Geutebrück International GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alica Shahino-Hoffmann seit 15.1.2025 | Prokura |
Christian Dr. Gutzen seit 15.1.2025 | Prokura |
Tobias Hümmerich seit 15.1.2025 | Prokura |
Christoph Hoffmann seit 6.3.2012 | Geschäftsführer |
Katharina Anna Geutebrück seit 20.12.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Geutebrück GmbHWindhagenJahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Wirtschaftsbericht 1 Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses 1.1 Wirtschaftliches Umfeld Die gesamtwirtschaftliche Lage weltweit war weiterhin durch Krisen und eine hohe Unsicherheit geprägt. Die geopolitischen Einflüsse schlugen sich in einer sehr zögerlichen Investitionstätigkeit bei Unternehmen nieder. Auch öffentliche Investitionen in Videosicherheitstechnik wurden nur verhalten getätigt, da die Bewältigung von verteidigungspolitischen sowie Cyber-Risiken im Fokus standen. Diese Faktoren haben unsere Absatzmärkte massiv negativ beeinflusst. 1.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Zwar haben sich die Beschaffungsmärkte etwas entspannt, so dass sich die Verfügbarkeit und Lieferzeiten verbessert haben, doch ist der Markt durch starken Preisdruck und durch Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Technologisch ist ein kontinuierlicher Trend hin zu Cloud-basierten und hybriden Lösungen, besonders im unteren und teilweise mittleren Marktsegment zu beobachten. Dadurch reduziert sich das "Tagesgeschäft" weiter, was vor allem preisgetrieben entschieden wird. Geutebrück positioniert sich verstärkt im Segment der professionellen Anwender mit höheren Ansprüchen an Sicherheit und Verfügbarkeit, die eine starke Individualisierung fordern. In Projekten mit erhöhter Komplexität kann sich Geutebrück gut behaupten und seine Flexibilität nutzen. 1.3 Umsatzentwicklung Der Umsatz ist im Geschäftsjahr um rund 8,5% gesunken. Im deutschen Markt konnte der Marktanteil durch ein Umsatzwachstum von gut 4% behauptet werden. Auf den übrigen Absatzmärkten mussten dagegen Umsatzverluste verbucht werden. Dies hatte unterschiedliche Ursachen. Neben Herausforderungen im Bereich des Vertriebspersonals wurde vor allem das sonst starke Jahresendgeschäft im vierten Quartal 2023 durch die Ereignisse im Nahen Osten ausgebremst, was massive Auswirkungen auf die geplanten Projektumsätze in MENA, in den USA und in Südostasien zur Folge hatte. Wenngleich das hohe Umsatzniveau von 2022 in der französischen Tochtergesellschaft nicht erneut realisiert werden konnte, konnte dennoch ein positives Gesamtjahresergebnis erzielt werden. Die Geutebrück Eurasia konnte ein ausgeglichenes operatives Ergebnis vorweisen, was die Entscheidung der Umwandlung in eine reine Service- und Vertriebsgesellschaft bestätigt. Die Tochtergesellschaft in South-East-Asia, ebenfalls eine reine Vertriebsgesellschaft, entwickelt sich weiter positiv, sowohl vom Umsatz als auch vom Ergebnis her. Die Tochtergesellschaft in Südafrika dagegen musste personell neu aufgestellt werden und konnte daher das geplante Wachstum nicht realisieren. Die Liquidation des Joint Ventures in Indien wurde plangemäß beschlossen und eingeleitet. 1.4 Beschaffungsmarkt Die Beschaffungsmärkte haben sich im Laufe des Jahres entspannt, so dass Lieferzeit und Verfügbarkeiten gegeben waren. Das hohe Preisniveau ist jedoch weiterhin gegeben, auch Transportkosten sind weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Materialeinkauf unterliegt weiterhin einem zertifizierten und strengen Qualitätssicherungsprozess. Regelmäßig werden national und international Lieferantenbewertungen durchgeführt, hierbei unterliegt die gesamte Wertschöpfungskette einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. 1.5 Investitionen Im Jahr 2023 lag der Fokus darauf, die im Vorjahr getätigten Investitionen in die Neuproduktenwicklung zur Marktreife zu führen. Außerdem wurde die Qualitätssicherung der Softwareprodukte vorangetrieben, um den hohen Erwartungen der Kunden in Bezug auf Stabilität und Verfügbarkeit Rechnung zu tragen. Parallel wurde in inkrementelle Verbesserungen, kleinere, Kundenprojekt-getriebene Entwicklungen sowie in die Modernisierung der Softwareplattformen zur Vorbereitung von Cloud-basierten Lösungen investiert. Die neue Lizenzplattform, die die Lizenzverwaltung bei Kunden flexibilisiert sowie die Basis für neue Abrechnungsmodelle in Form von Abonnements bietet, wurde im Sommer erfolgreich gelauncht. 1.6 Finanzierung Die Tilgung des Restdarlehens wurde zum dritten Quartal 2023 planmäßig abgeschlossen. Es bestehen keine langfristigen Darlehen mehr. Die bestehende Betriebsmittellinie wurde zum Ende des Jahres erneut teilweise in Anspruch genommen. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 1.7 Personal- und Sozialbereich Die Fluktuationsrate hat sich stabilisiert. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2023 - bei einer Reihe von Zu- und Abgängen - betrug 138 Beschäftigte. Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, bedingt vor allem durch Lohnsteigerungen auf marktüblichem Niveau. Im Recruiting ist im Vergleich zu den Vorjahren eine leichte Entspannung des Arbeitsmarktes wahrzunehmen. 1.8 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 1.8.1 Stärken und Schwächen des Unternehmens Die Qualität der Bestandsprodukte wurde über das Jahr hinweg weiter kontinuierlich optimiert. Die Migration der Bestandsprodukte in die zukunftsfähige Architektur wurde fortgeführt. Die Bestandsprodukte G-Core und G-SIM wurden weiter inkrementell verbessert und modernisiert und sind mit heutigem Stand weiter funktional führend im Wettbewerb, besonders im Hinblick auf Flexibilität, Perfomance, Latenzvermeidung und Verfügbarkeit. Die Vertriebsstruktur wurde weiter optimiert, zum letzten Quartal hin wurden einige Personalentscheidungen umgesetzt, um die Performance mittelfristig deutlich zu steigern. Der Vertrieb in den europäischen Märkten wurde ausgebaut. Im Inland ist die Vertriebsstruktur sehr stabil. Vor allem die hohe Bindung von Bestandskunden sorgt für regelmäßig wiederkehrende Umsätze. 1.8.2 Interne Organisation und Entscheidungsfindung Das Anfang 2020 etablierte Management-Board wurde angepasst und um eine Person reduziert, so dass der Aufwand für administrative Aufgaben reduziert wurde. Entscheidungen werden zunehmend datengetrieben getroffen. Das zum Ende des Jahres 2021 eingeführte Zielmanagementsystem hat sich fortwährend bewährt, um die strategischen Ziele des Unternehmens über eine quartalsweise Planung intensiver zu fokussieren. Die Verlagerung von Produktion und Logistik zum Ende des Jahres 2022 in kleinere, extern angemietete Räume ist erfolgreich umgesetzt. Die räumliche Nähe der Mitarbeitenden untereinander hat zu spürbaren Synergieeffekten geführt. 1.8.3 Steuerungssystem Das Unternehmen wird weiterhin durch ein System von Forecasts und Monats- und Quartalsberichten sowie mittels KPIs gesteuert. Einmal im Jahr werden für das Folgejahr Umsatz-, Kosten, Investitions- und Maßnahmen-Planungen auf Ebene der Bereichs- und Teamleiter erstellt, die im monatlichen bzw. quartalsweisen Abgleich die Entwicklung kleinteilig erkennen lassen. Gleichzeitig ermöglicht ein "offener Forecast" sofort Änderungen im Geschäftsgeschehen, wie z. B. Projektverschiebungen, um diese in die Planzahlen einfließen zu lassen. Dadurch wird die Planung kontinuierlich an neueste Informationen angepasst und kurzfristige Eingriffe für Korrekturen durch die Führungskräfte ermöglicht. 2 Darstellung der Lage 2.1 Vermögenslage Die Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt die folgende Übersicht: Aktiva
Das Niveau der Lagerbestände konnte aufgrund der Entspannung auf den Beschaffungsmärkten wieder auf ein normales Maß reduziert werden. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren zu jeder Zeit sichergestellt. Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr durch das negative Jahresergebnis deutlich gesunken, dennoch ist die Eigenkapitalquote sehr hoch und leicht gestiegen. Die finanzielle Lage der Gesellschaft ist als stabil einzustufen. 2.2 Finanzlage Die Kapitalflussrechnung zeigt folgendes Bild:
2.3 Ertragslage Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage im Vorjahresvergleich:
Aufgrund des Umsatzrückgangs bei einer um 0,2 Prozentpunkte niedrigeren Rohertragsquote ist der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr von 14.637 TEUR auf 12.935 TEUR gesunken. Entgegen der Prognose konnten die Umsatzziele nicht erreicht werden. Das operative Ergebnis vor Wertberichtigungen und Abschreibungen beträgt -768 TEUR. Es wird ein negatives Betriebs- und Beteiligungsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von -2.328 TEUR ausgewiesen. Das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2023 beträgt -2.241 TEUR. Die Bilanz zeigt zum Stichtag 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von 8.903 TEUR. II. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Chancen- und Risikobericht) 1 Allgemeine Risiken Wesentliche wirtschaftliche, rechtliche oder gar bestandsgefährdende Risiken sind für die Gesellschaft nicht erkennbar. Allerdings ist die geopolitische Lage weiterhin von vielen Unsicherheiten geprägt, die sich vor allem auf die Märkte außerhalb Europas auswirken. 2 Spezielle Risiken 2.1 Zinsrisiko Da sich die zinspflichtige Fremdfinanzierung auf eine Betriebsmittellinie mit einer Verzinsung im mittleren, einstelligen Prozentbereich beschränkt, besteht kein Zinsrisiko. Ein weiterer Anstieg der Zentralbank-Zinsen ist nicht zu erwarten. 2.2 Liquiditätsrisiko Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft ist weiterhin gesichert. Die getätigten Investitionen konnten durch das laufende Geschäft sowie die vorübergehende Inanspruchnahme einer Betriebsmittellinie getragen werden. Zu den in unserem Unternehmen bestehenden Finanzierungsinstrumenten zählen im Wesentlichen die Forderungen, die erwähnten Bankverbindlichkeiten sowie die bestehenden Guthaben bei Kreditinstituten. Forderungsausfälle traten bisher nur in unbedeutender Größe auf. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist es, die Gesellschaft gegen finanzielle Risiken jeglicher Art abzusichern. Bei dem Finanzierungsmanagement verfolgt die Gesellschaft, wie in den vergangenen Jahren, eine sehr konservative Risikopolitik. Vorhandene Geldüberschüsse werden zur Rückführung von kurzfristigen Verbindlichkeiten wie Betriebsmittellinien genutzt, jegliche spekulative Geldanlage wird seitens der Geschäftsführung streng vermieden. Aufträge in US-Dollar werden zum Teil abgesichert. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, welcher permanent an die aktuellen Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. 2.3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zur Absicherung des Währungskursrisikos bei Transaktionen in US-Dollar werden regelmäßig gegenläufige Sicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften abgeschlossen, außerdem werden mittlerweile in einigen Märkten, vor allem in die USA, Rechnungen direkt in US-Dollar gestellt, um das Währungsrisiko auf Einkaufsseite zu neutralisieren. Hier ist insofern ein generelles Risiko vorhanden, dass der US-Dollar-Kurs die Einkaufspreise belastet, ohne Umsätze in gleichem Maße in US-Dollar zu erzielen. Andererseits ist dies ein Risiko, das alle Marktteilnehmer gleichermaßen trifft, da die wichtigsten Komponenten für Videosicherheitstechnik im nordamerikanischen und asiatischen Raum gefertigt und in US-Dollar fakturiert werden. Ziel der Gesellschaft ist es, das Währungskursrisiko zu minimieren. Ein spekulativer Einsatz von Finanzderivaten erfolgt nicht. 2.4. Die Ukraine-Krise Der Krieg in der Ukraine stellt aktuell kein zusätzliches Risiko für das Unternehmen dar. 2.5. Naher Osten (Gaza) Der Überfall der Hamas auf Dörfer im israelischen Grenzstreifen am 7. Oktober 2023 und der anschließende Einmarsch israelischer Truppen im Gaza-Streifen stellt eine zusätzliche, geopolitische Unsicherheit dar, deren Auswirkungen schwer absehbar sind. Da das Unternehmen in den genannten Regionen vertrieblich nicht aktiv ist, sind keine unmittelbaren Effekte zu erwarten. Dennoch kann eine Verschiebung von Investitions-Prioritäten besonders öffentlicher Auftraggeber, vor allem in arabisch-geprägten Märkten entsprechende Auswirkungen haben. Wir beobachten daher die Lage vor allem in der Region MENA sehr genau und werden entsprechend reagieren, sobald sich hier konkrete Effekte abzeichnen. 3. Chancen- und Prognosebericht Die Produktstrategie ist insgesamt unverändert, neben einer kontinuierlichen, inkrementellen Weiterentwicklung der sehr erfolgreichen Produktpaletten G-Core und G-SIM wurde die Migrationsstrategie dieser Produkte in die neue strategische Architektur vorangetrieben. Die agile Transition der Entwicklungsabteilung ist abgeschlossen und wurde in einen Prozess der kontinuierlichen Verbesserung überführt. Die Resilienz in Bezug auf IT-Sicherheitsrisiken wurde weiter kontinuierlich optimiert. Trotz verbesserter "Software-Only" System-Angebote präferieren weiterhin viele Kunden den Kauf der passenden Hardware auch bei Geutebrück, da so die Funktionsfähigkeit und die Verantwortung für After-Sales-Fragen gewährleistet sind. Die Nachfrage nach Software-Maintenance-Agreements (SMA) und begleitender Dienstleistungen steigt weiter, allerdings derzeit weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die Einführung eines Abo-Modells für das SMA-Angebot wurde verschoben und wird im Mai 2024 erfolgen. Durch den wachsenden, direkten Kontakt zum Endkunden konnten weiter internationale Key-Accounts gesichert werden, über die Nachfrage in verschiedensten Vertriebsregionen generiert wird. Die Umsatzsituation im ersten Quartal 2024 entwickelte sich leicht unter Plan, allerdings mit einer Rohertragsquote über Plan, wodurch das Planergebnis nahezu erreicht wurde. Die gestiegene Rohertragsquote ist vor allem durch deutliche Steigerungen im Servicegeschäft bedingt. Eine Herausforderung bleibt die Entwicklung im Vertrieb Westeuropa. Die Kosten sind im Vergleich zum Vorjahresquartal planmäßig leicht gestiegen. Die Märkte in Übersee sind schwierig. In Middle East wurde ein Personalwechsel im Vertrieb vorgenommen, so dass nun ein Mitarbeiter in Saudi-Arabien die Kunden direkt vor Ort betreut. Während der Einarbeitungsphase wird mit reduzierten Umsätzen gerechnet, die sich im zweiten Halbjahr stabilisieren sollten. Der US-Amerikanische Markt bleibt schwierig, auch da sich unser Partner vor Ort weiterhin schwer tut mit der direkten Ansprache von Endkunden. Auch die Kunden in Australien und Neuseeland sind aktuell zögerlich mit Projektabschlüssen, zumal unser Partner vor Ort mit krankheitsbedingten Personalengpässen kämpft. Insgesamt wurden viele Korrekturen in Vertriebsstruktur, - personal, -fokus und -controlling vorgenommen, die sich positiv auf die Umsatzentwicklung auswirken. III. Forschung und Entwicklung Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 knapp 2,8 Mio. EUR in die Weiterentwicklung von Geutebrück Produkten investiert. Die Produktivität der internen Entwicklungsressourcen wurde durch die agile Transition optimiert. Die Migration der Bestandssysteme in die neue strategischen Produktplattform wurde vorangetrieben, weitere Module auf Basis der neuen Architektur wurden realisiert. Sie integrieren sich nahtlos in die Bestandsprodukte. Die Implementierung der neuen Lizenzmanagement-Plattform zur vereinfachten, automatisierten Auslieferung von Software-Lizenzen wurde abgeschlossen. Damit ist die Basis für die Einführung von Abo-Modellen für Software-Maintenance-Programme sowie für Videomanagement-Software geschaffen. Erste Abonnements für SMA wurden bereits verkauft, die offizielle Markteinführung erfolgt im Mai 2024.
Windhagen, im Mai 2024 Die Geschäftsführung BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Geutebrück GmbH, WindhagenAllgemeine Angaben Die Geutebrück GmbH hat ihren Sitz in Windhagen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter HRB 14475 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens für die Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bis fünf Jahre zugrunde gelegt. Selbst erstellte aktivierte immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten aktiviert. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs-, Material- und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Die Nutzungsdauer der Sachanlagen beläuft sich auf drei bis zehn Jahre, für Gebäude auf 25 Jahre. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Auf die Gegenstände des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Erhaltene Anzahlungen werden offen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden mit dem Nennbetrag bilanziert. Latente Steuern Auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt kein Ansatz von aktiven latenten Steuern. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese insoweit verrechnet dargestellt. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie der gewerbesteuerlichen Hebesätze. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen wurden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Für die Abzinsung wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen Merktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Übrige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Erläuterungen der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel der Geutebrück GmbH dargestellt, der als Anlage zum Anhang aufgeführt wird. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 451 TEUR (Vorjahr: 467 TEUR) besteht aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 357 TEUR (Vorjahr: 448 TEUR). 3. Eigenkapital Im Bilanzgewinn enthalten ist ein Verlustvortrag in Höhe von 855.389,91 EUR (Vorjahr: 1.073.976,65 EUR). Aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögenswerte ergibt sich nach Abzug der passiven latenten Steuern ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von 1.162 TEUR. Aus dem Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB ergibt sich ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von 26 TEUR. 4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt im Berichtsjahr 1.786 TEUR (Vorjahr: 1.805 TEUR). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %), einem Rententrend von 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) sowie einer Fluktuation von 0,0 % pro Jahr. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 2018). 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 430 TEUR (Vorjahr: 988 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 72 TEUR (Vorjahr: 52 TEUR) und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 15 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung in Höhe von 130 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) abgesichert. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr setzt sich zusammen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 311 TEUR (Vorjahr: 988 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 72 TEUR (Vorjahr: 52 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 15 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR) und übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.198 TEUR (Vorjahr: 2.008 TEUR). Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bis zu fünf Jahren setzt sich zusammen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 119 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung Angabe gemäß § 277 Abs. 5 HGB Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 2 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR) aus der Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung. Die Materialaufwendungen enthalten 4 TEUR (Vorjahr: 140 TEUR) aus der Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten 33 TEUR aus der Aufzinsung von Rückstellungen (Vorjahr: 36 TEUR). Sonstige Angaben 1. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Katharina Geutebrück Christoph Hoffmann Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet. 2. Arbeitnehmer Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 138 Angestellte beschäftigt. 3. Anteilsbesitz Zum 31. Dezember 2023 war die Gesellschaft an den folgenden Unternehmen gemäß § 271 Abs. 1 HGB beteiligt:
4. Haftungsverhältnisse Die Geutebrück GmbH geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die Geutebrück GmbH derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die Geutebrück GmbH schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein. 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag betragen die Risiken aus außerbilanziellen Geschäften und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
Windhagen, den 4. Juni 2024 Geutebrück GmbH gez. Katharina Geutebrück gez. Christoph Hoffmann Geschäftsführer Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde am 24. Juni 2024 festgestellt.
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Geutebrück GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Geutebrück GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Geutebrück GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Oldenburg, den 4. Juni 2024 Treuhand
Weser-Ems GmbH
Witte, Wirtschaftsprüfer Mader, Wirtschaftsprüfer |
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