Stammdaten

Register
Amtsgericht Königstein HRB 6111
Vorher
Fidelity Investment Services GmbH
Eingetragen
22.12.2003
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenTreuhandfonds, Nachlass- und Treuhandkonten
Gegenstand
Die treuhänderische Übernahme und Verwaltung von Vermögensgegenstanden (im folgenden "Treuhandvermögen") zur Zahlung und Finanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer, insbesondere zum Zweck - der Sicherung und Erfüllung von gegenwärtigen und künftigen Ansprüchen von Rentnern, Hinterbliebenen sowie aktiven und ausgeschiedenen Anwärtern aus kollektiv- oder individualrechtlichen Regelungen bzw. Vereinbarungen zur betrieblichen Altersversorgung, - der Sicherung und Erfüllung sonstiger Arbeitnehmeransprüche, etwa von Wertguthaben aus Arbeitszeitkontenmodellen, und etwaigen in diesem Zusammenhang entstandenen Ansprüchen auf Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen, sowie - der Sicherung und Erfüllung von im Rahmen eines Altersteilzeitarbeitsverhältnisses entstandenen Ansprüchen auf Arbeitsentgelt (ggf. ein-schließlich etwaiger Aufstockungsbeträge) und in diesem Zusammenhang entstandenen Ansprüchen auf Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen. Die treuhänderische Übernahme und Verwaltung der Vermögensgegenstände erfolgt als Dienstleistung auf der Grundlage von Treuhandverträgen, die von der Gesellschaft mit Unternehmen abgeschlossen werden, die Schuldner der jeweiligen gegenwärtigen oder künftigen Ansprüche aus Vereinbarungen zur betrieblichen Altersversorgung oder von Wertguthaben im Rahmen von Altersteilzeitarbeitsverhältnissen oder aus Arbeitszeitkontenmodellen sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte zu betreiben und alle Maßnahmen zu ergreifen, die diesem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind, soweit das Betreiben dieser Geschäfte bzw. das Ergreifen dieser Maßnahmen entweder keiner Erlaubnis gemäß § 32 Abs. 1 i.V.m. § 1 Abs. 1 S. 1 KWG bedarf oder für das Betreiben dieser Geschäfte bzw. das Ergreifen dieser Maßnahmen eine Freistellung von einer solchen Erlaubnispflicht vorliegt. Die Gesellschaft wird treuhänderisch übernommene Vermögensgegenstände eines Treugebers getrennt von eigenem Vermögen oder dem Vermögen anderer Treugeber halten bzw. verwahren. Gegenstand des Unternehmens ist zudem Vertrieb und Marketing von Anteilen an oder Aktien von Investmentfonds und alle damit verbundenen Dienstleistun-gen im rechtlichen zulässigen Umfang unter Berücksichtigung des Gesellschaftszwecks gemäß Absatz 1.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Kuhn
seit 22.4.2025
Geschäftsführer
Marcus Dr. Hennies
seit 26.3.2025
Geschäftsführer
Ivica Filipovic
seit 25.11.2024
Prokura
Dominik Schneider
seit 25.11.2024
Prokura
Bettina Bosch
seit 9.4.2021
Prokura
Eric Jan Oyevaar
seit 25.3.2020
Prokura
Tanja Funk
seit 9.3.2020
Prokura
Prokura
Ulrich Sponer
seit 21.2.2020
Prokura
Kathrin Edel
seit 30.4.2018
Prokura
Christof Quiring
seit 11.2.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
FIL Holdings (Luxembourg) S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

FIL Holdings (Luxembourg) S.à r.l.
Luxembourg
26.001 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FIL Investment Services GmbH

Kronberg im Taunus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

1. Bilanz zum 31.12.2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Anlagenspiegel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis 31.12.2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Organisation und rechtliche Struktur

Die FIL Investment Services GmbH ("FIS GmbH") ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der FIL Holdings (Luxembourg) S.A., Luxemburg, in deren Konzernabschluss sie konsolidiert wird. Die FIS GmbH ist Teil der unter FIL Limited, Bermuda, zusammengefassten FIL Gruppe ("Fidelity International").

In Deutschland ist Fidelity International seit 1992 tätig, beschäftigt über 450 Mitarbeiter und betreut ein Kundenvermögen von 64,5 Mrd. EUR (Vorjahr 56,5 Mrd. EUR). Fidelity vereint hierzulande unter seinem Dach eine der führenden Fondsgesellschaften und mit der FIL Fondsbank ("FFB") eine der größten unabhängigen Fondsbanken.

Zur Steuerung der Gesellschaft werden folgende Kennzahlen verwendet:

Vertiebskosten

Personalkosten als Teil der Vertriebskosten

1.2. Produkte und Wettbewerbsposition

Die FIS GmbH war im Geschäftsjahr als Vermittler von Investmentanteilen der in Luxemburg ansässigen Fidelity Funds SICAV, der Fidelity Active Strategy SICAV (FAST), des Fidelity International Real Estate Fund, der Fidelity Qualifying Investor Funds plc sowie der in Dublin ansässigen Fidelity Institutional Liquidity Fund plc tätig.

Die Gesellschaft sieht ihre zentrale Verpflichtung gegenüber dem Anleger in der Vermittlung von Informationen und Produkten zur Wahrnehmung von Anlagechancen bei gleichzeitiger Diversifizierung des Anlagerisikos.

Die Kundenzufriedenheit und Kundenbindung sind maßgebliche Erfolgsfaktoren für Fidelity. Um diese managen zu können, werden Befragungen mit Hilfe der "Net Promoter Score" (NPS) Methode durchgeführt und die Ergebnisse analysiert. Die letzte NPS-Befragung für Deutschland fand im September 2023 statt. Die NPS-Werte blieben unverändert auf einem konstant guten Niveau von 73 (Vorjahr 2022: 73). Anknüpfend an die guten Ergebnisse und Erfolge des letzten Jahres wurden Kundenbeziehungen intensiv gepflegt und weiter ausgebaut. Die nächste Kundenzufriedenheitsmessung steht im Q3 2024 an.

Bei den Scope Investment Awards 2024 wurde Fidelity für den Award in den Kategorien "Bester Asset Manager Equities Emerging Markets (AM)" und "Bester Asset Manager Dividend Equities" nominiert.

1.3. Personalentwicklung

Die FIS GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 125 Mitarbeiter (Vorjahr 120).

Qualifizierte, motivierte und engagierte Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die FIS GmbH. Im Rahmen eines systemunterstützten Zielvereinbarungs- und Feedback-Prozesses erfolgt vierteljährlich ein intensiver Austausch zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem über den aktuellen Leistungsstand, Verbesserungspotenziale und mögliche Perspektiven. Darüber hinaus haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, in einer anonymisierten Mitarbeiterbefragung ihre Meinung und Einschätzung zu äußern, um daraus Möglichkeiten für Verbesserungen und Weiterentwicklungen rund um das Thema Arbeitsplatz und Mitarbeiterzufriedenheit abzuleiten. Die FIS GmbH bietet ihren Mitarbeitern eine leistungsgerechte Vergütung, eine betriebliche Altersvorsorge und zusätzliche Weiterbildungsmöglichkeiten .

Die Mitarbeiterumfrage "Feel Heard" wird jährlich im 3. Quartal durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage aus dem Jahr 2023 liegen auf ähnlichem Niveau wie die Ergebnisse aus dem Jahr 2022, ebenso verglichen mit den restlichen europäischen Fidelity Gesellschaften. Den höchsten Zustimmungswert erzielte die Frage, ob ein Verständnis vorhanden ist, wie die Mitarbeiter in ihren jeweiligen Rollen unseren Kunden helfen können. Darüber hinaus erhielten die Fragen zur Zugehörigkeit zu Fidelity und ob bei Fidelity unterschiedliche Meinungen im Entscheidungsfindungsprozess offen diskutiert werden, eine sehr hohe Zustimmung. Wir führen das unter anderem auch auf die Maßnahmen im Umgang mit Feedback und der Speak Up Initiative zurück und werden auch zukünftig daran arbeiten, durch geeignete Maßnahmen das Arbeitsumfeld weiter zu verbessern und das nachhaltige Engagement unserer Mitarbeiter zu stärken.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 nach Angaben des Statistischen Bundesamts preisbereinigt um 0,3 % zurückgegangen. 1 Auch das Jahr 2023 war weiterhin durch den andauernden Krieg zwischen der Ukraine und Russland und von der massiven Inflation und der dadurch bedingten Zinssteigerung der EZB geprägt. Die Engergiepreise sind zwar aufgrund der aktuellen Energiepreispolitik gefallen, befinden sich aber trotz allem immer noch über dem Vorkrisenniveu. Daher erwartet die deutsche Bundesregierung derzeit ein gesamtwirtschaftliches Wachstum von 0,2 % für 2024 2. Eine darüber hinaus verlässliche Prognose ist derzeit unseres Erachtens nach nicht möglich, da die Inflation zwar rückläufig ist, aber die Konsequenzen des anhaltenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine sowie die Angriffe auf Israel und dessen Auswirkungen auf die weltweite Wirtschaft weiterhin nicht absehbar sind.

Als Reaktion auf die starke Inflation, hat die Europäische Zentralbank im Jahr 2023 die kurz- und langfristigen Zinsen weiterhin sukzessive in mehreren Zinsschritten erhöht. Der Zinssatz für die Einlagefazilität wurde von 2,0% zu Jahresbeginn, auf 4,0 % zum Jahresende erhöht. 3 Allerdings bestätigen die aktuellen Daten der Europäischen Zentralbank, dass die Gesamtinflation einen rückläufigen Trend hat, was unter anderem auf die bislang vorgenommenen Zinserhöhung zurückzuführen ist. Die EZB plant daher derzeit die Zinssäze so lange wie möglich auf dem aktuellen Nivau zu belassen (Stand Ende Januar 2024).

Trotz der anhaltenden Inflation und der steigenden langfristigen Zinsen hat sich die deutsche Fondswirtschaft im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Das vewahrte Vermögen stieg um knapp 8% auf 2,75 Billionen Euro zum Stichtag 31.12.2023. Die Aktienmärkte konnten ebenfalls in 2023 zulegen, unter anderem bedingt durch die Aufwertung des Euros gegenüber des USD.

Der MSCI World Index stieg im Geschäftsjahr von 2.603 Punkte auf 3.169 Punkte. 4

1 Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
2 Jahreswirtschaftsbericht 2024 | Bundesregierung
3 Geldpolitische Beschlüsse (europa.eu)
4 MSCI World historische Hoch- und Tiefstände | Jahresperformance | finanzen.net

2.2. Geschäftsverlauf

Die Tätigkeit der Gesellschaft ist wesentlich durch ihre Vertriebsaktivitäten geprägt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist im Geschäftsjahr auf 1.639 TEUR gefallen gegenüber dem Vorjahr mit 2.193 TEUR bedingt durch weniger Vertriebskosten und dadurch geringeren Kostenerstattungen.

Die Umsatzerlöse aus Kostenerstattungen für die Erbringung der Vertriebsaktivitäten ermöglichen der Gesellschaft eine hohe Liquidität. Die Liquiditätsreserve der Gesellschaft, bestehend aus sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Bankguthaben bei Kreditinstituten, beträgt 76% der Bilanzsumme (Vj. 63%).

2.3. Ertragslage

Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse aus Kostenerstattung von 37.398 TEUR (Vj. 39.093 TEUR) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr auf 1.699 TEUR (Vj. 1.892 TEUR) gesunken.

Ursache für die gefallenen Umsatzerlöse aus Kostenerstattungen ist vor allem das verbesserte Zinsergebnis. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Geschäftsjahr 2023, da u.a. die Untervermietung der Räumlichkeiten in Kronberg zum 30.09.2023, aufgrund neu geschlossener Mietverträge, eingestellt wurde.

Die Personalaufwendungen in Höhe von 22.983 TEUR (Vj. 21.257 TEUR) sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies ist vor allem auf die leicht steigenden Personalzahlen sowie auf erhöhte Einmalzahlungen zurückzuführen. Darüber hinaus stehen den Erträgen insbesondere Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 368 TEUR (Vj. 250 TEUR) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 15.220 TEUR (Vj. 16.446 TEUR) gegenüber.

Zuzüglich des Zinsergebnisses von 1.112 TEUR (Vj.- 837 TEUR) beträgt das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.639 TEUR (Vj. 2.193 TEUR). Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 457 TEUR (Vj.1.424 TEUR) ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.182 TEUR (Vj. 770 TEUR). Der geringere Steueraufwand ergibt sich aus den steuerlichen Bewertungsvorschriften für Pensionsaktiva.

Basierend auf dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, wurde die im Vorjahr getroffene Prognose eines stabilen Jahresüberschusses bestätigt. Die Geschäftsführung wertet die wirtschaftliche Lage des Unternehmens positiv.

2.4. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beträgt 31,8 Mio. EUR (Vj. 31,9 Mio. EUR).

Zum Bilanzstichtag ist die Vermögensstruktur im Wesentlichen geprägt durch liquide Mittel sowie kurzfristig verwertbare Aktiva in Höhe von insgesamt 24,1 Mio. EUR (Vj. 20,2 Mio. EUR), darunter Anteile an einem Geldmarktfonds als Liquiditätsreserve in Höhe von 23,6 Mio. EUR (Vj. 19,5 Mio. EUR), die im Geschäftsjahr durch Zukäufe erhöht wurden. Die Forderungen bestehen zum größeren Teil gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3,0 Mio. EUR (Vj. 8,2 Mio. EUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 2,4 Mio. EUR (Vj. 1,8 Mio. EUR). Der Kassenbestand von 0,5 Mio. EUR (Vj. 0,7 Mio. EUR) setzt sich aus täglich fälligen Bankguthaben zusammen. Darüber hinaus hält die Gesellschaft Anlagevermögen in Höhe von 1,8 Mio. EUR (Vj. 1,4 Mio. EUR) sowie aktivische Rechnungsabgrenzungsposten von 0,3 Mio. EUR (Vj. 0,3 Mio. EUR).

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betrugen 3,0 Mio. EUR (Vj. 3,6 Mio. EUR). Rückstellungen wurden in Höhe von 16,2 Mio. EUR (Vj. 16,8 Mio. EUR) ausgewiesen. Das Eigenkapital konnte per 31. Dezember 2023 auf 12,6 Mio. EUR (Vj. 11,5 Mio. EUR) gesteigert werden und setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Stammkapital 26 26
Kapitalrücklage 1.762 1.762
Gewinnrücklage 9.674 8.904
Jahresüberschuss 1.182 770

Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 9. August 2023 in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Die Eigenkapitalquote beträgt 40% gegenüber 36% im Vorjahr. Insgesamt sieht die Geschäftsführung die Vermögens- und Finanzlage als ausgewogen und solide.

2.5. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die der FIS GmbH nahestehenden Unternehmen sind der Alleingesellschafter FIL Holdings (Luxembourg) S.A., Luxemburg, der den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt sowie die FIL Limited, Bermuda, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellt. Als nahestehende Personen behandeln wir die Mitglieder der Geschäftsführung sowie deren Familienangehörige.

Im Geschäftsjahr fanden keine finanziellen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktunüblichen Konditionen statt.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft ist die Höhe der Vertriebskosten, die beim Vertrieb von Fidelity Fonds entstehen. Vertriebskosten sind alle Kosten, die im Rahmen der Cost Plus Vereinbarng der FIL Distributors, Bermuda (FID) in Rechnung gestellt werden. Diese sind im wesentlichen Personal und Miete. Das genaue Verständnis der Vertriebskosten trägt aktiv zur Steuerung der Gesellschaft bei, da sie einen direkten Einfluss auf die Gewinnmarge ausüben. Die Vertriebskosten im Geschäftsjahr betrugen 36,2 Mio. EUR, die auf Basis des Vertrags mit FIL Distributors, Bermuda (FID), berechnet wurden.

Die Vorjahres-Prognose, dass die Vertriebskosten leicht steigen werden, wurde trotz gestiegener Personalkosten nicht erreicht. Grund hierfür sind vor allem die gestiegenen Zinserträge in Höhe von 1,1 Mio. EUR, die mit den weiterzubelastenden Kosten an FID verrechnet wurden.

4. Prognosebericht

Die Prognose bezieht sich auf das nächste Geschäftsjahr.

Wir gehen davon aus, dass auch das Jahr 2024 geprägt wird durch die geopolitischen Unsicherheiten durch den Ukraine Krieg oder die Lage im Nahen Osten. Das Zinsniveau sollte im Vergleich zu den Vorjahren weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben. Jedoch sollte das Zinsniveau im Laufe des Jahres etwas sinken. Wir erwarten, dass die Entwicklung der Inflationsrate zu Beginn des Jahres eine moderate Entwicklung nimmt, wobei die potenziellen Auswirkungen für die Verbraucher in einigen Bereichen weiterhin negativ zu werten ist. Was auch zu einer Eintrübung der Sparfähigkeit der privaten Haushalte führen könnte.

Positiv stimmt uns, dass das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland weiterhin hoch ist, das Pro-Kopf-Investmentfondsvermögen der Deutschen aber im Vergleich zu anderen europäischen Ländern nach wie vor niedrig ist. Dies lässt weiteres Wachstumspotential für die Gesellschaft erwarten, insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und dem steigenden Bedarf an zusätzlichen kapitalgedeckten Altersvorsorgelösungen als Ergänzung zur ersten Säule des deutschen Altersvorsorgesystems.

Die Gesellschaft sieht sich mit der derzeitigen Produktpalette, die in den vergangenen Jahren neben Aktienfonds um eine breite Palette an Anleihefonds erweitert wurde, gut aufgestellt. Ein weiterer Meilenstein war die Erweiterung der passiven Produktlösungen. Neben nachhaltigen- ETFs und ertragsorientieren ETFs bietet die Gesellschaft auch themenorientierte ETFs und Renten-ETFs an. Mit diesem Schritt bietet Fidelity seinen Kunden einen Zugang zu kostengünstigen Investmentvehikeln und komplettiert seine Angebotspalette in Deutschland. Darüber hinaus wird das Angebot an nachhaltigen Fonds (ESG) kontinuierlich ausgebaut. Die Gesellschaft geht davon aus, dass zukünftig Investmentangebote für Privatkunden und Berater im Fokus stehen werden, die folgende Kundenbedürfnisse abdecken: Wachstum, Nachhaltigkeit, Ertrag oder Stabilität.

Langfristig geht die Gesellschaft weiterhin davon aus, dass das Produkt Investmentfonds mit seiner Attraktivität insbesondere in den Punkten langfristige Wertentwicklung, Flexibilität und Transparenz gegenüber anderen Anlageformen gewinnt und Fidelity davon profitieren wird. Dies wird durch eine steigende Nachfrage nach Anlage- und Altersvorsorgeprodukten in der Bevölkerung unterstützt werden. In der Öffentlichkeit ist der Bewußtseinswandel für die zunehmende Notwendigkeit von privater und betrieblicher Altersvorsorge (bAV) bereits eingeleitet. Aus Sicht der Gesellschaft ist es entscheidend, die Entgeltumwandlung in der betrieblichen Altersvorsorge durch einen Automatismus mit Ausstiegsmöglichkeit zu stärken und den Anlegern individuellere und flexiblere Vorsorgelösungen anzubieten.

In dem kommenden Geschäftsjahr gehen aufgrund der Belastung durch die großen geopolitischen Unsicherheiten von einem anspruchsvollem Marktumfeld aus. Zusätzlich kann die weitere Inflationsentwicklung einen negativen Einfluss auf die Aktien- und Anleihemärkte haben.

Im nächsten Geschäftsjahr wird Fidelity in Deutschland weiterhin thematische Aktieninvestments, breite Aktienbausteine, Nachhaltigkeit und Passiv-Lösungen sowie das Thema Altersvorsorge in den Fokus rücken. Zudem verfolgt das Unternehmen weiter das Ziel, den Bekanntheitsgrad der Marke Fidelity zu steigern und Marktanteile hinzuzugewinnen.

Der Absatz von Fidelity-Produkten soll sich in allen Vertriebskanälen auf Vorjahresniveau bewegen, wobei dem Vertrieb über Banken, Asset Managern und Versicherer weiterhin eine hohe Bedeutung zukommt. Mit der aktuellen Struktur des Bereichs "Wholesale" sieht sich die Gesellschaft weiterhin gut aufgestellt. Der Ausblick auf das nächste Geschäftsjahr gestaltet sich daher verhalten optimistisch.

Für das kommende Geschäftsjahr erwartet die Gesellschaft leicht steigende Personalaufwendungen, die auch zu leicht steigenden Vertriebskosten führen.

5. Risikobericht

Die Geschäftstätigkeit der FIS GmbH erfordert ein adäquates Risikomanagementsystem. Hierbei wird die FIS GmbH auch in das konzernweite Risikomanagementsystem der Fidelity Gruppe einbezogen, für die Identifizierung, Beurteilung, Überwachung und Kontrolle von Risiken.

Das Risikomanagement wird als ein permanenter, alle Unternehmensbereiche der FIS GmbH umfassender Prozess angesehen (ganzheitlicher Risikoansatz). Hierbei wird das Ziel verfolgt, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen, um Handlungsspielräume zu schaffen, die zur langfristigen Sicherung von bestehenden und zum Aufbau von neuen Erfolgspotenzialen beitragen können.

Die Geschäftsführung hat im Rahmen ihrer Gesamtverantwortung für einen ordnungsgemäßen Geschäftsablauf Arbeitsanweisungen und Arbeitsablaufbeschreibungen aufgestellt. Basierend auf drei Verteidigungslinien ("Lines of Defence") wird sichergestellt, dass die laufende Durchführung für das Risikomanagement auf Ebene der einzelnen Geschäftseinheiten liegt.

Das Management von Strategischen, Adressenausfall -, Markt -, Liquiditäts- sowie operativen Risiken erfolgt - auch unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf das Reputationsrisiko - in einem konsistenten und koordinierten Prozess auf allen Ebenen der Gesellschaft und verläuft in einem vierstufigen Verfahren, das wie folgt untergliedert werden kann:

1.

Risikoidentifikation

2.

Risikoeinschätzung

3.

Risikokontrolle

4.

Risikoüberwachung

Über das lokale Risikomanagementsystem hinaus kann die Gesellschaft über vertragliche Beziehungen zur Fidelity Unternehmensgruppe die Innenrevision und EDV, nutzen. Zudem ist die Gesellschaft durch enge Kommunikation und Abstimmung von Risikomanagementprozessen mit anderen Risikomanagementeinheiten in das Risikomanagement auf Gruppenebene einbezogen.

Die Gesellschaft tätigt zum Zweck der Liquiditätsteuerung Anlagen des eigenen Vermögens (Eigenanlage) als Bankguthaben bei einem mit mindestens BBB- (S&P-Rating) bzw. Baa3 (Moody's- Rating) bewerteten Kreditinstitut sowie mindestens in einem mit AAA-m (S&P-Rating) bzw. Aaa-mf (Moody's Rating) bewerteten konzerneigenen Geldmarktfonds. Dieses Rating wird von der Gesellschaft für adäquat gehalten.

Die Entwicklung unseres Unternehmens ist eng mit den Entwicklungen an den Wertpapiermärkten verbunden. Strategische Risiken umfassen das Risiko einer ungeeigneten oder unzureichend umgesetzten Geschäftsstrategie. Es resultiert aus einem sich verändernden Markt- und Wettbewerbsumfeld, veränderten Kundenanforderungen, makroökonomischen Veränderungen und geopolitischen Risiken, unerwartet negativen Geschäftsergebnissen und ESG-Risiken.

Geschäftsrisiken werden von der Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und adressiert.

Operationelles Risiko definiert die Gesellschaft als das Risiko von Verlusten aus unzureichenden oder fehlerhaften Systemen und Prozessen, menschlichem oder technischem Versagen sowie externen Ereignissen. Diesem Risiko kommt im Vergleich zu anderen Risiken große Bedeutung zu und kann Einfluß auf Kunden und deren Zufriedenheit als auch die allgemeine Reputation der Gesellschaft haben. Es beinhaltet Fehler in der Ausführung von Prozessen und Transaktionen, Schwächen im Projektmanagement, Störungen oder Unterbrechungen im Betriebsablauf sowie die fehlerhafte Handhabung und den Verlust von Daten. Es kann aber auch das Ergebnis fehlerhafter Identifizierung oder Umsetzung neuer regulatorischer Anforderungen und Gesetze sein oder aus unzureichendem Schutz von Kundenvermögen resultieren. Die Gesellschaft ist zudem externen Bedrohungen ausgesetzt, insbesondere Informationssicherheitsrisiken aber auch Betrugsrisiken. Sie kann außerdem davon betroffen sein, dass Dienstleistungen von Dritten nicht wie vereinbart oder in Übereinstimmung mit internen Standards erbracht werden.

Zur Minderung oder Vermeidung der Auswirkungen aus operationellen Risiken hat die Gesellschaft verschiedene organisatorische, technische und personelle Maßnahmen umgesetzt. Zudem wird regelmäßige Bewertung der Risiken und Kontrollen durchgeführt und die Notwendigkeit weiterer risikoreduzierender Maßnahmen überprüft.

Aus der derzeitigen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ergibt sich aus Sicht der Geschäftsführung für das nächste Geschäftsjahr keine signifikante Änderung des Risikoprofils.

 

Kronberg im Taunus, den 07. Mai 2024

FIL Investment Services GmbH

Geschäftsführung

Christian Machts

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Wirtschaftsgüter
1. Geschäfts oder Firmenwert 0,00 0
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.770.522,46 1.465.353
1.770.522,46 1.465.353
B Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.958.399,71 8.160.761
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.729.440,31 1.788.748
II. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 23.575.698,45 19.514.374
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei III. Kreditinstituten und Schecks 509.769,20 701.837
29.773.307,67 30.165.720
C Rechnungsabgrenzungsposten 267.808,90 312.921
Summe der Aktiva 31.811.639,03 31.943.994

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000
II. Kapitalrücklage 1.762.129,20 1.762.129
III. Gewinnrücklagen
1. andere Gewinnrücklagen 9.674.057,07 8.904.352
IV. Jahresüberschuss 1.182.356,85 769.705
12.644.543,12 11.462.186
B Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.916.493,00 12.341.186
2. Steuerrückstellungen 0,00 267.024
3. sonstige Rückstellungen 4.256.454,37 4.239.224
16.172.947,37 16.847.434
C Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 506.597,69 579.571
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 814.607,38 1.584.762
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.672.943,47 1.470.041
davon aus Steuern 1.672.943,47 1.469.309
2.994.148,54 3.634.373
Summe der Passiva 31.811.639,03 31.943.994

* Alle Vorjahresbeträge gerundet auf volle Euro-Beträge

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 37.398.111,57 39.092.507
2. sonstige betriebliche Erträge 1.699.418,59 1.891.874
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -19.374.975,81 -16.768.248
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.607.570,30 -4.488.695
davon: Aufwand für Altersversorgung EUR 922.276,95 (Vorjahr: EUR 2.397.398,13)
4. Abschreibungen:
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -367.981,25 -250.433
5. sonstige betriebliche Aufwendungen -15.219.796,61 -16.446.280
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.112.808,34 7.057
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0 (Vorjahr EUR 0)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -800,00 -844.366
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0 (Vorjahr EUR 0)
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.639.214,53 2.193.415
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -456.857,68 -1.423.710
10. Jahresüberschuss 1.182.356,85 769.705

* Alle Vorjahresbeträge gerundet auf volle Euro-Beträge

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

FIL Investment Services GmbH

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr der FIL Investment Services GmbH (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Königstein unter HRB 6111) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang vorgenommen werden können, sind im Anhang enthalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - bilanziert. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Sachanlagen ist abhängig von ihrer Art und im Anlagenspiegel ersichtlich. Die in den Sachanlagen ausgewiesenen Kunstgegenstände werden nicht planmäßig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahre der Anschaffung gemäß §5 Abs. 2 EstG vollständig abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Die Bilanzierung erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß den geltenden Ansatzvorschriften gebildet und beinhalten Ausgaben bzw. Einnahmen, die einen Aufwand bzw. Ertrag nach dem Abschlussstichtag darstellen. Der Kassenbestand, bzw. Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert aktiviert.

Rechnungsabgrenzungsposten werden zeitanteilig erfolgswirksam aufgelöst.

Die Wertpapiere, die bei den Lebensarbeitszeitkonten verwendet werden, werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB bewertet. Die Bewertung der entsprechenden Rückstellungen erfolgt unter Beachtung von § 253 Abs.1 Satz 3 HGB i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 2ff. HGB. Eine Saldierung wird unter Beachtung der Vorschriften des § 246 Abs. 2 HGB durchgeführt und die Anhangsangaben erfolgen gemäß § 285 S.1 Nr. 25 HGB.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens betreffen börsennotierte Anteile am Fidelity Institutional Liquidity Fund plc. Dublin, Irland, und werden nach dem Verbrauchsfolgeverfahren bewertet. Zuführungen werden in Höhe der Anschaffungskosten und Verkäufe mit einem gewogenen Durchschnittswert berücksichtigt. Zum Stichtag werden die Wertpapiere mit dem strengen Niederstwertprinzip zum Rücknahmekurs bewertet.

Die Währungsumrechnung erfolgt nach § 256a HGB. Bei der FIL Investment Services GmbH (FIS GmbH) beschränken sich die Fremdwährungsforderungen bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten auf konzerninterne Unternehmen. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls mit den jeweiligen Währungskursen umgerechnet und zum Bilanzstichtag mit den entsprechenden Umrechnungskursen bewertet und ausgewiesen. Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag (sofern Laufzeit unter einem Jahr) bzw. in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Rückstellungen werden in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme bilanziert; Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung in der Höhe von umgerechnet 57 TEUR (Vorjahr: 16 TEUR) bzw. 33 TEUR (Vorjahr: 41 TEUR).

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach den handelsrechtlichen Grundsätzen nach der Projected Unit-Credit-Method unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018G mit einem Rechnungszinsfuß von 1,82% aus den vergangenen 10 Jahren. Als durchschnittliche Gehaltssteigerung wurden 3,00% angenommen. Die Gesellschaft übt das Ausweisrecht gemäß IDW RS HFA 30 "Handelsrechtliche Bilanzierung von Altersvorsorgeverpflichtungen" aus, Erfolgswirkungen aus einer Abänderung des Abzinsungssatzes, der Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und der laufenden Erträge des Deckungsvermögens im Finanzergebnis zu zeigen. Entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung von Verpflichtungen und dem zu verrechnenden Deckungsvermögen zu saldieren. Das Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die FIS GmbH bietet ihren Mitarbeitern die Möglichkeit an Gehaltsumwandlungen in ein Lebensarbeitszeitkonto durchzuführen. Mit den umgewandelten Beträgen werden Fonds erworben, die treuhänderisch von der FIL Fondsbank GmbH, Kronberg im Taunus, verwahrt werden. Die Fonds erfüllen die Voraussetzungen an Deckungsvermögen. Des Weiteren hat die Gesellschaft gegenüber ihren Mitarbeitern eine Garantie ausgesprochen, in der den Mitarbeitern die Anschaffungskosten der Fonds garantiert werden. Die Voraussetzungen als wertpapiergebundene Zusage i.S.d. IDW RS HFA 30 sind damit erfüllt. Die Gesellschaft prüft zum Bilanzstichtag das Verhältnis zwischen dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens und dem Barwert der Garantie und bildet eine Rückstellung, sollte der Barwert der Garantie den beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens übersteigen. Zum Bilanzstichtag lag der Barwert der Garantie unter dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens und die Rückstellung für Lebensarbeitszeitkonten wurde daher in gleicher Höhe wie der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens angesetzt. Es erfolgte eine Saldierung des Deckungsvermögens und der Rückstellung gemäß § 246 Abs. 2 HGB.

Die Anlage des eingezahlten Kapitals erfolgt durch einen Vermögenstreuhänder (FIL Fondsbank GmbH), gemäß den in einem Treuhandvertrag vereinbarten Anlagerichtlinien. Der wirtschaftlich berechtigte Eigentümer ist die FIS GmbH, als Treugeber. Daher erfolgt die Bilanzierung der Wertpapiere bei der FIS GmbH. Im Sicherungsfall sind die Guthaben jedoch insolvenzgeschützt und Versorgungsberechtigte können ihre Ansprüche direkt gegenüber dem Treuhänder geltend machen.

Im Deckungsvermögen in Höhe von 14.815 TEUR für Pensionsrückstellungen und 798 TEUR für Lebensarbeitszeitkonten wird kein Bestand an einem Fonds gehalten, der einen Anteil von mehr als 10 % am gesamten Fondsvermögen darstellt. Ausschüttungen und Rückgabemöglichkeiten sind im Verkaufsprospekt definiert. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beläuft sich auf 26.732 für Pensionsrückstellungen und auf 798 TEUR für die Lebensarbeitszeitkonten.

Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zur Aktivierung latenter Steuern wird nicht Gebrauch gemacht.

B. Angaben zu Bilanz

I. Aktiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (siehe Anlage I des Anhangs) dargestellt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen aus dem Verrechnungsverkehr mit verbundenen Unternehmen werden in Höhe von 2.958 TEUR (Vorjahr: 8.161 TEUR) ausgewiesen. Diese sind in bis zu drei Monaten fällig und bestehen überwiegend aus Leistungen gegenüber FIL Distributors in Höhe von 2.608 TEUR (Vorjahr: 7.709 TEUR) sowie gegenüber FIL Fondsbank in Höhe von 111 TEUR (Vorjahr: 71 TEUR) und der FIL Finance Services GmbH in Höhe von 200 TEUR (Vorjahr: 217 TEUR).

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 2.729 TEUR (Vorjahr: 1.789 TEUR) und betreffen in Höhe von 674 TEUR (Vorjahr: 946 TEUR) Steuererstattungsansprüche aus Umsatzsteuer und Steuererstattungsanprüche aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von 970 TEUR (Vorjahr: 0 EUR)

Wertpapiere

Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens handelt es sich ausschließlich um börsennotierte Anteile am Fidelity Institutional Liquidity Fund plc. Dublin, Irland. Diese hatten am Bilanzstichtag einen Marktwert von 23.920 TEUR (Vorjahr: 19.514 TEUR) und einen Buchwert von 23.576 TEUR (Vorjahr: 19.514 TEUR).

Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Diese Position beinhaltet ausschließlich täglich fällige Bankguthaben in Höhe von 510 TEUR (Vorjahr: 702 TEUR).

Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten wurden in Höhe von 268 TEUR (Vorjahr: 313 TEUR) gebildet. Diese betreffen unter anderem Vorauszahlungen in Höhe von 194 TEUR, die an ein verbundenes Unternehmen, für Miet- und Nebenkosten, geleistet wurden.

II. Passiva

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 12.645 TEUR (Vorjahr: 11.462 TEUR). Es setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital von 26 TEUR (Vorjahr: 26 TEUR), der Kapitalrücklage von 1.762 TEUR (Vorjahr: 1.762 TEUR) und den Gewinnrücklagen von 9.674 TEUR (Vorjahr: 8.904 TEUR). Der Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres beträgt 1.182 TEUR (Vorjahr: 770 TEUR).

Rückstellungen

Die Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 16.173 (Vorjahr: 16.847 TEUR).

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen 11.916 TEUR (Vorjahr: 12.341 TEUR). Die Pensionsverpflichtungen und das Deckungsvermögen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie unter Punkt "Pensionsverpflichtungen" dargestellt.

Es wurden keine Steuerrückstellungen im laufenden Geschäftsjahr (Vorjahr: 267 TEUR) für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer gebildet.

Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 4.256 TEUR (Vorjahr: 4.239 TEUR) wurden im Wesentlichen für Bonuszahlungen in Höhe von 1.444 TEUR (Vorjahr: 2.923 TEUR), Urlaubsrückstellung in Höhe von 415 TEUR (Vorjahr: 330 TEUR), sowie Abfindungsrückstellungen in Höhe von 1.769 TEUR (Vorjahr: 161 TEUR) gebildet.

Pensionsverpflichtungen

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Pensionsverpflichtungen zum Beginn des Geschäftsjahres 24,867,157 23,561,722
Personalaufwandskomponente der Regelzuführung 1,879,974 1,039,210
Effekte aus Zinsänderung 1,673,719 1,673,719
Zinsaufwand -1.403.036 -859.056
Übertragung von Verpflichtungen -285.871 -548.438
Verpflichtungswert zum 31.12.2023 26,731,943 24,867,157
Zeitwert des Deckungsvermögens VJ 12,525,971 13,281,081
Zuführung zum Deckungsvermögen 999.584 1,004,151
Ertrag des Deckungsvermögens 1.289.895 -1,759,261
Zeitwert des Deckungsvermögens Ifd Jahr 14.815.450 12,525,971
Anschaffungskosten zum 31.12.2023 12,005,929 10,882,539
Pensionsrückstellung 11,916,493 12,341,186

Ausschüttungssperre

Gemäß §253 Abs. 6 Satz 2 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe des Unterschiedsbetrags von 340 TEUR sowie gemäß § 268 Abs. 8 i. V. m. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB in Höhe von 2.744 TEUR.

Lebensarbeitszeitkonten

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Anschaffungskosten der Wertpapiere 618.508 622.347
Zeitwert der Wertpapiere 671.403 638.354
Zeitwert des Deckungsvermögens (inkl Barvemögen) 797.780 639.881
Rückstellung 797.780 639.881
Bilanzausweis nach Verrechnung $246 Abs. 2 HGB 0 0

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 507 TEUR (Vorjahr: 580 TEUR) und bestehen gegenüber Lieferanten für erhaltene Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 815 TEUR (Vorjahr: 1.585 TEUR) und resultieren aus dem Verrechnungsverkehr mit verbundenen Unternehmen für erbrachte Vertriebsunterstützungsleistungen. Diese bestehen hauptsächlich gegenüber folgenden Gesellschaften:

 

FIL Finance Services GmbH in Höhe von 203 TEUR (Vorjahr: 1.232 TEUR),

 

FIL Villa Mumm Limited (UK) in Höhe von 202 TEUR (Vorjahr: 0),

 

FIL (Luxemburg) S.A. in Höhe von 99 TEUR (Vorjahr: 26 TEUR),

 

FIL (Luxembourg) S.A. German Branch in Höhe von 99 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR),

Des Weiteren bestand zum Bilanzstichtag eine Verbindlichkeit gegenüber dem Alleingesellschafter, FIL Holdings (Luxembourg) S.A. in Höhe von 85 TEUR (Vorjahr: 72 TEUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.673 TEUR (Vorjahr 1.470 TEUR) bestehen aus Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.673 TEUR (Vorjahr: 1.469 TEUR).

Die genannten Verbindlichkeiten haben eine Fälligkeitsstruktur von bis zu drei Monaten.

C. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Bei den Umsatzerlösen von 37.398 TEUR (Vorjahr: 39.093 TEUR) handelt es sich im Wesentlichen um Kostenerstattungen mit Gewinnspanne der FIL Distributors (Bermuda) an die FIS GmbH für erbrachte Marketingdienstleistungen in Höhe von 36.221 TEUR (Vorjahr: 37.374 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.699 TEUR (Vorjahr: 1.892 TEUR) resultieren überwiegend aus der Bewirtung bzw. Untervermietung der Räumlichkeiten in Kronberg in Höhe von 833 TEUR (Vorjahr: 970 TEUR) und der Vergütung für Administration der Vorsorgekonten in Höhe von 848 TEUR (Vorjahr: 752 TEUR).

Diesen Beträgen stehen Personalaufwendungen in Höhe von 22.983 TEUR (Vorjahr: 21.257 TEUR), Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen von 368 TEUR (Vorjahr: 250 TEUR) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 15.220 TEUR (Vorjahr: 16.446 TEUR) entgegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen überwiegend aus Marketingaufwendungen von 3.636 TEUR (Vorjahr 4.216 TEUR), Beratungsaufwand in Höhe von TEUR 2.567 (Vorjahr: 2.788 TEUR), Mietaufwendungen von 2.776 TEUR (Vorjahr: 2.808 TEUR) sowie nicht abzugsfähige Vorsteuern in Höhe von 58 TEUR (Vorjahr: 211 TEUR). Des Weiteren betrugen die Aufwendungen aus Währungsumrechnung 11 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR).

Im Geschäftsjahr wurden Zinserträge in Höhe von 1.113 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR) vereinnahmt. Diese resultieren hauptsächlich aus Zinserträgen aus Pensionsrückstellungen in Höhe von 850 EUR (Vorjahr: -815 TEUR Aufwand) sowie aus Wertberichtigungen von Wertpapieren in Höhe von 263 TEUR (Vorjahr: -15 TEUR Aufwand).

Zinsaufwendungen sind in Höhe von 1 TEUR im Geschäftsjahr angefallen (Vorjahr 844 TEUR).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt somit 1.639 TEUR (Vorjahr: 2.193 TEUR).

Nach Abzug des Steueraufwands in Höhe von 457 TEUR (Vorjahr: 1.424 TEUR) ergibt sich ein Jahresüberschuss von 1.182 TEUR (Vorjahr: 770 TEUR). Der Jahresüberschuss aus dem Vorjahr war gemäß Gewinnverwendungsbeschluss vom 9. August 2023 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt worden. Es wird vorgeschlagen den aktuellen Jahresabschluss ebenso in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

D. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für die Nutzung der von der FIL Villa Mumm Limited angemieteten Räumlichkeiten in Kronberg bestehen Mietverpflichtungen in Höhe von 14,1 Mio. EUR.

E. Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichem Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Bilanzstichtages eingetreten.

F. Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug insgesamt netto 163 TEUR. Die dazugehörigen Buchungen im Geschäftsjahr gliederten sich wie folgt:

Aufwand für Leistungen, die das GJ 2023 betreffen Aufwand für Leistungen für vorherige Perioden Gesamtaufwand
in TEUR in TEUR in TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 69 2 71
Andere Beratungsleistungen - - -
Steuerberatungsleistungen 59 32 91
Sonstige Leistungen - - -
Gesamt 127 34 162

G. Allgemeine Angaben zur FIL Investment Services GmbH

Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung besteht aus folgenden Personen:

Ferdinand-Alexander Leisten (ausgeschieden zum 31.05.2023)

Christian Machts - Chief Administration Officer Europe

Die Pensionsrückstellungen für ausgeschiedene Geschäftsführer betragen 3.882 TEUR.

Die Gesellschaft verzichtet nach § 286 Abs. 4 HGB auf Angabe der in § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB geforderten Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung.

Ein Aufsichtsrat war im Geschäftsjahr nicht bestellt.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 125 (Vorjahr: 120) Mitarbeiter, 111 im Vollzeit- und 14 im Teilzeitverhältnis.

Name und Sitz des Gesellschafters

Die Gesellschafterin ist zu 100 % die FIL Holdings (Luxembourg) S.A.

Die FIL Holdings (Luxembourg) S.A., bezieht die FIL Investment Services GmbH in ihren Teilkonzernabschluss mit ein, der bei der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF), Luxembourg, eingereicht wird und auf Anfrage erhältlich ist. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den obersten Konsolidierungskreis aufstellt, ist die FIL Limited, Bermuda, deren Konzernabschluss bei der Bermuda Monetary Authority, Bermuda, hinterlegt wird.

 

Kronberg im Taunus, den 07. Mai 2024

FIL Investment Services GmbH

Geschäftsführung

Christian Machts

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens 2023 (HGB)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
31.12.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts/Firmenwert 37 37
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Einbauten in gemieteten Räumen 4.743 0 4.743
b) Andere Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.259 13 5.272
c) PC-Ausstattung 2.498 366 2.864
d) Kommunikationsausstattung 1.134 294 1.428
e) Kunstgegenstände 128 0 128
13.799 673 0 14.472
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
13.799 673 0 14.472
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts/Firmenwert 37 37
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Einbauten in gemieteten Räumen 4.737 0 4.737
b) Andere Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.188 250 4.438
c) PC-Ausstattung 2.270 98 2.368
d) Kommunikationsausstattung 1.102 20 1.122
e) Kunstgegenstände 0 0 0
12.334 367 0 12.702
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
12.334 367 0 12.702
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts/Firmenwert 0 0
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Einbauten in gemieteten Räumen 6 6
b) Andere Betriebs- und Geschäftsausstattung 835 1.071
c) PC-Ausstattung 496 228
d) Kommunikationsausstattung 306 32
e) Kunstgegenstände 128 128
1.771 1.465
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0
1.771 1.465

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FIL Investment Services GmbH, Kronberg im Taunus

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FIL Investment Services GmbH, Kronberg im Taunus, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FIL Investment Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 7. Mai 2024

Kay Böhm, Wirtschaftsprüfer

ppa. Yasmin Palacios Vásquez, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023:

Ergänzend teilen wir gem. § 325 Abs 1b HGB mit: Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 wurde am 27. August 2024 festgestellt und dem Vorschlag zur Gewinnverwendung - wie im Anhang beschrieben - zugestimmt.

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