Aquila Capital Management GmbH

Valentinskamp 70, 20355 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 118325
Vorher
Aquila Capital Real Assets Institutional Verwaltungs GmbHAquila Capital Investment Verwaltungsgesellschaft V mbH
Eingetragen
16.5.2011
Branche
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur VerteilungWagniskapital-BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Batterien und Akkumulatoren
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung und Projektierung (Projektentwicklung) von Unternehmungen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien und Energiespeicherung etwa in Form von Batterieenergiespeichersystemen (insbesondere dem Bereich Photovoltaik und der Windenergie).

Historie

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Management

NameRolle
Bernhard Bußmann
seit 7.10.2019
Geschäftsführer
Karsten Nebe
seit 7.10.2019
Geschäftsführer
Thomas Preuß
seit 7.10.2019
Prokura
Marc-Aurel Kaiser
seit 7.10.2019
Geschäftsführer
Antje Hultsch
seit 7.10.2019
Prokura
Christian Harry Ohl
seit 7.3.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Aquila Clean Energy GmbH
Germany
26.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Aquila Capital Management GmbH (vormals: Aquila Capital Investment Verwaltungsgesellschaft V mbH)

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Dieser Bericht richtet sich - unbeschadet eines etwaigen gesetzlichen begründeten Rechts Dritter zum Empfang oder zur Einsichtnahme - ausschließlich an Organe des Unternehmens. Soweit nicht im Rahmen der Auftragsvereinbarung zwischen dem Unternehmen und der Stolze - Dr. Diers - Beermann GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft ausdrücklich erlaubt, ist eine Weitergabe der vorliegenden elektronischen Kopie an Dritte nicht gestattet.

Im Hinblick auf die Anforderungen von § 321 Abs. 5 Satz 1 HGB tritt die elektronische Fassung nicht an die Stelle, sondern neben die Papierfassung im Sinne einer elektronischen Kopie.

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Anlagen

Jahresabschluss

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Lagebericht

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Aquila Capital Management GmbH

(vormals: Aquila Capital Investment Verwaltungsgesellschaft V mbH)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Aquila Capital Management GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aquila Capital Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 18. Dezember 2020

Stolze - Dr. Diers - Beermann GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Prof. Dr. Fischbach, Wirtschaftsprüfer

Wagner, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31.12.2019

AKTIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeldlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 512.222,20 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 600.051,66 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 200.001,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 240.322,48 0,00 0,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Unfertige Leistung 983.344,73 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.716.530,73 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 56.700.981,18 0,00
- davon gegen Gesellschaften: EUR 42.016.335,34 (Vorjahr: EUR 0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.309.403,29 62.726.915,20 1.126.258,30 1.126.258,30
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 1.048.332,86 (Vorjahr: EUR 0,00)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 13.009.223,84 0,00
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 564.330,02 0,00
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 0,00 1.727.186,95
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 5.241.323,00
78.836.411,13 8.094.768,25

PASSIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
2. Kapitalrücklage 26.207.128,88 35.000,00
3. Verlust-/Gewinnvortrag -15.301.944,48 -48.061,42
4. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 24.698.566,67 -5.253.261,58
5. Umgliederung Kapitalfehlbetrag 0,00 35.628.751,07 5.241.323,00 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 5.884.785,17 275.472,00
2. Sonstige Rückstellungen 7.260.814,16 13.145.599,33 2.775,00 278.247,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Anleihen 0,00 1.124.461,30
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.312.188,32 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.660.568,62 6.690.809,95
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.300.000,01 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.789.303,78 1.250,00
- davon aus Steuern: EUR 347.562,60 (Vorjahr: EUR 0,00)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 30.148,23 (Vorjahr: EUR 0,00) 30.062.060,73 7.816.521,25
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
78.836.411,13 8.094.768,25

Gewinn- und Verlustrechnung

2019 2018
1. Umsatzerlöse 83.224.565,54 0,00
2. Bestandsveränderung -4.313.068,26 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 10.029.971,06 196,52
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 13.809.629,93 0,00
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.044.630,80 0,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 1.606.492,38 16.651.123,18 0,00 0,00
- davon für Altersversogung: EUR 12.440,64 (Vorjahr: EUR 0,00)
6. Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 570.261,91 0,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 26.645.460,05 6.984.729,72
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.221.028,65 4.084,67
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 196.569,07 (Vorjahr: EUR 0,00)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.436.469,39 0,00
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 570.739,70 (Vorjahr: EUR ,00)
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 32.049.552,53 -6.980.448,53
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.350.205,86 -1.727.186,95
14. Sonstige Steuern 780,00
15. Jahresüberschuss /-fehlbetrag 24.698.566,67 -5.253.261,58

ANHANG für das Geschäftsjahr 2019

Aquila Capital Management GmbH

(vormals Aquila Capital Investment Verwaltungsgesellschaft V mbH)

Hamburg

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Aquila Capital Management GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HR B 118325 eingetragen.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft entsprechend § 267 Abs. 3 HGB 3 i.V.m. § 267 Abs. 4 S. 2 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft wurde als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 19. August 2019 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der Gesellschafterversammlungen der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag mit der Aquila Capital Management GmbH mit Sitz in Hamburg (Amtsgericht Hamburg HRB 109700) verschmolzen. Verschmelzungsstichtag war der 1. Januar 2019. Die Verschmelzung ist mit der Eintragung auf dem Registerblatt des übernehmenden Rechtsträgers am 5. September 2019 wirksam geworden. Die Gesellschaft wurde anschließend in Aquila Capital Management GmbH, Hamburg, umfirmiert.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Änderungen ergeben sich aufgrund der Verschmelzung, die bilanziell zum 1. Januar 2019 berücksichtigt wurde. Hierdurch sind die Vermögensgegenstände und Schulden des übertragenden Rechtsträgers auf die Aquila Capital Management GmbH (vormals Aquila Capital Investment Verwaltungsgesellschaft V mbH) übertragen worden. Die Anteile an der verschmolzenen Gesellschaft wurden von der Aquila Capital Holding GmbH gehalten und sind im Rahmen der Verschmelzungen untergegangen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden der verschmolzenen Gesellschaft sind zu Buchwerten von der Aquila Capital Management GmbH (vormals Aquila Capital Investment Verwaltungsgesellschaft V mbH) übernommen worden.

Die Vorjahreszahlen der Aquila Capital Management (vormals Aquila Capital Investment Verwaltungsgesellschaft V mbH) sind aufgrund der Verschmelzung zum 1. Januar 2019 nur eingeschränkt mit den zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Zahlen vergleichbar. Zur Herstellung einer besseren Vergleichbarkeit sind nachfolgend die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung der untergegangenen Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 in verkürzter Form sowie vor etwaigen Konsolidierungsmaßnahmen dargestellt.

AKTIVA

31.12.2018
TEUR
A. Anlagevermögen 1.611
B. Umlaufvermögen 77.801
C. Rechnungsabgrenzungsposten 267
C. Aktive latente Steuern 0
79.679

PASSIVA

31.12.2018
TEUR
A. Eigenkapital 26.172
B. Rückstellungen 12.265
C. Verbindlichkeiten 41.242
79.679

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2018
TEUR
Umsatzerlöse 60.292
Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen 2.837
Sonstige betriebliche Erträge 708
Materialaufwand 12.818
Personalaufwand 15.011
Abschreibungen 700
Sonstige Aufwendungen 23.943
Zinsen und ähnliche Erträge 1.342
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.020
Steuern 3.822
Jahresüberschuss 7.864

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Geringwerte Wirtschaftsgüter wurden bis zum Vorjahr entsprechend § 6 Abs. 2a EStG jährlich zu einem Sammelposten zusammengefasst und gleichmäßig über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 150 wurden im Jahr der Anschaffung in den Aufwendungen erfasst. Ab dem Vorjahr wurde von der geänderten Regelung des § 6 Abs 2a EStG - und damit der Möglichkeit geringwertige Wirtschaftsgüter in einer vorgegebenen Größenordnung zu einem Sammelposten zusammenzufassen - kein Gebrauch mehr gemacht. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG bis zu einem Wert von EUR 800 im Jahr der Anschaffung in den Aufwendungen erfasst.

Die unfertigen Leistungen werden entsprechend § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Sie beinhalten direkt zurechenbare Einzelkosten, angemessene Gemeinkosten, den Werteverzehr des Anlagevermögens sowie angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung. Zinsen für Fremdkapital sowie Vertriebskosten werden nicht einbezogen. Übersteigen am Abschlussstichtag die aktivierten Kosten zuzüglich der noch zu erwartenden Kosten auf Vollkostenbasis die erwarteten Erlöse, werden die unfertigen Leistungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert bewertet. Liquide Mittel in Fremdwährung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite der Bilanz Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages zur Abdeckung erkennbarer Risiken und ungewissen Verpflichtungen angesetzt. Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Im Zinsergebnis werden ausschließlich die auf das Geschäftsjahr entfallenden Zinsanteile aus der Aufzinsung von Rückstellungen ausgewiesen, Erträge und Aufwendungen aufgrund Änderungen des Rechnungszinses werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. im Personalaufwand oder in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst (§ 277 Abs. 5 HGB).

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die unfertigen Leistungen betreffen angefallene Aufwendungen für Projekte, welche noch nicht im Geschäftsjahr abgerechnet wurden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.580 sind gestundet. Sie haben in Höhe von TEUR 2.580 eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 5.510 Darlehen und aufgelaufene Zinsen. Forderungen von TEUR 2.104 wurden gestundet. Sie haben eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Darlehen und sonstige kurzfristige Ausleihungen mit TEUR 657, Avale mit TEUR 372 und Kautionen mit TEUR 20 enthalten.

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Die Steuerrückstellungen betreffen mit TEUR 3.166 Gewerbesteuer und mit TEUR 2.719 Körperschaftsteuer.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit TEUR 6.445 Personalrückstellungen, mit TEUR 761 projektbezogene Rückstellungen und mit TEUR 55 Jahresabschluss- und Prüfungskosten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beziehen sich in Höhe von TEUR 20.971 auf sonstige Verbindlichkeiten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 829 abgegrenzte Verbindlichkeiten aus Leistungsbeziehungen mit Kreditoren.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit TEUR 6.690 Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen und enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 10.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 32.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 114 Einstellungen in die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen und Darlehen.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten mit TEUR 49 Diskonterträge. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 32 Diskontaufwendungen.

Sonstige Angaben

1. Namen der Geschäftsführer

Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Lars Oliver Meissner (ab 25. Juni 2019 bis 07. Oktober 2019) Geschäftsführer der Aquila Capital Management GmbH (vormals Aquila Capital Investment Verwaltungsgesellschaft V mbH)
Vertretungsbefugnis: Gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen. Von den Beschränkungen gem. § 181 BGB befreit.
Geschäftsführer: Jost Rodewald (bis 07. März 2019) Geschäftsführer der Aquila Capital Management GmbH (vormals Aquila Capital Investment Verwaltungsgesellschaft V mbH)
Vertretungsbefugnis: Gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen. Von den Beschränkungen gem. § 181 BGB befreit.
Geschäftsführer: Christian Ohl (Dipl.- Wirtschaftsjurist (FH)) (ab 07. März 2019) Geschäftsführer der Aquila Capital Management GmbH (vormals Aquila Capital Investment Verwaltungsgesellschaft V mbH)
Vertretungsbefugnis: Gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen. Von den Beschränkungen gem. § 181 BGB befreit.
Geschäftsführer: Karsten Nebe (Dipl. Kfm.) (ab 07. Oktober 2019) Geschäftsführer der Aquila Capital Management GmbH (vormals Aquila Capital Investment Verwaltungsgesellschaft V mbH)
Vertretungsbefugnis: Gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen. Von den Beschränkungen gem. § 181 BGB befreit.
Geschäftsführer: Bernhard Bußmann (Dipl. Ingenieur, Dipl. Wirtsch. Ing.) (ab 07. Oktober 2019) Geschäftsführer der Aquila Capital Management GmbH (vormals Aquila Capital Investment Verwaltungsgesellschaft V mbH)
Vertretungsbefugnis: Gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen. Von den Beschränkungen gem. § 181 BGB befreit.
Geschäftsführer: Marc-Aurel Kaiser (Ökonom) (ab 07. Oktober 2019) Geschäftsführer der Aquila Capital Management GmbH (vormals Aquila Capital Investment Verwaltungsgesellschaft V mbH)
Vertretungsbefugnis: Gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen. Von den Beschränkungen gem. § 181 BGB befreit.

Es wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 133 Angestellte beschäftigt. Mitglieder der Geschäftsleitung sind hierbei nicht berücksichtigt.

2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse in Form von Patronatserklärungen über insgesamt TEUR 2.825 Es wird überwiegend nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen.

Die Gesellschaft hat Garantien gegenüber den Anleihegläubigern von einem verbundenen Gruppenunternehmen über die festen jährlichen Zinszahlungen der jeweiligen begebenen Schuldverschreibung in Höhe von 2,5 % abgegeben. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Garantieverpflichtung bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit auf TEUR 398. Es wird nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroflächen und Parkplätze in Höhe von TEUR 8.360 (davon innerhalb eines Jahres fällig TEUR 1.274).

3. Beteiligungen

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB wurde Gebrauch gemacht.

4. Abschlussprüferhonorare

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 33.

5. Geschäftsführerbezüge

Die Geschäftsführer haben im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 643 erhalten.

6. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 24.699. Einschließlich des zu berücksichtigenden Verlustvortrages in Höhe von TEUR -15.302 ergibt sich ein Bilanzgewinn von TEUR 9.397 der zu verwenden ist.

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, einen Betrag in Höhe von TEUR 8.000 aus dem Bilanzgewinn 2019 an die Gesellschafterin der Aquila Capital Management GmbH, Hamburg, in Form einer Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn 2019 in Höhe von TEUR 1.397 vorzutragen.

7. Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Aquila Capital Holding GmbH, Hamburg, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Aquila Holding GmbH, Hamburg, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Die Konzernabschlüsse werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

8. Nachtragsbericht

Auswirkungen Coronavirus SARS-COV-2 Pandemie

Angesichts der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus (Coronavirus SARS-COV-2) rief die WHO am 30. Januar 2020 den Gesundheitsnotstand aus und erklärte den Coronavirus SARS-COV-2 Ausbruch im März offiziell zu einer Pandemie. Aktuell sind lt. WHO weltweit ca. 62 Mio. Menschen infiziert und bereits über 1,4 Mio. Tote sind zu verzeichnen. Die Ausbreitung des Coronavirus erfolgt in Wellen. Nach einem kurzzeitigen Rückgang der Fallzahlen im Sommer sind nun im Herbst wieder weltweit steigende Fallzahlen zu beobachten. Die weitere Entwicklung und deren Auswirkungen in alle Lebens- und Geschäftsbereiche können nicht verlässlich abgeschätzt werden.

Die Geschäftsführung beobachtet die Ausbreitung des Coronavirus sowie die nationalen und internationalen Eindämmungsmaßnahmen, um jederzeit verantwortlich und flexibel auf sich ändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Die Gesellschaft ist präventiv auf eine Verschärfung der Lage vorbereitet und verfügt über ein umfassendes und gelebtes "Business Continuity Konzept (BC)", wodurch Aufgaben, Anwesenheiten und Vertretungen so geregelt sind (Homeoffice, Aufteilung der Teams in mehrere Gruppen, Schichtbetrieb), dass die Managementaufgaben der Unternehmensgruppe jederzeit sichergestellt sind.

In Anbetracht der jüngsten Entwicklung ist abhängig von den weiteren staatlichen Maßnahmen grundsätzlich von einem deutlich negativen Einfluss auf die Wirtschaftsleistung der Eurozone auszugehen. Im Bereich der Sachwertprojekte muss damit gerechnet werden, dass die Anbahnung neuer Projekte je nach weiterem Verlauf des Ausbruchs durch erneute Ausgangsbeschränkungen und eingeschränkte Behördentätigkeit verzögert sein kann. Trotz der erheblichen Unsicherheit geht die Gesellschaft derzeit nicht davon aus, dass die Coronavirus SARS-CoV-2 Pandemie einen erheblich negativen Einfluss auf die Nachfrage nach den angebotenen Dienstleistungen entfalten wird.

Sonstige Ereignisse nach dem Stichtag

Darüber hinaus sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.

 

Hamburg, den 30. November 2020

Christian Ohl

Marc-Aurel Kaiser

Karsten Nebe

Bernhard Bußmann

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
01.01.2019 Zugänge Verschmeldzung Zugänge Abgänge 31.12.2019
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeldlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 0 1.513.837 273.084 350.358 1.436.562
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 3.365.863 252.423 325.363 3.292.923
III. Finanzanlagen 0 628.254 35.000 45.900 617.354
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 343.000 35.000 28.001 349.999
2. Beteiligungen 0 285.254 0 17.899 267.355
Abschreibungen
01.01.2019 Zugänge Verschmelzung Zugänge Abgänge 31.12.2019
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeldlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 0 998.597 273.867 348.124 924.340
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 2.721.738 296.394 325.261 2.692.871
III. Finanzanlagen 0 177.030 0 0 177.030
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 149.998 0 0 149.998
2. Beteiligungen 0 27.032 0 0 27.032
Restbuchwerte
31.12.2019 31.12.2018
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeldlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 512.222 0
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 600.052 0
III. Finanzanlagen 440.323 0
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 200.001 0
2. Beteiligungen 240.322 0

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2019

Aquila Capital Management GmbH

(vormals Aquila Capital Investment Verwaltungsgesellschaft V mbH)

Hamburg

A. Grundlagen des Unternehmens

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage des Unternehmens

a. Ertragslage

b. Vermögens- und Finanzlage

c. Leistungsindikatoren

d. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

4. Vergütungsbericht

C. Chancen- und Risikobericht

1. Überblick

2. Chancen

3. Risiken

4. Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht

D. Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Aquila Capital Management GmbH (vormals Aquila Capital Investment Verwaltungsgesellschaft V mbH) (im Folgenden: "Gesellschaft" oder "AC Management") wurde 2009 zum Zweck des Managements und der Verwaltung von Beteiligungsgesellschaften (insbesondere von geschlossenen Fondsgesellschaften) mit Sitz in Hamburg gegründet.

Die Gesellschaft wurde als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 19. August 2019 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der Gesellschafterversammlungen der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag mit der Aquila Capital Management GmbH (im Folgenden: "AC Management ALT") mit Sitz in Hamburg (Amtsgericht Hamburg HRB 109700) verschmolzen. Verschmelzungsstichtag war der 1. Januar 2019. Die Verschmelzung ist mit der Eintragung auf dem Registerblatt des übernehmenden Rechtsträgers am 5. September 2019 wirksam geworden. Die Gesellschaft wurde anschließend in Aquila Capital Management GmbH, Hamburg, umfirmiert

Bis zum Geschäftsjahr 2015 hat die AC Management ALT in erster Linie administrative Managementaufgaben innerhalb der Aquila Gruppe (Aquila Capital Holding GmbH, Hamburg, und ihre nach § 271 Abs. 2 HGB verbundenen Unternehmen; im Folgenden: "Aquila Gruppe" oder "Unternehmensgruppe") übernommen. Die Aquila Gruppe wurde 2001 gegründet und entwickelt seitdem innovative Investmentlösungen für liquide Alternative Investments und Sachwertinvestitionen für institutionelle Investoren weltweit, mit Schwerpunkt in Europa.

Im Rahmen der Aquila-Gruppe betätigt sich die AC Management ALT zudem seit 2016 in der Begleitung und Unterstützung von Gesellschaften (z.B. Kapitalverwaltungsgesellschaften) insbesondere durch Managementleistungen in Bezug auf die Auflage von Finanzprodukten im Bereich der Sachwerte sowie die Durchführung von Sachwertprojekten. Hierzu gehören die Identifikation von Assets und die Investmentstrukturierung, wie die Verhandlung von Transaktionen, Bankverhandlungen, Due Diligences sowie sämtliche weitere Handlungen, die für die Auflage von Finanzprodukten im Bereich der Sachwerte erforderlich sind; einschließlich Leistungen im Zusammenhang mit Grundstücken und grundstückgleichen Rechten sowie die Anlagevermittlung i.S.d. § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 1 KWG als vertraglich gebundener Vermittler i.S.d. § 2 Abs. 10 KWG der Aquila Capital Concepts GmbH, Hamburg. Die Gesellschaft hat sich somit zu der zentralen Gesellschaft in Bezug auf Managementaufgaben innerhalb der Aquila Gruppe entwickelt.

Die entwickelten Anlagestrategien der Aquila Gruppe, welche von den langfristigen demografischen und strukturverändernden Trends der Weltwirtschaft seit Beginn des neuen Jahrhunderts getragen werden und nachhaltige und volkswirtschaftlich sinnvolle Erträge generieren, weisen eine geringe Korrelation mit traditionellen Assetklassen auf. Aktuell widmen sich neun Teams in den Bereichen Alternative Investments und Sachwertanlagen der Umsetzung solcher Investmentkonzepte. Dazu zählen u.a. maßgeschneiderte Spezialfondskonzepte für die Sachwertbereiche Erneuerbare Energien, Infrastruktur und Immobilien sowie Land- und Forstwirtschaft. Diese Konzepte bilden die sog. Real Asset Group.

Die AC Management ALT verfügt über eine Zweigniederlassung mit Sitz in Tokyo, Japan. Die Zweigniederlassung dient der Stärkung der Präsenz im asiatischen Raum und insbesondere der Unterstützung in Bezug auf die Aktivitäten im Bereich der Anbahnung und Abwicklung von Sachwertprojekten.

Die Gesellschaft ist eine 100%-Tochtergesellschaft der Aquila Capital Holding GmbH, Hamburg.

Die Vorjahreszahlen der AC Management sind aufgrund der Verschmelzung, die bilanziell zum 1. Januar 2019 berücksichtigt wurde, nur eingeschränkt mit den zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Zahlen vergleichbar. Zur Herstellung einer besseren Vergleichbarkeit sind nachfolgend die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung der untergegangenen Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 bzw. für das Geschäftsjahr 2018 in verkürzter Form sowie vor etwaigen Konsolidierungsmaßnahmen, dargestellt.

AKTIVA

31.12.2018
TEUR
A. Anlagevermögen 1.611
B. Umlaufvermögen 77.801
C. Rechnungsabgrenzungsposten 267
C. Aktive latente Steuern 0
79.679

PASSIVA

31.12.2018
TEUR
A. Eigenkapital 26.172
B. Rückstellungen 12.265
C. Verbindlichkeiten 41.242
79.679

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2018
TEUR
Umsatzerlöse 60.292
Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen 2.837
Sonstige betriebliche Erträge 708
Materialaufwand 12.818
Personalaufwand 15.011
Abschreibungen 700
Sonstige Aufwendungen 23.943
Zinsen und ähnliche Erträge 1.342
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.020
Steuern 3.822
Jahresüberschuss 7.864

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft liegt im Jahr 2019 mit einem Wachstum von 2,4 % unter dem Wachstum des Vorjahres von 3,0 % und damit auf dem niedrigsten Wert seit der Finanzkrise (vgl. Weltbank, Januar 2020). Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus rückläufigen Wachstumsraten in den führenden Industrieländern (1,6 %, im Vorjahr 2,2 %), weiter nachlassenden Investitionen und Handelsaktivitäten sowie fortgesetzten erhöhten Handelsspannungen. Auch die Schwellen- und Entwicklungsländer liegen mit einem Wachstum von 3,5 % im Jahr 2019 unter den Erwartungen und der Wachstumsrate von 4,3 % im Jahr 2018. Die Erwartungen für die folgenden Jahre 2020 und 2021 wurden darüber hinaus in der damaligen Prognose vor der Coronavirus SARS-CoV-2 Pandemie leicht nach unten angepasst.

Die Finanzmärkte haben sich dennoch im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr einheitlich positiv entwickelt. Der DAX 30 stieg um 25 % (Vorjahr: -18 %), der Nikkei 225 Index stieg um 18 % (Vorjahr: -12 %), der MSCI World Index stieg um 26 % (Vorjahr: -11 %), der Dow-Jones-Index stieg um 24 % (Vorjahr: -7 %) und der chinesische Hang Seng stieg um 11 % (Vorjahr: -15 %).

Für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sind die Schwankungen an den Aktien- und Rentenmärkten, welche unter anderem die Ausrichtung auf den liquiden Bereich (Financial Asset Group) beeinflusste, nur noch von geringerer Relevanz. Die Nachfrage nach Sachwertinvestitionen wird stärker durch das anhaltend tiefe Zinsniveau bestimmt, durch das vor allem institutionelle Anleger alternative, Cash Flow produzierende Investitionsmöglichkeiten suchen. Auch gewinnt das Thema Nachhaltigkeit, sowohl gesellschaftlich als auch politisch, immer mehr an Bedeutung in Europa und unterstützt Investitionen in Erneuerbare Energien und leistbares Wohnen in Ballungszentren.

Im Jahr 2019 hat sich lt. dem Bundesverband Investment und Asset Management e.V., Frankfurt am Main, ("BVI") die gute Entwicklung an den Finanzmärkten positiv auf die Fondsbranche ausgewirkt. Dies gilt sowohl gemessen am verwalteten Vermögen als auch am Neugeschäft. Danach stieg das von den Fondsgesellschaften verwaltete Gesamtvermögen gegenüber dem Vorjahr um 15 % auf EUR 3,4 Billionen (Vorjahr: EUR 3,0 Billionen) an. Auf den für die Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH als kapitalmarktregulierte Gruppengesellschaft bedeutenden Markt der Spezialfonds, welcher in 2019 55 % des verwalteten Vermögens ausmachte, entfiel ein Neugeschäft in Höhe von EUR 103 Mrd. (Vorjahr: EUR 95 Mrd.).

Im Geschäftsjahr 2019 verzeichnete die Aquila Gruppe wiederum ein weiter zunehmendes Interesse an Alternativen Investments und dazugehörigen Strukturierungsdienstleistungen.

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2019 lag der Fokus auf dem Ausbau des Geschäfts im Bereich der Sachwertprojekte.

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2019 weiter von der Anbahnung, Entwicklung und der Abwicklung von Sachwertprojekten geprägt, welches insbesondere im Rahmen der Verschmelzung mit der AC Management ALT auf die Gesellschaft übergegangen ist. Die strategische Vertiefung der Wertschöpfungskette der Aquila Gruppe wurde insbesondere in Bezug auf Sachwertinvestments weiter vorangetrieben, was wiederum in der Zukunft zu einem weiter steigenden Bedarf an Managementdienstleistungen durch die Gesellschaft führen wird.

3. Lage des Unternehmens

Die im Folgenden dargestellte Lage des Unternehmens wird unter Berücksichtigung der Vorjahreswerte der im Geschäftsjahr verschmolzenen AC Management ALT präsentiert.

a. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind von EUR 0,0 Mio. auf EUR 83,2 Mio. im Berichtsjahr gestiegen. Der Anstieg geht insbesondere auf die Verschmelzung der AC Management ALT zurück (unter Berücksichtigung der Vorjahreswerte der verschmolzenen Gesellschaft handelt es sich um einen Anstieg der Umsatzerlöse um EUR 22,9 Mio.). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Umsätzen aus Dienstleistungen in Zusammenhang mit Sachwertprojekten. Gleichzeitig sinken die Bestandsveränderungen insbesondere aus angearbeiteten aber noch nicht abgerechneten Dienstleistungen in Zusammenhang mit Sachwertprojekten bereinigt um die Verschmelzungseffekte um EUR 7,1 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr von EUR 0,0 Mio. auf EUR 10,0 Mio. gestiegen; unter Berücksichtigung der Vorjahreswerte der verschmolzenen Gesellschaft handelt es sich um einen Anstieg um EUR 9,3 Mio.. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 6,7 Mio. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie in Höhe von EUR 3,0 Mio. Erträge aus der Veräußerung einer Beteiligung im Rahmen einer Sachwerttransaktion.

Der Materialaufwand ist im Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der Verschmelzung um EUR 1,0 Mio. auf EUR 13,8 Mio. gestiegen. Dieser unterproportionale Anstieg im Vergleich zu den Umsatzerlösen liegt in der Struktur der Umsatzerlöse begründet.

Die Personalaufwendungen lagen unter Berücksichtigung der Verschmelzung mit EUR 16,7 Mio. im Geschäftsjahr um EUR 1,6 Mio. und damit 10,9% über dem Vorjahresniveau. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der fixen Personalvergütungen in Folge der gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl sowie einer Steigerung des Gehaltsniveaus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter Berücksichtigung der Verschmelzung im Geschäftsjahr um EUR 4,3 Mio. auf EUR 26,6 Mio. zurückgegangen. Wesentlicher Treiber sind hierbei die im vorangegangenen Jahr einmalig auf Ebene der Gesellschaft in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesene Verluste aus der Anwachsung in Höhe von EUR 7,0 Mio.. Ebenso sind die Rechtsberatungskosten um EUR 1,1 Mio. gesunken. Außerdem wurden EUR 0,8 Mio. mehr sonstige Aufwendungen in die Materialaufwendungen umgegliedert, da sie in Zusammenhang mit Erträgen aus Managementumlagen stehen, welche in den Umsatzerlösen enthalten sind. Gegenläufig sind die konzerninternen Kostenübernahmen um EUR 3,1 Mio. angestiegen. Hiervon entfallen EUR 2,3 Mio. auf die Gesellschafterin (Aufwand in 2019: EUR 8,6 Mio.), welche einen Teil der Managementaufgaben für die Gruppe von der Gesellschaft übernommen hat.

Darüber hinaus stiegen die übernommenen Vertriebskosten einer Schwestergesellschaft um EUR 2,3 Mio..

Gegenläufig sind andere Kostenübernahmen um EUR 1,5 Mio. zurückgegangen. Darüber hinaus sind die EDV Kosten um EUR 1,0 Mio. sowie die Aufwendungen aus nicht abziehbarer Vorsteuer um EUR 0,6 Mio. angestiegen.

Das Finanzergebnis hat sich unter Berücksichtigung der Verschmelzung im Geschäftsjahr um EUR 0,5 Mio. auf EUR 0,8 Mio. erhöht.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit EUR 5,6 Mio. belastet (Vorjahr unter Berücksichtigung der Verschmelzung: EUR 3,8 Mio.). Das Steuerergebnis im Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus der im Rahmen der Verschmelzung übernommen Geschäftstätigkeit. Dieser Effekt wurde im Berichtsjahr durch Aufwendungen aus der Inanspruchnahme bzw. Auflösung restlicher aktiver latenter Steuern in Bezug auf die beendete Verschmelzungsfolge in Höhe von EUR 1,7 Mio. verstärkt (im Vorjahr gegenläufig durch Bildung der aktiven latenten Steuern in gleicher Höhe).

Aufgrund der zuvor beschriebenen Veränderungen steigt das Ergebnis nach Steuern unter Berücksichtigung der Verschmelzung im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um EUR 22,1 Mio. auf einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 24,7 Mio..

b. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der AC Management hat sich unter Berücksichtigung der Verschmelzung von EUR 82,5 Mio. im Vorjahr um EUR 3,7 Mio. (4,5 %) auf EUR 78,8 Mio. zum Bilanzstichtag verringert.

Auf der Aktivseite entfällt der Rückgang in Höhe von EUR 4,3 Mio. auf einen Rückgang der unfertigen Leistungen auf Basis der geringeren nicht mehr im Geschäftsjahr abgerechneten Dienstleistungen. Darüber hinaus sind stichtagsbedingt die Forderungen um EUR 3,8 Mio., die sonstige Vermögensgegenstände (insbesondere die kurzfristigen Ausleihungen) um EUR 11,7 Mio. sowie die Guthaben bei Kreditinstituten um EUR 8,6 Mio. gesunken. Des Weiteren wurden aktive latente Steuern in Höhe von EUR 1,7 Mio. im Geschäftsjahr verbraucht und Anlagevermögen um EUR 0,1 Mio. abgebaut. Gegenläufig sind die Forderungen ggü. verbunden Unternehmen insbesondere aus dem Cashpool sowie der Abgrenzung von konzerninternen Umlagen um EUR 26,2 Mio. sowie die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten stichtagsbedingt um EUR 0,3 Mio. gestiegen.

Auf der Passivseite setzt sich der Rückgang von EUR 3,7 Mio. unter Berücksichtigung der Verschmelzung im Geschäftsjahr aus verschiedenen Effekten zusammen. Wesentlicher Treiber des Rückgangs sind die um EUR 12,9 Mio. gesunkenen kurzfristigen Anleihen (siehe analog Rückgang auf der Aktivseite) sowie die stichtagsbedingt um EUR 6,7 Mio. zurück gegangenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Gegenläufig steigt unter Berücksichtigung der Verschmelzung im Geschäftsjahr das Eigenkapital um EUR 14,7 Mio. aufgrund des erwirtschafteten Jahresüberschusses nach Abzug der (von der AC Management ALT aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres) ausgezahlten Dividende in Höhe von EUR 10,0 Mio.. Des Weiteren sind die sonstigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen um jeweils EUR 0,6 Mio. gestiegen.

Die Liquidität der Gesellschaft war im Verlauf des Geschäftsjahres jederzeit sichergestellt. Aufgrund der geordneten Vermögens- und Finanzlage ist die Gesellschaft auch in der Zukunft in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen in vollem Umfang zu erfüllen.

c. Leistungsindikatoren

Aus der beschriebenen Übernahme der verschiedenen Managementfunktionen für die Aquila Gruppe - insbesondere im Zusammenhang mit Sachwertprojekten - leitet sich eine wesentliche mittelbare Bedeutung der auf die Wertschöpfungskette bezogenen Kennzahlen "Assets under Management" ("AUM") und "Assets un- der Administration" ("AUA") der Aquila Gruppe für den mittel- bzw. langfristigen Erfolg der Gesellschaft ab.

Die Aquila Gruppe verwaltete zum Abschlussstichtag Gesamtvermögen von EUR 10,7 Mrd. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies einen Anstieg von rd. 30,6 % (Vorjahr: EUR 8,2 Mrd.) dar. Die Kennzahl "Assets under Management" konnte von EUR 6,2 Mrd. um rd. 38,1 % auf EUR 8,5 Mrd. gesteigert werden. Der Geschäftsbereich Real Asset Group verzeichnete davon einen Zuwachs um EUR 2,4 Mrd. (rd. 41,0 %)

Zur internen Steuerung der Gesellschaft werden keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren herangezogen.

d. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

Aufgrund der vorgenannten Effekte hat die Gesellschaft das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 24,7 Mio. abgeschlossen. Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf insgesamt zufrieden.

4. Vergütungsbericht

Die Vergütungen der Mitarbeiter basieren auf standardisierten Arbeitsverträgen und orientieren sich an marktüblichen Werten. Fixe und variable Vergütungen unserer Geschäftsleitung und der Mitarbeiter stehen in einem angemessenen Verhältnis zueinander. Dies bedeutet, dass unsere Mitarbeiter und die Geschäftsleitung eine angemessene Festvergütung für ihre Tätigkeit erhalten und dass - soweit variable Vergütungsbestandteile bezahlt werden - die Grundsätze der Auszahlung im Einklang mit unseren strategischen Zielen stehen und insbesondere auch auf ein nachhaltiges Wirtschaften des Unternehmens ausgerichtet sind.

Unser Vergütungssystem setzt keine Anreize zur Eingehung von unverhältnismäßigen Risiken.

Unsere gesamten Personalbezüge (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung) einschließlich sozialer Abgaben und betrieblicher Altersvorsorge betrugen EUR 16,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0 Mio.; AC Management ALT: EUR 15,0 Mio.).

Der Anteil der fixen Vergütungsbestandteile beträgt 74% (Vorjahr AC Management ALT: 73%), der Anteil der variablen Vergütungsbestandteile für einen Mitarbeiter beträgt im Durchschnitt 26% (Vorjahr AC Management ALT: 27%). Die Veränderung der Anteile ggü. den Vorjahresangaben ist im Wesentlichen in der veränderten Mitarbeiter- und Gehaltsstruktur für das Geschäftsjahr begründet.

C. Chancen- und Risikobericht

1. Überblick

Ziele unseres gruppenweiten Risikomanagement-Systems sind die Identifizierung, Bewertung und Steuerung der Risiken aus den Assets under Management. Diese haben einen mittelbaren Einfluss auf die Risiken der Unternehmensgruppe und erfordern eine angemessene Abdeckung und Einhaltung der aufsichtsrechtlich erforderlichen Eigenmittel. Unser Risikomanagement unterstützt die nachhaltige Entwicklung und den Fortbestand der Unternehmensgruppe.

Unsere durch Vorsicht geprägte Risikostrategie wurde im Geschäftsjahr 2019 unverändert beibehalten. Die strategische Ausrichtung auf die unterschiedlichen Geschäftsfelder und die damit einhergehende Risikodiversifikation kennzeichnen das Risikoprofil der Aquila Gruppe. Die Risikostrategie schlägt sich im Einsatz moderner, auf das Geschäft der Gruppe ausgerichteter Risikoüberwachungs- und -steuerungsprozesse nieder, die das Risikomanagement des Unternehmens charakterisieren.

Aufgrund der herausgehobenen regulatorischen Stellung gilt die Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH, Hamburg, als übergeordnetes Unternehmen der aufsichtsrechtlichen Finanzholding-Gruppe. Die Grundsätze der Risikopolitik wurden für das Geschäftsjahr entsprechend von der Geschäftsführung der Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH, Hamburg, vorgegeben und umgesetzt.

Die im Risikobericht erfassten Risiken sind kategorisiert und nach ihrer Bedeutung für die Aquila Gruppe klassifiziert. Im Rahmen unseres Risikomanagementsystems werden diverse Risikokategorien betrachtet. Analysiert werden neben den Quellen und möglichen Auswirkungen vor allem die Ansatzpunkte für effiziente Gegensteuerungsmaßnahmen, wobei das Hauptaugenmerk auf die als wesentlich identifizierten Risiken gelegt wird.

Folgende wesentliche Chancen und Risiken wurden für die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft identifiziert:

2. Chancen

Das weltweit zu verwaltende Vermögen ist in der Vergangenheit beständig gewachsen und wird auch zukünftig weiter zunehmen. Gründe für die zunehmende Investition in Alternative Kapitalanlagen sind der Diversifikationsaspekt, die geringe Korrelation von Sachwertinvestments mit den liquiden Kapitalmärkten, das trotz Gegenbewegung noch mittel- bis langfristig bestehende Niedrigzinsumfeld sowie die sich spreizende Geldpolitik, die es erschwert, mit einer traditionellen Allokation, die sich hauptsächlich auf Anleiheinvestments konzentriert, die notwendigen Erträge zu erwirtschaften.

Mit dem damaligen Aktionsplan "Finanzierung nachhaltigen Wachstums" vom 08. März 2018, der am 24. April 2018 vom Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments gebilligt wurde, hatte die Europäische Kommission den Weg skizziert, wie die Klima- und Energieziele der EU finanziert und innerhalb welcher rechtlicher Rahmenbedingungen sie umgesetzt werden sollen. Ein Paradigma darin: nur durch ein massives Umlenken der (privaten und finanzwirtschaftlichen) Kapitalströme - unter Beachtung umweltbezogener und sozialer Erwägungen - kann es gelingen, die ambitionierten Klima- und Energieziele der EU für 2030 zu erreichen und gleichzeitig die Finanzstabilität zu wahren. Um die Ziele bis 2030 zu erreichen, wurde von jährlichen Investitionen über EUR 180 Milliarden ausgegangen. Die EU-Kommission reagierte hierauf am 24. Mai 2018 und veröffentlichte ein erstes Paket von Gesetzgebungsvorschlägen zur Förderung eines nachhaltigen Finanzsystems.

Weltweit haben sich die politischen Rahmenbedingungen jedoch divergent auseinanderentwickelt. Die USA und China führen einen Handelskrieg und haben das Thema Klimaschutz nach hinten gestellt, die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus SARS-CoV-2 Pandemie können dies verstärken. Einen positiven Effekt könnte hier jedoch die Wahl von Joe Biden zum US-Präsidenten mit sich bringen. Joe Biden hat angekündigt, dass die USA wieder dem Pariser Klimaabkommen beitreten und dem Klimaschutz eine zentrale Rolle zukommen lassen werden. Europa auf der anderen Seite, vor allem auch unter der neuen EU-Präsidentin, haben die Anstrengungen verstärkt. Das im Juli 2020 auf dem EU-Gipfel beschlossene Maßnahmenpaket in Zusammenhang mit der Coronavirus SARS-CoV-2 Pandemie beinhaltet eine Voraussetzung für die Freigabe der Mittel, das zur Verfügung gestellte Finanzmittel auch für Klimaschutzprojekte eingesetzt werden. Zudem wurde sich als Ziel gesetzt, dass die EU-Kommission Pläne für eine sogenannte CO2-Grenzsteuer ausarbeitet.

Mit der Grenzsteuer sollen Importe aus Staaten belastet werden, die keine strengen Klimaschutzvorgaben wie die der Europäischen Union haben. In diesem Zusammenhang wird eine Steigerung der CO2-Verschmutzungspreise geplant.

Die Bekämpfung des Klimawandels ist in der Y2K Generation angekommen. Die "Fridays for Future" Bewegung hat breite Kreise der 15-18-Jährigen dafür mobilisieren können. Diese sind die Erstwähler der kommenden Jahre und werden das Thema Klimaschutz auch politisch dauerhaft verankern. Die Europawahl 2019 war dafür ein erstes Indiz: bei den unter 30jährigen haben die Grünen in Deutschland alle anderen Parteien deutlich überholt.

Die zunehmende Allokation in Alternative Investments führt zu einer steigenden Nachfrage nach geeigneten Sachwerten. Aufgrund unseres langjährigen Engagements als Alternative Investment Manager und der erfolgreichen Anbindung und Strukturierung zahlreicher Sachwertinvestments in diversen Assetklassen verfügt die Aquila Gruppe über einen sehr guten Marktzugang, um auch in der Zukunft attraktive Sachwerte allokieren zu können. Ergänzend sind wir bestrebt über den rechtzeitigen Aufbau von Strukturen in zukünftigen Märkten zu partizipieren.

3. Risiken

Im Risikomanagementsystem der Gruppe wird die Gesamtheit der Risiken abgebildet, analysiert und laufend überwacht. Zum Bilanzstichtag wurden operationelle Risiken als wesentlich eingestuft.

Unter dem Begriff operationelles Risiko werden sämtliche potenziellen Verluste verstanden, die infolge fehlerhafter oder unzureichender Prozesse, menschlichen oder technischen Versagens oder aufgrund externer Ereignisse eintreten können. Dies beinhaltet auch rechtliche Risiken und Reputationsrisiken. Die Begrenzung dieser Risiken soll durch interne Anweisungen, Ablaufprozesse, Arbeitsplatzbeschreibungen und sonstige unternehmensinterne Regelungen erreicht werden. Die Einhaltung dieser Regelungen wird regelmäßig durch Group Compliance und die Interne Revision auf Gruppenebene überprüft. Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt in den regelmäßigen Sitzungen des Management Board mit den jeweiligen Geschäftsbereichsverantwortlichen für alle Gruppengesellschaften.

Für die Entwicklung von Anlagestrategien, die kontinuierliche Auswahl von geeigneten Sachwertinvestments sowie deren Strukturierung entstehen der Aquila Gruppe umfangreiche Personal- und Sachaufwendungen, welche zu einem Teil durch die erfolgreiche Platzierung der Anlagestrategien und die Anbindung von Sachwertinvestments zu kompensieren sind. Insofern haben Verzögerungen sowohl bei der Entwicklung und dem Vertrieb von Anlagestrategien als auch bei der Auswahl und Anbindung sowie deren Umsetzung in Zusammenarbeit mit unseren Partnern von Sachwertinvestments eine direkte Auswirkung auf die Ertragslage der Aquila Gruppe. Sollte sich die Platzierung der Anlagestrategien schwieriger als geplant herausstellen, müssen andere Vertriebsmöglichkeiten für die Sachwertinvestments genutzt werden. Die daraus erzielten Erträge können dann unterhalb der jeweiligen Planungen liegen. Die bestehenden Fixkosten können mit einer Verzögerung an die Geschäftsentwicklung angepasst werden.

Die zunehmende Allokation in Alternative Investments und die niedrigen Zinsen führen zu Preissteigerungen bei Sachwerten, welche zu einer Verknappung von geeigneten Sachwerten führen kann. Durch das insbesondere in Europa weiter steigende Interesse und politische Verankerung von Klimaschutz werden weitere Marktteilnehmer auftreten. Aufgrund der breiten Diversifikation nach Asset-Klassen als auch der geografischen Breite sowie dem vorgenannten sehr guten Marktzugang kann das Risiko der Verknappung von Sachwerten für die Unternehmensgruppe als gering, wenngleich dies mit einer Vertiefung der Wertschöpfungskette einhergeht, eingestuft werden.

Aus Sicht der Aquila Gruppe bestehen vor dem Hintergrund der beschriebenen Maßnahmen keine konkreten Anzeichen, dass sich oben genannte Risiken mit einer wesentlichen Auswirkung auf die Unternehmensgruppe konkretisieren. In Bezug auf die möglichen Auswirkungen der Coronavirus SARS-CoV-2 Pandemie sei auf die nachfolgenden Ausführungen verwiesen.

Die Umsetzung der Geschäftsstrategie der Unternehmensgruppe ist in hohem Maße von der Kompetenz und dem Einsatz der Asset-Teams als auch von den Mitarbeitern in den Querschnittsfunktionen abhängig. Durch regelmäßige Mitarbeiterbeurteilungen durch den jeweiligen Vorgesetzten und durch die Personalabteilung ist gewährleistet, dass die Mitarbeiter die notwendigen Fachqualifikationen, Zuverlässigkeit und Motivation für die entsprechende Stelle aufweisen. Entsprechend arbeitet die Aquila Gruppe auch auf eine möglichst geringe Mitarbeiterfluktuation hin. Unter Beachtung der entsprechenden aufsichtsrechtlichen Vergütungsvorgaben besteht ein finanzielles und nicht-finanzielles Vergütungssystem, welches kontinuierlich den aktuellen Entwicklungen angepasst wird. Auch in Anbetracht der Coronavirus SARS-CoV-2 Pandemie ist die Aquila Gruppe präventiv auf eine etwaige Verschärfung der Lage insbesondere durch weitere staatliche Eindämmungsmaßnahmen vorbereitet und verfügt über ein umfassendes und gelebtes "Business Continuity Konzept (BC)", wodurch Aufgaben, Anwesenheiten und Vertretungen der Mitarbeiter so geregelt sind (Homeoffice, Aufteilung der Teams in mehrere Gruppen, Schichtbetrieb), dass die Managementaufgaben der Gesellschaft jederzeit sichergestellt sind.

Im Bereich der Sachwertprojekte der Aquila Gruppe muss damit gerechnet werden, dass die Anbahnung neuer Projekte je nach weiterem Verlauf durch erneute Ausgangsbeschränkungen und eingeschränkte Behördentätigkeit verzögert sein kann. Trotz der erheblichen Unsicherheit geht die Aquila Gruppe derzeit nicht davon aus, dass die Coronavirus SARS-CoV-2 Pandemie einen erheblich negativen Einfluss auf die Nachfrage nach den durch die Aquila Gruppe angebotenen Dienstleistungen entfalten wird.

4. Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft sieht aufgrund des sehr guten Marktzugangs zu Sachwertinvestments und den bestehenden Lizenzen innerhalb der Aquila Gruppe gute Chancen zum weiteren Ausbau der bestehenden Marktposition.

Zum Bilanzstichtag sind neben den oben aufgeführten Risiken keine weiteren wesentlichen Risiken zu erkennen, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken könnten. Aus den genannten Risiken ergibt sich keine Bestandsgefährdung für die Gesellschaft.

D. Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Vor Ausbruch der Coronavirus SARS-CoV-2 Pandemie wurde für die Weltwirtschaft ein Anstieg um 2,5 % für das Jahr 2020 durch die Weltbank angenommen. Es bestanden Ansatzpunkte für ein stärkeres Wachstum, jedoch überwiegten in einer Gesamtbetrachtung die Risiken welche wesentlich durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China getrieben werden und weltweite Auswirkungen haben. Für Europa hatte sich mit der Ratifizierung des Brexit-Abkommens eine langanhaltende Unsicherheit beendet. Jedoch muss die zukünftige Beziehung zwischen der Europäischen Union und Großbritannien noch detailliert verhandelt werden und kann damit erneute Unsicherheiten auslösen.

Mit dem Ausbruch der Coronavirus SARS-CoV-2 Pandemie haben sich alle Einschätzungen überholt. Die Pandemie hat bereits beträchtliches menschliches Leid und große wirtschaftliche Unterbrechungen gezeigt. Aktuell sind lt. WHO weltweit ca. 62 Mio. Menschen infiziert und bereits über 1,4 Mio. Tote sind zu verzeichnen Die Ausbreitung des Coronavirus erfolgt in Wellen. Nach einem kurzzeitigen Rückgang der Fallzahlen im Sommer sind nun seit Herbst wieder weltweit steigende Fallzahlen zu beobachten. Die weitere Entwicklung und deren Auswirkungen in alle Lebens- und Geschäftsbereiche können nicht verlässlich abgeschätzt werden.

Das im Juli 2020 auf dem EU-Gipfel beschlossene Maßnahmenpaket in Zusammenhang mit der Coronavirus SARS-CoV-2 Pandemie möchte den Auswirkungen entgegenwirken. Rahmenpolitisch positiv beinhaltet das Maßnahmenpaket die Voraussetzung, dass die zur Verfügung gestellten Finanzmittel auch für Klimaschutzprojekte eingesetzt werden sollen. Dies unterstützt Investitionen in die von Aquila hauptsächlich gemanagten Sachwertsektoren der Erneuerbaren Energien.

2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Das Geschäftsjahr 2019 hat die positive Entwicklung der letzten drei Geschäftsjahre fortgesetzt. Die "Assets under Management" konnten im Segment der Real Asset Group im Geschäftsjahr 2019 um weitere EUR 2,4 Mrd. gesteigert werden. Die Kennzahl im Segment der Real Asset Group konnte im ersten Quartal 2020 um EUR 0,4 Mrd. gesteigert werden und damit das Vorjahresquartal deutlich übertreffen. Das zweite Quartal 2020 war mit Ausbruch der Coronavirus SARS-CoV-2 Pandemie von deutlicher Zurückhaltung von Seiten der Investoren geprägt, zu Beginn des zweiten Halbjahres 2020 zeigte sich aber wieder eine Belebung.

Für das Geschäftsjahr 2020 wurde vor der Coronavirus SARS-CoV-2 Pandemie eine weitere leichte Steigerung des Jahresüberschusses gegenüber dem Vorjahr erwartet. Maßgeblich für die prognostizierte Entwicklung ist insbesondere auch die Vereinnahmung von Erträgen aus Dienstleistungen in Zusammenhang mit Sachwertprojekten, die sowohl der Höhe als auch dem Zeitpunkt des Anfalls nach insbesondere vor dem Hintergrund der Unsicherheit in Bezug auf die weiteren Entwicklungen in Zusammenhang mit der Coronavirus SARS-CoV-2 Pandemie nur begrenzt planbar sind. Entsprechend der aktuellen Kenntnisse wird derzeit ein Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau erwartet. Wie in der Vergangenheit wird das Schlussquartal darauf einen großen Einfluss haben.

 

Hamburg, den 30. November 2020

Christian Ohl

Marc-Aurel Kaiser

Karsten Nebe

Bernhard Bußmann

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