MAPAL ITS GmbHLiquidiert
Jakob-Dieffenbacher-Straße 8, 75031 Eppingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joao Frutuoso da Silva Cardoso seit 15.10.2020 | Prokura |
Jochen Georg Albert Dr. Kress seit 12.4.2018 | Geschäftsführer |
Alexander Krause seit 18.7.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KGAalenKonzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022Konzernlagebericht für 2022A. Darstellung des Geschäftsverlaufs1. Entwicklung der BrancheWeltwirtschaftliches Umfeld Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2022 war weiterhin, wenngleich abgeschwächt, geprägt durch die Folgen der Corona-Pandemie. Hinzu kamen die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Während es in den meisten Ländern angesichts steigender Impfraten zu weniger coronabedingten Einschränkungen kam, ergriff die chinesische Regierung beim Auftreten neuer Varianten und vergleichsweise kleinerer Ausbrüche stets großflächige Maßnahmen zur Eindämmung. Durch diese Lockdowns wurden die Wirtschaftstätigkeit in China, aber auch die globalen Lieferketten weiterhin beeinträchtigt. Der Krieg in der Ukraine brachte zusätzliche Disruptionen mit sich, insbesondere in Europa. Die Preise für Rohstoffe und Landwirtschaftsprodukte stiegen nach der Invasion Russlands stark an, da die Ukraine kriegsbedingt und Russland sanktionsbedingt als Lieferanten ausfielen. Die Verknappung der Erdgaslieferungen aus Russland in die Europäische Union (EU) führte zu einer erhöhten Unsicherheit bezüglich der Versorgungslage und enormen Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen. Hinzu kamen die nach wie vor pandemiebedingt gestörten Wertschöpfungsketten und die damit einhergehenden Preissteigerungen. Zusammen mit Nachholeffekten der privaten Haushalte und Unternehmen, zum Teil noch genährt durch staatliche Konjunkturpakete, führte dies zum starken Anstieg der Inflationsraten. Die Nationalbanken schwenkten angesichts dessen zu Beginn bzw. im Laufe des Jahres 2022 auf den Weg einer restriktiveren Geldpolitik ein, wodurch sich die Kreditkosten im Laufe des Berichtsjahres erhöhten. (Quelle: VDMA) In Folge der sich im Jahresverlauf 2022 eintrübenden globalen Wachstumsperspektiven kam es zu wiederholten Abwärtsrevisionen bei den Prognosen führender Institutionen. Trotz massivem Gegenwind zeigte sich die Konjunktur letztlich aber robuster als allgemein erwartet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) nahm Ende Januar 2023 daher eine, wenn auch kleine Aufwärtsrevision vor und schätzte den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2022 zuletzt auf preisbereinigt 3,4 %, nach einem kräftigen Anstieg von 6,2 % im Jahr zuvor. Die globale Inflationsrate lag 2022 bei geschätzt 8,8 %. Der weltweite Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2022 mit geschätzt 5,4 %. Nachdem die Industrieproduktion im Jahr 2021 dynamisch um 7,8 % zugelegt hatte, wuchs sie im Jahr 2022 nur um geschätzt 3,1 %. (Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2022) Deutsche Konjunktur Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2022 nach noch vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um preisbereinigt 1,8 % höher als im Vorjahr. Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde 2022 dagegen preisbereinigt 3,3 % mehr investiert als im Vorjahr. Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 2,9 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,0 % zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 jedoch nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. (Quelle: Statistisches Bundesamt) Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die Produktion im Maschinenbau in Deutschland hat nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ihr Vorjahresniveau im Jahr 2022 um real 0,5 % übertroffen. Das Produktionswachstum hätte deutlich höher ausfallen können, wenn nicht hartnäckig gestörte Lieferketten, ein sich intensivierender Fachkräftemangel und Schwierigkeiten bei der Energieversorgung die Produktion so stark und nachhaltig unter Druck gesetzt hätten. Allerdings blieb der von nicht wenigen erwartete Einbruch der Maschinenproduktion aus. Mehr noch: Im letzten Quartal des Jahres gelang eine regelrechte Aufholjagd: Die Produktion legte um 2,1 % zu, und so wurde die bereits im April aufgestellte VDMA-Prognose 2022 von 1 % erreicht. In Folge der deutlich anziehenden Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal 10,5 % zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 237 Mrd. Euro, für den Umsatz stehen 244 Mrd. Euro in den Büchern. Der Auftragseingang startete mit deutlich zweistelligen realen Plusraten ins Jahr, verlor im Jahresverlauf aber zusehends an Dynamik. Starke Produktionsbehinderungen und die nur allmählich abflauende Nachfrage führten zu Rekordauftragsbeständen, denn Stornierungen blieben abgesehen von dem Ausbuchen von Orders aus Russland und Bereinigungen zum Jahresende eher die Ausnahme. Im Maschinenbaudurchschnitt lag die Auftragsreichweite zeitweise über einem Jahr - ein Rekordwert. Im weiteren Jahresverlauf zeigten sich erste Entspannungsanzeichen bei den Lieferketten, insbesondere bei Metallen und Kunststoffen. Die Versorgung mit Elektronikteilen blieb aber herausfordernd. Im Dezember 2022 waren noch 74 % der Unternehmen durch Störungen in vorgelagerten Lieferketten beeinträchtigt. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Jedoch verhinderte der Fachkräftemangel so manche Fertigstellung von Maschinen, Maschinenteilen und -komponenten. Viele Unternehmen möchten angesichts des hohen Auftragsbestands einstellen. Die Personalsuche gestaltet sich jedoch schwierig. Nicht nur Fachkräfte sind knapp, sondern Arbeitskräfte insgesamt. (Quelle: Statistische Bundesamt, VDMA) Präzisionswerkzeugbranche 2022 konnten die Präzisionswerkzeug-Hersteller die erwartete Umsatzsteigerung von 8 % auf rund 9,9 Milliarden Euro erreichen. Allerdings werden die Herausforderungen für die überwiegend kleineren und mittleren Betriebe der Branche immer größer. Denn die Belastungen steigen, beispielsweise bei den Kosten von Energie, Personal und Rohstoffen. Aber auch die Bürokratie mit Nachweispflichten bei Lieferketten oder Nachhaltigkeit. Zudem schränkt der bestehende Fachkräftemangel die Wachstumsoptionen der Branche ein. Das Exportgeschäft konnte 2022 insgesamt leicht auf über 6 Milliarden Euro gesteigert werden. Der deutsche Markt erreichte ein Volumen von 7 Milliarden Euro. Er startete zu Jahresbeginn 2022 gut, stagnierte im zweiten Quartal und legte im zweiten Halbjahr dann wieder deutlich zu. Insbesondere die in den letzten Monaten wieder stark gestiegene Inlandsproduktion der deutschen Autoindustrie und die hohe Produktionsauslastung im Maschinenbau machten sich positiv bemerkbar. (Quelle: VDMA) 2. Geschäftsverlauf in der MAPAL Gruppe Im Jahr 2022 erzielte die MAPAL Gruppe einen Jahresumsatz in Höhe von 557,5 Mio. EUR (Vorjahr 523,6 Mio. EUR), was einem Anstieg von 33,9 Mio. EUR bzw. 6,5 % entspricht. Der Auftragseingang der Gruppe hat sich im selben Zeitraum um 7,7 % im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Vom Konzernumsatz entfallen 200,3 Mio. EUR (Vj. 211,7 Mio. EUR) auf das Inland und 357,2 Mio. EUR (Vj. 311,9 Mio. EUR) auf das Ausland. Dies entspricht einer Steigerung des Auslandsumsatzes um rund 14 % und Reduzierung des Inlandsumsatzes um rund 6 %. In Summe wurde somit die im Vorjahr ausgesprochene Erwartung einer Umsatzsteigerung für das Wirtschaftsjahr 2022 im oberen einstelligen Bereich erreicht. Dies wurde erreicht trotz zunehmender geopolitischer Spannungen und Konjunktursorgen, dem Ukraine-Krieg und zwar abklingenden, aber nach wie vor vorhandenen Lieferengpässen. Im ersten Quartal war Corona noch deutlich zu spüren. So litt beispielsweise das Geschäft in China unter dem mehrmonatigen Lockdown unter anderem im Großraum Shanghai. Im Sommer und Herbst dominierte den Ausblick insbesondere in Deutschland die Angst vor einer Gasmangellage, dem Wiederaufflammen der Pandemie inklusive einer Superinfektionswelle von Corona in Verbindung mit der Grippesaison im Winter sowie einer möglichen, durch die Zinswende und Inflation verursachten Rezession beziehungsweise Wachstumsschwäche. Erfreulicherweise kam es gegen Jahresende zu einer Stimmungswende, weil sich die Risiken nur teilweise materialisierten. Ebenfalls erfreulich war, dass der Auftragseingang im Berichtsjahr in jedem Quartal besser war als im Jahr 2021. Insbesondere die Märkte USA, Italien, Frankreich, China und Südostasien entwickelten sich positiv. Weniger positiv hingegen war die Entwicklung in Osteuropa. Hier machte sich der starke Einfluss der Automobil- und Automobilzulieferindustrie und die Schwierigkeiten der VW-Gruppe bemerkbar. Durch die Chipkrise und die ausbleibenden Lieferungen von Kabelbäumen aus der Ukraine war der Produktionsrückgang dort besonders ausgeprägt. Die Auswirkungen aus dem Wegfall des Marktes Russland waren überschaubar und konnten durch Zuwächse in anderen Regionen kompensiert werden. Ein Aufwärtstrend konnte in der Luftfahrtbranche festgestellt werden, nachdem es in Folge der Covid-19-Pandemie zu einem Rückgang von fast 50 % kam. Der Auftragseingang im ersten Quartal stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 60 %. Dies war so nicht zu erwarten gewesen, denn das Zusammenwirken von Krieg, Pandemie und hoher Inflation erforderte erhöhte Wachsamkeit. Durch die regelmäßige Überarbeitung der Forecasts war die MAPAL Gruppe im Stande die erforderliche Unternehmenssteuerung an die tatsächliche Lage anzupassen. 3. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres 2022Aufgrund des Überfalls auf die Ukraine wurden unmittelbar nach Kriegsbeginn im Februar 2022 die Lieferungen nach Russland gestoppt und nachdem klar wurde, dass Russland dauerhaft kein Partner sein würde, komplett aufgegeben. Der Geschäftsbetrieb der Voha-Tosec Werkzeuge GmbH, Aalen wurde zum 31. März 2022 gemäß dem Gesellschafterbeschluss aus dem Jahr 2021 eingestellt. Die Produktion sowie der wesentliche Maschinenpark wurden zur Weisskopf Werkzeuge GmbH nach Meiningen, die Handelstätigkeit und die verbliebenen indirekten Bereiche zur MAPAL Dr. Kress KG nach Aalen verlagert. Vermarktung und Absatz erfolgen seither unter der Marke MAPAL. Nach dem erfolgreichen und planmäßigen Abschluss der Verlagerung und der damit verbundenen Umstrukturierung der Fertigung bei Weisskopf wurden die erwarteten positiven Effekte spürbar. Zum Jahresende 2022 bezog die indische Tochtergesellschaft den Neubau in Coimbatore. Mit der Flächenerweiterung und der neugestalteten Arbeitsumgebung kann dem Wachstum des indischen Marktes zukünftig noch besser Rechnung getragen werden. Die Tochterfirma SP3 partizipierte am weltweiten Ausbau der Chipfertigungskapazitäten durch den Verkauf mehrerer Reaktoren. Mit diesen werden Produktionsmittel für die Chipfertigung hergestellt. Die Laufzeit des im November 2019 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrages wurde mittels weiterer Optionsausübung um ein Jahr bis Oktober 2027 verlängert. Diese Finanzierungszusage sichert die Unternehmensgruppe im Kontext der andauernden Krisen ab und schafft gegebenenfalls Zugang zu benötigten finanziellen Mitteln. 4. Produktion und LogistikDie MAPAL Dr. Kress KG ist sowohl nach DIN ISO 9001 als auch nach VDA 6.4 sowie weiteren Normen, insbesondere im Bereich der Nachhaltigkeit, zertifiziert. Gesetzliche und produktbezogene Anforderungen der Kunden bezüglich des Qualitätsmanagements sind in einem Qualitäts-Managementhandbuch beschrieben und werden in speziellen Datenbanken dokumentiert sowie regelmäßig intern auditiert. Die Einhaltung höchster Qualitätsstandards in allen Bereichen wird durch ein konsequentes Qualitätsmanagement sichergestellt, damit die Kunden zu deren höchster Zufriedenheit versorgt werden können. Um die Kundenzufriedenheit bezüglich der Lieferfähigkeit (Liefertreue, Lieferzeit, Verfügbarkeit) zu erhöhen, wurden auch im Berichtsjahr erhebliche Anstrengungen unternommen. Die Mitarbeiter waren stark involviert in die Frage, wie Durchlaufzeiten verkürzt werden können bei gleichzeitiger Steigerung der Liefertreue. Dazu wurde die Verfügbarkeit vom definierten Produktportfolio erheblich gesteigert. Hierzu wurden an verschiedenen Standorten sehr erfolgreich Projekte durchgeführt. In Summe konnten sowohl die Liefertreue, die Durchlaufzeit und die Verfügbarkeit erheblich gesteigert werden. Die dadurch gestiegene Kundenzufriedenheit war einer der Gründe für den gestiegenen Auftragseingang. Darüber hinaus wurde im Jahr 2022 in neue Produktionstechnologien investiert. Das Hauptziel der Investitionen war es, die Qualität der Produkte zu erhöhen, die Durchlaufzeiten zu reduzieren und die Umweltbelastungen zu minimieren. 5. Innovation, Forschung und EntwicklungAuch im Jahr 2022 hat die MAPAL Gruppe ihre Aufwendungen in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Optimierung von Prozessen auf einem unverändert hohen Niveau gehalten. Zum überwiegenden Teil werden diese Aufgaben im eigenen Hause durchgeführt. Darüber hinaus wird verstärkt mit anderen Gruppenunternehmen sowie - wo möglich - auch mit Hochschulen und Forschungsinstituten zusammengearbeitet. Die Anstrengungen in diesem Bereich gelten sowohl für Neuentwicklungen als auch für Weiterentwicklungen bewährter Produkte. Damit wird erreicht, dass das Produktionsprogramm kontinuierlich und marktgerecht weiterentwickelt wird. Die Anstrengungen in diesem Bereich gelten sowohl Neuentwicklungen als auch Weiterentwicklungen bewährter Produkte. Damit wird erreicht, dass das Produktionsprogramm kontinuierlich und marktgerecht weiterentwickelt wird. Bessere Standzeiten sowie erweiterte Einsatzfelder für die Werkzeuge sind die Aufgabenstellung unseres F&E-Bereichs. Erreicht wird dies durch die kontinuierliche Weiterentwicklung von Mikro- und Makrogeometrien der Werkzeuge sowie der Einsatz neuester Schneidstoffe und Beschichtungen. Der Schwerpunkt lag dabei auf Anwendungen im Bereich der vier von MAPAL als strategisch definierten Marktsegmente. Diese vier Segmente sind die Automobilbranche, die Luftfahrtindustrie, der Werkzeug- und Formenbau und der allgemeine Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Fluidtechnik. Beispielsweise wurden spezielle Werkzeuge entwickelt für die Bearbeitung von Komponenten der Elektromobilität. Weiterhin wurden Bearbeitungsprozesse speziell für die Hydraulik mit Kunden getestet, die diesen wesentlichen Vorteilen in der Wirtschaftlichkeit und Prozesssicherheit bieten. Für das Fräsen von Aluminium und Titan wurden Werkzeuge entwickelt, die ein höheres Zeitspanvolumen bei geringeren Kosten aufweisen als die bisherigen Produkte. Diese Werkzeuge kommen sowohl in der Luftfahrt als auch in der Automobilindustrie zum Einsatz. Eine wichtige Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Werkzeuge sind modernste Produktionsmittel und Produktionsverfahren. Dementsprechend lag im Jahr 2022 auch ein Fokus auf der Weiterentwicklung von bekannten Fertigungsverfahren beziehungsweise der Etablierung alternativer Verfahren. Je nach Anwendungsgebiet war das Ziel die Steigerung der Qualität, die Erweiterung der Gestaltungsmöglichkeiten und/oder die Reduzierung der Herstellkosten. Insbesondere im Bereich der Schneidkantenfeinbearbeitung konnten erhebliche Fortschritte erzielt werden. Darüber hinaus wurden die in den vergangenen drei Jahren begonnen Prozessinnovationen im Bereich Operations weiter vorangetrieben. Ziel ist es, die Durchlaufzeiten deutlich zu reduzieren und die Wünsche der Kunden nach einer schnelleren Belieferung zu erfüllen. Ein Beispiel für einen solchen Entwicklungsansatz ist der Fast-Config-Ansatz, mit dem aus bekannten Werkzeugkomponenten ein Kundenwerkzeug in kurzer Zeit erstellt werden kann. Durch automatisierte Abläufe werden parallel 3D-Modelle zur Werkzeugauslegung und die entsprechenden NC-Programme für die Produktion erstellt. Im Vergleich zu den Vorjahren konnten erhebliche Fortschritte erreicht werden. 6. Investitionen und FinanzierungDie allgemeine Wirtschaftslage im Berichtsjahr war noch Anlass für eine weiterhin vorsichtige Investitionspolitik. Neuanschaffungen wurden aber, wo sinnvoll und notwendig, durchgeführt. Der Maschinenpark ist aufgrund der kontinuierlichen Überholung auf einem modernen technischen Stand. Zur Finanzierung der Investitionen wurden keine neuen Bankdarlehen benötigt, da die MAPAL Gruppe über ausreichende freie finanzielle Mittel verfügt. Die Gesellschaft verfügt über KfW-Mittel mit Langfristcharakter; das Prinzip der Fristenkongruenz ist somit gewahrt. Die im November 2019 abgeschlossene Konsortialfinanzierung war zum Jahresende 2022 weiterhin nur minimal ausgelastet, ausreichende Finanzmittel für die zukünftige Entwicklung sind also vorhanden. Der Konsortialvertrag wurde um ein Jahr bis zum 25. Oktober 2027 verlängert. Gleichzeitig wurden zwei Verlängerungsoptionen für jeweils ein weiteres Jahr in den Vertrag aufgenommen. Die Nettoverschuldung (Bankverbindlichkeiten abzgl. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten) ist weiterhin negativ, d. h. die MAPAL Gruppe wäre in der Lage, alle Bankverbindlichkeiten sofort abzulösen und auch danach noch einen positiven Cashbestand auszuweisen. Diese Konstellation spiegelt die hohe Eigenfinanzierungskraft im Konzern wider. 7. PersonalbereichDie Anzahl der Mitarbeitenden des Konzerns lag im Berichtsjahr bei durchschnittlich 4.924 (Vj. 4.937) und somit leicht unter dem Vorjahresniveau. Davon entfallen 3.171 (Vj. 3.219) Mitarbeitende auf das Inland und 1.753 (Vj. 1.718) Mitarbeitende auf das Ausland. Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2022 waren mit 4.947 Mitarbeitenden praktisch genauso viele Personen beschäftigt wie im Vorjahr (4.950). Um der Bedeutung der Mitarbeiter für die MAPAL Gruppe gerecht zu werden, wurde zum 1. September 2022 die Stelle des CHRO neu geschaffen und auf der obersten Führungsebene verankert. Damit sollen den steigenden und sich wandelnden Bedürfnissen und Anforderungen der Mitarbeiter und der MAPAL Gruppe an die Mitarbeiter Rechnung getragen werden. B. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage1. ErtragslageDie Umsatzsteigerung von 523,6 Mio. EUR auf 557,5 Mio. EUR entspricht einem Wachstum von 6,5 % gegenüber 2021 und lag nur knapp unter der Erwartung von 565,0 Mio. EUR. Trotz Lieferengpässe und steigender Rohstoffpreise konnte das Wachstum aus dem Vorjahr ähnlich dem Branchenschnitt fortgeführt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der schwache Euro positiv auf Auftragseingang und weitere Kennzahlen auswirkte. Die Ertragslage konnte mit der Umsatzentwicklung nicht schritthalten. Gegenüber dem Vorjahr kam es zu einem Rückgang und auch die Planung wurde verfehlt. Das operative Ergebnis wurde aufgrund einiger zusätzlicher, nicht geplanter Aufwendungen wie Inflationsausgleichsprämie sowie der Bildung von Rückstellungen für Altersteilzeit und Restrukturierungsmaßnamen im vierten Quartal überproportional belastet. Hinzu kamen Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit Digitalisierungsprojekten und der Umstrukturierung der Unternehmensgruppe. Die kumulierte Personalkosten-Quote liegt mit 53,6 % im Rahmen der Erwartungen. Gegenüber dem Vorjahr sind die gestiegenen Personalkosten hauptsächlich auf die auslaufenden Verzichtsmaßnahmen an den deutschen Standorten zurückzuführen. Die Materialeinsatzquote stieg wie vorhergesehen von 23,7 % auf 25,1 %. Die Materialpreissteigerungen und ein sich veränderter Produktmix sind die Ursachen hierfür. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, wurden bereits im Juli Preiserhöhungen an die Kunden umgesetzt. Die Abschreibungen haben sich aufgrund der zurückgefahrenen Investitionstätigkeiten in den Jahren 2020 und 2021 reduziert. Die Ausstattung befindet sich weiterhin auf dem neusten Stand und wird plangemäß sowie konsequent erneuert. Aufgrund von Teilemangel bei Vorlieferanten waren die Lieferzeiten zum Teil erheblich angestiegen, weshalb im Jahr 2022 einige Investitionen nicht realisiert werden konnten. Daher erfolgte eine Verschiebung nach 2023. Der im Vergleich zu 2018 immer noch deutlich geringere Umsatz macht bisher keine umfangreichen Erweiterungsinvestitionen erforderlich. Die sonstigen betrieblichen Ausgaben sind quotal um ca. 1,6 % gestiegen. Sie stiegen aufgrund zunehmender Reise- und Messeaktivitäten, der Inflation und Ausgaben für Strategieprojekte und Optimierungen in der Produktion. 2. Vermögens- und Kapitalstruktur, LiquiditätDie Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022 ist mit 594 Mio. EUR (Vj. 596 Mio. EUR) konstant geblieben. Das Sachanlagevermögen hat sich aufgrund planmäßiger Abschreibungen und geringer Investitionen reduziert, das Finanzanlagevermögen ist ungefähr auf derselben Höhe wie im Vorjahr. Der Vorratsbestand und die Forderungen sind insgesamt um rund 21 Mio. EUR gestiegen Grund für den Bestandsaufbau war die gezielte Verbesserung von Verfügbarkeiten (produkt- und ABC-klassifiziert), um die Lieferfähigkeit in Richtung Kunde weiter zu steigern und so Umsatzziele des Vertriebs zu unterstützen. Die Bankguthaben haben sich um 10 Mio. EUR verringert. Wir verweisen hierzu auf die Kapitalflussrechnung unter Anlage 3. Die Eigenkapitalquote ist mit 76,6 % gegenüber dem Vorjahr (75,2 %) wiederum leicht angestiegen und spiegelt die nachhaltig hohe Ertragskraft der MAPAL Unternehmensgruppe wider. Die Bankverbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um rund 3,7 Mio. EUR gesunken. Die MAPAL Gruppe verfügt aus der abgeschlossenen und verlängerten Konsortialfinanzierung über ausreichende Finanzmittel für die zukünftige Entwicklung. C. Chancen- und RisikobetrachtungDie MAPAL Unternehmensgruppe wird von ihren Kunden wegen der hohen Produktqualität und der Innovationsfähigkeit geschätzt. Die weitgehende Standardisierung aller ausländischen Fertigungsstätten sowie die entsprechende Unterstützung der Lokalgesellschaften durch Fachkräfte aus Aalen garantieren den Kunden eine weltweite Produktverfügbarkeit, die MAPAL von vielen Wettbewerbern positiv abgrenzt. Gleichwohl ist die Geschäftstätigkeit aller Konzernunternehmen mit Risiken verbunden. Die MAPAL Dr. Kress KG hat im Rahmen der jährlichen Audit-Prüfungen nach Vorgabe des VDA / DIN deshalb Risikobewertungsansätze ermittelt und entsprechende Informationswege bei erhöhtem Risiko definiert. Die Risikomatrix betrachtet alle Unternehmensbereiche. Zusätzlich wird die Entwicklung von Chancen und Risiken, die für die MAPAL Gruppe von Bedeutung sein können, kontinuierlich durch die Geschäftsleitung beobachtet. Aktuell sind keine bestandsgefährdenden Risiken bekannt. Schwerpunkte bei der Risikobetrachtung sind die Absatz- und Beschaffungsmärkte mit den entsprechenden Preis- und Wechselkursrisiken. Preisänderungsrisiken wird mit entsprechender Auftragsdisposition und Lagerhaltung begegnet. Den Wechselkursrisiken wird durch eine Kombination von Kursabsicherungen bei Termingeschäften, dem Ersatz von wechselkurssensiblen Importen durch lokalen Bezug und einem gruppenübergreifenden natural hedge begegnet. Im Hinblick auf die Supply Chain verfolgt die MAPAL Gruppe eine konsequente Mehrlieferantenstrategie, um hier dem Ausfall eines Lieferanten jederzeit begegnen zu können. Den Absatzmarktrisiken wird durch eine langfristige Kundenbindung und einer laufenden Verbesserung des Kundenservice begegnet werden. Dem unverändert hohen Kostendruck der Abnehmer wird mit fortlaufenden Optimierungen der Produktionen durch Kosteneinsparungen und Rationalisierungsinvestitionen begegnet. Ein wichtiger Punkt in Bezug auf die Absatzrisiken ist die Zunahme der batterieelektrischen Fahrzeuge, weisen diese doch einen geringeren Zerspanungsanteil als Verbrenner beziehungsweise Hybridfahrzeuge auf. Diesem Trend begegnet MAPAL mehrschichtig. So ist es ein Ziel, einen möglichst hohen Marktanteil im Bereich der Elektromobilität zu erreichen, während gleichzeitig der Marktanteil im Bereich der Verbrenner gesichert werden soll. Gleichzeitig werden verstärkt Anstrengungen unternommen, um andere Marktsegmente zu erschließen. So hat sich die Unternehmensgruppe durch ausgewählte Akquisitionen Zugang zum bisher noch nicht bedienten Marktsegment Werkzeug- und Formenbau verschafft und es werden erste Erfolge in der Luftfahrtindustrie konsequent ausgebaut. Dies vor dem Hintergrund einer bis 2025 signifikant steigenden Flugzeugproduktion, wovon MAPAL aufgrund der starken Stellung bei Airbus überproportional profitieren sollte. Dazu wird der Bereich Fluidtechnik gestärkt, was in Verbindung mit der Neustrukturierung der Vertriebsorganisation zusätzliche Impulse in den nächsten drei Jahren geben wird. Perspektivisch ermöglicht zudem der neu zu erschließende Vertriebskanal Markenhandel den Zugang zu großen Marktpotentialen und damit weiteren Wachstumschancen. Eine messbare Wirkung wird gegen Ende 2025 erwartet. Marktstudien ausgewählter Banken unterlegen die Annahme der mittelfristigen Gruppenplanung, dass eine Rückkehr zu einem Umsatzniveau auf Vorkrisenniveau von mehr als 600 Mio. Euro in den nächsten Jahren möglich sein sollte. Ein weiteres Risiko neben den obengenannten Risiken ist der Ausfall von Kundenforderungen. Zur Steuerung des Debitorenausfallrisikos werden deshalb die Fälligkeiten der Kundenforderungen regelmäßig überwacht und kontrolliert. Zur Risikovorsorge werden erforderlichenfalls Einzelwertberichtigungen gebildet. MAPAL hat sich im Berichtsjahr entscheiden, ein interner Kreditmanagementsystems in Zusammenarbeit mit ausgewählten Kreditversicherern einzuführen. Dadurch soll nochmal das Ausfallrisiko einzelner Kundenforderungen minimiert werden. Die Einführung erfolgte im Berichtsjahr. In einer zunehmend verknüpften Welt spielen IT-Systeme eine besondere Rolle. Somit ist das Thema "IT-Sicherheit" für die MAPAL Unternehmensgruppe von zentraler Bedeutung. Durch einen regelmäßigen Austausch mit Dienstleistern, der Nutzung eines SOC (Security Operation Center), kontinuierlicher Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter und interne Kontrollsysteme wird diesem Risiko begegnet. Das Finanzierungsrisiko ist durch unsere hohe Eigenfinanzierungskraft und auf Basis einer zins- und fristigkeitsorientierten Bankenfinanzierung überschaubar. Durch den Abschluss geeigneter Versicherungen wird der gegenwärtigen Risikosituation ausreichend Rechnung getragen. Der demographischen Entwicklung und der damit einhergehenden Risiken bezüglich Personalbeschaffung, Fluktuation und Lohnentwicklung wurde und wird Rechnung getragen durch die Schaffung der Stelle des CHRO (Chief HR Officers) sowie der Stärkung der Personalarbeit insgesamt. Zudem wird ein verschärftes Augenmerk auf die Produktivitätsentwicklung gelegt. D. Voraussichtliche Entwicklung und ChancenDer Maschinenbau in Deutschland steuert 2023 auf ein herausforderndes Jahr zu. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Minus in der realen Produktion in Höhe von 2 %. Diese Prognose ist mit einer hohen Unsicherheit behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. (Quelle: VDMA) Die hohe Inflation und der Ukraine-Krieg mit all seinen Folgen werden die Unternehmen noch lange belasten. Auch der teure Tarifabschluss vom November 2022 ist eine Bürde für die Unternehmen. Materialengpässe und Schwierigkeiten in der Lieferkette dauern an, zudem kehren immer mehr Staaten zu protektionistischen Maßnahmen zurück. Alles in Allem ist zu erwarten, dass auch 2023 ein schwieriges Jahr in allen Teilbranchen der Präzisionswerkzeuge-Industrie wird. Der steigende Bedarf an Werkzeugen in manchen Kundenbranchen lässt immerhin insgesamt auf ein erneutes Produktionswachstum um 8 % hoffen. (Quelle: VDMA) Die MAPAL Gruppe geht von einer Steigerung der Umsätze um circa 6 % und einem Konzernjahresergebnis auf einem ähnlichen Niveau wie in 2021 aus. Dies setzt jedoch voraus, dass die gestiegenen Kosten in den Bereichen Personal und Material weitgehend durch Preiserhöhungen kompensiert werden können. Der bisherige Auftragseingang und die Umsatzentwicklung scheinen die Prognosen für 2023 zumindest aktuell zu bestätigen. Dazu kommt, dass die Summe der offenen Angebote weiterhin hoch und werthaltig ist. Dennoch besteht weiterhin ein erhebliches Konjunkturrisiko. Eine Aussage zur Marktentwicklung in den nächsten Jahren ist auf Grund der aktuellen geopolitischen Spannungen, zunehmenden Handelsrestriktionen, Unsicherheiten bezüglich der Zins- und Energiekostenentwicklung sowie Engpässen am Arbeitsmarkt nur mit großen Einschränkungen möglich. Dies vorausgeschickt geht die MAPAL Gruppe für die Jahre 2023 bis 2025 geht MAPAL von einer Rückkehr hinsichtlich des Umsatzes auf das Niveau des Jahres 2018 und steigenden Gewinnen aus. Das Umsatzwachstum ist vergleichsweise konservativ angesetzt, da zunehmende Verkäufe in für MAPAL neuen Gebieten, wie zum Beispiel der E-Mobilität und dem allgemeinen Maschinenbau, insbesondere ab dem Jahr 2024 einem sinkenden Bedarf im Bereich konventioneller Antriebstechnik gegenüberstehen werden. Die Flugzeugproduktion wird in den Folgejahren wieder an Bedeutung gewinnen, wovon MAPAL aufgrund der bestehenden Ausgangsposition entsprechend profitieren wird. Parallel soll auch der Absatz in anderen Branchen ausgebaut werden, in denen der Marktanteil von MAPAL bisher noch unterdurchschnittlich ist. Um neben dem Direktvertrieb auch kleinere Kunden aus den verschiedensten Branchen erreichen zu können, soll der Handel als Vertriebskanal deutlich ausgebaut werden.
Aalen, 16. Juni 2023 Die Geschäftsführung Dr. Jochen Kress Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Anlage zur Konzernbilanz 2022Angaben nach § 13 Abs. 3 in Verbindung mit § 5 Abs. 5 Satz 3 Gesetz über die Rechnungslegung von bestimmten Unternehmen und Konzernen
Aalen, 16. Juni 2023 MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG Der persönlich haftende Gesellschafter Dr. Jochen Kress Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022
* Der Zugang der Vermögensgegenstände durch Veränderung des Konsolidierungskreises wird unter den Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen brutto gezeigt. Konzernanhang 2022Allgemeine Hinweise Das Mutterunternehmen MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG (MAPAL KG) mit Sitz in Aalen ist im Amtsgericht Ulm unter der Handelsregisternummer HRA 500379 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Für die Offenlegung werden die Erleichterungsvorschriften des § 13 Abs. 3 i.V.m. § 5 PublG in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Konsolidierungskreis und Stichtag für den Konzernabschluss Der Konzernabschluss umfasst die MAPAL KG sowie 16 inländische und 34 ausländische Tochterunternehmen, welche nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen wurden, da der Muttergesellschaft die Möglichkeit der Beherrschung gemäß § 290 Abs. 2 HGB zusteht. Die Gesellschaft MAPAL HITECO TMS DO BRASIL LTDA, Piracicaba City, Brasilien, wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen, da die Gesellschaft zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Mutterunternehmens (31. Dezember) aufgestellt worden. Nach der Equity-Methode wurden drei ausländische Gesellschaften bilanziert. Davon wurden zwei Gesellschaften auf Basis ihrer Einzelabschlüsse einbezogen. Eine Gesellschaft wurde anhand des für sie erstellten Teilkonzernabschlusses, in den insgesamt 13 weitere Konzerngesellschaften einbezogen sind, berücksichtigt. Wegen untergeordneter Bedeutung wurde auf die Bilanzierung von drei weiteren Konzerngesellschaften nach der Equity-Methode verzichtet. Eine Aufstellung über den vollständigen Anteilsbesitz der Muttergesellschaft MAPAL KG ist in diesem Anhang unter "Konzern- und Beteiligungsverhältnisse" dargestellt. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB i. V. m. § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. unter Beibehaltung der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung in der Weise vorgenommen, dass die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals verrechnet werden. Aus Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2010 entstandene aktive und passive Unterschiedsbeträge wurden verrechnet. Der nach Verrechnung verbliebene Geschäfts- oder Firmenwert wurde jeweils vollständig abgeschrieben. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs nach dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert werden, wird nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet worden war, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich. Für nicht dem Mutterunternehmen oder den anderen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gehörende Anteile am Vermögen und Gewinn wird gemäß § 307 Abs. 1 HGB ein Ausgleichsposten für Minderheitenanteile innerhalb des Eigenkapitals (Nicht beherrschende Anteile) gesondert ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie der Zwischenergebniseliminierung entstandene Währungsdifferenzen wurden ergebniswirksam erfasst. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden mit Ausnahme der Zwischengewinneliminierung der Vorräte unverändert maßgebend. Bei der Zwischengewinneliminierung der Vorräte wurde als Marge für den Zwischengewinn bei den wesentlichen Gesellschaften der Deckungsbeitrag II herangezogen. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der MAPAL KG einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Bei den assoziierten Unternehmen erfolgt keine Anpassung an die im Konzernabschluss angewandten Bewertungsmethoden. Die entgeltlich erworbenenimmateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen wurden teils linear, teils degressiv vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 werden sofort im Aufwand erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährliche steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften im Jahr, für dessen Zugänge sie gebildet wurden, und den vier darauffolgenden Jahren pauschalierend jeweils 20 % p. a. abgeschrieben. Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00, die nach dem 31. Dezember 2017 angeschafft worden sind, wurden in das Anlagenverzeichnis aufgenommen und im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen wurden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. Nennwerten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Zugänge bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten grundsätzlich neben erworbenen Anteilen Einlagen und anteilige Jahresüberschüsse. Unter den Abgängen sind anteilige Jahresfehlbeträge sowie Dividendenausschüttungen und veräußerte Anteile erfasst. Ausleihungen werden grundsätzlich zu Nennwert erfasst. Vorräte wurden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten. Das Bestands- und Vertriebsrisiko wurde durch Wertabschläge berücksichtigt; Abschläge für die verlustfreie Bewertung wurden ebenfalls vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Sonderposten wurden für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt über die Mittelbindungsfrist von 5 Jahren. Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,79 % (Vj. 1,87 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Erwartete Rentensteigerungen sind mit 2,00 % (Vj. 2,00 %), erwartete Gehaltssteigerungen mit 2,50 % (Vj. 2,50 %) angesetzt. Fluktuation wurde wie im Vorjahr nicht berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Berechnung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen sowie für Altersteilzeit erfolgte mittels versicherungsmathematischer Gutachten. Soweit die zugrunde liegende Verpflichtung einen Zinsanteil enthält, wurde die Rückstellung zum Barwert mit einem Zinsfuß von 0,42 % (Vj. 0,29 %) (Rückstellung Altersteilzeit) bzw. 1,45 % (Vj. 1,35 %) (Rückstellung Jubiläumszuwendungen) angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern, in den einzelnen Jahresabschlüssen, die aus Differenzen zwischen handels- und steuerlichen Wertansätzen, Anpassungen an konzerneinheitliche Bewertungsmethoden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Währungsumrechnung Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte nach folgenden Grundsätzen: Die Posten der Bilanz werden, mit Ausnahme des gezeichneten Kapitals, welches mit den historischen Kursen zum Stichtag seines Zugangs umgerechnet wird, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals wurden erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. Die Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Konzernbilanz übernommen und die sich ergebende Umrechnungsdifferenz innerhalb des Konzerneigenkapitals ebenfalls unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Der Erwerb von Anteilen an Unternehmen und die damit verbundene Einbindung in die MAPAL Gruppe führt in den Folgejahren zu Wachstum und organisatorischen Veränderungen der Gesellschaft. Eine Nutzungsdauer der Firmenwerte von mehr als 5 Jahren erscheint deshalb als nicht angemessen. Der Anteilsbesitz wird unter Konzern- und Beteiligungsverhältnisse untenstehend angegeben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Eigenkapital Die Kapitalanteile des persönlich haftenden Gesellschafters und der Kommanditisten entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Der Konzernbilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag von TEUR 228.696 (Vj. TEUR 224.853). Die nicht beherrschenden Anteile beinhalten Anteile Konzernfremder an Jahresüberschüssen des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von TEUR 5.638 sowie an Jahresfehlbeträgen in Höhe von TEUR 189. Pensionsrückstellungen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsverpflichtungen zum 10-Jahresdurchschnittssatz und zum 7-Jahresdurchschnittszinssatz liegt bei TEUR 81. Unter Inanspruchnahme von Art. 28 EGHGB bestehen Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 540, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind. Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Als Sicherheiten für die Bankverbindlichkeiten sind Grundschulden in Höhe von 28,0 Mio. EUR sowie Sicherungsübereignungen von Maschinen in Höhe von 30,1 Mio. EUR eingetragen, die zum Bilanzstichtag mit 2,3 Mio. EUR bzw. 4,7 Mio. EUR valutieren. Latente Steuern Aktive latente Steuern in den einzelnen Jahresabschlüssen resultieren aus Differenzen bilanzieller Wertansätze für Anpassungsbuchungen von HB I auf HB II, aus Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz und aus Verlustvorträgen in Höhe von insgesamt TEUR 17.291. In Ausübung des hierfür bestehenden Aktivierungswahlrechts wurden diese nicht aktiviert. Durch die Erstkonsolidierung der SP3 Inc., USA, im Jahr 2019 wurden im Wege der Kaufpreisallokation (Erwerbsmethode) stille Reserven aufgedeckt. Dadurch entstanden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 574. Da die stillen Reserven mittels HB II Buchungen planmäßig über 5 Jahre abgeschrieben werden, reduzieren sich auch die dazugehörigen passiven latenten Steuern. Diese wurden dementsprechend fortgeschrieben und betragen im Berichtsjahr zum Stichtag 31.12. nunmehr TEUR 186 (Vj. TEUR 305). Im Rahmen der Konsolidierungsmaßnahmen entstanden weitere latente Steuern:
Nach Verrechnung verbleiben aktive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 451, die auf der Aktivseite entsprechend ausgewiesen werden. Im Vorjahr bestanden latente Steuern wie folgt:
Nach Verrechnung verblieben im Vorjahr aktive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 472. Der Berechnung wurden die unternehmensindividuellen Steuersätze mit einer Bandbreite von rund 9 % bis 47 % zugrunde gelegt. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die amerikanische Tochtergesellschaft MAPAL Inc. ist an einem Pensionsplan beteiligt, der gemeinschaftlich mit anderen, nicht verbundenen Unternehmen unterhalten wird (Multi-Employer-Plan). Die Begünstigten des Versorgungsplans sind Mitglieder einer Gewerkschaft. Die Beiträge berechnen sich nach den von den Mitgliedern erbrachten Produktionsstunden. Wegen temporärer Unterauslastung sowie niedriger Renditen des Fondsvermögens entstand in der Vergangenheit ein Fehlbetrag. Zum 31. Dezember 2022 betrugen die nicht ausfinanzierten Versorgungsverpflichtungen (sog. withdrawal liability) aus dem Pensionsplan, die MAPAL Inc. betreffen 6,1 Mio. USD. Diese (renditebedingte) Unterdeckung begründet aus Sicht des Pensionsfonds aktuell noch keine Nachschusspflicht für MAPAL Inc. Grundsätzlich besteht das Risiko einer Inanspruchnahme; allerdings ist ein genereller Rettungsplan für unterfinanzierte Pensionskassen in der Vorbereitung. Zudem führt die aktuelle wirtschaftliche Situation in den USA zu der Einschätzung, dass die Abfindungssummen für die betroffenen Mitarbeiter eher geringer ausfallen sollten. Somit ist das Gesamtrisiko einer Inanspruchnahme gegenüber den Vorjahren geringer geworden. Die MAPAL Dr. Kress KG hat im Geschäftsjahr 2019 einen Konsortialkredit eingerichtet, dessen Laufzeit durch eine Vertragsanpassung im Jahr 2021 um zwei Jahre verlängert wurde. Diese Finanzierung mit einer Laufzeit von bis zu neun Jahren sichert die Liquidität der Gesellschaft und der gesamten Gruppe nachhaltig. Hierfür haften neben der MAPAL Dr. Kress KG selbst auch ausgewählte deutsche Tochtergesellschaften in Form eines Garantenkonzepts. Zum Bilanzstichtag sind insgesamt TEUR 106 der Kreditlinie in Anspruch genommen worden, wovon am Bilanzstichtag TEUR 0 als Bankverbindlichkeiten der MAPAL Dr. Kress KG ausgewiesen werden. Damit haftet die MAPAL Dr. Kress KG zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 106 im Rahmen des Garantenkonzeptes. Des Weiteren bestehen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB. Außerbilanzielle Geschäfte Zum 31. Dezember 2022 bestehen außerbilanzielle Geschäfte in Höhe von TEUR 18.691. Diese betreffen hauptsächlich Lieferantenkonsignationsläger, in denen Vorräte im Wert von TEUR 16.715 vorgehalten werden. Zweck ist die Reduzierung des bei der Gesellschaft zu bilanzierenden Vorratsbestandes. Unter Umständen könnte ein Risiko darin bestehen, dass die Waren bei Auflösung des Konsignationslagers vom Lieferanten nicht mehr zurückgenommen werden. Vorteile bestehen insbesondere in der Optimierung des Working Capital. Daneben bestehen keine sonstigen außerbilanziellen Geschäfte. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Operating Leasing für Kraftfahrzeuge und Maschinen in Höhe von TEUR 1.977. Zweck ist die Optimierung des Bestandes an liquiden Mitteln (geringere Kapitalbindung). Sämtliche Risiken verbleiben beim Leasinggeber. Daneben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt TEUR 5.461. Diese betreffen Mietverträge in Höhe von TEUR 3.269. Die Verträge haben Laufzeiten zwischen 2 und 120 Monaten. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag Abnahmeverpflichtung gegenüber Lieferanten von TEUR 1.565 (MAPAL India) sowie eine Verpflichtung in Höhe von TEUR 627 aus nicht bilanzierten Pensionszusagen für Mitarbeiter (MAPAL France für den Zeitraum 2026 bis 2067). Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Die MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG, Aalen, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB belief sich auf TEUR 444. Davon entfielen TEUR 319 auf Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 79 auf Steuerberatungsleistungen und TEUR 46 auf sonstige Leistungen. Geschäftsführung Geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Muttergesellschaft ist Herr Dr. Jochen Kress. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Berichterstattung über die Organbezüge wird in analoger Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzern- und Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen für die folgenden unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen:
Zu (A): Die Gesellschaften machen von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Offenlegung Gebrauch. Zu (1): Mittelbares Tochterunternehmen über die MAPAL Ltd., Purley, Großbritannien. Zu (2): Mittelbares Tochterunternehmen über die Arinday Ltd., Belfast, Nordirland. Zu (3): Mittelbares Tochterunternehmen über die SP3 Holdings Inc., Santa Clara, USA Zu (4): Mittelbares Tochterunternehmen über die MAPAL Holding GmbH und die MAPAL Inc., Port Huron, USA. Die Gesellschaft wurde in 2021 gegründet. Zu (5): Mittelbares Tochterunternehmen über die MAPAL Holding GmbH und die MAPAL Inc., Port Huron, USA und die MAPAL Canada Holdings Corporation, Ontario, Kanada. Die Gesellschaft wurde in 2021 gegründet. Zu (6): Die Gesellschaften Mapal Tooling (Thailand) Co., Ltd, und Mapal Ltd., werden seit 2015 wegen faktischer Mehrheit der MAPAL KG vollkonsolidiert. Zu (7): Mittelbares Tochterunternehmen über die MAPAL China Ltd., Shanghai, China bzw. die MAPAL China Production Ltd., Shanghai, China. Zu (8): Mittelbares Tochterunternehmen über die c-Com GmbH, Aalen. Zu (9): Mittelbares Tochterunternehmen über die VALCOR Australia Holdings Pty. Ltd., Alfredton, Australien. Zu (10) Mittelbares Tochterunternehmen über die MAPAL do Brasil Ferramentas de Precisao Ltda., Ibirité, Brasilien Die Gesellschaft wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen. Ferner bestehen folgende unmittelbare und mittelbare Beteiligungen:
E = At Equity Zu (1): Für die At Equity Bewertung des Beteiligungsbuchwerts wurde das Ergebnis des Konzernabschlusses 2020 angesetzt, da zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses der MAPAL Dr. Kress KG der Konzernabschluss 2021 der TCM International Tool Consulting & Management GmbH, Stainz, Österreich noch nicht vorlag. Zu (2): Direkte Beteiligung 24,0 %, indirekte Beteiligung über die TCM International Tool Consulting & Management GmbH 5,46 %. Zu (3): Direkte Beteiligung 40,0 %, indirekte Beteiligung über MAPAL HITECO Co. Ltd., Kyunggi-Do, Südkorea 15,06 %. Die Gesellschaft wurde nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da der MAPAL Dr. Kress KG nicht die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Ergänzende Angaben Die Muttergesellschaft MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG macht im Hinblick auf § 5 Abs. 6 PublG in Verbindung mit der entsprechenden Anwendung des § 264 Abs. 3 HGB von der Befreiung bezüglich der Offenlegung analog Gebrauch. Tochtergesellschaften, welche von den Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen, sind in der Anteilsliste entsprechend kenntlich gemacht. Nachtragsbericht Seit dem Angriff der Russischen Föderation am 24. Februar 2022 auf die Ukraine, hat die MAPAL Gruppe keine nennenswerten Lieferschwierigkeiten oder Umsatzausfälle festgestellt. Die zukünftigen Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg und den weiteren geopolitischen Unsicherheiten lassen sich heute noch nicht abschätzen. Dennoch gehen wir davon aus, dass auch in Zukunft keine relevanten Liefer- oder Absatzprobleme im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg für unser Unternehmen eintreten werden. Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Aalen, 16. Juni 2023 Die Geschäftsführung Dr. Jochen Kress BescheinigungIn den zur Offenlegung bestimmten Unterlagen - Konzernbilanz und Anlage zur Konzernbilanz sowie Konzernanhang und Konzernlagebericht - wurden die Erleichterungen nach §§ 13 Abs. 3 Satz 2 i. V. m. 5 Abs. 5 Satz 3 PublG zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG, Aalen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; • holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Stuttgart, 16. Juni 2023 Ernst
& Young GmbH
Kern, Wirtschaftsprüfer Wittmann, Wirtschaftsprüfer |
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