Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Möbel-Mitnahmemarkt GmbH
Dessauer Straße 13, 06886 Wittenberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Katja Herwig seit 14.1.2020 | Prokura |
Hans-Georg Franzsander seit 14.1.2020 | Prokura |
Daniel Siegmeyer seit 14.1.2020 | Prokura |
Olaf Engels seit 26.11.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Möbel Mit Logistik GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Möbel-Mitnahmemarkt GmbHWittenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen der Gruppe Möbel-Mit Die Gesellschaften des Konsolidierungskreises sind über die Geschäftsbereiche Möbel-Mitnahmemarkt GmbH, Web-Möbel GmbH im Möbeleinzelhandel tätig. Hinzu kommt noch die Mimagazine GmbH, die die Rechentechnik zur Verfügung stellt. Wirtschaftsbericht1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenIm Jahr 2023 war die deutsche Konjunktur von mehreren Herausforderungen geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank leicht um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr Die hohe Inflation, die Materialengpässe und die Nachwirkungen der Coronapandemie sowie des Ukrainekriegs belasteten die Wirtschaft weiterhin Die Inflationsrate ging zwar von 6,9 % im Jahr 2022 auf 5,9 % zurück, blieb aber dennoch hoch. Dies führte zu einem Rückgang der privaten Konsumausgaben um 0,7 %, da die Kaufkraft vieler Haushalte durch die steigenden Verbraucherpreise beeinträchtigt wurde. Auch die staatlichen Konsumausgaben sanken um 1,5 % Die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen stiegen um 3,0 %, jedoch schwächer als im Vorjahr. Der Arbeits- und Fachkräftemangel sowie die hohen Unsicherheiten, etwa durch den eskalierenden Nahostkonflikt und den wirtschaftspolitischen Kurs nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts, beeinflussten die wirtschaftliche Lage zusätzlich Im Jahr 2023 erlebte das Baugewerbe in Deutschland einige Herausforderungen. Die Bruttowertschöpfung im Baugewerbe sank real um 2,3 %. Dies war hauptsächlich auf Lieferengpässe, das höhere Zinsniveau und gestiegene Material- und Baupreise zurückzuführen. Die Bauinvestitionen gingen ebenfalls zurück, wobei das Bauvolumen preisbereinigt um etwa 1,8 % sank. Besonders betroffen war der Wohnungsneubau, der durch die gestiegenen Zinsen und die unsichere wirtschaftliche Lage stark beeinträchtigt wurde. Trotz dieser Schwierigkeiten bleibt das Baugewerbe eine Schlüsselbranche für Deutschland. Es trug 2023 etwa 6,2 % zur gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung bei und beschäftigte 5,8 % der gesamten Arbeitskräfte Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland einen leichten Rückgang der Exporte. Die Exporte sanken um 1,4% im Vergleich zum Vorjahr und erreichten einen Wert von 1.562,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig gingen die Importe um 9,7 % auf 1.352,5 Milliarden Euro zurück. Trotz dieser Rückgänge blieb der Exportüberschuss mit 209,6 Milliarden Euro relativ hoch Im Jahr 2023 erreichte die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland einen neuen Höchststand von rund 46,2 Millionen Personen. Dies entspricht einem Anstieg von 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Trotz der Herausforderungen durch die hohe Inflation und die wirtschaftlichen Unsicherheiten trugen die Erwerbstätigen maßgeblich zur Wirtschaftsleistung bei. Die Bruttowertschöpfung der Erwerbstätigen blieb stabil, obwohl das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr sank. Die Wirtschaftsleistung wurde durch rückläufige Investitionen und anhaltende Materialengpässe beeinträchtigt. Der Einzelhandel verzeichnete in Deutschland einige Herausforderungen. Der reale (preisbereinigte) Umsatz sank um 3,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Nominal (nicht preisbereinigt) stieg der Umsatz jedoch um 2,3 %, was auf die stark gestiegenen Preise zurückzuführen ist. Die deutsche Möbelindustrie endete im Jahr 2023 mit einem Umsatzrückgang von 4,3 % und erreichte damit einen Gesamtumsatz von rund 18 Milliarden Euro. Sowohl der Inlandsmarkt (minus 4,6 %) als auch das Auslandsgeschäft (minus 3,6 %) waren von dieser Entwicklung betroffen. Besonders stark betroffen waren die verbrauchernahen Möbelsparten wie Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel, deren Umsatz um 12,6 % auf 5,6 Milliarden Euro sank. Die größten Möbelhändler in Deutschland blieben Ikea, mit einem Umsatz von rund 6,4 Milliarden Euro, gefolgt von anderen großen Einzelhandelsunternehmen. Trotz der Herausforderungen durch die Inflation und die schwache Baukonjunktur konnten einige Segmente wie Büromöbel (plus 2,6 %) und Laden- und Objektmöbel (plus 3,3 %) leichte Zuwächse verzeichnen Im Jahr 2023 verzeichnete der Onlinehandel im Möbelbereich in Deutschland eine gemischte Entwicklung. Der Umsatz im Online-Möbelhandel stieg leicht an, obwohl der Gesamtmarkt für Möbel rückläufig war. Der Anteil des Onlinehandels am Gesamtumsatz im Möbelbereich erreichte etwa 18 %, was zeigt, dass immer mehr Verbraucher ihre Möbel online kaufen Trotz der Herausforderungen durch gestiegene Produktions- und Energiekosten sowie Lieferengpässe konnte der Online-Möbelhandel von der zunehmenden Digitalisierung und dem veränderten Konsumverhalten profitieren. Große Onlinehändler wie Otto und Amazon dominierten weiterhin den Markt, während spezialisierte Möbel-Onlineshops ebenfalls an Bedeutung gewannen 1.2 GeschäftsverlaufDie Geschäftsführung blickt unter Berücksichtigung der Umstände im Konsum und den bedingten Herausforderungen ein zufriedenes Geschäftsjahr 2023 zurück. Die Umsätze sanken nach sehr guten Geschäftsjahren, was aber auch vorauszusehen war. 1.3 Lage1.3.1 Ertragslage Die Ertragslage war geprägt durch die schnelle Anpassung der Sortimente und fortlaufende Investition in die Verkaufsstätten. Diese Entscheidung, die Verkaufsstätten auf ihre Stärken im Sortiment zu optimieren wurde von den Kunden gut angenommen. Der Umsatz verminderte sich sich gegenüber dem Vorjahr um 1.392 TEUR auf 14.536 TEUR. Vor dem Hintergrund der schwierigen Marktbedingungen ist die Unternehmensleitung mit der Geschäftsentwicklung 2023 zufrieden. Investitionen in Höhe von über 548 TEUR in Digitalisierung, Umbauten von Verkaufsflächen und Weiterbildungen der Mitarbeiter werden auch in diesem Jahr getätigt, damit es nicht zu einem Stau kommt. 1.3.2 Finanzlage Die Liquidität der Gruppe (Bank- und Kassenbestände) ist mit 3.591 TEUR angemessen und ausreichend. Auch im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Darlehen aufgenommen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gab es nicht. 1.3.3 Vermögenslage Das Eigenkapital lag im Geschäftsjahr bei 7.360 TEUR und betrug damit 68% der Bilanzsumme Im Bereich des Anlagevermögens wurden Investitionen in Höhe von 1.141 TEUR getätigt, denen Abschreibungen in Höhe von 294 TEUR gegenüberstehen. Die Investitionen beinhalten insbesondere Aufwendungen für die die Umgestaltung der Verkaufsstätten. Die Finanzierung der vorgenannten Investitionen erfolgte durch Eigenmittel. Der Warenbestand lag bei 2.148 TEUR. 1.3.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Auftragseingang, Kalkulationsfaktor, Kundenfrequenz, Umsatz pro Mitarbeiter und Umsatz pro Quadratmeter Verkaufsfläche herangezogen. Die wirtschaftliche Lage kann unter Berücksichtigung der zuvor genannten Wirtschaftlichen Lage insgesamt als nicht zufriedenstellend bezeichnet werden. Wie bereits in den Vorjahren partizipierten die Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens, da das Jahreseinkommen an die Geschäftsentwicklung anknüpft. Abhängig vom Erfolg des jeweiligen Teilbetriebes wurden Jahresprämien an Mitarbeiter ausgeschüttet. Die Identifikation der Mitarbeiter mit dem geschäftlichen Erfolg "ihres" Unternehmens ist dementsprechend groß. 1.4 PrognoseberichtDie Prognosen für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 sind eher verhalten. Laut der Bundesbank wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) voraussichtlich um 0,2 % sinken. Diese Entwicklung ist auf anhaltende strukturelle Herausforderungen in der Industrie sowie auf schwache Exportgeschäfte und Investitionen zurückzuführen. Das ifo Institut prognostiziert ebenfalls einen leichten Rückgang des BIP um 0,1 %. Die Inflation wird voraussichtlich auf 2,2 % sinken, was eine leichte Entlastung im Vergleich zu den Vorjahren darstellt. Der private Konsum wird durch den schwächeren Arbeitsmarkt und ein geringeres Lohnwachstum gebremst, während die gewerblichen Investitionen nur langsam wieder zunehmen Insgesamt wird erwartet, dass sich die deutsche Wirtschaft erst im Verlauf des Jahres 2025 langsam erholen wird Die Erwartung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 werden auf Grund der oben beschriebenen Situation die Umsätze sinken. Vor diesem Hintergrund muss mit einem Umsatzrückgang von bis zu 18% gerechnet werden. Die stätig gestiegene Kalkulation und der Sortimentswechsel lassen jedoch positive Betriebsergebnisse erwarten. Der Investitionsplan für das folgende Geschäftsjahr beinhaltet weitere Modernisierungsmaßnahmen in den Filialen. Ebenfalls wird die Digitalisierung weiter vorangetrieben. Aufgrund der vorgenannten Störfaktoren und der damit verbundenen Unwägbarkeiten kann sich die Investitionsplanung jedoch nochmals verändern. Für die zukünftige Entwicklung der Gruppe ergeben sich keine Risiken über die zurzeit bestehende volkswirtschaftliche Lage hinaus. 1.5 Chancen- und RisikoberichtDie Geschäftsführung stimmt monatlich alle Entscheidungen ab. Das Ziel des Risikomanagements ist ein konzernweit bewusster Umgang mit Chancen und Risiken. Durch frühzeitiges Erkennen von Chancen und Risiken, insbesondere solcher, die sich nachhaltig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken können, sollen Handlungsspielräume geschaffen werden, die zur langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes und zum Aufbau neuer Erfolgspotentiale genutzt werden. 1.5.1 Risikobericht Durch die bewusst gering gehaltene Hierarchiestruktur in Verbindung mit einer klar abgegrenzten Zuordnung von Aufgaben und Kompetenzen ist sichergestellt, dass die Geschäftsführung über die wesentlichen Vorgänge und Risiken informiert ist. Im Einzelnen werden folgende Risikokategorien unterschieden: • Ausfallrisiken • Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken • Branchen-, Absatz- und Marktpreisrisiken • Kosten- und Ergebnisrisiken • operationelle Risiken 1.5.2 Ausfallrisiken Sowohl lieferanten- als auch kundenseitig bestehen keine wesentlichen Ausfallrisiken. Eine Abhängigkeit von einzelnen Möbelherstellern ist aufgrund der Vielzahl von Anbietern nicht gegeben. Auf der Kundenseite wird das Ausfallrisiko über ein angemessenes und funktionsfähiges Forderungsmanagement minimiert. 1.5.3 Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken Die Sicherstellung der Liquidität erfolgt durch eine monatlich aktualisierte Liquiditätsplanung. Diese leitet sich aus der kurzfristigen Erfolgsrechnung ab. Investitionen werden grundsätzlich aus Eigenmitteln. 1.5.4 Branchen-, Absatz- und Marktpreisrisiken Branchen-, Absatz- und Marktpreisrisiken werden durch Analysen aus dem bestehenden Warenwirtschaftssystem laufend identifiziert und von Warengruppenmanagern überwacht. 1.5.5 Kosten- und Ergebnisrisiken Alle Unternehmen des Konzerns werden in das interne Berichtswesen einbezogen. Monatlich wird die Geschäftsführung, insbesondere durch die sogenannte kurzfristige Erfolgsrechnung, über die laufende und über die auf das Gesamtjahr hochgerechnete Geschäftsentwicklung informiert. Eine detaillierte Analyse der Soll-/ Ist-Abweichungen eröffnet die Möglichkeit, rasch zu reagieren und in das operative Geschäft einzugreifen. 1.5.6 Operationelle Risiken Unter dieser Risikokategorie werden Personal- und IT-Risiken zusammengefasst. Personalrisiken werden sowohl auf quantitativer als auch auf qualitativer Ebene durch ein Managementinformationssystem der Geschäftsführung aufgezeigt und führen "selbststeuernd" zu Gegenmaßnahmen. Den hohen Abhängigkeiten des Konzerns von einer funktionierenden IT (insbesondere Warenwirtschaftssystemen und Rechnungswesen) wird durch die Auswahl von Standardsoftware, soweit dies möglich ist und durch hoch abgesicherte Hardware Rechnung getragen. 1.6 ChancenberichtAufgrund des hohen Anspruchs, den die Geschäftsführung an die Qualität der sachlichen und personellen Ausstattung der Standorte stellt, ist die Unternehmensgruppe mit den Verkaufshäusern in einem umkämpften Möbelmarkt gut aufgestellt und schafft damit die Voraussetzung, um wettbewerbsfähig zu sein. In dem derzeitigen, unsicheren konjunkturellen Umfeld spielt neben dem Preis beim Möbelkauf auch die Beratungs- und Servicekompetenz vor Ort eine immer wichtigere Rolle. Die zukünftigen Chancen sieht die Geschäftsführung vor diesem Hintergrund in dem weiteren Ausbau der Marktposition an den traditionell gewachsenen Standorten. Die künftige Umsetzung einer ganzheitlichen Digitalisierungsstrategie und deren Verankerung in der Organisation wird die nächste große Herausforderung, um die klassischen stationären Formate in Richtung Omni-Channel-Einzelhandel weiterzuentwickeln. 1.7 GesamtaussageZum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es keine Anhaltspunkte für einzelne oder aggregierte Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft im Berichtszeitraum gefährdet haben oder über diesen hinaus gefährden könnten. Auch der Krieg in der Ukraine werden diesen nicht gefährden können, sofern der weitere Verlauf den bisherigen Annahmen entspricht. 1.8 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von FinanzinstrumenteZu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Anzahlungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Cash-Pool der Unternehmensgruppe und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Konzernunternehmen verfügen über einen solventen Kundenstamm. Die Forderungsausfälle sind von untergeordneter Bedeutung. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und Kundenanzahlungen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Aus der monatlich zu erstellenden kurzfristigen Erfolgsrechnung wird die Liquiditätsplanung abgeleitet, so dass eine Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko stetig erfolgt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.
Lutherstadt Wittenberg im September 2024 gez. O. Engels HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zur Aufstellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Der Anhang wird unter Berücksichtigung der entsprechenden Aufstellungserleichterungen gem. § 288 HGB aufgestellt. Positive Fortführungsprognose Die Geschäftsführung der Gesellschaft geht trotz der beeinträchtigenden Auswirkungen durch den Ukraine-Krieg auf den Geschäftsverlauf des Unternehmens nach Abschluss des Geschäftsjahres aufgrund der getroffenen Maßnahmen und der Unternehmensplanung auch weiterhin von der Fortführung des Unternehmens aus. Vor diesem Hintergrund werden im Jahresabschluss entsprechend dem allgemeinen Bewertungsgrundsatz nach § 252 I Nr. 2 HGB die Fortführungswerte zugrunde gelegt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Ausleihungen zum Nennwert Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 23.964,00 EUR. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Der Anlagenspiegel gem. §284 III HGB ist diesem Anhang angefügt. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 39.966,05 EUR (Vorjahr: 38.462,47 EUR). Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das modifizierte Teilwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafel 2018 G von Prof. Dr. Heubeck angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 525 EUR. In dieser Höhe besteht gem. § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 146.250,00 EUR (Vorjahr: 243.750,00 EUR). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt rd. 12 TEUR. Die Sicherungen bestehen in Eigentumsvorbehalten sowie Sicherheitsübereignung von Inventar. Sowohl die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren als auch die gesicherten Verbindlichkeiten bestehen gegenüber Kreditinstituten. Latente Steuern Der Saldo der aktiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 39.966,05 EUR. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: Zugang i. H. v. 1.503,58 € EUR. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse i. H. v. 750T € aufgrund einer Bürgschaft für eventuelle Rückgriffsmöglichkeiten in Gewährleistungsfällen eines nahestehenden Unternehmens. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus befristeten Dauerrechtsverhältnissen bestehen über die gesamte Restlaufzeit Verpflichtungen i. H. v. 6.724.083,44 EUR (Gesamtbetrag). Die Restlaufzeit beträgt zwischen 8 und 132 Monate. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsätze werden ausschließlich im Inland erzielt. sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen insbesondere Sachbezügen und Grundstücks- erträge. Sonstige betriebliche Erträge, die anderen Perioden zuzuordnen wären, sind in nennenswertem Umfang nicht angefallen. Materialaufwand Bei dem Materialaufwand handelt es sich um den Wareneinkauf. Löhne und Gehälter Die Löhne und Gehälter enthalten unter anderem Löhne, Gehälter, Urlaubsvergütungen sowie die Veränderung von Personalrückstellungen. soziale Abgaben Die sozialen Abgaben enthalten insbesondere den Arbeitgeberanteil der Renten-, Arbeitslosen-, Pflege und Krankenversicherungsbeiträge. Abschreibungen Die Abschreibungen des Geschäftsjahres je Posten der Bilanz sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere Raumkosten, Versicherungen, Beiträge, Reparatur- und Instandhaltungskosten sowie allgemeine Verwaltungskosten enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen, die anderen Perioden zuzuordnen wären, sind in nennenswertem Umfang nicht angefallen. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung In der Position sonstige betriebliche Erträge sind Verschmelzungsgewinne von insgesamt rd. 1,4 Mio. EUR enthalten. In der Position sonstige betriebliche Aufwendungen sind Verschmelzungsverluste von insgesamt rd. 194,8 TEUR enthalten. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Die im Vorjahr bestandenen Beteiligungen an der Möbel Mit Köthen GmbH, Köthen (Anhalt), der Möbel Mit Dessau GmbH, Dessau-Roßlau und der mimagazine media interactive magazine GmbH, Salzkotten sind im Geschäftsjahr auf die Möbel Mitnahmemarkt GmbH verschmolzen worden. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten: Mit Verschmelzungsvertrag und Gesellschafterbeschluss vom 28.08.2024 ist die "Web-Moebel GmbH" auf die Gesellschaft verschmolzen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 28.10.2024. Hieraus ergibt sich nach vorläufigem Stand ein Verschmelzungsgewinn i. H. v. 202 TEUR. Unterschrift der Geschäftsführung
10.3.2025 Lutherstadt Wittenberg gez. O. Engels
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.03.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkDer nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf eine nicht nach §327 HGB für Offenlegungszwecke gekürzte Fassung des Jahresabschlusses und Lageberichts: An die Möbel Mitnahmemarkt GmbH Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht Wir haben den Jahresabschluss der Möbel Mitnahmemarkt GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Möbel Mitnahmemarkt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht Die Werthaltigkeit der unter den Finanzanlagen ausgewiesenen sonstigen Ausleihungen in Höhe von EUR 1.222.873 konnte nicht hinreichend nachgewiesen werden. Das Unternehmen weißt in seinem Jahresabschluss ein negatives Eigenkapital aus. Auch durch alternative Prüfungshandlungen konnten wir keine hinreichende Sicherheit über die Werthaltigkeit dieser Finanzanlagen gewinnen. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere bei der Bewertung der Finanzanlagen der Höhe der Abschreibungen hierauf sowie beim Jahresergebnis und Eigenkapital hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, 25. Februar 2025 Henschke
und Partner mbB
gez. Dipl.-Kfm. Ulrich Henschke, Wirtschaftsprüfer |
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