Intrum Justitia GmbHLiquidiert

Pallaswiesenstraße 180, 64293 Darmstadt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 4622
Vorher
Intrum Justitia Inkasso GmbH
Eingetragen
6.3.2006
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungInstitute für Factoring-Geschäfte
Gegenstand
- Die Vermittlung und der Verkauf von internationalen Handelsauskünften - die Überprüfung der Bonität und Solidität von Wirtschaftsunternehmen - Inkassotätigkeit - internationaler Marketing-Service - Exporthilfe für Unternehmen im deutschsprachigen und skandinavischen Raum - der Verkauf von Publikationen in diesem Rahmen - Fakturier- und Mahnservice - Debitorenbuchhaltung.

Historie

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Management

NameRolle
Sandra Glaser
seit 24.3.2015
Prokura
Stefan Zwaschka
seit 4.9.2014
Prokura
Christoph Balster
seit 11.6.2014
Prokura
Geschäftsführer
Per Christofferson
seit 6.11.2012
Geschäftsführer
Kornelia Strauch
seit 6.3.2006
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Intrum Justitia GmbH

Darmstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der Intrum Justitia GmbH

1 Geschäft und Rahmenbedingungen

Das Unternehmen

Die Intrum Justitia GmbH bietet ihren Kunden nationale und internationale Inkassodienstleistungen sowie Geschäftsprozesse des Credit Managements an. Das Produktportfolio umfasst hierbei den gesamten Lebenszyklus einer Forderung, von der Wirtschaftsauskunft über Mahnservices, vorgerichtliches und gerichtliches Inkasso bis hin zur Langzeitüberwachung und zum Forderungskauf und der Zahlungsgarantie.

Rechtliche Grundlagen

Die Firma Intrum Justitia GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Intrum Justitia Holding GmbH, Darmstadt/Deutschland, die wiederum eine 100%ige Tochtergesellschaft der an der Stockholmer Börse notierten Intrum Justitia A.B. Stockholm/Schweden (ISIN Code SE0000936478) ist.

Die Intrum Justitia-Gruppe ist neben der Intrum Justitia GmbH auch mit der Intrum Justitia Bankenservices GmbH und der Schimmelpfeng Forderungsmanagement GmbH, beide mit Sitz in Darmstadt/Deutschland und beide ebenfalls 100%ige Töchter der Intrum Justitia Holding GmbH, auf dem deutschen Markt aktiv.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 1,9% höher als im Vorjahr (2015: +1,7%). Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 einen halben Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von +1,4% lag.

Alle Wirtschaftsbereiche trugen zur wirtschaftlichen Belebung im Jahr 2016 bei. Deutliche Zunahmen gab es daneben auch in den meisten Dienstleistungsbereichen.

Die deutschen Ausfuhren konnten 2016 trotz globaler Unsicherheiten weiter zulegen: Die Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 2,5% höher als im Vorjahr. Die Importe legten im gleichen Zeitraum mit +3,4% jedoch stärker zu.

Die Verbraucherpreise erhöhten sich 2016 in Deutschland gegenüber 2015 um 0,5%. Die Jahresteuerungsrate lag damit etwas höher als im Vorjahr (2015: +0.3%). Für die geringe Jahresteuerungsrate 2016 war maßgeblich die Preisentwicklung der Energieprodukte verantwortlich.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde 2016 erstmals von knapp 43,5 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das ist der höchste Stand seit 1991. Der Anteil der Erwerbslosen an der Gesamtzahl der Erwerbspersonen lag im Jahresdurchschnitt 2016 bei 4,0%. Die Erwerbslosenquote hat sich damit seit ihrem Höchststand im Jahr 2005 von 10,3% mehr als halbiert und war 2016 so niedrig wie noch nie seit 1991.

Das Volkseinkommen ist im Jahr 2016 um 3,4% gestiegen. Das Arbeitnehmerentgelt erhöhte sich gegenüber 2015 um 3,6%. Etwas weniger stark stiegen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen, nämlich um 3,1%.

Die privaten Konsumausgaben waren um 2,0% höher als ein Jahr zuvor. Die staatlichen Konsumausgaben erhöhten sich mit +4,2% sogar noch deutlich stärker. Insgesamt legten die Konsumausgaben um 2,5% zu und waren auch Jahr 2016 die größte Stütze des deutschen Wirtschaftswachstums.

Geschäftsentwicklung

Die Intrum Justitia GmbH verzeichnete im Jahr 2016 eine Umsatz- und Ergebnissteigerung, welche auf Vergütungsänderungen, im Wesentlichen bei den konzerneigenen Forderungen, sowie auf angepasste Konzernverrechnungen zurückzuführen sind. Die vertrieblichen Erfolge im Forderungskauf trugen ebenfalls zum Wachstum bei. Die in 2016 gewonnen Neukunden konnten hingegen den Rückgang im Bestandsgeschäft im ersten Jahr nicht kompensieren. Die Time-to-Market-Periode für das Gewinnen von strategischen Key Accounts beträgt zwischen zwölf und 36 Monate. Das Ergebnis nach Steuern fiel deutlich höher aus, als erwartet.

Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2016 waren in der Gesellschaft 106 Mitarbeiter beschäftigt, gegenüber 103 Mitarbeitern im Vorjahr.

2 Ertragslage

Die Intrum Justitia GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz in Höhe von TEUR 13.023. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.790 oder 58,2 %. Dieser Umsatzanstieg ist zum Teil auf infolge gestiegener Bearbeitungsintensität angepasste Konditionen zurückzuführen. Zum Teil resultiert der Umsatzanstieg auch aus der Bearbeitung erheblich gestiegener Volumen aufgrund gestiegener Investitionen des Konzerns in gekaufte Forderungen. Aufgrund der erstmaligen Bilanzierung nach dem BilRUG werden Konzernumlagen im Geschäftsjahr in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Da das Vorjahr nicht entsprechend angepasst wurde, ist ein Teil des Umsatzanstiegs in Höhe von TEUR 3.359 darin begründet. Die Verringerung der betrieblichen Aufwendungen um TEUR 505 oder 3,9 % resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Aufwendungen für bezogene Leistungen sowie des Personalaufwands infolge praktizierten Kostenmanagements. Die Gesellschaft erzielte operativ mit einem Ergebnis (EBITDA) in Höhe von TEUR 838 (2015: TEUR -1.649) eine Ertragsmarge von 6,4 % (2015: -20 %).

3 Finanzlage

Die Gesellschaft verfügte zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 719 (31.12.2015: TEUR 859) und verfügt über eine solide Kapitalstruktur. Die Verminderung der sonstigen Passiva ist im Wesentlichen auf die Eigenkapitalerhöhung durch die Muttergesellschaft zurückzuführen.

Kapitalflussrechnung 2016
TEUR
Periodenergebnis   0
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens + 64
Abnahme der Pensionsrückstellungen - -2
Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva + 224
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva - -2.378
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit = -2.092
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen - -26
Cashflow aus Investitionstätigkeit = -26
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen + 1.978
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit = 1.978
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds = -140
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode   859
Finanzmittelfonds am Ende der Periode = 719

4 Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2016 TEUR 17.459, was gegenüber dem Vorjahr einer Verminderung um TEUR 402 entspricht. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund einer Erhöhung des Eigenkapitals im Berichtsjahr auf 46,1 % (31.12.2015: 34,0 %) erhöht. Die Bilanz der Gesellschaft ist geprägt von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 12.508 (31.12.2015: TEUR 13.041), denen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.821 (31.12.2015: TEUR 7.053) gegenüberstehen. Der Anteil des Anlagevermögens beträgt mit TEUR 44 nur 0,3 % der Bilanzsumme.

5 Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2016

Der Gesellschaft sind seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 bis zum heutigen Tag keine bedeutsamen Vorgänge oder Ereignisse bekannt, welche die dargestellte wirtschaftliche Lage der Gesellschaft maßgeblich verändert hätten. Die bisher vorliegenden Resultate für das laufende Geschäftsjahr übersteigen im Ergebnis die Planzahlen.

6 Identifizierung und Management von Risiken

Eine Abhängigkeit von einzelnen Großkunden ist nicht gegeben. Intrum Justitia verfügt über ein aussagefähiges und effektives Risk Framework. Dieses Modell ist Bestandteil eines konzernweiten Risikomanagementsystems der Gruppe. Die Identifizierung und das Managen der Risiken werden monatlich einem Review und einer Aktualisierung unterzogen. Die Berichterstattung an die Muttergesellschaft gewährleistet eine angemessene und objektive Risikobetrachtung. Ein Schwerpunkt unseres Risk Frameworks ist das potentielle Ausfallrisiko der IT, dessen mögliche Folgen durch ein existierendes Notfallkonzept minimiert werden. Die operationalen Risiken werden durch ein geeignetes Qualitätsmanagement überwacht, welches regelmäßig durch die Geschäftsführung überprüft wird.

Die in 2016 gewonnen Neukunden im Forderungsankauf sowie im Treuhandbereich verbesserten unsere Risikostruktur weiter. Die Erweiterung unserer Kernkompetenz im Inkasso von Forderungen der Finanzbranche, wird auch in 2017 innerhalb unserer Vertriebsstrategie einen Key Driver für die Gewinnung strategisch wichtiger Kunden darstellen. Unser Datenschutzbeauftragter sowie das Datenschutzkonzept gewährleisten die Einhaltung und Umsetzung der datenschutzrelevanten Gesetze und Vorgaben. Ein kontinuierlicher Austausch mit dem zuständigen Landes Datenschutzbeauftragten gehört ebenso dazu, wie permanente Unterweisungen und Schulungen aller Mitarbeiter. Unser Legal & Compliance Officer kontrolliert und gewährleistet durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung unserer lokalen Regelungen auf das konzernweite Regelwerk, den Qualitätsstandard von Intrum Justitia in Deutschland. Als Bestandteil des Compliance-Konzeptes gibt das Beschwerdemanagementmodell weitere Beiträge, um Risiken zu erkennen und zu managen.

7 Ausblick

Der Wettbewerb hat sich auch 2016 weiter verschärft. Durch den Markteintritt weiterer strategischer Wettbewerber, z. B. aus Osteuropa und Norwegen, werden die bereits seit 2015 notierten Bieterschlachten intensiv weitergeführt werden. Die anhaltende Niedrigzinspolitik mit ihrer Möglichkeit des Cheap Fundings wird sich auf die Konditions- und Kaufpreispolitik unserer Branche weiter auswirken. Eventuelle Margenrückgänge werden wir durch weiteres Neugeschäft kompensieren müssen.

Unsere Strategie konsequenter und systematischer Marktbearbeitung der Finanzbranche wird weiter intensiviert. Durch die in 2016 aus dem Neugeschäft zusätzlich gewonnen Erkenntnisse und die nachweislich bestätigte Kompetenz Intrum Justitias im Inkasso von Forderungen der Bankenbranche wird unser Fokus verstärkt auf das Gewinnen signifikanter Portfolios und Business Process Outsourcing Projekte (BPO) gerichtet werden.

Parallel zu unserer organischen Wachstumsstrategie wird der im Hinblick auf anorganisches Wachstum in 2015 initiierte M&A-Prozess fortgesetzt. Am 14. November 2016 gaben die Intrum Justitia Gruppe und die Lindorff Gruppe ihre Absicht bekannt, beide Unternehmensgruppen in 2017 zusammenschließen zu wollen.

 

Darmstadt, den 28. September 2017

Intrum Justitia GmbH

Jürgen Sonder, Geschäftsführer

Per Christofferson, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2016 31.12.2015
Euro Euro
A. Anlagevermögen 43.940,77 81.951,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software 8.852,60 1.176,60
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.088,17 80.774,95
B. Umlaufvermögen 17.390.235,55 17.749.527,41
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.671.065,50 16.890.417,05
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 70.685,91 46.209,69
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.508.076,54 13.041.248,39
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.092.303,05 3.802.958,97
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 719.170,05 859.110,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.501,22 29.191,66
Bilanzsumme 17.458.677,54 17.860.670,62

Passiva

   
  31.12.2016 31.12.2015
  Euro Euro
A. Eigenkapital 8.042.406,34 6.064.358,66
I. Gezeichnetes Kapital 540.000,00 540.000,00
II. Kapitalrücklage 7.500.000,00 5.521.952,32
III. Gewinnvortrag 2.406,34 2.406,34
B. Rückstellungen 3.861.585,70 3.819.276,97
1. Rückstellungen für Pensionen 2.447.659,00 2.449.643,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.413.926,70 1.369.633,97
C. Verbindlichkeiten 5.549.386,52 7.972.012,07
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 158.642,23 168.138,54
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 158.642,23 (Vorjahr: T€ 168)    
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.820.934,57 7.052.811,19
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 4.820.934,57 (Vorjahr: T€ 7.053)    
davon gegenüber Gesellschafter € 0 Vorjahr: T€ 0)    
3. Sonstige Verbindlichkeiten 569.809,72 751.062,34
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 569.809,72 (Vorjahr: T€ 751)    
davon aus Steuern € 70.195,15 (Vorjahr: T€ 64)    
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.298,98 5.022,92
Bilanzsumme 17.458.677,54 17.860.670,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

2016 2015
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 13.022.680,28 8.233.294,27
2. Sonstige betriebliche Erträge 363.665,41 3.155.904,10
davon aus Währungsumrechnung € 970,14 (Vorjahr T€ 3)    
3. Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.387.370,18 3.766.362,31
4. Personalaufwand 5.525.964,36 5.601.247,18
a) Löhne und Gehälter 4.688.622,40 4.779.732,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 837.341,96 821.514,98
davon für Altersversorgung € 34.595,29 (Vorjahr: T€ 33)    
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 64.412,58 79.605,56
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.635.038,92 3.670.768,80
davon aus Währungsumrechnung € 1.195,79 (Vorjahr T€ 9)    
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.000,47 11.615,28
davon aus verbundenen Unternehmen € 10.000,47 (Vorjahr: T€ 12)    
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 146.705,24 530.018,58
davon an verbundene Unternehmen € 50.059,24 (Vorjahr: T€ 44)    
9. Ergebnis nach Steuern 636.854,88 -2.247.188,78
10. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 2.247.188,78
11. Aufwendungen aus Gewinnabführung 636.854,88  
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

I. Anwendung der gesetzlichen Vorschriften

Der Jahresabschluss der Intrum Justitia GmbH wurde für das am 31. Dezember 2016 abgeschlossene Geschäftsjahr gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Erstmals wurden die Regelungen des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) angewandt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Intrum Justitia GmbH hat ihren Sitz in Darmstadt und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Darmstadt unter HRB 4622 eingetragen.

Die Gesellschaft ist i. S. d. § 267 Abs. 2 und 4 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Der Jahresabschluss der Intrum Justitia GmbH wurde auf der Grundlage des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB erstellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Software wird zu Anschaffungskosten, jeweils abzüglich linearer Abschreibungen (Nutzungsdauer drei bis fünf Jahre), angesetzt.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen nach der linearen Methode, angesetzt.

Selbständig bewertbare und nutzbare geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 150 EUR werden grundsätzlich im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von über 150 EUR bis 1.000 EUR werden im Jahr ihrer Anschaffung in einem Sammelposten aktiviert und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit Nennwerten aktiviert, wobei erkennbare Risiken durch Abwertungen berücksichtigt werden (strenges Niederstwertprinzip).

Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Kundenforderungen) werden in Abhängigkeit des Alters der Forderung (90 Tage und mehr) gebildet.

Für die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Ansprüche auf Erstattung von Kostenvorschüssen für Ermittlungs-, Gerichts- und Anwaltskosten mit eigenem Kostenrisiko werden, unabhängig vom Alter der Forderungen, je nach Produktlinie Wertberichtigungen zwischen 65 % und 82 % (Vj 75% - 88%) gebildet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden linear über die Laufzeit der zugrundeliegenden Verträge verteilt.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden aufgrund der Betriebsvereinbarung und der Zusatzbetriebsvereinbarung zwischen der Citibank Privatkunden AG (seit 22. Februar 2010 firmierend als TARGOBANK AG & Co. KGaA), Düsseldorf, und dem Gesamtbetriebsrat (jeweils vom 2. Januar 1992) für übernommene betriebliche Altersversorgungsverpflichtungen zugunsten ehemaliger Citibank Mitarbeiter gebildet. Den Pensionsrückstellungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten der RKB Beratungsgesellschaft für betriebliche Altersversorgung mbH, Wiesbaden zugrunde. Die Berechnungen wurden unter Verwendung der modifizierten Teilwertmethode durchgeführt. Als Ausscheideordnung dienten die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Gemäß RückAbzinsV beträgt der Zinsfuß zum 31.12.2016 4,00 % p. a. (zum 31.12.2015 3,90 % p. a.) Die angenommene Gehaltssteigerung beträgt 2,50 %, die angenommene Rentensteigerung 2,00 % und die Fluktuation je nach Alter zwischen 0 % und 20 %. Abweichend zum Vorjahr wurde die Höhe der Pensionsverpflichtungen gemäß § 253 (2) HGB in Verbindung mit § 253 (6) HGB nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Jahren (Vj. 7 Jahren) ermittelt. Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag (Minderaufwand) in Höhe von EUR 369.423,- ist unter Beachtung der einschränkenden Bedingungen des § 253 (6) HGB ausschüttbar.

Den in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Jubiläumsrückstellungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten der RKB Beratungsgesellschaft für betriebliche Altersversorgung mbH, Wiesbaden zugrunde. Die Rückstellungen wurden als Teilwert einer Kapitalzahlung berechnet. Zugrunde gelegt wurden die Heubeck-Richttafeln 2005 G, der angenommene Zinsfuß beträgt 3,23 %, der Gehaltstrend 2,50 % und die Fluktuation je nach Alter zwischen 0 % und 20 %.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigen angemessen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen. Die Rückstellung zur Archivierung von Geschäftsunterlagen hat eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und wurde entsprechend abgezinst. Alle übrigen sonstigen Rückstellungen haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr und sind daher nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Währungsumrechnung

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages bewertet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten bestehen nicht.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung ergeben sich aus dem Anlagenspiegel.

Die Zugänge zum Anlagevermögen betreffen mit TEUR 11 entgeltlich erworbene Software, TEUR 6 EDV-Hardware und mit TEUR 9 Betriebs- und Geschäftsausstattung und geringwertige Wirtschaftsgüter.

Die Abgänge von TEUR 11 betreffen mit TEUR 4 geringwertige Wirtschaftsgüter, die im Jahr der Anschaffung auch als Abgang gezeigt werden, sowie mit TEUR 7 einen PKW. Die betreffenden Anlagegüter hatten keine Restbuchwerte mehr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 12.138 (Vj TEUR 7.348) die Gesellschafterin Intrum Justitia Holding GmbH, Darmstadt, mit TEUR 151 (Vj TEUR 1.096) die Schimmelpfeng Forderungsmanagement GmbH. Hier wurde das Darlehen aus der Kaufpreisfinanzierung getilgt (Vj. TEUR 598). Weitere Forderungen in Höhe von TEUR 182 (Vj TEUR 182) betreffen die Schimmelpfeng Creditmanagement GmbH, Darmstadt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten enthält im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Kostenvorschüssen für Ermittlungs-, Gerichts- und Anwaltskosten in der Höhe von TEUR 3.767 (Vj TEUR 3.449) nach Wertberichtigungen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten resultieren aus geleisteten Ausgaben, die überwiegend Versicherungsverträge, Lizenzgebühren und Leasingvorauszahlungen für Folgejahre betreffen.

Eigenkapital

Die Alleingesellschafterin, die Intrum Justitia Holding GmbH, hat im Geschäftsjahr TEUR 1.978 in die Kapitalrücklage eingezahlt. Die Eigenkapitalquote beträgt nun 46 % gegenüber 33 % im Vorjahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit TEUR 652 (Vj TEUR 583) im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten. Hiervon entfallen TEUR 406 (Vj TEUR 243) auf Mitarbeiterboni, TEUR 202 (Vj TEUR 197) auf Jubiläumsgelder, und TEUR 19 (Vj TEUR 28) auf Resturlaubsverpflichtungen und Überstunden. Die Rückstellung wegen der Aufbewahrungspflichten von Geschäftsunterlagen beträgt TEUR 597 (Vj TEUR 647). Weitere TEUR 84 (Vj TEUR 60) betreffen ausstehende Eingangsrechnungen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Intrum Justitia AB, Stockholm, Schweden in Höhe von TEUR 2.492 (Vj TEUR 4.462) sowie gegenüber der Intrum Justitia Debt Finance AG, Zug, Schweiz in Höhe von TEUR 2.163 (Vj TEUR 2.450).

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen vor allem Verbindlichkeiten aus noch an die Auftraggeber weiterzuleitenden Schuldnerzahlungen (Fremdgelder) mit TEUR 321 (Vj TEUR 368) und Überzahlungen von Schuldnern inklusive noch zu klärenden Schuldnerzahlungen mit TEUR 176 (Vj TEUR 312).

Fristigkeiten

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Archivierungsrückstellung hat eine längere Restlaufzeit von bis zu 30 Jahren und wurde dementsprechend abgezinst.

Umsatzerlöse

Aufgrund der Neudefinition der Umsatzerlöse (§ 277 (1) HGB) werden die betreffenden Konzernumlagen in Höhe von TEUR 3.359 in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Im Vorjahr wurden diese in Höhe von TEUR 2.425 in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 364 (Vj TEUR 3.156) resultieren im Wesentlichen aus periodenfremden Erträgen TEUR 232 (Vj TEUR 532), die mit TEUR 180 (Vj TEUR 205) aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten aus unplatzierbaren Zahlungseingängen im Inkassogeschäft bzw. aus Zahlungseingängen auf bereits abgeschriebenen Forderungen resultieren und mit TEUR 51 (Vj TEUR 328) aus der Auflösung von Rückstellungen stammen. Im Vorjahr wurden hier Erträge aus Konzernumlagen in Höhe von TEUR 2.425 ausgewiesen, die im Geschäftsjahr aufgrund der Neudefinition der Umsatzerlöse (§ 277 (1) HGB) in den Umsatzerlösen ausgewiesen werden.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.635 (Vj TEUR 3.671) beinhalten EDV-Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.161 (Vj TEUR 1.303), Aufwendungen für Inanspruchnahmen von Rechten und Diensten in Höhe von TEUR 942 (Vj TEUR 848), Kommunikationsaufwendungen in Höhe von TEUR 654 (Vj TEUR 795), Raum- und Bürokosten in Höhe von TEUR 532 (Vj TEUR 475) sowie Übrige Aufwendungen in Höhe von TEUR 346 (Vj TEUR 250).

Zinsergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen für Archivierungskosten in Höhe von TEUR 97 (Vj TEUR 486).

IV. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (ohne die Geschäftsführung) betrug 105 (Vj 104). Zum Jahresende beschäftigte die Gesellschaft 106 (Vj 103) Mitarbeiter, aufgeteilt in 29 (Vj 29) Mitarbeiter und 77 (Vj 74) Mitarbeiterinnen.

Verbundene Unternehmen

Verbundene Unternehmen sind alle Unternehmen des Konsolidierungskreises der Intrum Justitia AB, Stockholm/Schweden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB bestehen in Höhe von TEUR 1.192 (Vj. TEUR 2.272), die aus Mietverträgen für Büroräume, Büroanlagen und aus Leasingverträgen für PKW bestehen. Vom Gesamtbetrag sind innerhalb eines Jahres TEUR 835 (Vj. TEUR 1.260) und zwischen einem und fünf Jahren TEUR 357 (Vj. TEUR 1.012) zu leisten.

Honorar der Abschlussprüfer

Vom Abschlussprüfer wurde für das Geschäftsjahr ein Honorar in Höhe von TEUR 35 (Vj. TEUR 37) berechnet. Das Honorar betrifft nur die Abschlussprüfung.

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern bestellt sind die Herren Per Christofferson, Managing Director der Intrum Justitia AB für die Region Zentral- und Osteuropa, Bromma/Schweden, und Jürgen Sonder, Kaufmann, Baden-Baden. Beide Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinschaftlich oder gemeinsam mit einem Prokuristen. Die Vergütung der Geschäftsführer erfolgt über andere Konzerngesellschaften.

Gewinnabführungsvertrag

Mit der Gesellschafterin, der Intrum Justitia Holding GmbH, Darmstadt, besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Der Jahresgewinn des Berichtsjahres in Höhe von TEUR 637 wird an die Intrum Justitia Holding GmbH abgeführt.

Gesellschafter und Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Intrum Justitia AB, Stockholm/Schweden, an deren Sitz, Hesselmanstorg 14, Sickla, 105 24 Stockholm, der Konzernabschluss bezogen werden kann.

 

Darmstadt, den 30. März 2017

Intrum Justitia GmbH

Die Geschäftsführung

Jürgen Sonder

Per Christofferson

ANLAGENSPIEGEL 2016

Intrum Justitia GmbH, Darmstadt

Historische Anschaffungswerte
01.01.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
Euro Euro Euro Euro
Firmenwert 1.535.201,12     1.535.201,12
Selbstgeschaffene Software 324.481,64     324.481,64
Entgeltlich erworbene Software 862.450,71 10.953,80   873.404,51
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.722.133,47 10.953,80 0,00 2.733.087,27
EDV - Hardware 1.236.640,98 6.494,98   1.243.135,96
Mietereinbauten 833.078,87     833.078,87
Betriebs- und Geschäftsausstattung 421.242,74 4.552,00   425.794,74
Fahrzeuge 7.420,27   6.883,41 536,86
Zwischensumme 2.498.382,86 11.046,98 6.883,41 2.502.546,43
G W G 11.411,75 4.401,02 4.401,02 11.411,75
II. Sachanlagen 2.509.794,61 15.448,00 11.284,43 2.513.958,18
Summe 5.231.928,08 26.401,80 11.284,43 5.247.045,45
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
Euro Euro Euro Euro
Firmenwert 1.535.201,12     1.535.201,12
Selbstgeschaffene Software 324.481,64     324.481,64
Entgeltlich erworbene Software 861.274,11 3.277,80   864.551,91
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.720.956,87 3.277,80 0,00 2.724.234,67
EDV - Hardware 1.217.410,97 14.170,78   1.231.581,75
Mietereinbauten 796.607,90 27.543,00   824.150,90
Betriebs- und Geschäftsausstattung 396.168,75 15.020,00   411.188,75
Fahrzeuge 7.420,27   6.883,41 536,86
Zwischensumme 2.417.607,89 56.733,78 6.883,41 2.467.458,26
G W G 11.411,77 4.401,00 4.401,02 11.411,75
II. Sachanlagen 2.429.019,66 61.134,78 11.284,43 2.478.870,01
Summe 5.149.976,53 64.412,58 11.284,43 5.203.104,68
Restbuchwerte
31.12.2016 31.12.2015
Euro Euro
Firmenwert 0,00 0,00
Selbstgeschaffene Software 0,00 0,00
Entgeltlich erworbene Software 8.852,60 1.176,60
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.852,60 1.176,60
EDV - Hardware 11.554,21 19.230,01
Mietereinbauten 8.927,97 36.470,97
Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.605,99 25.073,99
Fahrzeuge 0,00 0,00
Zwischensumme 35.088,17 80.774,97
G W G 0,00 -0,02
II. Sachanlagen 35.088,17 80.774,95
Summe 43.940,77 81.951,55

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Intrum Justitia GmbH, Darmstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamt-darstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 29. September 2017

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