ZEROCLAMP International Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joseph Haiplik seit 14.11.2017 | Prokura |
Klaus Hofmann seit 14.11.2017 | Geschäftsführer |
Heike Guggenmos seit 14.11.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ZEROCLAMP GmbHBruckmühlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022der ZEROCLAMP-GmbH, BruckmühlGrundlagen des Unternehmens Die ZEROCLAMP GmbH ist im Handelsregister unter HRB 26483, Amtsgericht Traunstein eingetragen. Der Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb sowie die Bearbeitung von Maschinenkomponenten, vorrangig im Wege einer industriellen Serienfertigung. Sie unterhält an ihrem Firmensitz in Bruckmühl die Produktion sowie den Vertrieb und die Verwaltung. Das Unternehmen besteht seit 2006 und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 61 Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt (im Vorjahr 60 Mitarbeiter). Geographisch liegt der Absatzschwerpunkt in Deutschland. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den Jahren 2021 und 2022 Die COVID-19-Pandemie hielt 2021 die Weltwirtschaft nach wie vor in Atem. Zwar konnte sich die Wirtschaft weltweit erholen, dennoch blieb 2021 insgesamt mit einem weltweiten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 6,1 Prozent hinter den Erwartungen zurück. Im Jahr 2022 wuchs die Weltwirtschaft um 3,5 %, was angesichts der geopolitischen Krisen für eine robuste Entwicklung spricht. Insbesondere der Krieg in der Ukraine und damit verbundenen Preissteigerungen, v.a. im Bereich Energie, ließen eine negativere Entwicklung des weltweiten BIP erwarten. Entwicklung des Werkzeugmaschinenbaus in Deutschland Das Jahr 2021 Im verarbeitenden Gewerbe ist der ifo-Geschäftsklima-Index entgegen der letztjährigen Entwicklung wieder leicht gestiegen. Der Grund war vor allem die Erwartung der Unternehmen. Diese sind nun erstmals wieder positiv. Entsprechend korrigierten die Firmen ihre Produktionspläne nach oben. Auch die Lage verbesserte sich bis zum Jahresende 2021. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie entwickelte sich 2021 wie folgt: Mit 13,6 MRD € lagen die Auftragseingänge der Werke in Deutschland deutlich (+58,1 %) über dem Niveau des Vorjahres (8,6 MRD €). Gleichermaßen stieg die Inlandsnachfrage (+50,0 %; Vorjahr: -41,1 %) als auch die Nachfrage aus dem Ausland (+60,0 %; Vorjahr: -35,1%). Entsprechend entwickelte sich der Auftragseingang bei spanenden Maschinen sowie bei umformenden Maschinen. Die Umsätze der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an (+5,8%; Vorjahr: -28,4%). Die Produktion erreichte ein Volumen von 11,5 MRD € und lag damit 4,5% über dem Vorjahresniveau (11,0 MRD €). Maschinen im Wert von 8,0 MRD € wurden exportiert (+10 %; Vorjahr: 7,3 MRD €). Die Exportquote stieg um drei Prozentpunkt auf 69,5 %. Wichtigster Exportmarkt für deutsche Werkzeugmaschinen war erneut China mit 1,6 MRD € (Vorjahr: 1,3 MRD €). Dies entspricht 20 % der Werkzeugmaschinenausfuhren (Vorjahr: 18 %). Die USA belegten mit einem Exportvolumen von 1,0 MRD € wie im Vorjahr Platz zwei (Exportanteil: 13 %). Italien war mit 0,5 MRD € und einem Exportanteil von 6 % der drittwichtigste Exportmarkt gefolgt von der Schweiz. Der Import von Werkzeugmaschinen stieg um 25 % auf 3,0 MRD € ein (Vorjahr: 2,4 MRD €). Mit einem Importanteil von knapp 25 % kam nahezu jede vierte importierte Werkzeugmaschine aus der Schweiz. Es folgen Japan (10%) und China (7%) auf den weiteren Plätzen. Der Inlandsverbrauch an Maschinen, Teilen und Zubehör stieg leicht um 4,8 % auf 6,5 MRD €. Im Jahresverlauf ist die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller um knapp 10 Prozentpunkte gestiegen. Die Auslastung der Hersteller von spanenden, abtragenden und umformenden Maschinen lag bei 80,8 % (Vorjahr: 70,9 %). Die Anzahl der Beschäftigten in den deutschen Werkzeugmaschinenunternehmen sank im Jahresdurchschnitt insgesamt auf rund 64,9 Tsd. (Vorjahr: 70,0 Tsd.). Das Jahr 2022 Im verarbeitenden Gewerbe ist der ifo-Geschäftsklima-Index bedingt durch die geopolitischen Krisen und die negativen Preisentwicklungen für Energie entgegen der letztjährigen Entwicklung deutlich gesunken. Zum Jahresende hin stieg der Index hingegen wieder an. Das Geschäftsklima hat sich in nahezu allen Branchen der Industrie im vierten Quartal 2022 verbessert. Insbesondere der Erwartungsindikator kletterte nach oben. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie entwickelte sich 2022 wie folgt: Mit 16,0 MRD € lagen die Auftragseingänge der Werke in Deutschland erneut über (+17,6 %) dem Niveau des Vorjahres (13,6 MRD €). Gleichermaßen stieg die Inlandsnachfrage (+20,5 %; Vorjahr: 50,0 %) als auch die Nachfrage aus dem Ausland (+17,7 %; Vorjahr: +60,0 %). Entsprechend entwickelte sich der Auftragseingang bei spanenden Maschinen sowie bei umformenden Maschinen. Die Umsätze der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller stiegen erneut im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an (+10,2 %; Vorjahr: +5,8 %). Die Produktion erreichte ein Volumen von 12,7 MRD € und lag damit 10,4 % über dem Vorjahresniveau (11,5 MRD €). Maschinen im Wert von 8,7 MRD € wurden exportiert (+8,8 %; Vorjahr: 8,0 MRD €). Die Exportquote sank um gut einen Prozentpunkt auf 68,1 %. Wichtigster Exportmarkt für deutsche Werkzeugmaschinen war erneut China mit 1,6 MRD € (Vorjahr: 1,6 MRD €). Dies entspricht 18 % der Werkzeugmaschinenausfuhren (Vorjahr: 20 %). Die USA belegten mit einem Exportvolumen von 1,2 MRD € wie im Vorjahr Platz zwei (Exportanteil: 14 %). Italien war mit 0,6 MRD € und einem Exportanteil von 7 % der drittwichtigste Exportmarkt gefolgt von der Schweiz. Der Import von Werkzeugmaschinen stieg um 17 % auf 3,5 MRD € ein (Vorjahr: 3,0 MRD €). Mit einem Importanteil von gut 25 % kam nahezu jede vierte importierte Werkzeugmaschine aus der Schweiz. Es folgen Japan (10 %) und China (8 %) auf den weiteren Plätzen. Der Inlandsverbrauch an Maschinen, Teilen und Zubehör stieg leicht um 16,9 % auf 7,6 MRD €. Im Jahresverlauf ist die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller um knapp 7 Prozentpunkte gestiegen. Die Auslastung der Hersteller von spanenden, abtragenden und umformenden Maschinen lag bei 87,7 % (Vorjahr: 80,8 %). Die Anzahl der Beschäftigten in den deutschen Werkzeugmaschinenunternehmen sank im Jahresdurchschnitt insgesamt auf rund 64,3 Tsd. (Vorjahr: 64,9 Tsd.). Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Das Ergebnis der ZEROCLAMP GmbH war im Wesentlichen geprägt von erhöhten Umsatzerlösen (9.993 T€ gegenüber 7.952 T€ aus dem Vorjahr), einer moderaten Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (131 TEUR gegenüber 561 TEUR aus dem Vorjahr) und deutlich gestiegener Materialaufwendungen inkl. bezogene Leistungen in Höhe von 2.614 T€ (Vorjahr: 1.313 T€). Insgesamt schließt die ZEROCLAMP GmbH mit einem positivem EBIT von 52 T€ (inklusive sonstiger Steuern, Vorjahr: 658 T€) und einem Jahresfehlbetrag von 55 T€ (Vorjahr: Jahresüberschuss von 526 T€) ab. Die Umsatzrendite beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr - 0,6 % (Vorjahr: 6,6 %). Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr 9.993 T€ (Vorjahr: 7.952 T€). Der Anstieg resultiert nahezu gleichermaßen aus Umsatzerlösen im Geschäftsbereich der Nullpunktspannsysteme sowie dem Geschäftsbereich Automation. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vorjahresvergleich um 64 T€ auf 258 T€ gesunken (Vorjahr: 322 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen die Verrechnung von sonstigen Sachbezügen Kfz und Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagevermögen. Die Materialaufwendungen umfassten hauptsächlich Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe inkl. bezogene Waren mit 2.345 T€ (Vorjahr: 1.090 T€) sowie im untergeordneten Sinne solche für bezogene Leistungen mit 269 T€ (Vorjahr: 223 T€). Insgesamt stiegen die Materialaufwendungen um 1.301 T€. Der Personalaufwand erhöhte sich deutlich um 767 T€ auf 4.522 T€ (Vorjahr: 3.755 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 373 T€ von 1.864 T€ auf 2.237 T€. Im Wesentlichen sind diese Aufwendungen durch Reparaturen und Instandhaltungen, Mieten, Aufwendungen für die Warenabgabe und durch verschiedene weitere betriebliche Aufwendungen verursacht. Das Finanzergebnis ist gegenüber dem Vorjahresniveau gesunken, beträgt -104 T€ (Vorjahr: -94 T€) und ist durch Zinsaufwendungen für bestehende vertragliche Finanzierungsverpflichtungen sowie Zinsen für Gesellschafterdarlehen begründet. Wegen des bestehenden Jahresfehlbetrags erwartet die Gesellschaft keinen Ertragssteueraufwand für das Geschäftsjahr. Die Bilanzsumme per 31. Juli 2022 erhöhte sich um 7,3 % auf 8.634 T€ (Vorjahr: 8.043 T€). In der Bilanz ist das Anlagevermögen von 2.303 T€ auf 2.224 T€ gesunken. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus den Abschreibungen auf technische Anlagen und Maschinen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Ersatzinvestitionen in Sachanlagen mit 562 T€ vorgenommen. Das Umlaufvermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 584 T€ auf 6.294 T€. Der Anstieg ergibt sich einerseits aus dem gestiegenen Vorratsbestand, der gegenüber dem Vorjahr um 380 T€ auf 3.304 T€ deutlich angestiegen ist; andererseits aus der Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände (635 T€; Vorjahr: 236 T€). Auf der Passivseite ist das Eigenkapital mit 1.165 T€ gegenüber dem Vorjahr um 55 T€ gesunken. Die Eigenkapitalquote lag bei 13,5 % (Vorjahr: 15,1 %). Die Rückstellungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 174 T€ auf 2.816 T€ (Vorjahr: 2.990 T€). Der Rückgang ist im Wesentlichen durch die Rückstellungen für Personalkosten (334 T€ gegenüber 460 T€ aus dem Vorjahr) und die Rückstellungen für Zahlungsverpflichtungen aus dem Erwerb eines Patents aus 2016 verursacht (Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 2.343 T€ auf 2.298 T€); Die Verbindlichkeiten sind auf 4.639 T€ angestiegen (Vorjahr: 3.834 T€). Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die sich um 271 T€ auf 2.471 T€ vermindert haben. Weiterhin sind die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von 73 T€ auf 254 T€ gestiegen. Ebenso sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 762 T€ auf 1.406 T€ und sonstigen Verbindlichkeiten um 131 T€ auf 370 T€ angestiegen. Die ZEROCLAMP GmbH deckt ihren Kapitalbedarf im Wesentlichen aus dem Zufluss von liquiden Mitteln. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte ein Cashflow von 901 T€ (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) erzielt werden. Gesamtbeurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die ZEROCLAMP GmbH hat das Geschäftsjahr 2021/22 insgesamt leicht negativ abgeschlossen. Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung ergab sich für das Geschäftsjahr 2021/22 ein positives EBIT (52 T€) jedoch ein leicht negatives Jahresergebnis (-55 T€). Maßgebliche Einflussfaktoren waren einerseits der weiterhin bestehende Erholungseffekt nach der Anfang 2020 aufgetretenen Corona-Pandemie, die weltweit zu Lock-Downs und Unsicherheiten auf den Produktions- und Absatzmärkten geführt hat (positive Auswirkung auf die Nachfrage). Andererseits musste der Inflation verursacht durch geopolitische Krisen und durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie Rechnung getragen werden; die Preise auf dem Beschaffungsmarkt haben sich deutlich erhöht (negativer Effekt). Mit dem leicht negativen Jahresergebnis ist die Eigenkapitalquote ebenfalls leicht rückläufig (-1,6 %) und beträgt zum 31. Juli 2022 13,5 %. Durch die erhöhte Bilanzsumme und die damit verbundenen gestiegenen Verbindlichkeiten (verursacht durch Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Vermögensgegenstände und das Vorratsvermögen) ist die Eigenkapitalquote demnach rückläufig. Da die bilanzierten Rückstellungen und Verbindlichkeiten nicht unwesentlich mit einer langfristigen Laufzeit unterlegt sind, werden die vorhandenen liquiden Mittel zum Stichtag (1.061 T€) als ausreichend für die Finanzierung des weiteren Geschäftsverlaufs angesehen. Forschung und Entwicklung Ziel der Forschung und Entwicklung der Gesellschaft ist es, den Wert unserer Produkte für unsere Kunden nachhaltig zu erhöhen. Wir bieten unseren Kunden ein zukunftsorientiertes Angebot an Spanmitteln, Technologie- und Automatisierungslösungen sowie Dienstleistungen. Besonderen Wert legen wir auf die intelligente Automatisierung von Maschinen und Anlagen, den Ausbau des Portfolios mit zukunftsweisenden Fertigungstechnologien und die Standardisierung unserer Komponenten und Erhöhung der Wertschöpfungstiefe bei Kernkomponenten im Bereich der Nullpunktspannsysteme. Chancen- und Risikobericht Die ZEROCLAMP GmbH ist in ihrem unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Unser Chancen- und Risikomanagement hilft dabei, diese frühzeitig zu erkennen und zu beurteilen. Unternehmensstrategische Risiken liegen hauptsächlich in der Fehleinschätzung von künftigen technologischen und branchenspezifischen Entwicklungen. Wir begegnen diesen Risiken durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten, einer umfassenden globalen Messepräsenz und einer auf Innovationen ausgerichteten Unternehmensstrategie. Beschaffungs- und Einkaufsrisiken können sich im Bereich von Schlüsselgütern aufgrund von Preiserhöhungen bei Materialien für Werkzeugmaschinen ergeben. Zusätzlich kann eine hohe Auslastung bei den Lieferanten für Kostensteigerungspotenziale sorgen. Weitere Risiken bestehen in möglichen Lieferantenausfällen und Qualitätsproblemen. Diesen begegnen wir mit der Standardisierung von Bauteilen und Komponenten sowie einem internationalen Sourcing mit mindestens zwei Lieferanten für die wesentlichen Materialien und einem verstärktem In-Sourcing von Schlüsselkomponenten. Personalrisiken bestehen aufgrund unseres kontinuierlichen Bedarfs an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Bei nicht ausreichend möglicher Gewinnung und Bindung dieser Mitarbeiter kann die Entwicklung der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigen werden. Wir begrenzen diese Risiken durch intensive Ausbildungsprogramme und Personalentwicklung, leistungsgerechte Vergütungen und frühzeitige Nachfolgeplanungen sowie Stellvertreterregelungen. Eine jederzeit notwendige Verfügbarkeit von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften könnte zudem durch eine erhöhte Krankenquote beeinträchtigt werden. Wir begegnen diesem Risiko insbesondere durch eine vorbeugende betriebliche Gesundheitsvorsorge. Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren aus Forderungsausfallrisiken, durch die es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall der Forderungen kommen kann. Rechtliche Risiken können sich insbesondere aus Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten, Behörden und ehemaligen Mitarbeitern ergeben. Chancen werden systematisch identifiziert und analysiert, insbesondere die Vertriebs- und Serviceaktivitäten bei Werkzeugmaschinen und industriellen Dienstleistungen. Dabei konzentriert sich die Gesellschaft auf wesentliche Chancen im Vertrieb und Service. Einschätzungen zu Marktpotenzial, Auftragseingang oder Messeauswertungen liegen dem zugrunde. So steuern wir gezielt unsere Vertriebs- und Serviceaktivitäten und nutzen Chancen konsequent. Zudem beobachten wir permanent unsere Märkte und können sich bietende gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen frühzeitig identifizieren. Prognosebericht Das Jahr 2023 steht für eine Schwächeperiode in Weltwirtschaft und Industrie. Dies gilt insbesondere für Europa und Deutschland, wo sich die Folgen des russischen Angriffskriegs in hoher Unsicherheit bei den Unternehmen und deutlich gestiegenen Energiekosten niederschlagen. Aber auch die Konjunktur in den USA lässt spürbar nach. Asien stützt die Weltwirtschaft, allerdings nimmt China nach der Beendigung der Null-COVID-Politik nur zögerlich Fahrt auf. Große Hoffnungen ruhen auf Indien, dem ein hohes Wachstumspotenzial zugesprochen wird. Insgesamt erwarten Makroökonomen eine wirkliche Besserung, die stark Asien-getrieben sein soll, erst 2024. Aktuell belasten die stark gestiegenen Kosten und eine weiterhin hohe Inflation Unternehmen sowie Verbraucher und hohe Zinsen bremsen die Investitionen. Neben dem Ende der Zero-COVID-Politik Chinas gibt es aber auch weitere positive Botschaften. Europa kommt insgesamt besser durch die Energiekrise und den Winter als ursprünglich befürchtet. Die Lieferketten in der Industrie entspannen sich zunehmend und bei insgesamt guten Auftragsbeständen wird wieder mehr gefertigt. Allerdings signalisieren rückläufige Konjunkturindikatoren sowie schwache Aufträge in der deutschen und europäischen Industrie eine insgesamt angespannte Situation. Die Mitte 2022 einsetzende Abschwächung der Aufträge setzte sich zu Beginn von 2023 fort. Im ersten Quartal sanken die Aufträge um 11 % gegenüber einem allerdings starken Vorjahr. Die inländischen Orders sind mit minus 15 % doppelt so stark rückläufig wie die ausländischen. Das Niveau insgesamt ist noch ordentlich, die Inflation bleibt aber weiterhin ein Thema. Real betrachtet ist der Rückgang daher mit 17 % ausgeprägter. Beim Blick auf die Absatzmärkte hält sich Europa erstaunlich stabil, die USA können sogar nochmals zulegen, China aber schwächelt. Große Stütze bleiben die hohen Auftragsbestände, die auch im ersten Quartal noch bei einer Reichweite zwischen elf und zwölf Monaten liegen. Sie tragen die Branche durch dieses Jahr. Die Produktion dürfte mit dem Rückenwind der Bestände auch 2023 nochmals gut zulegen - gemäß VDW-Prognose um 10 % und damit genauso stark wie im letzten Jahr. Die weitere konjunkturelle Entwicklung hängt in Europa und den USA stark davon ab, inwieweit die Zentralbanken die Inflation unter Kontrolle bekommen und damit die Zinserhöhungen ein Ende finden. Für Asien und die Weltwirtschaft insgesamt wird es aber auch darauf ankommen, ob China wieder zu stärkerem Wachstum zurückfindet. Andererseits gibt es eher konjunkturunabhängig mehrere Trends, die die Investitionen in Fertigungstechnik stützen. Dazu gehören Automatisierung (Produktivität, Fachkräftemangel), Digitalisierung (Chip-Produktion), Elektromobilität (Elektromotor, Batterie), Kapazitätsaufbau in der Triade für "kritische Infrastruktur", Ausgabenprogramme für Klimaschutz und Ausbau erneuerbarer Energien sowie steigende Rüstungsausgaben. Aufgrund der bestehenden globalen Unsicherheiten bleibt es weiterhin schwierig, verlässliche Prognosen zu erstellen. Wichtige interne Ziel- und Steuerungsgrößen sind der Umsatz und das EBIT. Das Geschäftsjahr 2022/23 wurde mit einem Umsatz von rund 10,5 MIO € abgeschlossen und liegt somit über dem des abgelaufenen Geschäftsjahres 2021/22. Im nachfolgenden Geschäftsjahr 2023/24 sind aufgrund der erläuterten Unsicherheiten geringere Umsatzerlöse verzeichnet worden. Das EBIT für das Geschäftsjahr 2022/23 liegt bei rund 0,2 MIO € und ist damit wieder deutlich über dem des abgelaufenen Geschäftsjahres. Für das Geschäftsjahr 2023/24 wird das EBIT wie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/22 erwartet. Gesamtaussage zur künftigen Geschäftsentwicklung Die Weltwirtschaft ist weiterhin durch globale Unsicherheiten gekennzeichnet, vor allem durch die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, der starken Inflation und der v.a. in China begründeten Lieferkettenproblematik. Nach den vorläufigen Prognosen des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken soll der weltweite Werkzeugmaschinenverbrauch jedoch einen starken Anstieg verzeichnen. Für das Geschäftsjahr 2024/25 planen wir unter den aufgezeigten Einschränkungen einen geringeren Auftragseingang und einen geringeren Umsatz, wobei wir nach wie vor von einem positiven EBIT für das Geschäftsjahr 2024/25 ausgehen. Wir erwarten darüber hinaus keine wesentlichen Veränderungen der Vermögens- und Finanzlage.
Bruckmühl, den 15. Oktober 2024 ZEROCLAMP GmbH Klaus Hofmann, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeines Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die ZEROCLAMP GmbH mit Sitz in Bruckmühl ist im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter der Nummer HRB 26483 eingetragen. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss 2021/2022 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Ergänzend dazu waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Von den Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch. Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB). Das Realisationsprinzip bzw. das Imparitätsprinzip sowie der Grundsatz der Vorsicht (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) werden beachtet. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich unverändert zum Vorjahr angewendet. Änderungen, sofern vorgenommen, sind bei den Bewertungsmethoden nachfolgend erläutert. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 256a HGB erstellt. Die besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 268 bis 277 HGB) wurden - soweit einschlägig - gemäß den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages beachtet. Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 266 und § 275 HGB. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern; § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Aktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Als Nutzungsdauer werden bis fünf Jahre zu Grunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer angesetzt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden in Anlehnung an steuerliche Vorschriften im Zugangsjahr bis zu einer Grenze von EUR 800,00 sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die unfertigen Erzeugnisse bzw. die fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht mit einbezogen. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegenden Risiken wird - sofern erforderlich - durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. Passiva Als gezeichnetes Kapital wird das satzungsmäßige Stammkapital der Gesellschaft gemäß § 42 Abs. 1 GmbH Gesetz ausgewiesen, das voll eingezahlt ist. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen zeigt der Anlagenspiegel. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht. Forderungen Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen die geschäftskontoführende Oberbank AG, Filiale Wolfratshausen, aus Fehlbuchungen i.Z.m. einem Cyberangriff, Guthaben aus Überzahlungen von Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer. Forderungen gegenüber Gesellschafter sind in diesem Posten nicht enthalten. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Kaufraten für Lizenzrechte (EUR 2.298.354,19) sowie personalbezogene Rückstellungen (EUR 333.647,75). Verbindlichkeiten Die Laufzeit der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt
Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 963.225,77 (Vj. EUR 408.400,56) enthalten. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 115.755,00 (Vj. EUR 50.436,95) aus Steuern und EUR 0,00 (Vj. EUR 2.964,19) im Rahmen der sozialen Sicherheit ausgewiesen. Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: Sicherungsübereignungen liegen im üblichen Umfang vor. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte gesichert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Form des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt. V. Sonstige Angaben Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2021/2022 bestellt: Herr Klaus Hofmann, Ingenieur Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Sonstige Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag sind keine Haftungsverhältnisse im Sinne von §251 HGB vorhanden. Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus dem befristet abgeschlossenen Gewerberaummietvertrag in Höhe von insgesamt EUR 1.302.000 (Vj. EUR 1.562.400). Arbeitnehmerzahl Im Geschäftsjahr wurden gemäß § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 61 (VJ 60) Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt, davon 26 Angestellte und 35 gewerbliche Arbeitnehmer. Ergebnisverwendung Der Vorschlag für den Ergebnisverwendungsbeschluss ist es, den Jahresfehlbetrag und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Angaben zu Beteiligungsbesitz Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die ZEROCLAMP GmbH Anteile von mehr als 20 % hält:
Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen Mit einem nahestehenden Unternehmen wurden Verkäufe in Höhe von 720 T€ getätigt. Es wird ein Zahlungsziel von 180 Tagen gewährt. Bei Überschreiten des Zahlungsziels werden keine Maßnahmen ergriffen. VI. Nachtragsbericht Nach dem Geschäftsjahr 2021/2022 haben sich die geopolitischen Spannungen weiter verstärkt. Durch den Ukraine-Krieg ist ein aktuell nicht fassbares Risiko entstanden. Diese Krise und die Beeinträchtigung des weltweiten Handels durch wesentliche Lieferengpässe in den produzierenden Ländern haben zu einer dynamischen Entwicklung der Inflationsrate in vielen Ländern dieser Welt geführt mit drastischen Leitzinserhöhungen vieler Zentralbanken. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses liegt bereits eine wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vor. Weitere Geschäftsvorfälle oder Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, liegen bis heute nicht vor.
Bruckmühl, den 30. Juni 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.01.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkWiedergabe des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers Die folgende Wiedergabe des Bestätigungsvermerks bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Der Hinweis ist nach § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB bei teilweiser Offenlegung, also bei in Anspruch genommenen Erleichterungen und rechtmäßig nachgeholten Aufstellungserleichterungen notwendig. Nach dem Ergebnis der Prüfung wurde am 16. Dezember 2024 dem vollständigen Jahresabschluss der ZEROCLAMP GmbH, Bruckmühl zum 31. Juli 2022 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022 der folgende Bestätigungsvermerk erteilt, der an dieser Stelle wiedergegeben wird: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ZEROCLAMP GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der ZEROCLAMP GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der ZEROCLAMP GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Juli 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."
München, den 16. Dezember 2024 Robert Fahn, Wirtschaftsprüfer |
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