Stammdaten

Register
Amtsgericht Marburg HRB 2982
Eingetragen
10.2.1994
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die computerunterstützte Konstruktion (CAD) und Fertigungsvorbereitung (CAM) für Gußteile, Modelle, Kokillen, Kernformwerkzeuge, Druckgußwerkzeuge, Blasformen und Prüf- und Handlingseinrichtungen, insbesondere für die Automobilindustrie, Gießereien, Modellund Formenbauunternehmen, sowie die Herstellung und der Vertrieb von Guß-Prototypen (CAST) und sämtliche damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Höck
seit 22.1.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MH Holding GmbH
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Becker GmbH CAD-CAM-CAST

Steffenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Becker GmbH CAD-CAM-CAST ist seit 1994 spezialisierter Dienstleister für die Automobilindustrie und deren Zulieferer sowie für die Bereiche Hypercars, Motorsport und Flugmotoren. Unsere Kompetenz findet Ausdruck in einer lückenlosen Leistungskette. Diese beginnt mit der Erstellung von 3D-Datenmodellen und reicht über die Herstellung von Prototypen- und Kleinserien-Gussteilen bis hin zum Engineering der Serienwerkzeuge. Dafür investieren wir regelmäßig in die Qualifikation unserer Mitarbeiter und in modernste Technologien. Beispielsweise fertigen wir gedruckte Sandkerne und nutzen das Niederdruck-Sandguss-Verfahren zur Herstellung der Gussteile.

Seit dem 2. Quartal 2017 bieten wir unseren Kunden zusätzlich Metall-Bauteile, hergestellt mit dem SLM-Verfahren (Selective Laser Melting), an.

Damit tragen wir wesentlich dazu bei, kundenseitige Entwicklungszeiten und -kosten zu reduzieren.

II. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist u.a. die Optimierung der mechanischen Eigenschaften von (Motor-)Bauteilen, insbesondere die Legierungs- und Wärmebehandlungsentwicklung. Um unseren Innovationsvorsprung am Markt zu halten bzw. kontrolliert auszubauen, werden wir weiterhin und nachhaltig in den Bereich der Forschung und Entwicklung investieren. Unsere Innovationskraft, in Kombination mit einer klaren Ausrichtung unseres Portfolios auf kundenindividuelle Wünsche, definiert unsere Stärke am Markt bei der Umsetzung anspruchsvoller Projekte weltweit.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Automobilbranche hat sich 2023 für Becker GmbH CAD-CAM-CAST im Vergleich zu 2022 in etwa gleichbleibend entwickelt. Daneben haben sich allerdings in 2023 vor allem die Nischenbereiche Hypercars, Motorsport und Flugmotoren stark positiv entwickelt.

Da die Becker GmbH CAD-CAM-CAST mehrheitlich (ca. 75%) in diesen Nischenbereichen tätig ist, hat die durchwachsene Entwicklung in der allgemeinen Automobilbranche nahezu keinen Einfluss auf die erzielbaren Margen gehabt.

Die Vernetzung der Becker GmbH CAD-CAM-CAST mit der in den USA positionierten Tochtergesellschaft, der BECKER CAD-CAM-CAST Inc., Southfield, ist weitestgehend konstant geblieben.

Der Auftragseingang der Becker GmbH CAD-CAM-CAST in 2023 und die damit verbundene Auftragssituation für 2024 lassen eine positive Prognose zu.

II. Geschäftsverlauf

Das Rohergebnis 2023 betrug € 11,59 Mio. und hat sich gegenüber dem Vorjahr (€ 10,78 Mio.) leicht erhöht, was u. a. auf eine absolute Verringerung der Materialaufwendungen zurückzuführen ist.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr leicht von € 4,67 Mio. auf € 4,97 Mio. gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von € 2,57 Mio. auf € 2,75 Mio. gestiegen. Der Jahresüberschuss veränderte sich von € 1,66 Mio. auf € 2,25 Mio.

Wir können auf einen positiven Geschäftsverlauf im Jahr 2023 zurückblicken.

III. Lage des Unternehmens

Die Lage des Unternehmens ist positiv einzuschätzen, was begründet ist in dem großen Anteil des Umsatzes in den Bereichen Hypercars, Motorsport und Flugmotoren.

Unsere wesentlichen Ergebnisquellen sind das Engineering von 3D-Datenmodellen für Gussteile und Gießereiwerkzeuge, die Herstellung von Prototypen- und Kleinserien-Gussteilen sowie die Herstellung von Bauteilen durch Additiv Manufacturing.

Die Materialaufwandsquote (gemessen am erzielten Umsatz) ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (um 2,85 Prozentpunkte).

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Vermögensstruktur ist stabil.

Unsere Finanzlage ist im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr unverändert gut.

Unsere Kapitalstruktur ist weiterhin gut und stabil. Wesentlichen Anteil daran hat unsere Konsolidierungspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen belassen.

Wir verfügen über Kreditlinien, die wir derzeit nicht in Anspruch nehmen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 3,25 % der Bilanzsumme. Im vorangegangenen Geschäftsjahr betrugen diese 2,37 %. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Skontofrist beglichen werden.

Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als gut zu bezeichnen.

IV. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung im Wesentlichen die Kennzahlen Umsatzrendite, Materialaufwandsquote, Personalaufwandsquote und eine Quote in Bezug auf die sonstigen Aufwendungen heran. Weiterhin werden die monatlichen internen Abschlüsse auf Basis der Betriebswirtschaftlichen Auswertung stets zeitnah analysiert.

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Bei den o. g. Quoten werden jeweils der Materialaufwand, die Personalkosten sowie die sonstigen Aufwendungen ins Verhältnis zu den Umsatzerlösen gesetzt.

Die Umsatzrendite hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert, ebenso die Materialaufwandsquote. Die Quote der sonstigen Aufwendungen und die Personalaufwandsquote liegen leicht über dem Niveau des Vorjahres.

C. Prognosebericht

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Wir gehen in unserer Planung unverändert von einer guten Auftrags- und Ergebnislage aus. Die Auftragsstruktur, insbesondere die der einzelnen Nischenprojekte, hat sich mittlerweile zu deutlich längerfristigen Aufträgen entwickelt, die dadurch für viele Jahre eine bessere Planungssicherheit ermöglichen.

Speziell die Marktentwicklung der Bereiche Hypercars, Motorsport und Flugmotoren ist für die Zukunft positiv zu bewerten, da es sich hierbei um Projekte handelt, die zum Teil bereits jetzt schon bis in das nächste Jahrzehnt reichen.

Für den Bereich Flugmotoren gehen die Planzahlen sogar darüber hinaus und weitere Projekte sind bereits im Angebotsstadium.

D. Chancen und Risikobericht

I. Risikobericht

1. Allgemeiner Risikobericht

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen könnten liegen nach wie vor nicht vor.

Die Branche unserer Kunden ist durch einen zunehmenden Kostendruck gekennzeichnet. Obwohl unsere Produkte echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, sehen wir, aufgrund des allgemeinen Kostendrucks, tendenziell leistungswirtschaftliche Risiken.

Die Auswirkungen des Wechsels hin zu mehr E-Mobilität auf die gesamte Automobilindustrie stellen für unseren Bereich Verbrennungsmotor einen relativ geringen Risikofaktor dar.

Sollten sich die weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten wieder verstärken und der Protektionismus einzelner Staaten weiter zunehmen, kann eine sich dadurch abschwächende Konjunktur die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und somit die Nachfrage nach unseren Produkten in gewissen Absatzregionen negativ beeinflussen. Daraus resultierend können Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch eine hohe Entwicklungsdichte, ein hohes Maß an Qualität und Termintreue begegnen.

2. Spezieller Risikobericht

Die Liquiditätslage ist gut; es sind derzeit keine Liquiditätsengpässe zu erwarten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind daher grundsätzlich nicht zu erwarten. Weiterhin besteht eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft aus eigener Liquidität.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird bei Bedarf ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Wir werden, nach derzeitigem Kenntnisstand, auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

II. Chancenbericht

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Ein Risiko von Lieferengpässen besteht zum einen aufgrund der hohen Eigenfertigungstiefe, als auch der engen Kooperation mit starken Schlüssellieferanten nicht.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

III. Gesamtaussage

Wir erwarten im Folgenden Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr ein gesteigertes Umsatzvolumen, was sich auch schon in den aktuellen BWAs widerspiegelt. Aufgrund unserer vorherrschenden Kostenstruktur können wir wieder mit einem guten Ergebnis über dem Niveau des Jahres 2023 rechnen.

E. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

Unsere Tochtergesellschaft BECKER CAD-CAM-CAST Inc. in Southfield, USA verfügt über eine zufriedenstellende Finanz-, Vermögens- und Ertragslage.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.354.931,21 5.660.402,21
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.931,00 54.264,50
II. Sachanlagen 4.741.411,09 5.003.548,59
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.381.994,71 2.552.277,71
2. technische Anlagen und Maschinen 1.257.387,26 1.623.187,26
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.089.159,12 668.688,62
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.870,00 159.395,00
III. Finanzanlagen 602.589,12 602.589,12
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.583,47 1.583,47
2. Sonstige Finanzanlagen 601.005,65 601.005,65
B. Umlaufvermögen 12.953.770,46 10.802.934,37
I. Vorräte 1.594.887,48 1.379.887,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.623.278,17 2.079.311,37
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 532.508,72 377.730,13
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.090.769,45 1.701.581,24
III. Wertpapiere 2.644.977,44 2.082.730,70
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.090.627,37 5.261.004,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.721,95 25.913,85
Aktiva 18.327.423,62 16.489.250,43

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.321.494,40 12.569.376,65
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnrücklagen 9.000.000,00 9.000.000,00
III. Bilanzgewinn 4.271.494,40 3.519.376,65
B. Rückstellungen 1.871.237,10 1.700.640,18
C. Verbindlichkeiten 3.134.692,12 2.219.233,60
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.572.974,61 1.376.806,19
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.561.717,51 842.427,41
Passiva 18.327.423,62 16.489.250,43

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.586.016,42 10.782.604,83
2. Personalaufwand 4.968.319,51 4.665.842,13
a) Löhne und Gehälter 4.071.808,67 3.921.332,63
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 896.510,84 744.509,50
davon für Altersversorgung 64.730,03 79.585,98
3. Abschreibungen 813.186,73 873.703,99
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 813.186,73 873.703,99
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.754.817,07 2.573.861,74
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 32.857,33 3,53
5. Erträge aus Beteiligungen 8.831,86
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 147.890,72 63.754,40
davon aus verbundenen Unternehmen 6.478,67 7.828,18
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 15.187,82 248.454,19
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.773,66 20.203,87
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 911.001,06 793.189,67
10. Ergebnis nach Steuern 2.267.453,15 1.671.103,64
11. sonstige Steuern 15.335,40 15.877,40
12. Jahresüberschuss 2.252.117,75 1.655.226,24
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.519.376,65 2.864.150,41
14. Ausschüttung 1.500.000,00 1.000.000,00
15. Bilanzgewinn 4.271.494,40 3.519.376,65

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Becker GmbH CAD-CAM-CAST

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Becker GmbH CAD-CAM-CAST
Firmensitz laut Registergericht: Steffenberg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Marburg
Register-Nr.: HRB 2982

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Becker GmbH CAD-CAM-CAST wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Dabei werden die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB angewandt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren unter Berücksichtigung der größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 276 HGB gewählt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (Nutzungsdauern zwischen 2 und 33 Jahren) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro wurden sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich zum niedrigeren, beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB) angesetzt, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind (niedrigerer beizulegender Wert, §§ 253 Abs. 4 i. V. m. 255 Abs. 4 HGB).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen, liquide Mittel und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB).

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Restlaufzeit der Forderungen

Die Restlaufzeit der Forderungen bis zu einem Jahr betragen Euro 2.389.037,09 (Vorjahr: Euro 1.608.419,54).

Die Restlaufzeit der Forderungen größer einem Jahr betragen Euro 234.241,08 (Vorjahr: Euro 470.891,83).

Forderungen gegen Gesellschafter

Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen Euro 198.310,49 (Vorjahr: Euro 12.130,00) und sind im Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten.

Gewinnvortrag

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag in Höhe von Euro 3.519.376,65 (Vorjahr: Euro 2.864.150,41) einbezogen.

Pensionsrückstellungen

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31. Dezember 2023 Euro 8.196,00.

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die PUC-Methode angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz: 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen: 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel: Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit diesen Verpflichtungen saldiert.

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Euro
Erfüllungsbetrag der Schulden 576.921,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 104.789,80
Wertpapiere des Finanzanlagevermögens 233.104,50

Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherung wurde durch ein versicherungsmathematisches Gutachten der Lebensversicherungsgesellschaften ermittelt.

Die Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung betragen Euro 10.161,00 (Vorjahr: Euro 10.008,00) und sind unter der GuV Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Personalrückstellungen: Euro 1.087.297,89

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen Euro 2.048.186,59 (Vorjahr: Euro 1.414.033,45) und sind in Höhe von Euro 1.407.607,19 (Vorjahr: Euro 1.093.024,09) im Posten Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sowie in Höhe von Euro 640.579,40 (Vorjahr: Euro 321.009,36) in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 2.863.960,12 (Vorjahr: Euro 2.219.233,60).

Sonstige Angaben

Anteilsbesitz

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Es besteht eine hundertprozentige Beteiligung an der Becker CAD-CAM-CAST Inc. in Southfield, Michigan, USA. Das Stammkapital der in 1994 gegründeten Gesellschaft beträgt US-Dollar 2.000. Die Umrechnung erfolgte zum damaligen Kurs von DM 1,5485 und zum Zeitpunkt der Euro-Umstellung zum Umrechnungskurs von DM 1,95583.

Das Eigenkapital und Ergebnis der Becker CAD-CAM-CAST Inc. Per 31. Dezember 2023 betragen TEuro 999 bzw. TEuro 169. Die Angaben wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag von USD / Euro 1,1050 umgerechnet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen durchschnittlich gemäß § 267 Abs. 5 HGB beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 42
Angestellte 23
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt: 65

Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurde die Gesellschaft durch die folgenden Personen vertreten:

Geschäftsführer: Herr Michael Becker, kaufmännische und technische Geschäftsführung, Steffenberg.

Unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Geschäftsführervergütung verzichtet.

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 909.148,61 829,00 0,00 0,00 909.977,61
Immaterielle Vermögensgegenstände 909.148,61 829,00 0,00 0,00 909.977,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 5.491.289,28 0,00 0,00 0,00 5.491.289,28
2. technische Anlagen und Maschinen 7.495.618,37 1.715,60 0,00 35.705,58 7.533.039,55
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.938.758,62 142.468,90 17.147,03 473.235,01 3.537.315,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 159.395,00 362.502,69 87,10 -508.940,59 12.870,00
Sachanlagen 16.085.061,27 506.687,19 17.234,13 0,00 16.574.514,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.583,47 0,00 0,00 0,00 1.583,47
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 600.000,00 0,00 0,00 0,00 600.000,00
3. Genossenschaftsanteile 1.005,65 0,00 0,00 0,00 1.005,65
Finanzanlagen 602.589,12 0,00 0,00 0,00 602.589,12
Summe Anlagevermögen 17.596.799,00 507.516,19 17.234,13 0,00 18.087.081,06
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 854.884,11 44.162,50 0,00 899.046,61
Immaterielle Vermögensgegenstände 854.884,11 44.162,50 0,00 899.046,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 2.939.011,57 170.283,00 0,00 3.109.294,57
2. technische Anlagen und Maschinen 5.872.431,11 403.221,18 0,00 6.275.652,29
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.270.070,00 195.520,05 17.433,67 2.448.156,38
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 11.081.512,68 769.024,23 17.433,67 11.833.103,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 11.936.396,79 813.186,73 17.433,67 12.732.149,85
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.931,00 54.264,50
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.931,00 54.264,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 2.381.994,71 2.552.277,71
2. technische Anlagen und Maschinen 1.257.387,26 1.623.187,26
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.089.159,12 668.688,62
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.870,00 159.395,00
Sachanlagen 4.741.411,09 5.003.548,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.583,47 1.583,47
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 600.000,00 600.000,00
3. Genossenschaftsanteile 1.005,65 1.005,65
Finanzanlagen 602.589,12 602.589,12
Summe Anlagevermögen 5.354.931,21 5.660.402,21

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Steffenberg, 27. Mai 2024

Michael Becker, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.08.2024 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk

An die Becker GmbH CAD-CAM-CAST

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Becker GmbH CAD-CAM-CAST - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Becker GmbH CAD-CAM-CAST für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dautphetal, 21. August 2024

JPLH Treuhand AG
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