Agorando Technologies GmbH
An der Südspitze 1, 04571 Rötha, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mathias Schwenck seit 19.2.2026 | Prokura |
Marion Dr. Schindler seit 10.7.2023 | Prokura |
Kathrin Theil-Schulze seit 17.3.2020 | Prokura |
Frank Schulze seit 27.8.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Agorando Technologies GmbH (vormals: LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung)RöthaZur Offenlegung gemäß §§ 325 ff. HGB bestimmter Jahresabschluss zum 31.12.2023 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Rötha. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter der HRB Nr. 227 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (GmbHG) aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Bei der Gesellschaft handelt es sich gem. § 267 Abs. 2 HGB um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. II. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bilanziert. Die Abschreibung erfolgt linear in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften. Dabei wird die EDV-Software über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen erfolgen in Anlehnung an die für das Steuerrecht geltenden Nutzungsdauern. Es wird grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Bis 2020 wurde für geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von mehr als € 250,00 aber nicht mehr als € 1.000,00 entsprechend § 6 Abs. 2a EStG ein jährlicher Sammelposten (GWG-Sammelposten) gebildet und linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2021 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von mehr als € 250,00 aber nicht mehr als € 800,00 sofort abgeschrieben. Die unter den Vorräten ausgewiesenen Betriebsstoffe, Waren und unfertigen Leistungen werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Die auf unfertige Leistungen erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Unter den Hilfs- und Betriebsstoffen wurde erstmalig ein Bestandswert für Europaletten aktiviert, der überwiegend aus Anschaffungen von Vorperioden resultiert. Die Bilanzierungsänderung erfolgte, weil es sich in Summe doch um einen erheblichen Vermögenswert handelt. Da die Anschaffungskosten nicht mehr mit vertretbarem Aufwand ermittelt werden konnten, wurde der Wertansatz aus dem Marktwert gebrauchter Paletten abgeleitet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bilanziert. Die Rückstellungen wurden in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten entsprechen dem Erfüllungsbetrag. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Blatt 3). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Den erkennbaren Risiken wird durch Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit T€ 3.489 auf die Gesellschafterin. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. 3. Sonderposten Investitionszuschuss Dem Sonderposten Investitionszuschuss wurden 2023 T€ 48 zugeführt, da die LKG in dieser Höhe Zuwendungen von der Sächsischen Aufbaubank für ein Digitalisierungsprojekt und Umweltboni erhalten hat. Die Auflösung erfolgt korrespondierend zu den Abschreibungen und ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Anlagenspiegel zum 31.12.2023
4. Sonstige Rückstellungen Unter den sonstigen Rückstellungen sind die ungewissen Verbindlichkeiten in der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Höhe bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, Personalkosten und Archivierung. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 haben folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin belaufen sich auf T€ 1.131 (VJ: T€ 6.507). 6. Sonstige Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:
7. Haftungsverhältnisse Die LKG ist in der gesamtschuldnerischen Mithaftung für Kreditlinien des Mutterunternehmens. Die Kreditlinien waren am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Serviceverträgen beläuft sich auf T€ 12.228 von denen T€ 1.694 eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und T€ 3.644 eine Laufzeit von zwei bis fünf Jahren haben. Das offene Bestellobligo für Investitionen, die im Geschäftsjahr 2024 realisiert werden, beläuft sich zum 31.12.2023 auf T€ 1.586. Sonstige Geschäfte mit finanziellen Auswirkungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, sind nicht zu vermerken. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
4. Außergewöhnliche und aperiodische Erträge und Aufwendungen Aus der erstmaligen Aktivierung von Euro-Paletten resultiert ein aperiodischer Ertrag in Höhe von TEUR 180. Aperiodische Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 18 für die Höherdotierung einer Rückstellung für einen mehrjährigen Rechtsstreit entstanden. V. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr beschäftigt:
2. Geschäftsführung Mitglied des Geschäftsführungsorgans war im Geschäftsjahr: Frank Schulze Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. 3. Konzernverbund Die LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mbH ist seit dem 31.10.2019 Tochterunternehmen der Agorando Technologies GmbH, Leipzig (vormals: Leipziger Verlagsauslieferung Holding GmbH). Zwischen der LKG und der Agorando Technologies GmbH als herrschendem Unternehmen wurde am 06.02.2020 ein Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2020 geschlossen. Die LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mbH ist somit ab dem 01.01.2020 in dem körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerlichen Organkreis der Agorando Technologies GmbH. Die Agorando Technologies GmbH ist auf Grund der Größenmerkmale von der Erstellung eines Konzernabschlusses befreit. 4. Ergebnisverwendung Auf Basis des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft Agorando Technologies GmbH wird der Gewinn 2023 in Höhe von T€ 712 abgeführt. 5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach Abschluss des Geschäftsjahres zu verzeichnen.
Rötha, 14. Mai 2024 gez. Frank Schulze Datum der Feststellung des Jahresabschlusses auf den 31.12.2023 gem. § 328 Abs. 1a Satz 1 HGB: 17.06.2024 Lagebericht 2023A. Grundlagen des Unternehmens Die LKG ist ein integraler Bestandteil des Unternehmensverbundes der Agorando Technologies GmbH, der an Standorten in Leipzig, Rötha und Berlin umfangreiche Fulfillment-Dienstleistungen für rd. 150 nationale und internationale Kunden anbietet. Unsere Kernkompetenzen liegen vor allem in der logistischen Abwicklung, einschließlich Lagerhaltung, Kommissionierung, Verpackung und Versand, insbesondere für die größeren Kunden der Gruppe. Dank unserer langjährigen Erfahrung sind wir auch auf die Betreuung von Buchverlagen spezialisiert. Unser Kundenportfolio umfasst sowohl B2B- als auch B2C-Kunden, wodurch wir eine vielseitige Kundenbasis haben. Wir sind nicht von einer spezifischen Branche abhängig, sondern unser Umsatz wird letztendlich vom Konsumverhalten der Verbraucher beeinflusst. Dabei spielt es für uns keine Rolle, ob der Verkauf über stationäre Geschäfte oder Online-Plattformen erfolgt. B. Wirtschaftsbericht 1. Branchenentwicklung Allgemein Der Umsatz im Einzelhandel ist im abgelaufenen Jahr zum zweiten Mal in Folge nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes spürbar zurückgegangen. Die Unternehmen erwirtschafteten 2023 preisbereinigt 3,1 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Nominal verbuchte der Einzelhandel demnach nur dank steigender Preise ein Plus von 2,4 Prozent. Rückschlag für den Versand- und Internethandel Im Jahr 2023 verzeichnete der deutsche E-Commerce-Handel einen deutlichen Umsatzrückgang, bedingt durch die zurückhaltende Ausgabenbereitschaft der Verbraucher. Der Bruttoumsatz mit Waren fiel erstmals seit 2020 zweistellig um 11,8 Prozent auf 79,7 Milliarden Euro, verglichen mit 90,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Anteil des E-Commerce am gesamten Einzelhandel sank auf 10,2 Prozent, im Vergleich zu 11,8 Prozent im Jahr 2022. Insgesamt belief sich der Branchenumsatz im gesamten E-Commerce (Waren und Dienstleistungen) erstmals seit 2020 auf weniger als 100 Milliarden Euro. Zusammen mit Umsätzen aus anderen Bestellmedien erreichte der Gesamtumsatz 2023 93,6 Milliarden Euro. Das Jahr wird für viele Händler als einschneidend in Erinnerung bleiben. Direkt-an-Verbraucher-Vertriebe konnten ihr Wachstum am stabilsten halten, obwohl ihre Umsätze um 11,1 Prozent zurückgingen. Dennoch liegen sie aktuell 62 Prozent über dem Niveau von 2019, vor Beginn der Pandemie. Marktplätze und Onlinehändler verzeichneten ebenfalls deutliche Rückgänge von 8,5 Prozent bzw. 14,7 Prozent im Jahr 2023, blieben jedoch immer noch 19,0 Prozent bzw. sieben Prozent über den Vor-Corona-Werten. Rückgang der Online-Käufe durch Verbraucher Die Kaufaktivität im Onlinehandel ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. Der Anteil der regelmäßig aktiven Onlinekunden, die innerhalb der letzten sieben Tage Einkäufe getätigt haben, fiel auf nur noch 34,3 Prozent. Dies liegt deutlich unter dem Niveau von 2019, als dieser Anteil im Jahresdurchschnitt noch bei rund 40 Prozent lag, und weiter unter dem Durchschnitt der letzten beiden Jahre. Buchmarkt Die Buchbranche zieht eine gemischte Bilanz für das Jahr 2023. Trotz eines Rückgangs von 1,9 Prozent bei der verkauften Stückzahl verzeichneten Verlage und Buchhandlungen insgesamt einen Umsatzzuwachs von 2,9 Prozent in den Hauptvertriebswegen, darunter Sortimentsbuchhandel, E-Commerce und Bahnhofsbuchhandel. Dieser Anstieg resultierte vor allem aus einem durchschnittlichen Preisanstieg von 4,9 Prozent. Lokale Buchhandlungen verzeichneten ähnliche Trends wie der Gesamtmarkt, mit einem Umsatzplus von 2,8 Prozent, während der Absatz um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückging. Die Gewinner unter den Warengruppen waren Belletristik mit einem Zuwachs von 7,4 Prozent, begleitet von einem Anstieg der verkauften Stückzahl um 0,9 Prozent, sowie Kinder- und Jugendbücher mit einem Umsatzplus von 1,3 Prozent. Sachbücher verzeichneten ebenfalls einen Zuwachs von 1,2 Prozent. Hingegen verzeichnete die Warengruppe Naturwissenschaften, Medizin, Informatik und Technik einen Rückgang von 8,4 Prozent. 2. Geschäftsverlauf und Lage Die Übernahme eines Fulfillment-Dienstleisters in Berlin durch die Muttergesellschaft Agorando Technologies GmbH hat zunehmend positive Auswirkungen auf die LKG. Neben dem Wissenstransfer zum Umgang mit Online-Händlern und dem Zugang zu neuen IT-Schnittstellen zu verschiedenen Marktplätzen und Warenwirtschaftssystemen, sind im letzten Berichtsjahr erstmals zwei Kunden zu LKG umgezogen und haben hier ihr Wachstum erfolgreich fortgesetzt. Der bereits vor mehreren Jahren begonnene Prozess der Diversifizierung des Kundenstamms zeigt erste Ergebnisse. Dadurch hat sich der Geschäftsverlauf zunehmend geglättet. Früher gab es einen klassischen Verlauf mit starken Umsätzen vor Ostern, einem sehr aktiven Weihnachtsgeschäft und ruhigeren Phasen dazwischen. Heute haben wir Kunden, die kontinuierlich verkaufen oder u.a. spezielle Produkte anbieten, die im Sommer gefragt sind. Dadurch konnten wir erstmals im gesamten Jahr auf Leiharbeitskräfte verzichten und nur mit unserer Stammbelegschaft arbeiten. Abgesehen von unserem operativen Geschäft war das Geschäftsjahr geprägt von den Vorbereitungen und dem planmäßigen Baubeginn einer neuen Lagerhalle. Die LKG agiert dabei als Generalübernehmer für den Bau der Halle und den damit verbundenen zusätzlichen Baumaßnahmen gegenüber dem Vermieter des bestehenden Objekts. Die Firma Goldbeck wurde mit dem Bau der Halle beauftragt. Für die Projektleitung wurde externe Unterstützung hinzugezogen. Die vollständige Fertigstellung und Inbetriebnahme der Halle ist bis Ende Juni 2024 geplant. Durch die neue Halle gewinnen wir zusätzliche Lagerkapazitäten, wodurch die Anmietung eines großen Außenlagers hinfällig wird, was zu einer erheblichen Einsparung von Miet- und Transportkosten führt. Weiterhin ist die Bereitstellung neuer Lagerfläche die für die Gewinnung neuer Kunden unerlässlich. Der Geschäftsverlauf entsprach im Berichtsjahr unseren Erwartungen und die Ergebnisse lassen weiter Raum für Investitionen in Automatisierung und Digitalisierung. 3. Ertragslage Die Ertragslage weist folgende Eckdaten auf:
Die Gebührenerlöse verringerten sich im Berichtsjahr leicht um T€ 188 bzw. 1,3 % und damit weniger als der preisbereinigte Rückgang im Einzelhandel. Das ist darauf zurückzuführen, dass wir sukzessive die Preismodelle unserer Verträge mit Kunden harmonisieren und insbesondere auch unsere Lagerkapazitäten besser vermarkten. Der Ergebnisrückgang vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) resultiert aus dem Wegfall einmaliger Sondereffekte im Vorjahr mit rd. € 6 Mio. Im Vergleich zum Jahr 2022 ist das operative Ergebnis dagegen angestiegen. Außergewöhnliche Abschreibungen auf Forderungen waren im Berichtszeitraum nicht zu verzeichnen. 4. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich im Überblick wie folgt dar:
Das immaterielle und Sachanlagevermögen hat sich im Saldo um T€ 604 erhöht. Dabei stehen den Investitionen in immaterielle Wirtschaftsgüter, Geschäftsbauten und Geschäftsausstattungen in Höhe von T€ 1.341, Anlagenabgänge in Höhe von T€ 183 sowie Abschreibungen in Höhe von T€ 554 gegenüber. Der Anstieg der Finanzanlagen beruht auf Darlehen an ein Beteiligungsunternehmen. Der starke Anstieg der Vorräte resultiert aus unfertigen Leistungen für den Neubau einer Lagerhalle, der im Rahmen eines Generalübernehmervertrags durch LKG abgewickelt wird. Die Fertigstellung des Neubauprojekts ist für Mitte 2024 geplant. Die Forderungen aus Fakturgemeinschaft betreffen Forderungen gegenüber Handelskunden der Verlage, bei denen LKG als Kommissionär auftritt und teilweise das Ausfallrisiko trägt. Dem stehen auf der Passivseite Verbindlichkeiten gegenüber den Verlagen entgegen. Das Eigenkapital stellt sich auf Grund des ab Anfang 2020 wirksamen Gewinnabführungsvertrags mit der Agorando Technologies GmbH unverändert dar. Die Rückstellungen sind auf T€ 811 gestiegen. Größte Einzelpositionen sind die Rückstellungen für Personalkosten sowie die Rückstellung für Schadenersatzansprüche aus einem Brandschaden, für die seit mehreren Jahren ein Rechtsstreit anhängig ist. Die erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stehen primär im Zusammenhang mit der Finanzierung der Ausstattung der neuen Lagerhalle mit Regalen und Flurförderzeugen. C. Chancen- und Risikobericht Chancen: 1. Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit: Die mehrheitliche Übernahme eines Fulfillment-Dienstleisters in Berlin durch unser Mutterunternehmen erweitert im Unternehmensverbund die Kompetenzpalette von LKG erheblich. Der Zugang zu neuen IT-Schnittstellen und der Wissenstransfer im Bereich des Online-Handels verschaffen LKG einen Wettbewerbsvorteil auf dem Markt. 2. Diversifizierung des Kundenstamms: Der erfolgreiche Prozess der Kundenstammdiversifizierung trägt Früchte. Dieser Trend in Richtung kontinuierlicher Umsätze durch Kunden, die spezielle Produkte anbieten, diversifiziert das Umsatzmuster und verringert die Abhängigkeit von saisonalen Schwankungen. 3. Effizienzsteigerung und Kosteneinsparungen: Der Verzicht auf Leiharbeitskräfte im vergangenen Geschäftsjahr und die Nutzung der Stammbelegschaft belegen eine gesteigerte Produktivität und führen zu Kosteneinsparungen. Dies bietet Möglichkeiten für weitere Effizienzsteigerungen und finanzielle Stabilität. Risiken: 1. Integrationsrisiko: Die erfolgreiche Integration des erworbenen Fulfillment-Dienstleisters erfordert eine reibungslose Anpassung von Geschäftsprozessen und Unternehmenskulturen. Misslingt dies, könnten Synergieeffekte verloren gehen und operative Störungen auftreten. 2. Investitionsrisiko: Die geplante Bau- und Inbetriebnahme der neuen Lagerhalle birgt finanzielle und operationale Risiken. Budgetüberschreitungen, Bauverzögerungen oder unerwartete Probleme könnten die finanzielle Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und den Betriebsablauf stören. 3. Technologisches Risiko: Investitionen in Automatisierung und Digitalisierung sind zwar vielversprechend, bergen jedoch auch das Risiko unvorhergesehener technischer Probleme oder mangelnder Akzeptanz seitens der Belegschaft. Es ist entscheidend, diese Chancen zu nutzen und gleichzeitig angemessene Maßnahmen zur Risikominderung zu ergreifen, um langfristigen Erfolg und finanzielle Stabilität zu gewährleisten. D. Prognosebericht Trotz anfänglicher Zurückhaltung der Verbraucher:innen dürfte im Verlauf des Jahres eine positive Entwicklung eintreten. Sinkende Inflation und steigende Löhne dürften die Kaufkraft stärken, was zu erhöhter Nachfrage im Einzelhandel führt. Die Inflation wird voraussichtlich auf 2,5 Prozent halbiert, was zu einem Anstieg der Reallöhne führt. Obwohl kein Konsumboom erwartet wird, prognostizieren Experten ein nominales Umsatzwachstum von zwei Prozent im Gesamtmarkt. Die Gesamtprognose wird unterstützt durch erfolgreich abgeschlossene Vertragsverhandlungen mit Bestands- und Neukunden, die mehrjährige Umsätze zu marktgerechten Konditionen sichern. Auch bei Lieferanten konnte Kostensenkungspotential gehoben werden. Dem Geschäftsjahr 2024 sehen wir somit optimistisch entgegen und erwarten eine Steigerung bei Umsatz und Ertrag.
Im Mai 2024 Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mbH, Rötha Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Stuttgart, den 14. Mai 2024 Dr.
Vaih & Partner
gez. König, Wirtschaftsprüfer gez. Bilger, Wirtschaftsprüfer |
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