RCP Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Ulm seit 14.9.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.33% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RCP Ranstadt GmbHRanstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023RCP RANSTADT GMBH, RANSTADTGliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Konzernbeziehungen 3. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Gesellschaft bietet individuelle Lösungen im Bereich flexible Verpackungen für Kunden aus der Wasch- und Reinigungsmittel-, Körperpflege- sowie Lebensmittelindustrie an. In dem Zusammenhang produziert die RCP Ranstadt GmbH (im Folgenden RCP oder RCP Ranstadt genannt) einzeln verpackte Feuchttücher sowie mit Flüssigkeiten und Pulvern befüllte Sachets/Siegelrandbeutel und Standbodenbeutel, dies sowohl als Hersteller- und Handelsmarke als auch für die eigene Marke, darüber hinaus auch in Dosen abgefüllte Badesalze. 2. Konzernbeziehungen Die Anteile an der RCP Ranstadt GmbH wurden im Jahr 2023 von der RCP Holding GmbH, Ranstadt, alleinige Gesellschafterin zu 100 % gehalten. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der RCP Ranstadt GmbH als Organgesellschaft sowie der RCP Holding GmbH als Organträgerin (seit 01/2019). Die Vita Elan Apothekenbedarf GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft der RCP Ranstadt hat einen Umsatzrückgang von -19,5 % zu verzeichnen. Mit ursächlich dafür ist eine gesetzliche Änderung, dass Kassenpatienten keine Werbegeschenke erhalten dürfen. Daher ist die Warenabnahme der Apotheken sehr verhalten. Es besteht seit 2010 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der RCP Ranstadt GmbH und der Vita Elan Apothekenbedarf GmbH. 3. Forschung und Entwicklung In Zusammenarbeit mit diversen Kunden und Lieferanten entwickelt die RCP kundenspezifische Lösungen im Rahmen von Projekten. Zur Optimierung unserer Produktionsprozesse entwickelt die RCP ihre Hochleistungsverpackungsmaschinen kontinuierlich weiter. Hierfür steht seit 2019 ein Research & Development Center zur Verfügung, das vom täglichen Produktionsbetrieb losgelöst ist. Der ausschließlich für Entwicklungs- und Testzwecke bereitstehende Maschinenpark ermöglicht u.a. Tests mit biologisch abbaubaren bzw. recyclingfähigen Verpackungsmaterialien. Inzwischen können praktisch alle Produkte der Bereiche Pulver und Flüssig von der RCP Ranstadt mit 100% recyclingfähigen Materialien angeboten werden. Damit gilt der Schwerpunkt neben der vollständigen Produktumstellung bereits bestehender Kundenbeziehungen darüber hinaus jetzt der Entwicklung von Verpackungslösungen mit vollständig biologisch abbaubaren Materialien. Ziel ist, perspektivisch einen möglichst großen Anteil der Produktpalette von recyclingfähigen Materialen auf biologisch abbaubare Materialien umzustellen. Daneben erfolgten auch bei der aus Nachhaltigkeitsaspekten angeschafften individuellen Dosenabfüllanlage zur Herstellung von Mehrfachanwendungen statt Einmalanwendungen beständige Produktverbesserungen. D.h. auch hier erfolgt Zug um Zug eine Umstellung auf die Verwendung von recyclingfähigen bzw. biologisch abbaubaren Materialien sowie eine Optimierung des eingesetzten Materialstärke. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen: Im Berichtsjahr 2023 zeigte die Konjunktur des Euro-Raums eine Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes von 0,4%. In Deutschland hingegen kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nicht aus Ihrem Tief und verzeichnete preisbereinigt einen Rückgang des BIP 2023 um 0,3%. Diese Entwicklung ist geprägt vom gedämpften Rückgang der hohen Preise und durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem Inland. Dabei war die Entwicklung des BIP in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. So gaben die Bruttowertschöpfung im Wirtschaftsbereich Handel und Verkehr durch den Rückgang des privaten Konsums gegenüber dem Vorjahr deutlich nach (-1,0%). Weitere drohende Engpässe bei der Versorgung mit Energie, Rohstoffen und Vorprodukten aufgrund der leider noch immer bestehenden Ukraine-Krise sind nicht mehr eingetreten. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Die Erwartung der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts für 2024 ist sehr gedämpft. So ist von einer Stagnation die Rede 1, erst in 2025 wird auch für Deutschland wieder ein Wachstum von 0,9% erwartet (Euroraum +1,5%). Branchenspezifische Rahmenbedingungen: Die Verpackungsbranche ist, ganz speziell auch im Bereich der Sachets, zunehmend geprägt durch kundenseitige Anforderungen hinsichtlich der Recyclingfähigkeit von Verpackungen bzw. der Reduktion von Verpackungsmüll, insbesondere bezüglich der dabei eingesetzten Kunststoffe. Daraus ergeben sich vielfältige neue Geschäftsmodelle in der Verpackungsindustrie und somit die Möglichkeit, zusätzliches Wachstum durch neue Produkte zu generieren. Diese ergeben sich beispielsweise aus der Substitution der bislang oft eingesetzten und sehr materialintensiven Kunststoffflaschen durch Sachets und Standbodenbeutel mit einem erheblich geringeren Materialeinsatz bei einer gleichzeitig verbesserten Recyclingfähigkeit durch den Einsatz von sog. Monoverbund-Materialien. Sowie der Einsatz von nachwachsenden Verpackungsbestandteilen, mit recylingsfähigen Beschichtungen, die für Pulver und Salze einsetzbar sind. Dieses Wachstum zeigt sich auch in der prognostizierten Umsatzentwicklung der Studie von Future Market Insights. Laut dieser wird für den Sachets-Markt Aufgrund einer Reihe von Faktoren erwartet, dass der weltweite Markt für Beutelverpackungen in den kommenden Jahren erheblich wachsen wird. Ein wichtiger Treiber dieses Wachstums ist die zunehmende Nachfrage nach Bequemlichkeit und Tragbarkeit bei Konsumgütern. Somit wird ein CAGR von 5,5% prognostiziert, was deutlich über der Wachstumserwartung des allgemeinen Bruttoinlandsproduktes liegt. 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf 2023 war aufgrund der verhaltenen weltwirtschaftlichen Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 geprägt. Dies konnte der leicht steigende Auslandshandel nicht kompensieren. Hinzu kamen auch Verkaufspreisanpassungungen wegen dem Einsatz der nachhaltigen Folie, welche deutlich kostengünstiger ist, als die Vorgängerfolie. Weiterhin war das Geschäftsjahr belastet durch die Sonderkosten aufgrund der Schließung der Produktionsgesellschaft Borval BV.. Das Qualitätsniveau der RCP Ranstadt hat sich im Jahr 2023 gegenüber 2022 kaum verändert. Folgende messbare Ziele wurden erreicht:
Das Audit zum IFS Household and Personal Care wurde in 2022/2023 mit 96,11% im höheren Niveau bestätigt. Weiter wurden die Audits nach ISO 9001:2015, SMETA, FSC Forest Stewardship Council sowie BDIH/COSMOS, Zertifizierung nach Naturkosmetikprodukten erfolgreich bestanden. Die Überwachung durch Kundenaudits runden unsere Qualitätsstandards ab. 3. Lage Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 ist der Umsatz um 2,4 % bzw. TEUR 852 gegenüber 2022 gesunken. Die Umsatzentwicklung liegt aufgrund der erschwerten Rahmenbedingungen deutlich unterhalb der Prognose für das Geschäftsjahr 2023 (-23 %). Trotz negativer Umsatzentwicklung konnte die Produktionsleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) sogar leicht gesteigert werden (Steigerung von TEUR20). Basis dafür sind neben dem weiteren Ausbau der Kundenbeziehungen hinsichtlich der Bestands- wie auch der Neukunden (insbesondere im Bereich der Auftragsherstellung) auch Preiserhöhungseffekte verbunden mit einem Lageraufbau. Die deutlich in 2022 angestiegenen Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen haben sich in 2023 wieder normalisiert und sind um 5,4 % bzw. TEUR 1.154 gesunken. Zu der Entwicklung des Materialaufwands hat auch beigetragen, dass die nachhaltige Folie eingeführt wurde, welche teilweise die ursprünglich Mehrverbundfolie abgelöst hat. Der Personalaufwand hingegen ist insbesondere aufgrund einer Veränderung des Berechtigtenkreises der Pensionsverpflichtungen, um TEUR 463 = 6,9 % gesunken. Dies mündet in ein EBIT (Summe von Posten 1 bis 9 der Gewinn- und Verlustrechnung) von TEUR 1.598, welches gegenüber dem Vorjahres-EBIT eine Ergebnisverbesserung um TEUR 1.483 darstellt. Die Konzentration auf die Kernkompetenzen des Unternehmens ist aus Sicht der Geschäftsführung weiterhin Basis auf eine auch zukünftige Fortführung des Wachstums hinsichtlich Umsatzes und operativem Ertrag. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung an die RCP Holding GmbH beträgt TEUR 1.519. Im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 41) ist das eine Steigerung des Unternehmensergebnisses um TEUR 1.478. Die Entwicklung des Jahresergebnisses vor Ergebnisabführung liegt im Berichtsjahr aufgrund der oben beschriebenen Einflussfaktoren leicht über dem Niveau der Erwartungen von TEUR 1.425. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren: Die Entwicklung des operativen Ergebnisses spiegelt sich in der Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wider. So konnte der durchschnittliche OEE (Overall Equipment Effectiveness oder -Gesamtanlageneffektivität) der Hochleistungsanlagen im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr gehalten werden, obwohl es zu Beeinträchtigungen aus dem erstmaligen Produktiveinsatz nachhaltiger Rohstoffe gekommen ist. Vermögens- und Finanzlage Die Aktiva der Gesellschaft betreffen mit rund 17,1 % (VJ 21,1 %) das Anlagevermögen, dem auf der Passivseite 67,4 % (VJ 76,6 %) mittel- und langfristiges Kapital gegenübersteht (Eigenkapital, Pensionsrückstellungen sowie sonstige langfristige Rückstellungen). Die Investitionssumme betrug ca. TEUR 676. Diese betreffen im Wesentlichen Maschinen (TEUR 280) und Ersatzteile (TEUR 211). Die Eigenkapitalquote ist bei einer Bilanzsumme von TEUR 22.180 (Vorjahr: TEUR 19.976) auf 45,2 % gesunken (Vorjahr: 50,2 %). Die Lieferantenverbindlichkeiten sind um 0,6 %, d.h. TEUR 19 gestiegen. Liquiditätsanalyse: Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit TEUR -1.223 im Wesentlichen geprägt vom Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen (TEUR -2.031) aufgrund der Schließung der Borval BV. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit von TEUR -287 resultiert ganz wesentlich aus Investitionen in Sachanlagevermögen sowie gegenläufig aus dem Abgang von Sachanlagen im Rahmen von Sale & Lease Back (TEUR 367). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (TEUR -274) besteht fast ausschließlich aus Auszahlungen der Zinsaufwendungen (TEUR -274). Gesamteinschätzung der Lage: Die Lage der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023 insgesamt als angemessen zu beurteilen. Die RCP Ranstadt finanziert sich aus einem stabilen Mix von Finanzierungsinstrumenten wie zugesagten Bankkrediten, Maschinenleasing, Factoring sowie erforderlichenfalls Gesellschafterdarlehen. Diese Finanzierungsinstrumente ermöglichen in Verbindung mit dem 2024 wieder positiv erwarteten Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit eine weiterhin solide Grundlage für die Finanzierung des laufenden Geschäfts wie auch für die Wachstumspläne in den kommenden Jahren. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die RCP Ranstadt GmbH zieht für die interne Unternehmenssteuerung insbesondere die Kennzahlen Umsatzerlöse sowie Jahresergebnis vor Ergebnisabführung heran. Daneben kommen auch nichtfinanzielle Indikatoren wie z.B. Qualitätskennzahlen sowie Kennzahlen zur Anlageneffizienz (OEE) zur Anwendung. III. Prognosebericht Das Unternehmen führt beständig tiefgreifende Marktanalysen durch bzw. erwirbt solche und hat so ein gutes Verständnis für Markt, Kunden und Trends. Eine darauf basierende ständige Optimierung der Prozesse und Technologien, zuletzt verbunden mit der Übernahme eines Wettbewerbers, sind der Garant für ein wettbewerbsfähiges Produktportfolio. Seit Juni 2019 steht im Hause der RCP Ranstadt ein Research & Development Center zur Verfügung, das vom täglichen Produktionsbetrieb losgelöst ist und in dem insb. Nachhaltige Verpackungsfolien entwickelt und auf deren Maschinengängigkeit hin getestet werden. Der derzeitige Schwerpunkt gilt unverändert der Entwicklung von 100% recyclingfähiger sowie biologisch abbaubarer Verpackungsmaterialien. Die Geschäftsführung plant für das Geschäftsjahr 2024 eine Steigerung der Umsatzerlöse in der Gesellschaft um 20% gegenüber dem Vorjahr, die insbesondere auch durch die Übernahmen der Produkte aus der Schließung der belgischen Gesellschaft Borval BV getragen wird. Für 2024 werden auf Basis der Budgetplanung Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 42.970 sowie ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 2.206 erwartet. Zum aktuellen Zeitpunkt ist weiterhin unklar, inwieweit die Erreichung der Budgetplanung durch die nachfolgend beschriebenen geopolitischen Entwicklungen beeinflusst wird. Im Bereich der Anlageneffizienz (OEE) wie auch in den Qualitätskennzahlen wird für das Jahr 2024 analog zum aktuellen Berichtsjahr 2023 aufgrund der weitgehenden Umstellung auf recyclingfähige Materialien eine Beibehaltung der Kennzahlen aus dem Jahr 2023 erwartet. IV. Chancen- und Risikobericht Ein durchgehendes und ständig weiterentwickeltes Controllingsystem insbesondere bezüglich Markts, Prozesse, Wirtschaftlichkeit und Service (Produktions- & Vertriebscontrolling) sowie ein umfassendes Finanzcontrolling schaffen zur Steuerung des Unternehmens eine transparente Übersicht über die aktuelle Unternehmenssituation sowie bestehende Chancen und Risiken. Sämtliche identifizierte Risiken werden regelmäßig bewertet. Die gerade erfolgte Überprüfung ergab, dass für die kurz- und mittelfristig zu erwartende Entwicklung Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährdende oder einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft aufweisen als sehr unwahrscheinlich angesehen werden. Mit planmäßigen Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen beugt die Gesellschaft möglichen Betriebsrisiken in Form von Störungen, Versorgungsunterbrechungen und Anlagenausfällen vor. Die Investitionsplanung für die nächsten Jahre beinhaltet umfangreiche Mittel für den Substanzerhalt der technischen Anlagen. Einen wesentlichen Schwerpunkt stellt die kontinuierliche Liquiditätsplanung und -sicherung sowie das konsequente Forderungsmanagement dar, um Finanzierungsrisiken abzuwenden. Da die RCP Ranstadt eine überschaubare Anzahl von Kunden hat, könnte das Risiko von Forderungsausfällen signifikante negative Auswirkungen auf das Unternehmen haben. Aus diesem Grund wurde dieses Risiko auch im Geschäftsjahr 2023 durch eine Kreditversicherung gesteuert, die 90% der Forderungen aus Warenlieferungen abdeckt. Durch die in der Gesellschaft vorhandene Organisationsstruktur, sowie die vorliegenden Richtlinien und Arbeitsanweisungen für wesentliche betriebliche Prozesse wird eine ordnungsgemäße Führung der Geschäfte gesichert. Risiken aus dem Einsatz von IT begegnen wir durch den Einsatz fortschrittlicher Systeme und Prozesse. Die RCP Ranstadt ist auf qualifizierte, engagierte und leistungsfähige Mitarbeitende angewiesen. Wir versuchen daher unseren Mitarbeitern ein Arbeitsumfeld zu offerieren, welches beste Leistung ermöglicht. Unsere Attraktivität als Arbeitgeber fördern wir durch Instrumente zur Vereinbarkeit von Berufs-, Privat- und Familienleben sowie umfangreichen Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Chancen ergeben sich für die RCP insbesondere aus dem Trend hin zu nachhaltigen Verpackungen, hier aktuell insbesondere durch die Substitution von starren Kunststoffverpackungen wie beispielsweise Flaschen durch flexible Verpackungen wie Sachets / Siegelrandbeutel und Standbodenbeutel mit erheblich geringerem Materialeinsatz und damit minimierten Kunststoffverbrauch sowie aus der Substitution der bislang oft eingesetzten und sehr materialintensiven teureren Mehrverbund-Materialien mit einem erheblich geringeren Materialeinsatz bei einer gleichzeitig verbesserten Recyclingfähigkeit durch den Einsatz von sog. Monoverbund-Materialien. In Zusammenarbeit mit diversen Kunden und Lieferanten entwickelt die RCP kundenspezifische Lösungen im Rahmen von Projekten. Zur Optimierung unserer Produktionsprozesse werden die eingesetzten Hochleistungsverpackungsmaschinen kontinuierlich weiterentwickelt. Unmittelbare Risiken aus den geopolitischen Entwicklungen und Sanktionen aus dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine seitdem Frühjahr 2022 ergeben sich für die RCP hinsichtlich der Ukraine, Russland sowie Weißrussland als Beschaffungs- und Absatzmärkte nicht, da diese Länder weder als direkte Beschaffungsmärkte noch als Absatzmärkte genutzt werden bzw. als solche geplant sind. Dennoch verunsicherte diese Spannung unsere Kunden und deren Konsumenten. Die Energiepreise stabilisierten sich auf hohem Niveau, die Zinsen zogen an und die Konsumentennachfragen im Handel ließen nach. Wie die Auswirkungen und damit die Risiken auf die Gesellschaft sind, ist noch nicht vollständig absehbar. Es ist jedoch mit einer Entspannung nicht vor 2025 zu rechnen. Gesamtbewertung durch das Management Die Unternehmensleitung hat die Aufgabe, mit Hilfe des bestehenden Risikomanagementsystems kontinuierlich die Situation des Unternehmens zu analysieren und auf dieser Basis das Unternehmen zu steuern. Bestandsgefährdende Risiken sind hieraus derzeit nicht erkennbar. Bereits erkannte Risiken und etwaige künftige Risiken werden durch geeignete Maßnahmen frühzeitig gesteuert. Das hierbei verwendete Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Unternehmensleitung ist der Überzeugung, dass es auch in Zukunft eine Vielzahl von Chancen für eine positive Entwicklung des Unternehmens gibt, denen überschaubare Risiken gegenüberstehen.
Ranstadt, den 21. Juni 2024 Andreas Ulm, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023RCP RANSTADT GMBH, RANSTADTAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023RCP RANSTADT GMBH, RANSTADT(1) Allgemeines Die RCP Ranstadt GmbH, Ranstadt, ist unter HRB 4791 in das Handelsregister B des Amtsgerichtes Friedberg eingetragen. Der Jahresabschluss wird unter Beachtung des GmbHG und der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268 - 274a, 276 - 278 HGB, und unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB, jeweils in der Fassung der BilRUG, erstellt. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren. Im Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungsvorschriften teilweise in Anspruch genommen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. (2) Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. (3) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung trägt allen erkennbaren Wertminderungen und möglichen Risiken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. • Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sind zu Herstellungskosten in Höhe der auf die Entwicklung anfallenden Aufwendungen bewertet; diese entsprechen den Vollkosten. Die Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der planmäßigen Nutzungsdauer von voraussichtlich fünf Jahre. • Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauern betragen 3 bis 10 Jahre. • Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und wird linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 wurde ein Sammelposten gebildet, der im Geschäftsjahr der Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Die Nutzungsdauern betragen 3 bis 25 Jahre. • Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. • Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Fertige Erzeugnisse und Waren sowie unfertige Erzeugnisse sind ausgehend von den Verkaufserlösen unter Berücksichtigung des Fertigungsgrades retrograd bewertet worden. Die in den Vorräten enthaltenen Bestandsrisiken, z.B. aus langer Lagerdauer und mangelnder Verwertbarkeit, sind durch entsprechende Wertminderungen berücksichtigt. • Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalabwertung ausreichend Rechnung getragen. • Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. • Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert. • Aus den unterschiedlichen Bilanzwerten der Pensionsrückstellungen sowie den Sterbegeldverpflichtungen in der Handels- und der Steuerbilanz resultieren aktive latente Steuern. Aus der Ausübung des Wahlrechtes nach § 248 Abs. 2 HGB für die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz sowie dem damit einhergehenden Verbot der Bilanzierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in der Steuerbilanz resultieren passive latente Steuern. Im Rahmen des mit Wirkung zum 1. Januar 2019 mit der RCP Holding geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages wurden diese latenten Steuern an die RCP Holding als Organträgerin übertragen. • Das Eigenkapital ist zu Nennwerten angesetzt. • Die Pensionsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82 % bewertet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssatz vom Dezember 2020 für eine Laufzeit von 15 Jahren auf der Basis des Durchschnittes der vergangenen 10 Jahre. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,5 % zugrunde gelegt sowie eine altersabhängige Fluktuation unterstellt. Pensionsansprüche werden zum Teil durch eine rückgedeckte Unterstützungskasse übernommen, soweit die Ansprüche nach dem 30. November 2002 erworben werden. Für diesen Teil entfällt die Bildung von Rückstellungen. • Sonstige Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. • Die Rückstellungen für Sterbegelder wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung eines Abzinsungsfaktors von 1,82 % bewertet. • Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. (4) Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen • Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen im Geschäftsjahr ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Finanzanlagen • Ausgewiesen sind die Geschäftsanteile an der Vita Elan Apothekenbedarf GmbH. Es besteht seit 2010 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen RCP Ranstadt GmbH und Vita Elan Apothekenbedarf GmbH. Vorräte • Die Vorräte von insgesamt TEUR 4.697 resultieren insbesondere aus Rohstoffen TEUR 3.087 sowie aus Fertigerzeugnissen in Höhe TEUR 1.479. In den Fertigerzeugnissen mit ausgewiesenen Handelswaren stellen einen nur unwesentlichen Betrag dar, ebenso sind auch die unfertigen Erzeugnisse mit TEUR 131 für RCP von nachrangiger Bedeutung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände • Von den Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände besteht für die Summe von TEUR 6.125 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Davon sind die Forderungen gegenüber Gesellschafter mit Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (TEUR 3.715). Und Forderungen gegenüber Gesellschafter mit einer Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren mit einem Betrag von TEUR 5.854. • Die Forderungen gegenüber Gesellschafter betreffen im Wesentlichen Forderungen aus der Finanzierungstätigkeit. • Die sonstigen Vermögensgegenstände stellen insbesondere das Guthaben aus einer Rückdeckungsversicherung (TEUR 975) als Gegenposten zur Pensionsrückstellung dar. Eigenkapital • Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahresabschluss EUR 1.534.200. Sonderposten Zuschüsse Anlagevermögen • Es ist ein Sonderposten für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie Innovationsprogramme für den Mittelstand in Höhe von TEUR 230 separat dargestellt. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen • Aus der Umstellung der Rückstellungen für Pensionen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von TEUR 961. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (TEUR 961) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 64 als Aufwand erfasst (mindestens 1/15-tel; Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB). Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit noch auf TEUR 64. • Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde gem. § 253 Abs. 6 HGB für die Berechnung des Durchschnittszinssatzes zur Abzinsung der Rückstellungen ein Betrachtungszeitraum von zehn statt sieben Jahren zugrunde gelegt. Infolgedessen ergibt sich im Geschäftsjahr ein Differenzbetrag vor Berücksichtigung der Wirkung auf latente Steuern in Höhe von TEUR 38. Sonstige Rückstellungen • Die sonstigen Rückstellungen betreffen i. H. v. TEUR 373 den Personalbereich (Rückstellungen für Urlaubsansprüche und Überstunden an Arbeitnehmer, Sterbegeldverpflichtungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Tantiemen) sowie i. H. v. TEUR 254 Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Wirtschaftsprüfer, Jahresabschluss, Steuerberater, Archivierung und Skonti. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten • Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus der Inanspruchnahme des Kontokorrentkredites, welcher Bestandteil des abgeschlossenen Pakets der Kreditverträge in Höhe von TEUR 13.000 ist. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen • Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Rahmen branchenüblichem Eigentumsvorbehalt bzw. erweitertem Eigentumsvorbehalt besichert und innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter • Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter resultieren aus der Ergebnisabführung 2023 in Höhe von TEUR 1.519 mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sonstige Verbindlichkeiten • Die sonstigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. (5) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge • Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in Höhe von TEUR 125 Erstattung von Behörden. Zinsen und ähnliche Aufwendungen • Die Zinsaufwendungen enthalten den Aufwand aus der Aufzinsung der Pensions- und Sterbefallunterstützungsrückstellungen in Höhe von TEUR 117 sowie Bankzinsen, Factoring- und Leasingzinsen in Höhe von TEUR 230. (6) Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die RCP Ranstadt GmbH hat gemeinsam mit der Gesellschafterin RCP Holding GmbH sowie ihrer Tochtergesellschaft Vita Elan Apothekenbedarf GmbH als Gesamtschuldner Kreditverträge in Gesamthöhe von TEUR 13.000 abgeschlossen. In dem Zusammenhang wurden Negativerklärungen der RCP Holding GmbH hinsichtlich jeglicher Verfügungen/Belastungen der gehaltenen Geschäftsanteile an der RCP Ranstadt GmbH und der Borval BV abgegeben, analoges gilt für die Beteiligung der RCP Ranstadt GmbH an der Vita Elan Apothekenbedarf GmbH. Eine drohende Inanspruchnahme hieraus ist derzeit nicht erkennbar. Darüber hinaus hat die RCP Ranstadt GmbH eine Negativerklärung hinsichtlich jeglicher Begründung von Sicherungsrechten zu Gunsten Dritter in Bezug auf ihr gesamtes Anlage- und Umlaufvermögen ausgenommen Factoring-Forderungen und Sicherungsübereignungen im Rahmen von Leasingfinanzierungen abgegeben. Hinsichtlich eine "Nichteinhaltung" der Finanzkennzahl Net Leverage in 2022 und 2023, einigte sich die RCP Ranstadt GmbH, die Gesellschafterin RCP Holding GmbH sowie ihrer Tochtergesellschaft Vita Elan Apothekenbedarf GmbH mit der gesamtschuldnerischen Hausbank über einen temporären Ausübungsverzicht dieser Finanzkennzahl und die Einführung eines Mindest EBITDA-Covenant Wertes in 12 / 2022 von mindestens EUR 1 Mio. und 12 / 2023 von mindesten EUR 2,5 Mio. durch eine einmalige Entgeltzahlung in 2022 in Höhe von TEUR 60. Sonstige finanzielle Verpflichtungen • Diese bestehen i.W. aus Miet- und Leasingverpflichtungen und betragen insgesamt über die gesamte Laufzeit bis max. 2039 TEUR 3.523, von denen TEUR 1.581 innerhalb eines Jahres fällig sind. • Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Konzernumlagevertrag mit der RCP Holding GmbH in Höhe von TEUR 1.500. Der Vertrag hatte eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019 und verlängert sich um jeweils ein Kalenderjahr, falls er nicht von einer der Parteien mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Laufzeit gekündigt wird. Eine Kündigung ist nicht erfolgt. Verbundene Unternehmen • Es werden 100 % der Anteile an der Vita Elan Apothekenbedarf GmbH, Ranstadt, gehalten. Die Tochtergesellschaft weist im Abschluss zum 31.12.2023 ein Eigenkapital von TEUR 38 und einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von TEUR 8 aus. Beschäftigte • Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
Ausschüttungsgesperrte Beträge • Ermittlung des ausschüttungsgesperrten Betrags nach § 268 Abs. 8 HGB
Latente Steuern werden aufgrund des Organschaftsverhältnisses auf Ebene der RCP Holding GmbH (Organträger) betrachtet. Geschäftsführung Geschäftsführer Herr Andreas Ulm, Nidda Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung bestehen in Höhe von TEUR 194. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Nr. 9a HGB wird in entsprechender Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der RCP Holding GmbH, Ranstadt, einbezogen.
Ranstadt, den 21. Juni 2024 Andreas Ulm, Geschäftsführer
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die RCP Ranstadt GmbH, Ranstadt: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der RCP Ranstadt GmbH, Ranstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RCP Ranstadt GmbH, Ranstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 21. Juni 2024 Rödl
& Partner GmbH
gez. Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer gez. Appel, Wirtschaftsprüfer ANGABE NACH § 328Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde durch die Gesellschafterversammlung am 24. Juli 2024 festgestellt. |
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