Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 91732
Eingetragen
19.2.1981
Branche
Erbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Gegenstand
Die Durchführung von lebensmittelchemischen und chemischtechnischen Analysen, bakteriologischen Untersuchungen, die Erstellung von Gutachten, Beratungen und Betriebsüberwachungen nebst allen damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten aller Art soweit diese nicht einer besonderen Erlaubnis bedürfen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Piotr Pawel Woloszyn
seit 13.10.2022
Geschäftsführer
Tanja Decker
seit 13.1.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Eurofins Food Testing LUX Holding SARLLUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Eurofins Food Testing Germany East Holding GmbH
Germany
1.027.250 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EUROFINS Analytik GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

A.1. Geschäftsmodell

Die EUROFINS Analytik GmbH ist deutschlandweit eines der größten Labore für analytische Dienstleistungen im Lebensmittelbereich.

Aufbauend auf der Historie und der Wahrnehmung im Markt für Lebensmittelanalytik besteht der Hauptteil des Geschäftes in der allgemeinen Lebensmittelanalytik. Dieser Service wird fast hälftig von lokalen und globalen Lebensmittelproduzenten und -importeuren sowie vom Lebensmittelhandel und -einzelhandel in Anspruch genommen. Daneben machen auch analytische Dienstleistungen innerhalb der Eurofins-Gruppe einen inzwischen signifikanten und immer stärker wachsenden Teil des Geschäftes aus.

Die Gesellschaft ist in den Konzern der Eurofins-Labore eingebunden, mit der Eurofins Scientific S.E., Luxemburg, als Mutterunternehmen.

Die Eurofins-Labore sind Life-Science-Unternehmen, die Kunden der Industrie in den Bereichen Pharma, Nahrungsmittel, Bedarfsgegenstände und Umwelt umfangreiche Analysedienstleistungen anbieten. Mit ungefähr 62.000 Mitarbeitern und mehr als 900 Laboratorien in über 62 Ländern steht Eurofins weltweit in der Spitzengruppe der Branche. Das Dienstleistungsangebot der Gruppe umfasst über 200.000 verlässliche Analysemethoden zur Bestimmung der Sicherheit, Identität, Zusammensetzung, Authentizität, Herkunft und Reinheit von einer Vielzahl von Produkten. Die Eurofins-Labore gehören zu den globalen Marktführern auf diesem Gebiet. Durch Forschung und Entwicklung, Lizensierungen und Firmenzukäufe ist Eurofins stets in der Lage, auf innovative Entwicklungen auf den Gebieten der Biotechnologie und analytischer Wissenschaft zurückzugreifen und den Kunden hochqualitative Lösungen für ihre individuellen Fragestellungen anzubieten.

A.1.1. Ziele und Strategien

Basierend auf dem Geschäftsmodell soll weiterhin eine Konzentration auf analytische Kernkompetenzen im Bereich der Öl- und Fettanalytik, Allergene, Sensorik und Authentizität sowie in den Kernbranchen Öle und Fette, Kaffee, Trockenfrüchte und Nahrungsergänzungsmittel erfolgen. Zusätzlich liegt ein Fokus der EUROFINS Analytik GmbH an der Beteiligung an nationalen und internationalen Ausschreibungen. Die in den Vorjahren begonnene Optimierung der Prozesse und Abläufe wurde auch in diesem Jahr fortgesetzt. Die Bildung von Kompetenzzentren hinsichtlich der Analysen war ebenso ein Kernthema. Dadurch sollen Bearbeitungszeiten und Produktionskosten reduziert und damit die Marktstellung der EUROFINS Analytik GmbH weiter gestärkt werden.

Um die Leistungsfähigkeit sowie die Ressourcen für das Unternehmen und die Eurofins-Labore insgesamt weiterhin zu sichern bzw. kontinuierlich auszubauen, sind für das Jahr 2024 Investitionen in Höhe von insgesamt ca. TEUR 1.000 und für das Jahr 2025 TEUR 1.250 für die Neugestaltung bestehender Laborflächen sowie die Anschaffung neuer Analysesysteme (Ersatzbeschaffungen sowie Ausweitung vorhandener Analysekapazitäten) und Aktualisierung vorhandener IT-Hardware vorgesehen. Die Investitionen sollen insbesondere dem Erhalt des Lebensmittellabors sowie der Effizienzsteigerung und Verbesserung der Durchlaufzeiten allgemein dienen.

A.1.2. Steuerungssystem

Zur Erreichung der zuvor genannten Ziele sowie zur kontinuierlichen Überwachung des Geschäftsverlaufs erfolgt eine regelmäßige Auswertung unterschiedlicher Kennzahlen und Steuerungsgrößen, wie z. B. Umsatz, Personalkosten und EBIT vor Intercompany-Verrechnungen.

Darüber hinaus erfolgt auf Unternehmensebene monatlich, sowie auf Konzernebene quartalsweise, eine strenge Budgetkontrolle im Rahmen einer Abweichungsanalyse mit strikten Verpflichtungen für die Zielerreichung von Standortverantwortlichen und Vertriebsmitarbeitern.

A.1.3. Forschung und Entwicklung

Die Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten unserer Kunden ist der Kern der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.

Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Leistungsangebotes werden in der Gesellschaft regelmäßig im Rahmen der Tätigkeit für unsere Kunden neue Testsysteme besonders im Bereich NMR (Kernspinresonanzspektroskopie) entwickelt bzw. bestehende Testsysteme optimiert, um das Leistungsspektrum zu erweitern und die steigenden Anforderungen der Kunden zu erfüllen.

A.2. Wirtschaftsbericht

A.2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach den Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) (World Economic Outlook Januar 2024) entwickelte sich das Weltwirtschaftswachstum in 2023 mit 3,1% positiv, blieb allerdings hinter dem Vorjahr (3,5%) zurück. Die Ursachen liegen im Wesentlichen in den andauernden Auswirkungen des Ukrainekonfliktes unter Berücksichtigung der Entwicklungen in China. Bezogen auf die Euro-Zone wurde ein Wachstum von 0,5%, in Deutschland von -0,3% erzielt.

Insgesamt ist die Branchenkonjunktur im Einklang mit den Entwicklungen im Lebensmittelmarkt allgemein zu sehen. Dieser erweist sich im wirtschaftlichen Sinne allgemein als weniger krisenanfällig und relativ stabil, da das Lebensmittelkaufverhalten der Konsumenten auch im Falle von wirtschaftlichen Krisen nur wenig schwankt und die Ausgaben in diesem Bereich tendenziell eher steigen 1. Trotzdem haben sich aufgrund des preissensitiven Kaufverhaltens der Kunden partiell sinkende Margen abgezeichnet. Grundsätzlich hat die anhaltend hohe Inflation im Jahr 2023 das Kaufverhalten der Endkonsumenten negativ beeinflusst 2. Das Bedürfnis nach sicheren Lebensmitteln ist auf Verbraucherseite seit Jahren hoch und das Qualitätsbewusstsein der Konsumenten wird durch entsprechende Berichterstattungen verschiedener Medien geschärft 3. Andererseits ist aber auch festzustellen, dass der Preiskampf im Lebensmittelhandel immer stärker zunimmt. Auch aufgrund steigender Rohstoffpreise versuchen Lebensmittelproduzenten, bei anderen Kosten zu sparen. Dies beeinflusst zunehmend die Auswahl von Labordienstleistern, die immer mehr über den Preis entschieden wird. Aufgrund der engen Vernetzung der EUROFINS Analytik GmbH mit Lebensmittelherstellern und dem Lebensmittelhandel wird auch die eigene Geschäftsentwicklung hiervon entsprechend beeinflusst. Die Auswirkungen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine in Form der resultierenden Energiekrise waren auch im Jahr 2023 spürbar und führten nach wie vor zur zurückhaltenden Nachfrage einiger Kunden.

1 Statista: Konsumausgaben in Deutschland für Nahrungsmittel bis 2023
2 Capterra: Studie zum veränderten Konsumverhalten aufgrund der Inflation
3 Statista: Lebensmittel & Ernährung

Die Olivenernte in Südeuropa ist in 2023 erneut schlechter als erwartet ausgefallen und führte somit zu niedrigen Mengen im Bereich Olivenöl 4. Verlorene Kontrakte von Bestandskunden mit dem Lebensmitteleinzelhandel resultierten in geringeren Probenzahlen in diesem Bereich.

A.2.2. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Basierend auf dem Geschäftsmodell ist der Geschäftsverlauf in gewissem Maße von der Lebensmittelproduktion und den Ernteverläufen abhängig, was sich üblicherweise in der Entwicklung im Jahresverlauf ablesen lässt. Auf eine verhaltene Anfangsphase im Jahr mit geringeren Probenzahlen folgt ab Herbst in der Regel ein starkes letztes Quartal. Der Geschäftsverlauf 2023 zeigte sich entsprechend typisch. Insgesamt war im Jahr 2023 ein Rückgang der Probenzahlen im Direktkundengeschäft im Vergleich zu 2022 um 8,38 % zu verzeichnen, welcher sich trotz Preiserhöhung in einem überproportionalen Umsatzrückgang widerspiegelte. Dies hängt u.a. damit zusammen, dass viele Kunden aufgrund der allgemeinen Situation ab Beginn des Jahres 2023 (hohe Inflation, weitere Belastungen) weniger Proben eingesendet haben. Einen leicht positiven Geschäftsverlauf zeigte das Intercompany-Geschäft. Zwar wurden 3,08 % weniger Proben eingereicht, aber es konnte 9,86 % mehr Umsatz erzielt werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass auch die Intercompany-Labore mit einer notwendigen Preiserhöhung konfrontiert worden sind. Weiterhin hat sich kundenseitig getrieben der Dienstleistungsmix im Vergleich zum Vorjahr geändert.

A.2.2.1. Darstellung des Geschäftsverlaufes

In 2023 konnten die Umsatzerlöse und damit das Rohergebnis entsprechend dem angestrebten Anstieg der Analysezahlen nicht innerhalb der Erwartungen gesteigert werden. Die Umsatzerlöse sanken um TEUR 404 und blieben somit hinter den Erwartungen um TEUR 1.795 zurück. Wesentliche Ursache hierfür waren verlorene Ausschreibungen, der Preisdruck und die allgemeine schwierige wirtschaftliche Lage in den verschiedenen Märkten.

Die Personalkosten 2023 sind im Vergleich zum Planwert höher ausgefallen. Gründe hierfür sind Einmaleffekte aus Personalmaßnahmen, die in Höhe von TEUR 577 in der Planung nicht berücksichtigt waren.

Das geplante EBIT vor Intercompany-Verrechnungen von TEUR 1.015 konnte, im Wesentlichen aufgrund der oben genannten Gründe, nicht erreicht werden.

A.2.2.1.1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 sanken die Umsatzerlöse der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr um 1,5% auf TEUR 26.572 (Vorjahr: TEUR 26.976). Die zur Erzielung der Umsatzerlöse bezogenen Leistungen sind mit TEUR 11.514 (Vorjahr: TEUR 11.329) gestiegen, da im Verhältnis zum Vorjahr mehr Leistungen eingekauft wurden, vor allem Fremdleistungen innerhalb der Eurofins-Gruppe. Aufgrund der dargestellten Entwicklung erreicht die Gesellschaft im Geschäftsjahr ein Rohergebnis von TEUR 13.720, welches um 3,9% unter dem Vorjahr liegt.

Die zur Erwirtschaftung des Rohergebnisses entstandenen Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr auf TEUR 7.838 (Vorjahr: TEUR 8.376) gesunken, aufgrund einer Verringerung der Mitarbeiterzahl. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand / Rohergebnis) hat sich von 58,7% auf 57,1% aufgrund des gesunkenen Personalaufwandes und des nur leicht rückläufigen Rohergebnisses geringfügig verbessert.

4 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/inflation-lebensmittelpreise-energie-100.html, Stand 09.02.2024

Der leichte Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf TEUR 7.229 (Vorjahr 7.164) ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der gruppeninternen Verwaltungsaufwendungen um TEUR 606 zurückzuführen. Dieser Anstieg wurde teilweise durch um TEUR 293 gesunkene Mietnebenkosten kompensiert.

Zusammenfassend führte diese Entwicklung zu einer leichten Verbesserung des Jahresergebnisses um TEUR 25 auf einen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von TEUR -1.261.

A.2.2.1.2. Finanz- und Vermögenslage

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital (TEUR 3.574) ist aufgrund des im Jahr 2009 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags mit der Eurofins GfA Lab Service GmbH, Hamburg, unverändert. Die Eigenkapitalquote beträgt 37,3% (Vorjahr: 39,0%).

Auf der Passivseite stiegen die sonstigen Rückstellungen um TEUR 259 auf TEUR 1.463. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Personalrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen im Geschäftsjahr um TEUR 343 auf TEUR 3.989. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Die Bilanzsumme der EUROFINS Analytik GmbH erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 9.170 auf TEUR 9.592.

Investitionen

Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 240 betrafen im Wesentlichen Umbau und Modernisierung von Büros, Ausbau von Automatisierungslösungen, Austausch von Altgeräten sowie den Ausbau und die Modernisierung des Gefahrstofflagers.

Liquidität

Die Liquidität der EUROFINS Analytik GmbH war im Berichtsjahr stets gewährleistet. Es wird auch in Zukunft eine stabile Vermögens- und Finanzlage erwartet.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist im laufenden Jahr um TEUR 159 auf TEUR 1.073 gesunken, da die laufende Abschreibung die getätigten Investitionen übersteigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen stichtagsbedingt von TEUR 3.982 auf TEUR 3.377 ab. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich von TEUR 3.076 auf TEUR 4.378. Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung des Intercompany-Cash-Pool-Guthabens um TEUR 633 zurückzuführen.

A.2.2.1.3. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zum 31. Dezember 2023 waren durchschnittlich 158 (Vorjahr: 189) Mitarbeiter bzw. 138 Vollzeitäquivalente (ohne Leiharbeiter) beschäftigt. Die Mitarbeiter sind eine wesentliche Grundlage für den Erfolg des Eurofins-Labornetzwerks.

Ziel der Personalpolitik ist es, die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, um von ihren Erfahrungen zu profitieren. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir im Rahmen unserer Personalpolitik, die Personalentwicklung der Mitarbeiter aktiv, u.a. mit speziellen Trainings für Führungskräfte und allgemeinen Online-Trainings für alle Mitarbeiter unterstützt. Bei den Führungskräftetrainings ist die individuelle persönliche und fachliche Entwicklung unsere Zielsetzung. In diesem Zusammenhang werden auch Entwicklungsfelder innerhalb des Eurofins-Labornetzwerks berücksichtigt.

B. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

B.1. Prognosebericht

B.1.1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) (World Economic Outlook Update Januar 2024) prognostiziert das Weltwirtschaftswachstum für 2024 mit 3,1% auf dem Niveau des Vorjahres. 2025 soll dagegen mit 3,2% eine leicht steigende Tendenz aufweisen.

Bezogen auf die Euro-Zone wird in 2024 mit einem abgeschwächten Wachstum von 0,9%, gerechnet, fortgesetzt mit 1,7% in 2025.

Das Wirtschaftswachstum für Deutschland wird für 2024 mit 0,5% prognostiziert, in 2025 wiederum eine Verbesserung auf 1,6% erwartet.

In der Branche der Dienstleistungsanalytik ist weiterhin von einer Marktkonsolidierung auszugehen. Die Gesellschaft wird dieser Konsolidierung dadurch begegnen, dass sie die Entwicklung und Modernisierung ihrer Produktionskapazitäten vorantreiben sowie die weitere Optimierung der Abläufe anstrebt.

Branchenseitig wird auch unter Berücksichtigung der pandemiebedingten Auswirkungen bei den Labordienstleistungen von einer positiven Entwicklung ausgegangen. Die Konsumausgaben im Bereich Lebensmittel steigen stetig 5 , ebenso die Qualitätsansprüche der Konsumenten 6. Die entsprechende Nachfrage nach Testungen ist daher weiterhin vorhanden. Trotz steigender Preise für Verbrauchsmaterialien und Personalengpässe blickt die Laborbranche grundsätzlich positiv in die Zukunft 7.

B.1.2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung einen weiterhin angespannten Lebensmittelmarkt. Neben der Fortsetzung der Konzentration auf Kernkompetenzen und Kernbranchen wird ein Fokus auf die Entwicklung und den Ausbau des Bestandskundengeschäftes sowie die Gewinnung von Neukunden gelegt. Weiterhin sollen in 2024 die Durchlaufzeiten stabilisiert und weiter reduziert werden, um den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, findet ein täglicher Review des neuaufgesetzten Performance Managements statt.

Trotz der von einigen Kunden noch immer verhaltenen Nachfrage wird die Umsatzentwicklung der Kundenbasis im Allgemeinen und somit die für das Jahr 2024 prognostizierten Umsatzerlöse positiv eingeschätzt. Hintergrund dieser Einschätzung sind die avisierten Preissteigerungen sowie das Ziel, weitere Ausschreibungen zu gewinnen. Zudem werden aus den gruppeninternen Konsolidierungen weitere Umsatzerlöse erwartet und aufgrund der im Vorjahr durchgeführten Personalmaßnahmen ist die Gesellschaft insgesamt effizienter aufgestellt. Auch für die Ergebniskennzahlen wird eine positive Entwicklung erwartet.

5 Statista: Konsumausgaben in Deutschland für Nahrungsmittel etc bis 2023
6 Grüner und intelligenter: Positive Pandemie-Nachwehen in der Laborbranche
7 Statista: Lebensmittel & Ernährung

Das Budget 2024 sieht folgende Eckdaten vor: Umsatz TEUR 29.180, Personalkosten: TEUR 7.576, EBIT vor Intercompany-Verrechnungen: TEUR 885.

B.1.3. Zusammenfassende Gesamtaussage der Zukunftsprognose

Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist, bei Umsatzsteigerung unter Berücksichtigung von Effizienzsteigerung im Kostenbereich, insgesamt derzeit von einem Wachstum der EUROFINS Analytik GmbH auszugehen.

B.2. Risikobericht

Die Gesellschaft ist von Preisänderungsrisiken im Zusammenhang mit Änderungen der Einkaufskonditionen bei Chemikalien, Gebrauchsartikeln und Gasen betroffen. Dieses Risiko wird durch eine gruppeninterne Beschaffungsabteilung überwacht.

Weiterhin ist die Gesellschaft aufgrund ihres Geschäftsbetriebes und auch im Zusammenhang mit der Ukrainekrise insbesondere ab dem Jahre 2022 durch Preisänderungsrisiken im Bereich Stromversorgung betroffen.

Als weiteres Risiko gilt der nach wie vor starke Preiskampf auf dem Lebensmittelmarkt, der sich insbesondere in einer stetigen Absenkung des allgemeinen Preisniveaus von Labordienstleistungen aufgrund eines verstärkten Wettbewerbsdrucks widerspiegelt. Dies schließt inzwischen alle Bereiche, d.h. Kontaminanten, Pestizide, die allgemeine Lebensmittelanalytik, Allergenanalytik und Mikrobiologie, mit ein. Neben der Absenkung des allgemeinen Preisniveaus nimmt weiterhin auch der Druck nach verkürzten Analysenzeiten stetig zu. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, muss sich die EUROFINS Analytik GmbH je nach Branche des Kunden und der Wettbewerbssituation immer wieder neu auf die Situation einstellen und darauf abgestimmte Angebote in Bezug auf Preis und Durchlaufzeit abgeben.

Als analytischer Dienstleister ist die EUROFINS Analytik GmbH auf gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter angewiesen. Der in vielen Branchen, auch der Laborindustrie, zu verzeichnende Personalfachmangel und die anziehende Inflation (mit der Konsequenz steigender Personalkosten) stellen daher ein zu managendes Risiko dar.

Grundsätzlich unterliegt die Gesellschaft den allgemeinen IT-Risiken. Zur Stärkung der IT-Sicherheit werden noch immer umfangreiche Maßnahmen ergriffen und durchgesetzt. Zudem werden die Mitarbeiter regelmäßig durch die Teilnahme an Pflichtschulungen für das Thema sensibilisiert.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Geschäftsverlauf der einzelnen Gesellschaften des Konzerns wird nach einheitlichen Richtlinien abgebildet und erläutert. Die relevanten finanzwirtschaftlichen Zielgrößen Umsatz, Personalkosten und EBITAS werden monatlich im Rahmen eines Gruppenreportings zeitnah dem Vorstand und den entsprechenden Managementebenen zur Verfügung gestellt, um umfassend über mögliche Risiken zu informieren.

Die Zielerreichung in den Business Units und Cost Center wird durch ein ausführliches und verfeinertes monatliches Berichtswesen überwacht und gesteuert. Mit Hilfe dieser Plan-/Ist-Vergleiche können frühzeitig Abweichungen erkannt und notwendige Maßnahmen zur Zielerreichung eingeleitet werden.

Die Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft wird durch wöchentliche Liquiditätsberichte gesteuert. Spezielle - über das generelle Geschäftsrisiko hinausgehende - Liquiditätsrisiken liegen nicht vor.

Parallel dazu werden alle qualitätsrelevanten Themen der Produktion durch das Qualitätsmanagement und die daraus resultierenden Dokumentationspflichten systematisch weiterentwickelt.

B.3. Chancenbericht

Durch die stetig steigende Globalisierung des Lebensmittelmarktes und den daraus resultierenden Risiken in Bezug auf Qualität, Sicherheit und Authentizität bzw. Verfälschung der Roh- und Fertigwaren aber auch durch zunehmende Regulierungen und Einführung neuer Richt- und Grenzwerte, ergeben sich neue Chancen.

Die Forderung, sowohl nach immer schnelleren Bearbeitungszeiten als auch nach professioneller Beratung und der Garantie von Sicherheit, wird auch in der Zukunft weiterhin im Fokus stehen und den Kunden in der Wahl seiner analytischen Mittel beeinflussen. Die EUROFINS Analytik GmbH ist aufgrund des hohen technischen Niveaus, der Vernetzung innerhalb des Eurofins-Labornetzwerks als auch insbesondere aufgrund des exzellenten Fachwissens ihrer Mitarbeiter und ihrer hohen Reputation im Markt in der Lage, die Erfordernisse ihrer Kunden vollumfänglich zu bedienen. Durch das vorhandene breite Fachwissen in rechtlichen und fachlichen Fragestellungen über diverse Lebensmittelbranchen hinweg kann die EUROFINS Analytik GmbH den Lebensmittelmarkt in seiner vollen Breite nicht nur national sondern auch international bedienen.

Durch dieses Paket an analytischen Leistungen und lebensmittelrechtlichen Beratungen ist es der EUROFINS Analytik GmbH möglich, den Anforderungen der Kunden aus den Bereichen der Lebensmittelproduktion und des Lebensmittelhandels gerecht zu werden und als Partner und Berater für diese Bereiche aufzutreten.

 

Hamburg, den 13. Juni 2024

Piotr Woloszyn

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 827,18 6
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 102.451,06 110
2. Technische Anlagen und Maschinen 355.793,48 408
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 569.533,76 678
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 44.858,52 30
1.072.636,82 1.226
1.073.464,00 1.232
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 242.788,17 345
2. Unfertige Leistungen 246.634,80 280
489.422,97 625
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.376.933,51 3.982
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.378.150,16 3.076
3. Sonstige Vermögensgegenstände 230.818,13 228
7.985.901,80 7.286
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.168,27 5
8.479.493,04 7.916
C. Rechnungsabgrenzungsposten 38.543,50 22
9.591.500,54 9.170

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.027.250,00 1.027
II. Kapitalrücklage 2.546.844,72 2.547
3.574.094,72 3.574
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.463.450,09 1.204
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 2
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 424.615,53 382
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.989.375,55 3.646
4. Sonstige Verbindlichkeiten 91.798,18 313
davon aus Steuern: EUR 75.686,54 (Vorjahr: TEUR 114)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 15.278,36 (Vorjahr: TEUR 7)
4.505.789,26 4.343
D. Rechnungsabgrenzungsposten 48.166,47 49
9.591.500,54 9.170

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 26.571.908,18 26.976
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -33.661,71 -25
3. Sonstige betriebliche Erträge 415.807,93 440
davon aus Währungsumrechnung EUR 1.115,65 (Vorjahr: TEUR 2)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.303.789,42 1.346
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.513.987,16 11.329
12.817.776,58 12.675
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.478.260,69 6.848
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.360.133,00 1.528
davon für Altersversorgung: EUR 34.201,41 (Vorjahr: TEUR 41)
7.838.393,69 8.376
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 371.832,81 463
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.229.389,18 7.164
davon aus Währungsumrechnung EUR 1.014,77 (Vorjahr: TEUR 4)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.924,97 3
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 40.916,22 (Vorjahr: TEUR 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 138,15 1
davon aus Aufzinsung: EUR 97,00 (Vorjahr: TEUR 1)
10. Ergebnis nach Steuern -1.260.551,04 -1.285
11. Sonstige Steuern 647,00 1
12. Erträge aus Verlustübernahme 1.261.198,04 1.286
13. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die EUROFINS Analytik GmbH, mit Sitz in Hamburg und Eintragung im Handelsregister B des Amtsgerichts Hamburg (HRB 91732), (im Folgenden "Analytik" oder "Gesellschaft") ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt; bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen der Vorjahre und den Abschreibungen im Berichtsjahr bewertet.

Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 10 Jahren) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird im Jahr der Anschaffung ein Sammelposten gebildet und über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Bei den Vorräten erfolgte die Bewertung der unfertigen Leistungen zu Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt mit den Anschaffungskosten.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind mit dem Nominal- bzw. Nennwert bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Sofern erkennbare Einzelrisiken vorliegen, wurde eine individuell bemessene Einzelwertberichtigung durchgeführt.

In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen vor dem Bilanzstichtag enthalten, die Aufwendungen für das Folgejahr betreffen.

Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt worden, der dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag entspricht. Sofern Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bilanziert wurden, sind diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Für Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die zu Erträgen zukünftiger Abrechnungsperioden führen, wurden passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

C.1. Anlagespiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage dem Anhang beigefügt.

C.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus den folgenden Positionen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Finanzverkehr 3.132 2.010
Lieferungen und Leistungen 892 1.066
Sonstige Vermögensgegenstände 354 0
4.378 3.076

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 491) auf Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

C.3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Personalbezogene Rückstellungen 860 646
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 316 204
Sonstige 287 354
1.463 1.204

C.4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren zum Stichtag aus:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Lieferungen und Leistungen 3.085 2.856
Finanzverkehr 114 0
Sonstige Verbindlichkeiten 790 790
3.989 3.646

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin i.H.v. TEUR 194 (Vorjahr: TEUR 1.271) enthalten, davon TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 481) aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 0) Finanzverkehr und TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 790) sonstige Verbindlichkeiten.

Sämtliche Verbindlichkeiten verfügen wie auch im Vorjahr über eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

D. Sonstige Angaben

D.1. Mindeststeuergesetze

Es werden keine Auswirkungen aus dem Mindestbesteuerungsgesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen nach § 274 Abs. 3 Nr. 2 HGB auf die Gesellschaft erwartet.

D.2. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

D.3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

Sonstige wesentliche Verpflichtungen finanzieller Art, die nicht aus der Bilanz hervorgehen und für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen für Mietverpflichtungen und Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 4.767, davon TEUR 4.219 mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr, TEUR 428 zwischen einem und fünf Jahren und TEUR 120 über fünf Jahre. Die Verpflichtungen bis zu einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 10 gegenüber Dritten. Die übrigen genannten Verpflichtungen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen.

D.4. Mitarbeiterzahl

Der Personalbestand betrug im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 158 Mitarbeiter (Vorjahr: 189 Mitarbeiter). Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 2023 95 in Vollzeit und 63 in Teilzeit beschäftigt.

D.5. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Geschäftsführer der Gesellschaft ist bzw. war im Geschäftsjahr:

Herr Piotr Woloszyn, Geschäftsführer

Der Geschäftsführer übt seine Tätigkeit hauptberuflich aus.

Geschäftsführerbezüge

Es wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

D.6. Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Muttergesellschaft der Analytik ist die Eurofins GfA Lab Service GmbH mit Sitz in Hamburg. Diese macht von ihrem Wahlrecht zur Befreiung von der Erstellung eines Teilkonzernabschlusses im Sinne des § 291 HGB Gebrauch.

Sowohl die Analytik als auch die Muttergesellschaft werden in den Konzernabschluss der Eurofins Scientific S.E., Luxemburg einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Handelsregister in Luxemburg unter der Nummer RCS Luxembourg B 167775 veröffentlicht.

D.7. Gewinnverwendung

Der Jahresverlust für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR -1.261 wird aufgrund des in 2009 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags mit der E urofins GfA Lab Service GmbH, Hamburg, von dieser übernommen.

E. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Berichtszeitraums sind keine Vorgänge besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Hamburg, den 13.Juni 2024

Piotr Woloszyn

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchung Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 392.612,34 0,00 242.925,08 0,00 149.687,26
392.612,34 0,00 242.925,08 0,00 149.687,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 124.155,56 0,00 0,00 0,00 124.155,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.014.778,22 112.138,05 2.012.456,50 28.363,98 5.142.823,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.310.696,73 82.993,31 1.444.770,81 2.121,51 3.951.040,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 30.485,49 44.858,52 0,00 -30.485,49 44.858,52
12.480.116,00 239.989,88 3.457.227,31 0,00 9.262.878,57
12.872.728,34 239.989,88 3.700.152,39 0,00 9.412.565,83
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 386.988,93 4.706,23 242.835,08 148.860,08
386.988,93 4.706,23 242.835,08 148.860,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.786,06 7.918,44 0,00 21.704,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.606.873,17 170.801,07 1.990.643,97 4.787.030,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.632.985,07 188.407,07 1.439.885,16 3.381.506,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
11.253.644,30 367.126,58 3.430.529,13 8.190.241,75
11.640.633,23 371.832,81 3.673.364,21 8.339.101,83
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 827,18 5.623,41
827,18 5.623,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 102.451,06 110.369,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 355.793,48 407.905,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 569.533,76 677.711,66
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 44.858,52 30.485,49
1.072.636,82 1.226.471,70
1.073.464,00 1.232.095,11

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die EUROFINS Analytik GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EUROFINS Analytik GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EUROFINS Analytik GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 18. Juni 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Arno Probst, Wirtschaftsprüfer

Christian Schnepel, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 11. September 2024 festgestellt.

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