Taikisha Deutschland GmbH
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COR Deutschland GmbHLeinfelden-EchterdingenJahresabschluss zum 31. Dezember 2006Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006UnternehmensstrukturDie COR Deutschland GmbH ist zu 100% Tochter der COR AG Insurance Technologies, Leinfelden-Echterdingen, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Ihren Sitz hat die Gesellschaft am Standort der Muttergesellschaft. Ein weiterer Standort befindet sich am wichtigen Versicherungsstandort Köln. 1. Geschäft und RahmenbedingungenMarkt- und Wettbewerbsumfeld Im Jahr 2006 setzte sich der 2004 begonnene Aufwärtstrend weiter fort. Die Branche der Lebensversicherer und der Anbieter von Finanzprodukten zur Altersversorgung war geprägt durch veränderte Rahmenbedingungen aufgrund neuer Markt- und Gesetzesanforderungen. Faktoren wie z. B. die zunehmende Industrialisierung im Versicherungsbereich, kürzere Produktzyklen und die Forderung der Versicherten nach Verbesserung des Service, erhöhen den Innovationsdruck in technischer Hinsicht und in Bezug auf die Gestaltung neuer Produkte. Gesetzliche Vorschriften wie die Reform des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG-Reform), die Umsetzung der EU-Vermittlerrichtlinie und das Transparenzgebot für Lebensversicherungen nehmen sowohl Einfluss auf die Produktgestaltung als auch auf die unternehmensinternen Ablaufprozesse. Gleichzeitig verstärkt der internationale Wettbewerb den Kostendruck auf die Unternehmen. Die genannten Faktoren erfordern verstärkte Investitionen in die IT der Gesellschaften. Um die Dauer der Produktentwicklung bis zur Marktreife so kurz wie möglich zu halten, steigt der Anteil externer IT-Leistungen zunehmend. Auch der schweizerische Versicherungsmarkt, seit 2006 mit der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft ebenfalls ein strategischer Absatzmarkt im Lebensversicherungsumfeld, stellt neue Anforderungen an die Branche. Dazu gehören Gesetzesänderungen wie z. B. das revidierte Versicherungsvertragsgesetz, das Versicherungsaufsichtsgesetz sowie die dazugehörige Aufsichtsverordnung. Struktur und Geschäftsfelder Die COR Deutschland GmbH ist eines der führenden Software- und Beratungsunternehmen für die Personenversicherung und betriebliche Altersversorgung. Kerngeschäftsfelder Lebensversicherung und Altersversorgung Das Kerngeschäftsfeld umfasst die Entwicklung und Implementierung von Standardsoftware für die Lebensversicherungs- und Altersversorgungsbranche. Mit zahlreichen Installationen bei Lebensversicherungen und bei Dienstleistern der betrieblichen Altersversorgung ist COR-Life die führende Standardsoftware für Bestandsführung am deutschen Markt. Das plattformunabhängige System, welches die komplexen Geschäftsvorfälle eines Versicherungsunternehmens komplett abdeckt, ist in einer Thin-Client-Technologie realisiert. Mandantenfähigkeit und Mehrsprachigkeit erlauben den Einsatz von COR-Life in internationalen Konzernen. Die gemeinsame Nutzung der funktionalen und technischen Plattform durch einen großen Anwenderkreis ermöglicht eine permanente und kostengünstige Weiterentwicklung des Systems. Der Nutzer partizipiert über regelmäßige Release-Updates an funktionalen Weiterentwicklungen. Attraktive Wartungsmodelle entlasten die hauseigene IT. 2006 konnten wichtige Neukunden gewonnen werden. Die Schweizerische Mobiliar Holding AG wird zur Verwaltung der Lebensversicherungsprodukte ihrer Tochtergesellschaft, der Schweizerischen Mobiliar Lebensversicherungsgesellschaft, künftig COR-Life einsetzen. Die bestehenden Verwaltungssysteme werden vollständig abgelöst, sämtliche fondsgebundenen und konventionellen Policen werden nach der Migration mit der neuesten Version von COR-Life verwaltet. Der aus der Fusion der Westfälischen Provinzial und der Provinzial Nord hervorgegangene Versicherer Provinzial NordWest wird ebenfalls zukünftig COR-Life einsetzen. Der Auftrag umfasst die Nutzungslizenz von COR-Life für die Provinzial NordWest Lebensversicherung AG sowie einen Projektabwicklungsauftrag für 2007. Künftig verwaltet die VersIT - gemeinsame IT-Tochter der SV SparkassenVersicherung und der Provinzial NordWest Gruppe - einen Vertragsbestand von 3,5 Millionen Verträgen mit COR-Life, der alle Lebensversicherungsverträge der SV SparkassenVersicherung, der Provinzial NordWest Gruppe sowie der SparkassenVersicherung Sachsen umfasst. Bei unseren Bestandskunden konnten wir uns durch zahlreiche Produktinnovationen und Systemerweiterungen weiterhin als strategischer Partner positionieren. Darüber hinaus standen die Systemeinführungen bei den in 2005 gewonnenen Kunden InterRisk und Verka sowie die Integration der neuesten COR-Life Version für die Familienfürsorge in die HUK-Systemlandschaft im Fokus. COR-Pension ermöglicht die Administration von Modellen der betrieblichen Altersversorgung und von Arbeitszeitkonten. Dabei bietet COR einen vollständigen Service, der die Führung der Konten und Verträge, die Bereitstellung des Rechenzentrums und die Abwicklung des Produktionsbetriebes umfasst. Die administrative Abwicklung erfolgt vollständig über ein Internetportal. Im Jahr 2006 konnte die Marktpräsenz von COR-Pension durch die Gewinnung namhafter Neukunden deutlich erhöht werden. Erfolgreiche Einführungsprojekte für die Verwaltung von Arbeitszeitkonten wurden für die Deutsche Bahn AG, den Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. sowie für die Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft Hamburg durchgeführt. Aufgrund des Wegfalles der gesetzlich geförderten Altersteilzeitmodelle werden Zeitwertkonten in den nächsten Jahren auch für kleinere Unternehmen an Bedeutung gewinnen. Im Bereich Krankenversicherung unterstützen wir mit unseren Mitarbeitern die COR Infexpert AG bei der Entwicklung und Implementierung der Bestandsverwaltungslösung COR-Health für die Verwaltung von Krankenversicherungsprodukten in der Schweiz. Bei der CSS Krankenversicherung in Luzern wird derzeit die Vertragsverwaltungskomponente von COR-Health erstellt. Die gemeinsame Weiterentwicklung des Verwaltungssystems bei der CSS Krankenversicherung wird 2007 weiter voranschreiten. Darüber hinaus wurde mit COR-Provision ein neues Softwareprodukt zur Abbildung neuer, flexiblerer Provisionierungsformen eingeführt. Geschäftsfeld Consulting Das Geschäftsfeld Consulting umfasst die Beratung zu individuellen Softwareprojekten im Versicherungsumfeld und auf dem Altersvorsorgemarkt. COR bietet softwareneutrale fachliche Beratungsleistungen an, die sich an den wesentlichen Herausforderungen unserer Kunden orientieren. Im Rahmen der Gestaltung branchenspezifischer Kernprozesse und Lösungen stehen wir für ganzheitliche Leistungsangebote - von der Analyse bis hin zur Umsetzung mit praxisorientierten methodischen Grundlagen. Dabei steht die Beratung im Produktumfeld - vor allem bei Migrationen im Rahmen von Softwareimplementierungen - im Vordergrund, wie z. B. die professionelle Begleitung der neuen COR-Life Kunden Schweizerische Mobiliar Holding AG und InterRisk Lebensversicherung bei der Migration der Altsysteme auf die neueste Version von COR-Life. Als Neukunde wurde auch die Deutsche Lebensversicherung AG (Berlin) gewonnen. Dort steht die Beratung zu Auswahl und Einführung eines Testtools im Vordergrund. 2006 wurde das Consultingangebot um die beiden Bereiche Business Transformation und Commission Services erweitert. Aufgrund der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen gehen wir von einem steigenden Bedarf an Beratungsleistungen im Jahr 2007 und einem Ausbau unserer Marktstellung aus. Geschäftsfeld Business Process Management COR-Office ist eine Applikation zur Geschäftsvorfallsteuerung auf Basis von Dokumentenmanagement und elektronischen Akten (Postkorblösung). COR-Office stellt alle Funktionalitäten zur Verfügung, die für eine effiziente papierarme Sachbearbeitung benötigt werden. 2006 konnte die InterRisk Versicherung neben dem Verwaltungssystem COR-Life auch COR-Office erfolgreich in Produktion nehmen. Auch die GVV Kommunalversicherung löste ihr bestehendes Archiv durch die Software COR-Office ab. Dies wurde zusammen mit dem Kooperationspartner SAPERION umgesetzt. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2006 waren bei der COR Deutschland GmbH durchschnittlich 133 Mitarbeiter beschäftigt. Das sind 13,7 % mehr als im Vorjahr (2005: 117). Mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog haben wir im Geschäftsjahr 2006 das Leistungspotenzial unserer Mitarbeiter gefördert und sie auf neue Aufgaben vorbereitet. Maßgeschneiderte Weiterbildungsprogramme sowie interne Jobrotation trugen dazu bei, Qualifizierung und Eigenverantwortung zu erweitern und zu stärken. Auch im Geschäftsjahr 2006 sind unsere Mitarbeiter durch variable Entgelt-Komponenten am Unternehmenserfolg beteiligt worden. In den nächsten Jahren erwarten wir eine stetige Steigerung des Mitarbeiterbestandes, um den fachlichen und technischen Anforderungen aus neuen Projekten gerecht zu werden und gleichzeitig die Zufriedenheit unserer langjährigen Bestandskunden auch zukünftig auf hohem Niveau zu halten. 2. ErtragslageDie Gesamtleistung der COR Deutschland GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 20,8% auf 23,4 Mio. EUR (Vorjahr 19,4 Mio. EUR) gesteigert werden. Den stärksten Anstieg verzeichneten die Beratungsumsätze mit einem Zuwachs um 3,6 Mio. EUR auf 14,8 Mio. EUR. Die um 1,2 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR gestiegenen Wartungserlöse kompensierten die um 0,6 Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR gefallenen Verwaltungsumsätze. Die Lizenzumsätze blieben mit 2,7 Mio. EUR nahezu konstant (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR). Das Kerngeschäftsfeld Life konnte einen Umsatzzuwachs von 3,6 Mio. EUR auf 15,9 Mio. EUR verbuchen, was einem Anstieg von 29,9% entspricht. Das Geschäftsfeld BPM verzeichnet dagegen einen Umsatzrückgang um 1,0 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR, was auf eine Verlagerung der Außenumsätze auf die Schweizer Schwestergesellschaft COR Infexpert AG zurückzuführen ist. Das Geschäftsfeld Consulting blieb mit einem Umsatzrückgang um 0,8 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR etwas hinter den Erwartungen zurück. Den relativ stärksten Umsatzanstieg verzeichnet mit 161,6% das Geschäftsfeld Health. Dabei handelt es sich um Unterstützungsleistungen an die Schwestergesellschaft COR Infexpert AG. Die Gesamtkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Mio EUR gestiegen, was einem Anstieg um 13,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht und damit deutlich unter dem Anstieg der Gesamtleistung liegt. Mit 90,5% verzeichnen die bezogenen Leistungen den absolut und relativ höchsten Anstieg. Sie klettern um 2,0 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR. Der Personalaufwand wächst um 12,0% auf 9,8 Mio. EUR. Die Abschreibungen bleiben mit 0,4 Mio. EUR konstant. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen sinken um 0,4 Mio. EUR auf 7,4 Mio. EUR. Nach einem neutralen Ergebnis von -0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) erzielt die COR Deutschland GmbH im Geschäftsjahr 2006 ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) und steigert seine Umsatzrendite damit von 3,7% auf 8,2%. 3. FinanzlageDie Gesellschaft arbeitet weiterhin vollständig eigenfinanziert. Bestehende Kreditlinien werden nur für die Absicherung von Mietbürgschaften genutzt. Die Liquiden Mittel haben im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,1 Mio. EUR zugenommen und betragen per Ende Dezember 4,4 Mio. EUR. In den Liquiden Mitteln enthalten sind Vorauszahlungen von Kunden in Höhe von 0,5 Mio. EUR. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von 1,1 Mio. EUR haben keinen Darlehenscharakter, sondern resultieren aus jahresübergreifenden Zahlungsabgrenzungen. 4. VermögenslageDer Bestand an unfertigen Leistungen nach Abzug geleisteter Abschlagszahlungen ist um 0,2 Mio. EUR auf 0,0 Mio. EUR gesunken. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Mio. EUR gestiegen und entspricht mit einem ausgewiesenen Wert von 2,1 Mio. EUR einer durchschnittlichen Ausstandsdauer von 35 Tagen. Die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die COR AG mit 2,0 Mio. EUR, die COR Insurance and Risk Management GmbH mit 1,9 Mio. EUR sowie die COR Infexpert AG mit 0,6 Mio. EUR. 5. Chancen- und RisikoberichtAllgemein Die COR Deutschland GmbH unterliegt in ihrem Geschäft einer Vielzahl von Unsicherheiten, deren Eintreten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens positiv wie negativ beeinflussen kann bzw. dazu führen kann, dass es seine für die zukünftige Geschäftsentwicklung gesetzten Ziele verfehlt bzw. übertrifft. Das Risikomanagementsystem der COR Deutschland GmbH und die Risikoprofile der einzelnen Bereiche sind in einem Risikohandbuch dokumentiert. Ein Mitarbeiter im Finanzbereich der COR AG ist als Risikobeauftragter des Konzerns benannt und damit beauftragt, das niedergelegte Risikomanagementsystem einer regelmäßigen internen Evaluierung zu unterziehen und zu dokumentieren. Darüber hinaus ist es Aufgabe des Risikobeauftragten, im Auftrag des Vorstands stichprobenartig einzelne Bereiche daraufhin zu analysieren, inwieweit die festgelegten Maßnahmen zur Begrenzung oder Vermeidung von Risiken umgesetzt werden. Es ist die Verantwortung der Leiter der einzelnen Geschäftsbereiche, die Risiken des eigenen Bereiches kontinuierlich zu beobachten und zu managen. Bei einer signifikanten Erhöhung des Gefährdungsgrads einzelner Risiken über einen festgelegten Schwellenwert hinaus sind sie zur umgehenden Meldung an die Geschäftsführung verpflichtet. Grundlage für ein gutes Risikomanagement ist die zuverlässige und schnelle Versorgung des Managements mit relevanten Informationen zum Verlauf des Geschäftes. Dazu hat COR ein Controlling- und Berichtssystem aufgebaut, mit dem im monatlichen Rhythmus über die Entwicklung wesentlicher Kennzahlen der Geschäftstätigkeit der einzelnen Bereiche und über die monetären Ergebnisse berichtet wird. Das Risikoprofil der COR Deutschland GmbH hat sich im Hinblick auf die wesentlichen Risikofelder im Geschäftsjahr 2005 nicht wesentlich verändert. Im Folgenden werden einzelne als wichtig identifizierte Risikofelder näher erläutert. Dabei bedeutet die Auswahl nicht, dass COR nicht auch aus anderen, nicht erwähnten Risiken signifikante Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen könnten. Konjunkturelle Chancen und Risiken Die allgemeine konjunkturelle Entwicklung beeinflusst das Volumen der Investitionen in IT-Dienstleistungen sowie Consulting. Eine Verschlechterung des konjunkturellen Umfelds könnte das von COR adressierte Marktvolumen reduzieren. Die als Reaktion auf eine solche Entwicklung notwendigen Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung können gegebenenfalls nur mit einem Zeitverzug Wirkung zeigen und würden zu Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen führen. Konjunkturell bedingter Kostendruck im Absatzmarkt unterstützt wiederum Konsolidierungs- und Automatisierungstendenzen, die eine zunehmende Nachfrage bei externen Systemanbietern zur Folge haben können. Wettbewerb Die COR Deutschland GmbH plant, den Absatzmarkt auf das europäische Ausland zu erweitern. Dies führt einerseits zu einer Diversifikation und damit Verringerung von Marktentwicklungsrisiken. Andererseits steigt damit die Anzahl der Wettbewerber deutlich an. Die COR Deutschland GmbH wird daher auch in neu dazugekommenen Produktbereichen und regionalen Märkten versuchen, die bisherige Strategie fortzusetzen und mit den Lösungen komplette Wertschöpfungsketten und komplette Produktspektren abzubilden, um so den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung, insbesondere gegenüber preislich aggressiven neuen Anbietern, auf dem Markt zu behaupten. Regulierung des Marktes durch den Gesetzgeber Die Bevölkerungsentwicklung und die Altersversorgung gehören zu den wichtigsten gesellschaftlichen Problemen und damit zu den bedeutendsten Betätigungsfeldern fiskalpolitischen Handelns. Das wirtschaftliche Hauptbetätigungsfeld der COR Deutschland GmbH unterliegt daher der permanenten gesetzgeberischen Regulierung. Dies führt dazu, dass immer wieder neue Finanzprodukte softwareseitig abzubilden sind, für deren mittelfristigen Bestand es steuerpolitisch allerdings keinerlei Garantien gibt. Dies führt dazu, dass das Unternehmen immer wieder Anpassungs- und Erweiterungsarbeiten in seinen Softwareprodukten zu leisten hat. Gesetzliche Anpassungen generieren andererseits Nachfrage nach Beratungsleistungen bei Bestandskunden und können, soweit sie zeitnah Eingang in die angebotenen Produkte finden, einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen. Personalrisiken Der Erfolg der COR Deutschland GmbH hängt maßgeblich von der Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter ab. Dabei kommt einigen Mitarbeitern in Schlüsselpositionen besondere Bedeutung zu. Sofern es dem Unternehmen nicht gelingt, diese Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden bzw. kontinuierlich qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen, kann der Erfolg aufgrund des Know-how-Verlustes signifikant beeinträchtigt werden. Dies gilt vor allem vor dem Hintergrund der absehbaren demografischen Entwicklung. Hier treffen uns insbesondere die voraussichtlich rückläufige Anzahl von Hochschulabsolventen und der daraus resultierende Wettbewerb um diese Kräfte sowie die damit verbundenen steigenden Kosten. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog. Laufender Austausch mit den Mitarbeitern zu allen ihr Arbeitsumfeld betreffenden Faktoren in formalisierten Mitarbeitergesprächen und Umfragen, Ausbildung von Hochschulabsolventen "on the job" sowie Recruiting geeigneter Personen über alle marktgängigen Kanäle sind nur einige Beispiele dafür. Technologische Risiken Der Markt für IT-Dienstleistungen ist von häufigen Veränderungen der verwendeten Basistechnologien geprägt. Der zukünftige Markterfolg der COR Deutschland GmbH hängt davon ab, inwieweit es gelingt, angesichts hoher Einarbeitungskosten mit beschränkten Ressourcen die Technologiekompetenz in Breite und Tiefe auf einem adäquaten Niveau zu halten und technologische Fehlentwicklungen zu vermeiden. 6. AusblickDie COR Deutschland GmbH schließt das Geschäftsjahr 2006 mit einem sehr guten wirtschaftlichen Ergebnis ab. In vielen Produktfeldern, wie COR-Life, COR-Health und COR-Office, wurden die Ziele deutlich übertroffen. Mit dem zielgerichteten Ausbau des Produktportfolios durch neue Kooperationen haben wir den Zugriff auf ein breiteres Marktumfeld gewonnen. Dies ist vor allem durch die Vertriebskooperation mit der wgv Informatik GmbH und den damit verbundenen Einstieg in den Sachversicherungsbereich gelungen. Mit dem Wechsel von ca. 30 Mitarbeitern eines IT-Systemhauses zur COR Deutschland GmbH ist die Integration des marktführenden Verwaltungssystems für Sach-, Haftpflicht-, Unfall-, Kfz- und Industrieversicherer gelungen. Damit hat sich die COR Deutschland GmbH zum führenden Softwarehaus mit einem kompletten Spektrum an Bestandsverwaltungslösungen in vielen Versicherungssparten (Lebensversicherung, Altersversorgung, Sachversicherung) entwickelt. Zukünftig wollen wir verstärkt die Synergien nutzen, die sich aus spartenübergreifenden, international einsetzbaren Lösungen ergeben. Die regionale Wachstumsstrategie zielt vor allem auf das europäische Ausland; hier wollen wir verstärkt Neukunden gewinnen. Erste Schritte dafür haben wir bereits unternommen: mit Investitionen in die Internationalisierung der COR-Produkte sowie der gezielten Ansprache namhafter internationaler Kooperationspartner, mit denen wir Vertriebspartnerschaften eingehen und internationale Projekte durchführen können. Im Bereich Lebensversicherung und Altersversorgung gehen wir aufgrund des Trends weg von der konventionell kapitalbildenden Lebensversicherung hin zu Hybridprodukten sowie wegen der steigenden Bedeutung privater Rentenversicherungen weiterhin von einer Nachfrage nach unserer Standardverwaltungssoftware COR-Life aus. Steigende Anforderungen der Kunden und des Gesetzgebers zwingen die Versicherungsunternehmen, ihre Produktangebote immer wieder neu zu gestalten. Bereits zwei Jahre nach dem Aufbau des neuen Geschäftsfeldes COR-Pension konnte die Marktpräsenz signifikant erhöht werden. Neben namhaften Neukunden wie der Deutsche Bahn AG profitieren wir von einem starken Zuwachs an Bedeutung von Zeitwertkonten im Markt. Daher gehen wir auch im Jahr 2007 von einer breiter werdenden Kundenbasis in diesem Geschäftsfeld aus. Auch für die Geschäftsbereiche COR-Health und Business Process Management geht das Unternehmen von einem weiteren Wachstum aus. Für das Geschäftsjahr 2007 erwarten wir insbesondere aufgrund des neuen Geschäftsfeldes Sachversicherung ein weiteres Umsatzwachstum um rd. 25%, verbunden mit einer Ertragssteigerung von rd. 20% auf den Umsatzzuwachs. Für 2008 sehen wir keine wesentliche Veränderung in unseren Zielmärkten. Wir gehen deshalb von einem stetigen Umsatzzuwachs und einer entsprechenden Ertragssteigerung aus.
Leinfelden-Echterdingen, 20. März 2007 Ulrich Wörner, Geschäftsführer Milenko Radic, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2006Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung der für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2006
Entwicklung des Anlagevermögens der im Geschäftsjahr 2006
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2006A. ALLGEMEINE ANGABENDie Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft hat am 22.07.2003 mit der COR AG Insurance Technologies mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen als beherrschender Gesellschaft einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Der Eintrag in das Handelsregister erfolgte am 3.11.2003. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden hinsichtlich der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt in TEUR. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bei der Aufstellung des Anhangs wurde von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 HGB Gebrauch gemacht. Bei der Bewertung der einzelnen Positionen werden nachstehende Grundsätze angewandt. B. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEDie immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt, wobei die lineare Abschreibungsmethode angewandt wurde. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über die geplante Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben, da die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer insgesamt 15 Jahre beträgt. Geringwertige Wirtschaftsgüter i. S. § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Der Wertansatz der unfertigen Leistungen erfolgt zu den Herstellkosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB. Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden angemessene Gemeinkosten eingerechnet. Die erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden netto ausgewiesen und, soweit sie die unfertigen Leistungen betreffen, offen von diesen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag bewertet. Auf die einem allgemeinen Ausfallrisiko unterliegenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% gebildet. Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Kurs am Tag ihrer Entstehung oder dem höheren Stichtagskurs umgerechnet. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES Unmittelbare Beteiligungen:
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 1.953 (Vorjahr: TEUR 1.298). 3. Flüssige Mittel Die Position enthält Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der COR Deutschland GmbH, Leinfelden-Echterdingen, beträgt TEUR 6.424. Die Geschäftsanteile werden von der COR AG Insurance Technologies, Leinfelden-Echterdingen, gehalten. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Berufsgenossenschaft und Schwerbehindertenabgabe (TEUR 70), für Reisezeitvergütung (TEUR 53), ausstehenden Urlaub (TEUR 399), Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 149) und Rückstellungen für Zielerreichung (TEUR 807) sowie eine Rückstellung für Nachlaufkosten für BPM Projekte in Höhe von 58 TEUR. 6. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
D. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung1. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 49 enthalten, die in Höhe von TEUR 41 aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Periodenfremde Aufwendungen resultieren in Höhe von TEUR 167 aus Steuernachzahlungen aus einer Betriebsprüfung und in Höhe von TEUR 22 aus Zinsaufwendungen gemäß § 233a AO. 2. Aufwendungen für Alterversorgung In der Position "soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 9) enthalten. 3. Verbundene Unternehmen Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit TEUR 385 (Vorjahr TEUR 401) verbundene Unternehmen. An verbundene Unternehmen wurden TEUR 23 (Vorjahr TEUR 10) bezahlt. Aufwendungen aus Gewinnabführung an die COR AG Insurance Technologies, Leinfelden-Echterdingen, bestehen in Höhe von TEUR 1.818 (Vorjahr TEUR 689). E. SONSTIGE ANGABEN1. Haftungsverhältnisse Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer des Organträgers. Die Gesellschaft haftet mit ihren Forderungen für alle bestehenden und künftigen, auch bedingten oder befristeten Forderungen der Kreissparkasse Böblingen gegen die COR AG Insurance Technologies, Leinfelden-Echterdingen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 422. 3. Angaben zur Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehören im Geschäftsjahr an:
4. Anzahl der Beschäftigten Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 133 (Vorjahr: 117) Arbeitnehmer (Angestellte). 5. Konzern- und Beteiligungsverhältnisse 100% des Stammkapitals der Gesellschaft werden von der COR AG Insurance Technologies, Leinfelden-Echterdingen, gehalten, die einen befreienden Konzernabschluss gem. § 292 a HGB nach IFRS erstellt. Der Konzernabschluss wird im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart hinterlegt. F. ErgebnisverwendungDer Gewinn wird aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an die COR AG Insurance Technologies, Leinfelden-Echterdingen, abgeführt. Der Bilanzverlust in Höhe von EUR 5,7 Mio. wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Leinfelden-Echterdingen, 20. März 2007 Ulrich Wörner, Geschäftsführer Milenko Radic, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der COR Deutschland GmbH, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 20. März 2007 Dr.
Ebner, Dr. Stolz und Partner GmbH
Helmut Fuchs, Wirtschaftsprüfer Uwe Harr, Wirtschaftsprüfer |
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