Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 1808
Eingetragen
8.8.2003
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen Metallen
Gegenstand
a) die Herstellung von Toren jeder Art sowie ähnlicher Konstruktionen beweglicher oder starrer Abschlüsse, b) der Handel mit allen Gegenständen die für die Herstellung und Lieferung der unter a) genannten notwendig und geeignet sind, c) die Herstellung von Vorprodukten und Zubehör, d) die Durchführung aller Maßnahmen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederalssungen im In- und Ausland zu errichten, andere inländische oder ausländische Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art zu erwerben und deren Geschäftsführung und Vertretung zu übernemen, sich an solchen auch als persönlich haftender Gesellschafter zu beteiligen oder mit diesen Interessen- und Arbeitsgemeinschaften zu bilden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Max Dr. Schwenzer
seit 12.2.2025
Geschäftsführer
Andreas Josef Munker
seit 11.3.2021
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

50.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Mönchengladbach
186.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Effertz Tore GmbH

Mönchengladbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 269.036,37 241.801,63
II. Sachanlagen 5.198.374,56 5.135.147,56
5.467.410,93 5.376.949,19
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 0,00 2.112.389,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 978.968,21 960.709,52
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.788.286,06 38.186,97
3.767.254,27 3.111.285,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.726,49 32.550,32
9.269.391,69 8.520.785,45

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 620.000,00 620.000,00
II. Andere Gewinnrücklagen 2.311.784,78 2.219.437,37
III. Bilanzgewinn 3.648.092,28 3.278.702,64
davon Gewinnvortrag: EUR 3.278.702,64; Vorjahr: EUR 2.964.762,07
6.579.877,06 6.118.140,01
B. Rückstellungen 514.605,65 668.771,21
C. Verbindlichkeiten 2.174.093,98 1.733.069,23
D. Rechnungsabgrenzung 815,00 805,00
9.269.391,69 8.520.785,45

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 8.134.615,09 7.368.794,40
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.341.794,85 4.000.473,03
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 807.334,50 750.029,91
davon für Altersversorgung und für Unterstützung EUR 13.082,46; Vorjahr: EUR 11.200,22
5.149.129,35 4.750.502,94
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 468.439,55 399.798,20
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.786.797,25 1.592.195,63
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.467,00 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.011,78 15.973,72
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 222.545,75 188.247,00
8. Ergebnis nach Steuern 491.158,41 422.076,91
9. Sonstige Steuern 29.421,36 29.651,20
10. Jahresüberschuss 461.737,05 392.425,71

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Die Effertz Tore GmbH hat ihren Sitz in Mönchengladbach. Sie ist im Handelsregister Mönchengladbach unter HRB 1808 eingetragen.

A. Vorbemerkung

Nach den in § 267 HGB vorgegebenen Größenklassen gehört die Gesellschaft unter Zugrundelegung der Daten für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften unter Beachtung ergänzender Vorschriften des GmbH- Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Interesse einer klaren Darstellung die Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr bzw. bis zu einem Jahr im Anhang und nicht in der Bilanz angegeben. Im Übrigen wird bei Bestehen eines entsprechenden Wahlrechts ein Ausweis im Anhang einer Erfassung in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung grundsätzlich vorgezogen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und linear über die in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften ermittelten voraussichtlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 250,00 € und 1.000,00 € werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 a EStG (sog. Sammelposten) über 5 Jahre abgeschrieben.

Abgänge werden erst nach Ablauf des Abschreibungszeitraums erfasst. Dem Niederstwertprinzip wird Rechnung getragen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.

Die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse sowie unfertigen Leistungen enthalten die Einzelkosten des Materials und der Fertigung sowie angemessene Zuschläge für die Gemeinkosten des Materials, der Fertigung, des Wertverzehrs des Anlagevermögens sowie der allgemeinen Verwaltung. Dem strengen Niederstwertprinzip wird Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Dem Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch Einzelwertberichtigungen und eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe Rechnung getragen.

Liquide Mittel werden mit ihren Nennwerten angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Durch die Bildung von Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt zu den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Zum Bilanzstichtag werden Vermögensgegenstände oder Schulden, die auf fremde Währung lauten, mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Wegen der Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel (Blatt 4).

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 S. 3 HGB von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. Hierdurch ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Ausweis des Postens "Vorräte" von 0,00 €. Die erhaltenen Anzahlungen betrugen in 2023 insgesamt 4.299 T€, hiervon wurde ein Betrag von 3.762 T€ von dem Vorratsvermögen abgesetzt. Die das Vorratsvermögen übersteigenden erhaltenen Anzahlungen von 537 T€ werden in 2023 auf der Passivseite als Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt fällig:

insgesamt Restlaufzeit unter 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr
Summe 2.174.093,98 1.422.323,98 751.770,00
(Vorjahr) (1.733.069,23) (816.139,23) (916.930,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.100.240,00 348.470,00 751.770,00
(Vorjahr) (1.216.490,00) (299.560,00) (916.930,00)
(davon über 5 Jahre) (294.560,00)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 813.240,00 € (Darlehensvaluta) durch Grundschulden sowie in Höhe von 166.900,00 € (Darlehensvaluta) durch Pfandrechte besichert.

Anlagespiegel für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Anpassungen Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 473.405,64 66.346,93 0,00 49.759,00 589.511,57
2. Geleistete Anzahlungen 149.925,63 43.399,74 0,00 -49.759,00 143.566,37
623.331,27 109.746,67 0,00 0,00 733.077,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.111.584,03 217.795,94 0,00 0,00 7.329.379,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.973.162,59 19.950,00 0,00 0,00 1.993.112,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.889.632,42 212.083,68 72.607,77 0,00 2.029.108,33
10.974.379,04 449.829,62 72.607,77 0,00 11.351.600,89
Anlagevermögen 11.597.710,31 559.576,29 72.607,77 0,00 12.084.678,83
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 381.529,64 82.511,93 0,00 464.041,57
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
381.529,64 82.511,93 0,00 464.041,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.046.304,48 162.086,94 0,00 3.208.391,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.501.334,59 66.023,00 0,00 1.567.357,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.291.592,41 157.817,68 71.932,77 1.377.477,32
5.839.231,48 385.927,62 71.932,77 6.153.226,33
Anlagevermögen 6.220.761,12 468.439,55 71.932,77 6.617.267,90
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 125.470,00 91.876,00
2. Geleistete Anzahlungen 143.566,37 149.925,63
269.036,37 241.801,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.120.988,55 4.065.279,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 425.755,00 471.828,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 651.631,01 598.040,01
5.198.374,56 5.135.147,56
Anlagevermögen 5.467.410,93 5.376.949,19

D. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Wartungs-, Leasing- und Mietverträgen in geschäftsüblichem Umfang von T€ 83.

Es bestanden zum Abschlussstichtag diverse Rahmenverträge im Bereich Materialeinkauf, aus denen sich teilweise verbindliche Abnahmeverpflichtungen nach dem Bilanzstichtag von rd. T€ 1.247 ergeben.

E. Sonstige Angaben

Das Unternehmen beschäftigte in 2023 durchschnittlich 71 Arbeitnehmer nebst Auszubildenden:

Angestellte 38
Arbeiter 33
Auszubildende 16

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr Herr Dr.-Ing. Claus Schwenzer, Diplom-Ingenieur.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mönchengladbach, 18. März 2024

gez. Dr.-Ing. Claus Schwenzer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Effertz entwickelt, produziert und installiert Tore mit Feuerschutz-, Rauchschutz-, Schallschutz- und Hochwasserschutzeigenschaften sowie Sondertore für spezielle Kundenanforderungen. Die Tore werden sowohl in Gebäuden als auch beispielsweise auf Schiffen (insbesondere Kreuzfahrtschiffen) und in Industrieanlagen eingesetzt.

Effertz will nicht nur Produkte verkaufen, sondern für die Kunden nachhaltig Schutz und Sicherheit für Menschen und Sachwerte sicherstellen. Deshalb betreut Effertz die Tore über die gesamte Lebensdauer, die meist mehrere Jahrzehnte beträgt, und bietet den Kunden alle notwendigen Dienstleistungen für die Instandhaltung (Prüfung, Wartung, Reparatur) und Modernisierung. Hohe Qualität und Langlebigkeit der Produkte sowie sehr lange Verfügbarkeit von Ersatzteilen sind deshalb wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Gleichzeitig leisten wir damit einen Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz.

2. Forschung und Entwicklung

Effertz entwickelt kontinuierlich Produkte mit neuen und/oder verbesserten Eigenschaften und nutzt dabei neue Werkstoffe, neue Herstellverfahren und neue Elektronikkomponenten. Kriterien für die Entwicklung sind im Wesentlichen Kundenwünsche, normative und gesetzliche Anforderungen, Wirtschaftlichkeit, Nutzungssicherheit, Umweltfreundlichkeit, Langlebigkeit sowie Montage- und Reparaturfreundlichkeit der Produkte.

Bei der Entwicklung arbeiten wir eng mit Prüf- und Zertifizierungsinstituten, Lieferanten, Hochschulen und in Einzelfällen auch mit Kunden zusammen.

Die wichtigste Ressource für unsere Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter. 2023 waren etwa 19 % unserer Mitarbeiter im Bereich Entwicklung und Konstruktion tätig (gewichtete Kopfzahl). Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre investierten wir etwa 5 % unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung (FuE). Der FuE-Anteil lag 2023 mit 4,8 % etwa in diesem langjährigen Mittel und über dem Vorjahr. Mit einem FuE-Anteil von 5 % liegen wir nach Zahlen des Stifterverbands Wissenschaftsstatistik für 2021 (aktuellstes Jahr, zu dem Zahlen vorliegen) noch über dem Maschinenbau (4,4 %) und deutlich oberhalb der Hersteller von Metallerzeugnissen (1,8 %) und der traditionell nur in sehr geringem Umfang in FuE investierenden Bauwirtschaft (0,4 %).

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in den ersten elf Monaten 2023 kalenderbereinigt um 4,7 % unter dem Vorjahresniveau. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie teilt mit, dass der Auftragseingang im für uns relevanten Wirtschaftshochbau 2023 nominal um 3 % sank. Der Verband erwartet für 2024 einen realen Rückgang um 1 %.

Die Gründe für die gedämpfte Baukonjunktur und die nach 2023 erneut niedrigen Erwartungen für 2024 sind vielfältig. Neben einem Mangel an Fachkräften sowie der zurückgegangenen, aber immer noch hohen Inflation, dürften politische Unsicherheiten und insbesondere die nach wie vor hohen Zinsen wesentliche Gründe für die Zurückhaltung bei Bauinvestitionen sein. Erhöhte Anforderungen an die Verringerung des fossilen Energiebedarfs verteuern das Bauen zusätzlich und führen zu Unsicherheiten bei Investoren. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit ihrem geldpolitischen Beschluss vom 7. März 2024 den Leitzins unverändert auf dem seit 20. September 2023 geltenden Niveau von 4,5 % belassen.

Die BVT-Verband Tore führt seit 2020 monatlich (anstatt zuvor quartalsweise) Konjunkturumfragen bei seinen Mitgliedern durch. Die Torbranche ist dem Ausbaugewerbe zuzurechnen, bei dem die Konjunkturzyklen jeweils gegenüber dem Bauhauptgewerbe verspätet einsetzen.

Bis Oktober 2023 lagen die Auftragseingänge bei den BVT-Mitgliedern im Saldo mehrheitlich unter denen des jeweiligen Vorjahresmonats. Von November 2023 bis Januar 2024 geben jedoch mehr Mitglieder steigende als sinkende Auftragseingänge an. Im Februar und März 2024 war der Saldo jedoch wieder negativ, wohingegen der Optimismus im April und Mai wieder etwas zunahm. Die Tendenzen für die Erwartungen jeweils für die kommenden drei Monate sind sehr ähnlich, aber im Schnitt negativer. Daraus lassen sich einerseits eine möglicherweise sich leicht verbessernde Lage, aber auch noch hohe Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung ablesen. Kurzarbeit gab und gibt es seit Mai 2023 nur bei einer Minderheit der befragten Unternehmen (3-7 %). Die Torbranche leidet auch unter dem Konjunkturrückgang im Hochbau, ist aber wegen des wichtigen Instandhaltungsgeschäfts noch soweit ausgelastet, dass Kurzarbeit die Ausnahme bleibt.

Hinsichtlich der Verknappung und Verteuerung von Material ist es 2023 gegenüber 2022 zu einer deutlichen Entspannung gekommen, da einerseits die meisten Materialien wieder bei akzeptablen Lieferzeiten zu erhalten sind und andererseits der Anstieg der Preise deutlich nachgelassen hat. Neben wieder besser funktionierenden Lieferketten trägt wohl auch die gesunkene Nachfrage infolge des Rückgangs der Baukonjunktur zu dieser Entspannung bei.

Trotz der derzeit pessimistischeren Einschätzungen der Bauwirtschaft und auch vieler der BVT-Mitglieder gehen wir nicht von einem starken Einbruch in der Industrietorbranche aus (wohl aber bei den Privatgaragentoren). Jedoch sind Prognosen sehr unsicher, da der Krieg Russlands gegen die Ukraine nach wie vor große politische und wirtschaftliche Unsicherheiten zur Folge hat.

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 haben wir unsere Ziele für den Auftragseingang, Umsatz und Ertrag erreicht und teilweise sogar übertroffen. Wir konnten den Auftragseingang um 31,9 %, den Umsatz um 12,9 % und die Gesamtleistung um 6,3 % gegenüber dem Vorjahr steigern. Auch das Ergebnis vor ertragsabhängigen Steuern konnten wir um 17 % verbessern. Obwohl wir bei vor einiger Zeit beauftragten, länger laufenden Projekten noch mit niedrigeren Materialeinkaufspreisen kalkuliert hatten und selbstverständlich mit unseren Kunden geschlossene Verträge nicht nachverhandelt haben, konnten wir im Laufe des Jahres zwingend notwendige Preisanpassungen umsetzen und in der Folge die Marge verbessern. Bei Serviceaufträgen sind Preisanpassungen kurzfristiger wirksam, weil diese meist in relativ kurzer Zeit abgewickelt werden. Auch 2023 haben wir zahlreiche Einspar- und Optimierungsmaßnahmen umgesetzt. Darüber hinaus haben wir das Unternehmen strategisch weiterentwickelt, insbesondere im Bereich der Digitalisierung und der Nachhaltigkeit. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

Der "Puffer" an Aufträgen für Tore lag zu Beginn des Jahres 2024 um 62 % über dem zum Vorjahresbeginn und damit wieder auf einem überdurchschnittlich hohen Wert, der eine gute Grundlage für 2024 bildet.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens ist nach wie vor gut. Die hohe Eigenkapitalquote bildet ein gutes Polster insbesondere auch für Krisenzeiten. Die Ertragslage soll weiter verbessert werden.

3a) Ertragslage

Die Ergebnisquellen stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Betriebsergebnis (inkl. neutralem Ergebnis) 701 596 105 17,6
Finanzergebnis -17 -16 -1 6,3
Ertragsabhängige Steuern -222 -188 -34 18,1
Jahresergebnis 462 392 70 17,9

Bei einem Anstieg des Umsatzes um 12,9 % und der Gesamtleistung um 6,3 % stieg das Betriebsergebnis überproportional um 17,6 %. Neben Optimierungsmaßnahmen ist der aus der Differenz des Anstiegs von Umsatz und Gesamtleistung ablesbare Abbau teilfertiger Leistungen eine Ursache für diese erfreuliche Entwicklung.

Das negative Finanzergebnis resultiert aus den für den Bau der Hallen 3 und 12 ab 2016 aufgenommenen Baukrediten sowie kurzfristigeren Krediten für Investitionen in Betriebsmittel (insbesondere IT) und eine 133 kWp-Photovoltaikanlage. Sämtliche Kredite wurden und werden planmäßig getilgt.

Die ertragsabhängigen Steuern sind im Einklang mit dem verbesserten Jahresergebnis gestiegen.

3b) Finanzlage

Das Unternehmen hat im Berichtsjahr in eine Photovoltaikanlage mit Energiespeicher, in neue IT-Hardware, in Software sowie in üblichem Umfang in Fahrzeuge und Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.

Die folgende Kapitalflussrechnung zeigt Liquiditätszufluss und -abfluss nach Art der zugrunde liegenden Tätigkeit (Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit). Positive Beträge (+) bedeuten Mittelzufluss, negative Beträge (-) Mittelabfluss:

T€ T€
Jahresüberschuss + 462
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens + 468
Ergebnis aus Anlageabgängen 4
Veränderung der Rückstellungen 154
Veränderung des Saldos aus Vorräten und erhaltenen Anzahlungen + 2.112
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 20
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderer Passiva + 556
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit + 3.420
Auszahlungen für Investitionen in Anlagevermögen 559
Erlöse aus Anlagenabgängen + 5
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit 554
Abnahme Bankverbindlichkeiten 116
Gewinnausschüttung 0
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit 116
Veränderung der liquiden Mittel + 2.750
Liquide Mittel zu Beginn des Jahres 38
Liquide Mittel am Ende des Jahres 2.788

Wegen der gegenüber dem Vorjahr abgebauten Vorräte, höheren Anzahlungen und etwas geringeren Mittelabflüsse für Investitionen lagen unsere liquiden Mittel Ende 2023 am Jahresende um 2,75 Mio. € höher als zu Jahresbeginn. Wegen der Entspannung auf den Beschaffungsmärkten können wir trotz im Vergleich zum Vorjahr um 332 T€ geringeren Materialvorräten sicherstellen, jederzeit lieferfähig zu sein. Dass wir solch außergewöhnlich hohe Anzahlungen für Großprojekte durchsetzen konnten, ist als Ausnahme anzusehen und wird sich im laufenden Geschäftsjahr wahrscheinlich nicht wiederholen lassen.

3c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten 2023 Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Aktiva
Anlagevermögen 5.467 5.377 90 1,7
kurzfristige Vermögenswerte 979 3.073 -2.094 -68,1
Liquide Mittel 2.788 38 2.750 7.336,8
Passiva
Eigenkapital 6.579 6.118 461 7,5
Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.052 1.185 -133 -11,2
Erhaltene Anzahlungen 537 0 537 --
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.100 1.216 -116 -9,5
Bilanzsumme 9.269 8.521 748 8,8

Aktiva: Das Anlagevermögen ist trotz gesunkener Investitionen i. H. v. 560 T€ (VJ: 609 T€) wegen der unter den Investitionen liegenden Abschreibungen um 90 T€ (1,7 %) auf 5.467 T€ gestiegen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte einschließlich der Forderungen verringerten sich stark um 2.094 T€ (68,1 %), insbesondere wegen Abbaus von Lagervorräten und teilfertigen Leistungen. Deshalb und wegen erheblicher Anzahlungen für im laufenden Geschäftsjahr zu realisierende Projekte erhöhten sich die liquiden Mittel außergewöhnlich um 2.750 T€.

Passiva: Das Eigenkapital hat sich weiter um 461 T€ (7,5 %) erhöht. Die Eigenkapitalquote sank wegen der Erhöhung der Bilanzsumme um 0,8 % von 71,8 % auf 71,0 %. Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten sanken im Wesentlichen aus zwei Gründen um 133 T€: Einerseits durch angepasste Steuervorauszahlungen und damit einem Abbau von Steuerrückstellungen um 136 T€ und andererseits durch die Reduzierung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des durch den Abbau von Lagervorräten gesunkenen Einkaufvolumens um knapp 97 T€. Die Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern sanken ebenfalls, und zwar um gut 19 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich durch planmäßige Tilgung. Insgesamt wurden Tilgungsleistungen i. H. v. 324 T€ erbracht.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für die Unternehmenssteuerung die Kennzahlen

Umsatz/Gesamtleistung

Gesamtleistung je Mitarbeiter

Umsatzrentabilität und

Cashflow

heran.

Bei den Mitarbeitern sind die Auszubildenden, nicht jedoch die Geschäftsführung und die meist nur kurzzeitig eingesetzten Leiharbeitnehmer, mitgerechnet. Langzeitkranke Mitarbeiter wurden nicht herausgerechnet. Für die durchschnittliche Gesamtleistung je Mitarbeiter wurde die Mitarbeiterzahl mit der individuellen Wochenarbeitszeit pauschal gewichtet.

Die Gesamtleistung stieg gegenüber dem Vorjahr um 826 T€ (6,3 %). Der Bestand an teilfertigen Leistungen sank gegenüber dem Vorjahr um 427 T€, da im Vorjahr häufiger bauseitige Terminverschiebungen aufgrund fehlender bauseitiger Vorleistungen bzw. mangelhaften Baufortschritts zu Verzögerungen führte, die einen Einbau unserer Tore erst 2023 erlaubten.

Die Gesamtleistung je Mitarbeiter blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant bei 171,6 T€ (VJ: 171,5 T€). Das ist auch eine Folge eines erhöhten Krankenstandes in der Belegschaft nach der Corona-Pandemie. Auslastungsschwankungen fangen wir in weitem Rahmen durch die seit 1995 bestehenden Regelungen zur flexiblen Jahresarbeitszeit auf, sodass im Durchschnitt die Stundenkontostände nur moderat gestiegen sind und auch Plusstunden ausbezahlt wurden. Wir planen weiterhin mit einer etwa konstanten Belegschaftsstärke (inkl. Auszubildende).

Die Umsatzrentabilität stieg von knapp 4,4 % auf gut 4,9 % (vor ertragsabhängigen Steuern) als Folge eines gestiegenen Serviceumsatzes, Weitergabe von Einkaufspreissteigerungen und Optimierung von Prozessen.

Unser Cashflow sank im Berichtsjahr von 8,1 % auf 5,3 % vom Umsatz:

2023 VJ Veränderung Veränderung
T€ T€ T€ %
Jahresüberschuss 462 392 70 18
Abschreibungen 468 400 68 17
Veränderung der Rückstellungen -154 243 -397 -163
Cashflow 776 1.035 -259 -25

Das Cashflow/Investitions-Verhältnis betrug 139 %, sodass die getätigten Investitionen i. H. v. 560 T€ durch den erwirtschafteten Cashflow gedeckt sind. Für das Jahr 2024 erwarten wir eine beträchtliche Steigerung des Cashflows.

5. Gesamtaussage

Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir unter Berücksichtigung der bestehenden Kreditlinien weiterhin als sehr gut ein. Die Ertragslage war im Berichtsjahr befriedigend, soll aber noch weiter verbessert werden.

Auftragseingang, Betriebsleistung und Ergebnis haben sich wieder verbessert. Der Auftragseingang war nominal der höchste der letzten zehn Jahre aufgrund einiger Großprojekte. Zur weiteren Verbesserung des Jahresergebnisses treiben wir die Digitalisierung und Optimierung unserer Prozesse in allen Bereichen kontinuierlich voran, auch um unsere Leistungen für unsere Kunden zu steigern. Darüber hinaus wirken wir steigenden Energiekosten durch Einsparmaßnahmen, Optimierungen (z. B. von Heizungsregelungen) sowie mit der im Geschäftsjahr realisierten Installation einer Photovoltaikanlage entgegen.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge (sofern sie uns gewährt wurden) realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten (537 T€, VJ: 517 T€), die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (1.100 T€, VJ: 1.216 T€) sowie die Rückstellungen (515 T€, VJ: 669 T€) sind durch das Umlaufvermögen (bei Verrechnung aller erhaltenen Anzahlungen 3.231 T€, VJ: 3.111 T€) weiterhin gedeckt (Überdeckungsfaktor 1,50, VJ: 1,30).

Die durch Grundschulden abgesicherten Baukredite sowie die sonstigen Kredite werden im vereinbarten Umfang getilgt.

C. Prognosebericht

Die Konjunkturprognosen sind für die Baubranche und in der Folge die Torbranche wegen der immer noch hohen Zinsen und unsicherer weltpolitischer Lage nach wie vor eingetrübt. Auch bei den Umfragen des BVT-Verband Tore überwiegen häufig die Pessimisten gegenüber den Optimisten. Politische Vorgaben zum Klimaschutz, Fachkräftemangel und damit einhergehende Personalkostensteigerungen, Bürokratiekosten und lange amtliche Baugenehmigungsverfahren sowie erhebliche Preissteigerungen der Vergangenheit haben das Bauen stark verteuert. Der ZDB geht von einem realen Rückgang im Hochbau von 1 % im Jahr 2024 aus. Der ifo-Geschäftsklimaindex für das Bauhauptgewerbe verschlechterte sich von Mai 2023 auf Mai 2024 von -19,9 auf -26,0, verbesserte sich aber seit Januar 2024 kontinuierlich von -35,7. Bei der für die Bauwirtschaft wichtigen Infaltionsrate schein der Gipfel bereits überschritten zu sein: Das Statistische Bundesamt ermittelte für Juni 2024 eine vorläufige Inflationsrate (bezogen auf den Verbraucherpreisindex) von 2,2 %, nachdem sie im Vorjahr noch bei durchschnittlich 5,9 % lag. Die zurückgehenden Infaltionsraten im Euroraum hatten bei der EZB zu der ersten Leitzinssenkung seit 2019 von 0,25 Punkten geführt. Mittelfristig dürften weiter sinkende Zinsen und damit günstigere Baukredite zu erwarten sein.

Für den für uns wichtigen Wirtschaftshochbau rechnet der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) für 2024 mit einem realen Rückgang von 1 % - das ist in Anbetracht eines nominalen Rückgangs von 3 % im Vorjahr (was bei einer Inflationsrate von 5,9 % im Jahr 2023 einem realen Rückgang von 8,9 % entspricht) und einem um 5 % niedrigeren nominalen Auftragsbestand zum Jahresende 2023 schon ein kleiner Lichtblick.

Wesentlich günstiger entwickelt sich die Lage im für uns ebenfalls wichtigen Kreuzfahrtmarkt. Der weltweit führende Kreuzfahrtverband Cruise Lines International Association (CLIA) geht in einer Prognose aus Mai 2023 davon aus, dass Kreuzfahrten der am schnellsten wachsende Tourismusbereich bleibt und dass 2024 die Passagierzahlen um 4,5 Millionen auf 36 Millionen wachsen werden. Das wird sich auch positiv auf den Kreuzfahrtschiffbau auswirken - allein 2024 sollen 12 neue Kreuzfahrtschiffe in Betrieb gehen. In den drei Pandemiejahren 2020 bis 2022 sind etwa 35 Kreuzfahrtschiffe verschrottet worden, was bei weiter steigenden Passagierzahlen auf einen längerfristigen Neubaubedarf hindeutet. Ein Erneuerungsbedarf ergibt sich zusätzlich aus verschärften Umwelt- und Klimaschutzauflagen, die beispielsweise neue Antriebstechniken (z. B. LNG- anstatt Schweröl-basiert), neue Recycling- und Abfallvermeidungstechniken an Bord und Landstromanschlüsse erforderlich machen, was meist nur im Rahmen eines Neubaus umgesetzt werden kann.

Unsere Geschäftspolitik, qualitativ sehr hochwertige, innovative und langlebige Sicherheitstore für besondere Anforderungen zu entwickeln, zu produzieren und auf Wunsch schlüsselfertig zu installieren sowie sie über die gesamte Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten zu betreuen (Full-Service-Konzept), halten wir nach wie vor für zukunftsträchtig für unsere Gesellschaft. Tausende von Toren, die wir unter Wartungsvertrag haben, garantieren eine langfristige Kundenbindung, die sich in einer hohen Kundenzufriedenheit, die wir regelmäßig durch Kundenbefragung ermitteln, niederschlägt. Durch noch stärkere Digitalisierung unserer Geschäfts- und Unterstützungsprozesse, die wir weiter vorantreiben, werden wir den Service für unsere Kunden noch weiter verbessern bei gleichzeitiger Reduktion der Kosten und der Fehlerrisiken.

Wir planen für 2024 wegen einiger abzuwickelnder Großprojekte eine einmailge außergewöhnliche Steigerung der Gesamtleistung im zweistelligen Prozentbereich. Wir investieren auch weiterhin insbesondere in die Digitalisierung und qualifiziertes Personal, aber auch in Produktentwicklungen sowie Maschinen- und Anlagentechnik. Wegen der Steigerung der Gesamtleistung gehen wir von einer deutlichen Steigerung des Ergebnisses aus.

Unsere Beschäftigten können wir variabel im Rahmen der flexiblen Jahresarbeitszeit einsetzen und somit schnell auf Kundenwünsche reagieren. Dem Fachkräftemangel begegnen wir durch kontinuierliche Ausbildung in sechs Berufen auch über unserem Bedarf sowie Fortbildung. Das seit 2020 etablierte mobile Arbeiten (beispielsweise im Homeoffice) erhöht unsere Flexibilität weiter, steigert die Zufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Büros und ist ein gut kommunizierbarer Pluspunkt bei der Personalakquisition.

Zusammengefasst sind wir für das laufende Jahr 2024 grundsätzlich optimistisch. Diese Einschätzung beruht auch auf unserem sehr hohen Auftragsbestand und der guten Nachfrage nach unseren Produkten sowohl im Hochbau als auch dem wieder anziehenden Kreuzfahrtschiffbau.

D. Risikobericht

Konjunkturelle Risiken

Als Folge des Krieges Russlands gegen die Ukraine und des Israel-Gaza-Konflikts, volatiler Lieferketten, eines Mangels an Fachkräften, politischer Unsicherheiten sowie wegen der nach wie vor hohen Zinsen ergeben sich wirtschaftliche Risiken für unser Unternehmen, da Investitionen in den für uns relevanten Wirtschafts- und Gewerbebau zurückgefahren oder verzögert werden könnten, aber auch durch Insolvenzen.

Wir steuern gegen durch eine Modernisierung unserer Produktpalette, Digitalisierung und Prozessoptimierungen, verstärkte Betreuung unserer Kunden, der Architekten und Planer und weitere Stärkung unseres Service (After Sales). Viele unserer Kunden honorieren unsere nachhaltig verlässliche Lieferfähigkeit, was zu konstanten bis leicht steigenden Auftragseingängen führt.

Materialversorgungsrisiken

In den Jahren 2021 und 2022 bestanden erhebliche Engpässe und Kostensteigerungen fast aller von uns benötigten Materialien, insbesondere bei Stahl/Edelstahl, Isoliermaterialien und Elektro-/Elektronikkomponenten. Zwischenzeitlich hat sich die Lage jedoch deutlich entspannt und nur im Elektronikbereich kommt es vereinzelt noch zu Lieferverzögerungen. Da wir auch im Lieferantenbereich sehr langfristige Beziehungen haben, werden wir im Allgemeinen auch in Engpasssituationen möglichst gut beliefert. Dennoch bleiben Risiken, beispielsweise aufgrund von Konflikten und daraus resultierenden Problemen z. B. in der Transportkette. Wir planen daher nach wie vor langfristiger und arbeiten mit erhöhten Mindestbeständen, um nicht vorhergesehene Lieferzeitverlängerungen aufzufangen.

Gasversorgungsrisiken

Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine ist Erdgas knapper und teurer (auch wenn die Preise zurzeit weit unter den Höchstständen aus 2022 liegen), da Russland die Gaslieferungen massiv heruntergefahren hat. Obwohl Erdgas als Produktionsstoff für unser Unternehmen direkt keine Rolle spielt, kann Gasknappheit die Risiken bei der Versorgung mit energieintensiv hergestellten Materialien (z. B. Stahl, Isoliermaterialien) erhöhen. Hier beugen wir, wie beschrieben, durch vergrößerte Vorräte bis zu einem gewissen Grade vor. Wir versuchen, durch Optimierung und ggf. Drosselung unseres Strom- und Gasverbrauchs einen Beitrag zur Einsparung von Gas zu leisten. Seit Juni 2023 betreiben wir eine Photovoltaikanlage mit Speicher, die im Inselbetrieb auch eine gewisse Notstromversorgung sicherstellen könnte, falls es infolge einer Gasknappheit zu Stromengpässen käme.

Ausfallrisiken unserer Kunden durch Insolvenzen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen 2023 um 22,1 % gegenüber dem Vorjahr (lag aber noch um 5 % unter dem Vor-Corona-Jahr 2019). In unserem Kundenkreis haben wir jedoch noch kein erhöhtes Insolvenzgeschehen festgestellt, wobei in Einzelfällen (wie z. B. durch die Signa- Gruppe) auch wir betroffen sind. Wir rechnen zukünftig mit erhöhten Insolvenzrisiken.

Wir reduzieren Ausfallrisiken unserer Kunden durch die bestehende Warenkreditversicherung und das damit verbundene "Frühwarnsystem", mit dem der Versicherer uns ggf. über eine schlechte Kundenbonität schon aus Eigeninteresse informiert. Da wir Kunden erst ab einer bestimmten Auftragssumme versichern und im Fall des Eintritts des Versicherungsschadens eine Eigenbeteiligung zu tragen haben, verbleiben finanzielle Risiken bei uns, die aber beherrschbar sind. In einigen Fällen können wir auch Anzahlungen vereinbaren, die ebenfalls das Ausfallrisiko reduzieren. Von Kunden, die nicht kreditversichert werden können, verlangen wir immer eine geeignete Sicherheit. Eventuell dennoch eintretenden Ausfallrisiken von Debitoren tragen wir durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung. Wir verfügen über ein adäquates, engmaschiges Debitorenmanagement.

Liquiditäts- und Währungsrisiken

Aufgrund der guten Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens und unserer daraus folgenden Kreditwürdigkeit sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Dennoch wird die Liquidität permanent mittelfristig geplant und gesteuert. Dies gilt insbesondere, wenn größere Kundenaufträge mit nur geringen Anzahlungen abzuwickeln sind, größere Materialvorräte beschafft werden oder umfangreichere Investitionen anstehen. Derzeit ist keine weitere Kreditaufnahme geplant.

Währungsrisiken ergeben sich für uns praktisch nicht, da wir fast ausschließlich in Euro fakturieren.

Risikoreiche Finanzanlagen oder Finanzgeschäfte betreibt das Unternehmen grundsätzlich nicht. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Datenschutzrisiken

Am 25. Mai 2018 trat die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kombination mit einem neuen deutschen Datenschutzgesetz (BDSG) in Kraft. Daraus resultieren ein höherer Dokumentationsaufwand, erheblich gestärkte Betroffenenrechte sowie potentiell hohe Bußgelder. Wir haben verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Datenschutz- und Dokumentationsanforderungen zu erfüllen und damit die Risiken zu minimieren, insbesondere das Risiko der groben Fahrlässigkeit auszuschließen. Ein externer Datenschutzbeauftragter ist von uns bestellt.

IT- bzw. Cyber-Sicherheit

IT-Sicherheit hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert, da die Zahl an Cyberattacken und damit die Risiken in diesem Bereich nicht nur für Effertz ständig wachsen. Dies gilt auch, weil mehr und mehr unserer Prozesse IT-gestützt ablaufen und die Vernetzung der Systeme sowie der Zugriff mit mobilen Geräten zunehmen. Wir betreiben deshalb bereits seit vielen Jahren eine ausdifferenzierte Sicherheitsstrategie, die auf Zugriffsbeschränkungen, Firewalls, Virenscannern, täglichen Backupverfahren, regelmäßigen Softwareupdates, hochverfügbaren Servern und Daten sowie Schulung und Sensibilisierung der Belegschaft basiert. Unsere Cybersecurity-Software erkennt auch komplexe Bedrohungen und ergreift Gegenmaßnahmen. Ergänzend haben wir eine Cyber-Crime Versicherung abgeschlossen.

Risiken aus politischen Entwicklungen

Risiken ergeben sich aus der derzeitigen politischen Lage, insbesondere aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine, dessen weiterer Verlauf nicht absehbar ist (wir gehen aber weiterhin von einer noch langen Dauer des Krieges aus). Risiken ergeben sich auch aus dem Israel-Gaza-Konflikt, insbesondere für die Schifffahrt auf ihrer Route von Asien durch den Suez-Kanal. Bei einer Eskalation der Volksrepublik China in Bezug auf Taiwan würden noch erheblich größere geopolitische und wirtschaftliche Verwerfungen entstehen. Eskalationen in diesen Konflikten hätten extrem negative Auswirkungen auf die deutsche und europäische und damit auch die weltweite Wirtschaft, die weder durch staatliche noch durch unternehmerische Maßnahmen ausreichend kompensiert werden könnten.

Wir beobachten die Entwicklungen sorgfältig und versuchen uns beispielsweise durch Diversifikation unserer Lieferketten, Einsparung von Energie und Umstellung auf erneuerbare Energien (Photovoltaikanlage) und ein breites Kundenportfolio abzusichern. Wir versuchen darüber hinaus, die Risiken zu reduzieren, indem wir in vielen Ländern aktiv sind und uns nicht einseitig vom Inlandsmarkt oder von einem bestimmten Exportmarkt abhängig machen. Zur Sicherstellung der geplanten positiven Entwicklung des Unternehmens werden wir weiterhin auf Produktentwicklung, gute Kundenbetreuung, hohe Qualität und guten Service (After Sales) setzen.

Wegen der positiven Ertragslage sowie der hohen Eigenkapitalquote und Liquidität (einschließlich der uns von unseren Kreditinstituten eingeräumten Kreditrahmen) sind wir jederzeit in der Lage, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und zahlen, sofern vom Lieferanten eingeräumt, stets mit Skontoabzug. Trotz derzeitig erhöhter Risiken sind wir überzeugt, für die Zukunft gut gerüstet zu sein.

E. Chancenbericht

Die Nachfrage nach unseren Instandhaltungs-Dienstleistungen rund um Tore wird uns weiterhin ein stabiles Geschäft ermöglichen. Die Kreuzfahrtschiffbau-Branche bietet uns kurz- und mittelfristig gute Chancen, da die Buchungszahlen weiter steigen. Es werden derzeit wieder Neubauten beauftragt, sodass wir auch weiterhin Potential für unsere Produkte im Kreuzfahrtschiffgeschäft sehen.

Durch verstärkte Investitionen in IT, moderne Fertigungs- und Logistikprozesse sowie unsere Produktionsinfrastruktur realisieren wir Kostensenkungen bei gleichzeitiger Erhöhung der Prozesssicherheit und sichern damit unsere Erträge.

Unsere Vertriebsstrategie ist nach wie vor darauf ausgerichtet, langfristige und zufriedene Kunden zu gewinnen, denen nachhaltige Sicherheit wichtig ist und die nicht ausschließlich den Einkaufspreis als Entscheidungsmaßstab nehmen. Deshalb setzen wir nach wie vor alles daran, verlässlich und kurzfristig lieferfähig zu sein. Wir gehen auch davon aus, dass unser Exportgeschäft mittelfristig wachsen wird.

Unsere zahlreichen Entwicklungsaktivitäten stellen sicher, dass wir sowohl individuelle Kunden- und Branchenbedürfnisse erfüllen als auch attraktive Produkte für unseren allgemeinen Markt zur Verfügung stellen können. Dazu dient auch die im Vorjahr eingerichtete Abteilung für die Entwicklung und Produktion von auf unsere Bedürfnisse angepasste Steuerungen. Ein regelmäßiger Austausch mit Kunden, Normensetzern sowie hausintern zwischen Vertrieb und Entwicklung stellt sicher, dass wir Marktentwicklungen und Kundenbedürfnisse früh erkennen und uns darauf einstellen.

Anforderungen im Bereich der Logistik, des Arbeitsschutzes, des Schnittstellenmanagements zu anderen Gewerken und der kurzfristigen Änderung von Terminen nehmen kontinuierlich zu. Gerade hier sehen wir uns durch weitere Digitalisierung und Verbesserungen sowie durch unser gut qualifiziertes Personal gut aufgestellt.

Die normativen und gesetzlichen Entwicklungen beobachten wir kontinuierlich und stellen uns frühzeitig auf sich ändernde Anforderungen ein. Wir sehen gute Chancen, daraus auch in Zukunft Wettbewerbsvorteile zu generieren.

Zusammenfassend sehen wir trotz der derzeitigen krisenbedingten allgemeinen Unsicherheit optimistisch in die Zukunft und fühlen uns gut gerüstet, den Bestand des Unternehmens nachhaltig zu sichern.

 

Mönchengladbach, 8. Juli 2024

Die Geschäftsführung

gez. Dr.-Ing. Claus Schwenzer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Der Abschlussprüfer hat dem ohne Inanspruchnahme der größenabhängigen Erleichterungen aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Effertz Tore GmbH, Mönchengladbach, folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Effertz Tore GmbH, Mönchengladbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Effertz Tore GmbH, Mönchengladbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 31. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Effertz Tore GmbH, Mönchengladbach, für das Geschäftsjahr vom 31. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 31. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mönchengladbach, 11. Juli 2024

WWS WIRTZ, WALTER, SCHMITZ GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Lambertz, Wirtschaftsprüfer

Dr. Knoth, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 28. August 2024 festgestellt.

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