ABB Traction Converter GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Transformatoren und Stromrichtern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Wilhelm Richard Nier seit 22.10.2019 | Geschäftsführer |
Bertram Dr. Langhanki seit 10.10.2019 | Geschäftsführer |
Markus Bracklow seit 10.10.2019 | Geschäftsführer |
Christian Ollrogge seit 22.8.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Knorr-Bremse Powertech GmbH (vormals: PCS Power Converter Solutions GmbH)BerlinJahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und LageberichtLagebericht für das Geschäftsjahr 2016Inhaltsübersicht 1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1. Vorbemerkungen 1.2 Strategische Ausrichtung und Ziele 1.3 Marktentwicklung 1.4 Rechtliche Rahmenbedingungen 2. Unternehmenssituation 2.1 Geschäftsverlauf 2.2 Auftragslage 2.3 Ertragslage 2.4 Vermögenslage 2.5 Finanzlage 2.6 Mitarbeiter 2.7 Umweltschutz 4. Chancen- und Risikobericht 5. Prognosebericht 1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1. Vorbemerkungen Die Geschäftstätigkeit der Knorr-Bremse Powertech GmbH (KBPT) erstreckt sich auf Entwicklung, Produktion und Vertrieb elektrischer Energieversorgungs- und Verteilungssysteme für Schienenfahrzeuge, erneuerbare Energien sowie Umrichter für die Industrie. Die Gesellschaft ist weltweit, mit den Schwerpunkten Europa und Nordamerika, aktiv und wurde zum 1. April 2014 von der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH erworben. Die Knorr-Bremse Powertech GmbH wendet die Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) erstmals mit Beginn des Geschäftsjahres 2016 an. Die Vorjahresangaben sind für die Vergleichbarkeit sowohl nach BiLRUG als auch nach alter Rechtsprechung dargestellt. 1.2 Strategische Ausrichtung und Ziele Die Gesellschaft richtet sich strategisch auf folgende Geschäftsfelder aus:
In beiden Bereichen liefert die KBPT in die Vertriebskanäle OEM (Original Equipment Manufacturer) und Nachmarkt. Ziel der Gesellschaft ist die Erreichung einer nachhaltigen Kapitalrendite und die Erwirtschaftung eines profitablen Wachstums. 1.3 Marktentwicklung Der globale Schienenfahrzeugmarkt entwickelte sich in 2016 insgesamt rückläufig. In den für die KBPT relevanten Märkten in Europa und Nordamerika jeweils in den Bereichen Nah- und Fernverkehr ergab sich jedoch ein positiveres Gesamtbild. Dort entwickelten sich beide Bereiche stabil oder leicht positiv gegenüber dem Vorjahresniveau. Auch im Nachmarkt verzeichneten die beiden relevanten Märkte Europa und Nordamerika ein stabiles bzw. leicht positives Wachstum. 1.4 Rechtliche Rahmenbedingungen Die nachfolgenden rechtlichen Rahmenbedingungen gelten inhaltlich auch für Lieferanten von Komponenten für Schienenfahrzeuge. Die Sicherheitskompetenz und -verantwortung für das System Eisenbahn wird durch nationale Eisenbahnsicherheitsbehörden mit uneingeschränkter Aufsicht wahrgenommen. In Deutschland ist das Eisenbahnbundesamt (EBA) mit der Aufgabe betraut. Darüber hinaus wachen in Deutschland Landesbevollmächtigte für Bahnaufsicht (LFB) über den Regional- und Nahverkehr, die die Zulassung in Kooperation mit dem EBA vollziehen. Der Begriff der Zulassung beschreibt generell die Unbedenklichkeit sowie die Erfüllung gesetzlicher Auflagen in Richtung Arbeits-, Umwelt-, Gesundheits- und Brandschutz für den Einsatz von Schienenfahrzeugen. Zur Nachweisführung werden Unterlagen bei der zulassenden Stelle eingereicht sowie Nachweise im Rahmen von Typprüfungen erbracht. In der Europäischen Gemeinschaft werden entsprechend der EG-Richtlinien zur Interoperabilität des europäischen Eisenbahnsystems für seine Teilsysteme und Komponenten "Technische Spezifikationen für die Interoperabilität (TSI)" erstellt. Damit werden die Schnittstellen für europäisch kompatible Komponenten und Bahnsysteme und für Interoperabilitätsparameter definiert und die Voraussetzungen für den grenzüberschreitenden Verkehr in Europa geschaffen. Für die anderen Geschäftsfelder gelten die entsprechenden europäischen bzw. nationalen Normen, deren Einhaltung durch vorgegebene Zertifikate nachzuweisen ist. 2. Unternehmenssituation 2.1 Geschäftsverlauf Die Entwicklung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 ist in der nachfolgenden Tabelle anhand von Kennziffern dargestellt. Die Kennzahlen Umsatz und Ergebnis werden für die interne Unternehmenssteuerung herangezogen.
Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 4.163 aus. Die Unternehmensfortführung für das Geschäftsjahr 2017 ist durch eine harte Patronatserklärung der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, mit einer Gültigkeit von 12 Monate nach Testierung bzw. Veröffentlichung, abgesichert. Der Geschäftsverlauf und damit die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben die Erwartungen der Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr nicht erfüllt und sind insgesamt ungünstig verlaufen. Hauptgründe sind ein gegenüber der ursprünglichen Umsatzplanung schwächeres Volumen, Auslieferungen margenschwacher Projekte im OEM Geschäft, Aufwendungen zur Stabilisierung einzelner Projekte sowie Integrationskosten im Zusammenhang mit der Übernahme durch die Knorr-Bremse Gruppe. Um die Umsatz- und Ergebnissituation der KBPT nachhaltig zu verbessern wurde im Berichtsjahr in Zusammenarbeit mit einer externen Unternehmensberatung ein Restrukturierungsplan erarbeitet. Dieser sieht insgesamt neun Initiativen mit zahlreichen Einzelmaßnahmen vor und umfasst alle Unternehmensbereiche. Mit der Umsetzung wurde im 3. Quartal 2016 begonnen; der Fortschritt des Programms bzw. der Stand der Maßnahmen sind Gegenstand regelmäßiger Management Review Meetings. 2.2 Auftragslage Nach wie vor wird das Geschäft der KBPT durch das Geschäftsfeld Bahn einschließlich dem After Sales Geschäft dominiert, das 81,2% (Vj. 77%) der Gesamtunternehmensleistung umfasst. Im Geschäftsfeld Bahn erstreckt sich die Produktpalette auf die Bereiche Hochgeschwindigkeitszüge, Reisezugwagen, Regionaltriebzüge, Straßenbahnen, Vormontage-Baugruppen für Schienenfahrzeuge und After Sales. Außerdem ist die Gesellschaft auch außerhalb des Geschäftsfelds Schienenfahrzeuge in den bereits beschriebenen Geschäftsfeldern tätig. Neben den großen europäischen Projekten ist KBPT mit Projekten in Kanada und USA aktiv und erwartet aus der Zugehörigkeit zur Knorr-Bremse-Gruppe weitere Auftragseingänge aus anderen Ländern und Regionen. Mit Projekten in China sollen neue Märkte erschlossen und damit zusätzliche Wachstumspotenziale gehoben werden. Hierzu wurde im Berichtsjahr eine eigene Strategie entwickelt, deren Umsetzung schwerpunktmäßig in 2017 erfolgen wird. Insgesamt erzielte die Gesellschaft im Berichtsjahr 2016 einen Auftragseingang von TEUR 53.034 (Vj. TEUR 67.434). Daraus ergibt sich ein Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von TEUR 96.571 (Vj. TEUR 131.861). 2.3 Ertragslage Der Umsatz des Geschäftsjahres 2016 betrug TEUR 67.858 (Vj. TEUR 62.000). Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die Ausführung der Produktion für die Schwestergesellschaft Knorr-Bremse Powertech GmbH & Co. KG durch die KBPT zurückzuführen und die dadurch entstandenen Umsätze mit verbundenen Unternehmen. Der Materialaufwand lag im Verhältnis zur Gesamtleistung bei 61,7% (Vj. 59,0%). Die Materialaufwandsquote ist im Verhältnis zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund des Projektmixes leicht angestiegen. Die Personalaufwandsquote 2016 betrug 28,9% (Vj. 25,3%). Ursächlich für den Anstieg der Mitarbeiterzahl gegenüber 2015 ist das gestiegene Produktionsvolumen sowie der Aufbau von Angestellten in den Bereichen Entwicklung, Operations und Vertrieb. Die Umsatzerlöse je Mitarbeiter in 2016 beliefen sich auf TEUR 263 (Vj. TEUR 268). Die Zinserträge resultieren aus einem Reverse-Factoring-Programm, dass in 2013 gestartet wurde. Dabei werden den Kunden längere Zahlungsziele gewährt, für die sie allerdings die Zinsen tragen müssen (TEUR 214, Vj. TEUR 267). Analog entsteht ein Zinsaufwand gegenüber dem Factor (TEUR 153, Vj. TEUR 264). Die verbleibenden Zinsaufwendungen bestehen im Wesentlichen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 106 (Vj. TEUR 277). Darüber hinaus sind im Rahmen eines bestehenden Cashpoolvertrages mit einem verbundenen Unternehmen Zinsaufwendungen von TEUR 75 (Vj. TEUR 89) angefallen. 2.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme, abzüglich des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags in Höhe von TEUR 4.163, stieg im Jahr 2016 um 11% auf TEUR 45.102 (Vj. TEUR 40.490), wesentlich beeinflusst durch den Anstieg der Vorräte (auf TEUR 18.753, Vj. TEUR 15.466), gegenfinanziert durch Cashpool-Verbindlichkeiten gegenüber einem verbundenen Unternehmen von TEUR 19.104 (Vj. TEUR 14.554) und dem konsequenten Ausnutzen von Zahlungszielen bei Zulieferern. Das Umlaufvermögen hat sich im Wesentlichen durch den Anstieg der Vorräte auf TEUR 40.114 (Vj. TEUR 35.188) stark erhöht. Der Vorratsbestand - vor Abzug der erhaltenen Anzahlungen - ist gestiegen auf TEUR 19.893 (Vj. TEUR 16.373). Der hohe absolute Bestand an unfertigen Erzeugnissen resultiert im Wesentlichen aus Vorleistungen für Kundenentwicklungen, die in den nächsten Monaten und Jahren umsatzwirksam werden. Das Eigenkapital besteht aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von TEUR 250, aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 1.750, einer Gewinnrücklage aus dem Jahr 2010 in Höhe von TEUR 948, einem Jahresfehlbetrag aus den Vorjahren von TEUR 1.169 sowie dem Jahresfehlbetrag 2016 von TEUR 5.942. Unter Berücksichtigung des Verlustvortrages und des Jahresfehlbetrags ergibt sich ein nicht durch das Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 4.163. Der Sonderposten für Zuwendungen der öffentlichen Hand von TEUR 0 (Vj. TEUR 1.016) resultierte aus Fördermittelzahlungen für ein in 2013 abgeschlossenes Förderprojekt, das durch GRW-Mittel der Investitionsbank Berlin gefördert wurde. Die Förderung ist mit dem Berichtsjahr 2016 ausgelaufen; der Posten wurde letztmalig in 2016 amortisiert. Die Pensionsrückstellungen sind insbesondere durch neu erdiente Anwartschaften gestiegen. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen durch Gewährleistungen, Personalrückstellungen, Rückstellungen für Projektrisiken und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen geprägt. 2.5 Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch das Cashpooling mit dem verbundenen Unternehmen Knorr-Bremse AG, so dass zum Abschlussstichtag bei anderen Banken kein Guthaben bestand (Vj. TEUR 390). Die Cashpool-Verbindlichkeiten beliefen sich auf TEUR 19.104 (Vj. TEUR 14.554). Somit ergab sich ein negativer Finanzmittelbestand von TEUR 19.104 (Vj. TEUR 14.164). Die benötigten Finanzmittel wurden in 2016 vollständig über das eigene Cash Management sowie über die verfügbare Cashpoollinie bereitgestellt. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2016 jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Die Transaktionen der Gesellschaft werden fast ausschließlich in Euro abgewickelt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 4.163 aus. Die Unternehmensfortführung für das Geschäftsjahr 2017 ist durch eine harte Patronatserklärung der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH abgesichert. Zusammengefasst ergibt sich folgendes Bild für den Cashflow:
Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR -4.219 ist vor allem den Rückgang des Sonderpostens für Zuwendungen der öffentlichen Hand (TEUR 1.016, dem Aufbau der Vorräte (TEUR 3.288) sowie dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.258) geschuldet. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEUR -493 (Vj. TEUR 846) ist hauptsächlich auf Investitionen in der Fertigung (KPS - Knorr-Bremse Produktionssystem) zurückzuführen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Geschäftsjahr 2016 umfasst hauptsächlich die Zinszahlungen. Bei der Darstellung des Finanzmittelfonds sind Guthaben bei Kreditinstituten und jederzeit fällige Cashpool-Verbindlichkeiten saldiert dargestellt. Die Gesellschaft ist durch den Cashpool der Knorr-Bremse AG jederzeit zahlungsfähig und kann Ihren Verpflichtung nachkommen. Dafür wird in der Liquiditätsplanung der Liquiditätsbedarf ermittelt und nach Genehmigung über das Cashpooling abgerufen. 2.6 Mitarbeiter Zum 31. Dezember 2016 waren 275 Mitarbeiter in der Gesellschaft beschäftigt (Vi. 241). Der Personalbestand zum Abschlussstichtag gliedert sich im Einzelnen wie folgt:
Die Interessen der Mitarbeiter werden durch einen Betriebsrat wahrgenommen. Der Personalförderung und -entwicklung wird in unserer Gesellschaft ein hoher Stellenwert eingeräumt, weil wir als weltweit agierendes Technologieunternehmen die Qualifikationen unserer Mitarbeiter ständig den steigenden Anforderungen anpassen müssen. 2.7 Umweltschutz Als Anbieter von Komponenten für umweltverträgliche Verkehrsmittel berücksichtigt KBPT Umweltaspekte, sowohl im Hinblick auf die Nutzung der Erzeugnisse, als auch auf deren Herstellungsprozess in der Gesellschaft bis hin zur Verwertung ausgesonderter Komponenten nach dem Einsatz. Damit entsprechen wir Anforderungen, die sowohl durch Gesetze oder Verordnungen bestimmt werden, als auch durch unsere Abnehmer, für die die Erfüllung von Umweltbedingungen eine wichtige Voraussetzung bei der Auftragsvergabe ist. Ein integriertes Umwelt- und Gesundheitsschutzmanagementsystem sichert die Einhaltung der entsprechenden Gesetze, Verordnungen und Normen. Dazu gehören das Umwelt- und Arbeitssicherheitsmanagementsystem und die Einhaltung der Forderungen aus der Verordnung EG Nr. 761/2001 (Eco Management and Audit Scheme EMAS), DIN ISO 14001:2005 und OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Management System). Für die Umsetzung der Anforderungen ist für die Gesellschaft ein Beauftragter für Arbeitssicherheit und Umweltschutz bestellt. Dieser unterstützt das Management bei der Information und Schulung ihrer Mitarbeiter, ist für die Berichterstattung an die Geschäftsführung verantwortlich und nimmt den Außenkontakt zu Behörden und Verbänden wahr. Außerdem wird intensiv zusammen gearbeitet mit die Knorr-Bremse AG. Die Funktion des Managementsystems wird regelmäßig durch externe Auditoren überprüft, zuletzt erfolgreich im November 2014. 3. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft entwickelt regelmäßig in einer Größenordnung, die die notwendige Produktreife und -qualität gewährleistet und Innovationen zur Entwicklung der Geschäftsfelder beisteuert. Im Rahmen des Restrukturierungsprograms der KBPT wurde auch der Entwicklungsbereich neu strukturiert und ausgerichtet. Der Entwicklungsansatz sieht eine stärkere Fokussierung auf Produkte vor und löst sich von der bisherigen, eher projektorientierten, Sicht. Schwerpunkte in der Entwicklung sind neben der Entwicklung einer neuen Generation im Bereich Industriestromrichter eine komplette Neuentwicklung des Produktportfolios für den Eisenbahnbereich. Dies beinhaltet die Integration neuentwickelter Leistungsmodule, der zugehörigen Steuerungen und der entsprechenden Container. 4. Chancen- und Risikobericht Zum Abschlussstichtag bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft. Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Ertragslage bilanziell überschuldet. Die Vermögensgegenstände decken nicht die Schulden der Gesellschaft. Aus dem laufenden Geschäftsbetrieb ist die Gesellschaft nicht in der Lage genügend liquide Mittel zu erwirtschaften, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Fortbestand der Gesellschaft wird jedoch durch die Finanzierung über das Cashpooling der Knorr-Bremse AG sichergestellt. Weiterhin hat die Gesellschafterin Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH am 31. Januar 2017 eine Patronatserklärung zu Gunsten der Gesellschaft abgegeben und sichert damit die Übernahme berechtigter Forderungen Dritter bei fehlender Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu. Im Hinblick auf sonstige Risiken ist jedoch festzustellen, dass der hohe Kostendruck der Systemkunden und deren Vergabeverhalten im Bereich Schienenfahrzeugbau Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft haben könnte, da die Gesellschaft als Zulieferer von diesen Faktoren stark beeinflusst wird. Zum Teil haben wir diese möglichen Verluste bereits berücksichtigt. Es ist ein ständiges Bestreben, die innewohnenden Risiken des Geschäftes frühzeitig zu erkennen, deren Größenordnung abzuschätzen und geeignete Maßnahmen zu bestimmen und umzusetzen, um nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu minimieren. Hierzu wendet das Unternehmen Risikomanagement- und Kontrollsysteme an, die es in die Lage versetzen, unterschiedliche Arten von Risiken in angemessener Weise zu steuern. Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem entsprechend den Erfordernissen des Projektgeschäfts implementiert. Zentraler Bestandteil ist dabei die laufende Überwachung der Kundenprojekte sowie die Einschätzung von Chancen und Risiken im Rahmen des Projektcontrollings. Zur Verbesserung der Projektsteuerung finden monatliche, standardisierte Projekt-Reviews unter Teilnahme des Managements statt. Hier werden alle projektrelevanten Chancen und Risiken und daraus resultierende Gegenmaßnahmen analysiert und bewertet. Die Liquiditätsposition der Gesellschaft wird durch die Überwachung der Zahlungstermine und einem Mahnwesen sowie dem Knorr-Bremse AG Cashpooling sichergestellt. Die beschriebenen Risiken können einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Es besteht weiterhin das Risiko, dass nicht bekannte Risiken existieren bzw. Risiken, die nicht als wesentlich eingeschätzt wurden, nachteilig die Geschäftslage beeinflussen könnten. Zusätzlich betreffen Risiken nicht nur die KBPT, sondern auch unsere Kunden und Zulieferer, mit denen wir eng verbunden sind. Daher besteht eine hohe Notwendigkeit für ein umfassendes und strategisches Risikomanagement, das die Beobachtung aller internen und externen Risiken sicherstellt sowie die Strukturen gewährleistet, um auf Veränderungen des Risikoprofils schnell reagieren zu können. Darüber hinaus strebt die KBPT weiterhin eine Umsatzdiversifizierung und Gewinnung neuer Kunden und Märkte an. Im Bereich des strategischen Beschaffungsmanagements und des internationalen Einkaufs wurden in Geschäftsjahr 2016 weitere Potenziale aus der Konzernzugehörigkeit entwickelt und eingeführt. Dieses wird in der Zukunft zu Verbesserungen und weiteren Chancen führen. Insgesamt erachtet die Geschäftsführung der Gesellschaft die Risikosituation für kontrollierbar und vertretbar für eine Gesellschaft dieser Industrie. 5. Prognosebericht Insgesamt erwartet die Geschäftsführung für das Jahr 2017 einen leichten Umsatzzuwachs mit einem deutlich verbesserten Ergebnis gegenüber dem Geschäftsjahr 2016. Ursächlich hierfür ist in erster Linie das Wirken der Maßnahmen aus dem Restrukturierungsprogram, das sich u.a. in einer Erhöhung der Produktivität, Materialkosteneinsparungen sowie Kostensenkungen im indirekten Bereich wiederspiegelt. Gleichwohl erwarten wir auch für 2017 ein negatives Ergebnis. Bei den Investitionen gehen wir in 2017 von einem Niveau auf Höhe des Berichtsjahrs aus. Oberstes Ziel der KBPT bleibt, die Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden termingerecht und in hoher Qualität bei akzeptablen Kosten zu erfüllen und permanent zu verbessern. Für die KBPT besteht die Chance, zusätzliche Marktanteile zu gewinnen, woraus sich positive Einflüsse auf die wirtschaftliche Lage ergeben könnten. Zusätzliche Chancen sehen wir in Produktneuentwicklungen und der weiteren Nutzung des Knorr-Bremse - Netzwerks.
Berlin, den 04. Mai 2017 Knorr-Bremse Powertech GmbH, Berlin die Geschäftsführung Jure Mikolcic Bilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Anhang für das Geschäftsjahr 2016Allgemeine Hinweise Die Knorr-Bremse Powertech GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg (HRB 108715) Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Knorr-Bremse Powertech GmbH wendet die Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) erstmals mit Beginn des Geschäftsjahres 2016 an. Aufgrund der neuen Definition der Umsatzerlöse (§ 277 Abs. 1 HGB n. F.) werden erstmalig sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 1.748 in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Bei analoger Anwendung der Vorschriften im Vorjahr hätten sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 1.748 in den Umsatzerlösen ausgewiesen werden müssen. Die Gliederung ist gegenüber dem Vorjahr auf BilRUG angepasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Erhöhung der Transparenz in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Anlehnung an § 265 (5) HGB ein zusätzlicher Posten "Erträge aus der Auflösung und dem Verbrauch projektbezogener Rückstellungen" ausgewiesen. Der Verbrauch der Projektrückstellungen wird mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus der Neubildung von Projektrückstellungen saldiert; ein gegebenenfalls übersteigender Betrag sowie die Auflösungen von Projektrückstellungen werden in den Erträgen aus der Auflösung und dem Verbrauch projektbezogener Rückstellungen ausgewiesen. Der Anlagenspiegel wird saldiert mit der Investitionszulage dargestellt. Eine Einzeldarstellung der Investitionszulage wird nicht vorgenommen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung, da die Gesellschaft in das Cash-Pooling der Knorr-Bremse AG eingebunden ist und eine Patronatserklärung der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH vorliegt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert und wird, soweit abnutzbar, grundsätzlich zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Wirtschaftsgüter mit einem Nettoeinzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20% im Jahr, über insgesamt fünf Jahre abgeschrieben. Soweit voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen, werden Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden weitestgehend auftragsbezogen beschafft und zu Anschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse sind grundsätzlich auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Das Wahlrecht zur Aktivierung von Sozialaufwendungen und Altersvorsorge wird wahrgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich u. a. aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die erhaltenen Anzahlungen werden auf der Aktivseite ausgewiesen und offen von den unfertigen Erzeugnissen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch eine angemessene Einzelwertberichtung Rechnung getragen. Auf eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird verzichtet. Auf den Ansatz der sich ergebenden aktiven latenten Steuern wird verzichtet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werdennach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Bewertung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden die aktualisierten Sterbetafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz von 4,01%, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der monatlich von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, mit Stand 31. Dezember 2016 verwendet. Die künftige Entgeltentwicklung wurde mit 2,5% p.a. sowie ein Rententrend von 1,0% angenommen. Durch erstmalige Anwendung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB in der Fassung des BilRUG wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre betrachtet. Nach dem bisher angewendeten Betrachtungszeitraum von 7 Jahren ergibt sich nachrichtlich ein Zinsfuß in Höhe von 3,24% und somit ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 189,9. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre diskontiert. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Auf Basis des Investitionszulagengesetzes 2010 erhielt die KBPT die Investitionszulage für die Geschäftsjahre 2012 und 2013. Entsprechend der Verfahrensweise in den Vorjahren erfolgte ein aktivischer Ansatz, so dass die Abschreibungen regelmäßig um den jeweiligen Fördersatz der Anlage gemindert werden. Eine separate Erfassung der Amortisation der Investitionszulage erfolgt nicht. Vorratsvermögen Erhaltene Anzahlungen für Bestellungen über TEUR 1.140 (Vj. TEUR 907) sind offen von den unfertigen Erzeugnissen abgesetzt dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Forderungsbestand enthalten sind TEUR 8.407 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die Reverse Factoring geplant ist. Dabei handelt es sich um einen Forderungsverkauf an einen Factor, der zum Bilanzstichtag jedoch noch nicht vollzogen ist. Eigenkapital Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 beträgt TEUR -5.942 (Vj. Gewinn von TEUR 160). Die Verlustvorträge aus den Vorjahren betragen TEUR -1.169 (Vj. TEUR -1.330). Die Gewinnrücklagen beinhalten Erträge aus der erstmaligen Anpassung zum 1. Januar 2010 von langfristigen Rückstellungen an die nach BilMoG anzuwendenden Vorschriften. Sonderposten für Zuwendungen der öffentlichen Hand Im Sonderposten für Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden erhaltene Zahlungen des Landes Berlin eingestellt. Mit der letzten Zahlung in 2013 wurde das zugrunde liegende Projekt abgeschlossen. Der Posten wurde seit 2012 ratierlich über fünf Jahre amortisiert. Da die Förderung an die Sicherung von Arbeitsplätzen gebunden war, erfolgte die Auflösung letztmalig 2016 offen abgesetzt im Personalaufwand. Rückstellungen für Pensionen Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und Entgeltfortzahlung im Todesfall betragen TEUR 2.285 (Vj. TEUR 2.078).
Für die handelsbilanzielle Bewertung wurden für Pensionen und Sterbegeldverpflichtungen unterschiedliche Rechnungszinssätze angesetzt. Für Pensionsverpflichtungen gilt der, nach Neuregelung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB, durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre (4,01%) und im Falle sonstiger Altersversorgungsverpflichtungen wie Sterbegeld aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (3,24%). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen i.H.v. TEUR 8.539 (Vj. TEUR 9.094) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen mit einem Betrag von TEUR 3.346 (Vj. TEUR 4.119 ). Die verbleibenden Rückstellungen von TEUR 5.193 (Vj. TEUR 4.975) setzen sich aus projektbezogenen potenziellen Verbindlichkeiten von TEUR 1.288 (Vj. TEUR 1.926), Personalrückstellungen TEUR 2.085 (Vj. TEUR 1.329) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und sonstige Rückstellungen zusammen. In den Personalrückstellungen sind Altersteilzeitverpflichtungen von TEUR 280 (Vj. TEUR 66) enthalten. Der Wert aus dem versicherungsmathematischen Gutachten ergibt TEUR 466 (Vj. TEUR 199), von denen jedoch TEUR 186 mit dem im Rahmen der gesetzlich geforderten Insolvenzsicherung verpfändeten Bankguthaben verrechnet wurden. Die Anschaffungskosten entsprechen dem Zeitwert. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten betragen TEUR 38.441 (Vj. TEUR 26.523). Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 2.626 (i. Vj. TEUR 341) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Latente Steuern Bei der Gesellschaft ergaben sich temporäre Differenzen vornehmlich aus der Aktivierung eines steuerlichen Geschäfts- oder Firmenwertes in der Steuerbilanz sowie der Passivierung von Pensionsrückstellungen und sonstiger Rückstellungen, die steuerlich nicht bzw. in anderer Höhe gebildet werden. Gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird eine sich insgesamt daraus ergebende Steuerentlastung nicht bilanziert. Der Bewertung wäre ein Steuersatz von 30,18 % zugrunde zu legen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Das gesamte Bestellobligo der Gesellschaft einschließlich Rahmenverträgen beträgt zum Stichtag TEUR 17.885 (Vj. TEUR 15.511). Die Mietverträge für den Standort Berlin-Tegel wurden bis 2020 geschlossen. Mietanpassungen werden seit 2013 jährlich gemäß Verbraucherpreisindex vorgenommen. Es bestehen Mietverbindlichkeiten von insgesamt TEUR 3.216, wovon TEUR 897 kurzfristig und TEUR 2.318 mittelfristig sind. Des Weiteren bestehen Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 73, wovon TEUR 66 aus dem Leasing für den Fuhrpark stammt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Erlösschmälerungen aus Skonti und Boni betrugen TEUR 1,0 (Vj. TEUR 0,6). Die Umsätze nach Erlösschmälerung teilen sich auf den Bahnbereich mit TEUR 55.078 (Vj. TEUR 47.654) sowie den Industriebereich mit TEUR 12.780 (Vj. TEUR 14.345) auf. Erträge aus der Auflösung und dem Verbrauch projektbezogener Rückstellungen Bei diesem zusätzlichen GuV-Posten handelt es sich um Erträge aus dem Verbrauch und der Auflösung projektbezogener Rückstellungen. Aufgrund vertraglicher Verpflichtungen hat die KBPT Rückstellungen für Gewährleistung und gemäß kaufmännischer Vorsicht für Einzelrisiken im Projekt zu bilden, die im Rahmen des Risikomanagements identifiziert werden. Nach Ablauf der Gewährleistungsphase und Behebung von eingetretenen Risiken sind verbleibende Rückstellungsbeträge aufzulösen. Die Erträge aus dem Verbrauch sind bereits mit dem Aufwand aus Zuführung zu projektbezogenen Rückstellungen verrechnet und ein Überhang der Erträge sowie die Auflösung dieser Rückstellungen sind in dieser Position ausgewiesen. Die Zuführungen und Auflösungen zu diesen Rückstellungen sind dem operativen Geschäft zugerechnet. Die Erträge aus Auflösung und dem Verbrauch projektbezogener Rückstellungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 773 (Vj. TEUR 84). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 1.112 (Vj. TEUR 2.935 ) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und dem Verkauf von nicht mehr genutztem Anlagevermögen. Ferner sind Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 33 (Vj. TEUR 36) und periodenfremde Erträge von TEUR 435 (Vj. TEUR 717) enthalten. Die Vorjahreszahlen wurden nicht an die neue Definition der Umsatzerlöse (§ 277 Abs. 1 HGB n. F.) angepasst. Bei analoger Anwendung der Vorschriften im Vorjahr hätten nachrichtlich sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 1.748 in den Umsatzerlösen ausgewiesen werden müssen. Personalaufwand Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 215 (Vj. TEUR 231). Abschreibungen Abschreibungen auf Anlagen wurden in Höhe von TEUR 1.027 (Vj. TEUR 1.135) vorgenommen. Darin enthalten sind Abschreibungsminderungen aus der Vereinnahmung von Investitionszulagen. In 2016 wurden Abschreibungen auf Forderungen aus Einzelwertberichtigung in Höhe von TEUR 1.000 (Vj. TEUR 4) vorgenommen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 13.166 (Vj. TEUR 11.533) setzen sich im Wesentlichen aus Fremdleistungen einschließlich IT-Kosten sowie Mieten und Pachten zusammen. Die Zuführung zu den Rückstellungen für Gewährleistungen und projektbezogenen Einzelrisiken wurde mit dem Verbrauch dieser Rückstellungen verrechnet. Ein Überhang einer dieser Rückstellungen wird als Ertrag aus projektbezogenen Rückstellungen ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 85 (Vj. TEUR 47) und periodenfremde Aufwendungen von TEUR 185 (Vj. TEUR 210) enthalten. Zinsergebnis Der wesentliche Teil der Zinsaufwendungen und -erträge resultiert aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen (TEUR 106, Vj. TEUR 277), dem Reverse Factoring (Saldo Ertrag TEUR 61, Vj. Ertrag TEUR 3) und der Inanspruchnahme des Cashpools (TEUR 75, Vj. TEUR 89). Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Auszubildende):
Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB Mit der Knorr-Bremse AG wurde ein nach marktüblichen Bedingungen verzinslicher Cashpool-Vertrag geschlossen. Konzernverhältnisse Die Knorr-Bremse Powertech GmbH ist 100%ige Tochter der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH mit Sitz in München. Unser Abschluss ist in den nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss der Knorr-Bremse AG, München, einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger und beim Handelsregister des Amtsgerichts München. Hinsichtlich der Honorare für den Abschlussprüfer verweisen wir auf den Konzernanhang der Knorr-Bremse AG. Nachtragsbericht Am 1. Februar 2017 wurde die Belegschaft der KBPT über den Austritt der KBPT aus dem Arbeitgeberverband und damit verbunden die Einführung der 42-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich informiert. Die Kündigung der Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband erfolgt mit Wirkung zum 31.12.2007, die Anhebung der Arbeitszeiten erfolgt durch eine einvernehmliche Ergänzung des Arbeitsvertrags auf eine 42-Stunden-Woche. Zudem wurden die Mitarbeiter darüber informiert, dass der aktuelle Standort der KBPT in Berlin Tegel bis Ende 2018 geschlossen und nach Berlin Marzahn verlagert werden soll. Geplant ist die Nutzung freier Flächen am Standort der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge. Sonstige Angaben Geschäftsführer war im Berichtsjahr: Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 wurde Herr Jure Mikolcic zum Geschäftsführer bestellt. Bezüge der Geschäftsführung Ein Ausweis der Vergütung entfällt gemäß § 286 Abs.4 HGB. Kredite bzw. Vorschusszahlungen an Mitglieder der Geschäftsführung wurden nicht gewährt.
Berlin, den 04. Mai 2017 Knorr-Bremse Powertech GmbH, Berlin die Geschäftsführung Jure Mikolcic Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Knorr-Bremse Powertech GmbH, Berlin (bis 16. Februar 2016: PCS Power Converter Solutions GmbH, Berlin), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Knorr-Bremse Powertech GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 4. Mai 2017 KPMG
AG
Rupprecht, Wirtschaftsprüfer Annast, Wirtschaftsprüferin |
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