BRALE Bau GmbHLiquidiert

06895 Zahna-Elster, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 25384
Eingetragen
22.2.2018
Branche
Bauträger für WohngebäudeBauträger für andere Gebäude und BauwerkeKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Das Halten und Verwalten des im Eigentum der Gesellschaft stehenden Grundbesitzes sowie die Erbringung von Bauleistungen und damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Genehmigungs- bzw. erlaubnispflichtige Tätigkeiten nach dem KWG sowie Tätigkeiten der Rechts-, Steuer- und Anlageberatung werden ausgeschlossen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Stehnken
seit 16.2.2023
Geschäftsführer
Mario Brandenburg
seit 22.2.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BRALE Bau GmbH

Zahna-Elster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

BRALE Bau GmbH, Zahna-Elster

I. Grundlagen des Unternehmens - Geschäftsmodell

1. Unternehmensphilosophie

Die Unternehmensphilosophie der BRALE Bau GmbH ist es, ein Massivhaus so zu bauen, dass sich möglichst viele Menschen ein eigenes Haus leisten können. Seit dem Jahr 2006 arbeiten Geschäftsführung und Mitarbeiter der BRALE Gruppe daran, Menschen den Traum vom eigenen zu Hause sicher, professionell und zu fairen Baupreisen zu ermöglichen.

Der hohe Qualitätsanspruch und die Leidenschaft für beste und natürliche Materialien spiegeln sich dabei in jedem neu gebauten Haus wider. Die Massivhäuser der BRALE Bau GmbH erfüllen hohe ökologische Standards, sparen Energie und geben den individuellen Wünschen der Kunden den größten Raum.

Die Entscheidung, ein eigenes Haus zu bauen, zählt für die meisten Menschen zu den wichtigsten des Lebens. Ob Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus, ob Bungalow oder Stadtvilla - BRALE sorgt mit jedem Massivhaus dafür, dass auf dem Weg in das Eigenheim die Vorfreude auf das neue Zuhause jederzeit überwiegt. Mit langjähriger Erfahrung, Teams aus engagierten Spezialisten, hochqualifizierten Partnerunternehmen und unserer Leidenschaft.

Die im Jahr 2018 als Tochtergesellschaft der Brale Holding GmbH gegründete BRALE Bau GmbH nimmt innerhalb der BRALE Gruppe die Stelle des Generalunternehmers ein. Neben dem sogenannten "Klassikgeschäft", d.h. dem Bau eines Hauses auf dem Grundstück der Kunden wird das zweite Standbein, das Projektgeschäft, von Jahr zu Jahr weiter erfolgreich ausgebaut. Der regionale Fokus der BRALE Gruppe umfasst dabei neben Berlin die Bundesländer Brandenburg, Sachsen sowie Sachsen-Anhalt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche- und Branchenentwicklung

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland lag im Jahr 2021 bei 109,1 und damit um 3,3 % höher als im Vorjahr. Damit stieg die Jahresteuerungsrate gegenüber dem Vorjahr um 2,8 % (2021: + 0,5 %). Aktuell beträgt der Verbraucherpreisindex für Deutschland 118,4 und weist damit eine um 9,3 % höhere Inflationsrate gegenüber dem Jahr 2021 aus.

Gemäß der Aussage des statistischen Bundesamtes war das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland im Jahr 2021 um 2,7 % höher als in 2020. Darüber hinaus wird berichtet, dass die konjunkturelle Entwicklung auch im Jahr 2021 noch sehr stark vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen abhängig war. Der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Dr. Georg Thiel sagte auf der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2021" in Wiesbaden: "Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung des Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat."

Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote belief sich auf 5,7 % und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 0,2 % gesunken.

2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 4.093 TEUR (Vorjahr 3.837 TEUR) erzielt.

Im Klassikbereich wurden 99 Häuser fertiggestellt, abgenommen und an die jeweiligen Käufer übergeben. Für die Projektgesellschaften der BRALE Gruppe wurden im Berichtsjahr neben einem Einfamilienhaus, 29 Doppelhaushälften, 3 Reihenhäuser und 12 Wohneinheiten fertig gebaut und übergeben.

Insgesamt entsprach das Ergebnis den Erwartungen.

3. Darstellung der Lage

a. Ertragslage

Die BRALE Gruppe hat im Geschäftsjahr 2021 erneut eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung genommen. Der überaus positive Trend der Vorjahre hat sich noch verstärkt und spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Einzelgesellschaften der BRALE Gruppe wider.

Aus dem Verkauf und der Übergabe der gebauten Häuser und Wohnungen im Bereich des Klassikgeschäfts wurden im Jahr 2021 Umsatzerlöse in Höhe von 21.978 TEUR (Vorjahr 27.837 TEUR) erzielt. Im Rahmen des Projektgeschäftes beliefen sich die Umsätze auf 10.773 TEUR. Gegenüber der Vergleichsperiode entspricht dies einem Zuwachs von 8.436 TEUR. Die sonstigen Umsatzerlöse mit 359 TEUR liegen nur leicht über dem Vorjahresniveau und beinhalteten im Wesentlichen Weiterbelastungen an Subunternehmer auf Grund von Ersatzvornahmen im Rahmen der Mängelbeseitigungen sowie erhobene Gebühren für die Bearbeitung der KfW Förderungen.

Die Erhöhung des Bestandes an unfertigen Aufträgen betrug 4.090 TEUR gegenüber einem Vorjahreswert von 5.692 TEUR. Diese Reduzierung zeigt, dass zum Ende des Berichtsjahres mehr Häuser abgenommen und somit schlussgerechnet wurden als im Jahr zuvor.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben 137 TEUR periodenfremden Erträgen auch Versicherungsentschädigungen in Höhe von 33 TEUR enthalten. Diese begründen hauptsächlich die Abweichung in Höhe von 182 TEUR zwischen den Vergleichszeiträumen 2021 mit 249 TEUR und 2020 mit 67 TEUR.

Die Gesamtleistung ist mit 37.200 TEUR gegenüber dem Vorjahr um 1.005 TEUR höher ausgefallen.

Diese nahezu konstante Leistung verdeutlicht u.a. die Verschiebung der Nachfrage vom Klassikgeschäft hin zum Projektgeschäft.

Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 779 TEUR auf 26.297 TEUR erhöht.

Entsprechend beträgt die Materialeinsatzquote im Berichtszeitraum nahezu unverändert 70,7 %.

Das Rohergebnis ist gegenüber dem Vorjahr mit 11.152 TEUR um 408 TEUR höher ausgefallen. Die Erklärung dafür ist, die um 1.004 TEUR höhere Gesamtleistung zuzüglich einer Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge mit 182 TEUR abzüglich des gestiegenen Materialaufwandes in Höhe von 779 TEUR.

Mit der Umstellung der Organisation innerhalb der BRALE Gruppe sind in den Geschäftsjahren 2019/ 2020 die Mitarbeiter von der BRALE GmbH auf die BRALE Bau GmbH übergegangen. Der Personalaufwand in Höhe von 2.382 TEUR liegt um 604 TEUR über dem Vorjahreswert. Der gestiegene Aufwand liegt in den Neueinstellungen und den Lohnsteigerungen im Berichtszeitraum begründet.

Im Jahr 2021 wurden durchschnittliche 37 Mitarbeiter beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 3.022 TEUR und liegen damit deutlich unter dem Vorjahresniveau (-801 TEUR). Zurückzuführen ist dies vorrangig auf die durch Umgliederung basierenden reduzierten Mieten (-485 TEUR), geringeren Vertriebskosten (-648 TEUR) und gegenläufig, dem Zuwachs im Bereich der Werbungskosten (229 TEUR)

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag liegen, entsprechend dem höheren Jahresüberschuss, mit 1.551 TEUR über dem Vorjahreswert von 1.255 TEUR.

Der Jahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 256 TEUR auf 4.093 TEUR erhöht.

Die Erhöhung basiert auf dem höheren Rohergebnis (408 TEUR) abzüglich dem gestiegenen Personalaufwand (604 TEUR) sowie den höheren Abschreibungen (35 TEUR), den reduzierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-801 TEUR), dem geringeren Finanzergebnis (-16 TEUR) sowie auf dem höheren Steueraufwand (296 TEUR).

b. Vermögenslage

Das Anlagevermögen in Höhe von 625 TEUR (Vorjahr 213 TEUR) umfasst hauptsächlich Software sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Investitionen in Höhe von 482 TEUR betrafen im Wesentlichen Immaterielle Vermögensgegenstände, im Speziellen Software (306 TEUR), den Ausbau des Musterhauses in Zeuthen mit 41 TEUR, den Fuhrpark in Höhe von 74 TEUR sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

In dem Bilanzposten Vorräte werden die bewerteten in Arbeit befindlichen Aufträge (20.000 TEUR; Vorjahr 15.910 TEUR) abgebildet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden davon abgesetzt, so dass der Saldo mit null ausgewiesen wird.

Im Bereich der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist ein Anstieg von 6.536 TEUR zu verzeichnen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 2.261 TEUR deutlich unter dem Vorjahreswert in Höhe von 3.444 TEUR. Die Reduzierung ist auf das deutlich verbesserte Forderungsmanagement zurückzuführen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind hingegen um 7.441 TEUR auf 8.120 TEUR angestiegen. Der Anstieg beruht auf ausgereichten Darlehen innerhalb der BRALE Gruppe sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Projektgesellschaften, die zum Stichtag noch nicht beglichen wurden.

Die Forderungen gegen Gesellschafter sind mit 2.696 TEUR gegenüber dem Vorjahr (2.626 TEUR) nur leicht angestiegen.

Im Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände ist in Summe eine Erhöhung um 220 TEUR zu verzeichnen. Gesamt belaufen sich die sonstigen Vermögensgegenstände auf 477 TEUR und beinhalten neben Forderungen aus Umsatzsteuer für Folgeperioden, Forderungen gegen nahestehende Unternehmen sowie sonstige Vermögensgegenstände wie z.B. Europaletten und Forderungen aus Bauabzugsteuer.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten belaufen sich auf 2.848 TEUR (Vorjahr 4.255 TEUR).

Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 44,05 % und hat sich damit deutlich gegenüber dem Vorjahr mit 28,83 % verbessert.

Ein wesentlicher Posten des Fremdkapitals sind Rückstellungen mit 2.758 TEUR (Vorjahr 1.843 TEUR). Diese enthalten hauptsächlich Steuerrückstellungen in Höhe von 2.111 TEUR (Vorjahr 1.150 TEUR), sowie sonstige Rückstellungen für Personalkosten sowie Jahresabschlusserstellung und -prüfung.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 6.774 TEUR sind gegenüber dem Vergleichszeitraum leicht gestiegen. Gegenüber Kreditinstituten sind die Verbindlichkeiten von 140 TEUR auf 106 TEUR gesunken. Die Reduzierung beruht ausschließlich auf Rückzahlungen der Finanzierungen. Der Überhang der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen beläuft sich auf 143 TEUR und wird entsprechend als Verbindlichkeit ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit 2.407 TEUR leicht unter Vorjahresniveau (2.576 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben sich um 353 TEUR auf 2.881 TEUR erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten hingegen sind von 1.337 TEUR auf 1.236 TEUR gesunken.

c. Finanzlage

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr bei vereinfachter Ermittlung einen Cashflow aus operativer Tätigkeit (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen und Veränderungen sonstige Rückstellungen) in Höhe von 4.122 TEUR (2020: 4.441 TEUR) erzielt.

Die Vorfinanzierung der Bauvorhaben konnte ohne Aufnahme von Darlehen bei Kreditinstituten oder Dritten realisiert werden. Die Finanzierung erfolgte fast ausschließlich über die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, Darlehen innerhalb der BRALE Gruppe sowie Eigenmittel.

Die Finanzierung und die Liquidität der Gesellschaft im Geschäftsjahr war jederzeit sichergestellt.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Auswirkungen COVID 19 Pandemie

Es haben sich keine relevanten Auswirkungen auf die weitere Abwicklung der Projekte des Klassik- und Projektgeschäfts ergeben.

Bei unseren übrigen Entwicklungsprojekten ist die Nachfrage bei vergleichsweise geringerer Preissensitivität eher gestiegen, da sich die Projekte im sog. "Speckgürtel" von Berlin bzw. anderen nachgefragten Standorten befinden.

2. Sonstige Chancen und Risiken

Risiken können sich aus der Entwicklung der Bezugskosten (Handwerkerpreise/Baustoffe) sowie im Zusammenhang mit Personalrisiken bei Nachunternehmern und Dienstleistern ergeben. Diese Risiken werden durch den Ukrainekrieg, der anhaltend hohen Inflation und durch die drastisch steigenden Energiekosten noch weiter verschärft.

Darüber hinaus ist die BRALE Bau GmbH als Unternehmen der Baubranche allgemeinen unternehmerischen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Diese können die Umsetzung der Unternehmensstrategie sowie die Zielerreichung des Unternehmens beeinflussen und zu negativen, aber auch positiven Abweichungen von der dargestellten Prognose führen.

Risikomanagement ist aus unserer Sicht Identifikation, Bewertung und Bewältigung von Risiken. Neben dem kontrollierten Umgang mit Risiken wollen wir aber auch bestehende Chancen für eine weiterhin konstante Unternehmensentwicklung nutzen.

Unser Risikomanagement beinhaltet vor allem eine Leitung durch die Geschäftsführung sowie umfangreiche Informations-, Kontroll- und Steuerungssysteme.

Weitere wesentliche Risiken und Chancen, die einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten:

a. Projekt- und Vertragsrisiken

Projekt- und Vertragsrisiken können aus einzelnen Bauaufträgen erwachsen. Das Ergebnis eines Projekts kann während der Ausführungsphase durch unerwartete und von den vertraglichen Vereinbarungen abweichenden Gegebenheiten beeinflusst werden.

Die Steuerung auftragsbezogener Risiken, wie die termin- und aufwandsgerechte Fertigstellung, ist daher ein wesentlicher Bestandteil des im Unternehmen angewandten Risikomanagements. Wir vertrauen auf langfristige Geschäftsbeziehungen zu den Nachunternehmern und Lieferanten der BRALE Bau GmbH.

Gewährleistungsrisiken können bei Bauaufträgen grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Bisher sind keine wesentlichen Inanspruchnahmen erfolgt oder drohende Risiken daraus bekannt.

b. Marktrisiken

Ein Rückgang der Nachfrage könnte durch Konjunkturabschwächung, und die o.g. Risiken eintreten.

Trotz der sinkenden Nachfrage nach Wohneigentum und unserer langjährigen Marktpositionierung schätzen wir Ende des dritten Quartals des Jahres 2022 das allgemeine Marktrisiko für die verbleibenden Projektentwicklungen unserer Gesellschaft als leicht erhöht ein und sehen dennoch bei den laufenden und zukünftigen Projekten weiterhin gute Chancen für eine rentable Abwicklung.

c. Risiken aus Rechtstreitigkeiten und Ansprüchen Dritter

Wesentliche derartige Risiken bestehen derzeit nicht.

d. Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditätsrisiken bestanden in 2021 und bis zum heutigen Zeitpunkt nicht.

3. Gesamtaussagen

Die dargestellten Risiken haben nach unserer Einschätzung keinen nachhaltigen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BRALE Bau GmbH und sind aufgrund der aktuellen Entwicklung des Unternehmens insgesamt überschaubar.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gegenwärtig oder zukünftig gefährden könnten, sehen wir nicht.

IV. Prognosebericht

Zum derzeitigen Zeitpunkt lassen sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukrainekrieges auf unser Unternehmen insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Geschäftstätigkeit gut abschätzen. Weitaus schwieriger gestaltet es sich bei den weiterhin steigenden Energiekosten. In diesem Bereich ist eine abschließende Beurteilung noch nicht möglich.

Die bisher gestiegen Lohn- und Materialkosten wurden in den Kalkulationen berücksichtigt.

Wir erwarten bei den anstehenden Projekten dennoch eine gute Rentabilität sowie eine planmäßige Abwicklung.

Den aktuell deutlich spürbaren Rückgang im Bereich des Klassikgeschäftes wird mit einem Ausbau des Projektgeschäftes entgegengewirkt.

Wir gehen davon aus, dass der Jahresabschluss 2022 der Gesellschaft ein positives Ergebnis ausweisen wird. Auch für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir insgesamt gute Ergebnisse und ein positives Jahresergebnis.

Die Finanzierung und Liquidität der Gesellschaft war in 2021 und ist für das Geschäftsjahr 2022 gesichert.

Der Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft sind so dargestellt, dass sie ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelten. Die wesentlichen Chancen und Risiken und die voraussichtliche Entwicklung sind beschrieben.

 

Zahna-Elster, 22. September 2022

gez. Mario Brandenburg, Geschäftsführer

gez. Mario Letz, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

BRALE Bau GmbH, Zahna-Elster

AKTIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 624.667,64 212.920,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 294.311,23 4.670,00
II. Sachanlagen 330.356,41 208.250,00
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 289.391,86 208.250,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 40.964,55 0,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 16.402.082,92 11.619.915,08
I. Vorräte 0,00 346.178,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.554.470,20 7.018.512,46
- davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 8.120.248,74 (Vorjahr: EUR 679.364,03)    
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 4.500.248,74 (Vorjahr: EUR 679.364,03)    
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 3.620.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00)    
- davon gegen Gesellschafter: EUR 2.696.299,49 (Vorjahr: EUR 2.625.829,50)    
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.847.612,72 4.255.224,00
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 10.967,66 3.794,47
  17.037.718,22 11.836.629,55

PASSIVA

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. EIGENKAPITAL 7.505.575,76 3.412.144,31
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinn-/Verlustvortrag 3.387.144,31 -449.826,63
III. Jahresüberschuss 4.093.431,45 3.836.970,94
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.758.306,76 1.843.449,63
C. VERBINDLICHKEITEN 6.773.835,70 6.581.035,61
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 106.626,25 140.265,31
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 34.409,94 (Vorjahr: EUR 33.639,04)    
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 72.216,31 (Vorjahr: EUR 106.626,27)    
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 142.598,64 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.406.868,88 2.575.583,96
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.406.868,88 (Vorjahr: EUR 2.575.583,96)    
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.881.274,02 2.527.897,94
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.881.274,02 (Vorjahr: EUR 2.527.897,94)    
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.236.467,91 1.337.288,40
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.236.467,91 (Vorjahr: EUR 1.337.288,40)    
- davon aus Steuern: EUR 114.518,95 (Vorjahr: EUR 291.895,47)    
  17.037.718,22 11.836.629,55

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021
EUR
2020
EUR
1. Rohergebnis 11.152.307,48 10.744.374,72
2. Personalaufwand -2.381.747,48 -1.777.315,96
a) Löhne und Gehälter -1.990.710,31 -1.495.891,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -391.037,17 -281.424,72
- davon für Altersversorgung: EUR 27.004,89 (Vorjahr: EUR 39.234,50)    
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -75.533,66 -41.015,03
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.022.274,90 -3.823.023,59
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 93.433,38 39.817,17
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 66.411,46 (Vorjahr: EUR 39.817,17)    
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -119.720,49 -50.145,35
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 116.918,08 (Vorjahr: EUR 29.520,46)    
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.550.696,88 -1.255.021,02
8. Ergebnis nach Steuern 4.095.767,45 3.837.670,94
9. Sonstige Steuern -2.336,00 -700,00
10. Jahresüberschuss 4.093.431,45 3.836.970,94

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

BRALE Bau GmbH, Zahna-Elster

I. Allgemeine Angaben

Die BRALE Bau GmbH hat ihren Sitz in Zahna-Elster. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter HRB 25384 eingetragen.

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt worden. Die ergänzenden Bestimmungen des GmbHG wurden beachtet.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. Im Rahmen der Offenlegung wurden die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 276 Satz 1 HGB und § 327 HGB in Anspruch genommen. Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden ebenso in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen angesetzt und bewertet worden.

Die der Abschreibungsberechnung zugrunde gelegten linearen Abschreibungssätze berücksichtigen grundsätzlich die auch steuerlich anerkannten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Die Abschreibungen werden zeitanteilig bemessen.

Geringwertige Anlagegüter im Einzelwert zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge werden durch Erfassung der Vollkosten der einzelnen Projekte bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt; die Kassenbestände mit dem Nennwert.

Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 25. Das Kapital ist vollständig eingezahlt.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Eine Abzinsung der Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde nicht vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung und die Aufteilung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind in dem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit TEUR 265 am Bilanzstichtag ausstehende Rechungen für bezogene Bauleistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen in voller Höhe die Finanzierung von Anlagevermögen, welches gleichermaßen als Sicherheit hinterlegt ist.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine wesentlichen finanziellen Verpflichtungen.

Anzahl der Beschäftigten

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich 37 Mitarbeiter. Diese sind den Bereichen Geschäftsleitung mit 4 Mitarbeitern, Bauleitung mit 8 Mitarbeitern, Sachbearbeitung mit 15 Mitarbeitern, Vertrieb mit 5 Mitarbeitern und sonstigen Bereichen mit 4 Mitarbeitern zugeordnet. Des Weiteren beschäftigte die Gesellschaft einen Auszubildenden.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft in Zahna-Elster OT Elster (Elbe) waren im Berichtsjahr Herr Mario Brandenburg, Diplom-Bauingenieur, und Herr Mario Letz, Agrotechniker.

Vorschüsse an Organmitglieder

Zum Bilanzstichtag bestehen an Organmitglieder keine geleisteten Vorschüsse.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Sachverhalte eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Zahna-Elster, den 22. September 2022

BRALE Bau GmbH, Zahna-Elster

gez. Mario Brandenburg

gez. Mario Letz

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 21. November 2022 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 6.517,40 306.257,08 0,00 312.774,48
II. SACHANLAGEN        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 251.765,56 134.802,96 0,00 386.568,52
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 40.964,55 0,00 40.964,55
  258.282,96 482.024,59 0,00 740.307,55
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 1.847,40 16.615,85 0,00 18.463,25
II. SACHANLAGEN        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.515,56 58.917,81 5.256,71 97.176,66
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  45.362,96 75.533,66 5.256,71 115.639,91
RESTBUCHWERTE
31. Dez. 2021
EUR
31. Dez. 2020
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 294.311,23 4.670,00
II. SACHANLAGEN    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 289.391,86 208.250,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 40.964,55 0,00
  624.667,64 212.920,00

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BRALE Bau GmbH, Zahna-Elster

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der BRALE Bau GmbH, Zahna-Elster, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der BRALE Bau GmbH, Zahna-Elster für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Halle (Saale), 05. Oktober 2022

Matthias Stünz, Wirtschaftsprüfer

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