FIL (Luxembourg) S.A. - Germany Branch
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Kuhn seit 22.4.2025 | Geschäftsführer |
Marcus Dr. Hennies seit 26.3.2025 | Geschäftsführer |
Ivica Filipovic seit 25.11.2024 | Prokura |
Dominik Schneider seit 25.11.2024 | Prokura |
Bettina Bosch seit 9.4.2021 | Prokura |
Eric Jan Oyevaar seit 25.3.2020 | Prokura |
Tanja Funk seit 9.3.2020 | Prokura |
Tsvetelinia Nikolaeva Stoilova Tomova seit 9.3.2020 | Prokura |
Ulrich Sponer seit 21.2.2020 | Prokura |
Kathrin Edel seit 30.4.2018 | Prokura |
Christof Quiring seit 11.2.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
FIL Holdings (Luxembourg) S.à r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FIL Investment Services GmbHKronberg im TaunusJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Lagebericht Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 1. Bilanz zum 31.12.2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Anlagenspiegel BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis 31.12.20231. Grundlagen der Gesellschaft 1.1. Organisation und rechtliche Struktur Die FIL Investment Services GmbH ("FIS GmbH") ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der FIL Holdings (Luxembourg) S.A., Luxemburg, in deren Konzernabschluss sie konsolidiert wird. Die FIS GmbH ist Teil der unter FIL Limited, Bermuda, zusammengefassten FIL Gruppe ("Fidelity International"). In Deutschland ist Fidelity International seit 1992 tätig, beschäftigt über 450 Mitarbeiter und betreut ein Kundenvermögen von 64,5 Mrd. EUR (Vorjahr 56,5 Mrd. EUR). Fidelity vereint hierzulande unter seinem Dach eine der führenden Fondsgesellschaften und mit der FIL Fondsbank ("FFB") eine der größten unabhängigen Fondsbanken. Zur Steuerung der Gesellschaft werden folgende Kennzahlen verwendet:
1.2. Produkte und Wettbewerbsposition Die FIS GmbH war im Geschäftsjahr als Vermittler von Investmentanteilen der in Luxemburg ansässigen Fidelity Funds SICAV, der Fidelity Active Strategy SICAV (FAST), des Fidelity International Real Estate Fund, der Fidelity Qualifying Investor Funds plc sowie der in Dublin ansässigen Fidelity Institutional Liquidity Fund plc tätig. Die Gesellschaft sieht ihre zentrale Verpflichtung gegenüber dem Anleger in der Vermittlung von Informationen und Produkten zur Wahrnehmung von Anlagechancen bei gleichzeitiger Diversifizierung des Anlagerisikos. Die Kundenzufriedenheit und Kundenbindung sind maßgebliche Erfolgsfaktoren für Fidelity. Um diese managen zu können, werden Befragungen mit Hilfe der "Net Promoter Score" (NPS) Methode durchgeführt und die Ergebnisse analysiert. Die letzte NPS-Befragung für Deutschland fand im September 2023 statt. Die NPS-Werte blieben unverändert auf einem konstant guten Niveau von 73 (Vorjahr 2022: 73). Anknüpfend an die guten Ergebnisse und Erfolge des letzten Jahres wurden Kundenbeziehungen intensiv gepflegt und weiter ausgebaut. Die nächste Kundenzufriedenheitsmessung steht im Q3 2024 an. Bei den Scope Investment Awards 2024 wurde Fidelity für den Award in den Kategorien "Bester Asset Manager Equities Emerging Markets (AM)" und "Bester Asset Manager Dividend Equities" nominiert. 1.3. Personalentwicklung Die FIS GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 125 Mitarbeiter (Vorjahr 120). Qualifizierte, motivierte und engagierte Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die FIS GmbH. Im Rahmen eines systemunterstützten Zielvereinbarungs- und Feedback-Prozesses erfolgt vierteljährlich ein intensiver Austausch zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem über den aktuellen Leistungsstand, Verbesserungspotenziale und mögliche Perspektiven. Darüber hinaus haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, in einer anonymisierten Mitarbeiterbefragung ihre Meinung und Einschätzung zu äußern, um daraus Möglichkeiten für Verbesserungen und Weiterentwicklungen rund um das Thema Arbeitsplatz und Mitarbeiterzufriedenheit abzuleiten. Die FIS GmbH bietet ihren Mitarbeitern eine leistungsgerechte Vergütung, eine betriebliche Altersvorsorge und zusätzliche Weiterbildungsmöglichkeiten . Die Mitarbeiterumfrage "Feel Heard" wird jährlich im 3. Quartal durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage aus dem Jahr 2023 liegen auf ähnlichem Niveau wie die Ergebnisse aus dem Jahr 2022, ebenso verglichen mit den restlichen europäischen Fidelity Gesellschaften. Den höchsten Zustimmungswert erzielte die Frage, ob ein Verständnis vorhanden ist, wie die Mitarbeiter in ihren jeweiligen Rollen unseren Kunden helfen können. Darüber hinaus erhielten die Fragen zur Zugehörigkeit zu Fidelity und ob bei Fidelity unterschiedliche Meinungen im Entscheidungsfindungsprozess offen diskutiert werden, eine sehr hohe Zustimmung. Wir führen das unter anderem auch auf die Maßnahmen im Umgang mit Feedback und der Speak Up Initiative zurück und werden auch zukünftig daran arbeiten, durch geeignete Maßnahmen das Arbeitsumfeld weiter zu verbessern und das nachhaltige Engagement unserer Mitarbeiter zu stärken. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 nach Angaben des Statistischen Bundesamts preisbereinigt um 0,3 % zurückgegangen. 1 Auch das Jahr 2023 war weiterhin durch den andauernden Krieg zwischen der Ukraine und Russland und von der massiven Inflation und der dadurch bedingten Zinssteigerung der EZB geprägt. Die Engergiepreise sind zwar aufgrund der aktuellen Energiepreispolitik gefallen, befinden sich aber trotz allem immer noch über dem Vorkrisenniveu. Daher erwartet die deutsche Bundesregierung derzeit ein gesamtwirtschaftliches Wachstum von 0,2 % für 2024 2. Eine darüber hinaus verlässliche Prognose ist derzeit unseres Erachtens nach nicht möglich, da die Inflation zwar rückläufig ist, aber die Konsequenzen des anhaltenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine sowie die Angriffe auf Israel und dessen Auswirkungen auf die weltweite Wirtschaft weiterhin nicht absehbar sind. Als Reaktion auf die starke Inflation, hat die Europäische Zentralbank im Jahr 2023 die kurz- und langfristigen Zinsen weiterhin sukzessive in mehreren Zinsschritten erhöht. Der Zinssatz für die Einlagefazilität wurde von 2,0% zu Jahresbeginn, auf 4,0 % zum Jahresende erhöht. 3 Allerdings bestätigen die aktuellen Daten der Europäischen Zentralbank, dass die Gesamtinflation einen rückläufigen Trend hat, was unter anderem auf die bislang vorgenommenen Zinserhöhung zurückzuführen ist. Die EZB plant daher derzeit die Zinssäze so lange wie möglich auf dem aktuellen Nivau zu belassen (Stand Ende Januar 2024). Trotz der anhaltenden Inflation und der steigenden langfristigen Zinsen hat sich die deutsche Fondswirtschaft im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Das vewahrte Vermögen stieg um knapp 8% auf 2,75 Billionen Euro zum Stichtag 31.12.2023. Die Aktienmärkte konnten ebenfalls in 2023 zulegen, unter anderem bedingt durch die Aufwertung des Euros gegenüber des USD. Der MSCI World Index stieg im Geschäftsjahr von 2.603 Punkte auf 3.169 Punkte. 4
1 Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche
Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 -
Statistisches Bundesamt (destatis.de)
2.2. Geschäftsverlauf Die Tätigkeit der Gesellschaft ist wesentlich durch ihre Vertriebsaktivitäten geprägt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist im Geschäftsjahr auf 1.639 TEUR gefallen gegenüber dem Vorjahr mit 2.193 TEUR bedingt durch weniger Vertriebskosten und dadurch geringeren Kostenerstattungen. Die Umsatzerlöse aus Kostenerstattungen für die Erbringung der Vertriebsaktivitäten ermöglichen der Gesellschaft eine hohe Liquidität. Die Liquiditätsreserve der Gesellschaft, bestehend aus sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Bankguthaben bei Kreditinstituten, beträgt 76% der Bilanzsumme (Vj. 63%). 2.3. Ertragslage Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse aus Kostenerstattung von 37.398 TEUR (Vj. 39.093 TEUR) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr auf 1.699 TEUR (Vj. 1.892 TEUR) gesunken. Ursache für die gefallenen Umsatzerlöse aus Kostenerstattungen ist vor allem das verbesserte Zinsergebnis. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Geschäftsjahr 2023, da u.a. die Untervermietung der Räumlichkeiten in Kronberg zum 30.09.2023, aufgrund neu geschlossener Mietverträge, eingestellt wurde. Die Personalaufwendungen in Höhe von 22.983 TEUR (Vj. 21.257 TEUR) sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies ist vor allem auf die leicht steigenden Personalzahlen sowie auf erhöhte Einmalzahlungen zurückzuführen. Darüber hinaus stehen den Erträgen insbesondere Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 368 TEUR (Vj. 250 TEUR) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 15.220 TEUR (Vj. 16.446 TEUR) gegenüber. Zuzüglich des Zinsergebnisses von 1.112 TEUR (Vj.- 837 TEUR) beträgt das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.639 TEUR (Vj. 2.193 TEUR). Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 457 TEUR (Vj.1.424 TEUR) ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.182 TEUR (Vj. 770 TEUR). Der geringere Steueraufwand ergibt sich aus den steuerlichen Bewertungsvorschriften für Pensionsaktiva. Basierend auf dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, wurde die im Vorjahr getroffene Prognose eines stabilen Jahresüberschusses bestätigt. Die Geschäftsführung wertet die wirtschaftliche Lage des Unternehmens positiv. 2.4. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme beträgt 31,8 Mio. EUR (Vj. 31,9 Mio. EUR). Zum Bilanzstichtag ist die Vermögensstruktur im Wesentlichen geprägt durch liquide Mittel sowie kurzfristig verwertbare Aktiva in Höhe von insgesamt 24,1 Mio. EUR (Vj. 20,2 Mio. EUR), darunter Anteile an einem Geldmarktfonds als Liquiditätsreserve in Höhe von 23,6 Mio. EUR (Vj. 19,5 Mio. EUR), die im Geschäftsjahr durch Zukäufe erhöht wurden. Die Forderungen bestehen zum größeren Teil gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3,0 Mio. EUR (Vj. 8,2 Mio. EUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 2,4 Mio. EUR (Vj. 1,8 Mio. EUR). Der Kassenbestand von 0,5 Mio. EUR (Vj. 0,7 Mio. EUR) setzt sich aus täglich fälligen Bankguthaben zusammen. Darüber hinaus hält die Gesellschaft Anlagevermögen in Höhe von 1,8 Mio. EUR (Vj. 1,4 Mio. EUR) sowie aktivische Rechnungsabgrenzungsposten von 0,3 Mio. EUR (Vj. 0,3 Mio. EUR). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betrugen 3,0 Mio. EUR (Vj. 3,6 Mio. EUR). Rückstellungen wurden in Höhe von 16,2 Mio. EUR (Vj. 16,8 Mio. EUR) ausgewiesen. Das Eigenkapital konnte per 31. Dezember 2023 auf 12,6 Mio. EUR (Vj. 11,5 Mio. EUR) gesteigert werden und setzt sich wie folgt zusammen:
Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 9. August 2023 in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Die Eigenkapitalquote beträgt 40% gegenüber 36% im Vorjahr. Insgesamt sieht die Geschäftsführung die Vermögens- und Finanzlage als ausgewogen und solide. 2.5. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Die der FIS GmbH nahestehenden Unternehmen sind der Alleingesellschafter FIL Holdings (Luxembourg) S.A., Luxemburg, der den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt sowie die FIL Limited, Bermuda, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellt. Als nahestehende Personen behandeln wir die Mitglieder der Geschäftsführung sowie deren Familienangehörige. Im Geschäftsjahr fanden keine finanziellen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktunüblichen Konditionen statt. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft ist die Höhe der Vertriebskosten, die beim Vertrieb von Fidelity Fonds entstehen. Vertriebskosten sind alle Kosten, die im Rahmen der Cost Plus Vereinbarng der FIL Distributors, Bermuda (FID) in Rechnung gestellt werden. Diese sind im wesentlichen Personal und Miete. Das genaue Verständnis der Vertriebskosten trägt aktiv zur Steuerung der Gesellschaft bei, da sie einen direkten Einfluss auf die Gewinnmarge ausüben. Die Vertriebskosten im Geschäftsjahr betrugen 36,2 Mio. EUR, die auf Basis des Vertrags mit FIL Distributors, Bermuda (FID), berechnet wurden. Die Vorjahres-Prognose, dass die Vertriebskosten leicht steigen werden, wurde trotz gestiegener Personalkosten nicht erreicht. Grund hierfür sind vor allem die gestiegenen Zinserträge in Höhe von 1,1 Mio. EUR, die mit den weiterzubelastenden Kosten an FID verrechnet wurden. 4. Prognosebericht Die Prognose bezieht sich auf das nächste Geschäftsjahr. Wir gehen davon aus, dass auch das Jahr 2024 geprägt wird durch die geopolitischen Unsicherheiten durch den Ukraine Krieg oder die Lage im Nahen Osten. Das Zinsniveau sollte im Vergleich zu den Vorjahren weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben. Jedoch sollte das Zinsniveau im Laufe des Jahres etwas sinken. Wir erwarten, dass die Entwicklung der Inflationsrate zu Beginn des Jahres eine moderate Entwicklung nimmt, wobei die potenziellen Auswirkungen für die Verbraucher in einigen Bereichen weiterhin negativ zu werten ist. Was auch zu einer Eintrübung der Sparfähigkeit der privaten Haushalte führen könnte. Positiv stimmt uns, dass das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland weiterhin hoch ist, das Pro-Kopf-Investmentfondsvermögen der Deutschen aber im Vergleich zu anderen europäischen Ländern nach wie vor niedrig ist. Dies lässt weiteres Wachstumspotential für die Gesellschaft erwarten, insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und dem steigenden Bedarf an zusätzlichen kapitalgedeckten Altersvorsorgelösungen als Ergänzung zur ersten Säule des deutschen Altersvorsorgesystems. Die Gesellschaft sieht sich mit der derzeitigen Produktpalette, die in den vergangenen Jahren neben Aktienfonds um eine breite Palette an Anleihefonds erweitert wurde, gut aufgestellt. Ein weiterer Meilenstein war die Erweiterung der passiven Produktlösungen. Neben nachhaltigen- ETFs und ertragsorientieren ETFs bietet die Gesellschaft auch themenorientierte ETFs und Renten-ETFs an. Mit diesem Schritt bietet Fidelity seinen Kunden einen Zugang zu kostengünstigen Investmentvehikeln und komplettiert seine Angebotspalette in Deutschland. Darüber hinaus wird das Angebot an nachhaltigen Fonds (ESG) kontinuierlich ausgebaut. Die Gesellschaft geht davon aus, dass zukünftig Investmentangebote für Privatkunden und Berater im Fokus stehen werden, die folgende Kundenbedürfnisse abdecken: Wachstum, Nachhaltigkeit, Ertrag oder Stabilität. Langfristig geht die Gesellschaft weiterhin davon aus, dass das Produkt Investmentfonds mit seiner Attraktivität insbesondere in den Punkten langfristige Wertentwicklung, Flexibilität und Transparenz gegenüber anderen Anlageformen gewinnt und Fidelity davon profitieren wird. Dies wird durch eine steigende Nachfrage nach Anlage- und Altersvorsorgeprodukten in der Bevölkerung unterstützt werden. In der Öffentlichkeit ist der Bewußtseinswandel für die zunehmende Notwendigkeit von privater und betrieblicher Altersvorsorge (bAV) bereits eingeleitet. Aus Sicht der Gesellschaft ist es entscheidend, die Entgeltumwandlung in der betrieblichen Altersvorsorge durch einen Automatismus mit Ausstiegsmöglichkeit zu stärken und den Anlegern individuellere und flexiblere Vorsorgelösungen anzubieten. In dem kommenden Geschäftsjahr gehen aufgrund der Belastung durch die großen geopolitischen Unsicherheiten von einem anspruchsvollem Marktumfeld aus. Zusätzlich kann die weitere Inflationsentwicklung einen negativen Einfluss auf die Aktien- und Anleihemärkte haben. Im nächsten Geschäftsjahr wird Fidelity in Deutschland weiterhin thematische Aktieninvestments, breite Aktienbausteine, Nachhaltigkeit und Passiv-Lösungen sowie das Thema Altersvorsorge in den Fokus rücken. Zudem verfolgt das Unternehmen weiter das Ziel, den Bekanntheitsgrad der Marke Fidelity zu steigern und Marktanteile hinzuzugewinnen. Der Absatz von Fidelity-Produkten soll sich in allen Vertriebskanälen auf Vorjahresniveau bewegen, wobei dem Vertrieb über Banken, Asset Managern und Versicherer weiterhin eine hohe Bedeutung zukommt. Mit der aktuellen Struktur des Bereichs "Wholesale" sieht sich die Gesellschaft weiterhin gut aufgestellt. Der Ausblick auf das nächste Geschäftsjahr gestaltet sich daher verhalten optimistisch. Für das kommende Geschäftsjahr erwartet die Gesellschaft leicht steigende Personalaufwendungen, die auch zu leicht steigenden Vertriebskosten führen. 5. Risikobericht Die Geschäftstätigkeit der FIS GmbH erfordert ein adäquates Risikomanagementsystem. Hierbei wird die FIS GmbH auch in das konzernweite Risikomanagementsystem der Fidelity Gruppe einbezogen, für die Identifizierung, Beurteilung, Überwachung und Kontrolle von Risiken. Das Risikomanagement wird als ein permanenter, alle Unternehmensbereiche der FIS GmbH umfassender Prozess angesehen (ganzheitlicher Risikoansatz). Hierbei wird das Ziel verfolgt, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen, um Handlungsspielräume zu schaffen, die zur langfristigen Sicherung von bestehenden und zum Aufbau von neuen Erfolgspotenzialen beitragen können. Die Geschäftsführung hat im Rahmen ihrer Gesamtverantwortung für einen ordnungsgemäßen Geschäftsablauf Arbeitsanweisungen und Arbeitsablaufbeschreibungen aufgestellt. Basierend auf drei Verteidigungslinien ("Lines of Defence") wird sichergestellt, dass die laufende Durchführung für das Risikomanagement auf Ebene der einzelnen Geschäftseinheiten liegt. Das Management von Strategischen, Adressenausfall -, Markt -, Liquiditäts- sowie operativen Risiken erfolgt - auch unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf das Reputationsrisiko - in einem konsistenten und koordinierten Prozess auf allen Ebenen der Gesellschaft und verläuft in einem vierstufigen Verfahren, das wie folgt untergliedert werden kann:
Über das lokale Risikomanagementsystem hinaus kann die Gesellschaft über vertragliche Beziehungen zur Fidelity Unternehmensgruppe die Innenrevision und EDV, nutzen. Zudem ist die Gesellschaft durch enge Kommunikation und Abstimmung von Risikomanagementprozessen mit anderen Risikomanagementeinheiten in das Risikomanagement auf Gruppenebene einbezogen. Die Gesellschaft tätigt zum Zweck der Liquiditätsteuerung Anlagen des eigenen Vermögens (Eigenanlage) als Bankguthaben bei einem mit mindestens BBB- (S&P-Rating) bzw. Baa3 (Moody's- Rating) bewerteten Kreditinstitut sowie mindestens in einem mit AAA-m (S&P-Rating) bzw. Aaa-mf (Moody's Rating) bewerteten konzerneigenen Geldmarktfonds. Dieses Rating wird von der Gesellschaft für adäquat gehalten. Die Entwicklung unseres Unternehmens ist eng mit den Entwicklungen an den Wertpapiermärkten verbunden. Strategische Risiken umfassen das Risiko einer ungeeigneten oder unzureichend umgesetzten Geschäftsstrategie. Es resultiert aus einem sich verändernden Markt- und Wettbewerbsumfeld, veränderten Kundenanforderungen, makroökonomischen Veränderungen und geopolitischen Risiken, unerwartet negativen Geschäftsergebnissen und ESG-Risiken. Geschäftsrisiken werden von der Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und adressiert. Operationelles Risiko definiert die Gesellschaft als das Risiko von Verlusten aus unzureichenden oder fehlerhaften Systemen und Prozessen, menschlichem oder technischem Versagen sowie externen Ereignissen. Diesem Risiko kommt im Vergleich zu anderen Risiken große Bedeutung zu und kann Einfluß auf Kunden und deren Zufriedenheit als auch die allgemeine Reputation der Gesellschaft haben. Es beinhaltet Fehler in der Ausführung von Prozessen und Transaktionen, Schwächen im Projektmanagement, Störungen oder Unterbrechungen im Betriebsablauf sowie die fehlerhafte Handhabung und den Verlust von Daten. Es kann aber auch das Ergebnis fehlerhafter Identifizierung oder Umsetzung neuer regulatorischer Anforderungen und Gesetze sein oder aus unzureichendem Schutz von Kundenvermögen resultieren. Die Gesellschaft ist zudem externen Bedrohungen ausgesetzt, insbesondere Informationssicherheitsrisiken aber auch Betrugsrisiken. Sie kann außerdem davon betroffen sein, dass Dienstleistungen von Dritten nicht wie vereinbart oder in Übereinstimmung mit internen Standards erbracht werden. Zur Minderung oder Vermeidung der Auswirkungen aus operationellen Risiken hat die Gesellschaft verschiedene organisatorische, technische und personelle Maßnahmen umgesetzt. Zudem wird regelmäßige Bewertung der Risiken und Kontrollen durchgeführt und die Notwendigkeit weiterer risikoreduzierender Maßnahmen überprüft. Aus der derzeitigen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ergibt sich aus Sicht der Geschäftsführung für das nächste Geschäftsjahr keine signifikante Änderung des Risikoprofils.
Kronberg im Taunus, den 07. Mai 2024 FIL Investment Services GmbH Geschäftsführung Christian Machts Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
* Alle Vorjahresbeträge gerundet auf volle
Euro-Beträge
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
* Alle Vorjahresbeträge gerundet auf volle
Euro-Beträge
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023FIL Investment Services GmbHA. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr der FIL Investment Services GmbH (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Königstein unter HRB 6111) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang vorgenommen werden können, sind im Anhang enthalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - bilanziert. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Sachanlagen ist abhängig von ihrer Art und im Anlagenspiegel ersichtlich. Die in den Sachanlagen ausgewiesenen Kunstgegenstände werden nicht planmäßig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahre der Anschaffung gemäß §5 Abs. 2 EstG vollständig abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Die Bilanzierung erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß den geltenden Ansatzvorschriften gebildet und beinhalten Ausgaben bzw. Einnahmen, die einen Aufwand bzw. Ertrag nach dem Abschlussstichtag darstellen. Der Kassenbestand, bzw. Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert aktiviert. Rechnungsabgrenzungsposten werden zeitanteilig erfolgswirksam aufgelöst. Die Wertpapiere, die bei den Lebensarbeitszeitkonten verwendet werden, werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB bewertet. Die Bewertung der entsprechenden Rückstellungen erfolgt unter Beachtung von § 253 Abs.1 Satz 3 HGB i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 2ff. HGB. Eine Saldierung wird unter Beachtung der Vorschriften des § 246 Abs. 2 HGB durchgeführt und die Anhangsangaben erfolgen gemäß § 285 S.1 Nr. 25 HGB. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens betreffen börsennotierte Anteile am Fidelity Institutional Liquidity Fund plc. Dublin, Irland, und werden nach dem Verbrauchsfolgeverfahren bewertet. Zuführungen werden in Höhe der Anschaffungskosten und Verkäufe mit einem gewogenen Durchschnittswert berücksichtigt. Zum Stichtag werden die Wertpapiere mit dem strengen Niederstwertprinzip zum Rücknahmekurs bewertet. Die Währungsumrechnung erfolgt nach § 256a HGB. Bei der FIL Investment Services GmbH (FIS GmbH) beschränken sich die Fremdwährungsforderungen bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten auf konzerninterne Unternehmen. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls mit den jeweiligen Währungskursen umgerechnet und zum Bilanzstichtag mit den entsprechenden Umrechnungskursen bewertet und ausgewiesen. Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag (sofern Laufzeit unter einem Jahr) bzw. in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Rückstellungen werden in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme bilanziert; Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung in der Höhe von umgerechnet 57 TEUR (Vorjahr: 16 TEUR) bzw. 33 TEUR (Vorjahr: 41 TEUR). Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach den handelsrechtlichen Grundsätzen nach der Projected Unit-Credit-Method unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018G mit einem Rechnungszinsfuß von 1,82% aus den vergangenen 10 Jahren. Als durchschnittliche Gehaltssteigerung wurden 3,00% angenommen. Die Gesellschaft übt das Ausweisrecht gemäß IDW RS HFA 30 "Handelsrechtliche Bilanzierung von Altersvorsorgeverpflichtungen" aus, Erfolgswirkungen aus einer Abänderung des Abzinsungssatzes, der Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und der laufenden Erträge des Deckungsvermögens im Finanzergebnis zu zeigen. Entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung von Verpflichtungen und dem zu verrechnenden Deckungsvermögen zu saldieren. Das Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die FIS GmbH bietet ihren Mitarbeitern die Möglichkeit an Gehaltsumwandlungen in ein Lebensarbeitszeitkonto durchzuführen. Mit den umgewandelten Beträgen werden Fonds erworben, die treuhänderisch von der FIL Fondsbank GmbH, Kronberg im Taunus, verwahrt werden. Die Fonds erfüllen die Voraussetzungen an Deckungsvermögen. Des Weiteren hat die Gesellschaft gegenüber ihren Mitarbeitern eine Garantie ausgesprochen, in der den Mitarbeitern die Anschaffungskosten der Fonds garantiert werden. Die Voraussetzungen als wertpapiergebundene Zusage i.S.d. IDW RS HFA 30 sind damit erfüllt. Die Gesellschaft prüft zum Bilanzstichtag das Verhältnis zwischen dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens und dem Barwert der Garantie und bildet eine Rückstellung, sollte der Barwert der Garantie den beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens übersteigen. Zum Bilanzstichtag lag der Barwert der Garantie unter dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens und die Rückstellung für Lebensarbeitszeitkonten wurde daher in gleicher Höhe wie der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens angesetzt. Es erfolgte eine Saldierung des Deckungsvermögens und der Rückstellung gemäß § 246 Abs. 2 HGB. Die Anlage des eingezahlten Kapitals erfolgt durch einen Vermögenstreuhänder (FIL Fondsbank GmbH), gemäß den in einem Treuhandvertrag vereinbarten Anlagerichtlinien. Der wirtschaftlich berechtigte Eigentümer ist die FIS GmbH, als Treugeber. Daher erfolgt die Bilanzierung der Wertpapiere bei der FIS GmbH. Im Sicherungsfall sind die Guthaben jedoch insolvenzgeschützt und Versorgungsberechtigte können ihre Ansprüche direkt gegenüber dem Treuhänder geltend machen. Im Deckungsvermögen in Höhe von 14.815 TEUR für Pensionsrückstellungen und 798 TEUR für Lebensarbeitszeitkonten wird kein Bestand an einem Fonds gehalten, der einen Anteil von mehr als 10 % am gesamten Fondsvermögen darstellt. Ausschüttungen und Rückgabemöglichkeiten sind im Verkaufsprospekt definiert. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beläuft sich auf 26.732 für Pensionsrückstellungen und auf 798 TEUR für die Lebensarbeitszeitkonten. Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zur Aktivierung latenter Steuern wird nicht Gebrauch gemacht. B. Angaben zu Bilanz I. Aktiva Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (siehe Anlage I des Anhangs) dargestellt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen aus dem Verrechnungsverkehr mit verbundenen Unternehmen werden in Höhe von 2.958 TEUR (Vorjahr: 8.161 TEUR) ausgewiesen. Diese sind in bis zu drei Monaten fällig und bestehen überwiegend aus Leistungen gegenüber FIL Distributors in Höhe von 2.608 TEUR (Vorjahr: 7.709 TEUR) sowie gegenüber FIL Fondsbank in Höhe von 111 TEUR (Vorjahr: 71 TEUR) und der FIL Finance Services GmbH in Höhe von 200 TEUR (Vorjahr: 217 TEUR). Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 2.729 TEUR (Vorjahr: 1.789 TEUR) und betreffen in Höhe von 674 TEUR (Vorjahr: 946 TEUR) Steuererstattungsansprüche aus Umsatzsteuer und Steuererstattungsanprüche aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von 970 TEUR (Vorjahr: 0 EUR) Wertpapiere Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens handelt es sich ausschließlich um börsennotierte Anteile am Fidelity Institutional Liquidity Fund plc. Dublin, Irland. Diese hatten am Bilanzstichtag einen Marktwert von 23.920 TEUR (Vorjahr: 19.514 TEUR) und einen Buchwert von 23.576 TEUR (Vorjahr: 19.514 TEUR). Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Diese Position beinhaltet ausschließlich täglich fällige Bankguthaben in Höhe von 510 TEUR (Vorjahr: 702 TEUR). Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten wurden in Höhe von 268 TEUR (Vorjahr: 313 TEUR) gebildet. Diese betreffen unter anderem Vorauszahlungen in Höhe von 194 TEUR, die an ein verbundenes Unternehmen, für Miet- und Nebenkosten, geleistet wurden. II. Passiva Eigenkapital Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 12.645 TEUR (Vorjahr: 11.462 TEUR). Es setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital von 26 TEUR (Vorjahr: 26 TEUR), der Kapitalrücklage von 1.762 TEUR (Vorjahr: 1.762 TEUR) und den Gewinnrücklagen von 9.674 TEUR (Vorjahr: 8.904 TEUR). Der Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres beträgt 1.182 TEUR (Vorjahr: 770 TEUR). Rückstellungen Die Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 16.173 (Vorjahr: 16.847 TEUR). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen 11.916 TEUR (Vorjahr: 12.341 TEUR). Die Pensionsverpflichtungen und das Deckungsvermögen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie unter Punkt "Pensionsverpflichtungen" dargestellt. Es wurden keine Steuerrückstellungen im laufenden Geschäftsjahr (Vorjahr: 267 TEUR) für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer gebildet. Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 4.256 TEUR (Vorjahr: 4.239 TEUR) wurden im Wesentlichen für Bonuszahlungen in Höhe von 1.444 TEUR (Vorjahr: 2.923 TEUR), Urlaubsrückstellung in Höhe von 415 TEUR (Vorjahr: 330 TEUR), sowie Abfindungsrückstellungen in Höhe von 1.769 TEUR (Vorjahr: 161 TEUR) gebildet. Pensionsverpflichtungen
Ausschüttungssperre Gemäß §253 Abs. 6 Satz 2 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe des Unterschiedsbetrags von 340 TEUR sowie gemäß § 268 Abs. 8 i. V. m. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB in Höhe von 2.744 TEUR. Lebensarbeitszeitkonten
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 507 TEUR (Vorjahr: 580 TEUR) und bestehen gegenüber Lieferanten für erhaltene Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 815 TEUR (Vorjahr: 1.585 TEUR) und resultieren aus dem Verrechnungsverkehr mit verbundenen Unternehmen für erbrachte Vertriebsunterstützungsleistungen. Diese bestehen hauptsächlich gegenüber folgenden Gesellschaften:
Des Weiteren bestand zum Bilanzstichtag eine Verbindlichkeit gegenüber dem Alleingesellschafter, FIL Holdings (Luxembourg) S.A. in Höhe von 85 TEUR (Vorjahr: 72 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.673 TEUR (Vorjahr 1.470 TEUR) bestehen aus Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.673 TEUR (Vorjahr: 1.469 TEUR). Die genannten Verbindlichkeiten haben eine Fälligkeitsstruktur von bis zu drei Monaten. C. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Bei den Umsatzerlösen von 37.398 TEUR (Vorjahr: 39.093 TEUR) handelt es sich im Wesentlichen um Kostenerstattungen mit Gewinnspanne der FIL Distributors (Bermuda) an die FIS GmbH für erbrachte Marketingdienstleistungen in Höhe von 36.221 TEUR (Vorjahr: 37.374 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.699 TEUR (Vorjahr: 1.892 TEUR) resultieren überwiegend aus der Bewirtung bzw. Untervermietung der Räumlichkeiten in Kronberg in Höhe von 833 TEUR (Vorjahr: 970 TEUR) und der Vergütung für Administration der Vorsorgekonten in Höhe von 848 TEUR (Vorjahr: 752 TEUR). Diesen Beträgen stehen Personalaufwendungen in Höhe von 22.983 TEUR (Vorjahr: 21.257 TEUR), Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen von 368 TEUR (Vorjahr: 250 TEUR) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 15.220 TEUR (Vorjahr: 16.446 TEUR) entgegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen überwiegend aus Marketingaufwendungen von 3.636 TEUR (Vorjahr 4.216 TEUR), Beratungsaufwand in Höhe von TEUR 2.567 (Vorjahr: 2.788 TEUR), Mietaufwendungen von 2.776 TEUR (Vorjahr: 2.808 TEUR) sowie nicht abzugsfähige Vorsteuern in Höhe von 58 TEUR (Vorjahr: 211 TEUR). Des Weiteren betrugen die Aufwendungen aus Währungsumrechnung 11 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden Zinserträge in Höhe von 1.113 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR) vereinnahmt. Diese resultieren hauptsächlich aus Zinserträgen aus Pensionsrückstellungen in Höhe von 850 EUR (Vorjahr: -815 TEUR Aufwand) sowie aus Wertberichtigungen von Wertpapieren in Höhe von 263 TEUR (Vorjahr: -15 TEUR Aufwand). Zinsaufwendungen sind in Höhe von 1 TEUR im Geschäftsjahr angefallen (Vorjahr 844 TEUR). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt somit 1.639 TEUR (Vorjahr: 2.193 TEUR). Nach Abzug des Steueraufwands in Höhe von 457 TEUR (Vorjahr: 1.424 TEUR) ergibt sich ein Jahresüberschuss von 1.182 TEUR (Vorjahr: 770 TEUR). Der Jahresüberschuss aus dem Vorjahr war gemäß Gewinnverwendungsbeschluss vom 9. August 2023 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt worden. Es wird vorgeschlagen den aktuellen Jahresabschluss ebenso in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. D. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die Nutzung der von der FIL Villa Mumm Limited angemieteten Räumlichkeiten in Kronberg bestehen Mietverpflichtungen in Höhe von 14,1 Mio. EUR. E. Nachtragsbericht Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichem Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Bilanzstichtages eingetreten. F. Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug insgesamt netto 163 TEUR. Die dazugehörigen Buchungen im Geschäftsjahr gliederten sich wie folgt:
G. Allgemeine Angaben zur FIL Investment Services GmbH Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung besteht aus folgenden Personen:
Die Pensionsrückstellungen für ausgeschiedene Geschäftsführer betragen 3.882 TEUR. Die Gesellschaft verzichtet nach § 286 Abs. 4 HGB auf Angabe der in § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB geforderten Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung. Ein Aufsichtsrat war im Geschäftsjahr nicht bestellt. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 125 (Vorjahr: 120) Mitarbeiter, 111 im Vollzeit- und 14 im Teilzeitverhältnis. Name und Sitz des Gesellschafters Die Gesellschafterin ist zu 100 % die FIL Holdings (Luxembourg) S.A. Die FIL Holdings (Luxembourg) S.A., bezieht die FIL Investment Services GmbH in ihren Teilkonzernabschluss mit ein, der bei der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF), Luxembourg, eingereicht wird und auf Anfrage erhältlich ist. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den obersten Konsolidierungskreis aufstellt, ist die FIL Limited, Bermuda, deren Konzernabschluss bei der Bermuda Monetary Authority, Bermuda, hinterlegt wird.
Kronberg im Taunus, den 07. Mai 2024 FIL Investment Services GmbH Geschäftsführung Christian Machts AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens 2023 (HGB)
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FIL Investment Services GmbH, Kronberg im Taunus Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FIL Investment Services GmbH, Kronberg im Taunus, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FIL Investment Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 7. Mai 2024 Kay Böhm, Wirtschaftsprüfer ppa. Yasmin Palacios Vásquez, Wirtschaftsprüferin Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023: Ergänzend teilen wir gem. § 325 Abs 1b HGB mit: Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 wurde am 27. August 2024 festgestellt und dem Vorschlag zur Gewinnverwendung - wie im Anhang beschrieben - zugestimmt. |
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