plusserver security GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Dr. Wilczek seit 4.3.2026 | Geschäftsführer |
Raphael Bächle seit 8.1.2026 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
PlusSky Holdco S.à r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PlusServer GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Geschäft und Rahmenbedingungen Die PlusServer GmbH, Köln, (im Folgenden kurz: PlusServer oder Gesellschaft) entwickelt flexibel skalierbare Cloud- und Hosting-Setups sowohl für individuelle als auch für standardisierte Bedarfe von Unternehmen. Die Gesellschaft berät ihre Kunden bei der Entwicklung und Implementierung maßgeschneiderter digitaler Transformationsprojekte in die Cloud. PlusServer bietet Kunden ein breites Portfolio digitaler Infrastrukturdienstleistungen an ("Infrastructure-as-a-Service" oder "laaS"). Diese reichen von "Bare Metal", in Form bereitgestellter, dedizierter Server und Colocation-Leistungen, über Managed Hosting Services auf dedizierten oder geteilten ("shared") Infrastrukturen bis hin zu modernen Private- oder Public-Cloud-An- geboten in eigenen Rechenzentren. Letztere werden als "pluscloud VMware" basierend auf bewährter VMware-Technologie oder als "pluscloud open" als digital souveräne Cloud auf OpenStack-Basis angeboten. Diese Public-Cloud-Angebote basieren auf einem hybriden Angebot ("plus.io") einer eigenen Public Cloud ("pluscloud"), welche bei Bedarf mit den Angeboten von Hyperscaler-Clouds (Amazon, Google, Azure) kombiniert werden können ("Multi-Cloud Data Service"). Für diese Hyperscaler-Clouds bietet PlusServer sowohl das operative Management als auch Professional Services bei der Migration und der Optimierung an. Daneben umfasst das Leistungsangebot der Gesellschaft Beratungsleistungen im Zusammenhang mit den angebotenen Services sowie Cloud-Lösungen mit dem Fokus auf bestimmte Anwendungen ("Workloads"). In den Bereichen Managed Hosting und Managed Public Cloud Services für das Mittelstands-Segment zählt PlusServer zu den Marktführern in Deutschland. Sämtliche Geschäftsanteile an der Gesellschaft wurden mit Wirkung zum 01. September 2017 von der Phoenix BidCo 2 GmbH (jetzt: PlusHolding GmbH, im Folgenden "PlusHol"), Köln, erworben. Oberste Muttergesellschaft ist die Phoenix Lux Investment S.à.r.l. mit Sitz in Luxemburg. Die Anteile an dieser Gesellschaft werden mehrheitlich von Fonds gehalten, die von BC Partners LLC, London/Großbritannien, einer führenden Private Equity Gesellschaft, beraten werden. Mit Datum vom 26. Oktober 2017 wurde zwischen der Gesellschaft (als Organgesellschaft) und der PlusHol als Organträgerin ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen, der die Gesellschaft verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an die PlusHol abzuführen, und der die PlusHol verpflichtet, Verluste der Gesellschaft nach den Vorschriften des § 302 AktG zu übernehmen. Die Gesellschaft ist zu 100 % an der PlusServer France SARL (im Folgenden kurz: PSF) beteiligt, die am Sitz der Gesellschaft in Strasbourg/Frankreich ein Rechenzentrum betreibt. 1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seinem Bericht aus Januar 2023 von einem Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 um 3,4 % aus (2021: Anstieg um 6,2 %). Das globale Wirtschaftswachstum blieb damit im Jahr 2022 um etwa einen Prozentpunkt hinter den Erwartungen des IWF zu Beginn des Jahres zurück. Das geringer als erwartet ausgefallene globale Wirtschaftswachstum war im Jahr 2022 nach Einschätzung des IWF der restriktiven Zinspolitik der Notenbanken zur Bekämpfung der hohen Inflation von global 8,8 % in Jahr 2022, den Folgen des russischen Krieges in der Ukraine sowie der Ausbreitung des Covid-19-Virus in China und den damit einhergehenden Eindämmungsmaßnahmen, geschuldet. 1 Auch im Euro-Raum hat sich der Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach Informationen des IWF im Jahr 2022 (3,5 %) gegenüber 2021 (5,3 %) verlangsamt. In Deutschland lag das Wachstum des BIP nach Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Jahr 2022 bei 1,8 %, nach noch 2,6 % im Jahr 2021. 2 Nach Ansicht des Ministeriums hat sich die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung zum Jahresende 2022 vor allem auf Grund inflationsbedingter Kaufkraftverluste, Konsumzurückhaltung und rückläufigen Ausrüstungs- und Bauinvestitionen merklich eingetrübt. Die Inflationsrate lag im Jahr 2022 in Deutschland im Durchschnitt bei 7,9 %, nach 3,1 % im Jahr 2021. 3 Trotz des nachlassenden Wachstums des BIP zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt weiterhin robust. Die Arbeitslosenquote sank im Jahr 2022 um 0,4 Prozentpunkte auf 5,3 %. 4 Branchenentwicklung Die deutschen Märkte für Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK-Märkte) haben sich auch im Jahr 2022 in Summe weiter dynamisch entwickelt. Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom lagen die ITK-Umsätze im Jahr 2022 mit 187,9 Milliarden Euro um 8,3 Milliarden Euro oder 4,6 % über denen des Jahres 2021. 5 Von diesem Anstieg resultieren 7,3 Milliarden Euro aus Zuwächsen in der Informationstechnik. In diesem Bereich stiegen die Umsätze mit Software (+ 3,0 Milliarden Euro) besonders deutlich. Die Zuwächse in den Bereichen IT-Services und IT-Hardware lagen im Jahr 2022 bei 2,4 Milliarden Euro bzw. 1,9 Milliarden Euro. Laut Bitkom beschäftigt die ITK-Branche zum Jahresende 2022 in Deutschland etwa 1,30 Millionen Menschen und damit etwa 45.000 mehr als Ende des Jahres 2021. 6
1 Quelle: International Monetary Fund, World
Economic Outlook Update, January 2023.
Wie auch in der Gesamtwirtschaft hellten sich die Einschätzungen zur Geschäftslage und zur Geschäftserwartung in der ITK-Branche gegen Ende des Jahres 2022 wieder auf. Zuvor war nach Ausbruch des Ukraine-Krieges im Februar 2022 eine Eintrübung der Stimmungslage auch in der ITK-Branche zu verzeichnen. Wie in den Vorjahren lagen auch im Jahr 2022 sowohl die Einschätzung zur Geschäftslage als auch die zur Geschäftserwartung in der ITK-Branche auf einem deutlich höheren Niveau als die entsprechenden Einschätzungen in der Gesamtwirtschaft. Der Teilindex der Geschäftslage lag in der ITK-Branche zum Jahresende 2022 bei 34,4 Punkten (Dezember 2021: 38,3 Punkte) und damit 19,3 Punkte höher als in der Gesamtwirtschaft (15,1 Punkte; Vorjahr: 21,1 Punkte). Der Teilindex der Geschäftserwartungen sank im Dezember in der ITK-Branche zwar von 11,7 Punkten im Vorjahr auf -0,8 Punkte zum Jahresende 2022 lag damit aber weiterhin deutlich höher als die Geschäftserwartung in der Gesamtwirtschaft, für die ein Rückgang von minus 5,7 Punkten im Dezember 2021 auf minus 25,7 Punkte Ende des Jahres 2022 zu verzeichnen war. 7 Die Beschäftigungserwartungen in der ITK-Branche reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 11,7 Punkte auf 17,5 Punkte. Dagegen stieg der Index der Preiserwartungen gegenüber Dezember 2021 deutlich von 16,6 Punkten auf 51,9 Punkte zum Jahresende 2022. 8 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.1. Ertragslage PlusServer erzielte im Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 95.278 und damit knapp 2 % mehr als im Jahr 2021 (TEUR 93.472). Trotz der zu Beginn des Jahres 2022 noch nicht überwundenen Covid-19 Pandemie, möglicher Folgen der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und zu erwartender weiterer Umsatzverluste einzelner Großkunden, rechnete die Gesellschaft ursprünglich für das Geschäftsjahr 2022 mit einem leichten Umsatzanstieg gegenüber 2021. Der Anstieg sollte vor allem aus einer weiter zunehmenden Nachfrage nach den Cloud-Angeboten resultieren, wobei der Fokus der Gesellschaft unverändert auf der Gewinnung von Neukunden als auch auf der Migration von Bestandskunden in die eigenen, modernen Cloudlösungen gerichtet war. Auch wenn die Nachfrage nach Cloud-Angeboten die ursprünglichen Erwartungen der Gesellschaft im Jahr 2022 nicht vollständig erfüllte, konnte das ursprüngliche Umsatzziel für 2022 wegen geringerer Umsatzverluste mit Großkunden und durch die Erhöhung von Preisen leicht übertroffen werden.
7 Quellen: ifo Institut - Leibnitz-Institut
für Wirtschaftsforschung an der Universität
München, ifo Geschäftsklima Deutschland und seine
Komponenten, Lange Zahlenreihe für das ifo
Geschäftsklima Deutschland und Bitkom,
Bitkom-ifo-Digitalindex, Zeitreihen.
Der Materialaufwand erhöhte sich im Jahr 2022 insbesondere auf Grund stark gestiegener Stromkosten gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.268 oder 8,8 % auf TEUR 40.465 (2021: TEUR 37.197). Die Materialaufwandsquote lag dadurch mit 42,5 % im Jahr 2022 um 2,7 Prozentpunkte höher als im Jahr 2021. Der Personalaufwand verringerte sich im Jahr 2022 deutlich von TEUR 33.217 im Vorjahr auf jetzt TEUR 24.497. Der Rückgang resultiert insbesondere aus der Reduzierung der Belegschaft im Zusammenhang mit der im Jahr 2021 initiierten Kostenoptimierungsmaßnahme sowie dem Wegfall der in diesem Zusammenhang im Vorjahr angefallenen Aufwendungen für Abfindungen. Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten wurde gegenüber dem Vorjahr um 49 Beschäftigte auf 339 Beschäftigte im Jahr 2022 reduziert. Die Personalaufwandsquote reduzierte sich im Vorjahresvergleich deutlich von 35,5 % auf 25,7 % im Jahr 2022. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an den Umsatzerlösen beträgt im Jahr 2022 8,4 % gegenüber 13,8 % im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Jahr 2022 in Summe auf TEUR 7.974 (2021: TEUR 12.919). Zu dem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.945 trugen vor allem geringere Werbekosten, niedrigere Kosten für Büromieten sowie der Wegfall der im Vorjahr erfassten Aufwendungen für Rückstellungen im Zusammenhang mit der Kostenoptimierungsmaßnahme bei. Über den bestehenden (Beherrschungs- und) Ergebnisabführungsvertrag wird der Gewinn der Gesellschaft des Jahres 2022 von TEUR 16.584 (2021: Verlust von TEUR 191) von der Gesellschafterin übernommen. Das bereinigte EBITDA lag im Geschäftsjahr 2022 mit TEUR 28.712 deutlich über Vorjahreswert von TEUR 21.116). Hieraus ergibt sich eine EBITDA-Marge im Berichtsjahr von rund 30,1 % (2021: 22,6 %), verglichen mit einem Zielwert von "deutlich über 30 %". Die für die Steuerung der Gesellschaft maßgeblichen finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse und das bereinigte EBITDA. Das bereinigte EBITDA der Gesellschaft leitet sich wie folgt her (in TEUR):
Die vorstehend berücksichtigten Abschreibungen der PSF werden von der Gesellschaft über Leistungsverrechnungen getragen. 2.2. Finanzlage PlusServer finanzierte sich auch im Jahr 2022 über den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Zum 31. Dezember 2022 verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von TEUR 15.849, die damit um TEUR 1.888 über denen zum 31. Dezember 2021 (TEUR 13.961) lagen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum 31. Dezember 2022, wie auch zum Ende des Vorjahres, nicht. Aufgrund des Bestandes an liquiden Mitteln und von Forderungen bei grundsätzlich kurzen Zahlungszielen ist die Gesellschaft aktuell uneingeschränkt in der Position, ihren Zahlungsverpflichtungen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit nachzukommen. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von insgesamt TEUR 10.010 (2021: TEUR 9.555) getätigt. Die Investitionen betreffen überwiegend den Kauf von Rechenzentrumsinfrastruktur und von Servern sowie die eigene Entwicklung von Software. Die erforderlichen Investitionen konnten aus eigenem Cashflow finanziert werden. Im Jahr 2022 wurden die Rückstellungen um TEUR 5.904 (2021: Erhöhung um TEUR 4.353) abgebaut. Die Verbindlichkeiten haben sich zum 31. Dezember 2022 gegenüber dem Vorjahresstichtag, vor allem auf Grund der Verpflichtung zur Abführung des Jahresergebnisses an die Gesellschafterin, um TEUR 17.962 auf TEUR 26.635 (31. Dezember 2021: TEUR 8.672) erhöht. 2.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme der PlusServer erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2021 von TEUR 78.777 zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 90.502. Das Sachanlagevermögen beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 22.982 gegenüber TEUR 25.507 zum 31. Dezember 2021. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahresstichtag von TEUR 3.862 auf TEUR 5.760 angestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Aktivierungen im Zusammenhang mit von der Gesellschaft selbsterstellter Software zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2022 betrugen die Finanzanlagen unverändert zum Vorjahresstichtag TEUR 102, wovon TEUR 100 auf die Beteiligung an der PSF entfallen. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem 31. Dezember 2021 um TEUR 929 auf TEUR 13.539 resultiert vor allem aus dem zum Jahresende gestiegenen Umsatz. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.421 (Vorjahr: TEUR 1.061) beinhalten Forderungen aus geleisteten Kautionen, aus debitorischen Kreditoren, Forderungen gegen Mitarbeiter sowie Forderungen aus Förderprojekten. Die Entwicklung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens ist vor allem vom Abschluss laufzeitabhängiger Support- und Wartungsverträge gekennzeichnet und hat sich auf Grund gegenüber dem Vorjahr zum Teil späterer Rechnungsstellung der Dienstleister mit jetzt TEUR 2.437 gegenüber dem Ende 2021 um TEUR 935 verringert. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten vor allem Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, für Rechtsstreitigkeiten, personalbezogene Rückstellungen, drohende Verluste aus Verträgen sowie Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen und liegen zum Abschlussstichtag mit TEUR 7.975 um TEUR 5.904 unter dem Vorjahreswert. Der deutliche Rückgang resultiert insbesondere aus der im Jahr 2022 erfolgten Inanspruchnahme der im Jahr 2021 im Zusammenhang mit dem Kostenoptimierungsprogramm gebildeten Rückstellungen für Abfindungen und drohende Verluste aus Verträgen. Aufgrund der über die Muttergesellschaft PlusHol mit der PlusBeteiligungs GmbH als Organträger bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft werden dieser das Einkommen der Gesellschaft als Organgesellschaft zugerechnet und Steuerrückstellungen für aktuelle Jahre bei Relevanz nur auf dieser Ebene gebildet. Die Gesellschaft hat im Jahre 2022 ihre ursprüngliches Umsatz- und Ergebnisziele annähernd erreichen können, auch wenn das Neukundengeschäft noch hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Fehlende Umsätze konnten durch andere Geschäfte und durch Preiserhöhungen mehr als ausgeglichen werden. Unverändert erwirtschaftet die Gesellschaft ausreichende liquide Mittel, um ihre operative Geschäftstätigkeit, die laufenden Investitionen und die laufenden Zinszahlungen, auch anderer Konzerngesellschaften, gegenüber externen Kreditgebern aus den Cashflows der laufenden Geschäftstätigkeit zu finanzieren. Zur nachhaltigen Verbesserung der Ergebnis- wie auch der Liquiditätslage wurden im Jahr 2021 umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen und Organisationsänderungen initiiert, die im Jahr 2022 fortgeführt und abgeschlossen wurden. Die Erfolge dieser Maßnahme zeigen sich vor allem in der deutlich verbesserten Ertragslage der Gesellschaft. 3. Forschung und Entwicklung Wie bereits in den Vorjahren, so stand auch im Jahr 2022 die cloudfokussierte Produktentwicklung im Mittelpunkt der Entwicklungstätigkeit der Gesellschaft. Unter der Maßgabe der Schaffung solider, differenzierender und nachhaltig skalierbarer kundenbezogener Lösungssetups wurden im Jahr 2022 zusätzliche cloudbasierte Lösungen und Services geschaffen. Bestehende Lösungen und Services wurden optimiert und erweitert. Im Rahmen einer Initiative wurde im Jahr 2022 die "Cloud Experience" für Kunden deutlich verbessert: Ein neu entwickeltes Kundenprotal ermöglicht es Kunden nunmehr, Produkte wie insbesondere die "pluscloud VMware" und die "pluscloud open" sowie die Containerplattform online zu buchen und innerhalb weniger Minuten nutzbar zu machen. Im Jahr 2022 wurde zudem die plusservereigene Containerplattform grundlegend verändert, um den Kunden eine technologiesouveräne Lösung anzubieten, die auf dem Open Source Projekt SAP Gardener basiert und nicht mehr auf einer kommerziellen Lösung mit proprietären Bestandteilen. Mit "plusbackup" wurde darüber hinaus von der Gesellschaft auch ein neues Produkt entwickelt. Dieses ermöglicht Kunden, Backupdaten über standardisierte Schnittstellen in die Rechenzentren von Plusserver auszulagern. Aufgrund der stetig steigenden Bedrohungen durch Ransomware ist für Unternehmen eine adäquate Backupstrategie unabdingbar. Die Nutzung von "plusbackup" ermöglicht es Unternehmen, Backupdaten außerhalb des eigenen Unternehmensnetzwerk zu speichern und durch den Einsatz von Object Lock Technologie gegen böswillige Veränderung zu schützten. Entwicklungsprojekte werden in der Regel im Rahmen agiler Organisationsformen durch Squads und squadübergreifende Initiativen bearbeitet. Die jeweiligen Squads setzten sich aus eigenen Mitarbeitern verschiedener Unternehmensbereiche zusammen, die parallel Produkte und Lösungen realisieren. Zum 31. Dezember 2022 waren 102 Beschäftigte den verschiedenen Squads zugeordnet. 4. Risikobericht 4.1. Risikomanagement Die Zielsetzung des Risikomanagements besteht in der Früherkennung von Chancen und Risiken, der Abschätzung ihrer Auswirkungen sowie der frühzeitigen Einleitung geeigneter Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen. Auf diesem Wege wird die Basis für verantwortliches unternehmerisches Handeln im Sinne einer Balance zwischen Sicherheitsinteressen und Wertschöpfungszielen geschaffen. Das unternehmensspezifische Risikomanagement orientiert sich an diesen Vorgaben und setzt die gängigen Instrumente der Risikobewältigung wie zum Beispiel Vermeidung, Verminderung und Kompensation ökonomisch sinnvoll ein. Das Risikomanagement der Gesellschaft ist in die bestehenden Planungs-, Steuerungs-, Kon- troll- und Berichterstattungsabläufe eingebunden. Ein an das Management adressiertes Reporting sorgt vor allem in Form standardisierter Auswertungen dafür, den Geschäftsverlauf unter Berücksichtigung von Risiken und Chancen transparent darzustellen und zu analysieren. So werden regelmäßig alle relevanten Parameter zur aktuellen Liquiditäts- und Ertragslage ermittelt, erfasst und kommuniziert. Das Interne Kontrollsystem (IKS) formalisiert diesen Berichterstattungsprozess und ergänzt ihn um weitere prozessual operative Kennzahlen. Das IKS wurde im Jahr 2021 nach den Regeln des ISAE 3402 Standards zertifiziert. Risiken und Chancen der Gesellschaft werden in regelmäßigen Treffen der Geschäftsleitungen identifiziert, klassifiziert und bewertet. 4.2. Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung Die Gesellschaft ist hinsichtlich ihrer künftigen Geschäftsentwicklung einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Die zentralen Risikofelder betreffen: Markt PlusServer bewegt sich in wettbewerbsintensiven, sehr dynamischen Wachstumsmärkten mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Wettbewerbern, von denen einige aus einer deutlich größeren Marktstellung heraus agieren. So können Public Cloud Angebote global operierender Unternehmen zu Kunden- und Marktanteilsverlusten führen und die Wachstumschancen, auch von neuen Produkten, beschneiden und in ihrer Folge zu Umsatz- und Ergebniseinbußen der Gesellschaft führen. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft durch Partnerschaften und strategische Allianzen mit Public-Cloud-Anbietern sowie durch die Entwicklung neuer Produkte (zum Beispiel dem Hybrid Cloud Angebot "plus.io") und Dienstleistungen. Aufgrund des Geschäftsmodells sind vor allem Energie, Internetanbindungen, Softwarelizenzen und der Betrieb von Rechenzentren durch externe Anbieter wesentliche Input- und Kostenfaktoren für die Gesellschaft. Kostensteigerungen und Abhängigkeiten in diesen Bereichen können zu rückläufigen Margen führen und damit negative Ergebnisauswirkungen haben. Den im Jahr 2022 verzeichneten signifikanten Kostensteigerungen, vor allem im Energiebereich, ist die Gesellschaft ihrerseits durch Preisanpassungen begegnet. Zudem sollen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, neue Beschaffungskonzepte, strategische Bindungen von Lieferanten, aber auch diversifizierte Vertragsgestaltungen und Produktstandardisierungen dazu beitragen, das Risiko durch Preisanpassungen zu minimieren. Zur Aufrechterhaltung und Ausweitung des Rechenzentrumsbetriebes ist die Gesellschaft insbesondere auf die Verfügbarkeit technischer Ausrüstungsgegenstände, wie beispielsweise Server, Server-, Netzwerk- und Infrastrukturkomponenten für die eigenen Rechenzentren angewiesen. Vor allem die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Eindämmung der Corona-Pandemie in Drittstaaten haben in den letzten Jahren weltweit zu "Lieferkettenproblemen" und in Folge zu eingeschränkten Verfügbarkeiten und langen Lieferzeiten gerade bei technischen Ausrüstungsgegenständen geführt. Eine fehlende Verfügbarkeit benötigter Waren kann eine Leistungserbringung der Gesellschaft verhindern oder verzögern. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch eine stärkere Bevorratung insbesondere der zur Leistungserbringung kritischen Gütern. Durch technologischen Wandel in den für Plusserver relevanten Märkten besteht die Möglichkeit, dass Neuentwicklungen zu spät auf den Markt kommen und nicht oder erst mit Verzögerungen den gewünschten Markterfolg erzielen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Neuentwicklungen trotz umfangreicher Tests Fehler oder Sicherheitslücken enthalten, die den Markterfolg dieser und anderer Dienstleistungen der Gesellschaft schädigen können. Es sind auch Entwicklungsarbeiten denkbar, die nicht in marktreifen Produkten oder Dienstleistungen münden. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft durch ein aktives Produktmanagement sowie durch sorgfältige Entwicklung von neuen, innovativen Produkten und Dienstleistungen. Auch die fehlende Integration von Systemen und Prozessen kann die Qualität von Produkten und Dienstleistungen und damit ihre Vermarktbarkeit einschränken. Zudem können sich hieraus Schadenersatzansprüche von Kunden ergeben. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft mit einer Reihe von Projekten zur Harmonisierung von Prozessen und Systemen im gesamten Unternehmen. Auch die fehlende Erfahrung des Vertriebes bei der Vermarktung gerade neuer, erklärungsbedürftiger Produkte kann dazu führen, dass Umsatz- und Ergebnisziele verfehlt werden. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko vor allem durch die Schulung von Mitarbeitern. Infrastruktur Der Leistungserstellungs- und Bereitstellungsprozess der Gesellschaft erfolgt im oder mit Hilfe des Internets sowie durch Informations- und Telekommunikationstechnologien, die sich des Internets bedienen. Bedrohungen aus dem Internet könnten die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität der Systeme oder der darin gespeicherten oder verarbeiteten Daten gefährden. Die Komplexität der technischen Infrastruktur sowie entsprechender Softwaresysteme, die im Leistungserstellungsprozess eingesetzt werden, nimmt aufgrund interner und externer Erfordernisse stetig zu. Zusätzlich ist die Infrastruktur dem Risiko gezielter Angriffe und technischer Ausfallrisiken ausgesetzt. Störungen oder Systemausfälle können die Leistungserstellung ganz oder vorübergehend beinträchtigen und auch zu Schadenersatzansprüchen von Kunden führen. Die Gesellschaft setzt auf eine Kombination aus organisatorischen, manuellen sowie diversen technischen Kontrollmechanismen und Sicherheitsvorkehrungen, um diesen Risiken zu begegnen. Diese Sicherheitsmaßnahmen lässt die Gesellschaft nach unterschiedlichen Standards zertifizieren. Zur Erbringung ihrer Dienstleistungen benötigt die Gesellschaft Zulieferteile, die kurzfristig nicht verfügbar sein können, was eine Leistungserbringung verhindern oder einschränken könnte. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko mit einer Bevorratung der als besonders kritisch angesehenen Teile. Kundenspezifische Risiken Wenngleich die Auswirkung auf die Liquidität bei Ausfall einzelner Kunden als gering eingestuft werden kann, so kann ein ungeplanter Ausfall einzelner Großkunden doch dazu führen, dass die Umsatz- und Ergebniserwartung nicht erreicht wird. Die Einschätzung der erwarteten Ausfälle ergibt sich aus der Analyse historischer Forderungsausfälle, der Altersstruktur, der versicherten Forderungen sowie aktuellen Branchenentwicklungen und der Beurteilung der Kreditwürdigkeit einzelner Kunden. Wesentliche Forderungsausfallrisiken sieht die Gesellschaft historisch bedingt nicht. Personal Hochqualifiziertes Personal mit spezialisiertem Fach- und Technologiewissen, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Betrieb und Kundenbetreuung, ist für den nachhaltigen Erfolg des Konzerns unabdingbar. Die große Nachfrage nach Spezialisten im IT-Bereich könnte den Wettbewerb um Mitarbeiter intensivieren und zu einem Fachkräftemangel führen. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko auch durch eine Ausweitung der Suchregion für neue Beschäftigte insbesondere für die technischen Berufe, auf das anliegende Ausland ("near-shore hiring"). Im Durchschnitt beschäftigte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 339 Mitarbeiter (2021: 388 Mitarbeiter). Finanzierung Im Rahmen der Konzernfinanzierung wurden von der PlusHol syndizierte Darlehensvereinbarungen mit der IKB Deutsche Industriebank AG, der Société Generale, London Branch und der UniCredit Bank AG, London Branch, geschlossen. Zum einen wurde im August 2017 und im November 2017 eine Term B Facility in Höhe von TEUR 260.000 aufgenommen. Die Term B Facility ist mit einer Marge von 3,75 % zzgl. einem positiven EURIBOR verzinst und hat eine Laufzeit von 7 Jahren, somit bis zum 31. August 2024. Einschließlich aufgelaufener Zinsen valutiert das Darlehen zum 31. Dezember 2022 mit TEUR 260.183 (Vorjahr: TEUR 260.119). Zum anderen wurde im August 2017 eine Revolving Facility über insgesamt TEUR 50.000 vereinbart. Diese wurde ebenfalls von der PlusHol geschlossen. Zum 31. Dezember 2022 ist diese Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Die Revolving Facility ist mit einer Marge von 3,50 % zzgl. einem positiven EURIBOR verzinst und hat eine Laufzeit von 6 Jahren, somit bis zum 31. August 2023. PS haftet gesamtschuldnerisch für diese Darlehensverbindlichkeiten. Zudem wurden von PS sämtliche bestehenden und künftige Forderungen, Bankguthaben und Versicherungsansprüche sowie das Anlagevermögen der Gesellschaft in voller Höhe verpfändet bzw. als Sicherheit abgetreten. Aus den Darlehensverträgen ergeben sich verschiedene Verpflichtungen und Auflagen des Darlehensnehmers und anderer Konzerngesellschaften, bei deren Nichteinhaltung den Darlehensgebern die Kündigung der Kreditverträge mit sofortiger Fälligstellung der jeweiligen Valutierungen zustehen könnte. Ergebnisabhängige Covenants können die Ziehung der Revolving Facility auf 35 % des Betrages einschränken. Eine Nichteinhaltung ergebnisabhängiger Covenants kann dagegen nicht zur Fälligkeit der Term B Facility führen. Im Jahr 2022 gab es keine Verstöße gegen bestehende Verpflichtungen und Auflagen aus den Darlehensverträgen. Die in den Darlehensverträgen festgelegten Covenants werden von der Darlehensnehmerin laufend überwacht. Derzeit befinden sich BC Partners LLC, London/Großbritannien, als Berater der auf oberster Ebene an den Gesellschaftern der PlusServer-Gruppe mehrheitlich beteiligten Investmentfonds, in Verhandlungen zum Verkauf der Anteile an der PlusHol. In die Verhandlungen im Rahmen des aktuell noch laufenden Bieterverfahrens wird auch die im Geschäftsjahr 2024 auslaufende Term B Facility einbezogen, für die die Gesellschaft derzeit gesamtschuldnerisch haftet. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit im Rahmen des Bieterverfahrens entweder ein Kaufpreis erzielt wird, der eine vollständige Rückführung oder Refinanzierung des Darlehens ermöglicht, oder dass, sofern ein Kaufpreis die vollständige Rückführung oder Refinanzierung der Term B Facility nicht ermöglichen sollte, die finanzierenden Banken auf den verbleibenden Teil ihrer Forderungen verzichten. Daher wird weiterhin unter der Annahme der Unternehmensfortführung bilanziert. Sollte die Term B Facility jedoch bei Fälligkeit nicht in der vereinbarten Höhe von der PlusHol oder anderen Gesamtschuldnern zurückgezahlt oder refinanziert werden können, wird die PS aus der Haftung in Anspruch genommen. Sollte die Gesellschaft in diesem Fall die erforderlichen Mittel zur Befriedigung ihrer Haftungsschuld nicht aufbringen können, ist sie in ihrem Bestand gefährdet. Ein Kontrollwechsel (sog. Change of Control) kann zu einer Kündigung der Darlehensverträge und zu einer sofortigen Fälligstellung der Darlehensbeträge führen. Ein sog. Change of Control liegt vor, wenn der ursprüngliche Investor - somit die von BC Partner verwalteten Fonds - die Kontrolle gem. den Regeln in § 15 AktG über die PlusBeteiligung aufgibt oder die PlusBeteiligung keine 100 % der Gesellschaftsanteile an der PlusHolding mehr hält. Dieser Change of Control hätte zur Folge, dass die Darlehensvereinbarungen aufgekündigt und die geschuldeten Darlehensbeträge einschließlich geschuldeter Zinsen und Gebühren mit sofortiger Wirkung zur Zahlung fällig gestellt werden könnte. Durch die Pfandrechte der kreditgebenden Banken u.a. an den Gesellschaftsanteilen der PlusBeteiligung, PlusHolding und PlusServer GmbH kommt der Change of Control an diesen Anteilen allerdings nur mit Zustimmung der kreditgebenden Banken im Wege der Schuldbegleichung zustande. Üblicherweise geschieht dieses zwischen dem Abschluss ("Signing") und dem Effektivwerden ("Closing") eines Anteils-Kaufvertrages. Steuern Die Gesellschaft könnte auf Grund ihrer Geschäftsstruktur steuerlichen Risiken im Rahmen von Konzernverrechnungen ausgesetzt sein, die aufgrund fiskalpolitischer Interessen vermehrt bei Liefer- und Leistungsbeziehungen mit Auslandsbezug auftreten können. Konkret könnte bei der Gesellschaft die Geschäftsbeziehungen mit der PSF davon betroffen sein. Die mit der Verrechnungspreismethodik in Zusammenhang stehenden steuerlichen Risiken könnten zu einer zusätzlichen Steuerbelastung führen. Zusätzliche Steueraufwendungen aufgrund von Verrechnungspreisanpassungen können durch Steuererstattungen aufgrund korrespondierender Einkommensanpassungen auf Ebene der jeweils betroffenen Konzerngesellschaften bzw. der Betriebsstätte kompensiert werden. Diese müssten ggf. im Rahmen von Verständigungsverfahren erzielt werden. Insofern ergäben sich zunächst Liquiditätsabflüsse, die bis zum Abschluss der Verständigungsverfahren vorfinanziert werden müssten. Ferner könnten sich positive wie negative Effekte aus unterschiedlichen Steuer- und Zinssätzen ergeben, die sich nicht vollständig ausgleichen. Insgesamt geht die Gesellschaft allerdings davon aus, dass die dargestellten Risiken auch bei einem Eintritt auf Grund der abnehmenden Geschäftstätigkeit der PSF keinen wesentlichen Ergebniseinfluss haben würden und weder einzeln noch kumuliert hinreichend konkretisiert sind bzw. es überwiegend wahrscheinlich ist, dass die Gesellschaft potentielle Steuernachforderungen erfolgreich abwehren bzw. gerichtlich zu ihren Gunsten durchsetzen kann oder durch die Einleitung entsprechender Verständigungsverfahren auf Ebene der jeweils betroffenen Konzerngesellschaften bzw. der Betriebsstätte kompensieren kann. 5. Chancen- und Prognosebericht Im World Economic Outlook prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) im Januar 2023 für das Geschäftsjahr 2023 einer Verlangsamung des globalen Wachstums. Den Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung prognostiziert der IWF darin mit 2,9 %, nach 3,4 % im Jahr 2022.9 Auch für die Eurozone geht der IWF von einer deutlichen Verlangsamung des Wachstums des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus und rechnet für 2023 mit einem Wachstum von 0,7 % (2022: 3,5 %). 10 Für Deutschland erwartet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in seinem im Januar 2023 veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht mit 0,2 % für 2023 ebenfalls eine nur geringe Zunahme des BIP (2022: 1,8 %). Laut Einschätzung des Ministeriums dürfte mit einer Abschwächung der hohen Inflationsdynamik, den Impulsen der fiskalpolitischen Stabilisierungsmaßnahmen und einer erwarteten, moderaten weltwirtschaftlichen Belebung die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Laufe des Jahres 2022 aber zunehmend an Fahrt gewinnen. 11 Der ITK-Markt in Deutschland soll nach Einschätzung des Branchenverbandes Bitkom im Jahr 2023 weiterhin wachsen. Nach einem Anstieg des ITK-Gesamtmarktes im Jahr 2022 um 4,6 % auf 187,9 Milliarden Euro erwartet die Bitkom für 2023 ein Wachstum des deutschen ITK-Gesamtmarktes um 7,9 Milliarden Euro auf dann 195,8 Milliarden Euro (+4,2 %). 12 Die Zahl der Arbeitskräfte in der ITK-Branche soll sich bis zum Jahresende 2023 nochmals um rund 45.000 auf dann 1.344.000 erhöhen. 13
9 Quelle: International Monetary Fund, World
Economic Outlook, January 2023
Trotz der prognostizierten Verlangsamung der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, der hohen Preissteigerungsraten und der damit einhergehenden restriktiven Zinspolitik der Notenbanken, rechnet PlusServer für das Geschäftsjahr 2023 aus jetziger Sicht mit einem Umsatzanstieg auf rund 107 Millionen Euro. Der erwartete Anstieg gegenüber dem Jahr 2022 soll vor allem aus einer weiter zunehmenden Nachfrage nach den Cloud-Angeboten der Gesellschaft resultieren. Der Fokus liegt dabei unverändert auf der Gewinnung von Neukunden und der fortgesetzten Migration von Bestandskunden in die eigenen und modernen Cloudlösun- gen. Zudem wirken sich die im Laufe des Jahres 2022 vorgenommenen Preiserhöhungen positiv auf die Umsatzerwartung des Jahres 2023 aus. Darüber hinaus werden bereits im Jahr 2022 gewonnene Aufträge nach Abschluss der technischen Einrichtung, ab etwa Mitte des Jahre 2023 zu ersten Umsätzen führen können. Die bereinigte EBITDA-Marge der Gesellschaft soll im Geschäftsjahr 2023 wiederum bei knapp über 30 % liegen. Die EBITDA Prognose berücksichtigt dabei bereits zu erwartende Effekte aus dem Gesetz zur Einführung einer Strompreisbremse vom 20. Dezember 2022. Eine über die derzeitigen Erwartungen andauernde Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung, der hohen Inflation sowie der damit in Zusammenhang stehenden Zinssteigerungen und somit höherer Finanzierungskosten auch für Kunden, können sich im Jahr 2023 vor allem in einem unter der Erwartung liegenden Neukundengeschäft sowie in nicht geplanten Kostensteigerungen zeigen.
Köln, den 27. April 2023 Die Geschäftsführung Alexander Wallner Dr. Frank Nellißen Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss der PlusServer GmbH (im Folgenden kurz: PS), Köln, Amtsgericht Köln, HRB 84977, wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerken überwiegend im Anhang gemacht. Die PS ist seit dem 1. September 2017 ein 100%iges Tochterunternehmen der PlusHolding GmbH (im Folgenden kurz: PlusHol), Köln. Mit Datum vom 26. Oktober 2017 wurde zwischen der Gesellschaft (als Organgesellschaft) und der Phoenix BidCo 2 GmbH (jetzt: PlusHol), Köln, als Organträgerin ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen, der die PS verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an die PlusHol abzuführen und der die PlusHol verpflichtet, Verluste der PS nach den Vorschriften des § 302 AktG zu übernehmen. Mit Verschmelzungsvertrag vom 29. März 2022 wurde das Vermögen der PlusServer Basis GmbH, Köln, (im Folgenden kurz: PS Basis), einer Schwestergesellschaft der PS, auf die Gesellschaft im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme übertragen. Verschmelzungsstichtag ist der 1. Januar 2022. Die Verschmelzung wurde am 4. April 2022 in das Handelsregister der PS eingetragen. Mit Verschmelzungsvertrag vom 29. Juni 2022 wurde das Vermögen der Aogy GmbH, Köln, (im Folgenden kurz: Aogy), einer Schwestergesellschaft der PS, auf die Gesellschaft im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme übertragen. Verschmelzungsstichtag ist der 1. Januar 2022. Die Verschmelzung wurde am 6. Juli 2022 in das Handelsregister der PS eingetragen. Die Verschmelzungen sind in beiden Fällen unter Anwendung der Buchwertmethode nach § 24 UmwG erfolgt. Die übernommenen Vermögensgegenstände, Rückstellungen und Verbindlichkeiten wurden mit folgenden Buchwerten übernommen (Angaben in TEUR):
Die der Verschmelzung der PS Basis zu Grunde liegende Schlussbilanz wies zum 31. Dezember 2021 eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 918 und ein Eigenkapital von TEUR 200 aus. Die PS Basis erzielte im Geschäftsjahr 2021 ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 574. Die der Verschmelzung der Aogy liegende Schlussbilanz der Aogy wies zum 31. Dezember 2021 eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 30 und ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 25 aus. Die Aogy erzielte im Geschäftsjahr 2021 ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 3. Durch die Erfassung der positiven Unterschiedsbeträge aus den Verschmelzungen der PS Basis und der Aogy gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB hat sich die Kapitalrücklage gegenüber dem 31. Dezember 2021 zum Jahresende um TEUR 225 auf TEUR 54.972 erhöht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Lizenzen werden linear über drei Jahre abgeschrieben, ERP-Software linear über fünf bzw. sieben Jahre. Selbst geschaffene Werte werden linear über 5 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen bemessen sich nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Server werden linear über drei Jahre abgeschrieben, Mietereinbauten im Wesentlichen linear über 3 - 15 Jahre. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr Abgang wird im Folgejahr unterstellt. Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung zeitanteilig vorgenommen. Das immaterielle sowie das Sachanlagevermögen enthalten aktivierte Eigenleistungen, deren Herstellungskosten die Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Anteile der Fertigungsgemeinkosten enthalten. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Liquide Mittel, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Geschäftsjahresende ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Ende des Geschäftsjahres darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem laufzeitadäquaten Rechnungszinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden erhaltene Kundenzahlungen ausgewiesen, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Ende des Geschäftsjahres darstellen. Zudem enthält der passive Rechnungsabgrenzungsposten zugeflossene Baukostenzuschüsse, die über die Mietlaufzeit anteilig als Ertrag realisiert werden. Aufgrund der über die Muttergesellschaft PlusHol mit der PlusBeteiligungs GmbH, Köln, als Organträger bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft wird dieser das Einkommen der PS als Organgesellschaft zugerechnet. Die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge unterbleibt auf Ebene der PS als Organgesellschaft. Hieraus resultierende künftige Steuerbe- und -entlastungen werden im Jahresabschluss des Organträgers als Steuersubjekt berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich dann, wenn die vereinbarte Leistung abschließend erbracht wurde. Bei Verträgen mit einer längeren Laufzeit werden die Umsatzerlöse über die Laufzeit des Vertrags passivisch abgegrenzt und leistungsgerecht ertragswirksam erfasst. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Dieser ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Angaben zum Anteilsbesitz
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich zum Geschäftsjahresende gegenüber dem Vorjahresstichtag auf TEUR 28.412 (31. Dezember 2021: TEUR 18.302) erhöht. Zum 31. Dezember 2022 beinhalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 28.342 (31. Dezember 2021: TEUR 16.972). Hiervon betreffen TEUR 23.400 (31. Dezember 2021: TEUR 11.000) Forderungen aus Darlehensverhältnissen, TEUR 4.942 (31. Dezember 2021: TEUR 5.781) Forderungen aus der Verrechnung von Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr bestanden darüber hinaus Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 191 aus der Verlustübernahme. Gegen die PlusServer France SARL, Strasbourg/Frankreich besteht eine Forderung in Höhe von TEUR 70 (31. Dezember 2021: TEUR 500) aus einem Darlehensverhältnis. Zum 31. Dezember 2021 bestanden darüber hinaus Forderungen gegen die PlusServer France SARL in Höhe von TEUR 290 aus der Verrechnung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zudem bestanden im Vorjahr Forderungen gegenüber der PlusServer Basis GmbH von TEUR 540 aus Lieferungen und Leistungen. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen vor dem 31. Dezember 2022, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, in Höhe von TEUR 2.437 (31. Dezember 2021: TEUR 3.372). Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 150. Kapitalrücklage Durch die Erfassung der positiven Unterschiedsbeträge aus den Verschmelzungen der PS Basis und der Aogy gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB hat sich die Kapitalrücklage gegenüber dem 31. Dezember 2021 zum Jahresende um TEUR 225 auf TEUR 54.972 erhöht. Der für die Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre nach 268 VIII HGB anzusetzende Betrag beträgt TEUR 4.272 (Vorjahr: TEUR 2.897) und stammt ausschließlich aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögenswerte. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Unter Inanspruchnahme von Art. 28 EGHGB wurden Rückstellungen für mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 970 (Vorjahr: TEUR 867) nicht in der Bilanz ausgewiesen. Das Kassenvermögen der Gruppen-Unterstützungskasse beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 736 (Vorjahr: TEUR 707), so dass der Fehlbetrag zum 31. Dezember 2022 TEUR 234 (Vorjahr: TEUR 159) beträgt. Die Ermittlung der Verpflichtung erfolgte nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G". Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,78 % verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,20 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer typisierten alters- und geschlechtsabhängigen Wahrscheinlichkeit berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 7.975 (Vorjahr: TEUR 13.879) zum 31. Dezember 2022 wurden im Wesentlichen für personalbezogene Rückstellungen wie Boni und Urlaub, Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, für ausstehende Gutschriften an Kunden, für Rechtstreitigkeiten, für drohende Verluste aus bestehenden Vertragsverhältnissen sowie für Rückbauverpflichtungen aus Einbauten in angemieteten Betriebs- und Bürogebäuden gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 16.584 (31. Dezember 2021: Forderung) aus der Verpflichtung der Gesellschaft zur Abführung ihres gesamten Jahresgewinns an die Gesellschafterin. Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2022 gegenüber der Gesellschafterin Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.509 aus der umsatzsteuerlichen Organschaft sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 14 gegenüber der PlusServer France SARL. Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer wurden im Vorjahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten solche aus Lohn- und Kirchensteuern in Höhe von TEUR 374 (31. Dezember 2021: TEUR 1.792 einschließlich Umsatzsteuer). Haftungsverhältnisse Im Rahmen der Konzernfinanzierung wurden von der PlusHol syndizierte Darlehensvereinbarungen mit der IKB Deutsche Industriebank AG, der Société Générale, London Branch und der UniCredit Bank AG, London Branch, geschlossen. Zum einen wurde im August 2017 und im November 2017 eine Term B Facility in Höhe von TEUR 260.000 aufgenommen. Die Term B Facility ist mit einer Marge von 3,75 % zzgl. einem positiven EURIBOR verzinst und hat eine Laufzeit von 7 Jahren, somit bis zum 31. August 2024. Einschließlich aufgelaufener Zinsen valutiert das Darlehen zum 31. Dezember 2022 mit TEUR 260.183 (Vorjahr: TEUR 260.119). Zum anderen wurde im August 2017 eine Revolving Facility über insgesamt TEUR 50.000 vereinbart. Diese wurde ebenfalls von der PlusHol geschlossen. Zum 31. Dezember 2022 ist diese Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Die Revolving Facility ist mit einer Marge von 3,50 % zzgl. einem positiven EURIBOR verzinst und hat eine Laufzeit von 6 Jahren, somit bis zum 31. August 2023. PS haftet gesamtschuldnerisch für diese Darlehensverbindlichkeiten. Zudem wurden von PS sämtliche bestehenden und künftige Forderungen, Bankguthaben und Versicherungsansprüche sowie das Anlagevermögen der Gesellschaft in voller Höhe verpfändet bzw. als Sicherheit abgetreten. Im Jahr 2022 gab es keine Verstöße gegen bestehende Verpflichtungen und Auflagen aus den Darlehensverträgen. Verstöße gegen diese Auflagen können allerdings die Kündigung der Kreditverträge mit sofortiger Fälligstellung der jeweiligen Valutierungen zur Folge haben. Die in den Darlehensverträgen festgelegten Covenants werden von der Darlehensnehmerin laufend überwacht. Derzeit befinden sich BC Partners LLC, London/Großbritannien, als Berater der auf oberster Ebene an den Gesellschaftern der PlusServer-Gruppe mehrheitlich beteiligten Investmentfonds, in Verhandlungen zum Verkauf der Anteile an der PlusHol. In die Verhandlungen im Rahmen des aktuell noch laufenden Bieterverfahrens wird auch die im Geschäftsjahr 2024 auslaufende Term B Facility einbezogen, für die die Gesellschaft derzeit gesamtschuldnerisch haftet. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit im Rahmen des Bieterverfahrens entweder ein Kaufpreis erzielt wird, der eine vollständige Rückführung oder Refinanzierung des Darlehens ermöglicht, oder dass, sofern ein Kaufpreis die vollständige Rückführung oder Refinanzierung der Term B Facility nicht ermöglichen sollte, die finanzierenden Banken auf den verbleibenden Teil ihrer Forderungen verzichten. Daher wird weiterhin unter der Annahme der Unternehmensfortführung bilanziert. Sollte die Term B Facility jedoch bei Fälligkeit nicht in der vereinbarten Höhe von der PlusHol oder anderen Gesamtschuldnern zurückgezahlt oder refinanziert werden können, wird die PS aus der Haftung in Anspruch genommen. Sollte die Gesellschaft in diesem Fall die erforderlichen Mittel zur Befriedigung ihrer Haftungsschuld nicht aufbringen können, ist sie in ihrem Bestand gefährdet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Zahlungsverpflichtungen im Wesentlichen für Miet- und Leasingverträge in Höhe von insgesamt TEUR 5.078 (31. Dezember 2021: TEUR 4.473). Davon sind binnen eines Jahres TEUR 2.258 und in den darauffolgenden vier Jahren TEUR 2.819 fällig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen mit Fälligkeiten von mehr als 5 Jahren bestehen zum 31. Dezember 2022 nicht. Aus offenen Anschaffungsvorgängen zum Anlagevermögen besteht zum Bilanzstichtag ein Bestellobligo von TEUR 1.003. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beziehen sich auf die Bereitstellung von IT-Dienstleistungen an Dritte und verbundene Unternehmen im In- und Ausland. Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 95.278 (2020: TEUR: 93.472) Von den Umsatzerlösen wurden TEUR 88.514 (2021: TEUR 88.767) im Inland, TEUR 4.352 (2021: TEUR 3.576) im europäischen Ausland sowie TEUR 2.412 (2021: TEUR 1.129) in Drittländern erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 2.401 (2021: TEUR 1.036) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Fördermitteln (TEUR: 934), der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 711; 2021: TEUR 134), Währungsgewinnen (TEUR 151; 2021: TEUR 68), aus der privaten Kfz-Nutzung (TEUR 214; 2021: TEUR 170) und um periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 55 (2021: TEUR 353). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen in 2022 TEUR 7.974 (2021: TEUR 12.919) und betreffen insbesondere Aufwendungen aus Konzernumlagen, Werbe- und Messekosten, Kosten für Rechts- und Beratungsleistungen, Kosten im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten, Verluste im Zusammenhang mit dem Abgang von Anlagevermögen und Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen. Die Wechselkursverluste betrugen in 2022 TEUR 86 (2021: TEUR 96). Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 39 (2021: TEUR 5). Sonstige Angaben Vorgänge von Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses waren nicht zu verzeichnen. Geschäftsführung Alexander Wallner, Geschäftsführer (CEO) der PlusBeteiligungs GmbH/PlusHolding GmbH Dr. Frank Nellißen, Geschäftsführer (CFO) der PlusBeteiligungs GmbH/PlusHolding GmbH Sämtliche Geschäftsführer sind befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB werden die Gesamtbezüge der Geschäftsführung nicht angegeben. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Von den Mitarbeitern sind 57 (Vorjahr: 66) weiblich und 282 (Vorjahr: 322) männlich. Konzernverhältnisse Die PlusInvestment GmbH, Köln, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und für den größten Kreis von Unternehmen auf, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt und hat für die PS befreiende Wirkung nach § 291 Abs. 2 HGB. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 115.
Köln, den 27. April 2023 Geschäftsführung Alexander Wallner Dr. Frank Nellißen Entwicklung des Anlagevermögens 01.01.-31.12.2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PlusServer GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PlusServer GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PlusServer GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe Haftungsverhältnisse im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 4.2. Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung, Unterabschnitt Finanzierung des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass Risiken in Bezug auf die Inanspruchnahme der PlusServer GmbH, Köln, aus Haftungsverhältnissen aus der Bestellung von Sicherheiten für Verbindlichkeiten der Gesellschafterin bestehen. Wie in der Angabe Haftungsverhältnisse und Abschnitt 4.2. Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung, Unterabschnitt Finanzierung dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 28. April 2023 Deloitte
GmbH
Max Schürtz, Wirtschaftsprüfer Thomas Neu, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
11 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Großhandel mit Getränken
Herstellung von Bier
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Großhandel mit Getränken
Großhandel mit sonstigen Büromaschinen und -einrichtungen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen