Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 618 SE
Vorher
Segeberger Kliniken GmbH, Fachklinik für Kardiovasculäre Erkrankungen, Neurologie, Psychosomatik und Rehabilitation
Eingetragen
28.7.2004
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenVorsorge- und Rehabilitationskliniken
Gegenstand
Errichtung und der Betrieb von Kliniken zur Durchführung von stationären und ambulanten Krankenhausbehandlungen einschließlich der Vorsorgeund Nachsorgebehandlungen sowie Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und Pflege. Die Gesellschaft kann Geschäfte jeder Art abschließen, die der Erreichung des Gesellschaftszwecks unmittelbar oder mittelbar dienen. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Geschäftsunternehmen aller Art zu beteiligen oder solche zu erwerben, deren Vertretung zu übernehmen und Zweigniederlassungen zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Florian Dr. Schubert
seit 4.10.2021
Prokura
Lars Eric Blunk
seit 16.2.2016
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
SK Holding und Management GmbH
50.20%
MCO Vermögensverwaltung GmbH
49.80%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

SK Holding und Management GmbH
Germany
25100
50.20%
MCO Vermögensverwaltung GmbH
Germany
24900
49.80%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SEGEBERGER KLINIKEN GMBH

Bad Segeberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.726.292,13 1.328.693,01
2. geleistete Anzahlungen 252.927,74 233.598,19
2.979.219,87 1.562.291,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.475.397,74 4.118.128,15
2. technische Anlagen und Maschinen 357.101,45 508.789,64
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.003.697,42 9.077.327,88
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 225.555,05 1.516.215,58
15.061.751,66 15.220.461,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.222.523,41 1.222.523,41
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.800.000,00 6.800.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 15.000.000,00 25.000.000,00
4. sonstige Ausleihungen 7.500.000,00 0,00
30.522.523,41 33.022.523,41
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.334.835,09 3.375.807,48
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.028.773,12 1.799.694,91
6.363.608,21 5.175.502,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.959.796,32 22.723.908,86
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.289.375,64 16.475.866,35
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 21.304,64
4. sonstige Vermögensgegenstände 9.791.455,61 7.448.449,42
47.040.627,57 46.669.529,27
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.312.955,48 9.796.526,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 770.816,42 524.663,46
114.051.502,62 111.971.497,06

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnrücklagen
1. andere Gewinnrücklagen 82.609.026,51 79.672.493,06
III. Bilanzgewinn 128.089,84 2.936.533,45
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 8.309.488,00 6.387.885,74
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.294.664,00 3.475.781,00
2. Steuerrückstellungen 154.596,80 154.596,80
3. sonstige Rückstellungen 3.168.650,02 3.133.623,33
6.617.910,82 6.764.001,13
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 276.455,69 570.613,13
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.811.913,42 1.999.516,46
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.526.955,77 3.033.212,83
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27.328,01 0,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 8.940.223,01 10.571.262,23
15.582.875,90 16.174.604,65
- davon aus Steuern Euro 675.800,17 (Euro 666.033,47)
E. Rechnungsabgrenzungsposten 778.546,96 10.414,44
114.051.502,62 111.971.497,06

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 121.286.024,36 119.851.414,96
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.229.078,21 164.376,37
3. sonstige betriebliche Erträge 5.778.720,81 11.490.092,20
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 22.809.464,74 24.737.880,98
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.067.476,28 5.101.029,50
28.876.941,02 29.838.910,48
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 50.450.642,07 49.253.499,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.187.344,57 9.182.225,84
59.637.986,64 58.435.725,06
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.537.033,56 4.651.105,42
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 32.273.323,91 31.924.443,20
8. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 0,00 91.820,67
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.540.274,20 596.630,83
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 281.154,27 260.687,02
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 4.089.575,71 3.598.863,44
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.139,31 547.213,64
13. Ergebnis nach Steuern 128.943,16 2.937.386,77
14. sonstige Steuern 853,32 853,32
15. Jahresüberschuss 128.089,84 2.936.533,45
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.936.533,45 14.061.833,85
17. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in andere Gewinnrücklagen 2.936.533,45 14.061.833,85
18. Bilanzgewinn 128.089,84 2.936.533,45

Anhang zum Jahresabschluss 2023

der SEGEBERGER KLINIKEN GMBH Bad Segeberg

I. Allgemeine Angaben

Die SEGEBERGER KLINIKEN GMBH hat ihren Sitz in Bad Segeberg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Kiel eingetragen (Reg.Nr. HRB 618 SE).

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Vorschriften des GmbH-Gesetzes, sowie die des HGB über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung für große Kapitalgesellschaften beachtet worden.

II. Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer ausschließlich nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Zugänge wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Mehrwertsteuer und Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Preisnachlässen und Skonti bewertet.

Die Abgänge wurden zu Restbuchwerten zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht.

Die Abschreibungen wurden planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen und erfolgten (pro rata temporis) monatsgenau.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen Euro 250,01 und Euro 800,00 wurden aufgrund steuerlicher Vorteile im J ahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Für selbständig nutzbare bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen Euro 800,01 und 1.000,00 Euro wurde letztmalig zum 31.12.2019 ein Sammelposten gebildet, der im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte des medizinischen Bedarfs erfolgt zu einem durch das Warenwirtschaftssystem ermittelten gleitenden Durchschnittswert einschließlich der nicht abziehbaren Umsatzsteuer, abzüglich Boni und Rabatte.

Die unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten einschließlich anteiliger Gemeinkosten bewertet.

In allen Stationen und medizinischen Leistungsbereichen wurde der Bestand durch Inventur ermittelt. Die Bewertung erfolgte auf Basis der Inventurwerte (gleitenden Durchschnittswert einschließlich der nicht abziehbaren Umsatzsteuer, abzüglich Rabatte und Skonti).

Die Bewertung der Lebensmittel, Getränke und Vorräte des Wirtschaftsbedarfs und des technischen Bedarfs erfolgte zu Anschaffungskosten.

Forderungen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt worden. Am Bilanzstichtag bestanden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TD-€ 1.496 (Vj. TD- € 1.376).

Eine Pauschalwertberichtigung wurde in Höhe von 1 % auf den um die einzelwertberichtigten Forderungen gekürzten Forderungsbestand gebildet.

Die Forderungen sind überwiegend kurzfristig fällig.

In den Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind TD-€ 0 (Vj. TD-€ 21) gegenüber der Gesellschafterin MCO VERMÖGENSVERWALTUNGS GMBH, Bad Segeberg enthalten.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft lautet auf DEM 50.000.

Die Gesellschafter haben mit der Gesellschafterversammlung vom 31.03.2023 beschlossen, den gesamten Jahresüberschuss aus dem Wirtschaftsjahr 2022 in Höhe von Euro 2.936.533,45 in die Gewinnrücklage einzustellen.

Ausschüttungen aus den Gewinnrücklagen wurden im Berichtsjahr in Höhe von Euro 0,00 beschlossen.

Sonderposten

Die Fördermittel des Landes, als Zuschüsse zum Anlagevermögen in Anlehnung an die Vorschriften der KHBV, werden grundsätzlich in einem Sonderposten mit Rücklageanteil passiviert und analog zu den Abschreibungen aufgelöst. Partiell werden diese Zuschüsse im Einklang mit dem Krankenhausfinanzierungsgesetz und dem BilMoG auch als sonstige Erträge gebucht, indem in der Verwendungsrechnung eine Korrelation zwischen Fördermitteln und gemäß KHG zulässigen Aufwendungen (Mieten und Leasing) hergestellt wurde. Die Bildung von neuen Sonderposten schwankt hierdurch entsprechend.

Pensions-Rückstellungen

Zur Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde die Heubeck AG in Köln mit der Erstellung eines versicherungsmathematischen Gutachtens beauftragt. Als Parameter wurden folgende Werte benutzt:

- Bewertungsverfahren: Teilwertverfahren (Finanzierung ab Eintritt)
- Rechnungszins: 1,83 % (Bekanntgabe durch Deutsche Bundesbank)
- Gehaltstrend: 0,00 % p.a.
- Rententrend: 0,00 % p.a.
- Biometrische Rechnungsgrundlagen: Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck
- Fluktuationssatz 0,00 % p.a.

Der nach § 253 Abs. 6 HGB angabepflichtige und ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beträgt TD-€ 19.

Ein aktiver latenter Steuerposten auf Grund des abweichenden Ansatzes der Pensionsrückstellungen in der Steuerbilanz nach § 6a EStG wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht gebildet.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen für Ausgleichsverpflichtungen nach der BPfIV / KHEntG gegenüber den Kostenträgern wurden im Berichtsjahr nicht gebildet.

Im Übrigen sind u.a. Rückstellungen für Prozesskosten (TD-€ 76; Vj. TD-€ 42), für Resturlaub (TD-€ 701; Vj. TD-€ 545), für Überstunden (TD-€ 409; Vj. TD-€ 421), für Berufsgenossenschaftsbeiträge (TD-€ 102; Vj. TD-€ 101), für Sonderzahlungen (TD-€ 92; Vj. TD-€ 171), für Sonstige Rückzahlungsverpflichtungen nach SodEG (TD-€ 1.619; Vj. TD-€ 1.619), für ausstehende Eingangsrechnungen (TD-€ 37; Vj. TD-€ 93) sowie für Archivierungskosten (TD-€ 50; Vj. TD-€ 50) enthalten.

Bei der Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Stichtag nicht.

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem J ahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TD-€ 0 (Vj. TD-€ 9) gegenüber der Gesellschafterin SK HOLDING UND MANAGEMENT GMBH, Bad Segeberg enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind TD-€ 27 (Vj. TD-€ 0) gegenüber der Gesellschafterin MCO VERMÖGENSVERWALTUNGS GMBH, Bad Segeberg enthalten.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat für die Darlehensverbindlichkeiten der VITALIA HOLDING UND SERVICE GMBH, Bad Segeberg selbstschuldnerische Bürgschaften übernommen, wie auch die VITALIA HOLDING UND SERVICE GMBH selbstschuldnerische Bürgschaften für Darlehensverbindlichkeiten der SEGEBERGER KLINIKEN GMBH übernommen hat. Die Gesellschaft hat mit Erwerb von 94,8 % der Anteile an der AK SEGEBERGER KLINIKEN GMBH mit Selbiger einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Durch den Gewinnabführungsvertrag übernimmt die SEGEBERGER KLINIKEN GMBH sämtliche Gewinne und Verluste der AK SEGEBERGER KLINIKEN GMBH. Der Vertrag läuft seit 2004. Insgesamt bestanden für alle 3 Firmen zusammen am 31.12.2023 externe, langfristige Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TD-€ 9.076 (Vj. TD- € 11.369). Die Darlehensverbindlichkeiten sind nur noch mittelfristig. Alle Beträge betreffen verbundene Unternehmen.

Alle genannten Gesellschaften bedienen ihre Verbindlichkeiten planmäßig und fristentsprechend. Anzeichen für eine Bestandsgefährdung einer der Gesellschaften sind nicht gegeben. Daher wird die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen als sehr niedrig eingeschätzt.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr gliedern sich wie folgt:

In tausend € 2023 2022
Leistungen aus Krankenhausbetrieb 82.582 80.245
Leistungen aus Rehabilitation 26.090 26.351
Wahlleistungen 1.193 1.188
Nutzungsentgelte 2.811 2.586
Ambulante Leistungen 1.856 2.281
Personalgestellung an AK GMBH 4.957 4.778
Verwaltungskostenumlagen 571 575
Sonstige 1.226 1.847
121.286 119.851

Die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr gliedern sich wie folgt:

In tausend € 2023 2022
Zuschüsse Corona Akut-Bereich 0 7.716
Zuschüsse Corona Reha-Bereich 0 0
Zuschüsse für Ifd. Aufwendungen (Energie) 2.639 277
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 250 1.734
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten 1.541 1.269
MDK - negative Prüfpauschale 92 90
Periodenfremde Erträge 989 195
Erträge aus der Betriebsprüfung 0 0
Erlöse für die Gestellung von Transplantationsbeauftragte 89 83
Sonstige 179 126
5.779 11.490

Die periodenfremden Aufwendungen resultieren vorwiegend aus Änderungen, Stornierungen und Neuerteilung von Rechnungen aus Vorjahren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

In tausend € 2023 2022
Mieten / Pachten / Leasing 8.573 8.827
Fremdpersonal inkl. IC-Personal 7.389 8.269
Instandhaltungen 7.444 6.463
IC Weiterbelastung SBA, Instandhaltung 2.371 1.972
Energie, Wasser, Entsorgung 1.863 1.899
Verwaltungskosten 2.900 2.465
Wirtschaftsbedarf 779 668
Periodenfremde Aufwendungen 526 636
Forderungsverluste, Erhöhung EWB/PWB 183 566
Sonstige 245 159
32.273 31.924

Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält mit TD-€ 61 (Vj. TD-€ 65) Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung.

III. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus langfristigen Pachtverträgen mit der VITALIA HOLDING UND SERVCE GMBH (verbundenes Unternehmen) resultieren in 2023 Aufwendungen (inkl. Nebenkosten) in Höhe von TD- € 8.258 (Vj. TD-€ 8.450). Die Aufwendungen werden in den Folgejahren konstant bleiben.

Neben den genannten Verpflichtungen bestehen keine weiteren gemäß § 251 Satz 1 HGB.

Mutterunternehmen

Die Gesellschaft ist Tochterunternehmen (50,2 %) der SK HOLDING UND MANAGEMENT GMBH, Bad Segeberg. Die SK HOLDING UND MANAGMENT GMBH hat Frau Marlies Borchert als einzige Gesellschafterin.

Die Muttergesellschaft stellt den Konzernabschluss des größten sowie des kleinsten Konsolidierungskreises auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Handels- / Unternehmensregister veröffentlicht.

Dieser Konzernabschluss hat befreiende Wirkung für die Aufstellung eines Konzernabschlusses der Gesellschaft.

Beeinflussung der Ergebnisse durch steuerliche Sonderabschreibungen

In Vorjahren wurden steuerliche Sonderabschreibungen in Höhe von rd. TD-€ 12.629 in Anspruch genommen. Aufgrund dieser Maßnahmen ergab sich in 2023 unter Berücksichtigung der Steuerbelastungen ein um TD-€ 208 (Vj. TD-€ 208) höheres Jahresergebnis.

Bei positiven Jahresergebnissen der nächsten Jahre sowie Ergebnisthesaurierung werden zusätzliche Steuerbelastungen bis zum Ende der betrieblichen Nutzungsdauern der begünstigten Wirtschaftsgüter auf Grund der Erhöhung des Betriebsergebnisses um insgesamt TD-€ 151 (Vj. TD-€ 236) erwartet.

Es wird vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht, die niedrigeren Wertansätze dieser Vermögensgegenstände beizubehalten.

Gesellschafter

SK HOLDING UND MANAGEMENT GMBH, Bad Segeberg (Mutterunternehmen; 50,2 %) MCO VERMÖGENSVERWALTUNGS GMBH, Bad Segeberg (49,8 %)

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wurde von

Frau Marlies Borchert (kaufm. Gesamtleitung), Groß Rönnau,

Herrn Oliver Wielgosch-Borchert (kaufm. Gesamtleitung) Bad Segeberg, und

Herrn Marco Martin (operative Leitung), Hamburg (bis 24.05.2023), wahrgenommen.

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Beteiligungsbesitz

Die Gesellschaft hält 94,8 % des Stammkapitals der AK SEGEBERGER KLINIKEN GMBH, Bad Segeberg. Die AK SEGEBERGER KLINIKEN GMBH weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von TD-€ 4.928 aus. Mit der Gesellschaft besteht ein Gewinnabführungsvertrag, daher weist die AK SEGEBERGER KLINIKEN GMBH einen Gewinn in Höhe von TD-€ 0 aus.

Die Gesellschaft hält 100 % des Stammkapitals der VRG Reinigungsservice GmbH, Bad Segeberg. Die VRG Reinigungsservice GmbH weist ein Jahresergebnis von TD-€ 43 (Vj. TD-€ 7) und zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von TD-€ 314 (Vj. TD-€ 271) aus.

Die Gesellschaft hält 100 % des Stammkapitals der KARDIOLOGISCHES VERSORGUNGSZENTRUM SEGEBERGER KLINIKEN GMBH, Bad Segeberg. Die KARDIOLOGISCHES VERSORGUNGSZENTRUM SEGEBERGER KLINIKEN GMBH weist einen Jahresüberschuss von TD-€ 201 (Vj. TD-€ 82) und zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von TD-€ 2.435 (Vj. TD- € 2.234) aus.

Die Gesellschaft hält 100 % des Stammkapitals der AMBULANTES VERSORGUNGSZENTRUM SEGEBERGER KLINIKEN GMBH, Bad Segeberg. Mit der Gesellschaft besteht ein Gewinnabführungsvertrag (eingetragen ins Handelsregister am 06.11.2012), daher weist die AMBU- LANTES VERSORGUNGSZENTRUM SEGEBERGER KLINIKEN GMBH ein Ergebnis in Höhe von TD-€ 0 aus. Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag beträgt TD-€ -149 (Vj. TD-€ -149).

Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl aller Mitarbeiter betrug 2023: 1.188 (Vj. 1.213)

Davon Auszubildende: 42 (Vj. 45)

Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen das gesamte Jahresergebnis in die Gewinnrücklagen einzustellen.

IV. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Das neue Geschäftsjahr hat sich bis zum Datum der Berichtserstellung erwartungsgemäß entwickelt. Die Fallzahl in den akutstationären Bereichen konnten auf dem Niveau des Vorjahres gehalten und partiell ausgebaut werden. Die Entgeltverhandlungen wurden bis Dato nicht abgeschlossen. Nach unseren internen Berechnungen entstehen für die Segeberger Klinken keine Ausgleichsverpflichtungen. Eventuell entstehende Forderungen gegen die Kostenträger im Bereich der Psychosomatik (wie im Vorjahr) haben wir aus kaufmännischer Vorsicht nicht gebildet, da die Auslegung der rechtlichen Vorschriften durch die Kostenträger für uns nicht transparent genug sind. Über weitere Vorgänge kann aufgrund des frühen Erstellungstermins dieses Berichts nicht berichtet werden. Auswirkungen durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg werden im Lagebericht dargestellt.

 

Bad Segeberg, den 21. März 2024

gez. Marlies Borchert, Geschäftsführerin

gez. Oliver Wielgosch-Borchert, Geschäftsführer

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.652.061,59 2.070.196,17 0,00 179.876,83 9.902.134,59
2. geleistete Anzahlungen 233.598,19 199.206,38 0,00 179.876,83- 252.927,74
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 7.885.659,78 2.269.402,55 0,00 0,00 10.155.062,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.834.009,23 0,00 0,00 2.934.198,92 30.768.208,15
2. technische Anlagen und Maschinen 4.803.894,54 0,00 0,00 0,00 4.803.894,54
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.105.923,59 1.935.832,30 428.975,49 5.576,34 42.618.356,74
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.516.215,58 1.670.534,73 21.420,00 2.939.775,26 225.555,05
Summe Sachanlagen 75.260.042,94 3.606.367,03 450.395,49 0,00 78.416.014,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.222.523,41 0,00 0,00 0,00 1.222.523,41
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.800.000,00 0,00 0,00 0,00 6.800.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 25.000.000,00 0,00 10.000.000,00 0,00 15.000.000,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 7.500.000,00 0,00 0,00 7.500.000,00
Summe Finanzanlagen 33.022.523,41 7.500.000,00 10.000.000,00 0,00 30.522.523,41
Summe Anlagevermögen 116.168.226,13 13.375.769,58 10.450.395,49 0,00 119.093.600,22
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Umbuchung kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.323.368,58 852.473,88 0,00 0,00 7.175.842,46
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 6.323.368,58 852.473,88 0,00 0,00 7.175.842,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.715.881,08 576.929,33 0,00 0,00 24.292.810,41
2. technische Anlagen und Maschinen 4.295.104,90 151.688,19 0,00 0,00 4.446.793,09
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.028.595,71 2.955.942,16 369.878,55 0,00 34.614.659,32
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 60.039.581,69 3.684.559,68 369.878,55 0,00 63.354.262,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 66.362.950,27 4.537.033,56 369.878,55 0,00 70.530.105,28
Zuschreibungen Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2023
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.726.292,13
2. geleistete Anzahlungen 0,00 252.927,74
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.979.219,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 6.475.397,74
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 357.101,45
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 8.003.697,42
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 225.555,05
Summe Sachanlagen 0,00 15.061.751,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.222.523,41
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 6.800.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 15.000.000,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 7.500.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 30.522.523,41
Summe Anlagevermögen 0,00 48.563.494,94

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der SEGEBERGER KLINIKEN GMBH

Bad Segeberg

0. Vorbemerkung

Bei der Darstellung des Lageberichtes wird regelmäßig der Vergleich zum Vorjahr herangezogen. Da das Jahr 2022 durch die ausklingende Corona-Pandemie als Vergleichsjahr nur bedingt aussagefähig ist, wird in diesem Lagebericht an verschiedenen Stellen ebenfalls der Vergleichswert aus dem Jahr 2019 angegeben. Damit haben die Adressaten des Lageberichtes die Möglichkeit, sich ein umfassenderes Bild der Gesamtlage der Unternehmung zu machen, da nur so die Auswirkungen durch die Corona-Pandemie und andere weltpolitische Ereignisse sichtbar werden.

I. Geschäftsverlauf und Lage

Die SEGEBERGER KLINIKEN GMBH nimmt einen überregionalen Versorgungsauftrag für die Bevölkerung in und auch außerhalb von Schleswig-Holstein wahr. Die Schwerpunkte liegen in der Akut-Versorgung von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Kardiologie, Angiologie, Herzchirurgie, Gefäßchirurgie), mit neurologischen Erkrankungen (Akut Phase A und Frührehabilitation Phase B) sowie sämtlicher weiterführenden Rehabilitationsphasen (Kardiologie, Phase D, Neurologie, Phasen C und D) und mit psychosomatischen Krankheitsbildern sowohl im Akut- als auch im Rehabilitationsbereich.

Die SEGEBERGER KLINIKEN GMBH hat die selbst gesteckten Vorgaben bezüglich der Fallzahlen auf Grund der Corona-Pandemie im Geschäftsjahr 2023 nicht erreicht. Die akutstationäre Fallzahl mit 12.199 Fällen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr (12.414 Fälle) um 1,7 Prozent und gegenüber dem Jahr 2019 (15.131 Fälle) um 19,4 Prozent. Maßgeblich für diesen Rückgang sind unter anderem die rückläufigen Corona-Fälle und der Chefarztwechsel in der Gefäßchirurgie. Die Fallzahlen einzelner Fachdisziplinen entwickelten sich wie folgt: Herzchirurgie +4% (2019: - 32%), Kardiologie -2,5% (2019: - 27%), Neurologie +10% (2019: - 8%), Innere Medizin -7% (2019: - 14% ), Gefäß-chirurgie -30% (2019: +87%). Die restlichen Bereiche zeigten glücklicherweise nur eine leichte Volatilität.

Die akutstationäre Gesamtfallzahl unter Einbeziehung der Tochtergesellschaft AK SEGEBERGER KLINIKEN GMBH liegt mit insgesamt 16.423 Fällen (Vj.: 16.764 Fälle; 2019: 21.274) um 2,0 % unter dem Niveau des Vorjahres und mit 23,0 % unter dem Wert des J ahres 2019.

Die Akutkardiologie der SEGEBERGER KLINIKEN GMBH stellt weiterhin die größte Einheit innerhalb der Kliniken mit 6.327 Fällen dar. Durch die Nicht-Erreichung des Vorjahres-Budgets und der damit verbundenen Fallzahlentwicklung war die Bildung von Ausgleichsverpflichtungen nicht nötig.

Die Entgeltverhandlungen mit den Kostenträgern für das Jahr 2021 und 2022 als nachhaltige Finanzierung der erbrachten Leistungen wurden im Sommer 2023 abgeschlossen. Bei den Budgetverhandlungen der Jahre 2021 und 2022 wurden gleichfalls die Ausgleichsberechnungen für die Jahre 2018, 2019 und 2020 einbezogen. Die Entgeltverhandlungen für das Jahr 2023 sollen im J uni 2024 beginnen. Ein früherer Termin wurde uns durch die Kostenträger nicht angeboten. Nach unseren internen Berechnungen entstehen für die Segeberger Klinken keine Ausgleichsverpflichtungen. Eventuell entstehende Forderungen gegen die Kostenträger (wie im Vorjahr) haben wir aus kaufmännischer Vorsicht partiell gebildet.

In der Akutneurologie der SEGEBERGER KLINIKEN GMBH werden akutstationäre Leistungen der Phasen A (Akut) und B (Frührehabilitation) angeboten.

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Fallzahl um 10,5 % auf insgesamt 2.347 Fälle erhöht; im Jahr 2019 betrug die Fallzahl 2.539. Der Anstieg der Fallzahlen resultiert aus der Rekrutierung neuer Mitarbeiter im Bereich der Pflegekräfte verbunden mit der Personaluntergrenzen-Verordnung.

Auch die akutstationär geführte psychosomatische Abteilung der SEGEBERGER KLINIKEN GMBH wies im Berichtsjahr eine rückläufige Fallzahlentwicklung aus. Insgesamt wurden 325 Fälle (Vj. 388 Fälle; 2019: 456 Fälle) behandelt, für die 13.796 (Vj. 16.120; 2019: 18.511) Berechnungstage die mit dem für diesen Bereich gültigen Tagespflegesatz abgerechnet wurden. Die mittlere Verweildauer stieg von 41,5 auf 42,4 Tage.

Das strategische Konzept der SEGEBERGER KLINIKEN GMBH bleibt die Verzahnung der akutstationären Versorgung mit der rehabilitativen Nachbetreuung. Die Belegungstage konnten dabei mit 135.935 trotz der anhaltenden Sicherheitsmaßnahmen der Corona-Pandemie wieder etwas gesteigert werden (+9% im Vergleich zu 124.354 im Vj. und -19% im Vergleich zu 168.101 in 2019).

Die Erlösstruktur im rehabilitativen Bereich, bei einem Gesamtumsatz in Höhe von TEuro 26.090, stellt sich wie folgt dar: Kardiologie 21,0% (Vj. 19,6%), Psychosomatik 27,3% (Vj. 24,1%), Neurologie Phase D 20,2% (Vj. 18,2%), Neurologie Phase C 31,5% (Vj. 38,1%).

Die Leistungsbereiche Akutversorgung und Rehabilitation (ohne Pflege) lagen bei einem Umsatz von T€ 105.135 mit 1,4% unter dem Niveau des Vorjahres. Die Erlöse aus Wahlleistungen, Ambulanzen und Nutzungsentgelten entwickelten sich insgesamt etwas stärker rückläufig im Verhältnis zu den Akuterlösen. Die Erlöse aus medizinischen Nebenleistungen veränderten sich im Vergleich zum Vorjahr nicht maßgeblich.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind um 7,8% auf T€ 22.809 gesunken bei nur leicht verminderten Umsatzerlösen im Akut-Bereich. Die Entwicklung dieser Aufwendungen beruht auf deutlich gesunkenen Kosten im Bereich der Implantate, nachdem das Portfolio aus wirtschaftlichen Gründen umgestaltet und der bisherige Hauptlieferant nun deutlich weniger in Anspruch genommen wurde als noch im Vorjahr. Durch die Einstellung des Betriebes des Corona- Test-Stützpunktes sanken die Aufwendungen für den Laborbedarf um 40%. Darüber hinaus macht sich jedoch die allgemeine Verknappung von Gütern auf dem Weltmarkt durch stetig steigende Beschaffungskosten bemerkbar. Die Relation zwischen dem Posten Aufwendungen für RHB und den Umsatzerlösen aus budgetrelevanten Leistungen (Somatik) veränderte sich von 28,3% auf 28,8% .

Der Personalaufwand erhöhte sich im Berichtszeitraum auf T€ 59.638 (Vj. 58.436, 2019: 56.212); dies stellt eine Steigerung von 2,1% dar. Die Steigerung begründet sich in Gehaltsanpassungen bei gleichzeitigem Rückgang der Beschäftigtenzahl um 2,0% von 1.213 auf 1.188. Der Einsatz von Personal-Leasing-Firmen für die Deckung des Bedarfs an Pflegekräften musste weiter erhöht werden. Hier fielen Aufwendungen in Höhe von T€ 1.087 (Vj. T€ 514) an.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um T€ 349. Ursächlich hierfür sind primär folgende Posten: Instandhaltungen T€ +981, Fremdpersonal T€ -880, Personalbeschaffung T€ +82, Aufwandsweiterbelastung T€ +399, Energiebezug mit T€ -36, Mieten/Pachten/Leasing T€ -253, Wirtschaftsbedarf T€ +112, Forderungsverluste und EWB T€ -384, Verwaltungsaufwand T€ +435 sowie periodenfremde Aufwendungen mit T€ -21 (inkl. Korrekturen von Rechnungen aus dem Vorjahr). Alle anderen Unterposten der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegten sich im Rahmen der normalen Volatilität und waren in Korrelation mit der Erlösentwicklung.

Das Jahr 2023 endet mit einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen in Höhe von T€ -1.121 (Vorjahr: T€ 3.148). Dieser Wert versteht sich als Konsolidierung der akutstationären und rehabilitativen Aktivitäten der SEGEBERGER KLINIKEN GRUPPE, da die Ergebnisübernahmen der AK SEGEBERGER KLINIKEN GMBH und der AVZ SEGEBERGER KLINIKEN GMBH bereits berücksichtigt sind. Nach Zinsen und Steuern weist die Gesellschaft ein Jahresergebnis in Höhe von T€ 128 (Vj. T€ 2.937) aus.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist als gesichert zu betrachten. Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Darüber hinaus stehen zur Deckung des laufenden Finanzbedarfs der Tochtergesellschaft AK SEGEBERGER KLINIKEN GMBH ausreichend Mittel zur Verfügung. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 und danach bis zum Aufstellungszeitpunkt jederzeit zahlungsfähig. Auf die in Abschnitt II dargestellten Risiken wird hingewiesen.

II. Voraussichtliche Entwicklung, Risiken und Chancen

Aufgrund der Wettbewerbssituation am Markt für Rehabilitation wird in Zukunft mit einer weitestgehenden Konstanz bzw. leichtem Anstieg bei der Belegung und der Erhöhung der Tagessätze im moderaten Umfang gerechnet. Durch die Angleichung der Personalkostenstruktur an die allgemeine Marktsituation erwarten wir weitere Steigerungen beim Personalaufwand. Insgesamt rechnen wir für das J ahr 2023 mit einem Ergebnis in Höhe T€ 500.

Die Strategie der SEGEBERGER KLINIKEN GMBH ist, ihre bestehenden Akutkapazitäten zu stabilisieren und Schwerpunkte noch stärker auszubauen. Anfang Dezember 2023 konnte die Station 3F der neurologischen Frührehabilitation im Neurologischen Zentrum nach längerer Renovierungsphase, die parallel zum Tagesgeschäft stattfand, wieder vollumfänglich ihren Betrieb aufnehmen. Im Rahmen der Renovierungsarbeiten wurde gleichsam eine Ertüchtigung der Infrastruktur auf den neuesten technischen Stand vorgenommen, die eine Arbeitserleichterung für Pflege und ärztlichen Dienst bewirkt.

Nennenswerte Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestehen nicht. Die aktuellen Preissteigerungen der medizinischen Güter bewegen sich aktuell noch unter der Inflationsrate. Ein aktuelles und auch für die nächsten Jahre andauerndes Problemfeld stellt die Rekrutierung von Personal dar.

Die begonnenen Instandsetzungsmaßnahmen der Vorjahre werden in 2024 fortgesetzt. Im Bereich der Gebäudeinstandhaltung wird mit einem Volumen in Höhe von T€ 4.000 gerechnet. Die Eigentümerin der Immobilien Am Kurpark (VITALIA HOLDING UND SERVICE GMBH) hat begonnen, sämtliche Gebäude der Segeberger Kliniken Gruppe zu inspizieren, inwieweit zum einen die Tragfähigkeit der Dächer für energetische Anlagen ausgelegt ist und hat zum zweiten bereits begonnen, eine energetische Fassadensanierung am Haus A durchzuführen.

Wesentliche Auswirkungen aufgrund des Ukraine-Krieges werden mit Ausnahme der Auswirkungen auf den Energiemarkt für das J ahr 2024 nicht erwartet.

III. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben einer effizienten und gut geführten Organisation haben die nachfolgend dargestellten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren maßgeblichen Anteil an dem nachhaltigen Erfolg der SEGEBERGER KLINIKEN GRUPPE.

Qualifikation der Mitarbeiter: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SEGEBERGER KLINIKEN GRUPPE sind ein wesentlicher Teil des Kapitals. Ihre Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele leisten einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Periodische Fortbildungen in den unterschiedlichsten Bereichen der SEGEBERGER KLINIKEN GRUPPE werden gefördert, unterstützt und teilweise intern autonom durchgeführt.

Effizienz und Qualität der Prozesse: Um den hohen Qualitätsanspruch auch zukünftig erfüllen zu können, sind regelmäßige Zertifizierungen in den verschiedensten Bereichen des operativen Geschehens fester Bestandteil unseres Handelns. Hierbei wird auch auf Erfahrungen anderer Branchen durch spezielle Berater zurückgegriffen.

Umweltschutz und Ökologie: Der Umweltschutz hat in der SEGEBERGER KLINIKEN GRUPPE weiterhin einen hohen Stellenwert. Beispiele hierfür sind der Betrieb einer Photovoltaik-Anlage, einer Dampferzeugungsanlage, ein Blockheizkraftwerk, Energiemanagement-Systeme und diverse andere Maßnahmen alle im Einklang mit der Richtlinie EnEV 2009 (Energie-Einspar-Verordnung). Zur Überwachung der Umweltverträglichkeit der täglichen Prozesse sowie der Einhaltung und Herstellung der Arbeitssicherheit sowie der Hygienevorschriften verfügt die SEGEBERGER KLINIKEN GRUPPE über speziell geschultes und ausgebildetes Personal. In 2023 wurde begonnen, sämtliche Dachflächen zu untersuchen, inwieweit die Tragfähigkeit für Energetische Installationen vorhanden ist. In 2024 ist das Re-Audit des Energiebereiches geplant, um weitere Ansatzpunkte zur Energieeinsparung auszumachen und in künftige Projekte einfließen zu lassen.

Soziale Komponenten: Die SEGEBERGER KLINIKEN GRUPPE unterstützt aktiv die Familien ihrer Angestellten. Zum einen wird im Konzern ein Kindergarten betrieben, der es selbst alleinerziehenden Elternteilen möglich macht, ab morgens um 06:00 Uhr den Dienst anzutreten. Zum anderen werden in zwei Gesundheitszentren den Mitarbeitern zu Sonderkonditionen sportliche Aktivitäten bis in den späten Abend hinein angeboten.

Des Weiteren werden die Aktivitäten des Vereins "DIE MUSCHEL", ein ambulanter Kinder- und Jugend-Hospiz-Dienst in Segeberg und Lübeck, mannigfaltig unterstützt.

IV. Angaben zum Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst

Auf den Ebenen der Geschäftsführung und Abteilungsleiter besteht eine Frauenquote von 46 %. Auf den Ebenen der Bereichsleiter und Chefärzte besteht eine Frauenquote von 43 %.

 

Bad Segeberg, den 21. März 2024

gez. Marlies Borchert, Geschäftsführerin

gez. Oliver Wielgosch-Borchert, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SEGEBERGER KLINIKEN GMBH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SEGEBERGER KLINIKEN GMBH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SEGEBERGER KLINIKEN GMBH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften unabhängig und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lübeck, 21. März 2024

Diplom-Kaufmann Peter Zimmert, Wirtschaftsprüfer

Beschluss der Gesellschafterversammlung über die Feststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung hat den Jahresabschluss der Gesellschaft am 25. März 2024 festgestellt. Sie hat beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in voller Höhe in die Gewinnrücklagen einzustellen.

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