Bildungszentrum Bergmann GmbH
Selbe AdresseErbringung von Dienstleistungen für Erziehung und Unterricht a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kristin Trotha-Fischer seit 10.7.2024 | Prokura |
Guido Kühne seit 4.10.2023 | Geschäftsführer |
Dieter Schulz seit 29.11.2022 | Geschäftsführer |
Robert Hubert Marie Sonneville seit 29.11.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Refresco Europe B.V. | 89.00% |
Pegasus BidCo B.V. | 11.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Refresco Calvörde GmbHMönchengladbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Refresco Calvörde GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Refresco Calvörde GmbH, Mönchengladbach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Refresco Calvörde GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 25. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Crisan, Wirtschaftsprüfer Huppertz, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben 1. Angaben zur Identifikation Die Refresco Calvörde GmbH, Mönchengladbach, ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Mönchengladbach unter der HRB-Nr. 16758 eingetragen. 2. Unternehmensgegenstand Seit dem 1. Januar 2015 ist die Refresco Calvörde GmbH als Dienstleister der Refresco Deutschland GmbH, Mönchengladbach, tätig. Die Refresco Calvörde GmbH ist verpflichtet, die von der Refresco Deutschland GmbH bestellten Säfte und anderen nichtalkoholischen Getränke gemäß den Anforderungen herzustellen und zu verpacken. 3. Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das am 31. Dezember 2023 abgeschlossene Geschäftsjahr wurden nach den Vorschriften des HGB (§§ 238 ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 HGB), des GmbH-Gesetzes und der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzugebende Vermerke im Anhang aufgeführt. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode (pro rata temporis) vermindert. Bei erworbener Software und sonstigen Lizenzen werden diese planmäßig über eine Nutzungsdauer von 6 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. Inbetriebnahme vorgenommen. Die den Abschreibungen zugrunde liegenden Nutzungsdauern sind unverändert gegenüber dem Vorjahr und entsprechen dem tatsächlichen wirtschaftlichen Werteverzehr. Es kommen in der Regel folgende Nutzungsdauern zur Anwendung:
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis zu € 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellkosten € 250,01 bis € 1.000,00 betragen, wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 Abs. 3 S. 5 HGB bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die im Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen enthaltenen passivisch abgegrenzten Investitionszuschüsse werden korrespondierend zur durchschnittlichen Nutzungsdauer der entsprechenden Sachanlagen ertragswirksam aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,83 % (Vj. 1,79 %) bewertet. Der Zinssatz basiert auf einer Prognose des Gutachters aus November 2023 und entspricht dem von der Deutschen Bundesbank für den Bilanzstichtag bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von ca. 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Rentensteigerungen von 2,50 % (Vj. 2,25 %) zugrunde gelegt. Für die Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungsverträge sowie ein Bankguthaben, welche an die Pensionäre verpfändet sind. Soweit möglich werden die Verpflichtungen von TEUR 3.566 (Vorjahr TEUR 3.400) und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung sowie das Bankguthaben von insgesamt TEUR 2.526 (Vorjahr TEUR 2.536) nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zum Abschlussstichtag saldiert ausgewiesen. Gleiches gilt für die entsprechenden Zinserträge und Zinsaufwendungen. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurde für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen das geschäftsplanmäßige Deckungskapital zuzüglich der bereits zugeteilten Überschussanteile, soweit sie nicht bereits im Deckungskapital enthalten sind, angesetzt. Dieser Wert stimmt auch mit dem steuerlichen Aktivwert überein. Die verpfändete Rückdeckungsversicherung wird in diesem Fall identisch zu einer nicht verpfändeten Rückdeckungsversicherung bewertet, sodass der Zeitwert der Rückdeckungsversicherung identisch zu deren Anschaffungskosten ist. Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen bzw. des Bankguthabens entsprechen dem Aktivwert bzw. dem Nennwert und somit den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten. Das Deckungsvermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgend dargestellt:
Die Pensionsrückstellungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt dargestellt:
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 34 und unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Nr. 2 HGB. Eine korrespondierende Abführungssperre bei Gewinnabführungsverträgen besteht hingegen nicht. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für die Bemessung der Jubiläumsrückstellung wurde unverändert ein Rechnungszinssatz von 1,45 % verwendet und der zugrundeliegende Gehaltstrend mit 2,75 % p.a. angenommen. Die Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens und seine Aufgliederung in die einzelnen Anlagepositionen samt den dazugehörigen Abschreibungen können aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel entnommen werden. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau (2023: TEUR 15.334, Vorjahr: TEUR 12.003) sind im Wesentlichen bezogen auf den Aufbau einer Plant Based Line, welche das Produktionsportfolio um die Erstellung von pflanzenbasierten Getränken erweitern wird. Diese Art von Getränken ist eine nahrhafte und nachhaltige Alternative zu gewöhnlichen Milchprodukten. Der Saldo der geleisteten Anzahlungen und Anlagen in Bau betraf im Vorjahr im Wesentlichen den Bau des vollautomatischen Hochregallagers. Die Investition in das Hochregallager wurde grundsätzlich über einen Leasingvertrag abgebildet. Zu unterscheiden waren allerdings leasingfähige und nicht leasingfähige Bestandteile des Investitionsvorhabens. Die nicht leasingfähigen Bestandteile verblieben bei der Gesellschaft und wurden zunächst unter geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau ausgewiesen. Nach Fertigstellung erfolgte eine Umbuchung in Höhe von TEUR 5.419 innerhalb des Sachanlagevermögens. Diese Bestandteile wurden dann mit weiteren Zugängen zum Hochregallager aus dem Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 398 aktiviert. Von der Gesellschaft wurden am Abschlussstichtag folgende Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen gehalten; die Angaben basieren auf dem vorläufigen Jahresabschluss der Beteiligungsgesellschaft:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 18.230 (Vorjahr TEUR 11.882). Diese resultieren in Höhe von TEUR 520 (Vorjahr TEUR 1.027) aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Refresco Deutschland Services & IT GmbH, Mönchengladbach. Ferner besteht eine Forderung gegen die Gesellschafterin Refresco Deutschland Holding GmbH, Mönchengladbach, aus der Übernahme des Verlustes des Geschäftsjahres 2023 von TEUR 16.563 (Vorjahr TEUR 9.678) sowie eine Forderung aus dem Dienstleistungsvertrag mit der Refresco Deutschland GmbH, Mönchengladbach, in Höhe von TEUR 1.147 (Vorjahr TEUR 1.177). Die sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 2.071 enthalten vor allem Erstattungsansprüche aus den staatlichen Strom- und Gaspreisbremsen nach EWPBG und StromPBG in Höhe von TEUR 1.795 (Vorjahr TEUR 0); im Vorjahr waren im Wesentlichen geleistete Anzahlungen von TEUR 16.301 gegen die Deutsche Leasing AG aus einem Sale-and-lease-back-Geschäft über ein am Standort Calvörde in Bau befindliches vollautomatisches Hochregallager ausgewiesen. Die Fertigstellung und Übertragung des Hochregallagers ist Anfang 2023 erfolgt. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse betrifft Zuschüsse des Landesförderinstituts Sachsen-Anhalt sowie des Bundesministeriums für Umwelt für die Erweiterung der Betriebsstätte sowie für Maßnahmen an den Kälte- und Klimaanlagen in Calvörde. Die Steuerrückstellungen enthalten Grunderwerbsteuer von TEUR 491 (Vorjahr TEUR 491). Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Energie- und Nebenkosten von TEUR 1.181 (Vorjahr TEUR 771), Beträge für Überstunden, Jubiläen und Urlaub von TEUR 598 (Vorjahr TEUR 710) sowie für weitere Personalkosten von TEUR 1.612 (Vorjahr TEUR 1.249). Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.548 (Vorjahr TEUR 1.333) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 36.765 (Vorjahr TEUR 24.633). Diese stammen in Höhe von TEUR 19.250 (Vorjahr TEUR 19.500) aus kurzfristiger Finanzierung und in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr TEUR 30) aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Refresco Deutschland GmbH. Ferner besteht eine Verbindlichkeit aus dem Cash-Pooling gegenüber der Refresco Holding B.V. von TEUR 17.383 (Vorjahr TEUR 5.103). Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 98 (Vorjahr TEUR 16.493) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und beinhalten solche aus Steuern von TEUR 98 (Vorjahr TEUR 192). Im Vorjahr betraf der wesentliche Bestandteil die von einer Leasinggesellschaft übernommen Anzahlungen von TEUR 16.301 zur Finanzierung einer geplanten Investition in Bezug auf ein vollautomatisches Hochregallager. Die Fertigstellung und Übertragung des Hochregallagers ist zum 1. April 2023 erfolgt. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus der Lohnabfüllung für die Refresco Deutschland GmbH über TEUR 13.675 (Vorjahr TEUR 13.809). Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 542 (Vorjahr TEUR 891) beinhalten TEUR 82 (Vorjahr TEUR 102) aus den Auflösungen von Investitionszuschüsse sowie periodenfremde Erträge, die aus Erstattungen von Energieversorgern von TEUR 197 (Vorjahr TEUR 36) und Anlageabgängen von TEUR 208 (Vorjahr TEUR 0) resultieren. TEUR 22 (Vorjahr TEUR 728) resultieren aus Schadenersatzleistungen und sind außergewöhnlich im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB. Die Materialaufwendungen von TEUR 9.361 (Vorjahr TEUR 4.952) wurden um Erstattungsansprüche aus den staatlichen Strom- und Gaspreisbremsen nach EWPBG und StromPBG in Höhe von TEUR 2.293 (Vorjahr TEUR 0) gekürzt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.188 (Vorjahr TEUR 3.145) beinhalten insbesondere Aufwendungen aus Fremdleistungen von TEUR 927 (Vorjahr TEUR 823), Reinigungskosten und Miet- sowie Instandhaltungskosten für Gebäude von TEUR 2.286 (Vorjahr TEUR 603), Leasingkosten für Gabelstapler von TEUR 186 (Vorjahr TEUR 356), Arbeitskleidung/Arbeitsschutz von TEUR 76 (Vorjahr TEUR 58) und allgemeine Verwaltungskosten von TEUR 36 (Vorjahr TEUR 33). Im Vorjahr waren ferner außergewöhnliche Aufwendungen aus der Restrukturierung des Logistikbereiches in Höhe von TEUR 779 angefallen. Es sind wie im Vorjahr keine wesentlichen periodenfremden sonstigen betrieblichen Aufwendungen angefallen. Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 296 (Vorjahr TEUR 195). Die Zinsaufwendungen betreffen mit TEUR 10 (Vorjahr TEUR 66) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und mit TEUR 815 (Vorjahr TEUR 453) kurzfristige Zinsaufwendungen. Davon sind TEUR 300 (Vorjahr TEUR 0) periodenfremd im Rahmen einer Leasingvereinbarung angefallen. Die sonstigen Steuern von TEUR 54 (Vorjahr TEUR 546) betreffen die Grundsteuer mit TEUR 54 (Vorjahr TEUR 54). Im Vorjahr gab es außerdem außergewöhnliche Aufwendungen für Grunderwerbsteuer von TEUR 491. Hinsichtlich der Steuern vom Einkommen und Ertrag besteht eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der Refresco Deutschland Holding GmbH als Organträgerin. Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen haben. Die Mindeststeuergesetze werden zum 01.01.2024 wirksam werden. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen Auswirkungen". E. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte/sonstige finanzielle Verpflichtungen Die aus Miet- und Leasingverträgen resultierenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen für
Davon haben TEUR 2.517 eine Fälligkeit bis zu einem Jahr, TEUR 9.520 eine Fälligkeit zwischen zwei und fünf Jahren und TEUR 10.795 von mehr als fünf Jahren. Der Vorteil dieser außerbilanziellen Geschäfte in Form von Miet- und Leasingverträgen liegt in der geringeren Kapitalbindung und dem Wegfall eines möglichen Verwertungsrisikos im Vergleich zum Erwerb dieser Vermögensgegenstände. Risiken könnten sich dagegen aus den mittelfristigen Vertragslaufzeiten ergeben, sofern diese Gegenstände künftig nicht mehr genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anhaltspunkte gibt. Für technische Anlagen und Maschinen sowie für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung besteht ein Bestellobligo von TEUR 274. Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Prüferhonorar Die Aufwendungen für Leistungen des Wirtschaftsprüfers betrugen im Jahr 2023 TEUR 25. Weitere Leistungen wurden durch den Abschlussprüfer bezogen auf das Geschäftsjahr 2023 nicht erbracht. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:
Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren die folgenden Herren bestellt:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da kein Geschäftsführer eine Vergütung für seine Tätigkeit von der Gesellschaft bezogen hat. Herr Sonneville und Herr Schulz üben ihre hauptberufliche Tätigkeit nicht für die Gesellschaft, sondern für andere ausländischen Konzernunternehmen bzw. für das niederländische oberste Mutterunternehmen aus. Die anderen drei Geschäftsführer, die für die Gesellschaft im Geschäftsjahr tätig waren, erhalten für Ihre Tätigkeit von der Gesellschaft keine Bezüge, auch nicht im Rahmen von Intercompany Belastungen. Ergebnisverwendung Der Verlust des Jahres 2023 in Höhe von TEUR 16.563 wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der Gesellschafterin übernommen. Unternehmensverbindungen Die Anteile an der Gesellschaft werden zum 31. Dezember 2023 vollständig von der Refresco Deutschland Holding GmbH, Mönchengladbach, gehalten. Mit dieser Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Konzernzugehörigkeit Die Refresco Calvörde GmbH ist ein Unternehmen der von der Refresco Holding B.V., Rotterdam/Niederlande, geführten Refresco-Gruppe. Sie wird in den Konzernabschluss der Pegasus MidCo B.V., Rotterdam/Niederlande, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist sowohl beim Chamber of Commerce, Rotterdam, als auch am Sitz der Gruppe (Fascinatio Boulevard 270, 3065 WB Rotterdam) erhältlich. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Es sind keine Ereignisse eingetreten oder bekannt geworden, die noch im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 oder im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 hätten erfasst bzw. erwähnt werden müssen.
Mönchengladbach, 21. Juni 2024 Refresco Calvörde GmbH Die Geschäftsführer Guido Kühne Antoine Bordewin Roger Sonneville Dieter Schulz Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 1. Branche und Gesamtwirtschaft Laut dem Statistischen Bundesamt trugen die globalen Krisen im Jahr 2023 dazu bei, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 ins Stocken kam. Als Belastung für die Konjunktur zeigen sich insbesondere die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen sowie ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen in Verbindung mit einer geringeren Nachfrage aus dem In- und Ausland. Aufgrund dieser schwierigen Bedingungen lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 0,3 % unter dem Vorjahr 1.
1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr.
19 vom 15. Januar 2024
Die privaten Konsumausgaben sanken verglichen zum Vorjahr um 0,8% und entfernten sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5%). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7%). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bruttoanlageinvestitionen nahmen ab (-0,3%), die Investitionen in Ausrüstungen stiegen verglichen mit dem Vorjahr an (3,0%), Bauinvestitionen nahmen ab (-2,1%) und sonstige Anlagen nahmen ebenfalls leicht ab (-0,6%). Der Außenhandel nahm im Jahr 2023 ab, Deutschland exportierte weniger Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr (-1,8%), die Importe nahmen preisbereinigt noch stärker ab (-3,0%). In 2023 waren durchschnittlich 45,9 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Somit ist die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahr kräftig um 333.000 Personen (0,7%) gestiegen. Damit wurde der Höchststand aus 2022 (45,6 Millionen Personen) überschritten. 2 Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vorjahr um 5,9% an, insbesondere die Energiepreise mit 5,3%, während sich die Preise für Nahrungsmittel um 12,4% gegenüber 2022 verteuerten 3.
2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr.
1 vom 2. Januar 2024
3 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr.
20 vom 16. Januar 2024
Der leichte Anstieg des Pro-Kopf Konsums bei Erfrischungsgetränken auf Basis vorläufiger Berechnungen setzte sich weiter fort und lag im Jahr 2023 bei 124,9 Litern (Vorjahr: 120,1 Liter) 4. Somit wird das Niveau vor der Corona-Pandemie wieder erreicht. Der Absatzmarkt konnte wieder Umsatzsteigerungen verzeichnen. Hierbei liegen besonders Limonaden und Schorlen sowie "Wasser plus Frucht-Getränke" im aktuellen Trend. Außerdem setzt die Branche weiterhin auf Kalorienreduktion. 2. Gesellschaft und Tätigkeit des Unternehmens Die Refresco Calvörde GmbH, Mönchengladbach, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Refresco Deutschland Holding GmbH (nachfolgend Refresco Holding), Mönchengladbach, und wird in den Konzernabschluss der Pegasus MidCo B.V., Rotterdam/Niederlande, einbezogen. Der Konzern tritt am Markt weiterhin unter der Bezeichnung "Refresco Group" auf. Zwischen der Refresco Calvörde und der Refresco Holding besteht seit dem 1. Januar 2014 ein Ergebnisabführungsvertrag. Die hauptsächlichen Geschäftstätigkeiten erstrecken sich ab dem 1. Januar 2015 gemäß Dienstleistungsvertrag vom 18. August 2015 insbesondere auf die Herstellung und Verpackung von Säften und nicht alkoholischen Getränken im Auftrag der Schwestergesellschaft Refresco Deutschland GmbH, Mönchengladbach, welche die für diese Dienstleistung notwendigen Rohmaterialien und Verpackungen zur Verfügung stellt. Der eigenständige Vertrieb von Säften und nicht alkoholischen Getränken wurde mit dem Dienstleistungsvertrag eingestellt. 3. Geschäftstätigkeit und Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse von 13,7 Mio. EUR im Berichtsjahr sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. EUR gefallen und resultieren im Wesentlichen aus der Lohnabfüllung für die Refresco Deutschland GmbH. Die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Ergebnisabführung stellen für die Gesellschaft die bedeutsamen finanziellen Indikatoren dar. 4. Personal Durchschnittlich waren bei der Gesellschaft 205 (im Vorjahr 206) Mitarbeiter festangestellt. 5. Umwelt Wir sind überzeugt, dass nachhaltiges Wirtschaften zum Erfolg unserer strategischen Prioritäten und damit zum langfristigen Wachstum unseres Unternehmens beiträgt. Mit dem Anspruch, jedes Produkt in bestmöglicher und umweltverträglicher Qualität herzustellen, stellen wir uns der Verantwortung für Mensch und Umwelt. Dieser Anspruch führt zu effizienteren Produkten und verbesserten technischen Lösungen. II. Lage des Unternehmens Die Refresco Calvörde ist seit 2015 nahezu ausschließlich als reiner Lohnabfüller für die Refresco Deutschland GmbH tätig. 1. Vermögenslage Die Vermögensstruktur ist zum 31. Dezember 2023 durch einen Anteil des Anlagevermögens von TEUR 44.106 (68,4 %) an der Bilanzsumme gekennzeichnet. Die Investitionen des Geschäftsjahres betrugen TEUR 12.920 und liegen somit nochmals über dem Vorjahreswert von TEUR 10.239. Sie beziehen sich hauptsächlich auf eine Plant Based Carton Line zur Abfüllung von Milchalternativprodukten in Kartonverpackungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 20.301 umfassen 31,5 % der Bilanzsumme und sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.666 (-29,9 %) gesunken. Diese betreffen Forderungen gegen die Gesellschafterin aus der Verlustübernahme (TEUR 16.563; Vorjahr TEUR 9.678) und der umsatzsteuerlichen Organschaft (TEUR 520; Vorjahr TEUR 1.027). Außerdem besteht eine Forderung aus dem Dienstleistungsvertrag mit der Refresco Deutschland GmbH von TEUR 1.147 (Vorjahr TEUR 1.177). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthielten im Vorjahr im Wesentlichen geleistete Anzahlungen von TEUR 16.301 im Zusammenhang mit Investitionen in Bezug auf ein vollautomatisches Hochregallager, die über einen Leasingvertrag abgebildet werden. Die Inbetriebnahme erfolgte in 2023, was im Wesentlichen den Rückgang der Position von TEUR 17.085 im Vorjahr auf TEUR 2.071 erklärt. Zum 31. Dezember 2023 enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 2.071 hauptsächlich Erstattungsansprüche aus den staatlichen Strom- und Gaspreisbremsen nach EWPBG und StromPBG in Höhe von TEUR 1.795. Die liquiden Mittel betragen nach TEUR 33 im Vorjahr TEUR 42 zum aktuellen Stichtag. Das Eigenkapital beträgt wie im Vorjahr TEUR 18.343 und hat einen Anteil von 28,5 % (Vorjahr: 28,0 %) an der Bilanzsumme. Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 3.720 (Vorjahr TEUR 3.295) bzw. TEUR 491 (Vorjahr TEUR 491), die insgesamt 6,5 % der Bilanzsumme ausmachen, sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 426 (11,2 %) deutlich gestiegen. Der gestiegenen Rückstellungsbedarf resultiert maßgeblich aus gestiegenen Energiekosten in Höhe von rund TEUR 410. Die Verbindlichkeiten umfassen 62,7% (Vorjahr 64,8 %) der Bilanzsumme und sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.048 gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt angestiegen. Ebenso sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gegenüber dem Vorjahr erhöht. Diese enthalten eine Verbindlichkeit aus dem Cash-Pooling gegenüber der Refresco Holding B.V. von TEUR 17.383 (Vorjahr TEUR 5.103), Verbindlichkeiten aus kurzfristiger Finanzierung von TEUR 19.250 (Vorjahr TEUR 19.500) sowie aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 132 (Vorjahr TEUR 30) gegenüber der Refresco Deutschland GmbH. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Cash Pooling resultiert aus den Investitionstätigkeiten der Gesellschaft. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthielten im Vorjahr die von einer Leasinggesellschaft übernommen Anzahlungen von TEUR 16.301 zur Finanzierung einer in 2023 abgeschlossenen Investition in ein vollautomatisches Hochregallager und betragen zum Stichtag lediglich noch TEUR 98. 2. Finanzlage Die langfristigen Vermögensgegenstände sind zu 41,6 % durch das Eigenkapital gedeckt. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch das vorhandene Eigenkapital, durch die von verbundenen Unternehmen gewährten Kredite und Finanzmittel (inklusive eventueller Cash-Pool Inanspruchnahmen) sowie für eine Investition in ein vollautomatisches Hochregallager durch eine Leasinggesellschaft. 2.1. Investitionen Das wesentlichste Investitionsprojekt der Gesellschaft betrifft den Bau einer Plant Based Line, welche das Produktionsportfolio um die Erstellung von pflanzenbasierten Getränken erweitern wird. Diese Art von Getränken ist eine nahrhafte und nachhaltige Alternative zu gewöhnlichen Milchprodukten. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr Investitionen von TEUR 12.781 in das Sachanlagevermögen getätigt. Hierbei entfällt der wesentliche Teil mit TEUR 9.576 auf die Plant Based Line Anlage. 2.2. Finanzierung Im Bereich der Finanzierung werden die wesentlichen Transaktionen der Refresco Gruppe über den Bankenverband ABN AMRO (NL) abgewickelt. Bei diesem Kreditinstitut besteht ein separat eingeräumtes Kreditlimit von 3,0 Mio. EUR, die nicht in Anspruch genommen wird. Ferner ist die Gesellschaft in den Cash-Pool-Verbund der niederländischen Refresco-Gruppe eingebunden. Zusammen mit der obersten Muttergesellschaft in Deutschland, Refresco Deutschland Services & IT GmbH, und deren mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften (kurz "Refresco Deutschland Gruppe") bestand zum Bilanzstichtag gegenüber dem niederländischen Gesellschafter, Refresco Holding B.V., Rotterdam/Niederlande eine netto Cash-Pool Forderung von EUR 53,8 Mio. Darüber hinaus bestehen ebenfalls bei den anderen Gesellschaften der Refresco Deutschland Gruppe weitere Kreditlinien in Höhe von EUR 20,5 Mio., die nicht in Anspruch genommen werden. Die Finanzierung der Gesellschaft bzw. der Refresco Deutschland Gruppe erfolgt aus dem operativen Cashflow, aus Ergebnisabführungen und Zinsen sowie durch die von niederländischen Unternehmen an die Gesellschaften der Refresco Deutschland Gruppe langfristig gewährten Darlehen, die entweder mit qualifizierten Rangrücktritten versehen sind oder erst 2032 fällig werden. 3. Ertragslage Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 13.675 (Vorjahr TEUR 13.809), resultieren zum größten Teil aus der Lohnabfüllung für die Refresco Deutschland GmbH (TEUR 13.675; Vorjahr TEUR 13.670) und sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 % gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 542 (Vorjahr TEUR 891) resultieren im Wesentlichen aus dem Mehrerlös eines Anlagenabgangs (TEUR 208), Erstattungen von Energieversorgern (TEUR 197) sowie Erträgen aus der Auflösung von Investitionszuschüssen (TEUR 82). Im Vorjahr waren vor allem Schadenersatzleistungen von TEUR 728 und Erträge aus den Auflösungen von Investitionszuschüssen von TEUR 102 enthalten. Der Materialaufwand ist mit TEUR 9.361 (Vorjahr TEUR 4.952) aufgrund allgemeiner Kostensteigerungen, die nicht weiterbelastet werden konnten, deutlich gestiegen. Wesentlich waren hier vor allem der Anstieg der Stromkosten (+TEUR 3.374) und der Anstieg der Kosten für Gas (+TEUR 2.942). Der Materialaufwand wurde im aktuellen Geschäftsjahr um Erstattungsansprüche aus den staatlichen Strom- und Gaspreisbremsen nach EWPBG und StromPBG in Höhe von TEUR 2.293 gekürzt. Der Personalaufwand von TEUR 11.813 (Vorjahr TEUR 11.281) ist um 4,7 % gestiegen, ursächlich hierfür war vorwiegend die Lohnerhöhung im Rahmen der Tarifabschlüsse. Bei den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen kam es im Geschäftsjahr 2023 zu einem Anstieg von TEUR 537 auf TEUR 4.557. Bedingt ist dieser Anstieg durch hohe Neuinvestitionen im abgelaufenen und vorangegangenen Wirtschaftsjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr um 33,2 % auf TEUR 4.188 (Vorjahr TEUR 3.145) gestiegen und setzen sich aus Fremdleistungen für Umverpackungen/ Kommissionierungen, Reinigungskosten und Instandhaltungskosten für Gebäude sowie aus den Leasingkosten für die Stapler im Werk Calvörde zusammen. Wesentlicher Treiber für den Anstieg waren die in 2023 angestiegenen Mietkosten aufgrund des ab 1. April 2023 laufenden Leasingvertrages für das Hochregallager. Die Zinserträge weisen einen Betrag über TEUR 17 (Vorjahr TEUR 84) aus und sind nicht wesentlich für die Gesellschaft. Die Zinsaufwendungen betreffen mit TEUR 10 (Vorjahr TEUR 66) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und mit TEUR 815 (Vorjahr TEUR 453) kurzfristige Zinsaufwendungen. Davon sind TEUR 300 periodenfremd im Rahmen einer Leasingvereinbarung angefallen. Im Vorjahr waren Grunderwerbsteuern von TEUR 491 angefallen, welche zu einem Anstieg der sonstigen Steuern geführt hatten. Unter Berücksichtigung von Zinsaufwendungen und Steuern wird das Geschäftsjahr 2023 mit einem Fehlbetrag von TEUR 16.563 (Vorjahr TEUR 9.678) vor Verlustübernahme abgeschlossen. Die Prognose im Lagebericht des Vorjahres (starker Anstieg der Umsatzerlöse und ausgeglichenes Jahresergebnis) wurde mit tatsächlichen Umsatzerlösen von TEUR 13.675 aufgrund geringerer Nachfrage als erwartet deutlich unterschritten (Umsatzerlöse Vorjahr: TEUR 13.809). Das tatsächliche Ergebnis vor Ergebnisabführung wurde verfehlt. Die Verfehlung des prognostizierten Ergebnisses ist maßgeblich auf Preissteigerungen im Bereich Energie und auf eine sich weiter nachteilig entwickelnde wirtschaftliche Lage zurückzuführen. Insgesamt verlief das Geschäftsjahr insofern nicht zufriedenstellend. III. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 1. Darstellung des Risikomanagementsystems Aufgrund gesetzlicher Regelungen werden Geschäftsführungen grundsätzlich verpflichtet, ein systematisches Risiko-Management auszuüben, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden. Um bestehende Risiken zu erkennen und im Bedarfsfall entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, haben wir ein Informationssystem eingerichtet, das auch der Risikovorsorge und -früherkennung dient. Wir analysieren laufend die Märkte, in denen wir geschäftlich tätig sind, um frühzeitig Risiken zu erkennen, die in diesen Märkten auftreten könnten. Unser monatliches Berichtswesen ist in das Berichtswesen der Refresco Gruppe eingebunden, das hauptsächlich die Rechnungslegung aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammen mit Analysen der Bruttomarge sowie Markt- und andere relevante Informationen umfasst. Als Ergebnis unterstützt uns unsere Muttergesellschaft in allen Bereichen der Risikoanalyse und -abwehr. Zusätzlich nehmen wir die Dienste von Beratern für Steuern und Recht in Anspruch. Zur Abdeckung des Risikos von Wechselkursschwankungen bei Käufen von Fruchtsaftkonzentraten in Dollar schließt unsere niederländische Muttergesellschaft zentrale Devisenkursgeschäfte ab. 2. Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung 2.1. Risiken Für die Gesellschaft ergeben sich, direkt bzw. indirekt durch die Integration in den Refresco -Verbund, Risiken insbesondere aus den Marktgegebenheiten in Bezug auf Kunden und Lieferanten und der Wechselkursentwicklung des US-Dollar. Die Risiken auf Beschaffungsmärkten versucht die Gruppe dadurch zu minimieren, indem sie bestimmte Rohwaren abhängig von der Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten bevorratet. Mit den wesentlichen Lieferanten werden entsprechende Kontrakte abgeschlossen, um die Preiskalkulation abzusichern. In Verbindung mit Rohstoffen, welche aus Südamerika geliefert werden, beeinflussen die Wechselkursschwankungen des US-Dollars die Einkaufspreise der Gruppe. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden standardisierte Kurssicherungsinstrumente genutzt. Die Überwachung dieses Bereichs erfolgt durch die oberste Managementebene unserer Gesellschaft bzw. erfolgt durch die Muttergesellschaft in den Niederlanden. 2.2 Chancen Die Gesellschaft ist aktiv in die Ausarbeitung der Strategien im Konzernverbund eingebunden. Eine weitere Chance stellt unser strikter Kostenfokus dar. Hierbei handelt es sich um einen Prozess, in dem wir den jeweiligen Status quo kontinuierlich hinterfragen und analysieren. Anschließend leiten wir aus den Ergebnissen Maßnahmen ab, die zu Kostensenkung und Kapazitätsanpassung führen. Weiterhin sehen wir Chancen in der Flexibilisierung unserer Produktionskapazitäten durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit und Arbeitsteilung zwischen den Produktionswerken in Deutschland und denen unserer Schwestergesellschaften im europäischen Ausland. 3. Going Concern Die Refresco Calvörde ist durch einen Ergebnisabführungsvertrag in den Haftungsverbund der Refresco Deutschland Gruppe eingebunden. Derzeit sieht die Gesellschaft keine Risiken hinsichtlich einer Bestandsgefährdung. IV. Prognosebericht Aufgrund der weiter bestehenden allgemeinen wirtschaftlichen Situation führen Überkapazitäten im Markt zu einem Ungleichgewicht zwischen den Herstellern und Abnehmern. Deshalb geht die Refresco Calvörde GmbH in den Folgejahren insgesamt von einer Ertrags- und Ergebnissituation ähnlich der des Jahres 2023 aus. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse und einer Ergebnisverbesserung aufgrund gesunkener Energiekosten. Es wird ein Verlust vor Ergebnisabführung im niedrigen, zweistelligen Millionenbereich erwartet.
Mönchengladbach, den 21. Juni 2024 Refresco Calvörde GmbH Die Geschäftsführer Guido Kühne Antoine Bordewin Roger Sonneville Dieter Schulz |
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