Tele Columbus Glasfaser GmbH
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Urbana Telekommunikation Netze GmbHBerlinJahresabschluss zum 31.12.2007Lagebericht 2007Urbana Telekommunikation Netze GmbH, Berlin(bis 31. August 2007: Urbana Telekommunikation Netze GmbH & Co. KG, Berlin)1. Geschäft und Rahmenbedingungen Der deutsche Kabelmarkt befindet sich derzeit in einer starken Konsolidierungsphase. Die großen Netzebene 3 und 4 Betreiber verfolgen zurzeit eine Strategie der regionalen Bestandbereinigung, mit dem Ziel, sich zukünftig in den verbleibenden Kernregionen optimal gegenüber den Wettbewerbern zu positionieren. Die Verbreitungsgebiete für die digital terrestrischen Signale (DVB-T) sind in 2007 weiter im gesamten Bundesgebiet erweitert worden, zurzeit werden 85 % der Bevölkerung in Deutschland erreicht. Dieser Anteil soll bis Ende 2008 auf ca. 90 % erhöht werden. Zudem hat die Deutsche Telekom AG, Bonn, im Mai 2006 mit dem Ausbau eines VDSL-Glasfasernetzes in ausgewählten Großstädten, darunter auch Berlin, Hamburg, Hannover und Leipzig, begonnen. Neben dem Angebot von Festnetz-Telefonie-Diensten und breitbandigem Internetzugang wird auch die Radio- und Fernsehversorgung über den VDSL-Anschluss möglich sein; diese Triple Play-Angebote sind mit unterschiedlichen Datenraten sowie mit verschiedenen Programminhalten abonnierbar. Die Tele Columbus-Gesellschaften werden ab Mitte 2008 mit Verfügbarkeit des DOCSIS 3.0 - Standards (Data Over Cable Service Interface Specification) aufgrund unserer bereits optimierten Cluster bis zu 100 Mbit/s je Kunde anbieten können und haben damit ein absolutes Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb zu VDSL. 2. Gesellschaftsrechtliches Umfeld Die Tochtergesellschaften der Escaline S.à r.l. ("Escaline-Gruppe") bzw. der Orion Cable GmbH ("Orion Cable-Gruppe") sind als Kabelnetzbetreiber im gesamten Gebiet der Bundesrepublik Deutschland tätig. Das Basisgeschäft besteht im Betrieb und in der Verwaltung von Breitbandkabelanlagen mit teilweise eigenen Satellitenemfangsanlagen zur Versorgung von Wohnanlagen diverser Wohnungsunternehmen bzw. deren Mietern mit Fernseh- und Hörfunksignalen, Internet sowie Telefonie. Zum Betrieb der Anlagen gehören der Service und die Wartung hierfür sowie die Betreuung der angeschlossenen Kunden und das Inkasso. Die bisherige unmittelbare Gesellschafterin der Urbana Telekommunikation Netze GmbH, Berlin, die Tele Columbus GmbH, Hannover, ist mit Wirkung zum 1. Januar 2007 auf die Tele Columbus Kabel Holding GmbH, Hannover, angewachsen. Die Tele Columbus Kabel Holding GmbH ist anschließend in Tele Columbus GmbH, Hannover, umbenannt worden. Zudem ist die Orion Cable II GmbH, Hannover, mit Wirkung zum 14. April 2007 auf die Tele Columbus GmbH verschmolzen worden. Die gesamte Orion Cable-Gruppe umfasst insgesamt circa 3,2 Millionen Endkundenverhältnisse der Netzebene 4. Das Jahr 2007 war maßgeblich geprägt durch Integrations- und Restrukturierungsmaßnahmen für die gesamte Gruppe, um dadurch eine zukunftssichere Position zu erlangen. Zu nennen ist hierbei insbesondere die Trennung des Vertriebes in die Bereiche wohnungswirtschaftliche Großkunden und Einzelkunden; gerade im Bereich der Einzelkundenvermarktung steht die Gewinnung von Kunden in den neuen Segmenten Internet, Telefonie und digitale Zusatzdienste im Mittelpunkt. Damit einher geht ein Zusammenführen der jeweiligen Mitarbeiter in eigenständigen Gesellschaften, um eine effiziente aber auch schlagkräftige Struktur zu schaffen. Im Rahmen der Integration der einzelnen Gesellschaften innerhalb der Orion Cable-Gruppe sind in 2007 verschiedene Maßnahmen initiiert bzw. umgesetzt worden. Neben den bereits erwähnten strategischen Entscheidungen sind auch Prozessoptimierungen und -vereinheitlichungen angestoßen worden. Die vollen Auswirkungen in den Finanzzahlen werden erst für die Folgejahre erwartet. Zu nennen ist insbesondere eine verstärkte eigenständige Versorgung mit Signalen; hierzu sind bestimmte Regionen definiert worden, in denen in den Jahren 2008 bis 2010 verstärkte Investitionen durchgeführt werden. 3. Wesentliche Geschäftsvorfälle / Veränderungen im Geschäftsjahr Die Tele Columbus GmbH hat am 17. September 2007 mit der Kabel Deutschland GmbH, Unterföhring, eine Vereinbarung zum Verkauf von Gesellschaften bzw. Beständen in den Regionen Norddeutschland, Bayern und Rheinland-Pfalz abgeschlossen. Die Urbana Telekommunikation Netze GmbH ist in dieser Verkaufsvereinbarung nicht einbegriffen. Die Omega I S.à r.l., Luxemburg, eine mit der Urbana Telekommunikation Netze GmbH, Berlin, auf Stufe der obersten Konzerngesellschaft Escaline S.à r.l., Luxemburg, verbundene Gesellschaft, hat mit Wirkung zum 4. Oktober 2007 mehrere Aktienpakete der PrimaCom AG, Mainz, erworben und kommt insgesamt auf eine Beteiligung von rund 68 %. Zusammen mit dem bereits im Eigentum der Orion Cable GmbH, Hannover, befindlichen Aktien von 22 % ist somit auf Stufe der Escaline S.à r.l. eine deutliche Mehrheitsbeteiligung erzielt worden. Mit Wirkung vom 3. Dezember 2007 hat bei der Gesellschaft ein Formwechsel von einer GmbH & Co. KG in eine GmbH stattgefunden. Die Urbana Telekommunikation Netze GmbH, Berlin, hat im Geschäftsjahr 2007 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Tele Columbus GmbH, Hannover, abgeschlossen. 4. Darstellung der Gesellschaft Investitionen Die Multimedia-Geschäftsfelder (insbesondere breitbandiges Internet, Telefonie-Dienste und digitale Zusatzdienste) werden im Rahmen weiterer Kundenbindungen und zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit ausgeweitet. Neben dem Internetprojekt des Tele Columbus eigenen Produktes bestehen Reseller-Internetkundenverhältnisse. Um den breitbandigen Kabelanschluss im Rahmen der technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten für weitere Anwendungen im Bereich neue Dienste zu nutzen, ist in Teilbereichen eine technische Aufrüstung der Netzebene 4 auf 862 MHz, teilweise mit Rückkanal für interaktive Dienste, notwendig. Zum Ende des Geschäftsjahres 2007 waren 19 % (Vj.: 18 %) der installierten Wohneinheiten auf 862 MHz aufgerüstet. Die Gesamtinvestitionen haben im Geschäftsjahr 2007 T€ 482 (Vj.: T€ 641 Mio.) betragen. Bedingt durch die bereits erwähnte strategische Neuausrichtung der Gruppe wird davon ausgegangen, dass die Akzeptanzentwicklung für die neuen Medien im Zeitverlauf stark wächst. Neben der Gewinnung von Neukunden steht hierbei auch die Stärkung der bestehenden Kundenverhältnisse im Mittelpunkt. Vertragsabschlüsse Mit Wirkung zum 1. Oktober 2007 konnte mit der Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Dresden-Ost e.G., Dresden, ein Vertrag über ca. 640 fakturierbarer Wohneinheiten geschlossen werden. 5. Darstellung der Lage Ertragslage Die Anzahl der fakturierten Wohneinheiten beträgt zum Stichtag ca. 71.500. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr beträgt ca. 900 Wohneinheiten und resultiert aus Alternativversorgungen bzw. Leerständen sowie Abgängen wegen Abrissen, die nicht komplett durch Neuzugänge kompensiert werden konnten. Die Akzeptanz (fakturierte Wohneinheiten / Gestattungen) beträgt 89 % (Vj.: 90 %). Die Umsatzerlöse betragen T€ 6.346 (Vj.: T€ 6.170). Der Anstieg ist insbesondere auf Umsatzzuwächse von neuen Diensten wie Internet, Telefonie und digitalen Programmpaketen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen T€ 560 (Vj.: T€ 519). Hierin sind Erträge aus Leistungsvergütungen in Höhe von T€ 192 (Vj.: T€ 219) sowie T€ 158 stornierte Aufwendungen aus dem Vorjahr enthalten. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind um insgesamt T€ 38 auf T€ 2.379 gesunken (Vj.: T€ 2.417). Die Signalbezugsaufwendungen einschließlich Internet, Telefonie und digitalem Signalbezug betragen T€ 1.152 (Vj.: T€ 1.061). Die Abschreibungen sind mit T€ 1.397 auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt um T€ 40 auf T€ 215 gesunken. Vermögens- und Finanzlage Im Geschäftsjahr wurden Beteiligungserträge von der Tele Columbus Berlin-Brandenburg GmbH & Co. KG, Berlin, in Höhe von T€ 844 (Vj.: T€ 577) vereinnahmt. Der Zinsergebnis beträgt T€ ./. 746 (Vj.: T€ ./. 760). Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.061 gestiegen. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Tele Columbus GmbH, Hannover, ist der Jahresüberschuss in Höhe von T€ 3.037 abgeführt worden. Der Cash Flow, definiert als Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) zuzüglich Abschreibungen, beträgt T€ 4.434 (Vj.: T€ 3.374). Der Free Cash Flow, definiert als Cash Flow abzüglich Investitionen, beträgt T€ 3.952 (Vj.: T€ 2.733). Die Eigenkapitalquote ist auf Grund der durchgeführten Ergebnisabführung auf 0,2 % (Vj.: 15,3 %) gesunken. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Gestattungsverträge beträgt zum Stichtag ca. 7 Jahre (Vj.: 8,0 Jahre). 6. Hinweise auf die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 6.1. Systemdarstellung Im Rahmen eines Risikomanagements werden interne und externe Faktoren, die wesentliche finanzielle Risiken der zukünftigen Entwicklung bzw. Bestandsrisiken darstellen können, gemeinsam für die gesamte Tele Columbus-Gruppe benannt sowie Schwellenwerte festgelegt, ab denen die Tele Columbus GmbH, Hannover, einzubinden ist; hierbei muss der Aspekt der Wesentlichkeit erfüllt sein. Grundsätzlich findet die Verwaltung der Risikopositionen in den operativen Einheiten statt und liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung bzw. Niederlassungsleitung. Die Koordination des Risikomanagements für alle Gesellschaften erfolgt durch das zentrale Tele Columbus Gruppen-Controlling. Bei Überschreitung der Schwellenwerte ist die sofortige Einschaltung bzw. Information der Tele Columbus-Geschäftsführung notwendig. Darüber hinaus findet ein regelmäßiger Austausch und Zustandsbericht sowohl über die Chancen- als auch über die Risikopositionen statt, so z.B. anlässlich der regelmäßigen Controllinggespräche zwischen der Tele Columbus-Geschäftsführung und den Geschäftsführern/Niederlassungsleitern, des jährlichen Budgetgesprächs und der Geschäftsführersitzungen. Als weitere Instrumente des Chancen- und Risikomanagements sind ein aktives, monatliches Beteiligungscontrolling der Tele Columbus-Gruppe, kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanungen sowie vertriebliche und technische gesellschaftsinterne Auswertungen implementiert. 6.2. Darstellung potenzieller Chancen und Risiken Die Gesellschaft hat bereits einen Teilbestand der Netzebene 4 auf 862 MHz-Technik aufgerüstet. Die bedarfsgerechte Aufrüstung, um den Kunden neue Dienste (insbesondere Internet, Telefonie und Digital-TV) anbieten zu können, wird auch zukünftig betrieben. Hierzu werden in enger Abstimmung zwischen Technik und Projektcontrolling vorab Projektkalkulationen gerechnet, um die Wirtschaftlichkeit dieser Investitionen zu gewährleisten. Im Zuge der Umrüstungen werden bestehende Hausverteilanlagen erweitert bzw. gegen neue ersetzt; je nach Alter der Anlagen werden somit Verluste aus Anlagenabgängen möglich. Das Angebot neuer Dienste wird die Attraktivität des Kabelanschlusses erhöhen, so dass das Substitutionsrisiko, durch das Betreiben privater lokaler Satellitenanlagen, den Empfang terrestrisch digitaler Signale (DVB-T) oder durch die Nutzung des VDSL-Anschlusses der Deutsche Telekom AG, Bonn, vermindert wird. Zurzeit kann noch nicht abschließend beurteilt werden, welche Auswirkungen sich aus der Einführung von VDSL für die Gesellschaft ergeben werden. Durch das Angebot von Telefonie-Diensten können die bestehenden Kundenverträge gesichert werden und mittelfristig neue Kunden für das Kabelfernsehen gewonnen werden. Dieses wird auch durch attraktive Produkt-Bundle-Angebote (Kabelfernsehen zusammen mit Internet und Telefonie) verstärkt. Zurzeit ist ein verstärkter Wettbewerb insbesondere durch die Netzebene 3-Betreiber bei der Akquisition von Gestattungsverträgen festzustellen. Dieses könnte dazu führen, dass geringere Mengenzuwächse realisiert werden oder dass die erwarteten Renditen in Einzelfällen geringer ausfallen könnten, um bestimmte strategisch interessante Verträge zu gewinnen oder zu behalten. Auch besteht die Gefahr, dass bei Vertragsverlängerungen entweder geringere Ergebnisse als bislang erzielt werden oder dass einzelne Bestände nicht verlängert werden könnten. Durch die Möglichkeit, terrestrisch digitale Signale (DVB-T) kostenfrei zu empfangen, sind insbesondere in Gebieten mit einem hohen Anteil von Einzelnutzerverträgen, die entsprechend hochpreisig sind, höhere Kündigungen von bestehenden Anschlussverträgen zu erwarten. Auch kann es in diesen Gebieten schwieriger werden, umzugsbedingte Kündigungen durch die Akquisition des Nachmieters zu kompensieren. Es bedarf daher erhöhter Marketing- und Kundenbindungsmaßnahmen, um eine stärkere Kundenabwanderung zu verhindern. Zudem werden zusätzliche Investitionen notwendig sein, um die Attraktivität des Kabelanschlusses langfristig zu erhalten und zu stärken. Die GEMA-Gruppe hat im Dezember 2007 einen neuen Tarif für die von den Kabelnetzbetreibern zu zahlende Urheberrechtsvergütung aufgestellt. Dieser neue Tarif sieht eine deutliche Erhöhung der zu zahlenden Gebühren vor; die Geschäftsführung geht jedoch davon aus, dass diese Erhöhungen grundsätzlich an die Endkunden weitergegeben werden können bzw. in Ausnahmefällen auch durch höhere Einspeiseentgelte, die die Tele Columbus von einzelnen Fernsehsendern in neuen Verhandlungen zu erhalten versucht, teilweise abgefedert werden kann, sodass insgesamt eine aus der GEMA-Erhöhung resultierende Ergebnisbelastung minimiert wird. Der neue Tarif sieht zudem grundsätzlich eine Rückwirkung auf den 1. Januar 2007 vor; die Geschäftsführung geht jedoch basierend auf den bisherigen Verhandlungen davon aus, dass über die im Jahresabschluss bereits berücksichtigten Beträge hinaus keine weiteren Gebühren erhoben werden. Die anhaltend hohe Bevölkerungsabwanderung in Ballungsräumen führt teilweise zu einem Überangebot an Wohnraum. Der hieraus resultierende wachsende Leerstand oder gar Rückbau von Objekten kann zu Entgeltreduzierungen führen; einem möglichen Ertragswertverlust wird durch Zusatzvereinbarungen begegnet, in denen zum Beispiel die Vertragslaufzeit verlängert wird oder eine Entgeltanpassung über den verbleibenden Bestand vorgenommen wird. 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Mit Pressemitteilung vom 3. April 2008 hat das Bundeskartellamt die Zustimmung zu der unter Punkt 3 benannten Transaktion bekannt gegeben. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nicht eingetreten. 8. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Für 2008 sind weitere strukturelle Schritte geplant. Auch sind weitere Maßnahmen innerhalb anderer Regionen zur Optimierung der Abläufe möglich. Zukünftig werden weiterhin Anstrengungen zur Erweiterung des Kundenpotenzials unternommen. Hier wird insbesondere durch die Vermarktung von Internet- und Telefonie-Diensten mit einer entsprechenden Verbesserung gerechnet. Die Erweiterungsinvestitionen werden im nächsten Jahr bedarfsgerecht weitergeführt. Ziel ist zudem eine bessere Ausschöpfung der vorhandenen Ressourcen. In 2007 sind durch die durchgeführten Restrukturierungen bereits viele Maßnahmen eingeleitet worden, die in 2008 konsequent weitergeführt werden. Im Bereich der Technik wird z.B. ein Projektmanagementtool eingeführt, das die einzelnen Projekte übersichtlich darstellt und so zur besseren Transparenz der Ausgaben führt. Für 2008 wird bei steigenden Umsätzen mit einem entsprechend verbesserten Ergebnis gerechnet.
Berlin, den 24. April 2008 Urbana Telekommunikation Netze GmbH, Berlin Michael Buhl, Geschäftsführer Robert E. Fowler III, Geschäftsführer Markus Schmid, Geschäftsführer Dietmar Schickel, Geschäftsführer Bilanz zum 31.12.2007Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2007
Anhang für das Geschäftsjahr 2007Urbana Telekommunikation Netze GmbH, Berlin(bis 31. August 2007: Urbana Telekommunikation Netze GmbH & Co. KG, Berlin)(1) Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Allgemeines Die Urbana Telekommunikation Netze GmbH, Berlin, ist durch formwechselnde Umwandlung der Urbana Telekommunikation GmbH & Co. KG, Berlin, gemäß Umwandlungsbeschluss vom 31. August 2007 entstanden. Die Umwandlung wurde am 3. Dezember 2007 in das Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 1 HGB. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2007 wurde nach den geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Auf Grund des Gewinnabführungsvertrags vom 4. Dezember 2007 führt die Gesellschaft ihren Gewinn an die Tele Columbus GmbH (vormals Tele Columbus Kabel Holding GmbH, Rechtsnachfolger der Tele Columbus GmbH & Co. KG), Hannover, ab bzw. erhält einen Verlustausgleich von dieser. Der Vertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von den Vertragspartnern unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Ende eines jeden Geschäftsjahres, frühestens nach Ablauf von fünf Jahren, gekündigt werden. Die Eintragung des Gewinnabführungsvertrags ins Handelsregister erfolgte am 19. Dezember 2007. Bilanzierungsmethoden In dem vorliegenden Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert. Rückstellungen wurden ausschließlich im Rahmen des § 249 HGB gebildet. Rechnungsabgrenzungsposten sind nach den Vorschriften des § 250 HGB angesetzt worden. Bewertungsmethoden Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten stehen dem nicht entgegen. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschluss-Stichtag einzeln bewertet worden und mit den Anschaffungskosten bzw. den ihnen am Stichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Hinsichtlich der Bewertung der Sachanlagen verweisen wir auf die Erläuterungen zu diesem Posten. Es wird vorsichtig bewertet. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschluss-Stichtag entstanden sind, berücksichtigt. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sind beibehalten worden. Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet worden. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Die erworbenen Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet worden. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen. Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Nominalwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Alle erkennbaren Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände und der übrigen Posten des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Werten, die den Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag beizulegen sind. Das Eigenkapital wird unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften ausgewiesen. Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtung eingestellt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält bereits in Rechnung gestellte Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit diese Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Einnahmen werden passiviert bis die entsprechende Leistung erbracht wird. (2) Erläuterungen zur Bilanz AKTIVA Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel (vgl. S. 10). Immaterielle Vermögensgegenstände Es handelt sich hierbei insbesondere um gewerbliche Schutzrechte und Software. Des Weiteren wurden zum 31. Dezember 2005 auf Grund einer Vereinbarung mit der Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH & Co. KG, Unterföhring, Bereitstellungsentgelte für das Recht der Nutzung bereitgestellter Übergabepunkte aktiviert (2005: TEUR 58). Im Geschäftsjahr 2006 erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf die in 2005 aktivierten Bereitstellungsentgelte. In 2006 und 2007 wurden keine weiteren Bereitstellungsentgelte aktiviert Sachanlagen Die Zugänge zu den technischen Anlagen betreffen im Wesentlichen Hausverteil- und Satellitenanlagen sowie Ortsverkabelungen. Bei den Hausverteil- und Satellitenanlagen sowie den Ortsverkabelungen handelt es sich um in Rechnung gestellte Drittkosten für die Installation, den Umbau oder die Erweiterung der jeweiligen technischen Anlagen. Die Anlagen wurden bis zum 31. Dezember 1996 branchenüblich abweichend vom Einzelbewertungsgrundsatz im Wege des sogenannten Sammelpostenverfahrens in der Buchhaltung erfasst. Dabei wurden sämtliche in einem Monat anfallenden Drittkosten als ein Vermögensgegenstand aktiviert. Seit dem 1. Januar 1997 werden die Anlagen einzeln erfasst und projektbezogen aktiviert. Anlagen, denen Gestattungsverträge zu Grunde liegen, werden über die Restlaufzeit der entsprechenden Verträge pro rata temporis abgeschrieben. Alle anderen Anlagen werden über einen Zeitraum von 12 - 180 Monaten pro rata temporis abgeschrieben. Die geringwertigen Anlagegüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen. Finanzanlagen Die Gesellschaft weist Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 7.135 aus. Es handelt sich um die Anschaffungskosten der Gesellschaft für den im Gegenzug zur Ausgliederung des Teilbetriebs "Berlin-Brandenburg" erhaltenen Kommanditanteil an der Tele Columbus Berlin-Brandenburg GmbH & Co. KG, Berlin.
Die Kommanditeinlage der Gesellschaft bei der Tele Columbus Berlin-Brandenburg GmbH & Co. KG, Berlin, beträgt EUR 7.005.056,52 (davon EUR 10.000,00 Haftkapital) und ist voll eingezahlt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten insbesondere Forderungen aus Verrechnungsverkehr gegen die Tele Columbus GmbH, Hannover. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um ein Gewerbesteuerguthaben in Höhe von TEUR 461. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. PASSIVA Eigenkapital Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2006 in Höhe von EUR 1.976.093,23 wurde vollständig ausgeschüttet. Sonstige Rückstellungen
Der wesentliche Teil der Rückstellungen wurde für noch zu erteilende Gutschriften gebildet. Diese Gutschriften umfassen von den Wohnungsbaugesellschaften nachträglich vorgenommene Nachberechnungen für die Inkassierung von leerstehenden Wohneinheiten (Leerstandsausgleich). Verwaltungskosten werden an die Wohnungsbaugesellschaften für übernommene Dienstleistungen auf Basis der Anzahl verwalteter Wohnungseinheiten erstattet. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten wird für Jahresvorauszahlungen gebildet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag bestanden in Höhe von TEUR 15 finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Durch den Beitritt der Gesellschaft zum Rahmenvertrag zwischen der Kabel Deutschland GmbH, Unterföhring, und der Tele Columbus GmbH, Hannover, besteht für die Gesellschaft die Verpflichtung, grundsätzlich für ihre Bestände das Signal der Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH & Co. KG, Unterföhring, in deren Regionen abzunehmen. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2011. Auf Basis des Entgelt- und Bestandsniveaus von 2007 ergibt sich aus diesem Vertrag eine jährliche Verpflichtung von TEUR 831. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. (3) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen laufende Entgelte für angeschlossene Wohneinheiten. Sämtliche Umsätze wurden im Inland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge
* Hierbei handelt es sich um periodenfremde
Erträge.
Die Erträge aus Breitbandkabel-Leistungsvergütung wurden auf Grund des Rahmen- und Leistungsvergütungsvertrages zwischen der Tele Columbus GmbH, Hannover, und der Kabel Deutschland GmbH, Unterföhring, gewährt. Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen Die im Materialaufwand enthaltenen Aufwendungen für bezogene Leistungen umfassen im Wesentlichen die Breitbandkabel-Signallieferungsentgelte und Dienstleistungen. Des Weiteren sind Aufwendungen für Dienstleistungen im allgemeinen Verwaltungsbereich in Höhe von TEUR 143 (i. Vj. TEUR 143) und Vertriebsprovisionen in Höhe von TEUR 10 (i. Vj. TEUR 7) enthalten. (4) Sonstige Angaben Geschäftsführung Bis zum Wirksamwerden der am 31. August 2007 beschlossenen formwechselnden Umwandlung wurde die Geschäftsführung durch die Komplementärin, die Tele Columbus Netze GmbH, Hamburg, übernommen. Geschäftsführer der Tele Columbus Netze GmbH, Hamburg, ist Herr Frank Brokmann, Kaufmann. Mit oder nach Wirksamwerden der formwechselnden Umwandlung durch Eintragung in das Handelsregister am 3. Dezember 2007 wurden die folgenden Herren zu Geschäftsführern der Urbana Telekommunikation Netze GmbH bestellt: Als alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer
Als gemeinsam vertretungsberechtigte Geschäftsführer
Die Geschäftsführer beziehen ihre Gehälter von anderen Gesellschaften der Orion Cable Gruppe. Arbeitnehmerzahl Im Laufe des Geschäftsjahres wurden keine Mitarbeiter beschäftigt. Konzernverhältnisse Die Escaline S.à r.l., Luxemburg, als oberstes Mutterunternehmen stellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, der beim Registre de Commerce et des Sociétés Luxembourg unter der Nummer B 111789 hinterlegt wird. Die Orion Cable GmbH, Hannover, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis, der im elektronischen Bundesanzeiger offen gelegt wird. GewinnverwendungAuf Grund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Tele Columbus GmbH, Hannover, wird das Ergebnis der Gesellschaft an die Tele Columbus GmbH, Hannover, abgeführt. Die Tele Columbus GmbH, Hannover, ist zu 100 % an der einzigen Gesellschafterin Tele Columbus Nord GmbH, Hamburg, der Urbana Telekommunikation Netze GmbH, Berlin, beteiligt.
Berlin, den 24. April 2008 Michael Buhl, Geschäftsführer Robert E. Fowler III, Geschäftsführer Markus Schmid, Geschäftsführer Dietmar Schickel, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk 2007Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers An die Urbana Telekommunikation Netze GmbH, Berlin Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Urbana Telekommunikation Netze GmbH (bis 31. August 2007: Urbana Telekommunikation Netze GmbH & Co. KG), Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 25. April 2008 KPMG
Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Maurer, Wirtschaftsprüfer Neumann, Wirtschaftsprüfer |
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