Elsser GmbH & Co. KG

73642 Welzheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRA 280592
Eingetragen
29.7.1971

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Elsser GmbH & Co. KG

Welzheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Elsser GmbH & Co. KG

Die Elsser GmbH & Co. KG wurde Ende des Jahres 1979 gegründet. Die Gesellschaft geht aus einer im Jahr 1966 gegründeten Reifenhandlung hervor, die im Jahr 1968 mit einer freien Tankstelle erweitert wurde. Inzwischen bietet die Gesellschaft alle Dienstleistungen rund um das Auto an.

Die Gesellschaft betreibt Tankstellen mit Waschanlagen und Shop in Welzheim, Alfdorf, Rudersberg und Schwäbisch Gmünd.

Ziele und Strategien

Die Elsser GmbH & Co. KG hat in den letzten Jahren durch Investitionen in einen neuen Standort die Entscheidung für weiteres Wachstum getroffen. Die kommenden Jahre werden geprägt sein durch die permanente Verbesserung des Dienstleistungs- und Warenangebotes sowie die Optimierung der Prozesse, um in einem Marktumfeld mit starkem Wettbewerb den Marktanteil regional zu vergrößern.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 keine Forschungs- und Entwicklungsleistungen getätigt.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft stagnierte im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund von steigenden Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit konnte sich die deutsche Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter erholen. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,7% höher.

Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief im Jahr 2023 unterschiedlich. Während die meisten Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten konnten und somit die Wirtschaft im Jahr 2023 stützten, ging die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) insgesamt deutlich zurück. Grund für den Rückgang im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) war insbesondere eine niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung und im verarbeitenden Gewerbe. Des Weiteren machten sich im Baugewerbe neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon betroffen war vor allem der Hochbau. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Außenhandel bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Deutschland exportierte preisbereinigt 1,8% weniger Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Auch die Importe sanken preisbereinigt um 3,0%.

Das Wachstum der Weltwirtschaft lag im Jahr 2023 bei 3,2%.

Der Benzin- und der Dieselpreis lagen im Jahresdurchschnitt 2023 mit 184,9 bzw. 173,7 Cent pro Liter deutlich unter dem Niveau des Vorjahres von 192,6 bzw. 196,0 Cent pro Liter. Die Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zeigten im Jahr 2023 für Ottokraftstoffe einen Anstieg des Absatzes um 2,5% im Vergleich zum Vorjahr. Beim Diesel hingegen ging der Absatz um 3,6% im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Geschäftsverlauf

Der Umsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verringert. Grund hierfür waren insbesondere sinkende Preise bei den Treibstoffen. Demgegenüber hat sich der Wareneinsatz prozentual betrachtet gegenüber dem Vorjahr verringert. Sowohl das Betriebsergebnis als auch der Jahresüberschuss erhöhten sich im Jahr 2023.

Die Tankstellen in Welzheim, Alfdorf, Rudersberg und Schwäbisch Gmünd konnten im Jahr 2023 jeweils positive Ergebnisse generieren.

III. Lage des Unternehmens

Ertragslage

Das Rohergebnis erhöhte sich im Jahr 2023 um TEUR 425 (10,7%) von TEUR 3.980 auf TEUR 4.405. Der im Vorjahr erzielte Jahresüberschuss von TEUR 435 konnte infolge der Erhöhung des Rohergebnisses im Jahr 2023 weiter gesteigert werden, sodass sich im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss von TEUR 536 ergab.

Finanzlage

Die Eigenkapitalquote beträgt 5,5% (VJ 5,4%). In die Berechnung der Eigenkapitalquote wurde die stille Beteiligung von Herrn Dr. Stefan Elsser in Höhe von TEUR 300 einbezogen.

Die Investitionen wurden überwiegend aus Fremdmitteln finanziert. Das Unternehmen war jederzeit liquide und konnte den vereinbarten Kapitaldienst leisten. Die liquiden Mittel erhöhten sich um TEUR 43 auf TEUR 117. Das Working Capital sank von TEUR 42 um TEUR 70 auf TEUR -28.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 5.904 (Vorjahr TEUR 6.049).

Der Wert des Anlagevermögens ist aufgrund der im Vergleich zu den getätigten Investitionen höheren Abschreibungen um TEUR 289 auf TEUR 4.818 gesunken. Das Anlagevermögen macht 81,6% (VJ 84,4%) der Bilanzsumme aus.

Die Vorräte sind um TEUR 36 auf TEUR 575 aufgebaut worden. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um TEUR 65 auf TEUR 165. Das übrige Umlaufvermögen blieb nahezu unverändert.

Auf der Passivseite wurden Bankverbindlichkeiten von TEUR 2.208 um TEUR 314 auf TEUR 1.894 reduziert. Die darüber hinaus für die Investitionen benötigten finanziellen Mittel wurden über sonstige langfristige Darlehen der Gesellschafter sowie der nahen Angehörigen bereitgestellt. Das Anlagevermögen ist durch die langfristig laufenden Darlehen finanziert. Für die Finanzierung des Umlaufvermögens stehen ausreichende Kreditlinien bereit.

IV. Gesamtaussage

Finanzielle Leistungsindikatoren

Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als stabil zu bezeichnen.

Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsjahr 2023 zufrieden. Die Entwicklung des neuen Standortes erfolgt planmäßig.

V. Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 119 Arbeitnehmer. Etwa 2/3 der Mitarbeiter wurden als Minijobber beschäftigt.

VI. Chancen und Risikobericht

Die Marktchancen bestehen unter anderem im Shop-Betrieb. Dazu gehört insbesondere der Handel mit Convenience Produkten und der Verkauf von Mitnahmeprodukten und hochwertigen Kaffeespezialitäten. Durch den zunehmenden Wertewandel und die modernen Lebenswelten steigt die Nachfrage nach Convenience Produkten weltweit, da der Verbraucher häufiger unterwegs ist und weniger Zeit hat, einkaufen zu gehen. Da sich alle Tankstellen in verkehrstechnisch guten Lagen befinden, kann aufgrund des attraktiven Warenangebotes mit weiter steigenden Kundenzahlen gerechnet werden. Mehr als die Hälfte der Kunden partizipieren an dem diversifizierten Leistungsangebot der Tankstellen, ohne zugleich einen Tankvorgang vorzunehmen.

Während der Diskussion um den Diesel wurde die Abgasnorm Euro 6 eingeführt. Diese gilt seit dem 01.09.2014 für alle neu auf den Markt kommenden Autos und ab dem 01.09.2015 für alle Neuwagen. Danach dürfen Dieselfahrzeuge statt 180 nur noch 80 Milligramm Stickoxide ausstoßen. Dazu nutzen viele Autohersteller die im Lastwagenbau schon lange verwendeten SCR-Katalysatoren. Diese bauen die Stickoxide mit Hilfe von AdBlue ab. Für Dieselfahrzeuge wird AdBlue noch häufig über Kanister verkauft. Zapfsäulen wie bei Lastwagen sind für Fahrzeuge nicht flächendeckend vorhanden. Das Unternehmen hat deshalb in den vergangenen Jahren Zapfsäulen an den Tankstellen in Welzheim, Rudersberg und Schwäbisch Gmünd bereitgestellt, sodass der Kunde direkt AdBlue seinem Dieselfahrzeug zuführen kann. Da bei vielen Tankstellen der Erwerb von AdBlue lediglich über Kanister möglich ist, verspricht sich das Unternehmen die Erweiterung des Kundenstamms.

Nach aktueller Einschätzung ergeben sich Risiken durch die wirtschaftliche Entwicklung in der Automobilindustrie sowie der Verordnung zur Markttransparenzstelle für Kraftstoffe vom 22. März 2013.

In der EU dürfen ab 2035 keine neuen, mit fossilem Benzin oder Diesel betankten Fahrzeuge mehr zugelassen werden. Eine Ausnahme ist aktuell jedoch für E-Fuels vorgesehen, für die die EU eine neue Fahrzeugkategorie bis Herbst 2024 schaffen will. In den kommenden Jahren werden die Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen stetig zunehmen und der Bedarf an Ladestationen für Elektrofahrzeuge ansteigen. Auch die Nachfrage nach Brennstoffzellenfahrzeugen mit Wasserstoff wird vermutlich in künftigen Jahren wachsen.

Die Gesellschaft hat die im Jahr 2017 neu eröffnete Tankstelle in Schwäbisch Gmünd mit einer Ladestation für Elektrofahrzeuge ausgestattet, um das Angebotsspektrum an die aktuell gegebenen Technologien in der Automobilindustrie anzupassen. Des Weiteren werden aktuell mit Kooperationspartnern Verhandlungen geführt, um auch die Tankstellen in Welzheim und Rudersberg mit Ladesäulen auszustatten. Die Entwicklung der Elektromobilität und die daraus resultierende steigende Nachfrage nach Ladestationen wird beobachtet und bei Bedarf werden in diesem Segment weitere Investitionen getätigt, um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Gesellschaft wird auch die weitere Entwicklung der synthetisch erzeugten Kraftstoffe (E-Fuels) verfolgen. Diese Technologie ist neben der Elektromobilität eine weitere klimaschonende Alternative, in die bei entsprechender Umsetzung investiert wird.

Die derzeit bestehenden Risiken zeigen die Bedeutung der Diversifikation des Angebotsspektrums an Tankstellen. Die Gesellschaft hat daher ihr Angebot in den letzten Jahren aufgrund der aktuellen Gegebenheiten ausgeweitet, um die Bedeutung von risikobehafteten Produkten im Unternehmen zu verringern. Neben dem Verkauf von Kraftstoffen und Waschleistungen hat der Tankstellenbetreiber die Bandbreite an Convenience Produkten und Non-Food-Artikeln weiter ausgebaut. Auch weitere Geschäftsfelder wie der Verkauf von Telefonkarten und Spielscheinen der staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg werden bereits seit Jahren angeboten.

VII. Prognosebericht

Die OECD prognostiziert für das Jahr 2024 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1%. Im Jahr 2025 wird mit einem Wachstum von 3,2% gerechnet. Vor diesem Hintergrund erwarten wir im Jahr 2024 ein konjunkturelles Umfeld, das uns die Erreichung unserer Planziele grundsätzlich ermöglichen sollte.

Im Juni 2024 kam es in der Gemeinde Rudersberg aufgrund von Starkregens zu Überschwemmungen, von welchen auch die Tankstelle betroffen war. In der Tankstelle müssen der Innenausbau, die Wände und die Bodenbeläge erneuert werden. Der Zeitraum, in welchem das Gebäude der Tankstelle aufgrund der Baumaßnahmen nicht genutzt werden kann, beträgt etwa vier bis sechs Monate. Die Gesellschaft hat kurz nach den Überschwemmungen auf dem Grundstück einen Verkaufscontainer aufgestellt, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Die Kosten für die Beseitigung der Schäden sind weitestgehend durch die Gebäudeversicherung abgedeckt. Der durch die Überschwemmungen verursachte Ertragsausfall ist durch eine Versicherung abgedeckt.

Im Jahr 2024 wird aufgrund der Überschwemmungen in Rudersberg und den daraus resultierenden Folgen ein leichter Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Da die Gesellschaft in der Vergangenheit eine Ertragsausfallversicherung abgeschlossen hat, hat der Umsatzrückgang nur nachrangige Bedeutung.

Die Geschäftsführung der geschäftsführenden Gesellschafterin geht aufgrund der derzeitigen allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland von einem konstanten Umfeld für 2024 aus. Für das Ergebnis vor Steuern wird ein positives Ergebnis von über TEUR 150 erwartet.

Die Investitionen 2024 sind nach der derzeitigen Planung vergleichbar mit den Investitionen 2023. Es ist vorgesehen, die Qualität der Service-, Dienstleistungs- und Produktangebote kontinuierlich weiter zu verbessern. Der Bauzustand der Standorte soll durch Erhaltungsmaßnahmen weiter erhöht werden. Darüber hinaus ist in Welzheim die Installation einer weiteren Photovoltaikanlage geplant, um die Energiekosten zu senken.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.818.025,35 5.106.969,14
I. Sachanlagen 4.817.775,35 5.106.719,14
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.886.376,35 3.932.848,35
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 931.399,00 1.105.657,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 68.213,79
II. Finanzanlagen 250,00 250,00
B. Umlaufvermögen 1.082.536,44 933.093,41
I. Vorräte 574.601,08 538.973,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 390.694,79 320.105,51
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 41.132,47 23.499,08
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 117.240,57 74.014,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.093,75 8.750,93
Summe Aktiva 5.903.655,54 6.048.813,48

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 25.564,59 25.564,59
I. Kapitalanteile 25.564,59 25.564,59
1. Kapitalanteile Kommanditisten 25.564,59 25.564,59
II. Bilanzgewinn 0,00 0,00
B. Rückstellungen 210.305,44 212.287,06
C. Verbindlichkeiten 5.667.785,51 5.810.961,83
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.894.154,00 2.208.492,29
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.773.631,51 3.602.469,54
Summe Passiva 5.903.655,54 6.048.813,48

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.526.973,64 4.129.381,50
2. Personalaufwand 2.244.009,20 2.103.356,41
a) Löhne und Gehälter 1.863.532,05 1.750.202,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 380.477,15 353.154,05
davon für Altersversorgung 12.240,05 12.535,87
3. Abschreibungen 414.305,79 405.166,53
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 414.305,79 405.166,53
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.057.230,91 907.990,97
5. Erträge aus Beteiligungen 3,69 3,69
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 633,39 195,97
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 45,77 0,24
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 151.612,83 170.057,87
davon an verbundene Unternehmen 23.500,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 116.884,33 99.986,81
10. Ergebnis nach Steuern 543.613,43 443.022,81
11. sonstige Steuern 7.720,29 8.413,19
12. Jahresüberschuss 535.893,14 434.609,62
13. Gutschrift auf Kapitalkonten 535.893,14 434.609,62
14. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Elsser GmbH & Co. KG, Welzheim, Registergericht Stuttgart HRA 280592, wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 265, 268-274a, §§ 276-277, §§ 284-288 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB aufgestellt. Auf die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung finden die Vorschriften der §§ 264c, 266 und § 275 HGB Anwendung. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erforderten.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen, jedoch keine Zinsen, einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 250,00 EUR wurden sofort abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 EUR wurden sofort abgeschrieben.

Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten oder Herstellungskosten von 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR wurde in den Vorjahren ein Sammelposten gebildet. Gem. § 6 Abs. 2a EStG wurden diese jährlich mit 20% abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen waren keine vorzunehmen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zu Nominalbeträgen angesetzt. Eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% wurde gebildet.

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert.

Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen 385.691,68 EUR (Vj. 315.102,40 EUR).

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Verpflichtungen und Risiken mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.302.613,73 27.509,12 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.362.231,82 43.831,18 98.494,20
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 68.213,79 58.173,70 0,00
Summe Sachanlagen 9.733.059,34 129.514,00 98.494,20
II. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 250,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 250,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 9.733.309,34 129.514,00 98.494,20
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 126.387,49 6.456.510,34
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.307.568,80
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -126.387,49 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 9.764.079,14
II. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 250,00
Summe Finanzanlagen 0,00 250,00
Summe Anlagevermögen 0,00 9.764.329,14
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.369.765,38 200.368,61 0,00 0,00 2.570.133,99
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.256.574,82 213.937,18 94.342,20 0,00 2.376.169,80
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.626.340,20 414.305,79 94.342,20 0,00 4.946.303,79
II. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.626.340,20 414.305,79 94.342,20 0,00 4.946.303,79
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.886.376,35 3.932.848,35
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 931.399,00 1.105.657,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 68.213,79
Summe Sachanlagen 0,00 4.817.775,35 5.106.719,14
II. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 250,00 250,00
Summe Finanzanlagen 0,00 250,00 250,00
Summe Anlagevermögen 0,00 4.818.025,35 5.106.969,14

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 5.003,11 EUR (Vorjahr: 5.003,11 EUR).

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden, wie Steuerforderungen und Guthaben bei Lieferanten.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Wert zum 31.12.2023
EUR
Wert zum 31.12.2022
EUR
Sonstige Rückstellungen 6.160,00 6.160,00
Rückstellung Pfandrückzahlung (Leergut) 9.370,00 9.370,00
Rückstellungen für Personalkosten 141.137,44 121.363,06
Rückstellungen für Abschlusskosten 35.000,00 35.000,00
Summe 191.667,44 171.893,06

Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen

In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden, darunter Steuern und Sozialabgaben.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 4.052.450,62 EUR (Vorjahr: 3.796.315,36 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 1.615.334,89 EUR (Vorjahr: 2.014.646,47 EUR).

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
EUR
Verb. ggü. Kreditinstituten 1.894.154,00 718.819,11 894.671,79 280.663,10
(Vorjahr) (2.208.492,29) (633.845,82) (1.207.707,42) (366.939,05)
Verb. aus Lief. und Leist. 1.490.547,83 1.490.547,83 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.337.236,41) (1.337.236,41) (0,00) (0,00)
Sonstige Verb. 2.283.083,68 1.843.083,68 380.000,00 60.000,00
(Vorjahr) (2.265.233,13) (1.825.233,13) (380.000,00) (60.000,00)
davon aus Steuern 41.633,72 41.633,72 0,00 0,00
(Vorjahr) (20.195,74) (20.195,74) (0,00) (0,00)
davon aus soz. Sicherheit 2.237,46 2.237,46 0,00 0,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Gesamt 5.667.785,51 4.052.450,62 1.274.671,79 340.663,10
(Vorjahr) (5.810.961,83) (3.796.315,36) (1.587.707,42) (426.939,05)

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 957.444,30 EUR (Vorjahr: 635.279,25 EUR).

Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 1.894.154,00 EUR (Vorjahr: 2.208.492,29 EUR).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse wurde unter Bezug auf § 288 Absatz 1 HGB unterlassen.

Sonstige Angaben

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Sozialversicherungsbeschäftigte 38,00
Minijobber 81,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 119,00

Die Aufwendungen aus Miet-, Pacht- und ähnlichen Nutzungsverträgen ohne bestimmte Laufzeit beliefen sich im Geschäftsjahr auf 58.312,91 EUR. In künftigen Geschäftsjahren ist mit Verpflichtungen in ähnlicher Höhe zu rechnen. Zweck und Chancen liegen bei diesen Verträgen im Wesentlichen in der Verlagerung von Investitionskosten auf Dritte. Risiken ergeben sich im Wesentlichen aus der vertraglichen Bindung.

Das Gesamtobligo aus Leasingverträgen belief sich im Geschäftsjahr auf 60.505,08 EUR. Zweck und Chance dieser Verträge sind die Liquiditätsbeschaffung und partiell die Vermeidung von Restwertrisiken. Wesentliche Risiken resultieren aus der Vertragsbindung über die Gesamtlaufzeit.

Namen der Geschäftsführer

Zur Geschäftsführung der Gesellschaft ist die Elsser Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Welzheim (Komplementär) berechtigt und verpflichtet. Diese wird durch folgenden Geschäftsführer vertreten:

Andreas Elsser, Welzheim, Kaufmann

Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Namen der persönlich haftenden Gesellschafter

Persönlich haftender Gesellschafter der Elsser GmbH & Co. KG, Welzheim ist die Elsser Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Welzheim.

Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Welzheim. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25.564,59 EUR, welches bereits geleistet wurde.

Alleingesellschafter der Gesellschaft ist Herr Andreas Elsser, Welzheim.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

Angaben zum Eigenkapital und Gewinnverwendung

Das Eigenkapital der Gesellschaft setzt sich gem. § 264c Abs. 2 HGB wie folgt zusammen:

Betrag
Kapitalanteile persönlich haftende Gesellschafter 0,00 DEM
Kapitalanteile Kommanditisten (Haftkapital/eingezahlt) 50.000,00 DEM
Rücklagen 0,00 EUR
Gewinnvortrag/Verlustvortrag 0,00 EUR
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 535.893,14 EUR
davon eingestellt in Gesellschafterdarlehenskonten 535.893,14 EUR
davon Vortrag auf neue Rechnung 0,00 EUR

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt 535.893,14 EUR.

Der Jahresüberschuss in Höhe von 535.893,14 EUR wird den Gesellschafterdarlehenskonten der Gesellschafter gutgeschrieben.

Auf neue Rechnung werden 0,00 EUR vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Andreas Elsser, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss der Elsser GmbH & Co. KG, Welzheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elsser GmbH & Co. KG, Welzheim für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse 1. entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und 2. vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

3. identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

4. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

5. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

6. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

7. beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; 8. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

9. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Filderstadt, den 16.12.2024

AUDIT-CON Stuttgart GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wolfgang Stephan, Wirtschaftsprüfer

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