BASS GmbH & Co. KGLiquidiert

97996 Niederstetten, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRA 680814
Vorher
Bass GmbH & Co. KG
Eingetragen
23.12.1983

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

BASS GmbH & Co. KG

Niederstetten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht 2018

BASS GmbH & Co. KG, Niederstetten

A. Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die BASS GmbH & Co. KG hat ein einziges Geschäftsfeld: sie hat sich auf die Produktion von Werkzeugen zur Herstellung von Innengewinden spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt weltweit hochpräzise Gewindewerkzeuge und Gewindespannfutter für die industrielle, effiziente Gewindeherstellung für Zielkunden aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Luftfahrtindustrie und der Medizintechnik. Die besondere Kompetenz liegt in der Erarbeitung von kundenspezifischen, technischen Lösungen. Gleichzeitig verfügt das Unternehmen über ein breites Katalogprogramm. Die Absatzmärkte teilen sich circa hälftig auf Deutschland und Exportmärkte.

Der einzige Produktionsstandort - zugleich Firmensitz - befindet sich in Niederstetten, Baden-Württemberg. In der 2017 gegründeten Vertriebsniederlassung BASS Precision Tools (Shanghai) Co., Ltd. sind drei Mitarbeiter tätig. Die Niederlassung wurde als Wholly foreign owned company gegründet und befindet sich vollständig im Besitz der BASS GmbH & Co. KG.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbdingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Geschäftsjahr 2019 durch das nachlassende Wirtschaftswachstum eingetrübt. Insbesondere durch einen deutlichen Rückgang in den Kernmärkten Deutschland, Italien und China konnte in Summe kein Wachstum erzielt werden.

2. Rahmenbedingungen und allgemeine Geschäftsentwicklung

Im Dezember 2019 erfolgte der Verkauf der OSG BASS Holding GmbH (vormals: SL Holding GmbH) an die OSG GmbH. Mit Freigabe der Transaktion durch das Bundeskartellamt schied Frau Dr. Stefanie Leenen aus der Geschäftsführung der BASS GmbH & Co. KG, sowie dem Unternehmen aus. Martin Zeller ist seitdem alleiniger Geschäftsführer.

Die Markt- und Wettbewerbsposition konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr gehalten werden. Die üblichen saisonalen Einflüsse zeichneten sich bedingt durch die Anzahl der Arbeitstage und die Urlaubszeiten der Kunden auch in 2019 ab. Dies trifft insbesondere August und Dezember als umsatzschwächste Monate.

Aus Sicht der Geschäftsführung ist das Geschäftsjahr 2019 als befriedigend anzusehen. Der Umsatzplan wurde aufgrund der negativen Konjunktur angepasst, das neue Ziel um 6 % unterschritten. Der ebenfalls angepasste Plan beim Auftragseingang wurde um 14 % unterschritten.

Insgesamt hat sich das Unternehmen fachlich und organisatorisch gut entwickelt.

C. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse reduzierten sich zum Vorjahr um 5,7 %. Das Berichtsjahr konnte dennoch mit einem Ergebnis von TEUR 1.949 den Gewinn des Vorjahres übertreffen. Das Rohergebnis lag mit TEUR 15.737 ebenfalls über dem des Vorjahres und konnte im Wesentlichen durch Effizienzsteigerungen erreicht werden.

2. Finanzlage

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 3.024 und wurde im Wesentlichen für Investitionen verwendet. Der Verschuldungsgrad - gemessen am wirtschaftlichen Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 16,1 %.

Die Liquidität der Gesellschaft wird durch eine kontinuierliche Liquiditätsplanung sichergestellt und war jederzeit im Geschäftsjahr gewährleistet.

3. Vermögenslage

Per 31.12.2019 beträgt die Eigenkapitalquote unter Zugrundelegung des wirtschaftlichen Eigenkapitals 86,1 %. Die Anlagendeckung beträgt somit 228,9 %.

Die wichtigsten Investitionen im Berichtsjahr waren die Anschaffung neuer Maschinen sowie die kontinuierliche Investition in Softwareprogrammierung zur Optimierung von Geschäftsprozessen. Für das Jahr 2020 sind weitere Maschineninvestitionen im üblichen Umfang geplant.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft

Zusammengefasst zeigt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, dass sich die BASS GmbH & Co. KG zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts in einer stabilen wirtschaftlichen Verfassung befindet.

5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 144 Mitarbeiter. Die Ausbildungsquote lag 2019 durchschnittlich bei 11% und der Anteil weiblicher Mitarbeiterinnen bei durchschnittlich 28%. Das Unternehmen investiert stark in die Entwicklung der Mitarbeiter, um Know-how zu festigen und auszubauen.

Qualität und Umwelt

Das Unternehmen ist zertifiziert nach EN ISO 9001, VDA 6.4, EN ISO 14001 und ISO 50001.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Risiken

Die Hauptrisiken bestehen derzeit in der unsicheren gesamtökonomischen und politischen Entwicklung in zahlreichen europäischen Ländern sowie in China und den USA. Insbesondere der ungelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China bietet die Gefahr einer weiteren Abschwächung der Weltwirtschaft. Weitere Risiken stellen die ungelöste Euro-Schuldenkrise, sowie eine Schwächung der europäischen Wirtschaft als Folgen des Austritts von Großbritannien aus der EU dar.

Preisrisiken/Marktpreisrisiken:

Außerdem bestehen Risiken, die sich aus der Erhöhung der Mitarbeiterentgelte sowie Rohmaterial- und Energiepreisen ergeben. Diese Preissteigerungen können nicht immer an die Kunden weitergegeben werden und führen damit zu Margenverlust. Diesen Risiken tragen wir durch jährliche Effizienzsteigerungen Rechnung. Ein aufgrund des gesamtwirtschaftlichen Abschwungs entstandenes Preisrisiko stellt zudem die Überkapazität von Wettbewerbern am Markt dar.

Lieferantenrisiken:

Um Lieferantenrisiken möglichst gering zu halten, bestehen enge Kontakte zu den strategischen Lieferanten. Der Beschaffungsmarkt wird zudem kontinuierlich und systematisch analysiert, um eventuellen Risiken kurzfristig begegnen zu können.

Kundenrisiken:

Weiterhin bestehen Risiken im fortgesetzten Trend der Beschaffungsverlagerung der Kunden der BASS GmbH & Co. KG ins europäische und außereuropäische Ausland, woraus Umsatzeinbußen resultieren können. Die Produkt- und Marketingstrategie der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, dieser Herausforderung zu begegnen. Durch die wachsende Bedeutung von Elektromotoren ist langfristig ein geringerer Bedarf an Gewindewerkzeugen zu erwarten. Dem erwarteten Umsatzrückgang der betroffenen Sparten wird durch eine frühzeitige Erschließung weiterer Branchen und Produkte entgegengewirkt. Weiterhin besteht auch ein Risiko des Zahlungsausfalls einzelner Kunden, dem durch systematische Weise vorgebeugt wird. Bedingt durch die Übernahme in den OSG-Konzern besteht zudem das Risiko, dass bisherige Händler, welche selbst oder durch ihre wesentlichen Lieferanten im Wettbewerb zu OSG stehen BASS-Position auslisten.

Währungsrisiken:

Damit verbunden sind auch vermehrte Währungsrisiken, die ebenfalls zu niedrigeren Umsätzen auf Grund der Paritäten bzw. zu Aufwendungen aus Wechselkursverlusten führen können.

Wettbewerbsrisiken:

Aufgrund von drastischen Kapazitätserweiterungen seitens diverser Wettbewerber bestehen Überkapazitäten am Markt, welche bedingt durch die aktuelle konjunkturelle Lage sich verstärkt in reduzierten Verkaufspreisen und somit in sinkenden Margen niederschlägt.

Mitarbeiterrisiken:

Das Risiko zu hoher Fluktuation von Mitarbeitern wird als mittel eingeschätzt. Die Werbung neuer, qualifizierter Mitarbeiter gestaltet sich zunehmend schwierig aufgrund der demographischen Entwicklung und der niedrigen Arbeitslosenquote in unserer Region. Der neuen gesetzlichen Regelung zum möglichen Renteneinstieg mit bereits 63 Jahren wird Rechnung getragen.

Operationelle Risiken:

Es wurden keine Finanzinstrumente angewandt.

Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, sehen wir derzeit nicht.

2. Chancen

Chancen für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens sehen wir insbesondere in den Märkten Asiens und Osteuropas, im Bereich Automotive in der Ausweitung unserer Geschäftsfelder in Europa auf neue Applikationen, die zunehmende Leichtbauweise von Fahrzeugen, sowie die Erweiterung des Kundenkreises in der Luftfahrtindustrie.

Vertriebsreichweite:

Neben dem Ausbau unserer Vertriebsstruktur bildet die Investition in weitere Mitarbeiter im technischen Service die Voraussetzung für einen kundenorientierten und effizienten Service. Durch den Standort in Shanghai können weitere Märkte und Kunden in China erschlossen werden.

Die Einbindung in den OSG-Konzern eröffnet uns zusätzliche Potentiale, insbesondere durch Erweiterung des verfügbaren Produktspektrums und den Zugang zu neuen Märkten. Zudem können Synergieeffekte im Einkauf realisiert werden.

3. Risikomanagementsystem

Die Geschäftsführung bedient sich zur Erfüllung seiner Aufgaben eines Risikofrüherkennungssystems mittels Kennzahlen. Den Mitarbeitern werden Planzahlen vorgegeben, die täglich, wöchentlich oder monatlich kontrolliert werden. Im Rahmen dieser Risikosteuerung sollen Gefahren für das Unternehmen ausgeschlossen oder zumindest rechtzeitig erkannt und damit reduziert werden. Danach ergeben sich derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken bei der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

E. Prognosebericht

Für das Jahr 2020 erwarten wir wiederum ein positives operatives Betriebsergebnis und einen Jahresüberschuss von mehr als 1 Mio. EUR. Der Planung für 2020 liegt eine stabile Geschäftserwartung mit leicht steigenden Umsätzen ohne Sondereffekte zugrunde.

Aufgrund der Aufnahme in den OSG-Konzern erfolgt 2020 eine Trennung von Kalenderjahr und Wirtschaftsjahr. Das Rumpfwirtschaftsjahr 2020 soll sich von 01. Januar bis 30. November erstrecken. Das folgende Wirtschaftsjahr 2021 würde am 01. Dezember 2020 beginnen.

Insgesamt sieht das Unternehmen einen positiven Trend auch in den darauf folgenden Jahren, sofern sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht grundlegend verändern. Die Geschäftspolitik wird kontinuierlich fortgeführt und neue Absatzmärkte werden erschlossen.

Die tatsächliche Entwicklung in 2020 kann auf Grund des prognostischen Elements auch von den oben stehenden Ausführungen abweichen.

 

Niederstetten, den 7. Februar 2020

BASS Verwaltungsgesellschaft mbH

gez. Hr. Martin Zeller

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 5.249.870,24 4.976.052,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 65.508,00 69.774,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 65.508,00 69.774,00
II. Sachanlagen 5.184.362,24 4.806.278,00
1. technische Anlagen und Maschinen 5.001.415,00 4.163.203,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 104.365,24 136.075,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 78.582,00 507.000,00
III. Finanzanlagen 0,00 100.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 100.000,00
B. Umlaufvermögen 8.682.080,73 8.091.195,57
I. Vorräte 4.728.086,23 3.214.726,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.000.112,14 3.487.489,07
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.524.234,44 94.566,19
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 953.882,36 1.388.979,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.297,16 18.541,81
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 14.615,36
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.947.248,13 13.100.404,74

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 250.000,00 250.000,00
I. Kapitalanteile 250.000,00 250.000,00
1. Kapitalanteile der Kommanditisten 250.000,00 250.000,00
B. Rückstellungen 802.990,00 1.486.777,46
C. Verbindlichkeiten 12.894.258,13 11.363.627,28
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 300.000,00 205.434,65
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.765.379,86 10.059.781,77
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.947.248,13 13.100.404,74

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Rohergebnis 16.968.321,42 15.582.454,77
2. Personalaufwand 8.962.847,61 8.091.552,80
a) Löhne und Gehälter 7.724.001,35 6.872.792,09
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.238.846,26 1.218.760,71
3. Abschreibungen 1.805.519,03 1.762.670,88
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.805.519,03 1.762.670,88
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.726.927,44 3.780.040,02
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.756,67 18.548,59
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 100.000,00 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 135.352,56 127.062,25
davon aus Abzinsung 18.843,00 21.226,00
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 296.918,00 337.395,20
9. Ergebnis nach Steuern 1.957.513,45 1.502.282,21
10. sonstige Steuern 8.338,44 10.185,25
11. Jahresüberschuss 1.949.175,01 1.492.096,96

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die BASS GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Niederstetten. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRA 680814 eingetragen.

2. Allgemeines

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert, was der bisherigen Handhabung entspricht.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung im Jahresabschluss zu verbessern, werden die Davon-Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einheitlich im Anhang gemacht.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer und entsprechend den steuerlichen Vorschriften nach der linearen und degressiven Methode abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h., einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (15 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Die kurzfristigen, auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 185
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 171
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 171

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalkosten gebildet.

Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt zum 31. Dezember 2018 TEUR 1.129 (Vorjahr: TEUR 1.019), über einem Jahr TEUR 11.765 (Vorjahr: TEUR 10.343).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen bei einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 205).

Die Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 11.765 (Vorjahr: TEUR 10.059) gegenüber Gesellschaftern.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251, die nicht aus der Bilanz ersichtlich waren:

Gesamtschuldnerische Mithaftung für ein Darlehen eines nahestehenden Unternehmens in Höhe von TEUR 0 (Stand 31. Dezember 2019, Vorjahr: TEUR 200).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind und für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag in Höhe von TEUR 3.738 aus Miet- und Leasingverträgen.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten:

Sonstige betriebliche Aufwendungen TEUR
- aus Forderungsverlusten 29
- aus Einstellungen zu Wertberichtigungen 271

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten.

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 54) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 97) sowie aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 21) enthalten.

6. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Firma BASS Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Niederstetten ist persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin.

Mitglieder der Geschäftsführer der Firma BASS Verwaltungsgesellschaft mbH waren im Berichtsjahr:

Frau Dr. Stefanie Leenen (bis zum 18. Dezember 2019)

Herr Martin Zeller

Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführer entspricht der Organstellung.

Die Geschäftsführer sind jeweils allein vertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angaben der Geschäftsführungsvergütung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 144 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt, davon 82 im gewerblichen Bereich und 62 Angestellte. Daneben werden 15 Auszubildende beschäftigt.

Persönlich haftende Gesellschafterin

Komplementärin der Gesellschaft ist die BASS Verwaltungsgesellschaft mbH, Niederstetten. Das gezeichnete Kapital der Komplementärin beträgt TEUR 25.

Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis 2019 wurde gem. dem Gesellschaftsvertrag den Gesellschafterkonten gutgeschrieben.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gewinnverwendung aufgestellt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Sonstige Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, welche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

 

Niederstetten, den 7. Februar 2020

BASS Verwaltungsgesellschaft mbH

gez. Martin Zeller

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2019
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2019
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 871.785,82 47.570,46 0,00 0,00 919.356,28
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 871.785,82 47.570,46 0,00 0,00 919.356,28
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 12.552.525,86 2.082.771,56 0,00 428.418,00 15.063.715,42
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 708.178,97 48.995,25 0,00 0,00 757.174,22
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 507.000,00 0,00 0,00 -428.418,00 78.582,00
Summe Sachanlagen 13.767.704,83 2.131.766,81 0,00 0,00 15.899.471,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
Summe Finanzanlagen 100.000,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
Summe Anlagevermögen 14.739.490,65 2.179.337,27 0,00 0,00 16.918.827,92
Abschreibungen
kumulierte Abschreibungen 01.01.2019
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2019
Euro
Buchwert 31.12.2019
Euro
Buchwert 31.12.2017
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 802.011,82 51.836,46 0,00 853.848,28 65.508,00 69.774,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 802.011,82 51.836,46 0,00 853.848,28 65.508,00 69.774,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 8.389.322,86 1.672.977,56 0,00 10.062.300,42 5.001.415,00 4.163.203,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 572.103,97 80.705,01 0,00 652.808,98 104.365,24 136.075,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 78.582,00 507.000,00
Summe Sachanlagen 8.961.426,83 1.753.682,57 0,00 10.715.109,40 5.184.362,24 4.806.278,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 100.000,00 0,00 100.000,00 0,00 100.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 100.000,00 0,00 100.000,00 0,00 100.000,00
Summe Anlagevermögen 9.763.438,65 1.905.519,03 0,00 11.668.957,68 5.249.870,24 4.976.052,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.07.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BASS GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Der Prüfungsbericht wird gem. § 321 Abs. 5 HGB unter Berücksichtigung von § 32 WPO wie folgt unterzeichnet.

 

Neckarsulm, den 7. Februar 2020

REVISA Treuhand GmbH
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