AAS Aviation & Airport Services GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Klaus seit 3.7.2019 | Prokura |
Sigrid, geb. Strauß Feldheim seit 4.3.2019 | Prokura |
Murat Yüncü seit 4.3.2019 | Prokura |
Hanjo Jaschke seit 4.3.2019 | Prokura |
Jörg Hok seit 4.3.2019 | Prokura |
Marcus Menzel seit 4.3.2019 | Prokura |
Suzana Yüncü seit 4.3.2019 | Prokura |
Ralf Bogolea seit 4.3.2019 | Prokura |
Philipp Lammers seit 4.3.2019 | Prokura |
Marcel Lojek seit 4.3.2019 | Prokura |
Christian Siemoneit seit 27.2.2018 | Prokura |
Hartmut Engler seit 22.1.2018 | Geschäftsführer |
Norman Crüger seit 2.2.2017 | Prokura |
Lutz Doose seit 15.6.2016 | Geschäftsführer |
André Wolff seit 5.10.2015 | Prokura |
Anke Holland seit 19.3.2014 | Prokura |
Dirk Otto seit 5.12.2013 | Geschäftsführer |
Karsten Wichmann seit 3.7.2013 | Geschäftsführer |
Christian Obermayer seit 13.3.2013 | Prokura |
Nina Jedlitschka seit 18.10.2012 | Prokura |
Claus Sommer seit 16.7.2010 | Prokura |
Bernd Händler seit 26.10.2006 | Prokura |
Christian Bolz seit 26.10.2006 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
cor-fashion GmbHAufgelöst | 25.50% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gegenbauer Holding SE & Co. KGBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017AKTIVA
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017
* unter Einbeziehung der RGM Gruppe
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2017
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2017
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017I. Allgemeine AngabenDie Gegenbauer Holding SE & Co. KG hat ihren Sitz in Berlin, und ist beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Registernummer HRA 27637 B eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss der Gegenbauer Holding SE & Co. KG wurde für die Geschäftsjahre 2005 bis 2016 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards ("IFRS"), wie sie in der EU anzuwenden sind, unter Anwendung von § 315a HGB aufgestellt. Mit Änderung des Gesellschaftsvertrages vom 23. Oktober 2017 wurde die Umstellung der Konzernrechnungslegung von IFRS auf HGB per 31. Dezember 2017 beschlossen. Der 1. Januar 2016 wurde als Umstellungsstichtag gewählt. Wesentliche Unterschiede in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Umstellungsstichtag sind im Anhang beschrieben. Die Gewinn- und Verlustrechnung für den Konzern ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Bilanzgliederungsschema wurde zur besseren Übersicht um den Posten "Auftragsbestände" im immateriellen Anlagevermögen ergänzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde freiwillig um Zwischensummen erweitert. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Erwerb von 90 % der Anteile an der RGM Holding GmbH, Dortmund, erfolgte zum 30. Dezember 2016. Dadurch bedingt beinhaltet die Konzernbilanz für das Vorjahr die Zahlen der RGM Gruppe. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2016 ist ohne die Zahlen der RGM Gruppe dargestellt. Um die Vergleichbarkeit der Posten der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung zu gewährleisten, wurde eine pro forma Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2016 erstellt, welche die Zahlen der RGM Gruppe enthält und diese darstellt, als hätte der Erwerb bereits zum 1. Januar 2016 stattgefunden. II. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB einbezogen: die Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Berlin, als Mutterunternehmen, sowie 39 Tochtergesellschaften. Von diesen sind 33 im Inland und 6 im Ausland ansässig. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie die übrigen Beteiligungen sind in Anlage 5.3 aufgeführt. Zwischen der Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Berlin, und einigen Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge. Zwischen der RGM Holding GmbH, Dortmund und einigen Tochterunternehmen bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge. Diese sind ebenfalls in der Anlage 5.3a dargestellt. Die im Folgenden verwendeten Abkürzungen des Konsolidierungskreises sind dort definiert. Mit Vertrag vom 5. Juli 2017 hat die RGMFM 40 % der Anteile an der Kamb mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2017 erworben. Damit ist sie jetzt im Besitz von 100 % der Anteile. Zwischen der RGMFM und der Kamb wurde am 15. September 2017 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 24. Oktober 2017. Die PSG wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 auf die RGMFM als 100 %ige Muttergesellschaft verschmolzen. Die Eintragung ins Handelsregister der übernehmenden RGMFM erfolgte am 28. August 2017. Die RGMFM hat mit Verträgen vom 28. September 2017 und 2. Oktober 2017 5,7 % sowie 9,5 % an der HRW mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2017 erworben. Sie besitzt jetzt 76 % der Anteile an der HRW. Die Valorias ist für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gegenbauer Holding SE & Co.KG von untergeordneter Bedeutung und wurde daher nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen. Sie ist nicht operativ tätig und besitzt keine bedeutsamen Vermögensgegenstände und Schulden. Außerdem wurden in 2017 13 Beteiligungsunternehmen als assoziierte Unternehmen gemäß § 311 Abs. 1 HGB at equity bewertet. Die TFS, die G2Plus, die Euroliance und die ARGE SKR sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung und werden daher nicht nach der Equity-Methode bilanziert. Die Abschlüsse von assoziierten Unternehmen werden gemäß §§ 242 ff und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Konzerns. III. KonsolidierungsgrundsätzeDie Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen basieren auf einheitlichen Berichtsperioden und -Stichtagen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB seit dem 1. Januar 2005 nach der Neubewertungsmethode. Unternehmen, die im Verlauf des Geschäftsjahres erworben oder veräußert wurden, werden ab dem Erwerbszeitpunkt oder bis zum Veräußerungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Für Unternehmen, die vor 2005 erworben wurden, wurde die Buchwertmethode angewandt. Diese Ansätze werden entsprechend fortgeführt. Bei der Ermittlung des neubewerteten Eigenkapitals werden alle Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten der Tochtergesellschaften vollständig und einzeln erfasst. Es werden auch die immateriellen Vermögensgegenstände erfasst, die im Jahresabschluss des Tochterunternehmens in Ausübung des Ansatzwahlrechts gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht aktiviert wurden oder für die dort ein Ansatzverbot gemäß § 248 Abs. 2 Satz 2 HGB bestand. Haben Tochtergesellschaften im Rahmen der BilMoG-Einführung von der Übergangsregelung zur Bilanzierung der Pensionsrückstellungen Gebrauch gemacht und entsprechende Fehlbeträge nicht passiviert, so wurden diese im Konzernabschluss in voller Höhe bilanziert. Sich ergebende aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden gemäß § 309 Abs. 1 HGB i. V. m. § 246 Abs. 1 HGB und § 253 Abs. 3 HGB aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Werden nach Erlangung des beherrschenden Einflusses weitere Anteile an einem Tochterunternehmen erworben, wird eine solche Transaktion als Erwerbsvorgang nach DRS 23.171 abgebildet. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode gemäß § 312 HGB bewertet. Anteile an assoziierten Unternehmen werden in der Konzernbilanz mit ihrem Buchwert laut Jahresabschluss des Mutterunternehmens angesetzt. Assoziierte Unternehmen, die im Verlauf des Geschäftsjahres erworben oder veräußert wurden, werden ab dem Erwerbszeitpunkt oder bis zum Veräußerungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Im Rahmen der Folgekonsolidierung werden die Buchwerte um den Betrag der Eigenkapitalveränderungen, die den dem Mutterunternehmen gehörenden Anteilen am Kapital des assoziierten Unternehmens entsprechen, erhöht oder vermindert. Das Ergebnis wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Es bestehen in der Unternehmensgruppe keine angabepflichtigen Unterschiede zwischen Buchwert und anteiligem Eigenkapital bei den assoziierten Unternehmen. Ausnahmen hierzu bilden die TFS, die G2Plus, die Euroliance und die ARGE SKR, deren Buchwert zu Anschaffungskosten bilanziert wird. IV. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer bzw. der Restlaufzeit der erworbenen Auftragsbestände um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte werden individuelle betriebliche Nutzungsdauern zum Zeitpunkt ihrer Aktivierung geschätzt und danach planmäßig abgeschrieben. Die Geleisteten Anzahlungen enthalten u.a. erworbene Softwarelizenzen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird entsprechend seiner Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Gebäude werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 46 bzw. 50 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 410,00, die nach dem 31. Dezember 2010 angeschafft wurden, sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten gemäß § 253 Absatz 3 HGB angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei direkt zurechenbare Materialeinzelkosten, Fertigungslöhne und Sondereinzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten berücksichtigt werden. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Aufwendungen vorgenommen. Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, waren nicht erkennbar. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden gemäß § 264c Abs. 1 HGB i.V. m. § 265 Abs. 5 HGB gesondert ausgewiesen. Flüssige Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten nach Anpassung auf konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsregeln (HBII) und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Latente Steuern auf temporäre Differenzen aus Konsolidierungsvorgängen werden gemäß § 306 HGB bilanziert. Der Steuersatz zur Ermittlung der latenten Steuern für die Unternehmen, die zur ertragsteuerlichen Organschaft der Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Berlin, gehören, beträgt 15,01 % (Vj. 14,97 % gewerbesteuerlich). Für Unternehmen die zur ertragsteuerlichen Organschaft der RGM Holding GmbH, Dortmund, gehören, wurde ein Steuersatz von 32,005 % (Vj. 32,145 %) zu Grunde gelegt. Für alle anderen Unternehmen wurde ein Mischsteuersatz von 30,835 % (Vj. 30,795 % Mischsteuersatz von Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer) bzw. der individuelle Unternehmenssteuersatz verwendet. Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn sie betreffen erfolgsneutral im Rahmen der Erstkonsolidierung gebildete Steuern. Latente Steuern werden gemäß § 306 S. 1 HGB verrechnet. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Projected Unit Credit-Verfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2005G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,68% gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen werden mit 1,0 % bis 2,0 % und Anwartschaftstrends von 0,0 % bis 0,5 % p.a. berücksichtigt. In Abhängigkeit von der Versorgungsordnung werden entweder keine bzw. eine Fluktuationswahrscheinlichkeit gemäß Erweiterungsband Heubeck 2005G angesetzt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Rückdeckungsversicherungsansprüche (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert wird nach dem gezillmerten Nettobeitragsverfahren ermittelt. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes oder Zinseffekte der geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Den Jubiläums- und Überbrückungsgeldrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde. Die Verpflichtungen werden mit einem Zinssatz von 2,81 % für eine pauschale Laufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) abgezinst. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wird ein Entgelttrend von jährlich 0,5 % sowie eine Fluktuationswahrscheinlichkeit von 3,0 % zugrunde gelegt. Die Steuerrückstellungen basieren auf den Jahresergebnissen, korrigiert um die nicht steuerpflichtigen oder nicht abzugsfähigen Posten und sind mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe nach Abzug der Vorauszahlungen eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung erfolgt unter Anwendung der zum Bilanzstichtag geltenden bzw. angekündigten Steuersätze. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Bei Fremdwährungsgeschäften wird der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden bzw. die aus der Umrechnung am Bilanzstichtag zu den Stichtagskursen resultieren, sind in den Perioden, in denen sie entstanden sind, als Aufwand oder Ertrag erfasst. Die in die Konsolidierung einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden als wirtschaftlich selbständige, ausländische Einheit angesehen, da sie in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig sind. Ihre Berichtswährung entspricht der Landeswährung. Die Posten der Bilanz sind mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, zum Stichtagskurs, die Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen sind bis zur Entkonsolidierung des Tochterunternehmens erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. V. Erläuterungen zum Übergang von IFRS auf HGB RechnungslegungsgrundsätzeIm Folgenden werden die für den Konzern Gegenbauer Holding SE & Co. KG wesentlichen Unterschiede in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Umstellungsstichtag 1. Januar 2016 erläutert. Folgende wesentliche Umstellungseffekte haben sich ergeben: 1. Firmenwerte Die Unternehmensgruppe wendet für die Bewertung der Firmenwerte den § 253 Abs. 3 S. 3 und 4 HGB an. Die planmäßige Abschreibung der Firmenwerte erfolgt über 10 Jahre. Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2016 bestanden, sind bereits vollständig abgeschrieben. 2. Leasing In der Unternehmensgruppe Gegenbauer werden bis auf wenige Ausnahmen alle Leasing-Verträge als Operate Leasing klassifiziert, daher entfallen die Aktivierung im Anlagevermögen sowie die Passivierung der abgezinsten Leasingverbindlichkeiten. 3. Gebäude Für den Konzernabschluss nach HGB wurden die Nutzungsdauern der Grundstücke und Gebäude vereinheitlicht. Für die Gebäude Triftweg, Birkenwerder und Paul-Robeson-Str., Berlin wird eine Nutzungsdauer von 50 Jahren angenommen. Das Gebäude Hegauer Weg, Berlin ist auf einem Erbpachtgrundstück errichtet. Somit wurde die Laufzeit des Erbbaurechtes für die Nutzungsdauer zu Grunde gelegt (46 Jahre). 4. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gemäß § 253 HGB bewertet. Dadurch werden im Konzernabschluss neben den bereits bestehenden Einzelwertberichtigungen auch pauschale Wertberichtigungen gebildet. 5. Rückstellungen für Pensionen Die Pensionsrückstellungen werden handelsrechtlich und gemäß IFRS mit unterschiedlichen Zinssätzen berechnet. VI. Erläuterungen zur Bilanz1. Immaterielle Vermögenswerte a. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Softwarelizenzen und Customizing mit einem Restbuchwert von T€ 2.207 (Vj. T€ 1.948) wurden unter den immateriellen Vermögenswerten aktiviert und planmäßig über eine Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren abgeschrieben. b. Auftragsbestände Mit den Anteilen an der RGM Holding GmbH, Dortmund, sind zum 30. Dezember 2016 Auftragsbestände in Höhe von T€ 51.545 erworben worden. Die planmäßige lineare Abschreibung erfolgt über 9 Jahre. In 2017 erfolgte eine planmäßige Abschreibung in Höhe von T€ 5.727 (Vj. T€ 0). Weiterhin wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 2.610 vorgenommen. Zum 1. Oktober 2016 sind im Rahmen des Erwerbs der Anteile an der CENTRUM - LIPSIA - Gebäudereinigungs-GmbH, Leipzig, Auftragsbestände in Höhe von T€ 1.743 zugegangen. Für 2017 erfolgten planmäßige lineare Abschreibungen in Höhe von T€ 348 (Vj. T€ 87). c. Firmenwerte Aus der Erstkonsolidierung der RGM Holding GmbH, Dortmund, zum 30. Dezember 2016 resultiert ein Firmenwert, der in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 3 HGB über eine betriebliche Nutzungsdauer von 10 Jahren planmäßig linear abgeschrieben wird. Der Firmenwert beträgt zum 31. Dezember 2017 T€ 12.576 (Vj. T€ 13.973). Der Erwerb von Fremdanteilen der Kamb (40 %) und der HRW (15,2 %) führte zu aktiven Unterschiedsbeträgen in Höhe von insgesamt T€ 3.187, die als Firmenwerte aktiviert wurden und über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren planmäßig abgeschrieben werden. Der Restbuchwert zum 31. Dezember 2017 beträgt T€ 3.037. d. Geleistete Anzahlungen Die hier im Vorjahr bilanzierten Softwarelizenzen sowie die damit in Zusammenhang stehenden aktivierungsfähigen Leistungen Dritter und Eigenleistungen wurden in 2017 fast vollständig veräußert. 2. Sachanlagen Bezüglich der Entwicklung des gesamten Anlagevermögens inklusive Sach- und Finanzanlagen verweisen wir auf die Darstellung im Anlagespiegel (Anlage 5.1). 3. Finanzanlagen Die Anteile an assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen zum 31. Dezember 2017 werden in den Anlagen 5.3a, 5.3b und 5.4 ausgewiesen. 4. Vorräte Die Vorräte enthalten im Wesentlichen unfertige Leistungen, die aus in Ausführung befindlichen Aufträgen resultieren. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 614 (Vj. T€ 507). Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr betragen T€ 2.646 (Vj. T€ 2.335). Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren aus anrechenbaren Steuern. Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 334 (Vj. T€ 863), Forderungen aus Beteiligungserträgen in Höhe von T€ 892 (Vj. T€ 463) und Darlehensforderungen in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 102). Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen (T€ 2.528; Vj. T€ 2.137) und Steuerrückforderungen (T€ 1.245; Vj. T€ 1.805). 6. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 1.848 (Vj. T€ 1.792) umfasst im Wesentlichen Versicherungsbeiträge, Wartungen und EDV-Leistungen. Weiterhin sind Transaktionskosten in Höhe von T€ 509 (Vj. T€ 639) enthalten, die im Zusammenhang mit dem Abschluss des Konsortialdarlehensvertrages 2016 gezahlt wurden. Zudem ist ein Disagio von T€ 15 (Vj. T€ 33) bilanziert. 7. Eigenkapital Das Haftkapital der Kommanditisten beträgt T€ 1.000. Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Anlage 4. 8. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Der sich aus der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB in Bezug auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit der Verlängerung des Durchschnittsbildungszeitraums von sieben auf zehn Jahren ergebende Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2017 T€ 2.051. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (T€ 59) wurden mit den Zinszuführungen zu den Altersversorgungsrückstellungen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB saldiert. 9. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 2.473 umfassen im Wesentlichen Gewerbesteuern sowohl des laufenden Geschäftsjahres, als auch für Vorjahre von insgesamt T€ 1.480. Außerdem bestehen Rückstellungen für Körperschaftsteuer in Höhe von T€ 605. 10. Sonstige Rückstellungen Bezüglich der Entwicklung der sonstigen Rückstellungen verweisen wir auf die Anlage 5.2. 11. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Zur Absicherung der Kreditverbindlichkeiten bestehen Grundschuldeintragungen. Des Weiteren wurde die Verpfändung der Geschäftsanteile an der RGM Holding GmbH, Dortmund, vereinbart. Verbindlichkeitenspiegel in T€
12. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern wurden gemäß § 306 HGB mit den passiven latenten Steuern verrechnet. Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf unterschiedlichen Bewertungsansätzen zwischen Steuerbilanz und Konzernbilanz, insbesondere bei den Auftragsbeständen, den Pensionsrückstellungen, der Bewertung von Gebäuden und der Eliminierung von Sonderposten. Entwicklung der aktiven und passiven latenten Steuern:
13. Außerbilanzielle Geschäfte Die Unternehmensgruppe Gegenbauer hat Mietverträge für Immobilien mit fremden Unternehmen sowie Operating-Leasingverträge für Personenkraftwagen, IT Technik etc. abgeschlossen. Zudem bestehen Verpflichtungen aus Erbbaurechten und Pacht- und Betreiberverträgen. Der Vorteil von Operating-Leasingverträgen liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb. Ferner liegt das Verwertungsrisiko beim Leasinggeber. Ein Risiko für den Leasingnehmer kann sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, falls die Leasinggegenstände nicht mehr genutzt werden können. Dem Risiko eines zufälligen Untergangs wird mit dem Abschluss von Versicherungen entgegengewirkt. Insgesamt bestehen aus den Operating-Leasing-Geschäften keine wesentlichen Nachteile oder Risiken. Die Unternehmensgruppe Gegenbauer beabsichtigt eine SAP-ERP-Systemlösung einzuführen. Im Zuge dessen schloss die Gegenbauer Holding SE & Co. KG am 18. Dezember 2017 einen Generalunternehmer- und Kaufvertrag mit der Deutsche Leasing Information Technology GmbH ab. Demnach werden sämtliche an der Systemlösung entstandenen Rechte auf die Leasinggesellschaft übertragen, um sie anschließend im Rahmen eines Leasing-Vertrages zur Nutzung überlassen zu bekommen (sog. sale-and-lease-back). Zum 31. Dezember 2017 wurden Lizenzen und Rechte mit Anschaffungskosten von € 9,3 Mio. netto an die Leasinggesellschaft verkauft. Die hieraus resultierenden zukünftigen Folgen sind durch die Anpassung der entsprechenden Klauseln in der derzeitig gültigen Fassung des Konsortialdarlehensvertrages abgesichert. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 sind € 8,8 Mio. netto in die Finanzmittel geflossen und weitere € 0,5 Mio. netto werden als Forderungen ausgewiesen. 14. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 26.405. Im Einzelnen sind diese Verpflichtungen wie folgt fällig:
Hierbei handelt es sich um Verpflichtungen aus Miet- und Operating- Leasing-Verhältnissen. Zukünftige Zahlungsverpflichtungen aus dem sale-and-lease-back für die SAP-ERP-Systemlösung werden derzeit nicht ausgewiesen, da diese nicht genau bestimmt werden können. Die zukünftige Zahlungsverpflichtung entspricht derzeit mindestens den Anschaffungskosten von € 9,3 Mio. und maximal dem vereinbarten leasingfähigen Projektrahmen von € 15,0 Mio. Zudem bestehen unbedingte Call- / Put-optionen zum Erwerb von Minderheitsanteilen, die jederzeit ausgelöst werden können. Der Erwerbsbetrag richtet sich nach bereinigten Jahresüberschüssen multipliziert mit einem Faktor. 15. Haftungsverhältnisse Die Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Berlin, übernahm in einem Facility Management Vertrag gegenüber dem Auftraggeber die Verpflichtung als Garant der Gegenbauer Facility Management GmbH, Berlin, zur Erfüllung aller nach diesem Vertrag eingegangenen Verpflichtungen und Obliegenheiten und haftet gegenüber dem Auftraggeber neben der Gegenbauer Facility Management GmbH, Berlin, als Gesamtschuldner. Die Haftung wurde je Schadensfall auf € 25 Mio. beschränkt. Der Facility Management Vertrag der Gegenbauer Facility Management GmbH, Berlin, läuft bis zum 31. Dezember 2018. Die Gegenbauer Facility Management GmbH, Berlin, hat ihrerseits eine Betriebshaftpflichtversicherung zur Absicherung dieses Risikos abgeschlossen. Die Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Berlin, hat im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages der Gegenbauer Services GmbH, Berlin, gegenüber dem Auftraggeber eine Patronatserklärung abgegeben. Nach Maßgabe dieser Erklärung steht die Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Berlin, für sämtliche Pflichten im Zusammenhang mit diesem Vertrag ein. Der Dienstleistungsvertrag der Gegenbauer Services GmbH, Berlin, läuft bis zum 31. März 2021. Die Gegenbauer Services GmbH, Berlin, hat ihrerseits eine Betriebshaftpflichtversicherung zur Absicherung dieses Risikos abgeschlossen. Die Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Berlin schätzt das Risiko der Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen als sehr gering ein. Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaften sind zum 31. Dezember 2017 stabil. Die verabschiedete Mittelfristplanung bis 2020 lässt ebenfalls keine Risiken erkennen. Zur Risikoabsicherung wurden zudem Betriebshaftpflichtversicherungen abgeschlossen. 16. Haftung aus Gesellschafterstellung Gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 6 HGB sind Unternehmen anzugeben, deren unbeschränkt haftender Gesellschafter das Mutterunternehmen oder ein einbezogenes Unternehmen ist. Hierbei handelt es sich um folgende:
VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Unternehmensgruppe Gegenbauer erzielt ihre Umsatzerlöse mit der Erbringung von Dienstleistungen in den Unternehmensbereichen Facility Management und Infrastrukturelle Services. Während der Unternehmensbereich Facility Management die Sparten GFM Gruppe, RGM Gruppe und Location Management umfasst, bündelt der Unternehmensbereich Infrastrukturelle Services die Sparten Gebäudeservice, Health Care Services, Property Services und Sicherheitsdienste.
Die Umsätze wurden in Deutschland (T€ 667.073), Polen (T€ 15.098), der Türkei (T€ 7.371), Luxemburg (T€ 3.884) und der Schweiz (T€ 3.199) getätigt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, ohne Steuerrückstellungen, (T€ 3.810), Erträge aus der Weiterberechnung von Energiekosten (T€ 1.627), Erträge aus Eingliederungshilfen und Lohnkostenzuschüssen (T€ 1.264) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen sowie Zahlungseingängen aus abgeschriebenen Forderungen (T€ 961). Die Erträge aus Währungsumrechnung belaufen sich im Geschäftsjahr 2017 auf T€ 113. Im Geschäftsjahr 2017 sind außergewöhnliche Erträge im Sinne des § 314 Abs.1 Nr. 23 HGB angefallen. Im Zuge des am 18. Dezember 2017 abgeschlossenen Generalunternehmer- und Kaufvertrags mit der Deutschen Leasing Information Technology GmbH wurden im Berichtsjahr Lizenzen und Rechte mit Anschaffungskosten von T€ 9.300 an die Leasinggesellschaft zum Buchwert verkauft. Somit wurde der Verkaufserlös in den Sonstigen betrieblichen Erträgen durch den Abgang aus dem Anlagevermögen in gleicher Höhe ausgeglichen. 3. Abschreibungen Die Abschreibungen sind im Geschäftsjahr durch außergewöhnliche Aufwendungen im Sinne des § 314 Abs.1 Nr. 23 HGB in Höhe von T€ 2.610 beeinflusst. Diese betreffen außerplanmäßige Abschreibungen auf die Auftragsbestände der RGM Gruppe. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Außergewöhnliche Aufwendungen im Sinne des § 314 Abs.1 Nr. 23 HGB betreffen im Geschäftsjahr 2017 die Bildung von Rückstellungen für einen drohenden Rechtsstreit in Höhe von T€ 1.277. Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf T€ 1.005 und beinhalten unter anderem Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten, Abschluss- und Prüfungskosten, Betriebskostenabrechnungen und Fahrzeugkosten. Im Geschäftsjahr 2017 betragen die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung T€ 52. 5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
VIII. Erläuterungen zur Konzern-KapitalflussrechnungDie Finanzierungsrechnung wurde nach § 297 Abs. 1 S. 1 HGB erstellt. Die Zahlungsströme der Kapitalflussrechnung sind getrennt nach den Teilbereichen "betriebliche Tätigkeit", "Investitionstätigkeit" und "Finanzierungstätigkeit" dargestellt, wobei die Summe der Zahlungsmittelbewegungen aus diesen drei Teilbereichen der Änderung des Finanzmittelfonds entspricht. Aufgrund der Umstellung des Konzernabschlusses auf HGB Rechnungslegungsgrundsätze werden keine Vorjahreszahlen berichtet. Der Finanzmittelfonds beinhaltet Kassenbestände, jederzeit fällige Guthaben bei Kreditinstituten (Restlaufzeit nicht mehr als drei Monate) und jederzeit fällige Bankverbindlichkelten (Kontokorrent). Die ausgewiesenen liquiden Mittel unterliegen keiner Verfügungsbeschränkung durch Dritte. Die Unternehmensgruppe Gegenbauer hat keine Zahlungen von außergewöhnlicher Größe bzw. Bedeutung für Geschäftsvorfälle geleistet bzw. erhalten. Zahlungen für Ertragsteuern sind gesondert ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten aus dem Konzernergebnis 2016 wurden in voller Höhe beglichen. Wesentliche liquiditätswirksame Effekte im Geschäftsjahr ergeben sich aus den Auszahlungen für den Kauf von Minderheitenanteilen und der Einzahlung aus dem Verkauf von Lizenzen und Rechten. Zudem standen den Einzahlungen aus Kreditaufnahme in Höhe von T€ 6.000 Auszahlungen für die Kredittilgungen in Höhe von T€ 15.970 gegenüber. Bezüglich der vollständigen Konzern-Kapitalflussrechnung verweisen wir auf die Anlage 3. IX. Erläuterungen zum EigenkapitalspiegelDer Eigenkapitalspiegel wurde nach § 297 Abs. 1 S. 1 HGB unter erstmaliger Anwendung des DRS 22 erstellt. Bezüglich der vollständigen Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf Anlage 4. X. Sonstige Angaben1. Geschäftsführung / Persönlich haftende Gesellschafterin Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft GHoldKG wird von der persönlich haftenden Gesellschafterin Gegenbauer Holding Verwaltung SE, Berlin, mit einem Grundkapital von T€ 120 wahrgenommen. Deren Vorstandsmitglieder sind:
Die Mitglieder des Vorstandes üben diese Tätigkeit teilweise auch im Zusammenhang mit geschäftsführender Tätigkeit für weitere Unternehmen der Unternehmensgruppe Gegenbauer hauptberuflich aus. 2. Bezüge der Geschäftsführung Die durch die Konzerngesellschaften zu tragenden Bezüge des Vorstandes der Gegenbauer Holding Verwaltung SE, Berlin, betrugen für das Geschäftsjahr T€ 4.186. Darüber hinaus sind in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen T€ 33 für Pensionszusagen an ehemalige Vorstände enthalten. Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes sowie Haftungsverhältnisse zu Gunsten von Mitgliedern des Vorstandes wurden nicht gewährt. 3. Angaben zum Aufsichtsrat Dem Vorstand der Gegenbauer Holding Verwaltung SE, Berlin, steht ein Aufsichtsrat beratend und überwachend zur Seite. Deren Mitglieder sind die Herren:
Der Aufsichtsrat erhielt im Geschäftsjahr 2017 von der GHVSE eine Vergütung in Höhe von T€ 60. 4. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2017 beschäftigten Mitarbeiter betrug 17.947. Für 2016 wurden die Mitarbeiter der RGM Gruppe pro forma miteinbezogen, um eine entsprechende Vergleichbarkeit darstellen zu können.
5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt. 6. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers (Mazars GmbH & Co. KG) beträgt für:
7. Nachtragsbericht Am 12. Februar 2018 ist eine Klage gegenüber der Atos Information Technology GmbH beim Landgericht Berlin anhängig gemacht worden. Der Streitwert beläuft sich auf T€ 5.679. Weitere Vorgänge, die gemäß § 285 Nr. 33 HGB für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung wären, sich aber erst nach Schluss des Geschäftsjahres ereigneten, sind bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht eingetreten. 8. Konzernverhältnisse Die Gegenbauer Holding SE & Co. KG sowie deren im Folgenden aufgeführten Tochtergesellschaften machen von den Vorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB und der damit verbundenen Befreiung zur Offenlegung des Jahresabschlusses 2017 Gebrauch:
Berlin, den 26. Februar 2018 Gegenbauer Holding SE & Co. KG Gegenbauer Holding Verwaltung SE, vertreten durch den Vorstand gez. Christian Lewandowski, Vorsitzender des Vorstands gez. Fritz-Klaus Lange, Vorsitzender des Vorstands gez. Hartmut Engler, Mitglied des Vorstands gez. Fabiola Fernandez Grund, Mitglied des Vorstands gez. Karl-Otmar Giesler, Mitglied des Vorstands gez. Christian Kloevekorn, Mitglied des Vorstands gez. Joachim C. Viebig, Mitglied des Vorstands gez. Anette Weller, Mitglied des Vorstands Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2017
Entwicklung der Konzernrückstellungen 2017
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2017
1) Zwischen den mit x gekennzeichneten
Gesellschaften und der Gegenbauer Holding SE & Co. KG,
Berlin besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Zwischen
den mit o gekennzeichneten Gesellschaften und der RGM
Holding GmbH, Dortmund, der RGM Facility Management GmbH,
Dortmund, der RGM Industrial Services GmbH, Dortmund bzw.
der KLUGE Unternehmensgruppe GmbH, Dresden besteht ein
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
1) Einbezug erfolgt at equity.
Assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen
Jahresüberschuss und Eigenkapital werden zu 100 % der jeweiligen Einzelgesellschaft ausgewiesen. Angaben zu den Gesellschaften und zum Anteil am Kapital siehe Anlage 5.3b.
*) Angaben für das Geschäftsjahr 2016
bzw. bei
Finanz- und Ertragslage. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017I. Grundlagen der UnternehmensgruppeI.1. Unternehmensprofil Die Unternehmensgruppe Gegenbauer erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 einen konsolidierten Umsatz von € 697 Mio. und beschäftigte jahresdurchschnittlich über 17.900 Mitarbeiter. In einem von hoher Veränderungsdynamik geprägten Umfeld zählt das 1925 in Berlin gegründete Traditionsunternehmen in der Spitze des Marktes weiterhin zu den anerkanntesten Anbietern. Unsere Wurzeln und Werte sind lebendig: Solidität, Kundenorientierung, nachhaltiges Handeln und langfristige Zukunftssicherung bestimmen die Kultur von Gegenbauer. Mit diesem Wertegerüst und einer klaren strategischen Ausrichtung begibt sich das Unternehmen auf den Weg in Richtung des 100. Gründungsjubiläums im Jahr 2025. Das Leistungsportfolio umfasst die Planung und Realisierung von Dienstleistungen und Managementkonzepten für Immobilien und Liegenschaften. Für zahlreiche und namhafte Kunden aus Industrie und Handel, dem öffentlichen Sektor, der Finanz- und Versicherungsbranche, dem Gesundheitswesen sowie der Wohnungswirtschaft werden professionelle sowie effiziente Wertschöpfungsprozesse aufgesetzt, die zur Entlastung und Unterstützung der Auftraggeber beitragen. Rückgrat dessen sind eine Standortstruktur über sämtliche wirtschaftliche Ballungsräume Deutschlands sowie weiterer europäischer Länder hinweg, fundierte Serviceerfahrungen und umfangreiches Experten-Know-how in verschiedenen Marktsegmenten. Die ausgeprägte Wertschätzung des Unternehmens durch Kunden wie Mitarbeiter, aber auch die nachhaltige Etablierung Gegenbauers unter den führenden Anbietern des deutschen Facility-Management-Marktes beruhen auf hohen Qualitätsstandards, innovativen Servicekonzepten, Solidität sowie dem Bestreben, sämtliche Dienstleistungen und Prozesse kontinuierlich zu optimieren. Beleg dessen ist die Platzierung Gegenbauers unter den Top 10 der führenden Facility-Service-Unternehmen in Deutschland, einer Marktstudie, die jährlich durch die Lünendonk & Hossenfelder GmbH erarbeitet wird. Darüber hinaus belegen auch regelmäßige Zertifizierungen das hohe Niveau von Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit der gesamten Gruppe. So verlieh die Gebäudereiniger-Innung Berlin der Gegenbauer Services GmbH im Jahr 2017 erneut das Recht, das durch Eintragung beim Deutschen Patentamt geschützte Zeichen Qualitätsverbund Gebäudedienste ® zu führen. Im Rahmen dessen wurden der Gesellschaft die Meisterqualifikation, die Fortbildung zur nachhaltigen Unternehmensführung sowie kontinuierliche Weiterbildungsmaßnahmen bestätigt. I.2. Geschäftsmodell und Organisationsstruktur Die mit Steuerungs- und Servicefunktionen betraute Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Berlin übernimmt als geschäftsführende Holding die Entwicklung und Koordination der Geschäftstätigkeiten ihrer Tochtergesellschaften. Aufgabenschwerpunkte bilden u. a. die kaufmännischen und datentechnischen Dienstleistungen sowie übergreifende Funktionen wie Unternehmensentwicklung, Beschaffungsmanagement, Recht und Marketing. Das operative Geschäft der Gruppe wird in zwei Unternehmensbereichen erbracht. Im Unternehmensbereich Facility Management werden die integrierten Dienstleistungen der Sparten GFM Gruppe, RGM Gruppe sowie Location Management gebündelt. Der Bereich Infrastrukturelle Services fasst die Aktivitäten der vorwiegend infrastrukturell geprägten Sparten Gebäudeservice, Health Care Services, Property Services und Sicherheitsdienste zusammen. Gegenbauer Holding SE & Co. KG Steuerungs- und Servicefunktionen für die gesamte Unternehmensgruppe
I.3. Ziele und Strategien Kern der Unternehmensstrategie von Gegenbauer ist die nachhaltige Planung und Erbringung von Dienstleistungen für Immobilien und deren Nutzer. Hierzu gehören insbesondere der personalintensive Betrieb und die technische Instandhaltung von Immobilien und Liegenschaften; Dienstleistungen, die für die Kunden Sekundärprozesse darstellen und somit nicht unmittelbar wertschöpfend wirken. Gemäß der Unternehmensstrategie strebt die Unternehmensgruppe profitables organisches Wachstum an. Aus Marktsicht wird eine dauerhafte Platzierung unter den Top-10-Outsourcing-Anbietern in Deutschland fokussiert. Von hoher Bedeutung ist dabei der Ausbau des integrierten Facility Managements. Insbesondere durch die Integration der im Unternehmen vorhandenen Expertisen können wirtschaftliche und bedarfsorientierte Synergien realisiert werden. Die Standortpolitik des Unternehmens fokussiert vorrangig die wirtschaftsstarken Ballungsräume und Metropolregionen Deutschlands. Die Schwerpunkte der Unternehmenspräsenz liegen konsequenterweise auf den Landeshauptstädten sowie deren unmittelbarer Umgebung, so z. B. der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg, den Ballungsräumen Rhein/Ruhr, Rhein/Main sowie dem Großraum Halle/Leipzig und München. Die Unternehmensgruppe zeichnet sich durch die kontinuierliche, marktgerechte Weiterentwicklung ihres Leistungsspektrums bei hoher Servicequalität und Eigenleistungsquote aus. Zudem ist es permanenter Anspruch und Aufgabe, Arbeitsabläufe weiter zu standardisieren, zu digitalisieren und Prozesse noch kundenorientierter zu gestalten. Der verantwortungsvolle, wertschätzende Umgang mit allen Beschäftigten ist ein weiterer wichtiger Aspekt des unternehmerischen Handelns. Finanzziele Um den nachhaltigen Unternehmenswert zu sichern und zu steigern, setzt die Unternehmensgruppe Gegenbauer auf solides Ergebniswachstum und eine positive Weiterentwicklung des Free Cashflows nach Berücksichtigung des zunehmenden Bedarfs an Betriebsmitteln aufgrund organischen Wachstums sowie sämtlicher Investitionen. Die Festlegung und Erreichung finanzieller Key Performance Indikatoren soll dabei das nachhaltige Rating im Investment Grade langfristig gewährleisten. Ein weiteres bedeutendes finanzielles Ziel ist es, den Betrieb und den künftigen Ausbau der Unternehmensgruppe sicherzustellen. Verantwortung und Nachhaltigkeit Wirtschaftlich orientiertes Handeln im Einklang mit Verantwortungsübernahme gegenüber Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt prägen die Aktivitäten der Unternehmensgruppe Gegenbauer seit nun mehr fast 95 Jahren. Nachhaltigkeit ist deshalb nicht nur in sämtlichen Geschäftsprozessen verankert, sondern integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Um die Bedeutung dessen zu unterstreichen, wird die Unternehmensgruppe für das Jahr 2017 wiederholt einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen, welcher auf der Internetseite der Gruppe eingesehen werden kann. Da im derzeit prosperierenden deutschen Arbeitsmarkt die Gewinnung und Bindung von Fachkräften eine wesentliche Grundlage für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg darstellt, hat Gegenbauer im Berichtsjahr seine Personalgewinnungsaktivitäten deutlich ausgebaut. Neben der Einstellung weiterer Rekrutierungsverantwortlicher in allen Regionen des Unternehmens, wurde im Herbst eine neue Recruiting-Kampagne in den sozialen Medien gestartet, die eine rege Medienresonanz erzeugte. Mit einer Reality-Serie auf der Plattform YouTube, die durch eine breit angelegte Social-Media-Kampagne auf weiteren Kanälen flankiert wird, sollen potenzielle Auszubildende auf das Unternehmen sowie dessen vielfältige Ausbildungsangebote aufmerksam gemacht werden. Gegenbauer beschreitet mit diesem innovativen Format neue Wege und wird damit seine Reichweite in der Zielgruppe künftiger Nachwuchskräfte entscheidend vergrößern und sich im demographischen Umbruch als attraktiver Arbeitgeber weiter profilieren. In Anerkennung ihrer hohen Ausbildungsstandards wurde die Gegenbauer Sicherheitsdienste GmbH im Herbst 2017 durch den Bundesverband der Sicherheitswirtschaft e.V. (BDSW) mit dem 8. Ausbildungspreis ausgezeichnet. Der BDSW würdigt damit Unternehmen, die sich in besonderer Weise im Bereich Ausbildung engagieren. Gegenbauer setzt sich schon lange für die Stärkung eines eigenständigen Berufsbildes in der Branche sowie für einen gut ausgebildeten Fachkräftenachwuchs im Bereich der Sicherheitsdienste ein und wird dieses Bemühen auch zukünftig fortsetzen. Wie bereits die Vorjahre war auch 2017 durch die Herausforderung geprägt, geflüchtete Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft zu unterstützen. Neben der Teilnahme Gegenbauers an entsprechenden Jobbörsen veranstaltete das Unternehmen im Berichtsjahr in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit mehrere ganztägige Orientierungstage für geflüchtete Menschen, insbesondere zu den Perspektiven einer dualen Ausbildung. Darüber hinaus organisiert Gegenbauer Sprachkurse sowohl für bereits Beschäftigte als auch für geflüchtete Menschen, wodurch die stärkste Barriere für eine erfolgreiche Integration überwunden werden soll. Weiterhin unterstützt Gegenbauer das Projekt "FUSSBALL GRENZENLOS", welches im Jahr 2016 gemeinsam mit dem Berliner Fußball-Verband e.V. ins Leben gerufen wurde und vor allem die gesellschaftliche Integration und Teilhabe durch Sport zum Ziel hat. Bereits seit 2013 engagierte sich Gegenbauer aktiv in der Stiftung 2°, einer Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel dieses Gremiums ist es, die Politik bei der Etablierung marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz zu unterstützen und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmer zu aktivieren. Im Berichtsjahr stand vor allem die Dekarbonisierungs-Initiative "Auf dem Weg in die <2°-Wirtschaft" im Mittelpunkt der Aktivitäten. Diese erarbeitet die Grundlagen und fordert verbindliche politische Maßnahmen für eine CO 2-neutrale Wirtschaft. Die Schwerpunkte liegen hierbei in den Themenclustern Mobilität, Gebäude und Produktion. Darüber hinaus ist die Unternehmensgruppe Gegenbauer in 2015 dem UN Global Compact beigetreten. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Initiative der Vereinten Nationen für Unternehmen, die sich mit ihrer Beteiligung zu einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Geschäftspraxis bekennen. Die Vision des Global Compact ist eine inklusive, nachhaltige Weltwirtschaft auf der Grundlage von zehn universellen Prinzipien in den Bereichen Umweltschutz, Menschenrechte, Arbeitspraktiken und Korruptionsbekämpfung. Auch mit diesem Engagement unterstreicht Gegenbauer seine umfassende Nachhaltigkeitspositionierung als sozial, ökologisch und ökonomisch agierendes Dienstleistungsunternehmen, das sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette für den Klima- und Umweltschutz einsetzt. I.4. Compliance Die Unternehmensgruppe Gegenbauer verfolgt, über die jeweils gültigen gesetzlichen Anforderungen hinaus, freiwillig auferlegte ethische Grundsätze, welche in einer gruppenweit zur Anwendung kommenden Verhaltensrichtlinie definiert sind. Diese wurde im Berichtsjahr unter Einbezug von Vorstand und Arbeitnehmervertretungen überarbeitet und aktualisiert. Das Compliance-Komitee der Unternehmensgruppe, bestehend aus langjährig erfahrenen Führungskräften verschiedener Unternehmensbereiche, unterstützt das Management bei der Umsetzung dieser Richtlinie sowie das Qualitätsmanagement bei deren Implementierung. Darüber hinaus analysieren die Verantwortlichen im Rahmen regelmäßiger Arbeitstreffen mögliche Risiken aus der Nichtbeachtung dieser Regeln und beraten unternehmensintern umfassend zu Compliance-Themen. I.5. Steuerungssystem Der Konzernabschluss der Gegenbauer Holding SE & Co. KG wurde für die Geschäftsjahre 2005 bis 2016 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards ("IFRS"), wie sie in der EU anzuwenden sind, unter Anwendung von § 315a HGB aufgestellt. Mit Änderung des Gesellschaftsvertrages vom 23. Oktober 2017 wurde die Umstellung der Konzernrechnungslegung von IFRS auf HGB per 31. Dezember 2017 beschlossen. Als Umstellungsstichtag wurde der 1. Januar 2016 gewählt. Durch die Konzernabschlusserstellung nach HGB wird eine bessere Vergleichbarkeit mit dem Wettbewerb sowie eine stabilere Ergebnis- und Eigenkapitalentwicklung gewährleistet. Zudem sind die Folgen aus den Auswirkungen, die sich durch die erheblichen Änderungen von IFRS, speziell durch den zum 1. Januar 2019 verpflichtend anzuwenden Standard IFRS 16 Leasingverhältnisse, welcher das Ziel der einheitlichen bilanzwirksamen Behandlung sämtlicher Leasingverhältnisse hat, für die Unternehmensgruppe derzeit nicht abschätzbar. Die Unternehmenssteuerung wird durch die erwähnte Umstellung der Konzernrechnungslegung nicht beeinträchtigt. Die Unternehmensgruppe Gegenbauer steuert Aufträge aller Gesellschaften einheitlich über eine mehrdimensionale Deckungsbeitragsrechnung. So besteht jederzeit kurzfristig die Möglichkeit, Risikofelder zu eruieren und zu analysieren sowie hieraus Maßnahmen abzuleiten. Weitere Analysen liefern darüber hinaus wertvolle Hinweise über die Entwicklung der Rentabilität einzelner Aufträge sowie Kundenbeziehungen. Neben der Steuerung im Rahmen der Deckungsbeitragsrechnung erfolgt die Auswertung und Steuerung auch über Rentabilitätskennzahlen wie zum Beispiel EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) und EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Die Beurteilung der Lage erfolgt in diesem Bericht auf Spartenebene der Unternehmensgruppe Gegenbauer. II. WirtschaftsberichtII.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft setzte sich im Berichtsjahr fort. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2017 um 2,2 %. Neben einer stabilen inländischen Nachfrage gingen im Berichtsjahr zusätzliche Wachstumsimpulse von einer dynamisch steigenden Auslandsnachfrage, sowohl aus dem Euroraum als auch im globalen Maßstab, aus. Für das Wirtschaftsjahr 2018 wird eine wiederholte Expansion des Bruttoinlandsproduktes erwartet (Commerzbank: 2,5 %, DESTATIS: 2,2 %) Haupttreiber werden neben dem anhaltend hohen privaten Konsum unter anderem die anziehende Weltwirtschaft, die anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen sowie steigende Unternehmensinvestitionen aufgrund zunehmender Kapazitätsengpässe sein.
Die stabile wirtschaftliche Lage machte sich weiterhin auch am Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Zahl der aktiv am Arbeitsmarkt verfügbaren Erwerbspersonen ist 2017 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes auf 45,9 Mio. gestiegen, die Arbeitslosenquote sank im Jahresdurchschnitt um 0,4 %-Punkte auf rund 5,7 %. Die Rekrutierung stellt bereits heute eine große Herausforderung für die Unternehmensgruppe Gegenbauer dar, da man sich schon heute in bestimmten Ballungsräumen einer Vollbeschäftigung gegenüber sieht. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,55 % von 31,4 Mio. auf 32,2 Mio. (Stichtag 30. Juni 2017). Die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigten sank zum Stichtag 30. Juni 2017 moderat um ca. 60.000 Beschäftigte auf 4,8 Mio. Das Marktvolumen im Facility Management ist 2017, dem Trend der Vorjahre folgend, weiter gewachsen. Auf fachlicher Ebene treiben die Anbieter vor allem die anhaltende Marktkonsolidierung, die Möglichkeiten und Folgen der Digitalisierung, veränderte Sourcing- und Vergabestrategien auf Kundenseite sowie Betreiberverantwortung und Nachhaltigkeit um. Die bei weitem größten Herausforderungen liegen jedoch angesichts eines weiterhin stabil anziehenden Arbeitsmarktes in der Gewinnung, Qualifizierung und langfristigen Bindung geeigneter Arbeitskräfte, vom Auszubildenden, über Fachkräfte bis hin zu erfahrenem Führungspersonal. Experten gehen davon aus, dass die zuletzt steigende Nachfrage nach Qualität und komplexen Dienstleistungen einen Paradigmenwechsel im Facility Management ankündigt. Die FM-Dienstleister werden stärker als professionelle Partner für den Immobilienbetrieb wahrgenommen, zugleich tritt die Vergabe von Einzelgewerken in den Hintergrund. Angesichts des steigenden Komplexitätsgrades von Immobilien suchen die Auftraggeber einen zuverlässigen und breit aufgestellten Gesamtdienstleister, was die weitere Marktkonsolidierung beschleunigen wird. Neben umfangreichen Beratungsleistungen wird die technische Kompetenz aufgrund des steigenden Automatisierungsgrades von Gebäuden immer erfolgskritischer. Umfragen zu Folge besitzen Anbieter, die bereits digitalisierte Services erfolgreich in Produkte überführt haben Vorteile bei der Vergabe. II.2. Geschäftsverlauf und wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum Der Ende 2016 vollzogene Erwerb der Mehrheit der Gesellschaftsanteile an der in Dortmund ansässigen RGM Gruppe erweist sich nach Abschluss des ersten gemeinsamen Geschäftsjahres als voller Erfolg. Die Marktstellung der Unternehmensgruppe Gegenbauer konnte weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus bezeugen erste vertriebliche Erfolge, das Heben von Synergien im Beschaffungsbereich sowie die Arrondierung von Niederlassungen die gute Kooperation sowie die Sinnhaftigkeit des 2016 vollzogenen Schrittes. Um die Unternehmensgruppe Gegenbauer optimal auf die Chancen der Digitalisierung in der Branche und den angestrebten Wachstumskurs auszurichten, wurde das Führungsgremium verstärkt. Zum 1. Oktober 2017 wurde der Vorstand um Herrn Dipl.- Ing. Hartmut Engler in der Funktion als Vorstand Technik und Chief Digital Officer erweitert. Zum 1. Januar 2018 trat Frau Fabiola Fernandez Grund neu in den Vorstand ein. Sie wird im Verlauf des Geschäftsjahres 2018 im Rahmen eines Generationswechsels die Verantwortung für die Ressorts Finanzen und Personal übernehmen. Die im Vorjahr getroffene Prognose einer EBITDA-Rendite auf Vorjahres-Niveau wurde erfüllt. Ertragslage Zur besseren Einschätzung bestimmter Relationen zwischen Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Vergleichswerte 2016 in der Ertragslage anhand einer pro forma Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt, welche die RGM Gruppe bereits für das gesamte Geschäftsjahr 2016 beinhaltet, so als hätte der Kontrollwechsel bereits am 1. Januar 2016 anstelle des 31. Dezember 2016 stattgefunden (nachstehende Gewinn- und Verlustangaben als pro forma gekennzeichnet). Erneut konnte die Unternehmensgruppe Gegenbauer das Ergebnis bei einem leichten Umsatzwachstum verbessern. Der Konzernumsatz stieg im Berichtsjahr um 1,6% auf € 696,6 Mio. Durch die Gewinnung von Neuaufträgen bzw. durch die Wiedergewinnung von Bestandsaufträgen konnte der, im Wesentlichen aus der Abspaltung der Veranstaltungsdienste sowie aus dem Auslaufen der Sonderbeauftragungen im Zusammenhang mit geflüchteten Menschen, resultierende Umsatzrückgang überkompensiert werden. Der Unternehmensbereich Facility Management steuerte € 374,3 Mio. zum Konzernumsatz bei (Vj. € 361,0 Mio.) - ein Anstieg von 3,7 %. Der Unternehmensbereich Infrastrukturelle Services bestätigte im Berichtsjahr nahezu das Umsatzniveau des Vorjahres (€ 322,1 Mio., Vj. € 324,5 Mio.).
Im Vergleich zum Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Erträge um € 0,4 Mio. und der Beteiligungsertrag um € 1,0 Mio. gestiegen. Im Geschäftsjahr sinken die Materialaufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um € 1,5 Mio. und die bezogenen Leistungen um € 10,8 Mio., dagegen stieg der Personalaufwand um € 21,5 Mio. Dies resultiert zum einen aus der Umstellung von Fremd- auf Eigenleistungen und zum anderen aus Tariflohnerhöhungen. Bei einer additiven Betrachtung des Material- und Personalaufwandes liegen diese mit 86,5% vom Umsatz um 0,1%-Punkt leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Das EBITDA konnte um € 3,2 Mio. auf € 37,0 Mio. gesteigert werden. Das EBITA erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um € 2,7 Mio. auf € 29,9 Mio. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen betrugen € 7,1 Mio. und lagen mit 1,0% vom Umsatz auf dem Vorjahresniveau. Die EBITA-Marge (vom Umsatz) stieg von 4,0 % im Vorjahr auf 4,3 %. Wesentlichen Einfluss auf das Betriebsergebnis hatten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. Diese stiegen im Berichtsjahr um € 3,1 Mio. Davon belasteten insbesondere Sonderabschreibungen auf Auftragsbestände einzelner Gesellschaften der RGM Gruppe in Höhe von € 2,6 Mio. das Ergebnis. Hauptsächlich durch diesen Sondereffekt beeinflusst liegt das EBIT um € -0,4 Mio. unter dem Vorjahr. Bedingt durch die um € 0,2 Mio. geminderten Zinserträge belief sich das Finanzergebnis auf € -3,1 Mio. gegenüber € -2,9 Mio. im Vorjahr. Das Jahresergebnis von € 13,0 Mio. liegt um € 0,2 Mio. leicht über dem Jahresergebnis 2016. Hier beeinflusst die Auflösung der latenten Steuern im Zusammenhang mit der Sonderabschreibung auf Auftragsbestände das Ergebnis positiv. GFM Gruppe Die Sparte GFM Gruppe verzeichnete ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2017. Die Sparte steigerte erneut deutlich den Umsatz und konnte damit die Ergebnisrendite des Vorjahres um 0,7 %-Punkte erhöhen. Somit wurden auch die abgegebenen Umsatzprognosen des Geschäftsjahres überschritten. Der Außenumsatz belief sich auf € 166,9 Mio. (Vj. € 154,2 Mio.) wobei das EBITA um € 1,6 Mio. auf € 7,1 Mio. (4,2 % vom Umsatz; Vj. € 5,4 Mio., 3,5 % vom Umsatz) verbessert werden konnte. Zu dieser positiven Entwicklung trugen Vertriebserfolge vor allem in den Regionen München, Rhein/Ruhr sowie Berlin-Brandenburg bei. RGM Gruppe Die Sparte RGM Gruppe bestätigte den Umsatz und das Ergebnis des Vorjahres und erreichte damit auch die prognostizierten Umsatz- und Ergebniszahlen. Der Außenumsatz belief sich auf € 192,3 Mio. (Vj. € 192,4 Mio.), das EBITA belief sich unverändert auf € 6,1 Mio. (3,2 % vom Umsatz; Vj. € 6,1 Mio., 3,2 % vom Umsatz). Durch zahlreich gewonnene Neuaufträge im gesamten Bundesgebiet insbesondere in den Regionen West und Süd konnte das sinkende Auftragsvolumen im Bereich des deutschen Steinkohlebergbaus aus Zechenstilllegungen kompensiert werden. Location Management Für die Sparte Location Management verlief das Geschäftsjahr bei einem Umsatzanstieg von 6,1 % ebenfalls erfolgreich. Die Sparte trug mit einem Außenumsatz von € 15,1 Mio. (Vj. € 14,3 Mio.) und einem EBITA in Höhe von € 0,7 Mio. (Vj. € 0,9 Mio.) zum Gesamtergebnis bei. In den Berliner Hallen stiegen die Umsätze auch gegenüber der Prognose deutlich. Die Schließung des Gegenbauer Ticketservice sowie die erhöhten Aufwendungen aufgrund der Einführung eines elektronischen Kassensystems konnten nahezu kompensiert werden. Gebäudeservice Im Berichtsjahr trug die erfolgreiche Arbeit mit Großkunden zu einem nachhaltigen Wachstum bei und übertraf die Erwartungen. Des Weiteren wirkte sich der Kauf der CENTRUM - LIPSIA - Gebäudereinigungs-GmbH, Leipzig, zum 1. Oktober 2016 umsatzsteigernd aus. So konnte die Sparte ihren Außenumsatz um € 14,0 Mio. auf € 187,0 Mio. sowie das EBITA um € 1,2 Mio. auf € 10,5 Mio. steigern. Health Care Services Die Sparte Health Care Services konnte sein gutes Vorjahresergebnis nicht vollständig wiederholen. Zwar konnte der Umsatz des Vorjahres bestätigt werden, jedoch zogen Neuausschreibungen bei Bestandskunden Ergebnisreduzierungen nach sich und blieben hinter dem Vorjahr und den Erwartungen zurück. Bei einem Außenumsatz von € 20,6 Mio. (Vj. € 20,4 Mio.) wurde ein EBITA in Höhe von € 1,3 Mio. (Vj. € 1,7 Mio.) erreicht. Property Services Der geplante Wegfall eines Großkunden konnte nicht vollständig durch Auftragserweiterungen und Neukundengewinnung kompensiert werden. Dadurch reduzierte sich der Umsatz um € 8,5 Mio. auf € 61,3 Mio. (Vj. € 69,8 Mio.). Das EBITA verbesserte sich bei Reduzierung des Umsatzes von € 2,5 Mio. um € 0,9 Mio. auf € 3,4 Mio. insbesondere durch die erfolgreiche Umsetzung der geplanten Strukturanpassungen in dieser Sparte. Dadurch konnten auch die Erwartungen übertroffen werden. Sicherheitsdienste Erwartungsgemäß konnte die Sparte Sicherheitsdienste nicht an ihr besonders erfolgreiches Vorjahr anknüpfen. Die Ausgliederung des Geschäftsfeldes Veranstaltungsdienste auf die Beteiligung Teamflex Solutions GmbH und die Reduzierung der Zusatzaufträge im Zusammenhang mit geflüchteten Menschen führten neben den Umstrukturierungsmaßnahmen im Zuge der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes zu einer geplanten Verringerung des Umsatzes und des Ergebnisses. In Folge dessen ging der Außenumsatz auf € 53,2 Mio. (Vj. € 61,3 Mio.) und das EBITA auf € 2,3 Mio. (Vj. € 4,4 Mio.) zurück. Finanzlage Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit von € 29,1 Mio. resultierte hauptsächlich aus dem Konzernjahresüberschuss und hinzugerechneter Abschreibungen und Zinsen (€ 34,0 Mio.). Die Differenz aus dem höheren Anstieg der Forderungen und anderer Aktiva (€ -4,1 Mio.) und dem geringeren Anstieg der Verbindlichkeiten und Rückstellungen (€ 3,8 Mio.) reduzierte den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit per Saldo um € 0,3 Mio. entsprechend. Des Weiteren wurden Ertragsteuern von € -4,9 Mio. gezahlt.
Im Jahr 2017 liegt der Cashflow aus Investitionstätigkeit bei € -7,4 Mio. Dies begründete sich im Wesentlichen aus den Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (€ 11,7 Mio.) sowie den Auszahlungen für den Erwerb von Minderheitenanteilen in der RGM Gruppe. Gegenläufig wirkte sich hier der Verkauf der geleisteten Anzahlungen im Rahmen des Projektes IT.Works20 in Höhe von € 8,8 Mio. aus. Das Projekt IT.Works20 sieht die Einführung eines SAP-ERP-Systems in der Unternehmensgruppe Gegenbauer vor. In diesem Zuge wurden in den vergangenen Jahren geleistete Anzahlungen im Anlagevermögen bilanziert. Diese wurden von verschiedenen IT-Dienstleistern sowie in Eigenleistung erstellt. Im Dezember 2017 schloss die Gegenbauer Holding SE & Co. KG einen Generalunternehmer- und Kaufvertrag mit der Deutsche Leasing Information Technology GmbH ab. Demnach werden sämtliche an der Systemlösung entstanden Rechte auf die Leasinggesellschaft übertragen, um sie anschließend im Rahmen eines Leasing-Vertrages zur Nutzung überlassen zu bekommen (sog. Sale-and-lease-back). Zum 31. Dezember 2017 wurden Lizenzen und Rechte mit Anschaffungskosten von € 9,3 Mio. an die Leasinggesellschaft verkauft. Hieraus resultieren spätestens ab dem Jahr 2020 entsprechende Leasingaufwendungen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von € -24,1 Mio. betraf mit € 6,0 Mio. Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten. Dem gegenüber stehen € -10,7 Mio. Auszahlungen von Guthaben der Kommanditisten aus dem Ergebnis des Vorjahres nach Thesaurierung von € 4,8 Mio. und Verrechnung mit anrechenbaren Steuerforderungen sowie geleistete Gewinnausschüttungen anderer Anteile von € -1,2 Mio. Des Weiteren führten Auszahlungen für die Tilgung von Darlehen und Krediten sowie Zinszahlungen im Geschäftsjahr 2017 zu einem Mittelabfluss per Saldo von € -18,1 Mio. Die hohe Tilgung von Krediten wurde maßgeblich durch den Zahlungsmittelzufluss im Rahmen der sale-and-lease-back-Transaktionen beeinflusst. Die liquiden Mittel abzüglich sofort fälliger Kreditverbindlichkeiten (Finanzmittelfonds gemäß DRS 21 Ziff. 34) sanken im Berichtsjahr um € 2,4 Mio. auf € 0,7 Mio. Die gruppenweite Leitung des zentralisierten Finanzmanagements obliegt der Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Berlin. So ist die laufende Bereitstellung der erforderlichen liquiden Mittel jederzeit unter Wahrung des Grundsatzes der Optimierung des Zinsergebnisses sowie stabiler Bilanzkennzahlen im Sinne des Ratings der Unternehmensgruppe sichergestellt. Darüber hinaus wird durch konsequente Überwachung der Einhaltung vertraglicher Bestimmungen des Konsortialdarlehensvertrages das Risiko aufgrund vorzeitiger Rückzahlungsverpflichtungen ausgeschlossen. Investitionen in anorganisches Wachstum sowie für operative Tätigkeiten wurden aus selbst erwirtschafteten Mitteln sowie aus einem Konsortialdarlehen finanziert. Investitionen in die neue ERP-Umgebung werden seit dem Berichtsjahr über eine Leasinggesellschaft finanziert. Das kurzfristig gebundene Vermögen wird durch intensives Working Capital Management - insbesondere im Bereich der Forderungen - sowie unterjährig durch den Darlehensrahmen der vier Konsortialbanken gewährleistet. Am 12. Juli 2017 wurde ein 2. Änderungsvertrag zum Konsortialdarlehensvertrag zur Umstellung der Konzernrechnungslegung von IFRS auf HGB geschlossen. Darüber hinaus wurde im Zuge der vorgenannten sale-and-lease-back-Transaktion das Darlehensvolumen mit Nachtrag vom 30. November 2017 neu strukturiert. Der Rahmen des Konsortialdarlehensvertrages beträgt € 94 Mio. und wurde per 31. Dezember 2017 in Höhe von € 41,4 Mio. in Anspruch genommen. Hierbei handelt es sich in Höhe von € 24,3 Mio. um ein Tilgungsdarlehen mit einer Restlaufzeit von 5 Jahren (bis 12/2022). Mit Zustimmung der Darlehensgeber vom 10. November 2017 wurde dem Antrag der Darlehensnehmer um Verlängerung des Endfälligkeitstermins des Konsortialdarlehensvertrages um ein Jahr auf den 29. November 2022 zugestimmt. Die Zahlungsfähigkeit der Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Berlin, sowie der gesamten Unternehmensgruppe war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Bei der Steuerung der Kapitalstruktur werden Veränderungen in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Deren Überwachung erfolgt über die Eigenkapitalquote sowie den Nettoverschuldungsgrad. Vermögenslage
Das Anlagevermögen sank im Vergleich zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres um € 13,5 Mio. auf € 102,1 Mio. Der Anteil an der Bilanzsumme betrug 45,3 % (Vj. 49,4 %). Die Verringerung ist im Wesentlichen auf die Abschreibungen auf Auftragsbestände in Höhe von € 8,7 Mio. zurückzuführen. Zudem wurden im Rahmen der Einführung eines SAP-ERP-Systems die geleisteten Anzahlungen des Vorjahres und die des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von € 9,3 Mio. im Zuge einer sale-and-lease-back-Transaktion verkauft. Gegenläufig erhöhten sich die Firmenwerte um € 3,2 Mio. aufgrund des Kaufs von Minderheitenanteilen in der RGM Gruppe. Das Umlaufvermögen betrug am Ende des Berichtsjahres € 123,2 Mio. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahresende einem Anstieg von € 4,5 Mio. Diese Zunahme resultierte insbesondere aus um € 3,6 Mio. höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Bestand an flüssigen Mitteln stieg leicht um € 0,5 Mio. an. Gemessen an der Bilanzsumme stieg der Anteil des Umlaufvermögens um 4,1 %-Punkte auf 54,7 %. Das Konzerneigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um € 2,0 Mio. gesunken, es belief sich auf € 42,1 Mio. (Vj. € 44,1 Mio.). Die Eigenkapitalquote blieb nahezu unverändert bei 18,7 % (Vj. 18,8 %). Die erfolgte Entnahme des Vorjahresergebnisses von € 11,2 Mio. der Gegenbauer Holding SE & Co. KG nach einer Thesaurierung von € 4,8 Mio. und nach Abzug anrechenbarer Steuern sowie die Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2017 von € 12,4 Mio. wirkten sich auf das Eigenkapital der Unternehmensgruppe aus. Sonstige Veränderungen des Eigenkapitals resultierten insbesondere aus der Abnahme der anderen Anteile auf € 5,0 Mio. (Vj. € 8,0 Mio.) aufgrund des Erwerbs von Minderheitenanteilen. Die Rückstellungen enthalten in Höhe von € 12,1 Mio. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sanken um € 4,3 Mio. auf € 103,6 Mio. wovon € 31,8 Mio. eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufwiesen. Die Reduzierung ist im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Diese verringerten sich um € 7,1 Mio. auf € 55,1 Mio. (davon hatten € 31,3 Mio. eine Restlaufzeit von über einem Jahr) insbesondere durch die reduzierte Nutzung des kurzfristigen Anteils des Konsortialdarlehensvertrags, die durch den Zahlungsmitteleingang im Rahmen der sale-and-lease-back-Transaktion bedingt war. Gegenläufig stiegen die sonstigen Verbindlichkeiten um € 2,7 Mio. auf € 29,0 Mio. (davon hatten € 0,5 Mio. eine Restlaufzeit von über einem Jahr) - hauptsächlich die Verbindlichkeiten aus Steuern. Die übrigen Passiva sanken auf € 16,5 Mio. (Vj. € 19,0 Mio.) im Wesentlichen aufgrund der Inanspruchnahme latenter Steuern in Verbindung mit den Auftragsbeständen. II.3. Mitarbeiter Als personalintensives Dienstleistungsunternehmen beruht der Erfolg der Unternehmensgruppe Gegenbauer in besonders ausgeprägter Weise auf der Kompetenz, Leistungsbereitschaft und Flexibilität ihrer Beschäftigten. Das Unternehmen ist sich daher der hohen Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (im Folgenden wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit nur noch von Mitarbeitern gesprochen; es sind damit alle Beschäftigten unabhängig ihres Geschlechtes gemeint) bewusst. Insbesondere den Führungskräften obliegt es, die Initiative und das Engagement aller Mitarbeiter zu fördern und eine konstruktive Zusammenarbeit über alle Ebenen des Unternehmens hinweg sicherzustellen. In 2017 waren im Jahresdurchschnitt 17.947 Menschen aus 125 Nationen in der Unternehmensgruppe Gegenbauer beschäftigt.
140 junge Menschen begannen im Herbst 2017 ihre berufliche Laufbahn bei der Unternehmensgruppe Gegenbauer. Über 130 Auszubildende sowie acht Einsteiger in dualen Studiengängen ergriffen damit die Chance auf eine erfolgreiche Karriere in der Wachstumsbranche Facility Management. Neben der bereits seit 1934 angebotenen Ausbildung zum Gebäudereiniger erlernen die jungen Menschen an insgesamt 14 Standorten bundesweit neun weitere Berufe, darunter Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Kfz-Mechatroniker für Nutzfahrzeugtechnik, Servicekraft für Schutz und Sicherheit, Anlagenmechaniker und Informationselektroniker, oder werden zu Immobilienkaufleuten bzw. Kaufleuten für Büromanagement ausgebildet. Darüber hinaus starteten im Oktober 2017 acht Studierende in fünf verschiedenen dualen Studiengängen ihr Berufsleben in der Unternehmensgruppe. Die langfristige Bindung der Beschäftigten, insbesondere der Fachkräfte, an die Unternehmensgruppe hat, neben der Nachwuchssicherung und -förderung, einen hohen Stellenwert für das Unternehmen. Die Verlässlichkeit und Qualifikation berufs- und lebenserfahrener Mitarbeiter wird geschätzt. Deren Know-how-Transfer innerhalb des Unternehmens, vor allem gegenüber der jüngeren Generation, sorgt für ein kontinuierlich hohes Qualifikationsniveau bei Gegenbauer. LangjährigeUnternehmenszugehörigkeiten sowie die im Branchenvergleich niedrige Personalfluktuation bei Gegenbauer kennzeichnen die Unternehmensgruppe als attraktiven Arbeitgeber. II. 4. Gesamtbeurteilung der Geschäftslage durch den Vorstand Der Vorstand beurteilt die Lage und Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe Gegenbauer als insgesamt positiv. Die Umsatzerwartungen für das Berichtsjahr sowie der Vorjahresumsatz wurden übertroffen. Das operative Ergebnis entwickelte sich im Geschäftsjahr ebenfalls erfreulich. Die wesentlichen Kennzahlen konnten verbessert und die EBITDA-Rendite des Vorjahres gesteigert werden. Der angestrebte Zielkorridor für das Jahr 2017 wurde erreicht. Die Abschreibungen der Auftragsbestände und des Firmenwertes, die aus der Einbeziehung der RGM Gruppe resultieren, werden in den nächsten Jahren die EBIT-Rendite maßgeblich beeinflussen. Die Unternehmensgruppe mit ihren Mitarbeitern aus 125 Nationen an insgesamt 38 Niederlassungsstandorten in Deutschland und darüber hinaus Landesgesellschaften in Polen, Luxemburg, der Türkei und der Schweiz hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr und wird sich auch zukünftig der gesellschaftlichen Aufgabe zur Integration geflüchteter Menschen stellen. So wird Gegenbauer auch weiterhin die unternehmerischen Chancen zu nutzen suchen, die sich dadurch ergeben. Die Unternehmensgruppe Gegenbauer wird ihre Präsenz in Deutschland weiter ausbauen sowie die gebündelten Kompetenzen im technischen und kaufmännischen Facility Management nutzen, um sich noch stärker als innovativer, kompetenter und besonders kundenorientierter Multidienstleister zu positionieren. Mit den in 2017 geschaffenen Voraussetzungen und Grundlagen geht die Unternehmensgruppe Gegenbauer gestärkt in die Zukunft. III. Risiko- und ChancenberichtIII.1. Risikomanagementsystem Um Chancen und Risiken frühzeitig erkennen und entsprechend adressieren zu können, hat die Unternehmensgruppe Gegenbauer ein umfassendes Risikomanagementsystem implementiert. Es ist integraler Bestandteil der Unternehmensführung und dient der Identifizierung, Kontrolle und Steuerung von Risiken. III.2. Risiken Zum 31. Dezember 2017 sieht der Konzern folgende wesentliche Risiken, die zu einer Beeinträchtigung des Geschäftsverlaufs führen können: Marktrisiken Marktrisiken können entstehen, wenn der wirtschaftliche Druck auf Seiten der Auftraggeber zu steigenden Qualitäts- und/oder Produktivitätserwartungen führt. Kleinere Anbieter von Facility Management können diese Erwartungen kaum noch erfüllen, weil qualifiziertes Personal und die permanenten Optimierungen des Leistungsangebots zu steigenden Angebotspreisen führen. Die Konsolidierungsdynamik der Branche wird sich deshalb auch zukünftig fortsetzen. Die Unternehmensgruppe Gegenbauer begegnet diesen Risiken durch die Positionierung als branchenorientierter Systemanbieter für integriertes Facility Management. Organisches Wachstum soll durch den Ausbau der Produktpalette, die langfristige Bindung wichtiger Key Accounts sowie die Gewinnung neuer, qualitätsorientierter Auftraggeber erreicht werden. Risiken aus dem operativen Geschäft Grundsätzlich besteht das Risiko, den Umsatz auf wenige Kunden zu konzentrieren. Dem begegnet die Unternehmensgruppe mit einer hohen Kundendiversifikation. Deshalb sollen maximal 20 % des Umsatzes in einer Sparte mit einem Kunden realisiert werden. Durch diese Streuung und Umsatzbeschränkung stellt die Gefahr des Wegfalls einzelner Aufträge kein hohes Risiko für Gegenbauer dar. Im Berichtsjahr konnte die Unternehmensgruppe ihr selbstgestecktes Ziel erneut einhalten. Eine große, allerdings auch bekannte Herausforderung stellt die kontinuierliche Auftragsreduzierung im Zusammenhang mit dem rückläufigen Steinkohlebergbau im Ruhrgebiet dar. Die Unternehmensgruppe Gegenbauer hat zur Risikoabwehr Maßnahmen eingeleitet und fokussiert sich auf die Chancen, die sich aus den Zukunfts- bzw. Ewigkeitsstandorten in der Region ergeben. Gesetzliche Änderungen zum Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, welches am 1. April 2017 in Kraft getreten ist, gepaart mit operativen Einflussfaktoren haben Maßnahmen zur Anpassung der internen Prozesse und der Organisationseinheiten speziell in der Sicherheitssparte ausgelöst, die in das Geschäftsjahr 2018 hineinreichen werden. Dem Risiko durch die zwingende Gleichstellung nach 9 Monaten mit vergleichbaren Stammbeschäftigten des Kunden, insbesondere Equal Pay, wird damit entsprechend begegnet. Der Gefahr des Forderungsausfalls begegnet die Unternehmensgruppe durch ein laufendes dezentrales Forderungsmanagement, das konzernweit einem einheitlichen Regelwerk unterliegt. Potenzielle Großschäden sind entsprechend versichert. Risiken im operativen Geschäft können auch durch Fehlkalkulation, mangelhafte Projektsteuerung oder fehlerhafte Vertragsgestaltung entstehen. Als neutraler interner Gutachter prüft der IPA (Investitions- und Projektausschuss) alle wesentlichen Aufträge und Projekte, berät die Projektverantwortlichen und gibt Empfehlungen zur Risikosteuerung ab. Im Berichtsjahr wurde die Verantwortung für Projekte kleineren Ausmaßes sowie geringeren Risikopotenzials teilweise zurück in die einzelnen Gesellschaften verlagert, die wiederum ihrerseits die Aufgaben des IPA in Form eines sogenannten IPA-Light übernehmen. Die RGM Gruppe organisiert ihrerseits ein entsprechendes eigenständiges Kontrollgremium. Personalrisiken Der Wettbewerb um qualifiziertes, vor allem technisches Fachpersonal ist weiterhin intensiv. Mit attraktiven Vergütungsmodellen, umfangreichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten und durch solide Nachwuchsförderung positioniert sich Gegenbauer als attraktiver Arbeitgeber. Für personalintensive Dienstleister haben gesetzliche Änderungen mit Auswirkungen auf die Lohn- und Gehaltszahlungen einen erheblichen Einfluss auf das Geschäft. Steigerungen der Lohn- und Gehaltskosten sowie der Sozialversicherungsbeiträge für Personal können nur bedingt an Kunden weitergegeben werden. Die Unternehmensgruppe Gegenbauer wendet in ihren Verträgen verstärkt Preisgleitklauseln an und versucht, durch Sensibilisierung und intensive Kommunikation Kunden von den sich durch höhere Personalkosten ergebenden Preisanpassungen zu überzeugen. Aufgrund der zur Berichterstellung bestehenden Unsicherheit im Hinblick auf die Regierungsbildung in Deutschland, ist eine genaue Prognose der Sozialversicherung nicht abschätzbar. Die Unternehmensgruppe Gegenbauer geht aktuell davon aus, dass die Höhe der Beitragssätze in den Hauptzweigen der Sozialversicherung für das Jahr 2018 voraussichtlich, mit Ausnahme der Rentenversicherung, nicht zu veränderten Arbeitgeberbeitragssätzen führen wird. Der Beitrag sinkt hier zum 1. Januar 2018 erwartungsgemäß um 0,1 %-Punkte auf 18,6 %. Darüber hinaus werden die Beitragsbemessungsgrenzen 2018 gemäß Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen angehoben. Die derzeit noch in Verhandlung zur Bildung einer großen Koalition befindliche Beseitigung des bislang ausschließlich durch die Arbeitnehmer zu zahlenden Zusatzbeitrages zur gesetzlichen Krankenversicherung stellt ein (zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts) noch nicht abschließend abschätzbares Risiko dar. Die Tarifvereinbarung im Gebäudereiniger-Handwerk vom 10. November 2017 sieht im Rahmen eines 3-jährigen Tarifvertrages vor, die Löhne für die Beschäftigten zum Ende des Jahres 2020 in Ost- und Westdeutschland in allen acht Lohngruppen anzugleichen. In der 1. Stufe werden die Löhne der Lohngruppe 1 ab dem 1. Januar 2018, in der rund 75 Prozent der Beschäftigten der Branche tätig sind, in Westdeutschland von € 10,00 auf € 10,30 (3,0 %) und in Ostdeutschland von € 9,05 auf € 9,55 (5,52 %) angehoben. Die Tarifvertragsparteien haben am 6. Dezember 2017 den Antrag auf Erlass einer Mindestlohnverordnung für die Lohngruppen 1 und 6 gestellt. Die erzielten Ergebnisse bieten der Unternehmensgruppe Gegenbauer, unseren Beschäftigten und Kunden Planungs- und Rechtssicherheit. Im Sicherheitsgewerbe ist die Tarifentwicklung nach schwierigen Verhandlungen bereits im Jahr 2017 durch Planungssicherheit geprägt, da die Tarifverträge in den maßgeblichen Bundesländern eine Laufzeit bis Ende 2018 haben. In der Gegenbauer Property Services GmbH, Berlin, ist im Jahr 2015 mit Wirkung zum 1. Januar 2016 ein Haustarifvertrag vereinbart worden. Nach einer Erhöhung zum 1. Januar 2016 erfolgten weitere Erhöhungen zum 1. Januar 2017 und zum 1. Juli 2017. Der Tarifvertrag war erstmals zum 31. Dezember 2017 kündbar und hat im Jahr 2018 unverändert Bestand. Die Unternehmensgruppe Gegenbauer schätzt die Möglichkeit der Kompensation von Tarifsteigerungen durch entsprechende Preiserhöhungen mit vereinzelten Ausnahmen als grundsätzlich wahrscheinlich ein. III.3. Chancen Zur positiven künftigen Geschäftsentwicklung können folgende wesentliche Chancen beitragen. Marktchancen Die wachsende Zahl anerkannter und zunehmend durch die Jobcenter dem Arbeitsmarkt zugeführter geflüchteter Menschen kann sich positiv auf die Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe Gegenbauer auswirken. Durch die Integration in den Arbeitsmarkt steht zum Teil qualifiziertes, überwiegend junges Personal zur Verfügung. Chancen aus dem operativen Geschäft Das weitere Zusammenwachsen mit der RGM Gruppe wird anhaltend zum Ausbau der regionalen Präsenz insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Hessen sowie zur Stärkung der Marktstellung im Unternehmensbereich technischer Facility Services und so zum Gesamterfolg der Unternehmensgruppe beitragen. Die Folgen sind eine bessere Marktdurchdringung sowie ein dichteres Servicenetzwerk. Synergieeffekte, wie etwa Kosteneinsparungen, werden die Effizienz erhöhen und zur Fixkostendegression beitragen. Die zunehmende Standardisierung, Automatisierung und Optimierung von Prozessen, wie z.B. elektronisches Aufmaß in der Reinigung, "just-in-time"-Erfassung der Raum- und Aggregatzustände im technischen Facility Management und der Gebäudereinigung sowie Digitalisierung und Automatisierung von Back-Office-Prozessen, wird zu einer höheren Effektivität, verbunden mit Kostensenkungspotenzialen, führen. III.4. Beurteilung der Chancen- und Risikosituation durch den Vorstand Die Gesamtlage aus Chancen und Risiken hat sich im Geschäftsjahr 2017 nicht wesentlich gegenüber den Vorjahren geändert. Insgesamt stuft der Vorstand die Risiken - insbesondere auch in Folge zunehmend breiter Risikostreuung - als moderat und beherrschbar ein. Nach Einschätzung des Vorstands bestehen derzeit keine konkreten, wesentlichen Risiken, welche den Fortbestand des Unternehmens mittelfristig gefährden könnten. IV. PrognoseberichtIV.1. Wirtschaftlicher Ausblick Nach Einschätzung von Banken und Wirtschaftsinstituten, wie zum Beispiel dem DIW, dem IfW oder der Commerzbank, wird sich die im laufenden Berichtszeitraum noch einmal beschleunigte konjunkturelle Dynamik auch in 2018 fortsetzten. Das IfW prognostiziert demnach wie auch die Commerzbank ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 2,5 %. Das Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geht von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf Niveau des Berichtszeitraums in Höhe von 2,2 % aus. Das Wachstum wird dabei vor allem durch den privaten Konsum, Exporte und auch höhere Investitionen getragen. Auch die Zahl der Erwerbstätigen soll 2018 noch einmal um ca. 400.000 Personen zunehmen. Der Konsolidierungsprozess im Markt für Facility Management wird auch 2018 anhalten bzw. an Dynamik gewinnen. Die Unternehmensgruppe Gegenbauer geht von einem steigenden Marktvolumen von 3,5 % bis mittelfristig 3,8 % aus. Dabei werden die Top 10-Unternehmen überproportional von dieser Entwicklung profitieren und stärker wachsen als die übrigen Unternehmen.
IV.2. Unternehmensausblick Die Unternehmensgruppe Gegenbauer geht für 2018 von einem erneuten Anstieg des Konzernumsatzes auf über € 700 Mio. aus. Dies erfordert einen hohen akquisitorischen Einsatz, sowohl beim Ausbau bestehender Kundenbeziehungen als auch zur Gewinnung von Neukunden. Ebenso wird das Erreichen der Wachstumsziele maßgeblich von der Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter abhängig sein, was schon heute die Unternehmensgruppe Gegenbauer sowie den gesamten übrigen Markt vor große Herausforderungen stellt. GFM Gruppe Die Sparte GFM Gruppe bewegt sich weiterhin in einem sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld, in dem die Kundenerwartungen hinsichtlich Qualität, Anlagenverfügbarkeit und Innovationsbereitschaft hoch sind. Für die Fortsetzung der erfolgreichen Entwicklung der Sparte steht neben der Verteidigung von Bestandsaufträgen insbesondere die Gewinnung neuer Aufträge und Kunden im Fokus. Durch Prozessoptimierungen soll zudem die Rendite weiter gesteigert werden. Der Vorstand rechnet mit einem erneuten Anstieg bei Umsatz und Ergebnis. RGM Gruppe Die Sparte RGM Gruppe steht angesichts der absehbaren Umsatzreduzierung durch den vertragsgemäßen Rückgang des Geschäfts mit der Ruhrkohle AG vor der Herausforderung, im Geschäftsjahr 2018 die gute Geschäftsentwicklung des Berichtsjahres zu bestätigen. Für das Jahr 2018 wird per Saldo mit einem moderaten Umsatzanstieg, einer wachsenden Umsatzrendite sowie einem nochmals verbesserten Free Cashflow gerechnet. Bedingt durch den in der Partnerschaft mit der Unternehmensgruppe Gegenbauer gestärkten Marktauftritt werden sich mittel- bis langfristig weitere Vertriebschancen eröffnen sowie Synergiepotentiale heben lassen. Location Management In der Sparte Location Management wird sich mit der Eröffnung neuer Berliner Veranstaltungskapazitäten im Herbst 2018 die Konkurrenzsituation absehbar verschärfen. Dennoch rechnet die Sparte bei Umsatz- und Ergebnisentwicklung mit einer kontinuierlichen Entwicklung. Für das kommende Geschäftsjahr wird mit Kostensteigerungen von internen und externen Dienstleistern sowie durch die Implementierung neuer Sicherheitsstandards gerechnet, welche es zu begrenzen und zu bewältigen gilt. Es ist von einer stabilen Umsatzrendite auszugehen. Gebäudeservice Die Sparte Gebäudeservice strebt auch in 2018 ein profitables Wachstum über alle Regionen in einem fortwährend wettbewerbsintensiven Marktumfeld an. Fokussiert sind dabei die weitere Entwicklung zum Qualitätsdienstleister und Innovationstreiber sowie die Digitalisierung. Die Sparte Gebäudeservice wird auch in 2018 die tragende Säule des Geschäftserfolges der Unternehmensgruppe Gegenbauer sein. Health Care Services Durch Auftragsabgänge und mangelndes Vertriebspotential wird für 2018 eine Umsatzreduzierung erwartet. Negative Skaleneffekte aufgrund der prognostizierten Umsatzabgänge führen zu einer leichten Verschlechterung der Rendite. Property Services Für das Geschäftsjahr 2018 wird nach erfolgreicher Neuausrichtung der Sparte Property Services ein Umsatzwachstum auf Basis stabiler Produkte und Standorte erwartet. Durch nachhaltige Kostendisziplin und Einkaufsoptimierungen wird eine weitere Steigerung der Umsatzrendite erwartet. Sicherheitsdienste Für die Sparte Sicherheitsdienste wird aufgrund der beendeten Sonderkonjunktur im Zusammenhang mit geflüchteten Menschen in Berlin ein Rückgang des Umsatzes prognostiziert. Durch den Abgang deckungsbeitragsstarker Aufträge, insbesondere auch im Zusammenhang mit der Auslagerung veranstaltungsabhängigen Geschäfts an ein Joint Venture, wird in diesem Segment mit einer Verringerung der Ergebnisrendite gerechnet. Die zukunftsorientierte Schärfung der Geschäftsprozesse und der Organisationsstruktur sowie das Personal Recruiting stehen im Fokus. Die Vermögens- und Finanzierungssituation des Konzerns aus dem laufenden Geschäft, bei fortwährender Verfügbarkeit kurzfristiger Kreditmittel, ist gesichert. Der Vorstand erwartet 2018 eine EBITDA-Rendite (zum Umsatz) auf dem Niveau von 2017 (zwischen 5,0 und 6,0 %) bzw. ein dementsprechend vergleichbares EBITA. Dies ergibt sich aus der Annahme eines leichten Umsatzwachstums verbunden mit einer Verbesserung der Produktivität und Rentabilität aller Geschäftsbereiche und Sparten.
Berlin, den 26. Februar 2018 Gegenbauer Holding SE & Co. KG Gegenbauer Holding Verwaltung SE, vertreten durch den Vorstand Christian Lewandowski, Vorsitzender des Vorstands Fritz-Klaus Lange, Vorsitzender des Vorstands Christian Kloevekorn, Mitglied des Vorstands Karl-Otmar Giesler, Mitglied des Vorstands Joachim C. Viebig, Mitglied des Vorstands Anette Weller, Mitglied des Vorstands Hartmut Engler, Mitglied des Vorstands Fabiola Fernandez Grund, Mitglied des Vorstands Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 der Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Berlin, den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 27. Februar 2018 Mazars
GmbH & Co. KG
Hendrik Jung, Wirtschaftsprüfer Markus Morfeld, Wirtschaftsprüfer |
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