Sparkasse Berchtesgadener Land

Bad Reichenhall

Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRA 7047
Vorher
Sparkasse Berchtesgadender Land
Eingetragen
6.12.1999
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Die örtliche Versorgung mit Finanzdienstleistungen nach Massgabe der Verordnung über die Organisation und den Geschäftsbetrieb der Sparkassen vom 01.12.1997 (BayRS 2025-1-1-I). In diesem Rahmen betreibt die Sparkasse Berchtesgadener Land als Kreditinstitut nach dem Gesetz über das Kreditwesen (KWG) alle banküblichen Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Maltan
seit 9.1.2015
Vorstandsmitglied
Alexander Gehrig
seit 25.1.2012
Vorstandsmitglied
Helmut Grundner
seit 28.4.2003
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sparkasse Berchtesgadener Land

Bad Reichenhall

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht der Sparkasse Berchtesgadener Land zum 31. Dezember 2023


Aufgrund der Anpassungen in den Risikosteuerungs- und -controllingprozessen an die neuen Anforderungen für die Risikotragfähigkeit wurde das Gebot der Darstellungsstetigkeit im Risikobericht zulässigerweise durchbrochen.


Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Lagebericht auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und anderer Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für jedes Geschlecht.

1. Grundlagen der Sparkasse und Geschäftsmodell


Die Sparkasse Berchtesgadener Land ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bad Reichenhall. Träger der Sparkasse ist der Sparkassenzweckverband Berchtesgadener Land. Mitglieder des Sparkassenzweckverbandes sind der Landkreis Berchtesgadener Land, die Städte Laufen und Freilassing und die Marktgemeinde Teisendorf. Grundsätzlich betreibt die Sparkasse alle banküblichen Geschäfte, soweit es das bayerische Sparkassengesetz und die auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen oder die Satzung der Sparkasse vorsehen. Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat. Der Vorstand, bestehend aus 3 Mitgliedern, leitet die Sparkasse in eigener Verantwortung, vertritt sie und führt ihre Geschäfte. Der Verwaltungsrat bestimmt die Richtlinien für die Geschäfte der Sparkasse und überwacht den Vorstand. Die Sparkasse Berchtesgadener Land ist Mitglied des Sparkassenverbands Bayern und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband angeschlossen. Sie haftet mit den anderen bayerischen Sparkassen gemäß § 8 Abs. 2 der Satzung des Sparkassenverbands Bayern für die Verbindlichkeiten des Sparkassenverbands Bayern. Die Sparkasse ist Mitglied im Sparkassenverband Bayern und über dessen Sparkassen-Teilfonds dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) amtlich anerkannt. Das Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall sicher, dass den Kunden der Sparkassen der gesetzliche Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem EinSiG erfüllt werden kann ("gesetzliche Einlagensicherung"). Darüber hinaus ist es das Ziel des Sicherungssystems, einen Entschädigungsfall zu vermeiden und die Sparkassen selbst zu schützen, insbesondere deren Liquidität und Solvenz zu gewährleisten ("diskretionäre Institutssicherung").


Die Sparkasse Berchtesgadener Land unterliegt dem Regionalprinzip. Dabei steht im Vordergrund, auf Grundlage der Markt- und Wettbewerbserfordernisse vorrangig im Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und alle Bevölkerungskreise, die Wirtschaft und die öffentliche Hand ausreichend mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen zu versorgen. Zum 31. Dezember 2023 unterhält die Sparkasse Berchtesgadener Land 15 Geschäftsstellen und 2 Geldautomaten-Standorte in ihrem Geschäftsgebiet.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen


Das Jahr 2023 war von hoher Inflation geprägt, was die Kaufkraft der Einkommen sowie den Konsum schwächte. Zudem bremsten die in fast allen Währungsräumen fortgesetzten Zinssteigerungen die Nachfrage - beim Verbrauch, aber vor allem bei den Investitionen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) beziffert das Wachstum der Weltwirtschaft 2023 auf insgesamt 3,0 %. Das BIP der USA wuchs 2023 überdurchschnittlich, wohingegen der Euroraum gemäß der Schätzung des IWF nur noch 0,7 % realen Zuwachs erzielte (Quelle: DSGV).


In Deutschland kostete die bis weit in das Jahr 2023 hinein auf hohem Niveau bleibende Inflation ebenfalls Kaufkraft. Die Nominaleinkommensentwicklung zog erst zeitlich verzögert nach. Somit war im Jahresdurchschnitt die Entwicklung der Verfügbaren Einkommen mit 5,9 % nominalem Zuwachs genauso hoch wie der Anstieg der Verbraucherpreise. Mit -0,8 % schrumpfte der private Verbrauch 2023 stärker als das BIP. Die Sparquote stieg leicht um zwei Promillepunkte auf 11,3 % (Quelle: DSGV).


Investitionen und Bautätigkeit in Deutschland wurden durch das erhöhte Zinsniveau infolge hoher Inflationsraten stark gebremst. Zunächst wurde noch der gute Auftragsbestand bei begonnenen Projekten abgearbeitet. Doch das Angehen neuer Projekte kam fast völlig zum Erliegen. Die Bauinvestitionen sanken preisbereinigt um 2,1 %. Am stärksten war der Rückgang im Wohnungsbau (Quelle: DSGV).


Trotz der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung blieb der deutsche Arbeitsmarkt 2023 robust. Die Arbeitslosenquote hat sich trotz hoher Nettozuwanderung und stagnierender Produktion in der Abgrenzung der Bundesagentur für Arbeit 2023 nur moderat um vier Promillepunkte auf 5,7 % erhöht (Quelle: DSGV).


Das Jahr 2023 war für die bayerische Wirtschaft ein Jahr der Stagnation. Eine Rezession konnte - im Gegensatz zur deutschen Wirtschaft - jedoch vermieden werden. Das BIP im Freistaat dürfte sich in etwa auf Vorjahresniveau eingependelt haben. Der bayerische Arbeitsmarkt hat im Jahr 2023 erneut Stabilität bewiesen. Die Arbeitslosenquote im Freistaat war mit 3,4 % im Jahresdurchschnitt 2023 erneut die niedrigste unter allen Bundesländern. Im Geschäftsgebiet der Sparkasse liegt sie bei 3,6 % (Quelle: Bundesagentur für Arbeit).


Die geldpolitische Bremsung war in fast allen großen Währungen in diesem Ausmaß und in dieser Geschwindigkeit ohne Beispiel. Im Euroraum wurden die Leitzinsen aus dem noch bis Mitte 2022 herrschenden Negativzins heraus in nur gut einem Jahr bis zum Herbst 2023 um 450 Basispunkte erhöht. Der Satz der Einlagefazilität erreichte zum Jahresende 4 % (Quelle: DSGV).


Die oben geschilderten Rahmenbedingungen waren bzw. sind Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsgebiet der Sparkasse.


Das Berchtesgadener Land ist ein attraktiver Wirtschaftsraum für Unternehmen und Fachkräfte. Neben dem Tourismus spielen vor allem mittelständische Industriebetriebe, Handwerker und Dienstleister wirtschaftlich eine bedeutende Rolle.


Es besteht ein leistungsstarker Branchenmix aus größeren, mittleren und kleineren Betrieben mit hoher Technologieorientierung und internationaler Ausrichtung.


Die Industrie- und Handelskammer verzeichnete im Jahr 2021 insgesamt 8.364 Mitgliedsunternehmen im Berchtesgadener Land. Dabei standen die "sonstigen Dienstleistungen" mit 42 % unangefochten an der Spitze, gefolgt vom Einzelhandel (17 %), dem produzierenden Gewerbe (12 %) sowie dem Hotel- und Gaststättengewerbe (11 %).


Auch das Handwerk ist im Berchtesgadener Land ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Im Jahr 2021 zählte die Handwerkskammer insgesamt 1.943 Betriebe mit 7.700 tätigen Personen.


Das Marktumfeld des Berchtesgadener Landes bietet für die Sparkasse nicht die wirtschaftlichen Geschäftsmöglichkeiten wie viele andere Landkreise Bayerns. Der Kaufkraftindex lag 2023 mit 96,5 weiterhin deutlich (12,2 Pp.) unter dem Wert von Bayern (Quelle: MB-Research, Nürnberg).


Nach der derzeit aktuellsten "Prognos-Studie" (Zukunftsatlas der Regionen) belegte der Landkreis Berchtesgadener Land im Jahr 2022 den Rang 195 von insgesamt 400 deutschen Regionen und hat sich damit gegenüber der letzten Studie aus dem Jahr 2019 um 23 Plätze verschlechtert. Der Zukunftsatlas zeigt die Positionierung der jeweiligen Region im Standortwettbewerb und die Entwicklung ihrer Zukunftschancen. Die Studie untersucht die Themenfelder Demografie, Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Innovation, Wohlstand und soziale Lage.


Die Einwohnerzahl im Landkreis Berchtesgadener Land hat sich 2022 im Vergleich zum Vorjahr 2021 nicht signifikant geändert. Dennoch erreichte die Einwohnerzahl (107.667) im Jahr 2022 ihren höchsten Wert im Beobachtungszeitraum (Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik).

2.2 Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren


Folgende Kennziffern stellen unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar:

Geschäftsverlauf: Entwicklung des Kundenkreditgeschäfts, der Kundeneinlagen und der Bilanzsumme

Vermögenslage: Eigenmittelzuführung und Eigenmittelausstattung

Finanzlage: Liquidity Coverage Ratio (LCR), Net Stable Funding Ratio (NSFR) und die Survival Period

Ertragslage: Betriebsergebnis vor Bewertung, Betriebsergebnis nach Bewertung und Cost-Income-Ratio (CIR).

2.3 Geschäftsverlauf


Im Prognosebericht des letzten Jahres hat die Sparkasse ausgeführt, dass angesichts der gesamtwirtschaftlichen Prognosen beim Kundenkreditvolumen ein leichtes Wachstum und bei den Kundeneinlagen ein deutlicher Rückgang erwartet wird.


Die Bilanzsumme sank im Jahr 2023 auf 2.035,5 Mio. EUR. Der Rückgang von 49,3 Mio. EUR oder 2,4 % im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (50,2 Mio. EUR bzw. 22,2 %) zurückzuführen. Um die fälligen GLRG II Anlagen zu bedienen, das Kreditwachstum zu finanzieren und die rückläufigen Kundeneinlagen zu kompensieren wurden Eigenanlagen (Forderungen an Kreditinstitute und Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere) in Höhe von 67,8 Mio. EUR (9,1 %) abgebaut. Gleichermaßen ist ein Rückgang des Geschäftsvolumens (Bilanzsumme, Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen) um 52,1 Mio. EUR oder 2,4 % auf 2.124,3 Mio. EUR zu verzeichnen.


In Folge der Zinsentwicklung und gesamtwirtschaftlichen Entwicklung war eine deutliche Reduzierung der Kreditnachfrage zu beobachten. Dennoch liegen die Forderungen an Kunden nach Abzug der Wertberichtigungen und der Vorsorgereserven nach § 340f HGB mit 1.247,6 Mio. EUR um 15,3 Mio. EUR (1,2 %) wie erwartet über dem Vorjahresniveau. Die Veränderungen sind im Wesentlichen auf die Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten und dem erhöhten Liquiditätsbedarf bei öffentlichen Haushalten zurückzuführen.


Die Eigenanlagen (Forderungen an Kreditinstitute, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere) der Sparkasse reduzierten sich deutlich um 67,8 Mio. EUR auf 676,4 Mio. EUR.


Die Immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen haben sich um 3,5 Mio. EUR auf 34,3 Mio. EUR (11,3 %) erhöht. Ursächlich ist der Erwerb von Immobilien.


Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten war ein Rückgang um 50,2 Mio. EUR auf 176,5 Mio. EUR (22,2 %) zu verzeichnen, was hauptsächlich in einer Fälligkeit von GLRG III Anlagen begründet ist.


Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben sich, entgegen unserer Erwartung eines deutlichen Rückgangs, nur geringfügig um 6,2 Mio. EUR auf 1.629,4 Mio. EUR (0,4 %) reduziert. Während die Spareinlagen mit 312,3 Mio. EUR um 76,7 Mio. EUR (19,7 %) deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen, weisen die anderen Verbindlichkeiten mit 1.317,2 Mio. EUR eine deutliche Steigerung von 70,5 Mio. EUR oder 5,7 % auf. Ursächlich hierfür waren insbesondere Umschichtungen aus den täglich fälligen Verbindlichkeiten von Privatpersonen. Die täglich fälligen Verbindlichkeiten sind neben den Umschichtungen auch aufgrund von Abflüssen volatiler Einlagen von öffentlichen Haushalten um 104,4 Mio. EUR (8,4 %) von 1.238,5 Mio. EUR auf 1.134,1 Mio. EUR gesunken.


Einige Sparten des Dienstleistungs- und Verbundgeschäftes haben sich deutlich negativ entwickelt. In den Sparten Immobilienvermittlungsgeschäft, Bauspargeschäft, Versicherungsgeschäft "Leben" und Leasing mussten Rückgänge beim Vertragsvolumen hingenommen werden. Dagegen waren in den Sparten Wertpapiergeschäft (Umsatz) und Versicherungsgeschäft (alle Sparten außer Leben) positive Veränderungen beim Vertragsvolumen zu verzeichnen.

2.4 Vermögenslage


In der folgenden Tabelle wird die Bilanzstruktur der Sparkasse dargestellt:

AKTIVA 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR in % BS in % BS
Barreserve 28.251 26.366 1,4 1,3
Forderungen an Kreditinstitute 159.903 201.645 7,9 9,7
Forderungen an Kunden 1.247.599 1.232.343 61,3 59,1
Wertpapiergeschäft 516.490 542.533 25,4 26,0
Beteiligungen u. Anteile an verb. Unternehmen 30.212 30.212 1,5 1,4
Immaterielle Anlagewerte u. Sachanlagen 34.298 30.818 1,7 1,5
Sonstiges 18.782 20.936 0,9 1,0
Bilanzsumme (BS) 2.035.535 2.084.854 100,0 100,0
davon Anlagevermögen 363.556 362.503 17,9 17,4
PASSIVA 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR in % BS in % BS
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 176.477 226.716 8,7 10,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.629.441 1.635.683 80,0 78,5
Eigenkapital (inkl. Fonds für allg. Bankrisiken gem. § 340g HGB) 194.168 188.792 9,5 9,1
Sonstiges 35.449 33.662 1,7 1,6
Bilanzsumme (BS) 2.035.535 2.084.854 100,0 100,0


Im Prognosebericht des letzten Jahres hat die Sparkasse ausgeführt, dass sie trotz der Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Energiekrise in Europa sowie der volatilen Zins- und Kapitalmärkte mit deutlich höheren Zuführungen zum Eigenkapital (inkl. der Zuführung zu den Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und zum Fonds für allg. Bankrisiken gem. § 340g HGB) rechnet. Die prognostizierten Erwartungen hinsichtlich der Vermögenslage wurden erreicht.


Aufgrund der im Geschäftsverlauf beschriebenen Entwicklungen ergaben sich in der Bilanzstruktur gegenüber dem Vorjahr geringfügige Veränderungen. Der Anteil der Forderungen an Kreditinstitute sank von 9,7 % auf 7,9 %, der Anteil des Wertpapiergeschäfts reduzierte sich von 26,0 % auf 25,4 % und in Folge erhöhte sich der Bestand an Forderungen gegenüber Kunden von 59,1 % auf 61,3 %. Auf der Passivseite ging der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 10,9 % auf 8,7 % zurück und der Bestand der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhte sich von 78,5 % auf 80,0 %.


Nach der durch den Verwaltungsrat noch zu beschließenden Verwendung des Jahresergebnisses wird die Sicherheitsrücklage 120,1 Mio. EUR betragen. Dies entspricht einer Steigerung von 1,1 % gegenüber dem Vorjahr.


Zum Bilanzstichtag verfügt die Sparkasse über eine angemessene aufsichtsrechtliche Eigenmittelbasis. Zum Bilanzstichtag liegt die Gesamtkapitalquote als Relation der Eigenmittel zum Gesamtrisikobetrag bei 17,4 % (Vorjahr 17,6 %). Die Eigenmittelanforderungen in Höhe von 9,5 %, bestehend aus den Anforderungen aus Art. 92 CRR sowie § 6c KWG, wurden im Berichtsjahr erwartungsgemäß jederzeit eingehalten.

2.5 Finanzlage


Im Prognosebericht des letzten Jahres hat die Sparkasse ausgeführt, dass sie über ausreichend Liquidität verfügt. Zudem prognostizierte die Sparkasse eine gesicherte Refinanzierung, die Erfüllung der aufsichtsrechtlich geforderten Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) und der strukturellen Liquiditätsquote (Net Stable Fund Ratio - NSFR). Auch sollte die Survival Period im kombinierten Stressszenario - wie in der Risikostrategie definiert - mehr als 3 Monate betragen. Die prognostizierten Erwartungen hinsichtlich der Finanzlage haben sich erfüllt.


Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Zur Überwachung unserer Zahlungsbereitschaft dienen kurz- und mittelfristiger Finanzpläne, die die fälligen Geldanlagen und -aufnahmen sowie die statistisch aus der Vergangenheit entwickelten Prognosewerte des Kundengeschäfts enthalten. Der Zeitraum für die Prognose der Liquiditätsentwicklung beträgt 5 Jahre. Die eingeräumten Kredit- bzw. Dispositionslinien bei der Deutschen Bundesbank und der BayernLB wurden nicht in Anspruch genommen. Von der Möglichkeit zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank im Rahmen von gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften (GLRG) wurde zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht.


Die Mindestquote der Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) gemäß den Vorgaben der delegierten Verordnung (EU) 2015/61 wurde im gesamten Geschäftsjahr eingehalten. Sie lag am Bilanzstichtag mit 170,2 % deutlich über dem Mindestwert. Auch die strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio - NSFR) lag durchgängig über der aufsichtlichen Mindestquote von 100 %. Sie betrug zum Bilanzstichtag 130,3 %. Ebenso war die Survival Period im kombinierten Stressszenario im gesamten Geschäftsjahr größer als 3 Monate.

2.6 Ertragslage


Zur Analyse der Ertragslage wird für interne Zwecke und für den überbetrieblichen Vergleich der bundeseinheitliche Betriebsvergleich der Sparkassenorganisation eingesetzt. Dieser beinhaltet eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses der Sparkasse in Relation zur Durchschnittsbilanzsumme. In das danach errechnete Betriebsergebnis vor Bewertung gehen die ordentlichen Erträge aus Zins-, Dienstleistungs- und Handelsgeschäften ein. Zur Ermittlung des Betriebsergebnisses vor Bewertung werden die Erträge und Aufwendungen um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet werden.


Die Ertragslage stellt sich auf Basis des Betriebsvergleichs wie folgt dar:

Posten des Betriebsvergleichs 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 31.601 27.587 4.014 14,6
Provisionsüberschuss 15.507 15.743 -236 -1,5
Sonstige ordentliche Erträge 2.587 2.464 123 5,0
Gesamtertrag 49.695 45.794 3.901 8,5
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen: 29.932 27.863 2.070 7,4
- Personalaufwand 19.723 18.534 1.189 6,4
- andere Verwaltungsaufwendungen 10.210 9.329 881 9,4
Sonstige ordentliche Aufwendungen 1.045 1.722 -677 -39,3
Gesamtaufwand 30.977 29.584 1.393 4,7
Betriebsergebnis vor Bewertung 18.718 16.209 2.508 15,5
Bewertungsergebnis 1) -12.259 -13.172 913 -6,9
Betriebsergebnis nach Bewertung 6.459 3.037 3.422 112,7
Neutrales Ergebnis -317 -333 16 -4,8
Ergebnis vor Steuern 6.142 2.704 3.438 127,1
Steuern -4.866 -1.404 -3.462 246,6
Jahresergebnis 1.276 1.300 -25 -1,9

1) Einschließlich der Zuführung zu den Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.


Im Prognosebericht des letzten Jahres hat die Sparkasse ausgeführt, dass vor dem Hintergrund der Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Energiekrise in Europa sowie der volatilen Zins- und Kapitalmärkte, mit einem deutlichen Rückgang beim Betriebsergebnis vor Bewertung, einem deutlichen Anstieg der Cost-Income-Ratio und einer deutlichen Verbesserung beim Betriebsergebnis nach Bewertung zu rechnen ist.


Der Zinsüberschuss ist die bedeutsamste Ertragsquelle im Geschäft der Sparkasse. Im Gegensatz zu den Vorjahren und unseren Erwartungen verzeichnete dieser einen deutlichen Anstieg. Ursächlich hierfür sind die deutlichen Zinsanstiege an den Geld- und Kapitalmärkten, welche sich im Geschäftsjahr sowohl auf das Kundenkreditgeschäft als auch auf das zinsbedingte Eigengeschäft der Sparkasse niedergeschlagen haben.


Der Provisionsüberschuss lag im Jahr 2023 wie erwartet insgesamt leicht unter dem Vorjahreswert. Ursächlich waren im Wesentlichen rückläufige Erlöse aus dem Bauspar- und Versicherungsgeschäft.


Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind wie erwartet deutlich gestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf höhere Gehälter infolge von Tariferhöhungen zurückzuführen. Darüber hinaus wirkten sich höhere Aufwendungen für die Finanz Informatik, für Kunden- und Kreditkarten und allgemeine Preissteigerungen aus.


Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt mit 0,92 % der Durchschnittsbilanzsumme (DBS) entgegen unseren Erwartungen deutlich über dem Vorjahreswert von 0,78 % der DBS.


Die auf Basis der Betriebsvergleichswerte zur Unternehmenssteuerung eingesetzte Cost-Income-Ratio (Verhältnis des aus Personal- und Sachaufwand bestehenden Verwaltungsaufwands zum um den sonstigen ordentlichen Aufwand gekürzten Bruttoertrag) beträgt 61,5 % (Vorjahr 63,2 %) und hat sich entgegen unseren Erwartungen verbessert.


Das Bewertungsergebnis fiel mit einem negativen Saldo von 12,3 Mio. EUR um 0,9 Mio. EUR leicht günstiger aus als im Vorjahr. Ausschlaggebend hierfür waren maßgeblich Zuschreibungen bei den Eigenanlagen, eine leicht steigende Risikovorsorge im Kreditgeschäft, Abschreibungen auf Grundstücke und Gebäude sowie die Bildung von Vorsorgereserven nach § 340f HGB und die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken nach §340g HGB.


Das Betriebsergebnis nach Bewertung liegt mit 0,32 % der Durchschnittsbilanzsumme (DBS) entsprechend unserer Erwartungen um 0,17 %-Punkte über dem Vorjahreswert.


Das neutrale Ergebnis liegt auf Vorjahresniveau.


Mit 1,3 Mio. EUR weist die Sparkasse, im Vergleich zum Vorjahr, einen nahezu konstanten Jahresüberschuss aus.


Die gemäß § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG offen zu legende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus Jahresüberschuss und Bilanzsumme, beträgt wie im Vorjahr 0,1 %.

2.7 Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftsentwicklung und der Lage der Sparkasse


Die Sparkasse kann in Anbetracht der eingebrochenen Kreditnachfrage und den Entwicklungen an den Geld- und Kapitalmärkten auf ein positives Geschäftsjahr 2023 zurückblicken. Unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen sowie branchenspezifischen Entwicklung kann die geschäftliche Entwicklung, die Vermögens- und Finanzlage als gut beurteilt werden. Die Ertragslage hat sich gut entwickelt. Die erforderlichen Bewertungsmaßnahmen konnten aus dem laufenden Ergebnis dargestellt werden. Die Eigenkapitalbasis wurde durch den Jahresüberschuss weiter gestärkt.

3. Risikobericht

3.1 Risikomanagementsystem


Zur Sicherstellung der langfristigen Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen Substanz und Ertragskraft setzt die Sparkasse ein Risikotragfähigkeitskonzept mit einer regelmäßigen Berechnung der Risikotragfähigkeit (ökonomische Perspektive) und einer Kapitalplanung (normative Perspektive) ein. Die Risikotragfähigkeit wird ergänzt um Stresstests und es erfolgt eine prozessuale Verknüpfung mit den Strategien, der Risikoinventur und der Risikoberichterstattung. Erstmals zum 31. März 2023 wurden damit fristgerecht die Anforderungen der am 24. Mai 2018 veröffentlichten aufsichtlichen Leitlinien an bankinterne Risikotragfähigkeitskonzepte umgesetzt.


In der Geschäftsstrategie werden die Ziele der Sparkasse für jede wesentliche Geschäftstätigkeit sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele dargestellt. Die Risikostrategie umfasst die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele.


Ziel der Risikoinventur ist es, mindestens jährlich systematisch Risiken zu identifizieren, um deren Wesentlichkeit beurteilen zu können. Zudem werden regelmäßig quantitative und qualitative Analysen zur Bestimmung von Risiko- und Ertragskonzentrationen vorgenommen. Auf der Grundlage der zuletzt durchgeführten Risikoinventur wurden folgende Risiken in der ökonomischen und der normativen Perspektive als wesentlich eingestuft:

Risikoart Risikokategorie
Adressenrisiko Kundengeschäft
Eigengeschäft
Marktpreisrisiko Zinsänderungsrisiko
Spreadrisiko
Aktienrisiko
Immobilienrisiko
Beteiligungsrisiko
Liquiditätsrisiko Zahlungsunfähigkeitsrisiko
Operationelles Risiko


Für die frühzeitige Identifizierung von wesentlichen Risiken sowie von risikoartenübergreifenden Effekten wurden Indikatoren abgeleitet, die auf quantitativen oder qualitativen Merkmalen basieren.


Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive ist die Gewährleistung des Gläubigerschutzes. Die wesentlichen Risiken werden mindestens vierteljährlich ermittelt und den Limiten gegenübergestellt.


Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos wurden für alle wesentlichen Risiken das Konfidenzniveau auf 99,9 % und der Risikobetrachtungshorizont auf ein Jahr rollierend festgelegt. Zwischen den wesentlichen Risikoarten werden keine risikomindernden Diversifikationseffekte berücksichtigt. Die Sparkasse berücksichtigt innerhalb des Adressenrisikos zwischen dem Kunden- und dem Eigengeschäft und innerhalb des Marktpreisrisikos zwischen den Risikofaktoren Zinsen, Spreads Aktien und Währungen risikomindernde Diversifikationseffekte.


Das auf der Grundlage des Gesamtlimits eingerichtete Limitsystem stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Risikoart Risikokategorie Limit Limitauslastung
Mio. EUR Mio. EUR %
Adressenrisiko Kunden- und Eigengeschäft 20,0 15,7 78,4
Marktpreisrisiko Zinsänderungsrisiko 50,0 36,1 72,1
Spreadrisiko 13,0 12,6 96,5
Aktienrisiko 2,0 1,2 61,6
Währungsrisiko 1,0 0,6 64,7
Immobilienrisiko 14,0 13,2 94,2
Beteiligungsrisiko 8,0 7,6 94,5
Operationelles Risiko 15,0 14,2 94,5
Liquiditätsrisiko Refinanzierungskostenrisiko 7,0 4,7 67,8
Risikotragfähigkeitslimit/Gesamtrisiko 130,0 105,8 81,4


Die zuständigen Stellen steuern die Risiken im Rahmen der bestehenden organisatorischen Regelungen und der Limitvorgaben des Vorstands.


Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive ist die Fortführung der Sparkasse. Hierzu besteht ein zukunftsgerichteter Kapitalplanungsprozess bis zum Jahr 2028. Um einen Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können, wurden Annahmen über die künftige Ergebnisentwicklung für das Planszenario sowie für ein adverses Szenario getroffen.


In der normativen Perspektive sind alle regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die darauf basierenden internen Anforderungen zu berücksichtigen. Relevante Steuerungsgrößen sind die Kernkapitalanforderung, die Gesamtkapitalanforderung (SREP-Gesamtkapitalanforderung, die kombinierte Pufferanforderung und die Eigenmittelempfehlung) sowie die Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals, die Höchstverschuldungsgrenze und die Großkreditgrenze.


Für den betrachteten Zeitraum von fünf Jahren können die aufsichtlichen Anforderungen im Planszenario vollständig erfüllt werden. Gleiches gilt im Falle der Betrachtung adverser Entwicklungen, in dem jedoch nur die harten Mindestkapitalanforderungen zwingend einzuhalten sind.


Die der Risikotragfähigkeit zu Grunde liegenden Annahmen sowie die Angemessenheit der Methoden und Verfahren werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst (Validierung).


Stresstests werden ergänzend zur Risikotragfähigkeit durchgeführt. Ziel ist die Abbildung außergewöhnlicher aber plausibel möglicher Ereignisse über Szenario- und Sensitivitätsanalysen.


Die turnusmäßige Risikoberichterstattung an den Vorstand umfasst den Gesamtrisikobericht. Der Bericht enthält neben quantitativen Informationen auch eine qualitative Beurteilung zu wesentlichen Positionen und Risiken. Auf besondere Risiken für die Geschäftsentwicklung und dafür geplante Maßnahmen wird gesondert eingegangen. Der Verwaltungsrat wird vierteljährlich über die Risikosituation informiert. Neben der turnusmäßigen Berichterstattung ist auch geregelt, in welchen Fällen eine Ad-hoc-Berichterstattung zu erfolgen hat.


Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwachungssystemen (Interne Kontrollverfahren) dienen neben eingerichteten Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und Arbeitsprozessen auch die Tätigkeiten der Risikocontrolling-Funktion, der Compliance-Funktion und der Internen Revision.

3.2 Strukturelle Darstellung der wesentlichen Risiken

3.2.1 Adressenrisiko


Unter dem Adressenrisiko wird ein Verlust in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position verstanden, der durch eine Bonitätsverschlechterung einschließlich des Ausfalls eines Schuldners bedingt ist. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie das Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt.

Adressenrisiko im Kundengeschäft


Das Adressenrisiko im Kundengeschäft umfasst einerseits die Gefahr eines Verlustes durch einen drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines originären Kredites sowie von Eventualverbindlichkeiten wie beispielsweise Avale (Ausfallrisiko). Andererseits umfasst es auch die Gefahr, dass Sicherheiten teilweise oder ganz an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der Kredite nicht ausreichen oder überhaupt nicht beitragen können (Sicherheitenverwertungs- und -einbringungsrisiko).


Teil des Adressenrisikos im Kundengeschäft ist auch die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des Kreditnehmers ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko).


Die Steuerung des Adressenrisikos im Kundengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der Engagements.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Trennung zwischen Markt (1. Votum) und Marktfolge (2. Votum) bis in die Geschäftsverteilung des Vorstands

Regelmäßige Bonitätsbeurteilung und Beurteilung des Kapitaldienstes auf Basis aktueller Unterlagen

Einsatz standardisierter Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoringverfahren)

Interne, bonitätsabhängige Richtwerte für Kreditobergrenzen, die unterhalb der Großkreditgrenzen des KWG liegen, dienen der Vermeidung von Risikokonzentrationen im Kundenkreditportfolio. Einzelfälle, die diese Obergrenze überschreiten, unterliegen einer verstärkten Beobachtung

Regelmäßige Überprüfung von Sicherheiten

Einsatz eines Risikofrüherkennungsverfahrens, das gewährleistet, dass bei Auftreten von signifikanten Bonitätsverschlechterungen frühzeitig risikobegrenzende Maßnahmen eingeleitet werden können

Festgelegte Verfahren zur Überleitung von Kreditengagements in die Intensivbetreuung oder Sanierungsbetreuung

Berechnung des Adressenrisikos für die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"

Kreditportfolioüberwachung auf Gesamthausebene mittels regelmäßigem Reporting


Zum 31. Dezember 2023 wurden etwa 57,0 % der zum Jahresende ausgelegten Kreditmittel an Unternehmen sowie 38,1 % an Privatpersonen vergeben.


Die Branchenstruktur ist insgesamt ausgewogen. Einen Schwerpunkt mit einem Anteil von 25,5% stellen die Ausleihungen an das Grundstücks- und Wohnungswesen dar.


Das Ländertransferrisiko, dass sich aus unsicheren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen eines anderen Landes ergeben kann, ist für die Sparkasse von untergeordneter Bedeutung. Das an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland ausgelegte Kreditvolumen betrug am 31. Dezember 2023 7,1%.


Zum 31. Dezember 2023 zeigt sich folgende Größenklassenstruktur des Gesamtkreditvolumens im Sinne des § 19 Abs. 1 KWG:

Größenklassen Kreditvolumen
Mio. EUR %
0 bis 1 Mio. EUR 796,2 52,0%
>= 1 bis 5 Mio. EUR 353,0 23,1%
>= 5 bis 10 Mio. EUR 151,0 9,9%
>= 10 bis 25 Mio. EUR 157,5 10,3%
>= 25 Mio. EUR 72,1 4,7%


Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich gemäß den internen Ratingklassen im Kundengeschäft folgende Ratingklassenstruktur:

Ratingklasse Ausfallwahrscheinlichkeit in % Anzahl in % Volumen in %
1 bis 10 < 3,0 % 96,1% 94,9%
11 bis 15C 3,0 % bis 45,0 % 3,0% 3,2%
16 bis 18 > 45,0% 0,5% 0,3%
ungeratet - 0,4% 1,6%


Risikokonzentrationen bestehen keine.


Risikovorsorgemaßnahmen sind für Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, fällige Zins- und Tilgungszahlungen gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu vereinnahmen. Bei der Bemessung der Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen Realisationswerte der gestellten Sicherheiten berücksichtigt. Für latente Risiken im Forderungsbestand wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Der Vorstand wird vierteljährlich über die Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios, die Einhaltung der Limite und die Entwicklung der notwendigen Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken schriftlich unterrichtet. Eine ad-hoc-Berichterstattung ergänzt bei Bedarf das standardisierte Verfahren.

Art der Risikovorsorge Anfangsbestand
per 01.01.2023
Zuführung Auflösung Verbrauch Endbestand
per 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Einzelwertberichtigungen 842,0 610,0 302,0 17,0 1.133,0
Rückstellungen 8,0 8,0 0 0 16,0
Pauschalwertberichtigungen 1.227,0 546,7 0 0 1.773,8
Pauschale Rückstellungen 229,7 92,4 0 0 322,1
Gesamt 2.306,8 1.257,1 302,0 17,0 3.244,9


Das Verfahren für die Bildung der Pauschalwertberichtigung ist im Anhang erläutert.

Adressenrisiko im Eigengeschäft


Das Adressenrisiko im Eigengeschäft umfasst die Gefahr eines Verlustes, der aus einem drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Emittenten oder eines Kontrahenten (Ausfallrisiko) resultieren kann.


Ebenso besteht die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko). Dabei unterteilt sich das Kontrahentenrisiko in ein Wiedereindeckungs-, ein Vorleistungs- und ein Erfüllungsrisiko.


Zudem gibt es im Eigengeschäft das Risiko, dass die tatsächlichen Restwerte der Emissionen bei Ausfall von den prognostizierten Werten abweichen.


Ferner beinhalten Aktien eine Adressenrisikokomponente. Diese besteht in der Gefahr einer negativen Wertveränderung aufgrund von Bonitätsverschlechterung oder Ausfall des Aktienemittenten.


Die Steuerung des Adressenrisikos des Eigengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen sowie des Risikos der Engagements.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Festlegung von Limiten je Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite)

Regelmäßige Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner anhand von externen Ratingeinstufungen sowie eigenen Analysen

Berechnung des Adressenrisikos für die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"


Die Eigengeschäfte umfassen zum Bilanzstichtag ein Volumen von 663,9 Mio. EUR und entfallen mit 62,1% hauptsächlich auf Anleihen und Schuldverschreibungen gefolgt mit 23,4% von den Tages- und Termingeldanlagen.


92,9% des A-Depotvolumens der Sparkasse verfügen über ein Rating zwischen AAA und BBB und liegen damit im sog. "Investment-Grade-Bereich". 0,2% des Bestandes sind im "Non Investmentgrade" und 6,9% sind ungeratet. Bei den Wertpapieren ohne Rating handelt es sich überwiegend um Anteile an Investmentfonds (inkl. Immofonds), Aktien, sowie sonstige Produkte. Für die in Wertpapier-Spezialfonds gehaltenen Anlagen bestehen Anlagerichtlinien, die insbesondere das Anlageuniversum, die Volumina für Einzelinvestments sowie bei Rentenfonds die erlaubten Ratingstrukturen definieren. Darüber hinaus wird der Geschäftsumfang durch die vom Vorstand vorgegebene Marktpreisrisikostrategie begrenzt.


Risikokonzentrationen bestehen keine.

3.2.2 Markpreisrisiko

Zinsänderungsrisiko


Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung der risikolosen Zinskurve ergibt. In einer periodischen Sicht bzw. in der normativen Perspektive können sich Veränderungen im Zinsüberschuss, im Bewertungsergebnis Wertpapiere sowie einer Bildung bzw. Veränderung einer Drohverlustrückstellung im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F. ergeben. Schwankungen im Zinskonditionsbeitrag sind in die Betrachtung des Zinsänderungsrisikos in der normativen Perspektive integriert.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Zinsszenarien mittels der IT-Anwendung "Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus", Betrachtung des laufenden Geschäftsjahres und der fünf Folgejahre (Adverses Szenario drei Jahre) bei der Bestimmung der Auswirkungen auf das handelsrechtliche Ergebnis

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes (Modellvariante Delta-Gamma) mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung "MPR"

Ermittlung des wertorientierten Zinsänderungsrisikos als zusätzliche Information für zu tätigende Neuanlagen Verkäufe bzw. Absicherungen auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes. Der VaR wird mit einer Haltedauer von 90 Tagen mit einem Konfidenzniveau von 95% berechnet. Zur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos orientiert sich die Sparkasse an einer definierten Benchmark.

Ermittlung des Zinsrisikokoeffizienten und des Frühwarnindikators gemäß § 25a Abs. 2 KWG auf Basis des BaFin-Rundschreibens 6/2019 vom 6. August 2019

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip


Die Auswirkungen eines Zinsschocks um + bzw. - 200 Basispunkte auf den Barwert der zinstragenden Geschäfte des Anlagebuchs stellen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Zinsänderungsrisiken
Barwertveränderung
+200 Basispunkte -200 Basispunkte
TEUR -30.536 32.162
in % der Eigenmittel -15,96 16,81

Spreadrisiko


Das Spreadrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Spreads bei gleichbleibendem Rating ergibt. Dabei wird unter einem Spread die Differenz zu einer risikolosen Zinskurve verstanden. Der Spread ist unabhängig von der zu Grunde liegenden Zinskurve zu sehen, d. h. ein Spread in einer anderen Währung wird analog einem Spread in Euro behandelt.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Spreadszenarien mittels der IT-Anwendung SimCorp Dimension ("SCD") und "Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus"

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes (Modellvariante Delta-Gamma) mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung "MPR"

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip

Aktienrisiko


Das Aktienrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Aktienkursen ergibt. Neben dem Marktpreisrisiko beinhalten Aktien auch eine Adressenrisikokomponente.


In der normativen Perspektive umfasst das Aktienrisiko darüber hinaus das Risiko, dass Dividendenerträge nicht in der erwarteten Höhe erzielt werden können.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Szenarien mittels der IT-Anwendung SimCorp Dimension ("SCD")

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes (Modellvariante Delta-Gamma) mittels der IT-Anwendung "MPR"

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip

Immobilienrisiko


Das Immobilienrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Marktwerten aus Immobilien ergibt. Immobilieninvestitionen umfassen sowohl Direktinvestitionen (Renditeobjekte, Rettungserwerb) als auch indirekte Investitionen (Immobilienfonds, Beteiligungen in Immobiliengesellschaften).


In der normativen Perspektive umfasst das Immobilienrisiko darüber hinaus das Mietertragsrisiko aus eigenen, fremdgenutzten Immobilien.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Ermittlung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Szenarien mittels der IT-Anwendung "caballito"

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "caballito"

3.2.3 Beteiligungsrisiko


Das Beteiligungsrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes durch eine negative Wertänderung einer Beteiligung.


Je nach Beteiligungsart unterscheidet man nach dem Risiko aus strategischen Beteiligungen, Funktionsbeteiligungen und Kapitalbeteiligungen.


Die Steuerung des Beteiligungsrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Rückgriff auf das Beteiligungscontrolling des Sparkassenverbands SVB für die Verbundbeteiligungen

In der normativen Perspektive wird die Auswirkung auf aufsichtliche Quoten durch Beteiligungen berücksichtigt

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis einer Szenarioanalyse

Regelmäßige Auswertung und Beurteilung der Jahresabschlüsse der Beteiligungsunternehmen

Regelmäßige qualitative Beurteilung der Unternehmensentwicklung, der strategischen Ausrichtung sowie der Marktstellung des jeweiligen Beteiligungsunternehmens


Das Beteiligungsportfolio besteht vorwiegend aus strategischen Beteiligungen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe. Daneben bestehen weitere Beteiligungen, die unter Renditegesichtspunkten und zur Diversifizierung gehalten werden.

3.2.4 Liquiditätsrisiko


Das Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem Zahlungsunfähigkeits- und dem Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das Liquiditätsrisiko umfasst in beiden Bestandteilen auch das Marktliquiditätsrisiko. Dieses ist das Risiko, dass aufgrund von Marktstörungen oder unzulänglicher Markttiefe Finanztitel an den Finanzmärkten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt und/oder nicht zu fairen Preisen gehandelt werden können.


Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder nicht fristgerecht nachzukommen.


Das Refinanzierungskostenrisiko bildet die Gefahr ab, dass die Refinanzierungskosten über der in der Planung angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf der Schwankung des institutseigenen Spreads sowie aus der unerwarteten Veränderung der Refinanzierungsstruktur beruhen.


Das Refinanzierungskostenrisiko in der ökonomischen Perspektive ergibt sich aus der negativen Veränderung des Liquiditätsbeitrages aufgrund von marktbedingten Spreadschwankungen.


In der normativen Perspektive wird die GuV-Auswirkung des Refinanzierungskostenrisikos in Form höherer Zinsaufwendungen abgebildet. Aufgrund des Einflusses von Bilanzbeständen und der Zinsentwicklung wird das Refinanzierungskostenrisiko zusammen mit dem Zinsänderungsrisiko betrachtet.


Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der LCR

Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der strukturellen Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio, NSFR)

Regelmäßige Ermittlung der Survival Period und Festlegung einer Risikotoleranz

Diversifikation der Vermögens- und Kapitalstruktur

Regelmäßige Erstellung von Liquiditätsübersichten auf Basis einer hausinternen Liquiditätsplanung, in der die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten Mittelabflüssen gegenübergestellt werden

Tägliche Disposition der laufenden Konten

Liquiditätsverbund mit Verbundpartnern der Sparkassenorganisation

Definition eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses sowie eines Notfallplans

Erstellung einer Refinanzierungsplanung

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung "RKR"


Unplanmäßige Entwicklungen, wie z. B. vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern, werden dadurch berücksichtigt, dass im Rahmen der Risiko- und Stressszenarien sowohl ein Abfluss von Kundeneinlagen als auch eine erhöhte Inanspruchnahme offener Kreditlinien simuliert wird.

3.2.5 Operationelles Risiko


Das operationelle Risiko bedeutet die Gefahr eines Verlustes durch Schäden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder in Folge externer Einflüsse eintreten. In dieser Definition ist das Rechtsrisiko enthalten.


Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Jährliche Schätzung von operationellen Risiken auf Basis der Szenario bezogenen Schätzung von risikorelevanten Verlustpotenzialen aus der IT-Anwendung "OpRisk-Szenarien"

Systematische Sammlung und Analyse eingetretener Schadensfälle in einer Schadensfalldatenbank

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Abbildung im Plan- und adversen Szenario

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis IT-Anwendung "OpRisk-Schätzverfahren"

Erstellung von Notfallplänen, insbesondere im Bereich der IT


Aufgrund der ausschließlichen Nutzung von IT-Anwendungen des Sparkassenverbunds bzw. der S-Rating und Risikosysteme GmbH bestehen hohe Abhängigkeiten im Falle eines Ausfalls der IT.

3.2.7 Gesamtbeurteilung der Risikolage


Unser Haus verfügt über ein dem Umfang der Geschäftstätigkeit entsprechendes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen Risiken gemäß § 25a KWG. Mit den eingerichteten Risikosteuerungs- und -controllingprozessen können die wesentlichen Risiken frühzeitig identifiziert und gesteuert sowie relevante Informationen an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden.


Das Risikotragfähigkeitslimit (ökonomische Perspektive) war am Bilanzstichtag mit 81,4 % ausgelastet. Die Mindestanforderungen an die Einhaltung aufsichtlicher Kenngrößen der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit wurden sowohl im Planszenario als auch unter der Berücksichtigung adverser Entwicklungen vollständig erfüllt. Demnach war und ist die Risikotragfähigkeit gegeben.


Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage als nicht überhöht.

4. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken


Die folgenden Prognosen zur voraussichtlichen Entwicklung der Sparkasse im nächsten Jahr stellen Einschätzungen dar, welche wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben.


Der Prognosezeitraum umfasst das Geschäftsjahr 2024. Unsere Prognosen basieren insbesondere auf der in der Sparkassen-Finanzgruppe üblichen Standardisierten Hochrechnung (SHR), die für die Zinsentwicklung ein Seitwärts-Szenario unterstellt.


Prognosen sind naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

4.1 Rahmenbedingungen


Im Januar 2024 wurde die Wirtschaftstätigkeit bereits durch einige sich addierende externe Einflüsse gebremst. Die meisten Prognosen für das Gesamtjahr 2024 gehen jedoch vom Einsetzen einer Erholung im weiteren Jahresverlauf aus. Als mittleres Szenario erwarten die Chefvolkswirte der Finanzgruppe 2024 ein Wachstum in Deutschland in Höhe von 0,3 %, wohingegen für den Euroraum 0,8 % prognostiziert werden. 2024 wäre damit das fünfte schwache Jahr in Folge mit einer nur knapp über dem Vor-Pandemie-Niveau des realen BIP verlaufenden Wertschöpfung. Dabei könnte das Wachstum 2024 vor allem aus einer Zunahme des privaten Konsums generiert werden (Quelle: DSGV).


Die schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen bleiben nach Einschätzung der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) 2024 grundsätzlich bestehen. Auch der Faktor "Unsicherheit" stellt demnach eine große Belastung für die Konjunktur im Freistaat dar. Vor allem in energieintensiven Branchen ist darüber hinaus weiterhin mit massivem Kostendruck zu rechnen. Das außenwirtschaftliche Umfeld bleibt unsicher, wodurch exportseitig nur schwache konjunkturelle Impulse zu erwarten sind. Ein Hemmschuh für die bayerische Wirtschaft ist weiterhin das hohe Zinsniveau, das die Investitionsneigung der Unternehmen dämpft und die Bauwirtschaft belastet. Laut vbw Konjunkturprognose soll das bayerische BIP im Jahresdurchschnitt 2024 um maximal 0,3 % wachsen (Quelle: vbw).


Der bayerische Arbeitsmarkt soll sich 2024 weiterhin stabil zeigen und die Konjunktur stützen, wenngleich ein weiterer moderater Anstieg der Arbeitslosigkeit erwartet wird (Quelle: Bayer. Staatsministerium f. Familie, Arbeit und Soziales).

4.2 Chancen und Risiken


Als Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Zu den Risiken gehören dabei vor allem die in der Risikoberichterstattung dargestellten unternehmensspezifischen und banküblichen Gefahren.


Darüber hinaus sehen wir das Risiko, dass sich im Einlagengeschäft der über Konditionen geführte Wettbewerb verstärkt und weitere Zinsanstiege als Folge der Zinspolitik der EZB nicht auszuschließen sind. Dies würde zu einem Anstieg unseres Zinsaufwands führen.


Diverse geopolitischen Spannungen und eine sich weiter als prognostiziert eintrübende Konjunktur können sich negativ auf unsere Ertragslage auswirken. Insbesondere kann dies zu künftigen Wertberichtigungen auf das Kredit- und Wertpapierportfolio führen.


Bei Immobilienfonds waren zuletzt verstärkte Kündigungen bzw. Anteilsscheinrückgaben durch Anleger zu beobachten. Bei einigen Fondsgesellschaften führte dies zu Liquiditätsproblemen. Damit einhergehend gerieten die Kurse dieser Immobilienfonds unter Druck. Wir sehen das Risiko, dass bei einem Anhalten dieser Entwicklung auch Teile unserer Investitionen in Immobilienfonds von Kurskorrekturen betroffen sein können und dies unsere Ertragslage belastet.


Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.


Darüber hinaus kann unser umfassender Beratungsansatz positive Impulse für unser Wachstum und die Ergebnisbeiträge liefern. Die Chance auf eine Stabilisierung bzw. Steigerung unserer Ertragskraft wollen wir vor allem im Bereich der Provisionserträge nutzen.


In der aktuellen wirtschaftlichen Situation stehen wir unseren Kunden im Rahmen unseres öffentlichen Auftrags als verlässlicher Partner auch in schwierigen Zeiten zur Verfügung. Dies bietet nach unserem Selbstverständnis die besten Chancen auf langfristige und im beiderseitigen Interesse erfolgreiche Geschäftsverbindungen mit unseren privaten und gewerblichen Kunden.


Das verstärkte Kostenmanagement bei den Geschäftsbanken im regionalen Bankenmarkt führt zu einem Rückzug von Wettbewerbern aus der Fläche. Hier bietet sich die Chance, die Sparkasse als regionale Alternative zu positionieren und Marktanteile auszubauen.

4.3 Geschäftsentwicklung der Sparkasse


Abgeleitet aus der Bestandsentwicklung des Jahres 2023 rechnen wir beim Kundenkreditvolumen mit einem leichten Wachstum, vorrangig getragen aus dem Darlehensgeschäft mit unseren Privat- und Firmenkunden. Gleichzeitig wollen wir den Bestand an Schuldscheindarlehen stabil halten.


Im Einlagengeschäft setzt sich der über Konditionen geführte Wettbewerb fort. Vor dem Hintergrund der erwarteten konjunkturellen Entwicklung gehen wir bei den Kundeneinlagen von einem leichten Anstieg aus. Dies ist insbesondere auf die prognostizierte Entwicklung bei Unternehmen und privaten Anlegern zurückzuführen.


Insgesamt erwarten wir aufgrund der vorgenannten Entwicklungen im Kredit- und Einlagengeschäft für das Jahr 2024 einen leichten Anstieg der Bilanzsumme.

4.4 Vermögenslage


Vor dem Hintergrund der weiterhin hohen Inflation und dem sehr geringen Wirtschaftswachstum rechnen wir mit deutlich niedrigeren Zuführungen zum Eigenkapital (inkl. der Zuführung zu den Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und zum Fonds für allg. Bankrisiken gem. § 340g HGB). Aufgrund unserer angemessenen Eigenmittelbasis gehen wir davon aus, dass die Eigenmittelanforderungen bestehend aus den Anforderungen aus Art. 92 CRR sowie § 6c KWG auch im Jahr 2024 jederzeit eingehalten einhalten kann.

4.5 Finanzlage


Nach unserer mittelfristigen Finanz- und Liquiditätsplanung verfügen wir auch im Prognosezeitraum jederzeit über eine ausreichende Liquidität. Darüber hinaus ist auch die Refinanzierung gesichert. Die aufsichtsrechtlich geforderte Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) und die strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio - NSFR) können wir auch weiterhin jederzeit erfüllen. Ebenso wird die Survival Period des kombinierten Stressszenarios, wie in der Risikostrategie definiert, größer als 3 Monate sein.

4.6 Ertragslage


Vor dem Hintergrund der weiterhin hohen Inflation und dem sehr geringen Wirtschaftswachstum rechnen wir mit einem deutlich unter dem Vorjahresniveau liegenden Betriebsergebnis vor Bewertung.


Ursächlich ist ein deutlich steigender Verwaltungsaufwand, der durch die nahezu gleichbleibenden Ertragspositionen Zins- und Provisionsüberschuss nicht kompensiert werden kann.


Wir gehen folglich von einem deutlichen Anstieg der Cost-Income-Ratio aus.


Beim Bewertungsergebnis des Jahres 2024 rechnen wir aufgrund deutlich geringerer Zuführungen zu den Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB mit deutlich geringeren Belastungen.


Damit gehen wir von einem leicht unter dem Vorjahresniveau liegenden Betriebsergebnis nach Bewertung aus.

4.7 Gesamtaussage


Bei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage sollte eine weitere Stärkung der Eigenmittel gesichert sein. Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir daher davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Risikotragfähigkeit und die Einhaltung aller bankaufsichtsrechtlichen Kennziffern durchgängig gewährleistet sind.


Wir beurteilen unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr 2024 unter Berücksichtigung der oben dargestellten Rahmenbedingungen und der prognostizierten Ertragslage insgesamt deutlich negativer als im Vorjahr. Wesentliche Einflüsse, die den Geschäftsablauf und das prognostizierte Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024 beeinträchtigen könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

 

Bad Reichenhall, den 15. März 2024


Sparkasse Berchtesgadener Land

Vorstand
Helmut Grundner Alexander Gehrig Christian Maltan

 

Bad Reichenhall, den 20. März 2024


Sparkasse Berchtesgadener Land

Vorsitzender des Verwaltungsrats
Bernhard Kern

Jahresabschluss

zum 31. Dezember 2023

der Sparkasse Berchtesgadener Land
Sitz Bad Reichenhall
eingetragen beim
Amtsgericht Traunstein
Handelsregister-Nr. HRA 7047

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 10.970.418,32 11.257
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 17.280.129,68 15.109
28.250.548,00 26.366
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
b) Wechsel 0,00 0
0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 75.843.926,97 86.015
b) andere Forderungen 84.059.162,26 115.630
159.903.089,23 201.645
4. Forderungen an Kunden 1.247.598.943,84 1.232.343
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert
660.617.394,23 EUR
( 657.818 )
Kommunalkredite
67.484.267,01 EUR
( 62.776 )
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank
0,00 EUR
( 0)
ab) von anderen Emittenten 19.610.087,61 19.619
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank
0,00 EUR
( 0)
19.610.087,61 19.619
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 72.318.116,53 126.034
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank
72.318.116,53 EUR
( 126.034 )
bb) von anderen Emittenten 274.501.069,61 243.474
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank
225.235.304,48 EUR
( 209.490 )
346.819.186,14 369.508
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 0
Nennbetrag
0,00 EUR
( 0)
366.429.273,75 389.127
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 150.060.556,25 153.406
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen 29.441.964,65 29.442
darunter:
an Kreditinstituten
0,00 EUR
( 0)
an Finanzdienstleistungsinstituten
582.249,81 EUR
( 582 )
an Wertpapierinstituten
0,00 EUR
( 0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 770.000,00 770
darunter:
an Kreditinstituten
0,00 EUR
( 0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 EUR ( 0)
an Wertpapierinstituten
0,00 EUR
( 0)
9. Treuhandvermögen 805.786,90 1.032
darunter:
Treuhandkredite
805.786,90 EUR
( 1.032 )
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.740,63 15
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0
8.740,63 15
12. Sachanlagen 34.289.671,74 30.803
13. Sonstige Vermögensgegenstände 17.300.661,19 19.276
14. Rechnungsabgrenzungsposten 675.535,41 628
Summe der Aktiva 2.035.534.771,59 2.084.854

Passivseite

31.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 5.330.690,41 615
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 171.146.021,71 226.101
176.476.712,12 226.716
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 292.764.017,41 361.874
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 19.504.741,74 27.100
312.268.759,15 388.974
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 1.134.099.912,90 1.238.489
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 183.072.701,98 8.221
1.317.172.614,88 1.246.710
1.629.441.374,03 1.635.683
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere
0,00 EUR
( 0)
0,00 0
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 805.786,90 1.032
darunter:
Treuhandkredite
805.786,90 EUR
( 1.032 )
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.995.190,60 1.059
6. Rechnungsabgrenzungsposten 367.636,44 395
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 21.334.866,00 21.221
b) Steuerrückstellungen 2.422.324,36 1.772
c) andere Rückstellungen 8.522.705,90 8.183
32.279.896,26 31.175
8. (weggefallen)
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter:
vor Ablauf von zwei Jahren fällig
0,00 EUR
( 0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 74.100.000,00 70.000
12. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 0,00 0
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Gewinnrücklagen
ca) Sicherheitsrücklage 119.062.455,79 117.787
119.062.455,79 117.787
d) Bilanzgewinn 1.005.719,45 1.005
120.068.175,24 118.792
Summe der Passiva 2.035.534.771,59 2.084.854
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 8.785.901,05 11.324
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 0
8.785.901,05 11.324
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 80.027.804,74 80.249
80.027.804,74 80.249

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1.1.-31.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 32.753.601,22 21.848
darunter:
abgesetzte negative Zinsen
0,00 EUR
( 102 )
aus der Abzinsung von Rückstellungen
6.143,85 EUR
( 2)
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 5.425.019,68 2.983
darunter:
abgesetzte negative Zinsen
0,00 EUR
( 14 )
38.178.620,90 24.831
2. Zinsaufwendungen 11.010.185,46 1.109
darunter:
abgesetzte positive Zinsen
17.380,84 EUR
( 1.180 )
aus der Aufzinsung von Rückstellungen
4.462,02 EUR
( 4)
27.168.435,44 23.722
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 3.153.199,85 3.600
b) Beteiligungen 1.140.481,62 842
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 0
4.293.681,47 4.442
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 4.509,69 0
5. Provisionserträge 16.036.721,54 16.182
6. Provisionsaufwendungen 438.514,06 430
15.598.207,48 15.752
7. Nettoertrag des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 4.011.769,86 3.762
darunter:
aus der Fremdwährungsumrechnung
105.704,01 EUR
( 130 )
aus der Abzinsung von Rückstellungen
22.841,91 EUR
( 2)
9. (weggefallen)
51.076.603,94 47.678
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 15.486.276,64 14.530
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.856.381,50 4.653
darunter:
für Altersversorgung
1.920.029,65 EUR
( 1.900 )
20.342.658,14 19.183
b) andere Verwaltungsaufwendungen 8.977.122,77 8.651
29.319.780,91 27.835
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 3.987.864,71 1.511
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.387.151,68 2.335
darunter:
aus der Fremdwährungsumrechnung
8.869,47 EUR
( 10 )
aus der Aufzinsung von Rückstellungen
268.397,02 EUR
( 800 )
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 4.091.359,34 14.919
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 0
4.091.359,34 14.919
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 1.980.102,79 0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 1.691
1.980.102,79 1.691
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 1
18. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 4.100.000,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 6.210.344,51 2.770
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 0
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.846.187,84 1.381
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 88.437,22 88
4.934.625,06 1.469
25. Jahresüberschuss 1.275.719,45 1.300
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
1.275.719,45 1.300
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der Sicherheitsrücklage 0,00 0
b) aus anderen Rücklagen 0,00 0
0,00 0
1.275.719,45 1.300
28. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die Sicherheitsrücklage 270.000,00 295
b) in andere Rücklagen 0,00 0
270.000,00 295
29. Bilanzgewinn 1.005.719,45 1.005

ANHANG


Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.


In Ausübung des Wahlrechtes nach § 11 Satz 3 RechKredV enthalten die zu Posten oder Unterposten der Bilanz nach Restlaufzeiten gegliederten Beträge keine anteiligen Zinsen. Das jeweilige Wahlrecht zur Aufrechnung gemäß § 340f Abs. 3 HGB und § 340c Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN


Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Forderungen


Forderungen an Kunden und Kreditinstitute (einschließlich Schuldscheindarlehen) haben wir zum Nennwert bilanziert. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden auf deren Laufzeit bzw. Festzinsbindungsdauer verteilt.


Für akute Ausfallrisiken haben wir bei Forderungen an Kunden in Höhe des zu erwartenden Ausfalls Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Außerdem haben wir Pauschalwertberichtigungen nach den Grundsätzen der Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS BFA 7 auf den latent gefährdeten Forderungsbestand gebildet. Dabei wurde die Pauschalwertberichtigung in Höhe des erwarteten Verlustes über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten geschätzt. Da zum Bilanzstichtag die Ausgeglichenheit zwischen den erwarteten Verlusten und den Bonitätsprämien nicht angenommen werden konnte, wurde der 12-Monats expected loss um einen Aufschlag von 26% erhöht.

Wertpapiere


Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Börsenkursen bzw. Marktpreisen oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei den festverzinslichen Wertpapieren des Anlagebestands werden im Hinblick auf die Dauerbesitzabsicht nur Abschreibungen vorgenommen, soweit es sich voraussichtlich um eine dauernde Wertminderung handelt.


Für die Ermittlung des Bewertungskurses haben wir die Wertpapiere daraufhin untersucht, ob zum Bilanzstichtag ein aktiver Markt vorliegt. Für die Abgrenzung, ob ein aktiver Markt vorliegt, haben wir die Kriterien zugrunde gelegt, die in der MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive - Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014) für die Abgrenzung eines liquiden von einem illiquiden Markt festgelegt wurden. In den Fällen, in denen wir insoweit nicht von einem aktiven Markt ausgehen konnten, haben wir die Bewertung anhand von gerechneten Kursen des kursversorgenden Systems vorgenommen, denen unter Verwendung laufzeit- und risikoadäquater Zinssätze ein Discounted Cashflow-Modell zugrunde liegt.


Im Anlagevermögen gehaltene Immobilienfonds werden zu Wiederbeschaffungskosten bewertet. Gekündigte Anteile werden, soweit kein Börsen- oder Marktpreis vorliegt, mit dem Rücknahmepreis abzüglich Illiquiditätsabschlag bewertet.


Um den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verbessern, erfolgt die Bewertung von gemischten Fonds ohne unmittelbare Veräußerungsabsicht im Hinblick auf die nachhaltige Investitionsabsicht erstmals zu Wiederbeschaffungskosten. Dadurch sind Abschläge, die sich bei einem Verkauf ergeben würden, nicht mehr bewertungsrelevant. Das ausgewiesene Jahresergebnis fiel durch die Änderung der Bewertungsmethode um ca. 2.151 TEUR höher aus.

Beteiligungen und Anteile an verbundene Unternehmen


Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen


Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. In 2008 erfolgte bei neu erworbenen beweglichen Vermögensgegenständen der Wechsel von der degressiven auf die lineare Abschreibung auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen. Bis 2009 erworbene oder selbst erstellte Gebäude werden planmäßig mit den höchsten steuerlich zulässigen Sätzen abgeschrieben. Ab 2010 angeschaffte oder selbst erstellte Gebäude werden linear über eine Nutzungsdauer von 40 bis 50 Jahren abgeschrieben. Liegt der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Vermögensgegenständen über dem Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist und handelt es sich dabei um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 250 Euro ohne Umsatzsteuer nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst.


Die in der Vergangenheit vorgenommenen steuerlichen Abschreibungen i.S.d. § 254 HGB a.F. werden vollständig fortgeführt.


Geringwertige Vermögensgegenstände von über 250 Euro bis 800 Euro ohne Umsatzsteuer werden ab 2018 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände


Die sonstigen Vermögensgegenstände werden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Verbindlichkeiten


Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Der Unterschied zwischen dem Er-füllungs- und dem Ausgabebetrag wird unter den Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen und zeitanteilig erfolgswirksam aufgelöst.

Rückstellungen


Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Soweit erforderlich werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Ursprungslaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgt keine Abzinsung. Die übrigen Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.


Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck Richttafeln RT 2018 G ermittelt. Sie wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 %. Aus der Berechnung der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre und der vergangen sieben Geschäftsjahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 316 TEUR. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,40 % (ohne Karrieretrend) und Rentensteigerungen von jährlich 2,50 % unterstellt. Der Karrieretrend wurde gesondert berücksichtigt. Bei der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen wurde unterstellt, dass sich der Verpflichtungsumfang sowie der Diskontsatz erst zum Ende der Periode ändern. Die Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes bzw. Zinseffekten einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden saldiert mit dem Aufzinsungsergebnis im sonstigen betrieblichen Aufwand bzw. Ertrag erfasst.


Für die Verpflichtung zur Leistung von Beihilfen an Pensionäre und aktive Mitarbeiter für die Zeit ihres Ruhestandes in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen wird eine Rückstellung gebildet. Der Bemessung wird die aktuelle Sterbetafel des BMF (Bundesministerium der Finanzen) zur Bewertung einer lebenslangen Nutzung oder Leistung gemäß § 14 Abs. 1 BewG und die Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB für die Ermittlung des Abzinsungssatzes zugrunde gelegt. Bei dieser sowie allen übrigen wesentlichen Rückstellungen wird die Änderung des Verpflichtungsumfangs bei der Aufzinsung unterjährig berücksichtigt. Die Erfolge aus Änderungen des Abzinsungssatzes werden im Falle von Rückstellungen für Bankprodukte im Zinsbereich, ansonsten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Erfolge aus Zinseffekten einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden in dem GuV-Posten ausgewiesen, in dem auch die Aufwendungen zur Rückstellungsdotierung ausgewiesen werden. Auch bei der Ermittlung der Aufzinsungserfolge dieser Rückstellungen haben wir unterstellt, dass eine Änderung des Abzinsungssatzes erst zum Ende der Periode eintritt.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs)


Nach IDW RS BFA 3 n. F. sind die zinsbezogenen Instrumente des Bankbuchs (Zinsbuch) einer verlustfreien Bewertung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden die zinsbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden sowie derivative Finanzinstrumente, insbesondere Zins-Swaps, des Bankbuchs einem Saldierungsbereich zugeordnet. Für diesen ist unter Berücksichtigung von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und Verwaltungskosten) zu prüfen, ob aus den noch zu erwartenden Zahlungsströmen bis zur vollständigen Abwicklung des Bestands ein Verlust droht. Die Sparkasse wendet die barwertige Berechnungsmethode an. Der Barwert ergibt sich aus den zum Abschlussstichtag abgezinsten Zahlungsströmen des Bankbuchs. Betrags- und Laufzeitinkongruenzen sind mittels fiktiver Geschäfte zu schließen. Auf der Passivseite ist dabei der angenommene individuelle Refinanzierungsaufschlag der Sparkasse zu berücksichtigen. Die künftigen für die vollständige Abwicklung des Bankbuchs benötigten Verwaltungskosten wurden aus statistischen Daten abgeleitet. Der ermittelte Verwaltungskostensatz wurde auch für den Einbezug sogenannter Overheadkosten berücksichtigt. Weiterhin wurden Gebühren und Provisionserträge, die direkt aus den Zinsprodukten resultieren, im Rahmen der verlustfreien Ermittlung des Bankbuchs berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich kein Verpflichtungsüberschuss.

Fonds für allgemeine Bankrisiken


Im Geschäftsjahr wurde eine weitere Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB vorgenommen.

Währungsumrechnung


Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß § 256a i.V.m. 340h HGB. Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Bilanzposten und der am Bilanzstichtag nicht abgewickelten Kassageschäfte erfolgte generell mit dem Kassamittelkurs. Die Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung außerhalb der besonderen Deckung werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen.

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Aktivseite

Posten 3: Forderungen an Kreditinstitute

31.12.2023 31.12.2022
In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR
- Forderungen an die eigene Girozentrale 1.451 12.720
Die Forderungen gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:
Posten 3 b) andere Forderungen
- bis drei Monate 23.270 70.304
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 20.000 15.000
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 40.000 20.000
- mehr als fünf Jahre --- 10.000

Posten 4: Forderungen an Kunden

31.12.2023 31.12.2022
In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR
- Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 12.324 12.594
Die Forderungen gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:
- bis drei Monate 19.661 25.512
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 102.397 86.828
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 410.992 405.568
- mehr als fünf Jahre 688.749 696.420
- mit unbestimmter Laufzeit 23.781 16.533

Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

31.12.2023 31.12.2022
In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR
- Von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgegebene Wertpapiere 19.610 19.619
- Im folgenden Geschäftsjahr fällige Wertpapiere 112.946 76.335
- Börsenfähige Wertpapiere (ohne antizipative Zinsen), davon sind 363.827 387.438
- börsennotiert 313.287 350.880
- nicht börsennotiert 50.540 36.558
- Nicht mit dem Niederstwert bewertet:
- Buchwert 216.997 243.703
davon entfällt auf börsenfähige Wertpapiere 216.997 243.703
- Beizulegender Zeitwert 206.858 226.070


Bei den nicht mit dem Niederstwert bewerteten festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich um Wertpapiere mit Dauerhalteabsicht.


Aufgrund der bestehenden Marktlage gehen wir davon aus, dass die Wertminderungen bei den wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapieren nicht von Dauer sind, weil die Änderungen nur marktzinsbedingt sind, die als nicht von Dauer angesehen werden und die Einlösung zum Nennwert erfolgt.

Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

31.12.2023 31.12.2022
In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR
- Börsenfähige Wertpapiere, 33.859 35.826
davon sind
- nicht börsennotiert 33.859 35.826

Anteile an Investmentvermögen


An folgenden Investmentvermögen halten wir mehr als 10% der Anteile:

Bezeichnung des Investmentvermögens Marktwert Buchwert Differenz Marktwert zu Buchwert Ertragsausschüttungen für das Geschäftsjahr
TEUR TEUR TEUR TEUR
Wertpapier-Spezialfonds 126.201 126.201 --- 2.141
(international)
A-BGLN-Fonds


Der Investmentfonds besteht aus 73 % sofort veräußerbaren Vermögensgegenständen und 27 % illiquiden Vermögensgegenständen, deren Rückgabe spätestens am letzten Bankgeschäftstag des übernächsten Kalenderquartals möglich ist

Posten 7: Beteiligungen


Unter den Beteiligungen werden die Anteile an folgenden Unternehmen ausgewiesen. Die Unternehmen weisen nach den letzten uns vorliegenden Jahresabschlüssen Eigenkapital und Ergebnis wie folgt aus:

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe des Kapitalanteils Eigenkapital Ergebnis
des Geschäftsjahres
% TEUR TEUR
Deka Erwerbsgesellschaft mbH &Co. KG, Neuhardenberg 0,6 1.859.741
(31.12.2022)
---
Deutsche Sparkassen Leasing AG &Co. KG, Bad Homburg v.d. Höhe 0,1 697.089
(30.09.2022)
51.994
(2021/2022)
LBS-Beteiligungsgesellschaft mbH &Co. KG, München 1,0 474.303
(31.12.2022)
---
VBG Versicherungsbeteiligungsgesellschaft mbH &Co. KG, München 0,9 1.330.461
(30.06.2023)
---
Bayern Card-Services Beteiligungs GmbH &Co. KG, München 1,0 2.792
(31.12.2022)
2.942
IZB SOFT Verwaltungs-GmbH &Co. KG, München 0,9 23.173
(31.12.2022)
2
S-Immo-Beteiligungs-GmbH &Co. KG, München 0,8 5.500
(31.12.2022)
809


Darüber hinaus ist die Sparkasse Berchtesgadener Land an folgenden Unternehmen beteiligt, die keinen Jahresabschluss offenzulegen haben:

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe des Kapitalanteils
%
Sparkassenverband Bayern Körperschaft des öffentlichen Rechts, München (Stammkapital I) 1,0
Sparkassenverband Bayern Körperschaft des öffentlichen Rechts, München (Stammkapital II) 0,9


Der übrige Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB ist für die Beurteilung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.

Posten 8: Anteile an verbundenen Unternehmen


Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden die Anteile an der Grundverkehrsgesellschaft Berchtesgadener Land GmbH mit Sitz in Bad Reichenhall (Höhe des Kapitalanteils 100%, Eigenkapital 770 TEUR, letzter uns vorliegender Jahresabschluss 31.12.2023) ausgewiesen.


Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Grundverkehrsgesellschaft Berchtesgadener Land GmbH und der Sparkasse Berchtesgadener Land.


Auf die Erstellung eines Konzernabschlusses wurde verzichtet, weil die Einbeziehung der Tochterunternehmen für die Verschaffung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist (§ 296 Abs. 2 HGB).

Posten 9: Treuhandvermögen


Das Treuhandvermögen betrifft in voller Höhe Forderungen an Kunden.

Posten 12: Sachanlagen

31.12.2023 31.12.2022
In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR
- Im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten 7.397 7.801
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.591 2.313

Posten 13: Sonstige Vermögensgegenstände


In diesem Posten sind nachrangige Vermögensgegenstände in Höhe von 0 TEUR (im Vorjahr 653 TEUR) enthalten.

Posten 14: Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2023 31.12.2022
In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR
- Agio aus Forderungen 38 55
- Disagio aus Verbindlichkeiten 15 16

Latente Steuern


Aufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz und außerbilanzieller Korrekturen inklusive negativer und positiver Anleger-Aktien- und Immobiliengewinne bestehen zum 31. Dezember 2023 Steuerlatenzen. Dabei wird der Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen durch absehbare Steuerentlastungen überdeckt. Eine passive Steuerabgrenzung war demzufolge nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Die wesentlichen künftigen Steuerbelastungen resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Sachanlagen und den Rückstellungen. Die zum Ausgleich der künftigen Steuerbelastungen benötigten absehbaren künftigen Steuerentlastungen ergeben sich im Wesentlichen aus unterschiedlichen bilanziellen Ansätzen bei den Forderungen an Kunden, Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren und den Rückstellungen. Die Ermittlung der Differenzen erfolgte unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 28,791 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer zuzüglich Solidaritätszuschlags). Aus Beteiligungen an Personengesellschaften resultierende, lediglich der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegende Differenzen wurden bei den Berechnungen mit 15,825 % bewertet. Verlustvorträge, die zu einer Steuerentlastung führen und kompensatorisch in die Berechnung der latenten Steuern einzubeziehen sind, bestehen nicht.

Entwicklung des Anlagevermögens

Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in TEUR)
Immaterielle Anlagewerte Sachanlagen Sonstige Vermögensgegenstände
Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten Stand am 1.1. des Geschäftsjahres 138 65.769 16.884
Zugänge - 7.217 209
Abgänge 22 731 653
Umbuchungen - - -
Stand am 31.12. des Geschäftsjahres 116 72.255 16.440
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen Stand am 1.1. des Geschäftsjahres 123 34.966 -
Abschreibungen im Geschäftsjahr 6 3.982 -
Zuschreibungen im Geschäftsjahr - 254 -
Änderung der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen - - -
im Zusammenhang mit Abgängen 22 728 -
im Zusammenhang mit Umbuchungen - - -
Stand am 31.12. des Geschäftsjahres 107 37.966 -
Buchwerte Stand am 31.12. des Geschäftsjahres 9 34.290 16.440
Stand am 31.12. des Vorjahres 15 30.803 16.884
Bilanzposten Buchwert 31.12.2022 *) Nettoveränderungen Buchwert 31.12.2023 *)
TEUR TEUR TEUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 248.763 -17 248.746
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 35.826 -1.967 33.859
Beteiligungen 29.442 - 29.442
Anteile an verbundenen Unternehmen 770 - 770

*) ohne antizipative Zinsen und sonstige Abgrenzungen

Passivseite

Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

31.12.2023 31.12.2022
In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR
- Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale 176.460 187.502
- Durch eigene Vermögenswerte besicherte Verbindlichkeiten 161.443 206.397
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:
Posten 1 b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
- bis drei Monate 4.551 14.572
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 13.689 53.448
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 69.050 70.624
- mehr als fünf Jahre 83.855 88.214

Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

31.12.2023 31.12.2022
In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR
- Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 773 769
- Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 265 307
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:
Posten 2 a ab) Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten
- bis drei Monate 89 864
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 19.204 26.156
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 119 22
- mehr als fünf Jahre 93 57
Posten 2 b bb) andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
- bis drei Monate 48.485 1.818
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 94.248 5.098
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 39.752 1.112
- mehr als fünf Jahre 587 192

Posten 4: Treuhandverbindlichkeiten


Die Treuhandverbindlichkeiten entfallen in voller Höhe auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2023 31.12.2022
In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR
- Disagio aus Forderungen 132 176

Mehrere Posten betreffende Angaben

Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung


Auf Fremdwährung lauten Vermögensgegenstände im Gesamtbetrag von 2.421 TEUR und Verbindlichkeiten im Gesamtbetrag von 2.218 TEUR.

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN UNTER DEM BILANZSTRICH

Posten 2: Andere Verpflichtungen


Wir gehen derzeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die unwiderruflichen Kreditzusagen künftig von den Kreditnehmern in Anspruch genommen werden. In den unwiderruflichen Kreditzusagen sind nach den Erkenntnissen der Sparkasse keine akut ausfallgefährdeten Kredite enthalten.

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Posten 5: Provisionserträge - Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung


Die wesentlichen an Dritte erbrachten Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung entfallen auf die Vermittlung von Produkten der Verbundpartner (Versicherungen, Bausparverträge, Immobilien, Investmentzertifikate, Leasingverträge und Krediten).

Posten 8: Sonstige betriebliche Erträge

31.12.2023
In diesem Posten sind folgende wesentliche Einzelposten enthalten: TEUR
- Vermietung nicht betrieblich genutzter Grundstücke und Gebäude 2.250
- Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen 542

Posten 29: Bilanzgewinn


Der Verwaltungsrat wird den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in seiner für den 19. Juni 2024 vorgesehenen Sitzung feststellen. Der Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses sieht vor, den Bilanzgewinn vollständig der Sicherheitsrücklage zuzuführen.

Ausschüttungssperre


Am Abschlussstichtag bestehen gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB (Unterschiedsbetrag aus der Berechnung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre und der vergangenen sieben Geschäftsjahre) ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von 316 TEUR.


Die Ausschüttungssperre wirkt nicht, da in Vorjahren bereits in entsprechender Höhe die Sicherheitsrücklage dotiert wurde.

Beeinflussung des Jahresergebnisses durch steuerrechtliche Vorschriften


Die Sparkasse Berchtesgadener Land fällt aufgrund der Nichterreichung der Umsatzerlösgrenze des § 1 MiStG nicht in den Anwendungsbereich der Mindestbesteuerung.

Ergebniseinfluss steuerlicher Wertansätze


Die in früheren Jahren vorgenommenen steuerrechtlichen Abschreibungen, die gemäß Artikel 67 Abs. 3 Satz 1 und Abs. 4 EGHGB fortgeführt werden, wirken sich im vorliegenden Jahresabschluss in niedrigeren laufenden Abschreibungen aus; saldiert mit steuerrechtlichen Abschreibungen im Berichtsjahr führt dies zu einem entsprechend höheren Steueraufwand. Der Gesamtsaldo aller dargestellten Auswirkungen auf das Jahresergebnis bewirkt, dass sich dieses um etwa 17 % erhöht.

SONSTIGE ANGABEN

Angaben zu nicht passivierten pensionsähnlichen Verpflichtungen


Sparkassen haben ihren Arbeitnehmern Leistungen der betrieblichen Altersversorgung nach Maßgabe des "Tarifvertrags über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes - Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K)" zugesagt. Um den anspruchsberechtigten Mitarbeitern die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung gemäß ATV-K zu verschaffen, ist die Sparkasse Berchtesgadener Land Mitglied in der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden (ZVK).


Die Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden finanziert die Versorgungsverpflichtungen im Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren (Hybridfinanzierung). Hierbei werden im Rahmen eines Abschnittdeckungsverfahrens ein Umlagesatz und ein Zusatzbeitrag bezogen auf die zusatzversorgungspflichtigen Entgelte der versicherten Beschäftigten ermittelt. Aus den Zusatzbeiträgen wird gemäß § 64 ZVK-Satzung innerhalb des Vermögens der ZVK ein separater Kapitalstock aufgebaut. Insgesamt betrug im Geschäftsjahr 2023 der Finanzierungssatz (Umlagesatz 3,75 % und Zusatzbeitrag 4%) 7,75 % der umlagepflichtigen Gehälter. Der Umlagesatz bleibt im Jahr 2024 unverändert.


Der Rechtsanspruch der versorgungsberechtigten Mitarbeiter zur Erfüllung des Leistungsanspruchs gemäß ATV-K richtet sich gegen die ZVK, während die Verpflichtung der Sparkasse ausschließlich darin besteht, der ZVK im Rahmen des mit ihr begründeten Mitgliedschaftsverhältnisses die erforderlichen, satzungsmäßig geforderten Finanzierungsmittel zur Verfügung zu stellen. Die Gesamtaufwendungen für die Zusatzversorgung bei versorgungspflichtigen Entgelten von 13.755 TEUR betrugen im Geschäftsjahr 2023 1.055 TEUR.


Nach der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) in seinem Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 30 n. F. vertretenen Rechtsauffassung begründet die Durchführung der betrieblichen Altersversorgung bei einem externen Versorgungsträger wie der ZVK handelsrechtlich eine mittelbare Versorgungsverpflichtung. Die ZVK hat im Auftrag der Sparkasse den nach Rechtsauffassung des IDW (vgl. IDW RS HFA 30 n. F.) zu ermittelnden Barwert der auf die Sparkasse im umlagefinanzierten Abrechnungsverband entfallenden Leistungsverpflichtung zum 31. Dezember 2023 ermittelt. Unabhängig davon, dass es sich bei dem Kassenvermögen um Kollektivvermögen aller Mitglieder des umlagefinanzierten Abrechnungsverbandes handelt, ist es gemäß IDW RS HFA 30 n. F. für Zwecke der Angaben im Anhang nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB anteilig in Abzug zu bringen. Auf dieser Basis beläuft sich der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzugebene Betrag auf 18.587 TEUR.


Der Barwert der auf die Sparkasse entfallenden Leistungsverpflichtung wurde in Anlehnung an die versicherungsmathematischen Grundsätze und Methoden (Anwartschaftsbarwertverfahren), die auch für unmittelbare Pensionsverpflichtungen angewendet wurden, unter Berücksichtigung einer gemäß Satzung der ZVK unterstellten jährlichen Rentensteigung von 1% und unter Anwendung der aus den Heubeck-Richttafeln RT 2005 G abgeleiteten Richttafeln RTZV-P ermittelt. Als Diskontierungszinssatz wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB i. V. m. der Rückstellungsabzinsungsverordnung der auf Basis der vergangenen zehn Jahre ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz von 1,82 % verwendet, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Da es sich nicht um ein endgehaltbezogenes Versorgungssystem handelt, sind erwartete Gehaltssteigerungen nicht zu berücksichtigen. Die Daten zum Versichertenbestand der Versorgungseinrichtung per 31. Dezember 2023 liegen derzeit noch nicht vor, sodass auf den Versichertenbestand per 31. Dezember 2022 abgestellt wurde.


Der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzugebene Betrag bezieht sich auf die Einstandspflicht der Sparkasse gemäß § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG, bei der die Sparkasse für die Erfüllung der zugesagten Leistung einzustehen hat (Subsidiärhaftung), sofern die ZVK die vereinbarten Leistungen nicht erbringt. Hierfür liegen gemäß der Einschätzung des Verantwortlichen Aktuars im Aktuar-Gutachten 2023 für die Sparkasse keine Anhaltspunkte vor. Vielmehr bestätigt der Verantwortliche Aktuar der ZVK in diesem Gutachten die Angemessenheit der rechnungsmäßigen Annahmen zur Ermittlung des Finanzierungssatzes und bestätigt auf Basis des versicherungsmathematischen Äquivalenzprinzips die dauernde Erfüllbarkeit der Leistungsverpflichtungen der ZVK.

Gesamtbezüge des Vorstandes und des Verwaltungsrates


Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2023 868 TEUR, die Aufwandsentschädigungen der Mitglieder des Verwaltungsrates 83 TEUR.

Pensionsrückstellungen und -Zahlungen für bzw. an frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene


An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene wurden 661 TEUR gezahlt; die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis betrugen am 31.12.2023 7.037 TEUR.

Kreditgewährungen an Vorstand und Verwaltungsrat


Die Sparkasse hatte zum 31.12.2023 Kredite an Mitglieder des Vorstandes in Höhe von 283 TEUR und an Mitglieder des Verwaltungsrates in Höhe von 337 TEUR gewährt.

Honorare für den Abschlussprüfer


Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Bayern ist gemäß § 22 SpkO sowie § 340k HGB gesetzlicher Abschlussprüfer unseres Jahresabschlusses. Für Abschlussprüfungsleistungen fielen im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen in Höhe von 179 TEUR an. Die Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen belaufen sich auf 28 TEUR und entfallen im Wesentlichen auf vom Abschlussprüfer erbrachte Leistungen gemäß § 89 Wertpapierhandelsgesetz.

Verwaltungsrat und Vorstand

Verwaltungsrat

Vorsitzender: Kern Bernhard, Landrat des Landkreises Berchtesgadener Land
Stellvertretender Vorsitzender: Koller Michael, Mitglied des Bayerischen Landtages
Mitglieder: Feil Hans, Bürgermeister der Stadt Laufen
Gasser Thomas, Bürgermeister des Marktes Teisendorf
Hiebl Markus, Bürgermeister der Stadt Freilassing
Lung Dr. Christoph, Oberbürgermeister der Stadt Bad Reichenhall
Rasp Franz, Bürgermeister des Marktes Berchtesgaden
Reichenberger Siegfried, Geschäftsführer der Möbel Reichenberger GmbH
Renoth Siegfried, eingetragener Kaufmann / Inhaber von Sport Renoth e.K.
Wieninger Christian, Geschäftsführer der Privatbrauerei M.C. Wieninger GmbH &Co. KG
Wimmer Dr. Bartholomäus, Aufsichtsrat der Synlab AG

Vorstand

Vorsitzender: Grundner Helmut
Mitglieder: Gehrig Alexander
Maltan Christian

Mitarbeiter / -innen

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt: 2023
Vollzeitkräfte 169
Teilzeit- und Ultimokräfte 116
285
Auszubildende 29
Insgesamt 314

 

Bad Reichenhall, den 15. März 2024


Sparkasse Berchtesgadener Land

Vorstand
Helmut Grundner Alexander Gehrig Christian Maltan

 

Bad Reichenhall, den 20. März 2024


Sparkasse Berchtesgadener Land

Vorsitzender des Verwaltungsrats
Bernhard Kern

Offenlegung nach § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")


Die Sparkasse Berchtesgadener Land hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Sparkasse Berchtesgadener Land besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.


Die Sparkasse Berchtesgadener Land definiert den Umsatz als Saldo aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 51.077 TEUR.


Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt im Jahresdurchschnitt 235.


Der Gewinn vor Steuern beträgt 6.210 TEUR.


Die Steuern auf den Gewinn betragen 4.846 TEUR. Die Steuern betreffen laufende Steuern.


Die Sparkasse Berchtesgadener Land hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die Sparkasse Berchtesgadener Land

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der Sparkasse Berchtesgadener Land, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sparkasse für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


gemäß 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit ß 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften von der Sparkasse unabhängig und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. ß 340k Abs. 3 HGB, dass alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses


Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Bewertung der Forderungen an Kunden aus dem risikorelevanten gewerblichen Kreditgeschäft


Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang, Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".

Das Risiko für den Abschluss


Die Identifikation eines Wertberichtigungserfordernisses und die Ermittlung einer Einzelwertberichtigung für Kundenforderungen aus dem risikorelevanten gewerblichen Kreditgeschäft beinhalten wesentliche Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräume, die sich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers sowie durch die Bewertung von Kreditsicherheiten ergeben. Die Bewertung der Forderungen an Kunden aus dem risikorelevanten gewerblichen Kreditgeschäft hat wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf die Ertragslage der Sparkasse.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung


Im Rahmen unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes haben wir die Prozesse und Verfahren zur Risikofrüherkennung im risikorelevanten gewerblichen Kundenkreditgeschäft sowie zur ordnungsGemäßen buchhalterischen Erfassung von Einzelwertberichtigungen einer Aufbau- und Funktionsprüfung unterzogen.


Darüber hinaus führten wir aussagebezogene Prüfungshandlungen in Form von Einzelfallprüfungen bestimmter Kreditengagements durch. Die in die Einzelfallprüfung einbezogenen Kreditengagements wurden in einer bewussten Auswahl nach Risikomerkmalen bestimmt. Zu den herangezogenen Risikomerkmalen gehörten insbesondere Bonitäts- und Besicherungsaspekte. Die ausgewählten Kreditengagements haben wir hinsichtlich einer ordnungsGemäßen Handhabung des Kreditgeschäfts untersucht und beurteilt, ob mit hinreichender Sicherheit eine Rückführung der Forderung durch den Kreditnehmer zu erwarten ist. Sofern dies nicht zu erwarten ist, haben wir die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen insbesondere hinsichtlich der Höhe der in Zukunft noch zu erwartenden Zahlungseingänge aus der Verwertung vorhandener Kreditsicherheiten gewürdigt.

Unsere Schlussfolgerungen


Auf Basis der durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns von der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen bei der Bewertung der Forderungen an Kunden aus dem risikorelevanten gewerblichen Kreditgeschäft überzeugen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter (Vorstand) und des Aufsichtsorgans (Verwaltungsrat) für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.


Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahres-abschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit ß 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Sparkasse ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Sparkasse.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.


Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.


Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen


Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO:


Wir sind nach ß 22 Abs. 3 der Sparkassenordnung i. V. m. ß 340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher Abschlussprüfer der Sparkasse.


Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem Prüfungsbericht nach Artikel 11 EU-APrVO in Einklang stehen.


Wir haben folgende Leistungen zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen erbracht:

Prüfung des Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäfts

Bestätigung gemäß § 16j Abs. 2 FinDAG

Prüfung gemäß Abschnitt V Nr. 11 Abs. 1 AGB/BBk

Verantwortliche Wirtschaftsprüfer


Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer für die Prüfung ist Herr Marco Bichlmaier.

 

München, den 27. Mai 2024


Prüfungsstelle


des Sparkassenverbandes Bayern

Öttl Bichlmaier
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Verwaltungsrates


Der Verwaltungsrat hat während des Berichtsjahres die ihm nach den gesetzlichen Bestimmungen obliegenden Aufgaben, die auch die Überwachung der Geschäftsführung des Vorstandes umfassen, in vier Sitzungen wahrgenommen.


Über die Entwicklung, die wirtschaftlichen Verhältnisse und sonstigen wesentlichen Angelegenheiten der Sparkasse wurde er vom Vorstand umfassend und zeitgerecht unterrichtet.


Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht hat die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Bayern geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Mit Beschluss des Verwaltungsrates vom 19.06.2024 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt sowie der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2023 gebilligt.


Dem Vorschlag des Vorstandes entsprechend, hat der Verwaltungsrat beschlossen, den Bilanzgewinn des Jahres 2023 von Euro 1.005.719,45 voll der Sicherheitsrücklage zuzuführen.

 

Bad Reichenhall, den 19.06.2024

Vorsitzender des Verwaltungsrates
Bernhard Kern

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