Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 205879
Vorher
KLEVIS Smaragd Vermögensverwaltungs-GmbHPrime Hospitality Germany GmbH
Eingetragen
13.7.2009
Branche
Vermittlungstätigkeiten für gastronomische DienstleistungenVermittlungstätigkeiten für BeherbergungsdienstleistungenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Führung und Bewirtschaftung von Hotels oder gastronomischen Einrichtungen für eigene Rechnung oder Vergabe der Bewirtschaftung an Dritte sowie alle hiermit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Olaf Erben
seit 2.10.2025
Geschäftsführer
Justus Klocke
seit 2.6.2025
Prokura
Joline Mumme
seit 2.6.2025
Prokura
Heiko Grote
seit 23.5.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
200.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rilano Group GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen des Unternehmens

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Pachtung und der Betrieb von Hotels und Gastronomiebetrieben.

Die Gesellschaft betrieb in 2022 sieben Hotel- und Gastronomiebetriebe in den Städten Hamburg, München, Wolfenbüttel, Kleve, Waidring (Österreich), Oberursel und Kevelaer. Hierzu gehören fünf Hotels nach dem 4-Sterne Standard unter der Marke "The Rilano" und zwei Hotels nach dem 3-Sterne Standard unter der Marke "Rilano 24/7".

Der Sitz der Gesellschaft ist in München.

Ziel der Gesellschaft ist das Hotelportfolio auszubauen und das Wachstum im 3-Sterne-Budget bis hin zum 4-Sterne-Business-Midscale-Segment weiter voranzutreiben.

Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren gelten die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern ("EBIT").

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen im Jahr 2022

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2022" in Berlin. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten", so Brand weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona- Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.

Dienstleistungsbereiche profitierten von Nachholeffekten, hohe Preise und Materialmangel bremsten Industrieproduktion und Bau

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 % gegenüber dem Jahr 2021. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 %). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Diese beiden Bereiche sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0 %). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation knüpfte an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an und verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Zuwachs (+3,6 %).

Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Materialund Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine.

Private Konsumausgaben und Ausrüstungsinvestitionen stützten Wachstum

Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Dies wird besonders deutlich bei den Ausgaben für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen. Auch im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur gaben die privaten Haushalte wieder mehr aus als noch vor einem Jahr. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren vergleichsweise moderat um 1,1 %. Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden.

Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 % ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde 2022 dagegen preisbereinigt 2,5 % mehr investiert als im Vorjahr.

Arbeitsmarkt in weiterhin schwierigem Umfeld robust

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Im Baugewerbe gab es trotz Fachkräftemangel erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs. 1

2. Hotelmarkt im Jahr 2022

Die Tourismusbranche in Deutschland hat sich im Jahr 2022 größtenteils von der Corona-Krise erholt, aber noch nicht die Übernachtungszahlen vor der Pandemie erreicht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verzeichneten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland demnach im vergangenen Jahr 450,8 Millionen Gästeübernachtungen.

1Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023 Destatis

Das waren 45,3 % mehr als im Jahr 2021, aber noch 9,1 % weniger als 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie. Im Dezember 2022 verbuchten die Beherbergungsbetriebe 57,0 % mehr Gästeübernachtungen als im Dezember 2021, der noch stark von coronabedingten Teilschließungen und Einschränkungen geprägt war. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 37,1 % auf 382,7 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland war mit 68,1 Millionen mit +119,6 % sogar mehr als doppelt so hoch wie 2021. Der Anteil ausländischer Gäste am gesamten Gästeaufkommen erreichte im vergangenen Jahr 15,1 % gegenüber 10,0 % im Jahr 2021 und 18,1 % im Rekordjahr 2019. Die weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den internationalen Tourismus in Deutschland haben im letzten Jahr somit abgenommen, die Zahlen vor der Pandemie konnten jedoch noch nicht wieder erreicht werden.

Hotels, Gasthöfe und Pensionen auf Erholungskurs

Der Blick auf die verschiedenen Betriebsarten zeigt, dass sich Betriebe der Hotellerie - also Hotels, Gasthöfe und Pensionen - im Vergleich zu den coronageprägten Jahren 2020 und 2021 deutlich erholt haben, jedoch noch weit unter dem Vorkrisenniveau von 2019 blieben. Im Jahr 2022 verzeichneten sie 12,5 % weniger Übernachtungen als 2019, aber 59,7 % mehr als 2021.

Anders war die Entwicklung bei den Ferienunterkünften und Campinglätzen: Während die Ferienunterkünfte das Niveau von 2019 fast erreichten (-2,8 %), konnten die Campingplätze ihre Übernachtungen im Vergleich zu 2019 sogar um 12,4 % erhöhen. 2

C. Geschäftsverlauf der Rilano Group GmbH

1. Eröffnungen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine neuen Hotels eröffnet.

2. Bestand

Es befanden sich im Geschäftsjahr 2022 sieben Hotels im Bestand der Gesellschaft mit Standorten in Hamburg, Kevelaer, Kleve, München, Oberursel, Waidring (Österreich) und Wolfenbüttel. Diese erwirtschafteten Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von TEUR 26.736 bei einem positiven EBIT von TEUR 2.203, was einem Anstieg von TEUR 12.554 im Umsatz und einem Rückgang von TEUR 142 im EBIT im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Für genauere Informationen der Umsatzerlöse und des EBIT der Gesellschaft verweisen wir auf die Ertragslage.

2https://www.hotelier.de/hotellerie/hotelgewerbe/38737-hotelmarkt-deutschland-2013-2012-2011-2010-2009-hotelgewerbe-news

3. Ertragslage

2022 2021 Veränderung
EUR EUR EUR %
Umsatzerlöse 26.735.899,84 14.182.127,23 12.554.907,87 100,0%
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.555.816,82 1.049.310,96 1.506.505,86 9,6%
Umsatzerlöse, netto 24.180.083,02 13.131.681,01 11.048.402,01 90,4%
Sonstige betriebliche Erträge 4.491.345,71 10.493.714,50 (6.002.368,79) 16,8%
Personalaufwand 6.623.556,66 3.493.080,56 3.130.476,10 259,2%
Aufwand Lebensmittel, Getränke etc. 2.478.919,49 1.108.907,67 1.370.011,82 10,3%
Abschreibungen 213.756,76 235.840,09 (22.083,33) 4,8%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.090.265,37 16.435.021,83 655.243,54 258,0%
Sonstige Steuern 61.842,93 8.041,82 53.801,11 2,5%
EBIT 2.203.087,52 2.344.503,54 (141.416,02) 8,2%
Zinsen (Aufwand; Vj.: Ertrag) (114.651,29) 6.394,30 (121.045,59) -0,7%
Ertragssteuern (Aufwand) 1.067.577,76 2,89 1.067.574,87 1726,3%
Jahresüberschuss 1.020.858,47 2.352.030,21 (1.317.247,88) 3,8%

Im Geschäftsjahr 2022 erhöhten sich die Umsatzerlöse der Gesellschaft insgesamt um TEUR 12.554 bzw. 88,5 % auf TEUR 26.736. Die allgemeine Entwicklung war zu Beginn des Geschäftsjahres von der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Die Gesellschaft weist in 2022 ein positives EBIT i. H. v. TEUR 2.203 (Vj.: positives EBIT von TEUR 2.345) aus, was einer Rendite von 8,2 % (Vj.: 16,5 %) in Bezug auf die Umsatzerlöse entspricht.

Aufwendungen für bezogene Leistungen, die sich ausschließlich auf Fremdleistungen beziehen, sind im Jahr 2022 i. H. v. TEUR 2.556 (Vj.: TEUR 1.049) angefallen.

Sonstige betriebliche Erträge betrugen zum Stichtag 31. Dezember 2022 TEUR 4.491 und resultierten im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Pachterlasse in Höhe von TEUR 2.025 sowie Staatshilfen, welche im Zuge der COVID-19 Pandemie beantragt wurden in Höhe von TEUR 967. Der Rückgang in Höhe von TEUR 6.002 ist im Wesentlichen auf die Coronahilfen vom Vorjahr (Überbrückungshilfe III und III (Plus)) in Höhe von TEUR 9.877 zurückzuführen.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich auf das Niveau vor Corona um TEUR 3.130 (> 100 %) auf TEUR 6.624. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Rilano Group GmbH lag für das Geschäftsjahr 2022 bei 212 (Vj.: 199). Der Anstieg der Personalaufwendungen ist im Wesentlichen auf die angestiegene Anzahl der durchschnittlichen Mitarbeiter sowie der kaum noch im Jahr 2022 in Anspruch genommenen Kurzarbeit zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 22 auf TEUR 214 gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen befinden sich mit TEUR 17.090 über dem Niveau des Vorjahrs (TEUR 16.435). Dies lässt sich im Wesentlichen auf die gestiegenen Managementgebühren (TEUR + 669), Reisebüroprovisionen (TEUR + 395) und Revenue Management Gebühren (TEUR + 160) im Vergleich zum Vorjahr zurückführen. Gegenläufig konnten zudem in 2022 Pachterlasse mit diversen Verpächtern vereinbart werden.

Das Finanzergebnis liegt mit TEUR - 115 unter dem Vorjahresniveau von TEUR 6 aufgrund gestiegener Zinszahlungen.

4. Vermögens- und Finanzlage

2022 2021 Veränderung
EUR % EUR % EUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 19.399,24 0,1% 24.397,24 0,1% (4.998,00) (20,5%)
Sachanlagen 925.215,85 6,0% 908.522,86 4,9% 16.692,99 1,8%
Finanzanlagen 1.173.126,00 7,6% 1.154.434,30 6,3% 18.691,70 1,6%
Anlagevermögen 2.117.741,09 13,7% 2.087.354,40 11,3% 30.386,69 1,5%
Lebensmittel, Getränke und sonstige Vorräte 184.043,07 1,2% 112.286,13 0,6% 71.756,94 63,9%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.524.409,17 16,4% 2.334.809,20 12,7% 189.599,97 8,1%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.644.064,96 49,6% 0,00 0,0% 7.644.064,96 >100,0%
Sonstige Vermögensgegenstände 1.198.856,42 7,8% 12.250.613,96 66,4% (11.051.757,54) (90,2%)
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.599.544,88 10,4% 1.445.220,16 7,8% 154.324,72 10,7%
Umlaufvermögen 13.150.918,50 85,3% 16.142.929,45 87,5% -2.992.010,95 (18,5%)
Rechnungsabgrenzungsposten 149.435,91 0,9% 219.576,54 100,0% (70.140,63) (31,9%)
Summe Aktiva 15.418.095,50 100,0% 18.449.860,39 100,0% -3.031.764,89 (16,4%)
Eigenkapital 3.709.993,47 24,1% 2.689.135,00 14,6% 1.020.858,47 38,0%
Steuerrückstellungen 1.127.397,01 7,3% 476.622,01 2,6% 650.775,00 136,5%
Sonstige Rückstellungen 1.690.297,76 10,9% 2.655.376,45 14,3% (965.078,69) (36,3%)
Rückstellungen 2.817.694,77 18,2% 3.131.998,46 16,9% (314.303,69) (10,0%)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.611.833,08 29,9% 7.787.506,89 42,2% (3.175.673,81) (40,8%)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.250.000,00 14,6% 2.887.307,01 15,6% (637.307,01) (22,1%)
Erhaltene Anzahlungen 685.265,46 4,4% 477.042,19 2,6% 208.223,27 43,6%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 503.680,00 3,3% 935.591,64 5,1% (431.911,64) 100,0%
Sonstige Verbindlichkeiten 839.628,72 5,4% 541.279,20 2,9% 298.349,52 55,1%
Verbindlichkeiten 8.890.407,26 57,6% 12.628.726,93 68,4% (3.738.319,67) (29,6%)
Summe Passiva 15.418.095,50 100,0% 18.449.860,39 100,0% -3.031.764,89 (16,4%)

4.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.032 auf TEUR 15.418. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen machen mit 49,6 % (Vj.: 0,0 %) den größten Teil am Vermögen der Gesellschaft aus. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen hängt im direkten Zusammenhang mit dem Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 11.052) zusammen. Die Entwicklung auf den beiden Posten ist im Wesentlichen auf die Forderungen aus Corona-Hilfen (TEUR 7.644) gegen die GS Star GmbH, Grünwald (Forderungen gegen verbundene Unternehmen) zurückzuführen, da die GS Star GmbH, Grünwald, als mittelbare Muttergesellschaft die Corona- Hilfen erhalten hat. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Bilanzstichtag bei TEUR 2.524 (Vj.: TEUR 2.335) und bewegten sich mit TEUR 189 über dem Vorjahresniveau. Zum 31. Dezember 2022 beträgt der Anteil der finanziellen Mittel i. H. v. TEUR 1.600 (Vj.: TEUR 1.445) an der Bilanzsumme 10,4 % (Vj.: 7,8 %).

4.2. Kapitalstruktur

Hinsichtlich der Finanzlage 2022 kann festgestellt werden, dass aufgrund der Corona-Pandemie wesentliche Fremdmittel über Kreditinstitute in Anspruch genommen wurden. So wurde über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Darlehen aufgenommen. Zum Stichtag beträgt der Saldo TEUR 2.250. Finanzmittel und Liquidität sind nach aktuellen Finanzund Liquiditätsplanungen für unser Geschäft in ausreichender Höhe vorhanden. Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 2.689 um den anteiligen Jahresüberschuss von TEUR 1.021 auf TEUR 3.710 erhöht. Der Buchwert des Eigenkapitals entspricht einem Anteil am Gesamtkapital (Eigenkapitalquote) von 24,1 % (Vj.: 14,6 %).

Die Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 2.818 (Vj.: TEUR 3.132). Die Steuerrückstellungen haben sich aufgrund des positiven Ergebnisses des laufenden Geschäftsjahres erhöht und setzen sich hauptsächlich aus Rückstellungen für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (TEUR 518) sowie Gewerbesteuerrückstellungen (TEUR 609) zusammen. Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 2.655 um TEUR 965 auf TEUR 1.690 gesunken. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen (TEUR 965) ist im Wesentlichen bedingt durch die Auflösungen von Rückstellungen, die zukünftig nicht in Anspruch genommen werden.

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2022 Verbindlichkeiten i. H. v. TEUR 8.890 (Vj.: TEUR 12.629), davon bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 504 (Vj.: TEUR 936). Die gesamten Verbindlichkeiten repräsentieren eine Quote von 57,7 % (Vj.: 68,4 %) am Gesamtkapital. Die Verbindlichkeiten sind, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, kurzfristig. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Verbindlichkeiten insgesamt um TEUR 3.738 verringert. Der Rückgang in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert vorrangig aus der Rückzahlung ausstehender Pachtverbindlichkeiten (TEUR 3.176). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich insgesamt um TEUR 637 auf TEUR 2.250, hauptursächlich hierfür ist die Tilgung des KfW-Darlehens. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 556.

4.3. Liquidität

Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit i. H. v. TEUR 9.112 erzielt. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -244. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthält die Veränderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie der Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und beträgt TEUR -8.713. Die Liquidität der Gesellschaft (d. h. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.600, was einer Erhöhung der Position im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 1.445) von TEUR 155 entspricht.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird von der Geschäftsführung fortlaufend analysiert und geeignete Maßnahmen getroffen. Hier sind vor allem die stark gestiegene Inflation sowie die steigenden Energiepreise zu nennen. Aufgrund mittel- und langfristiger Verträge mit Energielieferanten sowie der Entlastungen durch die Bundesregierung mit den Strom- und Gaspreisbremsen konnte die Gesellschaft von Preisen weiter unter dem derzeit marktüblichen profitieren. Die Inflation bedingt zudem Kostensteigerungen in diversen anderen Bereichen. Allerdings kann die Gesellschaft aufgrund der kurzfristigen Möglichkeiten im Rahmen des Revenue-Managements im Umsatzbereich schnell und agil gegensteuern, sodass für 2023 ein positives EBIT von ca. TEUR 1.077 erwartet wird. Aufgrund der positiven Entwicklung prognostizieren wir die Umsatzerlöse mit ca. TEUR 35.513.

Im März 2023 hat der Konzern, in den die Gesellschaft eingebunden ist auf der Internationalen Tourismus Börse in Berlin ("ITB") eine neue Eigenmarke mit dem Namen "elaya" präsentiert. Diese wird noch im laufenden Geschäftsjahr einige der in der Gesellschaft betriebenen Hotels mit dem Markenauftritt "Rilano" ablösen.

2. Chancen- und Risikobericht

2.1. Chancen

Nachdem die Krise der COVID-19 Pandemie größtenteils überwunden scheint, ist die derzeitige gesamtwirtschaftliche Situation aufgrund der Herausforderungen v. a. im Energiebereich schwierig. Eine Krise bietet jedoch auch eine Vielzahl an Chancen. Die Gesellschaft sieht vor allem in vier Punkten eine Möglichkeit das Geschäftsmodell langfristig zu stärken bzw. die Ertragsfähigkeit zu steigern: (1) Langfristige Kostenreduktion, (2) u. (3) verstärkte Innovation und Investition in Nachhaltigkeit und (4) Digitalisierungsprojekte.

(1) Langfristige Kostenreduktion

Bereits im Vorjahr hatte das Management die Hinterfragung sämtlicher Kostenpositionen als langfristiges Optimierungspotential angesehen und konnte dies auch verwirklichen. Die positiven Ergebnisse der letzten Monate (weitestgehend ohne pandemiebedingte Einschränkungen) haben dies deutlich gezeigt.

(2) Partizipation an verstärkter Innovation

Vergangene Krisen haben eindrücklich gezeigt, dass aus solchen Situationen Innovationen entstehen können, welche nicht nur betroffene Unternehmen stärken können 3.

(3) Investitionen in Nachhaltigkeit

Die Gesellschaft beobachtet eine zunehmende Sensibilität gegenüber dem Thema Nachhaltigkeit. Dies sowohl bei den Geschäftspartnern aber auch der individuellen Gäste. Intern steht das Thema längst weit oben auf der strategischen Agenda. Es finden aber auch immer mehr Gespräche und Kooperationen mit unseren Verpächtern statt, um die betriebenen Hotelimmobilien nachhaltiger zu gestalten, sei es durch optimale Ausgestaltung der technischen Systeme, aber auch durch zusätzliche Investitionen wie Photovoltaik-Anlagen. Dies wird sowohl die positive Marktwahrnehmung der Marke verstärken als auch eine langfristige Kostenreduktion bewirken.

(4) Digitalisierungsprojekte und Mitarbeiter

Auch die Digitalisierung wurde bereits im Vorjahr vom Management als große Chance gesehen. Hierbei konnten bereits zahlreiche Projekte umgesetzt werden, welche sowohl unseren Gästen als auch Mitarbeitern zugutekommen. Die Flexibilität aufgrund der Struktur der Gesellschaft trägt zudem stark zur Mitarbeiterzufriedenheit bei. Eine Steigerung der Flexibilität der Mitarbeiter, die Bereitschaft, eingetretene Pfade zu verlassen und auch abteilungsübergreifend einsatzbereit zu sein, ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des Hotels. Hiermit wird auch speziell den vielen Mitarbeitern gedankt, welche die Gesellschaft so stark und engagiert unterstützt haben.

2.2. Risiken

Die weitere Entwicklung der Energiekrise und die Beurteilung diverser Konjunkturindikatoren legt nahe, dass außerdem auch folgende Risiken existieren:

3Krisen als Treiber für Innovation

(1) Erhöhung der Leitzinsen

Derzeit herrscht in Deutschland eine hohe Inflationsrate, was für ein Absinken des Geldwertes und für einen allgemeinen Anstieg des Preisniveaus von Endprodukten (Konsumund Investitionsgütern) steht. Gründe für die hohe Inflationsrate sind unter anderem die steigenden Energiepreise, aber auch Lieferengpässe durch die Corona-Pandemie und die Rücknahme der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung, verstärkt wird dies durch die Auswirkungen der Ukraine Krise. Um der hohen Inflation entgegenzuwirken, haben bereits einige Zentralbanken die Leitzinsen deutlich angehoben. Dies bedingt, dass potentielle Investoren (hier: Verpächter) bei Bedarf einen Immobilienkauf bzw. -bau zu höheren Kosten finanzieren müssen, was sich letztlich entweder in einer geringeren Rendite oder in einer höheren Pacht niederschlägt. Da allerdings die derzeitige Finanzierung der Gesellschaft aufgrund fix vereinbarter Zinssätze nicht betroffen ist, hat dies keine negativen Auswirkungen auf den Status Quo, sondern kann lediglich das Wachstum verlangsamen.

(2) Lieferkettenengpässe

Bereits in den Anfängen der COVID-19 Pandemie waren der Presse Berichte über Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten zu entnehmen. Diese haben sich in den letzten Monaten noch verstärkt und das Management beobachtet und bewertet die Entwicklung insbesondere bei den essentiellen Produkten genau. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich anstehende Renovierungen durch bspw. den Mangel an Halbleitern (Hier: Technik, WiFi und TVs) verzögern. Allerdings setzt die Gesellschaft im alltäglichen Bedarf im Wesentlichen auf lokale und regionale Partner, mit denen die Krise gemeinsam gestemmt wird.

(3) Preisentwicklung und Preisschwankungen

Wie bereits beschrieben, ist künftig auch mit Preiserhöhungen in diversen Bereichen zu rechnen. (Saisonale) Produkte im Bereich des Materialaufwands unterliegen in den letzten Monaten immer höheren Preisschwankungen. Um die Volatilität dieser Produkte zum Vorteil zu nutzen, konzentriert sich das Management auf eine strategisch wertvolle Ausrichtung des Einkaufs, welcher zentral gesteuert wird. Preis- und damit Kostenerhöhungen können schnell und flexibel entgegengetreten werden, da ein dynamisches Revenue Management etabliert wurde.

(4) Russland-Ukraine-Konflikt

Der seit 24. Februar 2022 andauernde Russland-Ukraine-Konflikt und die damit in Zusammenhang stehenden verhängten Sanktionen gegen Russland haben jedoch aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

 

München, 26. Mai 2023

Rilano Group GmbH

gez. Heiko Grote
- Geschäftsführer -

gez. Marco El Manchi
- Geschäftsführer -

gez. Edwin Jebbink
- Geschäftsführer -

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Lizenzen 19.399,24 24.397,24
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 39.862,00 76.146,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 60.804,00 34.030,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 824.549,85 798.346,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
925.215,85 908.522,86
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.148.025,00 1.129.333,30
2. Beteiligungen 25.101,00 25.101,00
1.173.126,00 1.154.434,30
2.117.741,09 2.087.354,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Lebensmittel, Getränke und sonstige Vorräte 184.043,07 112.286,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.524.409,17 2.334.809,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.644.064,96 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.198.856,42 12.250.613,96
11.367.330,55 14.585.423,16
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.599.544,88 1.445.220,16
13.150.918,50 16.142.929,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 149.435,91 219.576,54
15.418.095,50 18.449.860,39

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Gewinnvortrag (Vorjahr: Verlustvortrag) 489.135,00 -1.862.895,21
IV. Jahresüberschuss 1.020.858,47 2.352.030,21
3.709.993,47 2.689.135,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.127.397,01 476.622,01
2. Sonstige Rückstellungen 1.690.297,76 2.655.376,45
2.817.694,77 3.131.998,46
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.250.000,00 2.887.307,01
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 685.265,46 477.042,19
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.611.833,08 7.787.506,89
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 503.680,00 935.591,64
5. Sonstige Verbindlichkeiten 839.628,72 541.279,20
- davon aus Steuern EUR 676.700,31 (Vj. EUR 75.021,65)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 57.376,78 (Vj. EUR 23.498,44)
8.890.407,26 12.628.726,93
15.418.095,50 18.449.860,39

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 26.735.899,84 14.182.127,23
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.491.345,71 10.493.714,50
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Lebensmittel, Getränke und Sonstiges -2.478.919,49 -1.108.907,67
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.555.816,82 -1.049.310,96
-5.034.736,31 -2.158.218,63
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.341.661,24 -2.185.869,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.281.895,42 -1.307.210,99
- davon für Altersversorgung EUR 4.141,10 (Vj.: EUR 8.346,36)
-6.623.556,66 -3.493.080,56
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -213.756,76 -235.840,09
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -17.090.265,37 -16.435.021,83
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.703,16 16.825,20
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -133.354,45 -10.430,90
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.067.577,76 -2,89
10. Ergebnis nach Steuern 1.082.701,40 2.360.072,03
11. Sonstige Steuern -61.842,93 -8.041,82
12. Jahresüberschuss 1.020.858,47 2.352.030,21

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Die Rilano Group GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 205879 eingetragen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in 80807 München, Wilhelm-Wagenfeld-Str. 4.

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches wurden in der aktuell geltenden Fassung angewendet. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel) und den Lagebericht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von der Fortführung des Unternehmens ("Going Concern") ausgegangen.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Zur Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurde zur Gliederung der Vorräte von den Regelungen des § 265 Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht und der Posten fertige Erzeugnisse und Waren wird als Lebensmittel, Getränke und sonstige Vorräte umbenannt.

Wegen der Besonderheit des Geschäftszweigs wurde zur Gliederung und Bezeichnung des Materialaufwands ebenfalls von der Regelung gemäß § 265 Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht. Der Posten wurde wie folgt angepasst:

Materialaufwand

a) Aufwendungen für Lebensmittel, Getränke und Sonstiges

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

1. Aktiva

1.1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögensgegenstände. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

1.2. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert.

1.3. Vorräte

Die Wertansätze der Vorräte entsprechen den Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten, wobei Anschaffungsnebenkosten werterhöhend und Rabatte und regelmäßige Preisnachlässe wertmindernd berücksichtigt wurden. Das strenge Niederstwertprinzip ist beachtet worden.

1.4. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bewertet. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand gebildet.

1.5. Flüssige Mittel

Die Bestände an flüssigen Mitteln sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt.

1.6. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten stellt keinen Bestandsposten dar. Er dient der periodengerechten Abgrenzung von Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

2. Passiva

2.1. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert. Ebenso die unveränderten Kapitalrücklage.

2.2. Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Zukünftige Preisund Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

2.3. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.4. Erhaltene Anzahlungen

Der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen erfolgte nach der Netto-Methode.

C. Erläuterungen zu den Posten des Jahresabschlusses

I. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel gem. § 284 Abs. 3 HGB:

Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2022

Anschaffungskosten
Anschaffungs- Herstellungskosten Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs- Herstellungskosten
01.01.2022 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 233.846,78 0,00 0,00 0,00 233.846,78
233.846,78 0,00 0,00 0,00 233.846,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 1.450.206,23 0,00 0,00 0,00 1.450.206,23
2. technische Anlagen und Maschinen 70.354,79 37.159,36 0,00 0,00 107.514,15
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.255.471,02 188.292,37 0,00 0,00 3.443.763,39
4.776.032,04 225.451,73 0,00 0,00 5.001.483,77
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.129.333,30 18.691,70 0,00 0,00 1.148.025,00
2. Beteiligungen 50.100,00 0,00 0,00 0,00 50.100,00
1.179.433,30 18.691,70 0,00 0,00 1.198.125,00
6.189.312,12 244.143,43 0,00 0,00 6.433.455,55
Abschreibungen
kumulierte Abschreibungen Abschreibungen Abgänge kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 des Geschäftsjahres 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 209.449,54 4.998,00 0,00 214.447,54
209.449,54 4.998,00 0,00 214.447,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 1.406.612,23 3.732,00 0,00 1.410.344,23
2. technische Anlagen und Maschinen 36.324,79 10.385,36 0,00 46.710,15
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.424.572,14 194.641,40 0,00 2.619.213,54
3.867.509,16 208.758,76 0,00 4.076.267,92
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 24.999,00 0,00 0,00 24.999,00
24.999,00 0,00 0,00 24.999,00
4.101.957,70 213.756,76 0,00 4.315.714,46
Restbuchwerte
Buchwert Buchwert
31.12.2022 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.399,24 24.397,24
19.399,24 24.397,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 39.862,00 76.146,00
2. technische Anlagen und Maschinen 60.804,00 34.030,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 824.549,85 798.346,88
925.215,85 908.522,88
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.148.025,00 1.129.333,30
2. Beteiligungen 25.101,00 25.101,00
1.173.126,00 1.154.434,30
2.117.741,09 2.087.354,42

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Forderungsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag <1 Jahr >1 Jahr
Art der Forderung zum 31.12.2022 TEUR TEUR TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 2.524 2.524 0
gegen verbundene Unternehmen 7.644 0 7.644
sonstige Vermögensgegenstände 1.199 1.199 0
Summe 11.367 3.723 7.644

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von TEUR 200 entspricht dem Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist vollständig eingezahlt.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Posten:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
drohende Verluste 1.100 2.192
sonstige ausstehende Rechnungen 290 199
Pachterneuerungen 197 197
Personalkosten 86 50
Übrige sonstige Rückstellungen 17 17
Summe 1.690 2.655

5. Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:

Gesamtbetrag
2022 2021
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstitutern 2.250 2.887
erhaltene Anzahlungen 685 477
aus Lieferungen und Leistungen 4.612 7.788
gegenüber verbundenen Unternehmen 504 936
gegenüber Gesellschaftern - -
sonstige Verbindlichkeiten 540 541
Summe 58.890 12.629
davon mit einer Restlaufzeit
<1 Jahr >1 Jahr >5 Jahre
2022 2021 2022 2021 2022 2021
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstitutern - - 2.250 2.887 - -
erhaltene Anzahlungen 685 477 - - - -
aus Lieferungen und Leistungen 4.612 1.772 - 6.016 - -
gegenüber verbundenen Unternehmen 504 936 - - - -
gegenüber Gesellschaftern - - - - - -
sonstige Verbindlichkeiten 540 541 - - - -
Summe 6.640 3.726 2.250 8.903 - -
gesicherte Beträge
2022 2021
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstitutern - -
erhaltene Anzahlungen - -
aus Lieferungen und Leistungen - -
gegenüber verbundenen Unternehmen - -
gegenüber Gesellschaftern - -
sonstige Verbindlichkeiten - -
Summe - -

II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Aufwendungen und Erträge wurden periodengerecht zugeordnet. Das Realisationsprinzip wurde beachtet. Eine weitere Aufgliederung der Umsatzerlöse wurde unter Bezug auf § 288 Abs. 2 HGB nicht vorgenommen.

D. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB bestehen nicht.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Bilanzstichtag jährliche finanzielle Verpflichtungen aus der Anmietung von Hotelgebäuden und Büroräumen in Höhe von ca. TEUR 8.278 (Vj.: TEUR 7.735) sowie jährliche Aufwendungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 16). Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtungen aus Anmietung von Hotelgebäuden und Büroräumen beträgt 11,8 Jahre und die durchschnittliche Restlaufzeit der Leasingverträgen beträgt 0 Jahre.

3. Corona-Hilfen

Für das Geschäftsjahr 2022 wurden für die Rilano Group GmbH TEUR 967 an staatlichen Ersatzleistungen im Rahmen der Corona-Pandemie beantragt und in 2022 ausgezahlt.

4. Angaben zur Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigter und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiter Geschäftsführer der Gesellschaft:

Heiko Grote, Hotelfachmann, Augsburg

Vertretungsberechtigt zusammen mit einem weiteren Geschäftsführer oder Prokuristen sind:

Marco El Manchi, Kaufmann, München (seit 7. Oktober 2022)

Edwin Jebbink, Kaufmann, München (seit 7. Oktober 2022)

Zu den Angaben der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

5. Angaben zur Arbeitnehmerzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2022 212 (Vj.: 199) Mitarbeiter.

6. Honorar des Wirtschaftsprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt im Geschäftsjahr TEUR 39 und resultiert ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen.

7. Sonstiges

Die Gorgeous Smiling Hotels Holding GmbH, Grünwald, stellt als oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 einen Konzernabschluss auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

8. Nachtragsbericht

Nach dem 31. Dezember 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

Im März 2023 hat der Konzern, in den die Gesellschaft eingebunden ist auf der Internationalen Tourismus Börse in Berlin ("ITB") eine neue Eigenmarke mit dem Namen "elaya" präsentiert. Diese wird noch im laufenden Geschäftsjahr einige der in der Gesellschaft betriebenen Hotels mit dem Markenauftritt "Rilano" ablösen.

9. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

München, 26. Mai 2023

Rilano Group GmbH

gez. Heiko Grote
- Geschäftsführer -

gez. Marco El Manchi
- Geschäftsführer -

gez. Edwin Jebbink
- Geschäftsführer -

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 31. Mai 2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Rilano Group GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rilano Group GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rilano Group GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenste

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 26. Mai 2023

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Albrecht Richard
Wirtschaftsprüfer

gez. Dieter Peters
Wirtschaftsprüfer

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