Mondi Consumer Packaging International GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joern Conrad seit 12.7.2018 | Prokura |
Werner Ferlings seit 3.11.2015 | Geschäftsführer |
Matthias Dr. Florian seit 16.7.2013 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mondi Lindlar GmbHLindlarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Lagebericht für das Geschäftsjahr 20121. Allgemeine AngabenIm Zuge der Euro-Krise verlangsamte sich die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland im Laufe des Jahres 2012 zusehends. Der Sachverständigenrat prognostiziert für das Jahr 2012 eine Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 %. Der Tiefpunkt der wirtschaftlichen Dynamik in Deutschland wurde im vierten Quartal 2012 erreicht. Im Laufe des Jahres 2013 ist damit zu rechnen, dass die deutsche Wirtschaft wieder etwas Fahrt aufnehmen wird. Der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts dürfte sich im Jahresdurchschnitt 2013 wiederum auf 0,8 % belaufen. 1 2. Geschäftsverlauf und Lage der GesellschaftDurch eine leichte Entspannung auf dem Rohstoffmarkt und dem damit verbundenen Absinken der Materialaufwandsquote konnte das Betriebsergebnis mit TEUR 801 etwa auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Die Preissteigerungen aufgrund der höherwertigen Produkte konnten das geringfügige Absinken des Produktionsvolumens um 3,0 % auf 52,9 Millionen Quadratmeter kompensieren und führten zusammen mit dem Ertrag aus dem Verkauf der durch eine Neuinvestition ersetzten Druckmaschine an das Schwesterwerk in Békéscsaba, Ungarn, zu einem Anstieg der Betriebsleistung um 2,5 %. Der Anteil der flexiblen Verpackungen und der Anteil der Verpackungen aus Papier am Gesamtumsatz blieben mit 78 % bzw. mit 20 % stabil. Durch gezielte Vertriebsaktivitäten und die Entwicklung neuer spezialisierter Produkte konnte der bestehende Kundenstamm gefestigt und neue Kunden gewonnen werden. Die allgemeine Nachfrage und somit die Beschäftigung war auch für das Jahr 2012 unter Berücksichtigung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage insgesamt als gut einzuschätzen. Alle Segmente und Maschinen waren ganzjährig ausgelastet. Kurzfristige Kapazitätsengpässe wurden mit Hilfe von Lohnleistungen überbrückt. Die Bestände konnten gegenüber dem Vorjahr in den Bereichen Rohmaterial und Fertigwaren nochmals leicht um insgesamt 5,8 % reduziert und somit weiter optimiert werden. Nach Produktsegmenten ergibt sich folgendes Bild: Im Segment Papier sank die Anzahl der produzierten Beutel um 19 %, die Verkaufspreise konnten aber um 6 % gesteigert werden. Der Absatz im Segment der Verbundfolienbeutel und Flachfolienverpackungen konnte, bereinigt um die Handelswaren, insgesamt stabil gehalten werden. Mit der positiven Entwicklung des Preisniveaus konnten die hochwertigen und höherpreisigen Spezialprodukte dem allgemeinen Absinken des Preisniveaus im Bereich der Standardprodukte, auf Grund des allgemeinen Wettbewerbsdruckes, entgegenwirken. 3. ErtragslageDer Gesamtumsatz im Geschäftsjahr blieb gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 35.401 auf etwa gleichem Niveau. Aus dem Anstieg der absoluten Mitarbeiterzahlen resultierte das Absinken des Umsatzes je Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 26 auf TEUR 249 in 2012. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung und der sonstigen betrieblichen Erträge stieg die Betriebsleistung um TEUR 901 mit 2,5 % auf TEUR 37.574. Durch die stabilen und teilweise leicht rückläufigen Preise für Rohstoffe sank die Materialintensität bezogen auf die Betriebsleistung um 4,1%-Punkte gegenüber dem Vorjahr auf 55,8 %. Der Personalaufwand erhöhte sich von TEUR 6.841 im Vorjahr auf TEUR 7.965 in 2012 und damit um 16,4 %. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter stieg um 12 von 130 auf 142, was teilweise durch die vertragsmäßige Anbindung von standortübergreifenden Zentralfunktionen der Business Unit an die Mondi Lindlar GmbH verursacht wurde. Die Personalintensität bezogen auf die Betriebsleistung war mit 21,2 % um 2,5%-Punkte höher als im Geschäftsjahr 2011. Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich um insgesamt TEUR 394 auf TEUR 1.559. Es gab im Gegensatz zum Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr: TEUR 696). Insgesamt stiegen die Betriebsaufwendungen, insbesondere im Personalbereich und absatzmengengetrieben im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, um TEUR 966 auf TEUR 36.773. Das Betriebsergebnis sank um TEUR 65 auf TEUR 801. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit weist 2012 TEUR 569 (Vorjahr: TEUR 474) aus. Das Finanzergebnis blieb aufgrund der Zinsbelastung durch die Cash-Pool-Finanzierung über die Mondi AG, Wien/Österreich, weiterhin negativ. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung erhöhte sich insgesamt um TEUR 68 auf TEUR 550 nach TEUR 482 im Vorjahr. Aufgrund des mit der Mondi Holding Deutschland GmbH, Raubling/Germany, mit Wirkung zum 1. Januar 2011 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages wurde der Jahresüberschuss in voller Höhe an die Organträgerin abgeführt. 4. VermögenslageDer in 2011 begonnene weitere Ausbau des Maschinenparks wurde im Geschäftsjahr 2012 abgeschlossen. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2012 Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 3.930 vorgenommen. Bei gesunkenen Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.491 erhöhte sich die Investitionsquote auf 263,6 % (Vorjahr: 146,5 %). Finanziert wurden die getätigten Investitionen über das Cash-Pool-Konto. Die im Vergleich zum Vorjahr höheren Investitionen in das Anlagevermögen wurden durch die gesunkenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände und den wiederum leichten Rückgang im Vorratsvermögen kompensiert, so dass das Gesamtvermögen mit TEUR 21.555 auf Vorjahresniveau blieb. Der nochmalige Rückgang der Vorräte ist insbesondere auf einen Bestandsabbau bei den Fertigen Erzeugnissen zurückzuführen. Auf der Passivseite wird der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Cash-Pool (TEUR 320) kompensiert durch den Rückgang von Pensionsrückstellungen um TEUR 28 und Sonstigen Rückstellungen um TEUR 61 sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 130. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen stabil geblieben. Basierend auf dem im Vorjahr abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag blieb das Eigenkapital unverändert gegenüber dem Vorjahr. Durch den nur geringfügigen Anstieg der Bilanzsumme um TEUR 12 auf TEUR 21.555 ist die Eigenkapitalquote von 20,5 % konstant geblieben. 5. FinanzlageMondi Lindlar ist ausschließlich über das Cash-Pool der Mondi-Gruppe finanziert, dessen Verzinsung sich am EONIA orientiert. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit konnte nicht vollständig aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert werden, so dass sich der negative Finanzmittelfonds geringfügig auf TEUR 10.626 erhöhte. 6. RisikomanagementDas Management der Mondi Lindlar ist weiterhin bestrebt, Risiken so weit wie möglich zu begrenzen. Dazu hat die Gesellschaft - auch durch Anforderungen des internationalen Konzernverbundes - ein einheitliches Berichts- und Kontrollwesen etabliert. Im Rahmen des Risikomanagements wird seitens der Gesellschaft eventuellen Risiken aus Liquiditätsengpässen bei Kunden durch Abschluss einer Kreditversicherung begegnet sowie die Einhaltung von Bonitäten und Zahlungszielen dauerhaft überwacht. Dem Bestandsrisiko innerhalb des Vorratsvermögens wird durch ein aktives Vorratsmanagement begegnet. 7. NachtragsberichtGemäß Gesellschafterbeschluss vom 4. Februar 2013 wird der Geschäftsbetrieb der Mondi Lindlar GmbH eingestellt und im Rahmen einer Umstrukturierung innerhalb der Mondi-Gruppe verlagert. Die damit einhergehende Schließung des Produktionsstandortes spätestens zum 1. September 2013 wird durch die bereits abgeschlossenen und von allen betroffenen Parteien unterzeichneten Vereinbarungen, Interessenausgleich und Sozialplan, flankiert. Die Gesellschafter stimmen diesen in ihrem Beschluss vom 22. März 2013 zu. Der Verwaltungsstandort wird noch für einen gewissen Zeitraum bestehen bleiben. Die Betriebsteilübergänge zu anderen Mondi-Gesellschaften bieten einem Teil der Belegschaft die Möglichkeit, ihre Beschäftigung an einem anderen Standort fortzusetzen. Der Wert der Abfindungszahlungen für die nicht übergehenden Arbeitnehmer ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht eindeutig quantifizierbar, da die individuellen Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern bzw. die Entscheidungsfindung der Mitarbeiter noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Die Geschäftsführung geht zurzeit von einem Abfindungsaufwand in einer Bandbreite von TEUR 5.000 bis TEUR 5.500 aus. Die im Besitz der Mondi Lindlar GmbH befindlichen hochwertigen Maschinen und Ausrüstungsgegenstände werden zum großen Teil innerhalb des Konzerns zum derzeitigen Marktwert transferiert. Der zu ermittelnde Wert kann je nach Art und Alter der Maschine oder des Ausrüstungsgegenstandes zum derzeitigen Buchwert positiv oder negativ abweichen. Der Zeitwert des maßgeblichen Equipments wird anhand von Gutachten ermittelt, welche bereits in Auftrag gegeben wurden. Aktuell erwartet die Geschäftsführung aus dem Verkauf dieser Anlagengegenstände keine signifikanten negativen Ergebnisauswirkungen im Geschäftsjahr 2013. Für das Betriebsgrundstück und das Betriebsgebäude wird nach einem Käufer gesucht. Es wird erwartet, dass ein Kaufpreis erzielt werden kann, der den aktuellen Buchwert deckt. Das aktuelle Vorratsvermögen an Fertigwaren wird kontinuierlich und vertragsgemäß abgebaut. Auf Grund des kontinuierlichen Produktionsrückganges und des mit der Verlagerung einhergehenden Kundentransfers wird kein Zugang mehr erwartet. Alle Restbestände werden zum Schließungszeitpunkt der Mondi Lindlar GmbH an die jeweilig neuen Lieferanten, Schwesterwerke, auf Basis von Herstellungskosten transferiert. Unverbrauchte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sollen ebenfalls an Schwestergesellschaften ohne nennenswerte Verluste übertragen werden. Die Gesellschaft als rechtliche Einheit wird mittelfristig fortgeführt. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird die Muttergesellschaft Mondi Holding Deutschland GmbH auf Ebene der Mondi Lindlar entstehende Verluste ausgleichen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 3. Juni 2013 wurde Herr Roger Hamers als Geschäftsführer abberufen und Herr Dr. Matthias Florian als Geschäftsführer bestellt. 8. PrognoseberichtFür das kommende Geschäftsjahr erwarten wir aufgrund der Schließung des Betriebes deutlich verminderte Umsatzerlöse und ein aufgrund der Effekte aus der Schließung des Produktionsbetriebes deutlich negatives Ergebnis vor Verlustausgleich. Im Geschäftsjahr 2014 werden aufgrund der Stilllegung des Betriebes keine nennenswerten Umsatzerlöse mehr erwartet. Die Ergebnissituation wird von Abwicklungskosten bestimmt werden.
Lindlar, 27. Juni 2013 Dr. Matthias Florian, Geschäftsführer Andreas Busacker, Geschäftsführer Anhang für das Geschäftsjahr 20121. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss 2012 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches und der einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Gesellschaft ist mittelgroß entsprechend § 267 Abs. 2 HGB. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses erfolgen wahlweise in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder Anhang zu machende Angaben einheitlich im Anhang. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. 2.1 Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Es wird grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Das Anlagevermögen wird über folgende Nutzungsdauer abgeschrieben:
Seit dem 1. Januar 2008 werden geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis zu EUR 150 sofort aufwandswirksam verbucht, Anlagegüter mit einem Anschaffungswert von größer EUR 150 bis EUR 1.000 werden jährlich in einem Sammelposten erfasst und gleichmäßig über fünf Jahre abgeschrieben. Anlagegüter über 1.000 unterliegen der individuellen Abschreibung. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Wertberichtigungen werden bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung vorgenommen. 2.2 Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten auf Basis des gleitenden jeweiligen Durchschnittspreises oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Unfertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB auf Basis einer normalen Kapazitätsauslastung bewertet. Neben den Material- und Fertigungseinzelkosten werden auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, berücksichtigt. Die Fertigen Erzeugnisse werden nach der gleichen Methode bewertet. Verwaltungsgemeinkosten und soziale Leistungen des Betriebes gehen nicht in die Bewertung von Unfertigen und Fertigen Erzeugnissen ein. Negative Differenzen zwischen Verkaufspreis und Herstellungskosten gehen als Abschlag in die Bewertung ein. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde damit beachtet. Allen erkennbaren Risiken aus Lagerdauer und geringer Verwertbarkeit wurde durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Beachtung der erkennbaren Risiken angesetzt. Darüber hinaus wird das allgemeine Forderungsrisiko wie im Vorjahr durch eine pauschale Wertberichtigung von 1 % gedeckt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden am Bilanzstichtag zum Nominalwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Auszahlungen, die vor dem Bilanzstichtag geleistet wurden, soweit diese Aufwendungen für Folgejahre darstellen. 2.3 Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. 2.4 Rückstellungen Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte entsprechend den Bewertungsvorschriften des § 253 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 HGB. Hierbei wurden das Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Rechnungszins zum 31. Dezember 2012 von 5,08 % (Vorjahr: 5,13 %) gemäß RückAbzinsV, welcher sich unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer pauschalierten Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, ein Rententrend von 2 % p.a. wie im Vorjahr, ein Gehaltstrend von 0,0 % wie im Vorjahr, eine altersabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeit sowie die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der reguläre Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen wird im Personalaufwand gezeigt. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen sind in den Personalrückstellungen zum 31. Dezember 2012 durch das unterjährige Ausscheiden der Mitarbeiter nicht mehr enthalten. Die entsprechenden Avalbürgschaften und Sicherheiten wurden termingerecht aufgelöst. Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurde wie im Vorjahr eine Kostensteigerung von 3 % berücksichtigt. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung getragen. 2.5 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 2.6 Latente Steuern Latente Steuern werden grundsätzlich für zeitliche Unterschiede zwischen den Handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Mondi Lindlar GmbH ist Organgesellschaft der Mondi Holding Deutschland GmbH. Latente Steuern (§ 274 HGB) auf Unterschiede zwischen den angesetzten handelsrechtlichen Werten und den entsprechenden Steuerbilanzwerten sind der Mondi Holding Deutschland GmbH als Organträger zuzurechnen und daher im Abschluss der Mondi Lindlar GmbH nicht zu berücksichtigen. 2.7 Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse enthalten alle Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen und sind um Erlösschmälerungen gekürzt. Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Zinsaufwendungen und -erträge werden entsprechend ihrer Entstehung bilanziell erfasst. 3. Spezielle Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss3.1 Bilanz 3.1.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. 3.1.2 Liquide Mittel Die zur Absicherung von Altersteilzeit an die R + V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden, verpfändeten Liquiden Mittel (Vorjahr: EUR 61.400,00) wurden mit dem betrieblichen Ausscheiden des letzten Mitarbeiters zum 31. Juli 2012 aufgelöst. 3.1.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Zum 31. Dezember 2012 bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos sowie zur Berücksichtigung zu erwartender Erlösschmälerungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % (Vorjahr: 1 %) der nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Diese Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen mit TEUR 85 Forderungen aus Umsatzsteuer, mit TEUR 160 Forderungen aus ausstehender Weiterberechnung von Personalkosten (Vorjahr: TEUR 120), Forderungen gegen die Mondi Holding Deutschland GmbH, Raubling, über Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag aus einer vororganschaftlichen Mehrabführung von Gewinnen in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 0) und mit TEUR 70 Forderungen gegen einen Lieferanten aus einem Investitionszuschuss (Vorjahr: TEUR 200). Der Posten enthält außerdem TEUR 3 Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: TEUR 3). Im Vorjahr waren insbesondere noch Steuerforderungen aufgrund zu hoher geleisteter Vorauszahlungen für 2010 und 2011 in Höhe von TEUR 1.111 ausgewiesen worden. 3.1.4 Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für:
3.1.5 Verbindlichkeiten Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Warenlieferungen und Leistungen gegenüber diversen Mondi Gesellschaften in Höhe von TEUR 471 (Vorjahr: TEUR 670). Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Des Weiteren bestehen Verbindlichkeiten im Rahmen des Mondi Cash-Pools in Höhe von TEUR 10.669 (Vorjahr: TEUR 10.348). Von den im Geschäftsjahr ausgewiesenen Cash-Pool-Verbindlichkeiten stellen TEUR 9.432 (Vorjahr: TEUR 9.203) ein Darlehen ohne Laufzeitbindung dar. Das Darlehen ist auf Antrag des Darlehensgebers zurück zu zahlen und wird mit 2,457 % p.a. verzinst. Das Darlehen soll mittelfristig zurückgezahlt werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen die Gewinnabführung des Berichtsjahres und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 74; Vorjahr: TEUR 95), Verbindlichkeiten aus der Subventionierung durch einen Lieferanten (TEUR 70; Vorjahr: TEUR 158), Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus einer vororganschaftlichen Ergebnismehrabführung (TEUR 58; Vorjahr: TEUR 0). Alle sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3.1.6 Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung erfasst. Bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wird das Anschaffungskosten- sowie das Realisationsprinzip beachtet. Sie sind mit dem jeweiligen Tageskurs oder dem unter Beachtung des Niederst- bzw. Höchstwertprinzips anzusetzenden Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wird das Anschaffungskosten- und Realisationsprinzip nicht berücksichtigt. Sie werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Es bestanden zum Bilanzstichtag Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung in Höhe von TEUR 3 bzw. TEUR 64. 3.2 Gewinn- und Verlustrechnung 3.2.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
3.2.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf einer Druckmaschine an das Schwesterwerk in Békéscsaba, Ungarn, Erlöse aus Kostenweiterbelastungen in Höhe von TEUR 1.811 (Vorjahr: TEUR 727) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 67). 3.2.3 Personalaufwand In den Sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 36) für Altersversorgung enthalten. 3.2.4 Abschreibungen Die Abschreibungen des Berichtsjahres enthalten keine außerplanmäßige Abschreibung (Vorjahr: TEUR 696). 3.2.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten hauptsächlich Aufwendungen für Service- und Licence Fee (TEUR 736; Vorjahr: TEUR 813), Leiharbeiter (TEUR 955; Vorjahr: TEUR 649), Versicherungsbeiträge (TEUR 52; Vorjahr: TEUR 80), Instandhaltungsaufwendungen/Reparaturen (TEUR 966; Vorjahr: TEUR 1.019), Aufwendungen für Frachten (TEUR 910; Vorjahr: TEUR 817), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (TEUR 202; Vorjahr: TEUR 249), Aufwendungen für Mieten und Leasing (TEUR 471; Vorjahr: TEUR 376), Provisionen an Vertreter (TEUR 1.056; Vorjahr: TEUR 334), Reisekosten (TEUR 317; Vorjahr: TEUR 152) sowie Aufwendungen für Entsorgungsleistungen (TEUR 129; Vorjahr: TEUR 110). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten. 3.2.6 Finanzergebnis Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 4) betreffen die Aufzinsung der Pensionsrückstellung. Darüber hinaus werden Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 252 (Vorjahr: TEUR 403) ausgewiesen. 3.2.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fielen aufgrund des im Vorjahr abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages nicht an. 4. Ergänzende Angaben4.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Fahrzeuge (PKW) und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Aus diesen Verpflichtungen ergeben sich folgende zukünftige Belastungen:
4.2 Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2012 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 142 Mitarbeiter (106 gewerbliche Arbeitnehmer und 36 Angestellte ohne Auszubildende, Bundeswehr, Erziehungsurlaub und Langzeitkranke; Vorjahr insgesamt 130, davon 99 gewerbliche Arbeitnehmer und 31 Angestellte). 4.3 Geschäftsführung Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2012 waren
Alle Geschäftsführer übten in 2012 ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Die Geschäftsführer sind - sofern mehrere Geschäftsführer bestellt sind - gemeinsam mit einem weiteren Geschäftsführer oder Prokuristen, ansonsten einzeln zur Vertretung der Gesellschaft befugt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Zum Prokuristen sind zum 31. Dezember 2012 bestellt:
Sie vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem Geschäftsführer.
* Die Eintragungen im Handelsregister erfolgten
alle am 13. September 2012.
4.4 Gesamtbezüge der Geschäftsführung Da nur ein Gesellschafter von der Gesellschaft Bezüge erhält, wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB, die Angabe der für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge betreffend, Gebrauch gemacht. 4.5 Honorar des Abschlussprüfers Eine Angabe des Honorars des Abschlussprüfers unterbleibt aufgrund der Inanspruchnahme des § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB. 4.6 Mutterunternehmen Die Eigentumsverhältnisse ergeben sich wie folgt:
Die Gesellschaft wird als Tochterunternehmen der Mondi AG, Wien/Österreich, in den Konzernabschluss der Mondi Plc, London/Großbritannien, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von zu konsolidierenden Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Mondi Plc wird beim Companies House hinterlegt. Mondi Plc ist registriert in England and Wales unter der Nummer 06209386.
Lindlar, 27. Juni 2013 Dr. Matthias Florian, Geschäftsführer Andreas Busacker, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Mondi Lindlar GmbH, Lindlar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Mondi Lindlar GmbH, Lindlar, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 27. Juni 2013 Deloitte
& Touche GmbH
gez. Feldhoff, Wirtschaftsprüfer gez. Witt, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2012Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
3 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen