Agorando Technologies GmbH

An der Südspitze 1, 04571 Rötha, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 227
Vorher
LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
23.7.1990
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Die Lagerung, Einkauf und der Vertrieb (Kommissions-, Groß-, Einzel und Onlinehandel) von Artikeln jeglicher Branchen, insbesondere Konsumgütern, soweit diese keiner weiteren spezifischen Genehmigung bedürfen, für alle relevanten Märkte auf fremde oder eigene Rechnung, Debitorendienstleistungen für Dritte, sämtliche damit zusammenhängende und den Gesellschaftszweck fördernde Geschäfte sowie die Entwicklung von Software, die den Gesellschaftszweck fördert. Die Tätigkeit umfasst Inlands- und Auslandsgeschäfte.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Mathias Schwenck
seit 19.2.2026
Prokura
Marion Dr. Schindler
seit 10.7.2023
Prokura
Kathrin Theil-Schulze
seit 17.3.2020
Prokura
Frank Schulze
seit 27.8.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
TS Asset GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Agorando Technologies GmbH (vormals: LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung)

Rötha

Zur Offenlegung gemäß §§ 325 ff. HGB bestimmter Jahresabschluss zum 31.12.2023 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 783.061,00 806.408,00
2. Immaterielle Vermögensgegenstände in Entwicklung 25.232,14 0,00
808.293,14 806.408,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 44.925,08 116.647,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 335.565,00 380.702,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.192.182,00 898.755,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 605.686,57 180.310,52
2.178.358,65 1.576.414,60
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 8.990,00 8.990,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit den ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.483.412,20 254.317,05
5.000,00 5.000,00
3. Genossenschaftsanteil 1.497.402,20 268.307,05
4.484.053,99 2.651.129,65
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 355.824,25 265.082,00
2. Unfertige Leistungen 7.142.457,82 0,00
3. Waren 31.816,55 21.103,38
4. Erhaltende Anzahlungen -5.984.002,96 0,00
1.546.095,66 286.185,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.220.653,33 1.536.755,96
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.769.795,30 8.478.117,14
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 354.660,56 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.343.441,95 3.165.504,61
7.688.551,14 13.180.377,71
III Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 858.220,44 1.973.930,96
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 80.601,46 46.094,62
14.657.522,69 18.137.718,32

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 256.000,00 256.000,00
II. Sonderrücklage gem. § 27 Abs. 2 DMBilG 635.586,50 635.586,50
III. Gewinnvortrag 2.171.403,27 2.171.403,27
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
3.062.989,77 3.062.989,77
B. SONDERPOSTEN INVESTITIONSZUSCHUSS 79.703,49 45.665,23
C. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 811.352,00 764.163,15
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.424.779,90 264.549,64
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.783.424,08 1.167.157,33
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.132.377,81 6.507.381,72
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.362.895,64 6.325.811,48
10.703.477,43 14.264.900,17
14.657.522,69 18.137.718,32

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 10.707.444,06 17.737.186,18
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.326.857,37 4.607.219,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 925.636,45 977.539,68
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 553.752,54 621.950,21
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.158.714,38 5.205.215,92
5. Betriebsergebnis 742.483,32 6.325.260,49
6. Zinsen und ähnliche Erträge 38.283,74 50.401,24
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 69.088,05 52.190,70
8. Finanzergebnis -30.804,31 -1.789,46
9. Ergebnis vor Ertragsteuern 711.679,01 6.323.471,03
10. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -711.679,01 -6.323.471,03
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Rötha. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter der HRB Nr. 227 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (GmbHG) aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich gem. § 267 Abs. 2 HGB um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

II. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bilanziert. Die Abschreibung erfolgt linear in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften. Dabei wird die EDV-Software über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen erfolgen in Anlehnung an die für das Steuerrecht geltenden Nutzungsdauern. Es wird grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Bis 2020 wurde für geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von mehr als € 250,00 aber nicht mehr als € 1.000,00 entsprechend § 6 Abs. 2a EStG ein jährlicher Sammelposten (GWG-Sammelposten) gebildet und linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2021 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von mehr als € 250,00 aber nicht mehr als € 800,00 sofort abgeschrieben.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Betriebsstoffe, Waren und unfertigen Leistungen werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Die auf unfertige Leistungen erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt.

Unter den Hilfs- und Betriebsstoffen wurde erstmalig ein Bestandswert für Europaletten aktiviert, der überwiegend aus Anschaffungen von Vorperioden resultiert. Die Bilanzierungsänderung erfolgte, weil es sich in Summe doch um einen erheblichen Vermögenswert handelt. Da die Anschaffungskosten nicht mehr mit vertretbarem Aufwand ermittelt werden konnten, wurde der Wertansatz aus dem Marktwert gebrauchter Paletten abgeleitet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten entsprechen dem Erfüllungsbetrag.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Blatt 3).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Den erkennbaren Risiken wird durch Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit T€ 3.489 auf die Gesellschafterin.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

3. Sonderposten Investitionszuschuss

Dem Sonderposten Investitionszuschuss wurden 2023 T€ 48 zugeführt, da die LKG in dieser Höhe Zuwendungen von der Sächsischen Aufbaubank für ein Digitalisierungsprojekt und Umweltboni erhalten hat.

Die Auflösung erfolgt korrespondierend zu den Abschreibungen und ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Herstellungs- und Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Umbuchung
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.619.665,03 153.986,04 130.101,61 156.687,49 1.747.065,19
Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 155.333,75 -130.101,61 0,00 25.232,14
1.619.665,03 309.319,79 0,00 156.687,49 1.772.297,33
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 117.194,46 0,00 0,00 72.269,38 44.925,08
Technische Anlagen und Maschinen 2.057.851,69 0,00 0,00 0,00 2.057.851,69
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.714.760,41 490.230,89 0,00 204.718,22 4.000.273,08
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 180.310,52 541.469,57 0,00 116.093,52 605.686,57
6.070.117,08 1.031.700,46 0,00 393.081,12 6.708.736,42
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 8.990,00 0,00 0,00 0,00 8.990,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 254.317,05 1.229.095,15 0,00 0,00 1.483.412,20
Genossenschaftsanteile 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
268.307,05 1.229.095,15 0,00 0,00 1.497.402,20
7.958.089,16 2.570.115,40 0,00 549.768,61 9.978.435,95
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 813.257,03 307.434,65 156.687,49 964.004,19
Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
813.257,03 307.434,65 156.687,49 964.004,19
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 547,38 4.380,00 4.927,38 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 1.677.149,69 45.137,00 0,00 1.722.286,69
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.816.005,41 196.800,89 204.715,22 2.808.091,08
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.493.702,48 246.317,89 209.642,60 4.530.377,77
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
5.306.959,51 553.752,54 366.330,09 5.494.381,96
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 783.061,00 806.408,00
Anzahlungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände 25.232,14 0,00
808.293,14 806.408,00
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 44.925,08 116.647,08
Technische Anlagen und Maschinen 335.565,00 380.702,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.192.182,00 898.755,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 605.686,57 180.310,52
2.178.358,65 1.576.414,60
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 8.990,00 8.990,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.483.412,20 254.317,05
Genossenschaftsanteile 5.000,00 5.000,00
1.497.402,20 268.307,05
4.484.053,99 2.651.129,65

4. Sonstige Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen sind die ungewissen Verbindlichkeiten in der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Höhe bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, Personalkosten und Archivierung.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 haben folgende Restlaufzeiten:

in T€ < 1 Jahr >1 Jahr < 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 455 1.541 429 2.425
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.783 0 0 1.783
Verbindlichkeiten gegenüberverbundenen Unternehmen 1.132 0 0 1.132
Sonstige Verbindlichkeiten 5.363 0 0 5.363
Summe Verbindlichkeiten 8.733 1.541 429 10.703

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin belaufen sich auf T€ 1.131 (VJ: T€ 6.507).

6. Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
aus Kommissionsgeschäften 5.073 6.029
aus Steuern 275 287

7. Haftungsverhältnisse

Die LKG ist in der gesamtschuldnerischen Mithaftung für Kreditlinien des Mutterunternehmens. Die Kreditlinien waren am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Serviceverträgen beläuft sich auf T€ 12.228 von denen T€ 1.694 eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und T€ 3.644 eine Laufzeit von zwei bis fünf Jahren haben.

Das offene Bestellobligo für Investitionen, die im Geschäftsjahr 2024 realisiert werden, beläuft sich zum 31.12.2023 auf T€ 1.586.

Sonstige Geschäfte mit finanziellen Auswirkungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, sind nicht zu vermerken.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2023
T€
2022
T€
Dienstleistungen Fulfillment 12.006 12.228
Lagermieten 2.099 2.065
14.105 14.293

2. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2023
T€
2022
T€
aus verbundenen Unternehmen 0 3
Übrige 38 47
38 50

3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2023
T€
2022
T€
Zinsen kurzfristig 14 23
Zinsen Darlehen 55 29
davon an verbundene Unternehmen T€ 2 (VJ T€ 0)
69 52

4. Außergewöhnliche und aperiodische Erträge und Aufwendungen

Aus der erstmaligen Aktivierung von Euro-Paletten resultiert ein aperiodischer Ertrag in Höhe von TEUR 180.

Aperiodische Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 18 für die Höherdotierung einer Rückstellung für einen mehrjährigen Rechtsstreit entstanden.

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr beschäftigt:

Gewerbliche Mitarbeiter 93
Angestellte 47
Auszubildende 8
148

2. Geschäftsführung

Mitglied des Geschäftsführungsorgans war im Geschäftsjahr:

Frank Schulze

Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

3. Konzernverbund

Die LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mbH ist seit dem 31.10.2019 Tochterunternehmen der Agorando Technologies GmbH, Leipzig (vormals: Leipziger Verlagsauslieferung Holding GmbH).

Zwischen der LKG und der Agorando Technologies GmbH als herrschendem Unternehmen wurde am 06.02.2020 ein Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2020 geschlossen. Die LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mbH ist somit ab dem 01.01.2020 in dem körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerlichen Organkreis der Agorando Technologies GmbH.

Die Agorando Technologies GmbH ist auf Grund der Größenmerkmale von der Erstellung eines Konzernabschlusses befreit.

4. Ergebnisverwendung

Auf Basis des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft Agorando Technologies GmbH wird der Gewinn 2023 in Höhe von T€ 712 abgeführt.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach Abschluss des Geschäftsjahres zu verzeichnen.

 

Rötha, 14. Mai 2024

gez. Frank Schulze

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses auf den 31.12.2023 gem. § 328 Abs. 1a Satz 1 HGB: 17.06.2024

Lagebericht 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die LKG ist ein integraler Bestandteil des Unternehmensverbundes der Agorando Technologies GmbH, der an Standorten in Leipzig, Rötha und Berlin umfangreiche Fulfillment-Dienstleistungen für rd. 150 nationale und internationale Kunden anbietet. Unsere Kernkompetenzen liegen vor allem in der logistischen Abwicklung, einschließlich Lagerhaltung, Kommissionierung, Verpackung und Versand, insbesondere für die größeren Kunden der Gruppe. Dank unserer langjährigen Erfahrung sind wir auch auf die Betreuung von Buchverlagen spezialisiert.

Unser Kundenportfolio umfasst sowohl B2B- als auch B2C-Kunden, wodurch wir eine vielseitige Kundenbasis haben. Wir sind nicht von einer spezifischen Branche abhängig, sondern unser Umsatz wird letztendlich vom Konsumverhalten der Verbraucher beeinflusst. Dabei spielt es für uns keine Rolle, ob der Verkauf über stationäre Geschäfte oder Online-Plattformen erfolgt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Branchenentwicklung

Allgemein

Der Umsatz im Einzelhandel ist im abgelaufenen Jahr zum zweiten Mal in Folge nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes spürbar zurückgegangen. Die Unternehmen erwirtschafteten 2023 preisbereinigt 3,1 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Nominal verbuchte der Einzelhandel demnach nur dank steigender Preise ein Plus von 2,4 Prozent.

Rückschlag für den Versand- und Internethandel

Im Jahr 2023 verzeichnete der deutsche E-Commerce-Handel einen deutlichen Umsatzrückgang, bedingt durch die zurückhaltende Ausgabenbereitschaft der Verbraucher. Der Bruttoumsatz mit Waren fiel erstmals seit 2020 zweistellig um 11,8 Prozent auf 79,7 Milliarden Euro, verglichen mit 90,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Anteil des E-Commerce am gesamten Einzelhandel sank auf 10,2 Prozent, im Vergleich zu 11,8 Prozent im Jahr 2022.

Insgesamt belief sich der Branchenumsatz im gesamten E-Commerce (Waren und Dienstleistungen) erstmals seit 2020 auf weniger als 100 Milliarden Euro. Zusammen mit Umsätzen aus anderen Bestellmedien erreichte der Gesamtumsatz 2023 93,6 Milliarden Euro.

Das Jahr wird für viele Händler als einschneidend in Erinnerung bleiben. Direkt-an-Verbraucher-Vertriebe konnten ihr Wachstum am stabilsten halten, obwohl ihre Umsätze um 11,1 Prozent zurückgingen. Dennoch liegen sie aktuell 62 Prozent über dem Niveau von 2019, vor Beginn der Pandemie. Marktplätze und Onlinehändler verzeichneten ebenfalls deutliche Rückgänge von 8,5 Prozent bzw. 14,7 Prozent im Jahr 2023, blieben jedoch immer noch 19,0 Prozent bzw. sieben Prozent über den Vor-Corona-Werten.

Rückgang der Online-Käufe durch Verbraucher

Die Kaufaktivität im Onlinehandel ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. Der Anteil der regelmäßig aktiven Onlinekunden, die innerhalb der letzten sieben Tage Einkäufe getätigt haben, fiel auf nur noch 34,3 Prozent. Dies liegt deutlich unter dem Niveau von 2019, als dieser Anteil im Jahresdurchschnitt noch bei rund 40 Prozent lag, und weiter unter dem Durchschnitt der letzten beiden Jahre.

Buchmarkt

Die Buchbranche zieht eine gemischte Bilanz für das Jahr 2023. Trotz eines Rückgangs von 1,9 Prozent bei der verkauften Stückzahl verzeichneten Verlage und Buchhandlungen insgesamt einen Umsatzzuwachs von 2,9 Prozent in den Hauptvertriebswegen, darunter Sortimentsbuchhandel, E-Commerce und Bahnhofsbuchhandel. Dieser Anstieg resultierte vor allem aus einem durchschnittlichen Preisanstieg von 4,9 Prozent.

Lokale Buchhandlungen verzeichneten ähnliche Trends wie der Gesamtmarkt, mit einem Umsatzplus von 2,8 Prozent, während der Absatz um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückging.

Die Gewinner unter den Warengruppen waren Belletristik mit einem Zuwachs von 7,4 Prozent, begleitet von einem Anstieg der verkauften Stückzahl um 0,9 Prozent, sowie Kinder- und Jugendbücher mit einem Umsatzplus von 1,3 Prozent. Sachbücher verzeichneten ebenfalls einen Zuwachs von 1,2 Prozent. Hingegen verzeichnete die Warengruppe Naturwissenschaften, Medizin, Informatik und Technik einen Rückgang von 8,4 Prozent.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Übernahme eines Fulfillment-Dienstleisters in Berlin durch die Muttergesellschaft Agorando Technologies GmbH hat zunehmend positive Auswirkungen auf die LKG. Neben dem Wissenstransfer zum Umgang mit Online-Händlern und dem Zugang zu neuen IT-Schnittstellen zu verschiedenen Marktplätzen und Warenwirtschaftssystemen, sind im letzten Berichtsjahr erstmals zwei Kunden zu LKG umgezogen und haben hier ihr Wachstum erfolgreich fortgesetzt.

Der bereits vor mehreren Jahren begonnene Prozess der Diversifizierung des Kundenstamms zeigt erste Ergebnisse. Dadurch hat sich der Geschäftsverlauf zunehmend geglättet. Früher gab es einen klassischen Verlauf mit starken Umsätzen vor Ostern, einem sehr aktiven Weihnachtsgeschäft und ruhigeren Phasen dazwischen. Heute haben wir Kunden, die kontinuierlich verkaufen oder u.a. spezielle Produkte anbieten, die im Sommer gefragt sind. Dadurch konnten wir erstmals im gesamten Jahr auf Leiharbeitskräfte verzichten und nur mit unserer Stammbelegschaft arbeiten.

Abgesehen von unserem operativen Geschäft war das Geschäftsjahr geprägt von den Vorbereitungen und dem planmäßigen Baubeginn einer neuen Lagerhalle. Die LKG agiert dabei als Generalübernehmer für den Bau der Halle und den damit verbundenen zusätzlichen Baumaßnahmen gegenüber dem Vermieter des bestehenden Objekts. Die Firma Goldbeck wurde mit dem Bau der Halle beauftragt. Für die Projektleitung wurde externe Unterstützung hinzugezogen. Die vollständige Fertigstellung und Inbetriebnahme der Halle ist bis Ende Juni 2024 geplant.

Durch die neue Halle gewinnen wir zusätzliche Lagerkapazitäten, wodurch die Anmietung eines großen Außenlagers hinfällig wird, was zu einer erheblichen Einsparung von Miet- und Transportkosten führt. Weiterhin ist die Bereitstellung neuer Lagerfläche die für die Gewinnung neuer Kunden unerlässlich.

Der Geschäftsverlauf entsprach im Berichtsjahr unseren Erwartungen und die Ergebnisse lassen weiter Raum für Investitionen in Automatisierung und Digitalisierung.

3. Ertragslage

Die Ertragslage weist folgende Eckdaten auf:

2023
in T€
2022
in T€
Umsatzerlöse 14.105 14.293
EBITDA 1.296 7.148
EBIT (vor A.O. Aufwand) 742 6.526
Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) 712 6.521

Die Gebührenerlöse verringerten sich im Berichtsjahr leicht um T€ 188 bzw. 1,3 % und damit weniger als der preisbereinigte Rückgang im Einzelhandel. Das ist darauf zurückzuführen, dass wir sukzessive die Preismodelle unserer Verträge mit Kunden harmonisieren und insbesondere auch unsere Lagerkapazitäten besser vermarkten.

Der Ergebnisrückgang vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) resultiert aus dem Wegfall einmaliger Sondereffekte im Vorjahr mit rd. € 6 Mio. Im Vergleich zum Jahr 2022 ist das operative Ergebnis dagegen angestiegen.

Außergewöhnliche Abschreibungen auf Forderungen waren im Berichtszeitraum nicht zu verzeichnen.

4. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich im Überblick wie folgt dar:

2023
in T€
2022
in T€
Immaterielles und Sachanlagevermögen 2.987 2.383
Finanzanlagen 1.497 268
Vorräte 1.546 286
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.221 1.564
Forderungen aus Fakturgemeinschaft 2.275 3.036
Forderungen verbundene Unternehmen 4.124 8.478
Liquide Mittel 858 1.974
Eigenkapital 3.063 3.063
Rückstellungen 811 764
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 2.425 265
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 1.132 6.654
Verbindlichkeiten aus Fakturgemeinschaft 5.073 6.029
Cashflow (Jahresergebnis + Abschreibungen) 1.266 7.143

Das immaterielle und Sachanlagevermögen hat sich im Saldo um T€ 604 erhöht. Dabei stehen den Investitionen in immaterielle Wirtschaftsgüter, Geschäftsbauten und Geschäftsausstattungen in Höhe von T€ 1.341, Anlagenabgänge in Höhe von T€ 183 sowie Abschreibungen in Höhe von T€ 554 gegenüber. Der Anstieg der Finanzanlagen beruht auf Darlehen an ein Beteiligungsunternehmen.

Der starke Anstieg der Vorräte resultiert aus unfertigen Leistungen für den Neubau einer Lagerhalle, der im Rahmen eines Generalübernehmervertrags durch LKG abgewickelt wird. Die Fertigstellung des Neubauprojekts ist für Mitte 2024 geplant.

Die Forderungen aus Fakturgemeinschaft betreffen Forderungen gegenüber Handelskunden der Verlage, bei denen LKG als Kommissionär auftritt und teilweise das Ausfallrisiko trägt. Dem stehen auf der Passivseite Verbindlichkeiten gegenüber den Verlagen entgegen.

Das Eigenkapital stellt sich auf Grund des ab Anfang 2020 wirksamen Gewinnabführungsvertrags mit der Agorando Technologies GmbH unverändert dar.

Die Rückstellungen sind auf T€ 811 gestiegen. Größte Einzelpositionen sind die Rückstellungen für Personalkosten sowie die Rückstellung für Schadenersatzansprüche aus einem Brandschaden, für die seit mehreren Jahren ein Rechtsstreit anhängig ist.

Die erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stehen primär im Zusammenhang mit der Finanzierung der Ausstattung der neuen Lagerhalle mit Regalen und Flurförderzeugen.

C. Chancen- und Risikobericht

Chancen:

1. Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit: Die mehrheitliche Übernahme eines Fulfillment-Dienstleisters in Berlin durch unser Mutterunternehmen erweitert im Unternehmensverbund die Kompetenzpalette von LKG erheblich. Der Zugang zu neuen IT-Schnittstellen und der Wissenstransfer im Bereich des Online-Handels verschaffen LKG einen Wettbewerbsvorteil auf dem Markt.

2. Diversifizierung des Kundenstamms: Der erfolgreiche Prozess der Kundenstammdiversifizierung trägt Früchte. Dieser Trend in Richtung kontinuierlicher Umsätze durch Kunden, die spezielle Produkte anbieten, diversifiziert das Umsatzmuster und verringert die Abhängigkeit von saisonalen Schwankungen.

3. Effizienzsteigerung und Kosteneinsparungen: Der Verzicht auf Leiharbeitskräfte im vergangenen Geschäftsjahr und die Nutzung der Stammbelegschaft belegen eine gesteigerte Produktivität und führen zu Kosteneinsparungen. Dies bietet Möglichkeiten für weitere Effizienzsteigerungen und finanzielle Stabilität.

Risiken:

1. Integrationsrisiko: Die erfolgreiche Integration des erworbenen Fulfillment-Dienstleisters erfordert eine reibungslose Anpassung von Geschäftsprozessen und Unternehmenskulturen. Misslingt dies, könnten Synergieeffekte verloren gehen und operative Störungen auftreten.

2. Investitionsrisiko: Die geplante Bau- und Inbetriebnahme der neuen Lagerhalle birgt finanzielle und operationale Risiken. Budgetüberschreitungen, Bauverzögerungen oder unerwartete Probleme könnten die finanzielle Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und den Betriebsablauf stören.

3. Technologisches Risiko: Investitionen in Automatisierung und Digitalisierung sind zwar vielversprechend, bergen jedoch auch das Risiko unvorhergesehener technischer Probleme oder mangelnder Akzeptanz seitens der Belegschaft.

Es ist entscheidend, diese Chancen zu nutzen und gleichzeitig angemessene Maßnahmen zur Risikominderung zu ergreifen, um langfristigen Erfolg und finanzielle Stabilität zu gewährleisten.

D. Prognosebericht

Trotz anfänglicher Zurückhaltung der Verbraucher:innen dürfte im Verlauf des Jahres eine positive Entwicklung eintreten. Sinkende Inflation und steigende Löhne dürften die Kaufkraft stärken, was zu erhöhter Nachfrage im Einzelhandel führt. Die Inflation wird voraussichtlich auf 2,5 Prozent halbiert, was zu einem Anstieg der Reallöhne führt. Obwohl kein Konsumboom erwartet wird, prognostizieren Experten ein nominales Umsatzwachstum von zwei Prozent im Gesamtmarkt.

Die Gesamtprognose wird unterstützt durch erfolgreich abgeschlossene Vertragsverhandlungen mit Bestands- und Neukunden, die mehrjährige Umsätze zu marktgerechten Konditionen sichern. Auch bei Lieferanten konnte Kostensenkungspotential gehoben werden. Dem Geschäftsjahr 2024 sehen wir somit optimistisch entgegen und erwarten eine Steigerung bei Umsatz und Ertrag.

 

Im Mai 2024

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mbH, Rötha

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LKG Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Stuttgart, den 14. Mai 2024

Dr. Vaih & Partner
Wirtschaftsprüfung Stuttgart GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. König, Wirtschaftsprüfer

gez. Bilger, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.