Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 35232
Eingetragen
14.3.2022
Branche
Allgemeine GebäudereinigungErbringung von haushaltsbezogenen DienstleistungenReinigung von Verkehrsmitteln
Gegenstand
die Vorhaltung einer Bereitschaft und der Einsatz personeller und sachlicher Ressourcen zur Erbringung spezialisierter Dienstleistungen im Bereich der Reinigung, Pflege, Sicherheit und Unterhaltung von Gebäuden, Anlagen und Verkehrsmitteln aller Art sowie im Bereich sonstiger Serviceleistungen im logistischen Umfeld in Form von unterstützenden Leistungen in Pandemiegeschehen und sonstigen Krisensituationen. Das Unternehmen wird im Rahmen der Aufgaben für die Stadt Duisburg tätig.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Ludwig
seit 14.3.2022
Prokura
Oliver Hallscheidt
seit 14.3.2022
Geschäftsführer
Jens Grundei
seit 14.3.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
akuras GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sovorte GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Registergericht: Duisburg HRB 35232

Inhalt

Abkürzungsverzeichnis

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2. Eigenkapital

3. Rückstellungen

4. Verbindlichkeiten

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5. Umsatzerlöse

6. sonstige betriebliche Erträge

7. Materialaufwand

8. sonstige betriebliche Aufwendungen

9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

2. Mitglieder der Geschäftsführung

3. Gesamtbezüge Geschäftsführung (§285 Nr. 9 HGB)

4. Gesamthonorar Abschlussprüfer (§ 285 Nr. 17 HGB)

5. Latente Steuern (§ 285 Nr. 29 HGB)

6. Mutterunternehmen (§ 285 Nr. 14 HGB)

7. Gewinnverwendung (§285 Nr. 34 HGB)

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

1.2. Branchenentwicklung

2. Geschäftsverlauf

2.1 Umsatz und Auftragsentwicklung

2.2 Investitionen

2.3. Finanzierung

2.4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

3. Lage

3.1. Ertragslage

3.2. Vermögenslage

3.3. Finanzlage

Chancen- und Risikobericht

Ausblick und Prognosebericht

Abkürzungsverzeichnis

Abs. Absatz
akuras akuras GmbH, Duisburg
BDSW bspw. BUNDESVERBAND DER SICHERHEITSWIRTSCHAFT (BDSW) Wirtschafts- und Arbeitgeberverband e. V., Bad Homburg beispielsweise
BMWK Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Berlin
DRS Deutscher Rechnungslegungsstandard
DW Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Duisburg
EAT Earnings after Tax
Euro
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
HGB Handelsgesetzbuch
HRB Handelsregister Abteilung B
Nr. Nummer
octeo octeo MULTISERVICES GmbH, Duisburg
rd. rund
RLZ Restlaufzeit
Sovorte Sovorte GmbH, Duisburg
TE Tausend Euro

Bilanz

Aktiva

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Nr.
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.019,31 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 969.528,34 961.713,71
985.547,65 961.713,71
II. Guthaben bei Kreditinstituten 209,09 123.103,64
985.756,74 1.084.817,35
985.756,74 1.084.817,35

Passiva

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Nr.
A. Eigenkapital 2
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Jahresüberschuss 601.453,03 487.045,63
626.453,03 512.045,63
B. Rückstellungen 3
1. Steuerrückstellungen 309.740,79 251.210,14
2. sonstige Rückstellungen 12.836,29 96.248,18
322.577,08 347.458,32
C. Verbindlichkeiten 4
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 225.313,40
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.726,63 0,00
36.726,63 225.313,40
985.756,74 1.084.817,35

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang 2023 2022
Nr.
1. Umsatzerlöse 5 802.086,98 2.798.759,97
2. sonstige betriebliche Erträge 6 1.000,00 0,00
2. Gesamtleistung 803.086,98 2.798.759,97
3. Materialaufwand 7
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -178,82 0,00
b) Aufw endungen für bezogene Leistungen -639.101,03 -639.279,85 -2.047.050,38 -2.047.050,38
4. sonstige betriebliche Aufw endungen 8 -12.508,43 -14.684,00
5. Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) 151.298,70 737.025,59
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9 21.639,35 1.230,18
7. Betriebsergebnis vor Steuern (EBT) 172.938,05 738.255,77
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10 -58.530,65 -251.210,14
9. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss = Betriebsergebnis (EAT) 114.407,40 487.045,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss der Sovorte GmbH, Duisburg - nachfolgend kurz "Sovorte" genannt - ist nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der aktuell gültigen Fassung und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert aktiviert. Risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen weisen folgende Restlaufzeiten auf:

31.12.2023 davon RLZ > 1 Jahr 31.12.2022 davon RLZ > 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.019,31 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 969.528,34 0,00 961.713,71 0,00
davon gegen Gesellschafter (0,00) (0,00) (310.496,96) (0,00)
985.547,65 0,00 961.713,71 0,00

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (970 T€) bestehen im Wesentlichen aus einer Forderung gegen die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mit beschränkter Haftung (DVV) (926 T€) aufgrund einer Cash-Pooling-Vereinbarung sowie gegen die octeo MULTISERVICES GmbH (octeo) (38 T€) aufgrund von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

2. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt und mit 25 T€ im Handelsregister HRB-Nr. 35232 des Amtsgerichts Duisburg eingetragen.

3. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 310 T€ betreffen Gewerbesteuer (166 T€) sowie Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (144 T€).

Die sonstigen Rückstellungen (13 T€) beinhalten Rückstellungen für Versicherungen (1 T€), Jahresabschlusskosten (11 T€) sowie Archivierung und Aufbewahrung (1 T€).

4. Verbindlichkeiten

Geschäftsjahr Gesamt 31.12.2023 davon RLZ < 1 Jahr davon RLZ 1 - 5 Jahre davon RLZ > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.726,63 36.726,63 0,00 0,00
davon gegenüber Gesellschafter (36.726,63) (36.726,63) (0,00) (0,00)
36.726,63 36.726,63 0,00 0,00
Vorjahr Gesamt 31.12.2022 davon RLZ ≤ 1 Jahr davon RLZ 1 - 5 Jahre davon RLZ > 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 225.313,40 225.313,40 0,00 0,00
225.313,40 225.313,40 0,00 0,00

Zum 31.12.2023 weist die Sovorte keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus; dies resultiert daraus, dass die vormals über externe Dienstleister beschafften Leistungen zum Jahresende durch verbundene Unternehmen erbracht worden sind.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Sovorte betragen 802 T€ und resultieren im Wesentlichen aus Erlösen aus Bewachung und sonstigen Serviceleistungen (774 T€) sowie periodenfremden Erträgen (28 T€).

6. sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1 T€ resultieren aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen.

7. Materialaufwand

Der Aufwand für bezogene Leistungen betrifft hauptsächlich Bewachungsleistungen (527 T€) und darüber hinaus Aufwendungen für Verwaltungskostenumlage (40 T€), Produktverrechnung (18 T€) sowie periodenfremden Aufwand (41 T€).

8. sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind als größte Posten Beratungs-, Prüfungs- und Gutachterkosten (9 T€), Gebühren und öffentlich-rechtliche Abgaben (2 T€) sowie Versicherungsgebühren (1 T€) enthalten.

9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge in Höhe von 22 T€ resultieren aus der Anlage liquider Mittel bei der DVV.

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die auf die Gesellschaft entfallenden Ertragsteuern betreffen mit 31 T€ Gewerbesteuer und mit 28 T€ Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag.

Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse und kein Bestellobligo aus bereits erteilten Aufträgen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen in Höhe von 52 T€. Die Verträge sind jährlich kündbar. Die Geschäftsbesorgungsverträge bestehen mit octeo und deren Muttergesellschaft DVV.

2. Mitglieder der Geschäftsführung

Oliver Hallscheidt, leitender Angestellter

3. Gesamtbezüge Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9 HGB)

Der Geschäftsführer erhält von der Gesellschaft keine Bezüge.

4. Gesamthonorar Abschlussprüfer (§ 285 Nr. 17 HGB)

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernanhang der DVV.

5. Latente Steuern (§ 285 Nr. 29 HGB)

Latente Steuern werden mit einem kombinierten Steuersatz von 33,85 % bewertet.

Für die Sovorte bestehen ausschließlich aktive latente Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze der Rückstellungen. Diese werden aufgrund des konzerneinheitlich ausgeübten Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

6. Mutterunternehmen (§ 285 Nr. 14 HGB)

Mutterunternehmen der Sovorte ist die akuras. Deren Mutterunternehmen ist die octeo.

Der Jahresabschluss der Sovorte wird in den Konzernabschluss der DVV einbezogen.

Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden im Unternehmensregister bekanntgemacht.

7. Gewinnverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB)

Der Jahresüberschuss der Sovorte beträgt 114.407,40 € und soll auf das neue Geschäftsjahr vorgetragen werden.

 

Duisburg, den 15.03.2024

Sovorte GmbH

Geschäftsführung

Oliver Hallscheidt

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Die Sovorte GmbH wurde im Jahr 2022 gegründet und ist eine 100%-Tochter der akuras GmbH. Die Gesellschaft hat ihre wirtschaftliche Tätigkeit zum 01.08.2022 aufgenommen.

Gegenstand des Unternehmens ist die Vorhaltung einer Bereitschaft und der Einsatz personeller und sachlicher Ressourcen zur Erbringung spezialisierter Dienstleistungen im Bereich der Reinigung, Pflege, Sicherheit und Unterhaltung von Gebäuden, Anlagen und Verkehrsmitteln aller Art sowie im Bereich sonstiger Serviceleistungen im logistischen Umfeld in Form von unterstützenden Leistungen in Pandemiegeschehen und sonstigen Krisensituationen.

Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) führt in seinem Jahreswirtschaftsbericht 2024 auf, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr 2023 abgenommen hat. Diese Entwicklung ist nach Ausführung des BMWK u. a. auf die fortwährende russische Aggression gegenüber der Ukraine, die gestiegenen (Leit-)Zinsen, die relativ schwache weltwirtschaftliche Entwicklung, einen hohen Krankenstand sowie zunehmende strukturelle Herausforderungen zurückzuführen. Die deutsche Wirtschaft wurde stärker als andere große westliche Volkswirtschaften in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Dies liegt gemäß Jahreswirtschaftsbericht vor allem an ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung. 1

In der Jahresprojektion für das vergangene Jahr wurde nach dem Nichteintreten der befürchteten Gasmangellage, den spürbar zurückgegangen Energiepreisen sowie der ausbleibenden Verschärfung der Lieferengpässe in Folge der in China praktizierten Null-Covid-Politik von einer Belebung des privaten Konsums ausgegangen. Die Bundesregierung hat dementsprechend einen leichten Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts des Jahres 2023 in Höhe von 0,2 % angenommen. Laut dem vorläufigem Jahresergebnis des Statistischen Bundesamts ist der Wert jedoch aufgrund diverser Effekte um 0,3 % gesunken. Zu den Effekten zählen u. a. nachwirkende Kaufkraftverluste der privaten Haushalte, historisch hohe Krankenstände sowie die sich immer stärker auswirkende geldpolitische Straffung. 2

Der Anstieg der Verbraucherpreise liegt mit 5,9 % auf dem in der Jahresprojektion 2023 angenommen Niveau (6,0 %). 3 Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Inflation um einen Prozentpunkt reduziert. Hier lag diese noch bei 6,9 %. 4 Die Bundesregierung geht von einer Fortsetzung dieses Trends aus und rechnet für 2024 mit einer deutlich geringeren jahresdurchschnittlichen Inflation von 2,8 %. 5

1 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 10.
2 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 170.
3 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 171.
4 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 158.
5 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 157.

Die durch den Krieg in der Ukraine stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise sind im Jahr 2023 wieder merklich gefallen, sodass auch die Importpreise spürbar gesunken sind .6 Infolgedessen ist auch der im Jahr 2022 auf 4,4 % gefallene Leistungsbilanzüberschuss im Jahr 2023 wieder deutlich auf 6,8 % in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt gestiegen. 7

Als Ausblick für das Jahr 2024 geht die Bundesregierung im Rahmen der Jahresprojektion von einem Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,2% aus. Zwar ist die Ausgangslage zum Jahreswechsel eine Bessere, da belastende Faktoren wie die hohen Verbraucherpreissteigerungen mit einhergehenden Kaufkraftverlusten nachlassen. Dennoch sind die unsichere Perspektive im Außenhandel, bedingt durch diverse geopolitische Krisen, sowie die wachstumsdämpfenden Effekte einer restriktiveren Geldpolitik eine Belastung für die wirtschaftliche Lage in Deutschland. 8

In der Jahresprojektion 2023 wurde die Dynamik des Arbeitsmarktes unterschätzt, da mit 45,9 Millionen erwerbstätigen Personen ein historischer Höchststand erreicht wurde. Gleichzeitig ist allerdings auch die Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr stärker angestiegen als vorab erwartet wurde. 9 So liegt die Arbeitslosenquote mit 5,7 % sowohl über dem in der Jahresprojektion 2023 erwarteten 5,4 % als auch über der Arbeitslosenquote des Jahres 2022 (5,3 %). 10 Die Bundesregierung geht für 2024 jedoch von einer Fortsetzung des Beschäftigungsaufbaus aus. Allerdings wird auch aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels mit einem geringeren Zuwachs von 110 Tausend Personen gerechnet. 11 Für den Jahresverlauf wird eine rückläufige Arbeitslosigkeit angenommen. Durch den statistischen Überhang aus dem Vorjahr 2023 wird der Jahresdurchschnitt der Arbeitslosen allerdings geringfügig um 85 Tausend Personen auf 2,7 Millionen Personen steigen. 12

Vor dem Hintergrund der Erwartung einer deutlich geringeren Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahr in Verbindung mit einer vergleichsweise stabilen Beschäftigungsentwicklung rechnet die Bundesregierung mit einem Anstieg des privaten Verbrauchs von 1,1 %. Davon sollen vor allem die binnenwirtschaftlich orientierten Dienstleistungen profitieren. 13

Abschließend lässt sich das folgende Zitat des BMWK festhalten: "Der Ausblick auf eine Stabilisierung der kurzfristigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ändert [jedoch] nichts daran, dass Deutschland eine Reihe über Jahre angestauter, struktureller Herausforderungen im Hinblick auf den Wirtschaftsstandort bewältigen muss." 14

1.2. Branchenentwicklung

Hinsichtlich der Branchenentwicklung soll im Nachfolgenden die Entwicklung der Bewachungsbranche als aktuell hauptsächlicher Tätigkeitsbereich der Sovorte betrachtet werden:

6 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 161.
7 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 162.
8 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 156.
9 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 170.
10 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 21.
11 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 156.
12 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 20.
13 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 157.
14 BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 10.

Nach Berechnungen des BDSW konnte die Wirtschaftsklasse 80, Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien in Deutschland, ihre Umsätze steigern. Im Vergleich zum Jahr 2021, in welchem Umsätze in Höhe von 10,3 Milliarden Euro erwirtschaftet wurden, lag der Umsatz im Jahr 2022 bei 11,1 Milliarden Euro. 15 Umfassende Rückgänge in der Anzahl der Mitarbeitenden konnten insofern auch nicht beobachtet werden. Die Anzahl der Beschäftigten liegt mit rund 277 Tausend (Stand 30.06.2023) auf einem neuen Höchststand und damit sogar leicht über dem Vorkrisenniveau (266 Tausend zum 31.12.2019). 16 Auch vor der Sicherheitsbranche macht der Fachkräftemangel keinen Halt. Trotz des neuen Höchststands der Beschäftigten betrug die Zahl der offenen Stellen der Wirtschaftsklasse im Dezember 2023 noch rd. 9 Tausend. 17

2. Geschäftsverlauf

2.1. Umsatz und Auftragsentwicklung

Die Sovorte hat im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 802 T€ erwirtschaftet. Dieser entfällt im Wesentlichen auf Aufträge im Rahmen der Bewachung von Flüchtlingsunterkünften. Zudem hat die Sovorte zum 01.07.2023 den Betrieb eines Parkhauses für die Stadt Duisburg übernommen, woraus erste geringfügige Umsatzerlöse entstanden.

Die Umsatzerlöse des Vorjahres lagen mit 2.799 T€ deutlich über den Umsatzerlösen des Jahres 2023. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Vorjahr durch umfassende und kurzfristige Sonderaufträge im Rahmen der Bewachung von Unterkünften für Geflüchtete aus der Ukraine geprägt war. Diese Aufträge sind zu Beginn des Februars 2023 ausgelaufen.

Der Umsatz des Jahres 2023 liegt zudem unterhalb des Planwertes (992 TEUR). Der Wirtschaftsplan 2023 wurde im Gründungsjahr 2022 aufgestellt. Hier war kurzfristig kein fester Auftragsbestand planbar, da der Geschäftszweck der Sovorte im Rahmen der Leistungserbringung in Krisenfällen stark von externen Effekten abhängig ist. So wurden seinerzeit lediglich grobe Annahmen getroffen, die jedoch mit dem Ist-Umsatz verfehlt wurden.

2.2. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Investitionen getätigt.

15 Bzgl. Daten Umsatzentwicklung bis 2022 vgl. BDSW, Sicherheitswirtschaft in Deutschland, 2024, S. 5 & 6.
16 Bzgl. Daten Beschäftigte vgl. BDSW, Sicherheitswirtschaft in Deutschland, 2024, S. 11 & 6.
17 Bzgl. Daten offene Stellen vgl. BDSW, Sicherheitswirtschaft in Deutschland, 2024, S. 15.

2.3. Finanzierung

Zwischen der Sovorte und der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH besteht eine Cash-Pooling-Vereinbarung. Die Sovorte führt Zahlungsmittelüberschüsse an die DVV ab. Auf der Gegenseite stellt die DVV der Sovorte liquide Mittel zwecks Regulierung ihrer kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung. Die Zahlungsmittel werden zwischen den Gesellschaften marktüblich verzinst. Die Sovorte verfügt im Rahmen des Cash-Poolings über einen Kreditrahmen in Höhe von 100 T€.

Die Sovorte ist im laufenden Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt in der Lage gewesen ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.4. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Sovorte hat im Geschäftsjahr 2023 keine eigenen Mitarbeiter beschäftigt.

3. Lage

3.1. Ertragslage

Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatz und Ergebnis vor Steuern die für die interne Steuerung verwendeten bedeutsamsten Leistungsindikatoren darstellen:

Bei Gesamtumsatzerlösen in Höhe von 802 T€ konnte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 173 T€ erzielt werden. Daraus ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 114 T€. Das erzielte Ergebnis ist gegenüber den Wirtschaftsplanannahmen positiv zu bewerten. So sah der Wirtschaftsplan ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 63 T€ und ein EAT in Höhe von 41 T€ vor.

Die operative Leistungserbringung wurde ausschließlich durch Zuhilfenahme von Fremdleistungen von Dritten erbracht. Daher fiel bei der Sovorte im Jahr 2023 kein Personalaufwand an.

3.2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 99 T€ auf 986 T€ verringert. Das Eigenkapital erhöht sich auf insgesamt 626 T€. In Folge der Erhöhung des Eigenkapitals in Verbindung mit der niedrigeren Bilanzsumme erhöht sich die Eigenkapitalquote um 16,3 Prozentpunkte auf 63,5%. Die Eigenkapitalquote ist äußerst positiv zu beurteilen.

Die Sovorte weist bislang kein Anlagevermögen auf.

31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Aktiva
Anlagevermögen 0 0,0 0 0,0
Umlaufvermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16 1,6 0 0,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 970 98,4 962 88,7
Flüssige Mittel 0 0,0 123 11,3
986 100,0 1.085 100,0
Betriebsvermögen 986 100,0 1.085 100,0
Passiva
Eigenkapital 626 63,5 512 47,2
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 323 32,8 348 32,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37 3,8 225 20,7
360 36,5 573 52,8
Betriebskapital 986 100,0 1.085 100,0

3.3. Finanzlage

Der Cashflow des Geschäftsjahres 2023 gemäß DRS 21 "Kapitalflussrechnung" stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
T€ T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 381 498
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 22 1
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0 25
Zahlungsmittelwirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 403 524
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 524 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 927 524

Unter Einbeziehung der im Rahmen des Cash-Managements bei der DVV kurzfristig angelegten liquiden Mittel ergibt sich nachstehender Finanzmittelfonds:

2023 2022
T€ T€
Guthaben bei Kreditinstituten 0 123
Kurzfristige Liquiditätsanlagen 927 401
Finanzmittelfonds 927 524

Die allgemeinen Rahmenbedingungen des Geschäftsjahres haben keine erkennbaren negativen Einflüsse auf die Liquiditätslage und die Refinanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft gehabt, sodass die Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit vorhanden war.

Chancen- und Risikobericht

Die Sovorte ist eine Mehrheitsbeteiligung der akuras, die wiederum eine Mehrheitsbeteiligung der octeo ist und ist damit als Konzerngesellschaft in das Risikomanagement des DVV-Konzerns eingebunden.

Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit Chancen und Risiken verbunden. Dies führt zu Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung und damit zu einer Beeinflussung des Unternehmenserfolgs und der Erreichung der gesetzten Ziele. Der Umgang mit dieser Herausforderung ist die zentrale Aufgabe des Risikomanagements. Ein konzernweit implementiertes Risikomanagement sorgt dafür, dass Chancen und Risiken strukturiert erkannt, standardisiert erfasst, bewertet, gesteuert und überwacht werden können. Dies trägt dazu bei, den Fortbestand, das wirtschaftliche Ergebnis sowie die strategische Zielerreichung sicherzustellen.

Des Weiteren ist es das Ziel des Risikomanagements bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Um dies zu gewährleisten, wird im DVV-Konzern die Risikotragfähigkeit bewertet. Die Risikotragfähigkeit ist das maximale Risikoausmaß, welches ein Unternehmen, ohne Gefährdung seines Fortbestands, tragen kann. Die Risikotragfähigkeit versteht sich also als Gegenüberstellung des Gesamtrisikos mit den zur Risikodeckung verfügbaren finanziellen Mitteln, der sogenannten Risikodeckungsmasse (Risikodeckungspotenzial).

Ein wesentliches Risiko der Sovorte besteht im aktuellen Fachkräftemangel, sowohl im Hinblick auf die ggf. kurzfristig benötigten eigenen Personalkapazitäten, als auch auf die Verfügbarkeit von Kapazitäten bei Nachunternehmern. Das Angebot an qualifiziertem Sicherheits- und Fachpersonal verläuft weiter rückläufig, bei gleichzeitig starker wirtschaftlicher Nachfrage in deren Handlungsfeldern und der steigenden Qualitätsanforderung der Kunden. Die kurzfristige Verfügbarkeit von qualifizierten Dienstleistungen der Nachunternehmer sinkt ebenfalls. Dadurch droht ein Überbietungswettbewerb um Personal und Dienstleister. Zudem droht das Risiko, dass die erforderliche hohe Dienstleistungsqualität infolge eines Personalmangels nicht aufrechterhalten werden kann. Diese Herausforderungen können nur durch kundenindividuell zugeschnittene Dienstleistungspakete gemeistert werden. Die Sovorte stellt sich als attraktiver, moderner und sicherer Arbeitgeber und Vertragspartner auf, sodass ein stabiles Personalwachstum und eine hohe Leistungsverfügbarkeit und damit eine kontinuierliche Dienstleistungsqualität gewährleistet werden können.

Im Rahmen von personalintensiven Dienstleistungen in sensiblen Tätigkeitsfeldern ergibt sich ein Risiko durch Personalfehlverhalten, sowohl durch ggf. eigenes Personal, als auch durch Personal der Nachunternehmer. Darin inbegriffen ist auch das Risiko der Verletzung durch unsachgemäßen Umgang mit Gefahrstoffen und Arbeitsmaterialien. Durch diese Risiken können Sach-, Umwelt- und Personenschäden entstehen. Neben der diesbezüglichen Haftung droht ebenfalls ein (teilweiser) Verlust von Aufträgen bis hin zu einem Schaden des Unternehmensimages. Die Sovorte wirkt diesem Risiko durch umfassende Qualifizierung, Einweisung und Sensibilisierung der Mitarbeitenden und Dienstleister entgegen. Zudem wurden interne Kontrollmechanismen installiert.

Risiken für die Gesellschaft können sich zudem dadurch ergeben, dass sich Auftraggeber nicht an vergaberechtliche Vorgaben halten. Darüber hinaus führt der Verlust von Aufträgen durch Kündigung unserer Kunden wegen Auftragsnachfolge oder im Rahmen von Preisverhandlungen zu unternehmerischen Anpassungen von (Personal-)Ressourcen und beauftragten Leistungen. Soweit eine solche Anpassung nur zeitverzögert umgesetzt werden kann, ergeben sich zusätzliche wirtschaftliche Nachteile.

Für die Informationstechnologie bedeuten geopolitische Konflikte ein erhöhtes Risiko durch gezielte Cyberangriffe. Cyberangriffe stellen eine akute Gefahr für Unternehmen dar. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass nicht nur kleine mittelständische Unternehmen betroffen sind, sondern auch große Konzerne. Mögliche Arten von Cyberangriffen können Phishing sowie Aktivierung bereits im Netzwerk vorhandener Schadprogramme sein. Infolgedessen sind betriebsbedingte Störungen möglich sowie die Verschlüsselung und/oder der Verlust von betrieblichen Daten. Als Gegenmaßnahmen werden die Sicherheitssysteme konstant erhöht und die Mitarbeiter über verpflichtende Schulungen sensibilisiert.

Gemäß Ihrem Gesellschaftszweck bietet die Sovorte die kurzfristige Übernahme von Sonderleistungen in Krisensituationen an. Die Sovorte hat durch eine schnellstmögliche Übernahme von Sonderaufträgen gezeigt, dass die Gesellschaft flexibel auf Sondersituationen reagieren kann und ein starker Partner für Konzernunternehmen und die Stadt Duisburg ist. Hierbei können sich auch in Zukunft kurzfristig vielfältige Tätigkeitsfelder ergeben, um die Kunden der Sovorte so gut wie möglich in einer Krisensituation zu unterstützen. Chancen für die Gesellschaft ergeben sich insofern insbesondere in der Aufnahme von flexiblen Sonderprojekten und sonstigen Dienst-/Unterstützungsleistungen. Damit bietet die Sovorte gleichzeitig auch ihren Vertragspartnern die Chance, effizient auf mögliche Krisensituationen zu reagieren.

Ausblick und Prognosebericht

Die Kunden der Sovorte wurden durch vergangene Sondersituationen, bspw. im Zusammenhang mit dem kurzfristigen vermehrten Zuzug von Geflüchteten im Zuge des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine oder davor durch die Corona-Krise, vor besondere personelle und organisatorische Herausforderungen gestellt. Auch perspektivisch sind solche Sondersituationen nicht auszuschließen. Die Gesellschaft steht ihren Kunden als verlässlicher Partner in Krisen- und Sondersituationen zur Verfügung. Je nach situativer Entwicklung können sich vielfältige Handlungsfelder für die Gesellschaft ergeben, um ihre Kunden bestmöglich zu unterstützen. So ist das Geschäft der Sovorte stark situationsabhängig.

Vor dem Hintergrund der aktuell unsicheren weltpolitischen Lage ist derzeit nicht davon auszugehen, dass in naher Zukunft ein Abbau von Flüchtlingsunterkünften stattfinden wird. Daher wird sich die Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen in Flüchtlingsunterkünften in Deutschland kurzfristig nicht rückläufig entwickeln. Dennoch wurde bereits zu Jahresbeginn eine große Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine geschlossen. Die mögliche Eröffnung weiterer Unterkünfte ist aktuell unklar. Im Falle der Ausweitung der Objekte wird es jedoch Ziel sein, erneut kurzfristige Bewachungsaufträge und ggf. weitere Unterstützungsleistungen anzubieten.

Gleichzeitig können in der im letzten Jahr gegründeten Gesellschaft die fundierten Erfahrungen im Bereich dieser spezialisierten Dienstleistungserbringung genutzt und ausgebaut werden. Neben der (kosten-)effizienten Vorhaltung spezialisierter Personalkapazitäten für den Pandemiefall oder sonstige Krisensituationen wird eine schnellstmögliche Handlungsmöglichkeit im Krisen-/Ereignisfall gewährleistet. Die neu gewonnenen Strukturen können auch als Fundament zum Aufbau weiterführender Zusatzleistungen genutzt werden. Dadurch kann die Leistungspalette analog der Bedürfnisse der Kunden immer weiter ausgebaut werden.

Die aktuellen globalen Krisensituationen bestätigen den hohen Bedarf der Vorhaltung einer spezialisierten Gesellschaft für personelle Unterstützung in Krisensituationen, wie die Sovorte GmbH.

Die Geschäftsführung der Sovorte geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2024 Gesamtumsatzerlöse in Höhe von 454 T€ erzielt werden können. Die daraus resultierenden Deckungsbeiträge genügen, um die fixen Aufwendungen der Gesellschaft, die benötigt werden, um in ggf. aufkommenden Krisen- oder Sondersituationen handlungsfähig zu sein, zu kompensieren. Das voraussichtliche Ergebnis ist mit 25 T€ vor Steuern geplant.

 

Duisburg, den 15.03.2024

Sovorte GmbH

Geschäftsführung

Oliver Hallscheidt

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sovorte GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sovorte GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sovorte GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Duisburg, den 26. April 2024

PKF Fasselt Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

Hünger, Wirtschaftsprüfer

Kawaters, Wirtschaftsprüfer

Die Gesellschafterversammlung der Sovorte GmbH hat am 06. Juni 2024 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt und die Gewinnverwendung wie folgt beschlossen:

Der erzielte Jahresüberschuss in Höhe von 114.407,40 € aus dem Geschäftsjahr 2023 soll vollständig auf das neue Geschäftsjahr vorgetragen werden.

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21 nahegelegene Organisationen

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