Zippel
AG
Altdorf bei
Nürnberg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
Die ZIPPEL AG ist ein Spezialist für
Archivierungssysteme und produziert Organisationsmittel aus
Pappe und Karton für Behörden, Verwaltungen, Banken
und Krankenhäuser.
Mit unserem weiterentwickelten Sortiment gehen wir
insbesondere auch auf die Herausforderungen ein,
die sich aus den Anforderungen der digitalen Welt ergeben.
Geschäftsverlauf
Trotz der soliden wirtschaftlichen Gesamtsituation in
Deutschland verliert der Büroartikelmarkt wegen
veränderter Rahmenbedingungen an Volumen. Aufgrund
der in den vergangenen Jahren von der ZOPPEL AG vorgenommen
strategischen und strukturellen Anpassungen konnte der Umsatz
des Vorjahres dennoch gesteigert werden.
Entgegen der Entwicklung in den letzten
Geschäftsjahren waren die Beschaffungskosten in den
Bereichen Material, Energie und Logistik stabil und
kalkulierbar. Entgegen dieser Entwicklung haben sich die
Personalkosten überproportional gesteigert. Die
Kalkulationsgrundlagen wurden entsprechend angepasst.
Die Investition in neue Maschinen und sonstige Technik
hatte einen positiven Effekt auf den Auslastungsgrad in der
Produktion sowie den Energieverbrauch und die
Produktivität.
Der Geschäftsbereich Zwigotex wurde im
Geschäftsjahr eingestellt.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Wie aus unserem Jahresabschluss entnommen werden kann,
ist die Vermögens- und Finanzlage als sehr gut zu
bezeichnen. Das betrifft insbesondere auch unsere
Eigenkapitalquote mit 77,9 %.
Im Verhältnis zur Unternehmensleistung ist der
Forderungsbestand mit 338 T€ gering. In den letzten
Geschäftsjahren gab es keine nennenswerten
Forderungsausfälle.
Die Liquiditätskennzahlen haben sich signifikant
verbessert.
Die Vorräte haben sich mengenmäßig und
wertmäßig reduziert. Dies ist eine Folge der
effektiveren Produktionsplanung.
Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und Gesellschaftern. Die mit den
Kreditinstituten vereinbarten Überziehungsrahmen sind
nicht in Anspruch genommen worden. Im Rahmen eines
Cash-Management-Systems wird bei Bedarf auf
Liquiditätsreserven von Tochterunternehmen
zurückgegriffen. Deshalb wird auch unsere
Liquiditätslage als konstant gut beurteilt.
Die Ertragsverhältnisse haben sich in den letzten
drei Geschäftsjahren deutlich und nachhaltig verbessert.
Der ausgewiesene Jahresüberschuss von 447,5 T€
beinhaltet Zuschreibungen von 337 T€.
Mitarbeiter
Der Personalbestand ist im Vergleich zum Vorjahr stabil
geblieben und wird im laufenden Geschäftsjahr, wenn
notwendig, an die aktuelle Auslastung der Produktionsanlagen
unter Ausnutzung der Fluktuation angepasst.
Künftige Entwicklung, Chancen und Risiken
Das aktuelle Vertriebsmodell mit eigenen
Außendienstmitarbeitern, Handels- und
Generalvertretungen wird kontinuierlich an die
Marktveränderungen angepasst.
Durch strategische Kooperationen möchte man
künftig im Geschäftsbereich Akten und
Regalanlagen weiterhin Stabilität erreichen.
Es ist geplant, Marktkapazitäten durch
strategische Entscheidungen und der Übernahme
zusätzlicher Geschäftsfelder zu gewinnen.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des
Geschäftsjahres
Unter Berücksichtigung der schwierigen
konjunkturellen Rahmenbedingungen und der daraus folgenden
mittelfristigen Prognosen liegen die geschäftlichen
Aktivitäten innerhalb der realistischen
Markteinschätzung. Die Umsatzentwicklung im ersten
Quartal 2023 entspricht somit der angepassten Planung.
Forschung und Entwicklung
Wesentliche weitere Entwicklungen betreffen die
Automatisierung der Produktionstechniken sowie die
Weiterentwicklung unserer Produkte unter Einbeziehung der von
den Kunden an uns herangetragenen Anforderungen. Für
entsprechende Produktivitätsverbesserungen sind weitere
Investitionen in technische Anlagen geplant und teilweise
bereits in Durchführung begriffen.
Die interne Prozessoptimierung mit Hilfe der IT wird
auch im Geschäftsjahr 2023 weiterhin verfolgt und
durchgeführt werden.
Die im Vorjahr geplanten Investitionen wurden alle
realisiert. Diese Investitionen wurden aus eigenen Mitteln
finanziert.
Risikobetrachtung
Die Kosten- und Marktentwicklung wird monatlich vom
Management analysiert und mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.
Anpassungen sind hiernach kurzfristig möglich.
Unsere Gesellschaft verfügt über
Alternativkonzepte, um bei erhöhter oder
verminderter Beschäftigung durch
Kapazitätsveränderungen zu reagieren.
25.04.2024
Matthias Kolb
Vorstand
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
1.927.057,05 |
1.595.338,72 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
1.095,00 |
5.698,00 |
| II.
Sachanlagen |
745.070,10 |
730.482,10 |
| III.
Finanzanlagen |
1.180.891,95 |
859.158,62 |
| B.
Umlaufvermögen |
2.801.340,95 |
2.780.657,72 |
| I.
Vorräte |
1.844.927,40 |
2.121.531,55 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
342.223,66 |
269.030,75 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
614.189,89 |
390.095,42 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
19.026,89 |
8.590,08 |
| Aktiva |
4.747.424,89 |
4.384.586,52 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
3.700.204,65 |
3.252.660,46 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
3.000.000,00 |
3.000.000,00 |
| II.
Gewinnrücklagen |
300.000,00 |
300.000,00 |
| III.
Bilanzgewinn |
400.204,65 |
-47.339,54 |
| davon
Verlustvortrag |
47.339,54 |
344.376,23 |
| B.
Rückstellungen |
386.912,00 |
394.806,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
660.308,24 |
737.120,06 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
660.308,24 |
737.120,06 |
| Summe
Passiva |
4.747.424,89 |
4.384.586,52 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
Zippel AG |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Altdorf bei
Nürnberg |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Nürnberg |
| Register-Nr.: |
26893 |
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar
zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch
die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear und degressiv
vorgenommen.
Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und
bewertet:
- Beteiligungen zu Anschaffungskosten
- Anteile an verbundenen Unternehmen zu
Anschaffungskosten
- Ausleihungen zum Nennwert
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag
vorliegende niedrigere Wert angesetzt.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Forderungen und Wertpapiere wurden unter
Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle
weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden
alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen
übernommen werden.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Angaben zur Bilanz
Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder
Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche
Nutzungsdauer werden 10 Jahre festgelegt.
Die erhöhte Nutzungsdauer begründet sich
durch die Lebenszyklen der zugrunde liegenden Produkte.
Beteiligungen
Die Beteiligung an der smart-archive GmbH wurde wieder
zu Anschaffungskosten bilanziert, da die Voraussetzungen
für den Ansatz des niedrigeren beizulegenden Wert
weggefallen sind. Insoweit wurde eine Wertaufholung
realisiert.
Angaben über die Gattung der Aktien
Das Grundkapital von 3.000.000 EUR ist aufgeteilt in:
Grundkapital
30.000 Stk. Stammaktien zum Nennwert von je
100,00 3.000.000 EUR
Es handelt sich um Namensaktien.
Zusätzliche Angaben zu den Gewinnrücklagen
Entwicklung des Postens Gewinnrücklagen:
Posten
|
Betrag
|
|
EUR
|
Bilanzverlust aus dem
Vorjahr
|
47.339,54
|
Jahresüberschuss
|
447.544,19
|
Einstellung in die
gesetzliche Rücklage
|
0,00
|
Die Gewinnrücklage enthält die bereits voll
erbrachte gesetzlichen Rücklage, Veränderungen
haben sich nicht ergeben.
Angaben zu den Rückstellungen:
Im Posten sonstige Rückstellungen sind die
nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten
enthalten:
Garantieverpflichtungen 17,5 TEUR
Personalbereich 135,1 TEUR
Sozialabgaben 29,8 TEUR
Ausgleichsansprüche 170,0 TEUR
Sonstige
34,5 TEUR
Gesamt 386,9 TEUR
Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr beträgt 660.308,24 EUR (Vorjahr:
737.120,06 EUR).
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Arbeitnehmergruppen:
Arbeiter 55
Angestellte 18
leitende Angestellte 3
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten
Arbeitnehmer betrug 76,0.
Namen der Mitglieder des Vorstands und des
Aufsichtsrats
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres
gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Matthias Kolb ausgeübter Beruf: Kaufmann
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Grigoleit Pia, Kassel
(Vorsitzende) ausgeübter Beruf:
Geschäftsführerin
Fischer Regina, Berlin ausgeübter
Beruf: Mediengestalterin
Rolf Bonsack, Odenthal ausgeübter Beruf:
Geschäftsführer
Die Vorsitzende des Aufsichtsrates war im
Geschäftsjahr Pia Grigoleit.
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen
mit mind 20% Anteilsbesitz:
Firmenname /
Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
büro24 abc GmbH 100,00 % -8,3
TEUR 762,3 TEUR
smart-Archive GmbH 50,00 % 91,4
TEUR 255,5 TEUR
Vorschlag über die Verwendung des
Jahresergebnisses:
der Vorstand schlägt der Hauptversammlung die
folgende Ergebnisverwendung vor:
Der Jahresüberschuss soll zusätzlich zum
Verlustvortrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Es ergibt sich folgende Einzelaufstellung:
Jahresüberschuss 447.544,19
einschl. Verlustvortrag zu verwendender
Betrag -47.339,54
Einstellung Rücklagen 0,00
Ausschüttung 0,00
Vortrag auf neue Rechnung 400.204,65
Unterschrift des Vorstandes
Altdorf, den 25.04.2024
gez.
Matthias Kolb
Vorstand
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 30.03.2025
festgestellt. |