Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 2473
Eingetragen
3.11.1993
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Fisch und FischerzeugnissenGroßhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten
Gegenstand
Vertrieb von Frischeiern sowie Handel mit solchen sowie Vertrieb von Frischeiern und Handel mit Verpackungen und ähnlichen Artikeln. Innerhalb dieser Grenzen ist die Gesellschaft berechtigt, alle zur Erfüllung des Gesellschaftszweckes notwendigen Handlungen vorzunehmen. Die Gesellschaft kann gleichartige oder ähnliche Unternehmen erwerben, sich an solchen beteiligen, deren Geschäftsführung oder Vertretung übernehmen, Zweigniederlassungen errichten und sämtliche Geschäfte betreiben, die geeignet sind, die Unternehmung der Gesellschaft zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Farke
seit 22.8.2017
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Columbus Frischei GmbH

Metelen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Offenlegung gemäß § 325 HGB

Inhaltsverzeichnis

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

5. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.584,00 35.060,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.700.256,00 2.230.801,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.125.649,00 1.128.447,00
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 2.000,00 2.000,00
2.858.489,00 3.396.308,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 795.168,20 779.076,06
2. fertige Erzeugnisse und Waren 1.060.356,95 1.070.295,22
3. geleistete Anzahlungen auf Vorräte 163.950,00 6.373,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.245.981,06 14.422.309,68
2. sonstige Vermögensgegenstände 359.695,33 753.664,26
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks 2.007,28 490.106,78
18.627.158,82 17.521.825,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.835.341,22 2.666.988,27
24.320.989,04 23.585.122,07

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 15.338,76 15.338,76
III. Bilanzgewinn 9.959.021,01 9.837.975,16
10.000.359,77 9.879.313,92
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.010.205,83 819.016,83
2. sonstige Rückstellungen 408.612,56 269.973,59
1.418.818,39 1.088.990,42
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.168.574,88 2.928.250,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.486.084,88 EUR (Vorjahr 622.880,00 EUR)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.765.958,04 8.210.884,37
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.765.958,04 EUR (Vorjahr: 8.210.884,37 EUR)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 590.370,90 902.506,33
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 590.370,90 EUR (Vorjahr: 902.506,33 EUR)
4. sonstige Verbindlichkeiten 376.907,06 575.177,03
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 362.907,06 EUR (Vorjahr: 533.177,03 EUR)
- davon aus Steuern 86.603,04 EUR (Vorjahr: 299.442,13 EUR)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 36.367,58 EUR (Vorjahr: 70.347,90 EUR)
12.901.810,88 12.616.817,73
24.320.989,04 23.585.122,07

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 22.516.275,56 26.069.282,58
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.766.389,02 3.441.500,54
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 757.607,86 655.737,17
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 762.129,31 738.552,74
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 16.935.659,02 16.910.318,88
5. Erträge aus Beteiligungen 506,88 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.788,78 4.957,80
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 138.344,28 74.890,96
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 52.428,88 1.282.904,83
9. Ergebnis nach Steuern 134.012,85 2.970.335,26
10. sonstige Steuern 12.967,00 11.770,00
11. Jahresüberschuss 121.045,85 2.958.565,26
12. Gewinnvortrag aus Vorjahren 9.837.975,16 6.879.409,90
13. Bilanzgewinn 9.959.021,01 9.837.975,16

Anhang 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für kleine Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Columbus Frischei GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Metelen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Steinfurt
Register-Nr.: 2473

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Für die geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 EUR wurde die Bewertungsfreiheit gemäß § 6 Abs. 2 EStG in Anspruch genommen.

Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr, wie auch im Vorjahr, nicht vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen für das Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagegitter dargestellt.

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestehen nicht.

Angaben zu Forderungen mit einer Festlaufzeit größer einem Jahr

Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr bestehen nicht.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Urlaubskosten (98,3 TEUR), Abschluss- und Prüfungskosten (65,0 TEUR), Berufsgenossenschaft (48,0 TEUR), Aufbewahrungsverpflichtung (5,0 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (5,5 TEUR) sowie sonstige Kosten (183,7 TEUR).

Angaben zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 11.205.320,88 EUR (Vorjahr: 10.269.447,73 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 1.696.490,00 EUR (Vorjahr: 2.347.370,00 EUR).

Die Verbindlichkeiten mit den unterschiedliche Laufzeiten ergeben sich aus dem "Verbindlichkeitenspiegel".

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen nicht.

Anlageverzeichnis 2023

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchung * Abgänge Umbuchung * 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögens- gegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen,gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 140.217,17 0,00 0,00 140.217,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.012,00 0,00 0,00 44.012,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.922.005,42 0,00 0,00 4.922.005,42
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.945.361,45 224.310,31 0,00 3.169.671,76
7.911.378,87 224.310,31 0,00 8.135.689,18
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 2.000,00 0,00 0,00 2.000,00
8.053.596,04 224.310,31 0,00 8.277.906,35
Entwicklung der Abschreibungen
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögens- gegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen,gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 140.217,17 0,00 0,00 140.217,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.952,00 4.476,00 0,00 13.428,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.691.204,42 530.545,00 0,00 3.221.749,42
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.816.914,45 227.108,31 0,00 2.044.022,76
4.517.070,87 762.129,31 0,00 5.279.200,18
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.657.288,04 762.129,31 0,00 5.419.417,35
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögens- gegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen,gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.584,00 35.060,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.700.256,00 2.230.801,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.125.649,00 1.128.447,00
2.856.489,00 3.394.308,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 2.000,00 2.000,00
2.858.489,00 3.396.308,00

Verbindlichkeitenspiegel 2023

Pflichtangaben zu C. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
Positionen: unter 1 Jahr 2-5 Jahre über 5 Jahre Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gesicherter Betrag Art der Sicherheit
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) langfristige Verbindlichkeiten 622.880,00 1.458.250,00 224.240,00 2.305.370,00 Sicherungsübereignung
(622.880,00) (1.921.830,00) (383.540,00) (2.928.250,00) Maschinen
b) kurzfristige Verbindlichkeiten 1.863.204,88 0,00 0,00 1.863.204,88
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.765.958,04 0,00 0,00 7.765.958,04
(8.210.884,37) (0,00) (0,00) (8.210.884,37)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 590.370,90 0,00 0,00 590.370,90
(902.506,33) (0,00) (0,00) (902.506,33)
4. sonstige Verbindlichkeiten 362.907,06 14.000,00 0,00 376.907,06
(533.177,03) (42.000,00) (0,00) (575.177,03)
- davon aus Steuern 86.603,04 EUR (299.442,13 EUR)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 36.367,58 EUR (70.347,90 EUR)
11.205.320,88 1.472.250,00 224.240,00 12.901.810,88
(10.269.447,73) (1.963.830,00) (383.540,00) (12.616.817,73)

IV. Angaben Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind nicht erforderlich.

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind die Herren Jürgen Wessels, Metelen, und Jan Farke, Münster.

Auf die Angaben der im Geschäftsjahr 2023 gezahlten Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird unter Hinweis § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 118 .

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, bestehend aus Leasing- und Mietverträgen, betragen jährlich 246 TEUR.

Ergebnisverwendung

Im Berichtsjahr wird ein Jahresüberschuss in Höhe von 121.045,85 EUR ausgewiesen. Unter Berücksichtigung des zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinnes in Höhe von 9.837.975,16 EUR und der im Berichtsjahr vorgenommenen Ausschüttungen ergibt sich zum Ende des Berichtsjahres ein Bilanzgewinn in Höhe von 9.959.021,01 EUR.

 

Metelen, den 09. April 2024

Columbus Frischei GmbH, Metelen

Jürgen Wessels, Geschäftsführer

Jan Farke, Geschäftsführer

Lagebericht 2023

der Firma Columbus Frischei GmbH, Metelen

A. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Unternehmensgegenstand ist der Großhandel mit Eiern. An unserem Standort in Schöppingen betreiben wir eine hochmoderne Packstelle und einen internationalen Eierhandel. Als Familienbetrieb in sechster Generation präsentiert sich unser Unternehmen traditionsbewusst wie innovativ.

Dank stetigem Wachstum gehören wir heute zu den modernsten und schlagkräftigsten Packstellen Deutschlands. Tag für Tag sammeln wir frisch gelegte Eier von Hühnerfarmen, prüfen und sortieren sie nach Gewichtsklassen.

Zu unseren Kunden zählen sowohl alle bedeutenden Einzelhandelsketten und der Großverbraucherservice. Wir setzen uns aktiv für Tierwohl und Nachhaltigkeit ein. Es laufen diesbezüglich mehrere Projekte in Zusammenarbeit mit den Erzeugern und dem Einzelhandel.

2. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023

Das Jahr 2023 war geprägt durch eine angespannte Versorgungssituation, insbesondere im ersten Halbjahr.

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Eiern ist in 2023 um 6 Eier auf 236 Eier pro Kopf gestiegen (Quelle: BMEL-Statistik: Eier). Parallel dazu ging die Erzeugung von Konsumeiern in Deutschland um 119 Millionen Eiern zurück. Somit war Deutschland verstärkt auf Importe angewiesen. Hinzu kam eine verheerende Geflügelpest-Epizootie, die das Angebot weltweit eingeschränkt hat. Auch in Europa wurden wichtige Produktionsländer wie die Niederlande stark getroffen. Die Eigenverpflichtung des LEH nur noch OKT-Eier anzubieten hat das verfügbare Angebot zusätzlich eingeschränkt.

Die Columbus Frischei GmbH ist von dieser Entwicklung nicht unmittelbar betroffenen, da wir den Hauptteil unserer geplant benötigten Eier in langfristigen Verträgen mit unseren Erzeugern gesichert haben. Diese sind mehrheitlich mit festen Preisen verhandelt. Bei auf Notierungsbasis eingekauften Eiern ist auch die Columbus Frischei GmbH von den hohen Preisen betroffen. Auch konnten erhöhte Bestellmengen des LEH teilweise nur über freie Zukäufe gedeckt werden.

Die kontinuierliche Personalentwicklung haben wir auch 2023 weiterverfolgt und konnten so qualifizierte Mitarbeiter ans uns binden und neue gewinnen.

3. Lage des Unternehmens

Unsere Finanzlage ist stabil und gut. Verbindlichkeiten werden stets pünktlich innerhalb der Zahlungsfrist beglichen. Ein möglicher Skontoabzug wird immer genutzt. Zahlungsansprüche werden in aller Regel fristgerecht vereinnahmt, so dass eine ausgezeichnete Finanzlage vorhanden ist. Die Eigenkapitalquote beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 41,1%.

Wir verfügen über einen solventen Kundenstamm. Mit dem Großteil unserer Kunden und Lieferanten besteht bereits eine langjährige Zusammenarbeit.

B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

1. Prognosebericht

Unser Ziel ist es, unsere Position im LEH weiter auszubauen und weiterhin -auch in Krisenzeiten- als langfristiger, zuverlässiger und innovativer Partner geschätzt zu werden. Dazu forcieren wir u.a. die Themen Tierwohl, Regionalität und Nachhaltigkeit. Dies spiegelt sich auch in unserer Partnerschaft mit Donau Soja wieder, wo wir 2024 erste Eier in den LEH liefern werden.

Die schwierige Lage auf den (inter-)nationalen Rohstoffmärkten hat sich weiter entspannt, was sich für uns im Verpackungseinkauf und bei den Energiepreisen bemerkbar macht. Die Unsicherheit über deren künftige Entwicklung erschweren jedoch die Erstellung verlässlicher Prognosen.

Für das Jahr 2024 erwarten wir eine positive Geschäftsentwicklung verglichen mit dem Vorjahr.

Durch unsere kontinuierlichen Investitionen der vergangenen Jahre in Automatisierung, Fuhrpark und Gebäude sind für dieses Jahr keine hervorzuhebenden Investitionen geplant.

2. Chancen- und Risikobericht

Wir sehen weiterhin Chancen, insbesondere im Aktionsgeschäft und in der Breite zu wachsen. Der Konsument und damit unsere Kunden verlangen ein immer breiteres Sortiment, dem wir durch mehr regionale Ware, Bio-Verbandsware, tierschutzgeprüften Eiern oder speziellen Fütterungen wie Donau Soja Rechnung tragen. Wir sind stark im Vertrieb aufgestellt, sehr gut vernetzt und durch Ein- und Verkaufskontrakte sicher aufgestellt, um kommende Chancen zu nutzen.

Unsere Forderungen haben wir durch eine Kreditversicherung abgesichert, so dass eventuelle Forderungsausfälle nicht zu Liquiditätsengpässen führen.

Die Zukunft der Columbus Frischei GmbH wird von uns positiv gesehen. Das Unternehmen besitzt eine starke Position am Markt, hat Erfahrungen in allen Marksituationen sowie eine stabile Finanzlage.

 

Metelen, den 09. April 2024

Columbus Frischei GmbH, Metelen

Jürgen Wessels, Geschäftsführer

Jan Farke, Geschäftsführer)

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. In dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht habe ich den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

" Ich habe den Jahresabschluss der Columbus Frischei GmbH bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Columbus Frischei GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."

 

Rheine, den 25. Oktober 2024

Dr. Christian Konermann, Wirtschaftsprüfer

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