Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 15581
Eingetragen
15.11.2012
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die additive Fertigung
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Maschinen zum Bedrucken von Verpackungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Danilo Vaskovic
seit 20.10.2023
Prokura
Olaf Herrmann
seit 20.10.2023
Prokura
Thorsten Lehmeier
seit 20.10.2023
Prokura
Prokura
Gordon Whitelaw
seit 21.7.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Whitelaw GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Allstein GmbH

Herford

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 587.030,07 420.122,44
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 99.988,00 155.232,00
687.018,07 575.354,44
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 170.194,00 149.264,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.651,01 106.378,00
247.845,01 255.642,00
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 100,00 0,00
100,00 0,00
934.963,08 830.996,44
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 5.707.962,04 4.655.452,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.900.747,01 5.759.975,21
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 488.816,53 7.006,74
11.097.525,58 10.422.434,10
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 54.414,03 13.640,58
12.086.902,69 11.267.071,12

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 42.350,00 42.350,00
III. Gewinnvortrag 3.268.299,70 2.349.760,29
IV. Jahressüberschuss 130.978,50 918.539,41
3.466.628,20 3.335.649,70
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.246.762,37 2.503.407,88
C. VERBINDLICHKEITEN 6.192.312,12 5.300.113,54
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 181.200,00 127.900,00
12.086.902,69 11.267.071,12

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 13.103.520,27 16.862.827,67
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.750.538,42 -7.756.878,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.381.192,75 -1.518.493,80
- davon für Altersversorgung: EUR 5.391,18 (Vorjahr: EUR 5.685,17)
-8.131.731,17 -9.275.372,08
3. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -191.995,21 -211.778,66
-191.995,21 -211.778,66
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.344.642,69 -5.832.204,08
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 4.122,40 (Vorjahr: EUR 11.930,54)
5. Betriebsergebnis 435.151,20 1.543.472,85
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 118.327,51 38.840,77
- davon von Gesellschaftern: EUR 118.167,51 (Vorjahr: EUR 27.831,45)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -269.543,44 -129.216,01
8. Ergebnis vor Steuern 283.935,27 1.453.097,61
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -152.956,77 -534.558,20
- davon latente Steuern: EUR 53.300,00 (Vorjahr: EUR 117.900,00)
10. Jahresüberschuss 130.978,50 918.539,41

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Allstein GmbH hat ihren Sitz in Herford und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Oeynhausen (Reg. Nr. HRB 15581).

Der vorliegende Jahresabschluss der Allstein GmbH zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind, soweit nicht anders angegeben, gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert angewendet worden.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen sind in die Herstellungskosten des Anlagevermögens sowie in die der Vorräte nicht einbezogen worden.

Bei der Bemessung der Nutzungsdauer stellen wir auf die betrieblichen Erfahrungen ab, die sich weitgehend mit den Angaben in den amtlichen AfA-Tabellen decken.

Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Des Weiteren wird aus Vereinfachungsgründen im Jahr des Zugangs ein Abgang unterstellt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Durchschnittspreisen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten bzw. auf Basis voraussichtlich erzielbarer Verkaufspreise abzüglich eines Abschlags für noch anfallende Herstellungskosten, Vertriebskosten und Verwaltungskosten, wenn dieser Wert niedriger ist. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anzusetzende Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergeben, sind in ausreichendem Umfang vorgenommen worden; insgesamt sind die Vorräte verlustfrei bewertet.

Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Kasse, Bank und Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Soweit uns bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei der Bilanzaufstellung bereits Risiken bekannt wurden, haben wir diese durch ausreichende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Im Übrigen wurde zur Abgeltung weiterer Risiken eine angemessene Pauschalwertberichtigung i.H.v. 1,0 % für Inlands- und Auslandsforderungen gebildet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt worden.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildeten notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte ggf. bei den Verbindlichkeiten mit dem Tageskurs des Geschäftsvorfalles und mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

3. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz des Berichtsjahres erfassten Anlagegegenstände ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Die ausgewiesenen Forderungen gegen Gesellschafter umfassen vollständig das als kurzfristiges Darlehen hingegebene Verrechnungskonto gegenüber unserer Muttergesellschaft. Die Forderung wird mit 2 % p.a. über dem jeweils gültigen Basiszins verzinst.

Ausschüttungsgesperrte Beträge bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 587.030,07 und entfallen vollumfänglich auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen i.H.v. TEUR 500 Rückstellungen für Prozessrisiken, Provisionen i.H.v. TEUR 493, Rückstellungen für Garantierverpflichtungen & Kulanzen i.H.v. TEUR 317 sowie Nacharbeiten i.H.v. TEUR 115.

Verbindlichkeitenspiegel

Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr von mehr als fünf Jahren
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.000.000,00 4.400.000,00 600.000,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.040.097,15 1.040.097,15 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 152.214,97 152.214,97 0,00 0,00
6.192.312,12 5.592.312,12 600.000,00 0,00

Weiterhin bestehen für die Verbindlichkeiten unsererseits nur im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstandene Sicherheiten.

Haftungsverhältnisse für die Besicherung fremder Verbindlichkeiten bestehen im Rahmen von Bürgschaften i.H.v. TEUR 1.326. Die Bürgschaften besichern Kreditmittel unserer Gesellschafterin. Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen.

Differenzenspiegel latente Steuern

01.01.2023 Zuführung Abnahme 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände -127.900,00 -53.300,00 0,00 -181.200,00
-127.900,00 -53.300,00 0,00 -181.200,00

Der für die Ermittlung der latenten Steuern berücksichtigte Steuersatz beträgt 30,875 %.

Neben dem Mietvertrag mit unserer Muttergesellschaft mit einer finanziellen Verpflichtung von insgesamt TEUR 2.831 für den von uns genutzten Grundbesitz bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge im üblichen Rahmen. Für technische Anlagen und Maschinen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 849. Die Leasingverträge haben eine Restlaufzeit von bis zu 49 Monaten, der Mietvertrag hat eine Restlaufzeit von 102 Monaten. Neben der Bilanzneutralität beim Leasing und den damit verbundenen Rating-Vorteilen steht als Vorteil insbesondere die Kostenkongruenz (Liquiditätsvorteile) bzw. der sog. "pay-as-you-earn-Gedanke" im Vordergrund der Leasingentscheidung bei den technischen Anlagen und Maschinen.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die aktivierten Eigenleistungen betreffen ausschließlich selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände i.S.d. § 248 Abs. 2 HGB und umfassen vollumfänglich Entwicklungskosten für neue Anlagen. Forschungskosten sind nicht angefallen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen, aus Zuschüssen für Arbeitnehmer sowie aus Sachbezügen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten, neben den gängigen Kosten für Miet- und Leasingzahlungen, Vermittlungs-/Provisionsleistung und Reisekosten usw., als größten Posten im Berichtszeitraum Kosten für Vermittlungs- und Provisionsleistungen (insgesamt TEUR 747).

5. Sonstige Angaben

Während des Geschäftsjahres 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

Gewerbliche Arbeitnehmer 79
Angestellte 34
113

Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer im Geschäftsjahr war

 

Gordon Whitelaw, Unternehmer.

Die Angabe gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a HGB über die Höhe der gewährten Bezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Nachtragsbericht

Hinsichtlich der Auswirkungen des Krieges zwischen der Ukraine und Russland verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht. Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind darüber hinaus keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Herford, den 16. Mai 2024

Allstein GmbH

gez. Gordon Whitelaw, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 541.841,24 225.330,63 0,00 767.171,87
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 363.004,02 0,00 0,00 363.004,02
904.845,26 225.330,63 0,00 1.130.175,89
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 252.659,39 68.156,75 0,00 320.816,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 572.383,30 2.374,47 0,00 574.757,77
825.042,69 70.531,22 0,00 895.573,91
III. FINANZANLAGEN
1. Sonstige Ausleihungen 0,00 100,00 0,00 100,00
0,00 100,00 0,00 100,00
1.729.887,95 295.961,85 0,00 2.025.849,80
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zuführungen Auflösungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 121.718,80 58.423,00 0,00 180.141,80
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 207.772,02 55.244,00 0,00 263.016,02
329.490,82 113.667,00 0,00 443.157,82
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 103.395,39 47.226,75 0,00 150.622,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 466.005,30 31.101,46 0,00 497.106,76
569.400,69 78.328,21 0,00 647.728,90
III. FINANZANLAGEN
1. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
898.891,51 191.995,21 0,00 1.090.886,72
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 587.030,07 420.122,44
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 99.988,00 155.232,00
687.018,07 575.354,44
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 170.194,00 149.264,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.651,01 106.378,00
247.845,01 255.642,00
III. FINANZANLAGEN
1. Sonstige Ausleihungen 100,00 0,00
100,00 0,00
934.963,08 830.996,44

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Die Allstein GmbH ist präsent in den Bereichen Entwicklung, Produktion, Service und Vertrieb von Flexodruckmaschinen für mittlere und breite Bahnen sowie Sackmaschinen.

Unsere Firma ist bestrebt äußerst stabile, zuverlässige und kompakte Anlagen von Flexodruck- und Sackmaschinen zu liefern, die sich an den Kundenbedürfnissen in einem global wettbewerbsintensiven Verpackungsmarkt orientieren. Als oberste Prämisse lautet weiterhin "Quality without compromise".

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,12 Billionen Euro. Nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet. Preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht. Das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, wodurch es im Jahr 2023 nun sogar zu einer Rezession kam.

Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose um 1,1 Prozentpunkte deutlich nach unten. Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen in der Ukraine und Gaza, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als noch vor sechs Monaten angenommen. Auch für das kommende Jahr 2025 wurde die Prognose nach unten korrigiert.

(Veröffentlicht von Destatis, 30.04.2024)

1.2 Entwicklung der Weltwirtschaft

Das weltweite BIP-Wachstum wird für das vergangene Jahr 2023 auf rund 3,2 Prozent geschätzt. Im laufenden Jahr 2024 wird sich das globale Wachstum laut Prognosen nicht verändern und weiterhin geschätzt rund 3,2 Prozent betragen.

1.3 Umsatz- und Auftragsentwicklung bei Allstein GmbH

Die Umsatzentwicklung 2023 blieb unter unseren ohnehin vorsichtigen Einschätzungen zurück. Die sich bereits im vergleichsweise geringen Auftragsbestand zum Jahresende 2022 wiederspiegelnde geringe Investitionsbereitschaft unserer internationalen Kunden hat sich länger in das Jahr 2023 gezogen als dies abzusehen war. Viele Investitionsentscheidungen wurden immer wieder verschoben und erst gegen Endes des Jahres 2023 getroffen.

Der Auftragsbestand zum Jahreswechsel liegt bei 22,2 Mio. Euro (Vorjahr 10,9 Mio. Euro) und konnte sich somit im IV. Quartal deutlich erholen.

Es ist uns in einem schwierigen allgemein-wirtschaftlichen Umfeld 2023 gelungen ein positives Ergebnis vor Steuern zu erwirtschaften und trotz eines erheblichen Umsatzeinbruches.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) konnte mit TEUR 284 positiv abgeschlossen werden.

Der Bestand an Halbfabrikaten stieg zum Stichtag deutlich um TEUR 5.079, da wir entgegen unserer üblichen Strategie der reinen Auftragsfertigung, teilweise zur Vorfertigung bestimmter Baugruppen umgeschwenkt haben, um eine Grundauslastung und Lieferbereitschaft sicher zu stellen. So konnten spät in 2023 platzierte Aufträge vergleichsweise schnell in 2024 ausgeliefert werden. Die zum Jahresende mit teilweise hohen Fertigstellungsgraden bilanzierten Maschinen konnten bis April 2024 ausgeliefert werden.

1.4 Peronal- und Sozialbereich

Bei der Allstein GmbH waren zum Bilanzstichtag (Anzahl Voll- und Teilzeit, ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt:

31.12.2023 31.12.2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 76 82
Angestellte 33 39
Gesamt 109 121

Bei der Reduzierung des Personalbestandes stand immer die Beibehaltung der vorhandenen Kapazitäten der Allstein GmbH im Vordergrund. Wir konnten dies durch die Verbesserung von Abläufen, insbesondere in Folge der Einführung des ERP Systems, sowie durch gezielte Freisetzungen realisieren. Dabei haben wir stets darauf geachtet, die Fachkräfte im Unternehmen zun halten.

2. Darstellung der Lage

2.1 Allgemein

Das Jahr 2024 sieht laut Forecast 2024 eine vorläufige Gesamtleistung von rund 32 Mio. Euro vor und verläuft bis zum heutigen Tag plankonform. Die positive Tendenz aus den letzten Monaten 2023 konnten wir ungebremst mit in das neue Jahr nehmen und sogar ausbauen. Die geplanten Umsätze konnten im ersten Quartal 2024 realisiert werden.

Die Beschaffung von RHB-Stoffen und Kaufteilen läuft reibungslos. Wenn möglich wird weiterhin regional eingekauft. Aufgrund der Entwicklungen auf dem Beschaffungsmarkt stellen wir für die Mehrheit der Standardartikel wieder auf die Bedarfs-Beschaffung um, lediglich für kritische Komponenten bleiben wir bei dem System der Lager-Beschaffung.

Mit den bis heute erzielten Auftragseingängen ist die Erreichung der Umsatzziele 2024 sichergestellt und ein erster Auftrag zur Auslieferung in 2025 konnte ebenfalls schon in die Bücher genommen werden.

2.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Allstein GmbH beläuft sich zum 31.12.2023 auf TEUR 12.087 (Vorjahr TEUR 11.267), die ein Eigenkapital i.H.v. TEUR 3.467 beinhaltet. Die Eigenkapitalquote beträgt rund 29 %.

Im Einzelnen ergeben sich zum Bilanzstichtag 31.12.2023 gegenüber dem Bilanzstichtag per 31.12.2022 die nachfolgenden Entwicklungen:

Anlagevermögen + 104 TEUR
Vorräte + 1.053 TEUR
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände - 859 TEUR
Bankguthaben + 482 TEUR
RAP + 40 TEUR
Saldo + 820 TEUR

2.3 Finanzlage

Das Unternehmen konnte im Berichtsjahr 2023 seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Der Finanzmittelbestand beträgt am Bilanzstichtag TEUR 489 und hat sich im Berichtsjahr 2023 gegenüber dem Bilanzstichtag 31.12.2022 um TEUR 482 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich auf TEUR 5.000 (VJ TEUR 3.539), da der Vorfinanzierungsbedarf in 2023 weiter anstieg. Bis Ende April 2024 ist es uns gelungen, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, soweit kurzfristig, vollständig zurückzuführen.

Die Summe der Verbindlichkeiten aus L+L wurde deutlich reduziert auf TEUR 1.040 (VJ TEUR 1.535) und auch die sonstigen Verbindlichkeiten liegen mit TEUR 152 unter dem Vorjahreswert von TEUR 226.

Das bilanzielle Eigenkapital der Allstein GmbH stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

In TEUR 31.12.2023 31.12.2023
Gezeichnetes Kapital 25 25
Kapitalrücklage 42 42
Gewinnvortrag 3.268 2.350
Jahresüberschuss 131 919

2.4 Ertragslage

Die Allstein GmbH beendet das Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven Ergebnis in Höhe von TEUR 131.

Die Materialaufwandsquote ist per 31.12.2023 auf 50,0 % (VJ 52,6 %) reduziert worden, womit sich unsere Einschätzung bezüglich der stärkeren Technologie-Orientierung der Kunden weiter bestätigt hat und sich dies auch in der Materialaufwandsquote niederschlägt.

Der Personalaufwand hat sich, aufgrund des Rückgangs der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl auf 113 (VJ 126), durch die Nutzung des Instrumentes der Kurzarbeit und den Rückgang der Überstunden auf TEUR 8.132 (VJ TEUR 9.275) reduziert. Die Personalaufwandsquote stieg jedoch aufgrund der geringen Gesamtleistung auf 32,0 % (VJ 27,0 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 4.344 deutlich unter dem Vorjahreswert (TEUR 5.832). Diese Entwicklung ist durch ein striktes Sparprogramm in allen Bereichen und Kostenarten erreicht worden, sowie durch den starken Rückgang bei den Ausgangsfrachten und Ausfuhrzöllen, welcher maßgeblich durch die Normalisierung der Frachraten und die reduzierte Ausbringung getrieben war.

3. Risikobericht

Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des prozessorientiert organisierten Qualitätsmanagements, welches in zunehmenden Maße Bestandteil der strategischen und operativen Geschäftsprozesse ist. Als Risiken gelten alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele, insbesondere auf das Ergebnis, auswirken können.

Zur Optimierung unserer Warenwirtschaft haben wir ab 2020 ein ERP-System eingeführt. Geschäftsprozesse können seitdem noch effizienter und sicherer gestaltet, sowie etwaige Risiken zeitnah erkannt werden.

Die unveränderte Strategie zur Einstellung von fachspezifischem Personal mit entsprechender Berufserfahrung hat sich bisher als richtig erwiesen.

3.1 Bestandsgefährdende Risiken

Der Ukraine/Russland-Krieg wirkt global mit seinen weltwirtschaftlichen Folgen als Unsicherheitsfaktor.

Die Firma Allstein hatte schon ab 2021 keine vorangekündigten Aufträge mit Russland.

3.2 Absatzmarktrisiken

Die Auftragsfertigung der Allstein GmbH minimiert das Risiko des Produktionsausfalls weitestgehend. Nur bei abzusehender, steigender Entwicklung der Auftragseingänge wird bei Teilen (Kleinserien aus Kostengründen) oder dem Gesamtprodukt in Vorleistung gegangen. Durch die erweiterte Produktpalette mit der standardisierten Druckmaschinenbaureihe SPRINT haben wir inzwischen auch die Möglichkeit mit kalkulierbarem Risiko auch ein Gesamtprodukt aufzubauen, welches dann zu Vorführzwecken genutzt und mit kürzester Lieferzeit angeboten wird.

Unsere Kunden sind weltweit zu finden. Eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht nicht und wir konnten in den letzten Jahren durch unsere Vertriebsanstrengungen bei immer mehr Kunden Folgeaufträge platzieren und regelmäßig neue Kunden gewinnen. Konjunkturschwankungen in einzelnen Ländern treffen uns daher im Regelfall nicht bzw. nur gering, so dass auch die aktuelle Konjuktur-Schwäche in Deutschland weniger harte Auswirkungen auf uns hat.

3.3 Beschaffungsmarktrisiken

Die Beschaffung erfolgt für Kauf- und Normteilen, Rohmaterial und Halbzeuge und ist in 2023 eine Mischung aus lagerbezogen oder auftragsbezogen. Durch die weitgehend langjährigen Geschäftsbeziehungen zu inländischen und vielfach sogar regionalen Lieferanten konnten Beschaffungsengpässe bis dato nahezu ausgeschlossen werden.

3.4 Finanzrisiken

Die Wertansätze einzelner Bilanzposten, insbesondere der Forderungen aus Lieferung und Leistung, sind dem Risiko von Veränderungen der Geschäftsverhältnisse unserer Kunden ausgesetzt. Im Fall bedeutsamer, notwendiger Wertminderungen können sich signifikante Ergebnisbelastungen ergeben die sich auch auf unsere Geschäftstätigkeit niederschlagen. Relevante, uns bekannte Risiken wurden im Rahmen der Erstellung des Abschlusses gewürdigt und entsprechend berücksichtigt.

Aufgrund der zumeist engen Verbindung mit unseren Kunden und der vertraglich vereinbarten Zahlungsbedingungen (Anzahlungen) und der sofortigen Kontaktierung der Kunden bei eintretenden Zahlungsverzögerungen versuchen wir Risiken aktiv zu minimieren.

3.5 Personalrisiken

Der Personalbestand ist ausreichend, auch um die kurzfristige Rückkehr zu den 2022er Produktions-Höchstwerten abzudecken. Für die geplante mittelfristige Entwicklung werden Verstärkungen in Konstruktion, Produktion, aber auch in der Verwaltung notwendig benötigt. Da auch wir merken, dass es zunehmend schwieriger wird qualifiziertes Personal auch im gewerblichen Bereich zu finden, haben wir in 2024 eine neue erfahrene Personalreferentin einstellen können.

3.6 IT-Risiken

Um unberechtigte Zugriffe oder Datenverluste zu verhindern und die ständige Verfügbarkeit unserer Systeme zu garantieren, schützen wir unsere Informationstechnik durch zahlreiche technische Maßnahmen. Unsere IT-Strukturen sind weitgehend standardisiert. In 2022 wurde ein neuer IT-Administrator eingestellt, der die Bedrohungsszenarien regelmäßig prüft und durch interne und externe Aktivitäten entgegenwirkt.

3.7 Steuerrisiken

Es liegen aus unserer Sicht keine steuerlichen Risiken vor. Eine Betriebsprüfung im Herbst 2023 der hiesigen Finanzverwaltung für die Jahre 2019 bis 2021 blieb ohne Beanstandung und Nachforderung.

4. Prognosebericht

4.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die kontinuierliche Entwicklung der Allstein GmbH wurde durch das herausfordernde, aber dennoch positiv abgeschlossene Wirtschaftsjahr 2023 bestätigt. Die Optimierung der internen Abläufe hat Einsparpotentiale aufgezeigt, von denen viele auch bereits realisiert wurden. Die Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Produkte wird weiterhin forciert. Die Akzeptanz auf den internationalen Märkten, auch durch die Betreuung und Akquise durch muttersprachliche Verkäufer, ist verstärkt wahrzunehmen.

Da wir seit 2021 keinen Handel mit Russland betreiben, hat der Krieg Russland - Ukraine auf uns keine direkte Auswirkung.

4.2 Wirtschaftlicher Ausblick

Der Verlauf des Wirtschaftsjahres 2023 war für uns nicht zufriedenstellend. Zwar konnte die Allstein GmbH dank der Anstrengungen unserer Mitarbeiter, internen Sparmaßnahmen und der Ausnutzung von Instrumenten wie Kurzarbeit noch ein geringes positives Ergebnis in einem rezessiven Wirtschaftsumfeld erzielen, jedoch bleibt das Jahr hinter unseren ohnehin gedämpften Erwartungen und unserem Potential zurück. Einzig die Entwicklung der Auftragseingänge in den letzten Monaten des Jahres und die umgesetzten Prozessverbesserungen waren zufriedenstellend und geben Anlass für einen positiven Ausblick auf das Jahr 2024 und die Folgejahre.

Diese Entwicklung ist durch weitere neue Aufträge in den ersten fünf Monaten 2024 bestätigt worden, sodass wir unsere Prognose für die Gesamtleistung für die Jahre 2024 (rd. 32 Mio. Euro) und 2025 (rd. 36 Mio. Euro) bei einer deutlichen Ergebnissteigerung für realistisch erachten.

Für die Jahre 2024 und 2025 erwarten wir keine weiteren, maßgeblichen Kostensteigerungen, wodurch die Verbesserung der Ergebnisse gestützt wird.

Aufgrund des Ukraine/Russland-Krieges wurden, wie bereits erwähnt, neue Zielmärkte in der Region der arabischen Halbinsel, Asien und eine Reaktivierung der Märkte USA und Kanada 2023 angegangen, wo wir die Bemühungen 2024 weiter vertiefen werden. In diesen Märkten sehen wir erhebliche Potentiale für die Allstein GmbH.

 

Herford, den 16. Mai 2024

Allstein GmbH

- Geschäftsführung -

gez. Gordon Whitelaw, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss der Allstein GmbH zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023. In der vorliegenden Offenlegungsversion wurden die Erleichterungsvorschriften nach den §§ 276, 288 und 327 HGB in Anspruch genommen.

An die Allstein GmbH, Herford

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Allstein GmbH, Herford, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Allstein GmbH, Herford, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Porta Westfalica, den 17. Mai 2024

AUDITAS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. ppa. W. Winkelmann, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 19. Juni 2024.

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