Diekamp & Rehbach OHG
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Arijan J. Bakker seit 20.10.2014 | Geschäftsführer |
Dirk Küßner seit 2.8.2010 | Geschäftsführer |
Jean-Luc Bernard seit 31.3.2010 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
REUSS-SEIFERT GmbHSprockhövelJahresabschluss 31. Dezember 2013Dieser Prüfungsbericht richtet sich - unbeschadet eines etwaigen, gesetzlich begründeten Rechts Dritter zum Empfang oder zur Einsichtnahme - ausschließlich an Organe des Unternehmens. Soweit nicht im Rahmen der Auftragsvereinbarung zwischen dem Unternehmen und Ernst & Young ausdrücklich erlaubt, ist eine Weitergabe an Dritte nicht gestattet. Notwithstanding any statutory right of third parties to receive or inspect it, this audit report is addressed exclusively to the governing bodies of the Company. It may not be distributed to third parties unless such distribution is expressly permitted under the terms of engagement agreed between the Company and Ernst & Young. E. BestätigungsvermerkZu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der REUSS-SEIFERT GmbH, Sprockhövel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Düsseldorf, 30. April 2014 Ernst
& Young GmbH
Forst, Wirtschaftsprüfer Schaub, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2013Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2013
Anhang für 2013Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Verschmelzung der Seifert GmbH & Co. KG mit der Reuss GmbH & Co. KG resultiert, wird auf Basis der erwarteten Produktrestlaufzeiten der im Rahmen der Verschmelzung übernommenen Geschäftsbereiche über 10 Jahre abgeschrieben. Das erworbene Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 410,00 werden seit dem Geschäftsjahr 2011 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für in den Vorjahren angeschaffte Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p. a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Der Wertansatz der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Soweit die zugrunde liegende Verpflichtung einen Zinsanteil enthält, wurde die Rückstellung zum Barwert mit einem Zinsfuß von 3,47 % angesetzt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungsansprüche. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt. Finanzanlagen Angaben zum Anteilsbesitz
1 Angaben basieren auf ungeprüften
Jahresabschlüssen der Tochtergesellschaften.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen Cashpool-Guthaben (TEUR 9.390), Ansprüche auf Verlustübernahme (TEUR 1.959) sowie Forderungen aus der steuerlichen Organschaft (TEUR 172). Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Altschulden einer ehemaligen Tochtergesellschaft (TEUR 496), ausstehende Rechnungen (TEUR 402), Urlaubsansprüche und Freizeitausgleich (TEUR 112), Sondervergütungen (TEUR 80) sowie die Altersteilzeitzusagen saldiert mit Sicherungsguthaben (TEUR 4). Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie den Aufstockungsbetrag aus Basis individueller vertraglicher Einzelvereinbarungen. Die für das in der Freistellungsphase zu zahlende Arbeitsentgelt erforderliche Rückstellung wird ratierlich ab dem Beginn der Beschäftigungsphase der Altersteilzeit angesammelt. Für die vom Arbeitgeber zu übernehmenden Aufstockungsbeträge wird mit Entstehen der Verpflichtung die Rückstellung in voller Höhe gebildet. Die Rückstellung wird unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 2 Jahren von 3,47 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 1,0 % und die Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenzen analog zum Gehaltstrend berücksichtigt. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Haftungsverhältnisse Es liegen keine Haftungsverhältnisse vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in Höhe von TEUR 33 periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Ertragsteuern Seit dem Geschäftsjahr 2007 besteht eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft sowie ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der CRH Deutschland GmbH, Kruft. Sonstige AngabenGeschäftsführung Im Geschäftsjahr 2013 wurde die Gesellschaft durch folgende Geschäftsführer vertreten:
Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf einen Ausweis der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, weil zwei der im Geschäftsjahr 2013 tätigen Geschäftsführer kein Gehalt über REUSS-SEIFERT bezogen haben und keine Umlage hierfür weiterberechnet wurde. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises ist die CRH plc, Dublin/Irland. Diese Gesellschaft stellt einen den EG-Richtlinien entsprechenden Konzernabschluss und Lagebericht auf, der bei ihr erhältlich ist. Dieser Konzernabschluss wird in deutscher Sprache übersetzt und von der CRH Deutschland GmbH, Kruft, beim elektronischen Bundesanzeiger offen gelegt. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfungsleistungen beträgt für das Geschäftsjahr 2013 TEUR 35. Entwicklung des Anlagevermögens 2013
Lagebericht 20131. Geschäft und Rahmenbedingungen1.1. Reuss-Seifert GmbH Zur irischen Unternehmensgruppe CRH plc gehörend ist die Reuss-Seifert GmbH ein international tätiges Unternehmen der Bauzulieferindustrie. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Abstandhalter aus Kunststoff, Stahl und Beton; Bewehrungssysteme, Abdichtungssysteme; Befestigungssysteme und Schalungssysteme. Die Reuss-Seifert GmbH hat ihren Unternehmenssitz in Sprockhövel und besitzt Tochterunternehmen in Polen und Tschechien. 1.2. Geschäftsentwicklung Die konjunkturelle Entwicklung der Bauindustrie im Geschäftsjahr hat sich erholt und somit positiv entwickelt. Jedoch ist die Nachfrageentwicklung nach unseren Produkten quantitativ leicht zurückgegangen. Durch die internationale Ausrichtung unseres Unternehmens waren wir von den Auswirkungen auf internationaler Ebene, je nach Absatzmarkt, sehr unterschiedlich betroffen. Hierbei hat sich der deutsche Markt mengenmäßig erholt. Die Exportmärkte konnten aufgrund der makroökonomischen Situation, insbesondere in Südeuropa, nicht weiter ausgebaut werden bzw. haben nicht unerhebliche Mindermengen zum Vorjahr zu verzeichnen gehabt. Unter dem Einfluss der geschilderten Marktentwicklung sind die Umsatzerlöse unseres Unternehmens von Mio. € 42,07 auf Mio. € 39,65 gesunken. 1.3. Realisierung der Vorjahresprognose Im Lagebericht 2012 waren wir zuversichtlich, unsere Marktchancen in 2013 u. a. durch die Optimierung unserer Produktpalette und unserer Unternehmensprozesse weiter zu verbessen. Dies konnten wir in 2013 jedoch nicht umsetzen, so dass sich unsere Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2013 um T€ 2.425 auf T€ 39.645 vermindert haben. Ursächlich hierfür war u. a., dass die Exportumsätze deutlich von der Schwäche der Mittelmeerländer belastet wurden. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage2.1. Ertragslage Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit weist für das Geschäftsjahr 2013 einen Verlust in Höhe von T€ 1.955 aus. Das negative Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Umsatzerlöse. Im Zuge der Anpassung des Personals an das neue gesetzliche Umfeld (Stichwort "Equal pay", d. h. Leiharbeiter müssen gleich entlohnt werden wie eigene Mitarbeiter) erhöhte sich die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter von 261 im Jahre 2012 auf 262 im Jahre 2013. Die Materialeinsatzquote beträgt 50,2 % (Vj. 50,6 %). Die Abschreibungen sind gegenüber Vorjahr um T€ 53 gestiegen. 2.2. Vermögenslage Das Gesamtvermögen hat sich im Geschäftsjahr 2013 um T€ 205 erhöht. Dies liegt vorrangig zum einen an der Abschreibung des Firmenwertes, die im Wesentlichen zu dem im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 gesunkenen Anlagevermögen um T€ 3.367 auf T€ 7.931 geführt hat. Zum anderen sind die Forderungen gegen Gesellschafter mit T€ 11.521 um T€ 4.415 gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen. Die Erhöhung hängt maßgeblich mit den zwei gegenläufigen Effekten zusammen: Erhöhung der Cashpool-Forderungen um T€ 3.706 und um T€ 776 höhere Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Das restliche Umlaufvermögen ist nahezu unverändert zum Vorjahr. Auf der Passivseite der Bilanz spiegelt sich die Erhöhung der Bilanzsumme um T€ 356 gesunkenen Rückstellungen wider. Gegenläufig wirkte sich der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus. Die Eigenkapitalquote liegt bei 81,0 %. Das langfristig gebundene Vermögen ist zu 100 % durch Eigenkapital finanziert. 2.3. Liquidität Die Liquidität war und ist aufgrund der Zugehörigkeit zum Cash-Pool der CRH-Gruppe jederzeit gewährleistet. 2.4. Beschaffung und Preisentwicklung Die Einkaufspreise für alle Rohmaterialien im Bereich Kunststoff und Stahl sind im Jahr 2013 stabil geblieben. Für 2014 werden sich aufgrund der veränderten Energiepolitik Veränderungen im Transportwesen ergeben. 2.5. Investitionen Investitionen in das Sachanlagevermögen wurden im Jahre 2013 in Höhe von T€ 499 getätigt. Es handelte sich hierbei sowohl um Ersatzinvestitionen als auch um Rationalisierungs- und Erweiterungsinvestitionen. 3. NachtragsberichtZum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben. Es sind derzeit keine weiteren Entwicklungen und Risiken bekannt, die Bestands gefährdend oder geeignet wären, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Reuss-Seifert GmbH nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen. Bestehenden Risiken wird durch bilanzielle Vorsorge Rechnung getragen. Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Herr Guido Attabra, ist zum 28. April 2014 aus dem Unternehmen ausgeschieden. 4. RisikoberichtDie Reuss-Seifert GmbH ist im Rahmen ihrer nationalen und internationalen Ausrichtung unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Durch einen etablierten Prozess der Risikokommunikation der Geschäftsführung mit den Mitarbeitern ist sichergestellt, dass die Geschäftsführung zeitnah alle relevanten Informationen über wesentliche strategische und operative Risiken erhält. Absatzrisiken Änderungen des Kundenverhaltens hinsichtlich Marktakzeptanz können zu Umsatzrückgängen führen. Veränderungen im Konsumverhalten der Kunden erfordern die ständige Anpassung des Vertriebskonzeptes sowie eine Weiterentwicklung des Sortimentes. Mittels gezielter Marktstudien durch die Geschäftsführung in Bezug auf Qualität, Preisgestaltung, Angebot und Lieferzeiten werden Trends im Verbraucherverhalten frühzeitig erkannt und den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden angepasst. Für das Jahr 2014 rechnen wir mit einer stagnierenden Nachfrage auf dem Niveau von 2013, die dem Marktwachstum und der guten Witterung geschuldet sind. Beschaffungsrisiken In nahezu allen Beschaffungsbereichen versucht die Reuss-Seifert GmbH durch ein breit aufgestelltes Sourcing die Beschaffungs- und Versorgungsrisiken zu minimieren. Jedoch kann insbesondere im Bereich des mengenmäßig limitierten Marktes für Kunststoffrecyclingprodukte, als auch im Bereich stark nachgefragter Kunststoffneuprodukte, das Risiko eines Versorgungsengpasses nicht in Gänze geschlossen werden. Investitionsrisiko Zur Markterwartung für das Jahr 2014 besteht hinsichtlich der Rentabilität der getätigten Investitionen ein geringes Risiko, da der Schwerpunkt auf Ersatz- und den Rationalisierungsinvestitionen lag. 5. PrognoseberichtFür das Jahr 2014 wird ein leichter Rückgang der Baukonjunktur in Deutschland prognostiziert. Auch auf den Exportmärkten ist eine weitere, tendenzielle Verschlechterung der Baukonjunktur zu erwarten, die in den einzelnen Ländern jedoch unterschiedlich stark ausfallen wird. Generell wird laut einschlägigen Prognosen der Markt im Neubaubereich in Westeuropa schrumpfen. In Osteuropa wird lediglich das Marksegment Infrastruktur wachsen, wogegen im Wohnungsneubau und im Nichtwohnungsbau mit einem weiteren Rückgang gerechnet werden muss. Es ist zu erwarten, dass sich in diesem Marktumfeld der Wettbewerb auf nationaler sowie internationaler Ebene weiter verschärft, was zu einem weiterhin steigenden Margen- und Preisdruck führen wird. Der schwierigen Entwicklung auf den Absatzmärkten stehen die steigenden Rohstoffpreise auf der Rohmaterialseite (insbesondere bei den Kunststoffen) gegenüber, die am Markt nur schwer weiterzugeben sein dürften. Für das Jahr 2015 erwarten wir ein um ca. 2,8 % stärkeres Bauvolumen. In 2014 und 2015 sind weitere Investitionen geplant, deren Umfang sich voraussichtlich auf jeweils Mio. € 0,8 in 2014 und 2015 beläuft. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen, Programmumgestaltung, Ersatz und Erweiterungen. Die in 2013 durchgeführten Anpassungsmaßnahmen, die Optimierung der Produktpalette und die ständige Optimierung unserer Unternehmensprozesse und nicht zuletzt durch die Zugehörigkeit zur CRH Gruppe mit der Möglichkeit, weitere Märkte auf internationaler Ebene zu erschließen, sehen wir die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Entwicklung unseres Unternehmens auch mittelfristig als gegeben. Im Geschäftsjahr 2014 erwarten wir Umsatzerlöse über dem Niveau von 2013. Für 2015 erwarten wir einen weiteren leichten Anstieg der Umsatzerlöse. Für das Geschäftsjahr 2014 prognostizieren wir ein deutlich positives Ergebnis. Das erwartete positive Ergebnis resultiert aus gegenüber 2013 höheren Umsätzen und Kosteneinsparungen im Personalbereich sowie der Reduzierung weiterer Ausgaben. Unter der Voraussetzung einer weiterhin positiven Umsatzentwicklung wird auch für 2015 ein deutlich positives Ergebnis erwartet.
Sprockhövel, den 29.04.2014 Jean-Luc Bernard Dirk Küßner |
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