Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 7771
Eingetragen
24.11.2004
Branche
Herstellung von Ausbauelementen aus MetallHerstellung von Türen und Fenstern aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Metalltüren, -toren und -zargen sowie Stahlbauten und Stahlbauteilen, insbesondere Fertiggaragen, ähnlicher Produkte und aller Zubehörteile. Die Gesellschaft darf jede Tätigkeit verfolgen, die geeignet ist, dem Gegenstand des Unternehmens unmittelbar oder mittelbar zu dienen, insbesondere durch Erwerb, Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen an anderen Unternehmen im In- und Ausland und durch die Übernahme der Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin in anderen Gesellschaften mit gleichem oder ähnlichem Unternehmensgegenstand.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kai Sturmberg
seit 12.12.2024
Prokura
André Veltkamp
seit 12.12.2024
Prokura
Thomas Berners
seit 20.6.2024
Geschäftsführer
Jan Hülsmann
seit 4.5.2023
Geschäftsführer
Peter Kruse
seit 9.12.2020
Prokura
Andreas Hömke
seit 11.9.2019
Prokura
Monther Khatib
seit 14.3.2018
Prokura
Michael Dott
seit 18.10.2010
Prokura
Thomas Hanzl
seit 18.10.2010
Prokura
Rainer Schackmann
seit 17.5.2005
Geschäftsführer
Vorsitzender des Vorstands

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Novoferm Germany GmbH

Isselburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers zu dem Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Novoferm Germany GmbH, Isselburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Novoferm Germany GmbH, Isselburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Novoferm Germany GmbH, Isselburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 17.05.2023

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ralf Clemens, Wirtschaftsprüfer

Matthias Koch, Wirtschaftsprüfer

Konzernabschluss 31. Dezember 2022

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

der Novoferm Germany GmbH

Anhang 01.01.2022 bis 31.12.2022
in T€
01.01.2021 bis 31.12.2021
in T€
Umsatzerlöse 6 761.314 658.463
Herstellungskosten des Umsatzes 7 -544.167 -454.635
Bruttoergebnis 217.147 203.828
Vertriebsaufwendungen 7 -140.561 -127.197
Verwaltungsaufwendungen 7 -50.282 -50.028
Sonstige betriebliche Erträge 8 2.519 3.686
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 -3.151 -566
Betriebsergebnis 25.672 29.723
Zinsen und ähnliche Erträge 12 233 460
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12 -2.525 -1.570
Ergebnis vor Steuern 23.380 28.613
Steuern vom Einkommen und Ertrag 13 -6.592 -6.558
Konzernergebnis 16.788 22.055

Konzern-Gesamtergebnisrechnung 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

der Novoferm Germany GmbH

Anhang 01.01.2022 bis 31.12.2022
in T€
01.01.2021 bis 31.12.2021
in T€
Konzernergebnis entfällt auf:
Gesellschafter des Mutterunternehmens 15.399 20.750
Nicht beherrschender Anteil 25 1.389 1.305
Konzernergebnis 16.788 22.055
Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden dürfen
- Marktbewertung -236 23
- Währungsumrechnung -16 -828
- Sonstiges 268 -231
Sonstiges Ergebnis (Zu reklassifizierendes Ergebnis) 16 -1.036
Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
- Gewinne/Verluste aus Pensionsverpflichtungen und Jubiläumszahlungen 23 8.227 -14
- Gewinne/Verluste aus Ruhestandsverpflichtungen -138 -200
- Steuern vom Einkommen und Ertrag 13 -2.374 8
Sonstiges Ergebnis (Nicht zu reklassifizierendes Ergebnis) 5.715 -206
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 5.731 -1.242
Gesamtkonzernergebnis 22.519 20.813
Gesamtkonzernergebnis entfällt auf:
Gesellschafter des Mutterunternehmens 21.162 19.527
Nicht beherrschender Anteil 25 1.357 1.286
Gesamtkonzernergebnis 22.519 20.813

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Anhang 31.12.2022
in T€
31.12.2021
in T€
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 14 174.873 179.046
Immaterielle Vermögenswerte 15 185.978 182.357
Finanzanlagen 16 3.986 3.741
Sonstige Finanzanlagen 16 3.498 2.398
Aktive latente Steuern 17 5.813 7.952
Summe langfristige Vermögenswerte 374.148 375.494
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 18 140.221 111.913
Vertragsvermögenswerte 19 8.527 10.783
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 115.298 100.046
Sonstige finanzielle Forderungen 19 5.617 3.013
Sonstige nicht-finanzielle Forderungen 19 11.818 10.281
Ertragsteuerforderungen 13 5.405 2.253
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 20 23.309 32.075
Summe kurzfristige Vermögenswerte 310.195 270.364
Summe Aktiva 684.343 645.858

Passiva

Anhang 31.12.2022
in T€
31.12.2021
in T€
Langfristige Schulden
Darlehen und Kredite 21 103.326 67.143
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 23 26.442 35.234
Sonstige Rückstellungen 24 1.233 1.494
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 22 20.144 22.950
Passive latente Steuern 17 4.821 4.950
Summe langfristige Schulden 155.966 131.771
Kurzfristige Schulden
Darlehen und Kredite 21 95.048 101.953
Ertragssteuerverbindlichkeiten 13 3.191 1.005
Vertragsverbindlichkeiten 22 1.934 2.536
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22 52.466 55.742
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 22 49.923 48.681
Sonstige Rückstellungen 24 15.271 13.642
Summe kurzfristige Schulden 217.833 223.559
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25 25 25
Kapitalrücklage 25 211.225 211.225
Gewinnvortrag 25 93.609 72.846
Sonstige Rücklagen 25 -2.783 -2.316
302.076 281.780
Nicht beherrschende Anteile 25 8.468 8.748
Summe Eigenkapital 310.544 290.528
Summe Passiva 684.343 645.858

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals zum 31. Dezember 2022

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnvortrag Sonstige Rücklagen
in T€ in T€ in T€ aus Währungsumrechnung
in T€
Stand am 01.01.2021 25 211.225 52.515 -1.271
Konzernjahresüberschuss - - 20.750 -
Sonstiges Ergebnis - - -430 -816
Gesamtkonzernergebnis - - 20.320 -816
Transaktionen mit Eigentümern, direkt im Eigenkapital erfasst Dividendenzahlungen - - - -
Stand am 31.12.2021 25 211.225 72.835 -2.087
Konzernjahresüberschuss - - 15.399 -
Sonstiges Ergebnis - - 5.986 13
Gesamtkonzernergebnis - - 21.385 13
Transaktionen mit Eigentümern, direkt im Eigenkapital erfasst werden
Kapitaltransaktion mit Änderung der Beteiligungsquote -866
Dividendenzahlungen - - - -
Stand am 31.12.2022 25 211.225 93.354 -2.074
Sonstige Rücklagen Gesamt Eigenkapital der NGG
Neubewertung von Finanzinvestitionen
in T€
in T€
Stand am 01.01.2021 -241 262.253
Konzernjahresüberschuss - 20.750
Sonstiges Ergebnis 23 -1.223
Gesamtkonzernergebnis 23 19.527
Transaktionen mit Eigentümern, direkt im Eigenkapital erfasst Dividendenzahlungen - -
Stand am 31.12.2021 -218 281.780
Konzernjahresüberschuss 15.144
Sonstiges Ergebnis -236 6.018
Gesamtkonzernergebnis -236 21.162
Transaktionen mit Eigentümern, direkt im Eigenkapital erfasst werden
Kapitaltransaktion mit Änderung der Beteiligungsquote -866
Dividendenzahlungen - -
Stand am 31.12.2022 -454 302.076
Nicht beherrschende Anteile
in T€
Gesamt Eigenkapital
in T€
Stand am 01.01.2021 8.305 270.558
Konzernjahresüberschuss 1.305 22.055
Sonstiges Ergebnis -19 -1.242
Gesamtkonzernergebnis 1.286 20.813
Transaktionen mit Eigentümern, direkt im Eigenkapital erfasst Dividendenzahlungen -843 -843
Stand am 31.12.2021 8.748 290.528
Konzernjahresüberschuss 1.389 16.533
Sonstiges Ergebnis -32 5.986
Gesamtkonzernergebnis 1.357 22.519
Transaktionen mit Eigentümern, direkt im Eigenkapital erfasst werden
Kapitaltransaktion mit Änderung der Beteiligungsquote -912 -1.778
Dividendenzahlungen -725 -725
Stand am 31.12.2022 8.468 310.544

Konzern-Kapitalflussrechnung 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

01.01.2022 bis 31.12.2022
in T€
01.01.2021 bis 31.12.2021
in T€
Ergebnis nach Steuern 16.788 22.055
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 22.613 21.924
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 3.705 3.731
+/- Zinsaufwendungen 2.292 1.110
+/- Verlust aus sonstigen Finanzanlagen -245 -590
+/- Gewinn aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 252 108
+/- Ertragsteueraufwand 6.592 6.558
+/- Veränderung der Vorräte -28.308 -37.105
+/- Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen -16.979 -13.829
+/- Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten -1.086 13.417
+/- Veränderung der Rückstellungen und Pensionsrückstellungen 508 -1.053
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 6.132 16.326
- Gezahlte Zinsen -2.525 -1.570
- Gezahlte Einkommensteuern -6.958 -11.610
Nettozahlungsmittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit -3.351 3.146
+ Erhaltene Zinsen 233 460
+ Verlust/Gewinn aus dem Verkauf von Sachanlagen 492 -515
- Erwerb Tochtergesellschaften abzüglich der erworbenen Barmittel -2.878 -18.426
- Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -24.430 -21.589
Nettoabfluss an Zahlungsmitteln aus der Investitionstätigkeit -26.583 -40.070
+ Einzahlung durch die Aufnahme von Krediten 23.265 18.925
- Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -13.280 -436
- Einzahlung von gewährten Darlehen von verbundenen Unternehmen 102.100 -
+ Rückzahlung gewährter Darlehen von verbundenen Unternehmen -82.100 -
+ Rückzahlung gewährter Darlehen -197 -1.854
- Auszahlung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -7.765 -2.914
-/+ Gezahlte Dividenden -725 -843
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 21.298 12.878
-/+ Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente -8.636 -24.046
Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 32.075 56.121
Wechselkurseffekt auf Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente -130 -
Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 23.309 32.075

Konzernanhang zum 31. Dezember 2022

1. Allgemeine Informationen

Die Novoferm Germany GmbH (im folgenden NGG) ist das Mutterunternehmen der Novoferm Gruppe und repräsentiert die europäischen Aktivitäten der Sanwa Holdings Corporation, Tokio (Japan). Die Gesellschaft mit Sitz in 46419 Isselburg (Deutschland), Schüttensteiner Straße 26, ist eingetragen in das Handelsregister Coesfeld unter der Registernummer HRB 9376.

Gegenstand des Novoferm Konzerns ist die Produktion und der Vertrieb von Stahltüren, -zargen, Garagentoren und Antrieben sowie Industrietoren und Verladetechnik für den privaten, gewerblichen und industriellen Einsatz.

Der Konzernabschluss der NGG zum 31.12.2022 wird in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS-IC) und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2022 zwingend anzuwendenden IFRS und IFRICs berücksichtigt.

Die konsolidierten Jahresabschlüsse wurden auf der Grundlage der Unternehmensfortführung erstellt, die die Geschäftsführung auf der Grundlage intern erstellter Budgets und Prognosen für angemessen halten.

Auslaufende Darlehen wurden entweder durch Darlehen mit Rückzahlungsterminen von mehr als 12 Monaten von der obersten Muttergesellschaft während des Jahres ersetzt, bei den Banken verlängert oder refinanziert, wofür die Muttergesellschaft Garantien gewährte. Auf der Grundlage dieser Möglichkeiten, der erstellten Prognosen und der von der Muttergesellschaft gewährten Unterstützung ist die Geschäftsführung davon überzeugt, dass das Unternehmen über ausreichende Mittel verfügen wird, um in absehbarer Zukunft weiter zu operieren.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig ausgewiesen, wenn sie für Handelszwecke gehalten werden, zum Verkauf innerhalb des normalen Geschäftsverlaufs des Geschäftszyklus bestimmt sind oder ihre Realisation innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu erwarten ist. Pensionsrückstellungen sowie latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten werden grundsätzlich als langfristig behandelt.

Der Konzernabschluss 2022 wurde in Euro (€) als funktionale Währung aufgestellt. Alle angegebenen Beträge lauten, sofern nicht anders angegeben, auf tausend Euro (T€). Rundungen können dazu führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass sich Prozentangaben nicht exakt aus den dargestellten Werten ergeben.

Das Geschäftsjahr der NGG und ihrer im Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.

Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

2. Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

IM LAUFENDEN GESCHÄFTSJAHR ERSTMALS ANZUWENDENDE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Vom International Accounting Standards Board (IASB) waren Änderungen an folgenden Rechnungslegungsvorschriften erstmalig im letzten Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden:

Standard/Interpretation Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB Erstmalige Pflichtanwendung in der EU Wesentliche Auswirkungen auf NGG
Änderungen an IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse": Referenz auf das Rahmenkonzept 01.01.2022 01.01.2022 keine
Änderungen an IAS 16 "Sachanlagen": Erlöse vor der beabsichtigten Nutzung 01.01.2022 01.01.2022 keine
Änderungen an IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten u. Eventualforderungen": Nachteilige Verträge - kosten der Vertragserfüllung 01.01.2022 01.01.2022 keine
Jährliches Verbesserungsprojekt Zyklus 2018-2020 01.02.2022 01.01.2022

VERÖFFENTLICHE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN, DIE NOCH NICHT ANGEWENDET WERDEN

Zum Bilanzstichtag waren vom International Accounting Standards Board (IASB) und dem International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) die folgenden Rechnungslegungsstandards bereits veröffentlicht, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden.

Standard/Interpretation Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB Erstmalige Pflichtanwendung in der EU Wesentliche Auswirkungen auf die NGG
IFRS 17 "Versicherungsverträge" 01.01.2023 01.01.2023 keine
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und an IFRS Practice Statement 2: Angabe von Rechnungslegungsmethoden 01.01.2023 01.01.2023 keine
Änderungen an IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler": Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen 01.01.2023 01.01.2023 keine
Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern": Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion resultieren 01.01.2023 01.01.2023 keine
Änderungen an IAS 17 "Versicherungsverträge" Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 -Vergleichsinformationen 01.01.2023 01.01.2023 keine

Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze stimmen im Allgemeinen mit den im Vorjahr angewandten überein. Darüber wird die NGG von der Möglichkeit einer etwaigen vorzeitigen Anwendung der noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen keinen Gebrauch machen.

3. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

GRUNDSÄTZE DER KONSOLIDIERUNG

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Als Abschlussstichtag gilt der Stichtag des Mutterunternehmens.

Tochterunternehmen sind Gesellschaften oder Einheiten, welche durch die NGG gemäß den Kriterien von IFRS 10 beherrscht werden. Demnach verfügt die NGG bei diesen Gesellschaften über Rechte, die es ihr ermöglichen, die maßgeblichen Tätigkeiten dieser Unternehmen zu lenken, um die Rückflüsse der Gesellschaften zu beeinflussen. Beherrschung setzt weiter voraus, dass die NGG variablen Rückflüssen aus den Tochterunternehmen ausgesetzt ist und ihre Entscheidungsmacht zur Beeinflussung der variablen Rückflüsse einsetzen kann. Wenn die Beherrschung über ein Tochterunternehmen endet, scheidet dieses aus dem Konsolidierungskreis aus.

Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle und Zwischenergebnisse sowie zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Im Rahmen der Konsolidierung entstehende latente ertragsteuerliche Auswirkungen werden entsprechend berücksichtigt.

Unternehmenszusammenschlüsse werden gemäß IFRS 3 entsprechend der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei gilt als Erwerber derjenige, der die Beherrschung über das erworbene Unternehmen oder den erworbenen Geschäftsbetrieb nach Maßgabe der Regelungen in IFRS 10 erlangt hat. Im Falle eines Unternehmenserwerbs wird das anteilige Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt unter Berücksichtigung der beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten, latenter Steuern und eines Geschäfts- und Firmenwertes zu diesem Zeitpunkt ermittelt. Im Falle eines Erwerbs von ausländischen Gesellschaften werden die Anschaffungskosten zum Erwerbszeitpunkt mit dem jeweiligen Kurs in Euro umgerechnet.

Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Nebenkosten werden sofort aufwandswirksam erfasst.

Die Anschaffungskosten werden mit dem anteiligen beizulegenden Zeitwert des Nettoeigenkapitals aufgerechnet. Das Nettoeigenkapital ergibt sich, indem die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens oder des erworbenen Geschäftsbetriebs zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt werden. Ein nach Aufrechnung verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- und Firmenwert behandelt. Ein sich ergebender negativer Unterschiedsbetrag wird nach Überprüfung der Neubewertung des erworbenen Reinvermögens gemäß IFRS 3 unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Die nicht beherrschenden Anteile an vollkonsolidierten Unternehmen werden zum anteiligen beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens bewertet. Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden als Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Die Differenz zwischen dem erworbenen anteiligen Eigenkapital von anderen Gesellschaftern und dem Kaufpreis wird daher direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, an dem die NGG eine langfristige Beteiligung, in der Regel zwischen 20 % und 50 % der Aktienstimmrechte hält und auf das sie einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Ein Joint Venture ist ein Unternehmen, an dem der Konzern eine langfristige Beteiligung hält und über das er die gemeinsame Kontrolle ausübt. Der Anteil der NGG an den Gewinnen abzüglich der Verluste von assoziierten Unternehmen und Joint Ventures ist in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung enthalten und sein Anteil an deren Nettovermögen ist in der konsolidierten Bilanz ausgewiesen.

Die Gruppe umfasst eine Reihe von nicht wesentlichen Vertriebsgesellschaften, die nicht konsolidiert werden. Alle Verluste dieser Einheiten sind in der Gewinn- und Verlustrechnung der NGG enthalten.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht überwiegend selbstständig betreiben, entspricht die jeweilige funktionale Währung in der Regel der Währung mit dem Sitz des Unternehmens.

In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. In der Bilanz werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit dem Stichtagskurs bewertet, wobei die hieraus entstehenden Kursgewinne und -verluste erfolgswirksam erfasst werden.

Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden in Euro mit dem jeweiligen Stichtagskurs am Bilanzstichtag. Veränderungen während des Jahres sowie Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen geführt. Die sich daraus ergebenden Unterschiedsbeträge werden bis zur Veräußerung der Tochtergesellschaft erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:

Wechselkurse wichtiger Währungen

Stichtagskurse Durchschnittskurse
31.12.2022 31.12.2021 2022 2021
Pfund Sterling 0,8869 0,8403 0,8526 0,8597
Polnischer Zloty 4,6808 4,5969 4,6808 4,5640
Schweizer Franken 0,9847 1,0331 1,0050 1,0814
Schwedische Kronen 11,1218 10,2503 10,6270 10,1450
Ungarische Forint 400,8700 369,1900 390,9440 358,4600

ERTRAGSREALISIERUNG

Die Umsatzerlöse stammen hauptsächlich aus Türen, Garagentoren, Zargen und Antrieben. Um festzustellen, ob ein Umsatz zu verbuchen ist, folgt Novoferm einem 5-stufigen Verfahren:

1. Identifizieren des Vertrags mit einem Kunden

2. Identifizierung der Leistungsverpflichtungen

3. Bestimmen des Transaktionspreises

4. Zuweisung des Transaktionspreises zu den Leistungsverpflichtungen

5. Verbuchung von Einnahmen, wenn die Leistungsverpflichtung(en) erfüllt ist/sind.

Der Transaktionspreis für einen Vertrag schließt alle Beträge aus, die im Namen von Dritten eingezogen werden. Erlöse werden entweder zu einem Zeitpunkt oder im Laufe der Zeit verbucht, wenn die NGG ihren Leistungsverpflichtungen nachkommt, indem sie die versprochenen Waren oder Dienstleistungen an ihre Kunden überträgt.

Bei Verkäufen von Sektionaltoren erfolgt die Realisation normalerweise bei der Abholung des Produkts durch den Kunden ab Werk; bei einigen internationalen Sendungen erfolgt die Realisation jedoch bei der Verladung der Waren auf den entsprechenden Spediteur im Hafen. Im Allgemeinen hat der Kunde für solche Produkte kein Rückgaberecht. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen werden erfasst, wenn Dienstleistungen erbracht werden. Keine Umsatzerlöse werden verbucht, wenn erhebliche Unsicherheiten bezüglich der Forderung der fälligen Gegenleistung oder der möglichen Rückgabe von Waren bestehen.

Umsatzerlöse werden abzüglich der anwendbaren Bestimmungen für Rabatte und Nachlässe verbucht. Daher werden die Leistungsverpflichtungen zu einem Zeitpunkt erfüllt, zu dem der Kunde die Kontrolle über einen versprochenen Vermögenswert erhält und Novoferm die Leistungsverpflichtung erfüllt.

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

Aufwendungen für Forschung werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand berücksichtigt.

Entwicklungskosten, bei denen die Forschungsergebnisse auf einen Plan oder Entwurf für die Produktion neuer oder wesentlich verbesserter Produkte und Prozesse angewandt werden, werden aktiviert, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind. Das Produkt oder der Prozess ist technisch und kommerziell durchführbar, ein Markt für den Output des immateriellen Vermögenswertes ist vorhanden, die zurechenbaren Ausgaben können zuverlässig gemessen werden und die Gruppe verfügt über ausreichende Ressourcen, um die Entwicklung abzuschließen. Andere Entwicklungskosten werden bei ihrem Anfall als Aufwand verbucht.

Aktivierte Entwicklungskosten abgeschlossener Projekte werden zu Kosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Die aktivierten Entwicklungskosten noch nicht abgeschlossener Projekte werden jährlich oder häufiger auf Wertminderung überprüft, wenn sich während des Berichtsjahres ein Anzeichen für eine Wertminderung ergibt.

GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE

Geschäfts- oder Firmenwerte ("Goodwill") aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Geschäfts- oder Firmenwerte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, wird die Werthaltigkeitsprüfung zusätzlich anlassbezogen durchgeführt. Im Falle eines auftretenden Wertminderungsbedarfs eines Geschäfts- oder Firmenwertes wird dieser sofort erfolgswirksam in den Abschreibungen erfasst. Eine spätere Wertaufholung in Folgeperioden durch Zuschreibung erfolgt nicht. Weitere Details sind in der Angabe zum Impairment enthalten.

SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten aktiviert. Sofern sie eine bestimmbare Nutzungsdauer aufweisen, werden sie planmäßig über ihre jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Wertminderungen folgen dem unter Punkt Wertminderungen genannten Grundsätzen. Folgende Nutzungsdauern wurden für die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen zugrunde gelegt:

Vermögenswerte Nutzungsdauer
Software 3 bis 5 Jahre
Lizenzen, Konzessionen und Schutzrechte 15 bis 25 Jahre
Kundenbeziehungen 7 bis 10 Jahre
Aktivierte Entwicklungskosten von Produkten 3 bis 15 Jahre

SACHANLAGEN

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen zuzüglich Wertaufholungen bewertet.

Die Anschaffungskosten bestehen aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten sowie nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Bau, Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden aktiviert. Aufwendungen für die laufende Wartung und Reparatur von Sachanlagen werden ergebniswirksam erfasst. Erneuerungsinvestitionen werden nur dann als nachträgliche Herstellungskosten aktiviert, wenn sie zu einer wesentlichen Verlängerung der Nutzungsdauer, einer erheblichen Verbesserung oder einer bedeutenden Nutzungsänderung der Sachanlage führen.

Sofern abnutzbare Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren Komponenten mit jeweils unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten gesondert erfasst und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear über ihre jeweilige Nutzungsdauer unter Berücksichtigung von Restwerten abgeschrieben. Diese wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und bei Bedarf angepasst. Bei Verkauf oder Stilllegung werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten und die entsprechenden kumulierten Abschreibungen der Anlagen aus der Bilanz ausgebucht; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Die verwendeten Nutzungsdauern lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Vermögenswerte Wirtschaftliche Nutzungsdauer
Gebäude 30 bzw. 37 Jahre
Geleaste Gebäude Geringeres aus Nutzungsdauer und Dauer des Mietvertrags
Technische Anlagen und Maschinen 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre

LEASING

Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, in der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht an der Nutzung eines Vermögenswertes für einen bestimmten Zeitraum überträgt.

Novoferm bilanziert Leasingverhältnisse gemäß IFRS 16, wonach für jedes Leasingverhältnis in der Bilanz ein Nutzungsrecht an den Leasingvermögenswerten sowie eine Verbindlichkeit für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu erfassen ist.

Der Leasingverbindlichkeit sind im Wesentlichen die vertraglich vereinbarten festen Zahlungen zu Grunde gelegt, welche grundsätzlich mit dem jeweiligen dem Leasingvertrag zugrundeliegenden Zinssatz abgezinst werden. Alternativ werden diese mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz abgezinst. Der Ausweis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Leasingverbindlichkeiten erfolgt unter den sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten. Die Nutzungsrechte werden mit den Anschaffungskosten angesetzt, die sich im Wesentlichen aus den Leasingverbindlichkeiten sowie etwaigen vor Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen zusammensetzen. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, wobei die Nutzungsrechte linear über den Zeitraum des Leasingverhältnisses abgeschrieben werden.

Novoferm nimmt die Anwendungserleichterungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingvermögenswerte von geringem Wert in Anspruch und erfasst die Zahlungen als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung. Bei Verträgen, die neben Leasingkomponenten auch Nicht-Leasingkomponenten enthalten, wird von der Möglichkeit kein Gebrauch gemacht, auf eine Trennung zu verzichten und stattdessen beide Komponenten als eine Leasingkomponente bilanziert.

Einige Leasingverträge enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen, welche der Novoferm eine größere betriebliche Flexibilität gewähren. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeit werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder einer Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen beinhalten können. Änderungen in der Laufzeit aufgrund der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung solcher Optionen werden nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind.

WERTMINDERUNGEN

Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte von Geschäfts- und Firmenwerten, sonstigen immateriellen Vermögenswerten sowie Sachanlagen dahingehend überprüft, ob Hinweise für eine außerplanmäßige Abschreibung vorliegen. Bei Vorliegen solcher Hinweise werden Werthaltigkeitsprüfungen auf Ebene der Cash Generating Units durchgeführt. Im Falle von Geschäfts- oder Firmenwerten erfolge eine Werthaltigkeitsprüfung auf jährlicher Basis.

Die Werthaltigkeitsprüfungen erfolgen auf der Ebene der für den Test relevanten Cash Generating Units. Die NGG sieht im Wesentlichen strategische Geschäftseinheiten unter einheitlicher Leitung mit vergleichbarem Produktportfolio sowie vereinzelt auch einzelne, rechtlich selbstständige Unternehmen als Cash Generating Units an.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt durch Gegenüberstellung des Buchwertes der Cash Generating Unit mit deren erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (Value in use). Der erzielbare Betrag für diese Betrachtung ist der auf Basis der diskontierten Cashflows ermittelte Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag des Geschäftsbereiches, liegt in Höhe der Differenz eine erfolgswirksam zu erfassende Wertminderung vor. In einem ersten Schritt wird zunächst ein Geschäfts- oder Firmenwert vollständig abgeschrieben. Eine verbleibende Wertminderung wird in der Regel buchwertproportional auf die übrigen langfristigen Vermögenswerte der Cash Generating Unit verteilt.

Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, soweit die fortgeführten Anschaffungskosten nicht überstiegen werden. Die Überprüfung der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung findet zu jedem Bilanzstichtag statt. Bei Geschäfts- oder Firmenwerten erfolgen keine Zuschreibungen.

Die erwarteten Cashflows der Cash Generating Units werden aus der aktuellen Planung des Novoferm-Konzerns abgeleitet, die einen Zeithorizont von drei Jahren umfasst. Für die sich daran anschließenden Zeiträume wurden die Cashflows analog zum Vorjahr mit einer erwarteten Wachstumsrate von 1 % p.a. extrapoliert. Für die Diskontierung der Cashflows werden die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten verwendet, die auf der Basis von Marktdaten ermittelt werden. Unterschiede in den Kapitalkosten der einzelnen Cash Generating Units resultieren insbesondere aus unterschiedlichen Annahmen und Schätzungen hinsichtlich Länderrisiken, Kreditrisiken sowie der Preisinflation des Landes, in dem die Cash Generating Unit ansässig ist.

Der Planung liegen insbesondere Annahmen hinsichtlich der Entwicklung der Umsatzerlöse, der Materialeinsatzquote sowie der Fertigungskosten des Personals zugrunde und sie basiert auf Erfahrungswerten und Markterwartungen. Kapazitätserweiternde Investitionen, für die noch keine Mittelabflüsse stattgefunden haben, wurden entsprechend den Regeln von IAS 36 nicht berücksichtigt. Zudem wurde für alle fünf Planjahre von einer überwiegend stabilen Marge für zahlreiche Produkte ausgegangen.

FINANZINSTRUMENTE

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen Zahlungsmittel bzw. Zahlungsmitteläquivalente, begebene Ausleihungen und Forderungen und erworbene Eigenkapital- und Schuldtitel. Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Die NGG klassifiziert die Finanzinstrumente gemäß IFRS 9 in die Kategorien zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Wahlrechte zur Designation eines Finanzinstrumentes als zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden nicht in Anspruch genommen. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen wählt die NGG den Handelstag für den bilanziellen Zugang bzw. Abgang.

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Finanzielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt in Abhängigkeit des Geschäftsmodells, auf dessen Grundlage der Vermögenswert gehalten wird. Bei der NGG betreffen finanzielle Vermögenswerte die Kategorien erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte.

Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden vorgenommen, sofern diese zulässig und erforderlich sind.

Finanzielle Vermögenswerte, deren Geschäftsmodell darin besteht, diese bis zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten und die zu festgelegten Zeitpunkten ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auslösen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Hierunter fallen im Wesentlichen alle Forderungen und finanziellen Vermögenswerte ohne Veräußerungsabsicht.

Sofern das Geschäftsmodell für finanzielle Vermögenswerte neben festgelegten Zins- und Tilgungszahlungen auch einen Verkauf vorsieht, erfasst die NGG diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Wertänderungen werden bei Abgang der finanziellen Vermögenswerte in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Bei der NGG umfasst dies von der Gruppe gehaltene Schuld- und Beteiligungspapiere die in der Position andere Finanzanlagen ausgewiesen sind.

Unter der Voraussetzung, dass Eigenkapitalinstrumente nicht mit einer Handelsabsicht erworben werden, können diese optional der Kategorie erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zugeordnet werden. Wertänderungen werden dabei im sonstigen Ergebnis erfasst, jedoch zu keinem Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte umfasst bei der NGG die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte.

Wertminderungen der Finanzinstrumente der Kategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" sowie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" werden gemäß IFRS 9 im Modell für erwartete Kreditverluste (Expected-Credit-Loss-Modell) berücksichtigt, welches drei Stufen vorsieht. Die Erfassung der Wertänderungen für diese Kategorien erfolgt im sonstigen Ergebnis. Für finanzielle Vermögenswerte in der Stufe 1 ist eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten 12-Monats Verlust anzusetzen. Dieser umfasst den Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle, die sich aus Ausfallereignissen innerhalb der ersten 12 Monate ergeben. Sofern ein finanzieller Vermögenswert eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos seit dem erstmaligen Ansatzzeitpunkt verzeichnet, wird die Wertberichtigung in Höhe des Barwerts des über die Laufzeit erwarteten Kreditverlusts (lifetime expected loss) ermittelt und der Vermögenswert der Stufe 2 zugeordnet. Der Stufe 3 wird ein finanzieller Vermögenswert zugeordnet, wenn es objektive Hinweise auf eine bereits eingetretene Wertminderung gibt. Hierzu zählen u.a. die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens, erhebliche finanzielle Schwierigkeiten eines Schuldners oder der Wegfall eines aktiven Marktes für finanzielle Vermögenswerte. In Stufe 3 werden Wertberichtigungen in Höhe der erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts erfasst.

Für bestimmte finanzielle Vermögenswerte bestehen Vereinfachungsregelungen, welche bei der NGG für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gelten. Für diese wird eine pauschale Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit erfasst, welche auf der Basis von Erfahrungswerten ermittelt wird. Diese werden bei Zugang in Stufe 2 des Wertberichtigungsmodells zugeordnet. Liegt eine Beeinträchtigung der Bonität oder ein Ausfall vor, wird die betreffende Forderung in Stufe 3 überführt. Überfälligkeiten von mehr als 90 Tagen geben objektive Hinweise darauf, dass ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt ist.

Das Kredit- und Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in der Höhe der Ansprüche aus bilanzierten Buchwerten gegenüber dem jeweiligen Kontrahenten. Die NGG führt regelmäßige Einschätzungen durch, um wesentliche Erhöhungen des Kreditrisikos zu identifizieren. Hierbei wird im Wesentlichen auf Ausfallwahrscheinlichkeiten und Überfälligkeitsinformationen abgestellt. Die Gruppe bewertet die Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf kollektiver Basis, da sie gemeinsame Kreditrisikomerkmale aufweisen, die auf der Grundlage der überfälligen Tage gruppiert wurden. Siehe Angabe 26 für eine detaillierte Analyse, wie die Wertminderungsanforderungen von IFRS 9 angewandt werden.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn kein vertragliches Recht auf Erhalt einer Zahlung mehr besteht oder wenn dieses Recht auf Dritte übertragen wurde und damit die relevanten Risiken auf den Erwerber dieses Rechts übergegangen sind.

FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bilanzierung grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Hierunter fallen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Finanzierungskosten, einschließlich bei Tilgung oder Abwicklung zu zahlender Prämien, werden periodisch abgegrenzt und erhöhen den Buchwert der Verbindlichkeiten, sofern sie nicht bereits in der Periode, in der sie entstanden sind, beglichen wurden.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

VORRÄTE

Unter den Vorräten werden gemäß IAS 2 diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf gehalten werden (fertige Erzeugnisse und Handelswaren), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Herstellung von Produkten oder Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe).

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zum niedrigeren Wert der auf Basis der gewogenen Durchschnittsmethode ermittelten Anschaffungs- oder Herstellungskosten und des realisierbaren Nettoveräußerungswertes, d.h. zu dem im regulären Verkaufsvorgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, sofern diese niedriger sind als der Nettoveräußerungswert. Die Herstellungskosten umfassen die dem Herstellungsprozess direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten, direkt zurechenbare Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie produktionsorientierte Verwaltungsgemeinkosten. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden nicht abgewertet, sofern die Endprodukte mit Gewinn veräußert werden können.

SONSTIGE FORDERUNNGEN UND VERBINDLICHKEITEN

Rechnungsabgrenzungsposten und andere nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz mit den Anschaffungskosten erfasst. Die Auflösung erfolgt linear bzw. entsprechend der Leistungserbringung.

ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, erhaltene Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten und haben bei Erwerb oder im Anlagezeitpunkt eine Laufzeit von maximal drei Monaten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Anschaffungskosten bewertet.

PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Die betriebliche Altersvorsorge in der NGG erfolgt je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten in den jeweiligen Ländern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert.

Bei beitragsorientierten Plänen (Defined Contribution Plans) leistet der Konzern, aufgrund einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung und gegebenenfalls auch freiwillig, Beiträge an öffentliche oder private Pensionsversicherungspläne. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst.

Die Ermittlung des Barwertes der Versorgungsverpflichtungen für leistungsorientierte Pensionspläne (Defined Benefit Obligation, DBO) sowie der damit verbundene Dienstzeitaufwand erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren). Die Bewertung im Rahmen dieses Verfahrens beruht auf versicherungsmathematischen Berechnungen, für die spezifische Annahmen über Gehalts- und Rentenentwicklung, Fluktuations- und Sterberaten sowie Zinssätze zu treffen sind. Die tatsächlichen künftig entstehenden Aufwendungen und Verpflichtungen können aufgrund veränderter Bedingungen wesentlich von den Schätzungen der versicherungsmathematischen Gutachten abweichen.

Im Rahmen der Bilanzierung der leistungsorientierten Pensionspläne werden die Zinsaufwendungen im Zinsergebnis erfolgswirksam berücksichtigt. Der Dienstzeitaufwand wird als Personalaufwand ausgewiesen. Die Effekte aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in der Gesamtergebnisrechnung direkt im Eigenkapital erfasst. Vom Barwert der bilanziellen Versorgungsverpflichtungen wird der beizulegende Zeitwert des Planvermögens abgezogen. Das Planvermögen besteht aus einer Rückdeckungsversicherung und wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit aufgrund eines vergangenen Ereignisses eine gegenwärtige, rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung des Betrages dar, der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Bei einer wesentlichen Auswirkung des Zinseffektes wird der Barwert der erwarteten Ausgaben angesetzt.

Die Jubiläumsrückstellungen werden in Übereinstimmung mit IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Vertragliche Verpflichtungen aus Mietverträgen (z.B. Abbruch, Sanierung oder Räumung) werden als Rückstellungen bilanziert, soweit die voraussichtliche Inanspruchnahme von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen wahrscheinlich ist. Rückstellungen für drohende Verluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten. Rückstellungen für Restrukturierungskosten werden verbucht, wenn die NGG über einen detaillierten formellen Plan für die Restrukturierung verfügt und die betroffenen Parteien davon in Kenntnis gesetzt hat.

VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN

Vertragsverbindlichkeiten stellen die Verpflichtung der NGG dar, Güter oder Dienstleistungen auf einen Kunden zu übertragen, für die die NGG bereits eine Gegenleistung erhalten hat. Bei der NGG umfassen die Vertragsverbindlichkeiten die erhaltenen Anzahlungen auf Verträge mit Kunden.

ERTRAGSTEUERN

Die Ertragsteuern enthalten sowohl die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn als auch erfolgswirksame Veränderungen von latenten Steuern. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens nach den Steuervorschriften des jeweiligen Landes für das Jahr unter Berücksichtigung des jeweils geltenden Steuersatzes ermittelt. Latente Steuern werden gemäß IAS 12 für temporäre Differenzen zwischen den bilanziellen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und ihren steuerlichen Wertansätzen, die im Rahmen der steuerlichen Gewinnermittlung angesetzt werden, berücksichtigt. Laufende und latente Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, außer sie stehen in Zusammenhang mit im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfassten Sachverhalten. In diesen Fällen werden die laufenden und latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und Verlustvorträge werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass entweder ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis oder passive latente Ertragsteuern zur Verfügung stehen, gegen das die temporären Differenzen und die noch nicht genutzten Verlustvorträge verrechnet werden können. Der Ansatz von aktiven latenten Steuern für temporäre Differenzen und Verlustvorträge wird auf Basis des zukünftig zu versteuernden Einkommens innerhalb eines Planungshorizonts von fünf Jahren ermittelt. In Deutschland wird die unbeschränkte Vortragsfähigkeit inländischer Verluste durch die Mindestbesteuerung beschränkt. Für ausländische Verlustvorträge bestehen oftmals länderspezifische zeitliche Begrenzungen der Vortragsfähigkeit und Beschränkungen der Nutzung für Gewinne aus der betrieblichen Tätigkeit.

Passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird von den erwarteten Steuersätzen in den einzelnen Ländern zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Realisierung ausgegangen.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde entweder für dasselbe Steuersubjekt oder für unterschiedliche Steuersubjekte mit der Absicht der Verrechnung auf Nettobasis erhoben werden.

SONSTIGES ERGEBNIS

Dieser Eigenkapitalposten enthält Änderungen im Eigenkapital der NGG, die in der konsolidierten Gesamtergebnisrechnung für den Berichtszeitraum nicht verbucht wurden. Die kumulierten Erträge und Aufwendungen, die direkt im Eigenkapital verbucht werden, umfassen Anpassungen aus der Währungsumrechnung, verbuchte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (nach Steuern) im Zusammenhang mit Pensionen und anderen Pensionsverpflichtungen.

4. Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind in einem gewissen Umfang Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter gegebenen Umständen als angemessen erachtet und auf dem aktuellen Kenntnisstand getroffen werden. Zudem wurde hinsichtlich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds in den Branchen und Regionen, in denen der Konzern tätig ist, berücksichtigt. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen und Ermessensentscheidungen abweichen; Veränderungen können einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben. Folgende, wesentliche Sachverhalte sind von solchen Schätzungen und Ermessensentscheidungen betroffen:

SACHANLAGEN/LEASING

Bei der Bilanzierung von Sachanlagen sind Ermessensentscheidungen und Schätzungen bei der konzerneinheitlichen Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern erforderlich, welche auf Einschätzungen des Managements basieren. Die Bilanzierung von Leasingverhältnissen erfordert Ermessensentscheidungen hinsichtlich der Bestimmung der Zinssätze sowie der den Leasingverhältnissen zugrunde liegenden Laufzeit. Zur Ermittlung des Grenzfremdkapitalzinssatzes werden Referenzzinssätze aus laufzeitadäquaten risikolosen Zinssätzen, erhöht um Kreditrisikoaufschläge sowie adjustiert um eine Liquiditäts- und Länderrisikoprämie, abgeleitet.

WERTHALTIGKEITSPRÜFUNGEN/WERTMINDERUNGEN

Die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie der Identifikation von Anhaltspunkten, die auf eine Wertminderung hindeuten, erfordert Einschätzungen, um den erzielbaren Betrag einer Cash Generating Unit zu bestimmen. Dabei sind insbesondere Annahmen bezüglich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse, der zu Grunde gelegten Zinssätze sowie der erwarteten Nutzungsdauern und Restwerte zu treffen.

VORRÄTE

Bei der Bewertung von Vorräten sind insbesondere bei der Ermittlung von Gemeinkostenzuschlägen Ermessensentscheidungen und Schätzungen vorzunehmen.

Das Management schätzt den Nettoveräußerungswert der Vorräte unter Berücksichtigung der verlässlichsten Hinweise, die zu jedem Bilanzstichtag verfügbar sind. Die zukünftige Realisierung dieser Vorräte kann durch marktbedingte Veränderungen beeinflusst werden, die die Verkaufspreise senken können.

PENSIONEN UND SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, sowie die damit zusammenhängenden Pensionsaufwendungen basieren auf versicherungsmathematischen Modellen. Diese Modelle basieren auf unterschiedlichen versicherungsmathematischen Annahmen wie dem Abzinsungsfaktor, zugrunde gelegte Sterbetafeln, Fluktuation, etc. Mittels Sensitivitäten werden mögliche finanzielle Auswirkungen der Abweichungen bei den wesentlichen Faktoren ermittelt. Details zu Sensitivitätsanalysen und Schätzungsgrundlagen im Bereich der Pensionsrückstellungen finden sich unter Erläuterung (23).

Bei den sonstigen Rückstellungen sind neben dem Abzinsungsfaktor Schätzungen im Hinblick auf künftige Aufwendungen erforderlich.

ERTRAGSTEUERN

Für die Ermittlung von aktiven latenten Steuern sind die künftig zu versteuernden Einkommen sowie die Zeitpunkte, zu denen die aktiven latenten Steuern realisiert werden können, einzuschätzen. Dies erfolgt auf Basis der geplanten Ergebnisse aus den jeweiligen Gesellschaften.

5. Konsolidierungskreis und Beteiligungen

In den Konzernabschluss der NGG werden alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die NGG über bestehende Rechte verfügt, um die maßgeblichen Tätigkeiten dieser Unternehmen zu lenken, und diese nach den Kriterien von IFRS 10 beherrscht.

Der Konsolidierungskreis der NGG entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Veränderung der Anzahl konsolidierter Unternehmen NGG und konsolidierte Unternehmen Inland Ausland Gesamt
Zugänge 01.01.2021 8 22 30
0 1 1
Abgänge 31.12.2021 8 23 31
0 1 1
31.12.2022 8 22 30

Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Übersicht aller in den Konzernabschluss der NGG einbezogenen Unternehmen. Die Beteiligungsquoten sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Name der Gesellschaft Gegenstand der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote NGG
Novoferm Espana S.A. Holding Poligono Industrial de Guarnizo, Parcelas 81y82, 39611 Guarnizo - Kantabrien/Spanien 100 %
Novoferm Vertriebs GmbH Verkauf von Stahl-Garagentoren und Feuerschutztüren Schüttensteiner Str. 26, 46419 Isselburg/Deutschland 100 %
Novoferm GmbH Herstellung von Zargen, Türen und Garagentoren Schüttensteiner Str. 26, 46419 Isselburg/Deutschland 100 %
Novoferm Siebau GmbH Herstellung von Garagentoren Schüttensteiner Str. 26, 46419 Isselburg/Deutschland 100 %
Novoferm Spare Parts GmbH Verkauf von Ersatzteilen Schüttensteiner Str. 26, 46419 Isselburg/Deutschland 100 %
Novoferm Riexinger Türenwerke GmbH Herstellung von Feuerschutztüren Industriestraße 12, 74336 Brackenheim-Hausen/Deutschland 100 %
Novoferm tormatic GmbH Antriebshersteller Eisenhüttenweg 6, 44145 Dortmund/Deutschland 100 %
Novoferm France S.A.S. Herstellung von Garagentoren und Feuerschutztüren aus Stahl Z.l. les Redoux, 44270 Machecoul/Frankreich 100 %
Norsud S.A.S. Herstellung von industriellen Sektionaltoren Parc d'activite La Ronze CS 50108, 69440 Taluyers/Frankreich 100 %
Novoferm Nederland B.V. Herstellung von industriellen Sektionaltoren Industrieweg 4, 6040 KB Roermond/Niederlande 100 %
DSS Docking-Solution und -Service GmbH Herstellung von Docking Ausrüstung Springrad 4, 30419 Hannover/Deutschland 100 %
Novoferm Nederland Holding B.V. Holding Bedrivenpark Twente 187, 7602 KG Almelo/Niederlande 100 %
Alpha Deuren International B.V. Herstellung von industriellen Sektionaltoren Pittelderstraat 10, 6942 GJ Didam/Niederlande 100 %
Novoferm Schievano S.r.l. Herstellung von Stahltüren Via A. Volta, 1, 35012 Camposampiero/Italien 100 %
Novoferm Verladetechnik und Service GmbH (ehemals TST Tor-System-Technik GmbH), Düren * Reparatur und Wartung von Türen Willi-Bleicher-Straße 7, 52353 Düren/Deutschland 100 %
Novoferm Door Sp.z o.o. Herstellung von Stahltüren Ul. Wyzwolenia 46, Wykroty, 59-730 Nowogrodziec, Polen 100 %
Novoferm Schweiz AG Verkauf von Garagentoren und Feuerschutztüren Höchmatt 3, 4616 Kappel (SO)/Schweiz 100 %
Novoferm Alsal S.A. Herstellung und Verkauf von Türen, Zargen, Garagentoren und Industrietoren Poligono Industrial de Guarnizo, Parcelas 81y82, 39611 Guarnizo - Kantabrien/Spanien 50 %
Novoferm UK Holdings Ltd. Holding 125 Matilda Street, Sheffield S1 4QG/UK 100 %
Novoferm UK Ltd. Herstellung und Verkauf von Garagentoren 125 Matilda Street, Sheffield S1 4QG/UK 100 %
The Garage Door Company Ltd. Verkauf von Garagentoren 125 Matilda Street, Sheffield S1 4QG/UK 100 %
Bolton Gate Services Ltd. Reparatur und Wartung von Industrietoren Unit 5 - 9, North Luton Ind., Estate, Sedgwick Road, Luton LU4 9DT 100 %
Novoferm Polska Sp.zo.o. Verkauf von Novoferm-Produkten Ul. Sowia 13F, 62-080 Tarnowo Podgorne, Polen 100 %
Horton Automatics Ltd. Reparatur und Wartung von Industrietoren 31 Hortonwood. Telford TF1 7YZ/UK 100 %
Robust AB Herstellung und Verkauf von Stahltüren Kungsvägen 60, 68090 Nykroppa/Schweden 100 %
Robust AS Herstellung und Verkauf von Stahltüren Kungsvägen 60, 68090 Nykroppa/Schweden 100 %
Robust UK Ltd. Herstellung und Verkauf von Stahltüren Southerland Road, Longton, Stoke auf Trent ST3 1 HZ/UK 100 %
Novoferm Hungaria Kft. Verkauf von Novoferm Produkten Petöfi Sandor u 137, 2310 Szigetszentmiklos/Ungarn 65 %
Rolla Solution Kft. Vertriebs- und Verwaltungs -service Petöfi Sandor u 137, 2310 Szigetszentmiklos/Ungarn 65 %
Manuregion S.A.S. Herstellung und Verkauf von Industrietoren 48 rue Philippe 51100 Reims/Frankreich 100 %

*) Die Manugestion wurde rückwirkend zum 01.01.2022 mit der Manuregion verschmolzen.

Nachfolgende inländische Tochtergesellschaften, in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft, werden in den Konzernabschluss der Novoferm Germany GmbH einbezogen und nehmen die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich Aufstellung, Prüfung und Offenlegung der Jahresabschlüsse in Anspruch:

Novoferm GmbH, Isselburg,

Novoferm Siebau GmbH, Isselburg,

Novoferm Riexinger Türenwerke GmbH, Brackenheim,

Novoferm tormatic GmbH, Dortmund,

Novoferm Verladetechnik und Service GmbH (ehemals TST Tor-System-Technik GmbH), Düren,

Novoferm Vertriebs GmbH, Isselburg,

DSS Docking Solution und Service GmbH.

Nicht konsolidierte Gesellschaften

Name der Gesellschaft Gegenstand der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote NGG
Novoferm Austria GmbH Verkauf von Novoferm Produkten Rudolf-Hirsch-Straße 9, Halle B7, 2000 Stockerau/Österreich 100 %
Novoferm (Phils.) Inc. Ruhend 19th. Stock Pearlbank Centre 146 Valero Str., Salcedo Village, Makati City/Philippinen 100 %
Novoferm CR s.r.o. Verkauf von Novoferm Produkten Petrovice u Karvine 570, 73572 Petrovice u Karvine/ Tschechische Republik 100 %
Novoferm Balkan AD Verkauf von Novoferm Produkten Quartier Hadji Dimitar, Vitinia 2 J street 2. Stock, 1517Sofia/Bulgarien 100 %
Novoferm Danmark ApS Verkauf von Novoferm Produkten Svendborgvej 39, 5260 Odense/Dänemark 100 %
Bitfactory GmbH IT-Dienstleister Gutenbergstraße 77a, Stuttgart/Deutschland 30 %

Die Einzelwerte und der Gesamtwert der nicht konsolidierten Unternehmen sind für die NGG nicht wesentlich.

OBERSTE MUTTERGESELLSCHAFT UND GRÖßTER KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der größte Konsolidierungskreis, in der die Ergebnisse der NGG konsolidiert werden und die unmittelbare und oberste Muttergesellschaft ist die Sanwa Holdings Corporation mit Sitz in Japan. Die konsolidierten Abschlüsse dieses Konzerns sind der Öffentlichkeit zugänglich und können bei der Sanwa Holdings Corporation, 1-1, Nishi-shinjuku 2-chome, Shinjuku-ku, Tokio, Japan, angefordert werden.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

6. Umsatzerlöse

Die nachfolgenden Tabellen zeigen einen Überblick über die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Regionen und Produktgruppen.

Umsatzerlöse nach Regionen 2022 2021
Deutschland 228.085 212.459
Europa (ohne Deutschland) 520.311 438.438
sonstige Regionen 12.918 7.566
Gesamt 761.314 658.463
Umsatzerlöse nach Produktgruppen 2022 2021
Türen und Zargen 208.066 193.157
Garagentore 181.832 182.150
Industrietore 371.416 283.156
Gesamt 761.314 658.463

7. Herstellungskosten des Umsatzes, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen

2022
in T€
2021
in T€
Herstellungskosten des Umsatzes 544.167 454.635
Vertriebsaufwendungen 140.561 127.197
Verwaltungsaufwendungen 50.282 50.028
Gesamt 735.010 631.860

Die Herstellkosten bestehen zum größten Teil aus Materialkosten (mehr als 70 %) und aus Personalkosten mit knapp unter 20 %. Die größten Bestandteile der Vertriebskosten sind die Personalkosten mit rund 45 % und die Kosten für Frachten und Transport mit knapp unter 30 %. Ebenfalls größter Bestandteil der Verwaltungskosten sind die Personalkosten mit knapp unter 65 %.

Im Konzernergebnis sind außerdem die nachfolgenden Posten enthalten:

2022
in T€
2021
in T€
Abschreibungen und Wertminderungen auf:
- Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 19.341 18.240
- Leasinggegenstände 6.977 6.965
- Leasingaufwand 290 322
- Aufwand für Forschung und Entwicklung 5.375 5.330

Der Aufwand für geringwertige Leasingverhältnisse im Jahr 2022 beträgt 290 T€ (2021: 322 T€). Kurzfristige Leasingverhältnisse bestehen nur noch im Rahmen der aktivierten Leasingverhältnisse mit einer Restlaufzeiten kleiner 1 Jahr.

8. Sonstige betriebliche Erträge

2022
in T€
2021
in T€
Erlöse aus Veräußerung von Anlagevermögen 129 103
Kursgewinne aus Fremdwährungsposten 434 1.171
Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten 1.136 801
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen 602 815
Versicherungsentschädigung 218 796
Gesamt 2.519 3.686

Die Erträge aus der Wertberichtigung sowie der Auflösung von Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus der Auflösung abgeschriebener Forderungen und nicht in Anspruch genommener Rückstellungen. Die Erträge werden erst bei Vorliegen entsprechender Informationen berücksichtigt und aufgrund der Höhe separat ausgewiesen.

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2022
in T€
2021
in T€
Kursverluste aus Fremdwährungsposten 2.770 355
Wertberichtigungen auf Finanzanlagen - -
Verluste aus Veräußerung von Anlagevermögen 381 211
Gesamt 3.151 566

10. Honorare des Abschlussprüfers

Honorare des Abschlussprüfers:

Für die vom Abschlussprüfer in den Geschäftsjahren 2022 und 2021 erbrachten Dienstleistungen wurden die folgenden Honorare als Aufwand verbucht:

2022
in T€
2021
in T€
Abschlussprüfungsleistungen 209 190
Andere Bestätigungsleistungen 51 65

11. Personalaufwand

Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter in der NGG (einschließlich der Geschäftsführung) beträgt:

Zahl der Mitarbeiter 2022 2021
Produktion und Technik 1.962 1.953
Verwaltung 490 463
Vertrieb und Marketing 783 773
Gesamt 3.235 3.189

Der Personalaufwand dieser Personen war wie folgt:

2022
in T€
2021
in T€
Löhne und Gehälter 148.474 138.294
Soziale Abgaben 28.687 26.964
Aufwendungen für die Altersversorgung 3.083 3.032
Gesamt 180.244 168.290

12. Finanzergebnis

In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst 2022
in T€
2021
in T€
Zinsertrag 233 460
Zinsaufwand 1.811 1.077
Finanzaufwendungen aus Finanzierungsleasing 317 314
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen 390 176
Zinsaufwand aus Vorruhestands- und ähnlichen Verpflichtungen 7 3
Zinsaufwand 2.525 1.570

13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst 2022
in T€
2021
in T€
Laufende Steuern Steueraufwand der laufenden Periode -6.347 -6.474
In der laufenden Periode erfasste Anpassungen für laufende Steuern der Vorjahre -372 553
-6.719 -5.921
Latente Steuern Latente Steuern aus temporären Differenzen -112 -801
Latente Steuern, aus Verlustvorträgen 239 164
127 -637
Gesamter Steueraufwand -6.592 -6.558
Im Eigenkapital erfasste Steuern 2022
in T€
2021
in T€
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern -2.137 -19

Abgleich des effektiven Steuersatzes

Die für das Jahr 2022 geltende deutsche Körperschaftsteuer setzt einen gesetzlichen Einkommensteuersatz von 15 % (2021: 15 %) zuzüglich eines Solidaritätszuschlags von 5,5 % fest. Die deutschen Gesellschaften des Konzerns unterliegen im Durchschnitt einem Gewerbesteuersatz von 14,5 % (2021: 14,5 %). Zum 31. Dezember 2022 werden die latenten Steuern der deutschen Gesellschaften mit einem kombinierten Ertragssteuersatz (einschließlich Solidaritätszuschlag) von 30 % (2021: 30 %) berechnet. Die anzuwendenden Steuersätze für Unternehmen außerhalb Deutschlands liegen zwischen 9 % und 28 % (2021: 9 % bis 28 %). Der deutsche Steuersatz gilt als indikativ für den durchschnittlichen Steuersatz des Konzerns.

Für das Geschäftsjahr 2022 ist der im Jahresabschluss ausgewiesene Gesamtsteueraufwand von 6.592 T€ (2021: Aufwand von 6.558 T€) um 422 T€ (2021: um 2.026 T€ geringer) geringer als der erwartete Gesamtsteueraufwand von 7.014 T€ (2021: Aufwand von 8.584 T€), der sich bei Anwendung des deutschen kombinierten Ertragsteuersatzes von 30 % (2021: 30 %) auf das Ergebnis vor Steuern des Konzerns ergeben würde. In der folgenden Tabelle wird der erwartete Gesamtsteueraufwand mit dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Gesamtsteueraufwand übergeleitet.

2022
in T€
2021
in T€
Periodenergebnis 16.788 22.055
Gesamtsteueraufwand (inklusive der Beteiligungsgesellschaften) 6.592 6.558
Gewinn ohne Besteuerung 23.380 28.613
Erwarteter Einkommenssteueraufwand bei Anwendung des deutschen Steuersatzes von 30 % (2021:30 %) 7.014 8.584
Unterschiedliche ausländische Steuersätze -1.119 -1.000
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 378 10
Anpassungen in Bezug auf das Vorjahr 372 -553
Anpassungen bei der Bewertung von steuerlichen Verlustvorträgen -239 -164
Sonstige Steuereffekte 186 -319
Gesamter Steueraufwand 6.592 6.558

Zum 31. Dezember 2022 beliefen sich die deutschen steuerlichen Verlustvorträge auf 3.721 T€ (2021: 2.147 T€).

Die nicht deutschen Verlustvorträge betrugen 6.573 T€ (2021: 11.330 T€).

Aktive latente Steuern werden in dem Umfang verbucht, in dem die Realisierung solcher Steuervorteile wahrscheinlich ist. Bei der Bestimmung der damit verbundenen Wertberichtigung werden alle positiven und negativen Faktoren, einschließlich der voraussichtlichen Ergebnisse, berücksichtigt. Dies dient zur Abschätzung, ob ein ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zur Realisierung der aktiven latenten Steuern erzielt wurde. Diese Schätzungen können sich je nach dem künftigen Verlauf der Ereignisse ändern. Zum 31. Dezember 2022 belaufen sich die steuerlichen Verlustvorträge, für die kein latenter Steueranspruch ausgewiesen wird, auf 1.792 T€ (2021: 2.147 T€). Nach der Steuergesetzgebung zum 31. Dezember 2022 können alle diese steuerlichen Verluste mit Ausnahme von Novoferm Door (1.157 T€) unbegrenzt vorgetragen werden. Zum 31. Dezember 2022 gab es keine nicht bilanzierten latenten Steueransprüche für abzugsfähige temporäre Differenzen. Es wurden keine passiven latente Steuern auf nicht ausgeschüttete Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften verbucht, da diese Gewinne dauerhaft investiert bleiben sollen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

14. Sachanlagen

14.1. Sachanlagen inklusive Nutzungsrechte

Entwicklung 2021 bis 2022 Grundstücke und Bauten
in T€
Techn. Anlagen und Maschinen
in T€
Andere Anlagen und BGA
in T€
Anlagen im Bau
in T€
Gesamt
in T€
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2021
Eröffnungsbilanz 142.515 117.261 37.277 9.615 306.668
Wechselkursdifferenzen 1.322 581 1.485 -101 3.287
aus Akquisitionen 3.405 168 912 - 4.485
Zugänge 2.668 4.381 6.834 10.904 24.787
Abgänge -1.058 -2.119 -8.670 -19 -11.866
Umbuchungen 447 4.699 173 -5.344 -25
Stand am 31.12.2021 149.299 124.971 38.011 15.055 327.336
Stand am 01.01.2022
Eröffnungsbilanz 149.299 124.971 38.011 15.055 327.336
Wechselkursdifferenzen -1.041 1.559 -97 -230 191
aus Akquisitionen - - - - -
Zugänge 4.680 5.465 7.616 7.072 24.833
Abgänge -1.555 -2.313 -6.121 -83 -10.072
Umbuchungen 2.147 6.231 101 -12.351 -3.872
Stand am 31.12.2022 153.530 135.913 39.510 9.463 338.416
Abschreibungen
Stand am 01.01.2021
Eröffnungsbilanz 42.154 71.746 21.488 18 135.406
Wechselkursdifferenzen 561 421 1.251 0 2.233
aus Akquisitionen 0 0 0 0 0
Zugänge 6.089 8.056 7.779 0 21.924
Abgänge -1.012 -2.027 -8.234 0 -11.273
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2021 47.792 78.196 22.284 18 148.290
Stand am 01.01.2022
Eröffnungsbilanz 47.792 78.196 22.284 18 148.290
Wechselkursdifferenzen -135 2.025 78 0 1.968
aus Akquisitionen 0 0 0 0 0
Zugänge 6.386 8.278 7.949 0 22.613
Abgänge -880 -2.357 -6.091 0 -9.328
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2022 53.163 86.142 24.220 18 163.543
Nettobuchwert 01.01.2021 100.361 45.515 15.789 9.597 171.262
Nettobuchwert 01.01.2022 101.507 46.775 15.727 15.037 179.046
Nettobuchwert 31.12.2022 100.367 49.771 15.290 9.445 174.873

Weder im Jahr 2021 noch im Jahr 2022 gab es Anzeichen für mögliche Wertminderungen. Zu den Sachanlagen zählen Gebäude, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Betriebs- und Geschäftsausstattung.

14.2. Leasing - Nutzungsrechte

Die nachfolgende Tabelle zeigt die bereits in 14.1 erläuterten Sachanlagen inklusive Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen:

Entwicklung 2022 Grundstücke und Bauten Techn. Anlagen und Maschinen Andere Anlagen und BGA Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2021
Eröffnungsbilanz 20.515 1.634 14.775 0 36.924
Wechselkursdifferenzen 684 -35 261 0 910
aus Akquisitionen 2.997 - 51 0 3.048
Zugänge 1.066 162 4.278 0 5.506
Abgänge -951 - -3.545 0 -4.496
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2021 24.311 1.761 15.820 0 41.892
Stand am 01.01.2022
Eröffnungsbilanz 24.311 1.761 15.820 0 41.892
Wechselkursdifferenzen -578 -125 -453 0 -1.156
aus Akquisitionen - - - 0 -
Zugänge 390 - 4.289 0 4.679
Abgänge -204 - -4.414 0 -4.618
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2022 23.919 1.636 15.242 0 40.797
Abschreibungen
Stand 01.01.2021
Eröffnungsbilanz 3.546 295 6.546 0 10.387
Wechselkursdifferenzen 107 -6 104 0 205
aus Akquisitionen 0 0 0 0 0
Zugänge 2.024 269 4.672 0 6.965
Abgänge -951 - -3.455 0 -4.406
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2021 4.726 558 7.867 0 13.151
Stand 01.01.2022
Eröffnungsbilanz 4.726 558 7.867 0 13.151
Wechselkursdifferenzen -164 -53 -340 0 -557
aus Akquisitionen 0 0 0 0 0
Zugänge 2.161 287 4.529 0 6.977
Abgänge -37 - -4.414 0 -4.451
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2022 6.686 792 7.642 0 15.120
Nettobuchwert 01.01.2021 16.969 1.339 8.229 0 26.537
Nettobuchwert 31.12.2021 19.585 1.203 7.953 0 28.741
Nettobuchwert 31.12.2022 17.233 844 7.600 0 25.677

Die in der Bilanz angesetzten Nutzungsrechte betreffen insbesondere Leasingverhältnisse für Grundstücke und Gebäude, 17.233 T€ sowie andere Anlagen/BGA mit 7.600 T€, welche sich zum größten Teil aus PKWs und Transportern zusammensetzen.

15. Geschäfts- oder Firmenwerte und Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt:

Entwicklung 2021 bis 2022 Geschäfts- oder Firmenwert
in T€
Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen
in T€
Software
in T€
Selbst- geschaffene Werte
in T€
Sonstige immaterielle Werte
in T€
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Werte
in T€
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 01.01.2021 145.647 2.642 13.002 6.800 24.891 877
Währungsänderungen 0 0 85 0 -135 0
aus Akquisitionen 13.172 0 1 0 5.700 130
Zugänge 0 0 1.563 176 146 487
Abgänge -1 -113 -921 -66 0 -1
Umbuchungen 0 11 166 0 0 -152
Stand am 31.12.2021 158.818 2.540 13.896 6.910 30.602 1.341
Stand am 01.01.2022 158.818 2.540 13.896 6.910 30.602 1.341
Währungsänderungen 0 -8 -122 -233 -617 -4
aus Akquisitionen - - - - - -
Zugänge 0 0 2.683 404 54 1.135
Abgänge -1 -975 -774 -310 -12.012 0
Umbuchungen 0 161 793 3.872 -143 -811
Stand am 31.12.2022 158.817 1.718 16.476 10.643 17.884 1.661
Abschreibungen
Stand am 01.01.2021 0 1.535 9.762 3.661 14.158 0
Währungsänderungen 0 0 23 0 -21 0
aus Akquisitionen 0 0 0 0 0 0
Zugänge 0 26 1.028 561 2.116 0
Abgänge 0 -112 -921 -66 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2021 0 1.449 9.892 4.156 16.253 0
Stand am 01.01.2022 0 1.449 9.892 4.156 16.253 0
Währungsänderungen 0 -2 -37 -2 -122 0
aus Akquisitionen - - - - - -
Abschreibungen 0 56 985 761 1.902 0
Abgänge 0 -974 -774 -310 -12.012 0
Umbuchungen 0 2 0 0 -2 0
Stand am 31.12.2022 0 531 10.066 4.605 6.019 0
Nettobuchwert 01.01.2021 145.647 1.107 3.240 3.139 10.733 877
Nettobuchwert 31.12.2021 158.818 1.091 4.004 2.754 14.349 1.341
Nettobuchwert 31.12.2022 158.817 1.187 6.410 6.038 11.865 1.661
Entwicklung 2021 bis 2022 Gesamt
in T€
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2021 193.859
Währungsänderungen -50
aus Akquisitionen 19.003
Zugänge 2.372
Abgänge -1.102
Umbuchungen 25
Stand am 31.12.2021 214.107
Stand am 01.01.2022 214.107
Währungsänderungen -984
aus Akquisitionen -
Zugänge 4.276
Abgänge -14.072
Umbuchungen 3.372
Stand am 31.12.2022 207.199
Abschreibungen
Stand am 01.01.2021 29.116
Währungsänderungen 2
aus Akquisitionen 0
Zugänge 3.731
Abgänge -1.099
Umbuchungen 0
Stand am 31.12.2021 31.750
Stand am 01.01.2022 31.750
Währungsänderungen -163
aus Akquisitionen -
Abschreibungen 3.704
Abgänge -14.070
Umbuchungen 0
Stand am 31.12.2022 21.221
Nettobuchwert 01.01.2021 164.743
Nettobuchwert 31.12.2021 182.357
Nettobuchwert 31.12.2022 185.978

ÜBERNAHME VON MANUGESTION S.A.S. IN 2021

Am 2. November 2021 erwarb die NGG mit einem Betrag von 23.950 T€ die gesamten Aktien von Manugestion S.A.S., einem Dienstleistungsunternehmen in Frankreich. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Installation, Wartung und Reparatur von Industrietoren und Verladesystemen. Im Zweimonatszeitraum bis zum 31. Dezember 2021 trug Manugestion S.A.S. einen Umsatz von rund 4,1 Mio. € der NGG bei und erzielte ein ausgeglichenes Nettoergebnis. Die Übernahme wurde durch verfügbare Barmittel und Darlehen finanziert.

Der Marktwert des identifizierbaren Anlagevermögens sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Übernahme waren:

Buchwert bei Erwerb
in T€
Fair Value bei Erwerb
in T€
Anlagevermögen 1.814 7.267
Vorräte 1.477 1.477
Forderungen 5.312 5.312
Kassenbestand/Guthaben 5.520 5.520
Umlaufvermögen 12.309 12.309
Forderungen mit Fälligkeit über einem Jahr 111 1.058
Gesamtvermögen 14.234 20.634
Verbindlichkeiten mit Fälligkeit innerhalb eines Jahres -6.934 -6.934
Verbindlichkeiten mit Fälligkeit über einem Jahr - -2.927
Gesamt Verbindlichkeiten -6.934 -9.861
Nettovermögenswerte und -Verbindlichkeiten 7.300 10.773
Gesamt 10.773
Beim Erwerb entstandener Goodwill 13.173
Brutto-Mittelabfluss 23.946

Der Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Manugestion S.A.S. lag zum Erwerbszeitpunkt bei 5.064 T€ mit einem Bruttobetrag von 5.068 T€. Unserer Einschätzung nach werden wir voraussichtlich 4 T€ des Bruttobetrages nicht eintreiben können.

Der Goodwill entstand bei dem Erwerb, weil der gezahlte Betrag zukünftigen Nutzen von Synergien, Umsatzwachstum und zukünftiger Marktentwicklung enthielt. Da diese die Kriterien für identifizierbare immaterielle Vermögenswerte nicht erfüllen, wurden sie nicht getrennt vom Goodwill verbucht.

Es wird nicht erwartet, dass der aus diesen Akquisitionen entstandene Goodwill steuerlich abzugsfähig ist.

Eine Kaufpreisanpassung der Akquisition der Manugestion musste im Berichtsjahr 2022 nicht vorgenommen werden.

GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE

Die gesamten immateriellen Vermögenswerte einschließlich Goodwill belaufen sich im Jahr 2022 auf 185.978 T€ (2021: 182.357 T€). Der Firmenwert wurde den Cash Generating Units (CGU) zugeordnet. Die Cash Generating Units wurden entsprechend der Einschätzung des Managements bezüglich der geographischen Gebiete definiert. In dem Geschäftsjahr 2021 wurde die Manugestion S.A.S. Reims/Frankreich erworben. Der bei dem Erwerb entstandene Goodwill in Höhe von T€ 13.172 wurde der CGU Frankreich zugeordnet. Zum Zweck der Werthaltigkeitsprüfung wird der Goodwill den geographischen operativen Einheiten des Konzerns zugeordnet. Die aggregierten Buchwerte des Goodwills, die den einzelnen CGU-Bereichen zugewiesen wurden, sind wie folgt:

2022
in T€
2021
in T€
CGU Deutschland 35.072 35.072
CGU Frankreich 29.346 29.346
CGU Niederlande 70.185 70.185
CGU Italien 1.740 1.740
CGU Spanien 1.356 1.356
CGU Großbritannien 17.250 17.250
CGU Robust Schweden 3.869 3.869
158.818 158.818

Der erzielbare Betrag jeder Cash Generating Unit wird auf der Grundlage einer Nutzwertberechnung unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt. Diese Prognosen basieren auf den genehmigten Bottom-up-Budgets der Geschäftsleitung und umfassen einen Zeitraum von drei Jahren, der bei Bedarf auf fünf Jahre hochgerechnet werden kann.

Die Wachstumsrate für das Verkaufsvolumen basiert auf der bisherigen Leistung und den Erwartungen des Managements hinsichtlich der Marktentwicklung in den verschiedenen Märkten. Zusätzlich werden die Annahmen durch Prognosen der Wachstumsraten der relevanten Verbände gestützt. Für die verschiedenen Märkte betragen die Wachstumsraten für die Einnahmen auf einen hochgerechneten Fünfjahreszeitraum betrachtet 1 %. Die Bruttomarge ist die durchschnittliche Marge als Prozentsatz der Einnahmen während des fünfjährigen Prognosezeitraums. Sie basiert auf den aktuellen Verkaufsmargen und dem Produktmix.

Bei den sonstigen Betriebskosten handelt es sich um Fixkosten der CGUs, die sich nicht wesentlich mit dem Verkaufsvolumen verändern. Das Management prognostiziert diese Kosten auf der Grundlage der aktuellen Struktur des Unternehmens, die durch künftige Umstrukturierungs- und Kosteneinsparungsmaßnahmen angepasst wird.

Die jährlichen Investitionsausgaben basieren auf den historischen Erfahrungen des Managements der NGG. Das budgetierte fünfte Jahr wird in der Regel zur Bestimmung der Cashflows über den Fünfjahreszeitraum hinaus verwendet. Zur Extrapolation des budgetierten fünften Jahres wird eine Wachstumsrate von 1 % berücksichtigt. Der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostendiskontsatz basiert auf einer Risikoprämie von 6,75 Prozentpunkten für den Euroraum und Schweden sowie einer Risikoprämie von 6,00 Prozentpunkten für Großbritannien. Daraus ergibt sich ein gewichteter Kapitalkostensatz (WACC) wie folgt:

2022 2021
CGU Deutschland 8,2 % 6,1 %
CGU Frankreich 8,2 % 6,1 %
CGU Niederlande 8,2 % 6,1 %
CGU Italien 8,2 % 6,1 %
CGU Spanien 8,2 % 6,1 %
CGU Großbritannien 8,7 % 6,1 %
CGU Robust Schweden 8,0 % 6,7 %

Goodwill-Wertberichtigungen würden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen berücksichtigt werden. Im Geschäftsjahr 2022 sind keine angefallen. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den Verwaltung- oder Vertriebsaufwendungen enthalten.

In den Jahren 2021 und 2022 deuteten weder die jährliche Werthaltigkeitsprüfung noch andere Ereignisse darauf hin, dass der Goodwill wertgemindert sein könnte, da die erzielbaren Beträge aller Cash Generating Units die jeweiligen Buchwerte überstiegen.

WERTBERICHTIGUNGEN AUF IMMATERIELLER VERMÖGENSWERTE

Im Jahr 2022 gab es keinen Hinweis darauf, dass andere immaterielle Vermögenswerte wertgemindert sein könnten. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich den Marktwert der Kundenbeziehungen von Alpha Deuren/Niederlande, Norsud/Frankreich, Novoferm Schievano/Italien, Robust Skandinavia/Schweden und Robust UK/Großbritannien.

16. Finanzanlagen und sonstige Finanzanlagen

Nettobuchwert 2022
in T€
2021
in T€
Zum Verkauf stehende Wertpapiere 1.739 1.909
Andere Finanzanlagen zum Marktwert in der GuV 2.246 1.832
Finanzanlagen 3.985 3.741
2022
in T€
2021
in T€
Sonstige Finanzanlagen 3.498 2.398

Die sonstigen Finanzanlagen enthalten die nicht konsolidierten Unternehmen der NGG, die zu historischen Kosten bewertet werden. Der Buchwert gibt den ungefähren Marktwert wieder. Die Erhöhung der sonstigen Finanzanlagen bezieht sich in voller Höhe auf den Erwerb von 30 % Anteile der Bitfactory GmbH.

Die Marktwerte der marktfähigen Wertpapiere werden zu Marktpreisen am Abschlussstichtag angegeben.

17. Aktive und passive latente Steuern

Aktive latente Steuern und passive latente Steuern werden miteinander verrechnet, wenn sie sich auf zukünftige Steuereffekte der gleichen steuerpflichtigen Einheit gegenüber der gleichen Steuerbehörde beziehen.

Aktive und passive latente Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
Aktive latente Steuern
in T€
Passive latente Steuern
in T€
Aktive latente Steuern
in T€
Passive latente Steuern
in T€
Immaterielle Vermögenswerte -33 3.780 -58 4.388
Sachanlagen -110 9.174 -112 9.760
Vorräte -1.278 92 -1.125 81
Sonstige Vermögenswerte -393 1.281 -179 1.323
Pensionsrückstellungen -3.683 1 -6.175 -
Sonstige Rückstellungen -1.527 322 -1.283 306
Verlustvorträge -2.233 - -2.775 -
Sonstige Passiva -6.391 6 -7.142 -
Summe -15.648 14.656 -18.860 15.858
Saldierung -9.835 -9.835 -10.908 -10.908
Gesamt -5.813 4.821 -7.952 4.950

Entwicklung der latenten Steuern in 2022:

01.01.2022
in T€
In der GuV berücksichtigt
in T€
Im Eigenkapital berücksichtigt
in T€
durch Akquisitionen
in T€
31.12.2022
in T€
Immaterielle Vermögenswerte -4.330 583 - - -3.747
Sachanlagen -9.648 584 - - -9.064
Vorräte 1.044 142 - - 1.186
Sonstige Vermögenswerte -1.144 256 - - -888
Pensionsrückstellungen 6.175 -367 -2.137 - 3.682
Sonstige Rückstellungen 977 228 - - 1.205
Verlustvorträge 4.051 -637 - - 3.414
Sonstige Passiva 7.142 -757 - - 6.385
Wertberichtigung -1.276 95 - - -1.181
Latente Steuern, netto 3.002 127 -2.137 - 992

Entwicklung der latenten Steuern in 2021:

01.01.2021
in T€
In der GuV berücksichtigt
in T€
Im Eigenkapital berücksichtigt
in T€
durch Akquisitionen
in T€
31.12.2021
in T€
Immaterielle Vermögenswerte -3.503 598 - -1.425 -4.330
Sachanlagen -9.037 151 - -762 -9.648
Vorräte 753 291 - - 1.044
Sonstige Vermögenswerte -1.143 -12 11 - -1.144
Pensionsrückstellungen 6.006 -14 8 186 6.175
Sonstige Rückstellungen 880 97 - - 977
Verlustvorträge 5.672 -1.621 - - 4.051
Sonstige Passiva 6.567 -187 - 762 7.142
Wertberichtigung -1.336 60 - - -1.276
Latente Steuern, netto 4.859 -637 19 -1.239 3.002

18. Vorräte

31.12.2022
in T€
31.12.2021
in T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 90.666 77.157
Unfertige Erzeugnisse 12.964 10.682
Fertige Erzeugnisse und Waren 36.591 24.074
Gesamt 140.221 111.913

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige und fertige Erzeugnisse, die im Geschäftsjahr als Materialaufwand erfasst wurden, beliefen sich auf 404.154 T€ (2021: 329.561 T€). Die Abwertung der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert betrug 1.779 T€ (2021: 741 T€). Die Rücknahme von Wertberichtigungen betrug 494 T€ (2021: 371 T€). Die Abschreibungen und Auflösungen sind in den Herstellkosten enthalten.

Wertberichtigungen auf Vorräte:

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
in T€
Unfertige Erzeugnisse
in T€
Fertige Erzeugnisse und Waren
in T€
Stand am 01. Januar 2022 2.390 69 765
Veränderungen 1.200 -24 -303
Stand am 31. Dezember 2022 3.590 45 462

Gesamtrückstellungen in Höhe von 4.097 T€ (2021: 3.224 T€) decken einen Bruttovorratsbestand von 8.194 T€ (2021: 6.448 T€) ab.

19. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

31.12.2022
in T€
31.12.2021
in T€
Vertragsvermögenswerte 8.527 10.783
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Sanwa verbundenen Unternehmen 102 212
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 115.196 99.834
123.825 110.829
Sonstige finanzielle Forderungen
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 5.617 3.013
Sonstige nicht-finanzielle Forderungen
Rechnungsabgrenzungsposten 3.791 3.622
Sonstige Vermögenswerte 8.027 6.659
11.818 10.281
Gesamt 141.260 124.123

Es wurden keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2021: 0 T€) als Kreditsicherheiten gegeben.

20. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31.12.2022
in T€
31.12.2021
in T€
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 23.309 32.075
Überziehungskredite - -
23.309 32.075
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten gemäß Kapitalflussrechnungen 23.309 32.075

21. Verbindlichkeiten aus Darlehen und Krediten

Hier sind Informationen über die Vertragsbedingungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen verbundener Unternehmen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Weitere Informationen über das Zins- und Wechselkursrisiko des Konzerns und des Unternehmens finden Sie in Angabe 26.

31.12.2022
in T€
31.12.2021
in T€
Langfristige Verbindlichkeiten
Bankdarlehen 226 704
Darlehen von verbundenen Unternehmen 103.100 66.439
103.326 67.143
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Bankdarlehen 30.119 19.853
Darlehen von verbundenen Unternehmen 64.929 82.100
95.048 101.953

Die Fälligkeit der Darlehen von Kreditinstituten und von verbundenen Unternehmen 2022 ist wie folgt:

Effektivzinssatz Gesamt
in T€
< 1 Jahr
in T€
2-3 Jahre
in T€
Bankdarlehen A 0,67 % 156 156 -
Bankdarlehen B 2,7 % 1.837 1.611 226
Bankdarlehen C 2,57 % 10.000 10.000
Bankdarlehen D 2,57 % 5.000 5.000 -
Bankdarlehen E 2,57 % 13.000 13.000 -
Bankdarlehen F 1,0 % 352 352 -
Darlehen von verbundenem Unternehmen A 0,16 % 21.000 - 21.000
Darlehen von verbundenem Unternehmen B 1,51 % 33.000 - 33.000
Darlehen von verbundenem Unternehmen C 2,53 % 33.300 - 33.300
Darlehen von verbundenem Unternehmen D 2,12 % 15.800 - 15.800
Darlehen von verbundenem Unternehmen E 0,79 % 35.796 35.796 -
Darlehen von verbundenem Unternehmen F 0,69 % 9.133 9.133 -
Darlehen von verbundenem Unternehmen G 1,49 % 20.000 20.000 -
198.374 95.048 103.326

Die Fälligkeit der Darlehen von Kreditinstituten und verbundener Unternehmen 2021 ist wie folgt:

Effektivzinssatz Gesamt
in T€
< 1 Jahr
in T€
2-3 Jahre
in T€
Bankdarlehen A 0,67 % 193 39 154
Bankdarlehen B 2,7 % 1.424 1.054 370
Bankdarlehen C 1,4 % 180 - 180
Bankdarlehen D 0,2 % 5.000 5.000 -
Bankdarlehen E 0,1 % 13.000 13.000 -
Bankdarlehen F 1,0 % 760 760 -
Darlehen von verbundenem Unternehmen A 0,16 % 21.000 - 21.000
Darlehen von verbundenem Unternehmen B 0,45 % 33.000 33.000 -
Darlehen von verbundenem Unternehmen C 0,60 % 33.300 33.300 -
Darlehen von verbundenem Unternehmen D 0,60 % 15.800 15.800 -
Darlehen von verbundenem Unternehmen E 0,79 % 35.796 - 35.796
Darlehen von verbundenem Unternehmen F 0,69 % 9.643 - 9.643
169.096 101.953 67.143

Die langfristigen Bankdarlehen sind von der Sanwa Holdings Corp. in Tokio/Japan garantiert.

Überleitung Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten

Bankdarlehen
in T€
Darlehen von verbundenen Unternehmen
in T€
Stand am 1. Januar 2022 20.557 148.539
Geldzufluss
- Rückzahlung -13.477 -82.100
- Aufnahme 23.265 102.100
Nicht Cash-wirksam
- Akquisition/Konsolidierung - -
- Sonstige Änderungen - -510
Stand am 31. Dezember 2022 30.345 168.029

22. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsverbindlichkeiten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

31.12.2022
in T€
31.12.2021
in T€
Kurzfristig
Vertragsverbindlichkeiten 1.934 2.536
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 51.822 55.732
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit Sanwa verbundenen Unternehmen 644 10
54.400 58.278
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten 5.733 3.756
Erhaltene Anzahlungen 2.167 2.492
Sonstige Verbindlichkeiten 36.192 36.322
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 5.831 6.111
49.923 48.681
104.323 106.959
Langfristig
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 20.144 22.950
124.467 129.909

Vertragsverbindlichkeiten werden ausgewiesen, wenn Leistungsverpflichtungen aus Verträgen mit mehreren Leistungsverpflichtungen noch nicht erfüllt wurden und bereits ein Teil der Gegenleistung erfüllt wurde. Ca. 0,2 Mio. €, die zum Beginn der Berichtsperiode als Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren, sind zum 31.12.2022 weiterhin Vertragsverbindlichkeiten.

Die Fälligkeit der Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing stellt sich wie folgt dar:

31.12.2022
in T€
31.12.2021
in T€
Innerhalb eines Jahres 5.831 6.111
2-5 Jahre 11.535 12.647
> 5 Jahre 8.609 10.303
25.975 29.061

Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing sind nicht gesichert.

23. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

PENSIONSPLÄNE

Die NGG unterhält weltweit eine Reihe von Pensionsregelungen, hauptsächlich in Deutschland, in den Niederlanden und in Frankreich.

Die aktualisierte versicherungsmathematische Bewertung der Regelungen gemäß IAS 19 zum Zweck der Festsetzung des Pensionsaufwands erfolgte am 23. Januar 2023 für den 31. Dezember 2022. Die Rechnungslegung für die Verpflichtungen wurde entsprechend aktualisiert.

Bei den Verpflichtungen der Regelungen in Deutschland handelt es sich hauptsächlich um umlagefinanzierte, leistungsorientierte Pensionspläne.

Bei der absoluten Mehrzahl dieser Pensionsregelungen steht einem Arbeitnehmer im Ruhestand das Recht zu, bis zu seinem Lebensende monatlich einen festen Betrag zu erhalten. Dieser feste Betrag ändert sich künftig nicht.

Die Verpflichtungen in den Niederlanden und in Frankreich sind rechtlich zwingend. Der Leistungsbetrag wird durch staatliche Regelungen festgesetzt und hängt vom Gehalt und der Dauer der Betriebszugehörigkeit ab.

Die NGG ist durch diese leistungsorientierten Pläne versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt, zum Beispiel dem Risiko der Langlebigkeit, dem Währungsrisiko, dem Zinsrisiko und dem Anlagerisiko. Die Annahme, die sich am stärksten auf die Ergebnisse dieser Bewertung auswirkte, war die Rendite, die zur Diskontierung der Verbindlichkeiten verwendet wurde. Für den Großteil der Verbindlichkeiten wurde ein Abzinsungsfaktor von 3,59 % pro Jahr verwendet.

Die in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung für Pensionsverpflichtungen für das Geschäftsjahr 2022 betrug 26.442 T€ (2021: 35.234 T€).

Die wichtigsten Annahmen, die bei der Bewertung nach IAS 19 verwendet wurden, waren

Deutschland 2022 Italien 2022 Deutschland 2021 Italien 2021 Frankreich 2022 Niederlande 2022
Zuwachsrate der Gehälter 3,00 % 0,00 % 2,50 % 0,00 % 2,75 % N/a
Zuwachsrate der Pensionszahlungen 2,20 % 2,50 % 1,50 % 2,00 % 2,20 % 1,80 %
Abzinsungsfaktor 3,70 % 3,70 % 0,40 % 0,90 % 3,70 % 3,70 %
Inflationsrate 0,00 % 0,00 % 1,50 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Erwartete Rendite aus dem Planvermögen N/a N/a N/a N/a N/a 3,70 %
Sterbewahrscheinlichkeit Dr. Klaus Heubeck IPS55 Dr. Klaus Heubeck IPS55 INSEE 2016-2018 Prognose Tafel AG 2022 ES-P2A
Frankreich 2021 Niederlande 2021 Schweiz 2022 Schweiz 2 021
Zuwachsrate der Gehälter 2,75 % N/a 1,75 % 1,50 %
Zuwachsrate der Pensionszahlungen 1,90 % 1,50 % 0,00 % 0,00 %
Abzinsungsfaktor 0,90 % 0,90 % 2,15 % 0,30 %
Inflationsrate 0,00 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Erwartete Rendite aus dem Planvermögen N/a 0,90 % 2,15 % 0,30 %
Sterbewahrscheinlichkeit INSEE 2015-2017 Prognose Tafel AG 2020 ES-P2A BVG 2020 BVG 2020

Die von dem Versicherungsmathematiker verwendeten Annahmen sind beste Schätzungen, die aus einem Spektrum von möglichen versicherungsmathematischen Annahmen ausgewählt werden und die gegebenenfalls aufgrund der eingesetzten Zeitskala in der Praxis nicht unbedingt zum Tragen kommen.

PLANVERMÖGEN

Die Pensionspläne in den Niederlanden und in der Schweiz werden von den Tochtergesellschaften der NGG finanziert.

Bei dem Planvermögen handelt es sich zu 100 % um Versicherungsverträge. Die Finanzierungsstrategie zielt darauf ab, alle Arbeitnehmer mit dem vollen Betrag abzusichern. Der Großteil der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen ist durch Versicherungen abgedeckt.

Der Zeitwert der Vermögenswerte der Pensionspläne, die nicht kurzfristig realisiert werden sollen und vor ihrer Realisierung gegebenenfalls einer erheblichen Änderung unterliegen, und der Barwert der Verbindlichkeiten der Pläne, die sich aus Cashflow-Projektionen für lange Zeiträume herleiten, sind ungewiss.

In der folgenden Tabelle wird die Abstimmung der Eröffnungssalden mit den Endsalden für die Nettoverbindlichkeit aus leistungsorientierten Pensionsplänen und ihre Bestandteile ausgewiesen.

Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen Zeitwert des Pensionsvermögens Nettoverbindlichkeit aus leistungsorientierten Pensionsplänen
2022
in T€
2021
in T€
2022
in T€
2021
in T€
2022
in T€
2021
in T€
Zum 1. Januar 47.041 47.782 -11.807 -12.525 35.234 35.257
In Gewinn oder Verlust enthalten
Laufender Dienstzeitaufwand 736 777 - - 736 777
Rendite aus dem Planvermögen - - -85 -41 -85 -41
Zinsaufwendungen 390 176 - - 390 176
Planänderungen - - - - - -
Nachzuverrechnender Dienstzeitvertrag -40 -124 - - -40 -124
Verwaltungskosten - - 6 6 6 6
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen - - - - - -
1.086 829 -79 -35 1.007 794
In Nicht realisierte Gewinne oder Verluste enthalten
Neubewertungsverlust/ -gewinn
Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn aus
- demografischen Annahmen 99 -138 - - 99 -138
- finanziellen Annahmen -13.309 -311 - - -13.309 311
- erfahrungsbedingten Berichtigungen 1.369 -759 - - 1.369 -759
Rendite aus dem Planvermögen - - 3.577 1.147 3.577 1.147
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen 133 142 -96 -95 37 47
-11.708 -1.066 3.481 1.052 -8.227 -14
Sonstiges
Vom Arbeitnehmer gezahlter Beitrag 96 72 -96 -72 - -
Geleistete Arbeitgeberbeiträge - - -228 -90 -228 -90
Geleistete Zahlungen -1.867 -1.316 523 -137 -1.344 -1.453
Bei Anschaffung 740 - - 740
-1.771 -504 199 -299 -1.572 -803
Zum 31. Dezember 34.648 47.041 -8.206 -11.807 26.442 35.234

Zusätzlich zu den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen hat die NGG weitere Altersversorgungsverpflichtungen, einschließlich Jubiläumsgeld- und Altersteilzeitverpflichtungen. Jubiläumsgelder sind in den Leistungen an Arbeitnehmer enthalten, Altersteilzeitverpflichtungen sind in den Rückstellungen enthalten (siehe Anhang 21). Die Auswirkungen der Änderungen an den versicherungsmathematischen Annahmen im Hinblick auf alle diese Verpflichtungen sind in der Darstellung der nicht realisierten Gewinne oder Verluste ausgewiesen.

Übersicht der erfahrungsbedingten Anpassungen:

2022
in T€
2021
in T€
2020
in T€
2019
in T€
2018
in T€
Differenz zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Rendite aus dem Pensionsvermögen
Pensionsvermögen
Betrag 3.481 1.052 -736 -1.463 800
Prozentsatz des Pensionsvermögens Auf Erfahrung beruhender Gewinn/Verlust der Pensionsplanverbindlichkeiten 42,4 % 8,9 % 5,9 % 12,8 % 8,4 %
Betrag 11.708 1.066 -3.170 -5.286 1.350
Prozentsatz der Pensionsplanverbindlichkeiten 33,8 % 2,3 % 6,6 % 11,8 % 3,4 %
Im Eigenkapital erfasster versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust gesamt 15.189 2.118 -3.906 -6.749 2.150
43,8 % 6,0 % 11,1 % 20,2 % 7,2 %

Der erwartete Beitrag, der während des Geschäftsjahres, das nach dem Berichtszeitraum beginnt, in den Pensionsplan einzuzahlen ist, beträgt: 1.232 T€. Am 31. Dezember 2022 betrug die gewichtete durchschnittliche Dauer der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen 13,8 Jahre (2021: 16,6 Jahre).

SENSITIVITÄTSANALYSE

Mögliche Änderungen einer der relevanten versicherungsmathematischen Annahmen am Bilanzstichtag hätten sich, hält man die anderen Annahmen konstant, auf die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen nach vernünftigem Ermessen mit den nachfolgend ausgewiesenen Beträgen ausgewirkt.

2022
in T€
2022
in T€
Erhöhung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen Rückgang der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
Abzinsungsfaktor (Bewegung von 0,5 %) -2.022 2.242
Künftiger Gehaltsanstieg (Bewegung von 0,5 %) -271 -696
Künftiger Pensionsanstieg (Bewegung von 0,5 %) 1.833 -1.648
Künftige Sterbewahrscheinlichkeit (Lebenserwartung von +/- einem Jahr) -1.500 -3.564
2021
in T€
2021
in T€
Erhöhung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen Rückgang der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
Abzinsungsfaktor (Bewegung von 0,5 %) -3.434 3.867
Künftiger Gehaltsanstieg (Bewegung von 0,5 %) -452 -969
Künftiger Pensionsanstieg (Bewegung von 0,5 %) 3.176 -2.815
Künftige Sterbewahrscheinlichkeit (Lebenserwartung von +/- einem Jahr) -1.913 -5.410

Obwohl die im Rahmen des Pensionsplans erwartete vollständige Verteilung des Cashflows bei der Analyse nicht berücksichtigt wird, stellt sie doch eine Annäherung an die Sensitivität der aufgeführten Annahme dar.

24. Sonstige Rückstellungen

Garantien
in T€
Vorruhestand und ähnliches
in T€
Andere mitarbeiterbezogene Verpflichtungen
in T€
Andere Verpflichtungen
in T€
Gesamt
in T€
Stand am 1. Januar 2022 4.199 1.098 3.881 5.958 15.136
Zuführungen aus Akquisitionen - - - - -
Zuführungen 2.668 355 2.344 3.985 9.352
Inanspruchnahme -1.959 -358 -2.742 -2.349 -7.408
Auflösungen -55 -88 -215 -218 -576
Bilanz zum 31. Dezember 2022 4.853 1.007 3.268 7.376 16.504

Zum 31. Dezember 2022 sind 1.233 T€ (2021: 1.494 T€) der gesamten Rückstellungen langfristiger Natur, während 15.271 T€ (2021: 13.642 T€) kurzfristig sind.

GEWÄHRLEISTUNGNEN

Produkt- und Reklamationsrückstellungen decken die Verantwortung der NGG für das ordnungsgemäße Funktionieren der verkauften Waren (Produktgarantie) sowie die aus der Verwendung der verkauften Produkte entstehenden Schäden (Reklamationen) über einen durchschnittlichen Zeitraum von 5 Jahren ab.

VERPFLICHTUNG AUS VORRUHESTANDSVEREINBARUNGEN DES ARBEITNEHMERS UND ÄHNLICHES

Einige deutsche Unternehmen haben Verpflichtungen aus Vorruhestandsvereinbarungen. Im Rahmen dieser Vereinbarungen arbeiten die Mitarbeiter vor der Pensionierung zusätzliche Zeit, die nach der Pensionierung in Raten bezahlt wird. Für diese Verpflichtungen wurden Rückstellungen in Höhe von 1,0 Mio. € (2021: 1,1 Mio. €) gebildet, die langfristig sind. Der erwartete Zeitraum für die Inanspruchnahme beträgt mindestens 5 Jahre.

ANDERE MITARBEITERBEZOGENE VERPFLICHTUNGEN

Andere mitarbeiterbezogene Bestimmungen umfassen Verpflichtungen für noch nicht genommenen Urlaub und Bestimmungen zu Management-Incentives. Es wird erwartet, dass all diese Rückstellungen im kommenden Jahr in Anspruch genommen werden.

ANDERE VERPFLICHTUNGEN

In den sonstigen Rückstellungen sind 0,9 Mio. € (2021: 1.0 Mio. €) für Prozessrisiken enthalten, die voraussichtlich innerhalb der nächsten 5 Jahre verbraucht werden. Die Rückstellungen aus laufenden Rechtsstreitigkeiten begründen sich zum überwiegenden Teil aus Patentstreitigkeiten. Auf Grund des laufenden Verfahrens wird auf eine detaillierte Darstellung verzichtet.

In den sonstigen Rückstellungen sind außerdem 1,4 Mio. € (2021: 0,6 Mio. €) für Restrukturierungen berücksichtigt. Diese sind im Rahmen von Reorganisationen vor allem in der Robust UK aufgebaut worden. Weiter sind 2,0 Mio. € (2021: 1,9 Mio. €) für Kundenboni enthalten. Der verbleibende Betrag setzt sich aus einer Vielzahl von Rückstellungen zusammen, unter anderem für Entlassungen und Beratung.

25. Eigenkapital

2022
in T€
2021
in T€
Gezeichnetes Kapital 25 25
Kapitalrücklage 211.225 211.225
Gesamt 211.250 211.250

GEZEICHNETES KAPITAL

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Eigenkapitals im Konzern sind gesondert in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Als gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital des Mutterunternehmens NGG ausgewiesen. Dieses beträgt 25.000 € und ist vollständig eingezahlt.

KAPITALRÜCKLAGE

Die Kapitalrücklage besteht neben dem ursprünglichen Agio für die Ausgabe von Anteilen, aus einer Kapitalerhöhung bei der Novoferm Europe Ltd. durch die oberste Muttergesellschaft Sanwa Shutter Corporation. Am 17.03.2019 wurde die Novoferm Europe Ltd. mit der Novoferm Germany GmbH verschmolzen. Im laufenden Geschäftsjahr beträgt die Kapitalrücklage wie im Vorjahr 211.225 T€.

GEWINNVORTRÄGE

Die Gewinnvorträge enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse nach Steuern der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden. Im Jahr 2022 betragen die Gewinnvorträge 93.354 T€ (2021: 72.835 T€). Davon bestehen grundsätzlich zur Ausschüttung verfügbare Gewinnvorträge in Höhe von 0 € (2021: 0 €), auf Ebene der Konzernobergesellschaft NGG.

SONSTIGE RÜCKLAGEN

Die sonstigen Rücklagen betragen zum 31.12.2022 -2.528 T€ (2021: -2.305 T €) und betreffen das kumulierte übrige Gesamtergebnis. Sie umfassen den Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung in Höhe von -2.074 T€ (2021: -2.087 T€) sowie die Veränderung der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten in Höhe von -454 T€ (2021: -218 T€).

DIVIDENDEN

Die folgenden Dividenden wurden während des Berichtszeitraums auf Ebene der NGG verbucht.

2022
in T€
2021
in T€
0 € (2021: 0 €) - -

Nach dem Bilanzstichtag wurde beschlossen, keine Ausschüttungen an die Gesellschafter der NGG (2021: 0 €) vorzunehmen. Eine Dividende in Höhe von 725 T€ (2021: 843 T€) wurde an die Aktionäre der nicht beherrschenden Anteile ausgeschüttet.

NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE

Die nicht beherrschenden Anteile umfassen Anteile von konzernfremden Gesellschaftern am Ergebnis und am Kapital.

Die Finanzinformationen stellen sich wie folgt dar:

Novoferm Alsal 2022
in T€
2021
in T€
Nicht beherrschende Anteile in % 50 % 50 %
Langfristige Vermögenswerte 5.444 5.651
Kurzfristige Vermögenswerte 18.771 17.210
Langfristige Verbindlichkeiten 33 36
Kurzfristige Verbindlichkeiten 7.246 7.208
Nettovermögen 16.936 15.617
Den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Nettovermögen 8.468 7.808
Umsatzerlöse 34.016 30.654
Jahresüberschuss 2.778 2.239
Sonstiges Ergebnis -8 -8
Gesamtergebnis 2.770 2.231
Den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesener Gewinn 1.389 1.116
Den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesenes Sonstiges Ergebnis -4 -4
Novoferm Hungaria 2022
in T€
2021
in T€
Nicht beherrschende Anteile in % 0 % 35 %
Langfristige Vermögenswerte - 387
Kurzfristige Vermögenswerte - 3.134
Langfristige Verbindlichkeiten - 10
Kurzfristige Verbindlichkeiten - 1.356
Nettovermögen - 2.155
Den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Nettovermögen - 754
Umsatzerlöse - 6.352
Jahresüberschuss - 503
Sonstiges Ergebnis - -
Gesamtergebnis - 503
Den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesener Gewinn - 176
Den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesenes Sonstiges Ergebnis - -13
Rolla Solution 2022
in T€
2021
in T€
Nicht beherrschende Anteile in % 0 % 35 %
Langfristige Vermögenswerte - 179
Kurzfristige Vermögenswerte - 311
Langfristige Verbindlichkeiten - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten - 184
Nettovermögen - 306
Den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Nettovermögen - 107
Umsatzerlöse - 333
Jahresüberschuss - 22
Sonstiges Ergebnis - -
Gesamtergebnis - 23
Den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesener Gewinn - 8
Den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesenes Sonstiges Ergebnis - -2

26. Finanzinstrumente

Ebene Eins

Die bevorzugten Inputs für die Bewertungsansätze sind "notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten", mit dem Vorbehalt, dass das berichtende Unternehmen Zugang zu diesem Markt haben muss. Ein Beispiel wäre ein Aktienhandel an der Frankfurter Börse. Informationen auf dieser Ebene basieren auf direkten Beobachtungen von Transaktionen, und nicht auf Annahmen, bei denen die identischen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bewertet werden und daher eine höhere Zuverlässigkeit bieten. Allerdings werden relativ wenige Positionen, insbesondere physische Vermögenswerte, tatsächlich auf aktiven Märkten gehandelt. Falls verfügbar, sollte ein notierter Marktpreis auf einem aktiven Markt für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten verwendet werden. Um diese Ebene zu verwenden, muss das Unternehmen Zugang zu einem aktiven Markt für den zu bewertenden Gegenstand haben. In vielen Fällen sind notierte Marktpreise nicht verfügbar. Wenn ein notierter Marktpreis nicht verfügbar ist, sollten die Ersteller eine Schätzung des fairen Wertes unter Verwendung der besten unter den gegebenen Umständen verfügbaren Informationen vornehmen. Die sich daraus ergebende Schätzung des fairen Wertes würde dann in Stufe zwei oder Stufe drei eingestuft werden.

Ebene Zwei

Dies ist eine Bewertung auf der Grundlage von Marktbeobachtungen. Das IASB räumte ein, dass aktive Märkte für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten relativ selten sind und, selbst wenn sie existieren, zu klein sein können, um zuverlässige Informationen zu liefern. Um diesem Mangel an direkten Daten zu begegnen, stellte der Ausschuss eine zweite Ebene von Inputs zur Verfügung, die in drei Situationen angewendet werden können: Die Erste betrifft weniger aktive Märkte für identische Aktiva und Passiva; diese Kategorie wird niedriger eingestuft, weil der Markt möglicherweise keinen belastbaren Wert aufweist. Die Zweite ergibt sich, wenn die eigenen Vermögenswerte und die geschuldeten Verbindlichkeiten den auf einem Markt gehandelten ähnlich, aber nicht identisch sind. In diesem Fall muss das berichterstattende Unternehmen einige Annahmen darüber treffen, wie hoch der Marktwert der berichteten Posten auf einem Markt sein könnte. Die dritte Situation liegt vor, wenn keine aktiven oder weniger aktiven Märkte für ähnliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten existieren, aber einige beobachtbare Marktdaten auf die berichteten Posten ausreichend anwendbar sind, um eine Schätzung der Verkehrswerte zu ermöglichen.

Ebene Drei

Eingaben der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit. Nicht beobachtbare Inputfaktoren werden zur Bewertung des beizulegenden Zeitwerts verwendet, soweit relevante beobachtbare Inputfaktoren nicht verfügbar sind, wodurch Situationen berücksichtigt werden, in denen es für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit am Bewertungsstichtag, wenn überhaupt, nur geringe Marktaktivitäten gibt.

Aufgrund der Art dieser Finanzinstrumente werden alle Marktwerte der unten aufgeführten Posten auf Stufe drei bewertet, mit Ausnahme der marktfähigen Wertpapiere, die auf der Grundlage eines Ansatzes der Stufe zwei bewertet werden.

KLASSIFIKATIONEN UND MARKTWERTE

2022 Buchwert
in T€
2022 Fair Value
in T€
2021 Buchwert
in T€
2021 Fair Value
in T€
Fair Value Sonstiges Ergebnis:
Marktgängige Wertpapiere 1.739 1.739 1.909 1.909
Sonstige Finanzanlagen 3.498 (a) 2.398 (a)
Fair Value in der GuV:
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.246 2.246 1.832 396
Darlehen und Forderungen:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 115.196 115.196 99.834 99.834
Forderungen mit verbundenen Unternehmen 5.719 5.719 3.225 3.225
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 23.309 23.309 32.075 32.075

(a) Sonstige Finanzanlagen sind weitere Beteiligungen. Der Buchwert wird als ungefährer Marktwert angesehen.

FINANZVERBINDLICHKEITEN ZU FORTGEFÜHRTEN BUCHWERTEN

2022 Buchwert
in T€
2022 Fair Value
in T€
2021 Buchwert
in T€
2021 Fair Value
in T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.466 52.466 55.742 55.742
Vertragsverbindlichkeiten 1.934 1.934 2.536 2.536
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 168.029 171.678 148.539 148.848
Leasingverbindlichkeiten 25.975 25.975 29.061 29.061
Sonstige Verbindlichkeiten 41.925 41.925 40.078 40.078
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 2.167 2.167 2.492 2.492
Bankdarlehen (siehe Angabe 21) 30.345 30.345 20.557 20.557

Überziehungskredite, Darlehen und Anleihen werden gemäß dem Discounted-Cashflow-Verfahren bewertet.

KAPITALMANAGEMENT

Die Unternehmenspolitik der NGG besteht darin, eine starke Kapitalbasis aufrechtzuerhalten, um das Vertrauen der Investoren, Gläubiger und des Marktes zu erhalten und die zukünftige Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen. Das Management überwacht die Kapitalrendite sowie die Höhe der Dividenden an die Stammaktionäre.

Die Geschäftsführung ist bestrebt, ein Gleichgewicht zwischen den höheren Renditen, die mit höheren Krediten möglich sind, und den Vorteilen und der Sicherheit, die eine solide Kapitalposition bietet, zu wahren.

NGG überwacht das Kapital anhand eines Verhältnisses von "bereinigter Nettoverschuldung" zu "bereinigtem Eigenkapital". Zu diesem Zweck wird die bereinigte Nettoverschuldung als Gesamtverbindlichkeiten definiert, die sich aus verzinslichen Darlehen, Anleihen und Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverträgen, abzüglich der liquiden Mittel, zusammensetzen. Das bereinigte Eigenkapital umfasst alle Komponenten des Eigenkapitals mit Ausnahme der unter nicht beherrschende Anteile angesammelten Beträge.

Was die interne Politik der Gruppe betrifft, so sollte das Verhältnis innerhalb der Spanne von 25 % bis 60 % liegen. Ende 2022 betrug die Quote 56,88 % (2021: 47,54 %), was innerhalb der oben erwähnten Bandbreite liegt.

RICHTLINIEN FÜR DAS RISIKOMANAGEMENT

Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung für die Einrichtung und Überwachung der Risikomanagement-Richtlinien der Gruppe. Die Risikomanagement-Richtlinien der Gruppe werden festgelegt, um die Risiken, denen die NGG ausgesetzt ist, zu identifizieren und zu analysieren, angemessene Risikolimits und Kontrollen festzulegen und die Risiken und die Einhaltung der Limits zu überwachen. Die Richtlinien und Systeme des Risikomanagements werden regelmäßig überprüft, um Veränderungen der Marktbedingungen und der Aktivitäten der Gruppe widerzuspiegeln. Die NGG ist bestrebt, durch ihre Schulungs- und Managementstandards und -verfahren ein diszipliniertes und konstruktives Kontrollumfeld aufrechtzuerhalten, in dem alle Mitarbeiter ihre Aufgaben und Verpflichtungen verstehen.

KREDITRISIKO

Das Kreditrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlustes für die NGG, wenn ein Kunde oder die Gegenpartei eines Finanzinstruments seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Risiko ergibt sich hauptsächlich aus den Forderungen der NGG gegenüber Kunden und Darlehenssicherheiten.

Der Buchwert der Vermögenswerte stellt das maximale Kreditrisiko dar.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere Forderungen

Das Kreditrisiko, dem die NGG ausgesetzt ist, wird hauptsächlich durch die individuellen Eigenschaften jedes Kunden beeinflusst. Die Geschäftsleitung berücksichtigt jedoch auch die Faktoren, die das Kreditrisiko ihres Kundenstamms beeinflussen können, einschließlich des Ausfallrisikos der Branche und des Landes, in dem die Kunden tätig sind.

Die NGG hat eine Kreditrichtlinie festgelegt, nach der jeder neue Kunde individuell auf seine Kreditwürdigkeit analysiert wird, bevor die Standard-Zahlungs- und Lieferbedingungen der Gruppe angeboten werden. Die Prüfung umfasst externe Ratings, sofern diese verfügbar sind, und in einigen Fällen auch Bankreferenzen. Für jeden Kunden werden Kreditlinien festgelegt und vierteljährlich überprüft. Alle Verkäufe, die diese Limits überschreiten, bedürfen der Genehmigung des Geschäftsführers oder eines leitenden Angestellten.

Die NGG beobachtet das wirtschaftliche Umfeld in der Eurozone genau und ergreift Maßnahmen, um ihr Risiko gegenüber Kunden in Ländern mit besonderer wirtschaftlicher Volatilität zu begrenzen. Waren werden nach Möglichkeit unter Eigentumsvorbehaltsklausel verkauft, sodass im Falle einer unterlassenen Zahlung, der NGG eine gesicherte Forderung zusteht.

Bei Vorliegen entsprechender Hinweise werden Einzelwertberichtigungen gebildet, welche die geschätzten Verluste aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere Forderungen abbilden. Darüber hinaus werden Forderungen durch Kreditversicherungen abgesichert. Im Falle einer gerichtlichen Entscheidung, über die Zahlungsunfähigkeit des Kunden, werden die Forderungen abgeschrieben.

Die Bruttoforderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Regionen zum Stichtag waren:

2022
in T€
2021
in T€
Deutschland 19.129 17.939
Europa (ohne Deutschland) 100.445 85.997
Asien/Pazifik 249 334
Afrika 759 471
Amerika 1.445 1.044
Bilanz zum 31. Dezember 122.027 105.785

Die NGG wendet das vereinfachte Modell von IFRS 9 zur Verbuchung der lebenslang betrachteten Kreditverluste für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an, da diese Posten keine bedeutende Finanzierungskomponente haben.

Bei der Messung der erwarteten Kreditverluste wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf einer kollektiven Basis bewertet, da sie gemeinsame Kreditrisikomerkmale aufweisen. Sie wurden auf der Grundlage der überfälligen Tage und auch nach dem geografischen Standort der Kunden gruppiert.

Die erwarteten Verlustraten basieren auf dem Zahlungsprofil für Verkäufe in den letzten 24 Monaten vor dem 31. Dezember 2022 bzw. dem 1. Januar sowie auf den entsprechenden historischen Kreditverlusten während dieses Zeitraums. Die historischen Raten werden grundsätzlich angepasst, um aktuelle und zukunftsgerichtete makroökonomische Faktoren widerzuspiegeln, die sich auf die Fähigkeit des Kunden auswirken, den ausstehenden Betrag zu begleichen. Die NGG hat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und die Arbeitslosenraten der Länder, in denen die Kunden ansässig sind, als die relevantesten Faktoren identifiziert und passt die historischen Verlustraten entsprechend den erwarteten Veränderungen dieser Faktoren an. Angesichts des kurzen Zeitraums, in dem das Kreditrisiko besteht, wurden die Auswirkungen dieser makroökonomischen Faktoren innerhalb des Berichtszeitraums jedoch nicht als signifikant angesehen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden abgeschrieben (d.h. ausgebucht), wenn keine vernünftige Erwartung einer Eintreibung besteht. Das Versäumnis, Zahlungen innerhalb von 180 Tagen nach Rechnungsdatum zu leisten, und das Versäumnis, sich mit der NGG u.a. über alternative Zahlungsmodalitäten zu einigen, gelten als Anzeichen dafür, dass keine vernünftige Erwartung einer Eintreibung besteht.

Auf der obigen Grundlage wurde der erwartete Kreditverlust für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2022 und 1. Januar 2022 wie folgt bestimmt:

31. Dezember 2022 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Tage überfällig
Aktuell 1-30 Tage Mehr als 30 Tage Mehr als 90 Tage Mehr als 360 Tage Gesamt
Erwartete Kreditausfallrate 0,0 % 0,9 % 0,9 % 6,4 % 10,0 % 0,7 %
Bruttobuchwert 87.287 16.607 9.710 4.752 3.671 122.027
Einzelwertberichtigung -522 -321 -1.997 -918 -2.166 -5.924
Erwartete Kreditverluste auf 0 -149 -87 -304 -367 -907
Lebenszeit
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 86.765 16.137 7.626 3.530 1.138 115.196
01. Januar 2022 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Tage überfällig
Aktuell 1-30 Tage Mehr als 30 Tage Mehr als 90 Tage Mehr als 360 Tage Gesamt
Erwartete Kreditausfallrate 0,0 % 0,9 % 0,9 % 6,4 % 10,0 % 1,1 %
Bruttobuchwert 80.336 11.474 6.704 3.450 3.821 105.785
Einzelwertberichtigung -305 -50 -1.294 -1.280 -2.256 -5.185
Erwartete Kreditverluste auf Lebenszeit 0 -103 -60 -221 -382 -766
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 80.031 11.321 5.350 1.949 1.183 99.834

Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen während des Jahres war wie folgt:

2022
in T€
2021
in T€
Stand am 1. Januar 5.951 6.673
aus Akquisitionen - 5
neu identifizierte Risiken 2.733 1.647
in Anspruch genommene Wertberichtigungen -746 -939
Auflösung -1.107 -1.435
Bilanz zum 31. Dezember 6.831 5.951

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, die weder wertgemindert noch fällig waren, beliefen sich am Ende des Berichtszeitraums auf 86.765 T€ (2021 80.031 T€). Keine dieser Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen ist in der hohen Risikokategorie enthalten. Aufgrund der Überwachung des Kreditrisikos durch die NGG, glauben wir, dass für die nicht überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Wertberichtigung erforderlich ist.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko von Problemen bei der Bedienung der finanziellen Verbindlichkeiten, die durch die Bereitstellung von Bargeld oder anderen finanziellen Vermögenswerten beglichen werden. Der Ansatz der Gruppe bei dem Management der Liquidität besteht darin, so weit wie möglich sicherzustellen, dass sie sowohl unter normalen als auch unter gestressten Bedingungen über genügend Liquidität verfügt, um ihren Verbindlichkeiten bei Fälligkeit nachzukommen, ohne inakzeptable Verluste zu erleiden oder eine Schädigung des Ansehens der NGG zu riskieren.

Nachstehend sind die verbleibenden Verbindlichkeiten nach Fälligkeit zum Bilanzstichtag aufgeführt. Die Beträge sind brutto, nicht diskontiert, ohne Berücksichtigung von Zinszahlungen und schließen die Auswirkungen von Saldierungsvereinbarungen aus.

Verbindlichkeiten zu Buchwerten

2022 2021
< 1 Jahr
in T€
1-5 Jahre
in T€
< 1 Jahr
in T€
1-5 Jahre
in T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.466 - 55.742 -
Vertragsverbindlichkeiten 1.934 - 2.536 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 64.929 103.100 82.100 66.439
Leasingverbindlichkeit 5.831 20.144 6.111 22.950
Sonstige Verbindlichkeiten 41.925 - 40.078 -
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 2.167 - 2.492 -
Bankdarlehen (siehe Angabe 21) 30.119 226 19.853 704

Nicht genutzte Kreditlinien bei Finanzinstituten zum Bilanzstichtag:

Maximale Grenze
in T€
In Anspruch genommen
in T€
Gesamt 42.000 28.326

ZINSÄNDERUNGSRISIKO

Das Zinsrisiko ist das Risiko, dass sich durch Änderungen der Zinssätze auf den Ertrag der NGG oder den Wert von Finanzinstrumenten auswirkt. Ziel des Zinsmanagements ist es, die Finanzierungsstruktur zu optimieren und einen möglichst niedrigen Zinssatz zu erreichen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die NGG Kredite mit festen Zinssätzen abgeschlossen.

Die NGG verbucht keine festverzinslichen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und benutzt keine Derivate als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Fair-Value-Hedge-Accounting-Modells. Daher würde sich eine Änderung der Zinssätze am Berichtsdatum nicht auf den Gewinn oder Verlust auswirken.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten, sonstige Forderungen, sonstige Anlagen und sonstige Verbindlichkeiten enthalten keine Zinssätze und haben daher kein Zinsänderungsrisiko.

Die Gruppe erwartet kein wesentliches Zinsänderungsrisiko aus marktgängigen Wertpapieren, anderen Finanzanlagen oder liquiden Mitteln.

WÄHRUNGSRISIKO

Die NGG ist insofern einem Währungsrisiko ausgesetzt, als es eine Diskrepanz zwischen der Konzernwährung Euro, in denen Verkäufe, Einkäufe und Kreditaufnahmen dominieren, und den jeweiligen funktionalen Währungen der Gruppengesellschaften gibt. Die funktionale Währung von einigen kleineren Gesellschaften sind Schweizer Franken, Pfund Sterling, Polnische Zloty, Ungarischer Forint und Schwedische Kronen.

In Bezug auf andere monetäre Aktiva und Passiva, die auf Fremdwährungen lauten, besteht die Unternehmenspolitik darin, sicherzustellen, dass ihr Nettorisiko auf einem akzeptablen Niveau gehalten wird, indem sie, wenn nötig, Fremdwährungen zu Kassakursen kauft oder verkauft, um kurzfristige Ungleichgewichte auszugleichen.

2022 CHF
in T€
GBP
in T€
PLN
in T€
SEK
in T€
HUF
in T€
Verbindlichkeiten aus L+L und Sonstige -699 32.828 17.137 -319 295
Einkäufe 7.363 7.395 17.106 263 3.184
2021 CHF
in T€
GBP
in T€
PLN
in T€
SEK
in T€
HUF
in T€
Verbindlichkeiten aus L+L und Sonstige 201 32.725 11.402 4.453 557
Einkäufe 6.934 6.015 12.565 188 2.113

SENSITIVITÄTSANALYSE FÜR WÄHRUNGSRISIKEN

Folgende wesentliche Wechselkurse, wurden während des Jahres eingesetzt:

Durchschnittskurs Stichtagskurs
2022 2021 2022 2021
GBP 1,173 1,163 1,128 1,190
CHF 0,995 0,925 1,016 0,968
PLN 0,213 0,219 0,214 0,219
SEK 0,094 0,099 0,090 0,098
HUF 0,003 0,003 0,002 0,003

SENSITIVITÄTSANALYSE

Eine Wechselkursbewegung des Euro, wie unten angegeben, gegenüber GBP, CHF, PLN, HUF und SEK zum 31. Dezember hätte das Eigenkapital und die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) um die unten angegebenen Beträge erhöht/(verringert). Diese Analyse basiert auf Wechselkursschwankungen, die die NGG zum Bilanzstichtag für vernünftigerweise möglich hielt. Die Analyse geht davon aus, dass alle anderen Variablen, insbesondere die Zinssätze, konstant bleiben und ignoriert daher jegliche Auswirkungen von prognostizierten Verkäufen und Käufen (c.p.). Die Analyse wird auf derselben Grundlage für 2022 durchgeführt, obwohl die vernünftigerweise möglichen Wechselkursschwankungen, wie unten angegeben, unterschiedlich waren.

Effekt bei Stärkung Effekt bei Schwächung
Eigenkapital
in T€
GuV
in T€
Eigenkapital
in T€
GuV
in T€
31. Dezember 2022
GBP (10 Prozent Bewegung) 993 4.022 -993 -4.022
CHF (10 Prozent Bewegung) 298 666 -298 -666
PLN (10 Prozent Bewegung) -43 3.424 43 -3.424
SEK (10 Prozent Bewegung) 1.078 6 -1.078 6
HUF (10 Prozent Bewegung) 268 348 -268 -348
Effekt bei Stärkung Effekt bei Schwächung
Eigenkapital
in T€
GuV
in T€
Eigenkapital
in T€
GuV
in T€
31. Dezember 2021 in T€ in T€ in T€ in T€
GBP (10 Prozent Bewegung) 1.896 3.874 -1.896 -3.874
CHF (10 Prozent Bewegung) 60 714 -60 -714
PLN (10 Prozent Bewegung) 56 2.397 -56 -2.397
SEK (10 Prozent Bewegung) 2.161 464 -2.161 -464
HUF (10 Prozent Bewegung) 171 267 -171 -267

27. Verpflichtungen

ZAHLUNGSVERPFLICHTUNGEN

Während des Geschäftsjahres, das am 31. Dezember 2022 endete, schloss die NGG Verträge zum Kauf von Sachanlagen für 2.646 T€ (2021: 1.740 T€) ab. Es wird erwartet, dass diese Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr beglichen werden.

28. Nahestehende Unternehmen und Personen

Die NGG betreibt täglich Handel mit anderen Tochtergesellschaften, die nicht konsolidiert werden.

Während des Jahres fanden die folgenden Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen statt.

2022
in T€
2021
in T€
Verkauf von Waren mit nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 15.699 11.443
Verkauf von Waren mit nicht assoziierten Unternehmen - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere Forderungen mit nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 5.719 2.965
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere Forderungen mit assoziierten Unternehmen - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und andere Verbindlichkeiten mit nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 668 6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und andere Verbindlichkeiten mit assoziierten Unternehmen - -
Zinsen mit nicht konsolidierten Tochtergesellschaften 57 33
Zinsen mit assoziierten Unternehmen - -

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu Bedingungen durchgeführt, die den marktüblichen Konditionen entsprechen. Transaktionen werden nur getätigt, wenn solche Bedingungen nachgewiesen werden können.

Die NGG zahlte 2022 316.738 € (2021: 295.473 €) an die Sanwa Holdings Corporation für Darlehensgarantien.

29. Bezüge der Geschäftsführer

2022
in T€
2021
in T€
Bezüge der Geschäftsführer 1.484 1.950
Unternehmensbeiträge zu leistungsorientierten Pensionsplänen 456 430
2022 2021
Anzahl der Geschäftsführer 6 7
Ruhestandsleistungen stehen der folgenden Anzahl von Geschäftsführern zu: 2 2

30. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Der Angriff russischer Truppen auf die Ukraine geht unvermindert weiter. Es ist nicht abzusehen, wie lange die eingeleiteten Sanktionen der westlichen Welt auf Russland anhalten oder weiter verschärft werden. Somit können die jetzt bereits sichtbaren Preiserhöhung auf Rohstoffe und Energie nicht weiter vorausgesagt werden. Damit ist es auch nicht möglich, die vollen Auswirkungen auf unser Geschäft vorherzusagen.

31. Genehmigung des Abschlusses

Der Abschluss wurde am 17. Mai 2023 von der Geschäftsführung genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben

 

Isselburg, den 17. Mai 2023

Die Geschäftsführung

Yasushi Takayama

Rainer Schackmann

Hiroyuki Yamazaki

Thomas Hage

Toshiaki Doba

Kazuta Tanaka

Hiroatsu Fujisawa (abberufen zum 01. April 2022)

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Gegenstand des Novoferm Konzerns ist die Produktion und der Vertrieb von Stahltüren, -zargen, Garagentoren und Antrieben, Industrietoren und Verladetechnik für den privaten, gewerblichen und industriellen Einsatz. Der Novoferm Konzern gehört in den genannten Produktbereichen zu den größten Anbietern in Europa.

Seine Produktionsstandorte befinden sich über ganz Europa verteilt. Vertriebsgesellschaften übernehmen den Vertrieb der produzierten Produkte in den Ländern, wo kein Produktionsstandort ansässig ist. Insgesamt sind mehr als 30 Gesellschaften für Produktion und Vertrieb aktiv.

Die Vertriebsgebiete sind neben dem Kerngebiet Deutschland vor allem das europäische Ausland, aber auch in geringerem Umfang Afrika, der Nahe Osten und Südamerika. Vertriebswege sind im Wesentlichen das Händler-, Industrie- und Projektgeschäft.

Alleinige Gesellschafterin des Novoferm Konzerns ist die Sanwa Holdings Corporation, ein weltweit agierender, börsennotierter japanische Konzern.

1.2 Forschung und Entwicklung

Der nicht aktivierungsfähige Aufwand für Forschung und Entwicklung lag 2022 bei T€ 5.375. Darüber hinaus sind T€ 404 als selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte aktiviert worden. Schwerpunkte liegen in der Entwicklung und Einführung eines neuen Schiebetores, einer neuen Antriebsgeneration sowie Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die geschäftliche Lage des Novoferm Konzerns ist maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung der Baubranche in Deutschland und Europa beeinflusst. Generell unterscheidet der Novoferm Konzern fünf große Kernmärkte: Deutschland, Frankreich, Niederlande, Großbritannien und Italien, in der die drei großen Produktbereiche Türen und Zargen, Garagentore sowie Industrieprodukte veräußert werden.

Im Jahr 2022 steigt das Bruttoinlandsprodukt in Europa weiter deutlich an, nachdem es im Vorjahr bereits als Reaktion auf die Pandemiefolgen kräftig angestiegen ist. Allerdings ist durch den Ukraine-Krieg und den damit verbundenen Unwägbarkeiten in der Energieversorgung die Inflation im Euroraum deutlich angestiegen. Während im letzten Jahr der Arbeitsmarkt sich von dieser Entwicklung weitgehend unberührt zeigte, ist die Arbeitslosenquote 2022 deutlich zurück gegangen. Ähnlich der Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes ist auch die Entwicklung in der europäischen Bauwirtschaft. Nach einem starken Anstieg im Jahr 2021 wächst die Bauwirtschaft weiterhin, wobei die Situation in einzelnen Ländern sehr unterschiedlich sein kann. Durch die stark angeheizte Inflation ist die Europäische Zentralbank nach einer sehr langen Niedrigzinsphase dazu gezwungen, die Zinsen deutlich und in mehreren Zinsschritten anzuheben. Das sorgt für erhebliche Unsicherheit in der Bauwirtschaft. Die Entwicklung wird für die wichtigen Märkte im Folgenden dargestellt:

Deutschland: Das Bruttoinlandsprodukt ist um 1,5 % gestiegen, die Arbeitslosenquote ist auf 5,3 % (2021 5,8 %) deutlich gefallen. Die Bauindustrie in Deutschland dagegen stagniert bzw. fällt leicht wie im Vorjahr. Der private Wohnungsbau ist 2022 voraussichtlich um 0,5 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der private Renovierungsmarkt dagegen stagniert. Der industrielle Sektor ist 2022 dagegen weiter rückläufig und fällt um weitere 2,0 %. Der industrielle Renovierungsmarkt fällt ebenfalls voraussichtlich um ca. 1,5 %.

Frankreich: Das Bruttoinlandsprodukt ist voraussichtlich um ca. 2,7 % gewachsen, die Arbeitslosenquote ist dagegen deutlich auf 7,4 % (2021 8,2 %) gesunken. Der private Wohnungsbau ist 2022 mit ca. 0,6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der private Renovierungsmarkt ist voraussichtlich deutlich um 3,9 % gestiegen. Der industrielle Sektor ist im Neubau deutlich um 7,8 % gestiegen, der industrielle Renovierungsmarkt dagegen weniger deutlich um 2,0 % gestiegen.

Niederlande: Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2022 um 4,6 % nach 3,9 % im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,4 % und damit einer der niedrigsten Quoten in Europa. Der private Wohnungsbau in den Niederlanden wächst nach dem starken Anstieg 2021 um weitere 4,0 %. Der industrielle Sektor steigt ähnlich wie der private Wohnungsbau, nach deutlichem Wachstum in 2021, um weitere 4,3 %. Ähnlich stark wächst der Renovierungsmarkt.

Großbritannien: Das Bruttoinlandsprodukt ist nach dem starken Wachstum von 7,5 % 2021 um weitere 4,4 % gestiegen, die Arbeitslosenquote ist deutlich von 4,5 % auf 3,8 % gefallen. Der private Wohnungsbau kann nach dem äußerst starken Wachstum 2021 um weitere 7,0 % zulegen. Der Renovierungsmarkt ist dagegen lediglich um 0,8 % gestiegen. Der industrielle Sektor in Großbritannien ist um 4,8 % gestiegen, der Renovierungsmarkt etwas schwächer mit 2,0 %.

Italien: Das Bruttoinlandsprodukt 2022 ist mit 3,3 % weniger stark gestiegen als 2021 (6,7 %), die Arbeitslosenquote fällt dagegen auf 8,2 % nach 9,7 % im Jahr 2021. Der gesamte private Wohnungsbau ist nach dem starken Wachstum im Jahr 2021 voraussichtlich um weitere 4,2 % gestiegen. Der gesamte industrielle Sektor steigt dagegen nur um ca. 1,3 %.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022 war, vom Ukraine-Krieg ausgehend, geprägt durch eine europaweit hohe Inflation, wie sie seit vielen Jahren nicht mehr beobachtet wurde. Die sehr hohen Preissteigerungen im Bereich Energie und des Vormaterials mussten möglichst schnell an den Markt weitergegeben werden, um den Rückgang beim Ergebnis zu begrenzen. Vor diesem Hintergrund war der Geschäftsverlauf des Novoferm Konzerns und der oben zu Grunde gelegten Entwicklungen der einzelnen Märkte zufriedenstellend. In Summe wurde die ambitionierte Umsatzplanung für 2022 übertroffen. Gegenüber dem Vorjahr ist der Umsatz ebenfalls, von 658 Mio. € auf 761 Mio € gewachsen. Diese Überschreitung ist zum einen durch die höher erzielten Preise als auch durch einen Abbau des sehr hohen Auftragsbestandes erreicht worden. Dagegen ist die Entwicklung des Auftragseingangs weniger erfreulich. Immerhin konnten die Plan- als auch die Vorjahreszahlen erreicht werden.

In dem größten Markt, Deutschland, ist der Umsatz 2022 gegenüber dem Plan besonders stark gestiegen. Auch im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz stark gewachsen. Der Auftragseingang dagegen liegt in etwa auf Planniveau. Gegenüber dem Vorjahr ist der Auftragseingang solide gewachsen. Vor allem im letzten Quartal ist der Auftragseingang zu den Vorquartalen abgefallen. Durch die hohe Inflation sind zum einen die Baukosten stark gestiegen, aber auch die Finanzierung von Bauvorhaben ist durch die mehrfache Erhöhung der Zinsen durch die EZB deutlich teurer geworden. Das hat zu Verunsicherung und Zurückhaltung bei der Entwicklung neuer Bauvorhaben geführt. Einen ähnlichen Verlauf haben auch die anderen Gesellschaften genommen, wobei die französischen Gesellschaften am Jahresende ein deutliches Wachstum im Auftragseingang gegenüber Plan und Vorjahr verzeichnen konnten.

Der Umsatz für das Produktsegment Türen hat für 2022 den ambitionierten Plan erreicht, gegenüber dem Vorjahr ist das Segment kräftig um 8 % gewachsen. Diese Steigerung beruht auf dem gestiegenen Projektgeschäft. Vor allem die Entwicklung in Italien, Spanien und Frankreich war sowohl im Ist als auch Plan überdurchschnittlich. Nachdem der Garagentorbereich im letzten Jahr besonders stark zulegen konnte, wurde dieses Niveau im Jahr 2022 nahezu konstant gehalten. Auf Grund der Marktentwicklung wurde der ambitionierte Plan jedoch merklich verfehlt. Die Entwicklung der Industrieproduktsparte verlief sehr positiv. Selbst unter Herausrechnung des Volljahreseffekt der Übernahme der französischen Manuregion übertraf der Umsatz das Vorjahr und auch den ambitionierten Plan sehr deutlich um 22 %.

2.3 Ertragslage

Die wichtigsten Kennzahlen - bzw. wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren -sind der Konzernumsatz und das konsolidierte operative Ergebnis, welches dem Betriebsgewinn in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht. Im Geschäftsjahr 2022 erzielte der Novoferm Konzern einen Konzernumsatz von 761 Mio €, im Vergleich zu 658 Mio € im Vorjahr, sowie operatives Ergebnis bzw. Betriebsgewinn in Höhe von 25,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr von 29,7 Mio. €. Dieser deutliche Rückgang im Ergebnis hat seine Ursache im Einmarsch russischer Verbände in die Ukraine. Die Unsicherheit an den Märkten und die schnell eingeführten Sanktionen gegen Russland als Hauptlieferant von Energieträgern vor allem für Deutschland hat die Novoferm Gruppe vor große Herausforderungen gestellt. In nahezu allen Kostenbereichen sind die Preise drastisch angestiegen. Dabei handelte es sich nicht um eine einmalige Erhöhung der Preise, sondern diese wurden mehrfach erhöht. Eine seit langem nicht gesehene Inflation zeigte sich in ganz Europa. Diese enormen Preiserhöhungen konnte die Novoferm Gruppe nur mit Verzögerung und nicht immer in vollem Umfang an den Markt weitergeben. Die negativen Einflüsse auf das Ergebnis wurden zu großen Teilen durch den deutlichen Anstieg des Umsatzes ausgeglichen. Trotz des stark gestiegenen Umsatzes sind die Herstellkosten überproportional zum Umsatz gestiegen.

Die Verwaltungs- und Vertriebskosten sind unterproportional zum Umsatz gestiegen, obwohl die Fracht- und Transportkosten deutlich gestiegen sind.

Die Mitarbeiterzahlen sind zum Stichtag 31.12.2022 von 3.216 auf 3.248 leicht angewachsen. Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand stieg von 3.189 auf 3.234. Die Steigerungen stehen direkt mit der Umsatzausweitung in Verbindung.

Unter Berücksichtigung des Zinsergebnisses und der Ertragsteuern ergibt sich ein Konzernergebnis nach Steuern von 16,8 Mio. €. Davon entfallen 1,4 Mio. € auf nicht beherrschende Anteile. Der auf den Gesellschafter entfallende Gewinn liegt mit 15,4 Mio. € deutlich unter dem Vorjahr.

2.4 Finanzlage

Die Finanzierung des Novoferm Konzerns erfolgt über das Konzerneigenkapital, Bankdarlehen und über Darlehen der alleinigen Gesellschafterin. Zudem bestehen zugesagte Kreditlinien von 42 Mio. €, die zum Stichtag zu 28,3 Mio. € in Anspruch genommen wurden. Die einzelnen Konzerngesellschaften werden über Konzern-Clearing-Konten und in seltenen Fällen über Lieferantenkredite innerhalb des Novoferm Konzerns finanziert. Das Eigenkapital und die Darlehen decken 74 % der Konzern-Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2022 betrug 45 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum 31.12.2022 30,3 Mio. €.

Im Vorjahresvergleich ist die Darlehenssumme insgesamt um rund 29 Mio. Euro gestiegen. Hauptgrund ist der Anstieg des Working Capital durch die Ausweitung des Umsatzes und die gestiegenen Vormaterialpreise. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 1 bis 2 Jahre, die der Darlehen mit verbundenen Unternehmen beträgt zwischen 1 und 3 Jahren.

2022 wurde ein negativer Cashflow, definiert als die Veränderung des Bestands an Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten, von 8,6 Mio. € erzielt. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit liegt bei - 3,4 Mio. € und damit rund 4,9 Mio. € unter dem Vorjahresvergleichswert, was insbesondere auf die Erhöhung der Forderungen und Vorräte zurückzuführen ist.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr zwar um 13,5 Mio. € besser, beträgt aber - 26,6 Mio. €. Diese Verbesserung beruht im Wesentlichen auf dem geringeren Volumen von Akquisitionen. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte liegen knapp 3 Mio. € über dem Vorjahr.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist mit 21,3 Mio. € positiv ausgefallen. Dieser Aufbau diente zusätzlich zu dem Abbau der Barmittelbestände zur Finanzierung des gestiegenen Working Capital.

Im Ergebnis wurde durch das Finanzmanagement des Novoferm Konzerns die Fähigkeit der europäischen Konzerngesellschaften und damit des Novoferm Konzerns insgesamt zur Erfüllung aller jeweiligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit gewährleistet.

2.5 Vermögenslage

Die Konzern-Bilanzsumme betrug zum 31.12.2022 684,3 Mio. € gegenüber der Bilanzsumme von 645,9 Mio. € im Vorjahr. Die Steigerung auf der Aktivseite ist ausschließlich auf das Umlaufvermögen zurückzuführen. Hier stiegen die Forderungspositionen und Vorräte deutlich. Fallende Guthaben bei Kreditinstituten konnten diesen Effekt nicht vollständig ausgleichen. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich gestiegen, das Eigenkapital ist im Rahmen des Jahresüberschusses gestiegen. Gegenläufig war der Rückgang der Pensionsrückstellung.

Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögensgegenstände sind 2022 mit einem Rückgang von 0,5 Mio. Euro nahezu unverändert geblieben. Tendenziell wurden bei den immateriellen Vermögensgegenständen auf Grund der Digitalisierung mehr investiert als abgeschrieben wurde.

Das Umlaufvermögen des Konzerns betrug zum 31.12.2022 310,2 Mio. € (im Vorjahr 270,4 Mio. €). Diese Veränderung ist durch die Erhöhung der Forderungen und der Vorräte zu erklären. Die Verringerung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten von 32,1 Mio. € auf 23,3 Mio. € 2022 wirkten dem entgegen.

Auf der Passivseite der Bilanz sind die langfristigen Verbindlichkeiten deutlich um rund 24 Mio. € gestiegen. Hauptgrund ist die Erneuerung von bestehenden Darlehen gegenüber der Konzernmutter. Dagegen sind die Pensionsrückstellungen u.a. durch die Zinsentwicklung um rund 9 Mio. Euro gefallen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind dagegen um ca. 6 Mio. € gefallen. Diese Verringerung resultiert zum einen aus der oben erwähnten Verlängerung der Darlehen gegenüber der Konzernmutter. Zum anderen wurden aber auch ein Konzern-Darlehen und Darlehen gegenüber Kreditinstituten von zusammen ca. 30 Mio. € aufgenommen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Seit dem Einmarsch russischer Verbände in die Ukraine ist die Inflation bedingt durch die verhängten Sanktionen gegenüber Russland extrem gestiegen, bedingt durch eine hohe Abhängigkeit im Energiesektor gegenüber Russland. Ausgehend von der Verknappung von Energieträgern wie Öl und Gas sind die Preise dafür sehr stark gestiegen. Diese Steigerungen mussten in sehr vielen Branchen an den Kunden weitergegeben werden, was zu einer flächendeckenden Preissteigerung für verschiedenste Produkte und Vormaterialien führte. Nachgelagert werden die Tarifabschlüsse in Anlehnung an die hohe Inflation deutlich höher ausfallen als in den letzten Jahren üblich. Dieses führt in der kommenden Zeit zu einem weiteren Inflationsdruck auf der Beschaffungsseite. Hinzu kommt, dass die EZB die gestiegene Inflation nach langer Zeit der Null-Zins-Strategie mit schnell steigenden Zinsschritten begegnen muss. Dieses führt gerade im Baugewerbe neben den gestiegenen Baukosten zu einer deutlichen Verteuerung der Finanzierung von Bauvorhaben. Die Rentabilität von Bauvorhaben nimmt stark ab.

Gemäß EUROCONSTRUCT vom November 2022 sollen 2023 die Volkswirtschaften in Europa kaum wachsen. Das Bruttoinlandsprodukt in der EU soll um 0,5 % steigen, nach 3,3 % im Jahr 2022. Die EZB wird voraussichtlich im Jahr 2023 weiter die Zinsen anheben, da die Inflation sich nach wie vor auf hohem Niveau bewegt. Nach der Pandemie ist trotz des Ukraine-Krieges die die Arbeitslosenquote der 27 EU-Mitgliedstaaten 2022 deutlich von 7,0 % auf 6,2 % gesunken. Für 2023 wird nun ein leichter Anstieg auf 6,5 % erwartet.

Es ist eindeutig, dass die Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr 2023 nicht gut sind. Es ist aber sehr schwer einzuschätzen, wie weit die oben beschriebene Situation auf die wirtschaftliche Entwicklung schlägt und ob es weitere Eskalationen im laufenden Krieg gibt und zu Blockbildung z.B. zwischen Russland und China zu Europa und den USA führt. Der weiterhin hohe Auftragsbestand der Novoferm Gruppe wird zum Teil helfen, die negativen Einflüsse zu kompensieren.

Für den privaten Sektor wird für das Jahr 2023 ein Rückgang erwartet. Für den Neubau wird nach einem Wachstum von 2,6 % im Jahr 2022 ein Rückgang von 2,0 % erwartet. Für den privaten Renovierungsmarkt wird von einem leichten Rückgang von 0,7 % ausgegangen, nachdem dieser im letzten Jahr um 6,1 % gestiegen ist. Die Wachstumsraten sind regional zum Teil sehr unterschiedlich. Für die osteuropäischen und skandinavischen Märkte sind zum Teil deutliche Rückgänge erwartet, während Frankreich, Deutschland und Niederlande leichte Zuwächse erwarten können.

Für das Jahr 2023 wird für den industriellen Sektor nur eine moderate Verbesserung von 0,7 % nach 1,9 % zum Vorjahr erwartet. Während für den Neubaumarkt kein Wachstum vorausgesagt wird (Vorjahr 2,6 %), soll der Renovierungsmarkt um moderate 1,6 % wachsen. Große regionale Schwankungen werden nicht gesehen. Während in Italien und Frankreich ein überdurchschnittliches Wachstum von 3,6 % bzw. 2,2 % erwartet wird, werden für Deutschland und die Niederlande lediglich ein Wachstum von 0,4 % bzw. 0,9 % erwartet.

Für 2023 rechnen wir mit unveränderten Stahlpreisen, nachdem vor allem in 2021 die Preise außerordentlich gestiegen sind. Die sonstigen Materialkosten werden unserer Meinung nach im Rahmen der Inflationsrate merklich steigen. Löhne und Gehälter werden voraussichtlich bis zu 6 % steigen. Die Mitarbeiterzahl soll unverändert bleiben.

Den Aufwand für Forschung und Entwicklung für 2023 erwarten wir auf einem ähnlichen Niveau wie 2022.

Nach dem soliden Wachstum im Auftragseingang 2022 erwarten wir ein ähnliches Wachstum für 2023. Der Konzern-Umsatz soll nach dem starken Wachstum im Jahr 2022 leicht über dem des Berichtsjahres liegen und ähnlich solide wie der Auftragseingang wachsen. Der Auftragsbestand sollte in etwa auf dem Niveau von Ende 2022 verbleiben.

Das operative Ergebnis erwarten wir deutlich höher als im Vorjahr. Auf der einen Seite rechnen wir, wie bereits erwähnt, mit höheren Fixkosten. Auf der anderen Seite basiert das Umsatzwachstum zum großen Teil auf der Ganzjahreswirkung erhöhter Verkaufspreise aus 2022 und weiterer Preissteigerungen 2023. Daher gehen wir 2023 von einem Anstieg des Betriebsgewinnes aus.

Nachdem 2022 bereits ein starker Anstieg der Investitionen zu verzeichnen war, soll die Investitionstätigkeit 2023 nochmals deutlich verstärkt werden. Das gestiegene Investitionsvolumen bezieht sich zum größten Teil auf Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen und Investitionen zur Produktivitätssteigerung. Dazu gehören auch größere Investitionen in die IT-Infrastruktur zur Digitalisierung und Automatisierung, um mit der allgemeinen Entwicklung Schritt zu halten.

Für das Jahr 2023 erwarten wir eine merkliche Verringerung des Umlaufvermögens. Aufgrund des geplanten gesteigerten Umsatzes erwarten wir im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lediglich einen geringeren Rückgang. Vor allem im Bereich Vorräte erwarten wir eine deutliche Reduzierung. Diese sind bis zum 3. Quartal 2022 stark gestiegen, um die Lieferfähigkeit für viele Projekte zu sichern. Seitdem baut sich der Bestand u.a. durch Produktionskapazitätserweiterungen kontinuierlich ab.

Hinsichtlich der Liquiditätsentwicklung erwarten wir nach dem Rückgang im Jahr 2022 leicht höhere Zahlungsmittelbestände und Zahlungsmitteläquivalente.

3.2 Chancen- und Risikobericht

Zur Risikoverfolgung sowie zur Steuerung entsprechender Gegenmaßnahmen ist im Novoferm Konzern ein Management Reportingsystem installiert. Die Verantwortlichkeit für das Risikomanagement liegt bei der Geschäftsführung. Die Koordination und Überwachung der Risikomanagementaktivitäten werden durch den Verantwortlichen im Bereich Finanz- und Rechnungswesen wahrgenommen.

3.2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen und Risiken

Wie bereits erwähnt ist das derzeitige geopolitische Umfeld mit großen Unsicherheiten verbunden. Auch wenn die akute Energiekrise z.B. durch den Aufbau alternativer Anbieter und die Verlängerung der Laufzeiten von Kraftwerken abgewendet wurde, so hat dieses lediglich erst einmal zum Stoppen der negativen Einflüsse und zu leichten Verringerungen der Inflation gesorgt. Wie weit sich die verschiedenen Wirtschaftszweige erholen, ist noch offen.

Wesentlich für den Novoferm Konzern sind positive wie negative Entwicklungen der Konjunktur der Bauwirtschaft. Diese ist mittelfristig auf eine gute allgemeine wirtschaftliche Situation mit möglichst geringer Arbeitslosenquote angewiesen. Durch die Erhöhung der Energie- und Roh Stoffpreise sind bereits viele Vormaterialen deutlich im Preis gestiegen. Das kann dafür sorgen das Bauprojekte verschoben oder unwirtschaftlich und damit abgesagt werden. Die EZB musste bereits die Zinsen in mehreren Schritten deutlich erhöhen, um der hohen Inflation zu begegnen. Weitere größere Zinserhöhungen könnten folgen, wenn die Inflation nicht weiter abnimmt. Die Finanzierung von Bauvorhaben kann sich weiter verteuern und die Nachfrage deutlich verringern.

Dem gegenüber besteht allerdings die, wenn auch geringe Möglichkeit, dass der Ukraine-Konflikt durch die massive Unterstützung seitens Europas und den USA für die Ukraine zu einer Patt-Situation führt, in der beide Seiten zu einer diplomatischen Lösung gezwungen werden. Zudem könnte die EZB basierend auf stark fallende Energiepreise ihr Inflationsziel schneller erreichen und die derzeit straffe Geldpolitik lösen. Auch die Staaten könnten durch aufgesetzte Konjunkturprogramme speziell im Baugewerbe die wirtschaftliche Erholung in Europa stärker steigen lassen als vermutet. U.a. in Deutschland ist der Bedarf an Wohnraum deutlich größer als der geschaffene Wohnraum Somit sehen wir die Chancen und Risiken aus der konjunkturellen Entwicklung auf unsere Umsatzgröße bei +1 % / -5 %.

3.2.2. Chancen und Risiken aus dem operativen Geschäftsbetrieb

Einer der Schwerpunkte, eingegangene Risiken aus dem operativen Geschäftsbetrieb zu minimieren, liegt in der Nutzung einer Warenkreditversicherung zur Vermeidung eines möglichen Forderungsausfalls. Diese Warenkreditversicherung ist konzernweit im Einsatz. Im Rahmen der Warenkreditversicherung wird jeder Kunde auf seine Kreditwürdigkeit überprüft bzw. eingeschätzt.

Wir sehen Chancen und Risiken in der Entwicklung der Materialpreise und der Energiepreise. In unserer Prognose sind wir bereits von deutlich steigenden Preisen auf der Vormaterialseite ausgegangen. Es besteht das Risiko, dass einige Produzenten für Vormaterialen ihre Kosten noch nicht in voller Höhe weitergegeben haben. Zudem fallen die Tarifabschlüsse auf Grund der Inflation deutlich höher aus als in den letzten Jahren gesehen wurde. Dieses könnte zu höheren als angenommenen Preissteigerungen führen. Zudem sind wir in unserer Prognose für die Stahlpreise von stabilen Preisen ausgegangen.

Auf der anderen Seite war der Hauptauslöser der Inflation die starke Verteuerung der Energieträger. Dieser immense Druck hat sich u.a. durch den Aufbau alternativer Anbieter deutlich verringert. Hinzu kommt, dass sich die Stahlpreise vor allem 2021 nahezu verdoppelt haben und die Preise 2022 bei weitem nicht im gleichen Maße zurück gegangen sind. Aus der Vergangenheit heraus nehmen wir an, dass solche Unsicherheiten im Markt binnen Jahresfrist im ungünstigsten Fall Preisschwankungen von +/- 20 % nach sich ziehen können.

Als ein wesentliches Risiko sehen wir die Gefahr, dass die durchgesetzten Preiserhöhungen auf Jahressicht nicht gehalten werden können. Durch die sehr hohen Steigerungen auf der Vormaterialseite wurden auch die Absatzpreise deutlich erhöht. Zum anderen hat die EZB durch etlichen Zinsschritte die Finanzierung von Bauvorhaben verteuert. Dieses kann zu einer signifikant reduzierten Nachfrage führen. Um die eigenen Produktionskapazitäten möglichst weit auszulasten, können Wettbewerber versuchen, durch reduzierte Verkaufspreise andere Wettbewerber zu verdrängen. Begrenzt wird dieses Szenario durch den Zwang, gestiegene Kosten an den Markt weiterzugeben, um weiterhin profitabel zu sein. Die Inflation ist auf einem historischen Höchststand und es war kaum möglich, die Preiserhöhungen am Markt zu 100 % weiterzugeben. Somit sehen wir die Chancen und Risiken aus der Entwicklung der Verkaufspreise auf unsere Umsatzgröße bei +/-10 %.

3.2.3. Finanzierungs-, Zins- und Wechselkursrisiken

Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit und des Wachstums erfolgt aus dem erwirtschafteten operativen Cashflow, den durch den alleinigen Gesellschafter bzw. ein Portfolio von Banken zur Verfügung gestellten Krediten bzw. Kreditlinien, sowie der genutzten alternativen Finanzierung im Rahmen des Leasings. Durch die vertraglichen Vereinbarungen steht diese Finanzierung dem Novoferm Konzern zwar in Teilen nur kurz- bis mittelfristig zur Verfügung. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der alleinige Gesellschafter seine, auch aus steuerlichen Gründen, teilweise kurzfristig gewährten Darlehen prolongiert. Im Geschäftsjahr 2022 ist dies auch erfolgt. Ergänzt wird die Fremdfinanzierung durch die Eigenkapitalbasis, welche durch die weitgehende Thesaurierung der Gewinne des Konzerns fortlaufend gestärkt wird.

Gegen Währungs- und Zinsänderungsrisiken erfolgt in der Regel keine Absicherung; darüber hinaus werden selektiv derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung eingesetzt. Aufgrund des derzeitigen Zinsniveaus, der von der Novoferm Germany GmbH angenommenen Entwicklung, als auch der starken Stellung des alleinigen Gesellschafters als Kreditgeber erfolgt eine Absicherung gegen mögliche Risiken aus Zinsänderungen im kurzfristigen Finanzierungsbereich nicht.

3.2.4. Beurteilung des Gesamtrisikos

Die Gesamtrisikolage ist aufgrund des stabilen Geschäftsmodells in einem normalen wirtschaftlichen Umfeld als überschaubar anzusehen, stellt sich jedoch durch die unklare Situation der Weiterentwicklung des Ukraine-Konflikts als signifikant erhöht dar. Unter Berücksichtigung der Einbindung in den weltweit agierenden Konzern der Sanwa Holdings Corporation und den hierdurch bestehenden Finanzierungspotentialen sind dennoch keine Risiken ersichtlich, aus denen eine unmittelbare Gefährdung für den Fortbestand der Novoferm Germany GmbH als europäischer Konzernobergesellschaft oder den Novoferm Konzern insgesamt abgeleitet werden könnte.

 

Isselburg, den 17. Mai 2023

Novoferm Germany GmbH

Die Geschäftsführer

Yasushi Takayama

Rainer Schackmann

Hiroyuki Yamazaki

Thomas Hage

Toshiaki Doba

Kazuta Tanaka

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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