Energieerzeugung Haag GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Monika Roither seit 15.4.2024 | Prokura |
Silvana Gottwald seit 24.8.2023 | Prokura |
Johann Brand seit 19.8.2021 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Haager Beteiligungs-AGHaag i.OBJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023Registergericht: Traunstein Registernummer: HRB 43 Aktiva
Passiva
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Allgemeine Angaben Die Haager Beteiligungs-AG mit Sitz in Haag i. OB ist im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter der Nummer HRB 43 eingetragen. II. Gliederung des Jahresabschlusses Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist unverändert nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und nach den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine Kleinstkapitalgesellschaft i. S. d. § 267a HGB. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 1 i. V. m. § 267a Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. Die Gliederung der Bilanz erfolgte in Anwendung der Vorschriften des § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB zur Anwendung. Außerdem werden die §§ 150 bis 158 AktG beachtet. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung des Jahresabschlusses zu erhöhen, wird entsprechend dem Holdingcharakter der Gesellschaft vom Gliederungsschema des § 275 Abs. 2 HGB abgewichen und die Posten "Erträge aus Gewinnabführungsverträgen" und "Aufwendungen aus Verlustübernahme" den Umsatzerlösen vorangestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. III. Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (gem. § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB) Der Jahresabschluss der Haager Beteiligungs-AG, Haag i. OB, wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Im Einzelnen waren dies folgende Methoden: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bewertet. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht nach § 253 Abs. 3 HGB ein niedrigerer Wert anzusetzen ist. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenständen wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden mit den Aktivwerten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten Die liquiden Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Rückstellungen Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte auf Grundlage der in § 253 HGB enthaltenen Bestimmungen und der anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik unter Anwendung der Projected Unit Credit (PUC) Methode. Als Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Pensionen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 veröffentlichten Marktzinssatz abgezinst, der sich für eine Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 %. Es wurden Rentensteigerungen in Höhe von jährlich 2,3 % berücksichtigt, aber keine Fluktuation unterstellt. Der Aufwand aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes ist im Personalaufwand erfasst. Der Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn bzw. sieben Geschäftsjahren wird unter dem Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz" angegeben. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Latente Steuern Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Gesellschaft als Organträgerin, d. h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften bei der Gesellschaft ermittelt. Zum Bilanzstichtag ergeben sich ausschließlich aktivische Steuerlatenzen. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz latenter Steuern in der Bilanz unterbleibt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen. Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres konnten im Wesentlichen übernommen werden, so dass kein Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage genommen wurde. IV. Erläuterungen zur Bilanz Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen vollständig die Kraftwerke Haag GmbH. Im Vorjahr betrafen diese die KWH Netz GmbH in voller Höhe. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Verrechnungskonto sowie der Ergebnisabführung zwischen den Gesellschaften und der Haager Beteiligungs-AG. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten den Aktivwert aus Rückdeckungsversicherungen sowie Vorsteuer aus nach dem Bilanzstichtag erstellten Gutschriften für das Geschäftsjahr, die erst im Folgejahr abziehbar ist. Außerdem besteht noch eine Übernahmeverpflichtung des Verlustes in Höhe von TEUR 371 der KWH Netz GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr bis zum 30. Juni 2023, welcher von der Bayernwerk Netz GmbH an die Haager Beteiligungs-AG in vollem Umfang erstattet wird. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist eingeteilt in 29.970 Namensaktien. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Dezember 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis spätestens 22. Dezember 2026 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um insgesamt TEUR 800 zu erhöhen. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 TEUR 1.499 als Dividende auszuschütten. Aus dem Jahresüberschuss 2023 wurden in Übereinstimmung mit der Satzung TEUR 5.884 (Vorjahr: TEUR 509) in andere Gewinnrücklagen eingestellt. Rückstellungen für Pensionen Der zur Abzinsung der Pensionsrückstellungen zu verwendende durchschnittliche Marktzinssatz ergibt sich seit dem Geschäftsjahr 2016 aus dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (bis einschließlich Geschäftsjahr 2015 aus dem Durchschnitt der letzten sieben Jahre). Der Abzinsungssatz zum 31. Dezember 2023 beträgt 1,83 % bei der Durchschnittsbildung über zehn Jahre. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %) beträgt TEUR 21. Da die frei verfügbaren Gewinnrücklagen mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen, kann der Gewinn aus dem Entlastungsbetrag ausgeschüttet werden. Steuerrückstellungen Für Steuernachzahlungen für die Veranlagungszeiträume 2022 und 2023 wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.584 (Vorjahr: TEUR 228) gebildet. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Mit Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Juni 2023 wurden die verpfändeten Geschäftsanteile an der KWH Netz GmbH freigegeben. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Energieerzeugung Haag GmbH (TEUR 6.312, Vorjahr: TEUR 6.450 und die KWH Service GmbH (TEUR 1.273, Vorjahr: TEUR 1.463 sowie die Kraftwerke Haag GmbH (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 495. Von den sonstigen Verbindlichkeiten resultieren TEUR 470 (Vorjahr: TEUR 2 aus Steuern. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft leistete selbstschuldnerische unbeschränkte Bürgschaften und harte Patronatserklärungen mit engem Sicherungszweck für verbundene Unternehmen sowie für die KWH Netz GmbH (verbundenes Unternehmen bis 30. Juni 2023). Die Gesellschaft geht davon aus, dass keine Inanspruchnahme der ausgewiesenen Haftungsverhältnisse erfolgt, da die verbundenen Unternehmen finanziell in der Lage sind, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. V. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 war in der Gesellschaft kein Mitarbeiter (Vorjahr: 0) beschäftigt. Anteilsbesitz An den folgenden Unternehmen ist die Haager Beteiligungs-AG zum Bilanzstichtag unmittelbar beteiligt:
Konzernabschluss Die Haager Beteiligungs-AG, Haag i. OB, stellt als Mutterunternehmen für das Geschäftsjahr 2023 einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat Vorsitzender
Stellvertretender Vorsitzender
Vorstand Vorsitzender
Die Gesellschaft macht als Kleinstkapitalgesellschaft keine Angaben zu den Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat. ErgebnisverwendungsvorschlagWir schlagen der Hauptversammlung vor, vom Bilanzgewinn des Jahres 2023 in Höhe von EUR 6.247.000,00 einen Teil davon in Höhe von EUR 1.498.500,00 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 50,00 je Namensaktie zu verwenden und den übrigen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.748.500,00 auf neue Rechnung vorzutragen.
Haag i. OB, den 17. April 2024 Haager Beteiligungs-AG Der Vorstand Johann Brand Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 14.05.2024 KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Allgemeine Angaben Die Haager Beteiligungs-AG (Mutterunternehmen) mit Sitz in Haag i. OB ist im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein in der Abteilung B unter der Nummer HRB 43 eingetragen. Die Geschäftsanschrift lautet: Gabelsbergerstraße 25 in 83527 Haag i. OB. Der vorliegende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist unverändert nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) und den Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz entspricht § 298 i. V. m. § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren gemäß § 298 i. V. m. § 275 Abs. 2 HGB Anwendung. Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr. B. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind am Bilanzstichtag neben der Haager Beteiligungs-AG als Mutterunternehmen drei (Vorjahr: vier) Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen, bei denen die Haager Beteiligungs-AG unmittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Dabei handelt es sich um die folgenden Tochterunternehmen:
Mit Wirkung zum 30. Juni 2023 wurden sämtliche Anteile an der bisherigen Tochtergesellschaft, der KWH Netz GmbH, Haag i. OB, veräußert und die Gesellschaft entkonsolidiert. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB ist aus dem Abschnitt "Sonstige Angaben" ersichtlich. C. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschlussstichtag entspricht dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens sowie aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden unter Berücksichtigung der branchenspezifischen Anforderungen nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Darüber hinaus erforderliche Anpassungen an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung wurden vorgenommen. Die Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten sowie Aufwendungen und Erträge der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden vollständig in den Konzernabschluss aufgenommen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte unter Anwendung der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB durch Ansatz der beizulegenden Werte der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Die im Zeitpunkt der erstmaligen Durchführung der Kapitalkonsolidierung entstandenen aktivischen und passivischen Unterschiedsbeträge wurden in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2016 vollständig mit den Konzerngewinnrücklagen verrechnet. Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden aufgerechnet bzw. eliminiert (§ 303 HGB Schuldenkonsolidierung). Konzerninterne Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden gegenseitig verrechnet (§ 305 Abs. 1 HGB Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Außerdem wurden konzerninterne Gewinn- und Verlustübernahmen des Geschäftsjahres eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind (§ 304 Abs. 2 HGB). D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr grundsätzlich unverändert fortgeführt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bewertet. Der in 2010 erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde in 2022 vollständig planmäßig abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung aufgrund der Dauer der zugrunde liegenden Konzessionsverträge belief sich auf 12 Jahre. Die Sachanlagen sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der linearen Abschreibungsmethode. Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht nach § 253 Abs. 3 HGB ein niedrigerer Wert anzusetzen ist. Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Die Veränderung der unfertigen Leistungen zum Bilanzstichtag wird über den Materialaufwand gebucht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, soweit diese nicht um notwendige Wertberichtigungen zu kürzen waren, mit den Nennwerten bzw. Anschaffungskosten aktiviert. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden mit den Aktivwerten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Sonderposten für Ertrags- und Baukostenzuschüsse Erfasst wurden Baukostenzuschüsse der Jahre 2003 bis 2009 sowie der Jahre ab 2013. Die ertragswirksame Auflösung des Sonderpostens erfolgte korrespondierend zu den jährlichen Abschreibungen der entsprechenden Anlagegüter. Aufgrund der Entkonsolidierung der KWH Netz GmbH im Geschäftsjahr 2023 erfolgte der vollständige Abgang. Rückstellungen Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte auf Grundlage der in § 253 HGB enthaltenen Bestimmungen und der anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik unter Anwendung der Projected Unit Credit (PUC) Methode. Als Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2022 veröffentlichten Marktzinssatz abgezinst, der sich für eine Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83 %. Es wurden Rentensteigerungen in Höhe von jährlich 2,3 % berücksichtigt, aber keine Fluktuation unterstellt. Der Aufwand aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes ist im Personalaufwand erfasst. Der Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn bzw. sieben Geschäftsjahren wird unter dem Abschnitt "Erläuterungen zur Konzernbilanz" angegeben. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden im Vorjahr Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Latente Steuern Latente Steuern werden grundsätzlich auf temporäre Unterschiede zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen gebildet. Für ihre Bewertung werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Auflösung der zeitlichen Differenzen voraussichtlich gelten werden. Zum Bilanzstichtag ergeben sich ausschließlich aktivische Steuerlatenzen. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen. Das Aktivierungswahlrecht für latente Steuern nach § 274 HGB und DRS 18 wird nicht in Anspruch genommen. Bewertungseinheiten Schwebende Energieverträge (Einkauf und Verkauf) werden auf Basis der Regelungen des IDW RS ÖFA 3 als Bewertungseinheiten bilanziert, da die einbezogenen Geschäfte sowohl in sachlicher als auch in zeitlicher Hinsicht gleichartigen Risiken ausgesetzt sind und damit ein Ausgleich der Risiken (Sicherungswirkung) erzielt wird. Die Bewertung erfolgt auf der Basis einer Deckungsbeitragsrechnung im Rahmen des Risikomanagements. Aufgrund des insgesamt positiven Deckungsbeitrags ist zum Bilanzstichtag keine Bildung einer Drohverlustrückstellung notwendig. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Konzernanlagenspiegel auf der letzten Seite des Konzernanhangs dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten mit TEUR 1.826 (Vorjahr: TEUR 1.980) den Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen für Pensionsverpflichtungen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital entspricht dem Grundkapital des Mutterunternehmens und ist eingeteilt in 29.970 Namensaktien. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Dezember 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis spätestens 22. Dezember 2026 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um insgesamt TEUR 800 zu erhöhen. Die Gewinnrücklagen umfassen die gesetzliche Rücklage in Höhe von TEUR 160 (Vorjahr: TEUR 160) sowie andere Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 11.996 (Vorjahr: TEUR 6.112). Aus dem Bilanzgewinn des Mutterunternehmens wurden in Übereinstimmung mit der Satzung TEUR 5.884 (Vorjahr: TEUR 509) in andere Gewinnrücklagen eingestellt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der zur Abzinsung der Pensionsrückstellungen zu verwendende durchschnittliche Marktzinssatz ergibt sich seit dem Geschäftsjahr 2016 aus dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (bis einschließlich Geschäftsjahr 2015 aus dem Durchschnitt der letzten sieben Jahre). Der Abzinsungssatz zum 31. Dezember 2023 beträgt 1,83 % bei der Durchschnittsbildung über zehn Jahre. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %) beträgt TEUR 40. Steuerrückstellungen Für Steuernachzahlungen für das Geschäftsjahr und Vorjahr sind Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.584 (Vorjahr: TEUR 228) gebildet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen energierechtliche Aufwendungen (TEUR 1.275, Vorjahr: TEUR 299), Aufwendungen für die Regulierung und Netzbewirtschaftung (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 854), Personalrückstellungen (TEUR 31, Vorjahr: TEUR 114) sowie Kosten für den Jahresabschluss und für Beratung (TEUR 232, Vorjahr: TEUR 293). Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 13.335 (Vorjahr: TEUR 16.553) aus Abnahmeverträgen, von denen TEUR 3.383 im nächsten Jahr zur Zahlung fällig werden. F. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt und betreffen hauptsächlich Erstattungen aus der Weitergabe des aufgenommenen Stroms von Einspeisern in Höhe von TEUR 10.514 (Vorjahr: TEUR 17.793) sowie Erlöse aus der Energieversorgung in Höhe von TEUR 27.797 (Vorjahr: TEUR 39.978). Die Stromsteuer in Höhe von TEUR 1.155 (Vorjahr: TEUR 1.325) wird offen von den Umsatzerlösen abgesetzt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieben Erträge beinhalten u.a. Erträge aus der Entkonsolidierung in Höhe von TEUR 7.627 (Vojahr: TEUR 0), aus Versicherungsentschädigungen TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 35) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 56). Materialaufwand Im Materialaufwand sind Aufwendungen für Einspeiser in Höhe von TEUR 10.565 (Vorjahr: TEUR 18.196) enthalten. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 288 (Vorjahr: TEUR 342) enthalten, die sich aus dem Dienstzeitaufwand und dem Zinseffekt aus der Veränderung des Rechnungszinses bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 334 ergeben. Die sozialen Abgaben betragen TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 489). Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Haager Beteiligungs-AG ist als Organträgerin auch Steuerschuldnerin für die durch Ergebnisabführungsverträge mit ihr verbundenen Unternehmen. Tatsächliche Steuern, die die Organträgerin schuldet, werden nicht an die Organgesellschaften weiterbelastet. G. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Der Konzern beschäftigte durchschnittlich 24 Mitarbeiter (Vorjahr: 45). Davon sind 18 Gehaltsempfänger und 6 Lohnempfänger. Anteilsbesitz An den folgenden Unternehmen ist die Haager Beteiligungs-AG zum Bilanzstichtag unmittelbar beteiligt:
Die Gesellschaft war bis zum 30. Juni 2023 an der KWH Netz GmbH beteiligt. Das Eigenkapital zum 30. Juni 2023 hat TEUR 15.913 und das Ergebnis vor Ergebnisabführung TEUR -371 betragen. Konzernabschluss Die Haager Beteiligungs-AG, Haag i. OB, stellt als Mutterunternehmen für das Geschäftsjahr 2023 einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Abschlussprüferhonorar Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden von unserem Abschlussprüfer folgende Honorare berechnet:
Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen umfassen Prüfungen nach energierechtlichen Vorschriften. Organe des Mutterunternehmens Aufsichtsrat
Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 108. Vorstand
Die Gesellschaft macht gemäß § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben zu den Bezügen des Vorstandes. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensWir schlagen der Hauptversammlung vor, vom Bilanzgewinn des Jahres 2023 in Höhe von EUR 6.247.000,00 einen Teil davon in Höhe von EUR 1.498.500,00 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 50,00 je Namensaktie zu verwenden und den übrigen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.748.500,00 auf neue Rechnung vorzutragen.
Haag i. OB, den 18. April 2024 Haager Beteiligungs-AG Johann Brand Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am 14.05.2023 ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen und Geschäftsmodell der HABAG-Gruppe 1. Grundlagen und Geschäftsmodell Die HABAG-Gruppe umfasst am Standort Haag i. OB drei nationale Gesellschaften, die unter der einheitlichen Leitung der Holding-Gesellschaft Haager Beteiligungs-AG stehen. Die drei 100 %-Beteiligungen sind in der Energiewirtschaftsbranche tätig. Es handelt sich dabei um folgende Unternehmen:
Mit notariellem Kaufvertrag vom 28.03.2023 und Vollzugstag 30.06.2023 wurde die bis dahin 100%ige Beteiligung an der KWH Netz GmbH (Verteilnetzbetreiber) veräußert. Damit ist bei der KWH Netz GmbH nur das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023 zu berücksichtigen. Die Entkonsolidierung erfolgte zum 30.06.2023. Ein weiteres Geschäftsfeld des Konzerns bildet die Vermietung und Verwaltung der im Eigentum befindlichen Gewerbe- und Wohnimmobilien. 2. Forschung und Entwicklung Auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung ist die HABAG-Gruppe nicht tätig. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Euro-Raum und insbesondere in Deutschland hat sich durch die Ukrainekrise, die Energiewende, die politische Lage, die Zinsentwicklung in Verbindung mit einer hohen Inflation und einer hohen Bürokratie, die Lage als auch die Aussichten für die Wirtschaft sehr deutlich eingetrübt. Mit staatlichen Stützungsmaßnahmen und evtl. sinkenden Leitzinsen und einer möglichen wirtschaftlichen Erholung im zweiten Halbjahr 2024 soll die deutsche Wirtschaft dennoch minimal wachsen. Positiv für den privaten Konsum sollte sich der sehr robuste Arbeitsmarkt auswirken. Preisbereinigt wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %. 1 Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. 2 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Leitbild der deutschen Energiepolitik ist eine versorgungssichere, preisgünstige und umweltverträgliche Energieversorgung. Die Transformation hin zu einer dekarbonisierten und digitalen Wirtschaft wird die gesamte Branche tiefgreifend verändern. Sie erfordert einen starken Ausbau der Stromnetze. Darüber hinaus werden als Folge der "Energiewende" und der Forcierung der E-Mobilität hohe Anforderungen an den Betrieb und die Systemstabilität der Netze gestellt. Unter anderem hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Jahr 2023 eine PV- und Windenergie-Strategie verabschiedet. Um die Verbraucher vor zu hohen Strompreisen zu schützen, hat der Gesetzgeber im Dezember 2022 eine sogenannte Strompreisbremse eingeführt. Diese ist Ende des Jahres 2023 ausgelaufen. Die Umsetzung der Strompreisbremse war für die Energieversorger eine gewaltige Herausforderung. Eine äußerst stringente behördliche Regulierung der Netze mit dem Ziel möglichst niedriger Netzentgelte einerseits und der Gewährleistung eines hohen Versorgungsstandards bei steigenden Investitionen und Betriebsaufwendungen andererseits, bilden ein schwieriges Spannungsfeld für die Netzbetreiber. Durch ein EuGH-Urteil soll zudem die Unabhängigkeit der Bundesnetzagentur (BNetzA) gestärkt werden.
1 https://www.destatis.de
Im Mai 2023 ist das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) in Kraft getreten. Dabei soll der Rollout intelligenter Messsysteme beschleunigt werden. Das Niveau der börsenbestimmten Strompreise hat sich im Laufe des Jahres 2023 rückläufig, aber auf ein immer noch hohes Level eingependelt. Durch den nochmals erheblichen Zubau von erneuerbaren Energieanlagen werden die Schwankungen an der Strombörse zunehmen. Steueranteile und die Kosten der Energiewende, die im Wesentlichen über Umlagen, Abgaben und erhöhte Netznutzungsentgelte als Bestandteil der Strompreise sozialisiert werden, machen den Großteil des Letztverbraucherstrompreises aus. Die Endkundenpreise für Strom sind nach den Höchstständen am Jahresanfang im Laufe des Jahres 2023 stetig gesunken. Durch die hohen Energiepreise, die schwache Konjunktur und die vermehrte Stromerzeugung für den Eigenverbrauch, hat der Primärenergieverbrauch ein Rekordtief erreicht. Im Bereich der Photovoltaik erfolgte deutschlandweit ein Rekordzubau. Durch die Zunahme der Wettbewerbsintensität im Vertriebsgeschäft und die Regulierung der Stromnetze steigt der Druck auf die Rohertragsmargen und damit der wirtschaftliche Druck auf die Energieversorger. Mit der Digitalisierung und mit den grundlegenden Umbrüchen in der Energiewirtschaft stehen neue, erhebliche Aufgaben bevor, die aufgrund gesetzlicher Vorgaben eine große wirtschaftliche Herausforderung darstellen. Positiv für den Stromverbrauch dürfte sich die E-Mobilität und der Zuwachs von Wärmepumpen auswirken. 3. Geschäftsverlauf Im Berichtsjahr wurde eine Gesamtleistung (inklusive sonstiger betrieblicher Erträge) - über den Erwartungen - in Höhe von 48.870 T€ (Vj. 60.557 T€) erwirtschaftet, wovon ein Anteil in Höhe von 40.466 T€ (Vj. 59.865 T€) auf die Umsatzerlöse entfällt. Das Rohergebnis beläuft sich auf 19.369 T€ (Vj. 10.100 T€). Der Anstieg ist u.a. in erhöhten Rohmargen im Stromvertrieb und den Erträgen aus der Entkonsolidierung begründet. Nach Abzug von betrieblichen Aufwendungen ergibt sich ein EBIT in Höhe von 13.327 T€ (Vj. 1.817 T€). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt 13.539 T€ (Vj. 1.533 T€). Vor diesem Hintergrund konnte ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 11.765 T€ (Vj. 1.018 T€) erzielt werden. Die bereinigte Umsatzrendite (ohne Verkaufserlös der KWH Netz GmbH) liegt bei 9,3% (Vj. 1,7%). Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, vom Bilanzgewinn des Jahres 2023 in Höhe von 6.247.000,00 € einen Teil davon in Höhe von 1.498.500,00 € zur Ausschüttung einer Dividende von 50,00 € je Namensaktie zu verwenden und den übrigen Bilanzgewinn in Höhe von 4.748.500,00 € auf neue Rechnung vorzutragen. Die Konzernbilanzsumme wird mit 36.363 T€ (Vj. 49.069 T€) ausgewiesen. Dies entspricht einer Minderung von ca. 26 % gegenüber dem Vorjahr. Der Geschäftsverlauf der Holdinggesellschaft ergibt sich aus den abgeführten Ergebnissen der Tochtergesellschaften. Die Geschäftsverläufe der vier vollkonsolidierten Tochtergesellschaften sind nachstehend dargestellt: Kraftwerke Haag GmbH Der Stromabsatz war moderat um 12 % rückläufig. Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf Verluste im Bereich Industriekunden und einen angepassten Energiebedarf der Konsumenten. Im Bereich der Direktvermarktung ist durch die deutlich rückläufigen Strompreise ein starker Umsatzrückgang um 12.656 T€ auf ein Niveau von vor der Ukrainekrise zu verzeichnen. Dementsprechend fielen die Umsatzerlöse deutlich um 27 % auf 27.452 T€ (Vj. 37.853 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen überwiegend aufgrund geringerer Erträge aus Forderungsbewertungen zurück auf 58 T€ (Vj. 79 T€). Der Materialaufwand ist mit 20.188 T€ um 13.349 T€ gesunken, vor allem wegen des niedrigeren Aufwands für die Direktvermarktung. Somit stieg das Rohergebnis sehr deutlich um 2.927 T€ auf 7.322 T€ (Vj. 4.395 T€). Während sich die Abschreibungen rückläufig entwickelten (16 T€, Vj. 110 T€), stiegen jeweils die Personalaufwendungen auf 325 T€ (Vj. 66 T€) sowie auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 1.111 T€ (Vj. 1.041 T€). Im Ergebnis konnte somit ein Jahresergebnis in Höhe von 5.899 T€ (Vj. 3.170 T€) der HABAG-Gruppe zugeführt werden. KWH Netz GmbH Die Geschäftstätigkeit der Netzgesellschaft war im Rumpfgeschäftsjahr 2023 erneut durch verstärkte Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen im Stromnetz geprägt. Mit Vollzugstag 30.6.2023 wurden sämtliche Geschäftsanteile an die Bayernwerk Netz GmbH veräußert und mit entsprechendem Abschluss des Rumpfgeschäftsjahres zum 30.6.2023 letztmalig der Ergebnisabführungsvertrag durchgeführt. Es wurde ein Verlust in Höhe von 371 T€ (Vorjahr: Verlust in Höhe von 1.931 T€) übernommen. Aus der Veräußerung und Entkonsolidierung ergab sich hingegen ein einmaliger Gewinn in Höhe von 7.627 T€ (unter Verrechnung des übernommenen Verlustes). Energieerzeugung Haag GmbH Die Stromerzeugungszahlen stellten sich gegenüber dem Vorjahr um 40 % deutlich positiv dar. Die Gesamtstromerzeugung lag bei 2.175 MWh (Vj. 1.554 MWh). Davon entfielen auf die Wasserkraft 2.149 MWh (Vj. 1.541 MWh). Die gestiegene Stromerzeugung konnte jedoch die gesunkenen Strompreise für die Direktvermarktung des Wasserkraftstroms nicht kompensieren, so dass die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum leicht von 372 T€ im Vorjahr auf 357 T€ sanken. Zudem wirkten sich höhere Unterhaltsaufwendungen negativ auf das Ergebnis aus. Im Ergebnis konnte somit ein Jahresergebnis in Höhe von 150 T€ (Vj. 254 T€) der HABAG-Gruppe zugeführt werden. KWH Service GmbH Der Tätigkeitsschwerpunkt der KWH Service GmbH liegt bei Verwaltungsdienstleistungen aller Art innerhalb der Gruppe sowie bei Beratungs- und technischen Dienstleistungen für externe Kunden. Der Anteil der gruppeninternen Umsätze liegt mit 77 % unter dem Vorjahr (100 %). Durch die Erhöhung des externen Umsatzanteils konnte die Gesellschaft einen positiven Ergebnisbeitrag leisten. 4. Lage des Konzerns a) Ertragslage Ein Großteil an den Umsatzerlösen mit 10.514 T€ (Vj. 17.793 T€) sind Erstattungen aus der Weitergabe des aufgenommenen Stroms von Einspeisern, was einem Anteil von 25,9 % (Vj. 29,7 %) der gesamten Umsätze entspricht. Im Bereich der klassischen Energieversorgung durch Stromvertrieb und Netznutzung wurden 27.797 T€ (Vj. 39.978 T€) erzielt. Nicht Liquidität generierende Erträge entstanden im Wesentlichen durch aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 237 T€ (Vj. 420 T€). Im Bereich des Materialaufwands mussten 10.565 T€ (Vj. 18.196 T€) an Stromeinspeisern vergütet werden. Des Weiteren entfielen 11.560 T€ (Vj. 26.302 T€) auf die Strombeschaffung, 5.591 T€ (Vj. 4.000 T€) für die Netznutzung inklusive aller Umlagen und Abgaben sowie 1.773 T€ (Vj. 1.953 T€) auf Fremd-/Unterhaltsleistungen. Von den übrigen insgesamt 6.044 T€ (Vj. 8.282 T€) betrieblichen Aufwendungen betragen 2.604 T€ (Vj. 3.529 T€) Personalaufwendungen, 1.389 T€ (Vj. 2.574 T€) Abschreibungen sowie 2.052 T€ (Vj. 2.180 T€) sonstige betriebliche Aufwendungen. Im Finanzergebnis wird mit 214 T€ (Vj. -283 T€) ein positives Ergebnis ausgewiesen. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 1.737 T€ (Vj. 512 T€) und sonstigen Steuern in Höhe von 36 T€ (Vj. 4 T€) ergab sich schließlich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 11.765 T€ (Vj. 1.018 T€). b) Finanzlage Das Finanzmanagement der HABAG-Gruppe ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Liquidität war mit den in Anspruch genommenen Finanzinstrumenten und durch die im Firmenverbund geübte Praxis, wonach sich alle Gesellschaften im Rahmen des Cash-Managements gegenseitig Geldmittel zur Verfügung stellen, sichergestellt. Alle Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen (1.650 T€, Vj. 36.486 T€), und damit die langfristig als Betriebsgrundlage im Konzern gebundenen Vermögensgegenstände, macht mit einem Anteil von 4,6 % (Vj. 74,3 %) nur noch einen geringen Teil der Aktiva aus. Der Rückgang ist auf die Veräußerung der KWH Netz GmbH zurückzuführen. Mit der Veräußerung ist Anlagevermögen in Höhe von 35.147 T€ abgegangen. Das Umlaufvermögen beträgt 34.705 T€ (Vj. 12.559 T€). Davon entfallen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18,1 % (6.274 T€). Zum Bilanzstichtag sind Barmittel in Höhe von 28.344 T€ (Vj. 2.212 T€) kurzfristig verfügbar. Die Eigenkapitalquote ist mit 67,0 % (Vj. 28,8 %) gegenüber dem Vorjahr sehr stark gestiegen, was im Wesentlichen auf den deutlichen Anstieg des Konzernjahresüberschusses zurückzuführen ist. Der zwischen dem Eigenkapital und Fremdkapital ausgewiesene Sonderposten für Ertrags- und Baukostenzuschüsse, welcher einen eigenkapitalähnlichen Charakter hat, schlägt durch den Verkauf der KWH Netz GmbH mit 0 T€ (Vj. 4.616 T€) zu Buche und ist vollständig abgegangen. Die Rückstellungen notierten mit 6.824 T€ (Vj. 5.226 T€), davon bestehen 3.478 T€ (Vj. 3.274 T€) für Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten machten mit 5.175 T€ (Vj. 25.125 T€) 14,2 % der Bilanzsumme aus. Davon bestanden 0 T€ (Vj. 16.474 T€) für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und 1.951 T€ (Vj. 5.842 T€) für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bemessen sich auf 359 T€ (Vj. 12.831 T€). 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Unternehmenssteuerung werden der Cashflow (Veränderung des Finanzmittelfonds), die Gesamtleistung sowie der Konzernjahresüberschuss herangezogen. Der gesamte Cashflow fiel mit 24.420 T€ deutlich höher aus als im Vorjahr mit 1.421 T€. Es wurde ein deutlich positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 7.684 T€ (Vj. 4.943 T€) erzielt. Die Gesamtleistung hat sich insbesondere aufgrund der Entkonsolidierung der KWH Netz GmbH zum 30.06.2023 auf 48.870 T€ gemindert (Vj. 60.557 T€). Dies entspricht nicht der Prognose des Vorjahres, da von einem Anstieg ausgegangen wurde. Ursächlich ist die Entkonsolidierung und der Rückgang der Strompreise. Der Konzernjahresüberschuss ist im Vergleich zum Vorjahr auf 11.765 T€ (Vj. 1.018 T€) deutlich angestiegen. Dies ist zum auf den Gewinn aus der Veräußerung der KWH Netz GmbH zurückzuführen. Zum anderen ist die Erhöhung auf eine höhere Rohmarge im Stromvertrieb zurückzuführen. Insgesamt entspricht dies den Erwartungen des Vorjahres. Mitarbeiter In der Haager Beteiligungs-AG und deren Tochtergesellschaften waren zum 31.12.2023 zusammen 12 Mitarbeiter (Vj. 44) beschäftigt. Der Rückgang ist auf die Veräußerung der KWH Netz GmbH zurückzuführen. Im Hinblick auf die Herausforderungen im Bereich der Digitalisierung sowie des sich schnell ändernden Markts und der Gesetzgebung kommen auf die Mitarbeiter hohe Anforderungen im Bereich der Fortbildung und Schulung, aber auch der Arbeitsorganisation und grundsätzlichen Neuausrichtung zu. Für den dafür erforderlichen großen Einsatz und die Loyalität gebührt den Mitarbeitern Dank und Anerkennung. III. Chancen- und Risikobericht Insbesondere die bei Berichterstattung vorliegenden Erkenntnisse politischer Risiken aufgrund der Energiewende als auch des andauernden Ukrainekrieges werden als schwer überschaubar eingeschätzt. Die Vertriebstochter Kraftwerke Haag GmbH wird auf unterschiedliche Weise hierdurch beeinflusst. Auf der Beschaffungsseite treffen unsere Tochtergesellschaft die Preissteigerungen insbesondere bei der Kurzfristbeschaffung (Spotmarkt). Auf dem Terminmarkt hingegen zahlt sich die sehr frühzeitige Eindeckung aus. Solange die Vorlieferanten der Beschaffungsplattform PEG, dem Dienstleister der Kraftwerke Haag GmbH, ihren Verpflichtungen nachkommen, verfügt unsere Tochtergesellschaft derzeit über ein attraktives Portfolio. Im Laufe des Jahres 2023 sind die Großhandelspreise bei hoher Volatilität deutlich gesunken. Gründe waren die wieder sicherere Energieversorgung im Markt als auch die gestiegenen erneuerbaren Energien. Durch den immensen Umbau und Ausbau der Stromverteilnetze sowie des Entfalls der Subventionen durch den Staat an die Übertragungsnetzbetreibers steigen die Netzentgelte zum 01.01.2024 sehr stark. Deshalb hat die Kraftwerke Haag GmbH ihre Preise zum 01.04.2024 erhöht. Weitere Risiken für die Kraftwerke Haag GmbH können sich aus rechtsunsicheren Preisanpassungen und damit verbundenen ertragswirksamen Rückforderungen in einzelnen Kundensegmenten ergeben. Ertragschancen eröffnen sich durch die Akquise von Neukunden und aus dem Aufbau neuer Geschäftsfelder. Sowohl Risiken als auch Chancen können sich durch den Verkauf der KWH Netz GmbH ergeben. Durch eine neue Geschäftsleitung, Personalaufbau und dem Ausbau/Umbau der Geschäftsfelder wird diesem Risiko begegnet. Die Ergiebigkeit der Stromerzeugung im Wasserkraftwerk ist in erster Linie witterungsabhängig. Für technische Risiken gelten die genannten Risikovorsorgemaßnahmen in analoger Weise. Personalrisiken betreffen sowohl die Kraftwerke Haag GmbH als auch die KWH Service GmbH. Mit einem differenzierten Personalmanagement wird diesem Risiko gegengesteuert. Weitere Risiken bestehen im Bereich der IT. Durch die Neuausrichtung der IT- Abteilung soll für eine angemessene Sicherheit gesorgt werden. Die finanzwirtschaftlichen Risiken sind als herausfordernd, aber beherrschbar einzustufen. Die Gesellschaft partizipiert an der in der Unternehmensgruppe praktizierten Praxis, wonach sich die Gesellschaften im Rahmen des Cash-Managements gegenseitig Geldmittel zur Verfügung stellen. Darüber hinaus erfolgt die Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten, die überwiegend gegenüber verbundenen Unternehmen anfallen, über entsprechende Verrechnungskonten innerhalb der HABAG-Gruppe. Zur Absicherung einer Kontokorrentkreditlinie der Kraftwerke Haag GmbH wurde eine selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen. Im Übrigen haftet die Haager Beteiligungs-AG im Rahmen der abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge über die darin enthaltene Verlustübernahmeverpflichtung. Die Tochtergesellschaften berichten zudem laufend über etwaige mögliche Risiken. Zum Stichtag ergaben sich keine Hinweise auf bestandsgefährdende Entwicklungen. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen grundsätzlich eine konservative Risikopolitik. Die von der Gesellschaft herangezogenen Finanzinstrumente betrafen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten, darunter auch Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Unsere Gesellschaft praktiziert eine Liquiditätsvorschaurechnung, in die auch die Beteiligungsgesellschaften eingebunden sind und die regelmäßig aktualisiert und fortgeschrieben wird. Preisänderungs-, Ausfall- und / oder Liquiditätsrisiken sind nicht entstanden; dies gilt in gleicher Weise für Zahlungsstromschwankungen. Ein nennenswertes Zins-, Fremdwährungs- und Kreditrisiko bestand nicht. Derivative Finanzinstrumente wurden nicht eingesetzt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. IV. Prognosebericht Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden sich im laufenden Jahr voraussichtlich nicht wesentlich verändert darstellen. Der Stromvertrieb rechnet mit einer leicht rückläufigen Absatzentwicklung. Durch höhere Preise in der Strombeschaffung ist mit einem deutlich rückläufigen Ergebnis zu rechnen. Es können sich aber positive Potentiale durch die Neuausrichtung des Vertriebs ergeben. Bei der Stromerzeugung ist mit einer positiven Ertragsentwicklung zu rechnen. Die Stromerzeugung wird sich weiterhin im Wesentlichen auf die Wasserkraft beschränken, welche wiederum stark witterungsabhängig ist. Wegen außerordentlicher Instandhaltungsmaßnahmen ist von einem negativen Ergebnis auszugehen. Im Servicebereich mit dem Tätigkeitsfeld der allgemeinen Verwaltung ist eine Vollauslastung zu prognostizieren. Ein hoher Bedarf an Verwaltungsdienstleistungen im Firmenverbund und außerhalb bilden die Grundlage für eine wieder positive Geschäftserwartung. Die Vermietung und Verpachtung der Liegenschaften wird wieder einen festen und gleichbleibenden Ertragsanteil darstellen. Je nach Marktlage sind in diesem Bereich Investitionen geplant. Die Gesamtleistung, ausgehend von einem sehr hohen Niveau des Berichtsjahres, wird sich stark rückläufig entwickeln, bei gleichzeitig ansteigenden Kosten. Trotzdem wird für das Jahr 2024 mit einem Jahresüberschuss gerechnet, der sich gegenüber dem Berichtsjahr deutlich vermindern wird, aber weiterhin positiv bleibt. Aufgrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen und politischen Entwicklungen sind Prognosen teilweise schwierig. Allerdings ist festzustellen, dass der Stromverkauf in Verbindung mit einer langfristigen Strombeschaffungsstrategie für eine gewisse Sicherheit sorgt. Durch den stets wachsenden Bedarf bzw. der steigenden Abhängigkeit der Bevölkerung und Wirtschaft an Strom, verstärkt durch die Energiewende und Digitalisierung, sind die wirtschaftlichen Aussichten des Stromvertriebs positiv zu betrachten. Es ist daher davon auszugehen, dass auch die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der HABAG - trotz der oben dargestellten Risiken und der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Lage - nur in geringem Maße beeinflusst wird. Um Wachstum zu generieren, sollen zudem die zur Verfügung stehenden liquiden Mittel überwiegend im Bereich der Energie- und Immobilienwirtschaft investiert werden. Unter Einbeziehung aller Umstände und Abwägung der Chancen und Risiken sollte sich die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der HABAG mittelfristig und langfristig erfolgreich darstellen.
Haag i. OB, 18. April 2024 Der Vorstand Johann Brand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Haager Beteiligungs-AG, Haag i. OB Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Haager Beteiligungs-AG, Haag i. OB, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Haager Beteiligungs-AG, Haag i. OB, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen, aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im Konzernlagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Für den Geschäftsbericht sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verwantwortlich. Der Geschäftsbericht wird uns nach dem Datum des Bestätigungsvermerks voraussichtlich zur Verfügung gestellt werden. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen - so bald verfügbar - zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen würden, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen der Haager Beteiligungs-AG, Haag i. OB, unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, den 19. April 2024 Flick
Gocke Schaumburg GmbH
Schmidt, Wirtschaftsprüfer Dr. Rottke, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023der Haager Beteiligungs-AGLaufende Überwachung der GeschäftsführungIn dem Berichtsjahr 2023 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage der Gesellschaft befasst, die Geschäftsführung des Vorstands laufend überwacht, beratend begleitet und damit seine gesetzlichen und satzungsgemäßen Aufgaben wahrgenommen. Zur Erfüllung seiner Überwachungsaufgaben bedient sich der Aufsichtsrat eines nach seinen Vorgaben gestalteten Berichtssystems. Mündliche und schriftliche Berichterstattung durch den Vorstand in Sitzungen des Aufsichtsrats sowie laufende Informationen über alle relevanten geschäftspolitischen Vorgänge gaben dem Aufsichtsrat detaillierten Einblick in die aktuellen Entwicklungen und Tätigkeit der Gesellschaft. Insbesondere findet eine ausführliche Berichterstattung des Vorstands in den turnusmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats statt, in welchen der Aufsichtsrat mit dem Vorstand Geschäftsentwicklung, Planung und Unternehmensstrategie sowie die Risikolage erörtert. Sofern erforderlich, erstattet der Vorstand dem Aufsichtsrat über die regelmäßigen Berichte hinaus auch zwischen den Sitzungen zu aktuellen Vorfällen oder Vorhaben Bericht. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass der Aufsichtsrat über die Lage der Gesellschaft regelmäßig, zeitnah und umfassend informiert wird und in Entscheidungen von besonderer Bedeutung eingebunden ist. Zu Maßnahmen, die dem Aufsichtsrat nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung vom Vorstand zur Zustimmung vorzulegen sind, werden vom Vorstand vor der entsprechenden Beschlussfassung des Aufsichtsrats die erforderlichen Informationen für die Entscheidungsfindung des Aufsichtsrats zur Verfügung gestellt. Der Aufsichtsrat befasst sich mit solchen Maßnahmen, soweit erforderlich, auch außerhalb von Sitzungen und beschließt darüber. Beschlüsse des Aufsichtsrats werden in Präsenzsitzungen oder, sofern erforderlich, auch zwischen solchen Sitzungen im Rahmen von Telefonkonferenzen oder im Umlaufverfahren gefasst. Sitzungen des AufsichtsratsIn insgesamt acht Sitzungen im Berichtsjahr, die am 14.02.2023, 14.03.2023, 10.05.2023, 24.05.2023, 04.07.2023, 24.08.2023, 10.10.2023, 07.12.2023 stattfanden, hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die laufende Geschäftstätigkeit und alle wichtigen Entscheidungen des Unternehmens beraten. Die Sitzung am 07.12.2023 beinhaltete zudem eine Fortbildung des Aufsichtsrats. Für den Aufsichtsrat war das Schwerpunktthema im Berichtsjahr die Veräußerung der KWH Netz GmbH. JahresabschlussprüfungDer von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer, die Flick Gocke Schaumburg GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bonn, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss mit Lagebericht der Haager Beteiligungs-AG zum 31.12.2023 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen sowie den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht der Haager Beteiligungs-AG zum 31.12.2023 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer berichtete an den Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Alle Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Daraufhin hat auch der Aufsichtsrat die Unterlagen eingehend geprüft und sich dabei insbesondere eingehend mit dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers befasst. Nach Abschluss seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen und festgestellt, dass auch seinerseits keine Einwendungen zu erheben sind. Der vom Vorstand aufgestellte und vom Abschlussprüfer geprüfte Jahresabschluss und Konzernabschluss sowie der Lagebericht und Konzernlagebericht wurden vom Aufsichtsrat gebilligt und der Jahresabschluss damit festgestellt. Abhängigkeitsbericht Der vom Vorstand vorgelegte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde von der Flick Gocke Schaumburg GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bonn, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 AktG versehen, in dem festgestellt wird, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Der Abhängigkeitsbericht als auch der dazugehörige Prüfungsbericht des Abschlussprüfers gingen dem Aufsichtsrat rechtzeitig zu. Wir haben den Bericht geprüft und gebilligt. Gewinnverwendungsvorschlag Der Aufsichtsrat hat auch den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands geprüft und sich dem Vorschlag des Vorstands nach Abschluss seiner eigenen Prüfung angeschlossen. Besetzung von Vorstand und AufsichtsratIm Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr keine personellen Veränderungen. Im Vorstand ist Herr Dr. Ulrich Schwarz am 10. Juli 2023 ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr.
Haag, den 14.05.2024 Klaus Pass, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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