Südwest Presse Data Service GmbH

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 3671
Eingetragen
22.7.1998
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
Betreiben von zentralen Rechneranlagen und Datenbanken zur Text- und Anzeigensatzverarbeitung, die Beratung und Betreuung bei allen Fragen zu elektronischen Informationstechnologie-Systemen und Anwendungsprogrammen, namentlich für die Gruppe SÜDWEST PRESSE, nämlich die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und deren Beteiligungsgesellschaften. Der Gegenstand des Unternehmens erstreckt sich außerdem auf Supportleistungen, Schulungs- und Trainingsmaßnahmen zur Informations- und Bildverarbeitung sowie auf die Vornahme aller Geschäfte, welche hiermit unmittelbar oder mittelbar zusammenhängen oder dem Unternehmenszweck

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alfred Udo Drotleff
seit 10.6.2022
Geschäftsführer
Matthias Bikowski
seit 11.2.2020
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Neue Pressegesellschaft mbH

Göppingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.164.056,39 33.710.581,89
2. Firmenwert 1.297.141,46 1.565.543,09
3. geleistete Anzahlungen 235.376,81 581.291,46
28.696.574,66 35.857.416,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.568.464,92 14.485.211,58
2. technische Anlagen und Maschinen 9.344.843,00 6.744.642,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.405.539,51 4.733.779,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 891.947,49 2.235.464,34
28.210.794,92 28.199.096,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.154.543,14 1.178.164,89
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 31.538.172,77 30.548.121,90
3. Beteiligungen 4.182.911,79 4.347.499,29
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 431.971,82 426.971,82
37.307.599,52 36.500.757,90
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 579.029,83 747.839,22
2. fertige Erzeugnisse und Waren 309.421,49 265.002,00
888.451,32 1.012.841,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.313.582,85 5.477.086,82
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 130.865,00 615.045,61
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.769.511,15 4.578.869,73
4. sonstige Vermögensgegenstände 4.146.780,07 5.908.258,00
17.360.739,07 16.579.260,16
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.592.368,24 2.939.843,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.187.429,45 1.239.303,77
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 150.780,74 188.412,14
123.394.737,92 122.516.931,92

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Konzernbilanzgewinn 960,52 1.319,70
III. nicht beherrschende Anteile 48.775.973,50 32.505.668,30
48.802.934,02 32.532.988,00
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsoldierung 4.351.709,78 4.350.823,66
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.435.143,00 6.279.307,21
2. Steuerrückstellungen 2.257.211,92 1.220.616,93
3. sonstige Rückstellungen 11.646.597,10 11.904.126,29
20.338.952,02 19.404.050,43
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.795.299,00 16.445.086,27
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.796.620,55 5.293.596,24
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.182.048,78 6.533.782,04
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27.607.467,81 28.288.234,87
5. sonstige Verbindlichkeiten 5.021.097,25 5.632.225,15
- davon aus Steuern 2021 TEUR 2.403, 2020 TEUR 1.077
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2021 TEUR 4, 2020 TEUR 13
46.402.533,39 62.192.924,57
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.010.122,33 1.010.028,16
F. Passive latente Steuern 2.488.486,38 3.026.117,10
123.394.737,92 122.516.931,92

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 238.401.742,77 228.753.239,70
2. sonstige betriebliche Erträge 4.251.364,75 3.997.099,61
242.653.107,52 232.750.339,31
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.679.497,84 9.230.651,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 92.810.865,12 100.490.362,96 91.869.602,89 101.100.254,40
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 68.737.495,45 72.952.002,72
b) soziale Abgaben 13.152.614,93 14.192.893,74
c) Aufwendungen für Altersversorgung 1.239.791,32 83.129.901,70 1.195.512,43 88.340.408,89
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 12.243.598,01 12.535.732,32
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 26.731.633,63 26.213.726,47
20.057.611,22 4.560.217,23
7. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 4.621.052,69 2.627.114,76
8. Erträge aus Beteiligungen 1.375.619,08 610.714,59
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 215 (Vorjahr TEUR 0)
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 21.543,98 21.483,72
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 177.049,78 179.332,43
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 186.941,50 834.898,71
12. Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 68.321,21
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.047.866,69 4.960.457,34 1.168.178,28 1.367.247,30
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.947.032,20 816.516,78
- davon Erträge aus Auflösung passive latente Steuern TEUR 538 (Vorjahr TEUR 613)
15. Ergebnis nach Steuern 23.071.036,36 5.110.947,75
16. sonstige Steuern 133.888,18 137.395,94
17. Konzernjahresüberschuss 22.937.148,18 4.973.551,81
18. nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn 22.937.507,36 4.973.343,17
-359,18 208,64
19. Konzernbilanzgewinn 1.1. 1.319,70 1.111,06
20. Konzernbilanzgewinn 31.12. 960,52 1.319,70

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben

Die Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen, ist im Handelsregister in der Abteilung B des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer 530397 eingetragen.

Die Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen, ist die alleinige Komplementärin der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG, Ulm. Es wurden die Vorschriften der §§ 290 ff. HGB in der jeweils gültigen Fassung angewandt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Konsolidierungskreis/assoziierte Unternehmen

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und die assoziierten Unternehmen ergeben sich aus der nachfolgenden Aufstellung des Anteilsbesitzes. Für die konsolidierten Tochterunternehmen werden grundsätzlich die Befreiungsvorschriften hinsichtlich der Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB (für Kapitalgesellschaften) und nach § 264b HGB (für Personengesellschaften) in Anspruch genommen.

Das bislang nicht konsolidierte Tochterunternehmen BBR Brandenburgische Redaktionsgesellschaft mbH, Frankfurt (Oder) (vormals: PZOR Oberhavel-Ruppin GmbH, Oranienburg) wurde zum 1. Januar 2021 vollkonsolidiert. Aus der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns.

Die Neue Berliner Rundfunk GmbH & Co. Kommanditgesellschaft wurde zum 30. Dezember 2020 vollkonsolidiert. Zur besseren Vergleichbarkeit der Ertragslage werden die Auswirkungen wie folgt angegeben:

2021
TEUR
Umsatzerlöse 3.663
Materialaufwand 2.676
Personalaufwand 602
Sonstige betriebliche Aufwendungen 531
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 792

Die im Anteilsbesitz als "Nicht konsolidierte Tochterunternehmen" aufgeführten Gesellschaften (Blatt 5 und 6) sind gemäß § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 einbezogen worden. Die Anschaffungskosten der Anteile an diesen Unternehmen wurden in der Konzernbilanz unter Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2021 sind acht assoziierte Gesellschaften gemäß § 311 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung zu fortgeführten Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 347 bewertet.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2021

Name Sitz Anteil am Kapital
Mutterunternehmen
Neue Pressegesellschaft mbH Göppingen
Konsolidierte Tochterunternehmen
Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG 1) Ulm 100,00
Druckhaus Beteiligungs GmbH Ulm 100,00
NAK Neue Anzeigen und Kommunalblatt GmbH & Co. KG Ulm 100,00
Mediengesellschaft Donau-Iller GmbH + Co. KG Ulm 100,00
SÜDWEST PRESSE Neckar-Alb GmbH & Co. KG Metzingen 100,00
NPG Digital GmbH Ulm 100,00
Südwest Presse Data Service GmbH Ulm 100,00
KSU Kunden-Service-Center Ulm GmbH Ulm 100,00
SPL Südwest Presse Logistik GmbH Ulm 100,00
SÜDWEST-MAIL Brief + Service GmbH Ulm 100,00
SVH Schwäbisches Verlagshaus GmbH & Co. KG Ulm 100,00
Schwäbisches Verlagshaus Neu-Ulm GmbH Ulm 100,00
NPG Messe und Verwaltungs-GmbH Ulm 100,00
SMS SÜDWEST PRESSE Media Service GmbH Ulm 100,00
SÜDWEST PRESSE Hohenlohe GmbH & Co. KG Schwäbisch Hall 100,00
Zeitungsverlag Schwäbisch Hall GmbH Schwäbisch Hall 100,00
Frankfurter Mediengesellschaft mbH & Co. KG Frankfurt (Oder) 100,00
Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG Frankfurt (Oder) 100,00
Märkisches Medienhaus Redaktion GmbH Frankfurt (Oder) 100,00
Druckhaus Oberhavel GmbH Oranienburg 100,00
Märkisches Medienhaus Druck GmbH Frankfurt (Oder) 100,00
Märkisches Medienhaus Service GmbH Frankfurt (Oder) 100,00
MMH Media-Vermarktung GmbH Frankfurt (Oder) 100,00
BBR Brandenburgische Redaktionsgesellschaft mbH (vormals: PZOR Oberhavel-Ruppin GmbH) Frankfurt (Oder) (vormals: Oranienburg) 100,00
LR Medienverlag GmbH Cottbus 100,00
REGIO Print-Vertrieb GmbH Cottbus 100,00
Lausitzer VerlagsService GmbH Cottbus 100,00
LR Media-Verkaufsgesellschaft mbH Cottbus 100,00
Grundstücks- und Verwaltungsgesellschaft Gartenstraße GmbH + Co. KG Cottbus 100,00
LR Druckerei GmbH Cottbus 100,00
Neue Berliner Redaktionsgesellschaft mbH Berlin 100,00
Tailfinger Druckerei Heinrich Weidle GmbH & Co. KG Ulm 100,00
Neue Berliner Rundfunk GmbH & Co. Kommanditgesellschaft Berlin 75,13

1) Einbeziehung in den Konzernabschluss gemäß § 290 Abs. 1 und § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB

Für die vorgenannten konsolidierten Tochterunternehmen werden die Befreiungsvorschriften hinsichtlich der Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB (für Kapitalgesellschaften) und nach § 264b HGB (für Personengesellschaften) in Anspruch genommen, soweit auch alle anderen Voraussetzungen (insbesondere Einstands- bzw. Verlustübernahmeverpflichtungen) erfüllt werden.

Die bisher konsolidierte Gesellschaft LR Logistik GmbH wurde in 2021 auf das konsolidierte Tochterunternehmen LR Medienverlag GmbH verschmolzen.

Name Sitz Anteil am Kapital %
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen
PZF Pressezustellservice Fürstenwalde GmbH Fürstenwalde 100,00
PZB Pressezustellservice Barnim GmbH Strausberg 100,00
PZU Pressezustellservice Uckermärker GmbH Schwedt/Oder 100,00
PZS Pressezustellservice Schlaube GmbH Eisenhüttenstadt 100,00
PZN Pressezustellservice Niederbarnim GmbH Bernau 100,00
PZE Pressezustellservice Eberswalde GmbH Eberswalde 100,00
PZO Pressezustellservice Oderland GmbH Frankfurt (Oder) 100,00
PZMH Mittelmark-Havelland GmbH Brandenburg an der Havel 100,00
Märkisches Medienhaus Verwaltungs GmbH Frankfurt (Oder) 100,00
Pressezustellservice Schwäbisch Hall GmbH Schwäbisch Hall 100,00
PZW Pressezustellservice West GmbH Metzingen 100,00
Pressezustellservice Neu-Ulmer Land GmbH Ulm 100,00
Pressezustellservice Alb-Blau GmbH Ulm 100,00
Pressezustellservice Ulm Stadt GmbH Ulm 100,00
Pressezustellservice Stauferland GmbH Göppingen 100,00
NBR-Beteiligungsgesellschaft mbH Berlin 100,00
Urban Amtsblatt Verwaltungs GmbH Ulm 100,00
Mediengesellschaft Donau-Iller-Geschäftsführungs-GmbH Ulm 100,00
Zeitungsverlag Hechingen GmbH Hechingen 100,00
SÜDWEST PRESSE Neckar-Alb Verwaltungs GmbH Metzingen 100,00
SÜDWEST PRESSE Hohenlohe Verwaltungsgesellschaft mbH Schwäbisch Hall 100,00
Pressezustellservice Limpurger Land GmbH Gaildorf 100,00
Georg Hauser GmbH Metzingen 100,00
PSH Pressezustellservice Hohenzollern GmbH Hechingen 100,00
SDI Zustellservice Staufen Ost GmbH Göppingen 100,00
PZU Pressezustellservice Ulm GmbH Ulm 100,00
Pressezustellservice Ulm/Neu-Ulm GmbH Ulm 100,00
Pressezustellservice Ulm Land GmbH Ulm 100,00
Pressezustellservice Donau-Iller GmbH Ulm 100,00
Pressezustellservice Mittlere Alb GmbH Münsingen 100,00
Pressezustellservice Staufen Nord GmbH Göppingen 100,00
Pressezustellservice Staufen Süd GmbH Göppingen 100,00
Pressezustellservice Staufen Mitte GmbH Göppingen 100,00
WBL Pressezustellservice GmbH Göppingen 100,00
Presse-Zustellservice Ulm/Ehingen GmbH Ulm 100,00
PZE Pressezustellservice Ehingen GmbH Ehingen 100,00
Pressezustellservice Hohenlohe GmbH Crailsheim 100,00
Frankfurter Mediengesellschaft Beteiligungen GmbH Frankfurt (Oder) 94,00
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen
Südwest Presse GmbH Tübingen 57,79
ZG Lausitz GmbH Cottbus 100,00
Grundstücksentwicklungs- und Besitzverwaltungsgesellschaft Gartenstraße GmbH Cottbus 100,00
Neue Berliner Rundfunk Verwaltungs GmbH Berlin 75,13
Nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen
Druckhaus Ulm-Oberschwaben GmbH & Co. KG Ulm 150,00
Agentur Frey GmbH & Co. KG Ulm 50,00
Geislinger Zeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Geislingen 150,00
Südwest Presse + Hapag-Lloyd Reisebüro GmbH & Co. KG Ulm 150,00
DHO Druckzentrum Hohenlohe-Ostalb GmbH & Co. KG Crailsheim 50,00
Schneider Direktmarketing GmbH & Co. KG Kiel 50,00
Schwäbisches Tagblatt GmbH Tübingen 49,00
Radio 7 Hörfunk GmbH + Co. KG Ulm 44,00
MSH Medien System Haus GmbH & Co. KG Stuttgart 120,00
medienzentrum Berlin GmbH & Co. KG Berlin 35,00
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete assoziierte Unternehmen
Geislinger Zeitung Verlagsgesellschaft mbH Ulm 50,00
Südwest Presse + Hapag Lloyd Reisebüro Verwaltungs GmbH Ulm 50,00
Schneider Beteiligungs GmbH Kiel 50,00
MV Hoyerswerda-Weißwasser Zustellservice GmbH Hoyerswerda 50,00
Lokal-Radio Cottbus GmbH Cottbus 34,80
MSH Medien System Haus Verwaltungsgesellschaft mbH Stuttgart 120,00
Märkische Pressevertriebs GmbH Oranienburg 50,00
medienzentrum Berlin Geschäftsführungs GmbH Berlin 35,00
weitere Beteiligungen Anteilsquote Eigenkapital Jahresergebnis
% TEUR TEUR
Druckzentrum Neckar-Alb GmbH & Co. KG, Reutlingen 16,0 19.274 1) -639 1)
Sonntag Aktuell GmbH, Stuttgart 10,0 433 1) 88 1)
Hermann Kuhn GmbH & Co. KG,
Villingen-Schwenningen 9,1 1.814 1) 111 1)
Radio Regenbogen Hörfunk in Baden
GmbH & Co. KG, Mannheim 7,0 1.500 1) 8.145 1)
PRISMA-Verlag GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Düsseldorf 3,8 981 1) 7.685 1)
OMS-Online Marketing Service GmbH & Co. KG, Düsseldorf 2,9 5.084 1) -10 1)

1) Vorjahresabschlusswerte, da Jahresabschluss 31.12.2021 noch nicht vorliegt

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses (1. Januar 2000) bzw. nach der Neubewertungsmethode ab 2010. Die sich insgesamt aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden historischen Firmenwerte von TEUR 18.370 (Vorjahr TEUR 18.370) wurden aktiviert. Die Firmenwerte wurden bzw. werden gemäß der Nutzungsdauer über Zeiträume von drei bis zehn Jahren abgeschrieben.

Aus der Konsolidierung der Unternehmen der MMH-Gruppe (Frankfurt/Oder) wurden zum 31. Dezember 2012 folgende stille Reserven im Rahmen der Neubewertungsmethode aufgedeckt und diese werden ab 2013 wie folgt abgeschrieben:

Nutzungsdauer
TEUR Jahre
Verlagsrechte 10.408 7,5
Aborechte 14.571 10,0
Sachanlagen 1.416 5,0
26.395

Aus der Konsolidierung eines Erwerbs von zusätzlichen Anteilen an einem bereits vollkonsolidierten Unternehmen in 2014 und 2015 und der Erstkonsolidierung eines Unternehmens in 2015 wurden folgende stille Reserven im Rahmen der Neubewertungsmethode aufgedeckt und ab 2014 bzw. 2015 wie folgt abgeschrieben:

Nutzungsdauer
TEUR Jahre
Aborechte in 2014 590 10,0
Aborechte in 2015 1.348 10,0

Aus der Konsolidierung der Unternehmen der LR-Gruppe (Cottbus) zum 1. Mai 2018 und der Konsolidierung eines Erwerbs von zusätzlichen Anteilen in 2019 wurden folgende stille Reserven im Rahmen der Neubewertungsmethode aufgedeckt und diese werden ab 2018 bzw. 2019 wie folgt abgeschrieben:

Nutzungsdauer
TEUR Jahre
Aborechte 25.291 10,0
Verlagsrechte 1.594 7,5
Sachanlagen 1.010 20,0
27.895

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Die passivischen Unterschiedsbeträge von TEUR 4.352 (Vorjahr TEUR 4.351) wurden unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" ausgewiesen. Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung betrifft Gewinnthesaurierungen zwischen Gründung/Anteilserwerb und Erstkonsolidierung. Ein passivischer Unterschiedsbetrag aus einem Kauf in 2012 (historisch TEUR 785) wurde ab dem Erwerbszeitpunkt über die Restnutzungsdauer der nicht-monetären Vermögenswerte von 4 Jahren (letztmals in 2016) aufgelöst.

Im Rahmen der Equity-Bewertung wurden zehn assoziierte Unternehmen nach der Buchwertmethode (§ 312 Abs. 1 HGB) zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses (1. Januar 2000) in den Konzernabschluss einbezogen. Die sich insgesamt aus der Equity-Konsolidierung ergebenden historischen aktivischen Unterschiedsbeträge von TEUR 19.389 (Vorjahr TEUR 19.389) wurden aktiviert und wurden über vier bzw. fünf Jahre abgeschrieben. Die passivischen Unterschiedsbeträge von TEUR 2.163 (Vorjahr TEUR 1.828) wurden erfolgsneutral dem Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter (Gewinnrücklagen) zugeordnet und erhöhten gleichzeitig den Beteiligungsbuchwert, da die passivischen Unterschiedsbeträge darauf zurückzuführen sind, dass Gewinne der assoziierten Unternehmen vor dem Stichtag der Erstkonsolidierung thesauriert worden sind. Die Beteiligungsbuchwerte wurden um anteilige Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge und Dividendenausschüttungen fortentwickelt.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungsgesellschaften aufgerechnet. Bei der Konsolidierung auftretende Aufrechnungsdifferenzen wurden erfolgswirksam behandelt. Die verbleibenden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die nicht konsolidierten Konzernunternehmen.

Bei der Konsolidierung der Aufwands- und Ertragsposten sind die konzerninternen Umsätze zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wie auch die anderen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der Empfänger verrechnet worden.

Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der Aufdeckung der stillen Reserven im Rahmen der Kapitalkonsolidierung. Die Auflösung richtet sich nach der Abschreibung der neubewerteten Vermögensgegenstände und beträgt TEUR 538 in 2021. Der Steuersatz (Gewerbesteuer) beträgt rd. 13 %.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen bilanzieren zum 31. Dezember. Die Bewertung im Konzern erfolgte nach einheitlichen Grundsätzen.

AKTIVA

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wurden bzw. werden gemäß der Nutzungsdauer über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen überwiegend linear. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden grundsätzlich zum anteiligen Reinvermögen bilanziert. Aktivische Unterschiedsbeträge/Firmenwerte wurden vor 2010 über vier Jahre und wurden ab 2013 über fünf Jahre abgeschrieben.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Tagespreisen, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse mit Herstellungskosten bewertet, in die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen sind. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Lagerrisiken und andere wertmindernde Umstände wurden durch Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit ihrem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen und das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel sind mit ihrem Nennwert ausgewiesen.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Es wurden vorausbezahlte Ausgaben abgegrenzt.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die aus zugunsten von Versorgungsempfängern verpfändeten Rückdeckungsversicherungen resultierenden Aktivwerte (Anschaffungskosten/beizulegender Wert) von TEUR 1.412 wurden zum Stichtag mit dem in Höhe von TEUR 1.316 angesetzten Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen saldiert. Der übersteigende Wert von TEUR 96 wurde als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung ausgewiesen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte zum Barwert auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen. Es wurde das modifizierte Teilwertverfahren angewendet. Die Berechnung erfolgte auf Basis eines Zinsfußes von 1,87 %, der sich aus den vergangenen zehn Jahren ergibt, und aufgrund der Unterstellung einer 15-jährigen Restlaufzeit unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Steigerungen der Versorgungsleistungen wurden nur in dem Umfang der vertraglich zugesicherten Erhöhung in Höhe von Leistungen aus den Rückdeckungsversicherungen mit 0,4 %/1,1 % p.a. berücksichtigt. Die laufenden Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung des Verpflichtungswerts von TEUR 29 wurden mit Zinserträgen aus den Rückdeckungsversicherungen von TEUR 34 saldiert und mit TEUR 27 unter sonstige Zinsen und ähnliche Erträge bzw. mit TEUR 22 unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Aus Altersteilzeit wurden verpfändete Wertguthaben nach § 246 Abs. 2 HGB mit den Altersteilzeitrückstellungen zum Bilanzstichtag verrechnet. Der übersteigende Betrag in Höhe von TEUR 54 wurde als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Im Finanzergebnis wurden Zinsaufwendungen von TEUR 0 mit Zinserträgen von TEUR 1 verrechnet.

PASSIVA

Rückstellungen für Pensionen

Zum 1. Januar 2010 ergab sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG eine Unterdotierung. Die Gesellschaft hat sich für die Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB und einer Verteilung der erforderlichen Zuführung über den längstmöglichen Zeitraum von 15 Jahren entschieden. Zum 31. Dezember 2021 beträgt der nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Unterdotierung TEUR 180.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen gemäß versicherungsmathematischen Gutachten zum 31. Dezember 2021 basiert auf folgenden Parametern:

Zinssatz gemäß RückAbzinsV 12/2021 1,87 %
künftige Rentenanpassungen 1,1 % - 2,0 %
Bewertungsmethode PUC
Biologische Parameter Richttafeln 2018 G nach Heubeck

Der Zinsaufwand aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen beträgt insgesamt TEUR 344 und wurde im Finanzergebnis ausgewiesen. Der positive Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen bei Verwendung des 10-Jahres-Rechnungszinssatzes gegenüber der Bewertung bei Verwendung des bisherigen 7-Jahres- Rechnungszinssatzes ergibt, beträgt TEUR 369 (§ 253 Abs. 6 HGB).

Zur Abdeckung des Risikos wurden für Teilbeträge Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die verpfändet wurden. Dementsprechend ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 HGB folgender saldierter Ausweis in Bilanz und GuV (bezogen auf Teilbeträge der Pensionsrückstellungen):

TEUR
Pensionsverpflichtungen per 31.12.2021 (Teilbeträge) 607
Aktivwert (= Anschaffungskosten/beizulegender Zeitwert)
Rückdeckungsversicherung (= Planvermögen) per 31.12.2021 133
Pensionsrückstellungen Bilanz (Teilbeträge) 474
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen (Teilbeträge) 12
Zinsertrag Planvermögen 2
Zinsaufwand GuV (Teilbeträge) 10

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet worden.

Bei der Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:

Rechnungszins gemäß RückAbzinsV 12/2021 0,30 %
Einkommensdynamik p.a. 2,0 %

Es wurden verpfändete Wertguthaben nach § 246 Abs. 2 HGB in Höhe von TEUR 1.685 (Nominalwert = Anschaffungskosten/beizulegender Zeitwert) mit den Altersteilzeitrückstellungen von TEUR 2.463 zum 31. Dezember 2021 verrechnet. Im Finanzergebnis wurden hierfür Zinsaufwendungen von TEUR 9 mit Zinserträgen von TEUR 5 verrechnet.

Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wurde entsprechend den bis zum Bilanzstichtag angedienten Beträgen für jeden begünstigten Mitarbeiter einzeln berechnet. Der Rückstellungsbetrag wurde dann unter Abzinsung und unter Berücksichtigung eines Fluktuationsabschlags und anteiliger Sozialversicherungsbeiträge ermittelt. Die Abzinsung erfolgte mit einem Zinssatz von 1,36 %.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Es wurden vorausbezahlte Einnahmen abgegrenzt.

V. Angaben zur Bilanz

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2021 Zugang Umbuchung (U) Abgang Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 111.362.693,36 623.060,77 2.226.576,10 110.081.732,79
(U) 322.554,76
2. Firmenwert 33.603.571,01 0,00 0,00 33.603.571,01
3. geleistete Anzahlungen 581.291,46 102.889,64 126.249,53 235.376,81
(U) -322.554,76
145.547.555,83 725.950,41 2.352.825,63 143.920.680,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 74.946.414,09 47.573,06 2.982.469,28 72.764.735,94
(U) 753.218,07
2. technische Anlagen und Maschinen 28.937.900,67 2.377.904,85 6.534.165,02 26.520.547,07
(U) 1.738.906,57
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.607.847,77 1.541.131,08 1.216.450,54 21.932.528,31
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.235.464,34 1.148.607,79 0,00 891.947,49
(U) -2.492.124,64
127.727.626,87 5.115.216,78 10.733.084,84 122.109.758,81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.178.165,17 205.330,38 228.952,13 1.154.543,42
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 54.079.326,02 1.749.805,41 822.254,54 55.006.876,89
3. Beteiligungen 6.544.180,79 22.354,00 0,00 6.566.534,79
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 426.971,82 5.000,00 0,00 431.971,82
62.228.643,80 1.982.489,79 1.051.206,67 63.159.926,92
335.503.826,50 7.823.656,98 14.137.117,14 329.190.366,34
Abschreibung
Stand 1.1.2021 Zugang Abgang Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 77.652.111,47 7.492.141,03 2.226.576,10 82.917.676,40
2. Firmenwert 32.038.027,92 268.401,63 0,00 32.306.429,55
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
109.690.139,39 7.760.542,66 2.226.576,10 115.224.105,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 60.461.202,51 1.195.048,36 2.459.979,85 59.196.271,02
2. technische Anlagen und Maschinen 22.193.258,67 1.502.237,42 6.519.792,02 17.175.704,07
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.874.068,77 1.785.769,57 1.132.849,54 17.526.988,80
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
99.528.529,95 4.483.055,35 10.112.621,41 93.898.963,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,28 0,00 0,00 0,28
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 23.531.204,12 0,00 62.500,00 23.468.704,12
3. Beteiligungen 2.196.681,50 186.941,50 0,00 2.383.623,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
25.727.885,90 186.941,50 62.500,00 25.852.327,40
234.946.555,24 12.430.539,51 12.401.697,51 234.975.397,24
Buchwert
Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.164.056,39 33.710.581,89
2. Firmenwert 1.297.141,46 1.565.543,09
3. geleistete Anzahlungen 235.376,81 581.291,46
28.696.574,66 35.857.416,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.568.464,92 14.485.211,58
2. technische Anlagen und Maschinen 9.344.843,00 6.744.642,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.405.539,51 4.733.779,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 891.947,49 2.235.464,34
28.210.794,92 28.199.096,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.154.543,14 1.178.164,89
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 31.538.172,77 30.548.121,90
3. Beteiligungen 4.182.911,79 4.347.499,29
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 431.971,82 426.971,82
37.307.599,52 36.500.757,90
94.214.969,10 100.557.271,26

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen hauptsächlich den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen vor allem sonstige Vermögensgegenstände.

sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge von TEUR 86 (2020 TEUR 106) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Konzernbilanzgewinn

Der Bilanzgewinn 2021 entspricht dem der Muttergesellschaft Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen.

Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter

Der Ausgleichsposten betrifft mit TEUR 48.032 (2020 TEUR 31.884) die Kommanditisten der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG, Ulm, und enthält im Wesentlichen das Kommanditkapital der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG, sowie Rücklagen, Gewinn- und Verlustvorträge und den anteiligen Konzernjahresüberschuss.

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Der passivische Unterschiedsbetrag hat Eigenkapitalcharakter.

Verbindlichkeiten

Der Verbindlichkeitenspiegel stellt sich wie folgt dar:

bis 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt 31.12.2021 Gesamt 31.12.2020
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.436 359 0 1.795 16.445
(Vorjahr) (8.400) (8.045) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.797 0 0 5.797 5.294
(Vorjahr) (5.294) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.182 0 0 6.182 6.534
(Vorjahr) (6.534) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 21.608 0 6.000 27.608 28.288
- davon gegenüber Gesellschaftern 2021 TEUR 21.242 2020 TEUR 21.363
(Vorjahr) (22.288) (0) (6.000)
sonstige Verbindlichkeiten 3.274 699 1.047 5.020 5.632
(Vorjahr) (3.809) (678) (1.145)
Gesamt 38.297 1.058 7.047 46.402 62.193
(Vorjahr) (46.325) (8.723) (7.145)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten und die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ebenfalls überwiegend sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen hauptsächlich den Liefer- und Leistungsverkehr.

Latente Steuern aus Einzelabschlüssen (§ 274 HGB)

Es bestehen insbesondere Aktivlatenzen (vor allem bei immateriellen Vermögensgegenständen, Sach- und Finanzanlagen, Pensions- und sonstige Rückstellungen) und Passivlatenzen (immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) aus sogenannten Handelsbilanzen I. Saldiert ergeben sich Differenzen von TEUR 4.846 (Vorjahr TEUR 4.266), die zu aktiven latenten Steuern führen würden. Die maßgebenden Gewerbesteuersätze würden rd. 13 % betragen. Entsprechend dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 HGB wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden aufgrund des Wahlrechts nicht angesetzt.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern haben sich auf TEUR 2.488 verringert. Die Veränderung betrifft in Höhe von TEUR 538 eine erfolgswirksame Auflösung.

VI. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2021 bestehen folgende aus der Bilanz nicht ersichtliche finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten:

fällig 2022 fällig 2023-2027 Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Mietverpflichtungen 4.290 4.376 8.666
sonstige Verpflichtungen 446 22 468
4.736 4.398 9.134

Es bestehen Resteinzahlungsverpflichtungen für Kommanditeinlagen und bedungene Einlagen von TEUR 81.

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus einem Optionsrecht (Andienungsrecht) fremder Dritter bezüglich des Verkaufs von Gesellschaftsanteilen, die sich zum 31. Dezember 2021 auf insgesamt maximal Mio. EUR 4,7 belaufen können.

VII. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen die Werbe- und Vertriebserlöse aus dem Verlagsgeschäft. In den Umsatzerlösen sind sonstige Erlöse (Mantelgebühren, Druck, Briefzustellung, sonstiges) mit TEUR 44.857 (Vorjahr TEUR 40.549) enthalten.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen sind enthalten in:

2021 2020
TEUR TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 1) 1.873 1.094
Personalaufwand 2) 1.200 3.080
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3) 537 1.584

1) insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Einzelwertberichtigungen, aus dem Abgang von Sachanlagen

2) vor allem Abfindungen und Sozialplankosten

3) insbesondere Forderungsverluste, Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen, Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen

Abschreibungen

In den Abschreibungen auf Finanzanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 187 enthalten und in den Abschreibungen auf Gebäude TEUR 531.

außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Umstrukturierung und Sozialplankosten in Höhe von TEUR 1.200 (Vorjahr TEUR 3.080) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr TEUR 63) Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 HGB (Aufstockung der Pensionsrückstellung).

Zinserträge/Zinsaufwendungen

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

davon Erträge aus der Abzinsung TEUR 27 (Vorjahr TEUR 31)

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

davon Aufwendungen aus der Aufzinsung TEUR 363 (Vorjahr TEUR 380)

VIII. Sonstige Angaben

Honorar

Das Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 177, für Steuerberatungsleistungen TEUR 83 und für sonstige Leistungen TEUR 60.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer hat betragen:

2021 2020
Angestellte 1.430 1.576
Lohnempfänger 51 84
Aushilfen 206 263
1.687 1.923

Gesellschaftsorgane

Geschäftsführung

In analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB erfolgen keine Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung.

Beirat

Die Beiratsvergütungen betrugen TEUR 176.

Bezüge früherer Geschäftsführer

Die an frühere Geschäftsführer bezahlten Ruhegehälter haben im Berichtsjahr TEUR 361 betragen. Die für diese Personengruppe gebildeten Pensionsrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2021 insgesamt TEUR 3.686. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet TEUR 46 für frühere Geschäftsführer. Die Unterdotierung beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 95 (ratierliche Zuführung des BilMoG-Effekts).

Konzernbilanzgewinn/Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn 2021 entspricht dem der Muttergesellschaft Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen. Der Bilanzgewinn des Vorjahres von EUR 1.319,70 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresfehlbetrag 2021 von EUR 359,18 soll ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Ulm, den 22. April 2022

Andreas Simmet

Matthias Bikowski

Tilo Schelsky

Konzernkapitalflussrechnung 2021

2021 2020
TEUR TEUR
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) 22.937 4.974
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 12.431 13.439
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -548 335
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 380 -941
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.150 171
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.102 13.271
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.193 -9.173
Zinsaufwendungen/-erträge 871 989
Beteiligungserträge/Dividenden -5.636 -3.238
Ertragsteueraufwendungen/-erträge 2.485 1.430
Ertragsteuerzahlungen -696 694
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 28.779 21.951
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.770 544
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.115 -5.649
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 126 4
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -726 -1.965
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 988 17
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -330 -162
Auszahlungen für Zugänge in den Konsolidierungskreis 0 -1.742
erhaltene Zinsen 58 65
erhaltene Dividenden/Gewinnauszahlungen 3.165 3.148
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -64 -5.740
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -6.753 -4.043
Auszahlungen aus der Tilgung von Bankkrediten -12.686 -6.436
gezahlte Zinsen -660 -776
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -20.099 -11.255
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 8.616 4.956
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelbestands 0 2.291
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 976 -6.271
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 9.592 976

Finanzmittelfonds:

2021 2020
TEUR TEUR
Kassenbestand und Bankguthaben 9.592 2.940
kurzfristige Bankverbindlichkeiten (Cash Pool, ohne Darlehen) 0 1.964
9.592 976

Konzerneigenkapitalspiegel 2021

Mutterunternehmen Minderheitsgesellschafter
Gezeichnetes Kapital Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Summe Eigenkapital Minderheitenkapital Gesamtes Konzerneigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31.12.2019 26 1 27 30.953 30.980 1)
Sonstige Veränderungen 2) 0 0 0 622 622 1)
Dividenden/Gewinnauszahlungen 0 0 0 -4.043 -4.043 1)
Konzerngesamtergebnis
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 4.974 4.974 1)
übriges Konzernergebnis 0 0 0 0 0 1)
Stand 31.12.2020 26 1 27 32.506 32.533 1)
Sonstige Veränderungen 2) 0 0 0 86 86 1)
Dividenden/Gewinnauszahlungen 0 0 0 -6.753 -6.753 1)
Konzerngesamtergebnis
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 22.937 22.937 1)
übriges Konzernergebnis 0 0 0 0 0 1)
Stand 31.12.2021 26 1 27 48.776 48.803 1)

1) an die Gesellschafter auszahlbare Beträge:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Mutterunternehmen: 1 1
Minderheitsgesellschafter: 17.125 6.753

2) Veränderung Minderheitenanteile

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021, dem Konzernanhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, der Konzernkapitalflussrechnung sowie dem Konzerneigenkapitalspiegel - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Neue Pressegesellschaft mbH, Göppingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 22. April 2022

BDO Dr. Daiber Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hermann Wild, Wirtschaftsprüfer

Detlef Sobeck, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht Konzern Neue Pressegesellschaft mbH 2021

1 Grundlagen und Geschäftsmodell

Die Unternehmenstätigkeit des Konzerns erstreckt sich auf alle Geschäfte auf dem Gebiet der Presse, der Publizistik und der Massenmedien, insbesondere auf die Herausgabe und den Vertrieb der Tageszeitungen SÜDWEST PRESSE, Märkische Oderzeitung, Lausitzer Rundschau sowie weiterer Tageszeitungstitel. Ferner werden verschiedene Anzeigenblätter herausgegeben. Über Beteiligungs-, Tochter- und Enkelgesellschaften werden zudem Geschäfte im Bereich der kommunalen Mitteilungsblätter, des Druckereiwesens, des Online- und Internetdienstes, des Leser-Reisedienstes, der unadressierten Prospektverteilung, der adressierten Briefzustellung, des Hörfunks sowie weitere Dienstleistungen wahrgenommen.

Räumlich zieht sich das Vermarktungsgebiet in Baden-Württemberg vom Raum Hohenlohe über Schwäbisch Hall und Aalen nach Ulm, Ehingen, Metzingen und Tübingen. Teilweise werden Gebiete über Partnerverlage abgedeckt, um ein einheitliches Vermarktungsgebiet aufzuweisen. Über Konzerngesellschaften werden des Weiteren die Gebiete Frankfurt (Oder), Oranienburg und die Region Lausitz-Spreewald im Bundesland Brandenburg einbezogen.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch im Jahr 2021 war das wirtschaftliche Geschehen weitgehend durch die SARS CoV-2 Epidemie geprägt. Infolge der drastischen Kontaktbeschränkungen zu Jahresbeginn 2021 verzeichnete das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) einen deutlichen Rückgang (-1,9% gegenüber dem vierten Quartal 2020). Mit der Rücknahme der Kontaktbeschränkungen im Mai 2021 kam es im Sommerhalbjahr zu einer kräftigen Erholung (+3,8% gegenüber dem ersten Quartal 2021). Die maßgeblichen Wachstumstreiber waren beträchtliche Aufholeffekte im privaten Konsum. Im Abschlussquartal 2021 haben gestiegene Infektionszahlen und erneute Schutzmaßnahmen abermals zu erhöhter konjunktureller Unsicherheit geführt Alles in allem verzeichnet das Statistische Bundesamt einen Anstieg des BIP in Deutschland für das Kalenderjahr 2021 um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr.

Im Jahr 2021 lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt Baden-Württembergs laut dem Statistischen Bundesamt mit 3,4 % über dem Vorjahr. Im Bundesländervergleich lag Baden-Württemberg somit über dem bundesweiten Durchschnitt von 2,9 %. Lediglich Rheinland-Pfalz verzeichnete ein größeres Wachstum. Im Berichtsjahr schnitt Brandenburg mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,9 % im bundesweiten Vergleich am schlechtesten ab.

2.2 Branchenentwicklung

Der Meinungsvielfaltsmonitor der Medienanstalten für das erste Halbjahr 2021 identifiziert die Tageszeitungen nach wie vor als einen elementaren Bestandteil des deutschen Meinungsmarktes. Rund 75 % der deutschen Bevölkerung halten die Tageszeitung für die Meinungsbildung ebenfalls für unverzichtbar. In den schwierigen Zeiten der Coronapandemie bieten die Tageszeitungen den Leser durch die besonderen lokalen Kompetenzen Orientierung und Sicherheit in der immer vielfältigeren Informationslandschaft. Dennoch verzeichnet der deutsche Tageszeitungsmarkt einen Rückgang der regionalen und nationalen Auflagen.

Die verkaufte Auflage sinkt von insgesamt 14,06 Mio. Exemplaren im vierten Quartal 2020 auf 13,54 Mio. Exemplare im vierten Quartal 2021. Das entspricht einem Auflagenrückgang von rund 3,7 %. Damit sinkt die Auflage weniger stark als im Vorjahr. Dies ist unter anderem auf einen gesteigerten Informationsbedarf durch die Coronapandemie zurückzuführen.

Die Abonnements verringern sich auf 10,06 Mio. Exemplare (-3,3 % zum Vorjahreszeitraum).

Die Tageszeitungen erreichen in Deutschland insgesamt pro gedruckter Ausgabe rund 35,6 Mio. Leser und damit ca. 50,4 % der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren. Zusätzlich generieren die digitalen Angebote der Zeitungen täglich rund 17,1 Mio. weitere Leser. Die Bedeutung des Digitalangebotes der Tageszeitungen wird immer größer und gleichzeitig steigt der Einfluss der Tageszeitungen auf dem digitalen Meinungsmarkt.

Die Verkäufe elektronischer Ausgaben der Tageszeitungen (ePaper) erzielen im 4. Quartal 2021 eine Zuwachsrate von 19,2% im Vergleich zum Vorjahresquartal und gewinnen zunehmend an Relevanz. Neben dem ePaper machen auch Plus-Angebote einen zunehmend größeren Anteil der Vertriebserlöse deutscher Zeitungsverlage aus.

Der deutsche Paid-Content Markt scheint allerdings im Vergleich zu anderen europäischen Ländern noch unterentwickelt. Während in Deutschland nur rund 9 % der Bevölkerung regelmäßig für Online-Nachrichten bezahlen, sind es in den nordischen Ländern bereits über 30 %. Bisher waren in Deutschland rund 26 % der Bevölkerung mindestens einmal für Onlineangebote bezahlt. Besonders bei den jüngeren Generationen ist die Zahlungsbereitschaft für Onlineangebote höher.

In Baden-Württemberg nimmt die Aboauflage im Berichtsjahr um 3,0 % ab. Die eher kleinteilig organisierte Verlagslandschaft dürfte auch weiterhin einen positiven Einfluss auf die Entwicklung haben. Unverändert können 17 Zeitungsverlage benannt werden, welche über eine eigene Vollredaktion verfügen (publizistische Einheiten). Die SÜDWEST PRESSE mit ihren Partnerverlagen in Baden-Württemberg bleibt, gemessen an der Auflage, nach den Stuttgarter Nachrichten (inkl. Partnerverlagen) die zweitgrößte Tageszeitung im Bundesland.

In Brandenburg geht die Auflage der Abonnements (inkl. ePaper Abonnements) im vierten Quartal des Berichtsjahrs um 4,3 % zurück. Der Kaufpreisindex liegt in Brandenburg mit 92,6 Punkten deutlich unter Baden-Württemberg mit 108,8 Punkten. Brandenburg weist aber auch im Bundesländervergleich eine relativ geringe private Kaufkraft auf. Die FMG-Gruppe vereint rund 60 % der Auflage des Bundeslandes Brandenburg auf ihre Tageszeitungstitel.

2.3 Geschäftsverlauf

Weiterhin verlieren die Zeitungen in den neuen Bundesländern stärker an Auflage als in den alten Bundesländern. Im Schnitt ging die Auflage der Abonnements (inkl. ePaper) von lokalen und regionalen Tageszeitungen in Deutschland im 4. Quartal des Berichtsjahres um 4,2 % zurück. Im gesamten Jahr 2021 lag der Verlust der NPG-Titel in Baden-Württemberg bei 2,4 %. Die Verluste in Brandenburg lagen mit 4,4% in etwa auf Vorjahresniveau.

Im ersten Halbjahr 2021 stand die Werbevermarktung weiterhin unter Druck. Mit der Rücknahme der Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Sommer 2021 begann eine Erholung des Werbemarktes im zweiten Kalenderhalbjahr und näherte sich im letzten Quartal dem Niveau vor der Coronapandemie an.

Aufgrund von Preiserhöhungen konnten die Vertriebserlöse ebenfalls gesteigert werden. Im Laufe des Berichtsjahres wurden die Bezugspreise in Baden-Württemberg um bis zu 2,00 EUR und in Brandenburg um bis zu 1,90 EUR angehoben.

Die positive Entwicklung im Bereich der digitalen Produkte aus dem Vorjahr wurde fortgesetzt. Die verkaufte Auflage der ePaper der gesamten Gruppe verzeichnet einen Zuwachs um 29,2 % gegenüber dem Vorjahr Die ePaper-Abonnements stiegen gegenüber dem Vorjahr um 31,2 %.

Die Nachrichtenlage rund um Corona sowie das große Interesse nach zuverlässigen Informationen sorgte für eine stabile Anzahl an Kundenbeziehungen über das gesamte Berichtsjahr hinweg. Zusätzlich wurde das Onlineangebot weiter SEO-optimiert, sodass in 2021 rund 255 Millionen Visits auf swp.de, moz.de und lr-online.de verzeichnet wurden. Das entspricht einer Reichweitensteigerung von 20,3 % gegenüber dem Vorjahr.

Spezielle Funnelteams arbeiten an der Vermarktung der Plus- und Paid-Content Angebote. Im Laufe des Jahres 2021 konnte die Zahl der monatlich erzielten Abschlüsse deutlich ausgebaut werden. Diese Erfolge sind auch das Ergebnis einer engeren Zusammenarbeit zwischen der Redaktion und der Digital-Unit.

Abgesehen von den Anstrengungen bei den neuen digitalen Geschäftsfeldern wird weiterhin auch in die klassischen Produkte investiert. Sowohl die Produktion der Tageszeitungen und Anzeigenblätter als auch die Logistik wird stetig modifiziert. Interne und externe Benchmarks führen zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Die Coronapandemie wurde zum Anlass genommen, die Strukturen der Unternehmensgruppe und die wesentlichen Workflows intensiv zu überarbeiten und zu optimieren. Regelungen zum mobilen Arbeiten und zur digitalen Zusammenarbeit werden erfolgreich umgesetzt. Insgesamt kann von einer deutlichen Steigerung der Effizienz der betrieblichen Workflows gesprochen werden. Die Mitarbeiter der Gesellschaft, die den Kern der Wertschöpfung entscheidend mitbestimmen, sind hochqualifiziert und erhalten laufende Weiterbildungsmöglichkeiten. Zusätzliche Angebote stellen das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter in den Mittelpunkt.

2.4 Lage des Unternehmens

2.4.1 Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse sind um 4,2 % bzw. 9.649 TEUR auf 238.402 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Umsatz ist eine bedeutende finanzielle Steuerungsgröße.

2.4.1.1 Werbeerlöse

Die Anzeigenerlöse steigen um 7,6 % bzw. 4.005 TEUR auf 56.481 TEUR. Die Beilagenerlöse sinken um 1,6 % bzw. 417 TEUR auf 26.103 TEUR. In Summe ist ein Anstieg der Werbeerlöse um 4,5 % bzw. 3.588 TEUR auf 82.584 TEUR zu verzeichnen, das im Wesentlichen auf die Rücknahme der Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Zuge der Coronapandemie und den damit einhergehenden Geschäftsöffnungen zurückzuführen ist.

2.4.1.2 Vertriebserlöse

Die Vertriebserlöse erhöhten sich um 1,6 % bzw. 1.753 TEUR auf 110.961 TEUR im Wesentlichen aufgrund einer Erhöhung der Bezugspreise, die den Auflagenrückgang überkompensieren konnten.

2.4.1.3 Sonstige Erlöse

Die sonstigen Erlöse sind im Berichtsjahr 2021 um 10,6 % bzw. 4.308 TEUR auf 44.857 TEUR gestiegen. Die Erhöhung beruht auf der Erstkonsolidierung der NBR KG.

2.4.1.4 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 6,4 % bzw. 254 TEUR auf 4.251 TEUR gestiegen.

2.4.2 Materialaufwand, Personalaufwand sowie sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Materialaufwand verringerte sich um 0,6 % bzw. 610 TEUR auf 100.490 TEUR. Dies resultiert aus einem gesunkenen Papierpreis gegenüber dem Vorjahr, der zu einer Verringerung der Papierkosten in Höhe von 1.454 TEUR (16,5%) führt. Des Weiteren ergab sich eine Reduzierung der Vertriebs- und Zustellkosten. Dem steht eine Erhöhung durch die Einbeziehung der NBR KG gegenüber. Trotz Abfindungen für Umstrukturierungen und Reorganisationen hat sich der Personalaufwand insgesamt um 5,9 % bzw. 5.210 TEUR durch eine Reduzierung der Mitarbeiteranzahl sowie durch Kurzarbeit verringert. Insbesondere durch gestiegene Instandhaltungs- sowie Verlags und Verwaltungskosten, erhöhen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,9 % bzw. 518 TEUR auf 26.732 TEUR.

2.4.3 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis steigt um 262,8 % bzw. 3.593 TEUR gegenüber dem Vorjahr auf 4.960 TEUR. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Beteiligung an einer Druckerei sowie an Radiosendern.

2.4.4 Ertragslage

Das bereinigte operative Ergebnis ist die wesentliche finanzielle Steuerungsgröße. Es stieg um 91,9 % bzw. 14.648 TEUR auf 30.591 TEUR. Hierfür ist insbesondere das gestiegene Betriebsergebnis verantwortlich. Nach Berücksichtigung des verbesserten neutralen Ergebnisses um 4.355 TEUR auf -4.654 TEUR, Gesellschafterzinsen (515 TEUR) und höheren Ertragsteuern (2.485 TEUR, Vorjahr 1.430 TEUR, u.a. wegen gestiegenen Gewerbeerträgen), ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 22.937 TEUR. Damit hat sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 17.963 TEUR verbessert und somit mehr als verdreifacht.

2.4.5 Vermögenslage

Die aktivierten Vermögensgegenstände der NPG-Gruppe stiegen im Geschäftsjahr 2021 leicht um 0,7 % bzw. 878 TEUR auf 123.395 TEUR. Das Anlagevermögen hat sich um 6,3 % bzw. 6.342 TEUR auf 94.215 TEUR verringert. Im Wesentlichen sinken die immateriellen Vermögensgegenstände aus Kapitalkonsolidierungen aufgrund von planmäßigen Abschreibungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 4,7 % bzw. 782 TEUR, im Wesentlichen durch einen Anstieg der Forderungen aus Lieferung und Leistungen um 33,5 % bzw. 1.837 TEUR. Die Steigerung resultiert insbesondere aus einer Zunahme der Anzeigenforderungen. Daneben erhöhen sich die Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht um 26,0 % bzw. 1.191 TEUR. Die sonstigen Vermögensgegenstände verringern sich um 29,8 Prozent bzw. 1.761 TEUR.

Die Finanzstruktur des Konzerns sichert zukünftiges Wachstum. Das Eigenkapital einschließlich Gesellschafterdarlehen und langfristiger Schulden deckt das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2021 zu 94,0 % (Vorjahr 79,5 %).

Die Bankschulden verringerten sich um 14.650 TEUR. Sowohl die kurz- als auch die langfristigen Bankschulden sinken erheblich. Die Darlehen wurden planmäßig getilgt. Durch eine Sondertilgung ist ein Darlehen frühzeitig abgelöst worden.

2.4.6 Finanzlage

Die flüssigen Mittel liegen über Vorjahresniveau (+6.652 TEUR). Die kurzfristigen Bankschulden verringern sich deutlich (um rd. 7.000 TEUR). Der Cashflow (im engeren Sinne: Jahresüberschuss, Abschreibungen, Veränderung Pensionsrückstellungen) ist im Vergleich zum Vorjahr um 92,5 % bzw. 17.068 TEUR auf 35.524 TEUR gestiegen. Der Konzern konnte seine Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen.

2.4.7 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Wertschöpfung des Konzerns wird wesentlich durch die eigenen Mitarbeiter beeinflusst. Die Mitarbeiterfluktuation ist weiterhin auf niedrigem Niveau. Insgesamt beschäftigte der Konzern in 2021 inklusive Auszubildenden und Volontären durchschnittlich 1.687 Arbeitnehmer (1.430 Angestellte, 51 Lohnempfänger sowie 206 Aushilfen). Die Mitarbeiter sind gut ausgebildet. Das Unternehmen fördert durch verschiedene Maßnahmen des Bereichs Personalentwicklung zusätzlich deren Weiterbildung, insbesondere der Entwicklung der Digitalkompetenzen.

Weiterhin gestaltet sich die Mitarbeitersituation in den verbundenen Zustellgesellschaften, trotz der stetigen Erhöhung des Mindestlohns und einem verbesserten Employer Branding, schwierig. Die Suche nach geeigneten Zustellern erfordert, in einem sich verändernden Marktumfeld aufgrund der Arbeitszeiten und der relativ hohen körperlichen Belastung, einen deutlich höheren Aufwand als noch vor wenigen Jahren. Nichtsdestotrotz ist die ordnungsgemäße Zustellung der Tageszeitungen und Anzeigenblätter stets gewährleistet.

2.4.8 Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2021 war im ersten Kalenderhalbjahr nach wie vor von der Coronapandemie geprägt. Durch die Rücknahme der Einschränkungen des öffentlichen Lebens bestimmten Nachholeffekte das zweite Kalenderhalbjahr und sorgten konzernweit für einen Anstieg der Umsätze, insbesondere der Anzeigenerlöse. Durch anhaltende Kostendisziplin, moderater Papierpreise und einem Anstieg der Vertriebserlöse steigt insgesamt der Konzernjahresüberschuss deutlich gegenüber dem Vorjahr. Die geplante Erhöhung der Werbeerlöse konnte aufgrund der Sondersituation im ersten Kalenderhalbjahr nicht erreicht werden. Die Prognose für 2021 bzgl. eines konstanten Betriebsergebnisses und einem konstanten Konzernjahresüberschuss konnte deutlich übertroffen werden.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Der zukünftige Verlauf der Coronapandemie und die staatlichen Regulierungen wie beispielsweise Geschäftsschließungen, haben weiterhin Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Einerseits werden im ersten Halbjahr des Jahres 2022 nahezu sämtliche staatliche Regulierungen zurückgenommen, andererseits nimmt das Infektionsgeschehen in Deutschland durch die Omikron-Variante bisher nie dagewesene Ausmaße an. Die Herausforderung für Unternehmen hat sich von einer Umstellung auf mobiles Arbeiten zu einem managen des hohen Krankenstands gewandelt. Somit bleibt abzuwarten, ob ein möglicher Anstieg der Nachfrage von der Wirtschaft gedeckt werden kann. Trotz dieser Unsicherheit wird zunächst von einer positiven Entwicklung der überregionalen Anzeigen und lokalen Märkte ausgegangen.

Im Jahresmittel ist ein Abonnement-Rückgang der SÜDWEST PRESSE um 3,7 %, der Neuen Württembergischen Zeitung um 3,8 %, der Märkischen Oderzeitungen um 4,5 %, des Oranienburger Generalanzeigers um 6,5 % sowie bei der Lausitzer Rundschau um 5,9 % im Vergleich zum Vorjahr geplant. Die Vertriebserlöse dürften sich in 2022 insgesamt auf dem Vorjahresniveau bewegen, wobei das Risiko besteht, dass die ansteigende Inflation die Kaufkraft negativ beeinflusst und damit einhergehend den Auflagenrückgang beschleunigt, sodass dieser durch Preiserhöhungen nicht vollständig kompensiert werden kann.

Im Bereich Anzeigen wird von konstanten und im Bereich Beilagen von leicht steigenden Umsätzen ausgegangen.

Aufwandssteigerungen sind in den Bereichen Papier (Papierpreise), Herstellung (Energiepreise) und Zustellung (Mindestlohnerhöhung) zu erwarten. Die Vertriebskosten werden dadurch deutlich steigen. Im Bereich Personal führt im Wesentlichen der Wegfall von Kurzarbeit und Tariferhöhungen zu einer Erhöhung der Aufwendungen.

Insgesamt können die Aufwandssteigerungen nicht kompensiert werden und führen zu einem deutlich verminderten Betriebsergebnis. Das Finanzergebnis dürfte aufgrund geringerer Erträge aus assoziierten Unternehmen sinken und zu einem verminderten operativen Ergebnis führen.

Die Abschreibungen, insbesondere aus der Kapitalkonsolidierung, werden sich weiterhin auf dem hohen Niveau bewegen. Aufgrund der Aufwandssteigerungen wird ein Konzern-Jahresüberschuss deutlich unterhalb Vorjahresniveau prognostiziert.

Die Planung wurde im Herbst 2021 erarbeitet. Die weiterhin dynamischen Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie des bewaffneten Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine auf die Märkte und Prozesse der Gesellschaft, können gegenwärtig noch nicht vollumfänglich abgeschätzt werden und sind nicht in den vorliegenden Planungen enthalten. Vor diesem Hintergrund und einem Andauern dieser Krisen kann diese Umsatz- und Ergebnisprognose möglicherweise nicht aufrechterhalten werden und könnte sich auch deutlich verschlechtern.

Es ist davon auszugehen, dass der Wandel zum digitalen Abo weiterhin stärker wird. Die Kunden verlangen nach flexiblen Angeboten und Inhalten, die ihren Interessen entsprechen. In den nächsten 10 Jahren ist davon auszugehen, dass digitale Produkte einen Großteil des Unternehmensergebnisses ausmachen.

Die NPG-Gruppe arbeitet weiterhin an Verbesserungen der eigenen IT-Infrastruktur. Weiter werden die Anstrengungen bei IT-Sicherheitsmaßnahmen intensiviert, nachdem Medienhäuser zunehmend Ziele von Cyberangriffen werden. Durch kontinuierliche Überprüfungen der eigenen Sicherheit, die Inanspruchnahme von externen Experten sowie präventive Anpassungen von Maßnahmen kann diesem Risiko entschieden entgegengewirkt werden.

3.2 Chancen- und Risikobericht

Im Jahr 2022 bestehen wohl die größten Risiken in den weiteren Auswirkungen der Coronapandemie, des militärischen Konflikts in der Ukraine und der Entwicklung der Beschaffungspreise.

Die wirtschaftliche Entwicklung hängt maßgeblich vom künftigen Pandemieverlauf und den entgegenwirkenden Maßnahmen wie die Durchführung von wirtschaftlichen Shutdowns ab. Die ohnehin konjunkturabhängigen und damit risikobehafteten Werbeerlöse könnten durch die anhaltende Pandemie weiterhin negativ beeinflusst werden. Die nahezu vollständige Rücknahme der Einschränkungen des öffentlichen Lebens stellt eine Chance dar, die allerdings abhängig von weiteren Mutationen und dem Infektionsgeschehen in Herbst- und Wintermonaten des Jahres 2022 ist.

Neben dem Anstieg der Vertriebskosten sind auch die Erhöhung des Mindestlohns, zunächst um 0,63 EUR zum 01. Juli 2022 und darauffolgend um weitere 1,55 EUR auf dann 12,00 EUR zum 01. Oktober 2022 ein Risiko für das Geschäftsjahr 2022. Fortlaufende Gebietsoptimierungen, die strategische Zusammenarbeit mit Partnern und die Nutzung interner Synergien, ermöglichen eine effizientere Zustellung im Geschäftsjahr 2022. Hybride Zustellungen von Zeitungen und Briefen stellen sicher, dass die Produkte auch in Zukunft flächendeckend verteilt werden.

Nachdem der Papierpreis im Geschäftsjahr 2020 einen Rückgang von 17% verzeichnete, war er im Großteil des Geschäftsjahr 2021 konstant niedrig. Erst gegen Ende des Jahres 2021 stieg der Papierpreis dramatisch an, sodass sich der Papierpreis im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt hat.

Zusätzlich treiben die Folgen des militärischen Konflikts in der Ukraine und die damit einhergehenden Sanktionen gegen Russland die Energiepreise und korrespondierend dazu die Herstellkosten in die Höhe. Die dadurch entstehende Inflation führt zur Zurückhaltung bei der Kaufbereitschaft auf den deutschen Märkten, wodurch rückläufige Aboverkäufe drohen. Aufgrund der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf des Konflikts und den damit einhergehenden Auswirkungen auf den Rest der Welt, birgt er ein nicht abschätzbares Risiko.

Die Coronapandemie ist der Initiator einer stärkeren Konzentration der Verlage auf die digitalen Produkte. Eine Chance besteht darin, diesen Fokus weiterhin beizubehalten und sich digital noch stärker zu positionieren und die digitalen Angebote weiter voranzutreiben. Seit Anfang 2021 nutzen alle Titel der NPG-Gruppe die Chance der Preisdifferenzierung zwischen dem ePaper und der Printzeitung.

Der Schwerpunkt bei der technischen Weiterentwicklung wird in diesem Jahr in der Zusammenführung der digitalen Produkte ePaper und des Paid-Content Angebots gesetzt werden, denn die Nutzungszahlen von mobilen Geräten und Wearables sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und werden dies auch weiterhin tun. Der Konsum von Nachrichten- und Medieninhalten über das Internet ist für einen Großteil der deutschen Bevölkerung eine Selbstverständlichkeit geworden. Nutzer haben das Bedürfnis, jederzeit und von überall aus aktuelle Nachrichten zu erhalten. Die Neue Pressegesellschaft hat sich auf diesen Wandel eingestellt und versteht die Digitalisierung als Chance, besonders auf den regionalen und lokalen Märkten durch eine zunehmende Personalisierung zu wachsen. Dabei gilt es, die Inhalte jeweils dann zu veröffentlichen, wenn der Nutzer sie auch erwartet und auch den vom Nutzer gewünschten Kanal zu bedienen. Um die journalistischen Inhalte digital in der bestmöglichen Qualität den Lesern zur Verfügung zu stellen und auf die veränderten Bedürfnisse der Leserschaft einzugehen, wird eine hybride App entwickelt, die sowohl E-Paper als auch Onlinebereich miteinander vereint.

Um die "Freemium-Modelle" (Basis ist kostenfrei, Zusatzartikel sind kostenpflichtig) "SWP-plus", "MOZ-plus" und "LR+" noch stärker an den Bedürfnissen der Nutzer auszurichten, arbeitet die NPG-Gruppe mit externen Dienstleistern und Beratern zusammen. Dies eröffnet die Möglichkeit, datengetriebene Inhalte zu produzieren und zu vermarkten. Darüber hinaus werden in der Redaktion gezielte Aus- und Weiterbildungen durchgeführt, um die Wachstumsziele für das Plus-Abonnement in 2022 zu erreichen.

Die Reorganisationen in der Redaktion und den Digital Units ermöglichen eine erfolgreiche Verzahnung der beiden Bereiche. Steigende Nutzerzahlen bestätigen diese Ausrichtung.

3.3 Gesamtaussage

Für das Geschäftsjahr 2022 rechnet die NPG-Gruppe mit konstanten Umsätzen. Dem gegenüber stehen Aufwandssteigerungen, insbesondere in den Bereichen Papier, Herstellung und Zustellung. Dementsprechend wird mit einem Rückgang des Konzernjahresergebnisses gerechnet. Eine zuverlässige Ergebnisprognose kann derzeit nur bedingt abgegeben werden.

4 Risikobericht bzgl. Finanzinstrumenten Die Gesellschaft verfügt insgesamt über solvente Kunden. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein rollierender Liquiditäts- und Finanzplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und eingänge vermittelt. Des Weiteren bestehen ausreichende Kreditlinien. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

 

Ulm, 22. April 2022

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