Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 926
Eingetragen
13.1.1993
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungReparatur und Instandhaltung von elektrischen AusrüstungenHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Die Planung und Ausführung von Elektroanlagen, Schaltanlagen und bautechnischem Brandschutz.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Seref Yilmaz
seit 29.9.2023
Prokura
Jörg Marks
seit 6.6.2023
Geschäftsführer
Reinhard Drieschner
seit 17.5.2023
Prokura
Christoph Schubert
seit 11.1.2023
Geschäftsführer
Volker Schubert
seit 11.1.2023
Prokura
Prokura
Torsten Nethe
seit 28.9.2018
Prokura
Dirk Lettau
seit 3.1.2018
Geschäftsführer
Marcus Martin
seit 6.6.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
90.100 €
85.00%
Germany
15.900 €
15.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
75.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schubert GmbH

Tangerhütte

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Schubert GmbH ist ein in Sachsen-Anhalt ansässiges Unternehmen, das seit 1988 besteht und sich mit folgenden Geschäftsfeldern befasst:

- Ausführung von Stark- und Schwachstromanlagen

- Projektsteuerung elektrotechnischer Anlagen

- Planung von elektrotechnischen Anlagen

- Brandschutzsystemtechnik im bautechnischen Brandschutz

- Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA)

- Solaranlagen/Photovoltaik

Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz im Herzen der Altmark in der Gießereistraße 8, 39517 Tangerhütte. Sämtliche Abteilungen von der Planung und Kalkulation über den Einkauf und die Buchhaltung bis zur Projektsteuerung und der Geschäftsleitung sind damit in einem Gebäude konzentriert.

Um unseren Kunden noch näher zu sein, haben wir unselbständige Niederlassungen in Berlin, Wismar, Magdeburg und Hamburg gegründet. Dadurch sind wir in der Lage, schnell und flexibel zu reagieren. Im Einzelnen sind wir an folgenden Standorten vertreten:

- Büro Berlin, Beilsteiner Str. 109, 12681 Berlin

- Büro Wismar, Am Damm 6, 23970 Wismar

- Büro Magdeburg, Neustäder Feld 47, 39124 Magdeburg

- Büro Hamburg, Jaffestraße 12, 21109 Hamburg

Die Gesellschaft hat sich zu einem Anbieter von ganzheitlichen Anlagen der Elektrotechnik entwickelt und gefestigt. Sie zählt zu den führenden Unternehmen der Branche in Deutschland. In den Vorjahren hat die Salvia Group GmbH 75,5 % der Anteile an der Schubert GmbH erworben. Vor diesem Hintergrund wird die Schubert GmbH als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Salvia Holding GmbH einbezogen.

Der Gesamtumsatz in Deutschland ist, bezogen auf das Elektrohandwerk, in den vergangenen Jahren stetig angewachsen auf rund 81,4 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2022, was einen Anstieg von 12,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht (vgl. ZVEH Jahresbericht 2022/2023). Dabei konnte der Bereich Elektrotechnik mit einer Wachstumsrate von 14,3% das stärkste Wachstum verzeichnen. Der Umsatz der Elektrotechnik belief sich in Deutschland im Geschäftsjahr auf 72,3 Milliarden Euro.

Nach Ausführungen des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) verfügt das Elektrohandwerk trotz Herausforderungen wie gestiegenen Materialpreisen, Kaufkraftverlusten und erhöhten Bauzinsen überwiegend über ein gutes Geschäftsklima. Enstprechend stieg der Geschäftsklimaindex bis März 2023 auf 83,6 Punkte von 79,5 Punkten im Herbst 2022. In einer Umfrage aus dem Frühjahr 2023 gaben 71 % der Betriebe an, insgesamt über ein gutes Geschäftsklima zu verfügen. Die positive Stimmung ist insbesondere auf den nach wie vor hohen Auftragsbestand der Unternehmen zurückzuführen.

Negative Entwicklungen werden teilweise durch positive Entwicklungen, beispielsweise im Bereich der erneuerbaren Energien, kompensiert. Das Wachstum und der hohe Auftragsbestand sorgen jedoch auch dazu, dass der Bedarf an Fachkräften überproportional steigt. Insgesamt gaben 66,4 % der befragten Unternehmen an offene Stellen zu haben.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Der Geschäftsverlauf der Schubert GmbH kann als positiv bewertet werden, obwohl sich das Unternehmen aufgrund der Zinswende der EZB mit veränderten Marktbedingungen in der Bauwirtschaft auseinandersetzen musste.

Die Gesamtleistung (definiert als Summe aus Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erträge) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 10.276,5 TEUR auf 56.154,1 TEUR erhöht.

Die Verringerung der Umsatzerlöse um 20.076,7 TEUR auf 41.961,5 TEUR ist auf mehrere Großprojekte zurückzuführen. Der Fertigstellungsgrad konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar deutlich erhöht werden, die Fertigstellung und schlussendliche Abnahme erfolgt allerdings erst in den Folgejahren. Aufgrunf des Realisationsprinzips sind die erbrachten Leistungen erst in den folgenden Geschäftsjahren als Umsatzerlös zu zeigen.

Sowohl die Materialaufwendungen als auch die Personalaufwendungen haben sich im Vergleich zut Gesamtleistung leicht überproportional um 33,2% auf 33.488,4 TEUR bzw. um 27,3% auf 14.875,0 TEUR erhöht. Dies ist auf die allgemeine Kostensteigerung und auf die Lohninflation zurückzuführen, zudem auf die Verschmelzung der Schubert Berlin GmbH, wodurch über 30 "neue" Kollegen in den Lohnfonds aufgenommen wurden.

Der Rohertrag (definiert als Gesamtleistung abzüglich Materialaufwendungen) konnte damit im abgelaufenen Wirtschaftsjahr von 20.757,6 TEUR auf 22.707,7 TEUR um 9,4% gesteigert werden.

Insgesamt betrachtet die Unternehmensleitung die Geschäftsentwicklung in 2023 als gut.

1. Ertragslage

Die Erträge wurden im Wesentlichen mit der Ausführung von Elektroanlagen in großen Bauvorhaben erwirtschaftet.

Die Gesamtleistung hat sich im Berichtsjahr um 22,4% auf 56.154,1 TEUR erhöht.

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 2.422,5 TEUR abgeschlossen, was einer Verringerung gegenüber dem Vorjahr um 1.470,3 TEUR (37,8 %) entspricht. Diese Veränderung beruht auf einer reduzierten Rohertragsqoute (definiert als das Verhältnis von Rohertrag zu Gesamtleistung), die bei 40,4 % lag und gegenüber dem Vorjahr von 4,8%P gesunken ist.

Diese reduzierte Rohertragsqoute ist insbesondere auf die Bewertung der unfertigen Leistungen zurückzuführen. Aufgrund handelsrechtlicher Bewertungsvorschriften hat die Bewertung ohne Gewinnmarge zu erfolgen.

Im Finanzergebnis wirken sich zudem fehlende Beteiligungserträge aus Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaft negativ auf das Jahresergebnis aus.

2. Finanzlage

Der Finanzmittelbestand hat sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 3.404,3 TEUR auf 3.380,8 TEUR reduziert. Wie bereits im Vorjahr nimmt die Schubert GmbH zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 keine Kontokorrentlinien in Anspruch.

Die Gegenüberstellung der vorhandenen und der kurzfristig realisierbaren Deckungsmittel mit den kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten und Rückstellungen zum 31. Dezember 2023 ergibt folgendes Bild:

TEUR
Deckungsmittel 11.997,9
kurzfristiges Fremdkapital 7.623,1
Überdeckung 4.374,8

Die finanzielle Lage der Gesellschaft stellte zu allen Zeiten des Geschäftsjahres sicher, dass die für die Finanzierung des laufenden Geschäfts und der geplanten Investitionen einzusetzenden Eigenmittel und die mittel- bis langfristigen Fremdmittel stets zur Verfügung standen und somit alle Zahlungsverpflichtungen erfüllt werden konnten.

Die Liquidität war dadurch jederzeit als gesichert anzusehen.

3. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich zum Ende des Geschäftsjahres wie folgt dar:

Vermögen 31. Dezember 2023 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 3.749,2 23,8 3.386,0 22,5 363,2 10,7
Umlaufvermögen 12.028,7 76,2 11.683,7 77,5 345,1 3,0
Gesamtvermögen 15.777,9 100,0 15.069,7 100,0 708,3 4,7
Kapital 31. Dezember 2023 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Eigenkapital 8.049,5 51,0 8.527,0 56,6 -447,5 -5,6
langfristige Rückstellungen 105,3 0,7 127,1 0,8 -21,9 -17,2
langfristige Verbindlichkeiten 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
kurzfristige Rückstellungen 3.178,8 20,1 3.587,3 23,8 -408,5 -11,4
kurzfristige Verbindlichkeiten 4.444,3 28,2 2.828,2 18,8 1.616,1 57,1
Gesamtkapital 15.777,9 100,0 15.069,7 100,0 708,3 4,7

II. Chancen- und Risikobericht

Unser Risikomanagementsystem basiert vorrangig auf dem Controlling und der permanenten internen Berichterstattung. Die konsequent eingesetzte Kostenrechnung ermöglicht eine ständige und umfassende Überwachung der einzelnen Baustellen. Die Auftragskalkulation ergibt durch permanente Nachkalkulationen einen weiteren Einblick in die laufenden Aufträge.

Kennziffern wie Liquidität, Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad, steigende Umsätze und Ertragszahlen zeugen von der absoluten und relativen Stabilität der Gesellschaft.

Die Herausforderung der Zukunft wird das Personalmanagement unseres Unternehmens sein, um die Aufträge der Zukunft abarbeiten zu können. Um dies sicherzustellen, wird mit Partnerunternehmen eine eigene Bildungsakademie gegründet.

Unsere Gesellschaft ist Beklagte in einem Prozess im Zusammenhang mit der Insolvenz eines Auftraggebers. Nach Auffassung unseres Rechtsanwalts sind unsere Erfolgsaussichten positiv. Für eventuell verbleibende finanzielle Risiken haben wir 400,0 TEUR zurückgestellt, die wir aktuell für auskömmlich halten.

III. Prognosebericht

Im Lagebericht des Vorjahres wurde eine leicht verbesserte Gesamtleistung, Rohertrag und Ergebnis vor Steuern prognostiziert. Die Gesamtleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr übertrag die Erwartungen. Der Fertigstellungsgrad der Projekte konnte erheblich gesteigert werden. Der Rohertrag und das Ergebnis vor Steuern blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück. Dies ist im Wesentlichen auf die handelsrechtlich nicht aktivierbar Gewinnmarge zurückzuführen.

Der Auftragsvorlauf für 2024 beläuft sich auf 69,5 Mio. EUR. Die Aufträge reichen zum Teil in das Jahr 2025 hinein.

Aus diesen wirtschaftlichen Daten lässt sich ableiten, dass im Geschäftsjahr 2024, dem 36. Jahr seit Gründung der Gesellschaft, mit einer leicht verbesserten Gesamtleistung, Rohertrag und Ergebnis vor Steuern zu rechnen ist.

 

Tangerhütte, 28. Februar 2024

gez. Christoph Schubert, Geschäftsführer

gez. Dirk Lettau, Geschäftsführer

gez. Jörg Marks, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.749.214,53 3.385.998,77
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 164.105,50 142.218,00
II. Sachanlagen 3.347.776,36 2.706.448,10
III. Finanzanlagen 237.332,67 537.332,67
B. Umlaufvermögen 11.900.613,62 11.592.695,10
I. Vorräte 5.260.655,17 2.691.944,55
davon erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (offen aktivisch abgesetzt) 40.130.765,29 22.741.525,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.259.195,98 2.115.655,11
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 30.836,99 27.159,88
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.380.762,47 6.785.095,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 128.097,10 90.959,90
Aktiva 15.777.925,25 15.069.653,77

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.049.527,72 8.527.007,91
I. Gezeichnetes Kapital 106.000,00 106.000,00
II. Kapitalrücklage 127.822,97 127.822,97
III. Gewinnrücklagen 138.972,00 138.972,00
IV. Gewinnvortrag 5.254.212,94 4.261.372,57
V. Jahresüberschuss 2.422.519,81 3.892.840,37
B. Rückstellungen 3.284.061,27 3.714.435,82
C. Verbindlichkeiten 4.444.336,26 2.828.137,78
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.444.336,26 2.828.137,78
davon gegenüber Gesellschaftern 102,06
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 72,26
Passiva 15.777.925,25 15.069.653,77

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 23.469.309,77 21.201.170,56
2. Personalaufwand 14.874.971,57 11.687.226,32
a) Löhne und Gehälter 12.295.188,32 9.641.618,69
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.579.783,25 2.045.607,63
davon für Altersversorgung 58.717,04 42.146,89
3. Abschreibungen 1.119.982,46 618.798,56
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 829.758,46 618.798,56
davon außerplanmäßige Abschreibungen 12.826,76
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 290.224,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.043.965,35 3.620.809,96
5. Erträge aus Beteiligungen 12.270,50 350.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 12.270,50 350.000,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 110,44 110,44
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.340,81 327,76
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 169.121,93 150.101,73
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 842.541,69 1.554.131,50
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.742,00
10. Ergebnis nach Steuern 2.457.448,52 3.920.540,69
11. sonstige Steuern 34.928,71 27.700,32
12. Jahresüberschuss 2.422.519,81 3.892.840,37

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Schubert GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Tangerhütte
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Stendal
Register-Nr.: HRB 926

Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Zum Zwecke der Vergleichbarkeit und Klarheit werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Geschäftsjahr 2023 unter den fertigen Erzeugnissen und Waren ausgewiesen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 hat bisherige 100%ige Tochtergesellschaft Schubert-Berlin Elektrotechnik GmbH im Wege der Verschmelzung ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten auf die Schubert GmbH übertragen und ist damit aufgelöst.

Die Schubert GmbH hat hinsichtlich des übernommenen Vermögens von dem Wahlrecht nach § 24 UmwG Gebrauch gemacht und die Buchwerte aus der Schlussbilanz der Schubert-Berlin Elektrotechnik GmbH fortgeführt. Der sich daraus ergebene Verschmelzungsgewinn in Höhe von 492.405,37 EUR ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen auszuweisen.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten 800,00 EUR nicht übersteigen, werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Soweit erforderlich, wird der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden dem Wahlrecht des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB entsprechend offen von den Vorräten abgesetzt.

In den Herstellungskosten sind neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten notwendige Gemeinkosten und durch die Herstellung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Soweit Ausfallrisiken für Forderungen bestehen, werden diese durch Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Für Ausgaben, die Aufwand in Folgejahren darstellen, ist ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet worden.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, sind mit diesen Schulden verrechnet worden. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen verfahren.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung maßgeblichen Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für Einnahmen, die Ertrag in Folgejahren darstellen, ist ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet worden.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge aus Umwandlung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Abgänge aus Umwandlung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 341.026,46 30.688,50 106.164,85 0,00 0,00 477.879,81
341.026,46 30.688,50 106.164,85 0,00 0,00 477.879,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 967.476,77 6.230,00 157.630,54 0,00 0,00 1.131.337,31
2. technische Anlagen und Maschinen 55.610,34 1.442,73 0,00 0,00 0,00 57.053,07
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.701.008,90 209.712,04 1.280.227,20 731.617,58 0,00 4.459.330,56
4.724.096,01 217.384,77 1.437.857,74 731.617,58 0,00 5.647.720,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 534.832,67 0,00 0,00 0,00 300.000,00 234.832,67
2. Genossenschaftsanteile 2.500,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.500,00
537.332,67 0,00 0,00 0,00 300.000,00 237.332,67
Summe Anlagevermögen 5.602.455,14 248.073,27 1.544.022,59 731.617,58 300.000,00 6.362.933,42
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Zugänge aus Umwandlung
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 198.808,46 92.672,35 22.293,50 0,00 313.774,31
198.808,46 92.672,35 22.293,50 0,00 313.774,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 372.102,74 53.684,54 1.734,00 0,00 427.521,28
2. technische Anlagen und Maschinen 34.362,84 4.226,50 164,73 0,00 38.754,07
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.611.182,33 679.175,07 106.942,04 563.630,21 1.833.669,23
2.017.647,91 737.086,11 108.840,77 563.630,21 2.299.944,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.216.456,37 829.758,46 131.134,27 563.630,21 2.613.718,89
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 01.01.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 164.105,50 142.218,00 142.218,00
164.105,50 142.218,00 142.218,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 703.816,03 595.374,03 595.374,03
2. technische Anlagen und Maschinen 18.299,00 21.247,50 21.247,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.625.661,33 2.089.826,57 2.089.826,57
3.347.776,36 2.706.448,10 2.706.448,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 234.832,67 534.832,67 534.832,67
2. Genossenschaftsanteile 2.500,00 2.500,00 2.500,00
237.332,67 537.332,67 537.332,67
Summe Anlagevermögen 3.749.214,53 3.385.998,77 3.385.998,77

* Aufgrund der Gesamtrechtsnachfolge im Rahmen der Verschmelzung durch Aufnahme werden die historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und kumulierten Abschreibungen der Schubert-Berlin Elektrotechnik GmbH fortgeführt.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die projected unit credit method angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel 2018 G

Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes wird von der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, wonach der Zinssatz herangezogen werden kann, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 10.974,00 EUR, der nach § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 774.647,00 EUR stehen mit Anschaffungskosten bewertete Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 669.379,33 EUR gegenüber, sodass saldiert eine Rückstellung in Höhe von 105.267,77 EUR verbleibt.

Aufgrund der vorgenommenen Saldierung der Pensionsrückstellungen mit den als Deckungsvermögen geltenden Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen werden im Berichtsjahr zugehörige Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von 13.336,00 EUR und Erträge aus dem verrechneten Vermögen in Höhe von 18.671,25 EUR saldiert unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungen enthalten: Rückstellungen für Personalaufwendungen, ausstehende Rechnungen, zu erwartende Erlösveränderungen, Schlussrechnungseinbehalte sowie Gewährleistungen und Garantien.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 30.836,99 EUR (Vorjahr: 27,2 TEUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt 4.444.336,26 EUR (Vorjahr: 2.828,1 TEUR).

Angaben zur Mitzugehörigkeit von Posten

Unter dem Posten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 11.270,43 EUR (Vorjahr: 28,0 TEUR) ausgewiesen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Die Schubert GmbH hat im Juli 2019 als gemeinsamer Kreditnehmer mit der Salvia Group GmbH und der Salvia Elektrotechnik GmbH einen Kreditvertrag über eine Aval-Kreditlinie in Höhe von 20,0 Mio. EUR abgeschlossen. Die Schubert GmbH haftet für sämtliche Verpflichtungen aus diesem Kreditvertrag gesamtschuldnerisch.

Die Gesellschaft geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Die Gesellschaft schätzt daher bei den aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko der Inanspruchnahme nicht als wahrscheinlich.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz der ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.273.727,33 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

4. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren, ohne Geschäftsführer, durchschnittlich 259 (Vorjahr: 212) Arbeitnehmer beschäftigt, davon waren 76 (Vorjahr: 63) gewerbliche Arbeitnehmer, 127 (Vorjahr: 108) Angestellte und 56 (Vorjahr: 41) Auszubildende.

Namen der Geschäftsführer

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist Herr Dirk Lettau, Dip.-Ing. für Elektrotechnik, Tangermünde, zum Geschäftsführer bestellt gewesen.

Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 30. November 2022 ist Herr Christoph Schubert, Tangerhütte OT Uetz, mit Wirkung zum 1. Januar 2023 zum Geschäftsführer bestellt worden. Gleichzeitig ist Herr Volker Schubert als Geschäftsführer ausgeschieden.

Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 15. Februar 2023 ist Herr Jörg Marks Glienicke/Nordbahn, mit Wirkung zum 1. April 2023 zum Geschäftsführer bestellt worden.

Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt aufgrund der Schutzvorschrift § 286 Abs. 4 HGB.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
Norbert Rüsch GmbH, Berlin 100,00% 239.219,03 975.810,55
eltrion GmbH, Unterföhring 33,34% -21.745,83 134.927,54

Bei den Angaben über das Jahresergebnis und das Eigenkapital der eltrion GmbH handelt es sich um die Werte des Geschäftsjahres 2021.

Konzernzugehörigkeit

Die Schubert GmbH wird in den Konzernabschluss der Salvia Holding GmbH, Eislingen, einbezogen.

Die Salvia Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf.

Der offengelegte Konzernabschluss ist im Bundesanzeiger erhältlich.

 

Tangerhütte, 28. Februar 2024

gez. Christoph Schubert, Geschäftsführer

gez. Dirk Lettau, Geschäftsführer

gez. Jörg Marks, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Für Zwecke der Offenlegung sind zulässige Kürzungen vorgenommen worden. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schubert GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schubert GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schubert GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks

 

Bremen, 28. Februar 2024

SIEMER + PARTNER Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Siemer, Wirtschaftsprüfer

gez. Dipl.-Kffr. Bottermann, Wirtschaftsprüferin

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