Hufnagel Service GmbH

Rother Stein 2, 57462 Olpe, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 8105
Eingetragen
18.7.2006
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
1) Die Erbringung aller im Rahmen der Abfall- und Kreislaufwirtschaft anfallenden Leistungen aller Art sowie die Erbringung von Dienstleistungen aller Art. 2) Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar und mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie ist berechtigt, sich an Gesellschaften ähnlicher Art zu beteiligen oder gleichartige Unternehmen zu erwerben. Sie darf auswärtige Zweigstellen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Hille
seit 28.6.2023
Prokura
Alexander Bade
seit 28.6.2023
Prokura
Tobias Troester
seit 28.6.2023
Prokura
Andreas Luig
seit 28.6.2023
Prokura
Oliver Hufnagel
seit 8.4.2009
Geschäftsführer
Marc Hufnagel
seit 18.7.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Westfälische Straße 85, 57462 Olpe
125.000 €
50.00%
Biggestraße 108, 57462 Olpe
125.000 €
50.00%

Beteiligungen

NameAnteil
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hufnagel Service GmbH

Olpe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Die Hufnagel Service GmbH wurde im Jahr 2006 gegründet und ist unter HRB 8105 beim Amtsgericht Siegen eingetragen. Gesellschafter sind zu je 50 % Marc Hufnagel, Olpe, und Oliver Hufnagel, Olpe. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung aller im Rahmen der Abfall- und Kreislaufwirtschaft anfallenden Leistungen aller Art sowie die Erbringung von Dienstleistungen aller Art.

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind seit 2007 als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert und werden jährlich durch eine unabhängige Überwachungsgesellschaft überprüft.

Unser Unternehmen bietet seinen Kunden aus dem gewerblichen und industriellen Bereich sowie Kommunen und Privatkunden alle Dienstleistungen der Entsorgung aus einer Hand.

Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf der Entsorgung von Abfällen und Wertstoffen, die bei unseren Gewerbe- und Industriekunden anfallen. Hier bieten wir die gesamte Dienstleistungspalette von der Sammlung über die Sortierung, den Umschlag und die Lagerung bis zur Vermarktung an. Die Geschäfte werden vom Firmensitz in 57462 Olpe, Rother Stein 2, an dem wir einen fortschrittlichen Wertstoffhof betreiben, gesteuert.

Am Standort Abbenohler Weg 12 in 51645 Gummersbach-Niederseßmar wurde Ende 2018 ein weiterer moderner Wertstoffhof eröffnet.

Ein leistungsstarker LKW-Fuhrpark, der den neusten Umweltstandards entspricht, rundet das Logistikangebot ab.

Die Hufnagel Service GmbH ist in der Region für die Kunden eines der wenigen mittelständischen Entsorgungsunternehmen.

2. Forschung und Entwicklung

Da wir ein reines Dienstleistungsunternehmen sind, hat der Bereich Forschung und Entwicklung, im eigentlichen Sinne, keine Bedeutung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld unseres Unternehmens ist nicht mehr so stabil wie in der Vergangenheit. Die Lage der Entsorgungsbranche in Deutschland war im Jahr 2023 von einer Vielzahl von Herausforderungen geprägt, die durch makroökonomische und geopolitische Unsicherheiten geprägt wurden. Deutschland sah sich, wie viele andere Länder auch, mit einer hohen Inflation konfrontiert, die trotz straffer Geldpolitik anhielt. Diese Inflation belastete sowohl Unternehmen als auch Verbraucher, was zu einer gedämpften Stimmung und zurückhaltendem Konsum führte.

Die Energiekrise, ausgelöst durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, stellte eine besondere Herausforderung dar, da sie die Energieversorgung stark beeinträchtigte und zu erheblichen Preissteigerungen führte. Innerhalb der Entsorgungsbranche selbst blieben die Auswirkungen der allgemeinen wirtschaftlichen Schwäche nicht unbemerkt. Die Branche litt unter sinkenden Investitionen und rückläufigen Aufträgen, insbesondere im Bausektor, was auch die Entsorgungsdienstleister betraf, die auf diese Bereiche angewiesen sind. Wie auch bei anderen Unternehmen war die Auslastung weniger gut als in den Vorjahren.

Die Marktsituation in der Entsorgungsbranche ist weiterhin von einer immer stärker werdenden Konzernkonzentration geprägt, so dass große, als Konzerne agierende Marktteilnehmer immer größer werden und ihre Umsatzanteile wachsen. Im stark regional geprägten Entsorgungsgeschäft sind bei uns vor Ort im Kreis Olpe zwei Entsorgungsgroßkonzerne als Wettbewerber tätig. Diese Konzentration setzt sich im gesamten Bundesgebiet fort.

Der Umsatz der Entsorgungswirtschaft in Deutschland beträgt rund 40,5 Mrd. Euro. Die Anzahl der Unternehmen in der Entsorgungswirtschaft in Deutschland beträgt 1.705, hier sind ca. 181 Tsd. Mitarbeiter beschäftigt (Statista Research Department, 17.04.2023).

2. Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 beurteilen wir die Auftragslage und die Auslastung als weniger gut als in den Vorjahren. Dieses spiegelt sich auch in der Ergebnisentwicklung wider; in 2023 müssen wir somit auf ein weniger erfolgreiches Geschäftsjahr als in den Vorjahren zurückblicken.

Wie auch in den vorangegangenen Jahren konnten wir aufgrund des sehr milden Winters gut in das neue Jahr starten, ab Mitte des Jahres machte sich dann jedoch eine schlechtere Auftragslage bemerkbar, die dann unter anderem zu einem schlechteren Verlauf des Jahres führte.

Das Jahr 2023 wurde weiterhin durch den Ukraine-Krieg und die u. a. daraus entstandene Energiekrise geprägt. Darüber hinaus blieben die Auswirkungen der allgemeinen wirtschaftlichen Schwäche auch für unser Unternehmen nicht unbemerkt. Durch fehlende Investitionen und rückläufige Aufträge, insbesondere im Bausektor, waren auch wir im Jahr 2023 nicht mehr durchgängig gut ausgelastet.

Die im Jahr 2018 gebaute Abfallsortieranlage zur Vorbehandlung von gemischten Gewerbe- und Baustellenabfällen, die dem neuesten Stand der Technik und den Anforderungen der am 01.08.2017 in Kraft getretenen novellierten Gewerbeabfallverordnung entspricht, läuft seit 2019 mehrschichtig im Regelbetrieb. Die Anlage läuft weiterhin sehr gut mit einer hohen Verfügbarkeit und liefert zufriedenstellende qualitative und quantitative Ergebnisse. Die Sortieranlage wurde im Jahr 2023 teilweise im Zweischichtbetrieb gefahren, die prozentuale Auslastung betrug weniger als 100%. Nach wie vor sind wir in der Region Südwestfalen der einzige Entsorger, der eine solche Anlage nach dem neusten technischen Stand neu gebaut hat und betreibt. Wir besitzen damit ein Alleinstellungsmerkmal und können unseren Kunden aus einem Umkreis von ca. 150 km absolut gesetzeskonforme und rechtssichere Lösungen für ihre Abfälle anbieten.

Unseres Erachtens mangelt es leider weiterhin bei der Umsetzung der Gewerbeabfallverordnung bundesweit an einem einheitlichen Behördenvollzug. Der mangelnde Behördenvollzug wurde durch die Corona-Pandemie weiter verschlechtert. Die Situation führt dazu, dass die schwarzen Schafe der Branche ihre Gewerbeabfälle weiterhin ohne die Behandlung in einer Vorbehandlungsanlage gem. Gewerbeabfallverordnung in billigen Entsorgungswegen entsorgen und damit eine Wettbewerbsverzerrung erzeugt wird. Hier ist unserer Meinung nach immer noch dringendes Handeln der zuständigen Behörden erforderlich.

Die interne Organisation und die Abläufe werden kontinuierlich angepasst und sind wie schon im Vorjahr stark durch die Digitalisierung geprägt. Im Jahr 2023 wurde insbesondere die neue Organisationstruktur umgesetzt und die Geschäftsführung um drei neue Prokuristen erweitert.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft.

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich wie folgt entwickelt:

2023
T€
Umsatzerlöse gesamt 50.977,40
- davon Erlöse Abfälle 37.804,30
- davon Erlöse Transportleistungen 6.800,60
- davon Erlöse Wertstoffe 3.972,60
- davon sonstiges 2.399,80
2022
T€
Veränd.
T€
Umsatzerlöse gesamt 56.636,30 -5.658,90
- davon Erlöse Abfälle 43.400,80 -5.596,50
- davon Erlöse Transportleistungen 6.366,00 434,6
- davon Erlöse Wertstoffe 4.871,60 -899
- davon sonstiges 1.997,90 401,9

Der Umsatz in den einzelnen Unternehmensbereichen Kommunal, Gewerbe und Industrie sowie Stoffstrommanagement ist im Jahr 2023 rückläufig.

Etwa 86% (91%) des Umsatzes entfällt weiterhin auf die etwa gleichstarken Geschäftsbereiche Entsorgung von Gewerbe und Industriekunden sowie Stoffstrommanagement. Der Umsatz des Schrott- und Metallbereichs liegt bei etwa 6,5% (7%). Der restliche Umsatz wird im Bereich der kommunalen Entsorgung sowie mit Privatkunden erwirtschaftet.

Die Gesamtleistung, definiert als Summe aus Umsatzerlösen und der Erhöhung/Verminderung des Bestands fertiger und in Arbeit befindlicher Aufträge, verringerte sich um 5.564T€ auf 51.087T€. Die Quoten der wesentlichen Kostenblöcke sowie des Betriebsergebnisses entwickelten sich in Relation zur Gesamtleistung wie folgt:

2023
T€
Gesamtleistung 51.087
Materialaufwand 27.673
Personalaufwand 10.483
sonstige betriebliche Aufwendungen 11.774
Betriebsergebnis -358
2022
T€
Gesamtleistung 56.651
Materialaufwand 31.190
Personalaufwand 9.606
sonstige betriebliche Aufwendungen 11.829
Betriebsergebnis 1.990

Die gegenüber dem Vorjahr geringere Gesamtleistung ist insbesondere auf gesunkene Erlöse bei den Abfällen und Wertstoffen begründet. Die Erlöse aus Transportleistungen stiegen dazu gegenläufig leicht an.

Der Materialaufwand setzt sich aus den Aufwendungen für Roh, Hilfs und Betriebsstoffen und für bezogene Waren 5.267T€ (Vj. 7.907T€) und den Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.405T€ (Vj. 23.283T€) zusammen und ging insgesamt um 3.517T€ auf 27.673T€ zurück.

Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.203T€ auf 24.968T€ im Jahr 2023 verschlechtert. Der Rückgang resultiert aus dem Umsatzrückgang.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahr 2023 beträgt 181 Mitarbeiter, inklusive 2 Geschäftsführern, 17 Auszubildenden und 13 Aushilfen. Der Personalaufwand stieg um 9,1% gegenüber dem Vorjahr auf 10.483T€. Die Steigerung resultiert aus Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sonderzahlungen und Prämien.

Die Gewinnung neuer Mitarbeiter für den Betrieb und den Fuhrpark gestaltete sich aufgrund des Fachkräftemangels weiterhin schwierig. Allerdings ist der Personalbestand stabil, die Qualität hoch und die Fluktuation sehr gering.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im vergangenen Jahr geringfügig um 55T€ auf 11.774T€ verringert. Das Kostenniveau ist somit im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Ein Rückgang war insbesondere bei den Kraftstoffkosten zu verzeichnen (-293T€). Demgegenüber stand ein Anstieg bei den Stromkosten (+368T€).

Das Betriebsergebnis (EBIT) beträgt -358T€.

Das Jahresergebnis beträgt -712T€ nach 1.170T€ im vorigen Jahr.

b) Finanzlage

Die Finanzlage ist weiterhin entspannt. Die Liquidität ist gut und versetzt uns in die Lage, grundsätzlich den vereinbarten Zahlungszielen nachzukommen. Lieferantenrechnungen werden bevorzugt mit Skonto bezahlt.

Die von den Banken eingeräumten Kreditlinien reichen aus. Wir nehmen sie zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch.

Alle Leasing- und Finanzierungsverpflichtungen werden pünktlich bedient.

Den positiven Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (2.508T€) haben wir unter anderem für die Investitionen des Geschäftsjahres nutzen können, die zu einem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von 6.401T€ geführt haben. Im Jahr 2023 wurden im Wesentlichen Investitionen im Bereich der Lastkraftwagen getätigt.

Im Jahr 2023 beträgt der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 4.081T€. Ursache hierfür sind der Zufluss aus den Kreditaufnahmen von 8.382T€, denen im Wesentlichen Auszahlungen für Tilgungen und Zinsen von 4.301T€ entgegen standen.

Insgesamt hat sich unser Finanzmittelfonds im Jahr 2023 von 1.521T€ auf 1.709T€ erhöht und befindet sich weiterhin auf einem hohen Niveau.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage der Hufnagel Service GmbH ist nach dem Wachstum der vergangenen zehn Jahre stabil und die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens sowie des kurz- und langfristen Eigen- und Fremdkapitals ist annähernd gleichgeblieben. Die langfristigen Anteile unseres Vermögens und Kapitals haben weiterhin ein hohes Gewicht.

Unser Gesamtvermögen, das 28.331T€ nach 23.790T€ im Vorjahr beträgt, wobei der lang- und mittelfristige Aktivanteil davon 22.768T€ ausmacht, haben wir mit 5.920T€ Eigenkapital und 11.331T€ lang- und mittelfristigem Fremdkapital finanziert.

Das lang- und mittelfristig gebundene Vermögen erhöhte sich um 3.969T€ und hat nun aufgrund des ebenfalls gestiegenen Gesamtvermögens einen Anteil daran von 80,4% nach 79,0% im Vorjahr.

Finanziert wird unser Vermögen in Höhe von 5.920T€ (20,9% nach 27,9% im Vorjahr) durch Eigenkapital und lang- und mittelfristiges Kapital von 11.331T€ (40,0% nach 32,7% im Vorjahr) sowie kurzfristiges Fremdkapital von 11.080T€ (39,1% nach 39,4% im Vorjahr). Die langfristigen Kredite stehen im Zusammenhang mit bereits im Jahr 2023 oder früher durchgeführten Investitionen. Im kurzfristigen Bereich stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbezogen um 850T€. Die Rückstellungen sanken um 254T€. Die kurzfristigen Anteile der bestehenden Kredite stiegen um 1.032T€.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertrag pro Mitarbeiter und modifizierte Umsatzrendite heran.

Bei den Mitarbeitern werden die beiden Geschäftsführer mitgezählt. Aushilfen und Auszubildende werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Die modifizierte Umsatzrendite berechnen wir aus dem Jahresergebnis vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern sowie vor außergewöhnlichen Erträgen und Aufwendungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.

Der Rohertrag pro Mitarbeiter im Jahr 2023 beträgt 154T€. Im Vorjahr lag der Rohertrag pro Mitarbeiter bei 176T€ und verschlechtert sich somit um 12,5%. Dieser Wert ist immer noch sehr gut und stellt eine gute Produktivität dar. Als Dienstleistungsunternehmen sind wir besonders auf unsere Mitarbeiter und somit auf ihre Produktivität angewiesen.

Die modifizierte Umsatzrendite ist im Jahr 2023 auf Grund des negativen Jahresergebnisses nicht aussagekräftig. Im Vorjahr betrug sie noch 3,2%.

Unsere wirtschaftliche Lage kann trotz des Jahresfehlbetrags 2023 weiterhin als gut bezeichnet werden.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren - sofern sie sich nicht bereits aus den weiteren Lageberichtspassagen ergeben - sind für unser Unternehmen nicht von übergeordneter Bedeutung.

III. Prognosebericht

Mit einem Großteil unserer Kunden bestehen Verträge, die regelmäßig verlängert werden. Die Wettbewerbssituation kann als normal lebhaft bezeichnet werden.

Im Jahr 2024 erwarten wir wieder eine stabile Entwicklung der Ertragslage, also eine stabile modifizierte Umsatzrendite, einen stabilen Rohertrag pro Mitarbeiter und ein stabiles Jahresergebnis, was sich bislang in den ersten Monaten des Jahres 2024, trotz einer nur langsamen wirtschaftlichen Erholung der deutschen Wirtschaft, bestätigt hat.

Insgesamt erwarten wir eine positive Entwicklung. Wir erwarten ein moderates Wirtschaftswachstum, das von einer Erholung der Industrieproduktion unterstützt wird. Die Nachfrage nach Recycling und Sekundärrohstoffen bleibt hoch, was zu stabilen Marktbedingungen beiträgt.

Allerdings bestehen auch weiterhin Herausforderungen, wie steigende bzw. anhaltend hohe Betriebskosten und regulatorische Anpassungen, die bewältigt werden müssen. Insgesamt rechnen wir jedoch im Jahr 2024 mit einem Umsatzwachstum.

Die mittlerweile etablierten Bereiche werden weiter forciert. Aufgrund veränderter Wettbewerbsverhältnisse am Markt sind wir vertrieblich weiterhin sehr aktiv und mit einer leistungsstarken Vertriebsmannschaft unterwegs. Aufgrund der mittlerweile langjährigen Beziehungen zu unseren gewerblichen und industriellen Kunden werden wir weiterhin mit vielen Kunden Preiserhöhungen und Auftragsoptimierungen umsetzen können, ohne Kundenverluste zu verzeichnen.

Richtungsweisend wird auch in der Zukunft der Vollzug der novellierten Gewerbeabfallverordnung durch die Behörden und die damit verbundene Entwicklung im Gewerbeabfallmarkt sein.

Der weitere Ausbau unseres bestehenden Controllingsystems und die konsequente Einführung der Digitalisierung werden für nachhaltige Transparenz sorgen.

Auftragsoptimierungen werden kontinuierlich durchgeführt.

Unsere eigenen Abfallbehandlungsanlagen werden aktuell durch eine neue Bauschuttaufbereitungsanlage ergänzt und die Wertschöpfung somit weiter erhöht.

Der Personalbestand wird sich weiter stabilisieren.

Die Hufnagel Service GmbH hat sich eine aus unserer Sicht sichere Stellung im Markt erarbeitet, was durch eine hohe Kundentreue bestätigt wird. In der Gewerbeabfallsortieranlage sehen wir weiterhin für die Hufnagel Service GmbH ein Alleinstellungsmerkmal in der Region Südwestfalen und leisten damit einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und bieten unseren Kunden langfristig Entsorgungssicherheit.

Wir sehen deshalb insgesamt eine in Zukunft weiterhin positive Entwicklung unseres Unternehmens.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Die Entsorgungsbranche unterliegt ständig dem Risiko gesetzlicher Veränderungen und den daraus resultierenden Rahmenbedingungen. Die Hufnagel Service GmbH ist unserer Meinung nach durch Mitarbeiter, die sich ausschließlich auf die besonderen rechtlichen Anforderungen aus Abfallrecht/Umweltrecht konzentrieren, bestens aufgestellt und kommt den aktuellen und zukünftigen gesetzlichen Anforderungen vollumfänglich nach. Verschärfte Umweltauflagen könnten zusätzliche Investitionen und Anpassungen erfordern.

Weiterhin hohe Betriebskosten durch die gestiegenen Energiekosten und auch Personalkosten können die Rentabilität belasten.

Änderungen in der Nachfrage nach Sekundärrohstoffen und Recyclingmaterialien können die Marktstabilität beeinflussen. Wie die Entwicklung hier weitergehen wird, bleibt spannend.

Risiken können ebenfalls durch unvorhersehbare Wetterereignisse und Klimaveränderungen entstehen.

Alle Risiken erfordern hier proaktive Maßnahmen und Anpassungen, um widerstandsfähig und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Lage in der heimischen Wirtschaft entwickelt sich im Jahr 2024 sehr unterschiedlich. Viele Automobilzulieferer leiden weiterhin unter der Umstellung auf die Elektromobilität, während andere profitieren. Die Wirtschaftszweige "Heizung Sanitär" und "Elektro" profitieren überwiegend durch die Energiewende, obwohl der "Bausektor" auch im Jahr 2024 noch stagniert. Insgesamt wirkt sich der Konjunktureinbruch im Hochbaugewerbe am stärksten auf unsere Auslastung aus. Bedingt durch sehr hohe Baukosten und stark gestiegene Zinsen für Fremdkapital sind Privatleute kaum noch in der Lage zu bauen. Nicht zwingend notwendige Baumaßnahmen in der Industrie und Wohnbauprojekte werden auf Eis gelegt oder auf unbestimmte Zeit verschoben. Hierdurch fallen nicht nur weniger Abfälle bei der Produktion von Baustoffen an, sondern auch weniger Abfälle beim Neubau, bei der Modernisierung wie auch beim oftmals vorhergehenden Abbruch an. Das geringere am Markt vorhandene Abfallvolumen wird durch alle Marktteilnehmern stärker umkämpft.

Eines der größten Probleme der Zukunft bleibt aus unserer Sicht weiterhin der Fachkräftemangel. Im Bereich der Kraftfahrer und Maschinisten verschärft sich die Lage jährlich weiter. Wir wirken dem entgegen, indem wir jährlich mehrere Berufskraftfahrer selbst ausbilden.

Ertragsspezifische Risiken:

Ertragsspezifische Risiken bestehen hauptsächlich in der allgemeinen Konjunkturentwicklung. Darüber hinaus spielt die Entwicklung der Marktpreise für Gewerbeabfälle eine wichtige Rolle. Die weiter hohen Kosten bei den Personal-, Material-, Energiekosten und Zinsaufwendungen haben wir in den Planungen für die Folgejahre berücksichtigt.

Da, wie auch schon in der Prognoseberichterstattung erläutert, die Betriebskosten auf einem hohen Niveau bleiben, werden die Mehrkosten unter anderem durch Preiserhöhungen an den Kunden weitergegeben.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Zahlungsausfälle unserer Kunden sind aufgrund einer umfangreichen Bonitätsprüfung, einer abgeschlossenen Warenkreditversicherung und der konsequenten Umsetzung der Zahlung per Vorkasse bei Kunden mit schlechter Bonität und Privatkunden nicht zu erwarten. Aufgrund der Auswirkungen der Ukraine-Krise auf alle Wirtschaftsbereiche beobachten wir die Bonitätsentwicklung unserer Geschäftspartner noch intensiver, um gegebenenfalls schnell auf Veränderungen reagieren zu können.

2. Chancenbericht

Unsere Marktposition als mittelständischer Dienstleister verfestigen wir durch unsere kontinuierlich hohe Dienstleistungsqualität. Das wirtschaftliche Umfeld im Kreis Olpe und der gesamten Region Südwestfalen ist absolut mittelständig geprägt und wie wir meinen, legt man an vielen Stellen großen Wert auf eine Zusammenarbeit im Mittelstand, da man sich häufig auf Augenhöhe und mit den gleichen Problemen begegnet.

Die aus unserer Sicht schwache Dienstleistungsqualität anderer Wettbewerbsunternehmen aus Großkonzernen wird uns auch in Zukunft zugutekommen und wir punkten bei den Kunden nicht nur mit guten Preisen, sondern vor allem mit ordentlicher Leistung.

Durch den Betrieb unserer eigenen Abfallbehandlungsanlagen sehen wir weitere hohe Wertschöpfungspotentiale für unser Unternehmen. Unsere Kunden erlangen dadurch langfristig eine zusätzlich hohe Rechtssicherheit für die Entsorgung ihrer Abfälle, was uns derzeit zu einem gefragten Partner, insbesondere auch für andere Entsorgungsunternehmen, macht.

3. Gesamtaussage

Die Hufnagel Service GmbH ist für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet.

Nachdem wir uns in unserer Marktposition weiterhin gut behaupten können, sehen wir einer hervorragenden wirtschaftlichen Entwicklung entgegen.

 

Olpe, den 19. Juli 2024

Hufnagel Service GmbH

Marc Hufnagel, Geschäftsführer

Oliver Hufnagel, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 22.717.525,23 18.675.362,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 196.599,00 196.514,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 196.598,00 181.571,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 14.943,00
II. Sachanlagen 21.665.363,69 17.510.740,35
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.304.035,90 5.350.736,32
2. technische Anlagen und Maschinen 3.445.109,00 3.841.131,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.802.726,00 8.270.621,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 113.492,79 48.252,03
III. Finanzanlagen 855.562,54 968.108,05
1. Beteiligungen 16.000,00 16.000,00
2. sonstige Ausleihungen 746.341,54 861.002,05
3. Genossenschaftsanteile 310,00 310,00
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 92.911,00 90.796,00
B. Umlaufvermögen 5.222.749,81 5.235.424,75
I. Vorräte 618.205,19 579.329,81
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 331.844,00 422.464,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 210.161,19 86.323,81
3. fertige Erzeugnisse und Waren 76.200,00 70.542,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.895.792,21 3.127.452,80
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.152.062,26 2.635.197,95
2. sonstige Vermögensgegenstände 743.729,95 492.254,85
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.708.752,41 1.528.642,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 391.025,57 174.277,37
Aktiva 28.331.300,61 24.085.064,52

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.919.863,64 6.631.576,84
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Bilanzgewinn 5.669.863,64 6.381.576,84
B. Rückstellungen 1.049.530,86 1.303.589,05
1. Steuerrückstellungen 51.524,11 269.549,00
2. sonstige Rückstellungen 998.006,75 1.034.040,05
C. Verbindlichkeiten 21.361.906,11 16.149.898,63
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.398.348,24 10.829.277,01
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.753,00 8.952,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.982.849,31 4.319.475,58
4. sonstige Verbindlichkeiten 967.955,56 992.194,04
davon aus Steuern 292.710,91 246.289,10
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 3.112,88 11.221,03
Passiva 28.331.300,61 24.085.064,52

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 50.977.378,45 56.636.274,38
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 109.906,00 14.346,18
3. sonstige betriebliche Erträge 1.553.696,81 710.250,68
4. Materialaufwand 27.672.638,57 31.189.588,74
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.267.182,56 4.573.122,24
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.405.456,01 26.616.466,50
5. Personalaufwand 10.483.335,56 9.606.199,90
a) Löhne und Gehälter 8.499.325,30 7.830.540,76
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.984.010,26 1.775.659,14
davon für Altersversorgung 16.668,84 18.324,02
6. Abschreibungen 3.010.883,37 2.682.393,55
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.010.122,19 2.682.393,55
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 761,18
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.774.230,76 11.828.780,66
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.506,99 4,42
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.939,84 19.970,73
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 495.192,64 270.687,34
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -121.679,82 569.355,01
12. Ergebnis nach Steuern -654.172,99 1.233.841,19
13. sonstige Steuern 57.540,21 63.760,90
14. Jahresfehlbetrag 711.713,20 -1.170.080,29

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Firmenname laut Registergericht: Hufnagel Service GmbH
Firmensitz: Olpe
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Siegen
Registernummer: HR B 8105

Der Jahresabschluss der Hufnagel Service GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Wesentlichen im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft hat die Erleichterungen des § 286 Abs. 4 HGB genutzt.

Der Vorjahresabschluss wurde durch die HTR Hansa Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Attendorn, geprüft und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert bewertet.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzung wurden die im Jahr 2023 geleisteten Zahlungen abgegrenzt, soweit sie auf Aufwendungen im Folgejahr entfallen. Darüber hinaus werden Finanzierungskosten für diverse Darlehens-, Mietkauf- und Leasingverpflichtungen ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem diesem Anhang angefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der Kundenstamm wurde auf die Dauer von 15 Jahren abgeschrieben. Für die Einschätzung der Abschreibungsdauer wurde die voraussichtliche Dauer der Kundenbeziehung zugrunde gelegt.

Angabe zu Forderungen

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt €50.000,00 (Vorjahr: €50.562,87).

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Forderung Gesamtbetrag 31.12.2023
T€
kleiner 1 Jahr
T€
größer 1 Jahr
T€
aus Lieferungen und Leistungen 2.152,10 2.152,10 0
sonstige Vermögensgegenstände 743,7 693,7 50
Summe 2.895,80 2.845,80 50

Rechnungsabgrenzungsposten

Im Rechnungsabgrenzungsposten werden Finanzierungskosten für Leasing- und Mietkaufverträge in Höhe von T€279,5 ausgewiesen.

Eigenkapital

Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Im ausgewiesenen Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag enthalten in Höhe von €6.381.576,84 (Vorjahr: €5.211.496,55).

Angabe zu den Rückstellungen T€
Steuerrückstellungen 51,5
Rückstellung fehlende Eingangsrechnungen 594,7
Urlaubsrückstellung 175,5
Rückstellung sonstige Personalkosten 47,0
Rückstellung für Abschlusskosten und Prüfung 46,0
Rückstellung für Bonusverpflichtungen 47,6
Rückstellung für Aufbewahrungsverpflichtung 11,0
Rückstellung für unterlassene Instandhaltung 76,3

Angabe zu Verbindlichkeiten

mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
kleiner 1 Jahr
EUR
größer 1 Jahr
EUR
davon größer 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.398.348,24 4.067.478,68 11.330.869,56 2.435.670,26
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.753,00 12.753,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.982.849,31 4.982.849,31 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 967.955,56 967.955,56 0,00 0,00
Summe 21.361.906,11 10.031.036,55 11.330.869,56 2.435.670,26

Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern (Vorjahr: €200.000,00).

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit >5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt €2.435.670,26 (Vorjahr: €1.690.896,00).

Gewährte Sicherheiten

Die Gesellschaft hat den finanzierenden Banken oder sonstigen Kreditinstituten für einzelne aufgenommene Verpflichtungen folgende Sicherheiten gegeben.

Grundschulden: 6.455.000,00
Bürgschaften der Gesellschafter und verb. Unternehmen: 6.600.000,00
Diverse Sicherungsübereignungen von Müllbehältern, Geräten, Containern, Fahrzeugen und Anhängern:
ca. 1.600.000,00

Die im Geschäftsjahr ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten in Höhe von T€15.398 sind durch die dargestellten Grundpfandrechte, Bürgschaften und Sicherungsübereignungen besichert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung sind im branchenüblichen Eigentumsvorbehalt gesichert.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Steuererstattungen aus den Vorjahren werden in Höhe von €121.679,82 ausgewiesen.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die ausschließlich im Inland erwirtschafteten Umsatzerlöse gliedern sich gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt auf:

2023
T€
2022
T€
Veränd.
T€
Veränd.
%
Umsatzerlöse gesamt 50.977,40 56.636,30 -5.658,90 -10
davon Erlöse Abfälle 37.804,30 43.400,80 -5.596,50 -12,9
davon Erlöse Transportleistungen 6.800,60 6.366,00 434,6 6,8
davon Erlöse Wertstoffe 3.972,60 4.871,60 -899 -18,5
davon sonstiges 2.399,80 1.997,90 401,9 20,1

IV. Sonstige Pflichtangaben

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Marc Hufnagel (ausgeübter Beruf: Kaufmann)

Oliver Hufnagel (ausgeübter Beruf: Kaufmann)

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Der Aufwand für das Geschäftsjahr 2024 beträgt insgesamt €1.882.657,38. Es handelt sich hierbei um folgende Verpflichtungen:

1. aus Immobilienmietverträgen: €1.482.000,00
2. aus Kfz-Leasingverträgen: €85.153,78
3. aus diversen Miet-/Leasingverträgen: €315.503,60

Die einzelnen Verträge haben eine Laufzeit von einem Monat bis zu 10 Jahren. Die finanziellen Verpflichtungen mit einer Laufzeit über 5 Jahre betragen €18.072,00.

Aus der Beteiligung an der Arbeitsgemeinschaft Hufnagel-Wittmann-Oberland GbR ergeben sich im laufenden Geschäftsverkehr aufgrund vertraglicher Verpflichtungen jährlich Fehlbeträge, die durch die Berichtsfirma abgedeckt werden müssen.

Sonstige Pflichtangaben zum Anteilsbesitz

Die Berichtsfirma ist zum 31.12.2023 an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Arbeitsgemeinschaft Hufnagel-Wittmann-Oberland GbR mit dem Sitz in Olpe.

Beteiligungshöhe 98 %
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag: €570.805,94
Jahresfehlbetrag: €6.468,29

LOGEX GmbH & Co. KG mit dem Sitz in Ingolstadt.

Beteiligungshöhe: 0,2 %
Eigenkapital zum 30.06.2022: €7.925.779,55
Jahresüberschuss zum 30.06.2022: € 710.456,50

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Angestellte: 53
Gewerbliche Mitarbeiter: 98
Teilzeitbeschäftigte: 13

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 164 Arbeitnehmer beschäftigt.

Honorare des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers HTR Hansa Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Attendorn, gemäß § 314 Abs. 1 HGB beträgt T€16 für die Abschlussprüfung.

 

Olpe, den 19. Juli 2024

Hufnagel Service GmbH

Marc Hufnagel, Gesellschafter, Geschäftsführer

Oliver Hufnagel, Gesellschafter, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hufnagel Service GmbH, Olpe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hufnagel Service GmbH, Olpe, für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

-identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

-gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

-beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

-ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

-beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

-führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Attendorn, den 19. Juli 2024

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