Wärme- und Kälteverteilung
Blanke textech GmbH
Industriestraße 6, 32108 Bad Salzuflen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anton Ernst, gen. Anton Schumann seit 1.2.2024 | Prokura |
Dietrich Ens seit 1.2.2024 | Prokura |
Kathrin Keiser seit 1.2.2024 | Prokura |
Ahmad-Wali Ali seit 13.10.2022 | Prokura |
Christoph Sven Larsen seit 29.7.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 2.85% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 97.15% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Blanke textech GmbHBad SalzuflenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022der Blanke textech GmbHBad SalzuflenGliederung A. Grundlagen des Unternehmens B. Wirtschaftsbericht 1. Branchensituation und Geschäftsverlauf 2. Darstellung der Lage (Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage) 2.1. Ertragslage 2.2. Vermögenslage 2.3. Finanzlage 3. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht 2. Chancenbericht 3. Risikobericht A. Grundlagen des Unternehmens Die Blanke textech GmbH mit Sitz in Bad Salzuflen ist ein Veredler, Kaschierer und Drucker für textile Flächengebilde mit langjähriger Expertise und seit 2017 eine Tochtergesellschaft der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG mit Sitz in Meßstetten-Tieringen (im Nachgang auch als "Muttergesellschaft" oder "Mutterunternehmen" bezeichnet). Einsatz finden die ausgerüsteten Textilien in der Automobilindustrie, im Heimtexbereich, bei technischen Textilien, in medizinischen Anwendungen und in Spezialbekleidungen. Im Bereich der Veredlung werden in der Hauptsache Maschenwaren und Vliesstoffe gefärbt und mittels Tauch- und Beschichtungsverfahren unterschiedlichste Eigenschaften verliehen. Folgende Prozesse und Ausrüstungen sind im Portfolio der Blanke textech GmbH:
Im Bereich der Kaschierung setzt die Blanke textech GmbH sowohl die Technologie der Flammkaschierung als auch die der Flachbettlaminierung ein. Am Standort in Bad Salzuflen arbeitet die Blanke textech GmbH im Jahresdurchschnitt mit ca. 203 (Vorjahr: 216) Mitarbeitern. B. Wirtschaftsbericht 1. Branchensituation und Geschäftsverlauf Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den damit verbundenen extremen Preiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser schwierigen Bedingungen konnte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,8 % gesteigert werden. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. Diese Entwicklungen spiegelten sich auch in der Textilindustrie in Deutschland wider, die in den vergangenen Kalenderjahren in besonderem Maße von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen war. Zwar geht der Gesamtverband textil + mode für die Branche von einem Umsatzplus im Jahr 2022 in Höhe von 11,7 % gegenüber dem Jahr 2021 aus, gleichzeitig wird betont, dass die Corona-Krise und der Ukraine-Russland-Konflikt bzw. die damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen, nämlich der massive Anstieg der Rohstoffpreise und der Energiekosten, die Branche stark belastet haben. Diese herausfordernden Rahmenbedingungen haben auch das Geschäftsjahr 2022 der Blanke textech GmbH extrem negativ beeinflusst. Dabei stand auch das Geschäftsjahr 2022 abermals ganz im Zeichen der Umsetzung der Konzernstrategie, die seit dem 2. Halbjahr 2020 verfolgt wird. Diese Konzernstrategie sieht eine enge Anbindung der Blanke textech GmbH an den konzerninternen Herstellungsprozess vor. Demnach soll die Blanke textech GmbH als einzig verbliebener operativ tätiger Veredler innerhalb des Konzernverbundes, neben ihrem ursprünglichen Auftragsportfolio, auch den wesentlichen Anteil der Veredlungs- und Kaschieraufträge der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG übernehmen. Noch im Geschäftsjahr 2020 wurden erste Maßnahmen zur Umsetzung der Konzernstrategie eingeleitet (Integration der Produktbereiche Heimtextilien / Matratzenstoffe sowie Waschware in das Produktionsprogramm der Blanke textech GmbH, Aufbau von Personalkapazitäten, Auf- und Ausbau eines Rohwarenlagers für ca. 800 t Rohware in angemieteten Räumen). Im Geschäftsjahr 2022 wurde die neue Konzernstrategie, wie bereits im Geschäftsjahr 2021, konsequent und stringent weiter verfolgt, unter anderem hat die Mattes & Ammann GmbH & Co. KG in diesem Zeitraum wie geplant umfangreiche Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Produktionskapazitäten der Blanke textech GmbH getätigt, außerdem durch gezielte Reorganisations- und Managementmaßnahmen betriebliche Prozesse und Abläufe bei der Blanke textech GmbH optimiert. Erste Erfolge dieser Maßnahmen haben sich im Geschäftsjahr 2022, wie bereits im Vorjahr, eingestellt: der Großteil der Veredlungs- und Kaschieraufträge der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG wurde im Geschäftsjahr 2022, wie bereits im Vorjahr, von der Blanke textech GmbH abgewickelt; dabei ist es uns gelungen, das bei uns anfallende, deutlich gestiegene Auftragsvolumen in der geforderten Qualität und größtenteils zeitgerecht abzuarbeiten. Allerdings wurde unser Geschäftsverlauf vor allem in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2022, wie bereits im Vorjahr ab dem 2. Halbjahr 2021, durch exogene Marktbedingungen und Einflussfaktoren gehemmt. Vor allem schienen die betrieblichen Abläufe insbesondere bei einigen der großen Automobilherstellern und Automobilzulieferern durch den Engpass an wichtigen Bauteilen, vor allem an Halbleitern und Chips, der unter anderem als Folge der Corona-Pandemie verstärkt seit dem 2. Quartal 2021 zu Tage getreten ist und bis in das Geschäftsjahr 2022 hinein anhielt, wie schon in der 2. Jahreshälfte des Vorjahres teilweise gehemmt gewesen zu sein. Unser Mutterunternehmen Mattes & Ammann GmbH & Co. KG, das den Großteil seiner Umsätze mit Kunden aus der Automobilbranche erwirtschaftet, verzeichnete daher vor allem im 1. Halbjahr 2022 wieder reduzierte Abrufe seines Auftragsbestands. Da die Mattes & Ammann GmbH & Co. KG ihrerseits der Hauptkunde der Blanke textech GmbH ist, war auch die Blanke textech GmbH von dem Engpass an Halbleitern und Chips und der damit verbundenen rückläufigen Umsatzentwicklung ihres Mutterunternehmens betroffen. Insbesondere daher konnten wir vor allem in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2022 unser Umsatzpotenzial und unsere Produktionskapazitäten nicht voll ausschöpfen. Aufgrund der oben dargestellten Entwicklungen, sprich insbesondere aufgrund der seit dem 2. Halbjahr 2021 zu verzeichnenden rückläufigen bzw. stagnierenden Umsatzerlöse, haben wir bereits im Vorjahr für den Zeitraum vom 01. Dezember 2021 bis 30. November 2022 Kurzarbeitergeld für den gesamten Betrieb bei der Agentur für Arbeit beantragt und auch bewilligt bekommen, wovon im 1. Halbjahr 2022 auch Gebrauch gemacht wurde. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 beschäftigte die Blanke textech GmbH 200 (Vorjahr: 212) Mitarbeiter, davon 52 (Vorjahr: 54) Angestellte und 148 (Vorjahr: 158) gewerbliche Mitarbeiter. Zum Ende des Geschäftsjahres befanden sich 4 (Vorjahr: 6) Mitarbeiter in Ausbildungsverhältnissen. Letztlich ist unser Kerngeschäft, insbesondere die Veredlung von Textilien, sehr strom- und vor allem auch sehr gasintensiv. Infolge des Ukraine-Russland-Konflikts sind die Preise für Strom und vor allem für Gas exorbitant angestiegen, was unser Jahresergebnis außerordentlich belastet hat. So standen die Aufwendungen für Erdgas im Materialaufwand des Geschäftsjahres 2022 mit EUR 5,1 Mio. zu Buche nach EUR 1,0 Mio. im Vorjahr. 2. Darstellung der Lage (Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage) 2.1. Ertragslage Mit einem Jahresumsatz in Höhe von EUR 28,4 Mio. im Geschäftsjahr 2022 lagen wir insgesamt um EUR 2,5 Mio. über dem Vorjahr mit EUR 25,9 Mio., wodurch wir unsere im Vorjahreslagebericht abgegebenen Prognose (leichter Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021) auf den ersten Blick sogar etwas übertreffen konnten. Allerdings ist der Anstieg der Umsatzerlöse insbesondere auch dadurch bedingt, dass wir aufgrund der exorbitant angestiegenen Energiekosten teils deutliche Preisaufschläge gegenüber unserem Mutterunternehmen Mattes & Ammann GmbH & Co. KG durchsetzen konnten. Die Gesamtleistung lag, unter Berücksichtigung eines Bestandsabbaus in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: Bestandsaufbau EUR 0,5 Mio.), bei insgesamt EUR 28,3 Mio. und damit ca. EUR 1,9 Mio. über dem Vorjahr. Der Materialaufwand hat sich um ca. EUR 28,3 % von EUR 14,7 Mio. im Vorjahr auf nun EUR 18,9 Mio. deutlich erhöht. Ursächlich für diesen deutlichen Anstieg des Materialaufwands im Geschäftsjahr 2022 waren in erster Linie die immens hohen Preise für Gas, die im Zuge des Ukraine-Russland-Konflikts exorbitant angestiegenen sind und die unser Jahresergebnis deutlich belastet haben. Die Materialaufwandsquote (definiert als Verhältnis des Materialaufwands zur Gesamtleistung) ist aufgrund dieser Entwicklungen auf 66,7 % (Vorjahr: 55,8 %) gestiegen. Der Personalaufwand ist betragsmäßig von EUR 8,5 Mio. im Geschäftsjahr 2021 auf nun EUR 8,1 Mio. gesunken, wobei dies auf die leicht geringere Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum Vorjahr sowie auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass auch im 1. Halbjahr 2022 wieder für ein Teil der Belegschaft Kurzarbeit beantragt werden musste. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen belaufen sich auf knapp EUR 0,3 Mio. nach EUR 0,4 Mio. im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stehen mit EUR 5,3 Mio. höher als im Vorjahr mit damals EUR 4,4 Mio. zu Buche. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen sowie aus den Leasingraten für einen Teil des der Blanke textech GmbH zur Verfügung stehenden Maschinenparks. Die sonstigen betrieblichen Erträge stehen mit EUR 1,4 Mio. betragsmäßig in etwa auf dem Vorjahresniveau mit damals EUR 1,3 Mio. zu Buche. Der Abschlussposten war dabei in beiden Geschäftsjahren durch Sondereffekte beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2021 beinhalteten die sonstigen betrieblichen Erträge einen Ertrag in Höhe von EUR 1,2 Mio. aus dem Verkauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens an das Konzernmutterunternehmen Mattes & Ammann GmbH & Co. KG. Im Geschäftsjahr 2022 beinhaltet der Abschlussposten Erträge in Höhe von EUR 1,2 Mio. resultierend aus Zuschüssen im Rahmen des Energiekostendämpfungsprogramms (EKDP), die der Blanke textech GmbH bewilligt wurden. Im Hinblick auf weitere Ausführungen zu den EKDP-Zuschüssen verweisen wir auf den Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 der Blanke textech GmbH, der Bestandteil des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 der Blanke textech GmbH ist. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren wie im Vorjahr aus einer Veränderung der aktiven latenten Steuern. Insgesamt ergibt sich unter Berücksichtigung der oben beschriebenen Entwicklungen für das Geschäftsjahr 2022 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von ca. EUR -2,6 Mio., wodurch wir ein deutlich schlechteres Jahresergebnis als im Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von damals ca. EUR -0,7 Mio. erzielt haben. Unsere im Vorjahreslagebericht abgegebene Prognose (abermals negatives, jedoch besseres Jahresergebnis als im Geschäftsjahr 2021) haben wir insbesondere aufgrund der Entwicklung der Gaspreise im Geschäftsjahr 2022 deutlich verfehlt. 2.2. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von EUR 10,6 Mio. auf nun EUR 14,2 Mio. erhöht. Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert in erster Linie daraus, dass der auf der Aktivseite ausgewiesene nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag aufgrund des negativen Ergebnisses in 2022 von ca. EUR 3,9 Mio. im Vorjahr auf nun ca. EUR 6,6 Mio. angestiegen ist. Darüber hinaus haben sich insbesondere die aktiven latenten Steuern im Vergleich zum Vorjahr von EUR 0,4 Mio. auf nun EUR 0,8 Mio. erhöht. Das Sachanlagevermögen steht mit EUR 2,5 Mio. und damit betragsmäßig in etwa auf Vorjahresniveau mit EUR 2,6 Mio. zu Buche. Dies darf jedoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die Konzernmuttergesellschaft Mattes & Ammann GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2022, wie bereits im Vorjahr, umfassende Investitionen in den Maschinenpark und die Betriebsanlagen der Blanke textech GmbH getätigt hat. Allerdings stehen diese Vermögensgegenstände im zivilrechtlichen und wirtschaftlichen Eigentum der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG bzw. zum Teil auch eines externen Leasingpartners und werden daher nicht im Anlagevermögen der Blanke textech GmbH bilanziert. Ein großer Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird über ein Factoring finanziert. Insofern beträgt der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an der Bilanzsumme zum Geschäftsjahresende 4,8 % (Vorjahr: 2,9 %). 2.3. Finanzlage Das Eigenkapital weist einen Betrag zum Ende des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 0 Mio. (Vorjahr: EUR 0 Mio.) aus. Es ergibt sich auf der Aktivseite ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 6,6 Mio. (Vorjahr: EUR 3,9 Mio.). Die liquiden Mittel in Form von Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum Geschäftsjahresende EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.). Insgesamt belaufen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31. Dezember 2022 auf EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.). Das von einem Kreditinstitut gewährte Darlehen beträgt zum Bilanzstichtag ca. EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: ca. EUR 0,9 Mio.), davon hat ein Betrag in Höhe von EUR 0,3 Mio. eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Unsere Konzernmuttergesellschaft, die Mattes & Ammann GmbH & Co. KG, hat die Blanke textech GmbH, wie schon in den Vorjahren, mehrmals im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 über gezielte Finanzierungsmaßnahmen unterstützt, damit diese ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nachkommen konnte. Unter anderem wurden der Blanke textech GmbH von der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG liquide Mittel im Rahmen eines im Geschäftsjahr 2020 abgeschlossenen Kontokorrentvertrags zur Verfügung gestellt, der zur Finanzierung von vertraglich benannten Liefer- und Leistungsgeschäften dient, die nicht über das Factoring vorfinanziert werden können, und dessen sachlicher Anwendungsbereich im Geschäftsjahr 2021 nochmals ausgeweitet wurde. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf insgesamt EUR 7,6 Mio. (Vorjahr: EUR 5,5 Mio.), die Verbindlichkeiten gegenüber einem anderen verbundenen Unternehmen belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.). Die sonstigen Verbindlichkeiten stehen mit ca. EUR 1,6 Mio. zu Buche (Vorjahr: ca. EUR 1,4 Mio.). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31. Dezember 2022 ca. EUR 2,8 Mio. (Vorjahr: ca. EUR 1,5 Mio.). Sowohl die sonstigen Verbindlichkeiten wie auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben dabei eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Das Geschäftsjahr 2022 stand ganz im Zeichen der Umsetzung der Konzernstrategie und der damit verbundenen Ausrichtung der Blanke textech GmbH hin zum konzerninternen Veredler. Dabei wurde unser Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2022 massiv durch exogene Marktbedingungen und Einflussfaktoren, insbesondere durch den Engpass an Halbleitern und Chips und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Automobilbranche als dem wichtigsten Absatzmarkt der Unternehmensgruppe einerseits, durch den Ukraine-Russland-Konflikt und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Energiepreise andererseits. Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2022 ist insgesamt dennoch, trotz der herausfordernden Bedingungen, nicht zufriedenstellend. Als überaus positiv bewerten wir die im Geschäftsjahr 2022 erreichten Erfolge bei der seit dem Jahr 2020 verfolgten Neuausrichtung der Blanke textech GmbH und der damit einhergehenden engeren Anbindung an den konzerninternen Herstellungsprozess. Insbesondere ist es der Blanke textech GmbH gelungen, das nach dem Strategiewechsel deutlich angestiegene Auftragsvolumen auch im Geschäftsjahr 2022 in der geforderten Qualität und größtenteils fristgerecht abzuwickeln. Im Hinblick auf die Finanzlage ist die Blanke textech GmbH abhängig von der finanziellen Unterstützung ihrer Konzernmuttergesellschaft Mattes & Ammann GmbH & Co. KG. Hinsichtlich der Vermögenslage bietet insbesondere unser Sachanlagevermögen, aber auch die in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 getätigten Investitionen der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG in die Ausweitung unserer Produktionskapazitäten die Grundlage für den anstehenden Sanierungsprozess und die künftige Rolle der Blanke textech GmbH im Konzernverbund. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Auch das Jahr 2023 ist extrem herausfordernd. Auf gesamtwirtschaftlicher Ebene tritt die deutsche Wirtschaft auf der Stelle. Der ifo Geschäftsklimaindex gibt Evidenz für die eingetrübte Stimmungslage. Führende Wirtschaftsinstitute erwarten für die Bundesrepublik Deutschland gar einen Rückgang des BIP im Jahr 2023 von bis zu 0,6 %. Geopolitische Konflikte wie der Ukraine-Russland-Krieg, aber auch der wieder kriegerisch ausgetragene Nahostkonflikt verunsichern Mensch und Wirtschaft. Die Störung internationaler Lieferketten und damit verbunden die Verfügbarkeit von Rohstoffen und Gütern mag sich im Kalenderjahr 2023, gemessen an den beiden enorm strapazierten Vorjahren, zwar etwas entspannt haben, ist aber nach wie vor präsent und belastet deutsche Unternehmen. Die Energiepreise sind mittlerweile zwar, nach dem bereits beschriebenen exorbitanten Anstieg im Kalenderjahr 2022, wieder spürbar zurückgegangen. Vor allem der Gaspreis befindet sich jedoch auf einem immer noch deutlich höheren Niveau als vor dem Ausbruch des Ukraine-Russland-Konflikts, zumal die Gaspreissituation aufgrund des aktuellen Kriegsverlaufs sowie der Tatsache, dass seit dem terroristischen Überfall der Hamas auf israelisches Staatsgebiet am 7. Oktober 2023 ein weiterer Konflikt in einer rohstoffreichen Region der Welt ausgebrochen ist, volatil. Unter diesen Gesichtspunkten und aufgrund der Tatsache, dass sich mittlerweile der gesamte Konzernverbund in einem fortgeschrittenen Krisenstadium befindet, hat das Konzernmutterunternehmen Mattes & Ammann GmbH & Co. KG im Kalenderjahr 2023 eine externe Unternehmensberatungsgesellschaft mit der Erstellung eines Sanierungskonzepts gemäß IDW S6 (Stand:16.05.2018) unter Beachtung der aktuellen BGH-Rechtsprechung beauftragt. Das Sanierungskonzept wurde am 11. Dezember 2023 fertig gestellt. Der Sanierungsansatz fokussiert die Wiederherstellung der Rentabilität der unternehmerischen Tätigkeit im Konzern als Voraussetzung dafür, aus eigener Kraft im Wettbewerb bestehen zu können. Der Sanierungsansatz des erarbeiteten Sanierungskonzepts, der auch der Blanke textech GmbH eine zentrale Rolle zukommen lässt, sieht eine Integration der Wertschöpfungsstufen im Konzernverbund vor und zielt auf ein wettbewerbsfähiges Leitbild ab, berücksichtigt dabei auch die derzeit gegebenen erschwerten Rahmenbedingungen. Zur Umsetzung des Sanierungsansatzes "Integration Wertschöpfungsstufen" wurden Maßnahmenpakete entwickelt, deren Umsetzung teilweise noch im Geschäftsjahr 2023 eingeleitet wurde. Alle Maßnahmenpakete des Sanierungsansatzes sollen kombiniert und unter den zugrunde gelegten Annahmen und Prämissen zu einer deutlichen Steigerung des EBITDA der Unternehmensgruppe und insbesondere auch der Blanke textech GmbH im Geschäftsjahr 2025 führen. Bereits im Zuge der Erstellung des Sanierungskonzepts wurde eine detaillierte Unternehmensplanung auf Konzernebene sowie für jedes einzelne Konzernunternehmen, somit auch für die Blanke textech GmbH, erarbeitet. Entsprechend dieser Unternehmensplanung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von ca. EUR 31,0 Mio. und einen Jahresfehlbetrag im siebenstelligen Bereich, jedoch ein deutlich besseres Ergebnis als noch im Geschäftsjahr 2022. Die Planung berücksichtigt dabei die auch im Geschäftsjahr 2023 immer noch vorherrschenden Volatilitäten bei Auftragsabrufen insbesondere von Kunden des Konzernverbunds aus der Automobilindustrie einerseits sowie die volatile Situation im Hinblick insbesondere auf die Gaspreise andererseits. Die Rolle der Blanke textech GmbH innerhalb der Unternehmensgruppe, die bereits durch die im Geschäftsjahr 2020 eingeleitete Konzernstrategie (Blanke textech GmbH als konzerninterner Veredler) eine enorme Aufwertung erfahren hat, wird im Rahmen des konzernweit verfolgten Leitbilds und des darauf ausgerichteten Sanierungsansatzes nochmals an Bedeutung gewinnen. Nach wie vor soll die Blanke textech GmbH dabei auch in künftigen Geschäftsjahren, so auch im Geschäftsjahr 2023, neben ihrem bisherigen Auftragsportfolio, den wesentlichen Anteil der Veredlungs- und Kaschieraufträge der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG übernehmen. Überdies sollen auch weiterhin betriebliche Prozesse und Abläufe optimiert, Kosten gesenkt und die Rentabilität sowie Produktivität sukzessive verbessert werden. Auch künftig wird die Blanke textech GmbH dabei, so auch im Geschäftsjahr 2023, durch aus dem Konzernverbund heraus erbrachte Managementleistungen unterstützt. Investitionen in den Maschinenpark der Blanke textech GmbH richten sich künftig stringent am Sanierungskonzept aus und werden durch das Konzernmutterunternehmen Mattes & Ammann GmbH & Co. KG koordiniert. Dabei wird die Blanke textech GmbH während der Sanierungsphase, so auch im Geschäftsjahr 2023, weiter von der finanziellen Unterstützung ihrer Kreditgeber, insbesondere von der gezielten finanziellen Unterstützung der Konzernmuttergesellschaft Mattes & Ammann GmbH & Co. KG, abhängig sein, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. 2. Chancenbericht Bedingt durch die engere Anbindung an die Herstellungsprozesse von der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG konnten die einzelnen Schritte in der Wertschöpfungskette im Konzernverbund weiter fokussiert werden. Unsere Tätigkeiten, neben der Veredelung im Bereich Kaschierung, bieten auch für die Kunden der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG eine Erweiterung des Gesamtportfolios. Damit können auch für die Blanke textech GmbH zusätzliche Wachstumspotentiale generiert werden, da die Kunden der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG diese Portfolioausweitung außerordentlich begrüßen. Mit der Fokussierung der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG auf die Blanke textech GmbH kann flexibel und unabhängig auf neue Kunden und Projekte reagiert werden. Insgesamt besteht somit eine große Chance, die daraus entstehenden Wettbewerbsvorteile zu nutzen, um die Position der gesamten Unternehmensgruppe und damit auch der Blanke textech GmbH im Markt zu stärken. Voraussetzung dafür ist die konsequente Nutzung aller Synergieeffekte sowie die Umsetzung sämtlicher Maßnahmenpakete des Sanierungsansatzes "Integration Wertschöpfung" entsprechend dem Sanierungskonzept. 3. Risikobericht Die Blanke textech GmbH (im Folgenden auch als "BTT" bezeichnet) ist ein Tochterunternehmen der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG mit Sitz in Meßstetten-Tieringen (im Folgenden auch als "Mattes & Ammann" bezeichnet). Zusammen mit der DREILÄNDERECK TEXTILVEREDELUNGSGESELLSCHAFT mbH mit Sitz in Meßstetten-Tieringen (im Folgenden auch als "DLE" bezeichnet) bilden die genannten Gesellschaften den Konzern der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG (im Folgenden auch als "Konzern", "Konzernverbund", "Unternehmensgruppe" oder "Unternehmensverbund" bezeichnet). Seit dem Geschäftsjahr 2020 ist die BTT dabei der einzige im Konzernverbund verbliebene operativ tätige Veredler. Neben ihrem eigenen Auftragsportfolio hat die BTT seither auch den wesentlichen Anteil der Veredlungs- und Kaschierungsaufträge ihrer Konzernmutter Mattes & Ammann GmbH & Co. KG übernommen. Vor diesem Hintergrund wurde verstärkt seit dem Geschäftsjahr 2020 damit begonnen, die BTT enger an den konzerninternen Herstellungsprozess anzubinden. Parallel dazu wurden durch gezielte Reorganisationsmaßnahmen betriebliche Prozesse und Abläufe optimiert. Hierzu hat die Mattes & Ammann GmbH & Co. KG in den Geschäftsjahren 2020 bis 2022 umfassende Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Produktionskapazitäten der BTT geleistet. Trotz dieser Maßnahmen befindet sich die BTT nach wie vor in einer angespannten wirtschaftlichen Situation. Bereits im Kalenderjahr 2020 hat die Corona-Pandemie die wirtschaftliche Situation der BTT extrem belastet. Im Folgegeschäftsjahr 2021 haben Engpässe bei wichtigen Bauteilen, vor allem bei Halbleitern und Chips, den Automobilsektor und damit den Hauptabsatzmarkt der Unternehmensgruppe strapaziert, wobei diese angespannte Situation bis in das Geschäftsjahr 2022 hinein anhielt. Im Geschäftsjahr 2022 hat nun der Ukraine-Russland-Konflikt und die damit einhergehenden Reaktionen westlicher Staaten den ohnehin schon zu verzeichnenden Anstieg der Strom- und insbesondere der Gaspreise im Geschäftsjahr 2022 nochmals deutlich befeuert und das Ergebnis der BTT, deren Kerngeschäft (Veredlung von Textilien) sehr strom- und vor allem gasintensiv ist, deutlich belastet. Unter diesen Gegebenheiten und trotz der Tatsache, dass die BTT im Geschäftsjahr 2022 bewilligte EKDP-Zuschüsse in Höhe von EUR 1.173.063,30 ertragswirksam erfasst und darüber hinaus aufgrund der angestiegenen Strom- und insbesondere Gaspreise deutliche Preisaufschläge für die Veredelungsleistungen gegenüber dem Konzernmutterunternehmen Mattes & Ammann GmbH & Co. KG durchsetzen konnte, weist die BTT für das Geschäftsjahr 2022 abermals einen deutlichen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -2.640.452,13 (Vorjahr: EUR -699.051,34) aus. Die Schulden der BTT übersteigen das Vermögen, entsprechend wird auf der Aktivseite zum 31. Dezember 2022 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 6.588.817,55 (Vorjahr: EUR 3.948.365,42) ausgewiesen. Überdies musste die Muttergesellschaft, die Mattes & Ammann GmbH & Co. KG, die BTT auch kontinuierlich im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 über gezielte Finanzierungsmaßnahmen unterstützen, damit diese ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nachkommen konnte. Aufgrund des fortgeschrittenen Krisenstadiums, in dem sich mittlerweile die gesamte Unternehmensgruppe befindet und wozu auch die defizitäre Ergebnissituation der BTT in den vergangenen Geschäftsjahren maßgeblich beitrug, hat das Konzernmutterunternehmen Mattes & Ammann im Kalenderjahr 2023 eine externe Unternehmensberatungsgesellschaft mit der Erstellung eines Sanierungskonzepts gemäß IDW S6 (Stand: 16.05.2018) unter Beachtung der aktuellen BGH-Rechtsprechung beauftragt. Das Sanierungskonzept wurde am 11. Dezember 2023 fertig gestellt. Nachdem das Konzernmutterunternehmen Mattes & Ammann noch im Geschäftsjahr 2023 verschiedene Finanzierungsmaßnahmen mit den Gesellschaftern und den finanzierenden Kreditinstituten vereinbart und damit den voraussichtlich notwendigen wahrscheinlichen Kapitalbedarf während der Sanierungsphase für die Geschäftsjahre 2023 bis 2025 organisiert hat, fokussiert der Sanierungsansatz die Wiederherstellung der Rentabilität der unternehmerischen Tätigkeit im Konzern als Voraussetzung dafür, aus eigener Kraft im Wettbewerb bestehen zu können. Der Sanierungsansatz des erarbeiteten Sanierungskonzepts, der auch der BTT eine zentrale Rolle zukommen lässt, sieht eine Integration der Wertschöpfungsstufen im Konzernverbund vor und zielt auf ein wettbewerbsfähiges Leitbild ab. Zur Umsetzung des Sanierungsansatzes "Integration Wertschöpfungsstufen" wurden acht wesentliche Maßnahmenpakete entwickelt, deren Umsetzung teilweise noch im Geschäftsjahr 2023 eingeleitet wurde. Alle Maßnahmenpakete des Sanierungsansatzes sollen kombiniert und unter den zugrunde gelegten Annahmen und Prämissen zu einer deutlichen Steigerung des EBITDA der Unternehmensgruppe und insbesondere auch der BTT im Geschäftsjahr 2025 führen. Das Sanierungskonzept kommt zu der abschließenden Einschätzung, dass aufgrund der darin beschriebenen Sachverhalte, Erkenntnisse, Maßnahmen und plausiblen Annahmen die Unternehmensgruppe bei objektiver Betrachtung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit saniert werden kann. Der Fortbestand des Konzerns und damit auch der BTT wird zu großen Teilen von der erfolgreichen Umsetzung des dargestellten Sanierungsansatzes abhängen. Daraus folgernd hat das Konzernmutterunternehmen Mattes & Ammann GmbH & Co. KG sowohl einen Lenkungsausschuss zur Koordination, Steuerung und Überwachung des Umsetzungsfortschritts als auch eine externe Begleitung zur Sicherstellung des Projektfortschritts und zur Einbringung von ausreichend externem Restrukturierungs-Know-How eingesetzt. Allerdings wird die erfolgreiche Umsetzung des Sanierungsansatzes von der Entwicklung zweier entscheidender Faktoren abhängen, nämlich von der wirtschaftlichen Situation des Automobilsektors als dem wichtigsten Absatzmarkt der Unternehmensgruppe einerseits sowie der Entwicklung der Strom- und insbesondere der Gaspreise andererseits. Die wirtschaftliche Situation im Automobilsektor wird dabei auch in Zukunft von der Verfügbarkeit wichtiger Bauteile beeinflusst werden. Bereits in den vergangenen beiden Geschäftsjahren war die wirtschaftliche Situation im Automobilsektor geprägt durch die knappe Verfügbarkeit von wichtigen Bauteilen, hervorgerufen unter anderem in Folge der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Störungen internationaler Lieferketten, die sich durch den seit dem 24. Februar 2022 kriegerisch ausgetragenen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland nochmals verschärft haben. Durch diese Engpässe bei wichtigen Bauteilen wurden die betrieblichen Abläufe bei einigen der großen Automobilherstellern und Automobilzulieferern in den vergangenen beiden Jahren teilweise gehemmt. Dadurch bedingt verzeichnete auch die Mattes & Ammann in den vergangenen beiden Geschäftsjahren 2021 und 2022 Verzögerungen beim Abruf von Kundenaufträgen aus der Automobilbranche und damit verbunden eine Verzögerung bei der Umsatzerlösrealisierung einerseits sowie bei der Auslastung von Produktionskapazitäten andererseits, was ebenfalls auf die BTT als konzerninternem Veredler durchschlug. Die Entwicklung der Strom- und vor allem der Gaspreise wird auch weiterhin entscheidend von geopolitischen Ereignissen beeinflusst werden. Bereits im Geschäftsjahr 2022 hat der Ukraine-Russland-Konflikt und die damit einhergehenden Reaktionen westlicher Staaten den ohnehin schon zu verzeichnenden Anstieg der Strom- und insbesondere der Gaspreise im Geschäftsjahr 2022 nochmals deutlich befeuert und wie dargestellt das Ergebnis der BTT, deren Kerngeschäft (Veredlung von Textilien) sehr strom- und vor allem gasintensiv ist, deutlich belastet. Die Preise insbesondere im Hinblick auf Erdgas haben sich zwar im Verlaufe des Geschäftsjahres 2023 wieder reduziert, gleichzeitig halten der Krieg in der Ukraine und damit verbunden die westlichen Sanktionen gegen das rohstoffreiche Russland an. Der seit dem terroristischen Überfall der Hamas auf israelisches Staatsgebiet am 7. Oktober 2023 wieder offen ausgetragene Nahostkonflikt birgt zusätzliches Risikopotenzial in einer rohstoffreichen Region der Welt. Zwar berücksichtigt der Sanierungsansatz die derzeit erschwerten Rahmenbedingungen, gleichzeitig bleiben Abschätzungen über den weiteren Verlauf der beiden entscheidenden Faktoren unsicher. Sollten die weiteren Entwicklungen rund um die Lieferkettenproblematik und die damit verbundene knappe Verfügbarkeit wichtiger Bauteile einerseits sowie um geopolitische Ereignisse wie den Ukraine-Russland-Konflikt oder den im Herbst 2023 wieder offen zu Tage getretenen Nahostkonflikt während der Sanierungsphase einen deutlich negativen Verlauf nehmen und bspw. erneut Teile der Wirtschaft, insbesondere die Automobilbranche, belasten oder zu einer nochmaligen exorbitanten Erhöhung der Preise für Strom und insbesondere für Gas führen, dürfte dies auch einen deutlich negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns insgesamt und die BTT haben, zu einem erhöhten Kapitalbedarf führen, die erfolgreiche Umsetzung des geplanten Sanierungsansatzes gefährden und damit verbunden auch letzten Endes die BTT in ihrem Fortbestand bedrohen. Insofern besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Blanke textech GmbH zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass die Blanke textech GmbH daher möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen (bestandsgefährdendes Risiko). Im Geschäftsjahr 2022 wurden die eingeführten Planungs-, Steuerungs- und Controlling-Instrumente genutzt, um frühzeitig Risiken zu erkennen und die definierten Risikobereiche zu überwachen. Dabei werden unter anderem folgende Instrumente verwendet:
Der demographische Wandel stellt für uns als mittelständisches Unternehmen in unserer geographischen Lage ein spezielles Risiko dar, da damit ein Fachkräftemangel einhergeht. Als sehr spezialisiertes und innovatives Unternehmen sind unsere Mitarbeiter ein Schlüssel zu unserem Erfolg. Als Tochterunternehmen eines familiengeführten Mutterunternehmens möchten wir insbesondere nach den erfolgreich eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen attraktive und interessante Arbeitsplätze bieten, um diesem Risiko zu begegnen. Unter Berücksichtigung der vorstehenden aufgeführten Risiken und insbesondere in Bezug auf das dargestellte bestandsgefährdende Risiko sehen wir uns insgesamt aufgrund unseres Risikoüberwachungssystems, der neuen klaren Organisationstruktur sowie der Unterstützung durch unsere Muttergesellschaft in der Lage, mit den unternehmensspezifischen Risiken adäquat umzugehen.
Bad Salzuflen, den 20. Dezember 2023 gez. Geschäftsleitung Christoph Sven Larsen BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022BLANKE TEXTECH GMBH, BAD SALZUFLENAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022der Blanke textech GmbHBad SalzuflenGliederung A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden C. Erläuterungen zur Bilanz D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung E. Angaben nach § 285 Nr. 31 HGB F. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen G. Sonstige Angaben und Ergebnisverwendungsvorschlag H. Bestandsgefährdendes Risiko I. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Firma Blanke textech GmbH mit Sitz in Bad Salzuflen wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer HRB 7349 geführt. Das Geschäftsjahr der Blanke textech GmbH entspricht dem Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB) aufgestellt, die ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes wurden beachtet. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf. Größenabhängige Erleichterungsvorschriften werden in Anspruch genommen. Zusätzliche Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß §§ 268, 277 HGB werden überwiegend im Anhang getätigt. Die Blanke textech GmbH wird im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG mit Sitz in Meßstetten-Tieringen (im Nachgang auch als "Mutterunternehmen" bezeichnet) einbezogen. Die Mattes & Ammann GmbH & Co. KG stellt dabei den Konzernabschluss sowohl für den größten wie auch für den kleinsten Kreis an Unternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14 und Nr. 14a HGB auf, in den die Blanke textech GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG wird beim Unternehmensregister veröffentlicht. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den bei deren Entwicklung angefallenen Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer planmäßigen Nutzungsdauer von fünf Jahren), bewertet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit eine voraussichtlich dauernde Wertminderung gegeben ist, erfolgt die Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten enthalten die sowohl nach steuerrechtlichen als auch nach handelsrechtlichen Vorschriften anzusetzenden aktivierungspflichtigen Beträge. Bei der Bemessung der Nutzungsdauern wurde auf betriebliche Erfahrungen abgestellt, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen AfA-Tabellen decken. Für die im Sachanlagevermögen ausgewiesenen Anlagegüter des Magazins, welche regelmäßig ersetzt werden, wurde analog zum Vorjahr ein Festwert in Höhe von EUR 392.000,00 angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung in voller Höhe abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bzw. des Prinzips der verlustfreien Bewertung bilanziert. Bei Rohstoffen, die mehr als drei Monate nicht bewegt wurden, erfolgt eine Abwertung in Höhe von 30 %. Bei mehr als sechs Monaten erhöht sich der Prozentsatz der Abwertung auf 50 %. Nach zwölf Monaten werden die Rohstoffe in voller Höhe abgeschrieben. Für Farbstoffe und Chemikalien wird ein abweichendes Schema angewendet. Die erste Abwertungsstufe beginnt nach 6 Monaten in Höhe von 50 %. Nach zwölf Monaten werden auch diese Bestände vollständig abgeschrieben. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % des Nettoforderungsbestandes gebildet. Auf der Aktivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten ausgewiesen. Die Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge passiviert. Sämtliche Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und wurden daher nicht diskontiert. Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Steuerliche Verlustvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Der Bewertung wird ein Steuersatz von 31,41 % zugrunde gelegt, eine Diskontierung erfolgt nicht. Die sich danach ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden verrechnet angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem Anlagenspiegel hervor, der diesem Anhang beigefügt ist. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Im Interesse eines besseren Forderungsmanagements wurden Kundenforderungen auf eine Factoring-Gesellschaft ausgelagert. Zum 31. Dezember 2022 betrug der Saldo der über die Factoring-Vereinbarung verkauften Kundenforderungen TEUR 407 (Vj. TEUR 674). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Rahmen der Factoring-Vereinbarung abgetretene, nicht bevorschussten Forderungen in Höhe von TEUR 41 (Vj. TEUR 70). Das Eigenkapital, bestehend aus dem gezeichneten Kapital mit EUR 2.456.432,00 (Vj. EUR 2.456.432,00), der Kapitalrücklage mit EUR 40.000,00 (Vj. EUR 40.000,00), dem Verlustvortrag mit EUR -6.444.797,42 (Vj. EUR -5.745.746,08) sowie dem Jahresfehlbetrag mit EUR -2.640.452,13 (Vj. EUR -699.051,34), ist negativ. Entsprechend weist die Aktivseite einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 6.588.817,55 (Vj. 3.948.365,42) aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 629 (Vj. TEUR 970) haben eine Restlaufzeit
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind dabei zu TEUR 900 durch die Eintragung einer Grundschuld auf die Betriebsimmobilie in Bad Salzuflen besichert. Darüber hinaus wurden Sicherungsübereignungen für finanzierte Pkw und Maschinen sowie ein Raumsicherungsübereignungsvertrag abgeschlossen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber einer Minderheitsgesellschafterin in Höhe von TEUR 6. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 8.379 (Vj. TEUR 6.254) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.762 (Vj. TEUR 197) sowie Verbindlichkeiten aus Darlehensverträgen, Kontokorrentvereinbarungen und anderen Finanzierungsvereinbarungen in Höhe von TEUR 5.812 (Vj. TEUR 5.267) gegenüber der Gesellschafterin Mattes & Ammann GmbH & Co. KG. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit
Verbindlichkeiten gegenüber einem verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 805 sind durch die Eintragung einer Grundschuld über TEUR 2.170 auf die Betriebsimmobilie in Bad Salzuflen besichert. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Mattes & Ammann GmbH & Co. KG aus einer Kontokorrentvereinbarung in Höhe von TEUR 2.523 sind durch die Sicherungsübereignung eines Konsignationslagers der Blanke textech GmbH sowie durch die Abtretung spezifizierter Kundenforderungen besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit
In den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Verbindlichkeiten gegenüber einem Geschäftsführer in Höhe von TEUR 403 (Vj. TEUR 395) sind durch die Eintragung einer Grundschuld über TEUR 1.085 auf die Betriebsimmobilie in Bad Salzuflen besichert. Darüber hinaus besteht zum Bilanzstichtag die Eintragung einer Grundschuld über TEUR 500 auf die Betriebsimmobilie in Bad Salzuflen zu Gunsten eines ehemaligen Gesellschafter-Geschäftsführers, wobei diese Grundschuld mittlerweile an die Mattes & Ammann GmbH & Co. KG abgetreten wurde. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. E. Angaben nach § 285 Nr. 31 HGB Die Blanke textech GmbH hat für die Monate Februar bis Dezember 2022 Zuschüsse aus dem Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP) beantragt. Bei den EKDP-Zuschüssen handelt es sich zwar um Billigkeitsleistungen, auf die kein Rechtsanspruch besteht und die unter einem Haushaltsmittelvorbehalt stehen. Allerdings wurden die EKDP-Zuschüsse der Blanke textech GmbH vor dem Tag der Aufstellung ihres Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 bewilligt. Auch zeichnete sich noch im Aufstellungszeitraum ab, dass die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bereitgestellten Haushaltsmittel die Summe aller bewilligten Anträge übersteigen und somit in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen werden. Daher hat die Blanke textech GmbH die ihr bewilligten Zuschüsse für die Monate Februar bis Dezember 2022 in Höhe von insgesamt TEUR 1.173 in ihrem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 vollumfänglich ertragswirksam erfasst. In der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022 sind die bewilligten EKDP-Zuschüsse im Abschlussposten sonstige betriebliche Erträge enthalten. Der bis zum 31. Dezember 2022 noch nicht zahlungswirksam vereinnahmte Teil der bewilligten Zuschüsse in Höhe von insgesamt TEUR 329 ist in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 unter dem Abschlussposten sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen. Von den zum Aufstellungszeitpunkt bewilligten EKDP-Zuschüssen in Höhe von insgesamt TEUR 1.173 wurden TEUR 1.000 nach der sogenannten Förderstufe 2 beantragt bzw. bewilligt, TEUR 173 hingegen nach der sogenannten Förderstufe 1. Die bewilligten EKDP-Zuschüsse nach der Förderstufe 2 stehen dabei unter dem ausdrücklichen Vorbehalt einer endgültigen Prüfung der Zuschussvoraussetzungen und der Zuschussberechnung. Hierfür sind dem BAFA bis zum 29. Februar 2024 weitere Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Auf Grundlage dieser Prüfung wird das BAFA für eventuell zu hoch bewilligte EKDP-Zuschüsse der Förderstufe 2 einen abschließenden Bewilligungsbescheid erteilen und bereits ausgezahlte Zuschüsse in Höhe des überschießenden Betrags zurückfordern. Um dem Risiko einer möglichen teilweisen Rückforderung durch das BAFA zu begegnen und dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip adäquat Rechnung zu tragen, hat die Blanke textech GmbH in ihrem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 eine Rückstellung in Höhe von insgesamt TEUR 100 (10 % der bewilligten und ertragswirksam erfassten EKDP-Zuschüsse nach Förderstufe 2) gebildet. Das Kerngeschäft der Blanke textech GmbH, insbesondere die Veredlung von Textilien, ist sehr strom- und vor allem auch sehr gasintensiv. Infolge des Ukraine-Russland-Konflikts sind die Preise für Strom und vor allem für Gas exorbitant angestiegen, was auch das Jahresergebnis der Blanke textech GmbH außerordentlich belastet hat. So standen die Aufwendungen für Erdgas im Materialaufwand des Geschäftsjahres 2022 mit TEUR 5.097 zu Buche nach TEUR 1.027 im Vorjahr. F. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Erbbauzinsen, Dienst-, Miet- und Leasingverträgen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 5.271, davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr mit TEUR 993. Aus dem Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen mit einem Betrag in Höhe von TEUR 3.106 Mietverpflichtungen gegenüber der Muttergesellschaft Mattes & Ammann GmbH & Co. KG, davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr mit TEUR 690. Weiterhin bestehen umsatzabhängige Verpflichtungen aus einem Factoringvertrag. G. Sonstige Angaben und Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung hatte im Geschäftsjahr 2022 Herr Christoph Sven Larsen, Meßstetten, inne. Herr Christoph Sven Larsen ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Auf Angaben der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Verweisung auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl betrug während der zu betrachtenden Zwölfmonatszeiträume:
Die Angabe für das Geschäftsjahr 2022 beinhaltet dabei 4 Auszubildende. Es bestehen folgende ausschüttungsgesperrte Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB:
Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -2.640.452,13 sowie den Verlustvortrag in Höhe von EUR -6.444.797,42 auf neue Rechnung vorzutragen. H. Bestandsgefährdendes Risiko Die Blanke textech GmbH (im Folgenden auch als "BTT" bezeichnet) ist ein Tochterunternehmen der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG mit Sitz in Meßstetten-Tieringen (im Folgenden auch als "Mattes & Ammann" bezeichnet). Zusammen mit der DREILÄNDERECK TEXTILVEREDELUNGSGESELLSCHAFT mbH mit Sitz in Meßstetten-Tieringen (im Folgenden auch als "DLE" bezeichnet) bilden die genannten Gesellschaften den Konzern der Mattes & Ammann GmbH & Co. KG (im Folgenden auch als "Konzern", "Konzernverbund", "Unternehmensgruppe" oder "Unternehmensverbund" bezeichnet). Seit dem Geschäftsjahr 2020 ist die BTT dabei der einzige im Konzernverbund verbliebene operativ tätige Veredler. Neben ihrem eigenen Auftragsportfolio hat die BTT seither auch den wesentlichen Anteil der Veredlungs- und Kaschierungsaufträge ihrer Konzernmutter Mattes & Ammann GmbH & Co. KG übernommen. Vor diesem Hintergrund wurde verstärkt seit dem Geschäftsjahr 2020 damit begonnen, die BTT enger an den konzerninternen Herstellungsprozess anzubinden. Parallel dazu wurden durch gezielte Reorganisationsmaßnahmen betriebliche Prozesse und Abläufe optimiert. Hierzu hat die Mattes & Ammann GmbH & Co. KG in den Geschäftsjahren 2020 bis 2022 umfassende Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Produktionskapazitäten der BTT geleistet. Trotz dieser Maßnahmen befindet sich die BTT nach wie vor in einer angespannten wirtschaftlichen Situation. Bereits im Kalenderjahr 2020 hat die Corona-Pandemie die wirtschaftliche Situation der BTT extrem belastet. Im Folgegeschäftsjahr 2021 haben Engpässe bei wichtigen Bauteilen, vor allem bei Halbleitern und Chips, den Automobilsektor und damit den Hauptabsatzmarkt der Unternehmensgruppe strapaziert, wobei diese angespannte Situation bis in das Geschäftsjahr 2022 hinein anhielt. Im Geschäftsjahr 2022 hat nun der Ukraine-Russland-Konflikt und die damit einhergehenden Reaktionen westlicher Staaten den ohnehin schon zu verzeichnenden Anstieg der Strom- und insbesondere der Gaspreise im Geschäftsjahr 2022 nochmals deutlich befeuert und das Ergebnis der BTT, deren Kerngeschäft (Veredlung von Textilien) sehr strom- und vor allem gasintensiv ist, deutlich belastet. Unter diesen Gegebenheiten und trotz der Tatsache, dass die BTT im Geschäftsjahr 2022 bewilligte EKDP-Zuschüsse in Höhe von EUR 1.173.063,30 ertragswirksam erfasst hat und darüber hinaus aufgrund der angestiegenen Strom- und insbesondere Gaspreise deutliche Preisaufschläge für die Veredelungsleistungen gegenüber dem Konzernmutterunternehmen Mattes & Ammann GmbH & Co. KG durchsetzen konnte, weist die BTT für das Geschäftsjahr 2022 abermals einen deutlichen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR - 2.640.452,13 (Vj. EUR -699.051,34) aus. Die Schulden der BTT übersteigen das Vermögen, entsprechend wird auf der Aktivseite zum 31. Dezember 2022 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 6.588.817,55 (Vj. EUR 3.948.365,42) ausgewiesen. Überdies musste die Muttergesellschaft, die Mattes & Ammann GmbH & Co. KG, die BTT auch kontinuierlich im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 über gezielte Finanzierungsmaßnahmen unterstützen, damit diese ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nachkommen konnte. Aufgrund des fortgeschrittenen Krisenstadiums, in dem sich mittlerweile die gesamte Unternehmensgruppe befindet und wozu auch die defizitäre Ergebnissituation der BTT in den vergangenen Geschäftsjahren maßgeblich beitrug, hat das Konzernmutterunternehmen Mattes & Ammann im Kalenderjahr 2023 eine externe Unternehmensberatungsgesellschaft mit der Erstellung eines Sanierungskonzepts gemäß IDW S6 (Stand:16.05.2018) unter Beachtung der aktuellen BGH-Rechtsprechung beauftragt. Das Sanierungskonzept wurde am 11. Dezember 2023 fertig gestellt. Nachdem das Konzernmutterunternehmen Mattes & Ammann noch im Geschäftsjahr 2023 verschiedene Finanzierungsmaßnahmen mit den Gesellschaftern und den finanzierenden Kreditinstituten vereinbart und damit den voraussichtlich notwendigen wahrscheinlichen Kapitalbedarf während der Sanierungsphase für die Geschäftsjahre 2023 bis 2025 organisiert hat, fokussiert der Sanierungsansatz die Wiederherstellung der Rentabilität der unternehmerischen Tätigkeit im Konzern als Voraussetzung dafür, aus eigener Kraft im Wettbewerb bestehen zu können. Der Sanierungsansatz des erarbeiteten Sanierungskonzepts, der auch der BTT eine zentrale Rolle zukommen lässt, sieht eine Integration der Wertschöpfungsstufen im Konzernverbund vor und zielt auf ein wettbewerbsfähiges Leitbild ab. Zur Umsetzung des Sanierungsansatzes "Integration Wertschöpfungsstufen" wurden acht wesentliche Maßnahmenpakete entwickelt, deren Umsetzung teilweise noch im Geschäftsjahr 2023 eingeleitet wurde. Alle Maßnahmenpakete des Sanierungsansatzes sollen kombiniert und unter den zugrunde gelegten Annahmen und Prämissen zu einer deutlichen Steigerung des EBITDA der Unternehmensgruppe und insbesondere auch der BTT im Geschäftsjahr 2025 führen. Das Sanierungskonzept kommt zu der abschließenden Einschätzung, dass aufgrund der darin beschriebenen Sachverhalte, Erkenntnisse, Maßnahmen und plausiblen Annahmen die Unternehmensgruppe bei objektiver Betrachtung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit saniert werden kann. Der Fortbestand des Konzerns und damit auch der BTT wird zu großen Teilen von der erfolgreichen Umsetzung des dargestellten Sanierungsansatzes abhängen. Daraus folgernd hat das Konzernmutterunternehmen Mattes & Ammann GmbH & Co. KG sowohl einen Lenkungsausschuss zur Koordination, Steuerung und Überwachung des Umsetzungsfortschritts als auch eine externe Begleitung zur Sicherstellung des Projektfortschritts und zur Einbringung von ausreichend externem Restrukturierungs-Know-How eingesetzt. Allerdings wird die erfolgreiche Umsetzung des Sanierungsansatzes von der Entwicklung zweier entscheidender Faktoren abhängen, nämlich von der wirtschaftlichen Situation des Automobilsektors als dem wichtigsten Absatzmarkt der Unternehmensgruppe einerseits sowie der Entwicklung der Strom- und insbesondere der Gaspreise andererseits. Die wirtschaftliche Situation im Automobilsektor wird dabei auch in Zukunft von der Verfügbarkeit wichtiger Bauteile beeinflusst werden. Bereits in den vergangenen beiden Geschäftsjahren war die wirtschaftliche Situation im Automobilsektor geprägt durch die knappe Verfügbarkeit von wichtigen Bauteilen, hervorgerufen unter anderem in Folge der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Störungen internationaler Lieferketten, die sich durch den seit dem 24. Februar 2022 kriegerisch ausgetragenen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland nochmals verschärft haben. Durch diese Engpässe bei wichtigen Bauteilen wurden die betrieblichen Abläufe bei einigen der großen Automobilherstellern und Automobilzulieferern in den vergangenen beiden Jahren teilweise gehemmt. Dadurch bedingt verzeichnete auch die Mattes & Ammann in den vergangenen beiden Geschäftsjahren 2021 und 2022 Verzögerungen beim Abruf von Kundenaufträgen aus der Automobilbranche und damit verbunden eine Verzögerung bei der Umsatzerlösrealisierung einerseits sowie bei der Auslastung von Produktionskapazitäten andererseits, was ebenfalls auf die BTT als konzerninternem Veredler durchschlug. Die Entwicklung der Strom- und vor allem der Gaspreise wird auch weiterhin entscheidend von geopolitischen Ereignissen beeinflusst werden. Bereits im Geschäftsjahr 2022 hat der Ukraine-Russland-Konflikt und die damit einhergehenden Reaktionen westlicher Staaten den ohnehin schon zu verzeichnenden Anstieg der Strom- und insbesondere der Gaspreise im Geschäftsjahr 2022 nochmals deutlich befeuert und wie dargestellt das Ergebnis der BTT, deren Kerngeschäft (Veredlung von Textilien) sehr strom- und vor allem gasintensiv ist, deutlich belastet. Die Preise insbesondere im Hinblick auf Erdgas haben sich zwar im Verlaufe des Geschäftsjahres 2023 wieder reduziert, gleichzeitig halten der Krieg in der Ukraine und damit verbunden die westlichen Sanktionen gegen das rohstoffreiche Russland an. Der seit dem terroristischen Überfall der Hamas auf israelisches Staatsgebiet am 7. Oktober 2023 wieder offen ausgetragene Nahostkonflikt birgt zusätzliches Risikopotenzial in einer rohstoffreichen Region der Welt. Zwar berücksichtigt der Sanierungsansatz die derzeit erschwerten Rahmenbedingungen, gleichzeitig bleiben Abschätzungen über den weiteren Verlauf der beiden entscheidenden Faktoren unsicher. Sollten die weiteren Entwicklungen rund um die Lieferkettenproblematik und die damit verbundene knappe Verfügbarkeit wichtiger Bauteile einerseits sowie um geopolitische Ereignisse wie den Ukraine-Russland-Konflikt oder den im Herbst 2023 wieder offen zu Tage getretenen Nahostkonflikt während der Sanierungsphase einen deutlich negativen Verlauf nehmen und bspw. erneut Teile der Wirtschaft, insbesondere die Automobilbranche, belasten oder zu einer nochmaligen exorbitanten Erhöhung der Preise für Strom und insbesondere für Gas führen, dürfte dies auch einen deutlich negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns insgesamt und die BTT haben, zu einem erhöhten Kapitalbedarf führen, die erfolgreiche Umsetzung des geplanten Sanierungsansatzes gefährden und damit verbunden auch letzten Endes die BTT in ihrem Fortbestand bedrohen. Insofern besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Blanke textech GmbH zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass die Blanke textech GmbH daher möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen (bestandsgefährdendes Risiko). I. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Auswirkung des terroristischen Überfalls der Hamas auf israelisches Staatsgebiet am 7. Oktober 2023 kann noch nicht vollumfänglich abgeschätzt werden. Jedoch hat dieser Konflikt ein weltweites Potential für weitere kriegerische Auseinandersetzungen, die negative Einflüsse auf die globale Wirtschaft haben und somit auch zu negativen Konsequenzen an den Güter- und Finanzmärkten führen können.
Bad Salzuflen, den 20. Dezember 2023 gez. Geschäftsleitung Christoph Sven Larsen Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2022
Sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.12.2023 festgestellt. Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Blanke textech GmbH, Bad Salzuflen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Blanke textech GmbH, Bad Salzuflen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Blanke textech GmbH, Bad Salzuflen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe im Abschnitt "H. Bestandsgefährdendes Risiko" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "C. 3. Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten wirtschaftlichen Lage befindet. Wie in der Angabe im Abschnitt "H. Bestandsgefährdendes Risiko" im Anhang sowie in den Angaben in Abschnitt "C. 3. Risikobericht" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 S. 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Sindelfingen, 20. Dezember 2023 KMZ
Kullen Müller Zinser Treuhand GmbH
Dr. Sebastian Zerbe, Wirtschaftsprüfer Benjamin Reinhard Hügel, Wirtschaftsprüfer |
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