RCS GmbH Rail Components and Systems
Höckendorfer Straße 91, 01936 Königsbrück, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Janne Saarinen seit 21.4.2020 | Geschäftsführer |
Andreas Uschner seit 28.11.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Sofia Folgersenata GmbH | 94.00% |
Dr. W***** F*****senata GmbH | 6.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RCS GmbH Rail Components and SystemsKönigsbrückJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023RCS GmbH Rail Components and SystemsInhalt 1. Grundlagen1.1 GeschäftsmodellDie RCS GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit ca. 170 Mitarbeitern, welches als Systemlieferant für die Schienenfahrzeugindustrie tätig ist. Die RCS GmbH hat sich in der Schienenfahrzeugindustrie etabliert und ist als Systemlieferant international bekannt. Das Werk hat seinen Sitz in Königsbrück und wurde vor rund 20 Jahren gegründet. Die RCS GmbH verfügt über Know-how in der Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Prüfung faserverstärkter Kunststoffbauteile, komplexer, einbaufertiger Module sowie elektrischer als auch elektronischer Systemkomponenten. Die langjährige Erfahrung, breitgefächerte Fachkompetenz und die umfangreiche technische Ausstattung bieten die Voraussetzungen zur Serienfertigung anspruchsvoller Verkleidungsteile bis hin zu einbaufertigen System- und Großkomponenten. Ferner bietet RCS umfangreichen Service, Prüfungsdienste sowie Ersatzteilversorgung. Das Managementsystem der RCS ist zertifiziert nach DIN ISO 9001, 14001 und 50001. RCS erfüllt ferner die Anforderungen von DIN 6701 Klasse A1 hinsichtlich Klebprozessen und ist zugelassen für Schweißprozesse nach DIN-EN15085 CL4. Zur Herstellung der GFK-Bauteile werden im Hause RCS verschiedenste Technologien wie Prepreg, Vakuum- und Druckinjektion, SMC-Heißpressen aber auch Handlaminieren angewendet. Die Veredelungsschritte CNC-Beschnitt, Montage, Elektromontage und Lackierung komplettieren die Fertigung der einzelnen Komponenten. 1.2 Forschung und EntwicklungDie Entwicklungstätigkeiten orientieren sich im erheblichen Maße an den RCS-spezifischen Bedürfnissen und leisten einen strategischen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit. In der Entwicklung setzt das Unternehmen auf optimierte Verfahren im Leichtbau und auf verbesserte Brandschutzsysteme. Es werden manuelle Verfahren sukzessive durch geschlossene und additive Fertigungsverfahren weiterentwickelt. Bei Themen in der Forschung und Entwicklung kooperiert RCS u. a. mit der Fachhochschule Zittau/Görlitz sowie mit dem Fraunhofer-Institut IWU und dem ILK Institut in Dresden. Einen immer größeren Anteil des Umsatzes erzielen wir mit dem Ersatzteil- und Servicegeschäft u. a. eine Konsequenz aus den vielen neuen Projekten der vergangenen Jahre. Ein Teil dieses Servicegeschäfts bildet das sogenannte Thermografie-Verfahren, was zur zerstörungsfreien Prüfung der GFK-Bauteile dient und von RCS auch vermarktet wird. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung/RahmenbedingungenDie gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt durch globale Krisen, die das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr um 0,3% sinken lies, kalenderbereinigt sank es um 0,1%. Damit setzt sich die wirtschaftliche Erholung nach dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Neben der Abschaltung der drei letzten deutschen Atomkraftwerke zum 15. April 2023 sank auch die Energieproduktion aus Braun- und Steinkohle. Dagegen wuchs die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich. Zudem wurde vermehrt Strom im Ausland eingekauft. Die bisher vorliegenden Außenhandelsdaten zeigen einen Anstieg der preisbereinigten Stromimporte im zweistelligen Prozentbereich bei gleichzeitig niedrigeren Stromexporten. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls, wenn gleich deutlich weniger, im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Neben den hohen Energiepreisen war auch die Materialknappheit weiter ein Problem für die Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe. Zwar nahm laut Umfragen des ifo Instituts im Laufe des Jahres 2023 die Materialknappheit ab, allerdings berichteten im Jahresdurchschnitt noch knapp ein Drittel der Unternehmen von Engpässen. Zudem erhöhten sich infolge der Tarifabschlüsse die Lohnkosten. Daher legten die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte ohne Energie, die 2022 bereits durchschnittlich um 14,0 % gestiegen waren, von Januar bis November 2023 nochmals um 3,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Dabei stiegen vor allem die Preise für Konsum- und Investitionsgüter. Da sich die Preissteigerungen auf der Erzeugerebene auch in den Verbraucherpreisen niederschlugen, kam zum verstärkten Kostendruck für die Unternehmen erschwerend eine spürbare Konsumzurückhaltung hinzu. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr und lagen damit weiter unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-2,1 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahr - lag im Jahresdurchschnitt 2023 voraussichtlich bei 5,9 % und damit unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022 (+6,9 %). Dabei stiegen vor allem die Preise für Nahrungsmittel. Auch die Energiepreise waren - im Unterschied zur Entwicklung auf der Erzeugerebene - noch höher als im Vorjahr. Die etwas niedrigere Inflationsrate und die Lohnerhöhungen für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten den Rückgang der privaten Konsumausgaben jedoch nicht verhindern. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Im Jahr 2020 hatte die Corona-Pandemie erstmals seit 14 Jahren zu einem Rückgang der Erwerbstätigenzahl geführt. Im Zuge des Aufholprozesses nach der Pandemie war die Erwerbstätigkeit im Jahr 2022 kräftig gestiegen. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Die Durchschnittslöhne stiegen im Jahr 2023 um 6,1 %, insbesondere weil es hohe Lohnabschlüsse und Inflationsausgleichszahlungen gab. Zudem wurde der gesetzliche Mindestlohn zum 1. Oktober 2022 angehoben und es kamen mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte hinzu als geringfügig Beschäftigte. In der Folge nahmen die Bruttolöhne und -gehälter im Jahr 2023 um 7,0 % zu. Im internationalen Vergleich blieb die Wirtschaft in Deutschland im Jahr 2023 voraussichtlich deutlich hinter den anderen großen EU-Mitgliedstaaten oder den großen Volkswirtschaften wie den USA oder China zurück. Als einziger der großen europäischen Staaten verzeichnete Deutschland einen Rückgang des preisbereinigten BIP. Im Vergleich zum Jahr 2019, also dem Jahr vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, stieg die Wirtschaftsleistung in Deutschland verglichen mit den anderen großen EU-Staaten am schwächsten. Quellen: Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Statistisches Bundesamt vom 15. Januar 2024 -019/024 Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" vom 15. Januar 2024 2.2 Branchenbezogene Entwicklung/RahmenbedingungenMit insgesamt 14,4 Milliarden Euro erzielt die Bahnindustrie in Deutschland einen neuen Spitzenumsatz in 2023. Das Wachstum kam allerdings aus dem Exportgeschäft, das mit 35 Prozent den kleineren Teil des gesamten Umsatzes ausmacht. Während das Geschäft im Ausland um 31 Prozent anzieht, geht der Umsatz auf dem Heimatmarkt um 7 Prozent zurück. Das Fahrzeuggeschäft blieb mit 10,4 Milliarden Euro das stärkste Segment, doch die Infrastruktursparte zogen merkbar an. Nachdem das Infrastrukturgeschäft in Deutschland in den vergangenen Jahren stagnierte, wuchs der inländische Infrastrukturumsatz 2023 um 17 Prozent. Auch der Auftragseingang wuchs im In- wie im Ausland mit einem Gesamtvolumen von 21,5 Milliarden Euro um 57 Prozent auf ein historisches Hoch an. Dabei machten die inländischen Aufträge mit 13 Milliarden Euro rund 60 Prozent aller Eingänge aus. Das Auftragsvolumen im Schienenfahrzeugsegment stieg um 64 Prozent und in der Infrastrukturbereich um 40 Prozent an. Der Markt für bahntechnische Produkte und Leistungen wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, die oftmals im politischen und wirtschaftlichen Kontext begründet liegen. Hauptgrund hierfür ist die historisch gewachsene und nach wie vor öffentlich geprägte Struktur des Eisenbahnwesens. Entscheidende Treiber für den Aufschwung in 2023 waren stabile und langfristige Investitionsentscheidungen in den Bereich der Bahnindustrie, getrieben von den verkehrspolitischen Zielen in Deutschland und Europa. Quelle: VDB Verband der Bahnindustrie in Deutschland e.V. 2.3 Geschäftsverlauf2.3.1 GeschäftsergebnisDas Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der RCS GmbH liegt im Geschäftsjahr 2023 bei - 498,2 T€ (VJ. 479,8 T€). Hauptgründe für das rückläufige Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr waren Verschiebungen von Projekten und die Stornierung von Einzelprojekten bedingt durch den Ukrainekonflikt. Die Liefertreue gegenüber Kunden war auch im Jahr 2023 auf einem sehr guten Niveau. 2.3.2 Umsatz- und AuftragsentwicklungDie Entwicklung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 blieb hinter den Prognosen des Vorjahres zurück und bewegt sich mit ca. 19,6 Mio. € auf Vorjahresniveau. Aufgrund von Projektverschiebungen bei einzelnen Kunden konnten im Geschäftsjahr 2023 die mögliche Produktionskapazität nicht optimal ausgeschöpft werden. Die von unseren Kunden initiierten Projektverzögerungen wirkten sich nachteilig auf die Planung von Material und Kapazitäten aus, konnten aber durch den wie im Vorjahr prognostizierten Ausbau des Ersatzteil- und Servicegeschäftes teilweise kompensiert werden. Die Anzahl an Kunden bleibt konstant. Der Anteil des Ersatzteil-Geschäftes vergrößert sich stetig, Hauptabnehmer sind hier Bahnbetreiber und OEMs, die mehr und mehr auch das Service-Geschäft bei den jeweiligen Bahn-Betreibern übernehmen. 2.3.3 Materialaufwand und ProduktionskostenentwicklungDer Anteil der Materialkosten an der Leistung war im Geschäftsjahr 2023 über Vorjahresniveau (Materialaufwandsquote 51,3% ggü. 49,7% im Vorjahr). Im Vergleich zu den Vorjahren ergaben sich keine gravierenden Änderungen bei den Lieferanten. Die RCS setzt bereits seit Jahren auf langfristige Partnerschaften mit den wichtigsten Lieferanten. Dies resultiert zum einen aus dem Projektgeschäft und zum anderen aus den durchweg positiven Erfahrungen, die aus dieser Strategie erwachsen. Die Anzahl der Lieferanten sowie die Lagerbestände wurden im Laufe des Geschäftsjahres leicht reduziert. Im Geschäftsjahr 2024 ist eine weitere Optimierung des Lieferantenportfolios sowie eine Bestandsoptimierung geplant, aber auch die Ausweitung von Einkäufen in lokalen Märkten aufgrund der Versorgungs- und Logistiksicherheit. Im Geschäftsjahr 2023 wurden in der Produktion weitere optimierende Maßnahmen unternommen. Die halb- und vollautomatisierten Anlagen unterliegen insbesondere hinsichtlich Nutzungsgrad und Effizienz einer stetigen Analyse. Der Focus des LEAN Management liegt vor allem auf dem Warenfluss und der Methodenkompetenz, aber auch das Thema Visualisierung wird vorangetrieben. Produktionscontrolling und die weiter optimierte Nutzung des ERP-Systems zur Steuerung der Produktion, zur Datenerfassung und - Auswertung ist eine der Hauptaufgaben in diesem Zusammenhang. 2.3.4 InvestitionenIm Jahr 2023 wurden 365 T€ an Ausgaben für Investitionen getätigt. Die Ausgaben erfolgten sowohl in Anlagentechnologie als auch in IT Hard- und Software zur weiteren Optimierung der Geschäftsprozesse. 2.3.5 FinanzierungsmaßnahmenDie Gesellschaft hatte im Geschäftsjahresverlauf einen positiven Cashflow. Sämtliche Investitionen wurden mit eigenen Mittel getätigt. 2.3.6 PersonalbereichDas erste halbe Jahr war geprägt von Projektverschiebungen. Deshalb wurde Kurzarbeit als Maßnahme definiert. Die Maßnahme diente dem Schutz der Arbeitsplätze, da ein kontinuierlicher Anstieg der Kapazitätsauslastung im 2. Halbjahr verzeichnet wurde. Die Ausbildung und Qualifizierung von eigenem Fachpersonal wurde weitergeführt. Die Ausbildungsquote liegt bei 3,5 % und somit etwas über dem bundesweiten Durchschnitt von 3 %. Der Altersdurchschnitt im gesamten Unternehmen liegt bei ca. 46 Jahren. Damit liegt der Altersdurchschnitt laut Statistischem Bundesamt etwas über dem bundesweiten Altersdurchschnitt der Erwerbstätigen von 44 Jahren. Im gesamten Unternehmen sind die Altersgruppen recht gleichmäßig verteilt 2.4 Gesamtwirtschaftliche PrognoseUnter anderem wegen der Haushaltskrise rechnet das Institut der deutschen Wirtschaft für 2024 mit einer Rezession. Auch ein weiteres Wirtschaftsforschungsinstitut senkt seine Prognose, rechnet aber mit einem leichten Wachstum. Angesichts der weltweiten Krisen und des Streits um den Bundeshaushalt erwartet das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) einen Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung auch im kommenden Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2024 voraussichtlich um 0,5 Prozent zurückgehen, teilte das arbeitgebernahe Institut heute mit. Es wäre das zweite Jahr mit schrumpfender Wirtschaft in Folge. Auch das ifo Institut hat seine Vorhersage für das deutsche Wirtschaftswachstum 2024 gekappt, von 1,4 Prozent auf 0,9 Prozent. Befördert wird dies zusätzlich durch die unklare Lage um den Bundeshaushalt nach dem Urteil des Verfassungsgerichts. Sollte der Haushalt 2024 um 20 Milliarden Euro gekürzt werden, würde die Wachstumsrate dem ifo-Modell zufolge auf 0,7 Prozent fallen. Grundsätzlich seien aber die Weichen auf Erholung gestellt. Die Löhne stiegen kräftig, die Beschäftigung sei so hoch wie nie zuvor, damit kehre die Kaufkraft zurück und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sollte wieder zulegen. Zudem hätten wir die Höchststände beim Zinsniveau hinter uns gelassen. Die deutsche Wirtschaft erholt sich nach Einschätzung der Bundesbank in den kommenden Jahren, wenn auch verzögert. Ab Beginn des Jahres 2024 soll die Wirtschaft wieder langsam Fahrt aufnehmen. Infolge wieder expandierender ausländischer Absatzmärkte steigen die Exporte. Und aufgrund des stabilen Arbeitsmarktes, kräftig steigender Löhne und rückläufiger Inflation geben die privaten Haushalte wieder mehr Geld für den Konsum aus. Die Kernrate der Inflation (ohne Energie und Nahrungsmittel) wird im kommenden Jahr deutlich auf 3,0 Prozent zurückgehen. Dann stellen Lieferengpässe kein so großes Problem mehr dar, und die Gewinnmargen normalisieren sich. Die Konjunkturprognosen ändern sich aktuell immer noch schnell. Das spiegelt die große Unsicherheit in Folge der Kriege in der Ukraine und Israel wider. Auch das Haushaltsurteil des Verfassungsgerichts und die Sparbeschlüsse der Bundesregierung hinterlassen Spuren. Quellen: Institut der deutschen Wirtschaft Ifo-Institut Deutsche Bundesbank 3. Darstellung der Lage 3.1. Vermögenslage Nachfolgend werden ausgewählte Kennzahlen der Vermögenslage und der Kapitalstruktur zum 31.12.2023 sowie deren Veränderung gegenüber dem Vorjahr aufgezeigt
Die Eigenkapitalquote zeigt, wie hoch der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital ist
Die Anlagenintensität zeigt den Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen und erhöht sich um 0,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr
3.2. Finanzlage Nachfolgend werden ausgewählte Kennzahlen der Finanzlage zum 31.12.2023 sowie deren Veränderung gegenüber dem Vorjahr aufgezeigt
Definition Cash Flow: Jahresüberschuss + Abschreibungen
3.3. Ertragslage Nachfolgend werden ausgewählte Kennzahlen der Ertragslage zum 31.12.2023 sowie deren Veränderung gegenüber dem Vorjahr aufgezeigt
3.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren entsprechen den im Rahmen der Vermögen-, Finanz- und Ertragslage erläuterten Kennzahlen. 4. Prognosen, Chancen- und Risikobericht4.1 ChancenberichtFür die RCS eröffnen sich unverändert große Marktpotentiale in der Schienenfahrzeugindustrie. Hierzu muss sich das Unternehmen auch weiterhin, sich als leistungsstarker Systemlieferant positionieren. Durch die Erhöhung der Leistungsfähigkeit sowie des Leistungsspektrums als Systemlieferant, können die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um das Kerngeschäft auch zukünftig bestmöglich zu entwickeln. Ziel ist eine führende Marktpositionen als Systemlieferant in der Schienenfahrzeugindustrie. Chancen können sich im weiteren Ausbau von Ersatzteilgeschäft und Serviceleistungen in der Bahnindustrie ergeben. Weitere Chancen ergeben sich aus der Automatisierung in der Fertigung sowie Digitalisierung unserer komplexen Planungs- und Projektierungsprozesse. Damit können wir für uns und unsere Kunden eine kürzere Durchlaufzeit in Projekten anbieten sowie ein besseres finanzielles Ergebnis erzielen. 4.2 RisikoberichtEines der Hauptrisiken der RCS ist die Abhängigkeit von einzelnen Kunden. Es gibt eine geringe Anzahl an Kunden in Europa, die entsprechend relevante Vergabevolumen aufweisen. Die fehlende Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal muss auch weiterhin als Risiko genannt werden. Die RCS versucht sich weiterhin auf dem dynamischen Arbeitsmarkt als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und fördert eine langfristige Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen. Der allgemeine Anstieg der Löhne und Gehälter in Deutschland bedingt durch die Inflation betrifft auch die RCS. Um auch weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber in der Region zu sein, wird die RCS in Zukunft weiterhin die Löhne und Gehälter an der Marktentwicklung orientieren. Risiken auf der Beschaffungsseite sind auch in 2024 von Bedeutung. Geopolitische Risiken sind durch den Ukraine- und Israelkonflikt nochmals deutlich in den Fokus gerückt. Das veranlasst Unternehmen geografisch näherliegende Beschaffungsquellen zu erschließen, was mit einem Kostenrisiko verbunden sein kann. Durch die Rezession in Deutschland steigt das Risiko von Ausfällen innerhalb der Lieferkette, was einen zeitlichen Verzug in der Teileverfügbarkeit zur Folge hat. Ein vollständiger dauerhafter Ausfall in der Beschaffung, welcher zu Produktionsstopp führen würde, ist nicht zu befürchten. Lieferanten von anspruchsvollen, projektspezifischen Komponenten werden immer in Abstimmung mit den Endkunden ausgewählt und betreut. Für einfache Komponenten können Ersatzlieferanten eingesetzt werden. Darüber hinaus sind als Risiken Zahlungsausfälle und potentielle Serienschäden zu nennen. Ein Währungsrisiko besteht für die RCS kaum, da praktisch alle Umsätze in Euro getätigt werden. 4.3 Prognosebericht4.3.1 Gesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Einschätzung zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kann Absatz 2.4 - Gesamtwirtschaftliche Prognose entnommen werden. Insbesondere sind die Themen hinsichtlich der Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften, Digitalisierung und Automationsgrad relevant. 4.3.2 Branchenbezogene EntwicklungTrotz des Ukrainekonfliktes, mit der damit verbundenen wirtschaftlichen Entwicklung, wird aufgrund der Klima- und Umweltpolitik die Anzahl an Schienenfahrzeugprojekten in der Industrie in Europa (Zielmarkt) in den nächsten Jahren weiter auf hohem Niveau bleiben oder sogar noch steigen. Sowohl der überregionale als auch der kommunale Ausbau von Schienenfahrzeugen aller Art wird national, international und EU-weit politisch und finanziell erheblich in den nächsten Jahren gefördert. Kurzfristig kann es auch im Jahr 2024 aufgrund von unerwarteten Produktions- und oder Versorgungsengpässen der Industrie zu Verschiebungen einzelner Projekte kommen, die jedoch nicht nachhaltig sein werden. Für die nächsten 3-5 Jahre gibt es bereits eine große Anzahl an genehmigten Projekten von Betreibern, die alle realisiert werden sollen. Große Schienenfahrzeughersteller, die wichtige Kunden der RCS sind, treffen weiterhin wesentliche Beschaffungsentscheidungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH), sowie in Frankreich und Tschechien. Zudem gibt es eine ganze Reihe wichtiger Mittelständler in der Schienenfahrzeugzulieferindustrie, die im DACH-Raum präsent sind und für Beschäftigung sorgen. Alle bekannten Marktentwicklungen bieten zunächst grundsätzlich vermehrte Auftragschancen. Wesentlich für die wirtschaftliche Lage des Unternehmens waren und sind projektspezifische Akquisitionen sowie die erfolgreiche Umsetzung von Einzelprojekten. Zusätzlich sei nochmal erwähnt, dass für die geschäftliche Entwicklung der RCS die zunehmende Diskussion von Umweltthemen, insbesondere des Klimawandels von Bedeutung sein kann. Experten sagen aufgrund dieser Entwicklung außergewöhnliche Steigerungen in der Schienenfahrzeugindustrie über Jahre hinweg voraus, an welchen dementsprechend profitiert werden kann. Die RCS ist ein Systemlieferant im Markt, dem Projekte von Brisanz im Hinblick auf Liefer- und Qualitätsperformance zugetraut werden. Aufgrund der finanziellen Lage einiger Wettbewerber sind Änderungen auf dem Markt möglich. RCS hat mit ca. 170 Mitarbeitern eine Unternehmensgröße, die es ermöglicht, durch z.B. Projektübernahmen/Verlagerungen auf Marktgeschehnisse reagieren zu können. Aufgrund der Komplexität der Systembaugruppen des jeweils erforderlichen Freigabeprozesses sind Verlagerungen bereits vorhandener Projekte hingegen nicht unmittelbar zu befürchten. 4.3.3 Zukünftige Entwicklung der GesellschaftFür das kommende Jahr 2024 ist eine Auslastung der vorhandenen Personal-Kapazitäten zu erwarten. Der Produktmix bleibt größtenteils unverändert, da der Anteil an Systemkomponenten stabil ist. Weiteres Wachstum im Ersatzteil- und Service-Geschäft ist zu erwarten. Wir gehen davon aus, dass wir auf Basis der laufenden und anstehenden Projekte in den nächsten Jahren ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erzielen werden. In Folge dessen erwarten wir im Geschäftsergebnis 2024 ein positives Ergebnis.
Königsbrück, 18. März 2024 Janne Saarinen, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023RCS GmbH Rail Components and Systems, KönigsbrückAnwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches Die RCS GmbH Rail Components and Systems hat ihren Sitz in Königsbrück und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Dresden unter HRB 13255 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der RCS GmbH Rail Components and Systems, Königsbrück, wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzende Vorschriften des GmbH-Gesetzes und der Satzung wurden beachtet. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Bilanzierung und Bewertung Bilanzierung Bilanzierungshilfen wurden im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht in Anspruch genommen. Vom Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 HGB wird Gebrauch gemacht. Bewertung Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde beachtet. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt für die erworbene Software 3 bis 5 Jahre und für den erworbenen Firmenwert 15 Jahre. Die Nutzungsdauer wurde gemäß dem beim Erwerb voraussichtlichen Nutzen angesetzt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise mit den Herstellungskosten, vermindert um die Abschreibungen, bewertet. Das bewegliche Anlagevermögen wird unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter im Anschaffungswert von über EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert. Den erkennbaren Risiken wird durch angemessene Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Die Herstellungskosten berücksichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Wertberichtigungen werden von den jeweiligen Forderungen aktivisch abgesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind für Ausgaben gebildet, soweit diese Aufwand künftiger Zeiträume darstellen. Die Gesellschaft hat aktive latente Steuern auf Verlustvorträge und passive latente Steuern auf Unterschiedsbeträge zwischen Steuer- und Handelsbilanz gebildet. Der zur Berechnung der latenten Steuern auf Unterschiedsbeträge zwischen Steuer- und Handelsbilanz verwendete Ertragssteuersatz beträgt 29,48 %, der für Verlustvorträge verwendete Steuersatz beträgt für die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag 15,83 % und für die Gewerbesteuer 13,65 %. Die Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. 253 Abs. 1 HGB. Bei allen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen (§ 253 Abs. 2 HGB). Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und veröffentlicht werden. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Angaben zu Posten der Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in nachfolgend dargestellt.
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Gesellschaft hat aktive latente Steuern auf Verlustvorträge und Unterschiedsbeträge zwischen Steuer- und Handelsbilanz gebildet, die sich wie folgt zusammensetzen:
Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 1.000.000,00 und ist voll erbracht. Die Gewinnrücklagen wurden gemäß den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes aus der Einstellung des Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen abzüglich der darauf entfallenden latenten Steuern gebildet. Die sonstigen Rückstellungen entfallen insbesondere auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 455,9 (Vj. TEUR 1.303,5), auf Rückstellungen für Reklamationen und Gewährleistungen in Höhe von TEUR 260,7 (Vj. TEUR 336,4 sowie mit TEUR 114,6 (Vj. TEUR 134,3) auf Rückstellungen für Kundenbonifikationen. Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB enthält folgender Verbindlichkeitenspiegel:
Im Vorjahr stellten sich die Laufzeiten der Verbindlichkeiten wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Grundschulden, Rahmenabtretungen der Forderungen und Sicherungsübereignung von Maschinen abgesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte an den entsprechenden Vermögensgegenständen gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 20,0 (Vj. TEUR 0,0). Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betreffen planmäßige Abschreibungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 103,1 (Vj. TEUR 106,4) periodenfremder Aufwand enthalten. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten TEUR 27,7 Aufwendungen aus der Zuführung latenter Steuern und TEUR 74,4 Erträge aus der Auflösung latenter Steuern. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Immobilien-Mietverträgen ergeben sich derzeit finanzielle Verpflichtungen mit einem Jahresbetrag in Höhe von TEUR 51,0 (Vj. TEUR 51,0) sowie aus kurzfristig kündbaren Verträgen mit einem Jahresbetrag in Höhe von TEUR 340,6 (Vj. TEUR 261,5). Aus Mobilien-Miet- und Leasingverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag von TEUR 70,2 (Vj. TEUR 72,4). Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen bestehen innerhalb der senata-Gruppe. Die Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Beschäftigte Im Jahresdurchschnitt waren 129 (Vj. 137) gewerbliche Mitarbeiter, 37 (Vj. 37) Angestellte und 4 (Vj. 2) Auszubildende beschäftigt. Geschäftsführer Herr Ing. Janne Saarinen, Dresden (von § 181 BGB befreit), Kaufmann Prokura Herr Andreas Uschner, Großenhain (Gesamtprokura) Mutterunternehmen Die RCS GmbH Rail Components and Systems wird als 100 %ige Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss der senata GmbH, Freising, einbezogen. Beirat Herr RA Dr. Werner Folger, Rechtsanwalt, Freising (Vorsitzender) Herr Prof. Dr. Erwin Blum, Universitätsprofessor em., Landshut Die Vergütung für den Beirat betrug im Berichtsjahr TEUR 15,0 (Vj. TEUR 15,0). ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 385.272,24 mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 4.162.788,52, insgesamt EUR 3.777.516,28, auf neue Rechnung vorzutragen.
Königsbrück, den 25. März 2024 RCS GmbH Rail Components and Systems Janne Saarinen sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27.05.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss der RCS GmbH Rail Components and Systems, Königsbrück, zum 31. Dezember 2023 ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde von der Wiesmaier und Kollegen GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Weilheim, ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk mit Datum 26. März 2024 erteilt, der nachstehend beigefügt ist: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die RCS GmbH Rail Components and Systems Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der RCS GmbH Rail Components and Systems - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RCS GmbH Rail Components and Systems für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Weilheim, 26. März 2024 Wiesmaier und Kollegen GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wiesmaier, Wirtschaftsprüfer Haller, Wirtschaftsprüfer |
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