Founders Next Ventures GmbH
Thomas-Wimmer-Ring 9, 80539 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jakob Georg Dr. Kofler seit 15.12.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gruppe Georg Kofler GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018KONZERN-LAGEBERICHT für das Konzerngeschäftsjahr 20181. Grundlagen des Konzerns Die Aufstellung des Konzernabschlusses 2018 der Gruppe Georg Kofler GmbH erfolgte auf den 31. Dezember 2018. Im Konzerngeschäftsjahr 2018 wurden die vollkonsolidierten Tochterunternehmen Kofler Energies Ingenieurgesellschaft mbH, Kofler Energies Design GmbH, Kofler Energies International GmbH, Kofler Energies Energieeffizienz GmbH, NEK Facility Management GmbH, Kofler Energies Contracting GmbH und die Hybridkraftwerk Culemeyerstraße Projekt GmbH veräußert. Die Endkonsolidierungen wurden zum 1. Januar 2018 vorgenommen. Die Beteiligung an der 21sportsgroup GmbH, Mannheim, wurde im Konzerngeschäftsjahr 2018 sukzessive aufgestockt auf bis zu 34,04 % zum 31. Dezember 2018. 1.1 Geschäftsmodell des Konzerns Der Konzern besteht neben den vier Holdinggesellschaften Gruppe Georg Kofler GmbH, Leico Holding GmbH, Dacapo Elements GmbH und Dacapo S.à r.l. im Wesentlichen aus zwei Geschäftssegmenten:
Das Segment Ingenieurdienstleistungen wurde im Berichtsjahr 2018 veräußert. Die Leifeld Metal Spinning AG ist Maschinen- und Anlagenbauer auf dem Gebiet der spanlosen Metallumformung. Das Unternehmen gehört zu den Innovations- und Weltmarktführern bei Entwicklung und Produktion von Maschinen, die in Drück- und Drückwalztechnik Metalle wie Aluminium, Stahl, Titan oder Inconel in beliebige Hohlkörper umformen. Die Kofler Energies AG konzentriert sich auf die Lieferung von Energie und künftig auf die unabhängige Beratung von Kunden und Verbrauchern hinsichtlich der Effizienz beim Umgang mit Energie. Die ebenfalls zum Konzern gehörende Dacapo S.à r.l., Luxemburg, hat ihren unternehmerischen Zweck in der Verwaltung von eigenem Vermögen sowie der Überwachung und Weiterführung von Beteiligungen. Im Konzerngeschäftsjahr 2018 wurden die vollkonsolidierten Tochterunternehmen Kofler Energies Ingenieurgesellschaft mbH, Kofler Energies Design GmbH, Kofler Energies International GmbH, Kofler Energies Energieeffizienz GmbH, NEK Facility Management GmbH, KE Energieeffizienz GmbH, Kofler Energies Contracting GmbH und die Hybridkraftwerk Culemeyerstraße Projekt GmbH veräußert, sodass mit dem Verkauf der Kater Energies Ingenieurgesellschaft mbH insbesondere der Geschäftsbereich Ingenieurdienstleistungen nicht mehr im Konzern vorhanden ist. Die Endkonsolidierungen wurden zum 1. Januar 2018 vorgenommen. 1.2 Ziele und Strategien Die Leifeld Metal Spinning AG forciert die Weiterentwicklung der Technologien Drücken, Drückwalzen sowie Profilieren und bezieht dabei Kunden, Dienstleister sowie Forschungsinstitute gleichermaßen mit ein. Durch diese Spezialisierung verfügt die Leifeld Metal Spinning AG über einzigartige Kompetenzen und Erfahrungswerte beim Vorantreiben von anspruchsvollen Technologieprojekten. Während das Kerngeschäft der etablierten Energieversorger in der Erzeugung und dem Verkauf von möglichst viel Energie liegt, konzentriert sich die Kater Energies AG ausschließlich auf Energieeffizienz und Energiekostensenkung. Die im Jahr 2015 beschlossene Neuausrichtung des Geschäfts, nämlich das bislang prägende Energieliefergeschäft aufzugeben und zukünftig einen reinen Beratungsansatz zu wählen, wurde im Konzerngeschäftsjahr 2018 fortgeführt. Unternehmerischer Gegenstand der Kater Energies AG ist die unabhängige Beratung von Kunden und Verbrauchern im Hinblick auf Effizienz beim Umgang mit Energie, einschließlich der Unterstützung bei effizientem Betrieb von technischen Anlagen. Darüber hinaus gehört zum Gegenstand der Gesellschaft auch die Beratung und Prozessunterstützung bei der Beschaffung sämtlicher Energieträger. Durch diese Bündelung der Kompetenzen kann die Gesellschaft ihre technischen Kompetenzen noch besser an die Kunden bringen und diese bei Projekten unterstützen. Der operative Start des Geschäftsbereichs Beratung ist für das vierte Quartal 2019 geplant, das Energieliefergeschäft wird mit Ablauf des Jahres 2019 enden. 1.3 Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen finden in erster Linie bei der Leifeld Metal Spinning AG statt. Dem Geschäftsmodell folgend, als führender Lösungsanbieter für Umformtechnologie und Lösungsanbieter wahrgenommen zu werden, legt die Gesellschaft besonderen Wert auf Forschung und Entwicklung und neue Ideen. Vor diesem Hintergrund wurden im Berichtsjahr die Organisationsstrukturen u.a. in der Konstruktion weiter optimiert. Eine neugeschaffene Bereichsleitung und Aufgabenzuordnung sorgt für eine höhere Effektivität und erhöht durch Neu- und Umverteilung der Verantwortlichkeiten gleichzeitig die Innovationskraft. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die operative Tätigkeit des Konzerns ist im Wesentlichen auf den Geschäftsbereich der Kofler Energies AG sowie den Geschäftsbereich der Leifeld Metal Spinning AG zurückführen. Nach dem guten Jahresstart hat das weltwirtschaftliche Wachstum in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 durch lokale Krisen und die Verschlechterung der handelspolitischen Rahmenbedingungen an Tempo verloren. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug das globale Wachstum preisbereinigt geschätzt 3,7 %, nach 3,8 % im Jahr 2017. Noch im April 2018 hatte der IWF eine globale Wachstumsrate von 3,9 % prognostiziert. Schwächer als ursprünglich eingeschätzt haben sich vor allem einige Volkswirtschaften in Europa und Asien entwickelt (Quelle: IMF 2019; VDMA 2019). Im Euro-Raum verlor die Konjunktur im Laufe des Jahres 2018 an Fahrt. Das Bruttoinlandsprodukt expandierte um real 1,8 %. Die Industrieproduktion stieg um geschätzt 1,1 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Beschäftigung sowie Investitionen nahmen mit weniger Dynamik zu. Die Auslastung der industriellen Kapazitäten war hoch. Die Gründe für die Wachstumsverlangsamung lagen zum einen im Export. In Deutschland (plus 1,5 %) wirkten sich Probleme bei der Umstellung auf den neuen Abgas-Teststandard WLTP aufgrund der großen gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der Automobilindustrie negativ aus. In Italien (plus 1,0 %) führte die Politik der neuen Regierung, die durch die höhere Neuverschuldung auf Konfrontation zur EU ging, für Verunsicherung bei den Konsumenten. Und in Frankreich (plus 1,5 %) wurde die wirtschaftliche Entwicklung zum Jahresende durch die Protestwelle der "Gelbwesten" belastet. Nach drei temporeichen Jahren expandierte auch die spanische Wirtschaft mit 2,5 % weniger kräftig als in den Vorjahren. Im EU-Vergleich war Spanien aber weiterhin die einzige große Volkswirtschaft, die überdurchschnittlich wuchs (Quelle: IMF 2019; VDMA 2019). Mit voraussichtlich 1,4 % BIP-Zuwachs entwickelte sich die Wirtschaftsleistung im Vereinigten Königreich abermals schwächer als im Euro-Raum. Die Verunsicherung der britischen Verbraucher und Investoren aufgrund des bevorstehenden Brexit hielt an und belastete das Ausgabeverhalten (Quelle: IMF 2019; VDMA 2019). Die Wachstumsprognosen haben sich mit zeitlichem Fortschritt weiterhin reduziert. Die US-Wirtschaft hatte durch die Ende 2017 verfügte Steuerentlastung denkbar gute Voraussetzungen für ein solides Wirtschaftsplus im Jahr 2018. Die gesamtwirtschaftliche Wirtschaftsleistung stieg um 2,9 %, nach 2,2 % im Vorjahr. Investitionen und Konsum haben gleichermaßen dazu beigetragen (Quelle: IMF 2019; VDMA 2019). In Japan hat sich 2018 das B1P-Wachstum halbiert. Es dürfte lediglich 0,9 % betragen haben. Die inländische Investitionstätigkeit war weiter expansiv ausgerichtet. Dämpfend wirkte der Export, aber auch der zerstörerische Taifun im September 2018 (Quelle: IMF 2019; VDMA 2019). Nach dem überraschend kräftigen Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 und zu Beginn des Jahres 2018 fiel der Zuwachs in der zweiten Jahreshälfte in China weniger stark aus. Im Jahr 2018 soll die Wirtschaftsleistung um 6,6 % gesteigert worden sein. Die Verlangsamung soll vor allem auf die Eindämmung der Aktivitäten im Schattenbankensektor zurückzuführen sein. Hinzu kommt, dass die Regierung die Politik der Neuausrichtung der chinesischen Wirtschaft weiterverfolgte. Dies schließt eine verminderte Investitionstätigkeit ein (Quelle: IMF 2019; VDMA 2019). In Indien hat sich das Wachstumstempo leicht beschleunigt und fällt mit real 7,3 % (Fiskaljahr 2018/2019) voraussichtlich höher aus als im Vorjahr. Wachstumstreiber waren vor allem der private Konsum und erhöhte staatliche Ausgaben (Quelle: IMF 2019; VDMA 2019). Sowohl in Russland als auch in Brasilien setzte sich die graduelle Erholung der Wirtschaft fort. Laut dem IWF dürfte die Wirtschaftsleistung in Russland um 1,7 % und in Brasilien um 1,3 % gestiegen sein. Ganz anders die Entwicklung in der Türkei: Hier kam es zur Jahresmitte 2018 zu einem drastischen Konjunktureinbruch. Die B1P-Wachstumsrate dürfte sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu halbiert haben und bei 3,8 % für das Gesamtjahr 2018 liegen (Quelle: IMF 2019; VDMA 2019). Die deutsche Wirtschaft ist im neunten Aufschwungsjahr und das Wachstum liegt trotz der schwächelnden zweiten Jahreshälfte über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Insgesamt wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2018 um 1,5 % (Quelle: IMF 2019; VDMA 2019). Die preisbereinigte Produktion im deutschen Maschinenbau konnten im Jahr 2018 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2 % steigen. Die Erwartungen, die manche Maschinenbauer an das Jahr 2018 hatten, haben sich damit sicher nicht erfüllt. Dies lag nicht am Auftragseingang, der im vergangenen Jahr um 5 % zulegen konnte. Der Grund waren zahlreiche Produktionsbehinderungen. Im Oktober des vergangenen Jahres klagte ein Zehntel der Unternehmen über zu kleine Maschinenparks. Noch gravierender machte sich ein Mangel an Arbeitskräften bemerkbar. 27 % der Maschinenbauer hätten mehr produzieren können, wenn sie mehr Arbeitskräfte gehabt hätten. Und noch etwas kräftiger bremste die Materialknappheit die Produktion. 28 % der Unternehmen konnten nicht schnell genug das für die Produktion benötigte Material bekommen. 15 % der Maschinenbauer hatten ganz andere Sorgen: Sie litten unter Auftragsmangel (Quelle: VDMA 2019). Produktion und Umsatz erreichten ein Niveau von Mrd. EUR 219 und Mrd. EUR 232 (beides geschätzte Werte, Quelle: VDMA 2019). Nachdem im Jahr 2017 das Wachstum fast ausschließlich den Exporten zu verdanken war, übernahm die Nachfrage aus dem Inland 2018 die Führung. Die Konjunktur hatte damit 2018 zwei Wachstumsmotoren. Die Inlandsbestellungen stiegen um 6 %. Die Nachfrage aus dem Ausland um 4 %. Die Exporte kamen insgesamt auf ein Volumen von Mrd. EUR 118 (Schätzung; Quelle: VDMA 2019). Nach wie vor fand das Wachstum auf breiter regionaler Basis statt, wenn auch die Lieferungen in vier der Top 20 Länder (Belgien, Türkei, Mexiko und Südkorea) zurückgingen. Die stärksten Wachstumsbeiträge kamen aus den USA, aus China und aus den Partnerländern der EU. Die Zahl der Beschäftigten in Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern lag im November 2018 bei 1.065.000 Personen. Das entspricht einem Zuwachs von 3,3 % oder 33.000 Personen im Vergleich zum November 2017 (Quelle: VDMA 2019). Die Energiemärkte waren im Jahr 2018 von einem weiteren Anstieg in der Preiskurve der Erzeugerpreise für Strom und Gas geprägt. Im Dezember 2018 war Energie um 6,9 % teurer als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat November sanken die Energiepreise jedoch um 1,4 %. Auch im Jahresdurchschnitt 2018 war Energie um 5,5 % teurer als 2017. Elektrischer Strom kostete durchschnittlich 6,5 % mehr und Erdgas in der Verteilung 3,9 %. Insgesamt war im Zuge der Vertriebsaktivitäten der Kofler Energies eine weitere Schärfung des Bewusstseins für den effizienteren Umgang mit Energie in allen Wirtschaftsbereichen und auch bei den privaten Verbrauchern erkennbar. Die Preise am Großhandelsmarkt für Strom sind im Jahresverlauf 2018 deutlich gestiegen. Der durchschnittliche Spotmarktpreis lag mit 44,47 EUR/MWh um rund 10 EUR/MWh über dem Vorjahresniveau. Verantwortlich für diese Entwicklung waren zum einen steigende Preise für Kohle, Gas und CO 2-Zertifikate. Zum anderen führten die Niedrigwasserstände insbesondere auf dem Rhein im zweiten Halbjahr zu Transporteinschränkungen und stark steigenden Logistikkosten sowie zu verringerten Verfügbarkeiten der Kraftwerke. Gleichzeitig lagen die Einspeisungen aus Windkraftanlagen deutlich unter dem Niveau eines Normaljahres. Auch am Terminmarkt bewegte sich die Notierung des Frontjahres-produkts Base mit rund 44 EUR/MWh deutlich über dem Vorjahresniveau. Dabei war von März bis Mitte September 2018 ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen, an den sich eine Seitwärtsbewegung mit hoher Volatilität anschloss. Für die Zukunft weisen die Terminmarktpreise in Deutschland bis in das Jahr 2022 einen rückläufigen Trend auf Diese Entwicklung reflektiert - neben sinkenden Preisen für Importkohle - die Erwartung der Marktteilnehmer, dass der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien künftig zu strukturellen Anpassungen in der konventionellen Erzeugung Ruhren wird. Insgesamt bleibt die Abhängigkeit der Preisentwicklung für Strom von der Brennstoff- und CO 2-Preisentwicklung weiterhin hoch. Mittelfristig kann das Preisniveau zunehmend durch energie- und umweltpolitische Veränderungen im In- und Ausland beeinflusst werden. Langfristige Gasimportverträge bilden eine wesentliche Grundlage der Gasversorgung in Deutschland. Die Großhandelsmärkte wie die niederländische TTF und der Handelspunkt des Marktgebiets Net-Connect Germany (NCG) sind weitere wichtige Bezugsquellen für Erdgas. Die Preisbildung orientiert sich dabei zeitversetzt an der Entwicklung der Ölpreise. Mit dem steigenden Angebot an Liquefied Na-tural Gas (LNG) aus den USA und Australien sinkt allerdings in Europa die Abhängigkeit des Gaspreises vom Ölpreis. Daneben wird der Gaspreis vor allem durch die Temperaturen im Winterhalbjahr beeinflusst. Obwohl die durchschnittlichen Temperaturen im Winter 2017/2018 nahe an den langjährigen Durchschnittswerten lagen, führte die Kältewelle in Nordwesteuropa und Deutschland von Ende Februar bis Anfang März zu einem kurzfristigen Preisanstieg. Aufgrund der Kältewelle waren die Füllstände der Gasspeicher in den Sommermonaten sehr niedrig, was zu einer erhöhten Nachfrage führte. Daneben blieben die Lieferungen von LNG nach Nordwesteuropa aufgrund einer starken Nachfrage aus dem asiatischen Raum unter den Markterwartungen. Zusammen mit den im Vorjahresvergleich hohen Ölpreisen schlugen sich diese Faktoren in einem erhöhten Preisniveau am Spot- und Terminmarkt nieder. Der monatliche Grenzübergangspreis für Erdgas des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lag im November 2018 mit 20,80 EUR/MWh um 14,7 % über dem Wert im Dezember 2017 (18,13 EUR/MWh) und um 18,2 % über dem Wert des Vorjahresmonats (17,60 EUR/MWh). Aufgrund der guten Versorgungslage an den Gasmärkten und relativ hoher Füllstände der Gasspeicher in Deutschland rechnet die Kofler Energies AG kurzfristig nicht mit weiter steigenden Preisen. 2.2 Geschäftsverlauf Der Verlauf des Geschäftsbereichs Sondermaschinenbau im Konzerngeschäftsjahr 2018 ist erfreulich und insbesondere mit Hinblick auf Umsatz und Ergebnis (über den Erwartungen) als positiv zu bewerten. Der erreichte Umsatz zeigt mit +7,4 % über Plan und +16,9 % über Vorjahr ein neues Rekordhoch. Dabei zeigt das Neumaschinengeschäft, mit +22,2 % über Vorjahr und +8,8 % über Plan, eine besonders erfreuliche Tendenz. Der Kundendienst konnte die erfolgreichen Vorjahreswerte erwartungsgemäß nicht wiederholen, der Umsatz zeigt im Berichtszeitraum einen Rückgang von 12,5 %. Während im Vorjahr der Kundendienst-Anteil am Gesamtumsatz des Geschäftsbereichs noch 15,3 % betrug, reduziert sich dieser im Berichtszeitraum auf 11,4 %. Die Exportquote des Sondermaschinenbaus ist auf 93,3 % gestiegen und stellt somit erneut die internationale Ausrichtung deutlich heraus. Während das Vorjahr für einen besonders hohen Auftragseingangsanteil aus China stand, kommen die Auftragseingänge im Berichtsjahr aus insgesamt elf verschiedenen Ländern. Dies unterstreicht die internationale Ausrichtung. Entgegen der Erwartung ist der Auftragseingang insgesamt im Vergleich zum Vorjahres-zeitraum um 3,9 % gesunken. Die Auftragseingangserwartungen, gespeist aus der Forecast Bewertung und Planung Folgejahr, wurden insbesondere im IV. Quartal 2018 hinsichtlich ihrer Nicht-Realisierung eingetrübt. Dieses zeigte sich durch Verschiebungen einzelner Investitionsentscheidungen und nicht realisiertem Auftragseingang und führte zu einem unterhalb der Erwartungen liegenden Auftragsbestand zum 31. Dezember 2018. Die Aktivitäten der Leifeld USA sorgen auch im Jahr 2018 für Positives. Der Gewinn eines neuen Großkunden im Bereich Neumaschinengeschäft ist dabei besonders erfreulich. Die vor Ort ansässige technische Kompetenz, sowohl in Verfahrenstechnik als auch in Mechanik, wirkt als Treiber und schafft zusätzliches Vertrauen auf der Kundenseite. Der weitere Ausbau der Leifeld USA und Anpassungen in der Organisation sind für die nächsten Jahre geplant. Der für die Leifeld wichtige Markt der Räderindustrie bleibt auch im Berichtsjahr auf einem stabilen Niveau. Auch in Zukunft wird die Bedeutung von Gewichtsreduktion und Leichtbau bei Automotive OEM's zunehmend in den Vordergrund gerückt und in verschiedenen Bereichen wie u.a. Räder (Stahl/Alu) und Getriebefertigung für eine erhöhte Nachfrage sorgen. Leifeld-Umformtechnologie ist zwar eine Nischentechnologie, wird jedoch auch weiterhin an Relevanz gewinnen. Eine im Vertrieb und Marketing angesiedelte Schärfung und Überarbeitung der avisierten Marktsegmente und Zielindustrien wird die Bekanntheit der durch Leifeld angebotenen Technologien weiter erhöhen. Ebenfalls erfreulich zeigen sich weiterhin die Verkäufe im Bereich der Drückmaschinen. Dabei verzeichnete das Unternehmen im Berichtsjahr Auftragseingänge vom kleinen Maschinentyp der SC 305 bis hin zu großen Drückmaschinen wie z.B. der SC 330S 2S. Die eigene Leifeld-Steuerung zeigt sich derweil flächendeckend als Erfolgsmodell und wird von nahezu allen Anwendern nachgefragt. Der Geschäftsverlauf des Geschäftsbereichs Energielieferungen war im Konzerngeschäftsjahr 2018 durch sinkende Umsätze geprägt. Durch die im Konzerngeschäftsjahr 2015 beschlossene Einstellung des Geschäftsbereichs werden keine Neuverträge über Energielieferanten abgeschlossen, sondern lediglich Altverträge abgewickelt. Mit Ablauf des Jahres 2019 werden alle Altverträge abgewickelt sein. Die Umsätze aus Stromlieferungen verzeichneten im Berichtsjahr ein gegenüber dem Vorjahr um 70,7 % reduziertes Volumen. Im Bereich der Gaslieferungen beträgt der Rückgang 69,8 %. Durch das Auslaufen des Geschäftsbereichs Energielieferungen und den Abbau von Personal sind auch die Personalaufwendungen um 12,3 % zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 64,3 % reduziert. Die Geschäftsbereiche Ingenieurdienstleistungen und Contracting wurden, insbesondere mit dem Verkauf der Geschäftsanteile der im Vorjahr vollkonsolidierten Tochterunternehmen Kofler Energies Ingenieurgesellschaft mbH, Kofler Energies Design GmbH, Kofler Energies International GmbH, Kofler Energies Energieeffizienz GmbH, NEK Facility Management GmbH, Kofler Energies Contracting GmbH und die Hybridkraftwerk Culemeyerstraße Projekt GmbH sowie an der 5,01%igen Beteiligung an der Neues Schweizer Viertel Betriebs+Service GmbH & Co. KG, aufgegeben und zum 1. Januar 2018 nicht mehr im Konzern konsolidiert. 2.3 Lage des Konzerns 2.3.1. Ertragslage des Konzerns Die langfristige Entwicklung der wesentlichen handelsrechtlichen Kennzahlen der Konzern-Ertragslage zeigt folgendes Bild:
Um die Entwicklung der Konzern-Ertragslage gegenüber dem Vorjahr darzustellen, wurde die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung abgewandelt und in nachfolgender Tabelle zusammengefasst. Dabei wurden Bewertungseffekte aus der Folgekonsolidierung der Leico Holding GmbH (Aufzinsung des Gesellschafterdarlehens und Veränderung der passiven latenten Steuern) als gesonderter Posten ausgewiesen.
Es ist darauf hinzuweisen, dass die Jahre 2017 und 2018 nur eingeschränkt vergleichbar sind, denn mehrere, im Vorjahr vollkonsolidierte Tochterunternehmen (vgl. Abschnitt 1.2) werden ab dem 1. Januar 2018 nicht mehr konsolidiert und sind daher in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nicht mehr enthalten. Das Jahresergebnis des Konzerns Gruppe Georg Kofler GmbH verbesserte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.604 (TEUR 11.364; Vorjahr: TEUR 3.759). Die Umsatzerlöse reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 32,2 % (TEUR 60.899; Vorjahr: TEUR 89.771). Der mit dem sukzessiven Auslaufen des Energieliefergeschäfts verbundene Umsatzrückgang (TEUR 9.959; Vorjahr: TEUR 34.180) konnte nur teilweise durch Umsatzsteigerungen bei anderen Gesellschaften kompensiert werden. Hervorzuheben ist hier die Steigerung des Umsatzes aus Maschinenbau und Service um TEUR 6.248 gegenüber dem Vorjahr. Die im Konzerngeschäftsjahr 2018 veräußerten und nicht mehr konsolidierten Tochterunternehmen realisiertem im Vorjahr einen Umsatz von TEUR 16.926. Die Gesamtleistung des Konzerns betrug TEUR 57.054 (Vorjahr: TEUR 100.913) und wurde im Wesentlichen durch die Kofler Energies AG (TEUR 9.959; Vorjahr: TEUR 34.180) und die Leifeld Metal Spinning GmbH (TEUR 40.411; Vorjahr: TEUR 39.541) getragen. Bereinigt man die Gesamtleistung des Vorjahres um den Wertbeitrag der im Jahr 2018 endkonsolidierten Unternehmen, so reduzierte sich die Gesamtleistung lediglich um TEUR 14.795 (TEUR 57.054; Vorjahr: TEUR 71.849). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von TEUR 422 (Vorjahr: TEUR 951) sowie außergewöhnliche Erträge aus der Einbringung von Beteiligungen (TEUR 5.887; Vorjahr: TEUR 0), aus Finanztransaktionen (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 12.000) und aus der Auflösung von Schulden (TEUR 4.300; Vorjahr: TEUR 0). Die Materialaufwendungen im Konzern verringerten sich um TEUR 25.679 (TEUR 32.915; Vorjahr: TEUR 58.594), infolgedessen verringerte sich das Rohergebnis um TEUR 23.676 (TEUR 35.216; Vorjahr: TEUR 58.892). Die Materialquote bezogen auf die Gesamtleistung war rückläufig und verringerte sich im Berichtsjahr auf 57,7 % (Vorjahr: 58,1 %). Die Personalaufwendungen des Konzerns betrugen im Berichtszeitraum TEUR 13.942 (Vorjahr: TEUR 26.836). Davon entfielen TEUR 12.715 (Vorjahr: TEUR 11.380) auf den Geschäftsbereich Sondermaschinenbau und TEUR 887 (Vorjahr: TEUR 1.012) auf den Geschäftsbereich Energielieferungen. Bereinigt man die Personalaufwendungen des Vorjahres um die im Jahr 2018 endkonsolidierten Unternehmen, so steht den Personalaufwendungen des laufenden Jahres ein Vorjahreswert von TEUR 13.932 gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 8.788 und lagen somit unter dem Vorjahresniveau (TEUR 22.612). Im Berichtszeitraum entfielen sonstige betriebliche Aufwendungen im Wesentlichen auf die Leifeld Metal Spinning AG (TEUR 6.228; Vorjahr: TEUR 5.348), die Kater Energies AG (TEUR 794; Vorjahr: TEUR 2.221) sowie die Dacapo S.à r.l. (TEUR 615; Vorjahr: TEUR 9.748). Sie beinhalten außergewöhnliche Aufwendungen aus Veräußerungsverlusten von Finanzinstrumenten in Höhe von TEUR 141 (Vorjahr: TEUR 8.943). Vorgenannte Entwicklungen führten im Ergebnis zu einem Anstieg des EBITDA auf TEUR 12.391 (Vorjahr: TEUR 9.401). Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 3.171 (Vorjahr: TEUR 3.642) vorgenommen. Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR 8.484 verbesserte sich um TEUR 7.800 gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR 684. Das Finanzergebnis enthält die Erträge aus der Endkonsolidierung der konsolidierten Tochtergesellschaften von TEUR 22.534 (Vorjahr: TEUR 0) und das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen von TEUR -14.340 (Vorjahr: TEUR 0). Aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entstand im Berichtsjahr ein negativer Ergebniseffekt in Höhe von insgesamt TEUR -1.092 (Vorjahr: TEUR -1.772), wovon TEUR -513 (Vorjahr: TEUR 1.213) den latenten Steuern zuzuordnen sind. Das operative Konzernergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 11.550 (TEUR 16.162; Vorjahr: TEUR 4.612) angestiegen. Bewertungseffekte aus der Folgekonsolidierung der Leico Holding GmbH in Höhe von TEUR 3.042 (Vorjahr: TEUR 432) und die Abwertung von Forderungen (TEUR 1.756; im Vorjahr: TEUR 421) belasteten das Konzernergebnis. Es fällt mit TEUR 11.364 im Vergleich zum Vorjahresergebnis in Höhe von TEUR 3.759 um TEUR 7.604 besser aus. Die Bewertungseffekte setzen sich aus Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung des Gesellschafterdarlehens in Höhe von TEUR 3.492 (Vorjahr: TEUR 492) sowie damit zusammenhängend einem Ertrag aus latenten Steuern von TEUR 450 (Vorjahr: TEUR 60) zusammen. 2.3.2. Finanzlage des Konzerns Der Cashflow wurde gemäß den Vorgaben des DRS 21 ermittelt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde nach der indirekten Methode ermittelt, die Cashflows aus der Investitions- bzw. der Finanzierungstätigkeit wurden nach der direkten Methode ermittelt. Der Finanzmittelfonds der Gruppe Georg Kater GmbH beträgt zum 31. Dezember 2018 TEUR 12.590 (Vorjahr: TEUR 15.324). Der vereinfachte Cashflow, abgeleitet aus dem Konzernergebnis, bereinigt um Abschreibungen, Rückstellungen sowie zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge, beträgt im Konzerngeschäftsjahr 2018 TEUR 16.817 (Vorjahr: TEUR 7.035). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist negativ und beträgt TEUR -1.493 (Vorjahr: TEUR -229). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 338 (Vorjahr: TEUR 11.491) resultiert im Wesentlichen aus Auszahlungen für Investitionen von Finanzanlagen (TEUR 24.956; Vorjahr: TEUR 14.658) sowie Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (TEUR 5.437; Vorjahr: TEUR 3.374). Demgegenüber stehen Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 30.748 (Vorjahr: TEUR 28.658). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 310 (Vorjahr: TEUR -6.884) ergibt sich u.a. aus geleisteten Zinszahlungen in Höhe von TEUR 1.002 (Vorjahr: TEUR 1.184) und Tilgung von Krediten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 4.500; Vorjahr: TEUR 5.200). Die Finanz- und Liquiditätslage des Konzerns ist stabil sowie nachhaltig gesichert. Mit etwaigen Liquiditätsengpässen ist, basierend auf der erwarteten Geschäftsentwicklung, kurz- bis mittelfristig nicht zu rechnen. 2.3.3. Vermögenslage des Konzerns Die Vermögenslage des Konzerns auf der Aktivseite stellt sich wie folgt dar:
Die Kapitalstruktur des Konzerns stellt sich wie folgt dar:
Die Konzernbilanzsumme der Gruppe Georg Kofler GmbH erhöhte sich zum 31. Dezember 2018 leicht auf TEUR 121.384 (Vorjahr: TEUR 113.711). Das langfristig gebundene Vermögen erhöhte sich um TEUR 12.175 (TEUR 56.359; Vorjahr: TEUR 44.184). Verkäufen von Tochterunternehmen standen wesentlichen Investitionen in assoziierte Unternehmen und andere Finanzanlagen gegenüber. Bezogen auf das gesamte Vermögen ergab sich damit eine Anlagenintensität in Höhe von 46,4 % (Vorjahr: 38,9 %). Das Anlagevermögen ist - wie im Vorjahr - vollständig durch das wirtschaftliche Eigenkapital finanziert. Das Vorratsvermögen vor Abzug der erhaltenen Anzahlungen betrug im Berichtsjahr TEUR 11.553 (Vorjahr: TEUR 56.113) und war zu 59,8 % (Vorjahr: 95,2 %) durch die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen finanziert. Ursächliche für den Rückgang war insbesondere der Verkauf des Geschäftsbereichs Ingenieurdienstleistungen. Die Intensität der Forderungen gegen verbundene und Beteiligungsunternehmen zum Gesamtvermögen lag im Berichtsjahr mit 3,6 % auf dem Niveau des Vorjahres von 3,5 %. Die Zahlungsmittel und Äquivalente reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.734 auf TEUR 12.590 (Vorjahr: TEUR 15.324). Insgesamt deckte das Umlaufvermögen inklusive übriger Aktiva in Höhe von TEUR 65.025 (Vorjahr: TEUR 69.527) das wirtschaftliche Eigenkapital in Höhe von TEUR 89.478 (Vorjahr: TEUR 76.403) zu 72,7 % (Vorjahr: 91,0 %). Um den Einblick in die Vermögenslage des Konzerns zu verbessern, hat der Konzern die nachrangigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in das wirtschaftliche Eigenkapital umgegliedert. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote im Berichtsjahr in Höhe von 73,7 % ist gegenüber der im Vorjahr (67,2 %) gestiegen. Das wirtschaftliche Fremdkapital reduzierte sich im Berichtsjahr um TEUR 5.401 auf TEUR 31.907 (Vorjahr: TEUR 37.308). Innerhalb des wirtschaftlichen Fremdkapitals ist insbesondere der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 4.436 auf TEUR 3.753 (Vorjahr: TEUR 8.189) nennenswert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um TEUR 312 auf TEUR 5.812 (Vorjahr: TEUR 5.500) leicht angestiegen. 2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der Konzern steuert sein operatives Geschäft insbesondere mittels der "klassischen" Kenngrößen Umsatzerlöse, Rohergebnis (= Gesamtleistung + sonstige betriebliche Ergebnisse ./. Materialaufwand), EBITDA und EB1T. Darüber hinaus ist bei der Leifeld Metal Spinning AG der Auftragseingang und Auftragsbestand von zentraler Bedeutung. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind für die Steuerung des Konzerns derzeit von lediglich untergeordneter Bedeutung. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Viele Frühindikatoren signalisieren ein abgeschwächtes Wachstum für das Jahr 2019. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für 2019 ein BIP-Wachstum von 3,5 %, d.h. einen um 0,2 % geringeren globalen Wirtschaftszuwachs als 2018 (Quelle: IMF 2019; VDMA 2019). Für die Schwellen- und Entwicklungsländer in Summe wird eine dynamische Entwicklung von 4,5 % vorhergesagt. In Brasilien soll sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzen und das Bruttoinlandsprodukt mit 2,5 % nahezu doppelt so kräftig wie im Vorjahr wachsen. Vor allem durch den niedrigeren Ölpreis und geringeren Inflationsdruck sind die Konjunkturforscher für Indien positiv gestimmt (Finanzjahr 2019/2020 :7,5 %). Für Russland wird mit 1,6 % ein nahezu gleichbleibendes B1P-Plus erwartet. Weniger rosig sieht es 2019 für die Türkei aus: Hier dürfte sich die negative Entwicklung des Vorjahres in der ersten Jahreshälfte fortsetzen. Für das Gesamtjahr könnte es auf eine stagnierende Wirtschaft hinauslaufen. Für China wird wegen der Handelsstreitigkeiten mit den USA sowie der erforderlichen strukturellen Anpassung im Finanzsektor ein vermindertes Wachstumstempo prognostiziert. Der gesamtwirtschaftliche Zuwachs soll mit 6,2 % allerdings weiter kräftig sein (Quelle: IMF 2019; VDMA 2019). In den Industrieländern dürfte sich die expansive Entwicklung 2019 mit 2,0 % fortsetzen. Für die USA wird abermals eine überdurchschnittliche Entwicklung prognostiziert (plus 2,5 %). Aufgrund der niedrigen Arbeitslosenquote dürfte der private Konsum die Hauptstütze sein. Abzuwarten bleibt, wie sich die von den USA ausgehenden Handelskonflikte sowie die Zinsen weiterentwickeln. Wachstum, jedoch im Vergleich zum Vorjahr vermindert, wird für Kanada (plus 1,9 %) und den Euro-Raum (plus 1,6 %) erwartet. Im Falle des Vereinigten Königreichs (plus 1,5 %) und Japans (plus 1,1 %) soll die Wirtschaft nahezu entsprechend dem Vorjahrestempo weiterwachsen. Aufgrund der unveränderten Ungewissheiten über den Ablauf des EU-Austritts von Großbritannien ist die Prognose für das Land allerdings mit hoher Unsicherheit behaftet. Ein "Hard Brexit", aber auch eine weitere Verschärfung der Handelsstreitigkeiten und eine stärker als bislang angenommene Wachstumsverlangsamung in China stellen aus Sicht des IWF hohe Abwärtsrisiken für die wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Jahr dar (Quelle: IMF 2019; VDMA 2019). Die Bundesregierung rechnet für 2019 mit dem Fortgang des Aufschwungs. Sie geht von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,0 % aus. Getragen wird die Zuversicht von der Zunahme der Beschäftigten. Zwar steigt dadurch die Sorge um Engpässe bei den Arbeitskräften, jedoch wird dieser Zuwachs auch mit Lohnsteigerungen einhergehen und somit die privaten Konsumausgaben antreiben. Wie schon im vergangenen Jahr zeichnen sich neben den Arbeitskräfteengpässen weitere produktionsseitige Engpässe ab. Zu den bestehenden Produktionsbehinderungen kommt die Sorge um die schwächelnde Dynamik des Welthandels. Die verschiedenen Spannungsfelder Ruhren für die deutsche Konjunktur zur Verunsicherung (Quelle: IfW 2019; VDMA 2019). Der Maschinenbau befindet sich 2019 im dritten Aufschwungsjahr. Der VDMA prognostiziert ein Wachstum der preisbereinigten Maschinenproduktion am Standort Deutschland von rund 2 % (Quelle: VDMA 2019). Aus rein konjunktureller Perspektive betrachtet werden die Auftriebskräfte schwächer. Erschwerend kommt hinzu, dass zahlreiche Störfaktoren ins Bild geraten sind. Dazu zählen der Handelsstreit zwischen den USA und China, ein noch virulenter Handelskonflikt zwischen den USA und der EU, eine nachlassende Dynamik am Standort China sowie in Europa der Brexit und die politische Situation in Italien und auch die ins Stocken geratenen Reformen in Frankreich. Dies alles drückt allein von der Stimmung her auf die globale Investitionsneigung. Das erwartete kleine Produktionsplus geht daher im wesentlich auf die hohen Auftragsbestände zurück, die wegen zahlreicher Engpässe nicht mehr im vergangenen Jahr abgearbeitet werden konnten. Für den Durchschnitt der Maschinenbauunternehmen werden die Märkte USA, China und Deutschland verhalten optimistisch eingeschätzt. Andere Märkte in der EU dagegen werden eher skeptisch betrachtet (Quelle: VDMA 2019). Die noch immer aktiven Sanktionen in Russland wirken nach wie vor auftragshemmend. Die aufgrund der starken Nachfrage umgesetzten Maßnahmen zur Stärkung der Leifeld-Russland-Aktivitäten zeigen sich im Berichtszeitraum durch entsprechende Auftragseingänge jedoch tendenziell positiv. Die Leifeld Metal Spinning AG ist aufgrund ihres breiten Produktspektrums flexibel aufgestellt und für Krisen in einzelnen Branchen gut gerüstet. Maßnahmen zur Baureihenüberarbeitung haben gegriffen und werden die Internationalisierung in neuen Märkten und Marktsegmenten weiter vorantreiben. Ausgelöst durch massive Kursrutsche an der chinesischen Börse hat es die Liquidität vieler börsennotierter Unternehmungen negativ beeinträchtigt. Zusätzlich bremst der Handelskrieg mit den USA bereits geplante Investitionen in neue Maschinentechnologie, welches zu Verschiebungen einzelner Projekte Ruhren kann. Trotz einer prognostizierten niedrigeren Wachstumsquote wird China in den Folgejahren absolut betrachtet auch weiterhin stark wachsen und bleibt somit ein Markt mit besonders hoher Relevanz. Im Vergleich zum Berichtszeitraum erwartet die Leifeld Metal Spinning AG für das Konzerngeschäftsjahr 2019 einen deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse. Aufgrund der sinkenden Umsatzerlöse wird auch mit einem ebenfalls deutlich geringeren Jahresergebnis vor ErgebnisabRihrung gerechnet. Bei der Kofler Energies AG haben sich im Konzerngeschäftsjahr 2018 nachhaltig die aus der im Jahr 2014 vorgenommenen Verlagerung der Betriebsstätte von Bochum nach Berlin resultierenden Kostenreduzierungen fortgesetzt. Für das auslaufende Energielieferungsgeschäft ist eine relativ präzise Prognose möglich, da keine neuen Energielieferungsverträge mehr abgeschlossen werden und die bestehenden Energielieferungsverträge von der Kofler Energies AG erfüllt werden. Die Gesellschaft rechnet für das Konzerngeschäftsjahr 2019 aus dem operativen Geschäft mit einem deutlich sinkenden Umsatz und EB1T. Eine Prognose für das von der Kofler Energies AG weitergeführte Beratungsgeschäft ist derzeit schwierig, denn der Geschäftsbereich muss insgesamt neu aufgebaut werden. Es wird für das Jahr 2020 mit einem positiven Beitrag zum Konzern-EBIT gerechnet. Grundsätzlich sind aber für die Kofler Energies AG damit alle Voraussetzungen sowohl vom Markt als auch von der Unternehmensstruktur und den -kosten hergegeben, dass eine stabile Entwicklung des Beratungsgeschäfts und ein stabiler Ertrag aus dem auslaufenden Energielieferungsgeschäft erwartet werden können. Nach den Erfahrungen im Berichtsjahr ist es aber nicht wahrscheinlich, dass die Beratungsleistungen im Hinblick auf Umsatz und Ertrag eine Größe erreichen, die auch nur annähernd einen Ausgleich zu den in den Vorjahren zu verzeichnenden Roherträgen aus den Energielieferverträgen darstellen und der bisherigen Ergebnisabführung der Kofler Energies Ingenieurgesellschaft mbH entsprechen werden. 3.2 Risikobericht 3.2.1. Risikomanagement Das bereits im Jahr 2014 grundlegend überarbeitete Risikomanagementsystem bei der Leifeld Metal Spinning AG wurde auch im Berichtszeitraum fortgeführt. Von möglichen schwerwiegenden bis hin zu leichten Risiken durchleuchtet es sämtliche Unternehmensbereiche. Die hierfür entwickelte Systematik schafft durch die Messung relevanter Themen und Indikatoren erhöhte Transparenz zur Führung und Steuerung der Gesellschaft. Neben diesem Risikomanagementsystem ist die Leifeld Metal Spinning AG so strukturiert, dass wesentliche Risiken anhand der Planungs- und Berichtsstrukturen mehrmals monatlich identifiziert, analysiert und bewertet werden. Um Risiken entgegenzuwirken und Chancen wahrzunehmen, beobachtet und diskutiert der Vorstand der Leifeld Metal Spinning AG die aktuelle Lage des Unternehmens sowohl in bilateralen Gesprächen mit Abteilungsverantwortlichen, als auch in monatlichen Führungskreis-Sitzungen. Daraus werden Maßnahmen abgeleitet und in das Unternehmen entsprechend eingebracht. Die geschaffene Projektmanagementstruktur sorgt für mehr Auftragstransparenz und wirkt im Berichtszeitraum positiv auf die Schnittstellen des internen Wertstroms. Damit trägt diese maßgeblich zur Planungssicherheit und Vermeidung von Margenverlust bei. In Nachbesprechungen werden alle laufenden Projekte vom Controlling bewertet und gemeinsam mit den Abteilungsverantwortlichen rechtzeitig Maßnahmen zum Gegensteuern eingeleitet. Das Risikomanagementsystem der Kofler Energies AG ist in den einzelnen Fachbereichen eingebettet und ist damit ein integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Zu den Bausteinen des Risikomanagementsystems zählen im Wesentlichen unternehmensweite Richtlinien und Berichtssysteme. 3.2.2. Risiken 3.2.2.1. Allgemeine Marktrisiken Ob nun finanz- oder geopolitisch getrieben, ist die in sich vernetzte Weltwirtschaft auch bei steigenden Auftragseingängen und verbesserten Konjunkturzahlen nicht vor Krisen und Markteinbrüchen gefeit. Die bereits im Vorjahr festgestellten protektionistischen Tendenzen im internationalen Umfeld, wie z.B. in den USA, sorgen auch weiterhin für Verunsicherung und gefährden das internationale Geschäft des deutschen Maschinenbaus. Politische Instabilitäten, Brexit, Unstimmigkeiten innerhalb der EU sowie Terrorismus und allgemeine weltwirtschaftliche Risiken können bei der Leifeld Metal Spinning AG zu Stornierungen, Verschiebungen oder Forderungsausfällen führen. Mit der globalen Marktpräsenz und dem diverse Industrien übergreifenden Produktangebot, wirkt die Unternehmung gegen mögliche Negativtrends und stärkt durch gezielte Marketingaktivitäten die Vertriebsaktivitäten in den Kern- und auch zukünftigen neuen Märkten. Im Segment Energiedienstleistungen hat die Kofler Energies AG mit starken Marktveränderungen zu kämpfen. Kerngeschäft der Kofler Energies AG war bislang die (primär preisliche) Optimierung des Energiebezugs ihrer Kunden. Zwei bereits seit einigen Jahren feststellbare Entwicklungen haben jedoch zu einer deutlichen Reduzierung der Margen und damit letztlich zu der im Jahr 2015 beschlossenen Änderung der geschäftlichen Ausrichtung unserer Kofler Energies AG (Einstellung von Neugeschäfts-aktivitäten im Energieliefergeschäft) geführt: gestiegene Preistransparenz im Energiemarkt und gestiegener Professionalisierungsgrad gewerblich tätiger Energieverbraucher. Die Ausrichtung der Gruppe erfolgt auf den Bereich Beratung und Planungsunterstützung im Geschäftsbereich Energieeffizienz und -dienstleistungen. Dieser Bereich ist mit denselben Marktrisiken verbunden, die in analoger Form ausstrahlen können. So können sich der Wegfall oder die Reduzierung politisch motivierter Anreize (bspw. in Form von Förderrichtlinien) nachteilig auf die Nachfrage nach Energieeffizienzdienstleistungen auswirken. Ähnlich kann sich ein nachhaltig niedriges Energiepreisniveau auswirken. Ein weiteres Marktrisiko ist sicherlich darin auszumachen, dass sich insbesondere die großen Versorgerunternehmen in Deutschland ebenfalls dem Thema der Energieeffizienzdienstleistungen verstärkt widmen und sich die Wettbewerbssituation mittelfristig deutlich verschärfen könnte. 3.2.2.2. Kunden- und Zahlungsausfallrisiken Mit dem Instrument der Finanzplanung und einer regelmäßigen Analyse der Geschäftsaktivitäten überwacht und steuert die Leifeld Metal Spinning die Liquidität. Im Rahmen volatiler Auftragseingänge und der internationalen Aktivitäten mit bestehenden aber auch bisher unbekannten Kunden entstehen Liquiditätsrisiken. Das Unternehmen wirkt dem durch sorgfältige Zahlungsabsicherungen mittels Akkreditive und objektiver Kundenbewertung entgegen. Währungsrisiken entstehen ausschließlich in den USA sowie eingeschränkt auch in China. Diese werden jedoch durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Die Risiken aus dem Finanzbereich sind existent aber beherrschbar und halten sich im Rahmen des üblichen unternehmerischen Risikos. Bei der Kofler Energies AG werden etwaige Zahlungsausfallrisiken durch eine Reihe von Maßnahmen begrenzt. Grundsätzlich besteht keine Abhängigkeit von Einzelkunden Das Kundenportfolio weist eine hohe Diversifizierung nach Branchen und Kundengrößen auf. Weiter prüft die Kofler Energies AG vor Vertragsabschluss die Bonität von potenziellen Kunden und monitort diese während der gesamten Vertragslaufzeit. Bei Kunden mit schlechter Bonität wird von Vertragsabschlüssen abgesehen, es sei denn, die Kunden können Sicherheiten stellen. Das Mahnverfahren der Kofler Energies AG ist sehr straff organisiert, sodass Maßnahmen zur Begrenzung von Schäden unverzüglich eingeleitet werden können. Durch die in den Vorjahren erfolgte Aufgabe des Neugeschäfts im Energielieferbereich verringert sich mit jedem auslaufenden Energieliefervertrag grundsätzlich die Risikoexposition der Kofler Energies AG, da etwaige Zahlungsausfälle im Bereich der Energieeffizienzdienstleistungen in der Regel eine deutlich geringere finanzielle Tragweite haben als Zahlungsausfälle (z.B. wegen einer Insolvenz) im Energieliefergeschäft. 3.2.2.3. Beschaffungs- und Einkaufsrisiken Sowohl im Segment Spezialmaschinenbau als auch im Segment Energiedienstleistungen kann es im Geschäftsverlauf immer wieder zu Beschaffungsrisiken kommen, wie z.B. Lieferantenausfälle, Qualitätsprobleme, Haftungs- und Gewährleistungsansprüche aufgrund von verspäteten Auslieferungen/In-betriebnahmen oder Kundenreklamationen bei Serviceleistungen. Verspätete Auslieferungen/Inbetrieb-nahmen sowie daraus resultierende Pönalen und Reklamationen stellen ein potenzielles Risiko dar. Zur Verbesserung der Termintreue wurden im Berichtszeitraum weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Liefertermintreue, für mehr Transparenz und eine optimierte Steuerung innerhalb der Wertschöpfung umgesetzt. Durch zeitlich begrenzte Gewährleistungsverpflichtungen und vertraglich individuelle Regelungen mit Kunden versucht die Leifeld Metal Spinning AG, das operative Risiko entsprechend geringzuhalten. In dem Energieliefergeschäft der Kofler Energies AG besteht das primäre Beschaffungs- und Einkaufsrisiko im Bereich der eingekauften Energie. Für die abgeschlossenen und noch abzuwickelnden Energieliefergeschäfte erfolgt eine Versorgung über "Back-to-Back"-Verträge. Hierdurch wird gewährleistet, dass grundsätzlich weder eine Unter- noch eine Überdeckung bezogen auf die verkaufte Ener-gieliefermenge eintreten kann. Es wird grundsätzlich synchron zur bereits verkauften Energiemenge beschafft. Soweit auf der Einkaufsseite "Take-or-Pay"-Verpflichtungen im Sinne von Mindest- bzw. Maximalabnahmemengen eingegangen werden, gibt die Gesellschaft diese Verpflichtung grundsätzlich an die Kunden weiter. Die bisher ausschließlich gewählte Beschaffung im "Back-to-Back"-Verfahren nimmt der Kofler Ener-gies AG bei stark volatilen Märkten die Chance, kurzfristigen Marktentwicklungen zu folgen. Vor dem Hintergrund der beschriebenen zukünftigen Ausrichtung auf Beratungsdienstleistungen im Energieeffizienzbereich wird das vorgenannte Beschaffungsrisiko zukünftig an Bedeutung verlieren. 3.2.2.4. Operative Risiken Die Wettbewerbsstruktur in Deutschland zeigt sich identisch zum Vorjahresstand. Individuell und je nach Maschinentyp unterschiedlich ausgeprägt, zeigen sich gelegentlich margenreduzierende Preiskämpfe. Neben den seit Jahren bekannten Wettbewerbern, etablieren sich weiterhin asiatische Unternehmen aus China und Taiwan, die sich Leifeld zum Vorbild nehmen und insbesondere im Bereich der eher einfachen Maschinen aktiv sind. Dem hier entstehenden Preisrisiko wird durch den technologischen Vorsprung anspruchsvoller Maschinen und einem verstärkt geschulten Team entgegengewirkt. Staatliche Eingriffe, vor allem verschärfte Ausfuhrrichtlinien und Gesetzesänderungen, so z.B. in Russland, beeinträchtigen die Geschäftsentwicklung in einigen Ländern. Hinsichtlich der Marktstrukturen sehen wir derzeit keine erhöhte Gefahr der Substitution relevanter Leifeld-Technologien. Bei der Abwicklung der Geschäfte entstehen bei der Kofler Energies AG operative Risiken im Prozess des Vertragsmanagements, der Kundenabrechnung, des Forderungsmanagements sowie der Rechnungsprüfung. Durch das bestehende Energiedatenmanagementsystem, ein straffes und transparentes monatliches Controlling- und Berichtswesen sowie regelmäßige Abteilungsbesprechungen wird sichergestellt, dass mögliche Defizite bei der Abwicklung frühzeitig aufgedeckt und behoben werden. Zudem wurden in den letzten Jahren ergänzende neue Prüfroutinen und Plausibilitätschecks implementiert und verfeinert, die ebenfalls risikoreduzierenden Charakter haben. 3.2.2.5. Personalrisiken Personelle Risiken entstehen durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Diesem Risiko begegnet der Konzern mit klaren Vertreterregelungen. Des Weiteren wird das Personal an einigen Standorten konzentriert, um dort über die entstehenden Redundanzen das Personalrisiko weiter zu reduzieren. Bei den Gesellschaften werden sämtliche Kunden- und Vertragsdaten zentral in bestehenden Managementsystemen hinterlegt, sodass die Abhängigkeit vom Wissen einzelner Mitarbeiter begrenzt wird. Die Mitarbeiterfluktuation wird auch dadurch geringgehalten, dass Entscheidungsträgern über Zielvereinbarungen und Leistungsprämien ein attraktiver Arbeitsplatz geboten wird. 3.2.2.6. Rechtliche Risiken Die Leifeld Metal Spinning AG ist ein exportorientiertes Unternehmen. Staatliche Eingriffe, vor allem verschärfte Ausfuhrrichtlinien und Gesetzesänderungen oder politisch getriebener Protektionismus, welcher sich z.B. in den USA entwickelt, kann das geplante Wachstum der Leifeld Metal Spinning AG in einigen Ländern, wie z.B. Russland und den USA, erheblich bremsen. Vor diesem Hintergrund und für einen fachlich professionellen Einsatz legt die Leifeld Metal Spinning AG bereits im Organigramm einen besonderen Fokus auf das Thema Ausfuhrkontrolle. Der Vorstandsvorsitzende der Leifeld Metal Spinning AG steht als Ausfuhrverantwortlicher in einem regelmäßigen Austausch mit dem BAFA sowie den entsprechenden Ministerien (BMWi u. AA). Ferner werden politische Entwicklungen in den Märkten der Leifeld Metal Spinning AG sehr genau verfolgt und bewertet. Im Segment Energiedienstleistungen bestehen die rechtlichen Risiken insbesondere in einer möglichen Änderung der für die Wirtschaftlichkeit von Energieeffizienzmaßnahmen relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen. In diesem Zusammenhang sind z.B. die Energie- und Stromsteuergesetze, das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz oder auch das Erneuerbare-Energien-Gesetz zu nennen. Die Koffer Energies AG verfolgt hierbei frühzeitig die einzelnen Phasen etwaiger gesetzgeberischer Maßnahmen und versucht durch Verbands- und Lobbyarbeit diesen Prozess zu begleiten sowie ihren Beitrag zu einer gesellschaftspolitischen Verfestigung des Energieeffizienzgedankens zu leisten. Da Veränderungen der gesetzgeberischen Rahmenbedingungen in der Energieeffizienzbranche vergleichsweise häufig vorkommen und dabei nicht selten auch signifikante Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der Koffer Energies AG haben, ist es auch weiterhin unerlässlich, ein breites Leistungsspektrum in allen Facetten der Energieeffizienz zu beherrschen und gleichzeitig so flexibel zu sein, die Betonung einzelner Leistungskomponenten entlang der gesetzgeberischen Veränderungen variieren zu können. 3.3 Chancenbericht Die für die Leifeld Metal Spinning AG bereits im Vorjahr beschriebenen Chancen im Bereich Piping (Öl-, Gas- und Energieindustrie) bleiben weiterhin relevant. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten für neue Maschinentypen wurden bereits im Berichtszeitraum begonnen und werden im Folgejahr bis zu einer Angebotsreife weiterentwickelt. Diese zukünftig neuen Maschinentypen sollen bestehende Märkte ergänzen, neue Industrien bedienen und somit die Stabilität des Unternehmens weiter stärken und potentielles Wachstum vorantreiben. Darüber hinaus zeigen sich für die Leifeld Metal Spinning AG attraktive Chancen im Bereich der Luft-und Raumfahrtindustrie sowie im Industriesektor Poles (Laternen/Fahnenmasten). Die aktuellen engen Kundenbeziehungen bieten Potential für zusätzliches Unternehmenswachstum. Im Verlauf der letzten Jahre hat sich der Kern der Unternehmenstätigkeit der Kofler Energies AG deutlich in Richtung Beratung und Planungsunterstützung bei Energieeffizienzmaßnahmen für Bestandsanlagen sowie für neu geplante Anlagen entwickelt. Dieser Bereich hat gleichzeitig jährlich mit deutlich positiven Beiträgen das EB1T der Gesellschaft aufgebessert. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass nun neben der ausschließlichen Förderung von alternativer Energieerzeugung auch mehr und mehr attraktive Programme zur Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen aufgelegt werden. Gefördert wird nahezu ausschließlich eine beratende Tätigkeit für die Verbesserung der Energieeffizienz. Das heißt im Umkehrschluss, der Berater darf mit keinerlei Liefer- und Erzeugerinteressen verbunden sein. Mit der Entscheidung des Vorstands der Kofler Energies AG, den Einkauf und den Vertrieb von leitungsgebundener Energie komplett einzustellen und ausschließlich in der Beratung und Planung für Energieeffizienzmaßnahmen tätig zu werden, liegen die Voraussetzungen für die Beantragung von Förderleistungen vor.
München, den 31. Oktober 2019 Dr. Georg Kofler Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva
München, den 30. September 2019 Dr. Georg Kofler Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Konzerngeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
KONZERN-ANHANG für das Konzerngeschäftsjahr 20181. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS UND KONZERNABSCHLUSSSTICHTAGDie Gruppe Georg Kofler GmbH, München, eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 215655, hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss aufgestellt. Darstellung, Gliederung und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gliederung des Konzernabschlusses ist um versorgungsspezifische Posten erweitert worden. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die einbezogenen Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss besteht aus der Konzern-Bilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Anhang, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel. Angaben, die wahlweise in der Konzern-Bilanz, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzern-Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Konzern-Anhang aufgeführt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Für die Darstellung der Ergebnisse der Endkonsolidierung von im Geschäftsjahr 2018 verkauften verbundenen Unternehmen ist in der Gewinn- und Verlustrechnung ein zusätzlicher Posten "Erträge aus der Veräußerung konsolidierter Tochterunternehmen" eingefügt worden. Zur Verdeutlichung der Auswirkungen der Endkonsolidierung von verkauften verbundenen Unternehmen auf das Anlagevermögen ist im Anlagenspiegel sowohl bei den Anschaffungs-/Herstellungskosten als auch bei den Abschreibungen eine zusätzliche Spalte "Veränderung Konsi.-Kreis" aufgenommen worden, die jeweils den entsprechenden Abgang des Geschäftsjahres 2018 zeigt. 2. ANGABEN ZUM KONSOLIDIERUNGSKREIS UND ZU DEN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMENDer Konsolidierungskreis besteht neben der Gruppe Georg Kofler GmbH aus nachfolgenden Unternehmen:
Die im Vorjahr vollkonsolidierten Tochterunternehmen Kofler Energies Ingenieurgesellschaft mbH, Kofler International GmbH, Kofler Energies Energy Design GmbH, Kofler Energies Contracting GmbH, Kofler Energies Energieeffizienz GmbH, Hybridkraftwerk Culemeyer Straße Projekt GmbH und NEK Facility Management GmbH (alle mit Sitz in Berlin) wurden am 31. Juli 2018 verkauft und dementsprechend endkonsolidiert. Als Zeitpunkt der Endkonsolidierung musste die Gesellschaft den 1. Januar 2018 wählen, weil auf den Verkaufszeitpunkt keine Zwischenabschlüsse erstellt wurden und das Mutterunternehmen vom Erwerber der Gesellschaften keinen Zugang zu den relevanten Konsolidierungsinformationen erhielt. Die Beteiligung an der 21sportsgroup GmbH, Mannheim, wurde im Konzerngeschäftsjahr 2018 sukzessive aufgestockt auf bis zu 34,04 % zum 31. Dezember 2018. Als assoziiertes Unternehmen wurde die Beteiligung gemäß §§ 311 f. HGB im Wege der Equity-Bewertung berücksichtigt. Der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung erfolgt zum 31. Mai 2018, dem Monat, in dem das Mutterunternehmen mittelbar mehr als 20,0 % der Stimmrechte an der 21sportsgroup GmbH erwarb. Die Einbeziehung erfolgt auf Basis des nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellten Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018. Angaben zu nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Neben den genannten Unternehmen des Konsolidierungskreises bestehen bzw. bestanden Beteiligungen an folgenden Unternehmen:
Auf eine Konsolidierung der vorstehend genannten Unternehmen wurde verzichtet, da die Beteiligungen für den Konzern einzeln und insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind oder sie zum Zwecke der Weiterveräußerung gehalten werden. Es erfolgt ein Ansatz zu Anschaffungskosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Dacapo S.à r.l. hat im Geschäftsjahr 2018 ihre Beteiligung an der Media-Part-GmbH von 8,24 % auf 52,2 % erhöht und sukzessive Geschäftsanteile an der World Fitness GmbH in Höhe von 80,0 % erworben. Nach mehreren Kapitalerhöhungen bei der The Social Chain AG hielt der Konzern über die Dacapo S.à r.l. am Bilanzstichtag eine Beteiligung in Höhe von 40,79 %. Die The Social Chain AG ist selbst Mutterunternehmen von mehreren Tochterunternehmen und stellt einen Konzernabschluss nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften auf. Die Tochterunternehmen Artemis Energy GmbH i.L. (100,0 %), Braunschweig, Artemis Erste Braunschweiger Bio Energie GmbH & Co. KG i.L. (100,0 %), Braunschweig, Diet Code GmbH (51,0 %), Berlin, Kofler Energies Italia Srl (100,0 %), Bozen, Kofler Energies Technik GmbH (80,0 %), Berlin sowie die Beteiligungen an der Lions Chain GmbH (36,0 %) und der Neues Schweizer Viertel Betriebs + Service GmbH & Co. KG (5,01 %) (beide Sitz in Berlin) wurden im Konzerngeschäftsjahr 2018 veräußert. 3. ANGABEN ZU DEN KONSOLIDIERUNGSMETHODENDie Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) (Vollkonsolidierung mit Minderheitenausweis). Dabei erfolgt die Verrechnung mit dem Betrag des Eigenkapitals, der dem Wert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Bilanzierungshilfen entspricht, der diesen am maßgeblichen Zeitpunkt beizulegen ist. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung nach Verrechnung mit dem anteiligen Eigenkapital verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeiträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 81) werden gemäß § 301 Abs. 3 HGB als gesonderter Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden - soweit wesentlich - nach der Equity-Methode bilanziert. Als assoziiert gelten Unternehmen, bei denen von einem in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann und bei denen es sich nicht um verbundene Unternehmen, jedoch um Beteiligungen gemäß § 271 Abs. 1 HGB handelt. In der Regel liegt ein Kapitalanteil zwischen 20 % und 50 % vor. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen und fließt dort in das Ergebnis nach Steuern ein. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Verrechnung von Ausleihungen und anderen Forderungen mit den entsprechenden Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden korrespondierenden Aufwendungen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Die im Rahmen der Konsolidierungsmaßnahmen entstehenden latenten Steuern resultieren aus Unterschieden zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen und bauen sich voraussichtlich in späteren Geschäftsjahren wieder ab. Sie wurden grundsätzlich mit Steuersätzen zwischen 30,2 % und 33,0 % ermittelt. 4. ALLGEMEINE ANGABEN ZU BILANZIERUNGS-UND BEWERTUNGSMETHODENDie Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Gruppe Georg Kofler GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen. Im Einzelnen wurden im Konzern folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Der Konzern hat von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte im Anlagevermögen zu aktivieren und sie planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bzw. fünf Jahren abzuschreiben. Im Geschäftsjahr 2018 sind Entwicklungskosten angefallen, wovon TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 17) als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert wurden. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare bzw. außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer der erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände in der Leifeld Metal Spinning AG werden mit 15 Jahren angesetzt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden grundsätzlich linear über 15 Jahre abgeschrieben, da die überarbeitete Strategie der Kofler Energies AG sowie die geplante Ertragssituation bei der Leifeld Metal Spinning AG eine voraussichtliche Nutzung über diesen Zeitraum erwarten lassen. Soweit der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger ist, wurde auf diesen abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer und - soweit notwendig - außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten unter Einbeziehung von Abschreibungen eingerechnet, soweit diese durch die Fertigung veranlasst werden. Die Abschreibungsdauer entspricht der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit ihr beizulegender Wert dauerhaft niedriger ist, wird auf diesen Wert außerplanmäßig abgeschrieben. Die in diesem Posten ausgewiesenen Anteile an assoziierten Unternehmen sind nach der Equity-Methode bilanziert. Danach wird, ausgehend von den Anschaffungskosten der Beteiligung zum Erwerbszeitpunkt, der Beteiligungsbuchwert laufend an die Entwicklung des Eigenkapitals des Unternehmens, an dem die Beteiligung besteht, angepasst und soweit notwendig werden zusätzliche Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren sind zu Anschaffungskosten bewertet, die einzeln oder mit Hilfe des gleitenden Durchschnittsverfahrens ermittelt werden. Es werden nach Gängigkeitsklassen gestaffelte Abschläge vorgenommen. Das Jahr des letzten Zugangs bestimmt die Gängigkeit (Zugangsverfahren). Alle erkennbaren Risiken, die sich aus Lagerhaltung und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen unter Beachtung des Niederstwertprinzips berücksichtigt. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Hierbei folgt die Bewertung einem Vollkostenansatz, sodass neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind, sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung bei der Ermittlung des Wertansatzes berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus der Lagerhaltung und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (TEUR 6.910; Vorjahr: TEUR 53.398) werden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten ausgewiesen. Erkennbaren Risiken wird durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Stichtag angesetzt, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag betreffen. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerlichen Bilanzansätzen der einbezogenen Unternehmen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist, sowie aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen und für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge. Aktive latente Steuern auf unrealisierte steuerliche Verlustvorträge werden nur in dem Umfang ausgewiesen, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung stehen werden, mit denen diese steuerlichen Verlustvorträge, Steuerguthaben oder steuerlich abzugsfähigen temporären Differenzen verrechnet werden können. Für die Ermittlung der aktiven latenten Steuern wurde der individuelle Steuersatz der Einheit angewendet, bei der es zur Realisierung der Verlustvorträge kommt. Dabei wurde Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer berücksichtigt. Die aktiven latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB sowie Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage entsprechen dem Ansatz im Jahresabschluss der Gruppe Georg Kofler GmbH. Sie sind zum Nominalwert angesetzt. Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter hat der Konzern zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögenslage als "nachrangiges Gesellschafterdarlehen" ausgewiesen. Bei der Bewertung des mit 1,0 % p.a. verzinslichen Darlehens wurde eine Restlaufzeit von 10 Jahren (Vorjahr: 11 Jahren) zugrunde gelegt, eine Abzinsung mit 4,25 % p.a. (entsprechend der ursprünglichen Erstkonsolidierung) vorgenommen und jährliche Tilgungszahlungen über die Restlaufzeit unterstellt. Der Abzinsungssatz wird gegenüber dem Vorjahr unverändert fortgeführt, da sich der Basiszinssatz gegenüber dem Vorjahr nicht verändert hat. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Rechnungszinssatz von 3,2 % p.a. (Vorjahr: 3,7 % p.a.) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Dabei werden Rentensteigerungen von 2,0 % p.a. berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 44). Die Steuerrückstellungen resultieren im Wesentlichen aus erwarteten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV ermittelt und bekannt gegeben worden sind. Bei der Ermittlung der Jubiläumsrückstellung zum 31. Dezember 2018 wird ein Rechnungszinssatz von 2,3 % (Vorjahr: 2,8 %) zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die passiven latenten Steuern sind mit dem individuellen Steuersatz der jeweiligen Einheit gemäß § 274 Abs. 2 HGB bewertet. Dabei wurde Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer berücksichtigt. Die passiven latenten Steuern resultieren ausschließlich aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB. Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Umsätze aus Strom- und Gaslieferungen sowie die dazugehörigen Kostenposten enthalten anteilige Beträge, die auf die Anwendung von Umsatz- und Aufwandsabgrenzungen zurückzuführen sind. Dies berücksichtigt den Anteil der Umsatzerlöse mit noch nicht endabgerechneten Kunden. Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses des Tochterunternehmens liegt in solchen Fällen noch keine Ablesung der tatsächlich verbrauchten Strom- und Gasmengen der Kunden vor. Die Umsätze basieren somit zumeist auf den Vorjahresverbrauchsmengen, welche die Basis für die festgelegten Abschläge bilden. Im aktuellen Geschäftsjahr liegt der Umsatzanteil der noch nicht endabgerechneten Kunden (vor Abgrenzungen) im Energiehandel im Bereich Strom bei 11,2 % (Vorjahr: 19,6 %) und im Bereich Gas bei 21,3 % (Vorjahr: 12,8 %). Die Erfassung der restlichen Umsatzerlöse erfolgt, sobald der Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt ist. Umsatzerlöse werden nach Abzug von Rabatten und Skonti ausgewiesen. Wegen der Betätigung in der Strom- und Gasversorgung wurde gemäß §§ 265 Abs. 4 i.V.m. 297 HGB der versorgungsspezifische Posten "Strom-/Energiesteuer" eingefügt. Sonstige betriebliche Erträge bzw. betriebliche Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung erfasst. 5. ANGABEN ZUR KONZERN-BILANZAnlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der im Jahr 2018 in der Konzern-Bilanz erfassten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind in der Anlage (Konzern-Anlagengitter) dargestellt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung sowie aus den übernommenen Einzel-und Teilkonzernabschlüssen verteilen sich am Konzernbilanzstichtag auf folgende Unternehmen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus an Dritte ausgereichte Darlehen, debitorische Kreditoren, geleistete Anzahlungen und Steuerforderungen. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 7.568) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Diese entfallen mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 306) auf Forderungen aus Lieferungen mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.868) auf Forderungen gegen Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und mit TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 4.393) auf sonstige Vermögensgegenstände. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 103) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. In den Forderungen sind Forderungen gegen Gesellschafter gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 83) enthalten. Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten unterliegen im Jahr 2018 keiner Verfügungsbeschränkung (Vorjahr: TEUR 431). Latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern betreffen Konsolidierungsmaßnahmen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 144) und erwartete Realisierungen von steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 2.384 (Vorjahr: TEUR 3.344). Die passiven latenten Steuern werden Steuereffekte gebildet, die aus temporären Differenzen zwischen dem Bilanzansatz von Verbindlichkeiten und deren Steuerwert resultieren. Eigenkapital Der Ausweis der anderen Gewinnrücklagen ergibt sich als Saldo zwischen aktiven (TEUR 51.350; Vorjahr: TEUR 51.350) und passiven (TEUR 61.416; Vorjahr: TEUR 61.416) Unterschiedsbeträgen aus Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2010. Der Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 11.364 abzüglich Verlustvortrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wurde aufgrund der im Geschäftsjahr 2018 erfolgten Anteilsverkäufe, insbesondere des Verkaufs der Anteile an der Kofler Energies Ingenieurgesellschaft mbH, vollständig ergebniswirksam aufgelöst. Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungen enthalten: Rückstellungen für Personalverpflichtungen, ausstehende Rechnungen und Gewährleistungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG (nachrangiges Gesellschafterdarlehen) betragen TEUR 62.101 (Vorjahr: TEUR 60.309). Von den Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter haben TEUR 1.700 (Vorjahr: TEUR 3.750) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und TEUR 52.747 (TEUR 62.397) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt nach Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten des Vorjahres gliedern sich wie folgt nach Restlaufzeiten:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 3.780 durch eine Buchgrundschuld besichert. 6. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDie Umsatzerlöse werden wie folgt aufgegliedert:
Die Umsätze wurden überwiegend im Inland erzielt. Soweit die Endabrechnungen der Kunden und Lieferanten, für die im Vorjahr aufgrund ausstehender Mengen- oder Preisinformationen eine Simulation der Endabrechnung vorgenommen wurde, zu einem abweichenden Ergebnis geführt haben, beinhalten die Umsatzerlöse und Materialaufwendungen periodenfremde Bestandteile. Das Gleiche gilt für Abweichungen zwischen der im Vorjahresabschluss abgegrenzten Strom- und Energiesteuer und dem tatsächlich angefallenen Abführungsbetrag aufgrund der erklärten Energiemengen beim Hauptzollamt, welche in der Position Strom-/Energiesteuer enthalten sind. Der periodenfremde Ertrag beläuft sich im Geschäftsjahr 2018 auf TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 26). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von TEUR 422 (Vorjahr: TEUR 951), Erträge aus Währungsumrechnungen von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0), außergewöhnliche Erträge aus der Einbringung von Beteiligungen von TEUR 5.887 (Vorjahr: TEUR 0) und im Rahmen von Finanztransaktionen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 12.000) sowie Erträge aus der Auflösung von Schulden von TEUR 4.300 (Vorjahr: TEUR 0). Die Abschreibungen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen von TEUR 1.120 (Vorjahr: TEUR 0), davon entfallen auf den Geschäfts- oder Firmenwert TEUR 720 (Vorjahr: TEUR 0) und auf Sachanlagen TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 0), sowie außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 1.756 (Vorjahr: TEUR 421) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten realisierte Währungsverluste von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 50), periodenfremde Aufwendungen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 27) und Aufwendungen aus Forderungsverzichten von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 190). Sie beinhalten ferner außergewöhnliche Aufwendungen von TEUR 141 (Vorjahr: TEUR 8.943). Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen betriff die Equity-Bewertung gemäß §§ 311 f. HGB des Teilkonzerns der 21sportsgroup GmbH, München (TEUR -14.340; Vorjahr: TEUR 0), die in Höhe von TEUR 10.282 (Vorjahr: TEUR 0) außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert beinhaltet. Der im Equity-Buchwert enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert beträgt im Zeitpunkt der erstmaligen Berücksichtigung TEUR 18.418; er wird über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Die Equity-Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen ist im Anlagenspiegel als Zugang zu den Anschaffungs-/Herstellungskosten und als Zugang zu den Abschreibungen dargestellt. Die Erträge aus der Veräußerung konsolidierter Tochterunternehmen sind in voller Höhe außergewöhnliche Erträge (TEUR 22.534; Vorjahr: TEUR 0). Sie enthalten einen Ertrag aus der Endkonsolidierung von TEUR 6.115 (Vorjahr: TEUR 0). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen außerplanmäßige Abschreibungen (TEUR 40; Vorjahr: TEUR 54) von Beteiligungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten mit TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 19) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen sowie mit TEUR 3.492 (Vorjahr: TEUR 492) Aufwendungen aus der Aufzinsung des nachrangigen Gesellschafterdarlehens. 7. ANGABEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGDem Finanzmittelfonds wurden im Konzerngeschäftsjahr ausschließlich die liquiden Mittel zugeordnet. 8. SONSTIGE ANGABENGeschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Mutterunternehmens durch Herrn Dr. Georg Kofler (Unternehmer) geführt. Hinsichtlich der Bezüge der Organmitglieder verzichtet die Gruppe Georg Kofler GmbH in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Konzerngeschäftsjahr 2018 waren im Konzern durchschnittlich 176 Personen beschäftigt.
Honorar für den Konzernabschlussprüfer Das für das Konzerngeschäftsjahr von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses berechnete Gesamthonorar von TEUR 129 betrifft Abschlussprüfungsleistungen von TEUR 79 und sonstige Leistungen von TEUR 50. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 656, wovon TEUR 242 innerhalb eines Jahres fällig sind. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte betreffen:
Die abgeschlossenen Geschäfte wurden der direkten Anschaffung aus Gründen der Reduzierung der Kapitalbindung und zur Verlagerung des Investitionsrisikos auf Dritte vorgezogen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit Tochter- und Beteiligungsunternehmen abgeschlossen. Es handelt sich vor allem um Energielieferungen, Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte. Entsprechende Geschäfte werden regelmäßig zu auf dem jeweiligen Markt üblichen Konditionen abgeschlossen. Geschäfte zu marktunüblichen Preisen bestehen nicht. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Innerhalb der nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften fanden im Geschäftsjahr 2019 weitere gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen, Kapitalmaßnahmen und Transaktionen statt, die Auswirkungen auf den Ausweis und die Bewertung der Finanzanlagen sowie die Ertragslage (Erfolgsrealisierung) haben. Dies betrifft insbesondere diverse Einbringungen von nicht konsolidierten Gesellschaften in ein Beteiligungsunternehmen. Aus den entsprechenden Maßnahmen resultiert gegenwärtig keine Vollkonsolidierungspflicht.
München, den 31. Oktober 2019 Dr. Georg Kater Konzern-Anlagenspiegel für das Konzerngeschäftsjahr 2018
Konzern-Kapitalllussrechnung für das Konzerngeschäftsjahr 2018
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Konzerngeschäftsjahr 2018
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Gruppe Georg Kofler GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Gruppe Georg Kofler GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der "Konzern") - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Gruppe Georg Kofler GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 31. Oktober 2019 Deloitte
GmbH
Gerald Reiher, Wirtschaftsprüfer Christoph Krause, Wirtschaftsprüfer |
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