Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 14567
Vorher
GZS Gesellschaft für Zahlungssysteme mbHFirst Data Deutschland GmbHFirst Data GmH
Eingetragen
29.5.2000
Branche
Bereitstellung von DatenverarbeitungsdienstenBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteGeld- und Wertdienste
Gegenstand
a) der Betrieb eines Processing- und Datenverarbeitungscenters für die Abwicklung von Dienstleistungen, insbesondere im Zahlungsverkehr für Emittenten von Kredit-, Debit- und anderen Zahlungskarten sowie Karten ohne Zusatzfunktion; b) die Abwicklung von Transaktionen für Karten akzeptierende Vertragsunternehmen; sowie damit in Zusammenhang stehende Betreuungs- und Serviceaufgaben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Steve Kapocsi
seit 6.1.2026
Prokura
Adam Molenda
seit 6.1.2026
Prokura
Florian Albert
seit 6.1.2026
Prokura
Axel Hans Pinkernell
seit 17.9.2025
Geschäftsführer
Karsten Kohnagel
seit 21.7.2025
Prokura
Mark Andreas Freese
seit 21.7.2025
Geschäftsführer
Boris Hallik
seit 21.7.2025
Prokura
Robert Krakau
seit 23.7.2024
Prokura
Jens Mühlenpfordt
seit 25.8.2023
Prokura
Torsten Philippi
seit 28.4.2022
Prokura
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Tissington LimitedIRL
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
First Data Holding GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

First Data GmbH

Bad Homburg v. d. Höhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäft und Rahmenbedingungen

Unternehmensprofil

Die First Data GmbH ist mit über 20-jähriger Erfahrung einer der führenden Processing-Dienstleister und eines der führenden Dienstleistungsunternehmen rund um elektronische Zahlungen am Point of Sale ("POS") und im Internet in Deutschland und der Schweiz. Viele Kreditinstitute vertrauen der Gesellschaft die professionelle Abwicklung ihres bargeldlosen und kartengestützten Zahlungsverkehrs an. Seit 2018 ist die First Data GmbH als E-Geld-Institut Erbringer von E-Geld-Geschäften im Inland und verschiedenen EU/EWR-Staaten. Am im Geschäftsjahr 2017 gegründeten Standort Bad Homburg v.d.H. bei Frankfurt am Main erbringen, stand Ende 2023, 410 Mitarbeiter Processing-Leistungen und wickeln jährlich rund 8,0 Milliarden Kartentransaktionen ab.

Geschäftsmodell

Die First Data GmbH bietet eine umfangreiche Leistungspalette in den folgenden Geschäftsfeldern an:

Elektronische Zahlungen

Die Gesellschaft ist mit dem Teilbereich der Marke TeleCash eines der führenden Dienstleistungsunternehmen rund um elektronische Zahlungen am Point of Sale ("POS") und im Internet in Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg. Dies umfasst im Wesentlichen die Bereitstellung von Terminal-Hardware inklusive Installation und Wartung, Netzbetrieb (Routing und Switching), die Abwicklung der nationalen Debitkarte "girocard", dem Acquiring sowie eine Reihe von ergänzenden Dienstleistungen wie zum Beispiel der digitalen Belegarchivierung, das elektronische Aufladen von Prepaid Karten oder der Zahlungsabwicklung GLV (Garantiertes Lastschrift Verfahren).

Issuing Processing

Im Issuing Processing erbringt First Data für ihre Kunden, überwiegend deutsche Kreditinstitute, ein breites Angebot an Leistungen rund um Kredit- und Debit-Karten von Visa und Mastercard sowie weiteren Card Schemes, von Privat- und Firmenkarten bis hin zu Kundenkarten. Hierunter fallen sowohl physische Karten als auch virtuelle Kartenprogramme incl. Mobile Payment Funktionalitäten wie ApplePay, GooglePay, SamsungPay etc. Kern des Geschäfts ist die Verarbeitung von Kreditkartentransaktionen. Ergänzend bietet First Data seinen Bankkunden eine umfassende Palette kartennaher Dienstleistungen von der Erstellung und dem Versand der Karte und monatlicher Abrechnungen über Betrugsprävention bis zur Charge-Back-Bearbeitung und Call Center Services an.

Acquiring Processing

Im Acquiring Processing übernimmt First Data für ihre Kunden (deutsche Acquirer) die Abwicklung von Mastercard- und Visa-Transaktionen sowie weiterer Card Schemes. Die Leistungen in diesem Bereich erstrecken sich von der Transaktionsaufnahme über die Reklamationsbearbeitung, Call Center Services und Abrechnung bis hin zur Betrugsprävention und Chargeback Bearbeitung.

Cross-Border-Debit Processing

Im Cross-Border-Debit Processing verarbeitet First Data im Auftrag ihrer Kunden grenzüberschreitende Umsätze von Maestro- und V-Pay-Karten. Dies betrifft sowohl Umsätze mit deutschen Karten im Ausland als auch Umsätze mit Karten ausländischer Banken in Deutschland. Neben der Transaktionsverarbeitung übernimmt die Gesellschaft auch im Debit-Bereich die Betrugsprävention.

Konzerninterne Leistungen

In den Rechenzentren der First Data GmbH werden die Issuing- und Acquiring-Processing Plattformen betrieben, der zertifizierte Netzbetrieb für das deutsche girocard System und die Processing Leistung für das eigene Acquiring erbracht. Diese IT-Dienstleistungen werden sowohl für eigene als auch für andere Konzerngesellschaften erbracht.

Die First Data GmbH erzielt Einnahmen aus der Bereitstellung einer Vielzahl von Dienstleistungen für verbundene Unternehmen der Fiserv-Gruppe. Diese Services umfassen die Bereitstellung des Erwerbs von Verarbeitungsservices auf der eMAXS-Plattform des Unternehmens, die Nutzung der IT-Infrastruktur zur Bereitstellung von Hosting-Services für Rechenzentren und die Bereitstellung von Software- und Anwendungsentwicklungsservices für verbundene Unternehmen durch die Mitarbeiter. Zu diesen Software- und Anwendungsentwicklungsdiensten gehören allgemeine Entwicklungs- und Clientanpassungen für die Ausgabe und den Erwerb von Plattformen anderer Fiserv- Unternehmen, Tests sowie Hardware- und Software-Upgrades, die erforderlich sind, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Infrastruktur zu gewährleisten und sicherzustellen, dass die Verarbeitungsdienste konform bleiben mit geltenden Vorschriften.

Wachstumsstrategie

Die Unternehmung ist gegenüber dem Markt mit einer schlagkräftigen Vertriebsorganisation aufgestellt. Die hohe Spezialisierung dieser Einheiten ist sowohl horizontal als auch vertikal ausgerichtet. Neben dem KeyAccount/Großkunden Handels-Segment gibt es Vertriebsspezialisten für Banken, Partner, den Mittelstand und das Kleinkundensegment. Neben diesen außendienstverantwortlichen Bereichen gibt es sogenannte Relationship-Management Einheiten, die sich ausschließlich mit den bestehenden Kunden beschäftigen. Aber auch den TeleSales/Outbound und digitalen online Vertrieb gibt es bei First Data. Spezialisten mit besonderen Lösungsangeboten gibt es auch für die Bereiche der Öffentlichen Hand, den Landesministerien und Polizeien, sowie dem Öffentlichen Personen Nahverkehr.

Die Gesellschaft nimmt in ihren oben angeführten Geschäftsbereichen - konzerninterne Leistungen ausgeschlossen - an allen größeren Ausschreibungen im Handel, bei Finanzinstituten, bei Kartenherausgebern sowie der öffentlichen Hand teil.

Neben dem Ausbau des klassischen KMU-Geschäfts konnten auch in diesem Jahr signifikante neue Großkunden-Portfolien im stationären Einzelhandel, im Behördenumfeld, dem eCommerce und im Acquiring gewonnen werden. Insbesondere der Ausbau des Leistungsspektrums bei Bestandskunden mit starkem Fokus auf Acquiring wird weiter forciert. First Data gestaltet mit seiner OmniCommerce Strategie aktiv die Entwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs mit. OmniCommerce beschreibt die Verschmelzung von stationärem Handel, eCommerce und mobilem Bezahlen (App-basiert) aus einer Hand.

Wachstum wird auch durch die zunehmende Erbringung von IT-Dienstleistungen für Konzern- und Joint Venture-Unternehmen innerhalb der Konzerngruppe der Fiserv Inc., Brookfield, USA, generiert.

Im Jahr 2022 wurde zusammen mit der Deutschen Bank ein Joint Venture für das Acquiring Geschäft in Deutschland gegründet, welches mittlerweile aktiv am Markt agiert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden erwartungsgemäß Anlaufverluste realisiert, die Entwicklung verläuft aber zufriedenstellend. In diesem und im nächsten Geschäftsjahr sind weitere Kapitalerhöhungen im Gesellschafterkreis zur Stärkung der Gesellschaft eingeplant.

Unternehmenssteuerung

Die Steuerung von Geschäftsrisiken und strategischen Risiken der First Data GmbH basiert auf der vorausschauenden Beurteilung von Erfolgsfaktoren sowie auf der Ableitung von Zielgrößen für die Unternehmensbereiche. Im Rahmen des jährlichen Planungs-Prozesses werden Planungen für die verschiedenen Geschäftsbereiche des Fiserv Inc., Brookfield, USA, Konzerns erstellt. Im Anschluss werden die Planungen plausibilisiert sowie in Strategie-Gesprächen diskutiert und hinterfragt. Nach Fertigstellung der Einzelplanungen mündet der Prozess in eine konsolidierte Planung, die eine aktive Steuerung des Fiserv Inc., Brookfield, USA, Konzerns ermöglicht. Die Zielerreichung wird durch ein Management-Informationssystem überwacht. Die Planungsannahmen werden im Rahmen monatlicher Varianzanalysen überprüft und die Planung unterjährig bei Bedarf an veränderte Gegebenheiten angepasst.

Zentrale Kennzahlen der Unternehmensteuerung sind vorwiegend quantitative Größen wie Transaktions- und Kundenzahlen, Umsatzvolumina und die Profitabilität von Kundenbeziehungen. Dabei stehen Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und Allgemeine Verwaltungsaufwendungen im Vordergrund.

Zu den regelmäßig mindestens monatlich nachverfolgten Parametern zählen unter anderem die Anzahl der verarbeiteten Karten, die Zahl der verarbeiteten Transaktionen, die verarbeiteten monetären Volumina und Bestand, Zugewinn und Verlust an Händlern und Terminals.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung

Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2023 betrug das reale Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 3,77 Billionen Euro. Preisbereinigt lag das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die hohen Preise sowie steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland zurückzuführen (siehe Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024). Damit konnte sich eine Erholung der deutschen Wirtschaft nach der Corona Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch in 2020 nicht fortsetzen und führte stattdessen zu einer Rezession. Entsprechend der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 nur um 0,2% ansteigen. Wiederholt wurde diese Prognose seitens der Bundesregierung nach unten angepasst, da die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesektor und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, die deutsche Wirtschaft deutlich stärker belasten. Auch für das kommende Jahr 2024 wurde diese Prognose nach unten korrigiert (siehe auch die Veröffentlichung von Statista Research Department vom 26.02.2024).

Branchenentwicklung

Der anhaltende Wettbewerb im Processing-Markt besteht weiterhin. Wachstum in der Branche basiert auf neuen Produktentwicklungen und wachsendem Transaktionsvolumen.

Der Kartengestützte Umsatz des deutschen stationären Einzelhandels nimmt seit Jahren stetig zu, auch 2023 konnte insgesamt wieder ein deutliches Plus erzielt werden. Insbesondere die girocard verzeichnet weiter einen guten Zuwachs. Begünstigt wurde die Entwicklung weiterhin durch das anhaltend veränderte Zahlungsverhalten der Konsumenten beim Einkauf, durch den Einsatz der kontaktlosen Zahlungen als Hygienefaktor, insbesondere auch bei Kleinbetragszahlungen auf Kartenzahlung zu setzen. Kartenzahlung wird in der aktuellen Prognose für die 2023er Zahlen, daraufhin jetzt mit einem Umsatz deutlich über 60% in der Statistik ausgewiesen, welches sich als beliebtestes Zahlungsmittel der Kunden weiter etabliert. Dies ergaben die vorab vom EHI Retail Institute, e.V. (ehemals EuroHandelsinstitut), Köln, im Arbeitskreis Zahlungssysteme gemeldeten Zahlen, zu der im Mai 2024 geplanten offiziellen Veröffentlichung der EHI-Studie "Kartengestützte Zahlungssysteme im Einzelhandel 2023".

Laut Angaben der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) in der Pressemitteilung vom 13.02.2024, wurden im Jahr 2024 ca. 7,5 Milliarden Zahlungsvorgänge abgewickelt gegenüber ca. 6,7 Milliarden Transaktionen in 2022. Dies bedeutet ein Wachstum von ca. 11,5 Prozent, was insbesondere auch weiterhin mit der aktiven Nutzung des kontaktlosen Bezahlens und der steigenden Anzahl der Terminals, mit der girocard in vielen Branchen zusammenhängt.

Die Anzahl der in Deutschland aktiven "girocard" Terminals ist zum Vorjahr um ca. 8,3% auf ca. 1.132.000 Einheiten gegenüber ca. 1.046.000 Einheiten in 2022 gestiegen.

Wesentliche Entwicklungen des Geschäftsjahres

Kartenzahlungen und die Kartenakzeptanz haben sich weiterhin positiv entwickelt. Nach den von COVID beeinflussten Jahren 2020-2022 ergeben sich für Handel und Verbraucher weiterhin starke Wachstumszahlen bei der Nutzung einer Karte anstelle von Bargeld. Offensichtlich hat sich das Verbraucherverhalten und parallel das Akzeptanzangebot im Markt so verändert, dass das Wachstum konstant geblieben ist. Erkennbar ist vor allem, dass der Durchschnittsbon je Transaktion weiter sinkt, während die reine Nutzung der Karte steigt. Ein sicheres Indiz für Bezahlungen mit Karte im Kleinbetragssegment, wie z.B. Bäckereien oder auch im Ticketbereich des ÖPNV.

Die Anzahl der Kunden war wieder leicht rückläufig von ca. 106.000 auf ca. 103.500. Die Anzahl der Terminalakzeptanzstellen entwickelte sich weiter auf 265.000. An über 147.000 Akzeptanzstellen in unserem Portfolio kann nun über das First Data eigene Acquiring mit Kreditkarten gezahlt werden. Dabei hat sich die Zahl der Acquiring Händler mit First Data Akzeptanz von ca. 65.900 im Jahr 2022 auf über 71.000 im Jahr 2023 erhöht.

Die Anzahl der prozessten Kredit- und Debit-Karten blieben konstant auf einem Volumen von ca. 12 Mio.

Im Geschäftsfeld Cross Border Debit haben sich die Transaktionsvolumen mit einer Steigerung zum Vorjahr um 12,7% weiter positiv entwickelt.

Bericht zur Ertragslage

Das Geschäftsjahresergebnis 2023 beläuft sich vor Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft auf 65,3 Mio. Euro im Vergleich zu 46,6 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2022.

Das Zinsergebnis ist mit -3,0 Mio. Euro in 2023 um 0,9 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau von -2,1 Mio. Euro bedingt vor allem durch gestiegene Zinsaufwendungen aus Leasingverträgen.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte eine Steigerung der Provisionserträge um 14,6% auf 211,3 Mio. Euro erreicht werden.

Die Provisionserträge aus sonstigen Tätigkeiten in Höhe von 125,2 Mio. Euro (VJ 125,8 Mio. Euro) verringerten sich überwiegend aufgrund gesunkener IT-Projektleistungen für externe Kunden um 0,5%. Teilweise kompensiert wurde dieser Rückgang durch den Anstieg der Erlöse aus Cross-Border-Debit Processing um 15,4% aufgrund des weiterhin steigenden Einsatzes der Debitkarte anstelle von Bargeld. Die Provisionserträge aus Zahlungsdiensten von 86,1 Mio. Euro (VJ 59,0 Mio. Euro) sind um 45,9% gestiegen, was im Wesentlichen durch den Anstieg des Bestandsgeschäftes im Acquiring bedingt ist.

Im Gegenzug dazu sind die Provisionsaufwendungen mit 64,2 Mio. Euro (VJ 42,0 Mio. Euro) um 52,9% angestiegen, was im Wesentlichen durch den mengenbedingten Anstieg der abzuführenden Interchange Fee aus dem Acquiring sowie damit in Zusammenhang stehenden gestiegenen Gebühren der Kartenorganisationen bedingt ist.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstige betriebliche Erträge ausgewiesenen Umsätze mit Dritten und verbundenen Unternehmen bewegen sich insgesamt mit 185,6 Mio. Euro in 2023 um 1,0% geringfügig unter Vorjahresniveau.

Die Umsätze aus sonstigen Tätigkeiten mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 75,5 Mio. Euro (VJ 93,3 Mio. Euro) sind um 19,1% gesunken. Die Terminalumsätze von 63,5 Mio. Euro (VJ 51,6 Mio. Euro) verzeichnen einen Anstieg um 23,0% und die Transaktionserlöse von 36,0 Mio. Euro (VJ 32,1 Mio. Euro) erhöhten sich um 12,1%. Diese Anstiege resultierten i.W. aus einem steigenden Trend zu bargeldlosen Zahlungen bei gleichzeitiger Verringerung der Abhängigkeit von Bargeld. Weiterhin führten moderate, inflationsbedingte Preiserhöhungen im gesamten Kundenbestand zu positiven Auswirkungen auf die Transaktions- und Terminalerlöse.

Bericht zur Finanz- und Vermögenslage

Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich stichtagsbedingt um 180,0 Mio. Euro auf 200,8 Mio. Euro verringert und bestehen im Wesentlichen aus Bankguthaben.

Für die Vorfinanzierung der Kreditkarteninhaberumsätze stehen der Gesellschaft ausreichende Kreditlinien zur Verfügung, die von Zeit zu Zeit an die veränderten Anforderungen der Vorfinanzierung angepasst werden.

Das Finanzmanagement dient der Sicherung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft, der Wirtschaftlichkeit der Finanzierung des Geschäftsbetriebes und der im Rahmen des Processings vorfinanzierten Umsätze. Dazu bedient sich die Gesellschaft einer kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung und einer täglichen Finanzdisposition.

Zur Sicherstellung der Finanzierung stehen der Gesellschaft ausreichend Kreditlinien zur Verfügung. Es besteht eine zweckgebundene Kreditlinie bei der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, in Höhe von Mio. Euro 20,0. Die Gesellschaft verfügt zudem über eine Cash-Pooling-Vereinbarung im Rahmen derer sie bei Bedarf über Liquidität in Höhe von bis zu Mio. Euro 80,0 aus dem Konzern verfügen kann.

Die Bilanzsumme beträgt 663,6 Mio. Euro (VJ 740,4 Mio. Euro) und besteht auf der Aktivseite im Wesentlichen aus Forderungen an Kunden in Höhe von 80,2 Mio. Euro (VJ 68,3 Mio. Euro), Forderungen an Institute im Sinne des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes von 228,2 Mio. Euro (VJ 128,3 Mio. Euro), immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen in Höhe von 110,0 Mio. Euro (VJ 118,6 Mio. Euro), Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 200,8 Mio. Euro (VJ 380,8 Mio. Euro) sowie sonstigen Vermögensgegenständen von 17,1 Mio. Euro (VJ 17,3 Mio. Euro).

Die Forderungen an Kunden werden wesentlich durch kurzfristige Forderungen aus dem Zahlungskartengeschäft in Höhe von 28,5 Mio. Euro (VJ 16,4 Mio. Euro), welche gegen Kreditinstitute, Card Schemes und Acquirern bestehen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 13,2 Mio. Euro (VJ 20,5 Mio. Euro), sowie durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 34,1 Mio. Euro (VJ 27,2 Mio. Euro) bestimmt. Der Anstieg der Forderungen aus dem Zahlungskartengeschäft ist ausschließlich stichtagsbedingt.

Die Forderungen aus Zahlungskarten gegen Kreditinstitute werden bis zur Abrechnung mit dem Karteninhaber in Abhängigkeit von der vertraglich vereinbarten Ausgestaltung mit dem Zahlungskarten ausgebenden Institut in der Regel 30 Tage vorfinanziert. Der Anstieg dieser Position gegenüber dem Vorjahr ist stichtagsbedingt und wird im Wesentlichen von den Valutastellungen der Banken und der Lage der Feiertage (Weihnachten, Silvester) bzw. der hiermit in Verbindung stehenden Clearingein- und -ausgänge sowie den Abrechnungsterminen der Vertragspartner und Karteninhaber beeinflusst.

Die immateriellen Anlagewerte von 9,8 Mio. Euro (VJ 13,0 Mio. Euro) haben sich im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Sachanlagen verminderten sich, im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen, von 105,6 Mio. Euro im Jahr 2022 auf 100,1 Mio. Euro im Berichtsjahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände von 17,1 Mio. Euro (VJ 17,3 Mio. Euro) waren i.W. durch den positiven Bestand im konzerneigenen Cash-Pool (Europool) von 10,5 Mio. Euro geprägt.

Die Passivseite der Bilanz besteht im Wesentlichen aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 100,3 Mio. Euro (VJ 92,3 Mio. Euro), Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 29,2 Mio. Euro (VJ 21,5 Mio. Euro), Verbindlichkeiten gegenüber Kunden von 318,5 Mio. Euro (VJ 419,8 Mio. Euro) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Instituten im Sinn des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes von 43,2 Mio. Euro (VJ 26,7 Mio. Euro). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind i.W. durch höhere Leasingverpflichtungen gestiegen. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ergibt sich stichtagsbedingt im Wesentlichen aus dem in der Vergangenheit übernommenen Brexit-Portfolios im Acquiring Geschäft.

Das Eigenkapital besteht unverändert in Höhe von 132,5 Mio. Euro.

Investitionen

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr neue Bezahlterminals in Höhe von 16,7 Mio. Euro bezogen sowie in erweiterte Betriebs- und Geschäftsausstattung in Bad Homburg v.d.H. in Höhe von 30,0 Mio. Euro investiert.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft in 2023 liegt mit 65,4 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresergebnis (VJ 46,9 Mio. Euro).

Ausschlaggebend für die Entwicklung waren im Wesentlichen Umsatzsteigerungen bei den Provisionserträgen und den Sonstigen betrieblichen Erträgen, aufgrund gestiegener Transaktionsvolumina sowie Neukundengewinnung. Ein striktes Kostenmanagement und Fluktuation führten dazu, dass die Verwaltungsaufwendungen hierbei im Jahr 2023 in Höhe von 176,7 Mio. Euro unverändert zum Vorjahr blieben (VJ 176,7 Mio. Euro).

Die Gesellschaft hat das Ergebnisziel 2023 damit vollständig erreicht.

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Entwicklung des Geschäftsbetriebes sowie die Darstellung der Vermögens- und Finanzlage trotz des Krieges in der Ukraine, der hohen Inflation und den Rezessionsrisiken als sehr zufriedenstellend.

Weitere Informationen

Personal

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter liegt im Geschäftsjahr 2023 mit 424 Voll- und Teilzeitmitarbeitern leicht unter dem Vorjahresniveau, was durch die Umsetzung von Synergiemaßnahmen und das strikte Kostenmanagement nicht im Widerspruch zur positiven Geschäftsentwicklung steht.

Corporate Governance:

Die First Data GmbH ist ein mittelbares Tochterunternehmen der Fiserv Inc., einem US-amerikanischen Unternehmen, das seit 1986 an der NASDAQ Exchange gelistet ist. Als Geschäftseinheit eines am Kapitalmarkt teilnehmenden Unternehmens ist die First Data GmbH fest in die Corporate Governance Regelungen des Konzerns eingebunden.

Chancen- und Risikomanagementbericht

Allgemeine Angaben

Der zielgerichtete Umgang mit Chancen und potenziell negativen Entwicklungen stellt eine integrale Komponente der wertorientierten Unternehmensführung dar. Aufgabe eines Risikomanagement-Systems ist es, Chancen und Risiken zu erfassen, zu bewerten, zu dokumentieren und offen zu legen. Mitarbeiter und Geschäftsleitung sollen in die Lage versetzt werden, mit Risiken verantwortungsvoll umzugehen sowie Chancen gezielt zu nutzen. Die Geschäftsleitung trägt die Gesamtverantwortung für die Überwachung und Einhaltung des Chancen- und Risikomanagements in der Gesellschaft.

Die First Data GmbH gewährt im Bereich Issuing und Cross-Border-Debit-Processing einigen ihrer Kunden eine Vorfinanzierung (Factoring) von in der Regel bis zu 30 Tagen. Darüber hinaus erbringt die First Data GmbH Acquiring-Leistungen im Bereich des kartengestützten Zahlungsverkehrs. Das Leistungsspektrum umfasst dabei die gesamte Wertschöpfungskette in diesem Segment und umfasst die Akquise von Vertragspartnern, die technische Abwicklung, Clearing und Settlement wie auch Call Center- und Backoffice-Services.

Ein Risikotragfähigkeits-Konzept ist implementiert. Dieses identifiziert regelmäßig die potenziellen Risiken und vergleicht diese mit den zur Deckung zur Verfügung stehenden Mitteln aus Stammkapital, Kapitalrücklage und Gewinnvortrag. In diesem Zusammenhang erfolgt ein vierteljährliches Reporting an die Geschäftsführung. Für schwerwiegende Vor- kommnisse sind Ad-hoc-Meldungen vorgesehen.

Chancen und Risiken

Im Hinblick auf das Kreditkartengeschäft im deutschsprachigen Raum sehen wir sowohl Chancen wie Risiken. Die zunehmende Akzeptanz von Karten wird sich weiterhin positiv auf das Transaktionsvolumen und die Anzahl der verarbeiteten Karten auswirken. Insofern ist es wie in den Vorjahren auch weiterhin Ziel, Vertriebsaktivitäten zur Neukundengewinnung und zur Bestandskundensicherung im deutschen Markt zu verstärken. Darüber hinaus ist es Ziel, den Marktanteil durch Entwicklung und Einführung neuer Produkte und Value-Added Services im bargeldlosen Zahlungsverkehr auszubauen. Auch sind Kooperationen zur Stärkung und zum Ausbau des Marktanteils in der DACH Region weiterhin erklärtes Ziel.

Chancen bestehen im wachsenden Trend zu vermehrten bargeldlosen Zahlungen, der durch die Entwicklung von kontaktlosen und mobilen Zahlungsverfahren unterstützt wird.

Darüber hinaus eröffnet die Zugehörigkeit zum Fiserv Konzern Synergiepotentiale und den Zugriff auf neueste Technologien wie z.B. "Mobile Wallets", und Tablet basierte Lösungen am Point of Sale und Processingsysteme. Des Weiteren werden internationale Kunden bei der Expansion nach Deutschland unterstützt sowie die Systeme des Unternehmens als Plattform für die Expansion des Fiserv Inc., Brookfield, USA, Konzerns in europäische Nachbarländer genutzt.

Risiken sehen wir weiterhin in dem bestehenden Preisdruck, Inflationsbedingter Kostensteigerungen und der weiter stattfindenden Konzentration der Marktteilnehmer, sowie steigende Kosten für die Umsetzung neuer technischer bzw. regulatorischer Vorgaben oder Sicherheitsbestimmungen. Unsicherheit ergibt sich aus der Konvergenz Kreditkarte / Debitkarte und die daraus resultierende Mengenentwicklung der jeweiligen Kartenart, sowie den Einfluss auf die bestehenden Preismodelle. Mastercard hat ab Juli 2023 die Ausgabe von Girokarten mit Maestro Funktion untersagt. Dies wird mittelfristig zum Rückgang der Cross Border Debit Transaktionsvolumen führen. Jedoch bietet sich insbesondere im Bereich Kartensicherheit und Missbrauchsprävention die Möglichkeit, mit einem qualitativ hochwertigen Produkt dem bestehenden Preisdruck entgegenzuwirken und die Kunden- bindung zu verstärken.

Durch unsere sehr zurückhaltende Marktangangsstrategie mit der äußerst geringen Aufnahme von Risiko-Kunden in den Bereichen Airline, Travel, Gaming, Gambling und Adult sehen wir uns gegenüber dem Markt bestens positioniert.

Beschreibung der risikopolitischen Strategie

Die Risiken im Geschäftsumfeld von First Data, sowohl intern als auch extern, beziehen sich auf eine Vielzahl von Bereichen, einschließlich strategischer, finanzieller, operativer, Compliance- und technologischer Bereiche. Die Ziele des Risikomanagements bei First Data sind die effektive Identifizierung, Bewertung und Reaktion auf Risiken, die die Gesamtstrategie, die Risikobereitschaft und die Risikophilosophie des Unternehmens beeinflussen.

Notfallkonzept

Das Notfallkonzept ist in Form eines Notfallplans festgehalten, in welchem die Maßnahmen bei Eintritt eines Notfalls und alle dazu erforderlichen Informationen dokumentiert sind. Es ist darauf ausgelegt, das Ausmaß möglicher Schäden zu reduzieren und umfasst sowohl Geschäftsfortführungs- als auch Wiederanlaufpläne.

Um die Angemessenheit, Effizienz und Aktualität des Notfallkonzepts sicherzustellen, werden die Vorsorgemaßnahmen und die unterschiedlichen Pläne regelmäßig überprüft.

Adressenausfall-/Bonitätsrisiken

Die Kundenstruktur der First Data GmbH besteht im Wesentlichen aus Banken und Instituten in Deutschland, die ihrerseits seit Jahren unter der Bankenaufsicht stehen. Das primäre Adressenausfall- und Bonitätsrisiko verbunden mit der Ausgabe und der Akzeptanz der Karten liegt bei den jeweiligen Kunden der First Data GmbH. Eine verschlechterte Bonität beziehungsweise Zahlungsausfälle von Geschäftspartnern könnten unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen.

Im Acquiringbereich sind die Kunden der First Data GmbH grundsätzlich Händlerkunden und sonstige Akzeptanzstellen (z.B. aus dem öffentlichen Bereich, z.B. Polizei oder Kommunen), die Kartenzahlungen akzeptieren.

Das Adressenausfall- und Bonitätsrisiko der Kunden gegenüber der First Data GmbH ist als gering anzusehen und wird sowohl bei der Annahme neuer Kunden als auch bei Bestandskunden überwacht und im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzepts berücksichtigt.

Marktpreisrisiko

Die Verträge der First Data GmbH mit ihren jeweiligen Kunden haben in der Regel marktübliche Laufzeiten von 3 - 5 Jahren und sehen für die Laufzeit i.d.R. keine Preisanpassungen nach unten vor. Somit beschränkt sich das Marktpreisrisiko auf die Verhandlungen von Vertragsverlängerungen im Geschäft mit Bestandskunden und Ausschreibungen bei Neukunden. Wechselkursschwankungen aus dem täglich anfallenden Clearing und Settlement werden von den Kunden der Gesellschaft bzw. deren Endkunden, also den Karteninhabern und den Händlern getragen.

Das kurzfristige Marktpreisrisiko ist für die Gesellschaft daher gering und es wird keine wesentliche Auswirkung auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. Das sich aus zukünftigen Vertragsverhandlungen ergebende Preisrisiko wird von der Gesellschaft laufend analysiert, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu sichern. Die Gesellschaft reagiert darauf mit stetiger Optimierung der eigenen Kostenstruktur und der Entwicklung innovativer zusätzlicher Leistungen für Bestandskunden.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken ergeben sich im Wesentlichen aus vertraglichen Leistungszusagen, Gewährleistungs-, Pönalen- und Schadenersatzforderungen, regulatorischen Risiken und Rechtsstreitigkeiten. Erkennbare Risiken werden, soweit möglich, entweder durch Versicherungen gedeckt oder durch angemessene Rückstellungen in der Bilanz berücksichtigt. Das Risiko aus den laufenden Rechtsstreitigkeiten wird als gering eingestuft, und es wird keine wesentliche Auswirkung auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.

Liquiditätsrisiken

Das Management der Liquiditätsrisiken stellt sicher, dass die Gesellschaft in der Lage ist, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.

Die benötigte Liquidität für das täglich anfallende Volumen aus Clearing und Settlement sowie den eigenen Geschäftsbetrieb wird über den eigenen Cashflow sowie ausreichende externe und konzerninterne Kreditlinien gesichert. Die Abteilung Treasury der First Data GmbH überwacht in enger Koordination mit dem globalen Konzern-Treasury Team in den USA den täglichen Liquiditätsbedarf der Gesellschaft. Somit erwartet die Gesellschaft keine wesentlichen Auswirkungen aus Liquiditätsrisiken auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Außergewöhnliche Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind nicht bekannt. Für etwaige Liquiditätsrisiken besteht zudem die Möglichkeit auf konzerninterne Liquidität zurückzugreifen.

Operationelle Risiken

Die First Data GmbH definiert als operationelles Risiko den möglichen Eintritt von Verlusten im Zusammenhang mit der Geschäftsstrategie, Compliance- sowie Auslagerungsrisiken, vertraglichen Vereinbarungen, Mitarbeitern, Technologie und EDV, Versagen oder Zusammenbruch der Infrastruktur, Kundenbeziehungen und Kooperationen, Projekten und externen Einflüssen.

Durch die hohe IT-Abhängigkeit der erbrachten Dienstleistungen entstehen operationelle Risiken bei First Data GmbH vorwiegend in den Bereichen IT-Infrastruktur und bei Softwareanwendungen. Der Ausfall von wesentlichen Systemen und Softwareanwendungen kann zu Vertragsstrafen und Verlusten führen, die sich negativ auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken könnten.

Eventuell auftauchende operationelle Risiken in den Bereichen IT-Infrastruktur und Softwareanwendungen sind daher durch eine Vielzahl von Bereitschaftssystemen und Ersatzanlagen abgesichert. Darüber hinaus ist First Data GmbH in das Notfallkonzept für den Fiserv Inc., Brookfield, USA, Konzern eingebunden. Es ist darauf ausgelegt, bei einem Notfall den Geschäftsbetrieb so schnell wie möglich wieder aufzunehmen.

Regelmäßige Tests von Notfallsystemen werden durchgeführt, um eventuelle Schwachpunkte zu entdecken und adäquat zu adressieren.

Die beschriebenen Strukturen und Prozesse unterliegen der regelmäßigen Überprüfung durch die Interne Revision. Welche Strukturen und Prozesse jeweils einer Prüfung unterzogen werden, legt die Interne Revision in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung in einem jährlichen Prüfungsplan fest. Die Ergebnisse dieser Prüfungen werden an die Geschäftsführung berichtet und mit den betroffenen Abteilungen besprochen.

Zusammenfassende Betrachtung

Für identifizierte Adressenausfall-, Bonitäts- und ähnliche Risiken ist ausreichend Vorsorge getroffen. Ein vierteljährliches Reporting ist implementiert. Die im Jahresabschluss berücksichtigten Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen wurden unter Anwendung vorsichtiger Maßstäbe in angemessener Höhe gebildet. Hinsichtlich der künftigen Entwicklung der First Data GmbH sind über das normale Maß hinausgehende Risiken nicht bekannt.

Die First Data GmbH wird im Rahmen der Abarbeitung der Beanstandungen der BaFin Prüfung in 2023 die seitens der BaFin am 27.05.2024 erstmalig veröffentlichten "MaRisk für Zahlungs- und E-Geld-Institute" kritisch studieren und die Ergebnisse bei der Abarbeitung berücksichtigen.

Prognosebericht

Branchenentwicklung

Mittelfristig ist für die nächsten Jahre weiterhin mit einem Anstieg des Anteils der Kartenzahlungen (Debit- und Kreditkarten) zu rechnen. Bei den Verbrauchern wird das bargeldlose Bezahlen immer beliebter. Forciert durch die Kontaktlos-Technologie auf Girokarten und Kreditkarten, dem vermehrten Einsatz von Wallet-basierten Mobilzahlungen (z.B. Apple-Pay, Google-Pay, etc.) wird sich das Zahlverhalten der Karteninhaber in Richtung stärkerer Nutzung auch bei kleineren Beträgen immer mehr durchsetzen. Wie schon während und nach der COVID Phase wird sich weiterhin eine stabile Steigerung von Transaktionen und Kartenumsatz manifestieren. In Verbindung mit den Zahlungsmöglichkeiten mit mobilen Endgeräten (Smartphones) und der Kombination mit App-Payments und eCommerce wird dieser Trend zusätzlich unterstützt. Auf der Akzeptanzstellenseite werden sich weitere Veränderungen zeigen. So akzeptieren immer mehr Branchen Karten, welche bisher typisch bargeldlastig waren (z.B. Bäckereien, Kioske, Imbiss, Pizzerien). Eine der größeren weiteren Wachstumsmärkte hat sich im ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) ergeben und wird weiterhin anhalten. Auch andere Behörden, sowie die Polizeien der Länder setzen vermehrt auf unsere Expertise.

Durch Inflation und Rezession erwarten wir, dass es einen leichten Anstieg bei Geschäftsaufgaben geben wird, welcher sowohl kleinere als auch mittlere Händler treffen wird. Bezogen auf die deutlichen Volumensteigerungen in 2020-23 der Kartenzahlungen bei Transaktionen und Händlerumsatz, ist für 2024 erneut mit einem ähnlichen Anstieg der kartenbasierten Zahlungen zu rechnen. Die häufigere Nutzung der Karten durch die Karteninhaber, wird teilweise von den sinkenden Durchschnittsbeträgen kompensiert werden. Dies führt zur Erwartung einer moderaten Entwicklung. Dies genauer zu bewerten ist im aktuellen Status der Krise, insbesondere dem Ukraine Krieg allerdings nur schwerlich abzubilden. Darüber hinaus wird in der Zahlungsverkehrsbranche eine weitere Konsolidierung der Markteilnehmer erwartet.

Geschäftsentwicklung

Im Jahr 2023 sind im Processinggeschäft neue Kundenportfolien hinzugekommen und Kundenverträge konnten erfolgreich verlängert werden. Dies wird sich weiterhin positiv auf das Ergebnis der Gesellschaft auswirken, da entsprechend zusätzliche Kartenportfolios und -mengen verarbeitet werden. Aufgrund der bestehenden, langfristigen Verträge und der neuen Portfolien erwartet die Gesellschaft, dass sich die Erlöse (Provisionserlöse, sonstige Umsatzerlöse) aus den Kerngeschäftsfeldern im Jahr 2024 auf dem Niveau des Vorjahres halten werden. Für unser Händlergeschäft wird ein moderates Wachstum prognostiziert, welches sowohl aus einer Erhöhung der Händleranzahl, dem Ausbau der Akzeptanzstellen (Terminals) wie auch der abgewickelten Transaktionsanzahl und des Transaktionsvolumens herrührt.

Aufgrund moderat steigender Transaktionsvolumina, sowie einer leichten Steigerung des Händlerkundenbestandes geht die Gesellschaft für 2024 von einer vorsichtig optimistischen Geschäftsentwicklung aus. Trotz der sinkenden Durchschnittswerte bei Kartenzahlungen geht die Gesellschaft von einer moderaten Steigerung des abgewickelten Umsatzvolumens aus, getragen vom erwarteten Anstieg der Transaktionsvolumen. Das Terminal- und Akzeptanzstellen Portfolio sollte netto mit 3% Wachstum zu erwarten sein.

Vor diesem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklung im Karten-Processing Markt sowie dem Händler-Acquiring Markt erwartet die Gesellschaft für 2024 auch unter Fortbestehen der Einflüsse der Sanktionen hinsichtlich der Ukraine Krise weiterhin stabile Provisionserträge.

Durch die geänderte globale Sicherheitslage, und die allgemeine Kostensteigerung, erwarten wir erhöhte Aufwendungen. Das angestrebte Ergebnis wird leicht über dem des Geschäftsjahres 2023 liegen.

 

Bad Homburg v.d. Höhe, den 31. Mai 2024

Oliver Lohmüller-Gillot, Geschäftsführer

Christian Schmitt, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

Euro Euro 31.12.2023
Euro
Euro 31.12.2022
Euro
1. Barreserve - -
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
2. Forderungen an Kreditinstitute 200.843.646,73 380.838.022,85
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 186.504.508,06 369.386.566,03
davon auf Treuhandkonten 113.658.003,43
b) aus sonstigen Tätigkeiten 14.339.138,67 11.451.456,82
aa) täglich fällig 14.339.138,67 11.451.456,82
bb) andere Forderungen -
3. Forderungen an Kunden 80.165.475,77 68.279.200,45
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 4.570.585,09 5.008.263,46
davon:
aa) aus Provisionen 4.386.778,75
bb) aus Krediten 183.806,34
b) aus sonstigen Tätigkeiten 75.594.890,68 63.270.936,99
4. Forderungen an Institute im Sinn des § 1 Absatz 2a des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes 228.216.648,98 128.264.964,88
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 228.201.798,91 128.250.977,56
b) aus sonstigen Tätigkeiten 14.850,07 13.987,32
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - -
a) Geldmarktpapiere -
aa) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
bb) aus sonstigen Tätigkeiten -
b) Anleihen und Schuldverschreibungen -
aa) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
bb) aus sonstigen Tätigkeiten -
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
7. Beteiligungen 1.074.673,49 1.074.673,49
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
darunter:
aa) an Kreditinstituten -
bb) an Finanzdienstleistungsinstituten -
cc) an Instituten im Sinn des § 1 Absatz 2a des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes -
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.074.673,49 1.074.673,49
darunter:
aa) an Kreditinstituten -
bb) an Finanzdienstleistungsinstituten -
cc) an Instituten im Sinn des § 1 Absatz 2a des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes 1.074.673,49
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.523.924,08 18.523.924,08
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
darunter:
aa) an Kreditinstituten -
bb) an Finanzdienstleistungsinstituten -
cc) an Instituten im Sinn des § 1 Absatz 2a des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes -
b) aus sonstigen Tätigkeiten 18.523.924,08 18.523.924,08
darunter:
aa) an Kreditinstituten -
bb) an Finanzdienstleistungsinstituten
cc) an Instituten im Sinn des § 1 Absatz 2a des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes -
9. Immaterielle Anlagewerte 9.843.254,18 13.047.171,68
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 2.602.525,18 3.150.425,14
aa) selbst geschaffene gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -
cc) Geschäfts- oder Firmenwert 2.602.525,18 3.150.425,14
dd) geleistete Anzahlungen -
b) aus sonstigen Tätigkeiten 7.240.729,00 9.896.746,54
aa) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.989.399,03 9.649.454,07
cc) Geschäfts- oder Firmenwert -
dd) geleistete Anzahlungen 251.329,97 247.292,47
10. Sachanlagen 100.111.150,80 105.583.356,82
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten 100.111.150,80 105.583.356,82
11. Eingefordertes, noch nicht eingezahltes Kapital - -
12. Sonstige Vermögensgegenstände 17.143.974,14 17.270.803,72
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten 17.143.974,14 17.270.803,72
13. Rechnungsabgrenzungsposten 7.699.167,76 7.556.355,93
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 100.000,00 100.000,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 7.599.167,76 7.456.355,93
14. Aktive latente Steuern - -
15. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung - -
16. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag - -
Summe der Aktiva 663.621.915,93 740.438.473,90
- -

Passivseite

Euro Euro 31.12.2023
Euro
Euro 31.12.2022
Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.238.373,35 21.538.542,17
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - 22.075,19
aa) täglich fällig - 22.075,19
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist -
b) aus sonstigen Tätigkeiten 29.238.373,35 21.516.466,98
aa) täglich fällig 29.238.373,35 21.516.466,98
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist -
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 318.480.763,67 419.788.177,27
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 300.415.319,67 300.415.319,67 362.806.834,99
davon Verbindlichkeiten zur Ausführung
von Zahlungsvorgängen 300.318.946,27 362.804.882,53
davon auf Zahlungskonten -
davon aus der Ausgabe von E-Geld 96.373,40 1.952,46
b) aus sonstigen Tätigkeiten 18.065.444,00 56.981.342,28
3. Verbindlichkeiten gegenüber Instituten im Sinn des § 1 Absatz 2a des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes 43.238.067,59 26.717.503,17
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 43.008.522,01 26.424.982,91
b) aus sonstigen Tätigkeiten 229.545,58 292.520,26
4. Sonstige Verbindlichkeiten 100.299.455,25 92.258.515,15
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 1.760.519,01 4.585.051,28
b) aus sonstigen Tätigkeiten 98.538.936,24 87.673.463,87
5. Rechnungsabgrenzungsposten 4.307.293,97 3.118.154,74
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 200.000,00 200.000,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 4.107.293,97 2.918.154,74
6. Rückstellungen 35.508.831,20 44.468.450,50
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.063.859,00 17.791.473,00
aa) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 18.063.859,00 17.791.473,00
b) Steuerrückstellungen -
aa) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
bb) aus sonstigen Tätigkeiten -
c) andere Rückstellungen 17.444.972,20 26.676.977,50
aa) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 2.731.754,76 3.289.317,00
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 14.713.217,44 23.387.660,50
7. Passive latente Steuern - -
8. Nachrangige Verbindlichkeiten - -
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
9. Genussrechtskapital - -
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig -
10. Fonds für allgemeine Bankrisiken - -
11. Eigenkapital 132.549.130,90 132.549.130,90
a) gezeichnetes Kapital 25.565.050,00 25.565.050,00
Abzugsposten: Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital - -
b) Kapitalrücklage 85.123.527,51 85.123.527,51
c) Gewinnrücklagen -
aa) gesetzliche Rücklage -
bb) Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen cc) satzungsmäßige Rücklagen - -
dd) andere Gewinnrücklagen -
d) Bilanzgewinn / Bilanzverlust 21.860.553,39 21.860.553,39
Summe der Passiva 663.621.915,93 740.438.473,90
1) Unwiderrufliche Kreditzusagen ......
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld ......
b) aus sonstigen Tätigkeiten ......
2) Eventualverbindlichkeiten ......
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld ......
b) aus sonstigen Tätigkeiten ......

 

Geschäftsführer

Geschäftsführer

Geschäftsführer

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Euro Euro Euro Euro 31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
1. Zinserträge 144.677,37 140.442,86
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - 1,67
aa) Kredit- und Geldmarktgeschäften - 1,67
bb) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen -
b) aus sonstigen Tätigkeiten 144.677,37 140.441,19
aa) Kredit- und Geldmarktgeschäften 144.677,37 140.441,19
bb) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen -
2. Zinsaufwendungen -3.189.333,12 -2.195.166,08
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -276.586,78 -167.993,79
b) aus sonstigen Tätigkeiten -2.912.746,34 -2.027.172,29
3. Laufende Erträge aus 620.000,00 540.000,00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
aa) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren -
bb) Beteiligungen -
cc) Anteilen an verbundenen Unternehmen -
b) aus sonstigen Tätigkeiten 620.000,00 540.000,00
aa) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren -
bb) Beteiligungen 620.000,00 540.000,00
cc) Anteilen an verbundenen Unternehmen -
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen - -
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
5. Provisionserträge 211.277.224,37 184.797.800,90
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 86.119.681,04 59.010.588,07
b) aus sonstigen Tätigkeiten 125.157.543,33 125.787.212,83
6. Provisionsaufwendungen -64.241.201,87 -42.025.708,99
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -44.972.707,62 -22.997.870,41
b) aus sonstigen Tätigkeiten -19.268.494,25 -19.027.838,58
7. Sonstige betriebliche Erträge 185.645.232,87 187.528.122,78
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 3.335.953,99 4.145.719,04
b) aus sonstigen Tätigkeiten 182.309.278,88 183.382.403,74
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -214.229.862,15 -241.951.326,14
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -10.597.202,82 -10.758.021,23
aa) Personalaufwand -153.821,25 -153.840,47
aaa) Löhne und Gehälter -126.082,99 -126.083,00
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und für Unterstützung -27.738,26 -27.757,47
darunter:
für Alterversorgung -
bb) andere Verwaltungsaufwendungen -10.443.381,57 -10.604.180,76
b) aus sonstigen Tätigkeiten -203.632.659,33 -231.193.304,91
aa) Personalaufwand -51.067.896,55 -54.529.975,37
aaa) Löhne und Gehälter -43.672.508,27 -46.905.195,31
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und für Unterstützung -7.395.388,28 -7.624.780,06
darunter:
für Alterversorgung -7.146.496,01 -7.433.777,38
bb) andere Verwaltungsaufwendungen -152.564.762,78 -152.564.762,78 -176.663.329,54
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -42.476.463,16 -34.635.461,36
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -547.899,96 -547.899,96
b) aus sonstigen Tätigkeiten -41.928.563,20 -34.087.561,40
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.870.480,23 -2.778.995,09
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -3.032.898,21 -2.190.184,26
b) aus sonstigen Tätigkeiten -1.837.582,02 -588.810,83
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -3.265.253,21 -2.522.139,14
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -145.277,04 -158.273,76
b) aus sonstigen Tätigkeiten -3.119.976,17 -2.363.865,38
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft - -
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteil an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere - -
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbunden Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere - -
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
15. Aufwendungen aus Verlustübernahme - -
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
16. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 65.414.540,87 46.897.569,74
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 29.883.062,60 26.336.065,37
b) aus sonstigen Tätigkeiten 35.531.478,27 20.561.504,37
17. Außerordentliche Erträge - -
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
18. Außerordentliche Aufwendungen - -
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
19. Außerordentliches Ergebnis - -
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.240,60 -12.518,40
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -7.240,60 -12.518,40
21. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 10 ausgewiesen -135.074,67 -257.168,54
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -135.074,67 -257.168,54
22. Erträge aus Verlustübernahme - -
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
23. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -65.272.225,60 -46.627.882,80
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -29.883.062,60 -26.336.065,37
b) aus sonstigen Tätigkeiten -35.389.163,00 -20.291.817,43
24. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag - -
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten
25. Gewinnvortrag / Verlustvortrag aus dem Vorjahr -21.860.553,39 -21.860.553,39
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -
b) aus sonstigen Tätigkeiten -
26. Entnahmen aus der Kapitalrücklage - -
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen - -
a) aus der gesetzlichen Rücklage -
b) aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen
-
c) aus satzungsmäßigen Rücklagen -
d) aus anderen Gewinnrücklagen -
28. Entnahmen aus Genussrechtskapital - -
29. Einstellungen in Gewinnrücklagen - -
a) in die gesetzliche Rücklage -
b) in die Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen
-
c) in satzungsmäßige Rücklagen -
d) in andere Gewinnrücklagen -
30. Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals - -
31. Bilanzgewinn / Bilanzverlust -21.860.553,39 -21.860.553,39

Anhang zum 31. Dezember 2023

(1) Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der First Data GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde unter Berücksichtigung der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld Institute (RechZahlV) und nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Formblättern der RechZahlV.

Mit der First Data Holding GmbH als Organträger besteht seit dem 01. Januar 2018 eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Fiserv Inc., Brookfield, Wisconsin/USA, einbezogen.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB und ergänzend nach denjenigen der §§ 340 ff. HGB bewertet.

Auf fremde Währung lautende kurzfristige Forderungen und Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Es werden die Referenzkurse der Europäischen Zentralbank, Frankfurt am Main, verwendet.

Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Forderungen aus dem Händlergeschäft werden nach 31 Tagen zu 10 %, nach 61 Tagen zu 50 % und nach 91 Tagen zu 100 % wertberichtigt. Der Forderungsbestand aus dem garantierten Lastschriftverfahren wird monatlich gemäß der jährlich ermittelten Realisierungsquote von 20% pauschal wertberichtigt.

Für sämtliche andere Forderungen erfolgen die Einzelwertberichtigungen nach Eintreten eines potenziellen Ausfallrisikos.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagenwerte des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Im Rahmen der Übernahme des Geschäftsbetriebes der First Data Europe Limited, Zweigniederlassung Deutschland, zum 01. Oktober 2018 wurden Kundenverträge erworben, die als immaterieller Anlagewert ausgewiesen sind und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben werden.

Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Diese werden planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge im Geschäftsjahr werden zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Beteiligungen und den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Zeitwerten nach dem gemilderten Niederstwertprinzip angesetzt.

Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Warenvorräte werden grundsätzlich zum gleitenden Durchschnitt der Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen angesetzt. Zur Berücksichtigung der Risiken durch die schnell fortschreitende technische Entwicklung auf dem Markt werden die Standardkosten ein- bis zweimal jährlich basierend auf den neuesten verfügbaren Daten aus dem Einkauf aktualisiert.

Standardkosten werden als Kaufpreis definiert. Basierend auf den Lagerbeständen und dem Zeitpunkt der Standardkostenrevision werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde pauschal unter Berücksichtigung der durchschnittlichen restlichen Laufzeit ein Marktzinssatz von 1,82 % p.a. (VJ 1,78 %) verwendet. Erwartete Rentensteigerungen und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,20 % p.a. (VJ 2,20 %) berücksichtigt.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB aus der handelsrechtlichen Ermittlung der Pensionszusagen bei der Anwendung der unterschiedlichen Durchschnittszinssätze von 7 Jahren im Vergleich zu 10 Jahren beträgt TEUR 163 (VJ TEUR 616).

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

(3) Erläuterungen zur Bilanz Aktiva

Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig und betreffen laufende Konten bei mehreren Kreditinstituten von TEUR 14.339 (VJ TEUR 11.451) sowie TEUR 186.504 (VJ TEUR 369.387) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld, die sich auf Treuhandkonten befinden.

Sämtliche Forderungen an Kunden sind wie im Vorjahr sofort fällig und enthalten Forderungen aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld von TEUR 4.571 (VJ TEUR 5.008) und sonstigen Tätigkeiten von TEUR 75.595 (VJ TEUR 63.271).

In den Forderungen aus Sonstigen Tätigkeiten sind Forderungen an sonstige Kunden von TEUR 62.054 (VJ TEUR 42.767), sowie TEUR 13.541 (VJ TEUR 20.504) Forderungen an verbundene Unternehmen enthalten.

Forderungen an Institute im Sinne des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes bestehen in Höhe von TEUR 228.217 (VJ TEUR 128.265). Der Ausweis steht mit in den Vorjahren übernommenen europäischen Händlerportfolios im Zusammenhang.

Die Gesellschaft hält eine 20 % Beteiligung an der Weat Electronic Datenservice GmbH. Die Anteile der Gesellschaft sind nicht börsenfähig. Bzgl. der Angaben zum Anteilsbesitz verweisen wir auf die Angaben im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang).

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die ayCash GmbH, Bad Homburg, sowie die FSDB Merchant Services GmbH. Beide Gesellschaften sind nicht börsennotiert. Bzgl. der Angaben zum Anteilsbesitz verweisen wir auf die Angaben im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang).

Immaterielle Anlagewerte aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld bestehen in Höhe von TEUR 2.603 (VJ TEUR 3.150) aus einem Geschäfts- und Firmenwert für Kundenverträge aus der Aufnahme des Geschäftsbetriebes der First Data Europe Limited Zweigniederlassung Deutschland, Bad Homburg, im Rahmen eines Asset-Deals im Jahr 2018. Es erfolgt eine Abschreibung über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren.

Die aus sonstigen Tätigkeiten bestehenden Immaterielle Anlagewerte für entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten bestehen überwiegend aus aktivierter Software und Softwarelizenzen. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte beinhalten im Wesentlichen Anzahlungen auf Softwareupdates bzw. -entwicklungen im Zusammenhang mit technischen Neuerungen.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens und der immateriellen Anlagewerte ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Weitere Angaben zum Anteilsbesitz sind ebenfalls dort dargestellt. Die Sachanlagen enthalten ebenso die Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 443 (VJ TEUR 598) sowie die Bauten auf fremden Grundstücken TEUR 195 (VJ TEUR 238), die der eigenen Nutzung dienen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen an die FDR Limited, UK, aus dem konzerneigenen Cash-Pool TEUR 10.480, Forderungen an einen Versorgungsträger TEUR 2.522 (VJ TEUR 2.593) sowie Vorräte TEUR 1.954 (VJ TEUR 4.577). Bei den Vorräten handelt es sich im Wesentlichen um Terminals. Mit Ausnahme der Forderungen gegenüber Versorgungsträgern bestehen Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen vorausbezahlte Rechnungen für Dienstleistungen.

Passiva

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie im Vorjahr innerhalb von drei Monaten fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten Verbindlichkeiten aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld und bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditkarten-Akzeptanzstellen aus der Transaktionseinreichung in Höhe von TEUR 300.415 (VJ TEUR 362.807) und aus Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Kunden in Höhe von TEUR 18.065 (VJ TEUR 56.981). Darin sind auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 18.112 (VJ TEUR 57.013) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind in Höhe von TEUR 5.077 innerhalb von drei Monaten sowie TEUR 13.035 in mehr als zwölf Monaten fällig.

Verbindlichkeiten gegenüber Instituten im Sinne des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes bestehen in Höhe von TEUR 43.238 (VJ TEUR 26.718). Der Ausweis steht mit in der Vergangenheit übernommenen europäischen Händlervereinbarungen im Zusammenhang.

Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld bestehen im Wesentlichen gegenüber dem Finanzamt aus noch abzuführender Umsatzsteuer für Dezember 2023 in Höhe von TEUR 2.311 (VJ TEUR 4.493).

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten aus sonstigen Tätigkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus der Ergebnisabführung mit TEUR 65.272 (VJ TEUR 46.628), Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 24.264 (VJ TEUR 8.870) sowie um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.552 (VJ TEUR 9.755). Es handelt sich im Wesentlichen um IT-Dienstleistungen. Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 520 in Fremdwährungen enthalten.

Die Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 18.064 (VJ TEUR 17.791).

Die anderen Rückstellungen bestehen vornehmlich aus Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen, Erstattungen an Institute, Schadensfälle sowie Mitarbeiterboni.

Der Bilanzgewinn von TEUR 21.861, der dem Gewinnvortrag entspricht, wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

(4) Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat dem Vermieter des Bürogebäudes in Bad Homburg eine selbstschuldnerische und unwiderrufliche Bankbürgschaft in Höhe von TEUR 446 gestellt.

(5) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Summe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in oder unter der Bilanz anzugeben sind, beläuft sich auf TEUR 136.535. Sie enthalten im Wesentlichen Zahlungsverpflichtungen aus Miet-, Wartungs-, Dienstleistungs- und Lizenzverträgen.

Sie sind in den folgenden Jahren zu zahlen: TEUR
2024 52.361
2025 - 2028 83.384
nach 2028 790
136.535

Vorteile des Abschlusses von Miet- und Leasingverträgen gegenüber dem Kauf der betreffenden Vermögensgegenstände liegen insbesondere in der Bilanzneutralität und vor allem in der gewonnenen Flexibilität. Nachteile bestehen hingegen in der Laufzeitbindung. Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

(6) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Ertragslage

Die Zinserträge beinhalten Erträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften TEUR 145 (VJ TEUR 140).

Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Tagesgeldaufnahme für das Vorfinanzierungsgeschäft von einem konzernfremden Kreditinstitut in Höhe von TEUR 508 (VJ TEUR 836), Zinsaufwendungen aus der Anpassung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 246 (VJ TEUR 460), Zinsaufwand aus Leasingverträgen TEUR 1.197 (VJ TEUR 417), Zinsen aus Cash-Pooling TEUR 529 (VJ TEUR 482), sowie Zinsen aus einem Darlehen der FDR Ltd. UK TEUR 708 (VJ TEUR 0).

Bei den laufenden Erträgen handelt es sich um Erträge aus der Beteiligung an der Weat Electronic Datenservice GmbH.

Die Provisionserträge aus Zahlungsdiensten von TEUR 86.120 (VJ TEUR 59.011) beinhalten die elektronische Verarbeitung von Zahlungskartentransaktionen, die von Kartenakzeptanzstellen übermittelt werden.

Die im Geschäftsjahr 2023 ausgeführte Anzahl der Zahlungsvorgänge beträgt 967.941.613 Stück (VJ 834.001.928) zu einem Volumen von TEUR 33.697.183 (VJ TEUR 28.941.592).

Die sonstigen Provisionserträge setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
%
Issuing Processing 47.619 48.451 -794 -1,6
Acquiring Processing 18.363 15.648 2.715 17,4
Cross-border Debit-Processing 23.232 20.133 3.099 15,4
sonstige Dienstleistungen 10.564 19.024 -8.460 -44,5
Serviceerlöse 25.380 22.530 2.850 12,6
125.158 125.786 -590 -0,5

Issuing Processing beinhaltet die elektronische Verarbeitung von Zahlungskartentransaktionen von Karteninhabern.

Acquiring Processing beinhaltet die elektronische Verarbeitung von Zahlungskartentransaktionen, die von Kartenakzeptanzstellen übermittelt werden.

Cross-border Debit Processing umfasst die elektronische Verarbeitung von Maestro- und V-Pay-Kartentransaktionen deutscher Karteninhaber im Ausland beziehungsweise die Kartentransaktionen ausländischer Karteninhaber in Deutschland.

Die Erträge aus sonstigen Dienstleistungen resultieren im Wesentlichen aus IT- und Rechenzentrumsleistungen für Konzernunternehmen und Dritte.

Die Provisionsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus sonstigen Tätigkeiten in Höhe von TEUR 19.268 (VJ TEUR 19.028) und aus Zahlungsdiensten von TEUR 44.973 (VJ TEUR 22.998). Diese beinhalten an Kreditkarten ausgebende Banken abzuführende Interchange Gebühren sowie Gebühren der Kartenorganisationen.

Sonstige betriebliche Erträge aus Zahlungsdiensten von TEUR 3.336 (VJ TEUR 4.146) beinhalten Erlöse aus der Währungsumrechnung von TEUR 183 (VJ TEUR 1.145) sowie Gebühren aus dem Acquiring Geschäft.

Die sonstigen betrieblichen Erträge aus sonstigen Tätigkeiten setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
%
Terminalumsätze 63.479 51.622 11.857 23,0
Transaktionserlöse 35.981 32.095 3.886 12,1
Erträge mit verbundenen Unternehmen 75.502 93.300 -17.798 -19,1
Auflösung von Rückstellungen 4.700 5.351 -651 -12,2
Sonstige Erträge 2.647 1.014 1.633 161,0
182.309 183.382 -1.073 -0,6

Die sonstigen betrieblichen Erträge aus sonstigen Tätigkeiten beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 316 (VJ TEUR 583).

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen beinhalten Personalaufwand und andere Verwaltungsaufwendungen.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen aus sonstigen Tätigkeiten setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
% 2023
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe 8.893 6.050 2.843 47,0
Leistungen von verbundenen Unternehmen 82.661 93.354 -10.693 - 11,5
Sonstige betr. Aufwendungen 61.011 77.259 -16.248 -21,0
152.565 176.663 -24.098 -13,6

Die in der Tabelle aufgezeigten Sonstigen betr. Aufwendungen setzen sich überwiegend aus fremden Dienstleistungen in Höhe von TEUR 9.592 (VJ TEUR 12.201), Raumkosten, Mieten und Leasing in Höhe von TEUR 19.283 (VJ TEUR 18.463), Instandhaltung und Wartung in Höhe von TEUR 17.745 (VJ TEUR 18.074) sowie Porto- und Versandkosten in Höhe von TEUR 4.400 (VJ TEUR 5.288) zusammen.

Die Entwicklung der Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen aus sonstigen Tätigkeiten ist in der Anlage zum Anhang (Anlagenspiegel) detailliert dargestellt.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus Zahlungsdiensten in Höhe von TEUR 3.033 (VJ TEUR 2.190) und die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus sonstigen Tätigkeiten in Höhe von TEUR 1.838 (VJ TEUR 589) setzen sich mit TEUR 3.317 (VJ TEUR 2.779) fast ausschließlich aus Kursverlusten zusammen.

Bei den Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere aus Zahlungsdiensten und Sonstigen Tätigkeiten handelt es sich um Abschreibungen auf Forderungen.

(7) Sonstige Angaben

Aufgliederung der Erträge nach geographischen Märkten

Die Zins-, Provisionserträge, laufende Erträge aus Beteiligungen und sonstigen betrieblichen Erträgen werden im Wesentlichen in Deutschland und vergleichbaren Nachbarländern der Europäischen Union erzielt.

Erträge und Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind

2023
TEUR
2022
TEUR
Erträge 5.099 16.314
Aufwendungen 181 140

Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus Rückstellungsauflösungen (TEUR 4.864). Weitere Erträge resultieren aus Rabattgutschriften und diversen anderen periodenfremden Erträgen. Die periodenfremden Aufwendungen des Geschäftsjahres beinhalten Aufwendungen aus Umsatzsteuer.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 7 TEUR (VJ TEUR 13) resultieren aus einbehaltener Quellensteuer aus Rechnungen an Brasilien.

Der Aufwand aus sonstigen Steuern betrifft Umsatzsteuer für das Berichtsjahr und das Vorjahr.

Mit Wirkung zum 01.09.2018 ist der seit 01.01.2013 bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der First Data GmbH und der Telecash GmbH & Co. KG auf die First Data Holding GmbH, Bad Homburg, als Rechtsnachfolger der Telecash GmbH & Co. KG, Bad Homburg, übergegangen. Entsprechend wurde ein Gewinn in Höhe von TEUR 65.272 an die First Data Holding GmbH, Bad Homburg, abgeführt.

Mitarbeiter

In 2023 waren bei der First Data GmbH durchschnittlich angestellt:

2023 2022
370 398 Vollzeitmitarbeiter
54 54 Teilzeitmitarbeiter

Gesamtbezüge der Geschäftsführung, gewährte Kredite sowie Vorschüsse

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen TEUR 1.302. Kredite und Vorschüsse wurden diesem Personenkreis nicht gewährt.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung (laufende Pensionen und Anwartschaften) sind insgesamt TEUR 6.983 zurückgestellt. An Pensionen für frühere Mitglieder der Geschäftsführung wurden TEUR 426 im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar (netto, ohne Auslagen) des Abschlussprüfers beträgt für

2023
TEUR
2022
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 518 469
Andere Bestätigungsleistungen 0 0
518 469

Geschäftsführung

Oliver Lohmüller-Gillot, Bereich Merchant Business

Christian Schmitt, Bereich Issuing/Acquiring Processing & E-Money Products

Thomas Bürger, Bereich IT & Key Controll Functions (bis 31.05.2023)

Von gesetzlichen Vertretern und anderen Mitarbeitern des Unternehmens werden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien großer Kapitalgesellschaften wahrgenommen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Konzernabschluss und Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die First Data GmbH wird in den Konzernabschluss der Fiserv Inc., Brookfield, Wisconsin/USA (kleinster und größter Kreis) einbezogen. Damit ist die First Data GmbH verbundenes Unternehmen der Fiserv Inc. und deren mittelbaren und unmittelbaren Tochterunternehmen. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der erstellenden Gesellschaft einsehbar.

Nachtragsbericht

Nach dem Abschlussstichtag ergaben sich keine Ereignisse, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben.

 

Bad Homburg v.d. Höhe, den 31. Mai 2024 Die Geschäftsführer

Oliver Lohmüller-Gillot

Christian Schmitt

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Bruttoanschaffungskosten
Stand 1.1.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Immaterielle Anlagewerte
1. Software und Softwarelizenzen 120.799.819,88 2.351.358,71 666.790,21 0,00 122.484.388,38
2. entgeltlich erworbene Kundenverträge 5.479.000,00 0,00 0,00 0,00 5.479.000,00
3. geringwertige Anlagegüter 2.409,28 4.104,84 2.409,28 0,00 4.104,84
4. Geschäfts oder Firmenwert 79.489.325,00 0,00 0,00 0,00 79.489.325,00
5. Geleistete Anzahlungen 247.292,47 29.787,50 25.750,00 0,00 251.329,97
206.017.846,63 2.385.251,05 694.949,49 0,00 207.708.148,19
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.907.421,94 0,00 0,00 0,00 1.907.421,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 186.870.819,65 30.028.446,90 14.133.936,54 1.250.557,43 204.015.887,44
3. geringwertige Anlagegüter 313.092,51 47.334,29 313.092,51 0,00 47.334,29
4. Terminal Equipment 139.896.477,51 16.711.438,40 13.785.191,87 0,00 142.822.724,04
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.250.557,43 511.594,14 511.594,14 -1.250.557,43 0,00
330.238.369,04 47.298.813,73 28.743.815,06 0,00 348.793.367,71
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.523.924,08 0,00 0,00 0,00 18.523.924,08
3. Beteiligungen 1.074.673,49 0,00 0,00 0,00 1.074.673,49
19.598.597,57 0,00 0,00 0,00 19.598.597,57
555.854.813,24 49.684.064,78 29.438.764,55 0,00 576.100.113,47
kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Immaterielle Anlagewerte
1. Software und Softwarelizenzen 111.150.365,81 4.364.831,36 20.207,82 115.494.989,35
2. entgeltlich erworbene Kundenverträge 2.328.574,86 547.899,96 0,00 2.876.474,82
3. geringwertige Anlagegüter 2.409,28 4.104,84 2.409,28 4.104,84
4. Geschäfts oder Firmenwert 79.489.325,00 0,00 0,00 79.489.325,00
5. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
192.970.674,95 4.916.836,16 22.617,10 197.864.894,01
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.669.065,77 43.751,28 0,00 1.712.817,05
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 137.908.183,07 17.208.397,71 9.351.284,38 145.765.296,40
3. geringwertige Anlagegüter 313.087,82 47.334,29 313.087,82 47.334,29
4. Terminal Equipment 84.764.675,56 20.260.143,72 3.868.050,11 101.156.769,17
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
224.655.012,22 37.559.627,00 13.532.422,31 248.682.216,91
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
417.625.687,17 42.476.463,16 13.555.039,41 446.547.110,92
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Immaterielle Anlagewerte
1. Software und Softwarelizenzen 6.989.399,03 9.649.454,07
2. entgeltlich erworbene Kundenverträge 2.602.525,18 3.150.425,14
3. geringwertige Anlagegüter 0,00 0,00
4. Geschäfts oder Firmenwert 0,00 0,00
5. Geleistete Anzahlungen 251.329,97 247.292,47
9.843.254,18 13.047.171,68
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 194.604,89 238.356,17
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.250.591,04 48.962.636,58
3. geringwertige Anlagegüter 0,00 4,69
4. Terminal Equipment 41.665.954,87 55.131.801,95
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 1.250.557,43
100.111.150,80 105.583.356,82
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.523.924,08 18.523.924,08
3. Beteiligungen 1.074.673,49 1.074.673,49
19.598.597,57 19.598.597,57
129.553.002,55 138.229.126,07

Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB

Name und Sitz der Gesellschaft Anteile
%
Eigenkapital
TEUR
Jahr Jahresergebnis
TEUR
ayCash GmbH, Nürnberg 100 470 2022 187
WEAT Electronic Datenservice GmbH, Düsseldorf 20 8.585 2021 3.903
FSDB Merchant Services GmbH 51 25

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der First Data GmbH, Bad Homburg v.d.H., - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der First Data GmbH, Bad Homburg v.d.H., für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen des Unternehmens bzw. von dessen Teilbereichen ein, um Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Jahresabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 31. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Marijan Nemet, Wirtschaftsprüfer

Kirsten Seidel, Wirtschaftsprüfer

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