Beteiligungsgesellschaften
WIEDEMANN Siek GmbH
Jacobsrade 3, 22962 Siek, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ronny Muster seit 21.10.2025 | Prokura |
Sebastian Becker seit 20.1.2025 | Geschäftsführer |
Grzegorz Cegielski seit 26.3.2024 | Prokura |
Louisa Wiedemann seit 30.8.2023 | Prokura |
Steffen Börger seit 18.12.2020 | Prokura |
Barbara Wiedemann seit 13.12.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
B****** W********WIEDEMANN Beteiligung und Verwaltung GmbH | 10.10% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 89.90% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WIEDEMANN Beteiligung und Verwaltung GmbH (vormals: Wiedemann Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung)SarstedtKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021INHALTSVERZEICHNIS Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2021 Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (Stand: 1. Januar 2017) Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021der WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, SarstedtA. Geschäftsmodell des Unternehmens Die WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Sarstedt ("WBV") und ihre Tochtergesellschaften sind als Großhandelsunternehmen mit den Produkten der Haustechnik, speziell von Artikeln für Badeinrichtungen, Heizungsanlagen, Medizintechnik, Sanitär, Lüftung, Klima und Elektrotechnik, sowie des industriellen Anlagenbaus in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen tätig. Unsere Kunden sind überwiegend Fachhandwerksbetriebe der Gewerke Sanitär, Heizung, Lüftung sowie Gewerbe- und Industriebetriebe. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2021 wurde ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt in Höhe von 2,9 % erreicht 1. Der in 2020 verzeichnete Rückgang des BIPs von - 4,6 % konnte damit real noch nicht kompensiert werden 2. Die Lieferengpässe und die Verschlechterung der Corona-Situation zum Jahresende haben das Wachstum 2021 gebremst. Im Vorjahrsvergleich zeigte sich die Entwicklung nach Wirtschaftsbereichen zweigeteilt: Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nahm im 4. Quartal 2021 gegenüber dem 4. Quartal 2020 im Verarbeitenden Gewerbe (- 1,7 %) und im Baugewerbe (- 3,1 %) ab. In den Dienstleistungsbereichen legte sie ausgehend von den niedrigen Niveaus im Vorjahresquartal teilweise deutlich zu. So stieg die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister um 7,7 %, die der sonstigen Dienstleister um 5,5 %. Auch der Bereich öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit verzeichnete mit + 3,3 % weiterhin Zuwächse im Vorjahresvergleich. Der Anstieg in Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+ 3,9 %) wurde vor allem durch deutliche Zuwächse in den Bereichen Verkehr und Gastgewerbe getragen, während die Wirtschaftsleistung im Handel zurückging. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen - also die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen - erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 3,7 %. Da das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen im Verhältnis zum BIP vergleichsweise stark anstieg, nahm die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität - gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigenstunde - nach vorläufigen Berechnungen ab. Da die Zahl der Erwerbstätigen weniger stark anstieg als die Stundenzahl, war die Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigen höher als in 2020.
1
https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/bipbubbles.html
In jeweiligen Preisen war das BIP im 4. Quartal 2021 um 6,8 % und das Bruttonationaleinkommen um 7,3 % höher als ein Jahr zuvor. Der Unterschied zum preisbereinigten BIP erklärt sich vor allem durch starke Preissteigerungen. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte war 2,5 % höher als vor einem Jahr. Die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen stiegen gleichzeitig um 7,2 % - maßgeblich bedingt durch die hohen Inflationsraten zum Jahresende. Die im Verhältnis zum Anstieg des verfügbaren Einkommens stärkere Ausweitung der privaten Konsumausgaben führte dazu, dass die privaten Haushalte nun weniger sparten als im Vorjahresquartal 3. Der Großhandel in Deutschland hat im Jahr 2021 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real (preisbereinigt) 2,1 % sowie nominal (nicht preisbereinigt) 10,1 % mehr Umsatz als im bislang umsatzstärksten Jahr 2020 erwirtschaftet. Gegenüber dem Vor- Corona-Jahr 2019 stieg der Großhandelsumsatz 2021 real um 4,0 %. 4 Im SHK-Handwerk (Gas-, Wasser-, Heizung, Lüftungs- und Klimainstallation) stieg in 2021 der nominale Umsatz um 3,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Der preisbereinigte Umsatz sank um 3,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Juni 2021 waren in Deutschland rd. 8.900 SHK-Handwerksbetriebe registriert und damit rd. 110 Betriebe mehr als ein Jahr zuvor. Die Beschäftigten im SHK-Handwerk leisteten im ersten Halbjahr 2021 rd. 67,4 Mio. Arbeitsstunden und damit rd. 4 % mehr als im Vorjahr. 5 Der Anteil, den die Betriebe mit einer Mitarbeiterstärke von mehr als 20 Personen bildeten, stieg von rd. 40 % auf rd. 42 % im Vorjahresvergleich an. Die Anzahl der Betriebe unter 20 Mitarbeiter ist um rd. 2 % gesunken - entweder durch Aufgabe oder Erreichen oder Überschreiten der Mitarbeiterstärke von 20. Die Betriebe mit einer Mitarbeiterstärke von 20 und mehr beschäftigten rd. 70 % aller Beschäftigten und erzielten rd. 70 % des Gesamtumsatzes des SHK-Handwerks - Tendenz steigend 6. Der Umsatz im SHK-Großhandel Haustechnik stieg in 2021 im Vorjahresvergleich um 9,5 % nominal. Die Umsatzzuwächse entfielen jedoch auf die Sortimentsbereiche sehr unterschiedlich: Heizung 13,2 %, Installation 9,8 % und Sanitär vor der Wand 2,1 % nominal. 7
3 Quelle: www.destatis.de
2. Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen Der Konzernjahresüberschuss des Vorjahres beinhaltet ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von 3.747 T€ (nachfolgend auch "Sondereffekt" genannt), welches durch nachträglichen Entfall der Vorsteuerkürzungen für Lieferantenbonifikationen entstanden ist. Für weitergehende Details ist auf den Vorjahres-Konzernlagebericht verwiesen. 3. Darstellung der wirtschaftlichen Lage und des Geschäftsverlaufs der Gruppe Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns ist insbesondere von den Ergebnissen der operativtätigen Gesellschaften:
geprägt. Für eine bessere Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind die in den nachfolgend angegebenen Kennzahlen angegebenen Vorjahreszahlen auf Basis der jeweils angepassten Konzern-GuV-Daten des Vorjahres berechnet, so dass der unter Gliederungspunkt 2. beschriebene Sondereffekt bei der Ermittlung der Kennzahlen nicht berücksichtigt ist. Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren werden seitens der Geschäftsführung die Höhe der Umsatzerlöse und des ROI als Steuerungsgrößen der Gesellschaft definiert. Dabei ergibt sich die Kennzahl ROI aus Umsatzrentabilität multipliziert mit der Umschlagshäufigkeit des Gesamtkapitals. Das Ergebnis gibt Aufschluss über den finanziellen Erfolg im Verhältnis zum gesamten gebundenen Kapital des Unternehmens.
Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 26,1 Mio. € (13,3 %) gestiegen. Die Erhöhung ist Ergebnis des anorganischen Wachstums, einer guten Vertriebsleistung, des Marktwachstums, der Preissteigerungen sowie der Veränderung des Absatzmixes. Als bedeutsame nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden seitens der Geschäftsführung die Mitarbeiterfluktuationsquote sowie die Anzahl der Mitarbeiter als Steuerungsgrößen der Gesellschaft definiert. Die Fluktuationsquote ermittelt sich aus den Anteilen der Mitarbeiter, die im Vergleich zur durchschnittlichen Belegschaft das Unternehmen jährlich durch eigene Kündigung verlassen haben. Die Zielsetzung ist dabei, die Mitarbeiterzufriedenheit zu ermitteln und zu verbessern.
* Diese Kennzahl gibt die Anzahl der Mitarbeiter
zzgl. (Auszubildende) zum Stichtag
Die Mitarbeiterfluktuationsquote lag über der Prognose für 2021 und über dem Vorjahreswert. Die Entwicklung ist Folge des weiterhin zunehmenden Fachkräftemangels. Wir erwarten durch die zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheiten durch Warenverfügbarkeit und steigende Energiepreise vorsichtigere Handlungsweisen der Mitarbeiter. Im Branchenvergleich können wir eine überdurchschnittliche Mitarbeiterbindung feststellen. Der Anstieg der Mitarbeiterzahlen ist überwiegend auf die Übernahme der vier neuen Standorte sowie auf den Bereich Logistik zurückzuführen. Vermögenslage Das Vermögen der Gesellschaft zum Bilanzstichtag ist im Vergleich zum Vorjahresbilanzstichtag um 4,6%, mithin 5.924,7 T€, insgesamt gewachsen. Dabei haben sich die einzelnen Vermögensarten unterschiedlich entwickelt. Stärkster Treiber des Wachstums war der mengen- und wertmäßige Aufbau des Vorratsvermögens von 34.060,9 T€ um 6.802,6 T€ auf 40.863,5 T€. Diese Nachfrageveränderung führte neben gestiegenen Beständen auch zu höheren Kundenforderungen. Diese stiegen von 11.343,5 T€ um 1.443,6 T€ auf 12.787,1 T€ im Vergleich zum Vorjahresbilanzstichtag. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken in nahezu selbem Umfang, sodass der Gesamtbestand an Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen auf dem Vorjahresniveau geblieben ist. Zudem gab es in Folge der Einbringung der Geschäftsanteile der WBV in die WIEDEMANN Familien KG, des damit verbundenen Gesellschafterwechsels sowie der damit eintretenden Ausweisänderung erhebliche Verschiebungen zwischen den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Wesentlicher Posten in den sonstigen Vermögensgegenständen sind die Bonifikationsansprüche gegenüber Lieferanten. In das Anlagevermögen wurden 5.307,0 T€ im Geschäftjahr investiert. Schwerpunkt der Investition waren Grundstücke und Gebäude mit 2.369,7 T€ sowie Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 1.605,3 T€. Die Übernahme der vier neuen Standorte (Zeitz, Naumburg, Altenburg und Gera) waren neben den laufenden Ersatzinvestitionen maßgeblich für diese Entwicklung ursächlich. Gleichzeitig schieden immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanalgen mit historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von 1.470,1 T€ im Geschäftsjahr aus dem Vermögen aus. Auf diese entfielen Buchwerte von 198,9 T€ zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens. Zudem wirkten Abschreibungen in Höhe von 3.454,2 T€ auf den Wert des Anlagevermögens im Geschäftsjahr. Im Finanzanlagevermögen ist die Beteiligung an HBG Haustechnik Beteiligungs GmbH & Co. KG um einen Betrag in Höhe von 1.100,0 T€ erweitert worden. Gewährte Darlehen sind in Folge von erhaltenen Tilgungen um 281,2 T€ gesunken. Als Ergebnis vorgenannter Einflüsse ist das Anlagevermögen im Geschäftsjahr von 50.691,9 T€ um 1.372,6 T€ auf 52.064,5 T€ gewachsen. Die liquiden Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) konnten zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt von 3.215,1 T€ um 2.213,8 T€ auf 1.001,3 T€ reduziert werden. Kapitalstruktur Die Eigenkapitalquote stieg in Folge des erzielten Jahresüberschusses sowie der Thesaurierung der Vorjahrsergebnisse und trotz des Vermögenszuwachses von 76,5% auf 77,2% zum Bilanzstichtag. Der Vergleich der Vermögensstruktur mit der Kapitalstruktur zeigt, dass die Summe aus Anlagevermögens einschließlich der Finanzanlagen in Höhe von 16.943,8 T€, aus Vorratsvermögen sowie aus Kundenforderungen nahezu der Höhe des Eigenkapitals entspricht. Die Summe der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel entspricht nahezu der Höhe der vorhandenen Verbindlichkeiten. Die Kapitalstruktur wird als äußerst solide beurteilt. Die Nettobankschulden (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich liquider Mittel) haben sich wie folgt entwickelt:
Liquidität
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist leicht negativ. Der Konzernjahresüberschuss in Höhe von 5.509,6 T€ bereinigt um Beteiligungserträge in Höhe von 1.460,3 T€ und erhöht um die nicht zahlungswirksamen Abschreibungen in Höhe von 3.454,2 T€, mithin 7.503,5 T€, erreichte knapp den durch die laufende Geschäftstätigkeit verursachten Liquiditätsbedarf, welcher sich in Folge des Ausbau des Warenbestands und Kundenforderungen, des Rückgangs der Lieferantenverbindlichkeiten und der Rückstellungen im wesentlichen ergab. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in immaterielle Vermögensgegenstände und in Sachanlagevermögen ist trotz Erweiterungsinvestitionen nahezu auf Abschreibungsniveau. Die Erweiterung der Beteiligung an der HBG Haustechnik Beteiligungs GmbH & Co. KG mit 1,1 Mio. € war in Höhe von 0,4 Mio. € zahlungswirksam und ist innerhalb des Cashflows aus Investitionstätigkeit berücksichtigt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist negativ, da dieser maßgeblich durch die Tilgung von Bankdarlehen geprägt ist. Der über Banken gedeckte Finanzbedarf der Gesellschaft stieg im Geschäftsjahresverlauf von 10.112,8 T€ um 2.210,9 T€ auf 12.323,7 T€ an. Dabei wurden überwiegend die dem Finanzmittelfonds zuzurechnenden Kontokorrentlinien in Anspruch genommen, sodass trotz gestiegener Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ein negativer Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten zu beobachten ist. Der Finanzmittelfonds sank im Geschäftsjahr von 2.660,1 T€ um -6.132,7 T€ auf -3.472,6 T€. Unabhängig davon bestehen zum Stichtag 31. Dezember 2021 nicht ausgeschöpfte Kreditlinien im notwendigen Umfang zur Verfügung. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt gegeben. Skontierungsmöglichkeiten wurden grundsätzlich genutzt. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021 konnten die Umsatzerlöse deutlich gegenüber dem Vorjahr von 196,0 Mio. € um 26,1 Mio. € bzw. um 13,3% auf 222,1 Mio. € erhöht werden. Gleichzeitig stieg der Materialaufwand von 142,6 Mio. € um 21,6 Mio. € bzw. um 15,1% auf 164,2 Mio. €. Eine wesentliche Ursache der höheren Materialaufwandsquote ist die Veränderung des Absatzmixes zu höherpreisigen Artikeln mit geringerem Margenanteil. Sämtliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind durch das anorganische Wachstum, welches in Folge des Erwerbs der vier neuen Standorten (Zeitz, Naumburg, Altenburg und Gera) eingetreten ist, geprägt. Die niedrigen Veränderungsraten sämtlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, insbesondere Personalaufwand von +5,6% sowie sonstige betriebliche Aufwendungen von +8,1%, konnten durch Ausnutzung bestehender Einsparpotentiale erreicht werden. Die Umsatzrentabilität ist im Vergleich zum Vorjahr von 2,12 % (bereinigt um Sondereffekte) auf 2,47 % gestiegen.
Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Das Geschäftsjahr 2021 verlief für die WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH zufriedenstellend, da die gesetzten Ziele erreicht worden sind. Insgesamt lässt sich jedoch feststellen, dass der ROI mit 4,1% das unternehmerische Risiko nicht angemessen vergütet und wir auf einem niedrigen Ertragsniveau agieren. Die Gesellschaften des Konzerns arbeiten kontinuierlich an einer stetigen Verbesserung der Ertragssituation. Die starke Eigenkapitalquote sorgt für eine äußerst stabile Finanzlage. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Chancen- und Risikobericht Der wirtschaftliche Erfolg des WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH-Konzerns ist aufgrund der COVID-19-Pandemie im zurückliegenden Zeitraum relativ wenig beeinflusst. Der SHK-Großhandel wird als system-relevant klassifiziert, womit der Gesellschaft eine komplette Schließung erspart geblieben ist. Die Ausstellungen mussten wir je nach Bundesland zeitweise schließen oder durften nur unter Auflagen öffnen. Einen Umsatzeinbruch können wir aber bisher damit nicht beobachten. Inzwischen sind wir auch in diesem Bereich in der Lage, online zu beraten und zu verkaufen und damit wesentliche Vorarbeiten zum Vertragsabschluss zu leisten. Eine belastbare Prognose bzgl. der COVID-19-Pandemie der längerfristigen Auswirkungen ist mangels vergleichbarer Erfahrungen nur eingeschränkt möglich. Die Pandemie hat sicherlich Sondereffekte auf die Instandsetzung/Sanierung im privaten Bereich, größere Projekte könnten sich allerdings verzögern, da Baugenehmigungen durch die Pandemie noch einmal mehr Zeit in Anspruch nehmen Darüber hinaus werden sich die neuen Erkenntnisse zu Arbeitspraktiken auf Veränderungen im Bestand und in der Neuplanung zum Beispiel von Büros führen. Gegebenenfalls beeinflussen auch die Kosten der Pandemie die Investitionsbereitschaft. Die Gesellschaften des WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH - Konzerns haben umfangreiche Maßnahmen zur Stabilisierung des Geschäftsbetriebes getroffen und halten diese bis heute konsequent nach. Die Pandemie hat die Veränderungsbereitschaft von Mitarbeitern, Unternehmen und Märkten beschleunigt. Der Vertriebsweg Online und die digitale Transformation fördern im Wettbewerb die Transparenz und erhöhen dadurch den Druck auf den traditionellen Vertriebsweg. Risiken aus einer Abhängigkeit zu einzelnen Kunden bestehen aus Sicht der Geschäftsführung nicht. Abhängigkeiten von Lieferanten sind im Zusammenhang mit Jahreszielsetzungen und Konditionen durchaus vorhanden, auch wenn diese in aller Regel austauschbare Produkte anbieten. Eine besondere Umweltgefährdung geht von unserem Unternehmen und den Sortimenten, die wir führen, nicht aus. Wesentliche Bestandteile unseres in der Aufbau- und Ablauforganisation integrierten Risikomanagementsystems sind:
Um etwaigen Risiken zu begegnen, ergreifen wir unter anderem die folgenden Maßnahmen:
Warenkredite für unsere Kunden orientieren sich dabei an den Bonitätsklassen, den Zahlungserfahrungen mit dem jeweiligen Kunden sowie weiteren Faktoren, aus denen sich die Zuordnung einer Risikoklasse und infolgedessen ein Kreditlimit ergibt. Kontinuierliche Optimierungen in den Prozessabläufen und starke Kundenorientierung sind unsere Maßnahmen zur Sicherung unserer Marktposition und zur Verbesserung der Ertragslage. Das vorhandene Umsatzpotential bietet auch für die kommenden Jahre ausreichend Wachstumsmöglichkeiten. Die Bestände in Handelsware nehmen eine signifikante Größe des Working Capitals ein. Durch den Einsatz der Lagerverwaltung mit einem intelligenten Bestandsmanagement kann der Warenbestand bedarfsgerecht gesteuert und gleichermaßen eine hohe Lieferbereitschaft erreicht werden. Das angebotene Warensortiment ist wohl diversifiziert. Ein aktives Cash Management dient zur Steuerung und Minimierung von Liquiditätsrisiken. Entsprechende Frühwarnsysteme sind implementiert. Auswirkungen durch Haftungsrisiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden durch im Berichtsjahr optimierte Versicherungen begegnet. Durch ein intensives Forderungsmanagement wird das Risiko von Adressausfällen nachhaltig minimiert. Langfristige Rahmenverträge in Verbindung mit der Bündelung von Bedarfsvolumina stärken die Beziehung zu Lieferanten. Die IT-Verfügbarkeit ist durch das Hosting in einem Rechenzentrum optimiert. Gesamtbild über die Risikolage der Gesellschaft
Das Risiko Umsatz- und Margenrisiko hat mehrere Dimensionen. Das allgemeine Nachfragerisiko ist als gering einzuschätzen. Die aktuell hohen Auftragsbestände und Auftragseingänge versprechen eine nachhaltige Nachfrage nach Produkten des SHK-Handwerks. Fehlende Warenverfügbarkeit, allein einzelner Komponenten, können trotz Auftragsbestand zum Umsatzeinbruch führen. Fehleinschätzungen der Warenverfügbarkeit können Margenverluste in Folge von Gutschriften für Schadensersatz und Kulanz verursachen. Die fortschreitende Etablierung von Onlinehändlern, die mit Kampfpreisen ihr Unternehmen in den Markt einführen, sorgen für zusätzlichen Preisdruck im klassischen Handel. Insgesamt beurteilen wir aufgrund teils gegenläufiger Effekte das Umsatz- und Margenrisiko als mittel. Das allgemeine Risiko, den erwarteten Bedarf an Fachkräften adäquat zu decken, ist hoch. Mit vielen attraktiven Leistungen platzieren wir uns als attraktiver Arbeitgeber. Mitarbeiterbefragungen reflektieren uns die vorhandenen Potentiale, die wir konsequent umsetzen. Das Vorratsvermögen bildet eine der größten Vermögenspositionen des Unternehmens. Veränderungen im Nachfrageverhalten, im Produktangebot der Hersteller und in öffentlich-rechtlichen Rahmenbedingungen bergen stets das Risiko der Aktualität des Vorratsvermögens. Diesem begegnen wir durch kontinuierliches Überwachen und Steuern der Lagerzu- und -abgänge sowie der vertrieblichen Maßnahmen. Preisrisiken aktueller Ware erkennen wir derzeit aufgrund der starken und häufigen Teuerungszuschläge der Industrie nicht. Der in der Baubranche zu verzeichnende Anstieg des Auftragsbestands führt zum Anstieg von Kundenbestellungen und damit - gerade bei steigenden Preisen - zum Anstieg der Bevorratung und zum Anstieg des Finanzierungsbedarfs. Diesem Risiko begegnen wir durch Erweiterung unserer Lager- und Logistikkapazitäten, konsequentem Bestandsmanagement gegenüber unseren Lieferanten und Kunden sowie durch ausreichend dotierte Finanzrahmenverträge. Insgesamt beurteilen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel. Die Wahrscheinlichkeit von Forderungsausfällen wird aufgrund des Wiedereinsetzens der Insolvenzantragspflicht und der stark steigenden Preise für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe höher als im Vorjahr eingestuft. Insbesondere die Preissteigerungen erfordern zusätzliche Maßnahmen auf der Absatz- und der Finanzierungsseite durch den Händler aber auch durch seine Kunden. Kundenseitige Defizite belasten dessen Ertragslage und Finanzlage. Insgesamt wird das Risiko als mittel eingestuft. Nach unserer Einschätzung bestehen keine Risiken, die den Bestand der Gesellschaft aktuell oder zukünftig gefährden könnten. Prognosebericht Das Kieler Institut für Weltwirtschaft erwartet in seiner aktuellen Einschätzung vom 17.3.2022 für 2022 ein preisbereinigtes BIP in Höhe von 2,1 % (2021: 2,9 % und vorherige Prognose 4,0 %). Gleichzeitig sollen die Verbraucherpreise ähnlich wie in den vergangenen Monaten um 5,8 % höher als im Vorjahresmonat liegen. Die Arbeitsproduktivität soll auf dem Niveau 2021 stagnieren. Die Anzahl der Beschäftigten soll um 1,3 % steigen und die Arbeitslosenquote von 5,7 % auf 4,9 % sinken. 3 Der Krieg in der Ukraine belastet die deutsche Wirtschaft erheblich. Die gestiegenen Energiekosten (Strom, Wärme, Treibstoff) belasten private Haushalte und Unternehmen gravierend. Allerdings haben in Deutschland die Konsumenten während der Pandemiephase zusätzliche Ersparnisse in Höhe von 220 Mrd. € angehäuft. Ferner sitzen die Industrieunternehmen auf rekordhohen Auftragsbeständen von 100 Mrd. €, rd. 17 % ihrer Jahresproduktion. Diese Sonderfaktoren federn den Ukraine-Schock ab, so dass die konjunkturelle Erholung nach der Corona-Pandemie zwar kurzfristig stark belastet wird, aber nicht abbrechen wird. Die Erhöhung des Mindestlohnes auf 12 € wird voraussichtlich zu Beschäftigungsverlusten führen. Außerdem erreicht das Arbeitskräfteangebot im nächsten Jahr wegen der Alterung der Gesellschaft seinen Zenit. Die Arbeitslosigkeit sinkt von 5,7 % (2021) auf neue gesamtdeutsche Tiefstände von 4,9 % (2022) und 4,7 % (2023). Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Januar 2022 kalender- und saisonbereinigt 10,8 % niedriger als im Dezember 2021. Dieser Rückgang im Vormonatsvergleich ist insbesondere auf den durch Großaufträge bedingten hohen Auftragseingang im Dezember 2021 zurückzuführen. Im Vergleich zum Januar 2021 war der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Januar 2022 um 4,4 % niedriger. Trotz des realen Rückgangs erreichte der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang im Januar 2022 mit einem Volumen von 7,0 Mrd. € den höchsten jemals gemessenen Wert in einem Januar seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1991. Der nominale Auftragseingang lag damit 9,3 % über dem Vorjahresniveau. Der nominale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im Januar 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 20,1 % auf 4,9 Mrd. € gestiegen. Bei den hohen Umsatzsteigerungen sind zwei Effekte besonders zu berücksichtigen: ein besonders schwacher Januar 2021 - bedingt durch das Auslaufen der temporären Mehrwertsteuersenkung im Jahr 2020 - sowie die sehr stark gestiegenen Baupreise (real, preisbereinigt: + 7,0 % gegenüber Januar 2021). Zum Ende 2021 lag der nominale Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe mit 64,3 Mrd. € um 15,5 % höher als zum Jahresende 2020, Neben der anhaltend hohen Nachfrage nach Bauleistungen trugen auch Lieferengpässe bei Baumaterialien dazu bei, dass eingehende Aufträge im Jahresverlauf nicht schnell genug abgearbeitet werden konnten. 9 Die branchenspezifische Nachfrage für das Geschäftsjahr 2022 wird voraussichtlich auf hohem Niveau nominal weiterhin leicht steigen. Die letzte Prognose vor Ausbruch des Kriegs dokumentiert einen nominalen Umsatzanstieg von 6,5 % im Haustechniksegment. Die schwierig abzuschätzende Lieferverfügbarkeit einzelner Komponenten sorgt für erhöhte Unsicherheit in der Prognose der geschäftlichen Entwicklung. Bei Durchsetzung von Preissteigerungen zur Kompensation von Teuerungszuschlägen der Hersteller einerseits sowie steigenden Personal- und Energiekosten anderseits erwarten wir eine Umsatzrendite in 2022 zwischen 2,0 % und 3,0 %. Leider haben wir in Folge der pandemischen Lage aktuell Herausforderungen in der Logistik, deren Ende und Auswirkungen auf die Ertragslage noch nicht absehbar sind. Der Ukraine-Krieg hat vielfältige Auswirkungen auf unsere Branche. Einige Hersteller haben Fertigungsstätten oder Vorlieferanten in der Ukraine oder in Russland, sodass Lieferketten gestört sind. Der Import aus Russland sowie der Export nach Russland wird aus moralischen Gründen eingestellt. Vereinzelt fehlen Komponenten einer Anlage. Insgesamt wird die Warenverfügbarkeit derzeit als gut eingestuft. Wir begegnen der drohenden, geringeren Warenverfügbarkeit mit höheren Warenbeständen. Die zusätzlichen logistischen Herausforderungen hinterlassen ihre Spuren. Auch die allgemein gestiegenen Energiepreise für Gas, Strom und Treibstoffe belasten die Ertragslage. Absatzseitig ist eine hohe Nachfrage nach Wärmepumpen zu beobachten, auch um die Abhängigkeit vom russischen Gas abzubauen. Höhere Umsätze, höhere Forderungen, größerer Platzbedarf und höhere Kosten sind die Folgen. Unsere Kunden müssen sich auf die veränderte Nachfrage nach Wärmepumpen einstellen. Die Zuwanderung von ukrainischen Flüchtlingen bietet Potential die geringe Verfügbarkeit von Mitarbeitern abzumildern. Insgesamt erwarten wir eine nachhaltige Belastung unserer Ertragslage, ohne dass diese insgesamt negativ werden wird.
9
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/03/PD22_130_441.html
Auf Basis dieser Annahmen wird im Jahr 2022 bei den finanziellen Leistungsindikatoren mit einem Anstieg der Umsatzerlöse auf 243,4 Mio. € sowie einem ROI in Höhe von 4,0 % gerechnet. Bei den nicht finanziellen Leistungsindikatoren wird im Jahr 2022 mit 663 Mitarbeitern und 63 Auszubildenden sowie einer Mitarbeiterfluktuationsquote von 6% gerechnet.
Sarstedt, 31. März 2022 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021
Sondereffekt im Berichtsjahr 2020 Zwei konsolidierte Tochterunternehmen haben in der Vergangenheit Vorsteuerbeträge aufgrund von Rechnungen in Zusammenhang mit Warenlieferungen ihrer Lieferanten geltend gemacht. In Übereinstimmung mit der zu dem damaligen Zeitpunkt gültigen Rechtslage wurden diese Vorsteuerbeträge aufgrund bestimmter weitergeleiteter Entgelte seitens sog. Zentralregulierer in den Veranlagungszeiträumen 2009 bis 2015 gekürzt. Aufgrund der Rechtsprechungsänderung des BFH (vgl. insbesondere BFH, Urteil vom 3. Juli 2014, V R 3/12, BStBl. II 2015, 307) war die Kürzung der Vorsteuerbeträge in den Veranlagungszeiträumen 2009 bis 2015 rückgängig zu machen. Die Rückgängigmachung der ursprünglichen Vorsteuerkürzung hat zur Änderung der Umsatzsteuerfestsetzungen zugunsten der zwei Tochterunternehmen und somit zur Erhöhung des Konzernjahresüberschusses in Höhe von € 3.747.721,07 (Sondereffekt) * geführt. Anhang zum Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021I. Vorbemerkungen 1 Die WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung (WBV) hat ihren Sitz in Sarstedt und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Hildesheim (HRB 2112). 2 Die Verpflichtung zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 HGB. 3 Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. II. Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungskreis 4 Der Konzernabschluss umfasst neben der WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung vier (Vorjahr: vier) inländische Tochterunternehmen. Es handelt sich um Mehrheitsbeteiligungen. 5 Zum 1. Januar 2014 wurde darüber hinaus der Konsolidierungskreis in laufender Rechnung um die Azzeko Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG (Azzeko) erweitert. Es handelt sich um eine Objektgesellschaft, deren vornehmliche Tätigkeit es ist, eigenes Vermietvermögen zu verwalten. Die Konsolidierung erfolgt gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB. 6 Folgende Gesellschaften wurden in den Konzernabschluss einbezogen und sind daher bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HBG von den Verpflichtungen befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den Vorschriften des zweiten Abschnitts des HGB aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen: Name, Sitz
Konsolidierungsstichtag 7 Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen haben ein dem Kalenderjahr entsprechendes Geschäftsjahr. Konsolidierungsstichtag ist der 31. Dezember. Kapitalkonsolidierung 8 Der Konzernabschluss wurde erstmals auf den 31. Dezember 2001 erstellt. Die Erstkonsolidierung wurde auf diesen Zeitpunkt vorgenommen. Abweichend hiervon erfolgte die Erstkonsolidierung der Azzeko auf den 1. Januar 2014 und der Peter HELLMICH KG sowie der Peter HELLMICH Verwaltungs-GmbH auf den 1. Januar 2018. 9 Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen WIEDEMANN Industrie- und Haustechnik GmbH sowie Walter WESEMEYER GmbH wurde nach der Buchwertmethode vorgenommen. Die Kapitalkonsolidierung der Azzeko sowie der Peter HELLMICH KG und der Peter HELLMICH Verwaltungs-GmbH erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Soweit Dritte an den einbezogenen Unternehmen beteiligt sind, sind deren Anteile innerhalb des Eigenkapitals als "Nicht beherrschende Anteile" gesondert ausgewiesen. 10 Die Verrechnungen wurden jeweils zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss sowie bei Zuerwerben, Neugründungen oder ähnlichen Erweiterungen des Konsolidierungskreises zum jeweiligen Zeitpunkt der Erweiterung des Konsolidierungskreises vorgenommen. 11 Nach Zuschreibung oder Verrechnung i.S. des § 301 Abs. 3 HGB verbleibende Unterschiedsbeträge wurden in der Konzernbilanz gemäß § 301 Abs. 3 HGB auf der Aktivseite als "Geschäfts- oder Firmenwert" bzw. auf der Passivseite als "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Schuldenkonsolidierung 12 Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden verrechnet. Behandlung von Zwischenergebnissen 13 Zwischengewinne wurden bezugnehmend auf § 304 Abs. 2 HGB aufgrund der Geringfügigkeit nicht berücksichtigt. Aufwands- und Ertragskonsolidierung 14 Aufwendungen und Erträge, die aus Geschäftsbeziehungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen resultieren, wurden verrechnet. Latente Steuern 15 Neben den latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen wurden bei aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen bestehenden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, für die sich daraus ergebenden Steuerbelastungen auf der Passivseite der Konzernbilanz und für sich daraus ergebenden Steuerentlastungen auf der Aktivseite der Konzernbilanz Posten für latente Steuern gebildet. Nicht beherrschende Anteile 16 Für nicht der WBV gehörende Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurde in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals ein Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile ausgewiesen. Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 17 Die Konzernbilanz sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind unter Berücksichtigung von Sonderposten aus der Konsolidierung bzw. aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen entsprechend der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung der WBV gegliedert. Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen 18 Aufgrund der im Berichtsjahr 2021 erfolgten Einbringung mehrerer Gesellschaften der WIEDEMANN Gruppe in die WIEDEMANN Familien KG, Sarstedt, werden die Geschäftsbeziehungen dieser Unternehmen untereinander und gegenüber der WIEDEMANN Familien KG ab dem Geschäftsjahr 2021 entsprechend § 271 Abs. 2 HGB als solche zwischen verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Insoweit sind die Vorjahreszahlen dieser Abschlussposten nicht vergleichbar. 19 Darüber hinaus ergibt sich eine eingeschränkte Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, da im Vorjahresergebnis (Geschäftsjahr 2020) der Einzelabschlüsse zweier Tochtergesellschaften wesentliche außerordentliche Erträge aus der Umsatzsteuererstattung einer Zentralregulierungsstelle enthalten sind. Um die Vergleichbarkeit der Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung diesbezüglich herzustellen, wurde die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung um eine Spalte ("2020 Ohne Sondereffekte") erweitert. IV. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden 20 Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Diese wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten und entsprechen dem Vorsichts- und Realisationsprinzip sowie den Grundsätzen der Bewertungsstetigkeit, Einzelbewertung und Periodenabgrenzung unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. 21 Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Die Nutzungsdauern betragen 1 bis 10 Jahre. 22 Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Gebäude und übrigen Anlagenwerte werden linear, einige auch degressiv, auf Basis der nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Bei Zu- und Abgängen wird die Abschreibung zeitanteilig vorgenommen. Die Nutzungsdauer der Sachanlagen beträgt für
23 Niedrigere Wertansätze von Vermögensgegenständen, die bis zum 31. Dezember 2009 zugegangen sind und auf nur steuerlich anerkannten Abschreibungsmethoden und -dauern basieren, werden in Ausübung des Wahlrechts nach Artikel 67 Abs. 4 EGHGB unter Anwendung der für sie geltenden Vorschriften fortgeführt. 24 Geringwertige Anlagegüter haben nur einen untergeordneten Wertumfang und werden bei Anschaffungskosten bis € 250 im Jahr des Zugangs direkt als Aufwand erfasst. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250 und € 800 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang erfasst. 25 Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. 26 Die Handelswaren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des gleitenden Durchschnittspreises (GLD) oder dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag und der festgelegten Gruppenbewertungsrichtlinien angesetzt. Dabei wurden Reichweitenabschläge und Abschläge für schlechtere Wiederverkaufbarkeit (Niederstwert) sowie Abschläge für Skonti, Boni und Delkredere berücksichtigt 27 Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet, die neben Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch notwendige Fertigungs- und Materialgemeinkosten umfassen. Vertriebskosten und Zinsen werden nicht berücksichtigt, auf den Ansatz der allgemeinen Verwaltungskosten und der Kosten für Altersvorsorge wird verzichtet. Soweit erforderlich, sind niedrigere beizulegende Werte angesetzt. 28 Geleistete und erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bilanziert und direkt von den Vorräten abgesetzt. 29 Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. 30 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind ausgehend von den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung erkennbarer und latent vorhandener Ausfallrisiken bewertet. Erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. 31 Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe des Nominalwertes angesetzt worden. 32 Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen bzw. auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 33 Die Posten des Eigenkapitals werden mit ihrem Nominalbetrag ausgewiesen. 34 Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen und werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. 35 Die Verbindlichkeiten werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 36 Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt. 37 Bei dem ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt es sich ausschließlich um einen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung, der sich wie folgt zusammensetzt:
Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt linear entsprechend der typisierten Nutzungsdauer von 10 Jahren. 38 Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren T€ 2.192,5 (Vorjahr: T€ 0,0) aus Lieferungen und Leistungen und T€ 11.896,9 (Vorjahr: T€ 0,0) aus dem Finanzverkehr. 39 Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus Beteiligungserträgen. 40 Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist in Höhe der geleisteten Ausgaben angesetzt. 41 Der Posten für aktive latente Steuern basiert auf einem höheren Wert eines bilanzierten Gebäudes in der Steuerbilanz des konsolidierten Unternehmens, der sich in den folgenden Jahren aufgrund planmäßiger Abschreibungen wieder angleicht (T€ 11,7 p.a.). Den Berechnungen liegt ein Steuersatz von 30% zugrunde.
42 Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt It. Satzung T€ 2.000,0 ist voll eingezahlt. 43 Die stille Einlage in Höhe von insgesamt T€ 12.000,0 wird im Eigenkapital ausgewiesen und ist zum Nominalwert bewertet. Es handelt sich um eine typisch stille Beteiligung. 44 Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (T€ 1.035,2; Vorjahr: T€ 1.091,3), Provisionen (T€ 669,6; Vorjahr T€: 648,0), Prozessrisiken (T€ 272,0; Vorjahr: T€ 208,0), Berufsgenossenschaftsbeiträge (T€ 192,7; Vorjahr: T€ 170,7), Jahresabschlusskosten (T€ 133,3; Vorjahr: T€ 69,3) sowie Archivierungskosten (T€ 99,9; Vorjahr T€ 99,9). 45 Die Angaben zu den Restlaufzeiten sind dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
46 Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 4.070,1 (Vorjahr: T€ 5.173,7) durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. 47 Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. 48 Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit T€ 787,4 (Vorjahr: T€ 990,8) Verbindlichkeiten aus Steuern, mit T€ 1.031,6 (Vorjahr: T€ 1,091,4) kreditorische Debitoren, mit T€ 0,6 (Vorjahr: T€ 0,6) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und mit T€ 2.452,5 (Vorjahr: T€ 3.208,9) übrige sonstige Verbindlichkeiten. 49 Die Veränderung der passiven latenten Steuern resultieren aus der anteiligen Auflösung eines Sonderpostens mit Rücklagenanteil in der Steuerbilanz, der im Übrigen, entsprechend den Regelungen des BilMoG den Gewinnrücklagen ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung zugerechnet wurde. Der Sonderposten stammt aus Sonderabschreibungen nach § 4 Fördergebietsgesetz und nach dem Zonenrandförderungsgesetz. Darüber hinaus bestehen keine Steuerlatenzen. Die latenten Steuern werden mit dem Steuersatz des betroffenen Unternehmens (29,13%) bemessen.
VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 50 Die Umsatzerlöse entfallen fast ausschließlich auf Handelsumsätze und gliedern sich wie folgt auf:
51 Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtsjahr keine Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung (Vorjahr: T€ 5.482,9). Diese betrafen im Vorjahr ausschließlich Erträge aus der Erstattung von Umsatzsteuer aus der Zentralregulierung. Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 364,1; Vorjahr: T€ 388,5), Erträge der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (T€ 73,6; Vorjahr: T€ 37,2), sonstige periodenfremde Erträge (T€ 47,1; Vorjahr: T€ 168,9), Erträge aus abgeschriebenen Forderungen (T€ 45,0; Vorjahr: T€ 31,8) sowie Erträge aus Anlagenabgängen (T€ 27,7; Vorjahr T€ 43,1) ausgewiesen. 52 In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 557,7 (Vorjahr: 6.251,2) enthalten. Im Wesentlichen handelt es sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 364,1; Vorjahr: T€ 388,8), Erträge aus ausgebuchten Verbindlichkeiten (T€ 73,6; Vorjahr: 37,2) sowie Erträge aus abgeschriebenen Forderungen (T€ 45,1; Vorjahr: T€ 31,8). 53 Der Personalaufwand enthält insgesamt T€ 98,0 (Vorjahr: T€ 91,1) Aufwendungen für Altersversorgung. 54 Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Betriebsaufwendungen (T€ 9.770,8; Vorjahr: T€ 8.502,1), Verwaltungsaufwendungen (T€ 7.483,3; Vorjahr: T€ 6.719,5) und Vertriebsaufwendungen (T€ 3.001,4; Vorjahr T€ 2.643,8). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von T€ 464,6 (Vorjahr: T€ 1.043,0) periodenfremden Aufwand. Der periodenfremde Aufwand resultiert im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. 55 In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist periodenfremder Aufwand in Höhe von T€ 130,4 (Vorjahr: T€ 1.396,6) sowie Ertrag aus der Auflösung der passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 12,4 (Vorjahr: T€ 14,4) enthalten. 56 Vergütungen an stille Gesellschafter werden unter dem gleichnamigen Posten ausgewiesen. VII. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung 57 Der Finanzmittelfonds setzt sich gem. DRS 21 zusammen aus den flüssigen Mitteln abzüglich der jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Bestand der flüssigen Mittel zum 31. Dezember 2021 in Höhe von T€ 1.001,3 (Vorjahr: T€ 3.215,2) setzt sich zusammen aus Kassenbeständen in Höhe von T€ 54,6 (Vorjahr: T€ 42,0), Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 943,6 (Vorjahr: T€ 3.169,0) sowie unterwegs befindlichen Geldern in Höhe von T€ 3,1 (Vorjahr: T€ 4,2). Jederzeit fällige Verbindlichkeiten (Kontokorrente) lagen in Höhe von T€ 4.473,9 (Vorjahr T€ 555,1) vor. VIII. Angaben zum Anteilsbesitz a) in den Konzernabschluss einbezogene Tochter- und Enkelunternehmen:
b) Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB:
1 Mittelbarer Anteil, da die Gesellschaft im
Berichtsjahr in die Peter HELLMICH KG eingebracht wurde.
IX. Sonstige Angaben Abschlussprüferhonorar 58 Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt T€ 110,9. Davon entfallen T€ 95,0 auf Abschlussprüfungsleistungen und T€ 15,9 auf Steuerberatungsleistungen. 59 Durchschnittlicher Personalbestand
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 60 Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 16.442 (Vorjahr: T€ 14.964) im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen. Angabe Gesamtbezüge der Geschäftsführung 61 Die Vergütung für die Geschäftsführung des Mutterunternehmens betrug im Geschäftsjahr insgesamt T€ 0,0. Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens 62 Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht 63 Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. Geschäftsführung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr 2021 erfolgte durch:
Sarstedt, den 26. April 2022 WIEDEMANN
Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH
Dipl.-Kfm. Barbara Wiedemann Dipl.-Wirtsch.-Inf. Thorsten Meier Sebastian Becker Anlagespiegel zum 31. Dezember 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2021
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Sarstedt PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Sarstedt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Sarstedt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, den 30. September 2022 Clauß
Paal & Partner mbB
Michael Benkhoff, Wirtschaftsprüfer Felix Hövelbernd, Wirtschaftsprüfer |
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