Fork Unstable Media GmbH
Juliusstraße 25, 22769 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Kruse seit 22.8.2025 | Geschäftsführer |
Dirk Christian Peter Lanio seit 23.7.2025 | Geschäftsführer |
Roman Hilmer seit 1.11.2011 | Geschäftsführer |
Ralf Peter Hubert Holterhoff seit 20.10.2011 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
fischerAppelt AGHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen des Konzerns I. Geschäftsmodell des Konzerns Die Agenturgruppe ("fischerAppelt" oder "Konzern") deckt mit spezialisierten Agenturen für die Disziplinen Public Relations, Werbung, Bewegtbild, Digital, Unternehmensberatung, Design, Performance und Event das komplette Kompetenzspektrum für integrierte Kommunikation ab. Viele unserer Kunden schätzen sowohl den hohen Spezialisierungsgrad der Gruppenunternehmen als auch die starke Vernetzung der Einzeldisziplinen. Damit einher geht die stark integrierte Arbeitsweise der Mitarbeitenden unserer Agentur. Unser erklärtes Ziel ist es, den bestmöglichen Kommunikationserfolg für unsere Geschäftspartner zu realisieren und dabei mögliche Reibungsverluste zu minimieren. Die Fähigkeit, Kunden in den verschiedenen Bereichen interdisziplinär zu beraten, passende Inhalte zu entwickeln und diese über ein breites Spektrum an Kommunikationskanälen effizient auszusteuern, ist seit Jahren die Kernkompetenz und unseres Erachtens ein Alleinstellungsmerkmal der Agenturgruppe im Markt. fischerAppelt umfasste im Geschäftsjahr 2022 folgende elf rechtlich selbstständige Einheiten:
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Honorarumsatz und das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) heran. Die in der Branche übliche Kennziffer des Honorarumsatzes errechnet sich durch Abzug des Materialaufwands (Fremdleistungen) von den Umsatzerlösen unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung. II. Niederlassungsbericht Der Konzern unterhält neben den Hauptsitzen der rechtlichen Einheiten Hamburg, Stuttgart und Nürnberg Niederlassungen in Berlin, München, Frankfurt und Köln. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) aller Wirtschaftsbereiche war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahresdurchschnitt 2022 um +1,8 % höher als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 vor allem geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine, zu denen insbesondere extreme Energiepreiserhöhungen zählten. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel, der Fachkräftemangel sowie die andauernde - wenn auch im Jahresverlauf nachlassende - Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten, auch wenn sich die Dynamik zum Jahresende deutlich abgeschwächt hat. Im Frühjahr 2022 wurden fast alle Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben. Dies trug zunächst zur Erholung der deutschen Wirtschaft bei. Mit den Folgen des Angriffs Russlands auf die Ukraine Ende Februar wurde der Aufschwung gebremst. Die Inflationsrate stieg so hoch wie noch nie seit der deutschen Vereinigung. In der Folge kam die konjunkturelle Erholung ins Stocken. Nach dem BIP-Wachstum in den ersten drei Quartalen (+0,8 %, +0,1 % und +0,5 %) gab es in Q4 im Vorquartalsvergleich einen Rückgang um -0,4 %. Im Vergleich zum Jahr 2019 - dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie - war das BIP in 2022 nur um +0,7 % höher. Der ifo-Geschäftsklimaindex zeigte 2022 einen anderen Trend. So hellte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft zum Jahresende merklich auf. Der Index war im Dezember auf 88,6 Punkte gestiegen, nach 86,4 Punkten im November. Zuvor war der Lage-Indikator sechsmal in Folge gefallen. Die Entwicklung verlief in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Auf der Entstehungsseite des BIP profitierten einige Dienstleistungsbereiche nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 %). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen und sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0 %). Der für fischerAppelt relevante Bereich Information und Kommunikation knüpfte an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste, Wachstumsgeschichte an und verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Zuwachs (+3,6 %). Im Baugewerbe führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Auf der Verwendungsseite des BIP waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um +4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Einschränkungen im Frühjahr 2022. Der in den ersten beiden Corona-Jahren boomende Internet- und Versandhandel schwächte sich hingegen im Jahr 2022 ab. Niedriger als im Jahr zuvor waren auch die preisbereinigten Konsumausgaben für Nahrungsmittel. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren vergleichsweise moderat um +1,1 %. Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden. Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um -1,6 % ab. In Ausrüstungen wurde 2022 dagegen preisbereinigt +2,5 % mehr investiert als im Vorjahr. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2022 um +7,9 % gegenüber 2021 erhöht (Vorjahr: +3,1 %). Die Inflation erreichte im Oktober 2022 mit 10,4 % ihren Höchststand. Das Gesamtvolumen der kommerziellen Kommunikation in Deutschland wuchs im Jahr 2022 laut Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) nur um +1,6 % - und damit schwächer als das BIP - auf rund EUR 48,1 Mrd. Es lag trotz des Anstiegs unter dem Vorkrisenniveau 2019 von EUR 48,3 Mrd. Damit ist der Gesamtmarkt auch im dritten Jahr nach dem Corona-Beginn noch nicht auf dem Niveau von 2019 angelangt. Die erhoffte Erholung nach den Pandemie-Jahren hat sich aufgrund des Ukraine-Konflikts und dessen wirtschaftlicher Folgen nicht eingestellt. Insgesamt trug die Werbewirtschaft 1,24 % zum Bruttoinlandsprodukt in Deutschland bei (Vorjahr: 1,33 %). Die Umsätze der im Gesamtverband Kommunikationsagenturen organisierten Agenturen sind laut einer Studie des GWA im Jahr 2022 durchschnittlich um +1,2 % gestiegen. Auch hier war das Wachstum somit schwächer als beim BIP. Dabei ist die Entwicklung der einzelnen Agenturen heterogen: 60 % der im GWA organisierten Agenturen konnten im Jahr 2022 ihre Umsätze erhöhen, bei rund einem Drittel gingen die Umsätze zurück. Die Rendite der Agenturen lag durchschnittlich bei 8,1 % und damit so niedrig wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Eine Ursache hierfür waren die Personalkosten, die sich bei 80 % der Befragten erhöht haben. Dennoch bleibt das Thema Fachkräftemangel das größte Problem für die meisten Agenturen. Bei rund 80 % der Befragten bremst er die Geschäfte, die schwächelnde Konjunktur nennen 75 % als Wachstumsbremse. Die Zahlen des GWA können als repräsentativ für die Werbeagentur-Branche gelten, ein Großteil der relevanten Akteure ist dort vertreten. Bei dem vorherigen Frühjahrsmonitor hatte der Verband für das Jahr 2021 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von +8 % ermittelt. Für die 50 größten inhabergeführten Agenturen verzeichnet das von den Fachorganen Werben & Verkaufen und HORIZONT sowie dem GWA gemeinschaftlich erhobene Branchenranking ein durchschnittliches Honorarumsatzwachstum von mehr als +17 % (Vorjahr: +13,1 %). Dieses sehr starke Wachstum passt nicht zu den Branchendaten von ZAW und GWA und liegt begründet in einem überproportionalen Wachstum der größten inhabergeführten Agenturen, die aufgrund ihres hohen Anteils am Gesamtvolumen das Bild positiv verfälschen. II. Geschäftsverlauf Nachdem die beiden ersten Quartale 2022 im Vorjahreszeitraumvergleich leicht positiv und das dritte Quartal leicht negativ verlaufen waren, verzeichnete die Agenturgruppe im vierten Quartal ein prozentual deutlich zweistelliges Honorarwachstum. Einzelne Kunden aus Branchen wie Automotive und Tourismus reagierten auf die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine mit einem entsprechenden zurückhaltenden Beauftragungsverhalten für ihre Kommunikations- und Marketingaktivitäten. Die Bereiche PR und Social Media bei unseren Marken- und Retail-Kunden wurden hingegen verstärkt nachgefragt. Auch die Pharma-Branche sowie unsere Kunden mit digitalen Geschäftsmodellen waren nicht im gleichen Maße von der aktuellen wirtschaftlichen Situation betroffen. Gerade aus diesen Bereichen konnten wir neue Kunden gewinnen. Insgesamt waren wir bei integrierten Content-Mandaten branchenübergreifend erfolgreich. Insgesamt führten die vorstehenden Effekte zu dem im Prognosebericht 2021 für das Geschäftsjahr 2022 avisierten Honorarwachstum und einer EBIT-Marge im zweistelligen Bereich. Das Honorarwachstum lag im oberen einstelligen Bereich sogar über unserer Prognose. Wie erwartet liegt eine leichte Erhöhung des EBIT vor. Die seit der Corona-Pandemie in vielen Bereichen beschleunigte Digitalisierung hat neue Spielfelder für Kunden eröffnet, die bisher kommunikativ wenig aktiv waren. Wir konnten auch im Geschäftsjahr 2022 von dieser Entwicklung profitieren, weil die Agenturgruppe eine weitreichende digitale Aufstellung hat. Zudem ist fischerAppelt in der Lage, hochwertige Inhalte zu liefern, die große Online-Communities und Branded-Entertainment-Angebote bedienen. Unser Geschäft hat sich auch in einem herausfordernden Umfeld als widerstandsfähig erwiesen. Das im Geschäftsjahr 2022 erzielte EBIT war das zweithöchste unserer Firmengeschichte. Trotz unsicherer wirtschaftlicher Zeiten können wir unseren Mitarbeitenden, unseren Kunden und auch den Aktionären Stabilität bieten. Es waren wieder einmal die Stärken unserer Einzeldisziplinen sowie das Zusammenwirken unserer Spezialisten, die zum Erfolg der Gruppe geführt haben. Wir konnten für jedes Projekt das richtige Kompetenz-Setup bieten und unsere Kunden bedarfsorientiert mit maßgeschneiderten Teams betreuen. Mit unserer strategischen Unternehmensberatung fischerAppelt, advisors GmbH unterstützen wir Unternehmen und Organisationen dabei, sich mithilfe einer starken Marke langfristig vom Wettbewerb zu differenzieren sowie mit der Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen bei ihren Kunden zu punkten. Wir helfen unseren Kunden, durch strategische Kommunikation ihre Unternehmensziele und -maßnahmen in der Innen- als auch Außenwahrnehmung verständlich und nachvollziehbar darzustellen. Mit ihrem Leistungsportfolio war die fischerAppelt, advisors GmbH in 2022 gut für die Bedürfnisse des Marktes aufgestellt und ein wesentlicher Faktor bei der Bearbeitung großer integrierter Kundenprojekte durch die Gruppe. Das Geschäftsmodell der fischerAppelt, live marketing GmbH, unserer Agentur für erlebnisorientierte Marketingkommunikation, hat sich - nach den Einschränkungen für die Veranstaltungsbranche in der Pandemiezeit - deutlich erholt, insbesondere aufgrund des in der zweiten Jahreshälfte wieder stark anziehenden Event-Businesses in den für uns relevanten ausländischen Märkten. Die fischerAppelt, live marketing GmbH bietet ihren Kunden Lösungen an, bei denen neben den persönlichen Zusammentreffen, vermehrt digitale, als auch hybride Events im Mittelpunkt stehen. Die Kombination unterschiedlicher Elemente ermöglicht es, emotionale Erlebnisse zu kreieren und Informationen aktiv zu vermitteln. Die fischerAppelt, performance GmbH setzte ihren Erfolgskurs aus dem Vorjahr fort und ist mit ihrem Leistungsportfolio, das die gesamte Bandbreite an Möglichkeiten zur Traffic- und Conversions-Generierung sowie zur Realisierung crossmedialer Attributionslösungen abbildet, ein wesentlicher Bestandteil der Gruppe. Die fischerAppelt, play GmbH macht digitalen Content sehenswerter mit kreativen Formaten, die ihren Kunden und deren Kunden Mehrwerte bieten. Mehrwerte, die langfristige Verbindungen zwischen Marken und Usern schaffen. Basierend auf Datenanalysen werden strategische Insights entwickelt und Klarheit für die Idee geschafft. Die interdisziplinären Kreativteams betrachten Herausforderungen aus vielfältigen Perspektiven, entwickeln wiederkehrende visuelle Muster und kreieren dabei kreative Exzellenz. So werden nachhaltige, digitale Markenerlebnisse kreiert mit Format-Ideen, die über den Klick hinausgehen und immer wieder aufs Neue begeistern. In 2022 wurde insbesondere der Bereich Digital Storytelling inhaltlich weiter ausgebaut. Bei der fischerAppelt, relations GmbH wurden im Jahr 2022 insbesondere die Bereiche Health Care- und Markenkommunikation sowie Social Media-Kampagnen stark von unseren Kunden nachgefragt. Mit der SQUAD-Einheit verbinden wir unsere jahrzehntelange Erfahrung im Beziehungsmanagement zwischen Marken und Menschen mit der Dynamik und Innovationskraft von Influencer Marketing. Bei Social Media Campaigning und Consultancy setzen wir auf Branchenkenntnis, technisches Know-how und Deep Data, um Botschaften und Produkte von Marken und Unternehmen glaubhaft und nachhaltig zu inszenieren. Unsere kreativen Leitideen sind strategisch entwickelt und münden stets in messbare Performances. Wie im Vorjahr waren wir laut Pfeffer-Ranking auch 2022 die größte PR- und Kommunikationsagenturgruppe in Deutschland. Die Designagentur Die Krieger des Lichts GmbH konnte mit ihrer Kompetenz in den Bereichen Ideenentwicklung, Collaboration und Service Design die nutzerzentrierte Innovationsentwicklung für ihre Kunden vorantreiben. Die Online-Kreativagentur Fork Unstable Media GmbH setzte wie in den Vorjahren in den Bereichen Digital Branding, Design, E-Commerce und Online-Marketing deutliche Akzente für die gesamte Agenturgruppe. Die LIGALUX GmbH, unsere Spezialisten für Corporate Design und Branding, entwickeln Designlösungen, die den Markenwert steigern, indem die Identitäten von Unternehmen und Marken visuell auf den Punkt gebracht werden. Neben den Arbeiten für eigene Kunden, setzte LIGALUX mit den Schwestergesellschaften im Jahr 2022 diverse integrierte Kundenprojekte um. In einem schwierigen Werbeumfeld in 2022 haben sich die Philipp und Keuntje GmbH und die Philipp und Keuntje Berlin GmbH unter dem Markendach PUK neben Arbeiten in der Markenführung insbesondere mit ihren vielfach ausgezeichneten gesellschaftsrelevanten Kampagnen hervorgetan und so maßgeblich zu den sehr guten Platzierungen der Gruppe in den Kreativrankings der Branchenmedien beigetragen. Im Jahr 2022 konnte die fischerAppelt-Gruppe bei fast allen renommierten nationalen und internationalen Wettbewerben 129 Preise und Auszeichnungen gewinnen. So wurden die Unternehmen der Gruppe sowie die Arbeiten für unsere Kunden unter anderem jeweils mit Gold beim ADC Deutschland, beim ADC of Europe, bei den Cannes Lions, beim Eurobest Award, beim Deutschen Digital Award, beim MAX Award, beim PR Report Award sowie beim Effie Germany ausgezeichnet. Als Agenturgruppe schafften wir es in die TOP 5 der kreativsten Kommunikationsdienstleister Deutschlands des HORIZONT- und des W&V-Kreativrankings. Zudem gelang der Gruppe der Sprung in die TOP 5 des BVDW Kreativrankings, dem Ranking der besten digitalen Agenturen in Deutschland. Durchschnittlich beschäftigte die Agenturgruppe in 2022 539 (Vorjahr: 550) Mitarbeitende. Die Ermittlung der Mitarbeitendenzahl erfolgte wie im Vorjahr auf Basis gewichteter Vollzeit-Arbeitskräfte. III. Lage des Konzerns Basierend auf der nachfolgend erläuterten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage halten wir die wirtschaftliche Lage des Konzerns auch vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen insgesamt für deutlich positiv. 1. Ertragslage Die Ertragslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar:
Der Konzern-Honorarumsatz konnte im Geschäftsjahr 2022 bei heterogener Entwicklung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften um +9,2 % auf TEUR 63.861 gesteigert werden. Die Basis des Honorarumsatzes war dabei unverändert das Geschäft mit inländischen Industriekunden. Die größten Wachstumsraten gab es bei den Dienstleistungskunden, gefolgt von den öffentlichen Auftraggebern, Verbänden und Non-Profit-Organisationen. Darüber hinaus verweisen auf die Erläuterungen zum Geschäftsverlauf unter Abschnitt B. II. Der Personalaufwand erhöhte sich mit +6,8 % moderat auf TEUR 41.228, insbesondere als Folge des Wegfalls der coronabedingten Kurzarbeit in 2021 sowie aufgrund von Gehaltserhöhungen. Der stärkere Anstieg der sonstigen Betriebsaufwendungen um +25,8 % auf TEUR 13.710 resultiert vor allem aus erhöhten Raum- und Lizenzkosten und sowie erhöhten Aufwendungen für Werbung und Freie Mitarbeitende. Auch die Kosten für Reisen und Personalbeschaffung stiegen. Insbesondere aufgrund der gestiegenen Honorarumsätze, die die erhöhten Aufwendungen überkompensierten, konnte das EBIT im Vergleich zum Vorjahr nochmals leicht auf TEUR 8.071 (+4,4 %) gesteigert werden. Nach Abzug von Zinsen und Ertragssteuern errechnet sich ein im Vorjahresvergleich um +3,5 % leicht gestiegener Konzernjahresüberschuss von TEUR 5.113. 2. Finanzlage Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung gibt die folgende nach DRS 21 aufgestellte Kapitalflussrechnung Aufschluss:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verminderte sich im Geschäftsjahr 2022 deutlich um TEUR -5.692 auf TEUR 1.455. Die Abnahme resultiert zum einen aus der Verringerung des aus der operativen Geschäftstätigkeit 2022 erwirtschafteten Ertrags-Cashflow um TEUR 1.572 und zum anderen aus der im Vorjahresvergleich gestiegenen Liquiditätsbindung durch den Aufbau des Working Capital um TEUR 2.631, vor allem durch die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. fischerAppelt erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEUR -1.900 (Vorjahr: TEUR -1.059). Dieser erfasst neben den Investitionen in das Sachanlagevermögen von TEUR 1.492 (Vorjahr: TEUR 746) vor allem mit TEUR 413 (Vorjahr: TEUR 315) Auszahlungen aus dem Ankauf von Minderheitsanteilen. Der Konzern weist überwiegend infolge der weiteren Tilgung von Finanzkrediten (TEUR -1.101; Vorjahr: TEUR -1.064) sowie der Gewinnausschüttungen an Gesellschafter der fischerAppelt AG (TEUR -2.400; Vorjahr: TEUR -2.400) einen negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 3.916 (Vorjahr: TEUR 3.814) aus. Der zu Beginn des Geschäftsjahres vorhandene Bestand an Zahlungsmitteln von TEUR 7.781 verringerte sich aufgrund der oben beschriebenen Zahlungsmittelveränderungen insgesamt um TEUR 4.361 auf TEUR 3.420. Die Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Der Konzern war jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 3. Vermögenslage Die Vermögenslage der Agenturgruppe stellt sich wie folgt dar:
Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zur Konzernbilanz des Vorjahres um TEUR 498 auf TEUR 41.781 leicht erhöht. Der leichte Rückgang des langfristig gebundenen Vermögens um TEUR-198 auf TEUR 5.641 resultiert mit TEUR 1.664 aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und auf das Sachanlagevermögen. Gegenläufig erfolgten insbesondere Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 1.491. Der branchenbedingt hohe Anteil des kurzfristig gebundenen Vermögens an der Bilanzsumme liegt mit 86,5 % leicht über dem Vorjahresniveau (85,9 %). Wie im Vorjahr werden im kurzfristigen Bereich vor allem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 23.608 (Vorjahr: TEUR 18.350) ausgewiesen. Der Bestand unfertiger Leistungen hat sich hingegen um TEUR -1.531 auf TEUR 2.633 verringert. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten wie im Vorjahr insbesondere Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 1.846 (Vorjahr: TEUR 2.019) sowie Darlehensansprüche an die fischerAppelt Marketing W.L.L., Doha, Qatar, in Höhe von TEUR 3.307 (Vorjahr: TEUR 2.256). Bezüglich des Rückgangs der liquiden Mittel um TEUR 4.361 auf TEUR 3.420 verweisen wir auf unsere Ausführungen zur Finanzlage. Auf der Passivseite liegt das Eigenkapital mit TEUR 20.064 um TEUR 1.955 über dem Vorjahresniveau. Dem erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss in Höhe TEUR 5.113 standen insbesondere Gewinnausschüttungen von insgesamt TEUR 2.400 gegenüber. Darüber hinaus verminderte sich das Eigenkapital im Zusammenhang mit dem Erwerb weiterer Geschäftsanteile an Tochtergesellschaften um TEUR 347 sowie durch Gewinnausschüttungen an Minderheitsgesellschafter um TEUR 411. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Eigenkapitals moderat auf 48,0 % (Vorjahr: 43,9 %). Das Fremdkapital verringerte sich leicht um TEUR -1.457 auf TEUR 21.717. Den gestiegenen Steuerrückstellungen (TEUR 902) standen insbesondere aufgrund planmäßiger Tilgungen verringerte Bankverbindlichkeiten (TEUR -998) sowie gesunkene erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (TEUR -1.046) gegenüber. C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Konzerns I. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen Der kurzfristige Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich gegenüber dem Herbst 2022 leicht verbessert, die Lage bleibt aber angespannt. Die hohe Inflation stellt in 2023 weiterhin eine große Belastung für die Konjunktur dar. Die Bundesregierung hebt in ihrer Frühjahrsprojektion ihre Einschätzung für das Wirtschaftswachstum im laufenden leicht an und rechnet mit einem Anstieg des BIP um +0,4 %. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwartet für 2023 hingegen nur ein Wachstum von +0,2 %. Der inflationsbedingte Kaufkraftverlust, die schlechteren Finanzierungsbedingungen und die sich nur langsam erholende Auslandsnachfrage verhindern einen stärkeren Aufschwung schon in diesem Jahr. Nach Einschätzung sowohl der Bundesregierung als auch des Sachverständigenrates hatte die Inflation ihren Hochpunkt im Herbst 2022. Sie ist aber immer noch deutlich erhöht und dürfte nur langsam zurückgehen. Im Jahresdurchschnitt rechnet die Bundesregierung für 2023 mit einer Inflationsrate von 5,9 % und der Sachverständigenrat mit einer Inflationsrate von 6,6 %. Die gestiegenen Erzeugerpreise und die zu erwartenden Lohnsteigerungen dürften die Verbraucherpreisinflation noch bis ins kommende Jahr hinein hoch halten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat angesichts der hohen Inflation begonnen, ihre Anleihebestände zu reduzieren und die Leitzinsen deutlich angehoben. Dies verschlechtert die Finanzierungsbedingungen für Haushalte und Unternehmen, was sowohl die Konsumnachfrage als auch die Investitionen dämpft. Die straffere Geldpolitik dürfte sich erst im Verlauf des Jahres merklich auf die Inflation auswirken und deren Entwicklung spürbar bremsen. Auswirkungen auf die Kommunikations- und Werbebranche Der Werbemarkt kann sehr volatil sein. Unvorhergesehene Ereignisse, wie z.B. die Corona-Pandemie ab 2020 oder der Krieg in der Ukraine ab 2022, können erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und damit auch auf den Werbe- und Agenturmarkt haben. Unmittelbare Faktoren wie steigende Inflation, höhere Zinsen, Marktrezessionen, anhaltende politische Unsicherheiten und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Ausgaben von Unternehmen und Konsumenten führen zu geringeren Erwartungen für das Jahr 2023. Der Ausblick auf das laufende Jahr 2023 stimmt den ZAW besorgt: Die weiterhin hohe Inflationsrate mit entsprechend zurückhaltendem Konsumklima auf der einen und drohende negative politische Rahmenbedingungen auf der anderen Seite würden die Branche belasten, so der Verband. 2023 werde daher ein Risikojahr. Bedingt durch Einflüsse, die die Branche selbst nicht steuern kann, wie die Folgen von Corona und den Ukraine-Krieg, erlebe sie seit drei Jahren ein ungewöhnliches Auf und Ab. Hohe Inflation und die dadurch bedingte geringe Konsumneigung und steigende Kosten innerhalb des Sektors wirken auch in 2023 deutlich dämpfend. Die ZAW-Trendanalyse 2023 zeigt dieses gedämpfte Bild auch bei den konjunkturellen und werbewirtschaftlichen Erwartungen der ZAW-Mitglieder im ersten Halbjahr 2023: 31 % erwarten bestenfalls eine schwarze Null, 62 % sehen ein Ergebnis ähnlich zu 2022 mit positiven wie negativen Erwartungen. Nur rund 7 % der ZAW-Mitglieder hoffen auf eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau 2019. 44 % der ZAW-Mitglieder stufen das für die Branche so wichtige Konsumklima als schlecht ein, 50 % lediglich als mittelmäßig. Die Frage zur Stimmung in der Werbebranche zeigt im Frühjahr 2023 einen leicht schlechteren Wert im Vergleich zum Frühjahr 2022. Das Werbejahr 2023 ist laut dem Marktforschungsinstitut Nielsen mit einem Minus von - 4,8 % von Januar bis Mai bei den Werbeumsätzen negativ gestartet. Die Werbekonjunktur bleibt somit in Deutschland auf Talfahrt. Die Prognosen der Mediaagenturen für die Werbeinvestitionen für das Gesamtjahr 2023 auf dem deutschen Markt sind uneinheitlich und grundsätzlich eher verhalten. Das Spektrum reicht von einer Wachstumsprognose von +2,9 % (Zenith Media) über ein Nullwachstum (Mediaplus) bis zu einem einstelligen Minus (Mindshare). Die Werbeerlöse sind traditionell eng mit der konjunkturellen Entwicklung verknüpft. Sinkt der Umsatz in den Unternehmen, wird das Mediabudget eher genutzt, um das Ergebnis zu stützen, als es in Kampagnen zu investieren. Ausblick auf die Entwicklung von fischerAppelt Wie jedes Wirtschaftsunternehmen unterliegt auch fischerAppelt externen Einflüssen, auf die wir selbst keinen Einfluss haben. Veränderungen in der tatsächlichen oder wahrgenommenen Wirtschaftslage und -stimmung können sich sowohl positiv als auch negativ auf unser Wachstum auswirken. Die Aussagen über unsere Zukunft beruhen somit auf Informationen und Erkenntnissen, die zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Konzernlageberichts bekannt und verfügbar waren. fischerAppelt erstellt seine Prognosen auf Basis unserer organischen Entwicklung. Akquisitionen können das künftige Wachstum des Konzerns entsprechend beeinflussen. Der Krieg in der Ukraine und mögliche Folgewirkungen auf die globalen Wirtschaftsbeziehungen sowie das Wirtschaftswachstum stellen besondere Risiken dar. Die wirtschaftliche Lage wird in diesem Jahr weiter unsicher und schwer vorhersehbar bleiben. Inflation, hohe Energiepreise, Anstieg der Zinsen, Arbeitskräftemangel, Unsicherheit an den Märkten sowie die Zurückhaltung bei Investitionen bleiben auf der Tagesordnung. Wir beobachten und analysieren daher weiter intensiv die Entwicklungen und deren Relevanz für unser Geschäft. Trotz aller geopolitischen und ökonomischen Herausforderungen blicken wir positiv auf die zukünftige Entwicklung der fischerAppelt- Gruppe. Die ersten sechs Monate des Jahres sind mit einem mittleren einstelligen Honorarwachstum gegenüber dem Vorjahr positiv verlaufen. Wir gehen zum aktuellen Zeitpunkt für das Geschäftsjahr 2023 auf Basis der bisherigen Ist-Zahlen sowie aufgrund der aktuellen Beauftragungslage insgesamt von einem Honorarwachstum im mittleren einstelligen Bereich aus. Darüber hinaus erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 eine EBIT-Marge im höheren einstelligen Bereich. Vor allem aufgrund stark steigender Personalaufwendungen und eines moderat steigenden sonstigen Aufwands gehen wir im Vorjahresvergleich von einem einmalig geplant stärkeren Rückgang des EBIT aus. Bei der Bewältigung der herausfordernden aktuellen Situation baut fischerAppelt weiter auf seine bilanzielle Stärke. Die Gruppe ist so in der Lage, jetzt und zukünftig notwendige Ausgaben und Investitionen zu tätigen. Mit unserer klaren Aufstellung und der Fähigkeit, unsere Leistungen integriert am Markt anzubieten, werden wir uns weiter gut positionieren. Dazu gehört, dass wir unser Leistungsportfolio organisch ausbauen und dass wir zusätzlich beabsichtigen, unsere erfolgreiche M&A-Strategie fortzusetzen. Unser operativer Cashflow, die hohe Eigenkapitalquote und unsere hohe Bonität verschaffen uns den notwendigen Spielraum. Die tatsächliche Entwicklung kann darüber hinaus ebenso von den im Risikobericht dargestellten Risiken beeinflusst werden. II. Risikobericht Die Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung von fischerAppelt stehen in engem wirtschaftlichem Zusammenhang mit den operativ tätigen Konzerngesellschaften. In Bezug auf die Geschäftsfelder und -entwicklung von fischerAppelt werden die allgemeinen Risiken der Konjunktur der Kommunikations- und Werbewirtschaft in den für uns relevanten Märkten betrachtet. Ein Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Konzerns ist die Sicherung des Konzernerfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die weiteren Auswirkungen der Kriegshandlungen in der Ukraine und die damit einhergehenden Risiken für die Weltwirtschaft, die Konjunktur und Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise sind aus heutiger Sicht nicht abschließend abschätzbar. Es ist davon auszugehen, dass die Entwicklungen bis auf weiteres andauern. Insgesamt kam es zu einer Schwächung der weltweiten Konjunktur und einer beschleunigten Inflation durch zusätzlich steigende Energie- und Rohstoffpreise. Diese Effekte werden auch in 2023 fortbestehen und damit das weltweite Wirtschaftswachstum weiterhin dämpfen. fischerAppelt betreut keine Kunden in den Krisengebieten. Allerdings arbeiten wir in geringem Umfang mit Unternehmen aus der Ukraine zusammen, die in einzelnen Projekten als Dienstleister genutzt werden, primär im Bereich der Programmierung. Diese Leistungsbeziehungen werden durch den Krieg nachhaltig gestört, können aber durch andere Dienstleister kompensiert werden. Die im Risikobericht 2021 als Risiko benannte Corona-Pandemie stellt mittlerweile kein geschäftskritisches Risiko mehr da. Neben den Auswirkungen der Kriegshandlungen in der Ukraine bestehen grundsätzliche Geschäftsrisiken: Branchentypisch bestehen Risiken aus der Bedeutung einzelner Kunden für die Ertragslage des Konzerns. Die Agenturgruppe hat allerdings im Vergleich zum Wettbewerb vor allem langfristige Kundenbeziehungen und verfügt über ein breites Kundenportfolio. Dennoch sehen wir, dass neben der normalen Fluktuation unsere Kundenbasis auch durch Alignment, Gesetzesinitiativen oder Fusionen laufend in Frage gestellt werden kann. Den hiermit verbundenen Planungs- und Geschäftsrisiken begegnen wir mit unseren Bemühungen nach einer sinnvollen Verbreiterung unseres Leistungsportfolios und der Festigung der bestehenden Kundenbeziehungen durch kreative und frische Ideen. Darüber hinaus können Interessenkonflikte zwischen Bestands- und potenziellen Neukunden die Akquise neuer Budgets behindern. Unabhängig von der Qualität unserer Dienstleistungen könnten solche Wettbewerbsbeschränkungen für konkurrierende Produkte oder Wettbewerber das weitere Wachstum der Gruppe erschweren. Wir begegnen diesem Risiko durch die systematische Verfolgung unserer Strategie von eigenständigen spezialisierten Agenturen innerhalb der Gruppe. Im Dienstleistungsgeschäft ist qualifiziertes Personal der entscheidende Schlüssel zum Erfolg. Durch den Wegfall von Schlüsselpersonal oder dadurch, dass für Wachstum nötiges Personal nicht ausreichend besetzt werden kann, resultiert ein unmittelbares, wirtschaftliches Risiko. Grundsätzlich ist die Kommunikations- und Werbebranche von einer relativ hohen Fluktuation geprägt. In Verbindung mit dem fortgeführten Wachstumskurs der Gruppe wird sich für fischerAppelt der Wettbewerb um Talente sicherlich noch verschärfen. Auf Top-Führungsebene weist fischerAppelt eine vergleichsweise geringe Fluktuation auf. Auf Ebene der Mitarbeitenden wird mittels aktiver Personalpolitik, attraktiver Weiterbildungsmaßnahmen sowie einem leistungsorientierten Entlohnungsmodell erreicht, die Talente weit über Branchendurchschnitt lange an die Gruppe zu binden. Rechtliche Rahmenbedingungen üben einen gewissen Einfluss auf die Kommunikations- und Werbebranche aus, beispielsweise im Bereich der Persönlichkeits- oder Nutzungsrechte. Zur Vermeidung bzw. Minderung etwaiger Risiken betreibt die Agenturgruppe hier einen systematischen Schutz ihrer Interessen. Wir schätzen diese Risiken gering bis mittel ein. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit allen bestehenden Risiken angemessen umgehen. Die oben dargestellten Risiken würden sich bei Eintritt auf den Honorarumsatz und das EBIT auswirken. Eine zeitnahe und umfassende Berichterstattung wesentlicher aktueller Informationen an den Vorstand, gerade auch über die Gruppenunternehmen und Geschäftsfelder, ist jederzeit gewährleistet. Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand der Agenturgruppe gefährden könnten, sind nicht erkennbar. III. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den bilanzierten Finanzinstrumenten zählen neben den Finanzanlagen die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Kreditinstituten. Bei der Finanzierungstätigkeit kommt uns zugute, dass unsere Hausbanken uns eine gute Bonität attestiert haben. Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken. Ausfallrisiken bestehen im branchenüblichen Umfang ausschließlich im Bereich der Forderungen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und unserer Kundenstruktur sind erhöhte Risiken hier jedoch nicht zu erkennen. Forderungsausfälle aufgrund der Corona-Krise zeigten sich bis zur Erstellung dieses Lageberichts nicht. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsfristen zu vereinnahmen. Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten, erhaltenen Anzahlungen, sonstigen Rückstellungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten. Zum Ausgleich von saisonalen Liquiditätsschwankungen stehen zudem ausreichende Kreditlinien zur Verfügung, die bei Bedarf auch ausgeweitet werden können. Ein Liquiditätsrisiko dahingehend, dass der Konzern seinen kurzfristigen oder künftigen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur unter geänderten Bedingungen nachkommen kann, sehen wir nicht. Wir schätzen die Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten insgesamt als gering ein. IV. Chancenbericht Mit unserem Modell der integrierten Kommunikation über alle Kanäle, das vor allem auf die Effizienz und Ergebnisorientierung von Kommunikations- und Werbemaßnahmen abstellt, versprechen wir uns bei Kunden zu punkten, die sehr ergebnisorientiert denken. Die sich weiter entwickelnde Konvergenz von Online und Offline führt zu einer nachhaltigen Verschiebung von Marketingbudgets auf den digitalen Kanal und fortgesetzten Investitionen in die Digitalisierung von Prozessen in Vertrieb und Marketing. Dies sind grundsätzlich gute Rahmenbedingungen und wachsende Marktchancen für die Agenturgruppe. Mit unserem breiten Leistungsspektrum kann die Wertschöpfungskette entlang der Bedürfnisse der Kunden ganzheitlich erschlossen werden. Insgesamt versucht der Vorstand auch zukünftig, eine weiterhin profitable Geschäftsentwicklung sicherzustellen. Der russische Angriff auf die Ukraine ist für fischerAppelt Risiko und Chance zugleich. Kurz- und mittelfristig hat die Krise unmittelbar Einfluss auf die Konjunktur und damit auf die Geschäftsentwicklung unserer Kunden, die als Folge der wirtschaftlichen Entwicklungen möglicherweise negativ betroffen sind. Andererseits führen die Krisen der letzten Jahre zu einem gesteigerten Bedarf nach einem effizienten Einsatz der Kommunikations- und Werbebudgets sowie zu einem Digitalisierungsschub, von dem fischerAppelt als Dienstleister profitieren kann. Es ist davon auszugehen, dass die Konsolidierung am Markt für Kommunikations-, Werbe- und Beratungsleistungen durch die Krisen zusätzlich beschleunigt wird. fischerAppelt sieht sich hier gut aufgestellt. Die Grenzen zwischen klassischem und digitalem Marketing sind heute fließend und die Kunden-Prioritäten verschieben sich dabei weiter in Richtung Daten-Knowhow sowie digitale User Cases. Mit ausgezeichneter Strategieberatung, die stets die Basis für erfolgreiches Arbeiten ist, mit ausgezeichneter Kreation und mit zielgenauer Kommunikation und technologischer Kompetenz helfen wir Kommunikations- und Marketingentscheidern Maßnahmen zu entwickeln, die Unternehmen und Produkte erfolgreich machen und Konsumenten begeistern. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserer bilanziellen Stärke, unserer breiten inhaltlichen Aufstellung, unseren qualifizierten Mitarbeitenden, unserer breiten Kundenbasis, unseren bewährten Prozessen und unserer Innovationskraft für die Zukunft gut aufgestellt sind. Auf dieser Basis sowie durch ein vorausschauendes und schnell und adäquat auf Veränderungen reagierendes Management sehen wir uns für die Herausforderungen der wirtschaftlichen Folgen der Kriegshandlungen in der Ukraine gut gerüstet. Die strategische Weiterentwicklung der Gruppe - dahin, das am tiefsten integrierte Produkt für Marketingkommunikation im Markt anzubieten - wird weiterhin konsequent vorangetrieben.
Hamburg, den 29. August 2023 fischerAppelt AG Andreas Fischer-Appelt Bernhard Fischer-Appelt Ralf Holterhoff Eugenia Lagemann Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die fischerAppelt AG, Hamburg, (Amtsgericht Hamburg, HRB 77749) ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB und des AktG erstellt. Die Gliederung der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022 wird unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 HGB dargestellt. B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die fischerAppelt AG, Hamburg, sowie unverändert zum Vorjahr zehn inländische Tochterunternehmen einbezogen. Das ausländische Tochterunternehmen fischerAppelt Kommunikation GmbH, Wien, Österreich, an dem die fischerAppelt AG, Hamburg, zu 100% beteiligt ist, wurde wie in den Vorjahren nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da die Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die fischerAppelt Kommunikation GmbH, Wien, weist in dem vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital von TEUR 92 aus. Im Geschäftsjahr 2022 erzielte sie einen Jahresüberschuss von TEUR 6. Das ausländische Tochterunternehmen fischerAppelt, Inc, New York, USA, (100 %-Beteiligung) wurde ebenfalls wie im Vorjahr nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da die Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bilds der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die fischerAppelt, Inc, New York, USA, weist in dem vorliegenden vorläufigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ein positives Eigenkapital von TEUR 39 aus. Im Geschäftsjahr 2022 erzielte sie einen Jahresfehlbetrag von TEUR -38. Im Einzelnen sind neben der fischerAppelt AG, Hamburg, folgende Tochterunternehmen im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 im Wege der Vollkonsolidierung berücksichtigt worden:
Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 hat die fischerAppelt AG weitere 30,0 % der Geschäftsanteile an der bereits vollkonsolidierten Die Krieger des Lichts GmbH, Nürnberg, erworben. C. Konsolidierungsgrundsätze Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der angelsächsischen Methode (Erwerbsmethode), die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 (Neufälle) wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Für Erwerbsvorgänge vor dem 1. Januar 2010 (Altfälle) wird unverändert die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a.F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt. Die Folgekonsolidierung erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften. Aus den einzelnen Erstkonsolidierungen ergaben sich folgende Auswirkungen: Die Anteile an sechs Tochtergesellschaften (einschließlich der Anteile von zwei mittlerweile auf vollkonsolidierte Tochtergesellschaften verschmolzenen Gesellschaften) wurden vor dem 1. Januar 2007 erworben bzw. gegründet. Als Erstkonsolidierungszeitpunkt wurde entsprechend §301 Abs. 2 Alt. 2 HGB i.d.F. des Transparenz- und Publizitätsgesetzes (TransPubIG) vom 19. Juli 2002 mit dem 1. Januar 2007 der Zeitpunkt gewählt, zu dem diese Tochterunternehmen erstmals in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die Geschäftsanteile an zwei Tochterunternehmen wurden in 2007 bzw. in 2008 erworben. Für diese im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen wurde entsprechend § 301 Abs. 2 1. Alt. HGB i.d.F. des TransPubIG als Erstkonsolidierungszeitpunkt der jeweilige Erwerbszeitpunkt gewählt. Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 wurden von einem Minderheitsgesellschafter weitere Geschäftsanteile erworben. Nach Aufrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen, dem Minderheitsgesellschafter zustehenden Eigenkapital ergab sich ein Unterschiedsbetrag von TEUR 111. Die über die Neubewertungsmethode erfolgte Kaufpreisallokation führte zu einer Identifizierung eines entsprechenden Geschäfts- oder Firmenwerts. Im Geschäftsjahr 2014 wurden von zwei Minderheitsgesellschaftern weitere Geschäftsanteile mit Wirkung zum 1.Januar 2013 bzw. 1.Januar 2014 erworben. Nach Aufrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen, dem jeweiligen Minderheitsgesellschafter zustehenden Eigenkapital ergab sich ein Unterschiedsbetrag von TEUR 436. Die über die Neubewertungsmethode erfolgte Kaufpreisallokation führte zu einer Identifizierung entsprechender Geschäfts- oder Firmenwerte. Aus der Kapitalkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2015 gegründeten play creative content GmbH, Berlin, ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Aus der Kapitalkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2017 gegründeten fischerAppelt, performance GmbH, Hamburg, ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2017 erworbenen Geschäftsanteile an der DKdL wurden für die bisher nicht bilanzierte Marke Die Krieger des Lichts ein Wert in Höhe von TEUR 310 sowie daraus resultierende latente Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 93 identifiziert, die entsprechend ihrer Nutzungsdauer über acht Jahre abgeschrieben bzw. aufgelöst werden. Der aus der Kapitalkonsolidierung der fischerAppelt AG zustehende verbliebene aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 683 wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2019 erworbenen Geschäftsanteile an der PUK (70,0 %) wurden für die bisher nicht bilanzierte Marke Phillip und Keuntje ein Wert in Höhe von TEUR 2.094 sowie daraus resultierende latente Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 628 identifiziert, die entsprechend ihrer Nutzungsdauer über acht Jahre abgeschrieben bzw. aufgelöst werden. Unter Berücksichtigung einer inkongruenten Verwendungsabrede über den Gewinnvortrag der PUK zum 31. März 2019 wurde der aus der Kapitalkonsolidierung der fischerAppelt AG zustehende verbliebene aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.724 als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Mit Wirkung zum 17. November 2021 hat die fischerAppelt AG weitere 6,5 % der Geschäftsanteile an der PUK von einem Minderheitsgesellschafter erworben (nunmehr 76,5 %). Der Erwerb wurde als Kapitalvorgang bilanziert und die Anschaffungskosten (TEUR 445) erfolgsneutral mit den anteiligen, nicht beherrschenden Anteilen verrechnet. Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalverrechnung wurde nach Korrektur in 2022 um TEUR 2 unter Berücksichtigung der vertraglich weiterhin bestehenden inkongruenten Verwendungsabrede in Höhe von TEUR 215 mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 hat die fischerAppelt AG die verbliebenen 30,0% der Geschäftsanteile an der DKdL von einem Minderheitsgesellschafter erworben. Der Erwerb wurde als Kapitalvorgang bilanziert und die Anschaffungskosten (TEUR 349) erfolgsneutral mit den anteiligen, nicht beherrschenden Anteilen verrechnet. Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalverrechnung wurde in Höhe von TEUR 282 mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Insgesamt resultierten aus den Kapitalkonsolidierungen aktivische Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 5.616 (Vj. TEUR 5.616), die im Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022 unter den historischen Anschaffungskosten der Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen wurden. Ein aus der Kapitalkonsolidierung technisch bedingter passivischer Unterschiedsbetrag von TEUR 1.570 wurde zum 31. Dezember 2010 den anderen Gewinnrücklagen zugewiesen. Der Posten resultierte aus Gewinnthesaurierungen nach dem Erwerb der Geschäftsanteile, jedoch vor erfolgter Erstkonsolidierung. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus der Kapitalkonsolidierung resultieren, wurde als Beginn der Geschäfts- oder Firmenwertabschreibung der Monat der Erstkonsolidierung festgelegt. Die planmäßige Abschreibung der bis zum Geschäftsjahr 2016 aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgte aufgrund des erwarteten Amortisationszeitraums über eine Nutzungsdauer von vier Jahren. Zum 31. Dezember 2022 sind diese Geschäfts- oder Firmenwerte vollständig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen der in den Geschäftsjahren 2017 und 2019 aus der Kapitalkonsolidierung der DKdL sowie der PUK resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgten aufgrund des jeweils erwarteten Amortisationszeitraums über eine Nutzungsdauer von jeweils acht Jahren. Der Ausgleichsposten Nicht beherrschende Anteile bemisst sich grundsätzlich an dem im Rahmen der Erstkonsolidierung neu bewerteten Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung von Ergebnisbestandanteilen aufgrund vertraglicher Zurechnungsregelungen sowie einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung erfolgte auf der Grundlage der beim Mutterunternehmen angewandten Grundsätze. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gegenseitig aufgerechnet. Aufrechnungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung ergaben sich im Berichtsjahr nicht. Eine Drittschuldenkonsolidierung wurde wie im Vorjahr bei Umsatzsteuererstattungsansprüchen und -zahlungsverpflichtungen sowie bei den anrechenbaren Kapitalertragsteuern (einschl. Solidaritätszuschlag) und Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt, die aus der konzerninternen Gewinnausschüttung resultieren, vorgenommen. Darüber hinaus erfolgte keine Drittschuldenkonsolidierung. Im Zuge der Erstellung einer vollkonsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Umsatzerlöse der verbundenen Unternehmen mit den Aufwendungen für Materialeinsatz, Zinsen und anderen konzerninternen Erträgen mit den korrespondierenden Aufwendungen der Leistungsempfänger verrechnet. Im Rahmen dieser Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte aus der Eliminierung von konzerninternen Beteiligungserträgen im Geschäftsjahr 2022 ein Aufwandseffekt von insgesamt TEUR 1.126. Für Liefer- und Leistungsverkehr zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen findet grundsätzlich, soweit wesentlich, eine Zwischenergebniseliminierung statt. Im Geschäftsjahr 2022 waren keine Zwischenergebniseliminierungen erforderlich. Mangels Wesentlichkeit waren auf temporäre Differenzen aufgrund von Bilanzierungs- oder Bewertungsmaßnahmen keine latenten Steuern zu bilden. Die im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 361 (Vj. TEUR 451) resultieren aus den Kapitalkonsolidierungen der DKdL sowie der PUK und wurden auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten Marken gebildet. Wesentliche aktive latente Steuern bestehen wie im Vorjahr nicht. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse werden in Euro aufgestellt. Währungsumrechnungen sind daher nicht erforderlich. Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden wurde beachtet. D. Rechnungslegungsgrundsätze Grundsätzliches Die Einzelabschlüsse wurden grundsätzlich nach den deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst. Bilanz Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände, die Geschäfts- oder Firmenwerte und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB bewertet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden grundsätzlich über die individuell ermittelte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden seit dem Geschäftsjahr 2021 nach § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG im Jahr des Zugangs aufwandswirksam erfasst. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00, aber nicht mehr als EUR 800,00, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. In Vorjahren wurden abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250 bis EUR 1.000 in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu den Anschaffungskosten oder mit einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. In der Regel wurden zusätzlich Pauschalwertberichtigungen für die Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von grundsätzlich 1 % des nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestands gebildet. Im Übrigen sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Nominalwert ausgewiesen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Pensionsrückstellungen aufgrund von Altersversorgungszusagen, deren Umfang sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bemisst, werden mit dem Zeitwert des Versicherungsanspruchs angesetzt. Im Finanzanlagevermögen befindet sich eine kongruente Rückdeckungsversicherung, die als wertpapiergebundene Versorgungszusage anzusehen ist. Die Rückdeckungsversicherung ist dem Zugriff aller Gläubiger entzogen und dient ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus den der Pensionsrückstellung zugrunde liegenden Altersversorgungsverpflichtungen. Die Pensionsrückstellung wurde daher mit dem Anspruch aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 213 saldiert. Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt im Konzern auf Basis der landesspezifischen Ertragssteuersätze. Für einbezogene Unternehmen in Deutschland kommt ein kombinierter Ertragsteuersatz von rund 30,0 % zur Anwendung. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer (Hebesatzannahme: 450 %) und den Solidaritätszuschlag. E. Erläuterungen zum Konzernabschluss 1. Entwicklung des Konzernanlagevermögens Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist gesondert im Anhang als Anlage 4 dargestellt und bildet einen integralen Bestandteil des Konzernanhangs. 2. Geschäfts- oder Firmenwerte Der zum 31. Dezember 2022 ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus den Kapitalkonsolidierungen der DKdL sowie der PUK. Diese werden aufgrund der Stabilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells linear über einen Zeitraum von acht Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2022 wurden wie im Vorjahr planmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 426 vorgenommen. 3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von TEUR 424 (Vorjahr: TEUR 0) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. 4. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 24 (Vj. TEUR 32) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit TEUR 30 (Vj. TEUR 100) Umsatzsteuererstattungsansprüche, die rechtlich erst im Folgejahr entstehen und dementsprechend auch erst im Folgejahr abzugsfähig sind. 5. Eigenkapital Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 51.000,00 und ist in 51.000 Inhaberstückaktien zu einem Nennbetrag von jeweils EUR 1,00 eingeteilt. Die Veränderung der anderen Gewinnrücklagen resultiert in Höhe von TEUR 1.223 aus Einstellungen im Rahmen der Ergebnisverwendung des Bilanzgewinns 2021 sowie in Höhe von TEUR 2.400 aus der Entnahme aufgrund eines mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Vorstandsbeschlusses der Muttergesellschaft. Darüber hinaus haben sich die anderen Gewinnrücklagen um TEUR 282 durch die erfolgsneutrale Kapitalverrechnung des Unterschiedsbetrags im Zusammenhang mit dem Erwerb weiterer Geschäftsanteile an dem Tochterunternehmen DKdL vermindert. Gegenläufig haben sich die anderen Gewinnrücklagen durch eine Korrektur der im Vorjahr erfolgten, erfolgsneutralen Kapitalverrechnung im Zusammenhang mit dem Erwerb weiterer Geschäftsanteile an der PUK um TEUR 3 erhöht. Der Vorstand schlägt als Gewinnverwendung bei der Muttergesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 2.400 vor. 6. Verbindlichkeiten Die Restkaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel:
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Gesellschaften teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
7. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende geografische Märkte sowie auf folgende kundenorientierte, risikoadäquate Geschäftsfelder:
8. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält folgende periodenfremde Aufwendungen und Erträge:
Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfassen im Wesentlichen mit TEUR 25 Buchverluste aus dem Abgang von Anlagegütern und die periodenfremden sonstigen betrieblichen Erträge mit TEUR 53 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie mit TEUR 13 Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen. 9. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 421 (Vj. TEUR 446) enthalten. 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge und Zinsen und ähnliche Aufwendungen Im Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sind in Höhe von TEUR 10 (Vj. TEUR 4) Erträge aus der Abzinsung enthalten. 11. Latente Steuern Der Ertrag aus latenten Steuern wird unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen und beträgt wie im Vorjahr TEUR 90. 12. Nicht beherrschende Anteile Die nicht beherrschenden Anteile betreffen wie im Vorjahr den anderen Gesellschaftern zuzurechnenden Anteil an dem jeweiligen Jahresergebnis (GuV-Posten) bzw. Eigenkapital (Bilanz-Posten) der einbezogenen Konzerngesellschaften. 13. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Die gesondert dargestellte Konzernkapitalflussrechnung entspricht den Regelungen des DRS 21 und ist als Anlage 5 beigefügt. Der Finanzmittelfonds erfasst den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Soweit etwaige jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nicht der Disposition der liquiden Mittel, sondern der Finanzierung des Konzerns dienen, werden ihre Zahlungsströme nicht dem Finanzmittelfonds, sondern dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zugeordnet. 14. Erläuterungen zur Konzerneigenkapitalrechnung Der gesondert dargestellte Konzerneigenkapitalspiegel entspricht den Regelungen des DRS 22 und ist als Anlage 6 beigefügt. Am Bilanzstichtag 2022 steht der Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 3.154 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Gesetzliche Ausschüttungssperren bestehen nicht. F. Sonstige Angaben 1. Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen Die Geschäftsführer der folgenden Gesellschaften wurden von den Gesellschaftern ermächtigt, Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch zu nehmen:
2. Abschlussprüferhonorar des Konzernabschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2022 wurden als Honorare des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses TEUR 137 für Abschlussprüfungsleistungen sowie TEUR 15 für sonstige Bestätigungsleistungen aufwandswirksam erfasst. 3. Personal Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt 582 (Vj. 590) kaufmännische Angestellte i. S. d. § 267 Abs. 5 HGB (berechnet nach Köpfen). Auf Basis gewichteter Vollzeit-Arbeitskräfte beschäftigte der Konzern in 2022 durchschnittlich 539 (Vj. 550) Mitarbeiter. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Konzern bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 13.546, davon TEUR 12.581 aus Mietverträgen sowie TEUR 965 aus Leasingvereinbarungen für Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeuge. 5. Organe des Mutterunternehmens Zum Vorstand sind bzw. waren bestellt:
Im Berichtsjahr betrugen die Bezüge des Vorstands TEUR 1.788. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2022 an:
Im Berichtsjahr betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats TEUR 50. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.
Hamburg, 29. August 2023 fischerAppelt AG Andreas Fischer-Appelt Bernhard Fischer-Appelt Ralf Holterhoff Eugenia Lagemann Entwicklung des Konzernanlagevermögens der fischerAppelt AG, Hamburg, im Geschäftsjahr 2022
Konzernkapitalflussrechnung der fischerAppelt AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel der fischerAppelt AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr 2022
"Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die fischerAppelt AG, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der fischerAppelt AG, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der fischerAppelt AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Hamburg, 29. August 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Sven Metzger, Wirtschaftsprüfer Jürgen Richter, Wirtschaftsprüfer Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 fischerAppelt AG, HamburgDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 der fischerAppelt AG, Hamburg, wurde am 29. August 2023 Verwendung des BilanzgewinnsAuf der Hauptversammlung am 29. August 2023 wurde beschlossen, von dem Bilanzgewinn des Mutterunternehmens, der fischerAppelt AG, in Höhe von EUR 3.154.263,60 einen Betrag in Höhe von EUR 2.400.000,00 auszuschütten und einen Betrag in Höhe von EUR 754.263,60 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Bericht des Aufsichtsrats der fischerAppelt AGDer Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2022 durch mündliche und schriftliche Berichte des Vorstands kontinuierlich und eingehend über die Lage und Geschäftsentwicklung der fischerAppeit AG und ihrer Tochtergesellschaften informiert. In den Sitzungen wurde mit dem Vorstand die laufende wirtschaftiche Entwicklung eingehend erörtert und analysiert und einzelne Geschäftsvorgänge, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats unterlegen, geprüft, beraten und entschieden. Daneben stand der Aufsichtsrat dem Vorstand auch außerhalb der Sitzungen in persönlichen Gesprächen beratend zur Seite. Die Beratungen erstreckten sich sowohl auf die wirtschaftliche Lage der fischerAppelt AG und deren Tochtergesellschaften als auch auf die aktuelle und längerfristige Entwicklung der einzelnen Geschäftsfelder. Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht der fischerAppelt AG sind unter Einbeziehung der Buchführung von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüpfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg geprüft worden. Der Prüfungsbericht wurde dem Aufsichtsrat vorgelegt und den Mitgliedern des Aufsichtsrats und des Vorstands durch den für die Durchführung der Prüfungen verantwortlichen Wirtschaftsprüfer persönlich erläutert. Der Aufsichtsrat hat den Bericht eingehend geprüft, er schließt sich den Ergebnissen der Abschlussprüfungen an und billigt den Jahres- und Konzernabschluss der fischerAppelt AG. Damit sind diese festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der fischerAppelt AG und deren Tochtergesellschaften für ihren Einsatz und ihre Erfolge im vergangenen Geschäftsjahr.
Hamburg, den 29. August 2023 Vorsitzender |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
27 nahegelegene Organisationen
Mobile Gastronomie auf Jahrmärkten u. Ä.
Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände
Ausschank von Getränken a. n. g.
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Erbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Großhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln a. n. g.
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Hahahub GmbH
77mGroßhandel mit Textilien
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Einzelhandel mit Büchern
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Ausschank von Getränken a. n. g.
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen