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MAHLE Behr Berga GmbHBergaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Anhang für 2017Allgemeine Hinweise Die Gesellschaft ist unter der Firma MAHLE Behr Berga GmbH unter der HRB Nr. 204405 im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss der MAHLE Behr Berga GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Betragsangaben erfolgen in Tausend EUR. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Anhang enthält die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung geforderten zusätzlichen Erläuterungen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bzw. 5 Jahre) vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear pro rata temporis. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Es wird, soweit es der Abnutzung unterliegt, planmäßig linear pro rata temporis abgeschrieben. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten mehr als EUR 150 jedoch nicht mehr als EUR 410 betragen, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beilzulegenden Zeitwert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem gleitenden Durchschnittspreis bewertet. Für mangelnde Gängigkeit wurden Abschläge vorgenommen. Für Serienteile werden Abschläge entsprechend des Zeitpunktes der letzten Lagerbewegung, für Ersatzteile werden Abwertungen unter Berücksichtigung der Reichweite gebildet. Nicht mehr verwertbare Bestände wurden teilweise vollständig abgewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Eine verlustfreie Bewertung wurde vorgenommen, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten erfasst. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Nicht bzw. nicht mehr verkaufsfähige Produkte sind unter Anwendung angemessener Abschläge von den Anschaffungskosten bewertet worden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beinhalten die Rückstellung für unmittelbare Pensionsverpflichtungen und die Entgeltumwandlung. Die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen werden nach dem Projected Unit Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) versicherungsmathematisch ermittelt unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,68 % (Vj. 4,0 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 11. März 2016 verwendet. Die Fluktuationen wurde mit 2,0 % (Vj. 1,97 %) berücksichtigt. Die Entgeltumwandlung (Deferred Compensation) wird nach der Projizierten Einmalbetragsmethode versicherungsmathematisch ermittelt unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2005 G". Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,68 % (Vj. 4,0 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 11. März 2016 verwendet. Die Fluktuationen wurden mit 2,0 % (Vj. 1,97 %) berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen, einschließlich solcher für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, werden mit ihrem nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Die zu erwartenden zwischenzeitlichen Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst. Als Zinssatz für Altersversorgungsverpflichtungen wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, für die übrigen langfristigen Rückstellungen der durchschnittliche Markzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet. Der Effekt, der sich aus der Änderung des Zinssatzes für Altersversorgungsverpflichtungen von dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre auf die vergangenen zehn Geschäftsjahre ergibt, wird innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläen erfolgt mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Verfahren) ermittelten Erfüllungsbetrag. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,8 % (Vj. 3,22 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 11. März 2016 verwendet. Erwartete Gehaltsteigerungen von 3,0 % (Vj. 2,9 %) ab 2018 sowie Fluktuationen von 2,0 % (Vj. 1,97 %) wurden berücksichtigt. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2005 G). Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt gemäß IDW RS HFA 3. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,8 % (Vj. 3,22 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 11. März 2016 verwendet. Erwartete Gehaltsteigerungen von 3,0 % ab 2018 (Gehaltstrend Vj. 2,9 % ab 1. April 2016 und 2,9 % ab 2018) wurden berücksichtigt. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2005 G). Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die Abschreibungen des Berichtsjahres beinhalten außerplanmäßigen Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 0). Die MAHLE Behr Berga GmbH hält 0,5% der Anteile an der MAHLE Behr Holysov s.r.o. Der Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2017 beträgt TEUR 99 (Vj TEUR 119). Die Anteile der MAHLE Behr Holysov s.r.o wurden zum Bilanzstichtag um TEUR 20 abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Aufgliederung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zeigt die Bilanz. Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr waren zum aktuellen Bilanzstichtag und auch im Vorjahr nicht in den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.743 (Vj. TEUR 2.198) bestehen aus Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin MAHLE Behr Kornwestheim GmbH, Kornwestheim in Höhe von TEUR 442 (Vj. TEUR 87), davon in Höhe von TEUR 442 (Vj. TEUR 50) aus dem Liefer-und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 44 (Vj. TEUR 41) bestehen aus Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Latente Steuern Aufgrund der steuerlichen Organschaft waren keine latenten Steuern zu bilden. Eigenkapital und Rücklagen Das Stammkapital beträgt TEUR 51. Das Jahresergebnis wird gemäß Gewinnabführungsvertrag an die Anteilseignerin MAHLE Behr Kornwestheim GmbH, Kornwestheim, abgeführt. Der Bilanzgewinn betrifft einen vororganschaftlichen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 4. Sonderposten mit für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen In dieser Position sind Investitionszuschüsse über EUR 143,28 zum Anlagevermögen nach § 44 der Haushaltsverordnung vom 30. April 1991 des Landes Sachsen-Anhalt und Investitionszulagen über TEUR 0 passiviert. Auflösungen in Höhe von TEUR 9 wurden entsprechend der Abschreibung der bezuschussten Anlagegüter vorgenommen. Rückstellungen Bei der Bewertung der Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen (Deferred Compensation) nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,80 % (Vj. 3,22 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung i.d.F. vom 11. März 2016 beträgt der Rückstellungsbetrag TEUR 19 (Vj. TEUR 8). Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zur Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre beträgt TEUR 3 (Vj. TEUR 1). Bei der Bewertung der arbeitgeberfinanzierten Pensionszusage nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,80 % (Vj. 3,22 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung i.d.F. vom 11. März 2016 beträgt der Rückstellungsbetrag TEUR 130 (Vj. TEUR 95). Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zur Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre beträgt TEUR 16 (Vj. TEUR 9). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Garantie- und Gewährleistungsrisiken mit TEUR 1.649 (Vj. TEUR 1.151), drohende Verluste aus Verkaufsverpflichtungen mit TEUR 688 (Vj. TEUR 948), Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern mit TEUR 625 (Vj. TEUR 740), ausstehende Rechnungen mit TEUR 234 (Vj. TEUR 200), Verpflichtungen aus dem Vertrieb mit TEUR 341 (Vj. TEUR 341) sowie Abschlusskosten mit TEUR 47 (Vj. TEUR 31). Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen wurden entsprechend der zu erwartenden Risiken bemessen. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten zeigt die Bilanz. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7.456 (Vj. TEUR 7.029) enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 3.900 (Vj. TEUR 3.470). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren 1. H. v. TEUR 1.888 (Vj. TEUR 2.009) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultiert i. H. v. TEUR 898 (Vj. TEUR 997) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Aus dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag gegenüber der MAHLE Behr Kornwestheim GmbH, Kornwestheim, resultieren Verbindlichkeiten i. H. v. TEUR 2.964 (Vj. TEUR 2.473). Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Sicherungsrechte besichert. Haftungsverhältnisse Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die im Rahmen der Organschaft bestehenden Steuerverbindlichkeiten des Organträgers. Es liegen uns derzeit keine Anhaltspunkte für eine Inanspruchnahme vor; aus diesem Grund wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt. Sonstige Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Außerbilanzielle Geschäfte Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine außerbilanziellen Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB abgeschlossen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den aus der Bilanz ersichtlichen Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Mieten und Leasing für die folgenden drei Geschäftsjahre insgesamt in Höhe von TEUR 37 (für Gebäudemiete TEUR 22 und für Kfz-Leasing TEUR 15). Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es lagen keine zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Abschlusszeitraum vor. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Aperiodische Erträge Die periodenfremden Erträge betrugen im Berichtsjahr TEUR 792 (Vj. TEUR 3.082). Im Wesentlichen enthalten sind hierin Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 508 (Vj. TEUR 2.961), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 239 (Vj. TEUR 48) und Erträge aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 35 (Vj. TEUR 44). Aperiodische Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 131 (Vj. TEUR 10). Im Wesentlichen enthalten sind hierin Aufwendungen aus der Ausbuchung von verjährten Forderungen in Höhe von TEUR 130. Forschungs- und Entwicklungskosten Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf insgesamt TEUR 1.615 (Vj. TEUR 2.503). Dieser setzt sich zusammen aus den Entwicklungskosten und Entwicklungs-Personalkosten aus Konzernumlagen in Höhe von TEUR 1.514 sowie den Abschreibungen aufgrund entgeltlich erworbener aktivierter Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 101. Finanzergebnis Die einzelnen Posten des Finanzergebnisses sind in der Gewinn- und Verlustrechnung aufgegliedert. Sonstige Angaben Beschäftigtenzahlen Die Belegschaft im Jahresdurchschnitt entwickelte sich wie folgt:
Geschäftsführung und Vertretung Die MAHLE Behr Berga GmbH, Berga, wird durch den Geschäftsführer vertreten: Herrn Dipl.-Ing. Jörg Bergschneider Hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge wird von der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der MAHLE Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart, einbezogen wird. Bestandsgefährdende Risiken Die Geschäftsführung der MAHLE Behr Berga GmbH ist der Auffassung, dass für die Gesellschaft gegenwärtig keine Risiken bestehen, welche den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss des Geschäftsjahres wird laut Ergebnisabführungsvertrag an die MAHLE Behr Kornwestheim GmbH abgeführt. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der MAHLE sehr GmbH & Co. KG, Stuttgart, (kleinster Kreis von verbundenen Unternehmen) einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Darüber hinaus wird der Jahresabschluss der Gesellschaft in den Konzernabschluss der MAHLE GmbH, Stuttgart, (größter Kreis von verbundenen Unternehmen) einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Berga, 15. März 2018 Geschäftsführung Jörg Bergschneider Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens 2017
Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MAHLE Behr Berga GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MAHLE Behr Berga GmbH, Berga - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAHLE Behr Berga GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse > entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und > vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 I-1GB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (1DW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus > identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außer-kraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; > gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; > beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; > ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; > beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; > beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; > führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 15. März 2018 Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Müller-Marqués Berger, Wirtschaftsprüfer Gnädinger, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2017
Lagebericht für 2017Grundlagen Die Firma MAHLE Behr Berga GmbH mit Sitz in Berga ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der MAHLE Behr Kornwestheim, welche wiederum eine 100%ige Tochtergesellschaft der MAHLE Behr GmbH & Co. KG ist. Die Gesellschaft ist auf dem Gebiet der thermostatischen Regelgeräte für Kühlmittelkreisläufe tätig, pflegt Kundenbeziehungen im Bereich Automobil- sowie Industrietechnik und fertigt Produkte wie z. B. Reglereinsätze, Getriebeölregler und Kennfeldthermostate. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Im Geschäftsjahr 2017 hielt der breite Aufschwung der Weltwirtschaft laut Januar-Bericht 2018 des Enternationalen Währungsfonds (IWF) weiter an. Die konjunkturelle Erholung aus dem zweiten Halbjahr 2016 setzte sich im Jahr 2017 fort. Insgesamt lag das globale Wachstum bei 3,7 %, was nicht nur die Erwartungen vom Jahresbeginn 2017 übertraf, sondern auch die Konjunkturwerte der Vorjahre. Während die Wirtschaft in den Industrieländern mit 2,3 % wuchs, legten die Schwellen- und Entwicklungsländer um 4,7 % zu. In der Europäischen Union expandierte die Wirtschaft im Berichtsjahr aufgrund hoher Exportwerte und einer starken Binnennachfrage um 2,4 %, und damit stärker als 2016. Sehr positiv entwickelte sich hierbei Deutschland mit einem Wachstum von 2,5 %, auch in Italien und Frankreich zog das Wirtschaftswachstum nach einer Schwächephase spürbar an. Spanien setzte seine Erholung mit einem Wachstum von 3,1 % nur leicht gebremst fort. In den USA wuchs die Wirtschaft dank des günstigen Geschäftsklimas um 2,3 %. Brasilien konnte sich aufgrund des steigenden Konsums aus der Rezession der Vorjahre befreien und legte um 1,1 % zu. In China entwickelte sich die Wirtschaft mit 6,8 % ähnlich stark wie 2016 (+ 6,7 %), unter anderem eine Folge nachfragestützender Maßnahmen seitens der Zentralregierung. Positiv verlief die Entwicklung auch in Japan: Durch eine starke globale Nachfrage sowie finanzpolitische Maßnahmen lag das Wachstum hier bei 1,8 %. Entwicklung der Märkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge Im Geschäftsjahr 2017 ist die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit gut zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß leicht gestiegen. In Europa war das Wachstum von drei Prozent vor allem der weiteren Erholung des Marktes in Russland geschuldet; auch die westeuropäischen Länder profitierten von einer Erholung der Nachfrage in Südeuropa. In Nordamerika hingegen ging die Produktion um gut drei Prozent zurück. Grund hierfür war die verhaltene Nachfrage in den USA. Sie lag trotz der Ersatzbeschaffungen, die Wirbelstürme zum Jahresende hin notwendig gemacht hatten, wie erwartet, leicht unter Vorjahr. In Südamerika wurden insbesondere in Brasilien wieder mehr Fahrzeuge produziert. Insgesamt erhöhte sich das Fertigungsvolumen um 17 %, was neben der gestiegenen Nachfrage auf die sehr niedrigen Lagerbestände der Fahrzeughersteller zurückzuführen war. Die Region Asien/Pazifik verzeichnete mit drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein gedämpftes Wachstum. In China ließ die Nachfrage im Berichtsjahr deutlich nach: Der Steuervorteil beim Erwerb von Fahrzeugen mit weniger als 1,6 Liter Hubraum war Anfang des Jahres 2017 halbiert worden; der Markt reagierte und lag infolge mit einem Wachstum von zwei Prozent nur leicht über Vorjahr. In Japan wirkte sich die stabile Inlandsnachfrage positiv auf die lokale Fertigung aus (+ 6 %), in Indien stieg die Produktion kräftig um sieben Prozent. Entwicklung der Märkte für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Produktion von mittleren und schweren Nutzfahrzeugen um rund 15 % zu und übertraf mit diesem deutlichen Anstieg unsere Erwartungen. In Europa erhöhte sich die Produktion von mittleren und schweren Nutzfahrzeugen um knapp vier Prozent. Die Hersteller profitierten dabei vor allem von der steigenden Nachfrage auf dem russischen Markt - während die westeuropäischen Märkte nur moderat wuchsen. In Nordamerika erholte sich der Markt für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge stärker als erwartet: Der Produktionsanstieg von knapp zehn Prozent ist zu großen Teilen auf eine Erholung bei schweren Trucks zurückzuführen. In Südamerika führte der allgemeine Aufschwung zu einem Produktionsanstieg in Höhe von knapp 22 %. Die Entwicklung in der Region Asien/Pazifik war mit einem zweistelligen Wachstum erneut positiv. Besonders in China expandierte die Fertigung deutlich und erzielte - entgegen unserer vorsichtigeren Prognosen - ein Plus von rund 35 %. Zurückführen lässt sich das hohe Wachstum unter anderem auf gesetzliche Neuregelungen, gestiegene Infrastrukturinvestitionen sowie einen zyklischen Ersatzbedarf. In Indien schrumpfte die Produktion hingegen um rund sechs Prozent. Das Minus ist auf einen Sondereffekt durch die neue Abgasnorm Bharat IV zurückzuführen. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Ertragslage Die allgemeine Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar: die Umsatzentwicklung mit TEUR 38.291 lag deutlich über der Planung von TEUR 32.281 und hat damit unsere Erwartungen um TEUR 6.010 übertroffen, welches sich ebenfalls im Betriebsergebnis wiederspiegelt. Insgesamt wurden unsere Erwartungen an die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erfüllt. Das Ergebnis nach Steuern der MAHLE Behr Berga GmbH nach deutschem Handelsrecht beträgt TEUR 2.964 (Vj. TEUR 2.475). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus höheren Umsätzen. Der Gesamtumsatz (inkl. Werkzeuge und Services) betrug TEUR 38.291 (Vj. TEUR 36.816/ECO-Plan TEUR 34.862), wovon TEUR 15.866 (Vj. TEUR 11.495/ ECO-Plan TEUR 14.966) mit verbundenen Gesellschaften erzielt wurden. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Konzernumsätze mit der Mahle Behr Service GmbH, so dass die Umsätze 2017 über dem Planniveau lagen. Das Verhältnis Materialaufwand zur Gesamtleistung beträgt im Berichtsjahr 57,5 % und ist aufgrund eines veränderten Volumenmix (weniger materialintensive Kennfeldthermostate, mehr konventionelle Reglereinsätze ) gegenüber dem Vorjahr (60,4 %) gesunken. Der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung beträgt im Berichtsjahr 13,3 und ist im Vergleich zum Vorjahr (12,8 %) um 0,5 %-Punkte angestiegen. Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen aus Lohnerhöhungen, die aus der Nivellierung der Lohn- und Gehaltsstruktur resultierten. Aufgrund geringerer Zugängen im Vergleich zum Vorjahr ist die Abschreibung der immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen auf TEUR 755 (Vj. TEUR 905) leicht gesunken. Vermögenslage und Finanzlage Die Bilanzsumme der nach deutschem Handelsrecht aufgestellten Bilanz beträgt TEUR 13.164 (Vj. TEUR 12.131), was einen Anstieg von 8,5 % bedeutet. Der Anstieg der Aktiva resultiert im Wesentlichen aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Anstieg der Passiva im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten Intercompany und den sonstigen Rückstellungen. Das Sachanlagevermögen (inkl. immaterielle Vermögensgegenstände) beträgt zum 31. Dezember 2017 27,6 % der Bilanzsumme. Im Vergleich zum Vorjahr sind die immateriellen Vermögensgegenstände um TEUR 115 zurückgegangen, das Sachanlagevermögen ist um TEUR 68 zurückgegangen. Die Zugänge des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr 2017 TEUR 640 (Vj. TEUR 661). Die Zugänge resultieren im Wesentlichen aus der Verlagerung des Sachanlagevermögens der Mahle Behr Kornwestheim nach Berga sowie neuer Thermostatmontageanlagen. Die Vorräte betragen 15,1 % der Bilanzsumme und dienen zur kurzfristigen Sicherstellung der Belieferung. Aufgrund einer besseren Planung des eingesetzten Materials sind die Vorräte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 297 von TEUR 2.279 auf TEUR 1.982 gesunken. Die Forderungen (gegenüber Dritten, verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen) sind zum 31. Dezember 2017 auf TEUR 7.072 (Vj. TEUR 5.291) angestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind um TEUR 1.233, die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 545 und die Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen sind um TEUR 3 gestiegen. Der Anstieg der Forderungen resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Konzernumsätze mit der Mahle Behr Service GmbH. Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die MAHLE Behr Berga GmbH weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von TEUR 55 (Vj. TEUR 55) aus. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2017 0,4 % (Vj. 0,5 %). Der Jahresüberschuss 2017 wird gemäß Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag an die MAHLE Behr Kornwestheim GmbH abgeführt. Die Rückstellungen betragen zum 31. Dezember 2017 TEUR 3.997 (Vj. TEUR 3.533). Der Anstieg der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung der Garantierückstellung um TEUR 580. Die Verbindlichkeiten sind zum Jahresende auf TEUR 8.999 (Vj. TEUR 8.396) gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem Zugang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 427 und ergibt sich hauptsächlich aus der Erhöhung der Verbindlichkeit gegenüber MAHLE Behr Kornwestheim, da das abzuführende Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Die MAHLE Behr Berga GmbH ist in den Finanzierungskreis der MAHLE Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart, mit eingebunden. Folglich verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Kreditlinien mit Kreditinstituten, stattdessen nimmt sie am Cash Pooling der MAHLE Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart, teil. Eventuelle Liquiditätsengpässe sind hierdurch abgesichert. Insgesamt war auch das Geschäftsjahr 2017 für die MAHLE Behr Berga GmbH geprägt durch die organisatorische Integration in den MAHLE Konzern. Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl liegt bei 113 Beschäftigten (Vj. 110 Beschäftigte) im Jahresdurchschnitt. Forschungs- & Entwicklungs-Aktivitäten Innerhalb der Thermostate & Ventile-Division empfängt die MAHLE Behr Berga GmbH Serviceleistungen der Muttergesellschaft MAHLE Behr Kornwestheim GmbH in den Bereichen Forschung & Entwicklung, Projektmanagement & Vertrieb, Produktionstechnik und Verwaltung, wofür die entsprechenden Kosten verursachungsgerecht verrechnet werden. Im Berichtsjahr wurden TEUR 1.514 R & D-Leistungen an die MAHLE Behr Berga GmbH verrechnet. Im Berichtsjahr 2017 wurden keine weiteren Aktivierungen von Entwicklungsleistungen vorgenommen. Die Abschreibung der in den Vorjahren aktivierten Vermögensgegenstände beträgt im Geschäftsjahr TEUR 101. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Risikomanagement und Risikokontrolle Die MAHLE Behr-Gruppe hatte in den letzten Jahren die Prozesse und Systeme zur Früherkennung, Identifizierung, Analyse, Bewertung, Steuerung, Dokumentation und Kommunikation von Risiken zu einem Risikomanagement- und Überwachungssystem ausgebaut, welches alle wesentlichen Funktionen der Gesellschaften umfasst. Die Risikopolitik entspricht dem Streben nach nachhaltigem Wachstum und Steigerung des Unternehmenswertes, wobei unangemessene, insbesondere bestandsgefährdende Risiken klar vermieden werden sollen. Seit der Eingliederung in den MAHLE Konzern im Jahr 2014 sind die Risikomanagementaktivitäten in das Risikomanagementsystem von MAHLE eingebunden. Der MAHLE Konzern ermittelt und bewertet operative und finanzielle Chancen und Risiken, die mit dem Geschäftsbetrieb verbunden sind. Auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen basieren zielgerichtete Handlungsanpassungen. Eine global tätige Innenrevision überprüft anhand jährlich wechselnder Prüfpläne regelmäßig die Ordnungsmäßigkeit und Effizienz der Prozesse und der Kontrollsysteme. MAHLE Behr ist in diesen Prozess vollständig eingebunden. Durch aufbau- und ablauforganisatorische Maßnahmen werden die potenziellen Risiken transparent gemacht und gesteuert, z. B. durch klare Verantwortungsbereiche für die jeweiligen Kunden, Produkte, Technologieentwicklung, Einkaufs- und Finanzierungsaktivitäten. Teilweise werden diese Aufgaben von den zuständigen MAHLE Konzernfunktionen für MAHLE Behr als Dienstleistung wahrgenommen. Als wesentliches Planungs- und Frühwarnsystem wird jährlich eine strategische Unternehmensplanung über fünf Jahre erstellt, die erwartete Chancen und Risiken berücksichtigt. Zusätzlich erfolgt eine detaillierte Unternehmensplanung für das kommende Jahr. Die grundlegende Gesamtstrategie wird regelmäßig in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat festgelegt. Darüber hinaus erfolgt jährlich eine systematische Abfrage zu den Risiken in den einzelnen Gesellschaften und zentralen Funktionseinheiten, deren Ergebnisse der MAHLE Behr-Geschäftsführung zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich sind die MAHLE Behr-Gesellschaften im Rahmen des monatlichen Berichtswesens verpflichtet, auf Risiken und Chancen gegenüber der Unternehmensplanung hinzuweisen. Des Weiteren verfügt die Gruppe als Teil des Risikomanagementsystems über einen umfassenden Versicherungsschutz. Leistungs-, Strategie- und Marktrisiken Leistungs-, Strategie- und Marktrisiken resultieren im Wesentlichen aus Absatzmarkt- und Konjunkturschwankungen, dem starken Wettbewerbsumfeld in der Automobilindustrie sowie aus Unternehmenskonzentrationen auf Seiten der Kunden oder im Beschaffungsmarkt. Die für MAHLE Behr wichtigsten Absatzmärkte in Nordamerika und Europa stellen sich gegenwärtig als stabil dar und es wird für beide Regionen von einer weiterhin positiven Marktentwicklung ausgegangen. Die aktuelle Unternehmensplanung sieht für die Region Nordamerika ein zusätzliches Ergebniswachstum vor, das durch weitere Optimierungen im operativen Bereich erzielt werden soll. Das starke Wachstum der vergangenen Jahre in Asien/Pazifik, insbesondere in dem für MAHLE Behr ebenfalls sehr wichtigen Markt China, wird sich voraussichtlich abschwächen. Dennoch erwartet MAHLE Behr in den kommenden Jahren in China weiterhin zumindest moderate Wachstumsraten. Der signifikante Rückgang der Wirtschaft in den zurückliegenden Jahren in Südamerika wurde in 2017 gestoppt und es gab eine Steigerung in der Fahrzeugproduktion um rd. 15 % gegenüber 2016. MAHLE Behr konnte im Jahr 2017 von diesem Wachstum noch nicht vollumfänglich profitieren und hat in dieser Region erneut ein negatives Ergebnis erwirtschaftet. Für die kommenden Jahre wird hier eine deutliche Ergebnisverbesserung erwartet. Die Möglichkeit eines globalen Markteinbruchs analog der Krise im Jahr 2009 mit den damals stark ergebnisbelastenden Konsequenzen sieht MAHLE Behr grundsätzlich als eines der größten Risiken für den Konzern an. Existierende und weiterentwickelte Frühwarnsysteme und Maßnahmenpläne sollen für diesen Fall die Schadenshöhe begrenzen. Die Diskussionen um die Dieselemissionen und mögliche Verbote für ältere Dieselmodelle sind wesentliche Unsicherheitsfaktoren für die gesamte Automobilindustrie. Mittels entsprechender Maßnahmen wollen wir eventuelle wirtschaftliche Auswirkungen einer Technologiewende frühzeitig abmildern. Solche könnten sich auch aus möglichen Änderungen der Gesetzeslage - wie einem Verbot von Pkw-Verbrennungsmotoren ab einem bestimmten Zeitpunkt - ergeben. Durch unsere duale Strategie, Technologieführer bei der Weiterentwicklung von thermischen Produkten für den Verbrennungsmotor zu bleiben und gleichzeitig innovative Lösungen für alternative Antriebstechnologien zu entwickeln, bereiten wir uns auf zukünftige Entwicklungen dieser Art vor. Finanzmanagement Die Finanzierung der MAHLE Behr-Gruppe wird zentral durch die Funktion Corporate Finance der MAHLE-Gruppe koordiniert. Im Vordergrund steht die Sicherstellung der Liquidität für die operativen Tätigkeiten. In Abstimmung mit der Geschäftsführung grenzt Corporate Finance die durch Währungs- und Zinsschwankungen entstehenden finanzwirtschaftlichen Risiken ein. Dabei werden selektiv derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Risiken aus Währungsschwankungen werden zudem durch den überwiegend lokalen Bezug von Materialien und gegebenenfalls über Devisentermingeschäfte reduziert. Bezüglich des Zinsänderungsrisikos bedient sich MAHLE Behr in seltenen Fällen und ausschließlich zu Absicherungszwecken Zinsswaps. Währungsrisiken bei MAHLE Behr werden durch ein konzernweites Planungs- und Reporting-System identifiziert. Den Risiken wird nach konzerneinheitlichen Prinzipien mit Sicherungsgeschäften über einen Zeitraum von 24 Monaten entgegengewirkt. Bei den Sicherungsgeschäften handelt es sich in der Regel um OTC FX Forwards oder Swaps. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten ist dabei zwingend an das Vorliegen eines operativen Grundgeschäfts gebunden, wobei erwartete und noch nicht fakturierte Währungsrisiken mit in der Zukunft abnehmenden Sicherungsgraden versehen werden. Die MAHLE Behr Berga GmbH hat derzeit keine signifikanten Währungsrisiken, sodass für die Gesellschaft auch keine Hedgingaktivitäten notwendig sind. Die Finanzierung der MAHLE Behr-Gruppe ist durch einen Kreditrahmen mit der MAHLE GmbH über 1.189,5 Mio. EUR gesichert. Die Liquidität der MAHLE Behr Gruppe ist ferner durch die Einbindung in die Finanzierungsstruktur der MAHLE Gruppe gesichert. Der Geschäftsführung sind ansonsten keine über das übliche Maß hinausgehenden Preisänderungs-, Ausfall- oder Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bekannt. Externe und politische Risiken Externe und politische Risiken ergeben sich für die MAHLE Behr-Gruppe durch die Globalisierung der Märkte und rechtliche sowie politische Entwicklungen. Abweichende Emissionswerte zwischen Testergebnissen und Praxisbetrieb sowie Rechtsstreitigkeiten einiger Automobilhersteller, insbesondere in den USA, haben zu Diskussionen hinsichtlich möglicher Gesetzesänderungen geführt. Diese Ausgangslage stellt einen Unsicherheitsfaktor für die gesamte Automobilindustrie dar. Die MAHLE Behr-Gruppe verfolgt diese Entwicklung im Rahmen ihrer strategischen Aktivitäten und Akquisitionsentscheidungen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen einer gegebenenfalls erkennbaren Technologiewende, z. B. einer schrittweisen Abkehr vom PKW-Dieselmotor, durch Gegenmaßnahmen abmildern zu können. Dennoch beinhalten neue gesetzliche Vorgaben hinsichtlich Abgasnormen und Emissionsvorschriften für die MAHLE Behr-Gruppe auch weiterhin große Chancen, da die Produkte von MAHLE Behr in vielen Fällen zur Optimierung auf diesem Gebiet beitragen. Risiken aus Naturkatastrophen oder Epidemien ist die MAHLE Behr Berga GmbH über ein allgemein übliches Maß hinausgehend nicht ausgesetzt. Compliance-relevante Risiken Für alle Mitarbeiter und Führungskräfte besteht ein verbindlicher MAHLE Business Code. Sämtliche Mitglieder der oberen drei Managementgruppen von MAHLE Behr sowie ausgewählte Mitarbeiter in Vertrieb und Einkauf wurden hinsichtlich wettbewerbs-und antikorruptionsrechtlicher Belange geschult und zur Einhaltung dieser Anforderungen schriftlich verpflichtet. Adäquate Funktionstrennungen in allen Bereichen, Kataloge zustimmungspflichtiger Geschäfte für Geschäftsführer, Zeichnungsberechtigungsvorgaben für Mitarbeiter und jegliche Arten von Vollmachten werden von der internen Revision des MAHLE Konzerns überprüft. Der Grundsatz des Vier-Augen-Prinzips wird bei MAHLE Behr Berga GmbH uneingeschränkt eingefordert und umgesetzt. Alle beschriebenen Risiken bzw. Risikofelder sind in den Risikomanagementprozess eingebunden. Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass für die MAHLE Behr Berga GmbH gegenwärtig keine Risiken bestehen, welche den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Chancen Die Bereitschaft der MAHLE Behr-Gruppe, weiterhin hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Investitionen in Sachanlagen wie z.B. Testeinrichtungen zu tätigen, bilden die Basis dafür, mit optimierten, neuen, effizienteren und höherwertigen Produkten weiteres Markt- und Wachstumspotential auszuschöpfen. Zudem sieht die MAHLE Behr-Gruppe sehr gute Chancen in der kontinuierlichen Weiterentwicklung und Optimierung der gesamten Organisation, sei es im Bereich Einkauf, der Entwicklung oder vielen anderen Bereichen. Nur so lassen sich die Herausforderungen und Megatrends der Mobilität der Zukunft wie Digitalisierung, Konnektivität, autonomes Fahren und viele mehr bewältigen. Gesamtbeurteilung Aus heutiger Sicht sind insgesamt keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten. PROGNOSEBERICHT Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Für 2018 geht der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem Januar-Bericht von einem fortgesetzten Wachstum der Weltwirtschaft um 3,9 % aus. Motor dieses Wachstums sind in erster Linie die asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländer. Die anhaltenden politischen Unsicherheiten - etwa die Politik der US-Regierung sowie die Folgen der Brexit-Entscheidung - und geopolitische Risiken könnten die Wachstumserwartungen jedoch dämpfen. In Europa wird für die Wirtschaftsleistung der Europäischen Union ein Wachstum von gut zwei Prozent erwartet. Während sich das Wachstum in Spanien etwas eintrüben dürfte, geht der IWF für Deutschland, Frankreich und Italien von einem zum Vorjahr in etwa gleichbleibenden Anstieg der Wirtschaftsleistung aus. Für die USA wird trotz der nach wie vor bestehenden politischen Unsicherheit mit einem fortgesetzten Aufschwung gerechnet. Kräftige Impulse dürften von der verabschiedeten Steuerreform ausgehen. Die bereits begonnene Erholung in Südamerika wird sich vermutlich fortsetzen. In Brasilien kehrt das Vertrauen in die Wirtschaft langsam zurück; das Wachstum dürfte weiter zulegen. In China wird ein Wirtschaftswachstum in ähnlicher Höhe wie im Vorjahr erwartet. Eine hohe Nachfrage aus China käme auch anderen asiatischen Ländern zugute. Für Japan sind die Aussichten aufgrund des schwächelnden Exports und der unsicheren Konjunkturpolitik allerdings gedämpft. Anders in Indien: Hier wird ein weiteres deutliches Wachstum prognostiziert. Entwicklung der Fahrzeugmärkte Für das Jahr 2018 geht die MAHLE-Behr Gruppe von einem eher gedämpften Wachstum auf den Fahrzeugmärkten aus. insgesamt wird die Anzahl der produzierten Pkw und leichten Nutzfahrzeuge im Vergleich zu 2017 zwar zunehmen, der Markt für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge dürfte hingegen schrumpfen. Auf dem europäischen Markt - sowohl für Pkw als auch für Nutzfahrzeuge - prognostizieren wir ein moderates Wachstum. In den südeuropäischen Pkw-Märkten dürfte sich das Wachstum verlangsamen. Wachstumsimpulse erwarten wir hingegen aus einer weiteren Erholung in Russland. Für Nordamerika rechnen wir im Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge trotz einer gedämpften Nachfrage mit einem leichten Produktionsanstieg. Grund ist die wachsende Lokalisierungsquote durch den Anlauf neuer Fahrzeugwerke. Bei mittleren und schweren Nutzfahrzeugen erwarten wir eine weitere Erholung und ein deutliches Produktionswachstum. In Südamerika gehen wir von einem anhaltenden Anstieg aus, wenngleich dieser wohl geringer als 2017 ausfallen wird. Für die Region Asien/Pazifik erwarten wir im Markt für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge einen deutlichen Einbruch. Zurückzuführen ist diese Erwartung in erster Linie auf China; hier nehmen wir an, dass sich die Nachfrage - nach den sehr positiven Sondereffekten im Jahr 2017 - wieder normalisiert und demzufolge die Produktion schrumpfen lässt. Anders der Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, für den wir zumindest mit einem leichten Wachstum rechnen. In Indien dürften die Produktionszahlen zulegen: Vor allem die Fertigung von Lkw und Bussen sollte sich - nach dem Rückgang im Jahr 2017 aufgrund der neuen Emissionsstufe - wieder auf Normalniveau einpendeln. In Japan wird die starke Binnennachfrage nach Pkws im Jahr 2018 wohl nachlassen; bei den mittleren und schweren Nutzfahrzeugen erwarten wir eine Produktion auf Vorjahresniveau. Unternehmensspezifische Entwicklung Das Wettbewerbsumfeld in der Automobilzulieferbranche stellt unverändert hohe Anforderungen an Innovation, Technologie, Qualität und Preis. Bedingt durch die Ausläufe einiger hochvolumiger Projekte sowie den im Werk angestrebten und umgesetzten Prozess- und Ablaufverbesserungen konnte die Fertigung weiter konzentriert werden. In 2017 wurde die Flächennutzung im Gebäude Eichenweg 2 soweit optimiert, dass die geplante Projektverlagerung aus dem Standort Kornwestheim wie geplant durchgeführt werden konnte. Durch die stetige Optimierung und kontinuierliche Verbesserung zu schlanken Prozessen wurde auch die Automatisierung im Werk weiter vorangetrieben. Die MAHLE Behr Berga GmbH geht in ihrer Planung für 2018 aufgrund des Auslaufs von Kundenserienprojekten und der Ausrichtung auf kleinvolumige Aftermarketprodukte von einem Umsatzrückgang in Höhe von ca. 9,0 % aus. Aufgrund von bereits gestarteten Restrukturierungsmaßnahmen sowie Automatisierungsprojekten wird trotz des Umsatzrückgangs mit einem positiven Betriebsergebnis gerechnet. Für das Jahr 2018 sind im Wirtschaftsplan keine Sondereffekte vorgesehen.
Berge, 15. März 2018 MAHLE Behr Berge GmbH, Berge Geschäftsführung, Jörg Bergschneider |
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