Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 2285
Vorher
FKT GmbH Technische ProdukteWagon Automotive FKT GmbH
Eingetragen
25.3.1998
Branche
Herstellung von technischen TextilienHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von technischen Produkten insbesondere aus Stahl, Aluminium und Textilien für den Industriebedarf und damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Manuel Karrer
seit 31.10.2024
Geschäftsführer
Christine Gößl
seit 16.6.2023
Prokura
Wolfgang Stippler
seit 1.12.2020
Prokura
Stefan Müller
seit 1.12.2020
Prokura
Guido Günthner
seit 3.1.2012
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
KK Trading + Service GmbH & Co.KG
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FKT GmbH

Pförring

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

FKT GmbH

Pförring

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 881.301,00 155.698,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 321.986,03
881.301,00 477.684,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.300,00 5.411,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.953.914,00 648.152,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 657.687,50 468.131,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.672.831,63
2.615.901,50 2.794.526,13
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 50,00 50,00
Summe Anlagevermögen 3.497.252,50 3.272.260,16
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.822.750,79 1.973.326,94
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.788.149,16 1.993.969,84
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.247.277,59 2.231.986,42
4. geleistete Anzahlungen 10.000,00 20.000,00
5.868.177,54 6.219.283,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.540.500,02 2.787.090,82
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.038.989,17 4.768.066,89
3. sonstige Vermögensgegenstände 56.649,65 100.504,50
8.636.138,84 7.655.662,21
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 570.570,68 411.820,55
Summe Umlaufvermögen 15.074.887,06 14.286.765,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 157.064,26 50.781,85
18.729.203,82 17.609.807,97

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 896.877,88 896.877,88
III. Gewinnvortrag 8.089.932,41 7.456.937,89
IV. Jahresüberschuss 981.014,69 632.994,52
Summe Eigenkapital 9.993.389,57 9.012.374,88
B. andere Sonderposten 616.060,31 749.156,54
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 303.542,00 288.721,00
2. Steuerrückstellungen 773.295,10 552.664,14
3. sonstige Rückstellungen 1.896.229,04 689.382,52
2.973.066,14 1.530.767,66
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.942.966,02 4.301.023,21
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 646.651,32 (EUR 1.339.199,88)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 2.296.314,70 (EUR 2.961.823,33)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.868.968,93 1.404.967,45
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.868.968,93 (EUR 1.404.967,45)
3. sonstige Verbindlichkeiten 334.752,85 611.518,23
- davon aus Steuern EUR 248.387,54 (EUR 527.401,09)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 24.113,83 (EUR 24.133,16)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 334.752,85 (EUR 611.518,23)
5.146.687,80 6.317.508,89
18.729.203,82 17.609.807,97

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

FKT GmbH

Pförring

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 17.024.688,37 14.703.270,28
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.973.047,62 8.255.304,51
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.865.640,84 1.729.658,78
- davon für Altersversorgung EUR 88.119,97 (EUR 95.344,65)
10.838.688,46 9.984.963,29
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.043.682,86 494.801,51
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.647.478,01 3.243.249,29
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.182,37 (EUR 1.779,04)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 718,21 2.317,02
- davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 718,21 (EUR 407,02)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 97.571,22 69.893,24
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 407,02 (EUR 320,66)
- davon Aufwendungen aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2, S. 2 HGB EUR 5.455,00 (EUR 5.049,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 412.870,34 276.420,45
8. Ergebnis nach Steuern 985.115,69 636.259,52
9. sonstige Steuern 4.101,00 3.265,00
10. Jahresüberschuss 981.014,69 632.994,52

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die FKT GmbH hat ihren Sitz in Pförring und ist im Amtsgericht Ingolstadt unter HR B 2285 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 264, § 267 II HGB auf.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Von der ihr eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung der Bilanz gemäß § 266 I HGB, der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 276 HGB und des Anhangs gemäß § 288 HGB macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I S 2, 266 ff. HGB).

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 I 2 HGB) vorgenommen.

Im einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Dabei wird die Nutzungsdauer des jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstandes nach dessen Produktlebenszyklus oder dessen erwarteten Synergieeffekten angesetzt, soweit diese verlässlich geschätzt werden können. Ansonsten wird die Nutzungsdauer gem § 253 III HGB mit zehn Jahren angenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war ( § 253 IV HGB).

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktbezogenen Vollkosten (§ 255 II HGB).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert unter Berücksichtigung der erforderlichen Einzelwertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB).

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital entspricht den Eintragungen im Gesellschaftsvertrag wie auch im Handelsregister.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 %, der von der Dt. Bundesbank bekanntgegeben wurde

Rentendynamik von 1,75%

Sterbetafeln nach der Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G".

Unterschiedsbetrag aus Abzinsung mit durchschnittlichem Marktzins der vergangenen 10 Jahre im Vergleich zu dem der vergangenen 7 Jahre beträgt 3.507 EUR.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB).

Für latente Steuern wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 I 2 HGB Gebrauch gemacht.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert (§ 253 I S 2 HGB).

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen, die Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr: 0 T€.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 5.039 T€ betreffen die Gesellschafterin KK Trading + Service GmbH & Co., Pförring. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von < 1 Jahr. (§ 42 III GmbH).

Das Stammkapital beträgt 25.564,59 EUR und ist voll einbezahlt.

Im Vorjahr wurde für Zuschüsse für den Erwerb von Anlagevermögen ein Sonderposten mit Rücklageanteil gebildet. Dieser wird mit den planmäßigen Abschreibungen der Vermögensgegenstände, auf die die Zuschüsse entfallen, aufgelöst.

Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt 3.507 T€, die auf den Ertrag aus dem geänderten Zinssatz zur Abzinsung von Pensionsrückstellungen entfallen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen (§ 285 Nr. 12 HGB):

Urlaub- u. Überstd. 166 TEUR
Weihnachtsgeld 130 TEUR
Tantiemen AN 54 TEUR
Aufbewahrung Unterlagen 6 TEUR
Ausstehende Rechng. 1.262 TEUR
Gewährleistung 124 TEUR
Künftige Betriebsprüfung 8 TEUR
Abschluss u. Prüfung 60 TEUR
Unterlassene Instandhaltung 87 TEUR
Summe 1.897 TEUR

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 V S. 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:

Verbindlichkeiten unter 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.942.966,02 646.651,32 1.764.247,61 532.067,09
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.868.968,93 1.868.968,93 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 334.752,85 334.752,85 0,00 0,00
5.146.687,80 2.850.373,10 1.764.247,61 532.067,09

Sicherungen durch Grundpfandrechte liegen nicht vor.

Zum 31.12.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

gegenüber der Gesellschafterin:

Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen auf von der KK Trading + Service GmbH & Co. KG gemieteten, mit Büro-, Fertigungs- und Lagergebäuden bebauten Grundstücken. Der jährliche Mietzins beträgt 639 T€. Außerdem wurde noch ein Blockheizkraftwerk und eine PV-Anlage angemietet, die jährliche Miete beträgt 215 T€. Die Laufzeit der Mietverhältnisse beläuft sich zwischen 10 Jahre und 15 Jahre. Die Verträge laufen zwischen den Jahren 2022 und 2028 aus und verlängern sich automatisch um ein Jahr, wenn bis Vertragsende nicht gekündigt wird.

Darüber hinaus bestehen aus weiteren Grundstücksmietverträgen zum Bilanzstichtag jährliche Verpflichtungen von 178 T€. Die Verträge können jährlich gekündigt werden.

Aus Kfz-Leasingverträgen bestehen Verpflichtungen in Höhe von jährlich 73 T€, für Leasing von Maschinen und weiteren Verträgen belaufen sich die jährlichen Verpflichtungen auf 133 T€.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 II HGB).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 174 T€ enthalten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind weder außergewöhnliche Aufwendungen noch außergewöhnliche Erträge entstanden.

Der GuV-Posten "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" enthält folgende Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen:

- aus Abzinsung 1 T€ (Vj. 0 T€)

Der GuV-Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Währungsum- rechnung in Höhe von 1 T€ (Vj. 2 T€). Der Posten "sonstige betriebliche Erträge" enthält Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0 TEUR (Vj. 0 T€).

Unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" werden Aufwendungen für die Abzinsung von Pensionsrückstellungen" in Höhe von 5 T€ (Vj. 5 T€) und die Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 0 T€ (Vj. 0 €) ausgewiesen.

VI. Sonstige Pflichtangaben

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch:

Herrn Josef Karrer, Pförring

Herrn Guido Günthner, Pförring.

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Herr Josef Karrer ist alleinvertretungsberechtigt und befugt im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen.

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB

Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 2023 bei der FKT GmbH 249 Arbeitnehmer beschäftigt:

Gewerbliche Arbeitnehmer: 162
Angestellte: 87
249

Angaben nach § 285 Nr. 11a HGB

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der KK Trading GmbH & Co. KG, Pförring.

Nachtragsbericht

Durch das Auslaufen einiger Aufträge und das zeitlich versetzte Anlaufen neuer Aufträge gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einem Umsatz von ca. 30 Mio. € verbunden mit einem ausgeglichenen Ergebnis aus. Für 2025 erwarten wir einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Gewinnverwendung vor:

Gewinnvortrag zum 01.01.2023 8.089.932,41 Euro
Gewinnausschüttung 2023 0,00 Euro
Jahresüberschuss 2023 981.014,69 Euro
Bilanzgewinn 9.070.947,10 Euro
Vortrag auf neue Rechnung 9.070.947,10 Euro

 

Pförring, den 07.03.2025

Josef Karrer, Geschäftsführer

Guido Günthner, Geschäftsführer

Manuel Karrer, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FKT GmbH, Pförring

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der FKT GmbH, Pförring, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der FKT GmbH, Pförring, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Ingolstadt, den 07.03.2025

KLAUS ZIEGLMEIER, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Gegenstand unserer Geschäftstätigkeit ist die Entwicklung und die Produktion von Bauteilen vor-wiegend im Automobilbereich. Das Unternehmen firmiert unter FKT GmbH, Schreinerstr. 2, 85104 Pförring.

Die Leitungsebene des Unternehmens hat sich im Berichtszeitraum verändert und ist wie folgt strukturiert:

Josef Karrer Geschäftsführer Kaufmännisch
Guido Günthner Geschäftsführer Technik
Christine Gößl Prokuristin Personalwesen
Manuel Karrer Prokurist und Bereichsleiter Beschaffung & Personal
Wolfgang Stippler Prokurist und Bereichsleiter Produktion
Stefan Müller Prokurist und Bereichsleiter Entwicklung & Projekt

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

- Volkswirtschaftlicher Rahmen (Basis für langfristige Entscheidung der Geschäftsleitung)

Im Jahr 2023 war die deutsche Wirtschaft von einer spürbaren Rezession geprägt, die sich aus den Nachwirkungen der Corona-Pandemie, den geopolitischen Spannungen und den hohen Inflationsraten ergab. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt verzeichnete einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, was auf eine erhebliche Schwächung der Inlandsnachfrage und eine unklare Konsumstimmung hindeutete.

Die Energiepreise blieben trotz einer gewissen Stabilisierung auf hohem Niveau, was die wirtschaftliche Belastung für viele Unternehmen verstärkte. Gleichzeitig mussten Firmen mit steigenden Lohnkosten und strengen regulatorischen Anforderungen umgehen, insbesondere in Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit und die Klimaziele im Europäischen Binnenmarkt.

Die bereits angespannte Fachkräftesituation konnte sich nicht entspannen, was die Produktionskapazitäten und die Handlungsfähigkeit vieler Unternehmen einschränkte. Diese Entwicklungen unterstreichen umso mehr, dass nur gezielte Investitionen in die Effizienz und in nachhaltige Technologien die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen auch langfristig sichern können.

Insgesamt war das Jahr 2023 von einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld geprägt, das Unternehmen vor große Herausforderungen stellte und die Notwendigkeit zur Anpassung und Innovation deutlich machte.

- Betriebswirtschaftliches Umfeld (Aktuelle Rahmenbedingungen in der Automobilbranche)

Im Jahr 2023 war die Automobilbranche stark von den Auswirkungen der wirtschaftlichen Rezession betroffen. Die Nachfrage nach Fahrzeugen ging spürbar zurück, und Hersteller sowie Lieferanten sahen sich mit großen Herausforderungen in der Lieferkette, hohen Rohstoffpreisen und erhöhten Produktionskosten konfrontiert. Die geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten führten zu einer allgemeinen Verunsicherung in der Branche.

Die Stabilisierung der Lieferketten blieb eine zentrale Herausforderung, da Unternehmen weiterhin mit Engpässen bei kritischen Vorprodukten und Materialien zu kämpfen hatten. Der Druck zur Dekarbonisierung und die zunehmenden regulatorischen Anforderungen erforderten von den Herstellern Anpassungen in ihren Produktionsprozessen und Geschäftsmodellen.

Zusätzlich verstärkte der Fachkräftemangel die Schwierigkeiten in der Branche, da viele Unternehmen Schwierigkeiten hatten, qualifiziertes Personal zu finden.

Insgesamt war die Automobilbranche 2023 von einer angespannten Marktlage geprägt, die ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit und Innovation erforderte, um die bestehenden Herausforderungen zu meistern.

3. Geschäftsverlauf

Nach dem herausfordernden Geschäftsjahr 2022 konnten wir unsere Produktionskapazitäten im Jahr 2023 wieder auf einem hohen Niveau auslasten. Durch die erfolgreiche Umsetzung neuer Projekte und deren Übergang in die Serienproduktion konnte die Gesamtleistung des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden.

Parallel dazu wurde die gesamte Kostenstruktur einer umfassenden Analyse unterzogen. Verschiedene Sondereffekte - darunter die Nutzung staatlicher Förderprogramme sowie gezielte Spar- und Rationalisierungsmaßnahmen - wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus.

Während sich die Teuerungsrate für Materialaufwände im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau stabilisiert hat, standen 2023 insbesondere Fremdleistungen sowie die stark schwankenden Energiepreise im Fokus der wirtschaftlichen Herausforderungen. Auch die gestiegenen Energiekosten wirkten sich unmittelbar auf die Transport- und Logistikkosten aus, was die absoluten Ausgaben für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie sonstige betriebliche Aufwendungen weiter erhöhte.

Im Berichtszeitraum wurden umfangreiche Investitionen (1.324 T€) in die Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgreich ins Anlagevermögen überführt. Dies führte zu einem spürbaren Anstieg der Abschreibungen. Besonders hervorzuheben sind die Inbetriebnahme neu beschaffter Produktionsanlagen, die Erweiterung des ERP-Systems sowie gezielte Modernisierungsmaßnahmen im Maschinenpark der Kunststofffertigung - zentrale Schritte zur weiteren Digitalisierung unserer Produktionsprozesse.

Zusätzlich wurden schrittweise Lohn- und Gehaltsanpassungen umgesetzt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Vergütung langfristig sicherzustellen. Diese Anpassungen führten zu einem signifikanten Anstieg der absoluten Personalaufwendungen, obwohl es im Berichtszeitraum keine nennenswerten Veränderungen im Personalbestand gab. Kurzarbeit war nicht erforderlich.

Die FKT GmbH betreibt eine nachhaltige Personalpolitik mit einem starken Fokus auf die künftige Entwicklung des Unternehmens mit der langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze. Im Berichtszeitraum herrschte in der Region Ingolstadt/Eichstätt praktisch wieder Vollbeschäftigung. was wiederum die eigene Personalakquise erschwerte. Eine punktuelle Nachbesetzung von Stellen war jedoch stets möglich.

Die eigene Ausbildung von Fachkräften genoss im Berichtzeitraum einen weiterhin hohen Stellenwert. Das Angebot an möglichen Ausbildungswegen, sowohl im technischen- als auch im kaufmännischen Bereich, konnte konstant auf einem sehr guten Niveau gehalten werden. Zum 01. September 2023 traten insgesamt 7 neue Auszubildende ihre Lehrstellen in den verschiedenen Fachbereichen an. Insgesamt waren damit im Berichtszeitraum 22 Auszubildende bei der FKT GmbH beschäftigt.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 waren in der FKT GmbH insgesamt 254 Mitarbeiter beschäftigt. Davon 90 Angestellte, 155 Gewerbliche und 9 geringfügig Beschäftigte.

4. Lage der Gesellschaft

4.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der FKT GmbH ist im Berichtszeitraum 01.01. bis 31.12.2023 von 17.610 T€ auf 18.729 T€ gestiegen. Bei den Aktiva ist dies vor allem durch Investitionen in das Anlagevermögen von 1.324 T€ und einer damit verbundenen Erhöhung des Bilanzausweises von 224 T€ sowie auf die um 754 T€ gestiegenen Kundenforderungen und die um 271 T€ gestiegenen Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen zurückzuführen. Die Vorräte haben sich um 351 T€ und die sonstigen Vermögensgegenstände um 44 T€ reduziert. Gleichzeitig sind die flüssigen Mittel um 159 T€ gestiegen. Das Eigenkapital hat sich durch die Thesaurierung weiter erhöht und beträgt 53,4 % der Bilanzsumme. Der erzielte Jahresüberschuss wird erneut ins neue Geschäftsjahr vorgetragen und trägt zur weiteren Stärkung des Eigenkapitals bei. Zuschüsse für die Investitionen i. H. v. 616 T€ sind im Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen. Die kurzfristig verfügbaren Mittel sind von 7.559 T€ auf 7.817 T€ gestiegen und betragen 41,7 % der Bilanzsumme. Die Steuerrückstellungen haben sich um 220 T€ erhöht, die sonstigen Rückstellungen um 1.207 T€. Die bilanzierten Rückstellungen wurden nach kaufmännischen Regeln gebildet. Darüber hinausgehende Risiken sind der Geschäftsführung nicht bekannt. Die Lieferantenverbindlichkeiten sind um 464 T€ auf 1.869 T€ gestiegen. Die Bankverbindlichkeiten haben sich um 1.358 T€ vermindert, während die sonstigen Verbindlichkeiten um 277 T€ gesunken sind. Zahlungsmodalitäten, sowohl Lieferanten- als auch kundenseitig haben sich nicht nennenswert verändert. Kundenseitig wurden keine Änderungen von Zahlungszielen zugestanden. Zahlungsausfälle, überfällige Forderungen oder Verbindlichkeiten gab es bis zum Bilanzstichtag nicht.

4.2 Finanzlage

Grundsätzlich verfolgen wir ein konservatives Finanzmanagement. Die Finanzierung des Unternehmens kann weiterhin als uneingeschränkt gesichert bezeichnet werden. Dem Unternehmen stehen nach wie vor zwei leistungsfähige Banken zur Seite. Die Raiffeisenbank Kreis Kelheim eG und die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt stellen für das Unternehmen eine solide Finanzbasis bereit. Der vereinbarte Rahmen wurde gegenüber den beiden Hausbanken zu keiner Zeit voll ausgeschöpft.

Weiterhin wird die Finanzierung von größeren Investitionen, wie zum Beispiel in Grundstücke und Gebäude, ausschließlich von der KK Trading + Service GmbH & Co. KG dargestellt. Das Unternehmen ist in ein Cash-Ausgleichsystem mit den anderen Tochterfirmen der KKT GmbH & Co. KG eingebunden.

Der Cash-Flow des Geschäftsjahres betrug 2.025 T€ (Vorjahr 1.128 T€).

Folgende Mittelzuflüsse und -abflüsse waren im Geschäftsjahr zu verzeichnen:

Aus laufender Geschäftstätigkeit 2.898 T€
Aus Investitionstätigkeit -1.323 T€
Aus Finanzierungstätigkeit -716 T€

4.3 Ertragslage

Im Wirtschaftsjahr betrug die Gesamtleistung 36.699 T€ ausgehend von einem Umsatz in Höhe von 36.772 T€. Der Materialeinsatz hat sich im Verhältnis zum Vorjahr um 0,9 % auf 55,3 % erhöht.

Der Personalaufwand ist um 2,0 % auf 29,5 % gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 0,3 % auf 9,8 % gesunken. Das Betriebsergebnis erhöhte sich somit um 112 T€ auf 878 T€. Das Jahresergebnis ist um 347 T€ auf 980 T€ gestiegen.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung nutzen wir die Auswertungen aus unserem ERP-System, unserer Finanzbuchhaltung und unserer Kostenrechnung. Insbesondere ziehen wir die Kennzahlen Umsatz je EUR Personalaufwand, Umsatzrendite und den Cash-Flow heran.

Der Umsatz je EUR Personalaufwand beträgt 3,39 € (Vorjahr 3,05 €), die Umsatzrendite stieg auf 2,7 % (Vorjahr 2,0 %) und der Cash-Flow stieg von 1.128 T€ auf 2.025 T€.

6. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 wurden zahlreiche Entwicklungsprojekte neuer Produkte und Prozesse mit hoher Intensität vorangetrieben, um die nachhaltige Weiterentwicklung der FKT GmbH zu sichern. Durch die kontinuierlichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konnte sich das Unternehmen erneut wertvolle Schutzrechte sichern.

Das Leitprinzip der Nachhaltigkeit und die Grundsätze der Corporate Social Responsibility (CSR) sind weiterhin fester Bestandteil der Forschungs- und Entwicklungsprozesse. Das Qualitätsmana-gementsystem der FKT GmbH erfüllt alle relevanten Kundenanforderungen und wurde erneut er-folgreich gemäß der Automotive-Norm IATF 16949 zertifiziert.

Die ganzheitliche Betrachtung der Entwicklungsprozesse unter Berücksichtigung sozialer Verant-wortung trägt zur hohen Akzeptanz in den technischen Abteilungen der Kunden bei. Gleichzeitig ermöglicht sie es der FKT GmbH, aktiv mit der Weiterentwicklung der automobilen Normen Schritt zu halten. Dies stärkt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

FKT GmbH ist in der Lage, komplexe Produkte mit hoher Fertigungstiefe zu entwickeln und herzu-stellen - vorwiegend auf Basis eigener Schutzrechte. Die konsequente Umsetzung laufender Ent-wicklungsprojekte verlief auch im Berichtszeitraum erfolgreich, und sämtliche vereinbarten Meilen-steine wurden erreicht. Dies trägt nicht nur zur Reduzierung interner Anlaufkosten bei, sondern stärkt auch die Kundenzufriedenheit nachhaltig.

Die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Premiumkunden blieb weiterhin ein zentraler Fokus. Dabei wurde die technische Exzellenz in der Projektabwicklung bewusst über kurzfristige finanzielle Erwägungen gestellt. Das angestrebte Wachstum der FKT GmbH erfolgt im Einklang mit der verfügbaren Kapazität in Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen bleibt seiner Strategie treu und entwickelt vorrangig Produkte, die im eigenen Haus konzipiert und realisiert werden.

Die Erhaltung und der Ausbau der internen Entwicklungskompetenz bleiben ein strategisches Ziel. Daher wird FKT auch künftig gezielt in neue Fertigungstechnologien und Kapazitäten investieren.

7. Prognosebericht

Allgemeine Geschäftsentwicklung

In unserer Vorjahresprognose gingen wir für das Geschäftsjahr 2023 von einem deutlichen Umsatzzuwachs aus. Zum einen hat sich im Laufe des Jahres 2023 die Preisdynamik wieder etwas abgeschwächt, und zum anderen konnten wir durch produktive Gespräche mit unseren Kunden eine gute Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in den kommenden Jahren schaffen. Daher wurde für 2023 ein solides bzw. ein erfolgreiches Ergebnis prognostiziert, was auch eingetreten ist.

Nach einem umsatzstarken und erfolgreichen Geschäftsjahr 2023 stehen in den Jahren 2024 und 2025 vorhersehbare, jedoch herausfordernde Entwicklungen bevor. Mitte 2024 werden mehrere langjährige und umsatzstarke Projekte planmäßig ihr End-of-Production (EOP)-Datum erreichen, wodurch diese Produktionslinien bis zu diesem Zeitpunkt nochmals voll ausgelastet sein werden.

In der zweiten Jahreshälfte 2024 ist jedoch ein deutlicher Umsatzrückgang eingetreten. Infolgedessen wird für das Geschäftsjahr 2024 ein Umsatz von ca. 30 Mio. € und ein bestenfalls ausgeglichenes oder moderat positives Ergebnis angestrebt.

Zusätzlich könnten die weiterhin unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dazu führen, dass Kunden ihre Bestellungen unerwartet reduzieren oder prognostizierte Absatzzahlen weiter sinken. Bereits akquirierte, strategisch bedeutende Neuprojekte werden erst mit zeitlicher Verzögerung anlaufen - teilweise ab Mitte bis Ende 2025. Eine nachhaltige Erholung und erneutes Wachstum sind daher voraussichtlich erst ab 2026 spürbar. Für 2025 werden Umsatz und Ergebnis rückläufig erwartet.

Vor diesem Hintergrund hat das Management einen Geschäftsplan für die kommenden drei Jahre entwickelt, der auf diesen Annahmen basiert. Die FKT GmbH verfolgt weiterhin eine nachhaltige Unternehmensentwicklung und setzt nicht auf kurzfristiges Umsatz- oder Ergebniswachstum. Die erwarteten temporären Umsatzeinbußen sind eingeplant und können aufgrund der soliden Unternehmensstruktur problemlos überbrückt werden.

Das jüngste Investitionspaket zur Modernisierung und Digitalisierung der Produktions- und Fertigungseinrichtungen wird bis spätestens Ende 2024 vollständig umgesetzt sein. Auch in den Folgejahren sind dahingehend weitere gezielte Investitionen in diesen Bereichen geplant.

Parallel dazu wurde mit der größten Investition der Unternehmensgeschichte die Erweiterung des Betriebsgeländes am Standort Pförring eingeleitet. Hierzu wurden bereits die erforderlichen Gewerbeflächen im neu erschlossenen Gewerbegebiet, nahe der bestehenden Liegenschaften, erworben. Das großzügige Grundstück sichert dem Unternehmen strategische Wachstumsoptionen für die Zukunft.

Personalplanung und Flexibilität

Die FKT GmbH ist personell gut aufgestellt, sodass trotz der erwarteten Umsatzdelle aktuell weder Entlassungen noch ein Stellenabbau vorgesehen sind. Anpassungen erfolgen primär durch eine Reduktion von Leiharbeitspersonal sowie den Einsatz flexibler Arbeitszeit- und Schichtmodelle für die Stammbelegschaft. Gleichzeitig bleibt die gezielte Verstärkung durch strategische Recruiting-Maßnahmen ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie.

Kundenbeziehungen und Qualitätsmanagement

Die Rückmeldungen der Kunden zum laufenden Seriengeschäft sind durchweg positiv. Im Geschäftsjahr 2023 und in 2024 gab es weder Lieferrückstände noch signifikante Qualitätsprobleme oder Rückrufe. Das weiterentwickelte Qualitätsmanagementsystem stellt sicher, dass die Produktqualität in jeder Hinsicht stabil bleibt. Diese positive Marktposition und das hohe Vertrauen der Kunden bieten Potenzial für den weiteren Ausbau der Geschäftsbeziehungen.

Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung

Im Sinne des Unternehmens, der Mitarbeiter und der Kunden wird das Management der FKT GmbH das Prinzip der Nachhaltigkeit sowie den aktiven Umweltschutz weiterhin in den Mittelpunkt unternehmerischer Entscheidungen stellen. Obwohl für unser Unternehmen keine gesetzliche Verpflichtung besteht, wurde im Berichtszeitraum bereits intensiv an der zweiten Auflage unseres Nachhaltigkeitsberichts gemäß dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) gearbeitet. Die Veröffentlichung dieses Berichts ist für Anfang 2025 geplant.

8. Chancen- und Risikobericht

8.1 Risikobericht

Allgemeine Risiken:

Die FKT GmbH unterliegt, wie jedes andere Unternehmen auch, den allgemeinen Marktrisiken. Die Entwicklung des deutschen Zuliefermarktes bleibt schwer vorhersehbar. Besonders die weiterhin volatile Lage der Energiepreise, die unsichere politische Situation durch ideologisch geprägte Entscheidungen sowie anhaltende geopolitische Spannungen führen zu unerwarteten Herausforderungen.

Der Krieg in der Ukraine hält die Welt weiterhin in Atem und wirkt sich direkt auf globale Lieferketten und wirtschaftliche Stabilität aus. Zusätzlich verschärft der anhaltende Konflikt im Nahen Osten und in der Ukraine die Unsicherheiten im internationalen Handel und in der Rohstoffversorgung. Die Energiekrise, die durch die Abkopplung von russischem Gas verursacht wurde, bleibt eine langfristige Herausforderung, insbesondere für energieintensive Industrien wie die Automobilzulieferbranche.

Neben geopolitischen Risiken steigt auch der regulatorische Druck auf Unternehmen kontinuierlich weiter an. Neue Umwelt- und Nachhaltigkeitsanforderungen sowie strengere CO 2 -Grenzwerte stellen Unternehmen branchenübergreifende vor wachsende Herausforderungen.

Im Rahmen der jährlichen Re-Zertifizierung nach IATF 16949 hat die FKT GmbH ihr Risikomanagement weiter ausgebaut. Ziel ist es, potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren, geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen und eine nachhaltige Unternehmenssicherheit zu gewährleisten. Darüber hinaus wird die umfassende Bewertung der gesamten Lieferkette hinsichtlich CSR-Risiken konsequent weiterentwickelt.

Branchenspezifische Risiken:

Nach Jahren des Wachstums, der Internationalisierung und steigender Umsätze steht die deutsche Automobilindustrie vor einem tiefgreifenden Strukturwandel. Die Elektrifizierung der Antriebe, die zunehmende Einführung autonomer Fahrfunktionen, neue Mobilitätsdienstleistungen sowie die fortschreitende Automatisierung und Vernetzung der Fertigungsprozesse verändern die Wertschöpfungsketten und Produktionsstrukturen nachhaltig. Die wachsenden gesetzlichen Vorgaben an die Emissionsreduktion und der steigende Fokus auf Nachhaltigkeit stellen insbesondere Zulieferer vor erhebliche Herausforderungen.

Für die FKT GmbH besteht hier zwar nur ein begrenztes Risikopotenzial, da das Unternehmen in antriebsunabhängigen Bereichen tätig ist, allerdings sind die allgemeinen Verwerfungen in der Branche trotzdem spürbar. Darüber hinaus wurden langfristige Lieferverträge mit etablierten OEMs geschlossen, die eine stabile Geschäftsgrundlage sichern. Dennoch bleibt die Unsicherheit über die zukünftige Marktentwicklung bestehen, insbesondere durch volatile Rohstoffpreise und steigende Produktionskosten.

Ein weiteres branchenspezifisches Risiko liegt in der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt und der beschleunigten Transformation hin zu softwarebasierten Mobilitätslösungen. Die Herausforderung besteht darin, technologische Trends frühzeitig zu erkennen und sich schnell an veränderte Kundenanforderungen anzupassen. Die FKT GmbH wird daher ihre Agilität in der digitalen Transformation beibehalten, um auch in Zukunft flexibel auf neue Entwicklungen im Markt reagieren zu können.

Ertragsorientierte Risiken:

Das Risiko einer weiteren Abschwächung der Automobilkonjunktur hat sich im Berichtszeitraum verstärkt. Störungen in den stark vernetzten Logistikketten der OEMs könnten auch künftig zu unerwarteten und nicht planbaren Umsatzausfällen führen. Zudem belastet die anhaltend hohe Inflation, die steigenden Preise sowie der signifikante Anstieg der Löhne und Gehälter das Unternehmen weiterhin.

Trotz dieser Herausforderungen sollte der hohe Bestand an Neu- und Entwicklungsaufträgen das Geschäftsvolumen der FKT GmbH für die kommenden Jahre ausreichend absichern. Die Diversifizierung des Produktportfolios bleibt eine zentrale Priorität.

Die Produkte der FKT GmbH sind im Markt gut etabliert, doch der Preisdruck bleibt weiterhin hoch. Auch in der aktuellen Marktlage werden wir regelmäßig mit Preis-Nachverhandlungen über bestehende Verträge konfrontiert. Zudem zeigen OEMs zunehmend die Bereitschaft, Produkte während laufender Serien auf günstigeren Wettbewerb umzustellen.

Um diesem Risiko entgegenzuwirken, setzt die FKT GmbH weiterhin auf den Schutz ihrer technischen Lösungen, um den Markteintritt von Wettbewerbern zu erschweren und die eigene Marktposition zu sichern. Außerdem liegt der Fokus weiterhin auf einer hohen Eigenfertigungsquote sowie dem konsequenten Ausbau neuer Fertigungstechnologien.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Der Bereich Energieerzeugung und -rückgewinnung bleibt aufgrund der weiterhin hohen Energiepreise sowie der Unsicherheit bezüglich künftiger Preisentwicklungen ein zentrales Thema. Das Management sieht nach wie vor viele Potenziale zur Optimierung in diesem Bereich, um die Energieeffizienz weiter zu steigern und Kosten zu senken.

Dank der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der FKT GmbH sind derzeit keine Liquiditätsrisiken erkennbar. Die Währungsrisiken, die aus der Geschäftsbeziehung mit einem strategisch wichtigen chinesischen Lieferanten resultieren, werden weiterhin als überschaubar betrachtet.

Die kontinuierliche Optimierung der Datensicherheit bleibt weiterhin eine hohe Priorität. Die Redundanz der virtuellen und physischen Speichermedien ist auf dem neuesten Stand der Technik. Trotzdem besteht nach wie vor das Risiko eines externen Cyberangriffs. Angesichts der wachsenden Bedrohungslage erfordert dieses Risiko eine kontinuierliche Wachsamkeit und intensive interne Anstrengungen. Teilweise lässt sich dieses Risiko nur durch eine Cyber-Versicherung effektiv absichern. Die Kundenanforderungen hinsichtlich Datensicherheit wurden auch im Berichtszeitraum erfüllt, und die Auditierung wurde erfolgreich abgeschlossen.

8.2 Chancenbericht

Die FKT GmbH wird dem Wettbewerb auch in Zukunft mit ihrer Erfahrung, Innovationskraft, Zuverlässigkeit und dem höchsten Qualitätsanspruch begegnen. Besonders unsere gezielten Investitionen in die Digitalisierung, die Erweiterung und Modernisierung der Fertigungskapazitäten sowie die kontinuierliche Schulung unserer Mitarbeiter werden uns hierbei einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Es wird erwartet, dass sich der Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren langsam entspannen wird, was die Nachbesetzung von offenen Experten-Stellen erleichtern wird.

Bei unseren Kunden erwarten wir in Zukunft wieder eine höhere Entscheidungsfreudigkeit bzgl. der Vergabe neuer Aufträge. Dies könnte eine "Lösung der Handbremse" für viele unserer Kunden bedeuten, was wiederum der Branche neuen Auftrieb verleihen sollte. Zudem gewinnt für einige Kunden ein stärker regional orientiertes Sourcing von Einkaufsteilen zunehmend an Bedeutung. Der Standort Deutschland und die Nähe zu den OEMs könnten somit für einen Teil unserer Kunden wieder an Gewicht gewinnen. Gerade bei den zuletzt akquirierten Aufträgen hat sich diese "neue" Sichtweise bereits herauskristallisiert.

Die intensiven Bemühungen unser Unternehmen in allen Bereichen das Thema Nachhaltigkeit weiter voranzubringen und zu etablieren, einschließlich der gesamten eigenen Lieferkette, werden in Zukunft weiter Früchte tragen. Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, welches die FKT GmbH derzeit nur indirekt betrifft, wird daher eher als Chance für unser Unternehmen bewertet. Da die Richtlinien bereits jetzt schon Teil unserer Unternehmensphilosophie sind, wird dies im internationalen Vergleich in Zukunft einen positiven Effekt für uns haben. Die Erstellung des DNK-Berichts sowie die Anpassung des internen Verhaltenskodex und des Nachhaltigkeitskodex für unsere Lieferanten und Geschäftspartner, die den höchsten Anforderungen entsprechen, setzen hier wichtige Akzente. Dabei wird von unseren Partnern proaktiv die Einhaltung und Umsetzung dieser Standards eingefordert.

8.3 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den wesentlichen Finanzinstrumenten der FKT GmbH zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft arbeitet mit einem solventen und langjährigen Kundenstamm, wodurch Forderungsausfälle äußerst selten sind.

Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen, und Bankverbindlichkeiten werden gemäß den vereinbarten Konditionen bedient. Die FKT GmbH genießt hier das beste mögliche Banken-Rating bei Ihren Finanzpartnern.

Das Ziel des Finanz- und Risikomanagements der FKT GmbH ist es, den Unternehmenserfolg gegen finanzielle Risiken jeglicher Art abzusichern. Im Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikostrategie.

 

Pförring, den 07.03.2025

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