Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.202 T€ resultiert aus einem umsatzstarken Zeitraum November bis Dezember 2023.

Die Erhöhung der liquiden Mittel um 424 T€ steht im Zusammenhang mit den gestiegenen Umsätzen und höheren erhaltenen Anzahlungen.

Die Struktur unserer kurz- und langfristig gebundenen Vermögensteile und der Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr dergestalt verändert, dass sich sowohl der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens am Gesamtvermögen als auch der Anteil des langfristigen Fremdkapitals am Gesamtkapital vermindern.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung folgende Kennzahlen heran:

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit weist zum Vorjahrjahr ein Plus von 542 T€ aus und ist damit 1.461 T€ verbessert gegenüber dem Vorjahr. In das Anlagevermögen wurde 90 T€ (Vorjahr: 81 T€) investiert. Das EBIT ist im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 377 T€ positiv, während der Vorjahreswert noch negativ ist (-218 T€). Es steigt um 595 T€, liegt allerdings unter Plan.

Die Kennzahlen Entwicklung der Investitionen liegen auf Planniveau. Das EBIT bewegt sich unter unserer Prognose.

5. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2023 war herausfordernd, aber im Geschäftsverlauf verbessert im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022. Die Gründe hierfür lagen im stark angestiegenen Auftragseingang, den wir teilweise dadurch erzielten, dass wir innerhalb unserer Marktareale in eine neue Branche vordringen konnten.

Unsere Ertragslage hat sich positiv entwickelt, wurde jedoch von den hohen Energiepreisen eingebremst.

Es zeichnete sich jedoch ab, dass sich die konjunkturellen Aussichten für Teile der von uns belieferten Branchen, vor allem in der chemischen Industrie, zunehmend verschlechterten.

Am Ende des Geschäftsjahres lag die Belegschaftsstärke bei 79 Personen, davon zwei Auszubildende. Für Aus- und Weiterbildung wurden 5 T€ aufgewendet.

III. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden nicht betrieben.

IV. Prognosebericht

Die Weltkonjunktur schwächt sich weiter ab. So belasten der anhaltende Krieg in der Ukraine und auch der Krieg im Nahen Osten die Weltkonjunktur. Insbesondere durch den letztgenannten Konflikt besteht die Ungewissheit, ob es zu neuerlichen Preiserhöhungen auf den Rohstoffmärkten (insbesondere bei Gas und Öl als Energieträger) oder auch Engpässen kommt. Einen ebenfalls negativen Einfluss haben die geopolitischen Konfliktherde, der sich ausbreitende weltweite Protektionismus sowie die hohen Zinsen durch die anhaltende Inflation.

Das globale Wachstum einer unserer wichtigsten Lieferbranchen, die chemische Industrie, war in 2023 sehr schwach und ging innerhalb der EU signifikant zurück.

Die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung bleiben somit hoch.

Um diesem zu begegnen, werden wir, die J. Engelsmann Aktiengesellschaft, den Fokus vorranging auf die Branchen Pharma, Lebensmittel und Chemie legen und ergänzend dazu die Branche Batterieherstellung weiter erschließen. Dabei konzentrieren wir uns auf die Akquisition von Industriekunden mit den Schwerpunkten Siebtechnik und Anlagenunits und arbeiten weiterhin daran, Anlagenbauer im Bereich der Batterieherstellung für uns zu gewinnen. Hierbei werden die Märkte D-A-CH und BeNeLux in den Mittelpunkt gestellt.

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 belief sich auf 8,7 Mio. € und ist damit über dem Niveau des Vorjahres. Zum Jahresauftakt 2024 war in den ersten beiden Monaten ein Auftragseingang von insgesamt 1,6 Mio. € zu verzeichnen, was leicht über unserem Plan liegt. Unter Berücksichtigung des Auftragsüberhangs aus 2023 gehen wir davon aus, zunächst den geplanten Umsatz für das erste Halbjahr 2024 zu erreichen. Die Kostenstruktur wird sich im Vergleich zu 2023 nicht wesentlich verändern, da diese bereits an die Umsatzstruktur angepasst wurde. Unser Ziel ist es, die Umsätze über eine wettbewerbsorientierte Preisgestaltung deutlich zu steigern.

Wir gehen davon aus, dass sich das Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich bewegen wird. Für das Jahresergebnis planen wir mit einem Ergebnis im unteren sechsstelligen Bereich. Größere Investitionen im Sachanlagenbereich, mit wesentlichen finanzwirtschaftlichen Auswirkungen, sind nicht geplant. Für das Jahr 2024 erwarten wir, dass sich unsere finanziellen Leistungsindikatoren wieder stabilisieren und im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum widerspiegeln werden. Das EBIT wird sich laut Planung ebenfalls im Bereich des geplanten Jahresergebnisses bewegen.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Durch die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen insbesondere ausgelöst durch den militärischen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, den Krieg zwischen Israel und Gaza und der daraus resultierenden Destabilisierung der Region, die weiterhin hohen Rohstoff- und Energiepreise, sowie den unsicheren Ausgang bei den Wahlen in den USA, wird es für unsere stark exportorientierten Kunden immer schwieriger Absätze zu erzielen, was sich dann auf den Auftragseingang der J. Engelsmann Aktiengesellschaft auswirken könnte.

Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken sind aufgrund der deutlichen Überkapazitäten in der Branche weiterhin hoch. Wir gehen davon aus, dass dies eine negative Auswirkung auf die Marktpreise zur Folge hat. Zusätzlich wirken sich insbesondere die sehr hohen Energiepreise, aber auch die hohen Rohstoffpreise auf unseren Ertrag aus.

Latente Risiken werden regelmäßig in den stattfindenden Aufsichtsratssitzungen besprochen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Entwicklung der Auftragseingänge der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 ist deutlich positiv und liegt mit ca. 43 % über dem Vorjahr.

Dies spiegelt sich im Umsatz wider, da eine Umsatzsteigerung von ca. 32 % realisiert werden konnte.

Die liquiden Mittel sind zum Vorjahr vor allem durch erhaltene Anzahlungen um ca. 68 % gestiegen. Durch diese Entwicklung sind keine Finanzierungen notwendig und vorgesehen. Darüber hinaus stünden der Gesellschaft noch 1.069 T€ zur Verfügung, die zum 31. Dezember 2023 als kurzfristig verfügbarer Schatzbrief bei einem Versicherungsunternehmen angelegt waren.

Die liquiden Mittel werden mittels einer kurz- bis mittelfristigen Liquiditätsplanung fortgeschrieben, so dass ein wöchentlicher Status der finanziellen Situation verfügbar ist.

Risiken aus Termin- oder Derivatgeschäften bestehen nicht. Liquiditätspläne werden permanent überwacht und angepasst.

Risiken aus zukünftigen Erschließungsmaßnahmen

Die Gesellschaft ist Eigentümerin eines Grundstückes, an deren Grenze ein neues Gewerbegebiet erschlossen wird. Die sich daraus ergebenden Erschließungskosten könnten die Gesellschaft zukünftig finanziell belasten.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen, so dass die Vereinnahmung der Forderungen innerhalb der Zahlungsfristen überwacht wird.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch eingehende Anzahlungen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor der Aufnahme neuer Geschäftsbeziehungen umfassend über die Bonität unserer Kunden.

2. Chancenbericht

Die Chancen der J. Engelsmann Aktiengesellschaft liegen weiterhin in der Optimierung der Lösungen im Bereich Siebtechnik sowie in dem konsequenten Ausbau unserer Anlagenunits, insbesondere in der Sparte der Containment Lösungen für die Big-Bag Entleerung und Befüllung sowie der Fassabfüllung. Speziell in den von uns bearbeiteten Marktarealen (D-A-CH, BeNeLux und Asien) sehen wir nach wie vor Potenzial, welches wir durch eine systematische Marktbearbeitung realisieren wollen. Damit wir unser Produktportfolio weiterhin zu einem wettbewerbsfähigen Preis anbieten können, verfolgen wir sowohl in der Produktion als auch in Teilen der Konstruktion und Elektrotechnik die Strategie, auf Leistungen externer Partner zurückzugreifen.

Auf der Beschaffungsseite können wir uns auf eine breite Palette von Lieferpartnern stützen, welche wir stetig erweitern. Unsere hohen Qualitätsansprüche erreichen wir durch Qualitätskontrollen, direkt bei unseren Lieferanten, aber auch in unserer eigenen Produktion.

Auch investieren wir in die Qualifikation unserer Mitarbeiter, so dass wir den Marktanforderungen auch zukünftig gerecht werden können.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und Qualität begegnen. Zusätzlich wollen wir unser Produktportfolio im Bereich des Containments konsequent ausbauen, so dass wir unsere Liefermöglichkeiten erweitern können. Auch in der Siebtechnik werden wir unser Produktprogramm den aktuellen und künftigen Anforderungen unserer Kunden anpassen. Zusätzlich arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unserer Prozesse.

3. Gesamtaussage

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einer positiven Entwicklung der Ertragslage im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Wir dürfen an dieser Stelle auf unsere Ausführungen im Prognosebericht verweisen.

In Anbetracht des hohen Auftragsbestandes in Verbindung mit der konsequenten Umsetzung unserer Vertriebsstrategie, sehen wir uns für die Bewältigung der Risiken gut gerüstet. Risiken die den Fortbestand der Gesellschaft kurzfristig gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Ludwigshafen am Rhein, den 12. April 2024

J. Engelsmann Aktiengesellschaft

Kretzu, Vorstand

Wernicke, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.820.047,58 2.935.653,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 35.156,81 53.948,24
II. Sachanlagen 2.784.890,77 2.881.705,26
B. Umlaufvermögen 7.193.925,56 5.811.778,05
I. Vorräte 2.179.012,64 2.447.511,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.893.531,68 1.692.480,80
III. Wertpapiere 1.068.888,75 1.043.856,54
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.052.492,49 627.929,50
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.684,07 9.194,95
Summe Aktiva 10.036.657,21 8.756.626,50

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.165.214,47 4.861.264,47
I. Gezeichnetes Kapital 3.850.000,00 3.850.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.010.500,00 1.010.500,00
III. Bilanzgewinn 304.714,47 764,47
B. Rückstellungen 2.486.948,26 2.123.972,89
C. Verbindlichkeiten 2.384.494,48 1.771.389,14
Summe Passiva 10.036.657,21 8.756.626,50

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.776.423,58 6.110.454,19
2. Personalaufwand 5.970.377,83 5.218.811,80
a) Löhne und Gehälter 4.883.804,44 4.458.979,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.086.573,39 759.832,80
davon für Altersversorgung 170.831,47 -146.688,56
3. Abschreibungen 204.968,37 218.377,11
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 204.968,37 218.377,11
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.223.740,41 890.982,85
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 25.958,00 25.959,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.876,63 44.921,40
davon Erträge aus Abzinsung 1.133,00 220,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 66.364,31 61.071,61
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 34.984,00 37.970,00
7. Ergebnis nach Steuern 338.849,29 -233.867,78
8. sonstige Steuern 34.899,29 29.268,82
9. Jahresüberschuss 303.950,00 -263.136,60

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

J. Engelsmann Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Ludwigshafen am Rhein und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen am Rhein unter HRB 1089 eingetragen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses der J. Engelsmann Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein, erfolgt gemäß dem Handelsgesetzbuch in der jeweils gültigen Fassung. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir auch die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Angaben und Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, insgesamt im Anhang aufgeführt.

B. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Bei der Bewertung der einzelnen Positionen werden die folgenden Grundsätze angewendet:

1. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

2. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, angesetzt. Die Anlagegüter werden nach Maßstab der jeweils kürzesten für zulässig gehaltenen Nutzungsdauer in der Regel linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der beweglichen Sachanlagen beträgt 3 bis 10 Jahre, die der Gebäude 10 bis 67 Jahre. Die Wirtschaftsgüter von € 250,00 bis € 1.000,00 werden in einem Sammelposten über fünf Jahre linear abgeschrieben.

3. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem gewogenen Durchschnittpreis abzüglich Skonti bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Für regelmäßig ersetzte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit nachrangiger Bedeutung für das Unternehmen wird gemäß § 240 Abs. 3 S. 1 HGB ein Festwert in einer Höhe von T€ 20 angesetzt.

4. Unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie die angemessenen Teile der Material- und die Fertigungsgemeinkosten. Für nicht gängige und technisch veraltete Erzeugnisse werden ausreichende Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Erzeugnisse sind verlustfrei nach den Verhältnissen am Absatzmarkt bewertet.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungssaldo gebildet.

6. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

7. Die Bewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zu Nominalwerten. Auf fremde Währung lautende Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

8. Rückstellungen für Pensionen werden, da es sich um laufende Renten handelt, mit dem Barwert angesetzt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der ermittelte Betrag wird pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins abgezinst, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 13. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

9. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Bewertung der Rückstellungen für Dienstjubiläen erfolgt mit dem Teilwert, dabei werden alle Dienstjubiläen in die Berechnung einbezogen. Die von der Gesellschaft zu entrichtenden gesetzlichen Sozialabgaben werden dabei berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen werden gesondert unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" im Anhang erläutert.

10. Die Verbindlichkeiten sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (netto, ohne Umsatzsteuer) werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

I. Erläuterung der Bilanz

1. Anlagevermögen

Stand 1.1.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 469.240,47 0,00 6.875,85 462.364,62
469.240,47 0,00 6.875,85 462.364,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 10.166.133,46 0,00 0,00 10.166.133,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.667.374,91 0,00 337.452,65 1.329.922,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.156.964,51 90.334,70 104.600,62 3.142.698,59
14.990.472,88 90.334,70 442.053,27 14.638.754,31
15.459.713,35 90.334,70 448.929,12 15.101.118,93
Stand 1.1.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 415.292,23 18.791,43 6.875,85 427.207,81
415.292,23 18.791,43 6.875,85 427.207,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.465.269,54 118.214,97 0,00 7.583.484,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.647.772,92 1.334,17 337.452,65 1.311.654,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.995.725,16 66.627,80 103.628,37 2.958.724,59
12.108.767,62 186.176,94 441.081,02 11.853.863,54
12.524.059,85 204.968,37 447.956,87 12.281.071,35
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 35.156,81 53.948,24
35.156,81 53.948,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.582.648,95 2.700.863,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.267,82 19.601,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 183.974,00 161.239,35
2.784.890,77 2.881.705,26
2.820.047,58 2.935.653,50

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen beinhalten solche gegen Gesellschafter in einer Höhe von T€ 50 (Vorjahr: T€ 51).

3. Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände sowie Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren.

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch und verzichtet auf den Ansatz des Überhangs an aktiven latenten Steuern.

4. Eigenkapital

Das Grundkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt € 3.850.000,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 3.850.000 Stückaktien zum Nennwert von je € 1,00. Die Aktien lauten auf den Namen des Inhabers.

Die Gewinnrücklage entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:

31.12.2023
Stand 1.1.2023 625.500,00
Entnahme aus anderen / Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,00
Stand 31.12.2023 625.500,00

Der Bilanzgewinn hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:

31.12.2023
Stand 1.1.2023 764,47
Jahresüberschuss 2023 303.950,00
Stand 31.12.2023 304.714,47

5. Ausschüttungssperre

Es ergibt sich aus der Änderung des durchschnittlichen Marktzinses zur Abzinsung der Pensionsrückstellung eine Gewinnausschüttungssperre von T€ 13.

6. Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte anhand des allgemein anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode). Zukünftig erwartete Rentensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt.

Die Bewertung der unmittelbaren Pensionsrückstellung basiert auf folgenden Rechnungsgrundlagen:

2023
• Rententrend 2,00 %
• Zinssatz (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) 1,83 %
• Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G

Ein Gehaltstrend ergab sich nicht, da alle Anspruchsberechtigten bereits im Ruhestand sind.

Der sich aus der Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ergebende Unterschiedsbetrag beträgt T€ 389. Das Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB, den Zuführungsbetrag auf zukünftige Perioden zu verteilen, wurde in der Mindesthöhe von einem Fünfzehntel wahrgenommen. Zum Abschlussstichtag beträgt die nicht ausgewiesene Rückstellung nach Art. 67 Abs. 2 EGHGB T€ 26.

Der Zuführungsbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von T€ 26 wird bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als "Aufwendungen nach Art. 67 Abs.1 EGHGB" erfasst und unter Punkt "II. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung" im Anhang erläutert.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Beträge für ausstehende Rechnungen, Gewährleistungsansprüche, personalbezogene Verpflichtungen sowie Jahresabschlusskosten. Sie decken alle bekannten ungewissen Verbindlichkeiten ab.

Die Bewertung der Rückstellungen für Dienstjubiläen erfolgt mit dem Teilwert, dabei werden alle Dienstjubiläen in die Berechnung einbezogen. Die von der Gesellschaft zu entrichtenden gesetzlichen Sozialabgaben werden dabei berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellung basiert auf folgenden Rechnungsgrundlagen:

2023
• Zinssatz (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) 1,74 %
• Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten des laufenden Jahres sowie des Vorjahres haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten über einem Jahr bestehen nicht.

In Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von T€ 414 (Vorjahr: T€ 109) sowie solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in einer Höhe von € 26,59 (Vorjahr: € 0,00) enthalten.

Sicherheiten sind keine bestellt.

II. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung gemäß § 277 Abs. 5 S. 2 HGB in einer Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 5) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus den Entlastungsbeiträgen Strom und Wärme in Höhe von T€ 109 (Vorjahr T€ 0).

III. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T€ 977. Die derzeitigen Verpflichtungen aus Leasingverträgen betragen T€ 56. Gegenstand der Leasingverträge sind sonstige Betriebsausstattungen und Geschäftsfahrzeuge.

Weiterhin bestehen am 31.12.2023 Verpflichtungen aus Bestellobligo in Höhe von T€ 921.

2. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Konditionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen nach § 285 Satz 1 Nr. 21 HGB durchgeführt.

3. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Vorstand der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr war

Herr Christian Kretzu, technischer Vorstand

Herr Christian Wernicke, kaufmännischer Vorstand

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Michael Meier, Geschäftsführer der EM-Technik GmbH Armaturenbau, Maxdorf, Vorsitzender

Herr Dr. Helmut Vautz, Gesellschafter der J. Engelsmann Aktiengesellschaft, Frankenthal, Pensionär

Herr Dr. Rolf Gößler, Pensionär

4. Vergütungen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats

Hinsichtlich der Angabe der Bezüge des Vorstandes und der Aufsichtsräte wird die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

5. Gewährte Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der früheren Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats wird die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

6. Mitarbeiter

Zahl der durchschnittlich Beschäftigten im Geschäftsjahr 2023
Arbeiter 27
Angestellte 51
78

7. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn von € 304.714,47 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ludwigshafen am Rhein, den 12. April 2024

J. Engelsmann Aktiengesellschaft

Kretzu

Wernicke

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2023

der J. Engelsmann AG, Ludwigshafen

Der Aufsichtsrat wurde während des Geschäftsjahres in fünf planmäßigen Sitzungen durch persönliche und schriftliche Berichte der Geschäftsführung über die Lage des Unternehmens und wichtige Einzelvorgänge unterrichtet. Zu sämtlichen Sitzungen liegen ausführliche Niederschriften vor.

Gegenstand der ausführlichen Beratungen mit dem Vorstand waren hauptsächlich die Auswirkungen des Ukrainekrieges und der sehr erfreulich hohe Auftragseingang. Da auch unsere Zulieferer und Lohnfertiger mit hoher Auslastung arbeiteten, kam es teilweise zu verspäteten Lieferungen.

Die Liquiditätslage ist trotz Erholung in 2023, aufgrund der massiven Verluste der Vorjahre, nach wie vor angespannt.

Der Aufsichtsrat stand und steht im wöchentlichen Kontakt mit dem Vorstand zur Kontrolle der Zahlungsströme.

Die neuen Produkte wie eine OEB-Konti Siebmaschine, ein OEB4 Anschluss für die Big-Bag-Entleerung und die Big-Bag-Befüllung sowie ein OEB Anschlusssystem mit einfacher Ansteuerung sind in der Vermarktung und werden von potentiellen Kunden mit großem Interesse wahrgenommen.

Nach wie vor schwierig stellt sich auch in diesem Jahr die Personalsituation dar. Vakante Personalpositionen konnten leider nur teilweise besetzt werden.

Die wirtschaftliche Lage im Jahr 2023 war geprägt durch einen historisch hohen Auftragseingang. Die Gesamtleistung war 23,8% höher als im Vorjahr. Jedoch konnten nicht alle Großprojekte schlussgerechnet werden. Der Kampf um Marktanteile und die damit verbundenen, deutlichen Preisabschläge bestehen weiterhin fort. Das Jahresergebnis fiel besser aus als in 2022.

Die momentane Lage in 2024 ist durch einen deutlich schwächeren Auftragseingang und hohen Auftragsbestand gekennzeichnet. Zudem können durch den anhaltenden Ukrainekrieg und die schwächelnde deutsche Wirtschaft die Folgen auf den Geschäftsverlauf aktuell noch nicht abgeschätzt werden. Hinzu kommen nach wie vor Materialknappheit, Engpässe in der Beschaffung und Preissteigerungen sowie eine extrem angespannte Liquidität.

Die Entwicklung des Auftragseinganges, des Umsatzes, die Ergebnisrechnung, die finanzielle Lage, diverse Produktentwicklungen und die Personalentwicklung sind grundsätzlich Gegenstand jeder Aufsichtsratsitzung.

Der Aufsichtsrat hat unter Verwendung des Berichts des Abschlussprüfers den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und erhebt keine Einwendungen. Das Ergebnis wurde ausführlich besprochen.

Der Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers enthält keine Vorbehalte. Er wurde uneingeschränkt erteilt.

Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss in vollem Umfange und stellt ihn damit fest.

Bezüglich der Ergebnisverwendung empfiehlt der Aufsichtsrat, eine Dividende in Höhe von 4% des Grundkapitals auszuschütten.

 

Deidesheim, den 15.05.2024

Der Aufsichtsrat

Dipl.-Wirtschaftsingenieur Michael Meier, Vorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Für den vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 vor der Inanspruchnahme von Erleichterungen bei der Offenlegung für mittelgroße Kapitalgesellschaft haben wir folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die J. Engelsmann Aktiengesellschaft

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der J. Engelsmann Aktiengesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der J. Engelsmann Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Darmstadt, den 12. April 2024

Pfeiffer Link GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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