Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 20087
Eingetragen
7.6.2002
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
- der Vertrieb und der Handel mit Lebensund Futtermitteln aller Art, - der Handel und der Transport von Gärresten, Gärsubstraten und Düngemitteln aller Art, - der Betrieb einer Kraftfahrzeugreparaturwerkstatt, der Handel mit Kraftfahrzeugen aller Art, der Betrieb einer Tankstelle und einer Waschanlage

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Alexander Schwarzkopf
seit 28.1.2025
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Peter Meyer zu Brickwedde
Eggermühlen
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MzB GmbH

Bersenbrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der MzB GmbH, Bersenbrück

1. Grundlagen des Unternehmens

MzB GmbH ist ein familiengeführtes Unternehmen, das seit über 30 Jahren seine Kunden mit hochwertigen flüssigen Futtermitteln versorgt. MzB GmbH ist das Bindeglied zwischen der Lebensmittelindustrie und der Landwirtschaft. Der Fokus liegt einerseits darauf, die Produktionssicherheit der Lebensmittelproduzenten zu gewährleisten, andererseits garantiert MzB GmbH ihren Kunden durch regelmäßige Kontrollen und standardisierte Prozesse konstant hochwertige Futtermittel. MzB GmbH ist sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe bewusst und investiert ständig sowohl in zuverlässige Technik und in einen erstklassigen Fuhrpark als auch in qualifizierte Mitarbeiter.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft sowie Geschäftsverlauf

Die Witterung im Jahr 2023 setzte den Trend der letzten Jahre fort. Die Definition eines "normalen Jahres" - zumindest in Bezug auf die Landwirtschaft - müsste womöglich seit 2017 neu definiert werden. Denn "zu warm" und "zu trocken" ist mittlerweile eine Dauererscheinung. Die Ernteergebnisse in Deutschland lagen ca. 4% unter dem Vorjahr.

Der Ukraine Krieg, der im Februar 2022 begann, wirkte sich weiter auf den europäischen Handel von Futter- und Lebensmittel aus. Das Ende des Getreideabkommens am Schwarzen Meer hat dazu geführt, dass sich die Exportwege noch stärker in die EU bzw. auf andere Transportwege verlagerte. Die Ukraine verfügt darüber hinaus über hohe Lagerbestände an Getreide, was auch mittelfristig Druck auf die internationalen Preise für Getreide ausübt. Es gab in zahlreichen Ländern Bauernproteste, um die Politik zum Nachsteuern zu bewegen.

Für den europäischen Schlachtschweinemarkt war das vergangene Jahr 2023 - wie bereits in den vorangegangenen Jahren - außerordentlich turbulent. Insgesamt wurden in Deutschland ca. 4% Schweine weniger geschlachtet als im Vorjahr. Anfang des Jahres wurden zwar für Schlachtschweine gute Preise erzielt, die Schweine- und Ferkelpreise sind jedoch im Herbst 2023 stark gefallen und erholen sich gerade wieder. Die Kostensteigerungen für Energie, Getreide und Personal waren weitere Preistreiber für die Unternehmen. Dies führte auch dazu, dass Betriebe die Aufzucht und Mast von Tieren eingestellt haben.

Insgesamt spiegelt der Rückgang von Tieren und Betrieben die Lage der letzten Jahre wider. Der Strukturwandel in der Landwirtschaft setzt sich weiter fort und die Tierzahlen werden vermutlich in den nächsten Jahren weiter sinken.

Die Mengen an Nach- und Nebenprodukten insbesondere im Bereich der Stärke (Weizen, Mais, Kartoffel) nehmen in den kommenden Jahren in Deutschland zu. Seit Anfang des Jahrtausends ist die Stärkeproduktion in der EU um über 20% gestiegen. Die Inbetriebnahme neuer Werke sorgt auch künftig für steigende Mengen bei sinkenden Tierzahlen.

Durch das weitere Wachstum innerhalb der Lebensmittelindustrie werden immer mehr flüssige Nebenprodukte auf den Markt drängen. Saisonale Schwankungen werden aber aufgrund von Ernteschwankungen, Schlachtausfällen und strukturellen Änderungen innerhalb der Kundschaft größer.

2.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der erhöhte Wettbewerb um Lieferantenmengen hatte uns gezwungen geringe Mengen abzugeben. Die Marktanteile wie auch Kunden konnten trotzdem auf ähnlichem Niveau zum Vorjahr gehalten werden. Nach wie vor erfreut sich die MzB GmbH über einen sehr hohen Anteil an Stammkunden. In dem Jahr 2023 konnten weitere Kunden akquiriert werden. Die gehandelte Tonnage ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Die Gesamtumsätze der Spedition sind gesunken. Der Einsatz von Fremdspediteuren als Subunternehmer konnte in 2023 deutlich verringert werden. Der Umsatz rund um die Dienstleistung des Agrarservice konnte weiter ausgebaut werden, insbesondere in Ostdeutschland.

Durch die Verkleinerung der Waschhalle im laufenden Jahr 2022 ist in 2023 ein großer Umsatzrückgang zu verzeichnen. Jedoch konnten die Umsatzerlöse im Bereich der Werkstatt weiter erhöht werden durch den Umbau der Halle.

2.3 Beschaffung

Trotz des Krieges in der Ukraine, zahlreicher Bauernproteste und Streiks konnten die benötigten Mengen stets beschafft werden, da überwiegend innerdeutsch eingekauft wird.

2.4. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Im laufenden Jahr 2023 wurden zwei Futtermittel- und ein Gülleauflieger angeschafft. Umbauarbeiten an einem weiteren Futtermittelauflieger wurden fertiggestellt. Bei zwei Futterlägern wurden Reparaturarbeiten durchgeführt und ein mobiler Futtermittelcontainer wurde angeschafft. Zusätzlich wurde in aktuelle Hardware vor allem für den Fuhrpark investiert. Zwei Personenkraftwagen wurden gekauft, wovon einer für den Vertrieb von Futtermitteln im Einsatz ist. Das ursprüngliche Archiv wurde umgebaut, so dass zwei weitere moderne Büroarbeitsplätze zur Verfügung stehen.

Im kommenden Jahr wird die Software der verschiedenen Systeme weiter überarbeitet. Die IT-Sicherheit wird ebenfalls fortlaufend optimiert. Die Hard- und Software für den Speditionsbereich und die Telematik wird weiter verbessert und ausgebaut. Notwendige Instandhaltungen der Futtermitteltanks werden erledigt und Lagerkapazitäten erweitert.

2.5. Umweltschutz

Es sind 10 LNG-Fahrzeuge im Einsatz. Der gesamte Fuhrpark fährt mit der Umweltnorm "EURO 6". Die Reduzierung der Waschhallengröße auf eine Spur sorgte für einen starken Rückgang der verbrauchten Energie. Die Umstellung der Photovoltaikanlage auf Eigenverbrauch führte dazu, dass während der Hauptgeschäftszeit viel grüner Strom verwendet wurde (über 40%). Ein weiterer Ausbau der PV-Kapazitäten ist bereits in Planung.

2.6. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Der Dieselpreis hat sich im laufenden Jahr stabilisiert. Die Schwankungen waren nur noch gering im Vergleich zum Vorjahr.

Der Geschäftsbereich Agrarservice wurde weiter ausgebaut und neue Kunden konnten gewonnen werden.

Trotz des starken Wettbewerbs und Schwankungen der verfügbaren Produkte konnten die meisten Marktanteile, Kunden und auch Lieferanten gehalten werden.

3. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 153 auf TEUR 7.203 verringert. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt zum Abschlussstichtag 23.1 %. Die Investitionen in 2023 waren nicht so hoch wie im Vorjahr, so dass sich das Sachanlagevermögen um TEUR 157 auf TEUR 2.202 verringert hat.

4. Finanzlage

Die Gesellschaft war stets in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Investitionen wurden vollständig mit Eigenmitteln und Darlehensaufnahmen bei Kreditinstituten finanziert. Gewährte Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen.

5. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.322 auf TEUR 24.979 gesunken. Der Wareneinsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.821 verringert. Trotz der gesunkenen Umsatzerlöse konnte der Rohertrag um 5,6 % zum Vorjahr gesteigert werden.

6. Prognose- Chancen- und Risikobericht

6.1 Prognosebericht

In Zukunft könnten weitere flüssige Nebenprodukte auf dem Markt drängen. Vor allem flüssige Weizenstärke könnte vermehrt auftreten, welche bei der Produktion von Papier- und Verpackungsmaterial anfällt. Durch den Wandel zu vermehrten online Bestellungen von Konsumenten, wird der Bedarf an Verpackungsmaterialien wachsen.

Gleichzeitig wird vermutlich die Weizen- und Maisernte in der Ukraine wegen dem Krieg mit Russland sinken und die Exporte in die EU und nach Deutschland geringer ausfallen. Zusätzlich ist ungewiss, wie sich das Klima entwickeln wird und die Ernten in Deutschland 2024 ausfallen werden. Nach einem sehr nassen Winter waren auch zum Frühjahrsbeginn 2024 die Ackerflächen noch sehr durchnässt, so dass die Landwirte ihre Äcker erst spät bestellen konnten. Ob der Sommer wieder extrem trocken wird oder sich ein gutes wechselhaftes Wetter einstellt, kann nur spekuliert werden. Der Klimawandel ist nicht kalkulierbar.

Der Getreidepreis könnte durch die steigenden flüssigen Nebenprodukte und eventuell sinkender landwirtschaftlicher Erträge stabil auf einem niedrigen Niveau bleiben. Dies setzt voraus, dass die Nachfrage gleichbleibt. Viele Landwirte schauen aber ungewiss in die Zukunft, weil die Politik nicht in ihrem Sinne handelt. Wenn die Bundesregierung nicht den richtigen Weg für die deutsche Landwirtschaft findet, werden noch weitere - vor allem kleiner Betriebe - aufgeben. Große Schweinezuchtbetriebe werden eine monopolistische Marktstellung erhalten und sich in die Preisgestaltung einmischen. Sollten im Allgemeinen trotz aktuell stabiler Schweinepreise die Tierzahlen sinken, wird auch der Futterbedarf und somit die Nachfrage sinken. Die Preise würden auf ein Rekordtief fallen und die Branche um jeden Kunden kämpfen. Es würde ein Preiskampf unter den Futtermittelhändlern ausbrechen.

Nichtsdestotrotz haben wir viele langjährige Kunden, auf die wir uns verlassen können. Da unsere Kunden tendenziell zu den größeren Schweinhaltern gehören, werden Verhandlungen einer Abwanderung entgegensteuern. Die Anzahl der Betriebsaufgaben unter Schweinehaltern muss in jedem Fall regelmäßig betrachtet werden.

Es wird sich weiter bemüht Betriebe mit Rinderhaltung für die Fütterung von Flüssigfuttermitteln zu gewinnen, um die Betriebsaufgaben von Schweinemastbetrieben zu kompensieren.

Weitere Optimierung und Kosteneinsparung innerhalb der Logistik durch Umstellung von Fahrzeugen, Reduzierung des Subunternehmereinsatzes sowie weiterer Ausbau des Produktportfolios wird zu weiterem Wachstum führen. Das Unternehmen wird sich fachlich im Bereich der Entsorgung weiterentwickeln und dies weiter ausbauen.

6.2 Wesentliche Chancen

Die Düngemittelverordnung wird einige Kunden dazu zwingen, über den Verbleib ihrer Gülle/Gärreste nachzudenken. Auf diesen Bedarf wird der Geschäftsbereich des Agrarservice binnen der nächsten Jahre weiter ausgebaut werden. Der weitere Ausbau des Futtermittelhandels und des Fuhrparks bei weiter reduzierten Einsatz von Subunternehmern wird dazu führen, dass Transportkosten je Auftrag sinken und die Margen erhöht werden, da der eigene Fuhrpark die Transporte günstiger ausführen kann als ein Fremdspediteur.

6.3 Wesentliche Risiken

Ein wesentliches Risiko im nächsten Jahr besteht einerseits in der Ungewissheit wie sich das Klima auf die landwirtschaftliche Produktion auswirkt und andererseits ob aufgrund von politischen Entscheidungen viele Schweinemastbetriebe ihren Betrieb stilllegen. Auch die Entwicklung des Ukraine-Krieges ist nicht außer Acht zu lassen, weil sich der Import von Getreide auf das deutsche Preisniveau auswirkt. Tierwohl und Kostendruck wirken sich schon heute negativ auf die Gesamtbranche aus. Dem Forderungsmanagement und der Kundenauswahl kommt in Zukunft eine besondere Bedeutung zu.

Weiterhin besteht Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung der Inflation und der daraus resultierenden Kostensteigerungen. Es muss kalkuliert und verhandelt werden wie die Erhöhung der Maut und CO 2 -Steuer auf die Kunden und Lieferanten umgelegt werden kann, damit ein wirtschaftliches Handel weiter gewährleistet ist.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.328.219,28 2.487.389,22
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.093,00 19.360,00
II. Sachanlagen 2.201.953,22 2.358.597,22
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,00 1,00
2. technische Anlagen und Maschinen 72.205,00 52.358,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.117.876,00 2.228.047,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.871,22 78.191,22
III. Finanzanlagen 120.173,06 109.432,00
B. Umlaufvermögen 4.667.868,82 4.841.528,54
I. Vorräte 274.289,74 224.196,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.432.825,83 4.091.442,87
1. Forderungen gegen Gesellschafter 68.214,59 57.771,63
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.364.611,24 4.033.671,24
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 960.753,25 525.888,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.933,16 27.545,66
Aktiva 7.028.021,26 7.356.463,42

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.666.001,25 1.437.742,61
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 50.000,00 50.000,00
III. Gewinnvortrag 1.362.742,61 1.252.188,90
IV. Jahresüberschuss 228.258,64 110.553,71
B. Rückstellungen 450.906,95 349.977,86
C. Verbindlichkeiten 4.911.113,06 5.568.742,95
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.319.077,64 3.766.772,79
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.592.035,42 1.801.970,16
Passiva 7.028.021,26 7.356.463,42

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.025.981,41 12.168.283,46
2. Personalaufwand 5.181.574,47 4.426.690,63
a) Löhne und Gehälter 4.289.374,31 3.652.390,96
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 892.200,16 774.299,67
davon für Altersversorgung 7.406,15 7.526,15
3. Abschreibungen 655.118,10 560.572,96
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 606.794,31 560.572,96
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 48.323,79
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.702.688,11 6.868.390,53
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.325,24 2.975,57
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 10.851,00
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 10.851,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 95.853,08 84.428,31
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 109.963,68 60.811,01
9. Ergebnis nach Steuern 288.109,21 159.514,59
10. sonstige Steuern 59.850,57 48.960,88
11. Jahresüberschuss 228.258,64 110.553,71

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Bersenbrück und ist beim Amtsgericht Osnabrück im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 20087 mit der Firma MzB GmbH eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Zusätzlich wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

In der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist in formeller und materieller Hinsicht gegeben.

Die dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB beibehalten.

2. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung des Jahresabschlusses wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Diese orientiert sich jeweils an den kürzesten zulässigen Nutzungsdauern der von der Finanzverwaltung veröffentlichten Afa-Tabellen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 1.000,00 (Geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam als Abschreibung erfasst.

Die geleisteten Anzahlungen wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips.

Die fertigen Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungskosten bzw. - soweit erforderlich - mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Den latenten Risiken wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Sonstige Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB wurden mit dem Nennwert bzw. in Höhe der zugrundeliegenden Verbindlichkeit angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2023 ist am Ende des Anhangs dargestellt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt.

3.1. Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten (Restlaufzeiten) in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEuro kleiner 1 J.
TEuro
1 bis 5 J.
TEuro
größer 5 J.
TEuro
gegenüber Kreditinstituten 3.319,1 1.679,8 1.368,4 270,8
(Vorjahr) 3.766,8 1.625,1 2.141,7 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 1.118,4 1.118,4 0,0 0,0
(Vorjahr) 1.359,7 1.359,7 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 473,6 473,6 0,0 0,0
(Vorjahr) 442,2 442,2 0,0 0,0
Summe 4.911,1 3.271,8 1.368,4 270,8
(Vorjahr) 5.568,7 3.427,0 2.141,7 0,0

Für die Verbindlichkeiten bestehen branchenübliche bzw. kraft Gesetz entstehende Sicherheiten.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenständen

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 960,00 (Vorjahr: € 960,00) enthalten.

3.3 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende wesentliche Rückstellungen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Urlaub 172,3 139,6
Tantieme 105,5 106,5
ausstehende Rechnungen 0,0 34,4
Abschluss- und Prüfungskosten 20,5 27,0
Boni 48,0 22,0
Aufbewahrung 15,0 15,0
sonstige 5,6 5,5
366,9 350,0

4. Sonstige Angaben

4.1. Anzahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
kaufmännische Angestellte 17 15
gewerbliche Arbeitnehmer 79 82
Aushilfen 53 53
149 150

Neben den aufgeführten Arbeitnehmern haben sich durchschnittlich vier (Vorjahr: vier) Beschäftigte in einem Ausbildungsverhältnis befunden.

4.2. Mitglieder der Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe im Geschäftsjahr

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Peter Meyer zu Brickwedde, Landmaschinentechniker.

Der Geschäftsführer ist bzw. war jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Bedingungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB.

Der Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr ein Darlehen in Höhe von T€ 59 (Vorjahr: T€ 58) zu einem Zinssatz von 8 % p.a. gewährt.

4.3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

4.3.1 Haftungsverhältnisse Im Sinne des § 251 HGB i.V.m. § 285 Nr. 9c HGB

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB i.V.m. § 285 Nr. 9c HGB bestehen zum Bilanzstichtag wie folgt:

31.12.2023
TEUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 0
davon ggü. verbundenen Unternehmen 0
Verbindlichkeiten aus Mithaftungserklärungen 2.742
davon ggü. verbundenen Unternehmen 2.742
2.742

Zudem haben sich im Rahmen einer Patronatserklärung die Gesellschaften der MzB Gruppe gegenüber einem Gläubiger gegenseitig verpflichtet die Gesellschaften finanziell stets so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage sind die Verpflichtungen aus sämtlichen Kredit- und Darlehensverträgen vollständig und pünktlich zu erfüllen.

4.3.2 Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme gem. § 285 Nr. 27 HGB

Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus den oben genannten Haftungsverhältnissen wurde als gering eingeschätzt, weil die Geschäftsleitung davon ausgeht, dass die zugrunde liegenden Vertragsverhältnisse von allen Parteien ordnungsgemäß erfüllt werden.

4.3.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte sonstige finanzielle Verpflichtungen des folgenden Geschäftsjahres, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen zum Bilanzstichtag in folgendem Umfang:

31.12.2023
TEUR p.a.
31.12.2022
TEUR p.a.
Miet- und Pachtverträge 1.093 1.184
Leasingverpflichtungen 479 323
1.572 1.507

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne künftiger Zahlungsansprüche Dritter sind als Nettowert, d.h. ohne Umsatzsteuer, angesetzt.

Die maximale Restlaufzeit der Verträge beträgt sieben Jahre.

4.4 Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

4.5. Nachtragsbericht

Zum Beginn des Geschäftsjahres 2024 wurden die Beiträge für Maut erhöht. Die Mehrkosten machen sich deutlich bemerkbar. Die gesamte Speditionsbranche ist von dieser Änderung betroffen.

 

Bersenbrück, den 07. Mai 2024

Peter Meyer zu Brickwedde

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge- Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 303.531,15 -7.500,00 227.794,35 5.743,00
-62.143,80
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 303.531,15 -7.500,00 227.794,35 5.743,00
-62.143,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.000,00 999
2. technische Anlagen und Maschinen 311.523,20 38.099,72 263.832,92 18.250,72
-13.585,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 608.062,30 -28.585,00 456.587,70 11.486,00
311.523,20 -86.187,88 263.832,92 18.250,72
66.320,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 78.191,22 0,00
-66.320,00
Summe Sachanlagen 4.523.186,61 440.597,31 2.290.026,07 606.794,31
-356.279,63 -10.741,06
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.093,00 19.360,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 6.093,00 19.360,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1 1
2. technische Anlagen und Maschinen 72.205,00 52.358,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.187,00 38.721,00
72.205,00 52.358,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.871,22 78.191,22
Summe Sachanlagen 2.328.219,28 2.487.389,22

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die MzB GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MzB GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MzB GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Quakenbrück, den 10. Mai 2024

KLSH Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Björn Hendricksen, Wirtschaftsprüfer

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