Südwest Presse Data Service GmbH
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alfred Udo Drotleff seit 10.6.2022 | Geschäftsführer |
Matthias Bikowski seit 11.2.2020 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Neue Pressegesellschaft mbHGöppingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben Die Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen, ist im Handelsregister in der Abteilung B des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer 530397 eingetragen. Die Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen, ist die alleinige Komplementärin der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG, Ulm. Es wurden die Vorschriften der §§ 290 ff. HGB in der jeweils gültigen Fassung angewandt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Konsolidierungskreis/assoziierte Unternehmen Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und die assoziierten Unternehmen ergeben sich aus der nachfolgenden Aufstellung des Anteilsbesitzes. Für die konsolidierten Tochterunternehmen werden grundsätzlich die Befreiungsvorschriften hinsichtlich der Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB (für Kapitalgesellschaften) und nach § 264b HGB (für Personengesellschaften) in Anspruch genommen. Das bislang nicht konsolidierte Tochterunternehmen BBR Brandenburgische Redaktionsgesellschaft mbH, Frankfurt (Oder) (vormals: PZOR Oberhavel-Ruppin GmbH, Oranienburg) wurde zum 1. Januar 2021 vollkonsolidiert. Aus der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns. Die Neue Berliner Rundfunk GmbH & Co. Kommanditgesellschaft wurde zum 30. Dezember 2020 vollkonsolidiert. Zur besseren Vergleichbarkeit der Ertragslage werden die Auswirkungen wie folgt angegeben:
Die im Anteilsbesitz als "Nicht konsolidierte Tochterunternehmen" aufgeführten Gesellschaften (Blatt 5 und 6) sind gemäß § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 einbezogen worden. Die Anschaffungskosten der Anteile an diesen Unternehmen wurden in der Konzernbilanz unter Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2021 sind acht assoziierte Gesellschaften gemäß § 311 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung zu fortgeführten Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 347 bewertet. Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2021
1) Einbeziehung in den Konzernabschluss
gemäß § 290 Abs. 1 und § 290 Abs. 2
Nr. 2 HGB
Für die vorgenannten konsolidierten Tochterunternehmen werden die Befreiungsvorschriften hinsichtlich der Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB (für Kapitalgesellschaften) und nach § 264b HGB (für Personengesellschaften) in Anspruch genommen, soweit auch alle anderen Voraussetzungen (insbesondere Einstands- bzw. Verlustübernahmeverpflichtungen) erfüllt werden. Die bisher konsolidierte Gesellschaft LR Logistik GmbH wurde in 2021 auf das konsolidierte Tochterunternehmen LR Medienverlag GmbH verschmolzen.
1) Vorjahresabschlusswerte, da Jahresabschluss
31.12.2021 noch nicht vorliegt
III. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses (1. Januar 2000) bzw. nach der Neubewertungsmethode ab 2010. Die sich insgesamt aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden historischen Firmenwerte von TEUR 18.370 (Vorjahr TEUR 18.370) wurden aktiviert. Die Firmenwerte wurden bzw. werden gemäß der Nutzungsdauer über Zeiträume von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Aus der Konsolidierung der Unternehmen der MMH-Gruppe (Frankfurt/Oder) wurden zum 31. Dezember 2012 folgende stille Reserven im Rahmen der Neubewertungsmethode aufgedeckt und diese werden ab 2013 wie folgt abgeschrieben:
Aus der Konsolidierung eines Erwerbs von zusätzlichen Anteilen an einem bereits vollkonsolidierten Unternehmen in 2014 und 2015 und der Erstkonsolidierung eines Unternehmens in 2015 wurden folgende stille Reserven im Rahmen der Neubewertungsmethode aufgedeckt und ab 2014 bzw. 2015 wie folgt abgeschrieben:
Aus der Konsolidierung der Unternehmen der LR-Gruppe (Cottbus) zum 1. Mai 2018 und der Konsolidierung eines Erwerbs von zusätzlichen Anteilen in 2019 wurden folgende stille Reserven im Rahmen der Neubewertungsmethode aufgedeckt und diese werden ab 2018 bzw. 2019 wie folgt abgeschrieben:
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Die passivischen Unterschiedsbeträge von TEUR 4.352 (Vorjahr TEUR 4.351) wurden unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" ausgewiesen. Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung betrifft Gewinnthesaurierungen zwischen Gründung/Anteilserwerb und Erstkonsolidierung. Ein passivischer Unterschiedsbetrag aus einem Kauf in 2012 (historisch TEUR 785) wurde ab dem Erwerbszeitpunkt über die Restnutzungsdauer der nicht-monetären Vermögenswerte von 4 Jahren (letztmals in 2016) aufgelöst. Im Rahmen der Equity-Bewertung wurden zehn assoziierte Unternehmen nach der Buchwertmethode (§ 312 Abs. 1 HGB) zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses (1. Januar 2000) in den Konzernabschluss einbezogen. Die sich insgesamt aus der Equity-Konsolidierung ergebenden historischen aktivischen Unterschiedsbeträge von TEUR 19.389 (Vorjahr TEUR 19.389) wurden aktiviert und wurden über vier bzw. fünf Jahre abgeschrieben. Die passivischen Unterschiedsbeträge von TEUR 2.163 (Vorjahr TEUR 1.828) wurden erfolgsneutral dem Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter (Gewinnrücklagen) zugeordnet und erhöhten gleichzeitig den Beteiligungsbuchwert, da die passivischen Unterschiedsbeträge darauf zurückzuführen sind, dass Gewinne der assoziierten Unternehmen vor dem Stichtag der Erstkonsolidierung thesauriert worden sind. Die Beteiligungsbuchwerte wurden um anteilige Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge und Dividendenausschüttungen fortentwickelt. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungsgesellschaften aufgerechnet. Bei der Konsolidierung auftretende Aufrechnungsdifferenzen wurden erfolgswirksam behandelt. Die verbleibenden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die nicht konsolidierten Konzernunternehmen. Bei der Konsolidierung der Aufwands- und Ertragsposten sind die konzerninternen Umsätze zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wie auch die anderen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der Empfänger verrechnet worden. Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der Aufdeckung der stillen Reserven im Rahmen der Kapitalkonsolidierung. Die Auflösung richtet sich nach der Abschreibung der neubewerteten Vermögensgegenstände und beträgt TEUR 538 in 2021. Der Steuersatz (Gewerbesteuer) beträgt rd. 13 %. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen bilanzieren zum 31. Dezember. Die Bewertung im Konzern erfolgte nach einheitlichen Grundsätzen. AKTIVA Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wurden bzw. werden gemäß der Nutzungsdauer über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen überwiegend linear. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften abgeschrieben. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden grundsätzlich zum anteiligen Reinvermögen bilanziert. Aktivische Unterschiedsbeträge/Firmenwerte wurden vor 2010 über vier Jahre und wurden ab 2013 über fünf Jahre abgeschrieben. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Tagespreisen, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse mit Herstellungskosten bewertet, in die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen sind. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Lagerrisiken und andere wertmindernde Umstände wurden durch Bewertungsabschläge berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit ihrem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen und das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel sind mit ihrem Nennwert ausgewiesen. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Es wurden vorausbezahlte Ausgaben abgegrenzt. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Die aus zugunsten von Versorgungsempfängern verpfändeten Rückdeckungsversicherungen resultierenden Aktivwerte (Anschaffungskosten/beizulegender Wert) von TEUR 1.412 wurden zum Stichtag mit dem in Höhe von TEUR 1.316 angesetzten Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen saldiert. Der übersteigende Wert von TEUR 96 wurde als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung ausgewiesen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte zum Barwert auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen. Es wurde das modifizierte Teilwertverfahren angewendet. Die Berechnung erfolgte auf Basis eines Zinsfußes von 1,87 %, der sich aus den vergangenen zehn Jahren ergibt, und aufgrund der Unterstellung einer 15-jährigen Restlaufzeit unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Steigerungen der Versorgungsleistungen wurden nur in dem Umfang der vertraglich zugesicherten Erhöhung in Höhe von Leistungen aus den Rückdeckungsversicherungen mit 0,4 %/1,1 % p.a. berücksichtigt. Die laufenden Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung des Verpflichtungswerts von TEUR 29 wurden mit Zinserträgen aus den Rückdeckungsversicherungen von TEUR 34 saldiert und mit TEUR 27 unter sonstige Zinsen und ähnliche Erträge bzw. mit TEUR 22 unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Aus Altersteilzeit wurden verpfändete Wertguthaben nach § 246 Abs. 2 HGB mit den Altersteilzeitrückstellungen zum Bilanzstichtag verrechnet. Der übersteigende Betrag in Höhe von TEUR 54 wurde als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Im Finanzergebnis wurden Zinsaufwendungen von TEUR 0 mit Zinserträgen von TEUR 1 verrechnet. PASSIVA Rückstellungen für Pensionen Zum 1. Januar 2010 ergab sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG eine Unterdotierung. Die Gesellschaft hat sich für die Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB und einer Verteilung der erforderlichen Zuführung über den längstmöglichen Zeitraum von 15 Jahren entschieden. Zum 31. Dezember 2021 beträgt der nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Unterdotierung TEUR 180. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen gemäß versicherungsmathematischen Gutachten zum 31. Dezember 2021 basiert auf folgenden Parametern:
Der Zinsaufwand aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen beträgt insgesamt TEUR 344 und wurde im Finanzergebnis ausgewiesen. Der positive Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen bei Verwendung des 10-Jahres-Rechnungszinssatzes gegenüber der Bewertung bei Verwendung des bisherigen 7-Jahres- Rechnungszinssatzes ergibt, beträgt TEUR 369 (§ 253 Abs. 6 HGB). Zur Abdeckung des Risikos wurden für Teilbeträge Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die verpfändet wurden. Dementsprechend ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 HGB folgender saldierter Ausweis in Bilanz und GuV (bezogen auf Teilbeträge der Pensionsrückstellungen):
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet worden. Bei der Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
Es wurden verpfändete Wertguthaben nach § 246 Abs. 2 HGB in Höhe von TEUR 1.685 (Nominalwert = Anschaffungskosten/beizulegender Zeitwert) mit den Altersteilzeitrückstellungen von TEUR 2.463 zum 31. Dezember 2021 verrechnet. Im Finanzergebnis wurden hierfür Zinsaufwendungen von TEUR 9 mit Zinserträgen von TEUR 5 verrechnet. Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wurde entsprechend den bis zum Bilanzstichtag angedienten Beträgen für jeden begünstigten Mitarbeiter einzeln berechnet. Der Rückstellungsbetrag wurde dann unter Abzinsung und unter Berücksichtigung eines Fluktuationsabschlags und anteiliger Sozialversicherungsbeiträge ermittelt. Die Abzinsung erfolgte mit einem Zinssatz von 1,36 %. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Es wurden vorausbezahlte Einnahmen abgegrenzt. V. Angaben zur Bilanz Entwicklung des Anlagevermögens
Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen hauptsächlich den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen vor allem sonstige Vermögensgegenstände. sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge von TEUR 86 (2020 TEUR 106) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Konzernbilanzgewinn Der Bilanzgewinn 2021 entspricht dem der Muttergesellschaft Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter Der Ausgleichsposten betrifft mit TEUR 48.032 (2020 TEUR 31.884) die Kommanditisten der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG, Ulm, und enthält im Wesentlichen das Kommanditkapital der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG, sowie Rücklagen, Gewinn- und Verlustvorträge und den anteiligen Konzernjahresüberschuss. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der passivische Unterschiedsbetrag hat Eigenkapitalcharakter. Verbindlichkeiten Der Verbindlichkeitenspiegel stellt sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten und die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ebenfalls überwiegend sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen hauptsächlich den Liefer- und Leistungsverkehr. Latente Steuern aus Einzelabschlüssen (§ 274 HGB) Es bestehen insbesondere Aktivlatenzen (vor allem bei immateriellen Vermögensgegenständen, Sach- und Finanzanlagen, Pensions- und sonstige Rückstellungen) und Passivlatenzen (immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) aus sogenannten Handelsbilanzen I. Saldiert ergeben sich Differenzen von TEUR 4.846 (Vorjahr TEUR 4.266), die zu aktiven latenten Steuern führen würden. Die maßgebenden Gewerbesteuersätze würden rd. 13 % betragen. Entsprechend dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 HGB wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden aufgrund des Wahlrechts nicht angesetzt. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern haben sich auf TEUR 2.488 verringert. Die Veränderung betrifft in Höhe von TEUR 538 eine erfolgswirksame Auflösung. VI. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2021 bestehen folgende aus der Bilanz nicht ersichtliche finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten:
Es bestehen Resteinzahlungsverpflichtungen für Kommanditeinlagen und bedungene Einlagen von TEUR 81. Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus einem Optionsrecht (Andienungsrecht) fremder Dritter bezüglich des Verkaufs von Gesellschaftsanteilen, die sich zum 31. Dezember 2021 auf insgesamt maximal Mio. EUR 4,7 belaufen können. VII. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen die Werbe- und Vertriebserlöse aus dem Verlagsgeschäft. In den Umsatzerlösen sind sonstige Erlöse (Mantelgebühren, Druck, Briefzustellung, sonstiges) mit TEUR 44.857 (Vorjahr TEUR 40.549) enthalten. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Periodenfremde Erträge und Aufwendungen sind enthalten in:
2) vor allem Abfindungen und Sozialplankosten
Abschreibungen In den Abschreibungen auf Finanzanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 187 enthalten und in den Abschreibungen auf Gebäude TEUR 531. außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Umstrukturierung und Sozialplankosten in Höhe von TEUR 1.200 (Vorjahr TEUR 3.080) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr TEUR 63) Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 HGB (Aufstockung der Pensionsrückstellung). Zinserträge/Zinsaufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon Erträge aus der Abzinsung TEUR 27 (Vorjahr TEUR 31) Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon Aufwendungen aus der Aufzinsung TEUR 363 (Vorjahr TEUR 380) VIII. Sonstige Angaben Honorar Das Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 177, für Steuerberatungsleistungen TEUR 83 und für sonstige Leistungen TEUR 60. Anzahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer hat betragen:
Gesellschaftsorgane Geschäftsführung In analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB erfolgen keine Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung. Beirat Die Beiratsvergütungen betrugen TEUR 176. Bezüge früherer Geschäftsführer Die an frühere Geschäftsführer bezahlten Ruhegehälter haben im Berichtsjahr TEUR 361 betragen. Die für diese Personengruppe gebildeten Pensionsrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2021 insgesamt TEUR 3.686. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet TEUR 46 für frühere Geschäftsführer. Die Unterdotierung beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 95 (ratierliche Zuführung des BilMoG-Effekts). Konzernbilanzgewinn/Ergebnisverwendungsvorschlag Der Bilanzgewinn 2021 entspricht dem der Muttergesellschaft Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen. Der Bilanzgewinn des Vorjahres von EUR 1.319,70 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresfehlbetrag 2021 von EUR 359,18 soll ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Ulm, den 22. April 2022 Andreas Simmet Matthias Bikowski Tilo Schelsky Konzernkapitalflussrechnung 2021
Finanzmittelfonds:
Konzerneigenkapitalspiegel 2021
1) an die Gesellschafter auszahlbare
Beträge:
2) Veränderung Minderheitenanteile
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021, dem Konzernanhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, der Konzernkapitalflussrechnung sowie dem Konzerneigenkapitalspiegel - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 22. April 2022 BDO
Dr. Daiber Audit GmbH
Hermann Wild, Wirtschaftsprüfer Detlef Sobeck, Wirtschaftsprüfer Lagebericht Konzern Neue Pressegesellschaft mbH 20211 Grundlagen und Geschäftsmodell Die Unternehmenstätigkeit des Konzerns erstreckt sich auf alle Geschäfte auf dem Gebiet der Presse, der Publizistik und der Massenmedien, insbesondere auf die Herausgabe und den Vertrieb der Tageszeitungen SÜDWEST PRESSE, Märkische Oderzeitung, Lausitzer Rundschau sowie weiterer Tageszeitungstitel. Ferner werden verschiedene Anzeigenblätter herausgegeben. Über Beteiligungs-, Tochter- und Enkelgesellschaften werden zudem Geschäfte im Bereich der kommunalen Mitteilungsblätter, des Druckereiwesens, des Online- und Internetdienstes, des Leser-Reisedienstes, der unadressierten Prospektverteilung, der adressierten Briefzustellung, des Hörfunks sowie weitere Dienstleistungen wahrgenommen. Räumlich zieht sich das Vermarktungsgebiet in Baden-Württemberg vom Raum Hohenlohe über Schwäbisch Hall und Aalen nach Ulm, Ehingen, Metzingen und Tübingen. Teilweise werden Gebiete über Partnerverlage abgedeckt, um ein einheitliches Vermarktungsgebiet aufzuweisen. Über Konzerngesellschaften werden des Weiteren die Gebiete Frankfurt (Oder), Oranienburg und die Region Lausitz-Spreewald im Bundesland Brandenburg einbezogen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Auch im Jahr 2021 war das wirtschaftliche Geschehen weitgehend durch die SARS CoV-2 Epidemie geprägt. Infolge der drastischen Kontaktbeschränkungen zu Jahresbeginn 2021 verzeichnete das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) einen deutlichen Rückgang (-1,9% gegenüber dem vierten Quartal 2020). Mit der Rücknahme der Kontaktbeschränkungen im Mai 2021 kam es im Sommerhalbjahr zu einer kräftigen Erholung (+3,8% gegenüber dem ersten Quartal 2021). Die maßgeblichen Wachstumstreiber waren beträchtliche Aufholeffekte im privaten Konsum. Im Abschlussquartal 2021 haben gestiegene Infektionszahlen und erneute Schutzmaßnahmen abermals zu erhöhter konjunktureller Unsicherheit geführt Alles in allem verzeichnet das Statistische Bundesamt einen Anstieg des BIP in Deutschland für das Kalenderjahr 2021 um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2021 lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt Baden-Württembergs laut dem Statistischen Bundesamt mit 3,4 % über dem Vorjahr. Im Bundesländervergleich lag Baden-Württemberg somit über dem bundesweiten Durchschnitt von 2,9 %. Lediglich Rheinland-Pfalz verzeichnete ein größeres Wachstum. Im Berichtsjahr schnitt Brandenburg mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,9 % im bundesweiten Vergleich am schlechtesten ab. 2.2 Branchenentwicklung Der Meinungsvielfaltsmonitor der Medienanstalten für das erste Halbjahr 2021 identifiziert die Tageszeitungen nach wie vor als einen elementaren Bestandteil des deutschen Meinungsmarktes. Rund 75 % der deutschen Bevölkerung halten die Tageszeitung für die Meinungsbildung ebenfalls für unverzichtbar. In den schwierigen Zeiten der Coronapandemie bieten die Tageszeitungen den Leser durch die besonderen lokalen Kompetenzen Orientierung und Sicherheit in der immer vielfältigeren Informationslandschaft. Dennoch verzeichnet der deutsche Tageszeitungsmarkt einen Rückgang der regionalen und nationalen Auflagen. Die verkaufte Auflage sinkt von insgesamt 14,06 Mio. Exemplaren im vierten Quartal 2020 auf 13,54 Mio. Exemplare im vierten Quartal 2021. Das entspricht einem Auflagenrückgang von rund 3,7 %. Damit sinkt die Auflage weniger stark als im Vorjahr. Dies ist unter anderem auf einen gesteigerten Informationsbedarf durch die Coronapandemie zurückzuführen. Die Abonnements verringern sich auf 10,06 Mio. Exemplare (-3,3 % zum Vorjahreszeitraum). Die Tageszeitungen erreichen in Deutschland insgesamt pro gedruckter Ausgabe rund 35,6 Mio. Leser und damit ca. 50,4 % der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren. Zusätzlich generieren die digitalen Angebote der Zeitungen täglich rund 17,1 Mio. weitere Leser. Die Bedeutung des Digitalangebotes der Tageszeitungen wird immer größer und gleichzeitig steigt der Einfluss der Tageszeitungen auf dem digitalen Meinungsmarkt. Die Verkäufe elektronischer Ausgaben der Tageszeitungen (ePaper) erzielen im 4. Quartal 2021 eine Zuwachsrate von 19,2% im Vergleich zum Vorjahresquartal und gewinnen zunehmend an Relevanz. Neben dem ePaper machen auch Plus-Angebote einen zunehmend größeren Anteil der Vertriebserlöse deutscher Zeitungsverlage aus. Der deutsche Paid-Content Markt scheint allerdings im Vergleich zu anderen europäischen Ländern noch unterentwickelt. Während in Deutschland nur rund 9 % der Bevölkerung regelmäßig für Online-Nachrichten bezahlen, sind es in den nordischen Ländern bereits über 30 %. Bisher waren in Deutschland rund 26 % der Bevölkerung mindestens einmal für Onlineangebote bezahlt. Besonders bei den jüngeren Generationen ist die Zahlungsbereitschaft für Onlineangebote höher. In Baden-Württemberg nimmt die Aboauflage im Berichtsjahr um 3,0 % ab. Die eher kleinteilig organisierte Verlagslandschaft dürfte auch weiterhin einen positiven Einfluss auf die Entwicklung haben. Unverändert können 17 Zeitungsverlage benannt werden, welche über eine eigene Vollredaktion verfügen (publizistische Einheiten). Die SÜDWEST PRESSE mit ihren Partnerverlagen in Baden-Württemberg bleibt, gemessen an der Auflage, nach den Stuttgarter Nachrichten (inkl. Partnerverlagen) die zweitgrößte Tageszeitung im Bundesland. In Brandenburg geht die Auflage der Abonnements (inkl. ePaper Abonnements) im vierten Quartal des Berichtsjahrs um 4,3 % zurück. Der Kaufpreisindex liegt in Brandenburg mit 92,6 Punkten deutlich unter Baden-Württemberg mit 108,8 Punkten. Brandenburg weist aber auch im Bundesländervergleich eine relativ geringe private Kaufkraft auf. Die FMG-Gruppe vereint rund 60 % der Auflage des Bundeslandes Brandenburg auf ihre Tageszeitungstitel. 2.3 Geschäftsverlauf Weiterhin verlieren die Zeitungen in den neuen Bundesländern stärker an Auflage als in den alten Bundesländern. Im Schnitt ging die Auflage der Abonnements (inkl. ePaper) von lokalen und regionalen Tageszeitungen in Deutschland im 4. Quartal des Berichtsjahres um 4,2 % zurück. Im gesamten Jahr 2021 lag der Verlust der NPG-Titel in Baden-Württemberg bei 2,4 %. Die Verluste in Brandenburg lagen mit 4,4% in etwa auf Vorjahresniveau. Im ersten Halbjahr 2021 stand die Werbevermarktung weiterhin unter Druck. Mit der Rücknahme der Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Sommer 2021 begann eine Erholung des Werbemarktes im zweiten Kalenderhalbjahr und näherte sich im letzten Quartal dem Niveau vor der Coronapandemie an. Aufgrund von Preiserhöhungen konnten die Vertriebserlöse ebenfalls gesteigert werden. Im Laufe des Berichtsjahres wurden die Bezugspreise in Baden-Württemberg um bis zu 2,00 EUR und in Brandenburg um bis zu 1,90 EUR angehoben. Die positive Entwicklung im Bereich der digitalen Produkte aus dem Vorjahr wurde fortgesetzt. Die verkaufte Auflage der ePaper der gesamten Gruppe verzeichnet einen Zuwachs um 29,2 % gegenüber dem Vorjahr Die ePaper-Abonnements stiegen gegenüber dem Vorjahr um 31,2 %. Die Nachrichtenlage rund um Corona sowie das große Interesse nach zuverlässigen Informationen sorgte für eine stabile Anzahl an Kundenbeziehungen über das gesamte Berichtsjahr hinweg. Zusätzlich wurde das Onlineangebot weiter SEO-optimiert, sodass in 2021 rund 255 Millionen Visits auf swp.de, moz.de und lr-online.de verzeichnet wurden. Das entspricht einer Reichweitensteigerung von 20,3 % gegenüber dem Vorjahr. Spezielle Funnelteams arbeiten an der Vermarktung der Plus- und Paid-Content Angebote. Im Laufe des Jahres 2021 konnte die Zahl der monatlich erzielten Abschlüsse deutlich ausgebaut werden. Diese Erfolge sind auch das Ergebnis einer engeren Zusammenarbeit zwischen der Redaktion und der Digital-Unit. Abgesehen von den Anstrengungen bei den neuen digitalen Geschäftsfeldern wird weiterhin auch in die klassischen Produkte investiert. Sowohl die Produktion der Tageszeitungen und Anzeigenblätter als auch die Logistik wird stetig modifiziert. Interne und externe Benchmarks führen zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Die Coronapandemie wurde zum Anlass genommen, die Strukturen der Unternehmensgruppe und die wesentlichen Workflows intensiv zu überarbeiten und zu optimieren. Regelungen zum mobilen Arbeiten und zur digitalen Zusammenarbeit werden erfolgreich umgesetzt. Insgesamt kann von einer deutlichen Steigerung der Effizienz der betrieblichen Workflows gesprochen werden. Die Mitarbeiter der Gesellschaft, die den Kern der Wertschöpfung entscheidend mitbestimmen, sind hochqualifiziert und erhalten laufende Weiterbildungsmöglichkeiten. Zusätzliche Angebote stellen das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter in den Mittelpunkt. 2.4 Lage des Unternehmens 2.4.1 Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse sind um 4,2 % bzw. 9.649 TEUR auf 238.402 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Umsatz ist eine bedeutende finanzielle Steuerungsgröße. 2.4.1.1 Werbeerlöse Die Anzeigenerlöse steigen um 7,6 % bzw. 4.005 TEUR auf 56.481 TEUR. Die Beilagenerlöse sinken um 1,6 % bzw. 417 TEUR auf 26.103 TEUR. In Summe ist ein Anstieg der Werbeerlöse um 4,5 % bzw. 3.588 TEUR auf 82.584 TEUR zu verzeichnen, das im Wesentlichen auf die Rücknahme der Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Zuge der Coronapandemie und den damit einhergehenden Geschäftsöffnungen zurückzuführen ist. 2.4.1.2 Vertriebserlöse Die Vertriebserlöse erhöhten sich um 1,6 % bzw. 1.753 TEUR auf 110.961 TEUR im Wesentlichen aufgrund einer Erhöhung der Bezugspreise, die den Auflagenrückgang überkompensieren konnten. 2.4.1.3 Sonstige Erlöse Die sonstigen Erlöse sind im Berichtsjahr 2021 um 10,6 % bzw. 4.308 TEUR auf 44.857 TEUR gestiegen. Die Erhöhung beruht auf der Erstkonsolidierung der NBR KG. 2.4.1.4 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 6,4 % bzw. 254 TEUR auf 4.251 TEUR gestiegen. 2.4.2 Materialaufwand, Personalaufwand sowie sonstige betriebliche Aufwendungen Der Materialaufwand verringerte sich um 0,6 % bzw. 610 TEUR auf 100.490 TEUR. Dies resultiert aus einem gesunkenen Papierpreis gegenüber dem Vorjahr, der zu einer Verringerung der Papierkosten in Höhe von 1.454 TEUR (16,5%) führt. Des Weiteren ergab sich eine Reduzierung der Vertriebs- und Zustellkosten. Dem steht eine Erhöhung durch die Einbeziehung der NBR KG gegenüber. Trotz Abfindungen für Umstrukturierungen und Reorganisationen hat sich der Personalaufwand insgesamt um 5,9 % bzw. 5.210 TEUR durch eine Reduzierung der Mitarbeiteranzahl sowie durch Kurzarbeit verringert. Insbesondere durch gestiegene Instandhaltungs- sowie Verlags und Verwaltungskosten, erhöhen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,9 % bzw. 518 TEUR auf 26.732 TEUR. 2.4.3 Finanzergebnis Das Finanzergebnis steigt um 262,8 % bzw. 3.593 TEUR gegenüber dem Vorjahr auf 4.960 TEUR. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Beteiligung an einer Druckerei sowie an Radiosendern. 2.4.4 Ertragslage Das bereinigte operative Ergebnis ist die wesentliche finanzielle Steuerungsgröße. Es stieg um 91,9 % bzw. 14.648 TEUR auf 30.591 TEUR. Hierfür ist insbesondere das gestiegene Betriebsergebnis verantwortlich. Nach Berücksichtigung des verbesserten neutralen Ergebnisses um 4.355 TEUR auf -4.654 TEUR, Gesellschafterzinsen (515 TEUR) und höheren Ertragsteuern (2.485 TEUR, Vorjahr 1.430 TEUR, u.a. wegen gestiegenen Gewerbeerträgen), ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 22.937 TEUR. Damit hat sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 17.963 TEUR verbessert und somit mehr als verdreifacht. 2.4.5 Vermögenslage Die aktivierten Vermögensgegenstände der NPG-Gruppe stiegen im Geschäftsjahr 2021 leicht um 0,7 % bzw. 878 TEUR auf 123.395 TEUR. Das Anlagevermögen hat sich um 6,3 % bzw. 6.342 TEUR auf 94.215 TEUR verringert. Im Wesentlichen sinken die immateriellen Vermögensgegenstände aus Kapitalkonsolidierungen aufgrund von planmäßigen Abschreibungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 4,7 % bzw. 782 TEUR, im Wesentlichen durch einen Anstieg der Forderungen aus Lieferung und Leistungen um 33,5 % bzw. 1.837 TEUR. Die Steigerung resultiert insbesondere aus einer Zunahme der Anzeigenforderungen. Daneben erhöhen sich die Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht um 26,0 % bzw. 1.191 TEUR. Die sonstigen Vermögensgegenstände verringern sich um 29,8 Prozent bzw. 1.761 TEUR. Die Finanzstruktur des Konzerns sichert zukünftiges Wachstum. Das Eigenkapital einschließlich Gesellschafterdarlehen und langfristiger Schulden deckt das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2021 zu 94,0 % (Vorjahr 79,5 %). Die Bankschulden verringerten sich um 14.650 TEUR. Sowohl die kurz- als auch die langfristigen Bankschulden sinken erheblich. Die Darlehen wurden planmäßig getilgt. Durch eine Sondertilgung ist ein Darlehen frühzeitig abgelöst worden. 2.4.6 Finanzlage Die flüssigen Mittel liegen über Vorjahresniveau (+6.652 TEUR). Die kurzfristigen Bankschulden verringern sich deutlich (um rd. 7.000 TEUR). Der Cashflow (im engeren Sinne: Jahresüberschuss, Abschreibungen, Veränderung Pensionsrückstellungen) ist im Vergleich zum Vorjahr um 92,5 % bzw. 17.068 TEUR auf 35.524 TEUR gestiegen. Der Konzern konnte seine Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen. 2.4.7 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Wertschöpfung des Konzerns wird wesentlich durch die eigenen Mitarbeiter beeinflusst. Die Mitarbeiterfluktuation ist weiterhin auf niedrigem Niveau. Insgesamt beschäftigte der Konzern in 2021 inklusive Auszubildenden und Volontären durchschnittlich 1.687 Arbeitnehmer (1.430 Angestellte, 51 Lohnempfänger sowie 206 Aushilfen). Die Mitarbeiter sind gut ausgebildet. Das Unternehmen fördert durch verschiedene Maßnahmen des Bereichs Personalentwicklung zusätzlich deren Weiterbildung, insbesondere der Entwicklung der Digitalkompetenzen. Weiterhin gestaltet sich die Mitarbeitersituation in den verbundenen Zustellgesellschaften, trotz der stetigen Erhöhung des Mindestlohns und einem verbesserten Employer Branding, schwierig. Die Suche nach geeigneten Zustellern erfordert, in einem sich verändernden Marktumfeld aufgrund der Arbeitszeiten und der relativ hohen körperlichen Belastung, einen deutlich höheren Aufwand als noch vor wenigen Jahren. Nichtsdestotrotz ist die ordnungsgemäße Zustellung der Tageszeitungen und Anzeigenblätter stets gewährleistet. 2.4.8 Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2021 war im ersten Kalenderhalbjahr nach wie vor von der Coronapandemie geprägt. Durch die Rücknahme der Einschränkungen des öffentlichen Lebens bestimmten Nachholeffekte das zweite Kalenderhalbjahr und sorgten konzernweit für einen Anstieg der Umsätze, insbesondere der Anzeigenerlöse. Durch anhaltende Kostendisziplin, moderater Papierpreise und einem Anstieg der Vertriebserlöse steigt insgesamt der Konzernjahresüberschuss deutlich gegenüber dem Vorjahr. Die geplante Erhöhung der Werbeerlöse konnte aufgrund der Sondersituation im ersten Kalenderhalbjahr nicht erreicht werden. Die Prognose für 2021 bzgl. eines konstanten Betriebsergebnisses und einem konstanten Konzernjahresüberschuss konnte deutlich übertroffen werden. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Der zukünftige Verlauf der Coronapandemie und die staatlichen Regulierungen wie beispielsweise Geschäftsschließungen, haben weiterhin Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Einerseits werden im ersten Halbjahr des Jahres 2022 nahezu sämtliche staatliche Regulierungen zurückgenommen, andererseits nimmt das Infektionsgeschehen in Deutschland durch die Omikron-Variante bisher nie dagewesene Ausmaße an. Die Herausforderung für Unternehmen hat sich von einer Umstellung auf mobiles Arbeiten zu einem managen des hohen Krankenstands gewandelt. Somit bleibt abzuwarten, ob ein möglicher Anstieg der Nachfrage von der Wirtschaft gedeckt werden kann. Trotz dieser Unsicherheit wird zunächst von einer positiven Entwicklung der überregionalen Anzeigen und lokalen Märkte ausgegangen. Im Jahresmittel ist ein Abonnement-Rückgang der SÜDWEST PRESSE um 3,7 %, der Neuen Württembergischen Zeitung um 3,8 %, der Märkischen Oderzeitungen um 4,5 %, des Oranienburger Generalanzeigers um 6,5 % sowie bei der Lausitzer Rundschau um 5,9 % im Vergleich zum Vorjahr geplant. Die Vertriebserlöse dürften sich in 2022 insgesamt auf dem Vorjahresniveau bewegen, wobei das Risiko besteht, dass die ansteigende Inflation die Kaufkraft negativ beeinflusst und damit einhergehend den Auflagenrückgang beschleunigt, sodass dieser durch Preiserhöhungen nicht vollständig kompensiert werden kann. Im Bereich Anzeigen wird von konstanten und im Bereich Beilagen von leicht steigenden Umsätzen ausgegangen. Aufwandssteigerungen sind in den Bereichen Papier (Papierpreise), Herstellung (Energiepreise) und Zustellung (Mindestlohnerhöhung) zu erwarten. Die Vertriebskosten werden dadurch deutlich steigen. Im Bereich Personal führt im Wesentlichen der Wegfall von Kurzarbeit und Tariferhöhungen zu einer Erhöhung der Aufwendungen. Insgesamt können die Aufwandssteigerungen nicht kompensiert werden und führen zu einem deutlich verminderten Betriebsergebnis. Das Finanzergebnis dürfte aufgrund geringerer Erträge aus assoziierten Unternehmen sinken und zu einem verminderten operativen Ergebnis führen. Die Abschreibungen, insbesondere aus der Kapitalkonsolidierung, werden sich weiterhin auf dem hohen Niveau bewegen. Aufgrund der Aufwandssteigerungen wird ein Konzern-Jahresüberschuss deutlich unterhalb Vorjahresniveau prognostiziert. Die Planung wurde im Herbst 2021 erarbeitet. Die weiterhin dynamischen Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie des bewaffneten Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine auf die Märkte und Prozesse der Gesellschaft, können gegenwärtig noch nicht vollumfänglich abgeschätzt werden und sind nicht in den vorliegenden Planungen enthalten. Vor diesem Hintergrund und einem Andauern dieser Krisen kann diese Umsatz- und Ergebnisprognose möglicherweise nicht aufrechterhalten werden und könnte sich auch deutlich verschlechtern. Es ist davon auszugehen, dass der Wandel zum digitalen Abo weiterhin stärker wird. Die Kunden verlangen nach flexiblen Angeboten und Inhalten, die ihren Interessen entsprechen. In den nächsten 10 Jahren ist davon auszugehen, dass digitale Produkte einen Großteil des Unternehmensergebnisses ausmachen. Die NPG-Gruppe arbeitet weiterhin an Verbesserungen der eigenen IT-Infrastruktur. Weiter werden die Anstrengungen bei IT-Sicherheitsmaßnahmen intensiviert, nachdem Medienhäuser zunehmend Ziele von Cyberangriffen werden. Durch kontinuierliche Überprüfungen der eigenen Sicherheit, die Inanspruchnahme von externen Experten sowie präventive Anpassungen von Maßnahmen kann diesem Risiko entschieden entgegengewirkt werden. 3.2 Chancen- und Risikobericht Im Jahr 2022 bestehen wohl die größten Risiken in den weiteren Auswirkungen der Coronapandemie, des militärischen Konflikts in der Ukraine und der Entwicklung der Beschaffungspreise. Die wirtschaftliche Entwicklung hängt maßgeblich vom künftigen Pandemieverlauf und den entgegenwirkenden Maßnahmen wie die Durchführung von wirtschaftlichen Shutdowns ab. Die ohnehin konjunkturabhängigen und damit risikobehafteten Werbeerlöse könnten durch die anhaltende Pandemie weiterhin negativ beeinflusst werden. Die nahezu vollständige Rücknahme der Einschränkungen des öffentlichen Lebens stellt eine Chance dar, die allerdings abhängig von weiteren Mutationen und dem Infektionsgeschehen in Herbst- und Wintermonaten des Jahres 2022 ist. Neben dem Anstieg der Vertriebskosten sind auch die Erhöhung des Mindestlohns, zunächst um 0,63 EUR zum 01. Juli 2022 und darauffolgend um weitere 1,55 EUR auf dann 12,00 EUR zum 01. Oktober 2022 ein Risiko für das Geschäftsjahr 2022. Fortlaufende Gebietsoptimierungen, die strategische Zusammenarbeit mit Partnern und die Nutzung interner Synergien, ermöglichen eine effizientere Zustellung im Geschäftsjahr 2022. Hybride Zustellungen von Zeitungen und Briefen stellen sicher, dass die Produkte auch in Zukunft flächendeckend verteilt werden. Nachdem der Papierpreis im Geschäftsjahr 2020 einen Rückgang von 17% verzeichnete, war er im Großteil des Geschäftsjahr 2021 konstant niedrig. Erst gegen Ende des Jahres 2021 stieg der Papierpreis dramatisch an, sodass sich der Papierpreis im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt hat. Zusätzlich treiben die Folgen des militärischen Konflikts in der Ukraine und die damit einhergehenden Sanktionen gegen Russland die Energiepreise und korrespondierend dazu die Herstellkosten in die Höhe. Die dadurch entstehende Inflation führt zur Zurückhaltung bei der Kaufbereitschaft auf den deutschen Märkten, wodurch rückläufige Aboverkäufe drohen. Aufgrund der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf des Konflikts und den damit einhergehenden Auswirkungen auf den Rest der Welt, birgt er ein nicht abschätzbares Risiko. Die Coronapandemie ist der Initiator einer stärkeren Konzentration der Verlage auf die digitalen Produkte. Eine Chance besteht darin, diesen Fokus weiterhin beizubehalten und sich digital noch stärker zu positionieren und die digitalen Angebote weiter voranzutreiben. Seit Anfang 2021 nutzen alle Titel der NPG-Gruppe die Chance der Preisdifferenzierung zwischen dem ePaper und der Printzeitung. Der Schwerpunkt bei der technischen Weiterentwicklung wird in diesem Jahr in der Zusammenführung der digitalen Produkte ePaper und des Paid-Content Angebots gesetzt werden, denn die Nutzungszahlen von mobilen Geräten und Wearables sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und werden dies auch weiterhin tun. Der Konsum von Nachrichten- und Medieninhalten über das Internet ist für einen Großteil der deutschen Bevölkerung eine Selbstverständlichkeit geworden. Nutzer haben das Bedürfnis, jederzeit und von überall aus aktuelle Nachrichten zu erhalten. Die Neue Pressegesellschaft hat sich auf diesen Wandel eingestellt und versteht die Digitalisierung als Chance, besonders auf den regionalen und lokalen Märkten durch eine zunehmende Personalisierung zu wachsen. Dabei gilt es, die Inhalte jeweils dann zu veröffentlichen, wenn der Nutzer sie auch erwartet und auch den vom Nutzer gewünschten Kanal zu bedienen. Um die journalistischen Inhalte digital in der bestmöglichen Qualität den Lesern zur Verfügung zu stellen und auf die veränderten Bedürfnisse der Leserschaft einzugehen, wird eine hybride App entwickelt, die sowohl E-Paper als auch Onlinebereich miteinander vereint. Um die "Freemium-Modelle" (Basis ist kostenfrei, Zusatzartikel sind kostenpflichtig) "SWP-plus", "MOZ-plus" und "LR+" noch stärker an den Bedürfnissen der Nutzer auszurichten, arbeitet die NPG-Gruppe mit externen Dienstleistern und Beratern zusammen. Dies eröffnet die Möglichkeit, datengetriebene Inhalte zu produzieren und zu vermarkten. Darüber hinaus werden in der Redaktion gezielte Aus- und Weiterbildungen durchgeführt, um die Wachstumsziele für das Plus-Abonnement in 2022 zu erreichen. Die Reorganisationen in der Redaktion und den Digital Units ermöglichen eine erfolgreiche Verzahnung der beiden Bereiche. Steigende Nutzerzahlen bestätigen diese Ausrichtung. 3.3 Gesamtaussage Für das Geschäftsjahr 2022 rechnet die NPG-Gruppe mit konstanten Umsätzen. Dem gegenüber stehen Aufwandssteigerungen, insbesondere in den Bereichen Papier, Herstellung und Zustellung. Dementsprechend wird mit einem Rückgang des Konzernjahresergebnisses gerechnet. Eine zuverlässige Ergebnisprognose kann derzeit nur bedingt abgegeben werden. 4 Risikobericht bzgl. Finanzinstrumenten Die Gesellschaft verfügt insgesamt über solvente Kunden. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein rollierender Liquiditäts- und Finanzplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und eingänge vermittelt. Des Weiteren bestehen ausreichende Kreditlinien. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.
Ulm, 22. April 2022 |
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